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Der Direktor des UN-Menschenrechtsrates beschuldigt Israel "wiederholt exzessive Gewalt" gegen Palästinenser anzuwenden - 27.04.2018 - Mindestens 42 Palästinenser sind gestorben, mehr als 5.500 verletzt worden – mehr als 1.700 durch scharfe Munition. - Der Hochkommissar der UNO für Menschenrechte, Zeid Raad al-Hussein, hat die israelischen Streitkräfte beschuldigt "exzessive Gewalt" anzuwenden, um die Demonstrationen von Palästinensern an der Grenze des Gazastreifens zu unterdrücken, und hat versichert, dass das "nicht nur ein oder zwei Mal, sondern wiederholt (geschehen sei)", wie die Zahlen der Toten und Verletzen zeigten.

Mindestens 42 Palästinenser haben das Leben verloren, mehr als 5.500 sind verletzt worden – "1.739 durch Beschuss mit scharfer Munition durch die israelischen Sicherheitskräfte" – seit seit fast einem Monat der Rückkehrmarsch  stattfindet. Die Mehrzahl der Toten und Verletzten waren unbewaffnet und stellten laut dem Hochkommissar keine direkte und unmittelbare Bedrohung dar.

"Jede Woche sehen wir Beispiele für den Gebrauch tödlicher Gewalt gegen unbewaffnete Demonstranten", bemerkte Zeid, der am Freitag ein Komuniquee verbreitet hat [...]. Eine Woche nach der andern "scheint" das Verhalten israelischen Agenten offensichtlich "unverändert" , was nach seiner Meinung zeigt, dass die Regierung von Benjamin Netanyhu die Appelle der UNO "ignoriert". Der Hochkommissar erinnerte daran, dass die Palästinenser das Recht haben friedlich zu demonstrieren und die israelischen Truppen deshalb nur in Fällen "extremer Notwendigkeit", "ausnahmsweise" und "als letztes Mittel, um auf eine unmittelbare Gefahr des Todes oder schwerer Verletzungen hin" auf tödliche Gewalt zurückgreifen dürfen.

Für das Büro von Zeid ist es schwierig anzunehmen, dass eine solche Gefahr besteht, wenn die Demonstranten Autoreifen verbrennen oder Steine oder Molotowcocktails "aus einer beträchtlichen Entfernung" werfen und das gegen "sehr geschützte" Agenten. Angesichts dieses Szenarios ist es erwiesen, dass Israel exzessiver Gewalt gebraucht und es sogar Fälle von vorsätzlichen Tötungen gegeben hat. "Ich bin in doppelter Hinsicht besorgt wegen der Meldungen von ungewöhnlich schwerwiegenden Verletzungen durch scharfe Munition. Außerdem haben viele, die eine Behandlung außerhalb von Gaza gesucht haben, keine Genehmigungen (zur Ausreise) von Israel erhalten, was das Leiden noch vergrößert", sagte Zeid in seiner Note.

Auswirkungen auf Kinder - Zeid hat seine besondere Sorge um die Kinder zum Ausdruck gebracht, da mindestens vier Minderjährigen unter den 42 Toten sind, drei von ihnen starben durch Kugeln in den Kopf oder den Hals. Weitere 233 Kinder wurden durch Schüsse verletzt, und viele von ihnen werden die Folgen ein Leben lang mit sich schleppen; dazu gehören auch Amputationen von Gliedern. "Der Gebrauch exzessiver Gewalt gegen jegliche Demonstranten ist zu verurteilen, aber das Internationale Recht gewährt Kindern einen darüber hinaus gehenden Schutz", erinnerte der Hochkommissar, nach dessen Meinung man schwer sehen kann, auf welche Art Kinder, auch wenn sie Steine werfen, eine Bedrohung" für die israelischen Truppen "darstellen".

Zeid verwies besonders auf den Fall von Mohamad Ayoub, der infolge eines Schusses in den Kopf am 20. April gestorben ist. "Die Bilder von einem Kind, das beschossen wird, als es von den israelischen Sicherheitskräften davonläuft, ist höchst schockierend", bemerkte er.

 

Rechenschaftspflicht - Der Direktor des UN-Menschenrechtsrates hat die Tragweite der Richtlinien der israelischen Sicherheitskräfte – "die nicht öffentlich (veröffentlicht) sind" – in Zweifel gezogen, entweder weil sie nicht mit dem internationalen Recht übereinstimmen, oder weil ihre eigenen Mitglieder sich nicht verpflichtet fühlen ihnen zu folgen.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, hat eine unabhängige und transparente Untersuchung der letzten Welle von Toten verlangt, und Zeid sagte, dass "alle Länder zuallererst hinsichtlich der Menschenrechte die Verpflichtung haben zu garantieren, dass jeder Tod und jede schwere Verletzung untersucht wird und die dafür Verantwortlichen nach dem Strafrecht Rechenschaft ablegen", was sich auch auf die möglichen Übergriffe, die im Gazastreifen begangen wurden, erstrecken kann. "Leider scheint es in diesem ewigen und asymmetrischen Konflikt nur dann ernsthafte Untersuchungen zu geben, wenn Video-Beweise existieren, die auf unabhängige Weise erfasst worden sind", während für die Fälle, die "fernab (außerhalb) einer Kamera" geschehen, "wenig oder keine" Bereitschaft besteht Rechtsstaatsprinzipien anzuwenden, klagte der Hochkommissar.

Zeid befürchtet, dass vor Ende des Tages – "und am nächsten Freitag und dem Freitag nach diesem Freitag" mehr Palästinenser ihr Leben verlieren, "während sie ihr Recht zu demonstrieren ausüben, sich einem Zaun nähern oder die Aufmerksamkeit der Militärs auf der anderen Seite auf sich ziehen."       Quelle    Übersetzung: K. Nebauer
 

 

Dokumentation - 2018 - Gaza - Der "Große Rückkehrmarsch" >>>
 

Vorwort - Erhard Arendt - Seit Wochen wird das Thema Antisemitismus in vielen Variationen hochgespielt, so, als wenn es keinen anderen Rassismus gäbe, keine anderen Opfer (Die Statistiken sagen etwas anderes), als wenn der Rassismus gegen Flüchtlinge nicht viel stärker wäre. Wer ein wenig die Hintergründe kennt,  weiß, hier laufen vorwiegend Ablenkungsaktionen.  Plappermaul Henryk M. Broder verriet schon 2008 im Bundestag, warum bis zum Zentralrat hin man von dem Geschehen in Palästina, aktuell besonders in Gaza ablenken will. Man will vergessen machen, dass aus den Opfern der Vergangenheit brutale Täter geworden sind, was, so Broder, ja mehr Spaß macht....
 
 Wie sagte doch Henryk M. Broder schon 2008 so schön im Bundestag: "Überlassen sie die Beschäftigung mit dem guten alten Antisemitismus à la Horst Mahler den Archäologen, den Antiquaren und den Historikern. Kümmern Sie sich um den modernen Antisemitismus im Kostüm des Antizionismus und um dessen Repräsentanten, die es auch in Ihren Reihen gibt. " Er meint die, die diese Form des realen politischen Zionismus Rassismus nennen.

Hier entlarvte sich Henryk M. Broder und er entlarvte die Bemühungen der Israellobby, der falschen Freunde Israels. Es geht ihnen nicht um Rassismus um die Bekämpfung des wirklichen Antisemitismus, es geht ihnen um die Bekämpfung, Unterdrückung der legitimen, notwendigen Israelkritik.
 
Da die öffentlichen Medien über diese Verbrechen so gut wie gar nicht berichten, die Politiker wegen des Wegschauen schon unter einem Halswirbelsyndrom leiden, will ich den nachfolgenden, etwas längerem Text vollständig auf der Startseite veröffentlichen.  Es kommen immer wieder mal Politiker, Medienleute auf diese Seite, vielleicht fangen sie auch langsam an, auf diese Verbrechen hinzuweisen!

 

 

Amnesty International Spanien - 27.04.2018 - Israel: ein Waffenembargo ist nötig, wenn die Armee rechtswidrig Demonstranten in Gaza tötet und verstümmelt - Israel begeht kriminelle Aggressionen gegen palästinensische Demonstranten, seine bewaffneten Truppen töten und verstümmeln sie, obwohl sie keinerlei Bedrohung für sie darstellen. So hat es Amnesty International heute erklärt und stützt sich dabei auf seine letzte Untersuchung, während im Gazastreifen die Proteste des "Großen Rückkehrmarsches" weitergehen.

Die israelische Armee hat bei den Protesten, die seit 30. März jeden Freitag stattfinden, 35 Palästinenser getötet und mehr als 5.500 verletzt – in einigen Fällen hat sie Verletzungen verursacht, die offensichtlich beabsichtigt waren und das Leben der Betroffenen verändern werden.

Amnesty International hat seinen Aufruf an die Regierungen weltweit wiederholt, ein umfassendes Waffenembargo über Israel zu verhängen, nachdem es auf die Massendemonstrationen entlang der Grenze, die den Gazastreifen von Israel trennt, unverhältnismäßig reagiert hat. "Während vier Wochen hat die Welt mit Entsetzen gesehen, wie auf der anderen Seite des Zauns postierte Scharfschützen und andere israelische Soldaten mit kompletter Schutzausrüstung palästinensische Demonstranten mit scharfer Munition und Tränengas angegriffen haben. Trotz der internationalen Verurteilung hat die israelische Armee den rechtswidrigen Befehl auf unbewaffnete Demonstranten zu schießen, nicht annulliert", erklärte Magdalena Mughrabi, stellvertretende Regionaldirektorin für Amnesty International für den Nahen Osten und Nordafrika.

"Die Zeit ist vorbei für symbolische Demonstrationen zur Verurteilung. Die internationale Gemeinschaft muss konkrete Maßnahmen ergreifen, um die Lieferung von Waffen und militärischem Material nach Israel zu stoppen. Das nicht zu tun, bedeutet zu erlauben, dass weiterhin tausende Männer, Frauen, Mädchen und Jungen, die an den Folgen eines Lebens unter der brutalen israelischen Blockade des Gazastreifens leiden, weiterhin schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind. Diese Menschen tun nicht mehr als wegen ihrer unerträglichen Lebensbedingungen zu protestieren sowie für das Recht zu ihren Häusern und Städten, die im heutigen Israel liegen, zurückzukehren.

Die Vereinigten Staaten sind mit Abstand der Hauptlieferant von militärischer Technologie und Material an Israel, dem gegenüber sie sich verpflichtet haben in den nächsten zehn Jahren Militärhilfe im Wert von 38.000 Millionen Dollar zur Verfügung zu stellen. Und es gibt weitere Staaten – unter ihnen EU-Mitgliedsstaaten wie Frankreich, Deutschland, England und Italien - , die Lizenzen für große Mengen von für Israel bestimmtem militärischen Material gewährt haben.

 

Schüsse in den Rücken von Demonstranten - Bei den meisten Todesfällen, die Amnesty analysiert hat, wurde auf den oberen Körperteil der Opfer geschossen, einschließlich Kopf und Brust sowie einige Male in den Rücken. Es gibt Zeugenaussagen sowie fotografisches und Video-Material, die darauf hinweisen, dass viele Personen absichtlich getötet oder verletzt wurden, ohne dass sie irgendeine unmittelbare Bedrohung für die israelischen Soldaten darstellten.

Unter den Opfern ist Mohammad Khalil Obeid, ein 23-jähriger Fußballer, dem sie in beide Knie schossen, während er sich selbst am 30. März mit dem Rücken zum Grenzzaun bei einer Demonstration östlich vom Flüchtlingslager El-Bureij filmte. Das Video, das in sozialen Netzen veröffentlicht wurde, zeigt den Moment, in dem sie auf ihn schossen. Man sieht ihn in einer abgelegenen Gegend, fern vom Grenzzaun, stehen, ohne dass er irgendeine Bedrohung für das Leben der israelischen Soldaten darzustellen scheint. Jetzt benötigt er eine Operation für einen Knieersatz, damit er wieder gehen kann. "Mein Leben als palästinensischer Spieler ist zerstört... Ich träumte davon im Ausland Fußball zu spielen und die palästinensische Fahne zu hissen, (um zu zeigen), dass wir keine Terroristen sind", erklärte er gegenüber Amnesty International. "Wir wollten unsere Botschaft allen Organisationen, Ländern und Staatschefs übermitteln, damit sie sehen, was uns passiert, denn in keinem Ort der Welt würde man so etwas akzeptieren."

 

Verletzungen, die man seit dem (letzen) Krieg nicht mehr gesehen hat - Die Ärzte vom Shifa-Hospital und dem Europäischen Krankenhaus in Gaza- Stadt haben Amnesty International gesagt, dass viele der schweren Verletzungen, die man gesehen hat, an den unteren Extremitäten einschließlich der Knie sind, typische Kriegsverletzungen, die man seit dem Gaza-Krieg von 2014 nicht mehr gesehen hat.

Viele Personen haben schwere Schäden an Weichteilgewebe und Knochen erlitten, sowie große Austrittswunden von 10 bis 15mm für das Projektil, wahrscheinlich werden sie mehr Komplikationen haben, Infektionen oder eine Behinderung wie Lähmungen oder Amputationen. Die Information über die hohe Zahl von Knieverletzungen, bei denen eine Fragmentierung des Projektils wahrscheinlich ist, ist besonders alarmierend. Wenn es stimmt, würde das darauf hinweisen, dass die israelische Armee danach trachtet absichtlich Verletzungen zu verursachen, die das Leben der verletzten Person verändert.

Die Ärzte haben auch gesagt, dass sie eine weitere Art von verheerenden Verletzungen beobachtet haben, die durch große innere Hohlräume und Plastik charakterisiert sind, das im Inneren des Körpers deponiert ist, wobei es keine Austrittswunden gibt. Nach Meinung von Militärexperten und eines sachverständigen Pathologen, die die von Amnesty International erhaltenen Fotografien untersucht haben, stimmen viele der von den Ärzten in Gaza beobachteten Wunden mit denen überein, die die Gewehre Tavor israelischer Herkunft mit hoher Geschwindigkeit verursachen und militärische Munition 5,56mm verwenden. Andere Verletzungen weisen auf die Scharfschützengewehre Remington M24 US-amerikanischer Herkunft, deren Jagdmunition von 7,62mm sich im Körper ausdehnt und ausbreitet.

Laut einer Erklärung von Médecins sans Frontières wurde die Hälfte der mehr als 500 Personen wegen Verletzungen behandelt, "in denen die Kugel das Gewebe buchstäblich zerstört hat, nachdem sie den Knochen pulverisiert hat". Diese Information wurde von humanitären NGOs bestätigt, sowie von Zeugenaussagen von Ärzten, die von palästinensischen Menschenrechtsgruppen in Gaza gesammelt wurden.

"Die Natur dieser Wunden zeigt, dass die israelischen Soldaten Militärwaffen hoher Geschwindigkeit benutzen, um bei den palästinensischen Demonstranten, die für sie keinerlei unmittelbare Bedrohung darstellen, den größtmöglichen Schaden zu verursachen. Diese offensichtlich beabsichtigten Versuche zu töten und zu verstümmeln sind sehr besorgniserregend und selbstverständlich völlig rechtswidrig. Einige dieser Fälle scheinen beabsichtigte Morde zu sein, schwere Verstöße gegen die Genfer Konvention und Kriegsverbrechen", fügte Magdalena Mughrabi hinzu.

"Wenn Israel keine effektiven und unabhängigen Untersuchungen garantiert, die zur Strafverfolgung der Verantwortlichen führen, muss der Internationale Strafgerichtshof eine formelle Untersuchung dieser Morde und der schweren Verletzungen sowie möglicher Kriegsverbrechen eröffnen und garantieren, dass die Täter vor Gericht gestellt werden."

Laut dem Gesundheitsministerium von Gaza rechnet man zum 26. April mit einer Gesamtzahl verwundeter Personen von 5.511 – 592 Kinder (Jungen und Mädchen), 192 Frauen und 4.727 Männer -, wobei 1.738 Verletzungen durch scharfe Munition verursacht wurden. Etwa die Hälfte der in Krankenhäusern aufgenommenen Personen wiesen Verletzungen an den Beinen und Knien auf, 225 an Hals und Kopf, 142 war in den Bauch und das Becken geschossen worden, 15 hatten Verletzungen an der Brust und am Rücken. Bis jetzt wurden aufgrund der Verletzungen 18 Amputationen durchgeführt.

Unter den an den erlittenen Verletzungen verstorbenen Personen sind vier Minderjährige zwischen 14 und 17 Jahren. Auch zwei Journalisten sind erschossen worden, obwohl sie Schutzwesten trugen, die sie eindeutig als Mitglieder der Presse identifizierten, mehrere andere wurden verletzt.

Die Krankenhäuser von Gaza können sich kaum um die große Zahl der Opfer kümmern, da medizinische Produkte, Strom und Treibstoff wegen der israelischen Blockade fehlen und dieser Mangel noch durch die Zwistigkeiten der Palästinenser verstärkt wird. Unterdessen verzögert und verhindert Israel den Transfer von Personen, die dringend eine spezialisierte ärztliche Behandlng benötigen, die in anderen Teilen der besetzten palästinensischen Gebiete möglich wäre, wegen ihrer Teilnahme an den Protesten.

Ein von Amnesty International dokumentierter Fall ist der des 20-jährigen Journalisten Yousef al-Kronz, dem das linke Bein amputiert wurde, nachdem ihm die israelischen Behörden die Reisegenehmigung nach Ramallah zur dringenden ärztlichen Behandlung verweigert hatten. Schließlich erlaubten sie ihm dank der Intervention von Menschenrechtsgruppen, die vor Gericht gezogen waren, für eine Operation zur Rettung seines anderen Beines auszureisen.

Medizinisches Notfallpersonal von Gaza berichtete Amnesty International, wie schwierig es ist, verletzte Demonstranten zu evakuieren wegen der Tränengaskanister, die die israelische Armee auf sie und auf die Zeltkliniken schießt.

 

Gesetzwidrige Tötungen und Verletzungen, die das Leben verändern - Die Organisatoren der "Großen Rückkehrmarsches" haben wiederholt bekundet, dass es beabsichtigt ist, dass die Proteste friedlich sind und großteils im Sitzen, in Konzerten, sportlichen Spielen, Diskussionen und anderen friedlichen Aktivitäten erfolgen.

Trotzdem hat die israelische Armee ihr Personal verstärkt und Panzer, Militärfahrzeuge, Soldaten und Heckenschützen entlang des Grenzzauns zu Gaza postiert und Befehl gegeben auf jeden zu schießen, der sich mehr als mehrere hunderte Meter dem Grenzzaun nähert.

Auch wenn einige Demonstranten versucht haben sich dem Grenzzaun zu nähern, Steine in Richtung der israelischen Soldaten geworfen oder Autoreifen angezündet haben, zeigen in den sozialen Medien veröffentlichte Videos sowie von Amnesty International und palästinensischen und israelischen Menschenrechtsgruppen gesammelte Zeugenaussagen, dass israelische Soldaten auf unbewaffnete Demonstranten, einfache Zuschauer, Journalisten und medizinisches Personal geschossen haben, die sich etwa 150 bis 400 m entfernt vom Grenzzaun befanden, einer Entfernung, aus der sie keinerlei Bedrohung darstellten.

In einer Petition, die die Menschenrechtsgruppen Adalah und Al-Mezan beim Obersten Gerichtshof Israels eingereicht haben, mit der Bitte anzuordnen, dass die israelische Armee keine scharfe Munition mehr einsetzt, um Demonstranten zu zerstreuen, legten sie 12 in sozialen Medien veröffentlichte Videos vor, in denen man sah, dass die israelische Armee auf unbewaffnete Demonstranten schießt, auch auf Kinder, Jungen und Mädchen sowie Frauen. In einigen Fällen wurde auf Personen geschossen, die die palästinensische Fahne schwangen oder vom Grenzzaun wegliefen.

Ein Video, das in sozialen Medien zirkulierte, zeigt den 19-jährigen Abd Al-Fatah Abd Al-Nabi, als am 30. März in dem Moment, als er mit einem Autoreifen vom Grenzzaun wegläuft, auf ihn geschossen wurde. Es wurde ihm in den Nacken geschossen, er starb sofort. Am Freitag, den 20. April, starb der 14-jährige Mohammad Ayyoub ebenfalls an einer Schussverletzung in den Nacken.

 

Zusätzliche Information - Im Lauf der letzten 11 Jahre hat die Zivilbevölkerung des Gazastreifens unter den verheerenden Folgen der illegalen israelischen Blockade gelitten, dazu kamen noch drei Kriege. Dadurch hat sich die Wirtschaft des Gazastreifens extrem zurück entwickelt. Und zwar soweit, dass fast die gesamte Bevölkerung von internationaler Hilfe abhängig ist. Gaza hat eine der höchsten Arbeitslosenraten der Welt, 44%. Vier Jahre nach dem Krieg von 2014 gibt es noch immer 22.000 interne Flüchtlinge.

Im Januar 2015 hat der Internationale Strafgerichtshof eine Voruntersuchung der Situation in den besetzten palästinensischen Gebieten eingeleitet, die sich konkret auf mutmaßliche Verbrechen konzentrieren, die seit dem 13. Juni 2014 begangen wurden.

Amnesty International hat alle Staaten aufgefordert, ein komplettes Waffenembargo über Israel und bewaffnete palästinensische Gruppen zu verhängen, um Verletzungen des internationalen humanitären Rechts und der Menschenrechte auf beiden Seiten zu verhindern.

Seit 30. März sind zusätzlich zu Demonstranten weitere sieben Palästinenser durch Luftangriffe, Artilleriebeschuss und Beshuss mit scharfer Munition von seiten Israels ums Leben gekommen, darunter ein Bauer, der auf seinem Feld in der Nähe des Grenzzauns arbeitete, sowie sechs Mitglieder bewaffneter palästinensischer Gruppen.  Quelle      Übersetzung: K. Nebauer


 

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Dokumentation - 2018 - Gaza - Der "Große Rückkehrmarsch" >>>
 


Faten El und Husam Alibrahim begeisterten das Publikum bei der Palästina -Veranstaltung der LINKEN Bielefeld
- 27. April 2018 - Bei der Kulturveranstaltung der LINKEN am 20. April in der Bürgerwache trug die junge Deutsch-Palästinenserin Faten El-Dabbas eindrucksvolle Gedichte und Poetry Slam aus ihrem Buch „Keine Märchen aus 1001 Nacht" vor.

Bildgewaltig und eindrucksstark beschrieb sie ihre Heimat in den von Israel besetzten Gebieten ohne ein wundersames Entkommen, wie es aus den überlieferten Märchen des Orients bekannt ist. Faten El ist als Tochter palästinensischer Flüchtlinge in Berlin aufgewachsen und Muslima. Seit 2012 hat sie sich bei Poetry Slam einen Namen gemacht.

Husam Alibrahim, Sänger und Musiker aus Syrien, spielte Oud, ein arabisches Musikinstrument, das einer Laute ähnelt.

Gabi Bieberstein, Kreissprecherin DER LINKEN Bielefeld, gab zu Beginn der Veranstaltung eine kurze Einführung in das Thema Palästina. Inge Höger, Kreissprecherin DER LINKEN Herford, moderierte den Abend. >>>
 

 

Die anderen Seiten dieses Antrages (pdf)  >>>

 

 

Mit der AfD für Israel - Bundestag gratuliert zum 70. Jahrestag der Staatsgründung. Linksfraktion schließt sich Antrag der Grünen an - Marc Bebenroth - AfD-Fraktionschef Gauland stimmte mit seiner Partei der Israel-Resolution von Union, SPD und FDP zu.

Anlässlich des 70. Jahrestags der Gründung des Staates Israel am 14. Mai 1948 debattierte der Bundestag am Donnerstag über zwei Entwürfe für eine Israel-Resolution. Die Regierungsfraktionen von Union und SPD legten gemeinsam mit der FDP einen Antrag zur Abstimmung vor. Und auch Grüne und Linke präsentierten einen.

Üblich ist eigentlich, dass fraktionsübergreifend ein gemeinsamer Text verabschiedet wird. Das scheiterte jedoch an der Unionsfraktion, die kategorisch jede parlamentarische Zusammenarbeit mit der AfD und der Partei Die Linke verweigert. Dem stellten sich die Grünen entgegen, die einem gemeinsamen Entschluss höhere Priorität einräumten. In ihrer Rede begründete Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen, das Zustandekommen eines zweiten Resolutionsentwurfs damit, dass ihrer Fraktion an einer Ergänzung der ursprünglichen Resolution gelegen war. In ihrem gemeinsam mit der Linken vorgelegten Text sei deshalb Kritik an der Situation der Palästinenser hinzugefügt worden, die Flucht, Vertreibung und »weitreichende Einschnitte« ihrer Bürger- und Menschenrechte erleiden müssten. Auch seien die »völkerrechtswidrigen Siedlungen als Hindernisse auf dem Weg zum Frieden klar zu benennen«. Grünen- und Linksfraktion fordern in ihrem Antrag außerdem einen nichtständigen Sitz für Israel im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. >>>

(Lesenswert sind die Kommentare)
 

Das Palästina Portal führt eine umfangreiche Bücherliste >>>

Heute wurden  mehrere Bücher von Uri Avnery neu aufgenommen, siehe nachfolgend:

:

Uri1563-2017CoverA

Uri Avnery

Ein Neubeginn - Artikel 2017

 Quelle und mehr >>>


Aus dem Englischen von Ingrid von Heiseler

Zugänglich ist der Band als eBuch, als PDF in der Deutschen Nationalbibliothek und als Taschenbuch.

UriCoverPorträt Uri Avnery

Ja, es ist möglich. Artikel 2016

Quelle und mehr >>>


Aus dem Englischen von Ingrid von Heiseler

Erreichbarkeit: pdf in der Deutschen Nationalbibliothek
Als eBuch bei Kindle Amazon

Uri2015CoverVorn

Uri Avnery

Israel und Palästina auf dem Wege zu einer Zweistaatenlösung?

Betrachtungen zu einer notwendigen Lösung der Krise. Artikel 2015

Quelle und mehr >>>


Aus dem Englischen von Ingrid von Heiseler

Klagenfurt – Wien:
kitab Verlag o. J. [2016]

Uri Avnery

Um uns tobt der Sturm
Wöchentliche Artikel Teil I: 29.12.12 bis 21.12.13

Quelle und mehr >>>

Aus dem Englischen von Ingrid von Heiseler

eBuch https://www.amazon.de/dp/B00OKI254M
Als pdf zugänglich: https://d-nb.info/1103498819/34

 

Uri Avnery

Israel im arabischen Frühling

Essays von Februar 2012 bis [Ende des Jahres]


Aus dem Englischen von Ingrid von Heiseler

Klagenfurt – Wien: kitab Verlag 2013

Uri Avnery

Ein Leben für den Frieden
Klartexte über Israel und Palästina
Vorwort von Sumaya Farhat-Naser

ca. € 16,- (D) • ISBN 3-930378-50-7 - ISBN 3-930378-06-X

In einem Gespräch mit dem Heidelberger Verleger und Journalisten Georg Stein beschreibt Uri Avnery in diesem Buch ausführlich Hintergründe und Folgen des Gaza-Jericho-Abkommens. Kenntnisreich wie kein anderer analysiert er die Hoffnungen und Chancen, aber auch die Gefahren und Risiken der neuesten Entwicklung im Nahen Osten.

Die Jerusalem Frage. Israelis und Palästinenser im Gespräch.
Uri Avnery, Azmi Bishara (Hg.)
Palmyra Vlg., 1996, Heidelberg

Auch wenn das Buch schon 1996 erschienen ist, ist dieser Titel aktueller den je und ein Beispiel für die unterschiedlichen Haltungen und Lösungsansätze in der empfindlichen Frage nach der Teilung oder Einheit der Heiligen Stadt.
 

"Dem Autor ist es in überzeugender Weise gelungen, die Geburtsstunde des Nahostkonfliktes zu erklären. Die Leser sollen verstehen, was geschehen ist und warum es geschah - und was getan werden muss, damit diese Tragödie ein glückliches Ende findet."




Bomben auf Bagdad
nicht in unserem Namen

von Uri Avnery, Ramsey Clark, Bernhard Graefrath, Hans von Sponeck, Norman Paech

 

Dietz Taschenbücher, Bd.40
Wir tragen das Nessos-Gewand


Texte von Uri Avnery >>>


frühere texte UND TAGE finden sie im chronologischen Archiv >>>

 

 

 

 

 

 

Saudischer Kronprinz: Palästina soll „den Mund halten“  >>>

 

Palästinensischer Nationalrat berät über Personalfragen  >>>

 

40 Dead, 5,511 Wounded:
 UN Releases Figures on Palestinian Casualties in Gaza's Mass Protests on Israel Border
Hamas says the protests will continue even after Nakba Day on May 15  >>>

 

Video - Proteste an der Grenze zu Israel: Palästinenser tragen Jugendlichen zu Grabe >>>

 

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27. 4. 2018

 

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Putting the antisemitism debate in perspective     >>>



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25. 4. 2018

 

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24. 4. 2018


Palestine: MSF teams in Gaza observe unusually severe and devastating gunshot injuries  >>>

 

Israeli bulldozers raze land, uproot trees in East Jerusalem in spite of legal battle  >>>

 


 

 

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