Donnerstag, 29 Juli 2010 22:20
Aktuelle Nachrichten
mehrfach
täglich aktualisiert
UN envoy says acts in Jerusalem 'provocative'
Settlers Take Home In The Old City, East Jerusalem
Israeli soldiers
shoot at 2 Palestinians, injure 1, near checkpoint
Israel controls 6.25% of Gaza
Streit um Siedlungsstopp- Israel lässt Abbas ins Leere
laufen
Israel banning protests with out-dated military order
Arabische Liga- Palästinenser entscheiden über Gespräche
mit Israel
Netanjahu: Verlängerung
des Siedlungsmoratoriums sprengt Koalition
Gaza-Streifen- Hamas verbannt Damenunterwäsche aus Schaufenstern
Israel will wieder Siedlungen bauen
Drohne "Heron 1": Bundeswehr trainiert in Israel
Pfadfinderlager vereint Palästinenser
Vertreter von Fatah und Hamas haben im Gazastreifen
ein gemeinsames Pfadfinderlager abgehalten. Es war die
erste derartige Aktion der zerstrittenen Parteien seit
der gewaltsamen Spaltung im Sommer 2007.
Spionage-Verdacht - Deutscher Ingenieur im Libanon wieder
frei
29.7.2010
Ägypten mit Reise iranischer Parlamentarier nach Gaza
einverstanden
"Palästinensische Forderungen unerfüllbar"
Die palästinensischen Forderungen
nach einem israelischen Siedlungsstopp im Westjordanland
und einem eigenen Staat in den Grenzen von 1967 sind
nach den Worten von Israels Vizepremier Silvan Shalom
unerfüllbar
Israel wird
Moratorium für Siedlungsbau nicht verlängern
Lieberman: Rückkehr zur "Normalität"
"U.S. Boat to Gaza" möchte Gaza-Blockade durchbrechen
Netanyahu auf Blitzbesuch in Jordanien
27.7.2010
Ahmadinejad rechnet mit baldigem US-Angriff in Nahost
Cameron- Gazastreifen ein "Gefangenenlager"
Ankara - Der britische
Premierminister David Cameron hat den Gazastreifen als
"Gefangenenlager" bezeichnet und von Israel die Aufhebung
der Blockade des Palästinensergebietes gefordert. "Um
es klar zu formulieren: Die Situation im Gazastreifen
muss sich ändern"
Cameron urges lifting of
Gaza seige
Polizei zerstört Beduinen-Dorf in Negev-Wüste
U.S. To Abbas: Go to direct talks to stop home demolitions
and freeze settlements
Army Invades Beit Forik
Deutscher unter Spionageverdacht
für Israel festgenommen
Deutscher im Libanon wegen
Spionageverdachts verhaftet
Israel wird Moratorium für Siedlungsbau nicht verlängern
Israel erhält kein weiteres
U-Boot der "Dolphin"-Klasse aus Deutschland
26.7.2010
Paris wertet Palästinenservertretung
auf
Abgesandter der Palästinenserregierung darf sich
künftig Botschafter nennen
Westjordanland- Siedler greifen
Palästinenser an
Israelische Militär stoppt Potenzial
Hinterhalt
Netanyahu paints Palestinians as avoiding direct talks
Mossad chief reportedly visited
Saudi Arabia for talks on Iran
Israeli Forces Continue Assaults
with Sound Grenades in Beit Ommar
Protests continue- Al Ma’sara,
Beit Ommar, Ni’lin, Iraq Burin and Nabi Saleh
1 Injured in Ma’asara’s Anti-Wall
Demonstration
Hebron report- military violently
repress protests, following heightened wave of settler
violence
Salzburger Festspiele- Friedensappell
von Daniel Barenboim
Israel greift
Ziele im Gazastreifen an
Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht zum Montag
mehrere Ziele im Gazastreifen angegriffen. Im Norden
des Palästinensergebiets am Mittelmeer sei eine Waffenfabrik
bombardiert worden, hieß es in einer Mitteilung der
israelischen Armee. Im Süden hätten Kampfjets zwei Schmugglertunnel
beschossen. Es gab zunächst keine Berichte über Verletzte.
Israel
kritisiert UN-Untersuchung zu Angriff auf Gazaflotte
Top settler rabbi arrested for
allegedly inciting to kill non-Jews
Rabbi Yitzhak Shapira
is the alleged author of a book which deems as legal,
according to 'Jewish law,' the killing of non-Jews.
The head rabbi of a prominent yeshiva in the West Bank
settlement of Yitzhar was arrested Monday for writing
a book that allegedly encourages the killing of non-Jews.
Lebanon
MP: US, Israel conspiring to naturalize refugees
25.7.2010
Junan
neuer Präsident des Lutherischen Weltbundes
Palästinenser-Bischof
neuer Lutheraner-Präsident
Israelische Grenzpolizei vernichtet
Gemüsefelder
Israel wirft Nordkorea Raketenlieferungen
in Nahen Osten vor
23.7.2010
US Upgrades Diplomatic Ties With
Palestinian Authority
Anti-wall Protest In Ni'lin, Protesters
Suffer Tear Gas Inhilation
One Injured; Four Arrested During
Bil'in Weekly Protest
Gaza Hilfsflotte - UN-Menschenrechtsrat
ernennt U-Ausschuss
Israel dementiert Berichte über
Kauf von deutschem U-Boot
Israel gibt Gaza-Schiffe ohne
Bedingungen an Türkei zurück
Libanesische Hilfsschiffe wollen
Gazablockade durchbrechen
Women Prepare to Set Sail Past
Israel
Abbas lehnt direkte Verhandlungen
mit Israel vorerst ab
Schwedischer
Friedensaktivist verhaftet
Israelische Soldaten erschossen
einen Palästinenser
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Die Zweistaatenlösung
rückt immer weiter in die Ferne.
Bei einer
Podiumsdiskussion in Berlin haben zwei
führende Intellektuelle - ein Israeli
und ein Palästinenser - über Alternativen
diskutiert. - Es ist ein drückend heißer
Abend in Berlin. Auch im großen Saal
der Rosa-Luxemburg-Stiftung ist es stickig
und schwül. Trotzdem sind zahlreiche
Zuschauer gekommen, um zwei Intellektuellen
aus dem Nahen Osten zuzuhören: Sari
Nusseibeh, Rektor der Al-Kuds-Universität
in Ostjerusalem, und dem Orientalisten
und Politikwissenschaftler Menachem
Klein von der Bar Ilan-Universität in
Tel Aviv. - Sie diskutieren über die
verfahrene Lage zwischen Israelis und
Palästinensern. Wie soll der Konflikt
zwischen diesen beiden Völkern gelöst
und wie ihre Zukunft gestaltet werden?
Im Mittelpunkt der Debatte steht die
Zweistaatenlösung. >>>
Ein Staat -
Lösung oder Utopie
- Uri Avnery
- (...) Nichts ist verloren, solange
die Kämpfer nicht aufgeben und sagen,
alles ist verloren. Aufgeben ist keine
Lösung. Und es ist auch nicht moralisch.
In unserer Situation hat ein Mensch,
der verzweifelt, drei Möglichkeiten:
1. Emigration, 2. innere Emigration,
das heißt, zu Hause bleiben und nichts
tun, oder 3. Entweichen in die Welt
der idealen Lösungen in den Tagen des
Messias. Die dritte Lösung ist die gefährlichste,
denn die Situation ist kritisch, vor
allem für die Palästinenser. Wir haben
keine Zeit für eine Lösung in 100 Jahren.
Wir brauchen dringend eine Lösung, eine
Lösung, die innerhalb weniger Jahre
realisiert werden kann.>>>
Eine Fantasie
- Uri Avnery - ICH BEWUNDERE Professor
John Mearsheimer. Seine strenge Logik.
Seine klare Darstellung. Sein selten
moralischer Mut. Ich fühlte mich
sehr geehrt, ihn und seinen Kollegen
Professor Stephen Walt in Tel Aviv als
Gäste zu haben, nachdem ihr Buch über
die Israellobby in den USA Furore provozierte.
Und ich stimme nicht mit seinen Schlussfolgerungen
überein. VOR EIN paar Tagen hielt Prof.
Mearsheimer einen eindrucksvollen Vortrag
in Washington DC. Er bestand aus einer
tiefgründigen Analyse der Überlebenschancen
für Israel. Jeder Israeli, der über
die Zukunft seines Staates nachdenkt,
sollte sich mit dieser Analyse aus einander
setzen. Der Professor selbst fasst seine
Schlussfolgerungen wie folgt zusammen:
„Im Gegensatz zu den Wünschen der Obama-Regierung
und der meisten Amerikaner – einschließlich
vieler amerikanischer Juden – wird Israel
den Palästinensern nicht erlauben, einen
eigenen lebensfähigen Staat in Gaza
und der Westbank zu haben. >>>
Rosemaries
Baby - Uri Avnery -
SEIT ICH in meiner Kindheit den Aufstieg
der Nazis in Deutschland miterlebte,
juckt meine Nase jedes Mal, wenn ich
etwas Faschistisches rieche, auch wenn
der Geruch noch schwach ist. Als
die Debatte über die „Ein-Staaten-Lösung“,
begann, fing meine Nase zu jucken an.
Bist du verrückt geworden, sagte ich
zu meiner Nase, dieses Mal hast
du absolut unrecht. Dies ist ein Plan
der Linken. Er wird von Linken
mit unzweifelhaften Referenzen
vorgebracht, von den größten Idealisten
in Israel und im Ausland, sogar von
Marxisten. Doch meine Nase blieb dabei.
Sie juckte weiter. Nun sieht es so aus,
als ob die Nase letzten Endes Recht
hätte. >>>
Die Debatte
über die Ein-Staat-Lösung
- Unter Palästinensern, antizionistischen
Israelis und Aktivisten der internationalen
Solidaritätsbewegung findet bereits
seit einigen Jahren eine Debatte über
mögliche Alternativen statt. Diese hat
sich seit Israels letztem Krieg gegen
den Gaza-Streifen intensiviert, und
es zeichnet sich immer deutlicher ab,
daß eine neue Bewegung entsteht, deren
Ziel eine Ein-Staat-Lösung ist. Angestrebt
wird die Errichtung eines demokratischen
säkularen Staates auf dem Boden des
historischen Palästinas, wo alle Bürger
einschließlich der 1948 vertriebenen
Palästinenser und ihrer Nachkommen,
ungeachtet ihrer religiösen, ethnischen
oder sonstigen Zugehörigkeit, auf der
Basis von gleichen Rechten zusammenleben.
>>>
Eine Ein-Staaten-Lösung
für Palästinenser und Israelis
- Ghada Karmi - Im Jahre 2005 wurde
ich eingeladen, etwas zu tun, wovon
die meisten Palästinenser nur träumen
können: das Haus zu besuchen, aus dem
meine Familie 1948 vertrieben worden
war. Ausgerechnet ein Korrespondent
der New York Times hatte entdeckt, dass
seine Wohnung über meinem ehemaligen
Haus errichtet worden war. Als ich ihn
dort traf, haben sich die jüdischen
Okkupanten, die mich herum führten,
nahezu entschuldigt. Vielleicht waren
sie sich bewusst, dass dieses Haus den
Kern der Geschichte des israelisch-palästinensischen
Konflikts in sich birgt: die Vertreibung
der Palästinenser und ihre Ersetzung
durch Juden. Aber als ich den Journalisten
fragte, wie er noch Artikel schreiben
könne, die diese Wirklichkeit ausblenden,
wich er mir aus. Sein Ausweichen ist
Teil einer Verleugnungsstrategie >>>
Palästinensische Autonomiebehörde
sperrt Bewohner Gazas ein
- ISM - Germany - Dieselbe Regierung,
die zu einer Beendigung der Belagerung Gazas aufruft,
unterstützt in der Praxis die Einsperrung der Bevölkerung
Gazas, indem sie ihnen den Besitz von palästinensischen
Pässen verweigert. - Amira Hass - Lügen und Macht
gehen Hand in Hand. Aber was in einem souveränen
Staat als skandalös gelten würde, ist für eine Gesellschaft,
die für ihre Freiheit kämpft, eine Katastrophe.
Die Palästinenser haben zwei Führungsgarnituren
unter Besatzung, die um den merkwürdigen Titel „Regierung“
kämpfen – und beide generieren Lügen, um ihren Status
aufrecht zu erhalten. Die Hamas-Regierung, die die
Mehrheit der Stimmen bei den palästinensischen Legislativwahlen
gewann, wird von den meisten Ländern nicht anerkannt.
Stattdessen akzeptieren diese Länder herzlich die
Regierung der Palästinensischen Autonomiebehörde,
die vom Präsidenten und Anführer der Partei, die
die Wahlen verloren hatte, ernannt wurde – Fatah.
Dies ist die Regierung, die ihre Entscheidung die
Gemeinde- und Kommunalwahlen, die ursprünglich für
den 17. Juli dieses Jahres geplant waren, zu verschieben,
damit begründete, die Vergrößerung der politischen
Kluft zwischen Westbank und Gaza verhindern zu wollen.
Gleichzeitige Wahlen wären im Gazastreifen aufgrund
der Spaltung zwischen den Parteien und den Streitigkeiten
um Autorität und Legitimität nicht möglich gewesen.
Man kann über die Logik streiten, die der Eigensinnigkeit
vorausging, >>>
Hamas-Polizistinnen
in Gaza - Züchtig und Islamkonform
- Unter der Herrschaft der Hamas treten
immer mehr Frauen im Gazastreifen den Dienst als Polizistin
an, oftmals aus finanziellen Gründen. Sie sollen sich vor
allem um einen islamkonformen Umgang mit anderen Frauen
kümmern. Ruth Kinet berichtet. - Naremeen Odwan befehligt
200 Polizistinnen. Seit anderthalb Jahren leitet sie die
Frauen-Abteilung der Hamas-Polizei im Gazastreifen. Sie
steht im Rang eines Majors, ist 30 Jahre alt und Mutter
von fünf Kindern. Im Gazastreifen, sagt Odwan, seien Polizistinnen
in allen Polizeistationen und allen Bereichen vertreten
>>>
Betr. "Gezerre
um das sechste Boot ", SZ vom 23.7.,
S.7 - Do Dolphinum
ut des Vanunum! -
Prof. Dr. Rolf Verleger, Lübeck - Die deutschen
Steuerzahler finanzieren also seit langem der
israelischen Marine ihre atomwaffenfähigen Dolphin-U-Boote.
Man fragt sich, was die Gegenleistung war. Vielleicht
dass Israel bisher nicht so genau hingeschaut
hat, an welche andere Länder dieses deutsche
Kriegsschiff verkauft wird? Aber – lachen, um
nicht weinen zu müssen - der größte Witz ist
doch dieses: Dieselbe Atommacht Israel, die
hier offen über U-Boote für ihre Atomwaffen
verhandelt, steckte einen Mann 18 Jahre ins
Gefängnis, der 1986 einem englischen Reporter
berichtet hatte, was sowieso schon jeder wusste,
nämlich dass Israel Atomwaffen baute, verbietet
diesem Mann auch jetzt – sechs Jahre nach Ablauf
der Haftzeit - auszureisen und mit Journalisten
zu sprechen und hat ihn daher gerade mal wieder
wegen angeblichen Verstoßes gegen diese Auflagen
für drei Monate in den Kerker geworfen. Es ist
offensichtlich: Dieser "Nestbeschmutzer" soll
verrotten. Dieser Mann heißt Mordechai Vanunu.
Während haftbedingter Abwesenheit erhielt er
1987 den Alternativen Nobelpreis und 2001 in
Norwegen den Doktortitel ehrenhalber, wurde
2004 in Glasgow zum Universitätsrektor gewählt
und wurde mehrfach für den Friedensnobelpreis
nominiert. Unter Anderen setzte sich der jüdisch-britische
Atomphysiker und Friedensnobelpreisträger Joseph
Rotblat für ihn ein. Aber Rotblat konnte nicht
mit Geldern für ein U-Boot winken. Die deutsche
Regierung kann das. Wieso wird also die Schenkung
dieses U-Boots für die Atommacht Israel nicht
an ähnliche Bedingungen geknüpft wie Handelserleichterungen
für die Diktatur Kuba: Den politischen Häftling
Vanunu ausreisen zu lassen und der einheimischen
palästinensischen Bevölkerung gleiche soziale,
ökonomische und politische Rechte wie dem jüdischen
Staatsvolk zu gewähren?
The whole village of
al-Arakib, village comprising between 40 and 45
houses and 300 people, located in south of Israel
in the Negev, was completely razed in less than
three hours. Benjamin Netanyahu has called the Bedouin
citizens of Israel "real threat."
Ethnic cleansing in the
Israeli Negev - Neve Gordon
- A menacing convoy of bulldozers was heading back
to Be'er Sheva as I drove towards al-Arakib, a Bedouin
village located not more than 10 minutes from the
city. Once I entered the dirt road leading to the
village I saw scores of vans with heavily armed
policemen getting ready to leave. Their mission,
it seems, had been accomplished. The signs of destruction
were immediately evident. I first noticed the chickens
and geese running loose near a bulldozed house,
and then saw another house and then another one,
all of them in rubble. A few children were trying
to find a shaded spot to hide from the scorching
desert sun, while behind them a stream of black
smoke rose from the burning hay. The sheep, goats
and the cattle were nowhere to be seen - perhaps
because the police had confiscated them. >>>
29 .7.2010
Hungerstreik vor der Israelischen Botschaft in Berlin
- Der Fall von Firas Maraghy aus Jerusalem
- pdf
- Artikel 13 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte
besagt: 1. Jeder hat das Recht, sich innerhalb eines
Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort
frei zu wählen. 2. Jeder hat das Recht, jedes Land,
einschließlich seines eigenen, zu verlassen und
in sein Land zurückzukehren. Die israelischen Behörden
verweigern den Bewohnern Ostjerusalems dieses Recht
tagtäglich. Israel zerstört hierdurch willentlich
das Leben von Individuen und Familien, denn ihnen
wird ihre gesamte Existenzgrundlage entzogen und
ganze Familien werden auseinandergerissen. Ich bin
eine derjenigen Personen, denen das Recht, im Land
ihrer Väter und Vorväter zu leben und in dieses
zurückzukehren, genommen werden soll. Und zugleich
weigern sich israelische Behörden, meiner im Dezember
2009 geborenen Tochter das Recht, in Jerusalem zu
leben, zuzugestehen. Darum habe ich mich entschlossen,
als Protest gegen die Verwehrung meines legitimen
Rechts und des legitimen Rechts meiner Tochter,
am 26.07.2010 um 17:00 Uhr einen Hungerstreik vor
der israelischen Botschaft zu beginnen. Ziel dieses
offenen Protests ist es, mein eigenes Recht und
das meiner Tochter auf ein Leben in Jerusalem durchzusetzen.
Ich bin Palästinenser aus Ostjerusalem, das nach
dem Krieg von 1967 durch Israel annektiert wurde.
Diese Annektion hat die internationale Gemeinschaft
zwar bis zum heutigen Tag nicht anerkannt, Israel
entscheidet aber seither >>>
Wir solidarisieren uns – Sie auch? - Hungerstreik
von Firas Maraghy vor der Israelischen Botschaft
in Berlin
-
pdf -
Palästinensische Gemeinde
Deutschland -
Der Palästinenser Firas Maraghy ist in einen offenen
Hungerstreik getreten – vor der Israelischen Botschaft
in Berlin. Ein Zeichen des Protestes, aber auch
ein Zeichen des Entsetzens. Ein Zeichen des Entsetzens
über die wahrlich entsetzlichen Repressalien der
Israelischen Regierung gegen die in Ostjerusalem
lebenden Palästinenser. Die Geschichte von Firas
Maraghy ist ein Spiegelbild für die Schwierigkeiten
und Hürden, die die Palästinenser in Ostjerusalem
tagtäglich zu bewältigen haben – und das seit über
40 Jahren. Firas Maraghy kommt aus Ostjerusalem,
lebt mit seiner deutschen Frau und seiner Tochter
in Berlin. Nach der Geburt der Tochter wollte er
– wie alle anderen Menschen auch – seine Tochter
in seinem Jerusalemer „laissez-passer“ eintragen
lassen. Die Botschaft aber verweigerte ihm die Eintragung
und trug ihm an, mit seiner Tochter nach Jerusalem
zu fliegen, um dort beim Innenministerium den Antrag
zu stellen. Das mag für Außenstehende logisch klingen
– ist aber nur eines von vielen Mitteln einer Prozedur,
die unter den Palästinensern in Jerusalem äußerst
bekannt - mehr noch - gefürchtet ist, da sie sich
über viele Jahre hinweg ziehen kann- und das mit
einem offenen Ende. Hinter der Geschichte verbirgt
sich eine einfache israelische Strategie. Eine Strategie,
die ganz subtil darauf zielt, Ostjerusalem für die
Palästinenser zu einem unerreichbaren Lebensraum
zu machen. Die Aberkennung des Status quo des Palästinensers
mit Jerusalem als Hauptwohnsitz ist eine inzwischen
tägliche Repressalie Israels, die auf vielen Wegen
erreicht wird. Das Erschweren der Eintragung der
Nachkommen, insbesondere der im Ausland geborenen,
ist eine der gängigsten Methoden, eine ethnische
Säuberung Jerusalems zu erreichen – dazu gehören
auch die Verweigerung des Baurechts sowie der Verlust
des Wohnrechtes bei einem längeren Auslandsaufenthalt.
Die Palästinensische Gemeinde Deutschland unterstützt
nicht nur die Aktion, das Mittel des offenen Hungerstreiks
von Firas Maraghy, sie solidarisiert sich mit ihm.
Ein Mensch hat schließlich Rechte – und hier zitieren
wir Artikel 13 in der Erklärung der Menschenrechte:
Jeder hat das Recht, sich innerhalb eines Staates
frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu
wählen. >>>
Bildcollage
- Israelische Botschaft in Berlin.ft in Berlin.
Die
Palästinensische Gemeinde Deutschland unterstützt
die Aktion von Firas Maraghy und steht für alle
Fragen zu diesem Thema jederzeit gerne zur Verfügung.
raif@raif-hussein.de
Ein bewohntes Dorf zerstört
- Israel: 1500 Polizisten vernichten Lebensgrundlage
von 300 palästinensischen Beduinen
- Karin Leukefeld - Rund 1500 israelische Polizeibeamte
haben am Dienstag ein Dorf von palästinensischen
Beduinen in der Negev-Wüste zerstört. Ein Sprecher
der israelischen Polizei sagte, es habe sich um
eine »illegale Siedlung« gehandelt, die nach einer
Gerichtsentscheidung (aus dem Jahr 1999) zerstört
worden sei. Nach Augenzeugenberichten israelischer
Menschenrechtsaktivisten hatten die Polizisten vor
Morgengrauen die 40 Häuser des Ortes umstellt. Mit
Helmen und Schildern, Handfeuerwaffen, Blend- und
Betäubungsgranaten bewaffnet, schützten sie die
Abrißarbeiten, die aus Hubschraubern überwacht wurden.
Die Aktivisten, die von den bedrängten Beduinen
telefonisch zu Hilfe gerufen worden waren, mußten
dem Geschehen ohnmächtig zusehen. Die Polizei verstaute
die Habseligkeiten der Bewohner in Containern, dann
zerstörten fünf Bulldozer Häuser und Schafställe.
Ebenfalls zerstört wurden Obstplantagen, Gärten
und Olivenhaine, die die Bewohner von Al-Arakib
angelegt hatten. 300 Personen, mehr als die Hälfte
Kinder, wurden obdachlos. »Sie haben unsere Häuser
zerstört, unsere Bäume entwurzelt, unsere Generatoren,
Autos und Traktoren genommen«, beschrieb der Dorfvorsteher,
Scheich Siyah al-Turi, gegenüber Journalisten das
Geschehen. »Nichts ist geblieben, als wären wir
nie hier gewesen.« Ibrahim al-Waqili vom Regionalrat
der nicht anerkannten Dörfer sprach von einem »gefährlichen
Präzedenzfall« und einer ernsten Bedrohung für 45
weitere Dörfer, die von Israel als »illegal« bezeichnet
werden. >>>
Ethnic cleansing in the
Israeli Negev : The razing of a Bedouin village
by Israeli police shows how far the state will go
to achieve its aim of Judaising the Negev region
- Neve Gordon - I suddenly experienced deja vu:
an image of myself walking in the rubbles of a destroyed
village somewhere on the outskirts of the Lebanese
city of Sidon emerged. It was over 25 years ago,
during my service in the Israeli paratroopers. But
in Lebanon the residents had all fled long before
my platoon came, and we simply walked in the debris.
There was something surreal about the experience,
which prevented me from fully understanding its
significance for several years. At the time, it
felt like I was walking on the moon. >>>
Bedouin village razed in
Negev as Israelis cheer on
- The Electronic Intifada- Report
- "Approximately 1,500 Israeli police came at 5:30
in the morning and evacuated everyone from their
beds," Ranaan said. "They brought tear gas and water
cannons, but didn`t use them. There was a handful
of Israeli peace activists who had come the night
before to stay with the villagers, and the police
beat them up and detained them. Once they evacuated
everyone in the village, they started to demolish
it. It took three hours to flatten the village.
For the people of al-Araqib, it was a nightmare
to see their village destroyed." >>>
Vertreibungen sind
antidemokratisch - auch in Israel! -
Am Dienstagmorgen
zerstörten 1500 schwer bewaffnete Polizisten
und Sicherheitskräfte das Beduinendorf al-Arakib
im Süden Israels unter dem Einsatz von Gewalt.
Sie vertrieben 300 Bewohner, davon 200 Kinder,
die nun obdachlos sind. Israel begründete
die Aktion mit einem Aufforstungsprojekt
des Jewish National Fund, obwohl der Gerichtsprozess
zu Enteignung des Landes noch nicht abgeschlossen
ist. Inge Höger, abrüstungspolitische Sprecherin
der Linken im Bundestag und eine der Passagierinnen
auf der Solidaritätsflotte im Mai dieses
Jahres, meint: „Die fortgesetzte Enteignung
und Vertreibung von nichtjüdischen Israelis
ist ein Verbrechen.“ Im Vorfeld des
Überfalls auf das Dorf nannte Premierminister
Benjamin Netanyahu die Beduinen in Israel
eine „ernsthafte Bedrohung“. Inge Höger
weiter:
Inge Höger: "Es ist nicht mit demokratischen
Prinzipien vereinbar, dass die israelische
Regierung Menschen zu einer ‚Bedrohung‘
erklärt, sie entrechtet und vertreibt, nur
weil sie Araber und Palästinenser sind.
Die lange Tradition von Diskriminierung
und Vertreibung der ursprünglichen Bevölkerung
lässt die Frage zu, wie demokratisch es
in Israel wirklich zugeht. Die israelische
Regierung wird ihre Politik erst ändern,
wenn die USA und die EU aufhören, Israel
trotz seiner Verstöße gegen Menschen- und
Völkerrecht mit Waffen zu beliefern und
es mit wirtschaftlichen Privilegien auszustatten.
Auch wegen der Untätigkeit unserer Regierungen
brauchen wir die internationale Solidarität,
um gegen Vertreibung und Entrechtung zu
kämpfen.“
Abgeordnetenbüro Inge Höger MdB
Der Nahostkonflikt,
auch „Schulanfänger“ erklärt
… - Ein Nachbar
hat ihnen Land gestohlen, stiehlt tagtäglich
weiter. Dieser Nachbar tötet auch Familienmitglieder,
Nachbarn und Freunde. Dann sagt er„großzügig“
wir können ja darüber reden. Seine täglichen
Verbrechen geschehen weiterhin. Er sieht
auch nicht einmal das beenden seiner Verbrechen
als Mindestvoraussetzung um verhandeln zu
können. Wir wollen dabei noch nicht einmal
davon reden, dass, bevor man redet, er erst
das gestohlene zurückgibt. Dabei handelt
er gegen alle gesetzlichen Auflagen, die
ihm international gemacht wurden. Sein Mitbewohner
Liebermann nennt da alles "Normalität"
Ist dieser
Nachbar ernst zu nehmen, wenn er scheinheilig
sagt: „Wir wollen über einen Frieden verhandeln?
Kann man es jemanden verdenken, das der
Geschädigte sagt: „Unter diesen Umständen
können wir nicht miteinander reden"?
Unsere manipulierten, von der israelischen
Hasbaraabteilung geimpften Medien
meinen wohl, man müsse sich diesen kriminellen
Nachbarn unterwerfen und veröffentlichen
seit Tagen fragwürdige Artikel mit merkwürdigen
Überschriften:
Man zitiert
den israelischen Vizepremier:
"Palästinensische Forderungen unerfüllbar"
-
Die
palästinensischen Forderungen nach einem
israelischen Siedlungsstopp im Westjordanland
und einem eigenen Staat in den Grenzen von
1967 sind nach den Worten von Israels Vizepremier
Silvan Shalom unerfüllbar
Wie anders agiert doch die israelische Seite,
der der große Friedenssucher Netanjahu:
Netanjahu fordert sofortige Nahost-Friedensgespräche
|
Nahostkonflikt: Israel fordert direkte Friedensgespräche
Der sehr klein gewordene Obama - seine
Knie sind eingeknickt und Netanjahu hat
die Luft abgelassen - schwimmt mit:
Netanjahu und Obama auf Versöhnungskurs
Die palästinensische
Seite scheint nicht friedensbereit zu sein,
da heißt es: „Abbas:
Bedingungen für Verhandlungen „
Wie entschlossen das klingt, der Gegner
verweigert sich wohl, ist nicht bereit?
Liebermann,
der sicherlich rassistischste Außenminister
Israels wird zitiert:
Israel wird Moratorium für Siedlungsbau
nicht verlängern Lieberman: Rückkehr
zur "Normalität"
Rückkehr zur „Normalität“ Regelmäßige Gesetzesverstöße,
Raub, Mord, Misshandlung, Vertreibung sind
eine zu akzeptierende "Normalität"? Wer
die Macht hat, hat das Recht? Das ist die
Rückkehr, Weiterführung des „Faustrechtes“.
Warum reden wir dann noch so scheinheilig
vom Recht, Gesetz, von Demokratie und Kampf
gegen Terrorismus? Wann bekämpfen wir uns
selber? Viele Medienmitarbeiter verbinden,
soweit sie nicht Außendienstmitarbeiter
der israelischen Hasbaraabteilung sind,
den Mangel an Hintergrundwissen und die
Wahrnehmung von Einflüsterungen.
Fast das stärkste was ich heute las ist
die Überschrift: „Abbas
stellt Bedingungen für direkte Gespräche
mit Israel “
Die Steigerung gab es im „Fokus“: „Friedensgespräche
Israel nennt Abbas Bedingungen „unmöglich“
Ist nicht eigentlich
die selbstverständliche Voraussetzung eines
„Gespräches“ von Verhandlungen, dass der
Täter ein Unrechtbewusstsein zeigt, er verspricht
in Zukunft nicht mehr zu stehlen und zu
morden, er es beendet? Aber, die "Normalität"
beruhigt wieder unser Leben, die Welt ist
in Ordnung. Der Standard meldet: " Israel
will wieder Siedlungen bauen "
E.
Arendt
Dokumentation
- Meinungsfreiheit, Zensur, Lücken + Manipulation
im Nahostkonflikt >>>>
Palestinian shepherd films
settler stealing his sheep
- On July 21, three settlers
stole a sheep from a young Palestinian shepherd
while he was watering his flock at a well situated
in Umm Zeitouna valley, located between the Israeli
settlements of Ma’on and Karmel. According to the
shepherd, a resident of Tuba village, two Israeli
settler vehicles stopped on the nearby settler bypass
road. A settler exited from one of the vehicles,
walked toward the shepherd’s flock, grabbed a sheep
by the ear, and dragged the animal a few yards.
He then loaded the sheep onto his sholders and walked
back to the road, where two other settlers, one
of them armed, were waiting. The settlers loaded
the animal into a vehicle. During this time the
shepherd remained at a distance filming the theft
with a camera from the Israeli human rights association
B’Tselem, given to Palestinians in the area to document
attacks by settlers. >>>
Mehr im Archiv
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