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United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs - occupied Palestinian territory

United Nations -  The Monthly Humanitarian Bulletin

Weekly Reports 2009-2013
Palestinian Centre for Human Rights

Visualizing Palestine
 

Literatur von Aktivisten


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DIE KRISE DES ZIONISMUS UND DIE EIN-STAAT-LÖSUNG
Zur Zukunft eines demokratischen Palästinas
Petra Wild

ISBN 978-3-85371-386-0, br., ca. 224 Seiten, ca. 17,90 Euro, mit Landkarten

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Abraham Melzer
Merkel erwache! Israel vor Gericht.

Essays eines antizionistischen Juden
Ab 15.3.2015 im Handel

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Der Semit | Unabhängige jüdische Online Zeitschrift
 


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Wieder erschienen
Ilan Pappe

Die ethnische Säuberung Palästinas

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Das unheilvolle Dreieck.
Deutschland, Israel und die Palästinenser

Plädoyer für eine andere Nahostpolitik
Arn Strohmeyer

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Viktoria Waltz
Von Basel nach Jerusalem. Ein Crash-Kurs


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Dar al Janub Verein für antirassistische und friedenspolitische Initiative

Remapping Palestine
Entwicklung und Absicherung imperialer und neokolonialer Herrschaft am Beispiel Palästinas Teil 1

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Belz, Winfried /Bingel, Peter

Israel kontrovers
Eine theologisch-politische Standortbestimmung

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Palästinensische Kinder und Jugendliche in den Fängen der israelische Militärjustiz

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Begleitkatalog zur Wanderausstellung
 "Die Nakba
 Flucht + Vertreibung der Palästinenser 1948


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Wer rettet Israel?
Ein Staat am Scheideweg
Arn Strohmeyer

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FELICIA LANGER
MIT LEIB UND SEELE
Autobiographische Notizen


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Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina?
"Nur" Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder schleichender Völkermord?

Eine Dokumentation von Ellen-Ruth Rohlfs

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Sonntag, 29. März 2015 - 22:10

Rolf Verleger - Liebe Freunde, in Hechingen, nahe dem Stammsitz der Hohenzollern, gab es einst eine wohlhabende jüdische Gemeinde. Die schöne Synagoge wurde vor einigen Jahren durch die Bemühungen eines Bürgervereins restauriert. Ihr Inneres erinnert an die wunderschöne Florentiner Synagoge.

Nun gab es aber Auseinandersetzungen im Verein. Auf der einen Seite: Der Programmbeirat des Vereins, der mich zum 24.3. für einen Vortrag in der Synagoge eingeladen hatte.

Auf der anderen Seite: Der Vorstand des Vereins, aufgebracht durch den Vorstand der jüdischen Gemeinde (IKG) Stuttgart.

Und so ging es aus:


Hechingen - Schändliche Ausladung - Das nennt man ein Zeichen: Mit einem enormen Publikumsandrang ist gestern Abend die Ausladung von Rolf Verleger aus der Alten Synagoge quittiert worden. Das "Asyl" in der Villa Eugenia war viel zu klein. - Ernst Klett - Riesenandrang beim Vortrag von Rolf Verleger im Saal der Villa. In den anderen Räumen sah es genauso aus.

Das Thema des Abends war beinahe zweitrangig. Vor allem ging es um die Tatsache, dass ein deutscher Jude in Hechingen am Reden hätte gehindert werden sollen. Zumindest in der Alten Synagoge, wo der Lübecker Psychologe Prof. Dr. Verleger am Dienstag über die Frage, ob die Deutschen aus Abneigung gegen Juden mit Palästina sympathisieren sprechen sollte. Der Vorstand der Synagogen-Initiative hatte den Israel-Kritiker kurzfristig wieder ausgeladen. Vor allem auf Druck der Israelitischen Kultusgemeinde Stuttgart - "meiner jüdischen Gemeinde", wie Rolf Verleger mit tiefem Bedauern feststellte.

Die Ausladung hat wie berichtet zum Bruch mit dem fürs Programm der Synagoge zuständigen Beirat der Initiative geführt. Das Gremium ist geschlossen zurück getreten. Geblieben sind Gräben und Wunden. Prof. Paul Münch, der Historiker aus Wessingen und Ex-Beirat, versagte die Stimme, als er sich bei Rolf Verleger für die Vorstandsentscheidung entschuldigte. Er nannte die Ausladung schändlich. "Es ging um Meinungsfreiheit", sagte Paul Münch >>>

 

Abbas begrüßt den Vorschlag der Arabischen Liga, dem US-Kongress die arabische Vision zur Lösung des arabisch-israelischen Konfliktes vorzustellen - SHARM EL-SHEIKH, 28. März 2015 (WAFA) – Präsident Mahmoud Abbas begrüßte Samstag den Vorschlag der Arabischen Liga, dem US-Kongress die arabische Vision zur Lösung des arabisch-israelischen Konfliktes vorzustellen.

In seiner Rede vor den arabischen Führern, die zu einem arabischen Gipfeltreffen am Roten Meer in Sharm el-Sheikh zusammengekommen waren, empfahl Abbas, der Europäischen Union (EU) und anderen UN-Organisatoren die arabische Vision zur Lösung des arabisch-israelischen Konfliktes  sowie die arabische Friedensinitiative vorzustellen.

Abbas warnte vor einem gefährlichen israelischen Plan, der die Errichtung eines palästinensischen Staates nur in Gaza fordert, den Palästinensern die Selbstverwaltung innerhalb der Westbank gewährt und einen 15jährigen Waffenstillstand erreicht, wohingegen er (jedoch) die israelische Souveränität in Ostjerusalem  verstärkt.

Abbas gab an, dieser Plan diene dazu, das palästinensische nationale Projekt zu unterminieren und die Frage bezüglich Jerusalems und der palästinensischen Flüchtlingen auszuschließen. Er rief die arabischen Führer auf, sich diesem zu widersetzen und eine Gegenklage vorzubringen.

Abbas bekräftigte seine Entschlossenheit, eine Einigung herbeizuführen und so bald wie möglich, im Einklang mit den Doha- und Kairo-Abkommen, Parlaments- und Präsidentwahlen abzuhalten. Er unterstrich nochmals den nationalen Konsens bei den bisherigen Maßnahmen der Regierung zur Übernahme der Verantwortung im Gazastreifen, besonders im Hinblick auf den Wiederaufbau  Gazas, trotz aller Hindernisse und Herausforderungen.

Abbas griff auch den israelischen Siedlungsbau in Ostjerusalem an. Er sagte, Israel laufe mit der Zeit um die Wette, um die Stadt zu judaisieren. Er wiederholte, dass die palästinensische Führung aufgrund des Scheiterns des UN-Sicherheitsrats, eine Resolution zu erlassen, die der israelischen Besatzung und der Errichtung eines palästinensischen Staates eine Frist gesetzt hätte, gezwungen war, ihre Beziehungen mit Israel neu zu bewerten und sich UN-Organisationen anzuschließen, besonders dem internationalen Strafgerichtshof (ICC).  

Abbas appellierte an  Araber and Muslime, Jerusalem zu besuchen, um dessen heilige Stätten zu schützen und die Standfestigkeit seines Volkes zu stärken. Er drückte seine Hoffnung aus, dass die arabischen Staaten das arabische finanzielle Sicherheitsnetz aktivieren und ihre finanziellen Zusagen einhalten werden.

Der jährliche zweitägige Gipfel begann Samstag. Die arabischen Führer diskutierten Pläne, eine gemeinsame arabische militärische Streitkraft vor dem Hintergrund der Luftangriffe der Koalition, unter der Leitung der Saudis, gegen die Houthis im Jemen. Die arabischen Führer bekräftigten wieder ihre Unterstützung, sowohl für die Errichtung eines palästinensischen Staates, als auch für die arabische Friedensinitiative, um eine friedliche Lösung des arabisch-israelischen Konfliktes zu erzielen.   Aus dem Deutschen übersetzt von Inga Gelsdorf

Holocaust-Überlebender Mieciu Langer ist tot / Träger der Tübinger Bürgermedaille - TEXT + VIDEO - Mieciu Langer ist tot. Er starb im Alter von 87 Jahren. Der Träger der Tübinger Bürgermedaille hat fünf Konzentrationslager und grausame Todesmärsche überlebt. Seit 1990 lebte er mit seiner Frau Felicia in Tübingen und berichtete in vielen Schulklassen von seinem Überleben in der Nazi-Zeit. Langer schrieb zudem auch ein Buch über seine Leidensgeschichte.

Das erlebte Unfassbare Leid habe ihn nicht gebrochen, so Tübingens OB Boris Palmer in einem Nachruf auf facebook. Er habe Langer als wunderbar humorvollen Menschen schätzen gelernt.

Mieciu Langer war nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst nach Israel immigriert. Letztmalig vor einer breiten Öffentlichkeit ist Langer im vergangenen Sommer am Rande einer anti-israelischen Demonstration auf dem Tübinger Holzmarkt aufgetreten. >>>



 

 



    Boris Palmer - Gestern 28. 3. 2015 -
    In Memoriam Mieciu Langer Er hat fünf Konzentrationslager und grausame Todesmärsche überlebt. Seit 1990 lebte er mit seiner Frau Felicia in Tübingen und berichtete in vielen Schulklassen von seinem Überleben in der Nazi-Zeit. Das unfassbare Leid hatte ihn nicht gebrochen. Ich habe ihn als wunderbar humorvollen Menschen schätzen gelernt. Das Foto entstand am Rande der Demo im letzten Sommer. Wir haben uns danach noch einen Abend zusammen gesetzt und lange über Israels Politik diskutiert. Vor einem Jahr durfte ich ihm die Bürgermedaille überreichen. Schon damals war er schwer krank. Jetzt ist er gestorben. Meine Gedanken sind bei ihm und seiner Familie.

     


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Israel tötete über 2,000 palästinensische Zivilisten im Jahr 2014, die meisten in irgendeinem Jahr nach der Besetzung der Westbank und des Gazastreifens, die im Jahre 1967 begann, laut einem UN-Bericht. - March, 27, 2015 -Israels Vorgehen im Gazastreifen, der Westbank und Ostjerusalem ergab 2.314 Tote und 17.125 Verletzte bei den Palästinensern im letzten Jahr ,im Vergleich dazu: 39 Toten und 3.964 Verletzte im Jahr 2013.

Das besagt der Jahresbericht der UN-Koordination für humanitäre Angelegenheiten (OCHA) Under Pressure: Allies Coming Down Hard on Israel Over Palestine Talks (Unter Druck: Verbündete gehen hart mit Israel um bei Palästina-Gespräche

Der Konflikt in Gaza im Juli und August ist der Hauptgrund für den dramatischen Anstieg der Todesopfer – er forderte das Leben von 2.220 Gazanern, 1.492 davon Zivilpersonen, 605 Militante und 123 unverifizierte Personen. Auf dem Höhepunkt des Konflikts wurden über 11.000 Menschen und verletzt und über 500.000 Palästinenser intern vertrieben. Mehr als 100 000 sind noch nicht nach Hause zurückgekehrt oder bleiben ohne Zuhause.

In der Westbank und Ostjerusalem wurden 58 Palästinenser getötet und 6.028 verletzt – seit 2007 die höchste Anzahl von Opfern bei Zwischenfällen, in die die israelischen Streitkräfte involviert waren, und die höchste Anzahl von Verletzten seit dem Jahr 2005. Die meisten der Zwischenfälle ereigneten sich aufgrund der Entführung und der Ermordung von Mohammed Abu Khdeir, einem 16jährigen Palästinenser. Das führte zu täglichen Unruhen und Protesten in Ostjerusalem. Khdeirs Ermordung war die Folge der Entführung und Ermordung von drei israelischen Teenagern einen Monat zuvor.

Der UN-Bericht, mit dem Titel „Zerbrochene Leben“ dokumentiert verglichen zu den beiden Jahren zuvor einen Anstieg der Anzahl der Palästinenser, die verletzt, getötet und vertrieben wurden.

Die extreme Zunahme der Opfer und Verletzten hängt mit dem verstärkten Einsatz von „Live Munition (scharfe Munition) bei den israelischen Streitkräften zusammen , was der Grund für all die Opfer und 18% der Verletzungen war. In der Zwischenzeit nahmen palästinensische Angriffe gegen israelische Zivilpersonen – meistens Siedler und Sicherheitskräfte im Jahre 2014 zu - mit israelischen Opfern, die von vier auf zwölf anstiegen. Ebenso nahmen die Zwischenfälle durch Gewalttaten der Siedler zu, die zu palästinensischen Opfern und Verletzungen führte.
Lesen Sie mehr: http://sputniknews.com/news/20150327/1020114313.html#ixzz3Vhy6UzNn
Aus dem Englischen übersetzt von Inga Gelsdorf

Der Bericht >>>

Zeitungsüberblick: Tageszeitungen stellen Abbas beim Arabischen Gipfel in den Mittelpunkt - RAMALLAH, 29. März 2015 (WAFA) – Die Äußerungen von Präsident Mahmoud Abbas während des 26. Gipfeltreffens, dass Ostjerusalem seine letzten Momente vor der Judaisierung erlebe, bildeten die Schlagzeilen der drei palästinensisch-arabischen Tageszeitungen am Sonntag.

Abbas warnte auch vor der Errichtung eines Staates in Gaza und vor der Schaffung einer Selbstverwaltung in der Westbank, während er für die Unterstützung der palästinensischen Einheit stimmte.  Das zitierten die Tageszeitungen.

Al-Ayyam sagte, die arabischen Führer, die in Sharm el-Sheikh, einer Stadt in Ägypten, zusammengekommen waren, hätten die Schaffung einer gemeinsamen arabischen Eingreiftruppe zur Bekämpfung der extremistischen Gruppen vereinbart.
Zwischenzeitlich sagte al-Quds, das palästinensische Problem sei das zentrale Thema bei diesen Diskussionen.

Al-Hayat al-Jadida zitierte den ägyptischen Präsidenten, Abdul-Fattah el-Sisi, der sagte, dass der Schlüssel zu einer Verbesserung der regionalen Stabilität im Lösen des palästinensischen Problems liege.

Al-Quds und al-Hayat al-Jadida sagten, illegale israelische Siedler hätten am Samstag in der Hebron-Stadt, al Shuyukh, über 1.200 Olivenbaum-Setzlinge, Eigentum der Palästinenser,  entwurzelt.

Al-Hayat und al-Ayyam sagten, der Außenminister, Riyad al-Maliki, werde am Mittwoch nach Den Haag fahren, um an der Aufnahmezeremonie des Staates Palästina in den internationalen Strafgerichtshof (IStGH) teilzunehmen. 

Al-Ayyam berichtete über permanente Luftangriffe durch die von den Saudis angeführte Koalition,  die „Operation Verteidigungssturm“ betitelt ist, gegen die Houthis im Jemen und fügte hinzu, dass Hunderte internationaler Mitarbeiter aus dem Jemen evakuiert worden seien.

Al-Quds sagte Hunderte von Jemeniten, darunter Houthi-Kämpfer, seien Samstag im Jemen bei  Luftangriffen, unter Leitung des Saudi-Golf-Kooperationsrats, getötet worden. Aus dem Englischen übersetzt von Inga Gelsdorf

29. 3. 2015

Einer der letzten Zeitzeugen der NS-Konzentrationslager - Mieciu Langer ist gestorben - Text und Video - Tübingen. Mieciu Langer, polnisch-jüdischer Holocaust-Überlebender und einer der letzten Zeitzeugen der NS-Konzentrationslager in der Region, ist am gestrigen Freitag, 27. März, mit 87 Jahren in seiner Tübinger Alters-Wahlheimat gestorben. Mit seiner Frau, der Menschenrechtsanwältin Felicia Langer, emigrierte Mieciu Langer nach dem Zweiten Weltkrieg nach Israel. (...) Beim Neujahrsempfang der Stadt 2014 wurde Langer von Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer und Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit der Tübinger Bürgermedaille ausgezeichnet. (Ein ausführlicher Nachruf folgt in der Montagausgabe.) >>>


Die gestrigen Meldungen >>>

Marathonlauf der UNRWA zugunsten von Gaza - Erstmals veranstaltet heute die USA-Sektion der UNO-Hilfsorganisation UNRWA mit Unterstützung einiger Unternehmen und Botschaften in New York einen Marathonlauf, dessen Einnahmen dem psychosozialen Kinderhilfsprogramm der UNO-Organisation zugute kommen, insbesondere für Kinder mit Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS).

Was die Teilnehmer am Lauf betrifft, ist der Marathon bereits ausverkauft. Weitere Marathonläufe werden am 16. Mai in Washington DC, am 17. Oktober in San Francisco und am 28. Oktober in Orange County stattfinden. Die Marathonläufe sind als jährlich stattfindende Ereignisse geplant. >>>

Zeugenvernehmung i.S. US-Aktivist Tristan Anderson ./. Israel - Anderson, der 2009 durch einen unmittelbar aus nächster Nähe auf sein Gesicht geschossenen Tränengaskanister schwer verletzt und dauerhaft behindert wurde, hatte Donnerstag seine letzte Anhörung im Zivilprozess gegen das israelische Militär, nachdem Israel eine Strafverfolgung des Täters abgelehnt hatte.

Unmittelbar nach Beendigung der Zeugenvernehmung erhielt Andersons jüdische Lebensgefährtin Gabby Silverman die Anordnung, Israel innerhalb einer Woche zu verlassen; sie habe weder ein laufendes Gerichtsverfahren, noch, dass sie Jüdin sei, ausreichend nachgewiesen.

Anderson ist aufgrund seiner Behinderung durch die Schussverletzung auf Betreuung rund um die Uhr angewiesen.  >>>

Der Aufstieg des Lesers - Katharine Viner - Journalismus Katharine Viner leitet als neue Chefredakteurin den "Guardian". In einer Rede erklärt sie, was sie vom Journalismus im Zeitalter des offenen Internets erwartet - (...) Ich möchte darüber reden, was dieser Wandel mit dem Journalismus anrichtet – und welche Chancen sich bieten, wenn man wirklich offen für das Internet ist. Ich möchte auch zeigen, wie sich viele Journalisten durch ihren Widerstand gegen diesen Wandel selbst schaden. Und nicht nur sich, sondern auch dem Anliegen des guten Journalismus. Und warum Journalisten heute nötiger denn je sind: als Wahrheitsager, Sinnstifter, Erklärer.

Das Internet hat unsere Art, Informationen zu organisieren, stark verändert: statt der begrenzten, festen Formate von Buch, Magazin und Zeitung nehmen sie flüssige, frei fließende Formen an. Eine Zeitung ist vollständig. Sie ist fertig und kann sich ihrer selbst sicher sein. Digitale Nachrichten hingegen werden ständig aktualisiert, bearbeitet, verändert, verschoben, weiterentwickelt. Diese Bewegung ist lebendig und unermüdlich. >>>

Leserbrief zu „Ein Bier wartet“ (SZ, 21. 3. 2015, S. 5) Jürgen Jung - Wieder einmal ein Artikel in der SZ, der deutlich macht, wie „Ausgewogenheit“ im Grunde den zur Debatte stehenden Sachverhalt geradezu vernebelt und damit - insbesondere im Falle Israels - unversehens die herrschende Einäugigkeit bekräftigt. „Das deutsche Schweigen zu Israel“ - so der deutsch-israelische Philosoph Omri Böhm -, dem sich, mit ganz wenigen Ausnahmen, die deutschen Intellektuellen und Vordenker unterworfen haben, reproduziert sich hier als der sattsam bekannte Versuch, über unbezweifelbare Tatsachen hinwegzusehen. Eine der dabei praktizierten Methoden ist die empörte Zurückweisung des Popanzes der nicht erlaubten Israelkritik. Selbstverständlich dürfe Israel kritisiert werden, und die SZ - v. a. in Gestalt ihres Nah-Ost-Korrespondenten Peter Münch - tut dies durchaus, aber letztendlich wird diese Kritik stets relativiert durch den Verweis auf die kräftig dämonisierten „Feinde“ Israels, gegen die es sich ja schließlich zur Wehr setzen müsse.

 So bedient auch Carolin Emcke dieses Ideologem, indem sie den letzten „Krieg“ (vom Sommer vergangenen Jahres)  als „Reaktion auf den nicht nachlassenden Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen“ erklärt , wo „unter der radikal-islamischen Hamas Alkohol.....strikt verboten (ist)“, und ausreisen darf man aus diesem Gefängnis auch nicht. An dieser Darstellung ist so ziemlich alles problematisch, wenn nicht falsch

Dem Raketenbeschuss gingen drei Wochen voraus, in denen sich die israelische Armee im Westjordanland – so auch Peter Münch in der SZ – „ausgetobt“ hatte bei der angeblichen Suche nach den Entführern der drei Religionsschüler. Resultat: Tausende von Häusern verwüstet, Hunderte Palästinenser (v. a. Hamasmitglieder) verhaftet, mindestens 5 getötet und über 80 Luftangriffe auf Gaza geflogen.  [http://tinyuri.com/reuters290614]. Daraufhin erst feuerte auch die Hamas Raketen auf Israel.

Im Übrigen ist es mittlerweile zweifelsfrei erwiesen, dass die Hamas-Führung – anders als Israel sofort behauptete - keineswegs verantwortlich war für die Entführung und Ermordung der illegal im Westjordanland siedelnden Religionsschüler.

Daß Alkohol im Gaza-Streifen verboten ist, scheint für die Autorin Bestätigung des „radikal-islamischen“ Charakters der Hamas zu sein. Dabei ist Alkohol in muslimischen Ländern, auch bei engen Verbündeten des Westens, generell verpönt, was man als mitnichten abwegigen Ausdruck einer religiös-bestimmten Kultur ja auch respektieren könnte.

Und während die Autorin insinuiert, dass es die Hamas sei, die die Ausreise der Palästinenser im Gazastreifen verhindere, blendet sie den eigentlichen Entscheider, die israelische Besatzungsmacht, die willkürlich über Ein- und Ausreise bestimmt, erstaunlicherweise aus.

Es war ja eine der zentralen Waffenstillstandsbedingungen der palästinensischen Seite, dass genau diese Blockade aufgehoben werden muß. „Lieber gleich (im Krieg) sterben als langsam vom Besatzer erdrosselt zu werden“ – das war die erschütternd-resignative Stimmung im Gazastreifen während des Massakers.

Was die israelische Wahl angeht, so scheint die Autorin nicht recht glücklich zu sein mit der „Enttäuschung der internationalen Kommentatoren über diese demokratische Entscheidung“. Erinnert sei daran, dass der Respekt, den die Autorin hier offenbar vermisst, den Palästinensern 2006 nach ihrer „demokratischen Entscheidung“ für die Hamas gänzlich verweigert wurde. Sie wurden und werden immer noch, ganz im Gegenteil, für ihre Wahl der „Falschen“ sogar brutal bestraft mit einer unmenschlichen, nahezu vollständigen - und krass völkerrechtswidrigen - Blockade.

Daß Netanyahu den Jahrzehnte andauernden „Friedensverhandlungen“ mit seiner klaren Absage an die Zwei-Staatenlösung am Tag vor der Wahl auch offiziell jede Basis entzogen hat, kann den nicht düpieren, der Ben-Gurions Aussage vor dem Zionistenkongreß 1947 (also vor der Staatsgründung!) kennt: „Unser Ziel ist nicht ein jüdischer Staat in Palästina, sondern ganz Palästina als jüdischer Staat.“ Genau dies war Richtschnur aller israelischen Regierungen. Selbst für den weiterschauenden Rabin kam ein selbständiger palästinensischer Staat nicht in Frage. Netanyahu hat diese kolonialistische Maxime dankenswerterweise nur noch einmal nachdrücklich in Erinnerung gerufen.

All dies ist Frau Emcke keiner Erwähnung wert, die die internationale Kritik an dieser Politik eher zu bedauern scheint.

Den „Zynikern des Nahen Ostens“ – vermutlich sind das auch diejenigen, die auf diese Zusammenhänge verweisen - stellt die Autorin „all jene“ gegenüber, „die Israel lieben“ und „der Kämpfe müde“ seien. Diese Aussage steht zumindest im Widerspruch zu einem Ergebnis der jüngsten, gründlichsten und methodisch anspruchsvollsten „Studie zu Antisemitismus und Israelkritik“ der Universität Konstanz (Lehrstuhl Wilhelm Kempf) von 2012. Dieses eindeutige Ergebnis lautete: Es gibt wenige, die Partei für Israel ergreifen und den Konflikt friedlich lösen wollen. Wer für Israel eintritt, der befürwortet zumeist gewaltsame Mittel der Konfliktbewältigung.

Letztendlich macht Frau Emcke genau das, was sie den „Zynikern des Nahen Ostens“ vorwirft, sie geht in wohlklingender, vordergründig-empathischer Abstraktion über die „konkreten Menschen“ hinweg, indem sie es versäumt, diejenigen Umstände zu benennen, die seit Jahrzehnten den Palästinensern grundlegende Menschenrechte vorenthalten. Vielleicht liest die Autorin einmal den kürzlich in der New York Times erschienenen Artikel des deutsch-israelischen Philosophen Omri Böhm, der in wohltuender Klarheit deutlich macht, dass „das deutsche Schweigen zu Israel“ – in dem hier erörterten Sinn – nicht nur ein Verrat an der Kant’schen Aufklärung ist, sondern „den Holocaust als politisch signifikante Vergangenheit .....untergräbt.“

Plädoyer für Frieden und Toleranz -  Hoher Besuch weilte diese Woche in der Auslandsgesellschaft NRW e.V. in Dortmund. Seine Eminenz Erzbischof Theodosios (Hanna Atallah) hielt dort ein Referat unter dem Titel  - „Die palästinensischen Christen im Heiligen Land - Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“. Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Palästinensischen Gemeinde Dortmund.

Zur Person - Der 1965 geborene Hanna Atallah wurde am 24. Dezember 2005 in der Grabeskirche zu Jerusalem zum Erzbischof Theodosios in Sebastia vom orthodoxen Patriarchat von Jerusalem geweiht. Hanna Atallah ist erst der zweite Palästinenser, der diese hohe kirchliche Position in der Geschichte der Diözese bekleidet. >>>

Netanyahu verdient das israelische Volk, und dieses ihn - Wenn nach allem, was wir erlebt haben, der israelische Phönix erfolgreich aus der Asche steigt, dann ist etwas wahrhaftig zerbrochen, möglicherweise ein für alle Mal. - Gideon Levy - 18. 3. 2015 - Die erste Schlußfolgerung, die sich nur Minuten nach der Verkündung des Ergebnisses der Wählerbefragung ergab, war besonders entmutigend: die Nation muß ausgetauscht werden. Keine neuerliche Wahl der Führung des Landes, sondern allgemeine Wahlen, um ein neues israelisches Volk zu wählen – und zwar sofort. Das Land braucht dies dringend. Es wird nicht in der Lage sein, eine weitere Amtszeit Benjamin Netanyahus durchzustehen, der gestern Nacht auftauchte, als der Mann, der die nächste Regierung bilden wird.

Wenn nach sechs Jahren des Stillstands, nach sechs Jahren des Schürens von Angst und Besorgnis, Haß und Verzweiflung dies die Wahl der Nation ist, dann muß diese in der Tat sehr krank sein. Wenn nach allem, was in den letzten Monaten aufgedeckt wurde, nach allem, was geschrieben und geredet wurde, wenn nach all dem der israelische Phönix erfolgreich aus der Asche stieg und wiedergewählt wurde, wenn nach all dem das israelische Volk ihn auserwählt hat, um es weitere vier Jahre zu führen, dann ist wirklich etwas zerbrochen, möglicherweise ein für alle Mal.

Netanyahu verdient das israelische Volk und dieses verdient ihn. Die Ergebnisse sind bezeichnend für die Richtung, die das Land eingeschlagen hat: ein signifikanter Teil der Israelis hat sich letzten Endes von der Realität gelöst. Dies ist das Ergebnis von Jahren der Gehirnwäsche und der Verhetzung. Diese Israelis haben für den Mann gestimmt, der die USA dazu bringen wird, harsche Maßnahmen gegen Israel zu ergreifen, für den Mann, dessen die Welt schon vor langer Zeit überdrüssig wurde. Sie stimmten für den Mann, der zugab, daß er die halbe Welt mit seiner Bar-Ilan-Rede an der Nase herumgeführt hat. Jetzt hat er die Maske fallen lassen und seine Worte ein für alle Mal Lügen gestraft. Israel hat „Ja“ zu dem Mann gesagt, der „Nein“ zu einem palästinensischen Staat gesagt hat. Liebe Likud-Wähler, wozu, zum Teufel, sagt ihr „Ja“? Zu noch einmal 50 Jahren Besatzung und Ächtung? Glaubt ihr wirklich daran?

Am letzten Dienstag [der Wahl, am 17. 3. 2015] wurden die Grundlagen für den Apartheid-Staat geschaffen, der kommen wird. Wenn es Netanyahu gelingt, die nächste Regierung in seinem Geiste, nach seiner Vorstellung zu bilden, wird die Zwei-Staaten-Lösung zu guter Letzt begraben werden und der Kampf um den Charakter eines binationalen Staates beginnen. Wenn Netanyahu der nächste Ministerpräsident ist, dann hat sich Israel nicht nur vom Friedensprozeß verabschiedet, sondern von der Welt. Verpiß dich, liebe Welt, wir sind uns selbst genug. Stör uns bitte nicht, wir schlafen gerade, das Volk ist eins mit Netanyahu. Die Palästinenser sollen ruhig die Bänke des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Hague drücken, die Israel-Boykotteure auf Hochtouren kommen, und Gaza kann sich auf den nächsten grausamen Angriff der israelischen Armee gefaßt machen.

Die Schlacht um all dies muß noch offiziell entschieden werden. Der nächste Minister-präsident wird von Moshe Kahlon und den Führern anderer kleiner Parteien gekrönt werden. Während dies geschrieben wird, muß Kahlon erst noch sagen, was er will. Der Ball befindet sich im Feld dieser Parteien. Sie werden darüber entscheiden, ob Netanyahu weitermachen kann. Die meisten von ihnen verachten ihn, aber es ist zweifelhaft, ob sie den Mut aufbringen werden, sich der Öffentlichkeit zu widersetzen. Das wird ihr Test sein. Das wird der Test für ihren Mut und ihre Integrität sein.

Moshe Kahlon und Aryeh Dery, glaubt ihr wirklich, Netanyahu ist für die Gesellschaft und das öffentliche Wohl, das euch angeblich so am Herzen liegt, besser als Isaac Herzog?

Glaubt der integre und mutige Staatspräsident, Reuven Rivlin, dass Netanyahu ein besserer Ministerpräsident als Herzog sein wird? Auf seinen Schultern ruht jetzt eine schwere Last – aber die Tatsache, dass es einer Figur wie Netanyahu und einer Partei wie dem Likud gelang, die Macht als die führende Fraktion des Landes zu behalten, sagt eine Menge.

Netanyahu droht David Ben-Gurion als Israels am längsten regierenden Führer zu überholen. Er befindet sich schon an zweiter Stelle, und dennoch fällt es schwer, sich auch nur an eine bedeutsame Errungenschaft zu erinnern, für die er steht. Die Liste der Schäden, die er angerichtet hat, ist lang. Aber er ist der Auserwählte der Nation, zumindest eines Großteils der Nation. Diese Wahl muß respektiert werden, selbst wenn sie es schwer macht, auf ein gutes Ende zu hoffen. Der einzige Trost liegt darin, dass eine weitere Amtszeit Netanyahus die Welt zum Handeln nötigen wird. Diese Möglichkeit ist unsere einzige Rettung. Gideon Levy tweets at @levy_haaretz - Übersetzung: Jürgen Jung - Redaktion: Eckhard Lenner

Fortgesetzte Schikanen gegenüber Aktivisten  in Hebron - ISM-Bericht  23. 3.15  aus dem besetzten Hebron, Westbank - Auf einer fast täglichen Basis  schikaniert und  verhaftet israelisches Militär  lokale und internationale Menschenrechts-Aktivisten, um sie bei ihrer Aufgabe zu hindern. Die Aktivisten dokumentieren die Gewalt gegen  Palästinenser und schützen die Kinder auf ihrem Weg zur Schule. Die Freiwilligen (ISM) sagen, dass das Begleiten der Kinder  auf ihrem Schulweg durch mehrere Checkpoints - wegen der Risiken, denen sie ausgesetzt sind - wichtig sei. In der Vergangenheit sind Kinder in Hebron regelmäßig verhaftet, durchsucht oder mit Tränengas, Betäubungsgranaten und  mit Gummi-ummantelte Stahlkugeln von Soldaten und der Grenzpolizei angegriffen worden.

Im Allgemeinen in der ganzen Westbank, aber besonders in Hebron spielen die ISM-Freiwilligen eine bedeutende Rolle im täglichen Leben unter Besatzung. Mit illegalen Siedlungen im Herzen der Stadt  Hebron und der täglichen Gewalt von Siedlern (unter militärischem „Schutz“) gibt es nur ein Wort, das das täglich Leben hier beschreibt, nämlich „Apartheid“.

Israelische Soldaten haben die Freiwilligen viele Male ohne Grund festgehalten oder gar verhaftet. Sie erklärten nur, dass sie sie daran hindern wollten, diese Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren. Der Zugang  zu Stadtgebieten wird  den Internationalen Freiwilligen von den Soldaten auch verwehrt, indem sie ihnen das Passieren von Checkpoints verbieten

„Wir tragen keine Westen wie das Christian Peacemaker-Team (CPT) zum Beispiel. Das erleichtert uns den Durchgang durch die Checkpoints. Aber sie mögen uns auch nicht. Erst vor wenigen Tagen wurde einer von uns verhaftet und sieben Stunden aus falschen Gründen festgehalten  und jetzt darf er 14 Tage lang die Stadt nicht betreten,“ sagt die ISM-Freiwillige Franziska.

Bei vier verschiedenen Vorfällen innerhalb einer Woche ende Februar überfielen israelische Soldaten  die Wohnung der ISM-Mitglieder, ohne Befugnis und einem echten Grund. Franzeska war in der Wohnung, als sie kamen:

„Es war mitten in der Nacht, dieselbe Zeit, in der sie auch palästinensische Familien überfallen. Zuerst bedrohten sie uns mit Vergeltung, wenn wir nicht öffnen; und dann kamen sie ein paar Nächte später und öffneten mit Gewalt die Türe. Es ist klar, sie wollen uns Angst einjagen, damit wir die Stadt verlassen, wir geben nicht auf. Wir bleiben.“
http://www.scoop.co.nz(stories/print.html?path=WO1503/SOO299/continuing-harassm  - (dt. Ellen Rohlfs)

Israelisches Militär schießt scharf auf Kinder und Jugendliche - Bericht von Defen ce of Children International Palestine, (DCIP) , 23 März 2015  - Ramallah:   Mindestens 30 Kinder erhielten während der letzten drei Monate in der Westbank, einschließlich Ost-Jerusalem, Schusswunden, als israelisches Militär durch scharfe Schüsse versuchten, Demonstrationen aufzulösen.     Während keiner der Vorfälle zum Tode der angeschossenen führte, ließen die scharfen Schüsse mehrere Kinder in einem kritischen Zustand. Am 6.März schossen israelische Soldaten auf Mooaz Ramahi ,15, in die Brust, während  palästinensische Jugendliche am Eingang des Jalazun-Flüchtlingslagers (bei Ramallah) standen. Der medizinische Bericht von DCIP sagt aus, dass die Kugel schwere innere Blutungen verursachte und zwei Brüche und seine rechte Lunge schädigte.  Beim selben Vorfall wurde auch  Mohammed  R.I. Humidat, 16, ins Gesicht getroffen. Sieben andere Kinder aus dem Flüchtlingslager erhielten seit Januar  auch Verletzungen.

Alle außer einem Verletzten wurden von israelischen Soldaten verletzt; einer, Mohammad Burqan ,17, wurde am 2. Februar in Silvan(Ost-Jerusalem) von einem Siedler, der nicht provoziert wurde, ins rechte Bein geschossen.      „Die hohe Rate der Vorfälle, bei denen  auf Kinder/Jugendliche scharf geschossen wurde, läuft auf eine de facto-Politik hinaus, die israelischem Militär erlaubt, auf Zivilisten scharf zu schießen“,  sagte Ayed Abu Eqtaish , der verantwortliche Program-Direktor von DCIP, „Soldaten operieren mit dem Wissen, dass ihre brutalen Aktionen, egal welche Folgen diese haben, unbestraft bleiben.

Im Dezember 2014 veröffentlichte die israelische NRG –Seite einen Bericht von Brigadegeneral  Tamir Yadai, der zu israelischen Siedler der Westbanksiedlung Halamish sagte, israelische Soldaten hätten ein härteres Vorgehen angenommen, sie würden jetzt gegen palästinensische Demonstranten scharf schießen; während sie vorher Tränengas- und mit Gummi-ummantelte Kugeln benützten, feuerten sie jetzt mit Ruger-Geschossen scharf. Wir haben in den letzten  drei Wochen etwa 25 Leute verletzt. Das ist eine relativ hohe Zahl.

Diese Aussage  widerspricht den Regeln des israelischen Militärs, das die Anwendung von scharfen Geschossen nur dann erlaubt, wenn eine direkte tödliche Gefahr besteht.  DCIP fand, dass es keinen Beweis gibt, dass von den verletzten Kindern irgendeine Gefahr für israelische Soldaten oder Siedler ausgegangen sei.

Während der letzten 12 Wochen haben israelische Soldaten 258 Palästinenser in der besetzten Westbank verletzt – nach dem UN-Büro der Coordination of Human Affairs. Allein zwischen dem 10. Und 16. März schossen Soldaten scharf auf 18 Palästinenser, einschließlich  neun Kinder, sagt das UN-Büro. Am 10.März brachen sporadische Zusammenstöße zwischen israelischen Soldaten und Bewohnern von Kufr Aqab, einem durch die Mauer abgetrennten Vorort Ost-Jerusalems. Mindestens neun Zivilisten (darunter sieben Kinder) erhielten Wunden von scharfen Schüssen bei einer Protestdemo gegen Zerstörungsankündigungen, um die militärisch geschlossene Zone zu erweitern., nach Berichten von 2014 erschossen israelische Soldaten elf palästinensische Kinder. Nur einer hatte ein gerichtliches Nachspiel. Nadeen Nawara wurde am 15.5 bei einer Demo zur Nakba-Erinnerung erschossen. (dt. geringfügig gekürzt Ellen Rohlfs)

Interview mit den Journalisten Arn Strohmeyer - ProMosaik - (.) Herr Stromeyer hat sich in seiner Berufung als Journalist sehr viel mit den NS-Verbrechen und dann mit dem Nahostkonflikt zwischen Israel und Palästina auseinandergesetzt. Für Herrn Stromeyer wie auch für ProMosaik e.V. sind die Palästinenser heute die Opfer der Opfer von damals.

Der deutsche Philosemitismus ist heute nur die Rückseite des Antisemitismus, so Strohmeyer, da viele Deutsche es noch nicht geschafft haben, ihre Schuld aufzuarbeiten, die sie an den NS-Verbrechen von damals tragen. (...)

Wie kamen Sie über Ihre Karriere als Journalist auf das Thema des Nahen Ostens und Palästinas?
- Herr Arn Strohmeyer:
Ich habe mich auch schon, bevor ich Journalist wurde, sehr für das Thema Nahost interessiert. Das hängt sicher mit meinem Vater zusammen, der Nazi-belastet war, sodass das Problem der deutschen Schuld sehr früh für mich wichtig wurde. Da steht man dann aber bald vor einem schwierigen Konflikt: der Scham über die deutschen Verbrechen und der Empörung über das Vorgehen von Juden (ich sage ausdrücklich nicht den Juden), eben den Israelis gegen die Palästinenser. Wobei ich die Dimension der NS-Verbrechen natürlich nicht mit dem Unrecht gleichsetzen will, das Israel am palästinensischen Volk begeht. Aber es gibt da auch nichts zu bagatellisieren. Ich habe 1972 das Buch von Walter Hollstein Kein Frieden um Israel. Zur Sozialgeschichte des Palästina-Konflikts gelesen, das hat mir die Augen geöffnet. Seitdem verurteile ich die israelische Politik und setze mich publizistisch für eine gerechte Lösung dieses Konfliktes ein, besonders natürlich für die Palästinenser, sie sind ja in jeder Beziehung die Underdogs, die Unterdrückten und Besetzten, die Opfer der Opfer.

Dr. phil. Milena Rampoldi: Sie schreiben über Ihr Engagement für den Frieden in Palästina: Wer das mit Antisemitismus verwechselt, bringt sich selbst in Beweisnot - nicht die Menschen, die sich für die Schaffung eines gerechten und humanen Friedens im Nahen Osten einsetzen. Können Sie das Problem des allgemeinen Verdachts gegenüber Antizionisten in Deutschland unseren Leserinnen und Lesern erklären?

Herr Arn Strohmeyer: Sehr viele Deutsche haben ganz offensichtlich die aus den NS-Verbrechen resultierende Schuld nicht aufgearbeitet, sondern versuchen bis heute, ihren Schuldkomplex durch einen völlig einseitigen Philosemitismus zu kompensieren. Aber ich habe von jüdischen Autoren gelernt, dass Philosemitismus nur die Rückseite des Antisemitismus ist. Der Philosemitismus verstellt aber den Blick für die politischen Realitäten, wofür die deutsche Nahost-Politik ein beredtes Beispiel ist. Das zeigt sich aber auch in der offenbar gewollten ungenauen und verwirrenden Verwendung der Begriffe Antisemitismus und Antizionismus. Sie müssen aber klar voneinander unterschieden werden: Antisemitismus ist Hass auf Juden, weil sie Juden sind, was bis zum Vernichtungsantisemitismus gehen kann. Antizionismus ist die Kritik an einer politischen Ideologie, in deren Namen in Israel/Palästina eine sehr inhumane und völkerrechtswidrige, siedlerkolonialistische Politik betrieben >>>

The long road to Bethlehem - After taking a job at a Palestinian university in the West Bank, Jewish journalist Mya Guarnieri feels that the center of her life is increasingly on the 'other side' of the Green Line. Israeli soldiers give her a hard time for being a Jew in 'enemy territory' and it becomes more and more difficult to live in Israeli society. - It wasn’t the soaring arches or the elegant windows, with their curved caps. It wasn’t that the first room of the house was built in 1808. It wasn’t the jasmine that, like a woman letting down her hair, released its heavy perfume at night. It wasn’t the olive, loquat, lemon, almond, and apricot trees that filled the garden. Nor was it that the fruit from that garden seemed sweeter here in Bethlehem than it was in Jerusalem.

The apartment’s biggest selling point, in my landlady’s opinion?

The well.

She showed it to me the first time I saw the place, before I’d decided to rent the apartment. The well was hidden behind a curtain in the kitchen. She pushed the fabric back, revealing a deep recess in the wall. Inside the nook stood a pump and, on the floor, a large stone with a wrought iron handle. My landlady, who was in her seventies, gave the handle a tug. The rock lifted. There was a clunk as she placed it on the kitchen floor.

My landlady got on her knees and peered into the hole, a spot of night surrounded by chiseled white. “See?” she tapped my calf, signaling that I should get on the floor, too. I obliged her. I peered into the well. I didn’t see anything. But I could smell the collected rainwater below us. >>>

Antifa means air raid - A leftwing book presentation in Leipzig was attacked by ‘antifa’ activists earlier this month. We spoke to the main speaker at the meeting, Susann Witt-Stahl - Pro-Israel protests: left taken over - As long-standing Weekly Worker readers will remember, the ‘anti-Germans’ represent something like the historical low point in the long and overwhelmingly sorry saga of anti-fascism.1 Initially formed from a number of scurrilous sects that grew out of the German radical left, the pro-imperialist ‘anti-Germans’ endeavour to “deny the German left the right to exist”, as one of their more striking slogans reads. Whether it is anti-war protests or social struggles, virtually any resistance against the operations of the bourgeoisie faces allegations of ‘anti-Semitism’ from a movement whose understanding of fascism and ‘totalitarianism’ owes more to Hayek’s Road to serfdom than it does to Marxist analysis.

Not infrequently, German lefts assert that the ‘anti-Germans’ are largely a phenomenon of the past, and that continuing to speak about them is anachronistic. While it is true that spectacular appearances of self-identified ‘anti-Germans’ as a distinct group have become rarer, it is also the case that much of their ideology has been absorbed by the broader left. It is now good form, for instance, to declare one’s full support for Israel - whether as a matter of duty, cowardice, or conviction - just as elemental manifestations of class struggle are deemed prefigurative of a second Shoah. More broadly, the development represents the emergence of an eviscerated ‘left’ that has made its peace with the basic tenets of neoliberalism. The ‘anti-German’ avant-garde having served its purpose, the term is increasingly abandoned. >>>

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Aktuelle  Nachrichten

Father of three killed in hit-and-run by Israeli settler

Vote YES! Support BDS call for Academic Boycott at SOAS

Ägypten hat Bewohnern Gazas die Stromversorgung gekappt

Lage katastrophal - Wiederaufbau Fehlanzeige

Unlösbares Puzzle: Obamas Nahost-Politik im freien Fall

Schutz von Ost-Jerusalem

The United States should recognize the state of Palestine

India votes in favour of Palestinian resolution

Israel Uses Lethal Force Against Palestinian Children

Israeli soldiers filmed waking Palestinian children in middle of the night for questioning

Settlers destroy 1200 Palestinian olive trees near Hebron

Russia will fight for the right of Palestinians to their own state, Vladimir Putin says

Israeli forces open fire on protest at Gaza border

Human Rights Report Shows Israeli War Crimes in Gaza

International march for Palestine in Tunisia

Israel keeps policy of terrifying Palestinian kids

Argentina Marks Palestinian Land Day

Israel seeks to demolish ancient Palestinian village

Gazans mark Palestinian Land Day

Living with a bomb: life after the Gaza war

UN warns emergency fund for Palestinians in Syria near empty

Palestinian artist paints an artwork to be placed on the remains of a house that witnesses said was destroyed by Israeli shelling during a 50- day-war last summer, in Khan Younis in the southern Gaza Strip

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70 settlers storm Aqsa Mosque plazas

The Palestine Papers, Day One

Abbas bezweifelt Freigabe von Steuergeldern durch Israel

Abbas at Egypt summit- Relationship with Israel must change

Final witnesses testify in case of Tristan Anderson against the Israeli government

Teilnehmer des Weltsozialforums trotzen Organisationschaos. Palästina im Mittelpunkt

Three Palestinians Injured In Gaza

Soldiers Kidnap A Palestinian Near Qalqilia

PLO zu Washington: Taten sprechen lauter als Worte

Uni Tel Aviv vergibt 850 Stipendien für Teilnehmer am Gaza-Krieg

Zeugenvernehmung i.S. US-Aktivist Tristan Anderson ./. Israel

Schulweg durch Abwässerkanäle
Seit eine für Siedler reservierte Straße andere Möglichkeiten des Zugangs abgeschnitten hat, sind über 200 palästinensische Schüler gezwungen, ihre Schule im Westen des Bezirks Ramallah über Abwässerkanäle zu erreichen. Der Schulweg der israelischen Separationsmauer entlang ist 4 km lang, dauert allerdings bis zu 40 Minuten, da die Kanäle im Winter voller Regenwasser sind, im Sommer voller Schlangen.

Wieder Verletzte bei Freitagsdemonstrationen

Britische Künstler rufen zu sofortigen Sanktionen gegen Israel auf

Französisches Unternehmen zieht Beteiligung zurück

Kidnapping statt Taxi

Erneut fanden israelische Razzien im Bezirk Hebron statt; mehrere dutzend Soldaten waren daran beteiligt. Sie drangen in die privaten Wohnhäuser ein, durchsuchten und plünderten sie und nahmen fünf Palästinenser mit, darunter zwei Kinder.
Sechs Familien erhielten ein Baustoppgebot.
Baustoppgebot erhielten ebenfalls sechs Familien in Surif. Einige dieser Häuser sind bereits bewohnt.

Weitere Schikane gegen Palästinenser im Negev

27. 3. 2015

Amnesty International Accuses Gaza Militants of War Crimes in 2014 Conflict

Israel gibt einbehaltene Steuern für Palästinenser frei

Tens of Jewish settlers desecrate Al-Aqsa Mosque

German to Vote on Recognising Palestine

Jewish, Zionist Groups Mobalize to Cancel Palestine-Israel Conference in Southampton University

Israeli settlements may have already killed two-state bid - U.N.

Palestinian shot by Israeli troops last week dies

Watch: Israeli soldiers question Palestinian kids in beds

Palestinian lady in Israeli prison despite serious wounds

Palestinian premier heads to Gaza on reconciliation mission

French firms pulls out of Jerusalem cable car deal

FRANCE 24 unveils interactive cartoon about life in Gaza

30 Palestinian Children Killed by Israel Army in 2015

This content was originally published by teleSUR at the following address:
http://www.telesurtv.net/english/news/30-Palestinian-Children-Killed-by-Israel-Army-in-2015-20150325-0010.html. If you intend to use it, please cite the source and provide a link to the original article. www.teleSURtv.net/english

30 Palestinian Children Killed by Israel

Benjamin Netanyahu’s Anti-Semitic Rhetoric 

Palestinians Demand Release of Teens Imprisoned in Israel 

Israel's elections: a festival of all-party racism

The students juggling drugs, books and resistance in Gaza

"Israelis must now persistently engage in demonstrations and civil disobedience"

Only sanctions can change Israeli policy

Fraktionschef der arabischen Israelis marschiert für die Beduinen

Pentagon confirms Israel has Nukes

Rotes Kreuz: Konflikte in Nahost gefährden Wasserversorgung

‘Shaking with fear': Israeli soldiers interrogate Palestinians kids at night

Students should join BDS movement, help end Palestinian occupation

Palestinians Demand Release of Teens Imprisoned in Israel

This content was originally published by teleSUR at the following address:
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26. 3. 2014

Schwierige Beziehung zwischen USA und Israel

Boykott israelischer Waren
Wie Palästinenser für einen eigenen Staat

Kliniken in Berlin versorgen verletzte Kinder aus Gaza

PHOTOS- Joint List marches for unrecognized Bedouin villages

Vereinigung der Internationalen Ärzte: US-geführter “Krieg gegen den Terror” forderte bereits über 1 Million Tote

Zwischen Palästina-Solidarität und Antizionismus

Pentagon Exposes 20 Years of Data on Israel's Nuclear Program

Hamas weist Amnesty-Bericht zum Gaza-Krieg zurück

Amnesty: Hamas rocket attacks amounted to war crimes

Make Netanyahu see need for peace with Palestinians

Palestinian teen dies from Israeli bullet

Taking the long run in Palestine

Israel/Palestine: 10 keys to understand France’s position

The Palestinian academy: pressing concerns and future prospects

Deutliche Mehrheit für Anerkennung des Staates Palästina

Europe key to Palestine’s future

Obama: No ‘meaningful framework’ in place for Palestinian state

Top Arab Israeli MP begins 4-day march for Bedouins

Video of Illegal Immigrant Assault in Tel Aviv Shocks Israelis

What Does It Mean to Support Israel?

Assange: Islamic State Group, Product of Western Foreign Policy

Assange: US Meddling in Ukraine, Israel behind Hamas

Western ISIS adventurism, Israel behind Hamas - new Assange revelations

UNO nennt 2014 opferreichstes Jahr für Palästinenser seit 1967

Israeli Soldiers Raid School, Bar Students from Leaving

Israel Suspends Jerusalem Settlement Plan

Netanyahu Assigned with Forming of New Israeli Government

Jewish Settlers Mobilize for Raid on Al Aqsa Mosque During Passover

Palestinian Dies after Falling from Israel's Apartheid Wall

Palestinian Dies Of Wounds Suffered Last Week In Ramallah

Soldiers Invade Several West Bank Communities

25. 3. 2015

Obama schätzt derzeit die Chance für einen unabhängigen Palästinenserstaat ein

Young Palestinian Dies from Injuries Sustained During Ramallah Clashes

Tel Aviv U- 850 Scholarships for Gaza Attack Service

PLO to Washington- Actions Speak Louder Than Words

DCI-Palestine- 30 Children Shot by Israeli Forces in 2015

Europäer verlieren Geduld mit Israel

Palästinenser erwarten neue Konfrontation mit Israel

Israel, settlers grabbing Palestine land: UK minister

Richard Forer: Washington’s stance on Palestine hypocritical

EU criticizes Israeli policy in Area C

ENP Country Progress Report 2014 – Palestine*

ARCHIV - NACHRICHTEN >>>

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