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Die Nakba - Al Nakba - Die ethnische Säuberung Palästinas

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Nakba74: Die "Stimme Palästinas" wird nicht länger ignoriert werden

Die "Stimme Palästinas" kann niedergeschossen, aber niemals zum Schweigen gebracht werden. Nach 74 Jahren ist es an der Zeit, dass die Welt wirklich zuhört.

Omar Zahzah - 15. 5. 2022 - Übersetzt mit DeepL

Eine blaue, kugelsichere PRESSeweste und ein Scharfschützenschuss in den Kopf, direkt unter der Helmlinie: das ist die Anatomie eines Völkermordes.

Ein Begräbnis für einen landesweit beliebten Journalisten, der von einem kolonialen Regime ermordet wurde, das von zionistischen Besatzungstruppen überrannt wird, die auf die Sargträger einprügeln und den Sarg fast vollständig umwerfen: Das ist die Anatomie eines Völkermords.

Internationale Untätigkeit gegenüber einem faschistischen kolonialen Ethnostaat, der indigene Völker willkürlich abschlachtet, und zwar für nicht mehr und nicht weniger als das "Verbrechen", zu existieren: das ist die Anatomie eines Völkermordes.

Das Verbot von Mahnwachen für die ermordete palästinensische Journalistin Shireen Abu Akleh durch einen europäischen Staat, der davon überzeugt ist, dass die Kriminalisierung des Engagements für die palästinensische Befreiung seine direkte Rolle beim Holocaust abschwächt: Das ist die Anatomie eines Völkermords.

Unbegrenzte militärische Finanzierung und Unterstützung durch die US-Siedlerkolonie, deren Politiker die Dreistigkeit besitzen, davon zu tweeten, dass sie "zutiefst beunruhigt" seien, während sie stolz damit fortfahren, die staatlich sanktionierte Ermordung von Palästinensern zu subventionieren, um mit dem zionistischen Gebilde bei der Entwicklung von Technologien und Strategien rassistischer Polizeibrutalität und Überwachung zusammenzuarbeiten: Das ist die Anatomie eines Völkermords.

Verrückte Konzernmedien wie die New York Times, die unser Volk nach dem Tod genüsslich im Passiv ermorden (so dass der "Tod" zu einer Art Epidemie wird, die uns jeden Moment überfällt, ohne Ursache oder Schuldigen, wie in einer verzerrten Gogol-Geschichte): Das ist die Anatomie eines Völkermords.

Ein Mord unter vielen Morden, die klare, vorsätzliche Auslöschung einer Ikone, die den Beinamen "die Stimme Palästinas" erhalten hatte, weil so viele, die mit ihren Berichten aufgewachsen waren, auch mit der Erkenntnis aufwuchsen, dass das Leiden und der gerechte Widerstand des palästinensischen Volkes nicht unausgesprochen, uneingestanden oder versteckt bleiben würden, um die Mächtigen zu beruhigen: Das ist die Anatomie eines Völkermords.

Das propagandistische Geschrei, die wütende Verachtung, mit der jede Kritik am Mord des zionistischen Staates - insbesondere die Kritik eines Palästinensers - von den faschistischen Apologeten als "Antisemitismus" abgetan wird: Das ist die Anatomie eines Völkermords.

Und die unbeholfene, schmerzhafte Empörung der "Verbündeten", die ihre Hände ringen, mit den Füßen aufstampfen und sich fragen, wie so etwas geschehen konnte, oder was es noch braucht, damit die Welt aufpasst - auch das ist die Anatomie eines Völkermords.

Seit 74 Jahren wissen wir das, und nichts anderes. 74 Jahre lang wurden wir physisch angegriffen und erkenntnistheoretisch erdrosselt durch das liberale Versäumnis, uns mit dem blutigen Hintergrund der "einzigen Demokratie im Nahen Osten" auseinanderzusetzen. Seit 74 Jahren versuchen unsere Kolonialherren weiterhin, unsere Ausdrucksfähigkeit zu verstümmeln, zu verstümmeln und zu zerstören, indem sie Folter, Inhaftierung, Bewaffnung, Hunger und vieles mehr einführen.

Aber sie verkennen immer wieder: Wir sind mehr als nur Fleisch und Blut.
Die "Stimme Palästinas" kann niedergeschossen, aber niemals zum Schweigen gebracht werden.
Nach 74 Jahren ist es an der Zeit, dass die Welt wirklich zuhört.
Jede Geschichte hat mindestens zwei Seiten    Quelle

 

Nakba-Tag: Wie Großbritannien Israel für seine Kriegsverbrechen belohnt

Husam Zomlot - 15. 5. 2022 - Übersetzt mit DeepL

Die ethnische Säuberung der Palästinenser ist nach 74 Jahren immer noch nicht aufgearbeitet. Um sie zu beenden, muss der Westen Israel zur Rechenschaft ziehen


Am 15. Mai gedenkt das palästinensische Volk der Nakba, der Katastrophe, als 1947-48 mehr als zwei Drittel der Bevölkerung gewaltsam aus ihren Häusern und von ihrem Land vertrieben wurden, um Platz für ein mehrheitlich jüdisches Israel zu schaffen.

Diese ethnische Säuberung ist auch heute, 74 Jahre später, noch nicht aufgearbeitet. Und sie bleibt der Schlüssel zu jeder Lösung der palästinensisch-israelischen Situation.

Diese ethnische Säuberung, denn das war sie, ist auch heute, 74 Jahre später, noch immer unbearbeitet.

Aber sie ist nicht nur unbewältigt, sondern sie dauert an. Zwei Beispiele:

Anfang Mai gab ein israelischer Gerichtshof dem israelischen Militär grünes Licht für die gewaltsame Vertreibung von mehr als 1.000 Palästinensern aus ihren Häusern und Dörfern in Masafer Yatta bei Hebron im besetzten Westjordanland.

Dies ist ein gewaltsamer Bevölkerungstransfer, der nach internationalem Recht illegal ist. Es ist das, was die zionistischen Banden 1948 mit der palästinensischen Bevölkerung in Massen gemacht haben, bevor sie die Hunderte von Dörfern, die sie verlassen mussten, dem Erdboden gleichgemacht haben.

 


Die Flüchtlinge, die damals entstanden, durften nie in ihre Häuser und auf ihr Land zurückkehren, auch meine Eltern und meine Familie nicht. Dies verstößt auch gegen das Völkerrecht, wonach Flüchtlinge ein Recht auf Rückkehr haben.

Wer weiß, was Israel mit den 1.000 unglücklichen Seelen tun wird, deren Häuser nun unmittelbar bedroht sind.

Dann war da noch die Ermordung meiner Freundin Shireen Abu Akleh, der langjährigen Korrespondentin von Al Jazeera in Palästina, am 11. Mai.
Unabhängig von den Versuchen der israelischen Behörden, die Schuld von sich zu weisen und Desinformationen zu verbreiten, besteht kein Zweifel daran, dass sie durch eine israelische Kugel getötet wurde. Und es gibt keinen Zweifel an der Brutalität der israelischen Apartheid während ihrer Beerdigung im besetzten Ost-Jerusalem.

Israel hat wirklich Format. Seit dem Jahr 2000 sind mindestens 46 Journalisten getötet worden. Niemand wurde zur Rechenschaft gezogen, weil Israel immer selbst ermitteln darf, mit vorhersehbaren Ergebnissen.

Beim Internationalen Strafgerichtshof wurde ein Verfahren gegen Israel wegen der Ermordung von vier namentlich genannten Journalisten im Gazastreifen - Ahmed Abu Hussein, Yaser Murtaja, Muath Amarneh und Nedal Eshtayeh - sowie wegen der gezielten Angriffe auf Medienbüros im Gazastreifen während des Militärangriffs im vergangenen Mai eingeleitet.

 



Israelische Straflosigkeit
- Was auch immer mit diesem Fall geschieht, es ist die Leichtigkeit, mit der Israel tötet und sich von der Verantwortung freispricht, ohne dass die internationale Gemeinschaft auch nur einen Pieps von sich gibt, die den Kern der Sache ausmacht.

Im April beispielsweise "verurteilte" das Vereinigte Königreich bei der UNO gerne die Angriffe auf Israelis, war aber nur "besorgt" über die viel größeren palästinensischen Verluste an Menschenleben.

Seit 1948 ist Israel, wenn überhaupt, nur selten für seine Verstöße gegen das Völkerrecht, das humanitäre Völkerrecht und die Würde und Rechte des palästinensischen Volkes zur Rechenschaft gezogen worden.

Für jeden, der an einer gerechten und friedlichen Lösung interessiert ist, muss sich das ändern. Und es ist überdeutlich, dass Israel ohne entschlossenen internationalen Druck keine Schritte in diese Richtung unternehmen wird.

Es ist daher bedauerlich, dass die britische Regierung genau das Gegenteil tut. Anstatt Israel mit den gleichen Maßstäben zu messen wie alle anderen - Maßstäbe, die lautstark gegenüber der Ukraine verkündet werden - belohnt das Vereinigte Königreich Israel stattdessen, zuletzt mit einem brandneuen Handelsabkommen.

Es ist eine verwirrende Strategie. Einerseits vertritt das Vereinigte Königreich die Auffassung, dass die israelische Besetzung des Westjordanlands, einschließlich Ostjerusalems, und des Gazastreifens eine illegale militärische Besetzung ist.

Dies bringt bestimmte rechtliche Verpflichtungen mit sich. Nach internationalem Recht sind beispielsweise die Siedlungen, die Israel tief in den besetzten Gebieten gebaut hat und weiter baut, nicht nur Gesetzesübertretungen, sondern Kriegsverbrechen.

Doch anstatt Israel für dieses Verhalten zu bestrafen, ist das Vereinigte Königreich 55 Jahre nach Beginn der Besatzung damit beschäftigt, die Beziehungen zu stärken.

Missachtung des Völkerrechts
- Die Lektion, die Israel und andere lernen werden? Wenn mächtige Länder dich mögen, kannst du tun, was du willst. Einen Journalisten töten, besetzte Gebiete annektieren, ein System der Apartheid gegen die einheimische Bevölkerung des Landes, in das man eingedrungen ist, einführen.

Es spielt keine Rolle. Das internationale Recht ist nur ein Spielball der Mächtigen.

Das sollte im Vereinigten Königreich von Bedeutung sein. Großbritannien war eine der treibenden Kräfte hinter der auf Regeln basierenden globalen Ordnung nach dem Zweiten Weltkrieg.

Wenn man Israel erlaubt, schamlos und wiederholt gegen internationales Recht, internationale Resolutionen und globale Menschenrechtsstandards zu verstoßen, untergräbt man diese Ordnung.

Dies wird katastrophale Folgen haben, da die Menschen das Vertrauen in das Völkerrecht und den Respekt vor ihm verlieren.

Großbritannien ist auch das Land, das mit der Balfour-Erklärung, in der es unser Land verschenkt, die ganze Palästina-Frage überhaupt erst ins Rollen gebracht hat. Das ist einfach der Akt einer Kolonialmacht, die sich nicht um die Wünsche der einheimischen Bevölkerung kümmert.

Die gute Nachricht ist, dass, wenn ich mir die Zahl der Teilnehmer an den Protesten für die Rechte der Palästinenser auf den Straßen Londons und anderer britischer Städte anschaue, die Anbiederung des Vereinigten Königreichs an die israelische Apartheid und deren Verteidigung nicht populär ist.

Die Abscheu und der Aktivismus der Bevölkerung zwangen schließlich die zögerliche britische und andere westliche Regierungen, in den 1980er Jahren Maßnahmen gegen die südafrikanische Apartheid zu ergreifen. Es wäre schön, wenn einige Politiker im Vereinigten Königreich, in den USA und im Westen im Allgemeinen seither ihre Lektion gelernt hätten und einer sich abzeichnenden Entwicklung zuvorkommen würden.  Quelle

Demo - 17. Okt. 2015 in Berlin am Potsdamer Platz

Jurist: „Das Verbot der Palästina-Demos pervertiert Versammlungsfreiheit“

Die Berliner Demos anlässlich der palästinensischen Nakba und des Todes von Schirin Abu Akle wurden verboten. Unser Autor sagt: Eine falsche Entwicklung.

Ralf Michaels - 15.5.2022

Vor einigen Tagen starb die bekannte Al-Jazeera-Journalistin Schirin Abu Akle in Jenin im Westjordanland an einem Kopfschuss. Augenzeugen beschuldigen das israelische Militär, die Journalistin gezielt erschossen zu haben. Ihr Begräbnis wurde daraufhin zum Spektakel: Videos im Internet zeigen, wie israelische Polizisten das Begräbnis stürmen und auf die Träger des Sargs einschlagen. Dieser geht zwischenzeitlich zu Boden. Das ereignete sich nur wenige Tage vor dem Nakba-Tag, dem Tag der Erinnerung an die Flucht und Vertreibung der Palästinenser im Zusammenhang mit der Gründung des Staates Israel und den kriegerischen Angriffen der Anrainerstaaten auf den neu gegründeten Staat.


Wie jedes Jahr werden weltweit Demonstrationen stattfinden, die an die Nakba erinnern, und in diesem Jahr wird auch der Tod Abu Akles Thema sein. Nicht allerdings in Berlin, zumindest nicht legal. Denn die Polizei hat gleich fünf angemeldete Demonstrationen untersagt. Das Verwaltungsgericht und Oberverwaltungsgericht haben die Verbote aufrechterhalten. Die Berliner Polizei erkennt durchaus an, dass Palästinenser verärgert sind. Sie meint, in der jetzigen angespannten Lage in Nahost sei „fortlaufend mit Vorfällen zu rechnen, die den Zorn hier lebender Palästinenser hervorrufen können.“

Erstaunlicherweise sieht sie aber genau in diesem Anlass für Demonstrationen zugleich einen Anlass für deren Verbot. Die Verbindung mit dem historischen „Nakba-Tag“, so die Polizei, dürfte im Zusammengang mit den aktuellen Ereignissen im Westjordanland, im Ostteil Jerusalems und dem Gazastreifen zu einer massiven Verstärkung der Emotionalisierung führen. Aber das ist ja genau der Anlass für die Demonstration. Wer nichts auszusetzen hat, demonstriert ja auch nicht.


Polizei muss nicht nur auf Palästina-Demos mit Unmut rechnen
- Was ist also zu befürchten? Nach Ansicht der Polizei „belegen die Erfahrungen, dass zurzeit bei dieser Klientel eine deutlich aggressive Grundhaltung vorherrscht und man gewalttätigem Handeln nicht abgeneigt ist.“ Bei notwendigen polizeilichen Maßnahmen sei mithin mit Unmutsbekundungen und in der Folge tätlichen Angriffen zum Nachteil der eingesetzten Polizeikräfte, auch in Form von Pyrotechnik, Flaschen- und Steinwürfen zu rechnen.


Als Jurist liest man das und reibt sich ein wenig ungläubig die Augen. Denn Unmutsbekundungen muss die Polizei ja auch sonst ertragen. Flaschenwürfe auf Polizisten sind selbstverständlich zu verurteilen, wann immer sie vorkommen. Aber sie  mehr >>>

EIN PALÄSTINENSISCHES MÄDCHEN IN GAZA HÄLT EINEN ALTEN SCHLÜSSEL ZU EINEM HAUS, AUS DEM PALÄSTINENSISCHE FLÜCHTLINGE WÄHREND DER NAKBA IM JAHR 1948 VERTRIEBEN WURDEN. (MOHAMMED SALEM/MONDOWEISS)
 

Nakba74: Palästinensische Flüchtlinge in Gaza erinnern sich an die Nakba durch Besitztümer ihrer Vorfahren

Alte Schlüssel, handgewebte Kleider, Musikinstrumente, antike Töpferwaren und alte landwirtschaftliche Geräte erinnern an das Leben vor der Gründung Israels.

Tareq .S. Hajjah - 15. 5. 2022

Von Generation zu Generation werden die Geschichten darüber weitergegeben, wie die Palästinenser von ihrem Land vertrieben wurden. Die älteren Generationen erzählen ihren Söhnen von den Massakern, die sie miterlebt haben, und erklären ihnen, wie ihre Familie zu Flüchtlingen im Exil wurde. Jedes Jahr gedenken die Palästinenser am 15. Mai der Nakba. Doch die Nakba, die Katastrophe, steht nicht für einen einzigen Tag ihres Lebens, als sie 1948 zu Flüchtlingen wurden.

Wie mir ein Flüchtling aus dem Gazastreifen sagte, steht die Nakba "für die täglichen Geschichten von Menschen, die getötet und aus ihren Häusern und ihrem Land vertrieben werden, von dem Moment an, als die britische Mandatsmacht begann, jüdische Siedler in Palästina anzusiedeln und sie zu bewaffnen, bis zu diesem Moment heute".

Obwohl seit der Nakba nun 74 Jahre vergangen sind, bewahren viele palästinensische Flüchtlingsfamilien Erinnerungen und Besitztümer aus al-Belad, was auf Arabisch "Heimat" bedeutet. Einige halten an den alten handgewebten Kleidern ihrer Großmütter oder an antiken Töpferwaren fest, die ihre Familien einst für Nahrung und Wasser verwendeten, während andere noch immer die jahrzehntealten juristischen Dokumente festhalten, die die Existenz ihrer Familien in ihrer Heimat belegen.

Diese Besitztümer sind keine Sammlerstücke, aber sie erzählen eine Geschichte. Geschichten von der Flucht vor dem Tod, der sich am Ende der israelischen Gewehre abzeichnete. Geschichten von Männern, Frauen und Kindern, die aus ihren Häusern vertrieben wurden und nie wussten, wann sie zurückkehren würden.

Nachdem zionistische Milizen Dörfer und Städte in ganz Palästina geplündert und zerstört, Tausende getötet und Hunderttausende vertrieben hatten, wurde Israel gegründet, und die Welt feierte. David Ben-Gurion, der erste Premierminister Israels, sagte bekanntlich: "Die Alten werden sterben und die Jungen werden vergessen.

Aber Daiffallah Abu Al-Gussain, 82, ein Palästinenser in Gaza, der älter ist als der israelische Staat selbst, sagt, dass diese Aussage nach 74 Jahren nicht mehr falsch sein könnte. "Die Jungen werden sich Palästina zurückholen", sagte er.

Für den Tag, an dem ihr zurückkehrt
- Al-Gussain wurde mit seiner Familie gezwungen, sein Zuhause in Beer al-Sabe (heute Beer Sheva) zu verlassen, als er gerade sieben Jahre alt war. Er lebt nun seit 74 Jahren in Gaza, erinnert sich aber an den Tag, an dem seine Familie floh, als wäre es gestern gewesen.

"Wir gingen, bevor das Töten uns erreichte", erzählt er. "Menschen aus anderen Dörfern waren auf der Flucht und erzählten, wovor sie flohen, also packten die Leute aus den weiter entfernten Dörfern zusammen und flohen", fügte er hinzu.

Al-Gussain erzählte, wie Überlebende aus anderen Dörfern erschütternde Geschichten über die Verbrechen erzählten, die sie durch die zionistischen Milizen erlebten - Geschichten von Menschen, die in Panik davonliefen, als die Milizen mit Gewehren die Häuser stürmten, die Männer töteten und die Frauen vergewaltigten. Er erinnert sich, dass sie nach der Evakuierung ihrer Familien nach Gaza glaubten, es sei nur eine Frage der Zeit, bis sie in ihre Häuser zurückkehren würden. Kurz nachdem al-Gussain und seine sechsköpfige Familie aus ihrem Dorf Al-Shalalah in Beer al-Sabe geflohen waren, wurde es von zionistischen Milizen zerstört. Neben seinem Enkel sitzend, zeigte er mit dem Finger auf Dokumente, die die Grundstücke zeigten, die die Familie einst im Dorf besaß. "Diese Ländereien gehören deinen Großeltern, ich wurde gezwungen, sie zu verlassen, und du hast sie nicht gesehen, aber sie sind das Erbe deiner Familie", sagte er zu seinem Enkel Abdullah, 15 Jahre alt.

"Dies ist eine Urkunde, die meinem Großvater gehörte und auf das Jahr 1938 zurückgeht. Ihm gehörten über 500 Hektar Land. Mein Vater und mein Großvater wurden dort geboren und arbeiteten auf dem Land für ihren Lebensunterhalt", sagte Abu Al-Gussain. "Ich habe diese Dokumente aufbewahrt, um euch die Wahrheit zu zeigen, damit ihr sie an eure Söhne und Enkel weitergebt und unsere Rechte bis zu eurer Rückkehr wahrt", sagte er zu Abdullah.

Wertvolle Erinnerungen
- Die meisten Menschen, die 1948 ihr Land verließen, hätten nie gedacht, dass sie nicht mehr zurückkehren könnten. Sie flohen im Handumdrehen und nahmen nur das Nötigste mit. Für die nachfolgenden Generationen von Flüchtlingen sind die wenigen Dinge, die ihre Großeltern mit sich trugen, zu ihrem wertvollsten Besitz geworden. Jedes Jahr finden im gesamten Gazastreifen bemerkenswerte Veranstaltungen zum Gedenken an die Nakba statt, bei denen palästinensische Flüchtlinge die Überreste ihrer ursprünglichen Dörfer und Häuser miteinander teilen. Manche haben Teile einer alten Mühle, die 130 Jahre alt ist und mit der ihre Großmütter Weizen und Gerste mahlten, um daraus Brot zu kneten. Andere tragen die großen eisernen Schlüssel zu ihren ursprünglichen Häusern oder die Kleidung, die ihre Großmütter einst trugen.

Ayyat Zyadah, 27, ist ein Flüchtling in dritter Generation aus dem Dorf Qatra, das zwischen al-Lydd (dem heutigen Lod) und Yaffa (dem heutigen Jaffa) liegt. Sie steht an der Seite einer Galerie in Gaza-Stadt, in der traditionelle palästinensische Kleider ausgestellt werden. Eines der ausgestellten Kleider gehörte ihrer Urgroßmutter mütterlicherseits. "Diese Gegenstände tragen die Geschichten von vier Generationen in sich", sagte Zyadah gegenüber Mondoweiss. "Wir haben Hunderte von Geschichten über die Nakba von unseren Müttern gehört, die wiederum die Geschichten von ihren Müttern gehört haben. Schreckliche Geschichten darüber, wie die Israelis ihre Liebsten töteten, nachdem sie ihre Häuser gestohlen und niedergebrannt hatten."  Mit diesem Kleid meiner Urgroßmutter kann ich die Geschichte einer großen Frau erzählen. In seinen Nähten kann man noch das Brot riechen, das sie zu backen pflegte, man kann spüren, wie das Leben der Palästinenser vor der Nakba war", sagte sie leidenschaftlich. "Es war bunt, genau wie diese Kleider." "Ich komme aus Qatra, und eines Tages werde ich zurückkehren, früher oder später", sagte Zyadah.

In einem Lagerhaus in Gaza-Stadt bewahrt der 50-jährige Salah Dibari eine Reihe alter Antiquitäten aus der Zeit der Nakba auf, darunter ein Rabab, ein beliebtes Musikinstrument, das von seinen Beduinenvorfahren aus Beer al-Sabe in der al-Naqab-Wüste (heute Negev genannt) verwendet wurde. Das Instrument gehörte seinem verstorbenen Vater, der es mitbrachte, als er 1948 aus seiner Heimat floh. Für Dibari ist es nicht nur ein Zeichen der Erinnerung an seinen Vater, sondern auch ein Symbol für das Erbe seiner Familie und den Ort, aus dem er stammt. "Mein Vater ist vor zwei Monaten verstorben, er war 92 Jahre alt. Er spielte auf der Rabab und sang uns als Kindern unsere traditionellen Lieder vor", erinnert sich Dibari. "Bis zu seinem letzten Atemzug träumte er davon, in sein Haus in Beer al-Sabe zurückzukehren." "Der Rabab war für ihn das Wertvollste, denn er brachte ihn aus al-Belad mit. Für mich ist es das Vermächtnis meines Vaters, und ich werde es weiterführen und meinen Söhnen hinterlassen, um unseren Traum von der Rückkehr am Leben zu erhalten", sagte Dibari.

Awdah al-Amouri, 45, der Vorsitzende des Beduinenrats in Gaza, stammt ebenfalls aus dem Gebiet Beer al-Sabe. Sein Haus ist übersät mit antiken Gegenständen, die seine Familie auf ihrer Flucht nach Gaza während der Nakba mit sich führte, und mit Karten, die zeigen, wie Beer al-Sabe vor der Gründung Israels aussah. Er zeigt auf den Ort auf der Karte, an dem seine Familie einst lebte, und auf all die kleineren Dörfer und Weiler, die nicht mehr existieren, nachdem sie von den zionistischen Milizen ausgelöscht wurden. Für al-Amouri ist die Karte eine wichtige Mahnung an die neuen Generationen, sich an die Ereignisse während der Nakba zu erinnern. "Unsere Eltern lebten und starben mit dem Traum von der Rückkehr, sie kannten ihre Dörfer, Straßen und alles in unserem Land. Aber jetzt gibt es Generationen, die geboren wurden, ohne eine Ahnung von ihren Wurzeln zu haben, weil sie unter der Besatzung geboren wurden, die ihren Geburtsort von der Landkarte entfernt hat", sagte al-Amouri gegenüber Mondoweiss.

In den Regalen entlang des Brunnens bewahrt al-Amouri Erinnerungsstücke aus seinem ursprünglichen Dorf auf, darunter die traditionellen Kleider seiner Mutter und Großmutter und die Werkzeuge, die sein Vater und Großvater für die Bewirtschaftung ihrer Ländereien verwendeten. "Wir, die ältere Generation, tragen die Verantwortung dafür, unsere neuen Generationen über ihre Heimat und ihr Land zu unterrichten, damit sie die Rechte ihrer Eltern weiterführen können", sagte er.

Die Nakba dauert an
- Für viele Palästinenserinnen und Palästinenser ist die Nakba nicht nur ein historisches Ereignis, sondern eine Geschichte, die die Realität der Palästinenserinnen und Palästinenser und die ethnische Säuberung, der sie ausgesetzt sind, beschreibt. "Für die Palästinenser gibt es keinen Unterschied zwischen dem Jahr 1948 und 2022", sagte Mohammed Abu Jabal, 22, ein palästinensischer Flüchtling der dritten Generation aus Askalan (heute Ashdod), der in Gaza-Stadt lebt, gegenüber Mondoweiss. "Die Menschen haben weiterhin jedes Jahr ihre Häuser verloren, genau wie im Jahr 1948. Letztes Jahr haben Tausende von Menschen ihre Häuser in Gaza wegen des israelischen Krieges evakuiert. Viele von ihnen kehrten zurück und fanden ihre Häuser zerstört vor, so dass sie erneut zu Flüchtlingen wurden", sagte Abu Jabal und erzählte, wie er 2021 aus seinem Haus floh, sein Vater während des Krieges 2014 aus seinem Haus in Gaza, und sein Großvater 1948 aus seinem Haus floh. "Die Nakba dauert seit 1948 bis heute an", sagte Abu Jabal. "Jeder in Palästina hat seine eigene Nakba, in jedem Haus gibt es jemanden, der von Israel getötet wurde, jemanden, der verletzt wurde und eine Behinderung hat, oder jemanden, der zwar dem Tod und der Verletzung entkommen konnte, aber aufgrund der Besatzung in Armut lebt", sagte er.

Abu Jabal sagte, dass das Ziel der israelischen Besatzung zwar darin bestehe, "den Geist der Palästinenser zu zerstören", er aber glaube, dass sich die Palästinenser eines Tages erheben und den Nakba-Tag in einen Tag der Unabhängigkeit für Palästina verwandeln würden.   Quelle

 

VIDEO - Was ist das für eine Geschichte? Rami Younis über die Nakba in Lyd

Am 74. Jahrestag der Nakba berichtet der palästinensische Journalist und Filmemacher Rami Younis über die Vergangenheit, die Gegenwart und eine mögliche alternative Zukunft der Stadt Lyd.

Ghousoon Bisharat - Thomas Dallal - 15. 5. 2022

Anlässlich des 74. Jahrestages der Nakba (Katastrophe), wie die Palästinenser den Krieg von 1948 und seine Folgen nennen, erzählt der palästinensische Journalist und Filmemacher Rami Younis die Geschichte seiner Heimatstadt al-Lyd in Zentralisrael.

Rami beschreibt, was ihn, die Co-Regisseurin Sarah Emma Friedland und den ausführenden Produzenten Roger Waters dazu bewogen hat, eine Science-Fiction-Dokumentation über die Vergangenheit, die Gegenwart und eine alternative Zukunft der Stadt zu drehen.

"Die Nakba begann nicht im Jahr 1948.
Ihre Ursprünge liegen über zwei Jahrhunderte zurück ...

"So beginnt diese vierteilige Serie über die "Nakba", was "Katastrophe" bedeutet, über die Geschichte des palästinensischen Exodus, der 1948 zum ersten arabisch-israelischen Krieg führte, und über die Gründung des Staates Israel.

Diese umfassende Geschichte beginnt im Jahr 1799, als Napoleon versuchte, nach Palästina vorzudringen, um die britische Expansion und seinen Appell an die Juden der Welt zu verhindern, ihr Land im Bündnis mit Frankreich zurückzugewinnen.

Die Erzählung bewegt sich mit dem britischen Mandat in Palästina durch das 19. Jahrhundert bis in das 20. Jahrhundert und ist im 21. Jahrhundert und mit der anhaltenden "Nakba" vor Ort auf dem neuesten Stand.

Arabische, israelische und westliche Intellektuelle, Historiker und Augenzeugen liefern die zentrale Erzählung, die von Archivmaterial und Dokumenten begleitet wird, von denen viele erst kürzlich zum ersten Mal veröffentlicht wurden.

Für die Palästinenser war 1948 die „Nakba“ oder die „Katastrophe“, als Hunderttausende aus ihren Häusern vertrieben wurden.

Für die Israelis bedeutet das gleiche Jahr die Gründung eines eigenen Staates.

Diese Serie versucht, ein Verständnis der Ereignisse der Vergangenheit zu vermitteln, die die Gegenwart noch prägen.

Diese Geschichte beginnt 1799 außerhalb der Stadtmauern von Acre im osmanisch kontrollierten Palästina, als eine Armee unter Napoleon Bonaparte die Stadt belagerte. Es war alles Teil einer Kampagne, um die Osmanen zu besiegen und eine französische Präsenz in der Region aufzubauen. Auf der Suche nach Verbündeten gab Napoleon einen Brief heraus, in dem er den unter französischem Schutz stehenden Juden Palästina als Heimat anbot. Er forderte die Juden auf, sich gegen das, was er ihre Unterdrücker nannte, zu „erheben“. Napoleons Aufruf wurde weithin bekannt. Aber er wurde letztendlich besiegt. In Acre ist die einzige Erinnerung an ihn eine Statue auf einem Hügel mit Blick auf die Stadt. Doch Napoleons Projekt für eine jüdische Heimat in der Region unter kolonialem Schutz starb nicht, 40 Jahre später wurde der Plan aber von den Briten wiederbelebt.

 


VIDEOS - Al-Nakba: Die palästinensische Katastrophe - Episode 1

 

 

Al-Nakba: Die palästinensische Katastrophe - Episode 2

 

Al-Nakba: Die palästinensische Katastrophe - Episode 3

 

Al-Nakba: Die palästinensische Katastrophe - Episode 4

 


Die palästinensische Nakba war nicht nur ein historisches Ereignis.
Sie wird seit 70 Jahren ununterbrochen weitergeführt..
 

 Israel stielt weiterhin palästinensisches Land, widerruft Aufenthaltsrechte und zerstört palästinensische Häuser, so dass jüdische Israelis an ihrer Stelle leben können. - Mohamed Buttu - 24. Mai 2018

Vor siebzig Jahren wurde meine Welt und die von fast einer Million anderer Palästinenser für immer durch die Gründung des Staates Israel verändert. Aus unserem Zuhause und unserem Land vertrieben, um Platz für einen jüdischen Mehrheitsstaat zu schaffen, der über Nacht in Flüchtlinge im Exil oder in Binnenvertriebene verwandelt wurde, wurden unsere Leben auf den Kopf gestellt und zerschlagen.

Sieben Jahrzehnte später setzt Israel fort, systematisch Palästinenser in Israel und im besetzten Westjordanland zu entwurzeln und zu verdrängen, Teil unserer Bemühungen, unsere Präsenz auf dem Land auszulöschen und uns durch jüdische Israelis zu ersetzen, die Jahr für Jahr unerbittlich seit 1948 weiter bestehen.

Ich wurde 1939 in Nazareth, Palästina, als sechstes von neun Kindern geboren und wuchs in einer kleinen Stadt namens al-Mujaydil auf. Ich erinnere mich gerne an meine Kindheit, an meine Cousins, die in der Nachbarschaft wohnten, und an den Geruch von frischen Mandeln, Zitronen und Regen. Aber im April 1948 änderte sich alles.

Mein Vater kam aus Haifa zurück, als der Wagen, in dem er war, von Mitgliedern einer zionistischen Miliz angehalten wurde, die ihn zusammen mit den anderen Passagieren festgebunden und mit verbundenen Augen entführt hatte. Wir hatten keine Ahnung, wo er war oder ob er lebte oder tot war. Die Massenvertreibung von Palästinensern durch zionistische Paramilitärs war in vollem Gange, Zehntausende waren bereits aus ihren Häusern vertrieben, und Terror und Chaos breiteten sich im ganzen Land aus. Meine Mutter, überzeugt, dass mein Vater getötet worden war, hielt eine Beerdigung für ihn.

Nach drei Wochen wurde mein Vater plötzlich ohne Erklärung entlassen. Als er nach Hause kam, erfuhr er, dass zionistische Kämpfer sich unserer Stadt näherten. Aus Angst um unsere Sicherheit entschloss er sich, mit uns nach Nazareth zu fliehen, wo er hoffte, vorübergehend Zuflucht zu finden, bevor er bald nach Hause zurückkehren würde. Sechs Wochen später wurde die Stadt angegriffen. Ich kann mich lebhaft an Kugeln erinnern, die zwischen meinen Füßen landeten. Mein Vater entschloß sich, noch einmal umzuziehen, und wir machten uns auf den Weg nach Norden, auf einer fast 50 Meilen langen Reise in den Libanon.

Im Laufe der Zeit stellten wir fest, dass die benachbarten arabischen Staaten Palästina nicht befreien und uns erlauben würden, nach Hause zu gehen. Deshalb beschloss mein Vater 1950, dass wir alleine zurückkehren würden. Auf dem Weg nach Jordanien ging er über die Westbank über die Grenze nach Israel und kam in Nazareth an. Der Rest von uns folgte kurz danach und machte die Reise auch zu Fuß, mit Ausnahme meiner ältesten Schwester, die in Jordanien zurückblieb, weil sie ein kleines Kind hatte und befürchtete, von israelischen Soldaten auf der Reise getötet zu werden, wie viele Palästinenser es versuchten Rückkehr war gewesen.

Als wir zurückkamen, entdeckten wir, dass die ungefähr 150.000 Palästinenser, die im heutigen Israel verblieben, in unserem eigenen Land als unerwünschte Ausländer behandelt wurden. Obwohl wir die Staatsbürgerschaft erhielten, wurde uns das meiste Land weggenommen und wir wurden bis 1966 unter Militärherrschaft gestellt. Meine Mutter wurde sogar wegen "Infiltration" in ihr eigenes Land strafrechtlich verfolgt und zusammen mit mir und meinen Geschwistern deportiert. Wir erhielten nur einen Aufschub und ersparten uns eine zweite Ausweisung als Folge von Protesten von Palästinensern, die fürchteten, dass Israel plante, alle diejenigen, die noch blieben, zu vertreiben.
 

 


 



Aber während wir bleiben durften, waren die Wunden, die wir erlitten hatten, immer noch frisch und schmerzhaft. Al-Mujaydils Häuser waren vollständig von der Landkarte gestrichen und durch neue ersetzt worden, die für jüdische Einwanderer gebaut worden waren. Die Moschee wurde zerstört, ebenso der muslimische Friedhof. Es blieben nur noch zwei Kirchen und ein christlicher Friedhof. Heute stehen ein Park und eine L'Oreal-Fabrik auf dem Gelände meiner Heimatstadt. Ein Schild im Park besagt, dass die Stadt 1950 von iranischen Einwanderern gegründet wurde. Stellen Sie sich vor, wie es ist, hilflos zuzusehen, wie Ihr Zuhause und Ihre wertvollsten persönlichen Besitztümer von Fremden besetzt oder zerstört werden und die Geschichte Ihrer Familie und Ihres Volkes gelöscht wird.

Meine Geschichte ist nicht einzigartig. In der Tat bin ich einer der Glücklichen. Ungefähr 750.000 Palästinenser wurden aus ihren Häusern vertrieben und wurden daran gehindert, zurückzukehren, was als Nakba bekannt wurde ("Katastrophe" auf Arabisch). Mehr als 400 palästinensische Städte und Dörfer wurden systematisch zerstört oder für den Gebrauch jüdischer Israelis übernommen. Und Hunderte von Palästinensern wurden in etwa zwei Dutzend Massakern getötet, die den Fluchtflug anstießen.

 




Heute stiehlt Israel weiterhin palästinensisches Land, widerruft die Aufenthaltsrechte und zerstört palästinensische Häuser, so dass jüdische Israelis an ihrer Stelle leben können. Ein lebendiges Beispiel dafür ist, dass Israel gerade dabei ist, die gesamte Gemeinde Umm al-Hiran im Süden Israels zu zerstören und seine palästinensischen Bewohner, die Staatsbürgern sind, zu vertreiben. An seiner Stelle plant Israel den Bau einer Judenstadt namens "Hiran".

Seit mehr als 50 Jahren leben Palästinenser in den besetzten Gebieten unter einer repressiven israelischen Militärherrschaft ohne Rechte, während palästinensische Bürger Israels Dutzenden von Gesetzen unterliegen, die uns diskriminieren. Eines dieser Gesetze verhindert, dass wir uns mit Familienangehörigen wiederbegegnen, die 1948 ausgewiesen wurden, meine Schwester unter ihnen. Obwohl sie in al-Mujaydil geboren wurde, aufwuchs, heiratete und ihr erstes Kind zur Welt brachte, weigerte sich Israel, sie zurückkehren zu lassen und sich unserer Familie anzuschließen. Als Folge davon verbrachte sie ihre Tage in Jordanien, wo sie 2002 verstarb und immer noch sehnte, nach Hause zurückzukehren. Meine Cousins ​​bleiben in der ganzen Welt verstreut.

Millionen von anderen Palästinensern bleiben weiterhin in verarmten, überfüllten Flüchtlingslagern staatenlos. In vielen Fällen leben sie nur wenige Kilometer von den Häusern entfernt, aus denen sie vertrieben wurden, wo jüdische Israelis jetzt leben. In den vergangenen Wochen nahmen die Palästinenser in Gaza, die seit mehr als einem Jahrzehnt unter einer grausamen und illegalen Belagerung leiden, am Großen Rückkehrmarsch teil und forderten, dass Flüchtlinge ihr legales Recht, nach Hause zu gehen, ausüben dürfen. Ein Recht, das festgeschrieben ist Resolution 194 der UN-Generalversammlung von 1948. Etwa drei Viertel der Bevölkerung Gazas sind Flüchtlinge aus dem Inneren Israels. Als Antwort darauf haben israelische Scharfschützen mehr als 100 unbewaffnete Demonstranten erschossen und getötet.

Die Nakba war nicht nur ein historisches Ereignis. Es ist seit 70 Jahren unvermindert. Jedes Mal, wenn ich Nazareth verlasse, komme ich an der Stadt vorbei, in der ich aufgewachsen bin. Obwohl ich es sehen kann und ich immer noch die Taten zu mehr als 100 Morgen Land habe, kann ich nicht zurückkehren und dort leben. Ich habe ein Enkelkind, einen wertvollen 4-jährigen Jungen, den ich mehr als alles andere auf der Welt liebe. Ich träume von einem Tag, an dem er in unserer Heimat in Freiheit und Gleichheit leben und beten kann, dass er nicht das gleiche Leiden erleiden muss wie das rassistische Apartheidregime, das Israel in unserem Land aufgebaut hat.  Quelle
 

Israeli police block Palestinian 'March of Return' - The March of Return is held each year to commemorate the 1948 Nakba. - Jonathan Cook - 9. 4. 2017

The annual "March of Return" by Palestinians in Israel, commemorating the Nakba - the expulsion of hundreds of thousands of Palestinians from their homes in 1948, has been blocked by the Israeli police for the first time in its history.

The police have denied the organisers a permit, saying there is a shortage of officers to oversee the march.

But Palestinian leaders in Israel accuse the far-right government of Benjamin Netanyahu of being behind the decision, in what they believe is the latest move to silence their commemoration of the events of 69 years ago.

The Nakba - Arabic for "catastrophe" - refers to Israel's creation on the ruins of the Palestinians' homeland in 1948. Some 750,000 Palestinians were expelled outside the new state of Israel's borders, and more than 500 villages razed to prevent the refugees from returning.

The march has rapidly grown in size over the past few years, in defiance of increasingly repressive measures from the Israeli authorities.

This is clearly a political decision. The government is trying to push a new generation of Palestinian youth in Israel into the corner, to intimidate and silence them.

Yousef Jabareen, a Palestinian member of the Knesset

It is now the largest commemorative event staged by Israel's 1.7 million Palestinian citizens, one in five of the Israeli population. They are the descendants of the small number of Palestinians who managed to avoid expulsion, although many were internally displaced by the Nakba.

Organisers had expected some 25,000 people to attend this year's rally at a destroyed village in the Galilee.

Adalah, a legal centre for Palestinians in Israel, has written to Israel's chief law officer, threatening to appeal against the decision to the Supreme Court unless it is reversed. >>>

 


 

On 69th anniversary, PLO remembers 'heartbreaking' Deir Yassin massacre -  The Palestine Liberation Organization (PLO) marked on Sunday the 69th anniversary of the Deir Yassin massacre, when at least 100 Palestinians were killed by Zionist militias in the Jerusalem-area village of Deir Yassin in 1948.

PLO Executive Committee member Hanan Ashrawi mourned the “heartbreaking tragedy” in which “more than one hundred innocent men, women and children...were brutally murdered by armed members of Zionist terrorist organizations.”

Deir Yassin has long been a symbol of Israeli violence for Palestinians because of the particularly gruesome nature of the slaughter, which targeted men, women, children, and the elderly in the small village west of Jerusalem.

The number of victims is generally believed to be around 107, though figures given at the time reached up to 254, out of a village that numbered around 600 at the time.

The massacre left more than 50 young children orphaned, Ashrawi noted, adding that the deadly attack was part of a broader plan in 1948 to expulse Palestinians from their homes “with the deliberate intent of establishing the State of Israel on Palestinian soil.” >>>

 

 

Die NAKBA - Erinnerung an 68 Jahre Flucht und Vertreibung - Im Laufe der Geschichte hat der errungene Frieden immer wieder dazu geführt, dass die Konfliktparteien sich mit ihrer Vergangenheit auseinandergesetzt haben. Diese notwendige und moralische Entscheidung, sowohl das historische Unrecht zu akzeptieren als auch die Realität der Gegenwart, ist der Schlüssel zur Versöhnung und friedlichen Koexistenz.

Deutschland ist ein Land, das solche mutigen Schritte bereits in der Vergangenheit getan hat und daher diesen Prozess sehr gut kennt. So ist dies beispielsweise auch in Nordirland, Südafrika oder im heutigen Kanada geschehen. Der einzige Weg, sich nach vorn zu bewegen, erfordert auch die Auseinandersetzung mit den Ungerechtigkeiten der Vergangenheit. Historische Fakten dürfen nicht missachtet oder verleugnet werden. Verantwortliches politisches Handeln kann diese unmittelbare Vergangenheit nicht ausblenden. >>>

 

25. 11. 2014 - „Die Nakba ist auch Israels Geschichte“ - Von Lea Frehse, Christoph DinkelakerundTobias Pietsch  - Eitan Bronstein und seine Organisation „Zochrot“ werben unter jüdischen Israelis für die Aufarbeitung der „Nakba“. Ein Interview über Schrecken der Vergangenheit, Schläge gegen Linke und die iNakba-App.

Eitan Bronstein, Jahrgang 1960, wanderte als Kind mit seiner Familie aus Argentinien nach Israel ein und wuchs in einem Kibbutz auf. In den 1980er Jahren verweigerte er wiederholt den Reservedienst an der Waffe. 2001 gründete er die Organisation Zochrot, die sich für die Anerkennung der „Nakba“, also der Verbrechen gegen und Vertreibung der Palästinenser innerhalb der jüdisch-israelischen Gesellschaft einsetzt. Anfang November sprach Bronstein auf Einladung der Mediziner-Organisation IPPNW – Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. in Berlin. Zum Interview mit Alsharq kam der charismatische Aktivist natürlich mit seinem iPhone – inklusive iNakba-App.

Alsharq: Herr Bronstein, Zochrot gilt in Israel als radikal links. Wofür setzen Sie sich ein?


Eitan Bronstein: Zochrot zielt darauf ab, unter israelischen Juden ein Bewusstsein für die Nakba zu schaffen. Denn in Israel lernt man normalerweise nichts über die Nakba [arab. „Katastrophe“] und auch mir hat in der Schule nie irgendjemand von der Vertreibung der Palästinenser erzählt. Im Allgemeinen wissen Israelis, dass es hier vor 1948 Araber gab. Aber es wird so dargestellt, dass sie eben den Krieg verloren haben und Punkt. Heute weiß ich: Die Nakba war die aktive Vertreibung der Palästinenser, mehrheitlich Zivilisten, durch bewaffnete Einheiten und anschließend die aktive Verhinderung ihrer Rückkehr. >>>

Die weithin unbekannte Vergangenheit Israels – Teil 1
Ursprünge des Zionismus  - Von Alan Schink Spricht oder schreibt man über Terrorismus sind in der Regel islamistisch motivierte Gewalttaten gemeint, wobei die zionistisch-terroristische Vergangenheit vieler Offizieller in Israel in der Regel selten zur Sprache kommt. Alan Schink will dieser Betrachtungsweise entgegenwirken – in einer dreiteiligen Serie über den friedlichen Ursprung des Zionismus und die Geschichte zionistischer Untergrundbewegungen der 30er, 40er und 50er Jahre. Ohne deren Gewalttaten würde der israelische Staat nicht existieren, und sie prägen seine Politik bis in die Gegenwart >>>

Die weithin unbekannte Vergangenheit Israels – Teil 2
Die Geburtsstunde des Terrors - Von Alan Schink - Wer palästinensischen Terroristen vorwirft, die israelische Bevölkerung zu “terrorisieren” und damit die Bombardements palästinensischer Städte durch israelische Streitkräfte zu verteidigen sucht, muss auf einem Auge blind sein. Denn was heute der Hamas vorgeworfen wird, nämlich ihre Ziele mittels terroristischer Aktivitäten erreichen zu wollen, war in den 40er Jahren für spätere israelische Politiker und Ministerpräsidenten charakteristisch und führte zur Gründung des souveränen Staates Israel. >>>

Die weithin unbekannte Vergangenheit Israels – Teil 3 - Die „Post-Terror“-Ära -  Alan Schink - Nachdem prozionistische Untergrundbewegungen wie die Irgun oder die Lehi mit ihren Terroraktionen gegen die britischen Besatzer, aber auch gegen Teile der Zivilbevölkerung ihr Ziel, die Etablierung eines souveränen jüdischen Staates, erreicht hatten, war das Konfliktpotential zwischen Arabern und Juden keineswegs gebannt. Nicht nur, dass sich nun die staatenlosen Palästinenser hintergangen fühlten - die nahezu nahtlose Übernahme der radikalzionistischen Gruppierungen in den neuen israelischen Verwaltungs- und Sicherheitsapparaten hat in der Politik des kleinen Staates Spuren hinterlassen, die bis in die Gegenwart hinein sichtbar sind.


Geschichte von unten: Das Nakba Archiv in Beirut - Gefunden beim IPK - Obwohl bei der Geschichtsschreibung zu den Ereignissen von 1948 in Palästina ein wachsendes Interesse an dem Narrativ der bislang Marginalisierten - den Bauern, Frauen, Flüchtlingen, dem städtischen Proletariat, den Beduinen etc. - zu verzeichnen ist, gibt es doch immer noch vergleichsweise wenig Material, das die Ereignisse aus der Perspektive der nichtprivilegierten Mehrheit der palästinensischen Gesellschaft dokumentiert. >>>

Nakba Archive - home page
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DIE PALÄSTINENSISCHE FLÜCHTLINGSSITUATION AM BEISPIEL JORDANIEN
Elhakam Sukhni

(pdf - 26 Seiten) Laut Angaben der UNHCR (United Nations High Comissioner for Refugees) existieren weltweit über 26 Mio. Flüchtlinge, von denen die palästinensischen Flüchtlinge sowohl die größte Gruppe außerhalb ihres Heimatlands lebender Flüchtlinge ausmachen (4,7 Mio), als auch zu den am längsten im Exil lebenden zählen (sechs Dekaden).1 Mehr als die Hälfte der palästinensischen Flüchtlinge leben heute in Jordanien, während sich ca. 37,7% in den „besetzten Gebieten“ (West Bank und im Gaza Streifen), jeweils 15% in Syrien und Libanon und 260.000 in Israel selbst befinden.2 Ohne die palästinensische Flüchtlingslage geklärt zu haben, so scheint es, könne der Nahost-Konflikt nicht gelöst werden und der Frieden im Nahen Osten nicht gewährleistet sein. Doch wer trägt die Verantwortung für diese Flüchtlinge? Sind es die Araber, die ihre „arabischen Brüder“ in ihre Staaten assimilieren müssen, wie es die Meinung der israelischen Rechten ist, oder ist es der Staat Israel selbst, der den im Krieg vertriebenen Palästinensern eine Rückkehr in ihre Gebiete schuldig ist.>>>

Der große israelische Bücherraub -  Max Ajl - Ich sah mich nach mehr Information über  den Bücherraub um, der während der Nakbah stattfand und fand schnell einen Aufsatz, der ursprünglich in Yitzhak Laors hebräischer antizionistischer Vierteljahreszeitschrift  Mitaam war: eine Zeitschrift für  radikale Gedanken. Gish Amit schrieb darin, und Rebecca Gilis übersetzte es aus dem Hebräischen. Ideologie mag den Konflikt nicht lösen, und die Palästinenser können oder können nicht bereit sein, den historischen Kompromiss von 1987  vergelten. Aber ohne die Nakba in den Mittelpunkt der Analyse zu setzen , als Anfang für die Beurteilung  so sind es die Israelis,  die aussehen, als hätten sie Land für Frieden gegeben, wobei es 1987 tatsächlich die Palästinenser waren, die damit einverstanden waren, Land für Frieden zu geben. Auf Wiedersehen meine Bücher! Lebt wohl im Haus der Weisheit, im Tempel der Philosophie, im wissenschaftlichen Institut, in der literarischen Akademie. Wie viel Öl verbrannte ich mit euch  um Mitternacht, während ich in der Stille der Nacht las und schrieb, während die anderen schliefen … lebt wohl meine Bücher .. Ich weiß nicht, was aus euch geworden ist, nachdem wir das Haus verlassen haben: wurdet ihr geplündert? Verbrannt?  Wurdet ihr  mit entsprechender Achtung in eine öffentliche oder private Bibliothek gebracht? Oder seid ihr beim Kaufmann gelandet, der Zwiebeln in eure Seiten  einpackt? Als Khalil al-Sakakini, ein berühmter Pädagoge und christlich arabischer Autor am 30. April 1948 aus seinem Haus in Jerusalem- Katamon floh, einen Tag nach der Besetzung des Stadtteils durch die Hagana, ließ er nicht nur sein Haus mit Möbeln, einem Flügel, den elektrischen Kühlschrank, einen Schrank  mit alkoholischen Getränken und die Nargila (Wasserpfeife) , sondern auch seine Bücher zurück. Wie andere dachte er, er käme bald wieder zurück. 19 Jahre später – im Sommer 1967 besuchte Sakakinis Tochter  mit ihrer Schwester die jüdische National- und Universitätsbibliothek und entdeckte dort die Bücher ihres Vaters mit  seinen Randnotizen. Was wurde aus Sakakinis Büchern, die für Ärzte und Regierungsbeamte von Nutzen waren? Wie kamen sie von seinem Haus westlich der Altstadt, nicht weit von ihren Stadtmauern in die Regale der zionistischen Nationalbibliothek?  Was geschah mit den Büchern von Hunderttausenden palästinensischer Flüchtlinge, die während des Krieges von 1948 flohen? Was wurde aus der palästinensischen Kultur? >>>
 

Israelischer Rabbi ruft zur ethnischen Säuberung von Nichtjuden auf - Yona Metzger, Oberrabiner der Aschkenazim in Israel, rief in einem Interview mit dem British Weekly am Montag dazu auf Millionen Palästinenser in die Wüste Sinai zu vertreiben. „Bring all die armen Menschen aus Gaza in ein wundervolles modernes Land mit Zügen, Bussen und Autos, wie in Arizona in Amerika. Das wird eine Lösung für die armen Menschen sein.“ >>>
(...)  Einige Wochen zuvor bezeichnete der israelische Rabbiner David Batsri Araber als „Esel“, die vom Allmächtigen in menschlicher Gestalt geschaffen wurden, um zu arbeiten und bestimmte Aufgaben auszuführen.>>>

Gegen die Tabuisierung der Kriegsfolgen - Die neue israelische Zeitschrift «Sedek» beschäftigt sich mit der Flucht und Vertreibung der Palästinenser im Jahr 1948. In Israel macht die Gruppe Parhessia, die nach dem althebräischen Wort für Öffentlichkeit benannt ist, immer mehr von sich reden. Sie wurde vor zwei Jahren von israelischen Literaten, bildenden Künstlern und Pädagogen mit dem Ziel gegründet, in Israel eine neue zivile Sprache für den öffentlichen Bereich zu etablieren. So will man die ethnische, religiöse und soziale Komplexität der israelischen Gesellschaft kritisch durchleuchten.

Fortschreitende ethnische Säuberung - Victoria Buch - Die Bühne für die ethnische Säuberung der Palästinenser ist in den besetzten Gebieten vorbereitet worden und die ethnische Säuberung macht Fortschritte. Im Augenblick ist dies das wesentliche Projekt im Staat Israel. Für eine unparteiische Person mittlerer Intelligenz müsste eine Fahrt durch die besetzen Gebiete genügen, um diese Tatsache  schnell zu erkennen. Das jeweils wichtigste Mittel für die ethnische Säuberung war der Raub palästinensischen Bodens zusammen mit der Erweiterung der Siedlungen. Verschiedene Stadien des Annexionsprozesses  >>>

Nurit Peled-Elhanan über Kinder, Bildung, Rassismus und Mord - (...) Die Grausamkeit, die nicht in Worten auszudrücken ist, der ordnungsgemäße, erfinderische Missbrauch, den die besten jüdischen Gehirne zur Planung und Durchführung eingeführt haben, entspringt nicht von ungefähr. Sie sind die Frucht einer tiefgründigen und totalen Basiserziehung. Die Kinder in Israel werden innerhalb einer unnachgiebig rassistischen Weltanschauung erzogen. Die rassistische Weltanschauung stoppt nicht an den Checkpoints sondern regiert alle menschlichen Beziehungen in diesem Land. Die Kinder in Israel werden so erzogen, das Böse, das sie bestimmt sind, unmittelbar nach dem Ende ihrer Schulzeit auszuüben, als Notwendigkeit in der Realität zu sehen, in der sie berufen sind, ihre Rollen auszufüllen >>>

Die Hebron-Taktik - Amira Hass - Etwa 25 Minuten benahmen sie sich wie die Herren des Landes. Ein Mann, dem später ein jüngerer folgte, kam von Mitzpeh Yair, einer der illegalen Außenposten in den südlichen Hebroner Bergen und hinderte ein UN-Jeep an der Weiterfahrt. Anordnungen der UN verbieten in solchen Fällen das Verlassen des Fahrzeugs, um eine Eskalation   zu verhindern. So waren wir – drei Mitarbeiter von OCHA ( Koordinierung für menschliche Angelegenheiten) und zwei Journalisten von Haaretz gezwungen,  von innerhalb des Fahrzeugs zuzusehen, wie sie ihre Herrschaft über das Land demonstrierten. Der Ältere blockierte die Weiterfahrt des Fahrzeuges mit seinem Körper mitten auf der ungeteerten Piste Mit Handbewegungen machte er deutlich, man  solle den Motor ausschalten. Als dies nicht geschah, sprang er auf  die Kühlerhaube, dann auf das Dach und zurück auf die Kühlerhaube und schließlich legte er sich auf die Windschutzscheibe und spielte mit den Wischern und nahm sie ab. Der Fahrer fuhr langsam weiter, der Mann lehnte sich kräftig an die Windschutzscheibe bis sie brach. Glassplitter trafen ins Auge des Fahrers.

Aufruf - ICRR - Israeli Committee for Right of Residency

Seit März 2006 verweigern die israelischen Behörden Genehmigungen für temporäres Aufenthaltsrecht und Visa für ausländische Staatsbürger palästinensischer Herkunft, deren Aufenthaltsrecht in den besetzten palästinensischen Gebieten (OPT) willkürlich entzogen wurde. Viele der von dieser Politik Betroffenen haben seit Jahren in den besetzten Gebieten gelebt, ohne eine permanente Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen, obwohl ihr Lebenszentrum in den besetzten Gebieten ist, sie dort ihren Unterhalt bestreiten, sie mit palästinensischen Bürgern verheiratet sind, ihre Kinder in den besetzten Gebieten geboren wurden. Diese Menschen haben jahrelang mit Touristen-Visa in den besetzten Gebieten gelebt, die von der israelischen Regierung ausgestellt wurden; die Gültigkeitsdauer dieser Visa belief sich auf nur drei Monate. Sie mussten also alle drei Monate das Land verlassen, um das Touristenvisum zu erneuern. Wer es nicht schaffte, zur Erneuerung des Visums alle drei Monate auszureisen, lebte immer mit der Angst, ausgewiesen zu werden. Wer ausreiste, wusste nie, ob ihm die Wiedereinreise gestattet würde, da in den letzten Jahren die Anzahl derer, denen die Wiedereinreise verweigert wurde, stetig stieg. In letzter Zeit schickten die israelischen Behörden 105 Pässe mit dem Stempel "last permit" zurück, d.h. diese Visa sind nicht mehr verlängerbar. Die Halter dieser Pässe sind angehalten, das Land zu verlassen, ohne die Möglichkeit, je wieder zurückzukehren. mehr >>>>

Palästinensische Beduinen haben im Negev kein Zuhause mehr - Das israelische Innenministerium an die Zerstörung von mehr als 42.000 Wohneinheiten palästinensischer Beduinen in der Negev-Wüste angeordnet.

to understand the ongoing war of Israel, perheps you can help the statements of famous people in the israel. history till now. statements which are often unknown, but the declaration for expanandation. (Animation - pps Datei)

Zum Vergrößern Bild anklicken

Ohne Worte

Die Shabab von Marda - Die "Marda 5" kehren nach vier Monaten Haft in ihr Heimatdorf zurück und finden ein veränderte Umgebung vor.

Abed Allah Ahmad Imar - Azzun Atma: Jahrzehnte des Widerstands gegen Landbeschlagnahme und Siedlungen
Stimmen aus Palästina, The Grassroots Palestinian Anti-Apartheid Wall Campaign
Mar 13, 2005 -- Abed Allah ist mit der Verantwortung für den Schutz des Landes seiner Gemeinde und im Widerstand gegen die Siedlungen sechzig Jahre alt geworden. In Zusammenarbeit mit den Land Defense Committees kämpft Abed Allah seit den achtziger Jahren gegen die Beschlagnahme palästinensischen Landes durch die Besatzungsmacht. Diese hatte Mitte der achtziger Jahre 86 dunum (86000 qm) vom Land Abed Allahs Familie für den Bau der israelischen Siedlung Sha'are Tiqva beschlagnahmt. Im letzten Jahr hat das Dorf Azzun durch den Bau der Apartheidmauer noch mehr Land verloren. Hier sein Bericht: [weiter]

Das israelische Siedlungsprojekt E1
Peter Schäfer 07.07.2005
Eine neue Siedlung könnte die Etablierung einen palästinensischen Staats untergraben
Israel plant, auf besetztem Gebiet im Osten Jerusalems eine neue Siedlung für 50.000 Einwohner zu bauen. Damit wird Jerusalem von seinem palästinensischen Hinterland abgeschnitten und das Versprechen eines palästinensischen Staates wohl unerfüllbar.

.. Auf Afrikaans, der Sprache der holländischen Siedler in Südafrika, bedeutet „Apartheid“ „Trennung“, „getrennt halten“. Die Apartheidpolitik war theoretisch davon bestimmt, die Rassen getrennt zu halten, aber in der Praxis diente sie dazu, die Schwarzen aller ihrer Rechte zu berauben. Bei der Ausführung dieser Politik hielt das rassistische Regime den größten Teil der schwarzen Bevölkerung in Reservaten, wo ihnen eine Scheinautonomie gegeben wurde. Solch eine Enklave wurde offiziell Bantu-Homeland genannt, nach dem schwarzen Bantuvolk in Südafrika. So entstand der ekelhafte Name „Bantustan“.

 Man kann leicht Ähnlichkeiten zwischen den Bantustans und den Enklaven feststellen, in die Ariel Sharon die Palästinenser im Laufe seiner „einseitigen Schritte“ einzusperren beabsichtigt. Die durch die Westbank laufende Route der „Trennungsbarriere“ schafft einige Dutzend größere und kleine palästinensische Bantustans. Deshalb mag die Mauer sehr wohl Apartheid-Mauer genannt werden, da ja Trennung und Apartheid fast dasselbe bedeuten.

 Die Wirklichkeit in den besetzten palästinensischen Gebieten ist in vielen Hinsichten der Realität des Apartheidregimes ähnlich. Da gibt es (gute) Autobahnen (nur) für Siedler und Soldaten und andere ( schlechte) Straßen für die Palästinenser; die Kontrollpunkte und Straßensperren, wo Palästinenser aufgehalten werden, während Israelis frei passieren können, passen in dieses Bild..... mehr >>>

Du sollst nicht wohnen

Um die Zerstörung der Städte während der Kriegshandlungen im ehemaligen Jugoslawien zu beschreiben, hat der Architekt Bogdan Bogdanovich den Begriff "Urbanizid" geprägt. Was in Palästina auffällt, ist die Gewalt gegen das Land, gegen das Territorium. Ruinen, so weit das Auge reicht, verwüstete Hügel, abgeholzte Bäume. Zerfetzte Landschaften. Offenbar gezielt unkenntlich gemacht, nicht nur durch Krieg und Bomben und die Spur der Panzer, sondern sorgfältig und mit Fleiß. Eine Gewalt nach Planquadraten.
Längst haben Beton und Asphalt diese Kulturlandschaft verschandelt, die zu den schönsten der Welt gehörte. Die Hügel sind zerschnitten durch "Umgehungsstraßen", die den sicheren Zugang zu den israelischen Siedlungen gewährleisten sollen; rechts und links dieser Trassen wurden Häuser abgerissen, Olivenhaine abgeholzt, Orangenplantagen zerstört, nur um das Sichtfeld zu verbessern. Nun erstreckt sich hier ein Niemandsland, von Wachtürmen überragt. Und die Planierraupen am Straßenrand erscheinen plötzlich so kriegswichtig wie die Panzer. Nie zuvor ist mir eine einfache Baumaschine derart als Symbol eines umfassenden Zerstörungswillens vorgekommen. Die Brutalität der Planierraupen.
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Gesellschaft für bedrohte Völker- 50 Jahre Israel - 50 Jahre Palästinensisches Flüchtlingsdasein

Fremde seit 50 Jahren - Seit mehr als 50 Jahren leben palästinensische Flüchtlinge außerhalb ihrer Heimat. Von den rund 750.000 Palästinensern die 1948 während des ersten Arabisch-Israelischen Krieges aus ihrer Heimat flohen oder vertrieben wurden...

Palästinenser aus ihren Farmen ausgesperrt

Von Lawrence Smallman für Al-Jazeerah

12. Juli 2005

 

Israelische Besatzungskräfte hinderten Palästinenser daran, Tore der Grenzabsperrung zu passieren, um auf ihren Bauernhöfen zu arbeiten, berichtete ein Aktivist für Menschenrechte.

 

Khalid Yassin aus dem Ramallah-Menschenrechtszentrum äußerte am Dienstag gegenüber Al-Jazeerah, dass seit Schließung des Tores 46 am 04. Juli die Bauern aus dem Westbankdorf Mas’ha von ihren Anwesen quasi verbannt worden sind.

 

„Der Zugang war immer schwierig – israelische Soldaten erlaubten den Zutritt nur einige Male pro Tag. Aber nun haben die Besatzungskräfte das Tor für immer verschlossen, obwohl das Vieh auf die Weiden müsste, und man sich um die Ernten kümmern sollte. Eine Olivenernte im November und Dezember wird unmöglich sein“, meinte Yassin.

 

Keinerlei Zugang

 

Yassin fügte hinzu, dass weitere Tore, wie etwa das Tor 45, mehr als 1 1/2 Jahre lang geschlossen waren, und dass die Bauern keinen realisierbaren Zugriff auf ihr eigenes Land gehabt hätten oder irgendjemanden hätten informieren können, der auf der anderen Seite der Mauer Zugang gehabt hätte.

 

„Soldaten sagten den Leuten aus Mas’ha, sie sollten Tor 48 benutzen – das bedeutet 11 km Fußmarsch! Ist es zumutbar, von Bauern zu erwarten, dass sie täglich 44 km laufen, nur um auf ihre eigenen Anwesen jenseits der Mauer zu gelangen? Wie dem auch sei, sie werden nicht die richtigen Passierscheine haben, um durch Tor 48 zu gehen – und werden fast keine Chance haben, sich einen zu beschaffen“, schloss Yassin.

 

Antwort dauert

 

Aljazeera.net kontaktierte Israels Bezirksorganisationsamt in Qalqilya, die Zivilverwaltung und einen Sprecher der israelischen Besatzungskräfte, um eine Erklärung für die Schließung von Tor 46 zu erhalten.

 

Niemand konnte unmittelbar darauf antworten.

 

Die Trennmauer wurde im September 2003 durch das palästinensische Dorf Mas’ha gebaut.

 

Die Wohn- und Gewerbegebiete landeten auf einer Seite, 92 % (oder 5700 Dunams, wobei 1 Dunam = 1000 m² sind) Ackerland auf der anderen.

 

13.07.2005, Übers. v. Gabriele Al Dahou

Flüchtlinge

57. Jahrestag der Katastrophe 'Al Nakba'.
Im Mai 1948 zwingen israelische Truppen die Palästinenser dazu, ihre Dörfer und Städte zu verlassen. - (PMC, 14.05.05).

Ein Kernproblem des israelisch-palästinensischen Konflikts liegt in der bis heute ungelösten Flüchtlingsfrage. Weltweit gibt es inzwischen mehr als 5 Millionen palästinensischer Flüchtlinge, dies entspricht 18% aller Flüchtlinge überhaupt.

Palästinensische Flüchtlingslager:

Land

Offizielle Lager

Registrierte Flüchtlinge

 
 
 

Jordanien

10

1.708.507

Libanon

12

390.498

Syrien

10

407.742

Westbank

19

647.919

Gazastreifen

8

901.092

 

 

 

Gesamt

59

4.055.758

Quelle und mehr >>>

 

Zu Israels 60. Jahrestag der Unabhängigkeit, israelischer Verbrechen und Boykott - Michael Warschawski - Auf der ganzen Welt feiert Israel das 60. Jubiläum seiner Geburt. Diese Gedenkveranstaltungen basieren auf einem doppelten Versäumnis, welches die Feiern in inakzeptabler Weise jeglicher ethischen Perspektive beraubt. >>>

… zu Massaker an Arabern während des 1948er Krieges
 Guy Ehrlich

Das einzige Massaker, das in israelischen Geschichtsbüchern auftaucht, ist das von Deir Yasin. Vielleicht weil die Verantwortung hier bei ETZEL lag. In verschiedenen israelischen Büchern und Zeitungsartikeln finden sich zwar Berichte zu mehreren Dutzend Fällen, diese sind allerdings recht oberflächlich. […]

 (Ariyeh) Yitzhaki Dozent war Dozent für Militärgeschichte und Militärtaktik innerhalb der Offiziersausbildung der israelischen Armee. In den späten 60er Jahren leitete er die israelischen Militärarchive im Rahmen seines Dienstes in der Geschichtsabteilung der Armee. Er sammelte sämtliche Aussagen und Dokumente zum Thema, die er finden konnte, und wartete auf den richtigen Moment, um sie zu veröffentlichen. ‚Dieser Zeitpunkt ist nach einer Generation jetzt gekommen‘, sagte er. ‚Wir können nun diesen unendlichen Lügen, mit den wir aufgewachsen sind, ein Ende bereiten. In nahezu jedem arabischen Dorf, das während des Unabhängigkeitskriegs besetzt wurde, wurden Kriegsverbrechen begangen: Mord, Massaker, Vergewaltigungen. Ich glaube, dass letztendlich diese Dinge ans Tageslicht kommen werden. Die Frage ist, wie wir damit leben können.‘

Yitzhaki zufolge wurden während des Unabhängigkeitskriegs mindestens 20 große Massaker (50 Ermordete pro Massaker) und über 100 kleine Massaker (an Individuen oder kleinen Gruppen) an Arabern verübt. Diese Massaker hatten, so Yitzhaki, einen direkten Einfluss auf die Fluchtwellen von Arabern aus dem Land. Für viele Israelis war es einfach, der falschen Erklärung Glauben zu schenken, die Araber würden auf Befehl ihrer Führer das Land verlassen. Das ist eine Lüge. Der Hauptgrund für die Fluchtbewegung lag in der Angst der Araber vor der israelischen Gewalt begründet, die durchaus reell war. In nahezu jedem Bericht in den israelischen Militärarchiven zur Besetzung arabischer Dörfer von Mai bis Juli 1948, dem Höhepunkt der Konfrontation mit arabischen Dorfbewohnern, finden sich Hinweise auf Massaker.

Der Geschichtsforscher Uri Milstein, der in Israel als Mythenentzauberer gefeiert wird, bestätigt nicht nur die Einschätzung Yitzhakis zum Umfang der Massaker, sondern geht sogar noch weiter. „Wenn Yitzhaki behauptet, dass es in fast jedem arabischen Dorf Morde gegeben hat, dann sage ich, dass bis zur Gründung Israels jede Kampfhandlung in einem Massaker an Arabern endete. Massaker an Arabern hat es zwar in allen israelischen Kriegen gegeben, ich allerdings hege keinen Zweifel daran, dass der Unabhängigkeitskrieg der dreckigste war.“ […]

Ha’ir, Tel Aviv, 06.05.1992.  Aus dem Hebräischen von Israel Shahak. Aus dem Englischen von Nora-Elise Beck.

Untold stories: Darwish Addassi - May 10, 2007 - Darwish Addassi wishes his fellow Americans could spend a day in his shoes. Maybe then they would know what it feels like to be a refugee. The 72-year-old still remembers the day he was expelled from his home 59 years ago.

Hier ist auf einer Karte die Vertreibung nachzuvollziehen.

FAQ on the Nakba - The Nakba and Palestinian refugees today

1. What is the Nakba-
2. Why does the Nakba matter today-
3. Who are the Palestinian refugees-
4. How many Palestinian refugees are there-
5. Where do the Palestinians live today-
6. Do Palestinian refugees have a right to return to their homes-
7. What have leading Israeli figures said about the Nakba-
8. Where can I learn more-

Palestine Remembered, al-Nakba 1948- פלשתינה-فلسطين في الذاكرة

2006 - Zum 58.Jahrestag der palästinensischen Katastrophe - al Nakba
 Jedes Jahr wird der 14.Mai 1948 von Israelis als Freudentag ihrer Staatsgründung gefeiert. Für Palästinenser aber bedeutete die Umwandlung eines mehrheitlich arabischen Landes in einen mehrheitlich jüdischen Staat "die Katastrophe": al Nakba.. mehr..



 Israelische Neue Historiker wie Ilan Pappe sprechen von ethnischer Säuberung, denn von insgesamt etwa 900.000 im zukünftigen Staat Israel lebenden Palästinensern verloren damals 750.000 durch Flucht und Vertreibung ihre Heimat, über 400 ihrer Dörfer wurden dem Erdboden gleichgemacht, Gesetze enteigneten die "abwesenden" Palästinenser und machen sie, bis heute, mit über 5 Millionen Flüchtlingen zur weltweit größten Flüchtlingspopulation, denen Israel ihr, gemäß Völkerrecht und UNO-Resolution 194 bestätigtes, Rückkehrrecht verweigert.

 

Vor 1948 besaßen oder kontrollierten die Palästinenser über 90 Prozent des Landes im ehemaligen Mandatsgebiet Palästina. Heute, nach Fertigstellung des geplanten Grenzwalls und der israelischen Annexion des Jordan-Tals, des Großraums Jerusalem, sowie größerer

Siedlungsblöcke, bleiben den Palästinensern etwa 12 Prozent des ehemaligen Mandatsgebiet Palästina, in 4 voneinander getrennten Kantonen, deren Grenzen, Wasser und Luftraum von Israel kontrolliert werden. Das ist die Homeland-Politik der südafrikanischen Apartheid Regierungen, aber keine "Zwei-Staaten-Lösung".

 

Bei Südafrika half die Weltgemeinschaft durch Boykotte und Sanktionen zum Ende der Apartheid beizutragen. In Israel/Palästina haben die Palästinenser dasselbe Anrecht auf einen gemeinsamen Staat mit gleichen Rechten für all seine Bürger und Flüchtlinge. Damit der 14.Mai ein gemeinsamer Freudentag wird.

 
Weitere Infos:
http://www.palestineremembered.com

Sonntag, 30. April 2006 -  Sabine Matthes, München Quelle

Dezember 2010 - Eine neue Weihnachtsgeschichte: Bethlehem unter Besatzung - Brief an die Medien, Dezember 2010  von der PLO – Verhandlungsabteilung -  „Bethlehem von Jerusalem  und dem Rest der Welt zu trennen, wird keinen Frieden bringen“  ( Kath.Patriarch Fouad Twal) - Auf viele Weisen ist Bethlehem der Inbegriff einer palästinensischen Stadt unter Besatzung geworden: seine Bevölkerung ist täglich mit Schikanen konfrontiert. Seine historische Landschaft wird durch die Ausdehnung illegaler Siedlungen  und  die Mauer, dies sich  tief mitten durch das Land schlängelt,  verschandelt, und trennt es von seinen alten politischen, sozialen, wirtschaftlichen und religiösen Verbindungen nach Jerusalem und dem Rest der Westbank. Seine wirtschaftlichen Aussichten werden mit jedem Jahr schwieriger. Für die in Bethlehem und seiner Umgebung lebenden Palästinenser wird jedes Weihnachten weniger ein Grund zum Feiern, als ein Grund über die immense Tragödie nachzudenken, die über die heilige Stadt gekommen ist, die die Heimat einer der ältesten christlichen Gemeinden auf der Erde ist. Fakt: Die israelische Besatzung hat dramatisch die palästinensische Bewegungsfreiheit und den Zugang zu den Kirchen im Heiligen Land eingeschränkt. Nachdem die Mauer im nördlichen Teil der Stadt fertig gestellt wurde, sind Bethlehem und Jerusalem völlig von einander getrennt. Der Regierungsbezirk und die Stadt unter Besatzung - Weder der Bethlehemer Bezirk, noch die Stadt werden von der zerstörerischen Auswirkung der Besatzung  und  der unaufhaltsamen Kolonisierung  palästinensischen Landes verschont. Es werden Fakten vor Ort geschaffen, die eine Zwei-Staatenlösung unmöglich machen. Israel fährt mit seiner >>>

Regelungen „Königreich der Siedlungen"- #Amira Hass  >>>

61 years of Nakba, 418 Palestinian villages destroyed


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Das Jahr 1948 im palästinensischen Kollektiv: Die „Nakba“ (Katastrophe) - von Samira Mazouz-Eikenberg  - Nicht nur realpolitische Fragen, sondern auch das Thema der „Erinnerung“ spielt im israelisch-palästinensischen Konflikt eine bedeutende Rolle. Die Geschehnisse des Jahres 1948 sind entscheidend in diesem Kontext, insbesondere da hier eine entgegengesetzte Wahrnehmung auf israelischer und arabisch-palästinensischer Seite festzustellen ist. Während aus israelischer Sicht von „Unabhängigkeitskrieg“ oder „Befreiungskrieg“ und von der Proklamation des Staates Israel die Rede ist, wird derselbe Zeitraum aus palästinensischer Sicht mit dem Verlust Palästinas und mit der Vertreibung und Flucht Hunderttausender Palästinenser aus ihrer Heimat, mit dem Begriff „Nakba“, das heißt „Katastrophe“ oder „Schicksalsschlag“ assoziiert. Die palästinensische Gesellschaft, wie sie vor 1948 bestanden hatte, wurde grundlegend verändert. Von den ehemals 1,4 Millionen arabischen Einwohnern des Mandatgebiets Palästina waren rund 700.000 bis 760.000 geflohen oder vertrieben worden.[2] Palästinenser leben fortan über die gesamte Welt verstreut in Europa, den USA, Kanada, vor allem aber in den arabischen Nachbarstaaten Jordanien, Libanon, Syrien und Ägypten, im Gaza-Streifen, der 1950 unter ägyptische Militärverwaltung gestellt wurde, ferner in der 1948 von Jordanien besetzten „Westbank“ und als arabische Minderheit in Israel. Die geographisch zerstreute palästinensische Gesellschaft hatte keine Führung, verfügte über keinerlei gemeinsame institutionelle Basis oder politische Repräsentation. Palästina als politische Einheit existierte nicht mehr, statt dessen waren zwei neue Staaten entstanden, Israel und das Haschemitische Königreich Jordanien[3]. 1948 konstituiert damit die zentrale Zäsur in der palästinensischen Geschichte des 20. Jahrhunderts und wird als die letztlich prägende Erfahrung für alle Palästinenser verstanden, nicht nur individuell, sondern auch in ihrem kollektiven Bewusstsein. mehr >>>

Feierliche Erklärung zum 58. Jahrestag der Staatsgründung Israels - Günter Schenk - Am 14 Mai wird von Menschen in- und außerhalb Israels der Staatsgründung Israels am 14. Mai 1948 und seiner Aufnahme in die Völkergemeinschaft gedacht. Mit der Anerkennung hatte der junge Staat die Erfüllung einiger Verpflichtungen gegenüber der einheimischen Bevölkerung, dem Recht auf Rückkehr der infolge der Gründungswirren vertriebenen palästinensischen Flüchtlinge übernommen.

Seit nunmehr 58 Jahren ist Israel zu einer geachteten Militärmacht aufgestiegen, hat eine leistungsfähige Wirtschaft aufgebaut, hat jedoch keine dieser 1948 übernommenen Verpflichtungen erfüllt. Die Gleichheitsrechte der im Lande verbliebenen Palästinenser wurden nicht in vollem Maße umgesetzt, die Rückkehr der Vertriebenen wurde nicht einmal ansatzweise ins Auge gefasst, sondern vielmehr generell ausgeschlossen, neue Landaneignungen nach Staatsgründung bis heute sind an der Tagesordnung, die Rechte der Bevölkerung in militärisch nach 1948 besetzten Gebieten wird mit Füßen getreten, zahlreiche Ermordungen, Einkerkerungen, Erniedrigungen haben bei den Palästinensern zu einem Zustand zwischen Lethargie und sinnloser Gewalt geführt. Die Lebensbedingungen in den besetzten Gebieten können im besten Fall als Überlebensbedingungen bezeichnet werden. die Bewegungsfreiheit von Palästinensern wird auf unerträgliche Weise eingeschränkt, ja, die Entwicklung hin zu einer lebensfähigen staatlichen Einheit der Palästinenser wird durch immer neu geschaffene Tatsachen dauerhaft unmöglich gemacht. Die Rückkehr der Vertriebenen wurde nicht nur niemals ins Auge gefasst, sondern durch zahlreiche öffentliche Erklärung aller Regierenden Israels ausgeschlossen mehr >>>

Palestinians flee from the Mediterranean coastal city of Jaffa in 1948. (UNRWA)

Palestinians flee from the Mediterranean coastal city of Jaffa in 1948. (UNRWA)

Wussten Sie schon, dass...

  • es 5 Millionen palästinensische Flüchtlinge weltweit gibt?

  • die palästinensischen Flüchtlinge 18% aller Flüchtlinge auf dieser Erde ausmachen?

  • diese Menschen zum Teil seit mehr als 50 Jahren, seit der Staatsgründung Israels also, ein Flüchtlingsdasein führen?

  • ein Drittel dieser Flüchtlinge nach wie vor in Lagern lebt? mehr...

  • Rückschau:  Von der zionistischen Besiedelung bis zur Staatsgründung Israels - Zur Entstehungsgeschichte des Nahostkonfliktes Ludwig Watzal

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