oo

 

Das Palästina Portal

Kostenlos IST nicht Kosten-frei




Unterstützen Sie unsere Arbeit

 

Zurück | Nach oben | Weiter

 

 


Archiv - Aktuelle Link- und Denktipps -
 - Seite 127
 


30.08. 2011
 

 

Vom Elitesoldaten zum Menschenrechtsaktivisten - Warum der fromme Jude Yehuda Shaul nicht von Hebron loskommt - Bettina v. Clausewitz - Junge Armeeveteranen der israelischen Menschenrechtsorganisation "Breaking the Silence" haben auf einer DVD festgehalten, wie der militärische Alltag junger Israelis aussieht. Einige von ihnen, wie zum Beispiel Yehuda, sind mittlerweile zu Friedensaktivisten geworden. >>>

Siedler-Konflikt Hebron - Im Käfig - Aus Hebron berichtet Leonie Schultens - Der Hass wohnt in Hebron - auf engstem Raum leben hier jüdische Siedler, israelische Soldaten und palästinensische Einwohner zusammen. Der 23-jährige Yehuda Shaul versucht das Unmögliche: Frieden zu stiften in einer zerrissenen Stadt. >>>

„Israel hat die rote Grenze überschritten“ - Ein Gespräch mit Yehuda Shaul von „Breaking the silence“ über den Gaza-Krieg - Arn Strohmeyer - Yehuda Shaul, ein orthodoxer Jude, ist der Mitbegründer der Organisation „Breaking the silence“, die von ehemaligen Soldaten und Soldatinnen der israelischen Armee ins Leben gerufen wurde, um die Verletzungen von Menschenrechten in den besetzten Gebieten öffentlich zu machen. Sie spricht aber auch die Folgen und Traumatisierungen der Besatzung bei den israelischen Armeeangehörigen an. Die Organisation sammelt Zeugnisse, die sie in Dokumentationen, Ausstellungen und Filmen präsentiert. Yehuda Shaul ist ihr derzeitiger Generalsekretär. Yehuda Shaul war selbst Soldat in der israelischen Armee und musste – wie er erzählt – schreckliche Dinge in den besetzten Gebieten tun. Er habe sich damals nichts dabei gedacht und nicht zuletzt durch die Kameraden gedeckt gefühlt. Irgendwann kurz vor seiner Militärzeit habe er so etwas wie ein inneres Bekehrungs- oder Erleuchtungserlebnis gehabt. Er habe sein Tun aus der Distanz angesehen, sei völlig schockiert >>>

Breaking the Silence

Interview: Yehuda Shaul of Breaking the Silence - Christopher Brown - Palestinians detained at an army post after breaking curfew (Breaking the Silence) - Standing at 6’1, with strong build, a full beard, and long dark hair, Yehuda Shaul seems like an unassuming young man. Wearing dark cargo pants, and a long-sleeved blue shirt, he paces back and forth taking in the whole room. It’s hard to notice at first but his blue velvet kippa (skull cap) rests easily on his head. His voice is mellow and calm. He has a disarming smile that lights up his entire face when he’s happy and talking about the things he loves (one of which is football). But behind the smiles and the passion for the world’s most popular sport is a young man who has seen and done things no young person should ever have to endure. >>>

Yehuda Shaul in Hebron - Rosh HaShana Eve


Breaking the Silence › Israeli soldiers talk about the occupied territories >>>
Breaking the Silence › Videos >>>

Kriegsdienstverweigerer - Seruvniks - Refuseniks >>>
IDF - Die Besatzer - Soldaten oder Terroristen? >>>
Dokumentation - Hebron und die Siedler >>>

 

 

EU-Außenbeauftragte pocht auf den Verhandlungstisch - (...) Wie der palästinensische Chefunterhändler, Saeb Erekat, nach dem Gespräch weiter mitteilte, spricht die EU den Palästinensern nicht das Recht ab, sich an die Vereinten Nationen zu wenden. Aber das Verhalten der EU hänge vom Inhalt eines solchen Antrages ab, habe Ashton betont. „Darüber können wir verhandeln“, sagte Erekat. Die EU-Mitgliedstaaten haben sich noch auf keine einheitliche Linie in dieser Frage festgelegt. >>>

Abbas: Vorwürfe an Israel und die USA - Palästinenserpräsident Abbas hat den USA und Israel vorgeworfen, sie hätten seinem Volk keine Perspektive eröffnet. >>>

UNO-Generalversammlung - Israel erwartet breite Zustimmung für Anerkennung Palästinas - Vertraulicher Bericht von UNO-Botschafter Prosor: Nur wenige Staaten werden dagegen stimmen - Israel erwartet einem Medienbericht zufolge breite Zustimmung bei der Abstimmung in der UNO-Generalversammlung zur Aufnahme eines palästinensischen Staats bei den Vereinten Nationen. Nur wenige Staaten würden im September gegen die palästinensische Initiative stimmen, schrieb Israels UNO-Botschafter Ron Prosor in einem vertraulichen Bericht an das israelische Außenministerium >>>

 

 

Die BDS Gruppe Berlin lädt mit Unterstützung der BDS Gruppe München ein zu einem BDS-workshop in Berlin vom 17. – 18. September 2011 - „Die europaweite Kampagne gegen Agrexco“ - BDS – Boykott, Desinvestition, Sanktionen – steht für die weltweite Kampagne, zu der die palästinensische Zivilgesellschaft am 9. Juli 2005 aufgerufen hat. In Anlehnung an frühere Bewegungen gegen die Apartheidpolitik der Regierungen Südafrikas ist BDS Teil eines internationalen Netzwerks und wirkt in allen zivilgesellschaftlichen Bereichen sowie insbesondere auch auf politischer Ebene.

BDS als Mittel des gewaltlosen Widerstands ist eine Antwort der Zivilgesellschaften auf das Versagen internationaler Politik, israelische Regierungen zur Aufgabe von Besatzungs-, Apartheid- und Kolonisationspolitik zu bewegen.

„ … Diese gewaltlosen Strafmaßnahmen müssen solange aufrecht erhalten bleiben, bis Israel seiner Verpflichtung nachkommt, den Palästinenser_innen das unveräußerliche Recht der Selbstbestimmung zuzugestehen, und zur Gänze den Maßstäben internationalen Rechts entspricht, indem es:

1. Die Besetzung und Kolonisation allen arabischen Landes beendet und die Mauer abreißt;
2. Das Grundrecht der arabisch-palästinensischen Bürger_innen Israels auf völlige Gleichheit anerkennt; und
3. Die Rechte der palästinensischen Flüchtlinge, in ihre Heimat und zu ihrem Eigentum zurück-zukehren, wie es in der UN Resolution 194 vereinbart wurde, respektiert, schützt und fördert … “

Warum
BDS? - Warum Boykott? - Boykott ist die individuelle Möglichkeit jeder /s einzelnen, an der Basis der Gesellschaft ihre Macht zu nutzen, indem sie sich verweigern. So wurde z.B. durch den Nichtkauf von Waren aus Südafrika der Zusammenbruch des rassistischen Apartheidregimes dort beschleunigt. Übertragen auf Israel bedeutet das, dass Konsumentinnen und Konsumenten direkten Einfluss ausüben können, indem sie Firmen boykottieren, die von der israelischen Politik von Besatzung, Apartheid und Kolonisation profitieren.

Warum Desinvestition? - Forderung nach Rücknahme wirtschaftlicher Investitionen und Beteiligung an Unternehmen und Konzernen, die unmittelbar von der israelischen Besatzungspolitik profitieren.

Warum Sanktionen? - Forderung nach staatlichen Maßnahmen gegen Israel wegen anhaltender Menschenrechts-verletzungen und Verstößen gegen Internationales Recht.

Der workshop beginnt am Samstag, den 17. September 2011 um 12:00 Uhr und endet am Sonntag, den 18. September 2011 um 16:00 Uhr. - Ort: Deutsch-Arabisches Zentrum, Uthmannstr. 23, 12043 Berlin-Neukölln , U-Bahn Karl-Marx-Straße - mehr pdf >>>

 

 

The Israeli left needs both peace and welfare - What's the big deal? Next month will mark 18 years since the Oslo Accords, which deepened the occupation. The world won't come to an end if the Palestinians were to wait a few more years. - Akiva Eldar - If MK Shelly Yachimovich beats her four male fellow candidates to lead the Labor Party, it will be the first time that two major Israeli parties are headed by women at the same time. The last time that the two main parties were led by women was nearly 40 years ago, when Golda Meir was head of the Labor Alignment and Shulamit Alona led Ratz, the Movement for Civil Rights and Peace. Unfortunately, both Yachimovich and Kadima chairwoman Tzipi Livni bring to mind the inflexible, arrogant woman who brought about the Yom Kippur War debacle - not her rival, who proudly waved (and still waves) the twin flags of peace and equality. >>>

 


29.08. 2011
 

 

Träume - Utopien - Illusionen - Zukunft - Wünsche - Meinungen



Quelle Yousef Taha

Drei Viertel der Welt erkennen Palästina an - Während sich die palästinensische Autonomiebehörde darauf vorbereitet durch ihren Antrag am 20. September Mitglied der UN zu werden, haben mittlerweile 124 von den 193 Mitgliedsstaaten angekündigt Palästina als unabhängigen Staat anzuerkennen. Weltkarte bezüglich der Anerkennung eines unabhängigen palästinensischen Staates. Grün markierte Länder erkennen Palästina an. Die Einwohnerzahl dieser Staaten beträgt über 5.2 Milliarden Menschen, was 75% der Weltbevölkerung entspricht. Der Außenminister der PA (Palästinensische Autonomiebehörde; die. Red.), Riyad Al-Malki, besucht im Moment den afrikanischen Kontinent, um noch mehr Staaten dazu zu bewegen, Palästina anzuerkennen. Am 20. September werden die Palästinenser versuchen bei der 66. Generalversammlung der Vereinten Nationen ihr Anliegen für eine Mitgliedschaft in der UN zu einer Abstimmung zu bringen. >>>
 

Jahre wurden in Konzessionen an die Kolonisatoren verloren. Die Palästinenser hatten Recht, einen säkularen Staat von Anfang an, zu fordern Für die Palästinenser wird sich der Kreis bald schließen - Sam Bahour - Die palästinensische Nationalbewegung hat ihr Ende erreicht. Da die palästinensische Führung – falls es so eine legitime Körperschaft noch heute gibt – sich vorbereitet, dieses Problem der Eigenstaatlichkeit im September vor die UN zu bringen, so werden die nächsten Wochen und Monate Zeugen des letzten verzweifelten Versuchs sein, die internationale Gemeinschaft dahin zu bringen, ihre Verantwortung zu übernehmen und sicher zu stellen, dass ein palästinensischer Staat in den besetzten Gebieten Realität wird. >>>
 

US Palestinian Community Network’s response to the Palestinian Authority September statehood bid - For Immediate Release - US Palestinian Community Network’s response to the Palestinian Authority September statehood bid - Media contact: Andrew Dalack - Email: ajdalack@gmail.com - Telephone: 734-645-6860 - In recent months, the Palestinian Authority has been intensifying diplomatic efforts to declare statehood at the United Nations. Wasting no avenue, the PA has been seeking to mobilize popular forces in Palestine and in the shatat (diaspora) behind this initiative. Students, community associations, solidarity campaigns, and organizers, across the US, have all been called upon to “make Palestine the 194th state.” We call on all Palestinian and Arab community associations, societies and committees, student organizations, solidarity campaigns, to reject fully and unequivocally the Statehood initiative as a distraction that unjustifiably and irresponsibly endangers Palestinian rights and institutions. >>>
 

UN statehood bid 'threatens Palestinian rights' - The Palestinian team responsible for preparing the United Nations initiative in September has been given an independent legal opinion that warns of risks involved with its plan to join the UN. An initiative to transfer the Palestinians' representation from the PLO to a state will terminate the legal status held by the PLO in the UN since 1975 that it is the sole legitimate representative of the Palestinian people, according to the document. >>>
 

Palestinian Americans "unequivocally reject" PA’s UN statehood bid - Palestinian Americans have called on Arabs, Palestinians and their allies everywhere to reject a bid by the Palestinian Authority (PA) to ask the United Nations next month to admit the “State of Palestine” as a full member. >>>

Abbas: “We Are Willing To Listen to Suggestions, Alternatives To UN Move” - Saed Bannoura - Palestinian President, Mahmoud Abbas, stated Saturday that the Palestinian leadership is willing to listen to proposals and suggestions from the International Community to return to the negotiations table with Israel, instead of heading to the UN in September. Abbas added that the Palestinian decision to head to the UN this September to seek full Palestinian membership, and international recognition of the Palestinian right to statehood, does not aim at isolating Israel, or confronting the United States. “Accepting Palestine as a member state at the UN will set the foundations for peace, justice, stability and coexistence, instead of the current aggression, assaults and injustice” >>>

Palestinian statehood, the anxiety-free edition - Shmuel Rosner - Initially, the plan was to seek a two-thirds majority vote - to obtain a nonbinding resolution under the "Uniting for Peace" procedure - The PA has since backed away from this option and is now planning to seek a simple majority in the General Assembly, which would allow Palestine to be recognized as a "nonmember state" of the UN, alongside Kosovo, Taiwan, and Vatican City. [Rosner quoting Khaled Elgindy >>>

 
 

Der David – Der Westen und sein Traum von Israel  -  Rezension von Dr. Ludwig Watzal - Die Idee der Rückkehr der Juden nach Palästina begeisterte am Ende des 19. und im 20 Jahrhundert im Westen Millionen von Menschen. Alle Gesellschaftsschichten fühlten sich dem zionistischen Projekt verbunden, insbesondere auch in der Zwischenkriegszeit. Die religiöse Legende vom Kampf zwischen dem kleinen Hirtenjungen David und dem überdimensionierten Goliath spukt bis heute noch in den Köpfen westlicher säkularer Israelfans und christlicher Fundamentalisten herum. Diese und andere Traumbilder sind es, die zu einem Trugbild über die wahre Verfasstheit dieses Staates beigetragen haben, sodass sowohl liberale Intellektuelle immer noch ihr Image vom „schönen, liberalen Israel“ pflegen, das angeblich so heterogen und differenziert sei, das man es kaum verstehen könne, als auch rechte und konservativ-christliche Extremisten, welche das Land als „modernes, waffenstarrendes Sparta“ verehren, das durch seine Kolonialpolitik die „Erlösung“ des „Landes Israel“ herbei führen könne. In beiden zionistischen Säulen, der Rettung >>>

Daniel Cil Brecher - Der David – Der Westen und sein Traum von Israel - PapyRossa Verlag
Neue Kleine Bibliothek 166, 251 Seiten - EUR 15,90 - ISBN 978-3-89438-468-5

 

 

Palästinenser fürchten um ihre tausendjährigen Wasserquellen im Westjordanland - Tom Perry - In den Felsen gehauene tiefe Zisternen , die verstreut in der Wüste jenseits von Bethlehem liegen haben seit Jahrhunderten den Winterregen gesammelt, um die Hirten und ihre Herden während des Sommers zu versorgen. Unter einer glühenden Sonne erklärt ein Beduine, wie viele der Zisternen, an die er sich aus seiner Kindheit erinnert, in den letzten paar Jahren wieder völlig hergestellt wurden und seiner Gemeinschaft von Ziegenhirten zum Überleben helfen. Die israelischen Behörden, die das Westjordanland kontrollieren, haben seit November mindestens drei Zisternen in diesem Gebiet zerstört. Er folgert daraus: „Vielleicht tun sie das, damit wir weggehen“, sagte Falah Hedawa, 64, der auf Kissen in seinem Zelt sitzt, das in den Hügeln aufgeschlagen ist, die zum Toten Meer hinunter führen. Draußen in der Wüste markiert ein Tümpel die Stelle, wo einst eine der Zisternen war, die aus einem Hügelhang herausgehauen war und die dort lag, bevor sie vor kurzem zerstört wurde. Eine matschige Spur führt hinunter zu einem Wadi, einem Tal, das bei Regen zu einem Fluss wird. Israel hat 20 das Regenwasser sammelnde Zisternen in der ersten Hälfte dieses Jahres im Westjordanland zerstört – nach dem Büro des UN-Amts für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) >>>

 

Berliner und Nichtberliner, schreibt die Berliner Parteien an....  Als Anregung ein Brief von Renate und Frank Dörfel - Berlin - www.palaestina-heute.de

Sehr geehrte Damen und Herren,

gehen wir durch die Straßen Berlins, sei es in unserem stillen Schlachtensee, sei es im quirligen Prenzlauer Berg, so werden wir immer unruhiger: der Wahltag naht und wir sind unentschlossen. Die vielen Plakate helfen da nicht weiter:

strahlende Gesichter mit überwiegend unvorstellbar regelmäßigen, weißen Zähnen, doch wo sind die Aussagen hinter den Gesichtern?
unsäglich dümmliche Slogans auf gelbem Grund – das kann doch nicht sein, dass die uns für so dumm halten?
ebenfalls nichtssagende Sprüche auf dunkelblauem Hintergrund – was soll das nur, dass hier sogar einzelne Bäume sich für eine Partei erklären – wenn Bäume wählen könnten…

Unser Unwohlsein ist wohl auch daher zu verstehen, dass uns das lokalpolitische Geschehen hier in Berlin relativ fern ist. Das ist sicher falsch, gibt es doch viele Fragen, die für unseren Alltag von Wichtigkeit sind und die in den Rathäusern und in den Kommunalparlamenten entschieden werden, doch die Zeit, uns mit all den Fragen zu beschäftigen, nehmen wir uns dann doch nicht.

Worauf sollen wir nun unsere Wahlentscheidung gründen? Einfach so wählen wie bisher immer – das ist sehr unbefriedigend.

Also entscheiden wir uns, eine Frage herauszugreifen, die uns besonders wichtig ist, und festzustellen, wie die Parteien hierzu stehen. Es ist eine Frage an der Schnittstelle von internationaler, „großer“ Politik, von Fragen der Menschenrechte und des Friedens und lokalen Entscheidungen.

Wir beschäftigen uns seit Jahren mit der Situation in Nahost und damit, wie wir den Menschen dort helfen können, zu einem friedlichen Leben mit Zukunftsperspektiven zu kommen. Sehr hilfreich können hierbei auf kommunaler Ebene Städtepartnerschaften sein.
Im Internet[1] finden wir eine Liste von 17 Partnerstädten Berlins (Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Istanbul, Jakarta, London, Los Angeles, Madrid, Mexiko-Stadt, Moskau, Paris, Peking, Prag, Taschkent, Tokio, Warschau und Windhuk). Es ist keine Stadt in Nahost darunter ist. Schade!
Wäre Ihre Partei bereit, eine Initiative zur Einrichtung einer Städtepartnerschaft Berlin-Ramallah mitzutragen?
(Es könnte ja aus Gründen des „Gleichgewichtes“ parallel eine Partnerschaft mit Tel Aviv eingegangen werden oder – falls so etwas möglich wäre -- sogar eine Dreieckspartnerschaft Berlin-TelAviv-Ramallah.)

Auf der Web-Site der Deutschen Botschaft Tel Aviv[2] finden sich 8 Namen von israelischen Orten als Partnerstädte Berlins, also wohl mit Berliner Bezirken.
Von den 12 Bezirken haben offenbar nur die Bezirke Neukölln, Marzahn-Hellerdorf, Lichtenberg und Treptow-Köpenick keine Städtepartnerschaft mit einem Ort in Israel. Und bei keinem der Bezirke finden wir etwas über eine Partnerschaft mit einer Stadt im Westjordanland oder im Gaza-Streifen. Angesichts der Verantwortung, die Deutschland (und hier aus historischen Gründen auch gerade Berlin) für die Situation in Nahost trägt ist dies ein Bild extremer Einseitigkeit, was noch erschreckender wird, wenn man im Internet die Selbstdarstellungen der Partnerorte sieht.
Wäre Ihre Partei bereit, Initiativen im Bezirk zu ergreifen oder zu unterstützen, um Partnerschaften zwischen der Berliner Bezirken und Orten in Palästina zu gründen?

Solche Partnerschaften könnten wichtige Hoffnungszeichen für die Menschen in Palästina sein.

Ja, wir werden unsere Wahlentscheidung wohl von der Antwort auf diese Frage abhängig machen. Hierin berühren sich lokale Politik mit den Fragen von Frieden und Menschenrechten.

Wir senden diese Anfrage an einige der laut Veröffentlichung der Landeswahlleiterin für Berlin angetretenen Parteien sowie als Anregung zu eigenen Aktionen an eine Reihe von Menschen, von denen wir vermuten, dass sie wie wir angesichts der in den nächsten Tagen bevorstehenden Entscheidungen der UNO über die Staatlichkeit Palästinas mehr Engagement der deutschen Politik erhoffen.

Mit freundlichen Grüßen und in Erwartung Ihrer Antwort(en),
Renate und Frank Dörfel
14129 Berlin

www.palaestina-heute.de

[1] http://www.berlin.de/rbmskzl/staedteverbindungen/staedtepartnerschaft_ueberblick.de.html
[2] http://www.tel-aviv.diplo.de/Vertretung/telaviv/de/05_20-_20Studium_2C_20Sprache_2C_20Austausch/Austausch/St_C3_A4dtepartnerschaften.html

 

 

International online vote on a logo for human rightsB'Tselem is pleased to take part in the Logo for Human Rights initiative. Nearly everybody knows that a heart symbolizes love and a dove means peace. But what is the symbol for human rights? The answer is that there is none. There are 6.8 billion people living on this planet. All of them have human rights – and yet we still have no way of overcoming language barriers to communicate this universal bond symbolically. The “Logo for Human Rights” initiative aims to fill this gap and make a peaceful contribution to strengthening human rights.

15,375 logo suggestions from over 190 countries – that is the result of the submission phase of the global online competition “A Logo for Human Rights.” Since the initiative started on 3 May, people from all over the world have participated in the logo competition, the largest of its kind so far. They sent in suggestions and rated the ideas of others.

The 10 finalists chosen by the jury are now online and the voting to choose the best one has started. From 27 August to 17 September 2011, people can vote for their favourites at www.humanrightslogo.net. All people worldwide are encouraged to participate by choosing their favourite logo. This would put the original idea of the competition into practice: the creation of a human rights logo by the people for the people.

The winning logo will be presented on 23 September 2011 in New York alongside the meet¬ing of the United Nations General Assembly. The presentation will be broadcast worldwide via internet. Further information and to take part: www.humanrightslogo.net.

 
 

1900-1700 Palestine Between

 
 


28.08. 2011
 

 

Bibi und Baraks Terrorbetrug: Ägyptische Nachrichten berichten; Angreifer waren Ägypter nicht Gazaer. -  Richard Silverstein - Al Masri Al Youm, eine unabhängige liberale ägyptische Zeitung, berichtet, dass Ägypten wenigstens drei der Eilat-Angreifer identifiziert hat und dass es Ägypter waren und keine Gazaer, wie Israel behauptet. Die ägyptischen Behörden haben drei der verantwortlichen Leute identifiziert, die den Terrorakt in Israel, nördlich von Eilat am Donnerstag ausgeführt haben, bei dem sieben  Israelis getötet wurden – nach einer ägyptischen Sicherheitsquelle. …. Die selbe Quelle fügt hinzu, dass einer der Männer als ein Führer einer Terroristenzelle im Sinai identifiziert wurde, während ein anderer ein Flüchtling ist, der eine Munitionsfabrik besitzt. Was  an dieser Geschichte so interessant ist, ist , dass sie viele Dinge erklärt, die zwiespältig erscheinen: die Theorie war, dass Gazaer daran beteiligt waren. Als erstes sagte der israelische Busfahrer, die Angreifer hätten ägyptische Armeeuniformen getragen. Nun es könnte möglich sein, dass Gazaer an solche Uniformen herankommen, aber für Ägypter ist dies viel einfacher.  Zweitens  waren sich die Israelis selbst nicht einig >>>

 
 

Israel setzt neue Landminen in UN-Zone auf den besetzten Golanhöhen - Adri Nieuwhof - Heute erhielt ich eine Bestätigung, dass Israels Militär neue Landminen in der von der UN überwachten Pufferzone auf den besetzten Golan-Höhen gelegt habe. Ich kontaktierte Taiseer Maray, den Generaldirektor des Golan für Entwicklung, nachdem ich einen Bericht darüber von der Associated Press (AP) gestern gelesen hatte.  AP gründete seine Nachrichten auf Informationen des israelischen Militärmagazins Ba’mahane. Das Legen von neuen Landminen auf den besetzten Golanhöhen folgte den Ereignissen des 15. Mai, als palästinensische und syrische Flüchtlinge die Pufferzone  entlang der Linie der Waffenruhe überquerten und in die besetzten Golanhöhen eindrangen. Die Electronic Intifada veröffentlichte einen Augenzeugenbericht über die Ereignisse am Nakba-Tag, 15.Mai. Israelische Soldaten, die Dienst hatten, entschieden, auf die Demonstranten zu feuern. Maray  erzählte mir damals, dass es wie ein Wunder war, dass während des Überquerens der Minenfelder niemand verletzt wurde. Israel hatte diese Minen 1974/75 gelegt.  In meinem Interview am 30. Juni diskutierte ich mit Maray darüber, was nach dem Nakbatag geschehen war. Er erzählte mir >>>

 
 

Zu den Küsten von Tripolis -  Uri Avnery  - OBWOHL UNS die Bibel sagt „Freue dich nicht über den Fall deines Feindes“ (Sprüche 24), konnte ich nicht anders, als mich freuen. Muammar al-Gaddafi war der Feind jeder anständigen Person in der Welt. Er war einer der schlimmsten Tyrannen in jüngster Vergangenheit. Diese Tatsache war verborgen hinter einer Fassade von Clownerie. Er liebte es, sich selbst als Philosoph darzustellen (s. das „Grüne Buch“), als visionärem Staatsmann (Israelis und Palästinenser müssen sich zum Staat Isratin vereinen), selbst als unreifem Teenager (seine unzähligen Uniformen und Kostüme). Aber hauptsächlich war er ein erbarmungsloser Diktator, umgeben von korrupten Verwandten und Freunden, die den großen Reichtum Libyens verschwendeten. Das war für jeden offensichtlich, der sehen wollte. Leider gab es nicht wenige, die ihre Augen verschlossen hielten. ALS ICH meine Unterstützung für die internationale Intervention zum Ausdruck brachte, erwartete ich, von wohlmeinenden Leuten angegriffen zu werden. Ich wurde nicht enttäuscht. Wie konnte ich nur? Wie konnte ich die amerikanischen Imperialisten und die grässliche NATO  unterstützen? War mir denn nicht klar, dass es nur ums Öl ging? Ich war nicht überrascht. Ich habe dies schon einmal erlebt. Als die Nato begann, das serbische Gebiet zu bombardieren, um den Verbrechen des Slobodan Milosevic im Kosovo ein Ende zu bereiten, wandten sich viele meiner politischen Freunde gegen mich. >>>

 
 

CEMEX versucht, seine Mittäterschaft an Israels Verletzungen des Völkerrechts abzustreiten - Adri Nieuwhof, - Im Mai dokumentierte die Elektro Intifada den illegalen Bergbau und den Transport von Baumaterial aus den Steinbrüchen von Yatir- und Nahal Raba in der besetzten Westbank nach Israel. Das Ressource-Zentrum zu Unternehmen und Menschenrechten in London veröffentlichte den Artikel und bat  CEMEX und Heidelberg-Zement darauf zu antworten. Heidelberg Zement schwieg, aber CEMEX ( mexikanische Baufirma) versuchte, seine Mittäterschaft bei Israels Verletzungen des Völkerrechts abzustreiten. Illegaler Abbau (in Steinbrüchen oder Bergbau) von palästinensischen Naturressourcen - In einer Erklärung vom 28.Juni bestätigt CEMEX, dass seine Tochtergesellschaft Lime &Stone eine Partnerschaft mit den Kfar Giladi-Steinbrüchen hat, die im Yatir-Steinbruch operiert. Der Yatir-Steinbruch liegt in den südlichen Hebronhügeln der besetzten Westbank. CEMEX erklärt, dass die Zivilverwaltung in Judäa und Samaria (Westbank) die Genehmigungen erteilte und die Lizenzgebühren für den Yatir-Steinbruch erhält. Doch ist diese Regelung gegen das Völkerrecht. Das Video hier unten dokumentiert den Transport des Baumaterials von Yatir nach Israel am 16. Mai 2011 ……  Der Internationale Gerichtshof bestätigte 2004 das Selbstbestimmungsrecht des palästinensischen Volkes und Israels Status als Besatzungsmacht im Gazastreifen, der Westbank einschließlich Ostjerusalems. >>>

Plundering of natural resources: aggregates from Yatir Quarry of Cemex in the West Bank into Israel - YouTube

 

 

Antideutsche Ideologen auf rechtsextremen Wegen! - Susanne Witt-Stahl - Sie grölen auf ihren Demonstrationen zynische Parolen, wie „Palästina, knie nieder! Die Siedler kommen wieder!” oder „Wir tragen Gucci. Wir tragen Prada. Tod der Intifada!” Aber nicht nur „bedingungslose Solidarität mit Israel”, westlicher Chauvinismus, eine ausgeprägte Upper-Class-Arroganz gegenüber den schlecht Gekleideten ‚da unten’ und eine schaurige Freude am Tanz auf den Gräbern der ausgemachten Feinde – Friedensaktivisten, Kapitalismuskritiker, vor allem von ihnen als „Barbaren” titulierte Bewohner des Orients – sind signifikante Merkmale der sogenannten Antideutschen. Seit rund 20 Jahren betreiben diese Exlinken, deren Ideologie aus Versatzstücken der Bush-Doktrin, Marx’ Kritik der politischen Ökonomie und Adornos Kritischer Theorie zusammengekleistert ist, auf rabiate Weise Geschichtsrevisionismus. Sie verkehren die Begriffe Emanzipation und Aufklärung in ihr Gegenteil und schrecken auch vor Kooperationen mit Rechtsextremisten nicht zurück. >>>

 

 

Murdoch Press and the Fictional Jewish Chocolatier - Samah Sabawi - The Murdoch press in its zeal to attack the Palestinian Boycott Divestment Sanctions (BDS) campaign has misrepresented facts and even ran an entire article quoting a fictional character that simply does not exist. The invention of Max Brenner the Jewish chocolatier demonstrated the lack of integrity and journalistic ethics employed within the Murdoch press's campaign against the pro-Palestinian advocacy groups who have called for a boycott of the Israeli owned Max Brenner chocolate franchise. Despite overwhelming evidence to the contrary, senior reporter Cameron Stewart (The Australian: August 20, 2011) still referred to the protests against the Max Brenner franchise as “marching on a Jewish-owned chocolate shop” and repeated the claim that BDS aim to “harm a legal Jewish business”. This deliberate misrepresentation of the corporate Israeli franchise directly link to the military and of the BDS protests is part >>>

 


27.08. 2011
 

 

Einleitung - Empörung über Israels Propaganda an deutschen Schulen - In Bremen sorgt die Absicht der dortigen Schulbehörde, Israel-Propaganda an den Schulen durchzuführen, für Empörung. Die Nachricht ist offiziell von der Stadtregierung noch gar nicht bekannt gegeben worden, kam aber in dieser Woche durch eine Indiskretion an die Öffentlichkeit. Danach hat die israelische Botschaft die Ministerpräsidenten der Bundesländer aufgefordert, an den Schulen Vorträge über Israel und seine Politik abzuhalten. Die Referenten bestimmt die Botschaft. In einigen Bundesländern ist die Aktion schon durchgeführt worden. In Bremen steht sie im jetzt begonnenen Schuljahr an. Der Journalist Arn Strohmeyer und der Vorsitzende der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft (DPG) in Bremen Dr. Detlef Griesche protestieren in einem Offenen Brief an den Bürgermeister der Hansestadt Jens Böhrnsen und die Schulsenatorin Renate Jürgen-Pieper gegen diese Propaganda-Veranstaltungen an den Schulen, fordern ihre Absetzung oder das Hinzuziehen von Referenten, die über die palästinensische Position Auskunft geben.

Im folgenden der Wortlaut des Briefes: Offener Brief Bremen, den 23.8.2011- (doc) Sehr geehrter Herr Bürgermeister Böhrnsen, sehr geehrte Frau Senatorin Jürgens-Pieper, wie aus Bremer Schulkreisen zu erfahren ist, hat sich die Botschaft des Staates Israel mit dem Ansinnen an Sie (und die Regierungen der anderen Bundesländer) gewandt, Vorträge an den Schulen der Stadt über den Staat Israel und seine Politik abzuhalten. Sie haben dem zugestimmt und auch schon entsprechende Schritte zu ihrer Durchführung eingeleitet. Wir - die Unterzeichner dieses offenen Briefes - verlangen über diesen Sachverhalt Aufklärung. Israel herrscht seit 44 Jahren als brutale Besatzungsmacht über ein anderes Volk, raubt dessen Land und errichtet eigene Siedlungen darauf. Die unterdrückten Palästinenser werden im Westjordanland nicht nur von einer unüberwindlichen Mauer von der Außenwelt abgeschnitten, sondern auch in ihren eigenen noch verbliebenen Gebietsenklaven durch vielerlei Abzäunungen und Checkpoints eingesperrt und voneinander getrennt, also an jeder  >>>

Collage E. Arendt - vergrößern und mehr >>>
Kommentar  des Monats September 2011 - von Abraham Melzer - Der Antisemitismus globalisiert sich – die jüdische Chuzpeh und Dummheit auch >>>

Dokumentation - Meinungsfreiheit, Zensur, Lücken + Manipulation im Nahostkonflikt - Die Hasbara Abteilungen >>>

 

 

Steiniger Weg zur ersten neuen Palästinenser-Stadt - Bodo Straub - «Wir kommen jetzt ins Gewerbegebiet», sagt die «Stadtführerin» vollmundig. Der Hinweis ist notwendig, denn durch die staubigen Fenster des Jeeps bietet sich das gleiche Bild wie im Rest von Rawabi: Kies, Büsche und Schotterwege, die den Windungen des Hügels folgen. In Werbebroschüren und im Internet schwärmen die privaten Betreiber von weißen Mehrfamilienhäusern, Blumenterrassen und Alleen, die zum Flanieren einladen. Aber bisher sind nur Bulldozer zu sehen - kein einziges Gebäude, außer einer Halle, in der riesige Maschinen Steine zerkleinern. Das ist Rawabi heute, laut Planung die künftige Heimat von 40 000 Menschen. 2010 wurde mit dem Bau begonnen, und wenn alles nach Plan und Werbebroschüre verläuft, werden 2013 die ersten 1350 Wohneinheiten bezugsfertig sein. Die Projektleitung möchte vor allem junge Menschen anlocken. Mindestens 70 Prozent der künftigen Bewohner sollen zwischen 25 und 40 Jahren alt sein - die Generation Facebook. 15 Prozent sollten Single sein, und alle sozial abgesichert, gebildet und umweltbewusst. Sie sollen in Rawabi leben und arbeiten wollen. Eine Wohnung kaufen kann theoretisch jeder >>>

 

 

 

US-Fundamentalist Beck in Israel - Folgt der Feuersäule! - Juliane von Mittelstaedt - Die Welt brennt, das Böse wächst - doch Gotteskrieger Glenn Beck ist zur Stelle. Das Sprachrohr der amerikanischen Rechten begab sich in Jerusalem auf eine Erweckungsmission ganz besonderer Art. Er warb für Israel, die Botschaft Jesu - und um neue Abonnenten für seinen Internetkanal. Die Glocken läuten, und Apostel Glenn erscheint. Über seinem Kopf schwebt die Aksa-Moschee, hinter ihm steht die Klagemauer. Er sagt, er wolle heute über die Wahrheit reden. Die Wahrheit ist: "Die Welt brennt. >>>


Ein Wanderzirkus des Nationalismus - Andreas Hackl - Mut und Gott sind bei Israel, sagt der amerikanische Entertainer Glenn Beck - „Ich bin froh, dass uns wenigstens irgendjemand in der Welt mag", erklärt ein junger Mann am vollen Safra Platz in Jerusalem. Weil er sich von der internationalen Gemeinschaft verlassen fühlt, weil die Araber um vieles mächtiger seien als Israel, und weil endlich einmal ein Christ die Hand nach den israelischen Juden ausstreckt, wollte er unbedingt dabei sein, wenn der amerikanische Entertainer Glenn Beck Israel „Mut macht". >>>

 

 

 

 

Palestinian non-violent protesters to “knock on Jerusalem doors” -  Alex Kane - Palestinian non-violent resistance is set to switch a gear today, with protesters “knocking” on all four doors of Jerusalem – checkpoints in the city’s south, north, east and west. They call it the Olive Revolution. - Sitting outside a Tamimi family house in the West Bank village of Nabi Saleh on a recent August evening, the conversation shifted from discussion of the previous Friday’s nonviolent protest to planned demonstrations for Friday, August 26. On normal Fridays in Nabi Saleh—if you can call it normal—residents of the village along with Israeli and international supporters attempt to march to a nearby spring that has been expropriated by the settlers of Halamish, whose red-tiled roofs and identical suburban houses overlook the village outside of Ramallah. The nonviolent protests are, without fail, met with extreme violence by the Israel Defense Forces (IDF); some 30% of the population has been wounded since the demonstrations started, 60 of them children. But the conversation that evening moved on to talk of a new campaign beginning on August 26. The shift in conversation was a precursor to the shift in focus, energy and activism planned for tomorrow. Calling their campaign the “Olive Revolution,” a coalition of popular committees—Nabi Saleh’s included—and youth groups in the West Bank have planned mass demonstrations for tomorrow to take place at the “four doors” of Jerusalem. >>>

 


26.08. 2011
 

 

Kommentar  des Monats September 2011
von Abraham Melzer
Der Antisemitismus globalisiert sich – die jüdische Chuzpeh und Dummheit auch

 Von Abraham Melzer - Immer wenn Israels Hasbara, also Propaganda, nicht mehr weiß, was man gegen die zunehmende Kritik an Israels Politik und an der israelischen Unbeweglichkeit in der Palästinafrage machen soll, holt man die alte, bewährte Geschichte, das Märchen von der „Delegitimierung Israels“ und von der „Globalisierung des Antisemitismus“ aus der Mottenkiste. Man beauftragt drittklassige Propagandisten, die Welt wieder einmal zu erschrecken. Und so warnt der Zentralrat der Juden in Deutschland als einer der aktivsten zionistischen Propagandaaußenposten nun zum unzähligen Mal vor einem sich „weltweit ausbreitenden Antisemitismus“ –, nebbich. Doch die Welt erschreckt das nicht. Denn alle Statistiken, die in den letzten Jahren von ernsthaften Institutionen erstellt worden sind, belegen im Gegenteil, dass der weltweite Antisemitismus abgenommen hat und weiter abnimmt. Wenn man, so wie ich, in diesem Land , in Deutschland, lebt, dann braucht man gar keine solchen Statistiken zu Rate zu ziehen. Denn man merkt in der Gesellschaft täglich, dass Antisemitismus politisch absolut nicht mehr relevant und korrekt ist. Wenn man jedoch berechtigte Kritik an Israel mit Antisemitismus verwechselt und jeden, der Israels Politik kritisiert, gleich als Antisemiten abstempelt, kann es leicht passieren, dass man die Welt voller Antisemiten sieht. Der Staat Israel hat in seinem jüdischen und demokratischen Anspruch seine Identität noch nicht gefunden. Als jüdischer Staat praktiziert er zwangsläufig Unterdrückung seiner nicht-jüdischen einheimischen Bevölkerung. Er ist in der Geiselhaft seiner nationalistischen Siedlungspolitik und in der Geiselhaft der national-religiösen rechten Siedler innenpolitisch gespalten und international isoliert. Es ist kurzsichtig und schwachsinnig, dies nicht zu sehen und stattdessen immer auf die zu zeigen, die es sehen, und sie als >>>

 

 

Chronologie einer systematischen Diffamierungskampagne 1 - Dr. Ludwig Watzal - Aus Gründen des Selbstschutzes, der Dokumentation und der Aufarbeitung der Vergangenheit habe ich mich entschieden, von Zeit zu Zeit einzelne Bausteine einer markanten Verleumdungsaktion online zu stellen. Seit September 2004 ist sie „wie aus heiterem Himmel“ über mich hereingebrochen oder „zufällig“ organisiert worden. Diese Diffamierungskampagne hat ein Ausmaß angenommen, das bewusst und gezielt auf die Zerstörung meiner beruflichen Existenz abzielt. Ein „kleines Highlight“ musste ich im April 2008 über mich ergehen lassen, an dem führende Vertreter jüdischer Organisationen aus Deutschland, Österreich und den USA beteiligt waren, die man seit der Veröffentlichung des Buches von John Mearsheimer und Stephan Walt als „Israellobby“ bezeichnet. >>>

Zielperson Dr. Ludwig Watzal -  Die Dokumentation eines einzigartigen "Jagdverlaufes" >>>
Blog von Dr. Ludwig Watzal  >>>>              
 Homepage >>>

 
 

Friedlicher Widerstand in der Westbank: Interview mit Jamal Juma‘ - Jamal Juma’: Die PA „eliminiert“ den zivilen Widerstand - Nur wenige Palästinenser sind mit dem Kampf gegen Israels Mauer in der Westbank enger verbunden als Jamal Juma’. Als Koordinator der 2002 gegründeten palästinensischen Grassroots Anti-Apartheid Wall Campaign hat Juma’ aufgrund seiner politischen Aktivitäten gelitten. Er wurde Ende 2009 und Anfang 2010 inhaftiert, hat aber nach seiner Freilassung beharrlich gegen ein Projekt gearbeitet, das der Internatioalen Gerichtshof für illegal erklärte. Juma’ sprach mit Ida Audeh von der Electronic Intifada über den Mangel an zivilen Widerstandsaktionen in den von der PA[Palästinensischen Autorität] kontrollierten Gebieten der Westbank, den Gang der PA zur UN und die Rolle der palästinensischen Diaspora für die nationale Befreiung.1) Ida Audeh: Vor neun Jahren begann die Kampagne gegen die Mauer. Welche Ziele haben Sie sich gesetzt? Jamal Juma’: Wir wollten die Konstruktion der Mauer stoppen, die bereits gebauten Sektionen niederreissen und den Bauern ihre Eigentum zurückgeben. Übrigens sind diese Ziele mit den 2004 gegebenen Empfehlungen des Internationalen Gerichtshofes identisch. Seit 2004 haben wir zu einem Boykott Israels aufgerufen. IA: Nach einem neuen Bericht der UN, “Zum letzten Stand des Barrierebaus: Sieben Jahre nach dem Gutachten des Internationalen Gerichtshofes zur Barriere” wurden 30 Prozent der Mauer bis jetzt nicht gebaut. 2) Wird die Mauer langsamer fertiggestellt als ursprünglich geplant? JJ: Der zivile Widerstand hat vor allem die Fertigstellung verlangsamt. Als Israel 2002 mit dem Bau der Mauer begann, sollte sie 2005 fertig sein. Damals sprach die Regierung von einer 650 bis 700 Kilometer langen Mauer. Die Konstruktion wurde in einigen Gebieten wegen des Widerstandes in den betroffenen Orten unterbrochen. Gerichtsverfahren wurden angestrengt, was sechs bis sieben Monate in Anspruch nahm, in denen die Bauarbeiten eingestellt wurden. So wurde die Frist von 2005 auf 2008 verschoben. 2008 auf 2011. Und dieses Jahr konnten sie [den Mauerbau] auch nicht abschliessen, als wurde 2020 als neues Datum gesetzt. [Die Länge der Mauer soll dann 810 Kilometer sein.] IA:Wie haben Sie auf das 2004 formulierte Gutachten des Internationalen Gerichtshofes reagiert? >>>

 
 

 Remapping Palestine - Stellungnahme zur Kritik, veröffentlicht in der Wiener Zeitung, Printausgabe 25.08.2011, Seite 8, online-Ausgabe 24.08.2011. - Im Zuge der Vorbereitung und Ankündigung unserer Veranstaltung „Remapping Palestine“ vom 19. -21. Oktober 2011 im Albert-Schweitzer-Haus haben wir sehr viele positive Rückmeldungen von unterschiedlicher Seite erhalten, neben palästinensischer Zustimmung vor allem auch von christlicher Seite und von jüdischen Stimmen. Zu einem Thema wie dem Nahostkonflikt gibt es selbstverständlich auch unterschiedliche Meinungen, wie sie beispielsweise gestern von VertreterInnen der Österreichisch-Israelischen Gemeinschaft geäußert wurden (Wiener Zeitung, Printausgabe 25.08.2011, Seite 8, online: www.wienerzeitung.at). (...) Auf einige dieser, am 24. August 2011 in der Wiener Zeitung dargestellten Kritikpunkte möchten wir kurz eingehen und noch einmal unsere Sichtweise zur Veranstaltung und zu unserer politischen Arbeit darlegen. Der Einwand, die Konferenz (Re)mapping Palestine sei ein „einseitiges Symposium, das keine einzige israelische Stimme zulasse“, können wir in dieser Form leider nicht nachvollziehen. >>>

Israel-Kritiker sorgt für Aufregung - Simon Pötschko - Unmut über "Remapping Palestine". "Unseriöser" Wissenschafter erregt die Gemüter. >>>

 


25.08. 2011
 

 

Aufruf zum Mitwirken - Palästina – Mitgliedsstaat Nr. 194 - pdf - Das palästinensische Volkes, dessen ehrenhafter Kampf für die Sache der Freiheit, viele Jahrzehnte eine Quelle der Ermutigung für andere Menschen auf dem Erdball war …. Dieses Palästina, Heimat vieler Botschaften für Frieden, sendet wieder eine Nachricht von Frieden und Freiheit … … Mehr als 60 Jahre litt dieses Palästina unter den Furien des Krieges und den ungenannten Schrecken einer Besatzung, Entwürdigung und Gewalt. Das palästinensische Volk ertrug die längste, bis heute andauernde, militärische Besatzung der modernen Geschichte. Nun ist es an der Zeit für die Welt, mit diesem unwürdigen Zustand ein Ende zu machen. Es ist Zeit, ein freies, unabhängiges und demokratisches Palästina, in voller Übereinstimmung mit zahllosen UN-Resolutionen und internationalen Gesetzen, in den Grenzen von 1967 zu gründen.
Unsere Freunde, die Palästinensische Nationale Befreiungsbewegung, FATAH, führte den Kampf unseres Volkes für Freiheit und Unabhängigkeit in den vergangenen 60 Jahren. Während dieser Zeit ließen wir keine Gelegenheit verstreichen, wenn es um Gerechtigkeit und Frieden ging. Die FATAH ergriff jede sich bietende Chance für friedliche Lösungen und startete unzählige Initiativen für die Erreichung dieser Ziele. >>>

 

 

Streit mit Ägypten - Israels Sicherheitsarchitektur zeigt Risse (SB) - Pakt der Kollaboration in der Bevölkerung nicht verwurzelt - Israels Sicherheitsarchitektur gründet im Gleichschritt mit den Vereinigten Staaten und getragen von deren finanzieller, militärischer und politischer Unterstützung auf einer Kontrolle der gesamten Region. Staaten wie der Irak oder der Iran, deren Potential und Position eine Bedrohung der israelischen Vorherrschaft darstellen konnten, wurden zu Feindbildern aufgebaut und präventiv mit einem Angriffskrieg überzogen oder mit einem solchen bedroht. Alle übrigen Regierungen zurrte man in einem Netz der Kollaboration fest, das Israel stabile Verhältnisse garantierte und ihm bei der Drangsalierung der Palästinenser freie Hand ließ. Der Friedensvertrag mit Ägypten und dessen massive Militärhilfe seitens der USA hielten den Rücken frei, wobei man weder in Jerusalem noch in Washington oder den europäischen Hauptstädten Probleme damit hatte, daß auf diese Weise despotische Regime an der Macht gehalten wurden. Die Umwälzungen in den arabischen Staaten brachten nicht nur deren innere Machtstrukturen ins Wanken, sondern drohen auch das Maschenwerk der Einbindung in die israelische Dominanz zu zerreißen. >>>

 


24.08. 2011
 

 

Aggression – Reaktion? Im Schatten des israelischen Sommers - Anton Lenz - (...) Es sei an weitere Geschehnisse der letzten Wochen erinnert. Am 14. Juli, dem Tag, an dem die ersten Zelte der Demonstranten in Tel Aviv aufgeschlagen wurden, flogen israelische Kampfflieger mehrere Angriffe auf den Gaza-Streifen – auch am 16., 17., 18., 20. Juli, sowie weitere Male in den folgenden Tagen, bei denen mehrere Palästinenser getötet und Dutzende verletzt wurden. Die Luftangriffe werden vom israelischen Militär damit gerechtfertigt, dass zuvor Raketen aus dem Gaza-Streifen abgefeuert wurden. So hatte es nach israelischen Militärangaben im Juli gut 20 Raketenabschüsse aus dem Gaza-Streifen gegeben, bei denen einige Israelis verletzt wurden. Dass die Gewalt im Gaza-Streifen jedoch nicht allein in Reaktion auf Erstschläge militanter Gruppen erfolgte, zeigt eine weitere Meldung: erst letzten Dienstag wurde ein 16-jähriger Palästinenser nahe der Grenze im Gazastreifen von israelischen Soldaten erschossen, der genaue Tathergang ist nicht geklärt. Ein weiterer Palästinenser war dort am selben Tag bei Luftschlägen bereits umgekommen. Von diesen Ereignissen wurde in der deutschen Presse nicht berichtet, insbesondere die Luftschläge auf den Gaza-Streifen sind seit Jahren zur Routine geworden. Entgegen dessen lässt sich nun jedoch lesen, dass der »palästinensische Terror« eine »neue Spirale der Gewalt« ausgelöst hätte. >>>
 

Jüngste Terrorserie in Israel: Viele offene Fragen - Schlesinger - Für Peter Münch von der Süddeutschen Zeitung ist angesichts der neuen Welle der Gewalt zwischen Israel und dem Gazastreifen noch immer alles klar. Leider ist seiner jüngsten Darstellung nach die Regierung in Jerusalem [ ] in die Defensive geraten, als bei der Jagd auf palästinensische Terroristen versehentlich auch mehrere ägyptische Grenzpolizisten erschossen worden waren aber immerhin sollen in Gaza mindestens 14 Menschen getötet und einige Tunnel, Trainingseinrichtungen und Waffenfabriken der militanten Organisationen zerstört worden sein.* Bei den sechs getöteten Ägyptern handelte es sich um Angehörige eines regulären Grenzpostens, der von Armee und Grenzpolizei besetzt war. Dass die ersten Anschläge, bei denen vergangene Woche an drei Orten im Süden Israels mehrere Menschen ums Leben kamen und viele verletzt wurden, von palästinensischen Attentätern durchgeführt wurden, wird seitens Israels zwar mit Nachdruck behauptet, wurde aber bisher nicht belegt. >>>                        

Bibi and Barak’s Terror Fraud: Egyptian News Reports Attackers Were Egyptian, Not Gazan - Richard Siverstein - Al Masry Al Youm, an independent liberal Egyptian newspaper, reports that Egypt has identified at least three of the Eilat attackers and that they are Egyptian, and not Gazan as Israel has claimed: Egyptian authorities have identified three of the people responsible for carrying out a terrorist attack in Israel, just north of Eilat, on Thursday, in which seven Israelis were killed, according to an Egyptian security source. The same source added that one of the men identified is a leader of terrorist cells in Sinai, while another is a fugitive who owns an ammunition factory. What is intriguing about this story is that it would explain many things which appeared to be discrepancies when the theory was that Gazans were involved. First, the Israeli bus driversaid the attackers wore Egyptian army uniforms. >>>

We are all victims of terrorist logic - So this is how the occupation develops into war, which the commentators, in their righteousness, call a war "that neither side wants." Really? Do Military Intelligence and Shin Bet not know that Hamas will fire rockets if the air force kills people in the Gaza Strip? Of course they know. - Yitzhak Laor >>>

Aus der "Hasbaraabteilung" heraus schreibt ein Richard Herzinger: "Israel droht eingekreist und durch einen mit Rückendeckung oder zumindest Duldung der umliegenden arabischen Staaten vorangetriebenen, permanenten terroristischen Kleinkrieg zermürbt zu werden. Wehrt es sich aber gegen den Terror, indem es die Terroristen an ihren Basen und Rückzugsorten angreift, fällt die halbe Welt verbal über das “aggressive” Israel her – während der Tod israelischer Zivilisten und ihre permanente Angst, von Raketen und Bomben der mörderischen Judenhasser zerrissen zu werden, die internationale Öffentlichkeit offenbar völlig kalt lässt." >>>


Mehr zum Thema >>>

 
 

The Freedom Theatre raided for the third time this month, “This is systematic harrassment” - Early Monday morning, 22 August, at 2:00 am, the Israeli army conducted its third raid on Jenin’s Freedom Theatre this month. The army has alleged that these raids are part of an ongoing investigation into the murder of the theater’s late co-founder and director, Juliano Mer Khamis. But according to Jacob Gough, the Acting General Manager at The Freedom Theatre, the Shin Bet has done little to investigate the murder of Mer Khamis other than raid the Freedom Theatre and make seemingly arbitrary arrests. “They have just done raids, and they’ve taken people as if they are guilty,” said Gough. >>>
 

From Jenin's Freedom Theater to jail - Why has the leading man been imprisoned, even though he had nothing to do with the murder of Juliano Mer-Khamis, the theater's founder? - Amira Hass - The production of Samuel Beckett's "Waiting for Godot" by the Freedom Theater in Jenin has new casting directors: the Shin Bet security service and the Israeli army. They are currently deciding whether Pozzo, master of the slave Lucky, will be played by 20-year-old Rami Hwayel of the Jenin refugee camp. The part of Pozzo was made for him. Just hear Rami and you will agree with Pozzo that, "The tears of the world are a constant quantity. For each one who begins to weep, somewhere else another stops. The same is true of the laugh." The casting agents are military judges Maj. Gil Elharar, Maj. Shachar Greenberg and Lt. Col. Asher Schor, military prosecutor 1st Lt. Yitzhak Unger, Shin Bet and police investigators Y. and Z., and the honorable military judge X. >>>


Shin Bet accused of exceeding its authority in Mer-Khamis murder case - Lawyers: Murder not classified as security crime, therefore Shin Bet has, by law, no authority to investigate. - Amira Hass - The Shin Bet security service is exceeding its authority by investigating the April 4 murder of Juliano Mer-Khamis, who served as general director of Jenin's Freedom Theater, two lawyers involved in the case have charged. Abeer Baker, representing Mer-Khamis' family, and Smadar Ben-Natan, who represents one of the suspects, argued that because the murder is not classified as a security crime, the Shin Bet has, by law, no authority to investigate. >>>
 

Aus dem Freedom Theatre erreichen uns gemischte Nachrichten: schlechte wie auch vergleichsweise gute. - Institut für Palästinakunde - Die schlechte Nachricht ist, dass die israelische Armee heute, am frühen Montagmorgen, einen weiteren Mitarbeiter des 'Freedom Theatre' attackiert und verhaftet hat. Diesmal traf es den Bruder des bereits verhafteten Leiters der Technik, Adnan Naghnaghiye. Nachdem israelische Soldaten das 'Freedom Theatre' heute Nacht um 02:00 Uhr umstellt hatten, wurde der oberhalb des Theaters wohnende Mohammed Naghnaghiye unter Schlägen von israelischen Soldaten gefesselt und abgeführt - und die Wohnung seiner Familie auf den Kopf gestellt. Bitte lesen Sie hier weiter.

 


23.08. 2011
 

 

Eine Änderung der Tagesordnung? - Adam Keller - Irgendjemand auf der wilden Sinai-Halbinsel traf eine Entscheidung und schickte einen großen, wohlausgerüsteten Stoßtrupp los, der über die Grenze in den israelischen Negev eindrang, Busse und Autos angriff, Soldaten in Scharmützel verwickelte, drauflos schoß und wahllos tötete und tötete. Und eh man sich's versah, gab es binnen einer Minute eine Änderung der Tagesordnung, und die öffentliche Stimmung schlug um in Alarmzustand und Krieg vor den Toren. Und in allen Kommunikationsmedien war nicht weiter von sozialem Protest die Rede, sondern von nichts als Terrorismus, Armee und Sicherheitsfragen. Es war ein schwieriger Monat für Ministerpräsident Netanjahu gewesen - wirklich, ein sehr harter Monat. Ein Ministerpräsident im Belagerungszustand und in der Klemme: Zeltlager über Zeltlager schossen im ganzen Land aus dem Boden, Demonstrationen, Proteste und noch mehr Demonstrationen. Die Forderungen nach bezahlbarem Wohnraum, nach sozialer Gerechtigkeit und einem Sozialstaat besetzten die zentrale Bühne, und die freie Marktwirtschaft, an deren Förderung Natanjahu in seiner Zeit als Finanzminister so hart gearbeitet hatte, geriet plötzlich ins Zwielicht. Was hat er nicht alles versucht? Er setzte die Peitsche ein und das Zuckerbrot, er versuchte, die Protestierenden mit Komitees und Vergünstigungen und Kaninchen zu ködern, die er aus dem Hut zog, und er versuchte, sie als Linke zu brandmarken und als verwöhnte Sushi-Esser, und sie protestierten und demonstrierten weiter (...) Wie, wie nur konnte man die allgemeine Aufmerksamkeit ablenken und der Tagesordnung eine andere Richtung geben? >>>
 

Gaza: Five Reasons Israel Should Cease its Attacks on Gaza - Julie Webb-Pullman - Eilat incidents - Israel has provided the flimsiest of evidence that either the Popular Resistance Committees (PRC), or any Gazans at all, were responsible for the attacks near Eilat that killed eight Israelis on Thursday. To claim that Kalashnikov bullets found at the scene are evidence of Gazan involvement because Kalashnikovs are also used in Gaza is a trifle disingenuous and simplistic, given that Kalashnikovs are also used in Israel itself, Egypt, and another 70-odd countries around the world. >>>
 

Israel's Convenient War on Gaza - Richard Lightbown - Two terror attacks in southern Israel on Thursday 18 August caught the army by surprise despite having received a large number of warnings. The official story is that members of the Popular Resistance Committee in the Gaza Strip entered Egypt through tunnels from the Strip and travelled nearly 200 kilometres to near the north of Eilat where the crossed the border. Significantly, no organization in Gaza has claimed responsibility for the attack. >>>


"Terroranschlag" auf Bestellung - Maher Fakhoury  - Beim Beobachten der israelischen Medien vor und nach den letzten Anschlägen in Eilat ist mir bewusst geworden, dass Israel die Eskalation der Situation im Nahen Osten sucht.. >>>
 

Die Attacken bisher unbekannter Angreifer an der israelischen Südgrenze, denen acht Israelis zum Opfer fielen – darunter zwei israelische Soldaten, führten zu den zu erwartenden Reaktionen. - Institut für Palästinakunde -(...)  die israelische Führung wusste sofort, dass die Angreifer ohne Zweifel aus Gaza gesteuert wurden  Bitte lesen Sie hier weiter.
 

Palästinensern im Gazastreifen droht erneut Kollektivstrafe - Schattenblick - (...). Ein Sprecher Netanjahus erklärte, man habe "keine Zweifel, dass die Angreifer aus Gaza" kamen. Dabei handele es sich nicht um eine vorläufige Einschätzung, sondern um "sehr genaue Informationen". . >>>

 

 

Toleranzpreis für Daniel Barenboim - Salzburg - Ernst P. Strobl - Das arabisch-israelische Jugendorchester mit Daniel Barenboim gab am Freitagabend ein fulminantes Festspielkonzert. Es gab eine Verspätung, bevor das Konzert des West-Eastern Divan Orchestra losging am Freitagabend. Das hatte weniger mit der weiten Anreise von der langen Asien-Tournee zu tun als mit der Übervorsichtigkeit der Salzburger Festspiele, zuvor ihren „Jedermann“ im Trockenen des Großen Festspielhauses in den Himmel zu schicken – bei schönstem Wetter. Die deswegen verursachte Verzögerung rief Unmut hervor im Konzertpublikum, der sich aber legte, als das Völkergemisch die Bühne erklomm, das Gründervater Daniel Barenboim aus Ländern wie Israel, Palästina, Ägypten und dem halben Nahen Osten um sich versammelt >>>

Stardirigent Daniel Barenboim und sein israelisch-palästinensisches Versöhnungsorchester haben bei einem Benefizkonzert in Berlin Bravo-Rufe und begeisterten Applaus geerntet. Rund 20.000 Menschen hörten am Sonntagabend bei milden Temperaturen in der Waldbühne Beethovens 8. und 9. Symphonie. - Bundespräsident Christian Wulff und seine Frau Bettina gehörten zu den ersten, die nach der abschließenden "Ode an die Freude" aufstanden, um im Stehen Applaus zu klatschen. Das Konzert war Teil einer Welttournee, bei der Barenboim und sein West-Eastern Divan Orchestra am vergangenen Montag auch an der Grenze Südkoreas zum kommunistischen Norden ein Freiluftkonzert gaben. Beethovens "universelle Musik", wie der Dirigent sagt, steht dabei im Mittelpunkt. In der kommenden Woche soll in Köln eine Aufnahme aller Beethoven-Symphonien folgen. Friedlicher Einsatz: Musiker aus Israel, Palästina und aus anderen Nahost-Staaten spielen gemeinsam >>>

 

 

Liebe Palästina-FreundInnen, im Herbst 2011 kommt Saeed Amireh auf Einladung des schwedischen Parlaments nach Europa. Saeed, 20 Jahre alt, ist einer der wichtigen Anführer des gewaltfreien Widerstands gegen die Mauer und den Siedlungsbau in Ni'lin, Westjordanland. Die völkerrechtswidrige Inhaftierung seines Vaters, Ibrahim Amireh, wurde im Bundestag von der Abgeordneten Christine Buchholz erwähnt.

Mehr Information über Saeed und Ni‘lin:

· Bundestagsrede von Christine Buchholz (http://www.youtube.com/watch?v=313eg9yTLBM)

· Informationen über Ni’lin (http://www.nilin-village.org/)

· Website Support Ibrahim: http://supportibrahim.com/

  Voraussichtlich steht Saeed in den ersten zwei Novemberwochen für Veranstaltungen in Deutschland zur Verfügung. ACHTUNG: Um sicher zu sein, dass Saeed ein 3-Monat-Visum bekommt, brauchen wir schnellstmöglich (unverbindliche) Zusagen von Organisationen, die bereit sind, eine Veranstaltung mit Saeed zu organisieren. Wenn du oder deine Organisation Interesse hat, bitte eine Mail an philbutland@yahoo.com und stefanie.fischbach@googlemail.com schicken.

Noch schneller müssen wir einen Hauptträger bzw. -einlader für den deutschen Teil der Tour finden. Dies ist wichtig für den Visumantrag und ist mit keinen organisatorischen oder finanziellen Verpflichtungen verbunden. Könnte die KoPi vielleicht diese Rolle übernehmen?

Wie Saeeds Tour in Deutschland finanziert werden kann, muss genauer diskutiert werden. Die beste Lösung wäre vielleicht, wenn alle beteiligten Veranstalter einen ähnlichen Beitrag leisten. Finanziert werden müssen Saeeds Reisen (evtl. mit einer Interrail Karte), Verpflegung (Privatunterkunft ist ganz ok) und lokale Kosten, wie z.B. die Raummiete. Flugkosten nach und von Europa übernimmt das schwedischen Parlament. Ob wir einem gemeinsamen Flyer für die Tour produzieren, können wir gemeinsam entscheiden. Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit und (hoffentlich) schnelle Antwort. Falls Ihr weiter Fragen habt, könnt Ihr uns gerne kontaktieren. Phil Butland (philbutland@yahoo.com)  - Stefanie Fischbach (stefanie.fischbach@googlemail.com) - Mona Mittelstein (Mona-Isabell@Mittelstein.name)

 

Occupation 101 – Full Movie High-Definition - Occupation 101: A thought-provoking and powerful documentary film on the current and historical root causes of the Israeli-Palestinian conflict and U.S. political involvement

 


22.08.2011
 

 

Der Israel-Palästina-Konflikt und die Befreiung der Theologie - Vom Nationalgott Jahwe zum Herrn der Welt und aller Völker - Jochen Vollmer - Für den Friedensprozess im Nahen Osten erachtet die internationale Politik den Ausgleich der Interessen zwischen Israelis und Palästinensern als fundamental an. Doch das Selbstverständnis des Staates Israel steht dem im Weg. Jochen Vollmer rekonstruiert die Konfliktlage historisch und politisch und plädiert für eine Befreiung der Theologie aus nationalreligiösen Engführungen. Die übliche Wahrnehmung des Israel-Palästina-Konflikts ist zugunsten von Israel verzerrt und blendet das Unrecht, das der einheimischen palästinensischen Bevölkerung mit der Gründung des Staates Israel geschehen ist, weitgehend aus. Unter Christen ist die einseitige Wahrnehmung ein Symptom der Schuldverdrängung christlicher Judenfeindschaft bis hin zum Holocaust. Lutherische Tradition hat das Evangelium von der Rechtfertigung antijudaistisch als Überwindung jüdischer Werkgerechtigkeit interpretiert, das Judentum so verleumdet und theologisch negiert, lange bevor es zur physischen Vernichtung des europäischen Judentums kommen konnte. »Verdrängen hält die Erlösung auf, Sich erinnern bringt sie näher«1. Die Erinnerung muss ungeteilt sein, sie muss den Opfern und Tätern gelten, den Opfern und Tätern des Holocaust wie den Opfern und Tätern der Gründungsgeschichte Israels wie den Opfern und Tätern seiner Siedlungspolitik seit 1967. >>>

 
 

Bethlehems Wasserhähne bleiben trocken, da Siedler in der Westbank weiter ihre Swimmingpools füllen. - Hugh Naylor (Ausl. Korrespondent) - Bethlehem: die Wasserhähne liefern kein Wasser in dieser ehrwürdigen Westbank-Stadt, schüren die öffentliche Frustration und alarmieren die palästinensischen Führer. Eine akute Wasserknappheit bringt die Bethlehemer Hoteliers in Panik und lässt sie große, teure Wasservorratstank bauen, damit ihre Kunden nicht  in das  mit Wasser üppig versehene Israel fliehen. Freiberufliche Profiteure haben einen blühenden Schwarzmarkthandel mit Wasser aufgebaut, bei dem sich nur wenige Reiche Wasser leisten können. Mittlerweile  haben Bethlehems Bewohner eine schlampige Frisur und tragen schmutzige Kleidung, weil sie seit längerem kein Wasser zum regelmäßigen Duschen haben. In der Nähe haben die israelischen Siedlungen  üppig Wasser für Swimmingpools und Gärten. Mohammed Farraj, 16, konnte nicht genug Wasser  erbetteln, um sauber gewaschen zu seinem 1. Arbeitstag in Bethlehems „Stars&Bucks-Cafe in dieser Woche  kommen. Glücklicherweise hatte sein Boss Youssef Juma Verständnis für ihn. “Wir hatten eine Woche lang kein Wasser, sagte er . „Ich badete auch nicht. Seit Jahren  und besonders seit 2008 haben Bethlehems Bewohner mit Wasserknappheit zu kämpfen, obwohl die Stadt, von den Christen als Geburtsort Jesu verehrt, für den palästinensischen Tourismus besonders wichtig ist. >>>

 
 

Briefe, die Henryk M. Broder und ein Gerd Buurmann (vermutlich) nicht geschrieben haben, die aber auf seinem und einiger anderer Mist und Unrat gewachsen sein könnten. - Ich weiß, dass viele  von Übelkeit erfasst werden, wenn sie solch einen geistigen Unrat lesen, Verzeihung. Sicherlich muss ich inhaltlich keine Stellung nehmen. Ich denke, man sollte nur wahrnehmen, wie die Saat, die unsere Brandstifter sähen, aufgeht.

Seit einigen Wochen gehäuft, (vermutlich nach dem Attentat in Norwegen) erreichen mich schmuddelige Emails. Die Schreiber sind anscheinend selber nicht von dem Geschriebenen überzeugt, da sie nicht mit ihrem Namen dazu stehen wollen; so benutzen sie Pseudonyme. Ihre E-Mail-Adresse ist kurze Zeit später nicht mehr erreichbar. Briefe werden ohne Absender verschickt.

Nach den Terrorakt von Anders Breivik in Norwegen hätte man ja wenigsten Zurückhaltung von Henryk M. Broder und Konsorten erwarten können oder sich ein Umdenken gewünscht. Aber nein! Im alten bekanntem Stil wurde weitergehetzt, die Brandstifter sind weiterhin ungestört unterwegs und ihre Saat geht weiterhin auf…. Ich habe das Gefühl, diese Schreiberlinge stehen vor dem Spiegel, beschreiben sich und adressieren es dann an mich. Diese teilweise sehr bedrohlichen, kranken Hassmails sollen mich anscheinend einschüchtern. Sie erreichen das Gegenteil. Die Welt muss  endlich wahrnehmen, was diese Biedermänner und Brandstifter mit ihren Hetzerein anrichten. Ich möchte ihnen heute drei aktuelle Beispiele präsentieren.


Beispiel 1 - Ein anscheinend noch im Koma liegender Ariel Sharon schreibt mi
r:
 

der ehemalige volksschüler,möchtegern künstler und hilfslehrer
arendt verspritzt wieder sein braunes gift.

es reicht nicht,das er seine dummheit und unfähigkeit jahrelang als sogenannter kunstlehrer unter beweiß gestellt hat.nein,dieser debile
sozialschmarotzer maßt sich an auch noch an über israel zu urteilen.
ich frage mich,wie lange der staat noch diesen nazi und rassisten unterstützen will.

GAZA
ANSCHLAG
DORTMUND
ARENDT
VERGELTUNG

anstatt sich offen zu seinem braunen antisemitismus zu bekennen,versteckt sich diese gescheiterte existenz hinter einem wahnhaften antizionismus.
so beshränkt und hässlich diese deutsche visage ist,so eingebildet ist dieser
selbternannte aufkärer.

ICH WÜNSCHE DIR PERSÖNLICH DIE PEST;DU AUGESCHWEMMTES RASSISTENSCHWEIN.

Das alles  hat Tradition, an verschiedene Personen, mich eingeschlossen, wurden schon Morddrohungen verteilt. Dr. Ludwig Watzal erhielt z. B. am 6.April 2008 eine eindeutige Morddrohung. Der Still der Email ähnelte den HaSSmails, die mich erreichten. Anstatt den Mund zu halten, heizte Henryk M. Broder auch damals die Stimmung noch auf: Jedes kleine Würstchen möchte eine dicke Salami sein. Manche schaffen es, andere nicht. Da heißt es, der eigenen Bedeutung ein wenig nachzuhelfen.“ Broder sollte sich einmal (um auf sein Niveau einzugehen) im Spiegel anschauen und die Frage für sich beantworten, wer denn die dicke, übel riechende Salami und wer das schlanke, ranke und attraktive Würstchen.

Kein Wunder, dass nach dem Terroranschlag in Norwegen, nach solchem Umgang mit politisch anders, aber richtig Denkenden, die Brandstifter und ihre Fans auch Oberwasser bekommen. Die öffentliche Kritik, die ihr Guru Henryk M. Broder („Hurra, wir kapitulieren!“), welches  Broders „Bruder im Geiste“ Thomas Krüger für die Bundeszentrale für politische Bildung als Beitrag zur steuerfinanzierten Debatte unters Volk gestreut hat, zu Recht einstecken muss, begegnet man in seinem Geiste.

Auch  im Geiste von einem Lokalhetzer und Brandstifter Gerd Buurmann, der nicht einmal Probleme mit Gewaltandrohungen, die man auf seinen Seiten postet, hat, für deren anfängliche Entfernung er sich sogar im Nachhinein entschuldigte. Mitlerweile ist Walter Herrmann (Kölner Klagemauer) von einer NPD Bande angegriffen worden.

Da sind Buurmann und Broder auch ein "Herz und eine Seele" (soweit sie es haben), veröffentlicht doch unser Oberhetzer Henryk M. Broder am 19.8.2011 "Kölner Kloake - Herrmann und die NPD" Beide müssen wohl sehr viel Klebstoff (oder anderes) geschnüffelt haben um Walter Herrmann (Kölner Klagemauer) in die Nähe der NPD zu rücken, andere Schnüffler übernehmen dann die praktische Ausführung....

Besonders Henryk M. Broder müsste es eigentlich besser wissen, schrieb er selber doch, was auch ein Walter Herrmann sagt und denkt:
"Jeder israelische Soldat, der fällt und verwundet wird, schreibst Du, tut Deiner Seele weh, während jeder Palästinenser, der auf seine Weise für sein Volk kämpft und fällt, Dir nicht nur gleichgültig ist, Du betrachtest ihn „als Feind“, mit anderen Worten, Du freust Dich über seinen Tod. Du hast in den letzten Wochen und Monaten viel Grund zur Freude gehabt. Rund 400 Tote in anderthalb Jahren ist eine schöne Bilanz. Hast Du Dich auch über den Tod des 12jährigen Jungen in Nablus gefreut oder über den Tod des 8jährigen Mädchens in Gaza oder den Tod der Frau in Ramallah, die beim Wäsche-Aufhängen von einer verirrten Kugel getroffen wurde?"  Quelle SEMIT vom Juli/August 1989   mehr >>>

 


21.08.2011
 

 

Die Rückkehr der Generäle -  Uri Avnery - SEIT BEGINN des Konfliktes haben sich die Extremisten beider Seiten gegenseitig immer wieder in die Hände gespielt. Die Zusammenarbeit zwischen ihnen war immer wirksamer als die Bande zwischen den  entsprechenden Friedensaktivisten. „Können zwei  mit einander gehen,  es sei denn sie seien einig mit einander?“ fragt der Prophet Amos (3,3). Nun, es sieht so aus. Das wurde diese Woche wieder bewiesen. ZU BEGINN der Woche sah Binjamin Netanjahu verzweifelt nach einem Weg, um aus der eskalierenden internen Krise herauszukommen. Die soziale Protestbewegung war gerade dabei, in Schwung zu kommen, und stellte für seine Regierung eine große Gefahr dar. (...) Und dann geschah es. Eine kleine extrem islamistische Gruppe aus dem Gazastreifen sandte ein Sonderkommando in die ägyptische Sinaiwüste, von wo aus es leicht ist, die unverteidigte israelische Grenze zu überqueren und ein Chaos anzurichten. Einigen Kämpfern (oder Terroristen - je nach dem, wer redet) war es gelungen, acht Soldaten und Zivilisten zu töten, bevor einige von ihnen selbst getötet wurden. Vier andere ihrer Kameraden wurden auf ägyptischer Seite getötet. Das Ziel war anscheinend, einen zweiten israelischen Soldaten zu fangen, um die Bedingungen  für einen Gefangenenaustausch zu stärken. >>>

 
 

Es geht nicht um das "Existenzrecht" Israels - Dr. Ludwig Watzal - Zum Beitrag von Robert B. Goldmann, "Es geht um das Existenzrecht" (F.A.Z. vom 12. August): Nein, es geht nicht um das "Existenzrecht Israels", wie Goldmann meint, weil es diese Rechtsfigur im Völkerrecht so nicht gibt. Israel existiert seit mehr als 63 Jahren. Eine Debatte über sein "Existenzrecht" ist deshalb so überflüssig wie ein Kropf und darüber hinaus für das Land auch noch gefährlich. Bis auf einige arabische und islamische Staaten ist Israel vom Rest der internationalen Staatengemeinschaft als Staat diplomatisch anerkannt, und zwar in seinen Grenzen von 1949 (Waffenstillstandsgrenzen). Da Israel bis heute selbst nicht weiß, wo seine Grenzen verlaufen, heizt es durch diese Haltung immer wieder die Debatte um sein "Existenzrecht" an. >>>

FAZ Aboleser können den Beitrag von R. B. Goldmann hier lesen >>>
Den Beitrag  von R. Goldmann finden sie vollständig online leider nur auf einer merkwürdigen, sehr fragwürdigen Seite der falschen Freunde Israels - ab: "
Es geht um das Existenzrecht" - >>>

 
 

Netanyahu verhängt härtere Bedingungen über die palästinensischen politischen Gefangenen - Adri Nieuwhof - In dieser Woche erhielt ich einen Brief von Ali, einem palästinensischen politischen Gefangenen aus Israel. Ali ist einer  der 126 palästinensischen Gefangenen, die  länger als 20 Jahre im Gefängnis sitzen. Er schreibt: „Ich verbringe schon 23 Jahre meines Lebens im israelischen Gefängnis, aber das Gefängnis kann meinen Geist nicht brechen. Ich bin noch immer ein Palästinenser, der in jeder  möglichen Weise gegen die Besatzung kämpft.“ Er erklärt, wie er gegen die Entscheidung des israelischen Ministerpräsiden Netanyahu kämpft, der uns das Recht nimmt, unser Studium an der offenen Universität zu beenden“. Absurde Praxis - Netanyahu verkündigte seinen Plan am 23. Juni, auf palästinensische Gefangene in Israels Gefängnissen härtere Bedingungen zu verhängen. Er bezeichnete akademische Studien für palästinensische Gefangene als „absurde Praxis“ und erklärte seine Absicht, ihre Aufnahme in akademische Studien zu beenden. Die Europäische Gemeinschaft hat eine andere Stellungnahme zu akademischen Studien für politische Gefangene in den 80erJahren eingenommen. Als ein Mitglied des Holland Komitees zu Südafrika war ich an der Erfüllung des europäischen Sonderprogramms für Opfer der Apartheid beteiligt >>>

 
 

Was Shalit betrifft, so ist der Ball im israelischen Hof - Khalid Amayreh - Es gibt unbestätigte Berichte, dass Israel bereit sei, eine große Anzahl palästinensischer Gefangenen im Austausch für einen israelischen Besatzungssoldaten, der in Gaza festgehalten wird, zu entlassen. Osama Hamdan , ein ranghoher Hamas-Offizieller ist zitiert worden, Israel habe in seiner Haltung „bedeutsame Flexibilität“ gezeigt, was den Gefangenenaustausch mit Gilad Shalit  betrifft. „Israels extreme Position in Bezug auf diesen Handel ist bedeutend flexibler geworden, nachdem Hamas so entschlossen  an seiner Position und  an seinen Forderungen festhielt“, sagte Hamdan der in Gaza herauskommenden Tageszeitung „Falasteen“, die mit der Hamas-Bewegung identifiziert wird. „Wenn  es nach Hamas gegangen wäre, hätten wir den Deal nach einer Verhandlungsrunde erledigt,“ sagte Hamdan, und fügte hinzu, dass seine Organisation wünscht, dass sich seine Gefangenen an „ihrem natürlichen Platz“ erholen. >>>

 


20.08.2011
 

 

Gaza under siege- Israel crime


 

Nach den Anschlägen bei Eilat - Israels sicherheitspolitische Offensive - (SB) - Palästinensern im Gazastreifen droht erneut Kollektivstrafe - Nach den Anschlägen nahe Eilat, bei denen acht Israelis getötet und 31 verletzt wurden, kündigte die israelische Regierung umgehende Vergeltung an. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte in einem Telefongespräch mit dem Bürgermeister von Eilat, Israel werde auf den Anschlag und die Verletzung seiner Souveränität reagieren. Verteidigungsminister Ehud Barak versprach, die Armee werde die Täter finden und zur Verantwortung ziehen. Ein Sprecher Netanjahus erklärte, man habe "keine Zweifel, dass die Angreifer aus Gaza" kamen. Dabei handele es sich nicht um eine vorläufige Einschätzung, sondern um "sehr genaue Informationen". [1] Wenige Stunden später flogen die israelischen Streitkräfte einen Luftangriff im Gazastreifen, worauf Netanjahu in einer kurzen Fernsehansprache verkündete: "Die Auftraggeber der Morde an unseren Bürgern, die sich in Gaza versteckten, befinden sich nicht mehr unter den Lebenden." Militärschläge gegen Palästinenser sind seit Jahrzehnten ein zentraler Bestandteil israelischer Machtpolitik. "Wenn Terrororganisationen denken, dass sie unsere Mitbürger verletzen können, ohne dass wir darauf antworten, dann irren sie sich", sprach der Regierungschef von einem "sehr hohen Preis", den die Feinde Israels zu zahlen hätten. [2] Die Frage ist müßig, auf welche Weise israelische Geheimdienste unverzögert in Erfahrung gebracht haben sollten, wem die Anschläge bei Eilat zuzuordnen sind, zumal keine Organisation die Verantwortung für den Angriff übernahm >>>

Israel launches Gaza air strikes

Gaza; 15 Palestinians Killed Due To Israeli Bombardment In 24 Hours - As Israel continued the bombardment of the Gaza Strip since Thursday, Palestinian medical sources in Gaza reported that the number of slain residents arrived to 15, while more than 40 others, were wounded in the last 24 hours of military escalation. >>>

»Quelle des Terrors« - Israel bombardiert Flüchtlingslager im Gazastreifen. Hamas weist Verantwortung für Anschläge in Eilat zurück. Clinton kritisiert Ägypten - Karin Leukefeld - Nach den Anschlägen im Badeort Eilat auf der Sinaihalbinsel eskaliert die Gewalt in Israel und Palästina. Israelische Kampfjets und Militärhubschrauber bombardierten in der Nacht zum Freitag mehrmals den Gazastreifen. Dabei wurden mindestens sieben Menschen getötet, darunter ein 13jähriger Junge und ein zweijähriges Kleinkind. Bei einem Angriff auf das Flüchtlingslager Al-Nu­seirat bei Gaza zerstörte die israelische Armee einen Generator, der in dem Lager 62000 Menschen, 17 Schulen und ein Gesundheitszentrum mit Strom versorgte. Noch in derselben Nacht wurden aus dem Gazastreifen zwölf Raketen auf Südisrael abgefeuert, die unter anderem ein religiöses Seminar in Aschdod trafen. >>>

Blame the Gazans - Punish them -  Mohammed Suliman - According to the Palestine Papers, Saeb Erekat, the so-called chief Palestinian negotiator, once stated, “”If someone sneezes in Tel Aviv, I get the flu in Jericho.” That was probably the only thing that makes sense Erekat ever said regarding the Israeli-Palestinian conflict. Except it wasn’t actually true, unless we think of Erekat, at the moment he made that statement, as every Palestinian in Gaza and replace “Jericho” with “Gaza”. So “if someone sneezes in Tel Aviv, Palestinians in Gaza were soon to be blame for it.” >>>

Nach Anschlägen: Israel greift Gazastreifen an

Mehr dazu >>>

 
 

Friedlicher Widerstand in der Westbank, 12. August 2011

Steine werfen auf die Besatzung – und westliche Vorurteile

“Ist das Werfen von Steinen auf eine Besatzungsmacht ein Akt der Gewalt?

Zu lange habe ich es mir nicht eingestanden, aber für eine Palästinenserin ist mein Steine werfen grauenhaft. An einem meiner Freitage im Westbankdorf Nabi Saleh schimpfte ich laut über diese spezielle Unfähigkeit auf meiner Seite und war plötzlich von eifrigen Lehrern umringt. Es war der Freitag, an dem die Demonstranten mit einem Modell der Gaza Freiheitsflotille marschierten. Diesen Tag verbrachten wir zum grössten Teil im Haus, weil die israelische Armee nach den ersten zwei Stunden der Demonstration ihre Tränengasprojektile auf jeden zielten und abfeuerten, der/die seinen/ihren Kopf aus der Türe streckte.” So beginnt Linah Alsaafin ihr Argument für das Werfen von Steinen als Geste des Widerstandes der Einheimischen gegen eine fremde Besatzungsmacht. Unter den Aktivisten in Palästina und dem Ausland wird heftig diskutiert, ob eine Demonstration die Legitimität eines „friedlichen Protestes: verliert, wenn Demonstranten zu Steinen greifen und Militärfahrzeuge und Soldaten damit bewerfen; israelische und internationale Nachrichtendienste verweisen routinemässig auf die Bilder von steinewerfenden Jugendlichen, um den Palästinensern die Fähigkeit zur „Gewaltlosigkeit“ abzustreiten. Am späten Nachmittag begannen die Soldaten mit dem Abzug aus Nabi Saleh und Linah Alsaafin war froh, dass sie zusammen mit zwei Mädchen dem Haus entkommen und nach draussen gehen konnte. Das Dorf war den Tag über von israelischen Soldaten eingeschlossen, Hügel und Haine von Soldaten besetzt und jede grössere Gruppe von Menschen, die sich auf den Hausdächern oder in den Strassen zeigte, wurde mit Tränengas und Schockgranaten beschossen.  >>>

 
 

Netanyahu möchte den Palästina-Antrag vor der UNO durch Militäraktionen stoppen - Das Fatah Ratsmitglied für Internationale Beziehungen, Nabil Shaath, erklärte am Donnerstag, dass der israelische Premierminister Netanyahu den palästinensischen Antrag auf eine UN-Anerkennung des Staates Palästina durch eine militärische Eskalation eliminieren will; gleichzeitig möchte er gerne von der inneren Krise Israels ablenken. In einer Presseveröffentlichung im Büro für internationale Kontakte, sagte Shaath weiter, dass Israel jetzt mit schärfsten Mitteln nach einer Ausrede suche, um die übliche kollektive Bestrafung des palästinensischen Volkes zu entschuldigen. Diese Kriegsverbrechen sollen die Palästinenserbehörden weiter schwächen und deren ernsthaften Bemühungen, militärische Konfrontationen zu vermeiden, zu verhindern. >>>

 

Friedlicher Widerstand in der Westbank, 12. August 2011

 

Nachrichten aus Bil’in - 21. September 2011: Weltweiter Aktionstag für Nummer 194 bei der UN - Die Bürgerkomitees gegen die Mauer und Siedlungen, die nationalen Komitees und die Koordinierungskomitees des zivilen Widerstandes bestätigten am 29. Juli in Ramallah, Westbank, das Recht des palästinensischen Volkes, die Anerkennung ihres Staates mit der Hauptstadt Jerusalem und bei gleichzeitiger Garantie der historischen Rechte der Palästinenser vor der Uno zu beantragen.

Die Komitees sehen den Gang zur Uno im September als sehr wichtige Phase im Kampf um die Rechte der Palästinenser und rufen die Palästinenser in Palästina und der Diaspora, die arabischen Länder und alle internationalen Solidaritätsgruppen dazu auf, „den 21. September zu einem weltweiten Tag in Unterstützung des Rechtes der Palästinenser auf einen eigenen Staat in Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung zu machen.”

http://www.bilin-village.org/english/articles/testimonies/The-popular-committees-against-the-wall-and-settlements-confirms-that-next-September-is-the-immense-popular-battle-for-the-recognition-of-the-State-of-Palestine-number-194-at-the-UN


 

Freitagsprotest am 12. August wird von der israelischen Armee angegriffen - Das Bürgerkomitee Bil’in organisierte den wöchentlichen Marsch zur illegalen israelischen Westbankmauer mit dutzenden von palästinensischen, internationalen und einigen israelischen Friedensaktivisten trotz der Sommerhitze und dem Fasten im Monat Ramadan. Mit palästinensischen Fahnen und Botschaften gegen die Besatzung und für die Demolierung der rassistischen Mauer lief der Demonstrationszug nach dem Freitagsgebet zu einem Stück des Dorflandes, das Bil’in nach sechs Jahren friedlicher Proteste und trotz systematischer Repressionen durch die israelische Armee Ende Juni 2011 zurückgegeben wurde; dort konnten sie einen Teil des Stacheldrahtes entlang der Betonwand entfernen. Teilnehmer benutzten ein Megaphon, um die Siedler aus der benachbarten israelischen Kolonie Mattiaho Mzrah zum Verlassen der palästinensischen Westbank aufzurufen.

Die israelischen Soldaten feuerten Tränengas auf die Demonstranten, was bei einigen Teilnehmern zu Tränengasvergiftungen führte, berichtete das Popular Committee Against the Wall and Settlements in Bil'in am 12. August 2011.1)

 
 

Projekt zur Landsanierung in Bil’in - Ende Juni wurde dem Dorf Bil’in durch die Verlegung der nach internationalem Recht illegalen israelischen Mauer 800 Dunum (etwa 200 Hektar) Dorfland zurückerstattet, wniger als die Hälfte des Landes, das 2005 durch den Bau der Annexionsmauer konfisziert wurde. In Bil’in reagierten die Dorfbewohner, Bauern und Landbeseitzer mit der Organisation einer unbewaffneten Widerstandsbewegung, die regelmässige Demonstrationen,eine internationale Öffentlichkeitsarbeit und Konferenzen im Dorf organisierte. Der Gang des Dorfes vor das Oberste Israelische Gericht war 2007 erfolgreich, als die Richter von der israelischen Armee eine Verlegung der Mauer bei Bil’in forderten.Die Besatzungsarmee liess sich fünf Jahre Zeit; nach zahllosen Demonstrationen im Tränengasnebel, Verletzungen und Verhaftungen der Teilnehmer, nächtlichen Razzien des Dorfes und Gerichtsverfahren gegen zwei im Widerstand prominenten Dorfbewohnern, die mit Schuldspruch und Gefängnisstrafen zwischen 14 und 16 Monaten endeten, und nach dem Tod von zwei Mitgliedern eines Familie des Dorfes bei den Protesten begann die israelische Armee mit der Verlegung der Mauer im Feburar 2010. Eineinhalb Jahre später beginnt Bil’in mit der Sanierung und vollen Besitznahme des Areals, wird aber erneut von israelischen Soldaten daran gehindert.

In diesem Video erläutert Abdoul Raouf Abu Raheh, ein Hydrologe und Projektmanager der palästinensischen NGO Palestinian Hydrology Group sein Projekt,um das Leben der 20 ärmsten Familien in Bil’in durch den Bau von Wasserzisternen auf dem zurückgegebenen Land und durch die Vergabe von Samen, Setzlingen und Dünger zu verbessern.2)

 

 

Mazin Qumisiyeh: September - Bil’ins Bürgerkomitee hat ein Video von Mazin Qumsiyeh aufgestellt, in dem der September-Gang der Palästinensischen Autorität zur Uno und der Antrag auf Anerkennung eines palästinensischen Staates kritisch analysiert wird.

„Erklärungen in den Medien, dass etwa 122 Länder Palästina anerkennen (etwa die gleiche Zahl wie 1989) haben wenig Bedeutung für Bauern und Flüchtlinge, die täglich ihren Kampf um die Aufmerksamkeit derer verlieren, die in [amerikanischen] Geländewagen und Autos von Mercedes durch die Strassen Ramallahs fahren und mit ihren VIP-Ausweisen ungehindert durch Kontrollpunkt fahren…Vor einigen Jahren kam Saeb Erekat auf eine Tour in die USA. Als einigen prominente palästinensische Amerikaner ihn zum Versagen von Oslo befragten, wurde er nur zornig und sagte zu etwa 40 von uns, dass er einen Doktortitel habe und “Wer seid ihr, dass ihr diese Dinge in Frage stellt.”(Dr. Mazin Qumsiyeh)3)

 

1))http://www.bilin-ffj.org/index.php?option=com_content&task=view&id=372&Itemid=1
2)http://www.bilin-ffj.org/index.php?option=com_content&task=view&id=370&Itemid=1
Siehe auch: Silvia Boarini, Villagers in Bil’in celebrate removal of the Wall: “We have become an example for everyone.” www.palestinemonitor.org/?p=1042. Anne Paq, Bil'in - I love you; http://www.bilin-village.org/english/articles/testimonies/Bilin-I-love-you.
3)http://www.bilinffj.org/index.php?option=com_content&task=view&id=371&Itemid=1
Mazin Qumsiyeh, September; http://palestinechronicle.com/view_article_details.php?id=17025

 

Al Walaja: Protest gegen geplantes Ghetto - Im Dorf Al Walaja südwestlich von Jerusalem schafft die israelische Besatzungsarmee Fakten vor Ort. Olivenbäume werden aus der Erde gegraben und der Boden für den Bau der Apartheidmauer um das Dorf vorbereitet.Die Bauarbeiten werden fortgesetzt, obwohl der Oberste Israelische Gerichtshof am 27. September über einen Antrag des Dorfes zum Stopp der Mauerkonstruktion entscheiden wird. Wie in Gaza, Qalqilya und dem benachbarten Betlehem wird in Al Walaja mit dem Bau der Mauer ein lebendes Ghetto geschaffen, wenn die Konstruktion nach Plan vorangeht. Mitglieder der israelischen Gruppe “Anarchists Against the Wall” verstärkten die Zahl der Palästinenser und internationalen Solidaritätsaktivisten bei ihrem Protest am 10. August. Israelische Soldaten ‚begrüssten‘ die Demonstranten mit Schockgranaten, Tränengas und verhafteten etwa 13 Teilnehmer.

1948 war das Dorf Al Walaja nach Jerusalem der zweitgrösste Ort, wurde aber nach der Ausrufung des israelischen Staates auf ein Drittel der originalen Grösse reduziert. Als Grenzdorf wird Al Walaja an der Ostseite von einem expandierenden Siedlungsblock flankiert und wird zusätzlich von der Apartheidmauer eingeschlossen, die zwischen zwei und drei Kilometer Dorfland im Westen des Dorfes annektiert.

http://popularstruggle.org/content/soldiers-arrest-13-suppress-demonstration-al-walaja



Nabi Saleh: Protestmarsch in der zweiten Ramadanwoche unter Tränengasbeschuss
-
Demonstranten trugen ein Protestzelt bei ihrer wöchentlichen Demonstration gegen die israelische Besatzung der palästinensischen Westbank am 12. August 2011. Bewohner aus dem Dorf und Friedensaktivisten aus dem Ausland wollten die Teilnehmer der Protestbewegung in Israel daran zu erinnern, dass Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit auch die Rechte der Palästinenser einbeziehen müssen.

In Tel Aviv und in weiteren Städten Israels wurden Zelte zum Symbol der Massenproteste, wie zuvor in Griechenland und Spanien. Palästinensische Familien haben in Sheik Jarrah in Ostjerusalem ebenfalls Protestzelte errichtet, um gegen die Demolierung ihrer Häuser oder die illegale Ausweisung aus ihren Häusern durch die israelische Stadtbehörde zu demonstrieren.

Als die Demonstranten sich von der Hauptstrasse des Dorfes in Richtung des von Siedlern bedrohten Dorflandes wandten, wurden sie von zwei Kontingenten der israelischen Grenzpolizei angegriffen. Der Bechuss mit Tränengasprojektilen aus zwei verschiedenen Richtungen zwang die Teilnehmer zur Rückkehr auf die Hauptstrasse. Dort versuchten sie ein letztes Mal, ihr Zelt aufzubauen, wurden aber erneut mit Tränengas und Schockgranaten vertrieben und das zerschossene Zelt blieb als Zeuge der Zerstörung mitten auf der Strasse zurück.

Während die israelische Protestbewegung weithin als leuchtendes Beispiel der israelischen Demokratie hervorgehoben wird, werden ähnliche palästinensische Demonstrationen gewaltsam aufgelöst und die Dörfer, die regelmässige gewaltlose Proteste organisieren, regelmässig und systematisch von der israelischen Armee angegriffen, kommentierte das Popular Struggle Coordination Comitee.
Zwischen Januar 2010 und Juni 2011 hat die israelische Armee 76 Dorfbewohner für 24 Stunden und länger unter dem Verdacht der Teilnahme an den Protesten festgehalten, einschliesslich Frauen und 18 Kinder, darunter einen 11 Jährigen. Dutzende mehr wurden kurzzeitig festgehalten.

http://nabisalehsolidarity.wordpress.com/2011/08/16/nabi-saleh-procession-teargassed-on-second-week-of-ramadan/

Siehe auch: Jeff Halper, The Tent Protests in Israel; http://palestinechronicle.com/view_article_details.php?id=17034

 

Al Ma’asara - Am Samstag, den 13. August wurden drei Kinder im Alter zwischen 9 und 11 Jahren in Al Ma’asara verletzt, als die israelische Armee den wöchentlichen Protest gegen die Mauer mit Schlagstöcken und Gewehrkolben angriffen.

Eine grosse Zahl von internationalen Solidaritätsaktivisten und eine Gruppe von Israelis verstärkten den Protest. Die Demonstranten forderten die Palästinensische Nationale Autorität auf, im September die Anerkennung eines palästinensischen Staates vor der UN zu beantragen, als ersten Schritt zur Beendigung der israelischen Besetzung. Sie sagten, dass dies eine Forderung aller Komitees des zivilen Widertandes in Palästina sei. Verhandlungen hätten vor Ort für Palästinenser nichts erreicht, sondern seien von Israel dazu benutzt worden, um die nach internationalem Recht illegalen israelischen Siedlungskolonien auszuweiten.

Three Children Injured at Demonstration in al-Ma’asara Village,
Palestinian, Grassroots, Anti-apartheid Wall Campaign, 14.
August 2011
http://stopthewall.org/latestnews/2576.shtml


 

Aufruf zum Boykott von israelischen Waren in Ramallah - Mehr als vierzig Aktivisten trafen sich auf Einladung der palästinensischen Anti-Apartheidmauer Kampagne und der unabhängigen Jugendbewegung auf dem Al-Manara Platz in Ramallah, nachdem sie eine Tour der örtlichen geschäfte absolviert hatten, um Geschäftsinhaber und Verbraucher zum Boykott von Waren aus den Siedlungen und den besetzten Gebieten aufzurufen.

Die Boykottkampagne ist nach Meinung der Aktivisten notwendig, um die “Kultur” der Besatzung zu beenden. Der Boykott soll in allen Provinzen von Palästina durchgeführt werden.

Scores of Activists Call for Boycott of Israeli Goods in Ramallah, Palestinian, Grassroots, Anti-apartheid Wall Campaign, Aug 14, 2011; http://stopthewall.org/latestnews/2575.shtml

Siehe auch: Jamal Juma’: PA "killing popular resistance", Electronic Intifada,

http://www.bilin-village.org/english/articles/press-and-independent-media/Jamal-Juma-PA-killing-popular-resistance


 

Ein Aufruf aus Gaza: Öffnet die Grenze bei Rafah permanent und ohne Einschränkungen - Ein Aufruf zur Wiedereröffnung des Rafah Grenzpostens zwischen Ägypten und Palästina wurde Anfang August in Gaza formuliert und wird von zahlreichen Organisationen und prominenten Menschenrechtsaktivisten aus der ganzen Welt unterstützt, darunter Erzbischof und FriedensnobelpreisträgerDesmond Tutu, Richard Falk, Professor emeritus für internationales Recht an der Universität Princeton, Ronnie Kasrils, ehemaliger Justizminister in Südafrika, die ägyptischen Schriftsteller und Aktivisten Ahdaf Soueif und Radwa Ashour.

Mit Bezug auf die Genfer Konventionen, die das Recht aller Menschen auf Bewegungsfreiheit und Schutz vor kollektiver Bestrafung garantieren und auf Forderungen der ägyptischen Revolution forden die Unterstützer  zur Wiedereröffnung der Tore auf, die Gaza in ein “Freiluftgefängnis” verwandelt haben.

Die Grenzstation bei Rafah ist Gazas einziger Ausgang zur Aussenwelt. Israels fortgesetzte Belagerung von Gaza resultierte in der Schliessung von sechs weiteren Grenzstationen.

Petition: http://www.change.org/petitions/government-open-the-rafah-crossing-permanently-and-unconditionally
http://popularstruggle.org/content/call-gaza-open-rafah-crossing-permanently-and-unconditionally

 05/07/2011 Source : Chroniques de Palestine Anne Paq, Bil'in - I love you; http://www.bilin-village.org/english/articles/testimonies/Bilin-I-love-you

Übersetzt und zusammengefasst von Martina Lauer


19.08.2011
 

 

Einige Perlen aus der Rede des Präsidenten des Staates Israel, Schimon Peres, vor dem Deutschen Bundestag am 27. Januar 2010
Felicia Langer

Dankenswerterweise hat die Zeitschrift „Der Semit“ die Rede des israelischen Präsidenten Schimon Peres in der Ausgabe Nr.04 August/September 2011 verbatim abgedruckt. So kann man sich mit hehren Worten belehren lassen, was Moral, Liebe und Frieden für Israel und für Peres selbst bedeuten… Ein solches Meisterstück der Verdrehung und Umwertung der Bedeutung wäre selbst dem berühmten George Orwell nicht so ohne weiteres gelungen, auch wenn sich bei ihm der bekannte Spruch findet, Krieg ist Frieden…. Den Teil der Rede, den Peres den Mitgliedern seiner Familie widmet, die Opfer des Holocaust wurden, übergehe ich. Lassen wir die Ermordeten in Frieden ruhen…Anschließend spricht er aber über die Verpflichtung des jüdischen Volkes gegenüber den Zehn Geboten, unter allen Umständen und überall: „Morde nicht!“, „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“ und „Suche den Frieden und jage ihm nach!“ Da klingen in meinen Ohren aber unüberhörbar die Worte etlicher Rabbiner in Israel – sie beziehen ihr Gehalt von der Regierung -, die in aller Öffentlichkeit sagen, dass man sogar die Kinder der Araber töten muss, weil sie künftig als Erwachsene zu Terroristen werden. Und der „Nächste“, den zu lieben man geboten ist, gilt ausschließlich für Juden. Dass Israel den Frieden tatsächlich sucht oder sogar danach jagt, ist schwer zu glauben; im Gegenteil, auf Friedenssuchende, Juden wie Palästinenser, wird seit geraumer Zeit intensiv Jagd gemacht. >>>

Texte und Bücher von Felicia Langer >>>                 Inhalt Semit  >>>


The method in Netanyahu's madness - Israel rules out non-violence - Johnathan Cook - It was an Arab legislator who made the most telling comment to the Israeli parliament last week as it passed the boycott law, which outlaws calls to boycott Israel or its settlements in the occupied territories. Ahmed Tibi asked: “What is a peace activist or Palestinian allowed to do to oppose the occupation? Is there anything you agree to?” The boycott law is the latest in a series of ever-more draconian laws being introduced by the far-right. The legislation's goal is to intimidate those Israeli citizens, Jews and Palestinians, who have yet to bow down before the majority-rule mob. Look out in the coming days and weeks for a bill to block the work of Israeli human rights organisations trying to protect Palestinians in the occupied territories from abuses by the Israeli army and settlers; and a draft law investing a parliamentary committee, headed by the far-right, with the power to veto appointments to the supreme court. The court is the only, and already enfeebled, bulwark against the right's absolute ascendancy. The boycott law, backed by Benjamin Netanyahu's government, marks a watershed in this legislative assault in two respects. >>>

Dosier - Rassismus in Israel
>>>

 

 

Wer sind die Terroristen?

Weitere israelische Vergeltungsangriffe in Gaza - Nach der Angriffsserie im Süden Israels hat das israelische Militär in der Nacht zu Freitag weitere Vergeltungsangriffe auf den palästinensischen Gazastreifen geflogen >>>

"Die Leute, die die Angriffe befohlen haben, sind tot" >>>
 

IDF strikes Gaza in wake of deadly terror attacks; senior Palestinian militant killed  - Strikes come hours after series of deadly terror attacks in southern Israel in which seven people were killed. - Avi Issacharoff - Israel Defense Forces aircraft struck targets in the Gaza Strip on Thursday evening, hours affter a series of terror attacks in southern Israel left seven people dead and dozens wounded. Palestinains in Gaza said that six people had been killed in the strikes including a senior commander in the Popular Resistance Committees. >>>
 

Hamas bestreitet Beteiligung - Andreas Hackl - Auf einer Straße zum Badeort Eilat schossen Attentäter auf Busse und einen Pkw und töteten 7 Menschen. Israel reagiert mit Luftangriffen auf den Gazastreifen. >>>


Terror in Gaza - Israel bombardiert Ziele im Gazastreifen - Israel reagiert auf die Anschlagsserie vom Donnerstag: Die Armee flog einen Luftangriff auf Ziele im Gazastreifen. Nach palästinensischen Angaben wurden dabei sechs Menschen getötet. - Hans-Christian Rößler - Bei einem israelischen Luftangriff auf Ziele im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben am Donnerstag sechs Menschen getötet worden. Zuvor waren bei einer Serie von Anschlägen im Süden Israels sieben Israelis getötet worden. Mehr als 30 weitere Personen wurden nach Presseberichten verletzt. In einer offenbar koordinierten Aktion hatte eine Gruppe von Angreifern am Morgen zunächst nordwestlich der Hafenstadt Eilat einen Linienbus beschossen. Später wurde am Grenzzaun zu Ägypten eine israelische Militärpatrouille angegriffen. Danach nahmen die Täter an zwei weiteren Orten mehrere Fahrzeuge ins Visier; dabei sollen sie auch eine Panzerabwehrrakete eingesetzt haben. Bis zu sieben Angreifer seien später in Feuergefechten getötet worden >>>


Israel bombardiert nach Anschlag Gaza - Sieben Tote bei Angriff auf Busse bei Urlaubsort Eilat - Sechs Tote bei israelischem Bombardement im Gazastreifen >>>


Anschlagsserie in Israel - Terror aus dem Sinai - Ulrike Putz - Die Angreifer schlugen dreifach zu, eröffneten das Feuer auf einer Autobahn im Süden Israels. Im Visier der Terroristen: ein Reisebus, ein Auto, eine Armeepatrouille. Die Täter sollen über den Sinai gekommen sein. >>>

Mehrere Tote bei Schießerei in Süd-Israel - Blutige Terrorserie nahe dem Badeort Eilat: Bei einer Schießerei im Süden Israels sind mehrere Menschen ums Leben gekommen - mindestens drei Angreifer hatten das Feuer auf Fahrzeuge eröffnet. Nach Angaben von Premier Netanjahu wurden alle Terroristen getötet. >>>

 

 

EWASH: Die Zerstörung von Gazas Wasser- und Sanitärinfrastruktur muss enden  - EWASH, ein Zusammenschluss 30 prominenter humanitärer Organisationen, die in den palästinensischen Gebieten aktiv sind, hat heute eine Pressemeldung veröffentlicht. Darin wird der durch einen Luftangriff am Sonntag angerichtete Schaden detailliert beschrieben: Der Angriff zerstörte einen Brunnen in Beit Hanoun, dabei wurden 4 Kinder und 3 Frauen verletzt. Der Brunnen versorgte die Familie Az-Za’anin und 3,9 Hektar Agrarland mit Wasser. Derselbe Angriff beschädigte auch 9 Wasserbehälter, die 59 Personen in 5 Haushalten versorgten. EWASH verurteilt solche Angriffe auf lebenswichtige zivile Infrastruktur. Im März dieses Jahres wurde bei einem israelischen Luftangriff ein Lagerhaus in Khuza'a getroffen; dabei wurden Sanitärmaterialien im Wert von 60.000 US$ zerstört. Im April hatten 30.000 Menschen im Al-Quba-Stadtteil von Gaza City nach einem Angriff auf ein Wasserreservoir drei Tage lang kein Wasser. Israel muss sicherstellen >>>

 

 

In a New Crime, IOF Kills Disabled Child in Central Gaza - PCHR - Press Release - According to investigations conducted by PCHR, at approximately 18:00 on Tuesday, 16 August 2011, Israeli soldiers stationed at the border northeast of Deir al-Balah opened fire at a Palestinian, who was nearly 400 meters from the border. As a result, he was wounded by 10 bullets in his head and chest. He was left wounded without being offered any first aid. After coordination was made with IOF, at approximately 19:20, medical crews were able to retrieve the body, which was then transferred to al-Aqsa Martyrs Hospital in Deir al-Balah. After four hours later, the child was identified as Sa`d Abdul Rahim Mahmoud al-Majdalwai, 17, from al-Nussairat refugee camp. He was hit by 10 live bullets mostly to the head. In his testimony to PCHR, the victim`s father said that his son had been suffering from a mental disability and a speech impairment.

 

 

Israel-Propaganda an deutschen Schulen ?

 Botschaft setzt Kulturminister der Länder unter Druck

 Von Arn Strohmeyer

 Wenn das Image eines Landes durch eine desaströse Politik nicht mehr zu retten ist, muss die Propaganda ran, um die schlimme Wirklichkeit wieder in rosiges Licht zu rücken. genau das geschieht z.Zt. mit Israel. Kürzlich hatte eine globale BBC-Studie ergeben, dass Israel in der internationalen Bewertungsskala mit Iran und Pakistan das Schlusslicht bildet. Diesem Staat, der von sich behauptet, die „einzige Demokratie“ im Nahen Osten zu sein, steht wegen seiner Politik gegenüber den Palästinensern das Wasser offenbar bis zum Hals. Wie sonst könnte man sich sonst erklären, dass Israels Botschaft in Berlin - wie aus sicherer Quelle verlautete - nun an die Kulturministerien der Bundesländer mit der Aufforderung herangetreten ist, in den Schulen Aufklärungsunterricht über Israel zu erteilen. Wie es weiter heißt, haben mehrere Bundesländer dieses Ansinnen abgelehnt, einige haben sich aber gehorsam bereit erklärt - etwa das Bundesland Bremen, das als besonders Israel-treu gilt. Was sollen deutsche Lehrer nun ihren Schülern im israelischen Auftrag erklären? Warum Israel auch nach 63 Jahren staatlicher Existenz immer noch keine festen Grenzen hat, weil es immer noch dabei ist, sich auf Kosten seiner Nachbarstaaten auszudehnen? Dass dieser >>>

 


18.08.2011
 

 

"Wenn wir die Hoffnung verlieren, verlieren wir alles" - Alexandra Senfft las im Blauen Haus in Breisach aus ihrem Buch "Fremder Feind, so nah" / Ist Frieden in Nahost mehr als eine Utopie?. - Für den komplexen Nahostkonflikt gibt es keine einfache Lösung. Friedensverhandlungen scheitern immer wieder. Gewalt erzeugt Gegengewalt. Mit ihrem Buch "Fremder Feind, so nah" setzt Alexandra Senfft dennoch ein Zeichen der Hoffnung. Bei einer vom Förderverein ehemaliges jüdisches Gemeindehaus Breisach veranstalteten Lesung im Blauen Haus schilderte sie bewegende Begegnungen mit Palästinensern und Israelis, die trotz aller Rückschläge und leidvollen Erfahrungen zum konstruktiven Dialog bereit sind. Mit zahlreichen Beispielen belegt die frühere Pressesprecherin der Vereinten Nationen im Gazastreifen, dass Verständigung möglich und Frieden in Nahost keine Utopie ist. Dabei nimmt Senfft bewusst eine subjektive Sicht als deutsche Autorin ein, die sich des tragischen Spannungsdreiecks zwischen Israel, Palästina und Deutschland auch aufgrund ihres persönlichen Hintergrunds nur allzu bewusst ist. >>>

 
 

Warum Israels Linke nicht von den Protesten profitiert - Dominik Peters - Führungslos, ideenarm und zerstritten präsentiert sich Israels Opposition. Statt die landesweiten Proteste zu nutzen, stagnieren Kadima, Avoda und Meretz im Umfragetief. Gewinner könnte langfristig Benjamin Netanjahu sein. …) Für viele linke Israelis sind Benjamin Netanjahu, Avigdor Lieberman und Eli Jischai wie Shalmaneser V. Denn in ihren Augen ist es diesem heterogenen Triumvirat in den vergangenen Jahren gelungen, die Israelis durch eine demagogisch-populistische Rhetorik und nationalistische Politik hinter sich zu scharen und die einstmals große Friedensbewegung ins Exil zu schicken, ergo: erst aus der Regierungsverantwortung, ohne Hoffnung auf eine baldige Rückkehr, und dann ins gesellschaftliche Abseits. Seit man als Opposition in der Knesset sein Dasein fristet, besteht zwischen Kadima, Avoda und Meretz ein Wettstreit der Wehklagenden – aber keine konstruktive und die Regierung herausfordernde Politik. Während die Proteste das ganze Land aufwühlen, präsentiert sich Israels marginalisierte Opposition von ihrer schlechtesten Seite: Führungslos, Ideenarm und zerstritten. Statt die landesweiten Proteste zu Nutzen, versinken vor allem die Zentrums- und Linksparteien immer weiter im Umfragetief. >>>

 
 

NEMASHIM - Augustbericht - Uri Shani - Mehr als drei Monate ist es her, seit ich das letzte Mal berichtete. Es wird ein Bericht mit ein paar … werden, wie immer, auch ein paar !, aber am Schluss werden vor allem ? stehen.

Nach meiner Rückkehr aus Deutschland (siehe letzter Bericht: http://www.mideastweb.org/nemashim/mai2011.htm) stürzte ich mich in die Regiearbeit mit den Nemashim und den andern, die in den beiden Produktionen mitmachten. Die Nemashim, das waren dieses Jahr nur zwei junge Frauen, Shir und Hila. Zusammen mit Mo’ad und Mayss erweiterten und erneuerten wir das Stück „Auf dem Tisch der Siedlung“ vom letzten Jahr. Letztes Jahr nahmen wir den Gesetzesvorschlag zur Regelung der Aufnahmekommissionen unter die Lupe. (siehe hier und hier) Damals was es noch ein Entwurf, jetzt wurde dieses skandalöse, rassistische Gesetz am 22.3.2011 angenommen, so wie verschiedene andere Gesetze, wie das Boykottgesetz und weitere.

(...) Der Trägerverein, der unser Projekt ab sofort unterstützen wird, ist das Gemeindezentrum Newe Jossef, genauer gesagt seine Filiale in Halissa. Das Spendenkonto in Lüneburg existiert noch wie vorher:

Spendenkonto: Kto.-Nr.: 300 80 - BLZ: 240 501 10  - Sparkasse Lüneburg - Stichwort: NEMASHIM

Erste Spenden sind dort schon eingegangen. Wir freuen uns über jede Spende. In den nächsten Wochen werden wir mit aller Kraft den nächsten Workshop vorbereiten. Dieser wird im September beginnen, oder spätestens im November. Momentan ist noch Ramadan, und – wie gesagt – was heute in Israel geschieht – da weiß niemand, wie es morgen aussieht. Aber bestimmt werden Projekte wie unseres Unterstützung brauchen. >>>>


Und wer mein Bauch noch nicht gelesen hat:


http://aphorisma.de/catalog/nemashim-p-6193.html

 


16.08.2011
 

 

3 Jungen in Silwan von israelischen Einheit festgenommen  - Eine geheime Einheit der IDF nahm am Sonntag zwei palästinensische Kinder und einen Jugendlichen in einem Dorf namens Silwan nahe Ost Jerusalem fest. Abed Al-Karim, ein Mitglied einer lokalen Vereinigung in Silwan, die sich gegen Annektierung von Land stark macht, sagte, dass die israelischen Einheiten Musellem Mousa Auda, 11, Mohamad Auda, 13 und Kathem Abu Shafee, 17, verhafteten. Am Sonntagmorgen um 11.:30 Uhr überfielen israelische Soldaten das Dorf nahe Ost Jerusalems und verhafteten die drei Jungen ohne eine Rechtfertigung vorzubringen. >>>

Three Children and a Youth Arrested in Silwan Raid by Israeli Occupation Forces - Israeli undercover forces stormed Silwan today with the aid of other occupation forces, arresting 3 children and a youth. Among those arrested were 11-yr-old Musallem Odeh and 13-yr-old Mohammed Odeh and a third child who's name is not known yet. The children are siad to have been arrested while giving a bath to their pet donkey. Israeli forces also arrested 17-yr-old Qazem Abu Shafi'. During the raid on the neighborhood, the israeli occupation forces used a large amount of stun grenades (sound bombs) as a cover during   >>>

Dokumentation - Kinderschicksale in Palästina >>>
Dokumentation - IDF - Die Besatzer - Soldaten oder Terroristen? >>>
 

 
 

Antrag an die Vereinten Nationen Palästina will Mitglied der Uno werden - (...) In einer Erklärung warf die Regierung in Jerusalem Abbas vor, er wolle sich "vor direkten Gesprächen mit Netanjahu drücken". Die israelische Oppositionsführerin Zipi Livni betonte jedoch, der geplante Gang der Palästinenser nach New York sei "schlecht für Israel". Schuld sei Netanjahu. "Eine Person ist für diesen politischen Fehler verantwortlich - Netanjahu" >>>

Das Recht auf einen eigenen Staat - Im Herbst muss die Uno-Generalversammlung Palästina anerkennen. Dazu gehört auch die Anerkennung des Rückkehrrechts für die palästinensischen Flüchtlinge, die mit der Staatsgründung Israels aus Palästina vertrieben wurden. Von Geri Müller - Seit Beginn dieses Jahres scheint im Nahen Osten und in Nordafrika alles anders zu sein. Viele Jahre lang wurde uns vermittelt, diese Region verschlafe die moderne Welt und fliehe vor der Realität in den radikalen Islamismus. >>>

Israel will use Palestinian UN bid to restore status quo - To be honest, what's the difference between the potential UN declaration in September 2011 and the Palestinian declaration of independence in Tunis 22 years ago? - Akiva Eldar (...) The prediction of Foreign Minister Avigdor Lieberman that the vote will be followed by unprecedented violence and bloodletting prepares public opinion for a harsh response on the part of Israeli security forces to popular protests in the territories. Vice-Premier Moshe Ya'alon will be glad to help Netanyahu "teach the Palestinians a lesson they will not forget" - namely, that they should forget about a state. >>>

 
 

Es gibt keine Rückkehr – Bericht aus Israel -  Salam - In der Geschichte, die in den Straßen unserer Städte in diesen Tagen geschrieben wird, ist es möglich, verschiedene Stadien der Entwicklung wahrzunehmen. Die Demonstration am letzten Samstagabend, die wahrscheinlich die größte Demo in Israels Geschichte ist, markiert die Trennungslinie zwischen einer sich entwickelnden Protestbewegung, die keinen klaren Weg hat und einer Revolution, die jetzt anscheinend nicht mehr aufzuhalten ist. Es ist einfach und verlockend, der augenblicklichen Erregung nachzugeben, dem Herzschlag, der den Trommelschlag und die Lieder der Menge wiedergibt. … Doch habe ich keinen Zweifel daran, dass das, was jetzt an diesem Abend begann, der Beginn einer neuen Ära in Israels Geschichte und in seiner politischen Ära sein wird. >>>

 
 

Liebe Mitglieder, liebe PatenInnen, liebe SpenderInnen und FreundInnen, Mit unserem Sommerrundbrief wollen wir Ihnen herzlich für Ihre vielfältige Unterstützung in den vergangenen Monaten danken! Gleichzeitig möchten wir die vielen am Nahostkonflikt Interessierten ansprechen, die unseren Verein erst kürzlich im Rahmen unserer Nakba-Ausstellung oder bei anderen Gelegenheiten kennen gelernt haben. Die palästinensischen Flüchtlinge im Libanon, seit 63 Jahren Leidtragende der Nakba, der Flucht und Vertreibung von 1948, sind diejenige Flüchtlingsgruppe außerhalb Palästinas, die mit den größten sozialen und politischen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Ohne ausreichenden Zugang zu Arbeit, Bildung, Gesundheit, Sozialfürsorge und Wohneigentum brauchen sie unsere Solidarität in besonderem Maße. Seit mehr als 15 Jahren versuchen wir, zu einer Verbesserung ihrer Lage beizutragen. Wir freuen uns, dass trotz aller Schwierigkeiten und dank einer großzügigen Spende unserer Förderer und der guten Arbeit unserer Partner von NISCVT (The National Institution of Social Care and Vocational Training) jetzt im Sommer wieder Hunderte palästinensischer Kinder und Jugendlicher im Libanon ausgelassene und fröhliche Ferienfreizeiten erleben können. Auch Ihnen möchten wir einen wunderschönen Sommer und gute Erholung wünschen! - Sommerrundbrief - pdf -  >>>>


Aus Anlass des Beginns des neuen Kindergartenjahres 2011/2012 möchten wir Euch auf die Möglichkeit einer Kindergartenpatenschaft aufmerksam machen und sie Euch wärmstens ans Herz legen.
Mit Eurer Hilfe (15¤/Monat über 3 Jahre) kann ein palästinensisches Flüchtlingskind aus einer mittellosen Familie im Libanon drei Jahre lang den Kindergarten unserer Partnerorganisation The National Institution of Social Care and Vovational Training kostenlos besuchen. Hier erwirbt das Kind soziale Kompetenz und Selbstvertrauen, werden musische und kreative Fähigkeiten gefördert, kann es einfach vergnügt und ausgelassen sein und wird auf den späteren Schulbesuch vorbereitet. Bitte meldet Euch bei Interesse direkt bei Hans-Ulrich Dapp, hudapp@lib-hilfe.de (cc bitte auch an mich). Mit herzlichen Grüßen Ingrid Rumpf -
irumpf@lib-hilfe.de

 
 

Freedom Theatre - Offener Brief an den israelischen Sicherheitsapparat - 11 August 2011 - Dies ist ein offener Brief der Vertreter der internationalen Freiwilligen und Mitarbeiter, der Freunde, Unterstützer und Gründer des 'Freedom Theatre' in Jenin an den israelischen Sicherheitsapparat, einschließlich des Shabak, der IDF und der israelischen Polizei. Nach der Attacke auf das Büro und das Multimedia-Zentrum des 'Freedom Theatre', während der Sie unseren Technik-Chef Adnan Naghnaghiye und Bilal Saadi, den Vorstands-Vorsitzenden des 'Freedom Theatre' in Jenin verhaftet haben; nachdem Sie Adnan und Bilal zwei Wochen den Zugang zu einem Anwalt verweigert, sie unmenschlich behandelt und ihnen die grundlegenden Menschenrechte verweigert haben, und nach der Verhaftung unseres Schauspielschülers Rami Hwayel stellen wir hiermit fest >>>

 
 

Not Jewish enough for Glenn Beck – nor Israeli enough - Undeterred by being dropped from Fox, or by the fallout from having compared the victims of July’s Norway massacre to Hitler Youth, the media personality has assumed a prophet's intonation in urging his followers to stand with him in Jerusalem on August 24. - Bradley Burston - This has been a summer of astonishments. So it probably should have come as no surprise that Tel Aviv's sudden tent city should have drawn the impossibility of rain in August. Or that Glenn Beck has arrived to teach us about the meaning of courage, the Israeli-Palestinian conflict, and the likelihood of finding Islamic radicals under the protest canvas on Rothschild Boulevard. Next week, conservative political commentator Beck plans to hold a mass rally to "Restore Courage" in Jerusalem. His goal: saving Israel and the United States from apocalyptic destruction in the form of the two-state solution. >>>

 
 

What Is Rael Propaganda Diaries - "BDSsouthafrica on Aug 11, 2011 - An Israeli mission is being sent to five countries to do pro-Israeli propaganda work at campuses. The mission has been briefed and trained by the Israeli Ministry of Foreign Affairs and the Israeli Ministry of Public Diplomacy and Diaspora Affairs. Furthermore, they have received funding from the Ben-Gurion University and Weizmann Institute of Science student unions. These youtube diaries document the mission's attempted propaganda visit to South African campuses. In this installment - Day 1: OR Tambo International Airport - students who planned a creative protest at the arrivals terminal of the airport speak about the measures that the Hasbara group had to take to 'sneak into the country like spies'. Palestinian students have written to South African peers asking students to challenge and boycott the upcoming Israeli trip to South Africa which is meant to begin on the 11th of August 2011. In response, the SA Union of Students; South Africa's oldest and largest student group, SA Students Congress; and the Young Communist League of South Africa have issued a joint statement that slams the 'Israeli Apartheid Agents' mission to South African campuses and they encourage all local structures to investigate and implement boycott of Israel campaigns was issued. >>>

 


15
.8.2011
 

 

„Die Leute in Israel ahnen, dass es um mehr geht als um Wohnungs- oder Frischkäsepreise“ - Moshe Zuckermann - (..). Nach außen hin erscheint Israel in der Tat als homogener, zionistischer Block. Das ist weiterhin auch wahr. Aber ich habe in den 1990er Jahren schon von einer zutiefst zerrissenen Gesellschaft gesprochen. Israel war nach innen nie homogen. Israel hat ethnische Konflikte, die Konflikte zwischen religiösen und säkularen Kräften, Klassenkonflikte, die Konflikte zwischen Alteingesessenen und Neueinwanderern, die Konflikte vor allem zwischen Juden und Arabern innerhalb Israels. Die waren strukturell von Anbeginn da und existierten immer weiter. In der Auslandspresse wird der Nahostkonflikt prominent wahrgenommen und in diesem stellt sich das zionistische Israel als homogen dar gegenüber Palästina oder gegenüber den arabischen Nachbarstaaten. >>>


Photos: 100,000 demonstrate across Israel as J14 leaves Tel Aviv - Some 100,000 people, Arabs and Jews, demonstrated across Israel tonight, after the J14 movement decided to break with tradition and hold rallies in a dozen different locations instead of one central rally in Tel Aviv. The decision resulted in several protests breaking local records, with over 15,000 demonstrating in Beer Sheva, over 30,000 in Haifa, over 15,000 in Afula (population 40,000). Other locations included the Arab city of Nazareth, the blue-collar town of Or Yehouda, the commuter city of Modi’in, Beit Shemesh, Netanya, Rishon Letzion and many others. While the protest in Jaffa, which has seen many clashes between police and protesters over the years, ended peacefully, in Or Yehouda some 500 people blocked the road and burned tires. One of the speakers at the Beer Sheva rally,Hanan Alsana, a Negev Bedouin, said the J14 struggle was for everyone, and called on Arabs and Bedouin to join the protest. >>>


OECD: Settlements weaken Israeli economy - Sever Plocker - Study shows inclusion of east Jerusalem, West Bank settlements and Golan Heights in Israel's statistic figures reduces per capita income, increases inequality >>>


Eine junge Frau gegen das System - Stav Shafir hat das erste Zelt der Protestbewegung in Israel selbst aufgebaut. Sie spricht darüber, wie alles begonnen hat und wie es jetzt weitergeht - In der Mitte des Rothschild Boulevards in Tel Aviv warte ich auf die junge Protestführerin Stav Shafir. Es ist fast Mitternacht. Trotzdem strömen hier immer noch die Massen durch das Zeltlager. Es ist das größte aller Camps und das pulsierende Herz der Bewegung gegen „soziale Ungerechtigkeit". Über eine Strecke von mehr als zwei Kilometer stehen hier laut aktueller Zählung rund 2000 Zelte. >>>


Der Protest erreicht die Wüste - Thorsten Teichmann - Erneut sind gestern Abend in Israel Zehntausende für eine gerechtere Sozialpolitik auf die Straße gegangen - dieses Mal allerdings nicht in der Protesthochburg Tel Aviv, sondern in kleineren Städten. Dabei zeigt sich, wie heterogen die Protestbewegung ist - alt und jung, Israelis und Araber. >>>           Download der Audiodatei >>>>


Proteste in Israel erreichen kleinere Städte - Die größten Sozialproteste in der Geschichte Israels reißen nicht ab: Am Wochenende haben erneut Zehntausende Menschen gegen die Politik der konservativen Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu demonstriert. Dieses Mal hatten die Organisatoren in kleineren Städten im Norden und Süden des Landes zu Kundgebungen aufgerufen. - Landesweit mehr als 70.000 Demonstranten  - Nach Angaben der Polizei beteiligten sich landesweit mehr als 70.000 Menschen an den Demonstrationen. Nachdem vor einer Woche mehr als 300.000 Demonstranten in Tel Aviv und anderen Städten protestiert hatten, gingen dieses Mal die Menschen in 15 kleineren Städten auf die Straße. >>>

Erneute Proteste in Israel


Israeli massive protests-News Analysis-08-13-2011

Israel's housing shortage leads to internal tensions

Israel's settlement spending under scrutiny

Israel’s Tahrir [1]: Will the Revolution End “Bibinomics”? - By his “second coming”, the economic elites and the Treasury/Israel-Bank fanatics have recognized what an immense asset Bibi is for them... His deeds can be summarized... as a massive transfer of wealth from the lower and middle classes to the rich, and extensive deregulation and privatization. With a stern face, he inflicted austerity after austerity... then back in the PM seat, he set up one of the most ridiculously bloated governments in Israel’s history. All the while, he has continued to pour billions into the wasteful and politically controversial Occupation-Settlement project, economic considerations be damned. “Bibinomics” are a display of self-contradictory hypocrisy at its crudest ugliness. But many of Israel’s economic analysts have continued to sing Bibi’s praise >>>

Dieser Ruf wird nicht verschwinden: das Volk will Gerechtigkeit - Shira Ohayon - Rede bei der Rallye in Tel Aviv am 6.8.11 - (...) Wir haben es satt, dass uns der Staat immer wieder schlägt, weil wir Frauen sind, weil wir allein erziehende Mütter sind, weil wir orientalisch sind, weil wir in Vorstädten leben, weil wir Lehrerinnen sind oder Künstlerinnen, weil wir unsere Muttersprache arabisch sprechen und dieses Mal, weil wir aufstehen und gegen das brutale kapitalistische System protestieren, das uns arm, arbeitslos, obdachlos gemacht hat, das auf unserer Würde herumtrampelt. >>>

Mehr dazu >>>

 
 

Gedanken zur Ein-Staaten - Zwei-Staatenlösung - Dr. Khaled Hamad - Vorsitzender der Deutsch-Palästinensische Medizinische Gesellschaft DPPMG  - Ich bin mit Sicherheit für einen gemeinsamen demokratischen Staat in Palästina, wo Juden und Araber ohne Unterdrückung und Gleichberechtigt leben können. Das steht im Programm von Fatah, PFLP und DFLP u.s.w.

Allerdings um diesen Ziel zu verwirklichen, müssen die Kräfteverhältnisse sich entscheidend zu Gunsten der Friedensfraktion in Israel, im Nahenosten und vielleicht in der ganzen Welt ändern. Das braucht möglicherweise Jahrzehnte Kampf und Arbeit.

Abgesehen von einer paar Hundert Leute in Palästina und Israel, die es gut meinen, sind hauptsächlich die Siedler und die meisten israelischen Parteien für einen Israel auf ganz Palästina. Die Likud Partei und die Rechten plädieren seit Jahrzehnten dafür und schaffen Tatsachen, um diesen sog. Einstaat als einzige Möglichkeit zu zementieren. Nach Ihre Meinung sind die Palästinenser nur ein Problem, das auch mit massiven Gewalt zu lösen ist. Es gab und gibt viele Pläne dieses Problem z.B. auf Kosten von Jordanien zu lösen.

Klar, daß so einen Staat auch in der jetzigen Form zu Boykottieren ist. Also BDS ist sehr wichtig. Wer aber glaubt, daß man Israel dadurch zwingt einen demokratischen Staat für alle Juden und Palästinenser gleichberechtigt zu sein, sowie das Recht der Palästinenser auf Rückkehr zu akzeptieren, ist wirklich ein Träumer

Was Alle paläst. Organisationen und Parteien (Ausnahme Bedenken der Aljehad Organisation) und mehr als 90% der Palästinenser wollen, ist einmal ihre Nationalität international rechtlich zurückgewinnen. Sie wollen anerkannt sein als Volk, das auf seinem Boden lebt. Gaza, Jerusalem und die Westbank sind laut der Beschlüsse der Weltgemeinschaft immer noch als paläst. besitzen Gebieten anerkannt. Man brauch deutlich kleinere Kräfteverhältnisse –Veränderungen in der Region, um einen paläst. Staat durchzusetzen. Daher haben die PLO Institutionen seit 1974 immer wieder die Zwei-Staatenlösung gefordert als entscheidender Schritt Richtung eines demokratischen Einheitsstaat im gesamten Palästina.

Die PLO wird wegen Ihr Vorhaben, die Anerkennung eines paläst. Staates vor der UNO vorzutragen, sehr unter Druck gesetzt. Die USA wollen Ihre finanzielle Hilf stoppen. Die EU, vor allem Deutschland, warnt vor einseitige Schritte. Israel und die zionistische Lobby investiert aber Millionen, um Staaten zu zwingen Palästina nicht anerkennen. Denken wir an osteuropäischen Staaten und andere wackligen Staaten.

Die arabischen Staaten schweigen. Sie sind noch nicht bereit die fehlende Finanzhilfe zu ersetzen. Allerdings entfachen sich in Deutschland die Diskussionen darüber innerhalb der Parteien und Parlamentarier. Israelsfreunde sind sehr aktiv.

Wir müssen Palästinafreunde in diesem politischen Kampf unterstützen und nicht im Stich lassen. (...)

Deswegen haben die demokratischen Kräfte in der PLO Angst, daß Abbas diesen wichtigen politischen Schritt zurücknimmt. Argumente stehen bereit. Die Demokraten mobilisieren die Massen, damit eine Zurücknahme erschwert wird. Wir wissen alle, daß eine Anerkennung Palästinas keineswegs Ende der Besatzung bedeutet. Der Kampf dafür fängt ja erst richtig an.

Noch ein Argument: Diese Aktion wird Israel nicht weniger als BDS-Aktionen kosten. Also in der gleichen Richtung wie BDS. Wer BDS ernsthaft vorantreiben will, stellt sich auch hinter der Erkennung des paläst. Staates und dem Kampf für Ende der Besatzung. Es gibt z.Zt. keine Alternative dazu, Denn die Besatzer und das unter Besatzung lebendes Volk können z.Zt. nicht ernsthaft und gleichberechtigt miteinander zusammenleben.

 


Aus Bahrain kam das Foto einer palästinensischen Münze aus dem Jahr 1927 mit folgender Anmerkung:

I have a Palestine coin 100 Mils from 1927 (72%silver!) in English Arabic and Hebrew which I like to show to those people who say it was a land without people for a people without land. I reply a Palestinian coin without a country called Palestine!!

Das sollte man unter die Leute bringen. Vielleicht sollte die PA zum Gedenken eine Nachprägung erwägen! Wassalam Abdullah Borek

 

 

An Italian Christian Peace Group takes part in nonviolent protest in Al Tuwani near Hebron.

 
 

Abdul Raouf Abu Raheh explains what residents of Bilin will do with the land returned by court order after being confiscated for the Wall.

 


14
.8.2011
 

 

"Weder faul noch verwöhnt" - An diesem Wochenende sind die Israelis in die Provinz gefahren um zu protestieren. Immer mehr politisch brisante Fragen rücken in den Mittelpunkt. - Andreas Hackl - (...) "Es gibt kein jüdisch und kein arabisch. Auch kein Zentrum und keine Peripherie. Es gibt nur eines: Gerechtigkeit!", heizt der Aktivist Haim Bar Yaakov von der Bühne ein. Die Menge erwidert seine Worte und jubelt ihm mehrmals mit "Das Volk will soziale Gerechtigkeit" zu. Immer wieder tauchen arabische Schilder zwischen den hebräischen auf. Beinahe alle Bühnensprecher betonen die jüdisch-arabische Einheit. Das zeigt vor allem eines: Die Protestbewegung in Israel wird zunehmend politisch. >>>


Dieser Ruf wird nicht verschwinden: das Volk will Gerechtigkeit -
Shira Ohayon - Rede bei der Rallye in Tel Aviv am 6.8.11 - Guten Abend alle meine Brüder uns Schwestern der Protestdemo, die Helden und Heldinnen der Revolution. Ich bin Shira Ohayon, eine allein erziehende Mutter, in Dimona geboren. Ich lebe in einer gemieteten Wohnung in Ashdod und bin aktiv im Kampf der Arbeiter und der Musiker des neuen Andalusischen Orchesters, damit dieses nicht geschlossen wird, ich bin Lehrerin und Erzieherin in Israel. Heute komme ich, um euch im Namen all meiner Schwestern in den Slums, in den Städten und Dörfern zu sagen, dass ich es satt habe. Wir haben es satt, dass uns der Staat immer wieder schlägt, weil wir Frauen sind, weil wir allein erziehende Mütter sind, weil wir orientalisch sind, weil wir in Vorstädten leben, weil wir Lehrerinnen sind oder Künstlerinnen, weil wir unsere Muttersprache arabisch sprechen und dieses Mal, weil wir aufstehen und gegen das brutale kapitalistische System protestieren, das uns arm, arbeitslos, obdachlos gemacht hat, das auf unserer Würde herumtrampelt. Wir sind weder verwöhnt noch sind wir Parasiten. Alles, was wir erbitten ist, dass wir in Würde leben und eine Zukunft für unsere Kinder haben. Wir haben keine Sicherheit im Staat Israel. Sicherheit beginnt zu Hause – mit einer Wohnung, mit fairer Arbeit, mit Gesundheit, Bildung und Wohlergehen als auch mit Kultur >>>


Es gibt keine Rückkehr - Haggai Matar - In der Geschichte, die in den Straßen unserer Städte in diesen Tagen geschrieben wird, ist es möglich, verschiedene Stadien der Entwicklung wahrzunehmen. Die Demonstration  am letzten Samstagabend, die wahrscheinlich die größte Demo in Israels Geschichte ist, markiert die Trennungslinie zwischen einer sich entwickelnden Protestbewegung, die keinen klaren Weg hat und einer Revolution, die jetzt anscheinend nicht mehr aufzuhalten ist. Es ist einfach und verlockend, der augenblicklichen Erregung nachzugeben, dem Herzschlag, der den Trommelschlag und die Lieder der Menge wiedergibt. … Doch habe ich keinen Zweifel daran, dass das, was jetzt an diesem Abend begann, der Beginn einer neuen Ära in Israels Geschichte und in seiner politischen Ära sein wird. Die Hunderttausende, die auf die Straßen gingen und die Straßen Tel Avivs mit der großen Rallye blockierten und die Plätze in den Städten zwischen Eilat und Kiryat Shmona über Jerusalem, Hod Hasharon und Baka-al-Garbiya füllten, markieren einen Wendepunkt. Drei Wochen >>>


Anderweitig besetzt  - Amira Hass  - (...)  Seht nicht auf individuelle Angelegenheiten wie die Größe eines Wohnwagens oder der Villen oder ihr hübsches Aussehen. Man konzentriere sich auf die Politik, die es möglich macht, Wohnwagen aufzustellen und einstöckige Häuser und jüdische Stadtteile und Wohnungen für Juden zu bauen und individuelle Farmen zu genehmigen und zwei Meter davon entfernt werden palästinensische Zelte und Hütten dem Erdboden gleich gemacht. Auf beiden Seiten der Grünen Linie - aber Platzmangel verpflichtet uns, uns auf die östliche Seite zu konzentrieren. In den ersten sechs Monaten von 2011 führte diese Politik zur Zerstörung von 656 Wohnungen von Palästinensern in Zone C der Westbank, 351 von ihnen sind Kinder. Diese Zahl tauchte unter den Zahlen des UN-Büros von OCHA auf ( Coordinator of Humanitarian Affairs) . Ja, dieselbe Zone C, die der Yesha-Rat den Zelt-Demonstranten zu empfehlen wünscht und wo dieser glaubt, dass hier die Lösung von Israels Wohnungsproblem liege. Die Zahl spricht von 342 palästinensischen Strukturen, einschließlich 125 Häusern ( die Mehrheit sind Zelte und Wellblechhütten) OCHA fand, dass dies fast fünfmal mehr an Zerstörungen und betroffenen Menschen sind als in der selben Periode des letzten Jahres. >>>


Leben - oder untergehen - Video - Richard C. Schneider - Es ist die größte soziale Bewegung in der 63-jährigen Geschichte Israels: Hunderttausende - meist junge - Menschen demonstrieren friedlich für Gerechtigkeit - und orientieren sich dabei an europäischen wie arabischen Protest-Vorbildern. >>>

Video - Protesttag in Israel: In Israel entwickelt sich eine neue Protestkultur  >>>

 
 

 

Start | oben

Mail          Impressum           Haftungsausschluss                Honestly Concerned  + Netzwerk        The "best" of  H. M. Broder             arendt art