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Gesetze (law) halten den Zusammenbruch des Gebäudes der Besatzung auf
- 22.06.2018 - Yossi Gurvitz - Michael Sfard, ein herausragender Anwalt für Menschenrechte, hat die letzten zwei Jahrzehnte damit verbracht in israelischen Gerichten gegen die Besatzung zu kämpfen. Sein neues Buch ("The Wall and the Gate: Israel, Palestine and the Legal Battle for Human Rights") analysiert die moralischen Dilemmata eines Einsatzes innerhalb des Rechtssystems der Besatzung, seine Rolle bei der Stützung des Status quo, und warum er trotz allem optimistisch bleibt, dass die israelische Militärherrschaft über die Palästinenser enden wird.  [...]

 Was hat Sie dazu gebracht dieses Buch zu schreiben? - Das Buch ist auf dem Highway Jerusalem-Tel Aviv auf hunderten Rückfahrten vom Obersten Gerichtshof entstanden. Es wurde konzipiert auf Grund meiner Unsicherheit, ob meine Arbeit einen Beitrag für die Menschenrechte leistet oder ihnen eher schadet.

Diese Dilemmata, mit denen alle Aktivisten, die mit Rechtsmitteln gegen die israelische Besatzung kämpfen, konfrontiert sind, gehören zum Kampf gegen jedes üble Regime, das inhärent die Menschenrechte verletzt. Kooperierst du mit dem System? Läßt du dich mit ihm ein? Erscheinst Du vor dem Gericht des Besatzers? Welchen Preis zahlst du für eine solche Aktivität?

Ich konnte diese Dilemmata während meiner Rückfahrten vom Gericht nicht lösen, und ich verstand, dass ich dieser Auseinandersetzung die nötige Zeit widmen musste. Mir war klar, dass ich für ein ernsthaftes Unterfangen mit der Geschichte der Probleme gut vertraut sein müßte. [...]
 

Wie würden Sie die Rolle des juristischen Establishments bei der Gestaltung der Besatzung definieren? - Die Besatzung ist auf drei Eckpfeilern aufgebaut: dem Gewehr, der Siedlung und dem Recht (den Gesetzen). Das Recht ist das, was das Gebäude der Besatzung stützt und seinen Zusammenbruch verhindert. Es erlaubt ihr die Probleme anzugehen, die sie schwächen würden, und bis zu einem gewissen Grad hindert es sie ganz durchzudrehen (going mad).

 

Definiere 'mad': Es verhindert, dass die Besatzung einen Zustand erreicht, in dem alle Israelis, die die Besatzung ablehnen, keine andere Wahl haben als protestierend auf die Strasse zu gehen. Es ist in der Lage das zu erreichen, indem es dem, der unter der Besatzung lebt, ein bißchen Schutz bietet – ein Schutz, der im Lauf der Jahre immer schwächer und schwächer wird.

 

Welche Rolle haben die Menschenrechtsorganisationen bei der Definition der Rolle, die das Recht in der Besatzung spielt? - Menschenrechtsanwälte haben die Besatzung, nachdem sie begonnen hat, relativ schnell angefochten. Die DNA der israelischen Militärherrschaft in den besetzten Gebieten, so wie sie von Meir Shamgar - 1967 Militärstaatsanwalt und später Richter am Obersten Gerichtshof und Gerichtspräsident – konzipiert wurde, ist komplett auf juristische Normen gestützt. Er war der Meinung, dass die Rechtsnorm das Höchste ist und schuf ein System, das Klagen wegen willkürlicher Handlungsweisen verhindern sollte.

Dass dies die Eckpfeiler der Militärherrschaft sind, fordert die Anwälte, die die Regierten vertreten, regelrecht heraus sich einzuklinken. Hätte das Gericht nicht an erster Stelle für Rechtshilfe gesorgt,  würde niemand diesen Weg gehen. Hilfe, nicht notwendigerweise eine Regelung, ist der notwendige Sauerstoff für den Prozess. Dieser Prozess hat mit dem Erscheinen von Menschenrechts-Organisationen in den 1980er Jahren eine wesentliche Stärkung erfahren; danach mussten sich palästinensische Beschwerdeführer über die Bezahlung für die Rechtsvertretung keine Sorgen mehr machen. Sie hatten nichts zu verlieren.

Das größte Dilemma erscheint im Titel Ihres Buchs, The Wall and the Gate (die Mauer und das Tor). Einerseits ist das Ziel des Kampfes gegen die Besatzung der Fall der Mauer, aber das kann gegen die Wünsche des Beschwerdeführers gehen, der sagt: "Schauen Sie, die Mauer zu Fall zu bringen, wird Jahre brauchen, und in der Zwischenzeit habe ich keinen Zugang zu meinem Land. Können Sie sich nicht dafür einsetzen, dass ich ein Tor in der Mauer bekomme, das mir Zugang zu meinem Land ermöglicht?"

Der Kampf für einen sozialen Wandel hat im Unterschied zu einem privaten Rechtsstreit mehrere Ziele. Das erste ist sicherzustellen, dass der Mandant Rechtshilfe bekommt. Das zweite ist ein Politikwechsel: Wir wollen sicherstellen, dass die Rechte nicht nur unserer Mandanten, sondern aller, die in ihrer Lage sind, nicht verletzt werden. Darüber hinaus gibt noch eine weitere Zielsetzung: einen Regimewechsel. Wir möchten helfen die Besatzung zu beenden. Wenn Sie verstehen, dass wir an diesen drei Bereichen arbeiten, dass wir mit drei variablen gleichen Dingen (variable equation) konfrontiert sind, dann realisieren Sie auch, dass diese sich für gewöhnlich in der gleichen Richtung koordinieren. Rechtshilfe hilft Politik zu verändern und gleichzeitig die Lebenszeit der Besatzung zu verkürzen. Das Problem entsteht, wenn sie miteinander kollidieren – und das geschieht.
 

Zum Beispiel? - Stellen Sie sich vor, wir haben einen Mandanten, dessen Land von Siedlern übernommen wurde. Eines Tages kommt er zu Ihnen und sagt: "Sehen Sie, dieser Fall wird Jahre in Anspruch nehmen. Ich glaube nicht, dass wir gewinnen werden. Und auch wenn wir gewinnen, glaube ich nicht, dass sie das Urteil umsetzen werden. Jedenfalls werden sie nicht erlauben, dass ich wieder auf mein Land komme. Es ist das einzige Eigentum, das ich habe. Es ist die Zukunft meiner Kinder. Mir wurde eine Menge Geld dafür geboten. Bitte, schreib für mich einen Vertrag, stell sicher, dass ich geschützt bin."

Stellen Sie sich vor, ein Einwohner (resident) von Ost-Jerusalem erzählt Ihnen: "Ich möchte ein besseres Leben für mein Volk, ich möchte Freiheit und Selbstbestimmung für die Palästinenser, aber das ist nicht am Horizont. So wie es ist, setzt mein Status als Resident (Palästinenser aus Ost-Jerusalem sind, obwohl sie israelische Personalausweise haben, oft nicht israelische Staatsbürger, sondern bloß Einwohner – 'residents') mir und meinen Kindern Grenzen. Wenn eines meiner Kinder für sieben Jahre zum Studium weggeht, verliert es seine Rechte als 'Resident'. Bitte, helfen Sie mir, die israelische Staatsbürgerschaft zu bekommen."

Wenn Sie an einer Petition arbeiten, die eine Änderung der Politik verlangt, und Sie schätzen, dass Sie gewinnen werden – dass eine Politik, die Schaden anrichtet, die auch den größten Image-Schaden der Besatzung verursacht, sich ändern wird. Sie wissen auch, dass dieses Urteil eines der wenigen sein wird, das gleichzeitig in Hebräisch und Englisch veröffentlicht wird, und dass es diejenigen zurückdrängen wird, die darauf brennen auf die Strasse zu gehen. Oder vielleicht nehmen Sie an, dass der Prozess zu einer positiven Politikänderung führen und Schaden für viele Personen verhindern wird, während es gleichzeitig die Dauer der Besatzung verlängern wird.

Meine Leitlinie ist, dass ich das Individuum nicht auf dem Altar eines generellen Guts opfere, das notwendigerweise völlig spekulativ ist. Das humanistische Ideal, auf dem mein Verhaltenskodex als Jurist und Menschenrechtsaktivist beruht, besteht darin, zuerst und vor allem das Individuum zu sehen.

Aber es gibt Dinge, die zu tun ich absolut ablehnen würde. Ich will nicht einen Palästinenser vertreten, der sein Land Siedlern verkaufen möchte. Ich würde ihm helfen einen guten Anwalt zu finden, aber ich   >>>
 


 

 


Der Tod der Gewissens-Emigrantin
-  24. Juni 2018 -  Gideon Levy- Ich habe sie niemals getroffen. Nur zwei- oder drei Mal hat sie mich vom Ort ihrer Verbannung angerufen, aber ich erinnere mich sehr genau daran, was sie für mich und für die meisten meiner gehirngewaschenen Generation war: Sie war das Symbol für den Hass auf Israel, ein Feind des Volkes, eine widerliche Verräterin, eine abscheuliche Person, eine Ausgestoßene. So lehrte man uns, über sie zu denken, wie über einige andere der ersten Dissidenten, und wir haben nicht gefragt, warum und interessierten uns nicht.

Jetzt ist sie im hohen Alter in der Verbannung gestorben, und ihre Gestalt glänzt in meinen Augen als etwas Wertvolles aus der zeitlichen Distanz und des Ortes: Felicia Langer, die Ende letzter Woche in Deutschland gestorben ist, war eine Heldin, eine Pionierin und eine Frau mit Gewissen. Sie und ihre wenigen Kollegen haben bei uns niemals die Anerkennung gefunden, die sie verdient hätten. Ich bezweifle, ob sie sie jemals bekommen werden. An einem Ort, an dem Mitglieder einer jüdischen Terrororganisation gerne gesehen und sogar beliebt sind, einer ein Zeitungsherausgeber und der zweite eine Talmudgelehrte, wo bekennende Rassisten im öffentlich Diskurs legitimiert werden wie an keinem anderen Ort auf der Welt, gibt es keinen Platz für Freiheitskämpfer und mutige Verfechter von Gerechtigkeit, die persönlich einen hohen Preis bezahlt haben für ihren Versuch, vor der Masse zu marschieren, die ihnen niemals gefolgt ist.

Langer war eine Shoa-Überlebende aus Polen, die Jura an der Hebräischen Universität studiert hat und nach der Besetzung 1967 die erste war, die eine Anwaltskanzlei eröffnet hat, in der sie palästinensische Opfer verteidigt hatte. Damit hat sie eine ruhmreiche Tradition von Juden fortgesetzt, die sich für Opfer überall auf der Welt eingesetzt haben – in Südafrika, in Südamerika, in Europa und den USA.

Dabei hat sie ihr Gefühl für Gerechtigkeit in einem Konflikt mit ihrem Staat geführt. Manchmal hat sie sogar gewonnen: Infolge ihres Einspruchs hat das Oberste Gericht die Verbannung des Bürgermeisters von Nablus, Bassam Shakaa, im Jahre 1979 annulliert. Ein Jahr später hat der jüdische Untergrund eine Bombe unter seinem Dienstwagen platziert, seine Beine wurden amputiert und das israelische Recht kam zum Vorschein.   >>>

 

Opinion Holocaust Survivor and Palestinians' Rights Lawyer Felicia Langer Dies in Exile at 87 - Gideon Levy  >>>

 

 


In memory of Felicia Langer, the first lawyer to bring the occupation to court
-  24. 6.  2018 - Felicia Langer was a Holocaust survivor, a communist, and one of the first Israeli lawyers to defend Palestinian residents of the occupied territories in the Israeli Supreme Court. She died in Germany last week.  - Michael Sfard

Langer was a human rights and peace activist, a communist, and one of the first attorneys to represent Palestinian residents of the occupied territories in Israeli courts. In Israel’s Supreme Court, she pioneered legal practices that today seem natural and obvious but were once considered outrageous. She was the first to challenge the expulsion of Palestinian political leaders from the West Bank, the first to challenge the army’s practice of demolishing the homes of Palestinians suspected of militant activities, the first to accuse the Shin Bet of torturing detainees, and the first to fight the practice of administrative detention.  >>>

 

 

Trauerhaus
Herr Michael Langer - Daimlerstr. 43 - 72074 Tübingen

 

Eine Seite zum Tode von Felicia Langer   >>>
 


Antizionismus ist nicht Antisemitismus 
- 24.06.2018  - Antizionismus ist nicht Antisemitismus. Heutzutage ist das schon fast eine radikale Aussage, da die deutsche Politik sich vollständig dem Druck des Zionismus gebeugt hat. Und das gilt nicht nur für Deutschland, sondern auch für andere wichtige europäische Staaten.  - Zlatko Percinic

Bevor mit dem Artikel weitergemacht werden kann, muss zuerst noch die Definition der Bundesregierung von Antisemitismus aufgezeigt und anschließend jene des Zionismus gegenübergestellt werden. Laut Bundesregierung ist Antisemitismus, "die politisch, sozial, rassistisch oder religiös (Antijudaismus) grundierte Feindschaft gegenüber Juden."

Antisemitismus und Zionismus sind keine klar definierten Begriffe
- Grundsätzlich kann aber jeder Staat den Begriff "Antisemitismus" so definieren, wie er es für richtig hält. Eine europäische Initiative für eine allgemein gültige Definition im EUMC (Europäische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit), sowie in der IHRA (International Holocaust Remembrance Alliance), fand keine Unterstützung der jeweiligen Regierungen. Grundsätzlich haben aber alle offiziellen Definitionen eines gemeinsam: den Hass auf Juden, unabhängig davon ob man die Juden als Volk oder Glaubensgemeinschaft betrachten möchte.

Wie beim Antisemitismus gibt es auch bei der Definition von Zionismus keine allgemein gültige Fassung. Je nach politischer oder religiöser Strömung im Judentum, Zionismus und selbst in Israel gibt es unterschiedliche Definitionen. Da der Zionismus aber eine Ideologie ist, wie alle anderen mit der Endung -ismus, verwende ich hier die Definition der Zionistischen Weltorganisation (WZO):

Zionismus ist ein politischer und nationalistischer Handlungstyp, der das jüdische Volk und die Kultur involviert. Die Mission der Bewegung ist die Wiederherstellung einer jüdischen Heimat im Land Israel, auch bekannt als Heiliges Land, Kanaan oder Palästina."

Und was der Zionismus für ein Ziel verfolgt, nachdem das erste große Ziel, die Schaffung einer "Heimstätte für Juden" in Palästina durch die Gründung des Staates Israel bereits vor 75 Jahren erfolgte, erklärt die WZO ebenfalls:

Die Zionistische Weltorganisation ist verpflichtet, den Zionismus, die zionistische Idee und die zionistische Unternehmung durch die israelische Erziehung als vitales und positives Element des gegenwärtigen jüdischen Lebens zu promoten, im Einklang mit den Prinzipien des Jerusalemer Programms. Dieses Manifest ist der Anerziehung der Zentralität von Israel und Jerusalem als Hauptstadt tief in das jüdische Bewusstsein gewidmet, die Rückkehr nach Zion (biblischer Name von Jerusalem/Anm.) zu ermutigen, die Herstellung einer beispielhaften Gesellschaft im jüdischen Staat, die Ausweitung der zionistischen Bildung, einschließlich Kurse in der hebräischen Sprache, Besiedelung des Landes und Bekämpfung des Antisemitismus."

Zionisten wollten sich von Beginn an von Palästinensern abgrenzen
- Das Jerusalemer Programm stellt die "offizielle Plattform der Zionistischen Weltorganisation und der zionistischen Bewegung" dar. Und darin steht lediglich, dass man Israel als einen "jüdischen, zionistischen und demokratischen Staat" haben möchte, dessen Gesellschaft sich durch "gegenseitigen Respekt für das facettenreiche jüdische Volk" auszeichnet. Kein Wort von diesem Respekt gegenüber nicht-jüdischen Bürgerinnen und Bürgern Israels, sprich in der Mehrheit Palästinenser. Und natürlich soll das Land als "Ausdruck des praktischen Zionismus" besiedelt werden, ein Euphemismus für die Kolonisierung von palästinensischem Grund und Boden außerhalb der von der  >>>
 


VIDEO - Cohen Bendit über Zionismus
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Die rassistischen Israelfans haben keine Argumente
- 24. Juni 2018 - Verena Rajab - Professor Ilan Pappé hat am 14. und 15. Juni an zwei Universitäten, Stuttgart-Hohenheim und Tübingen in voll besetzten Hörsälen über die Perspektiven nach 70 Jahren Nakba-Vertreibung der PalästinenserInnen gesprochen. Der Hohenheimer Vortrag wird demnächst auch auf youtube zu hören und zu sehen sein, den Link schicken wir, sobald der Film im Netz ist. Vorweg senden wir jedoch einen ausführlichen Bericht, denn die Analyse und die Ansätze zur Veränderung, die Ilan dargestellt hat, sind eine gute Grundlage für eine fruchtbare Diskussion.

Ilan Pappé ist wohl der bekannteste der neuen israelischen Historiker. Auf der Basis seiner Recherche in den israelischen Militärarchiven hat er belegt, dass die zionistischen Milizen bei der ethnischen Säuberung Palästinas nach Plan vorgingen. Das sind Inhalte, die die israelischen Regierungen seit Jahren versuchen, in der akademischen und öffentlichen Diskussion zu blockieren.

Auch dieses Mal intervenierte die israelische Regierung direkt über das für Süddeutschland zuständige Konsulat in München und schrieb die Universitätsrektorate an. Die Konsulin forderte die Absage der Veranstaltung mit Ilan Pappé, eines Professors, der die Position eines Institutsleiters an der renommierten englischen Universität Exeter inne hat. Wir danken den Universitätsleitungen dafür, dass sie auf diesen skandalösen Zensurversuch und Eingriff in die Freiheit der akademischen Diskussion in der Bundesrepublik nicht eingegangen sind.

Ganz offensichtlich ist Zensur und Druck im Hintergrund die einzige Antwort, die sich Ilan Pappés Gegner zutrauen. Ein Stuttgarter Geschichtsprofessor, der sich etwa   >>>
 


Konsulin schrieb an Rektor - Die Staatsgründung Israels war mit ethnischer Säuberung verbunden, sagt der israelische Historiker Ilan Pappé. Gegner wollten den Vortrag verhindern.
- 21.06.2018 - Angelika Bachmann

Ein Vortrag am Politikwissenschaftlichen Institut sorgt für Aufregung – im Vorfeld und im Nachgang. Der israelische Historiker Ilan Pappé sprach vergangenen Freitag über „70 Jahre Nakba“ und die Vertreibung der einheimischen palästinensischen Bevölkerung im Zuge der Staatsgründung Israels. Wie das Rektorat der Universität gegenüber dem TAGBLATT bestätigte, gab es im Vorfeld Versuche, den Vortrag zu verhindern. Die Generalkonsulin des Staates Israel für Süddeutschland, Sandra Simovich, hatte einen Brief an den Rektor geschrieben, man möge den Vortrag absagen: „Es wurde die Sorge geäußert, radikale Inhalte könnten transportiert und das Existenzrecht Israels in Abrede gestellt werden“, teilte das Rektorat auf Anfrage mit.

Dem TAGBLATT sagte Simovich gestern auf Nachfrage: Sie habe den Rektor gebeten, die Veranstaltung abzusagen. Dass es dazu komme, damit habe sie aber eh nicht gerechnet. Sie habe damit abeine Diskussion über die Art der Veranstaltung anregen wollen, so Simovich. Denn Pappé vertrete allein die Sichtweise der Palästinenser. Er sei ein Post-Zionist und einseitig in seiner Argumentation. Eine Universität müsse aber darauf achten, dass die Komplexität eines Themas in den Veranstaltungen widergespiegelt werde.

Der Historiker Ilan Pappé ist israelischer Staatsbürger und Direktor des Europäischen Zentrums für Palästina-Forschung an der Universität Exeter. Er hat an der Hebrew University in Jerusalem studiert, in Oxford promoviert und lehrte von 1984 bis 2000 an der Uni Haifa, wo er bis 2000 das Akademische Friedensinstitut in Givat Haviva leitete.

Die Organisatoren des Vortrags am Lehrstuhl „Vorderer Orient und Vergleichende Politikwissenschaft“ der Uni Tübingen zeigten sich bestürzt angesichts der Versuche, den Vortrag zu verhindern, sowie über Briefe, die im Nachgang dem Institut und der Universität Einseitigkeit und Kritiklosigkeit vorwerfen. Er habe während des Vortrags die Zuhörer mehrfach dazu aufgefordert, Fragen und Kritik zu äußern, sagte der Nahost-Experte und Lehrstuhl-Inhaber Prof. Oliver Schlumberger. „Es hat keiner was gesagt. Akademische Debatten leben aber davon, dass die Leute bereit sind zu debattieren.“

In seinem Vortrag habe Pappé die israelische Siedlungspolitik im Vergleich mit Lateinamerika und Nordamerika analysiert und in den Konzepten vergleichbare Elemente der ethnischen Säuberung benannt. „Der Vortrag war ein Plädoyer an die Humanität und keine politische Propaganda. Pappé ist ein Bürger Israels und kein Feind Israels.“

Aufgrund der Intervention der Generalkonsulin hat die Uni-Leitung im Vorfeld mit den Veranstaltern gesprochen. Man habe  >>>
 



Zwei Seelen
- Uri Avnery - 23. Juni 2018 - „SOLANGE noch im Herzen/ Eine jüdische Seele wohnt … “, beginnt die offizielle Übersetzung der israelischen Nationalhymne.

Im hebräischen Original heißt es „die Seele eines Juden“, aber wahrscheinlich hat der Übersetzer es richtig verstanden: Es geht um die jüdische Seele. Aber gibt es eine jüdische Seele? Ist sie anders als die Seelen anderer Menschen? Und wenn ja, worin besteht der Unterschied?

EHRLICH GESAGT: Ich weiß nicht, was eine Seele ist. Aber nehmen wir einmal an, es gäbe so etwas wie eine kollektive Psyche, den allgemeinen Geist aller Männer und Frauen, die unser Kollektiv ausmachen – jeder und jede von ihnen hat seine oder ihre eigene Seele. Was unterscheidet diese nun von der anderer Völker?

Wenn ein Fremder sich heute israelische Leute ansieht, mag er wohl staunen. Zuerst einmal: mehr als ein Fünftel der Israelis sind überhaupt keine Juden, sondern sie gehören zum palästinensischen Volk, dessen Angehörige vermutlich eine andere „Seele“ haben. Wenn jemand von Israelis spricht, meint er im Allgemeinen in Wirklichkeit „jüdische Israelis“.

Das hätte übrigens die Israelis schon vor langer Zeit davon überzeugen sollen, dass sie die Nationalhymne und andere Symbole des Staates ändern sollten, damit die Minderheit sich zugehörig fühlen kann. Die Kanadier haben es gemacht. Als ihnen klarwurde, dass die Bürger französischer Abstammung sich hätten abspalten und eine eigene Nation gründen können, änderten sie Nationalhymne und Fahne, um der französisch sprechenden Minderheit ein Zugehörigkeitsgefühl zu ermöglichen. Soweit ich es aus der Ferne beurteilen kann, war das Vorgehen erfolgreich. Aber es gibt kaum Chancen, dass sich dasselbe hier ereignet.

SELBST WENN wir allein über israelische Juden sprechen, ist unsere Nationalpsyche (unsere „Seele“) recht erstaunlich. Sie enthält Elemente, die einander ausschließen, tief verwurzelte Widersprüche.

Einerseits sind die meisten (jüdischen) Israelis enorm stolz auf die Macht des Staates, den sie „aus nichts aufgebaut haben“. Vor 150 Jahren gab es kaum Juden im Land Palästina und die, die es gab, waren vollkommen machtlos. Heute ist Israel der mächtigste Staat in der Region, eine Atommacht, die sich noch dazu auf vielen Gebieten der menschlichen Bestrebungen auszeichnet: militärisch, technologisch, wirtschaftlich, kulturell usw. Wenn man sich jedoch die Ergüsse vieler Juden anhört, könnte man zu dem Schluss kommen, wir könnten jeden Augenblick von der Landkarte getilgt werden. Die Welt ist voller Leute, deren einziges Ziel im Leben ist, uns zu vernichten. Deshalb müssen wir in jedem Augenblick bereit sein, unsere bloße Existenz zu verteidigen.

Wie passen diese beiden einander entgegegengesetzten Haltungen zueinander? Kein Problem. Sie passen sehr gut. ERST EINMAL ist da der alte Glaube, dass Gott uns unter allen Völkern erwählt habe.

Warum hat Gott das getan? Gott allein weiß es. Er muss nichts erklären.

Die Sache ist ein wenig kompliziert. Zuerst haben die Juden Gott erfunden. Es gibt auch ägyptische und mesopotamische Ansprüche darauf, aber Juden wissen es besser.

(Man sagt, viele Juden glaubten zwar nicht an die Existenz Gottes, aber sie glaubten, dass Gott die Juden erwählt habe.) Juden lernen in sehr zartem Alter, dass sie das von Gott erwählte Volk seien. Unterbewusst bleibt dieses Wissen ihr Leben lang in ihrer „Seele“ verankert, auch wenn viele zu vollkommenen Atheisten werden. Es stimmt, viele Menschen auf der Erde glauben, dass ihr Volk besser sei als andere Völker. Aber sie haben keine Bibel, um das zu beweisen.

Ich bin sicher, dass viele Juden sich nicht einmal bewusst sind, dass sie das glauben oder warum sie das glauben. Die jüdische Seele weiß es einfach: Wir sind besonders.

Die Sprache spiegelt es wider. Es gibt Juden und es gibt andere. Das hebräische Wort für alle anderen ist gojim. Althebräisch bedeutet das Wort gojim einfach nur Völker im Allgemeinen und schließt also das israelitische Volk ein. Im Laufe der Jahrhunderte entstand dann eine neue Definition: es gibt Juden und es gibt alle anderen, die gentiles (Heiden), die gojim.

Der Sage nach waren die Juden ein normales Volk, das in seinem Land, dem Land Israel, lebte. Aber dann eroberten die bösen Römer das Land und zerstreuten das Volk in alle Welt. In Wahrheit war die jüdische Religion eine missionierende Religion, die sich schnell im ganzen römischen Reich ausbreitete. Die Juden in Palästina waren schon eine Minderheit unter den Anhängern Jehovas, als die Römer viele von ihnen (aber bei Weitem nicht alle) aus dem Land vertrieben.

Schon bald konkurrierte das Judentum mit dem Christentum, einem Ableger des Judentums, das ebenfalls unternahm, wie wild Anhänger zu gewinnen. Das Christentum wurde um eine großartige menschliche Geschichte herum gebaut, die Geschichte Jesu, und darum war es geeigneter, Sklaven- und Proletarier-Massen im ganzen Imperium an sich zu ziehen.

Im Neuen Testament steht auch die Geschichte von der Kreuzigung: ein unvergessliches Bild von „den Juden“, wie sie die Hinrichtung des lieben Herrn Jesus verlangen.

Ich zweifele daran, dass jemand, der diese Geschichte in seiner frühen Kindheit gehört hat, die Szene jemals aus seinem Unterbewusstsein wird tilgen können. Daraus ergibt sich eine Art bewussten oder unbewussten Antisemitismus.

Das war allerdings nicht der einzige Grund für den Judenhass. Die bloße Tatsache, dass sie in alle Welt zerstreut waren, war ein riesiger Vorteil, aber auch ein riesiger Fluch.

Der jüdische Kaufmann in Hamburg konnte Beziehungen zu einem jüdischen Kaufmann in Thessaloniki anknüpfen, der seinerseits mit einem jüdischen Kaufmann in Kairo korrespondierte. Wenige Christen hatten im Mittelalter derartige Möglichkeiten. Die Konkurrenz führte dann dazu, dass Juden unzählige Pogrome erlitten. In einem europäischen Land nach dem anderen wurden Juden angegriffen, getötet, vergewaltigt und schließlich vertrieben.

In der jüdischen Seele schuf all das zwei miteinander im Streit liegende Trends: die Überzeugung, dass Juden besonders und überlegen seien, und die Überzeugung, dass Juden in ewiger Gefahr seien, verfolgt und vernichtet zu werden.  >>>
 

VIDEO - Kumi Naidoo on the Palestinian struggle, BDS and Israeli racism against Africans  >>>
 

 


New Amnesty leader calls BDS a tested “tool of resistance”
- Ali Abunimah Activism and BDS Beat - 17 April 2018 - Amnesty International’s incoming secretary-general is calling the boycott, divestment and sanctions (BDS) movement for Palestinian rights a “historically tested peaceful tool of resistance.”

He is also urging Palestine solidarity campaigners to make more use of civil disobedience.

Kumi Naidoo, who will take up his post as chief executive of the global human rights organization in August, made the comments in an interview during Israeli Apartheid Week activities organized by BDS South Africa last month.

The interview, in which journalist Janet Smith also talks to BDS South Africa’s Kwara Kekana, can be seen in the video above.

In the video, Naidoo slams as hypocritical the opposition to the BDS movement that has come from many governments.

“In terms of international law, people who are occupied and colonized … have a right to self-defense and they have the right to self-determination,” Naidoo states.

Yet he points out that when Palestinians take up any form of resistance, including nonviolent tactics such as BDS, they are lectured by the international community, “you cannot do that, it’s wrong … because it’s not peaceful.”

Naidoo slams the “contradiction” of telling Palestinians that “international law recognizes that you’re occupied, your kids are getting killed, you don’t have decent access to water, you can’t resist through armed struggle – fair enough – but now you can’t even resist by getting people to engage in a peaceful act of civil disobedience.”

BDS, Naidoo states, “is a peaceful act of citizens using their purchasing power to a make point [and] to get a government that is rogue to act in a more responsible way and in a more human rights respectful way.”

Naidoo has a long background as a human rights campaigner, including as executive director of Greenpeace International. In his home country, South Africa, he currently chairs Africans Rising, a pan-African campaign for social, economic, environmental and gender justice.

Naidoo also criticizes the Israeli government’s racially motivated moves to expel tens of thousands of African refugees: “We hope that sanity will prevail and that Africans will be treated fairly in terms of international law but I think we would be very naive given the track record of the Israeli state to believe that they could act with the level of magnanimity, humanity and compliance to international law.”

It will be interesting to see if Naidoo pushes Amnesty to take stronger positions on holding Israel accountable.   >>>
 


frühere texte UND TAGE finden sie im chronologischen Archiv >>>

 

 

 

 

 

 

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17. 6. 2018

 

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PCHR Weekly Report On Israeli Human Rights Violations in the Occupied Palestinian Territory (07 – 12 June 2018)  >>>

 

Israeli lawmaker- ‘Jewish race is the greatest human capital, the smartest'  >>>

 

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Settlers Obstruct Palestinian Access to Al-Aqsa on Last Night of Ramadan  >>>

 

Legislator Jarrar Receives A Third Administrative Detention Order  >>>

 

`They destroyed everything`- Israel`s decades-long war against the Jahalin Bedouin  >>>

 

Israel renews detention of Palestinian lawmaker Khalida Jarrar  >>>

 

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May 2018 Report- 605 Palestinians Seized by Israeli Occupation Forces  >>>

 

Hiding the occupation doesn't make it go away  >>>

 

An interview with released activist social worker, Munther Amira  >>>

 

16. 6. 2018

 

Silencing pro-Palestinian professors – Israel’s academic army   >>>

 

The dangers of conflating anti-Zionism and anti-Semitism   >>>

 

Israeli lawmaker proclaims supremacy of ‘Jewish race’
Likud's MK Miki Zohar says Jews are the smartest in the world, so know Netanyahu isn't corrupt  >>>


Moers und Enni für sauberes Wasser in Palästina  >>>

 

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Palestinian Security Breaks Up Ramallah Protest  >>>

 

‘The Israeli military said,’ the New York Times reports  >>>


 

 

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