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Checkpoint - Palästina

Texte zum Thema Checkpoint

Ran HaCohen - Stille Besetzung
Yitzhak Laor - Checkpoint
E. Golden - Warten am Checkpoint
Checkpoint Bethlehem
Maria und Josef am Checkpoint
Keine Chance, nach Bethlehem zu kommen !
Bildersammlung Checkpoint

Shocking Clip: Israeli Checkpoint Cruelty

Das Nadelöhr - "Machsom Eres", die Sperre Eres - Bettina Marx – so lautet der hebräische Name eines Grenzübergangs zwischen Israel und dem Gazastreifen. Diese Bezeichnung trifft die Zustände genau - Schon vor Ashkelon ist der Verkehr spärlicher geworden. Nach der Abzweigung in die Stadt und zu dem großen Kraftwerk südlich von Ashkelon, das bis weit nach Gaza sichtbar ist, sind fast keine Autos mehr auf der Straße. Wer fährt schon nach Gaza? Nur Journalisten, Diplomaten, Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und arabische Taxifahrer, die hier auf die wenigen Palästinenser warten, die eine Genehmigung bekommen haben, den Gazastreifen zu verlassen, um etwa israelische Geschäftspartner zu treffen oder um ein Krankenhaus in Israel aufzusuchen. Früher passierten hauptsächlich palästinensische Arbeiter den Grenzübergang Eres, der auf hebräisch Machsom Eres heißt, wörtlich: Sperre Eres. Inzwischen ist der Grenzübergang tatsächlich zu einer Sperre geworden. Hier kommt keiner mehr rein und keiner mehr raus, hier ist für die Palästinenser von Gaza das Ende ihrer Welt. >>>

Israel entfernt weniger Checkpoints als zugesagt  - Israel baute in der besetzten Westbank weniger Checkpoints und Straßensperren ab, als die Regierung in ihren Zusagen mitteilte. Einem Bericht des VN-Büros für humanitäre Angelegenheiten (OCHA) zufolge, seien die entfernten Blockaden von „geringer oder gar keiner Bedeutung“. Insgesamt kontrollierte das VN-Büro 61 Checkpoints, die nach israelischen Angaben entfernt wurden. OCHA stellte hierbei fest, das zwar 44 Kontrollpunkte nicht mehr existieren, sechs weitere sind jedoch weiterhin von Bestand und elf Checkpoints konnten nicht lokalisiert werden. OCHA besitzt seit Jahren eigene Landkarten, auf denen das Büro die Checkpoints vermerkt.

UN: Israel's removal of W. Bank roadblocks falls short of promise - Akiva Eldar - Israel has removed 44 roadblocks in the West Bank, short of the number promised to U.S. Secretary of State Condoleezza Rice, a United Nations agency has found. The UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA) said most of the roadblocks removed were of little or no significance.

Soll das Kind doch zu Hause sterben!    ISM/G-Mona -  “Sie kommen, um den Kindern Angst zu machen,” sagt A. Er hat sieben Kinder. “Sie sind also in der Nacht gekommen, letzte Woche, haben alle in eine Ecke gedrängt. Mitten in der Nacht. Alle hatten bereits geschlafen, die kleinen Kinder hatten Angst. Und sie setzen Tränengas ein, sogar gegen die Kinder.  Es ist zu schwer. Zu schwer. Wenn du meine Kinder siehst, wirst du weinen. Sie sind so klein. Zwei Jahre, sieben Jahre alt… Sie können nicht schlafen. Manchmal kommen sie jeden Tag. Sie haben mal alle Strassen im Dorf gesperrt, niemand durfte die Häuser verlassen.” Ein junger Mann, etwa 30 Jahre alt oder etwas älter, unterbricht. Sein Gesicht wirkt angespannt und verschlossen. Verständlich wenn man seine Geschichte gehört hat. “Ich habe ein krankes Kind, er wird bald sterben. Sie haben die Strassen um 10 Uhr gesperrt. Man durfte nicht raus - Ausgangssperre. Ich sagte dem Soldaten, das Kind sei krank. Er solle mich rauslassen, um zum Arzt zu gehen. Ich sagte ich wäre in zehn Minuten zurück. Ich lasse meinen Ausweis bei Dir. Er sagte Nein. Ich flehe Dich an, sagte ich, er stirbt. Das Kind wird sterben. Der Soldat antwortete: Soll das Kind doch zu Hause sterben." >>>

Checkpointgeschichten oder- alltäglicher low-level Terror 1 -  ISM/G-Mona >>>



Unten -  Demütigung und Frustration kennzeichnen das tägliche Leben der PalästinenserInnen. Mit Orwell’schem Kontrollwahn versucht die Besatzungsmacht die PalästinenserInnen zu beherrschen. Wie Tiere werden die Menschen zusammengepfercht und durch Metalltore getrieben. Hier der Eingang zum alten Checkpoint von Qalandiya.

Israelische Politik am Erez-Übergang vom Gazastreifen - Bürokratisches Katz- und Mausspiel - Ärzte für Menschenrechte - Während der letzten paar Wochen haben die israelischen Behörden ihre Taktik geändert, was die Gaza-Patienten und ihre Ausreise betrifft: statt  eine Genehmigung oder eine Zurückweisung aus „Sicherheitsgründen“ zu erteilen, werden die Antworten um Wochen verzögert und als „unerledigt“ erklärt. Nachdem Anträge nur gestellt werden können, nachdem es eine formelle Ablehnung gegeben hat, bedeutet diese Taktik die Verweigerung der Möglichkeit eines Antrages.

Checkpoint WatchYehudit Kirstein Keshet - Checkpoint Watch

Zeugnisse israelischer Frauen aus dem besetzten Palästina.
Mit einem Vorwort von Amira Hass
Aus dem Englischen übersetzt von Ulrike Vestring

Rezension: Ludwig Watzal - Ohne die mutigen Frauen von „MachsomWatch“ würden die Menschenrechtsverstöße aus dieser Krisenregion untergehen in einer Flut von grausamen Meldungen.
Die Protokolle der Frauen sind detaillierte und erschütternde Zeugnisse eines Besatzungsregimes, das seinesgleichen unter der Sonne des 21. Jahrhunderts sucht.
MachsomWatch wurde 2001 von Ronnie Jäger, Adi Kunstmann und Yehudit Keshet als Reaktion auf die zahlreichen willkürlichen Menschrechtsverletzungen durch das israelische Militär an den Kontrollpunkten gegründet. mehr >>>

Genau hinsehen Wissen, was passiert: Israelische Frauen beobachten und dokumentieren Menschenrechtsverletzungen -  Gerda Kruss - Machsom Watch« heißt »Kontrollposten-Beobachtung« und ist der Name einer Nichtregierungsorganisation israelischer Frauen. Die Aktivistinnen beobachten und dokumentieren Menschenrechtsverletzungen des Militärs an den Kontrollposten in den besetzten palästinensischen Gebieten. >>>

Gemeinsamer Aufruf von Menschenrechtsgruppen, um den Rafah-Grenzübergang zu öffnen. 30.Juli 2007

Der Rafah-Grenzübergang ist der einzige Ein- und Ausgang für  die 1,5 Millionen Bewohner des Gazastreifens von und zur Außenwelt. Er ist seit dem 9.Juni 2007 durchgehend geschlossen gewesen.

Die Folge davon war, dass mindestens 6000 Palästinenser in ägyptischen Städten wie Rafah und Al-Arish gestrandet waren, einige von ihnen unter härtesten Bedingungen. Unter den Wartenden befanden sich Patienten, die Gaza verlassen hatten, um medizinische Behandlung zu bekommen. Sie wurden daran gehindert, nach Hause zurückzukehren. Die Medien berichten, dass mehr als 20 Personen während des Wartens gestorben sind. Auf der Gazaseite der Grenze warten Patienten, Arbeiter, Studenten, Geschäftsleute, die nicht in der Lage sind den Gazastreife zu verlassen, um  zu wichtiger medizinischer Behandlung, zum Studium oder zum Geldverdienen zu gelangen.

Der Kampf zwischen der Hamas und der Fatah und die Angriffe des israelischen Militärs auf den Gazastreifen haben viele Todesfälle verursacht. Den Verletzten die Ausreise zu verweigern,  gefährdet ihr Leben und verursacht für ihre Gesundheit irreversiblen Schaden .

Es gibt einen Hinweis auf die Bereitschaft der Parteien innerhalb des Gazastreifens in Übereinstimmung mit der Hamasführung, den Rafah-Grenzübergang gemäß dem Abkommen

(Über Bewegung und Zugang) mit Israel und der palästinensischen Behörde vom 15. November 2005 wieder zu öffnen. Doch erfordert die Öffnung des Grenzüberganges auch die Beteiligung Israels, Ägyptens und der EU und verschiedener Organe der Palästinensischen Behörde.

Nach dem oben genannten Abkommen beobachtet Israel den Rafah-Grenzübergang über Video-Cameras und überwacht die Liste der Passagiere, die palästinensische Behörde ist verantwortlich für  das Funktionieren des Kreuzüberganges und die EU-Monitoren überwachen den Grenzübergang direkt, wenn Israel  sie an den Grenzübergang gelangen lässt. Ägypten betreibt den Grenzübergang von seiner Seite.

Die Menschenrechtsgruppen, die diesen Aufruf unterzeichnet haben, rufen alle diese Parteien auf, die Bedingungen des Abkommens zu erfüllen, damit die Öffnung des Rafa-Grenzüberganges   -  die Rettungsleine  für die Gazabewohner- erfolgen kann.

Wir rufen Israel, die palästinensische Behörde, die EU  und Ägypten dazu auf , die Grenzen zum Gazastreifen sofort  für die Menschen zu öffnen, unabhängig von ihrer politischen Agenda, die Hamas betreffend. Die Bewohner des Gazastreifens sollten nicht als Geiseln im Kampf  um die Kontrolle des Gazastreifens benützt werden.

Wir rufen Israel, die Besatzungsmacht in den palästinensischen Gebieten  und der Hauptakteur der Politik der Grenzübergänge, auf , größte Anstrengungen zu unternehmen, um eine sofortige Öffnung des Rafah-Grenzüberganges für den regelmäßigen Grenzverkehr in beide Richtungen zu erreichen.

Im Gazastreifen kontrolliert Israel den Personen- und den Warenverkehr, das Bevölkerungs-Register, das Steuersystem und die Finanzierung der öffentlichen Dienste. Israel Kontrolle geschieht auf verschiedene Weise und schließt die eingeschränkte Nutzung des Wassers ein, blockiert den Luftraum über dem Gazastreifen, hat das Vetoreht über den Rafah-Grenzübergang, kontrolliert, wer durch den offenen Grenzübergang reist. Häufig finden militärische Einfälle in den Gazastreifen statt.

Die 4. Genfer Konvention, die Zivilisten in Kriegs- und Besatzungszeiten schützt, fordert Israel auf, für das Wohl der Bewohner des Gazastreifens zu sorgen, ihre rechte zu garantieren und ihnen erlauben, ein normales Leben zu führen – einschließlich der Möglichkeit den Gazastreifen zu verlassen und in ihn zurückzukehren.

 

Wir rufen den Präsidenten der palästinensischen Behörde, Mahmoud Abbas, den gewählten Vertreter aller Bewohner der palästinensischen Gebiete, auf, das Wohlbefinden der Bevölkerung abzusichern, soweit es in seiner Macht steht. Präsident Abbas muss Israel auffordern, den Rafah-Grenzübergang zu öffnen und sein Personal innerhalb Gaza zu instruieren, sich an den Initiativen, den Grenzübergang in Zusammenarbeit mit den betroffenen Parteien wieder in Gang zu bringen, so weit wie möglich zu beteiligen.

 Wir rufen die Europäische Union dazu auf, einstimmig zu erklären, dass der Rafah-Grenzübergang  sofort geöffnet werden muss, und zu fordern, dass die betroffenen Parteien die Rückkehr der EU-Beobachter erlauben.

Die Hamasführung im Gazastreifen – die die Sicherheitsdienste in Gaza kontrolliert – ist verpflichtet, eine sichere Öffnung des Grenzüberganges von der Gazaseite aus zu erlauben als einen Teil der Pflicht, die Rechte und das Wohlbefinden der Gaza-Bewohner zu schützen.

Wir rufen Ägypten auf, die sofortige Öffnung des Grenzüberganges von seiner Seite aus zu arrangieren und die humanitäre Hilfe für die Tausenden von  in Ägypten gestrandeten Palästinensern zu ermöglichen.

Die beteiligten Organisationen: Al-Haq, al-Mezan-Zentrum für Menschenrechte, Addameer, B’tselem – das israelische Informationszentrum für Menschenrechte in den besetzten Gebieten; Gisha – Rechtszentrum für Freiheitsbewegung, Hamoked: Zentrum für die Verteidigung des Einzelnen; das Palästinensische Zentrum für Menschenrehte; das Euro-Mediterranean Human Rights Network; the Public Commitee against Torture in Israel, Ärzte für Menschenrechte in Israel, Rabbiner für Menschenrechte, Yesh Din: Freiwillige für Menschenrechte.

(dt. Ellen Rohlfs)

Checkpoint Palästina - Weinend sitzt eine blonde Frau am Grenzübergang Eres, dem Betonungetüm, das den Menschen- und Warenfluss zwischen Gaza und Israel regeln soll. Ein kleines Lächeln, als ich sie auf Deutsch anspreche. Ihr zweiter Versuch, nach Gaza zu reisen, um dort ihre Schwiegermutter kennen zu lernen, ist gescheitert.

Die Tempel der Besatzung - Meron Benvenisti - Von den Dutzenden von Checkpoints, die als „wohlwollende Geste“ mit einem Versprechen gegenüber Mahmoud Abbas, aufgelöst werden sollen, ist kein einziger abgebaut worden. Es wird interessant sein, mit welcher Entschuldigung man kommen wird, wenn sich das Wetter gebessert hat. Der Plan, die Straßensperren abzubauen, verzögerte sich aus verschiedenen Gründen, und inzwischen hat sich die Anzahl vervielfacht. Wir können mit ziemlicher Sicherheit annehmen, dass der neueste Versuch, das Leben der Palästinenser zu erleichtern, genau wie seine Vorgänger fehlschlägt, weil die Herrschaft der Straßensperren keine Angelegenheit einer marginalen Geste ist, noch ein Sache der Quantität, deren Reduzierung wahrscheinlich eine Änderung der herrschenden Situation in den besetzten Gebieten signalisierten würde.

Das Klagelied des Zaun-Königs - Die von Israel erbaute Apartheids-Mauer wird in Europa oftmals mit der Mauer verglichen, die auch Berlin einst teilte. Eine geteilte Stadt gab es auch damals in Palästina sowie Israel– die Stadt Barta. Heute ist Barta zwar vereint, aber durch die Mauer wurde der Ost-Teil der Stadt durch Israel annektiert und von der Westbank isoliert. Thomas Gutschker berichtet über die Einwohner Bartas und ihrem schweren Alltag.

Die Checkpoint-Generation - Amira Hass, Haaretz - Vor fast einem Monat wurde ein junger Palästinenser ins Beilinson-Krankenhaus gebracht. Soldaten an einem Checkpoint nördlich Nablus hatten am 4.November  auf ihn geschossen. Haitem Yassin, 25, ist zwar bei Bewusstsein, aber er ist immer noch an das Beatmungsgerät angeschlossen. In den vergangenen Tagen litt er an hohem Fieber, anscheinend durch eine Entzündung im Unterleib verursacht, der  durch den Beschuss verletzt wurde. Seine Familie wartet noch immer auf einen Bericht aus dem Krankenhaus über die Zahl und die Art der Kugeln, die die schwere Verletzung verursacht haben.

"2006 Jesus starb am Checkpoint."
Maria und Josef – oder: Keine Chance, nach Bethlehem zu kommen !
(Von Anfang September bis Mitte Oktober 2006 wurden an Checkpoints 69 Kinder geboren, weil den werdenden Müttern die Weiterfahrt zum Krankenhaus verwehrt wurde.)

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- Wenn Maria und Josef wirklich zahlreiche Checkpoints geschafft hätten, ständen sie wie unser heiliges Paar in dieser Szene vor der Mauer in Bethlehem vor Rachels Grab – keine Chance für die bevorstehende Geburt Jesu in der Stadt Davids! Israelisches Militär, ein Hochsicherheits-Checkpoint und die über 8 m hohe Betonmauer (zum Vergleich die Müllkontainer rechts am Tor) würden ihr Hineinkommen unmöglich machen. mehr >>>   Lese auch >>>

Warten im größten Freiluftgefängnis der Welt - Mauer am Eingang Bethlehems - Zwischen 1.500 und 3.000 Männer, die eine Arbeitserlaubnis für Jerusalem haben, versuchen durch Mauer und Checkpoint zur Arbeit zu kommen

 

 

Europäische Beobachter schauen weg - Luisa Morgantini, italienische EU-Abgeordnete der linken Fraktion im Europaparlament, richtet einige aufschlussreiche Fragen über die Rolle der europäischen Beobachter des Grenzübergangs Rafah an den Europarat. Sie macht damit erneut darauf aufmerksam, dass Europa grundsätzlich zugunsten der israelischen Regierung interveniert - wie so oft. (Englisch)

Ein Orwell'sches Überwachungsregime- Checkpoints, Sperrgitter und Überwachungskameras im besetzten Palästina

The Imagine-Life Screening Room

Die Gefängnis-Oberaufseher - Amria Hass - Vor zwei Wochen – am  israelischen Wahltag – wollten zwei Fahrer um 8 Uhr früh Tulkarem über den östlichen Ausgang  in Richtung Anabta verlassen . Sie erfuhren, dass ihre Passierscheine ungültig waren. Ein Soldat am Checkpoint, der die Durchfahrt verhinderte, entschuldigte sich: Heute ist das Verlassen der Stadt nur Bewohnern der drei benachbarten Dörfer Shufa, Safrin und Beit Lid erlaubt, erklärte er den Machsom Watch Frauen. „Und im allgemeinen ist dies kein Kontrollpunkt ( durch die man mit Passierschein fahren kann AH), sondern eine Absperrung. Und hier gibt es keine Passierscheine; hier gibt es nur besondere Verfahren.“ Palästinenser, die unter israelischer Besatzung leben, sind in einem Dickicht von  physischen, materiellen Absperrungen aller Typen und Größen eingesperrt: von Kontrollpunkten, Straßensperren, Blockaden, Zäunen, Mauern, Stahltoren, verbotenen Straßen,  Erdhaufen, Zementblöcken und außerdem

„Sie behandeln uns wie Tiere” - Augenzeugenberichte vom neuen Checkpoint

Checkpoints, Tore und Terminals - rassistische Gettopolitik im 21. Jahrhundert

Absurdes Theater
Gideon Levy, Haaretz, 15.12.05
Irja! Inzwischen kennt jeder dieses Wort. Es gibt  keinen Soldaten an einem Checkpoint, der es nicht ausspricht; es gibt keinen Palästinenser, der es nicht schon gehört hat. „Irja!“ schreit ein Soldat zu jemandem hin, den er daran hindern will, den Kontrollpunkt zu passieren. Es heißt: „Geh zurück! Geh weg!“ Irja! zu dem Mann, der ein verletztes Kind trägt und es nach Hause bringen will. Irja! zum Bau-Ingenieur, der zur Arbeit will. Irja! zur Mutter, die mit ihrem Baby auf dem Weg zu ihren Eltern ist. Irja! zu dem alten Mann, der seine Enkelkinder besuchen will.

 Das absurde Theater der Besatzung bringt eine neue Szene, die an alte  erinnert. Am letzten Donnerstag hat Yosef Abu-A’adi, 29, den Soldaten Nir Kahana am Qalandia-Kontrollpunkt mit einem Messer angegriffen und getötet. Der Kontrollpunkt wurde sofort geschlossen, und viele tausend  Palästinenser durften letzte Woche den Kontrollpunkt nicht mehr passieren. Qalandiya ist  - das sollte hier erwähnt werden – ein „Mega-Checkpoint“ in den besetzten Gebieten , nicht etwa zwischen diesen Gebieten und Israel. Die grausame Kollektivbestrafung, die letzte Woche verordnet wurde, verurteilte Zehntausende Unschuldiger, denen es sowieso schon schlecht geht, zu noch mehr Schikane. mehr >>>

Palästinenser stirbt nach Misshandlung am Checkpoint  

Wie erst heute bekannt wurde, ist am Sonntag ein Palästinenser an einem israelischen Checkpoint in der Nähe von Nablus ums Leben gekommen. Sein Name wird von der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa mit Bashar Fakgri al Kadir angegeben. Der 23-jährige soll in einem Graben von israelischen Soldaten festgehalten worden sein. In Handschellen musste er in brütender Hitze stundenlang ausharren. Offenbar fiel er einem Hitzschlag zum Opfer. Die israelischen Soldaten erlaubten schließlich den Abtransport des scheinbar Bewusstlosen ins Krankenhaus. Für ihn kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die Ärzte konnten nur noch seinen Tod feststellen. Verwandte des Toten teilten mit, er habe sich auf dem Heimweg von der Al-Najah-Universität befunden.

Wir erfahren täglich von Hass und Gewalt im Nahen Osten - von Sabine Christiansen

Hoffen auf offene Grenzen im Gazastreifen
Die Erwartungen der Flüchtlinge von Jabalya

Die Kontrollpunkte fungieren wie innere Grenzen, trotzdem sehen sie nicht aus wie normale Posten. Sie sind so konstruiert und mit Soldaten besetzt, dass jeder, der sie passiert, auf den Status eines unerwünschten Flüchtlings reduziert wird. So werden die Palästinenser ständig daran gemahnt, wer der Sieger ist und wer der Besiegte..... mehr >>>

Eingeschlossen in Nablus
Tausende Palästinenser durch Belagerungszustand im Westjordanland traumatisiert. Tägliche Demütigungen an Checkpoints der israelischen Armee

Israel re-operates X-ray chamber at Rafah Crossing

Eine – leider – ganz normale Checkpoint-Geschichte

An eingegrenzten Orten

Roadmap

Gaza Check Points

Palästina, ein Gefängnis ohne Dach
Waltraud Schauer

Terminal der Verzweiflung - Am Grenzübergang Allenbybrücke nach Jordanien

Beobachtungen an den Checkpoints
Viktoria Buch

Demographische Kriege

Aus der Nähe: Israelis entdecken das besetzte Palästina.

Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministers Kamal Scharafi starben in den letzten drei Jahren 97 Menschen an israelischen Kontrollen, weil ihnen trotz akuter Krankheit die Passage verweigert wurde. Quelle´

Bildersammlung Checkpoint

Bilder vom Checkpoint

Checkpoints - militärische Kontrollpunkte

Machsom Watch - Bilder am Checkpoint

Am fliegenden Checkpoint: Israelische Soldaten schießen Palästinenser ins Bein
19.7.05

 

Israelische Soldaten schossen heute Morgen an einem fliegenden Checkpoint in der Gegend von Nablus auf Ahmed Asaad Issa. Der 22jährige Einwohner des Dorfes Salem erlitt einen Beinschuss. Sein Neffe Nasim Ashteh berichtete PNN, dass sein Onkel, dessen Frau und ihr neugeborenes Baby sich zusammen auf dem Heimweg vom Rafidiya-Krankenhaus befanden. Als sich Ahmed seinem Dorfe näherte, bemerkte er eine Autoschlange, die an einem fliegenden Checkpoint festgehalten wurde.

 

Er überholte die Wagen und ging zu den Soldaten hinüber, um mit ihnen zu sprechen. Er zeigte ihnen Arztberichte und erklärte, dass er eine Patientin, welche gerade aus dem Krankenhaus entlassen worden sei, begleiten würde.

 

Die Soldaten wollten ihm nicht zuhören und befahlen ihm, zu seinem Auto zurückzugehen. Als er sich umdrehte und zu seinem Auto gehen wollte, zielte ein Soldat auf ihn und schoss in sein linkes Bein. Issa kehrte zur Behandlung ins Krankenhaus nach Nablus zurück.

 

Yaser Alawneh, Forscher beim Palästinensischen Institut für Menschenrechte, befand sich ebenfalls an diesem Checkpoint. Er erklärte, dass der Soldat auf Ahmed geschossen habe, als dieser bereits 150 m von ihm entfernt gewesen sei, und bestritt damit die falsche Behauptung des Soldaten, dass Ahmed für ihn eine Bedrohung dargestellt habe. Er beschrieb das, was er mit eigenen Augen wahrgenommen habe, als „herzlos“.

 

Naser Ashteh – ebenfalls Einwohner des Dorfes Salem – äußerte gegenüber PNN, dass viele ähnlich gelagerte Vorfälle an fliegenden Checkpoints vorkämen. Diese Checkpoints beeinträchtigen die Bewegungsmöglichkeiten der Einwohner, insbesondere bei dringenden medizinischen Fällen.

Palestine News Network

Armin Abu Wardeh, Nablus, 19.07.2005

19.07.2005, Übers. v. Gabriele Al Dahouk

Älterer Mann stirbt beim Warten auf Durchlass

 

 

Während er darauf wartete, die Mauertore in Qalqiliya zu durchqueren, starb der ältere Palästinenser Amin Teem.

 

Augenzeugen bestätigten, dass israelische Soldaten den Krankenwagen aufhielten, als er das Tor passieren wollte, um den 70-Jährigen, der eine Herzattacke erlitten hatte, ins Krankenhaus zu bringen. Diese Verzögerung, von der behauptet wurde, sie sei aus Sicherheitsgründen, verschärfte seine Situation und führte zum Tode.

 

Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art, der im Gebiet um Qalqiliya in der Westbank an den Besatzungstoren und Absperrungen vorkommt. Eine schwangere Frau starb, nachdem israelische Soldaten dem Krankenwagen am Eingang von Qalqiliya verweigerten, den Checkpoint zu passieren, um sie zum Krankenhaus in der palästinensischen Stadt zu bringen.

 

Am Azoun-Atmah-Tor im Süden Qalqiliyas wird den Ambulanzen und deren Sanitätern die Zufahrt in die Ortschaft verboten. Besatzungssoldaten behaupten, dass diese keine Genehmigungen hätten.

 

Bewohner erzählten die Geschichte eines palästinensischen Mädchens, das seine Behandlung durch die Gitterstäbe des Mauertores erhielt. Der Arzt war auf der gegenüberliegenden Seite des Tores und gab ihr während des Wartens Spritzen. Die Pförtner betrachteten diese unmenschliche Szene ungerührt.

 

Ebenso starb vor ein paar Monaten der 56-jährige Azam Atiah aus dem Ort Amateen im Osten Qalqiliyas, weil die Soldaten am Bet-Iba-Checkpoint seinem Fahrer untersagten, ihn zum Krankenhaus in Nablus zu bringen.

 

Der gestrige Tod von Amin Teem aus El Funduk erzeugte Gefühle der Empörung und tiefer Traurigkeit unter den Einwohnern des Ortes. Die israelischen Kadomim-Siedlungen und deren Siedler sind für sie ein Albtraum, weil diese Siedler den Palästinensern die Nutzung der alten Verbindungsstraße zwischen ihrem Ort und der Hauptstraße Qalqiliya-Nablus verweigern. Israelische Siedler stellten mitten auf der Straße ein Tor auf, an dem nun der ältere Mann verstarb. Die Bewohner müssen jetzt eine lange Umgehungsstraße in Kauf nehmen, falls sie sich zwischen Qalqiliya und Nablus bewegen wollen.
Palestine News Network - Mustafa Sabre, Qalqiliya, 10.08.2005
Übers. v. Gabriele Al Dahouk

Lächeln verboten - Israels Armee hat einen Verhaltenskodex. Aber nicht alle Soldaten befolgen ihn. Beobachtungen am Checkpoint

Al-mahsum, Mahsom, Checkpoint, Kontrollpunkt
von Yitzhak Laor

Sumaya Farhat-Naser »Friede ist schwer wie nie«

Israel muss wie Südafrika behandelt werden
 Ilan Pape

An den Checkpoints
,,Israels Politik gegenüber palästinensischen Arbeitern basiert auf Erpressung und Erniedrigung''

Israelische Check Points im Gazastreifen


zum vergrößern auf das Bild klicken.

Quelle

 

Checkpoints in Palästina


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UNO-Sonderbeauftragter Duggard legt Bericht vor:  Israel Hindernis für den Frieden - Mauer und Checkpoints

Der Internationale Gerichtshof hat befunden, dass die Mauer, die Israel in der Westbank baut, internationalem Recht widerspricht Trotz dieser Tatsache setzt Israel druckvoll den Bau der Mauer fort, auch wenn vor kurzem die Entscheidung getroffen wurde, weniger palästinensisches Land in die Entwicklung einzubeziehen Die Mauer ist israelischer Lesart zufolge eine Sicherheitsmaßnahme Diese Tatsache macht es erforderlich, ihr Aufmerksamkeit zu widmen, da momentan, nach der Vereinbarung von Sharm el-Sheikh die Sicherheitslage im Zentrum der Aufmerksamkeit steht Es gibt einen Unterschied zwischen legitimen Sicherheitsmaßnahmen und illegitimen Sicherheitsmaßnahmen Der Bau der Mauer auf palästinensischem Territorium im Gegensatz zu dem Bau entlang der "Grünen Linie" oder innerhalb israelischen Territoriums ist eine illegitime Sicherheitsmaßnahme und sollte sofort beendet werden und nicht auf die Zeit der "Verhandlungen über den endgültigen Status" verschoben werden Wenn man dies nicht tut, ist das einen weiterer Beweis dafür, dass es die Absicht Israels ist, palästinensisches Land zu annektieren, das wird die fragile Waffenruhe gefährden
Viele Checkpoints, Straßensperren, Gräben und Verkehrsbehinderungen machen das Reisen in den palästinensischen Gebieten für die Einwohner zu einem Albtraum Israel behauptet, die Zahl der Checkpoints kürzlich substanziell reduziert zu haben Die meisten Checkpoints, die von der israelischen Armee gehalten werden, sind aber weiterhin in Funktion; "fliegende Checkpoints" das sind mobile Straßensperren bestehen fort, und die meisten Straßensperren in Form von Zementblöcken, Erdlöchern oder Gräben und die Schließungen von Nebenstraßen bleiben nach wie vor bestehen Auch Straßensperren und Verkehrsbehinderungen durch die israelischen Armee finden in derselben Frequenz wie immer statt Der Sonderbeauftragte hat sogar die Erfahrung gemacht, dass die Kontrollen an den Checkpoints strenger gehandhabt wurden als bei seinen vorherigen Besuchen
Der Charakter Jerusalems und Bethlehems wurde durch den Bau der Mauer substanziell verändert Das Leben der Einwohner ist substanziell betroffen von Reisebeschränkungen, Sperrungen und der Konfiszierung von Eigentum Des Weiteren steht die Drohung im Raum, dass man von Ost-Jerusalemer Bürgern Sondergenehmigungen der israelischen Behörden verlangen werde, wenn sie nach Ramallah reisen wollen Das wird Ost-Jerusalemer Bürger zwingen, sich zu entscheiden, ob sie ihre Verbindungen mit Ramallah aufrecht erhalten und ihr Wohnrecht in Jerusalem aufgeben Das ist Teil einer Serie von Maßnahmen, die dazu geeignet sind, Israels illegale Annexion Ost-Jerusalems zu festigen mehr >>>

Bethlehem, 13.10.2003

Container-Checkpoint zwischen Bethlehem und Ostjerusalem, bzw. Richtung Ramallah.

Lieber Herr Arendt,

auch heute wieder neue "Eindrücke" aus Bethlehem.

Tatsachen hören oder im Fernsehen anschauen ist etwas völlig anderes, als sie selbst zu erleben. Gestern wurde mir dies erneut bewußt. Oft habe ich von israelischen Checkpoint Filme gesehen oder Berichte gehört. Gestern Nachmittag fuhren wir zum Container-Checkpoint zwischen Bethlehem und Ostjerusalem, bzw. Richtung Ramallah. Dies ist die einzige Möglichkeit, auf palästinensischem Gebiet nach Ostjerusalem, Ramallah und ist gesamte Gebiet der Westbank zu gelangen. Aber seit 10 Tagen ist der Checkpoint völlig geschlossen, wie alle anderen im Lande auch. Das bedeutet, dass Arbeiter nicht mehr zu ihren Arbeitsstätten kommen, viele Studenten zur Uni, Kranke zu Fachärzten oder in Fachkliniken, usw. 200 m vom Checkpoint entfernt herrschte große Aufregung. Ca. 20 Taxibusse standen dort, kamen mit neuen Fahrgästen an, nahmen andere mit zurück nach Bethlehem. Der Weg ging jedoch nicht über den geschlossenen Checkpoint. Hunderte rannten in der halben Stunde, in der ich dort war, ca. 200 m den Berg hinauf, andere rannten aus Richtung Ostjerusalem kommend hinunter, alte Menschen unter besonders großen Anstrengungen, Frauen, viele Studenten, Handwerker, etc. Viele hatten Decken dabei, da sie während der Woche irgendwo in Ostjerusalem (gehört zur pal. Autonomie) schlafen und nicht jeden Tag diese Tortur und den psychischen Stress mitmachen können. Denn diese 200 m zu überwinden ist ein Wettlauf mit dem Tod oder die Gefahr, festgenommen und verhaftet zu werden. Erst an diesem Nachmittag hatten die israelischen Soldaten plötzlich die Taxis und Flüchtenden beschossen - Gott sei Dank wurde niemand verletzt und "nur" die Autoscheiben eines Taxis zerschossen!

Die Fotos können leider nicht annähernd die Stimmung wiedergeben. Sie sind lediglich der hilflose Versuch, Menschen in Deutschland ein Geschehen wenigstens ein bisschen deutlich zu machen, das nicht zu beschreiben ist!

 Warum dies alles? - Es gibt nur wenige ganz existenzielle Gründe: gegen einen geringen Lohn in Jerusalem arbeiten um zu überleben und die Familie am Leben zu halten (Bethlehem hat seit über 3 Jahren über 65 % Arbeitslosigkeit und das bei den großen Familien mit meist 8-10 Personen),  die Uni nicht dauernd zu versäumen (und damit die Zukunft noch mehr auf's Spiel zu setzen), zum Arzt zu kommen ...

Man kann sich kaum vorstellen, welch psychischem Stress diese Menschen ausgesetzt sind. Wie schon erwähnt, man kann es letztlich nicht beschreiben, sondern nur selbst erleben und ohnmächtig mit steigernder Wut zuschauen. Eindeutig geht es da nicht um die vielbeschworene Sicherheit der Israelischen Regierung, sondern einzig und allein darum, die Palästinenser unter unvorstellbaren Druck zu setzen und ihr Leben unmöglich zu machen.

 Das zeigt auch das heutige Beispiel in der 850 Schüler zählenden evangelischen Schule Talita Kumi. Direktor Dr. Wilhelm Goller berichtet mir bei meinem Besuch heute morgen, dass die Schüler aus den umliegenden Dörfern jenseits der Checkpoints wieder einmal nicht die Schulbusse nehmen konnten (geschlossene Checkpoints) und über die Hügel und Felder laufen mussten. Dabei wurden sie wie gewohnt von den israelsischen Soldaten längere Zeit festgehalten und eingeschüchtert - Schulbeginn in Bethlehem! - Ziel: Druck machen, einschüchtern.... - Keine Frage der Sicherheit!

 Geschichten dieser Art lassen sich beliebig fortsetzen, denn fast jeder Gesprächspartner hat "seine" Geschichten und Erlebnisse.

Übrigens: Mein letzter Versuch, doch noch nach Jenin zu kommen, ist heute morgen gescheitert: drei Taxis wollten die Stadt verlassen, einer wurde am ersten Checkpoint zurückgeschickt, die beiden anderen vorübergehend verhaftet.

Herzlich grüßt Sie alle, denen das Schicksal der Menschen im Heiligen Land nicht egal ist

P. Rainer

Der Weg ging .... nicht über den geschlossenen Checkpoint. Hunderte rannten in der halben Stunde, in der ich dort war, ca. 200 m den Berg hinauf, andere rannten aus Richtung Ostjerusalem kommend hinunter, alte Menschen unter besonders großen Anstrengungen, Frauen, viele Studenten, Handwerker, etc. Viele hatten Decken dabei, da sie während der Woche irgendwo in Ostjerusalem (gehört zur pal. Autonomie) schlafen und nicht jeden Tag diese Tortur und den psychischen Stress mitmachen können. Denn diese 200 m zu überwinden ist ein Wettlauf mit dem Tod oder die Gefahr, festgenommen und verhaftet zu werden.

 

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