»Das
Leben in Gaza ist die Hölle« -Wegen der
Abriegelung durch Israel fehlt es den
Kliniken an Medikamenten und Ersatzteilen
für medizinische Geräte. Gespräch mit
Tsafrir Cohen - Interview: Andrea
Bistrich
Free Gaza Movement
startet ein Cargo-Schiff von Irland
-
31.März 2010 (Zur sofortigen Veröffentlichung)
www.freeGaza.org -
Gestern kaufte die Free Gaza Bewegung eine 1200t
Cargo-Schiff bei einer Auktion in Dundalk, Irland. Das
Schiff wurde vor einem Jahr nach einer Inspektion durch
die Internationale Transport-Gesellschaft (ITF)
beschlagnahmt, nachdem sie herausgefunden hat, dass
seine Besitzer ihrer litauischen Mannschaft nicht ihren
Lohn bezahlt hatte und diese demütigend behandelt hatte.
Der ITF-Inspektor
und Organisator Ken Fleming sagte: Wir freuen uns und
verkündigen, dass dieses Schiff, das benützt wurde, um
seine Arbeiter wie moderne Sklaven zu halten, nun
benützt wird, um die Menschenrechte gegenüber dem
palästinensischen Volk zu praktizieren. Die Free Gaza
Movement besitzt jetzt vier eigene Schiffe
einschließlich drei Passagierschiffen.
Diese Schiffe
werden an einer internationalen Flottille teilnehmen, um
im Mai humanitäre Hilfe dem belagerten Gazastreifen zu
bringen. Passagier- und Cargo-Schiffe werden auch von
der türkischen humanitären Organisation IHH und von
Gruppen aus Griechenland, Schweden, Malaysia und Belgien
organisiert.
Free Gaza hat
während der letzten zwei Jahre acht Fahrten nach Gaza
gemacht. Fünf waren erfolgreich. Die letzten beiden
wurde von der israelischen Marine gewaltsam gestoppt.
Das irische Schiff wird 500 t. Zement und Medikamente
und medizinische Ausrüstung und Schulmaterial für die
Menschen in Gaza mitnehmen. Derek Graham der Free Gaza
Movement sagte, wir haben das Internationale Gesetz und
das Gewissen der Völker der Welt auf unserer Seite. Wir
wissen, dass das irische Volk nicht daneben stehen wird
und die Menschen im Gazastreifen verhungern lässt und
zusehen, wie sie von Israel weiter bestraft werden.
Bei der
Vorbereitung zum Start des irischen Schiffes sind
Krankenhäuser, Handelsgesellschaften, Kirchen, Moscheen,
Familien und Gemeindegruppe aufgerufen worden,
Zementsäcke zu spenden, um den Menschen von Gaza beim
Wiederaufbau zu helfen.
Caoimhe Butterly
der Free Gaza Bewegung sagte: ‚Wir rufen das irische
Volk und die Regierung auf, die sichere Fahrt unserer
Mission zu unterstützen. Die Belagerung ist eine Form
von kollektiver und verheerender Bestrafung. Die
Flottille zu unterstützen, ist eine Möglichkeit für das
irische Volk, direkte Solidarität mit den 1,5
Palästinensern, die in Gaza gefangen sind und versuchen,
ihr in viele Stücke zerrissenes Leben,
zusammenzuflicken.
Das Schiff, die MV
Linda, erhält einen neuen Namen: MV Rachel Corrie, in
Erinnerung an die 23 jährige Aktivistin, die 2003 von
einem israelischen Bulldozer zermalmt wurde, als sie
versuchte, die Zerstörung eines palästinensischen Hauses
in Gaza zu verhindern. Die Free-Gaza-Bewegung denkt an
Rachel und die Tausenden palästinensischer Männer,
Frauen und Kinder, die getötet, verletzt oder unter
israelischer Besatzung gefangen gehalten werden. (dt.
Ellen Rohlfs)
Gaza
Freedom March 27. Dez. - 2. Jan. 2010 -
03. Juni 2010 20:40
Pressemitteilung der
deutschen Delegation vom Gaza Freedom March
- Gaza Freedom March endete mit einer erfolgreichen
Demonstration vor der israelischen Botschaft
in Kairo - Kairo, 02. Januar 2010.
Am letzten Tag des Gaza Freedom March haben
sich rund 450 TeilnehmerInnen vor 13 Uhr, getarnt
als gewöhnliche Touristen, in der unmittelbaren
Nähe zur israelischen Botschaft eingefunden.
Um punkt 13 Uhr outeten sich die DemonstrantInnen
und strömten mit Bannern und Fahnen auf die
Straße vor der israelischen Botschaft und skandierten
“Free Gaza!” und “Boykott Israel!” Dazu erklärt
Ute Lampe, eine Sprecherin der Deutschen Delegation:
“Dieser Protest war ein bedeutendes abschließendes
Zeichen gegen Israel, das die völkerrechtswidrige
Blockade des Gazas-Steifens zu verantworten
hat und durchführt.” Die Polizei war sichtlich
überrascht von dieser Demonstration. Anders
als am Vortag vergingen mindestens 15 Minuten
bis die Polizeikräfte eintrafen und alle DemonstrantInnen
auf den Gehweg gedrängt hatten. Es gab keine
größeren Konflikte mit der Polizei, obwohl dieser
Protest ebenso illegal war, wie alle Proteste
der letzten Tage. Viele der Polizisten und PassantInnen
zeigten Sympathien mit dem Anliegen der Demonstranten,
was vielleicht auch ein Grund für die relative
Zurückhaltung der Behörden war.
Trotzdem wurde, wie in den letzten Tagen immer,
die Presse bei der Berichterstattung behindert.
Deutsche Teilnehmer melden:
Nach der beeindruckenden
Nacht - Silvester auf dem "Gaza Freedom Square", aber
auch (die ganze Zeit!) auf dem Camp der französischen
Delegation vor "ihrer" Botschaft, immer "gut bewacht",
war es ein gutes Signal, jetzt vor der israelischen
Botschaft zu demonstrieren (Peter
und
Günter/Elfi
ergänzen sich ..).
Quelle und mehr >>>
01.01.10 13:46:06
- <
Pressemeldung der deutschen Delegation vom Gaza Freedom
- Aktuell!
300 Demonstranten vom Gaza > Freedom March sind im Polizeikessel
vor der israelischen Botschaft in Kairo.
Im Kessel sind viele Deutsche. Es gibt etwa einen Polizist
pro Demonstranten. Es ist möglich einige der Deutschen
im Kessel anzurufen. Wer ein Interview mit diesen machen
will, soll dies schnell tun, weil sie eventuell verhaftet
werden. (Siehe Liste unten).
> Dr. Edith Lutz, Vertreterin von "Jüdische Stimme für
gerechten Frieden im Nahen Osten", und andere Vertreter
der deutschen Delegation vom Gaza Freedom March sind
im Restaurant in der Nähe der israelischen Botschaft,
um
Pressegespräche zu führen.
Kontakt: > Elsa Rassbach - ägyptisches Handy +20109816078
- Dr. Edith Lutz - deutsches Handy + 4915204519740
Donnerstag 13:00 -
Freiheitsmarschierer werden in Kairo aufgehalten -
Ein aktuelles Bild aus Kairo
- Dr. Edith Lutz - Polizei in Zivil
verhindert jegliches näherkommen. Zur Zeit - 13 Uhr -
ist die größere Gruppe eingekreist, vor der kleineren am
Lotus Hotel, steht die Polizei in Front. bei beiden
Gruppen in der nähe schwarze Polizeiautos. Beim
fotografieren wird man behindert.
Gaza Freedom March: Schlechte
Nachrichten aus Kairo
-Aus Kairo erhielten wir
heute schlechte Nachrichten von
Dr. Edith Lutz -
Deutschlandkoordinatorin des
'Gaza Freedom March'. Die
ägyptische Regierung scheint
nicht nur - wie leider zu
erwarten - darauf zu beharren,
die Teilnehmer nicht nach Gaza
einzulassen, sondern sie bemüht
sich offenbar auch im Vorfeld
darum, die Angereisten mit allen
möglichen Mitteln aufzuhalten.
30 Teilnehmer wurden in einem
Hotel in El-Arish festgehalten -
und dürfen die Stadt nicht
verlassen. Eine andere Gruppe
von acht Teilnehmern wurde am
Busbahnhof festgenommen.
Ausserdem sprengte die
ägyptische Polizei eine
Gedenkveranstaltung für die
Opfer in Gaza, der die
Marschierer auf der 'Kasr al
Nil'-Brücke gedachten. Parallel
dazu schweigen die deutschen
Mainstream Medien eisern zu dem
Thema - oder sie verbreiten die
übliche verzerrte und
kontextfreie israelische
Darstellung, die aus dem
Massaker Ende des vergangenen
Jahres einen Akt der
Selbstverteidigung macht.
Quelle - Institut für
Palästinakunde
Ergänzende Links:
Brief von Dr. Edith Lutz
|
25 israelische Aktivisten (Refuseniks)
vor Gaza
festgenommen
Familienzusammenführung
an
palästinensisch-ägyptischer
Grenze in Rafah. Endlich
begegnen sich Angehörige
derselben Familie an der
Grenzmauer nach dem Rückzug
der Israelis aus dem
Gazastreifen am 12.09.2005.
(Assafir, 12.09.2005,
Al-Jazeerah)