o
 

 

Das Palästina Portal

Kostenlos  IST nicht Kostenfrei

Unterstützen Sie
unsere Arbeit

Nach oben
Texte - 29
Texte - 28
Texte - 27
Texte - 26
Texte - 25
Texte - 24
Texte - 23
Texte - 22
Texte - 21
Texte - 20
Texte - 19
Texte - 18
Texte - 17
Texte - 16
Texte 15
Texte 14
Texte 13
Texte 12
Texte 11
Texte 10
Texte 9
Texte 8
Texte 7
Texte 6
Texte 5
Texte 4
Texte 3
Texte 2
Texte 1

 
 

TEXTE 9
 

 

 

Liebe Freunde in der Ferne                                                                 Dezember 2006

 

Wahnsinn

oder

Frieden, Zukunft und Sicherheit - Fremdwoerter in Palaestina

 

 

Der Wahnsinn und die  Angst vor dem Bruderkrieg, die wir zur Zeit in Palaestina erleben, hat keine Worte mehr, in die ich sie kleiden kann.  Machtkaempfe werden auf offener Strasse ausgefuehrt. Wenn uns nicht die  israelischen Soldaten erschiessen, dann tun wir es selber, was fuer eine Ironie. Und nach dem Motto, wenn zwei sich streiten, hat der dritte Ruh’, schaut Israel auf uns und sagt sich, endlich haben wir sie soweit gebracht.

 

Seit bald vierzig Jahren weiss niemand in Palaestina wie  Frieden aussieht.

Man kennt nur das Leben unter Besatzung mit hunderten von Militaergesetzen und Strassensperren, die das taegliche Leben einschraenken.

Meine Kinder sind in der ersten und zweiten Intifada gross geworden.

Wenn sie von Ihrer Kindheit erzaehlen wuerden, sie haetten nicht viele schoene Ereignisse zu berichten.

Ihre Kindheit ist ueberschattet von Angst vor Soldaten, Panzern, Schuessen und  Raketenangriffen.

Angst um das eigene Leben (Beit Jala war mehr als eineinhalb Jahre unter taeglichem  Beschuss) hat ihr Leben gepraegt.

Da ich die ersten zwanzig Jahre meines Lebens in Deutschland verbracht habe, in einem Land, wo Kinder wie Kinder aufwachsen, kann ich ihnen erzaehlen von Spielplaetzen, Schwimmbaedern und Ausfluegen, sozusagen von all dem, was mit Kindheit zu tun hat.

 

Einmal fragte mich mein Sohn, was ist Zukunft? Ist das etwas, was man hat, wenn man alt wird?  Nein, sagte ich zu ihm, Zukunft ist etwas, was jeder Mensch hat.

Doch wie sieht Zukunft aus, fragte er weiter. Gibt es so etwas auch in Palaestina?

Die Zukunft in Palaestina ist weder sehbar, noch fuehlbar, geschweige denn greifbar.

Die bunten  Zukunftstraeume unserer Kinder prallen ab am grauen Beton der neun Meter hohen Gethomauer, die man um Bethlehem herum gebaut hat.

Eine Generation waechst auf ohne Vertrauen in die Zukunft, ohne Sicherheit und ohne Perspektive.

 

Bald ist Weihnachten.

Die Welt schaut auf Bethlehem, auf dieses kleine Kind, das geboren wurde, um Frieden, Zukunft und Sicherheit in diese Welt zu bringen.

Jeder einzelne von uns ist verantwortlich, mit zu helfen, dass diese Begriffe keine Fremdwoerter bleiben, in Palaestina und  nirgendwo.

Ich wuensche Euch allen ein gesegenetes Fest und ein Neues Jahr, voller Gesundheit und Kraft.

Moege es ein Jahr des Friedens werden.

Salam

 

Faten Mukarker

 

 

Pressetext - Bischöfe als Retter für Bethlehem
 

 

Pfarrer Roland Breitenbach fordert auf den Internetseiten seiner Gemeinde Schweinfurt, St. Michael (www.stmichael.de) die 27 deutschen Bischöfe eindringlich auf, im Jahr 2007 Bistumswallfahrten in die Geburtstadt Jesu zu organisieren, um die christliche Minderheit dort am Leben zu erhalten und im Glauben zu stärken.

 

Pfarrer Breitenbach, der jüngst sein Buch „Jesus wäre heute ein Palästinenser“ veröffentlichte, erklärt: „Jetzt ist die Zeit der Solidarität. Wenn die Bischöfe zur gemeinsamen Wallfahrt an den Geburtsort Jesu einladen und sich selbst an die Spitze der Bewegung stellen, kommen aus jeder Diözese leicht einige hundert Teilnehmer zusammen.“ Für ein gutes halbes Jahr wären auf diese Weise die seit sechs Jahren leer stehenden Hotels Bethlehems ausgelastet, viele Arbeitsplätze könnten reaktiviert, den Holzschnitzerfamilien eine neue Zukunft geschenkt werden.

 

Es mache wenig Sinn, so heißt es im Aufruf, wenn die wenigen Heiligland-Pilger wie bisher im Zweistundentakt durch die Heiligen Stätten geschleust werden, sodass keine Möglichkeit gegeben ist, Kontakte zu knüpfen oder auch nur ein bisschen Geld in der Stadt zu lassen. Für die Pilger wäre es ein nachhaltiger Eindruck, einige Tage hinter der monströsen israelischen Mauer wie in einem Gefängnis leben zu müssen und den Menschen wirklich zu begegnen, statt „nur tote Steine zu besichtigen“.

 

Erlebnisse gäbe es in dieser Zeit genug: Gottesdienst mit den wenigen buchstäblich Hinterbliebenen zu feiern; das Babyhospital zu besuchen, den Stern der Hoffnung in der palästinensischen Trostlosigkeit; einen ermunternden Besuch in den verschiedenen Werkstätten für Behinderte zu machen; mit den hoffnungslosen Menschen auf der Straße zu sprechen, mit ihnen zu essen, Holzschnitzereien einzukaufen, schlicht Geld und Zeichen der Solidarität in dieser Stadt zu lassen, bevor der letzte Christ ausgewandert ist.

 

Breitenbach, der auf dem Höhepunkt der Libanonkrise Papst Benedikt XVI. (allerdings ohne Erfolg) zum Besuch Beiruts aufgefordert hatte, wünscht sich für das Jahr 2007 von den deutschen Bischöfen dieses besondere Zeichen der Hoffnung, „obwohl Solidarität nicht gerade eine hervorstechende christliche Tugend“ sei, wie sich im Schweigen der Bischöfe zeige.

 

Eine Stadt, in der es weit mehr Arbeitslose gibt als Arbeitsplätze, keine Kranken- und Rentenversicherung, hätte diesen besonderen Einsatz verdient. „Wer jetzt nicht den Menschen im Geburtsort Jesu helfen will, soll sich fragen lassen, ob er den Namen Christ zu recht trägt und guten Gewissens Weihnachten feiern kann“, schließt der Aufruf von Pfarrer Breitenbach, der mit einer großen Gruppe von Pilgern in diesem Jahr fünf Tage in Bethlehem weilte und sich fast täglich den Schikanen an der Grenzbefestigung aussetzte.

An Urgent Request to Keep Hope Alive
http://www.hope-flowers.org/demolition.html

As many of you know, the Israeli authorities started to build a wall around the Palestinian cities and villages a few years ago. In 2003, the Hope Flowers School received a demolition order for the school cafeteria, because the cafeteria is located 120 meters away from the proposed route of the wall.

Now the Israeli authorities have started to build the last segment of the wall near the school. Bulldozers and stone crushing machines are working daily to crush thousands of years of beautiful rocks at the front of the school in preparation for either laying the 8 meters high cement wall segments or to build a fence.

The proposed route of the barrier will isolate the Hope Flowers School and will not allow Israelis to come to visit the school. The school has been well known for many years as a home for peace education in the Middle East. Our bridge-building programs have reached out to thousands of Palestinians and Israelis.

We encourage peace and coexistence based on our belief that the Palestinian-Israeli conflict cannot be solved in a violent way. With our joint programs we create an opportunity for dialogue and understanding. The mutual meetings are very helpful to minimize fear and prevent stereotyping. They form a tool for both Palestinians and Israelis to find their common humanity.

The problem is that, when the wall (barrier) is built, Israelis and Palestinians will not be able to meet each other anymore. The Hope Flowers School will not be accessible to Israelis. This means more fear and more stereotyping of 'the other', which would end any chance for creating peace and dialogue. The wall is not only physical: it will be a barrier in the minds and hearts of future Palestinian and Israeli generations, preventing them from living together. The wall will not bring peace. It may bring a cease-fire, but a cease-fire is never peace. (The current cease-fire in late 2006 applies to Gaza only).

To all our friends, your help is needed now!

The Israelis will not stop building the wall for sure! But let's all together ask them to create a gate in the wall near the school to allow Israelis to reach the Hope Flowers School. This gate will be a Gate for Hope to keep hope alive and to keep Hope Flowering for the next generation.

How to help?

Please apply pressure to the contacts below by letter, fax, e-mail or phone. Ask them to do whatever they can to pressure the Israelis to overturn the demolition order of the cafeteria and to create a gate in the wall to allow Israelis to reach the school. Emphasize the unique operating principles and ethos of the Hope Flowers School - it is the only school in the Palestinian West Bank and Gaza areas focusing on peace and democracy education, teaching our students to look for non-violent solutions to the ongoing situation.

Here is is an example of a letter that you can re-work (if you wish), sign and send to one of the contacts below. Click here to download (MSWord document). Please write pleasant and constructive letters and e-mails: www.hope-flowers.org/HFS/-letter-SeparationWall.doc

a) Commander, Israeli Civil Administration

(Sub Committee for Supervision of Building Activity in Beth El),

Fax: (Israel) +972-2-997-7326

b) Mr. Ehud Olmert, Prime Minister of Israel

E-mail: webmaster@pmo.gov.il

Fax: (Israel) +972-2-566-4838 or +972-2-267-5475

Tel: +972-2-670-5555

UK residents please write to:

Rt Hon Margaret Beckett MP

Foreign and Commonwealth Office

King Charles Street

London SW1A 2AH, UK

www.fco.gov.uk (click 'Feedback')

c) The Israeli Embassy / Consulate in your home country.

d) Dr Condoleezza Rice, US Secretary of State

Address: US Department of State, 2210 C Street N.W, Washington D.C 20520, USA.

Tel: (USA) 202 647 5291 (Dr. Rice's office) or 202 647 4000 (State Dept. main number)

Email: contact-us.state.gov

By sending your letter to one or more of the above officials, you are helping us to keep hope alive.

If you can draw attention to this situation in your local and wider communities, through various methods, therefore resulting in greater awareness of our situation, it would further help our cause.

For further information specifically relating to this issue, please contact us at the school.

In peace,

Ibrahim Issa

Co-director, Hope Flowers School

Some background information

To find Hope Flowers on this map: follow the red main road SW from Bethlehem to Al Khader - this used to be the old Jerusalem-Hebron main road, but now it has been blocked off. Hope Flowers is below Al Khader in the corner, just where the wall turns, opposite the new Israeli settlement at Efrata.

Most of you may well know that the school is at Al Khader, in the part of the West Bank still designated as Area C, where there is exclusive Israeli control and administration of most aspects of organized life. The categories of Areas A, B and C, which came into existence with the Oslo Accords, resulted in Areas A being designated as areas under full Palestinian control whilst Areas B came under joint Israeli and Palestinian control. Because the school area has been traditionally Palestinian for generations, and because it is within 2 kilometers of portions of Area B and Area A, it had seemed likely that this area would be reclassified as an Area A. However, as a result of the latest Intifada, and other factors, this has not happened, and we remain fully under the control of the Israeli military and civil authorities.

This directly affects the school buildings in the following way. Although all of the school buildings have Palestinian building permits, the permits are not recognized by the Israeli authorities. As we are in an Area C, we need to be in possession of an Israeli building permit.

In 1999, when we were first issued with a demolition notification, the Hope Flowers School was in the same predicament. After submitting reports, attending meetings of the Civil Administration (the Israeli body that administers the Occupied Palestinian Territories), attending the hearing of our case in an Israeli military court, and continuous international pressure, the order to demolish was rescinded. We applied in 1999 for an Israeli building permit and were successful in our application. However, the fee that the Israeli Authorities were charging for the issue and validation of the permit was deliberately beyond the financial capabilities of the school, hence we were unable to proceed and obtain the permit.

December, 2006

Dear Santa, or Someone
By Deb Reich

 

Dear Santa,

 

I live in Israel/Palestine and I think I am probably addicted to the big bad conflict we have here. We all seem to be addicted to the conflict we have here. We are so used to it, sometimes I wonder if, given half a chance, we could really learn to live without it. Meanwhile, the academics study it. The politicians cook it and bake it and spin it. The pollsters monitor it. Nonprofit organizations and NGOs mop up the messes, frequently lethal, that it makes. Dissident poets bemoan it, and the journalists (with the exception of a courageous handful, who tell the truth) pretend to report on it. The prisoners find their education, for better or worse, in its shadow, while the wardens find some kinky pleasure there, or anyhow their paycheck.

 

The mothers, raped by the conflict, carry it with them like some spawn of Satan. That is how it feels, these days. We are continually and forcibly violated by the politicians' spinmeisters, who keep trying to impregnate us with their dysfunctional fantasies so we can deliver more soldiers for the conflict.. The children are afraid of the conflict, they're afraid that it's lurking under the bed (if they have a bed, if they have a house), or that it's about to fall on them from the sky and explode in a hail of blood and gore, to kill and maim, like it did last night or last week or in the last war. Or, brainwashed, they crow about the enemy's getting what he deserves, never thinking that "the enemy" is mainly a bunch of kids like them. And then they get a bit older and go out to do battle.

 

Santa, tell me: What in God's name have we done to the children?

 

While the innocents suffer, the arms merchants and the generals sign fat deals. Out in the countryside you can see the only truly neutral bystanders to the conflict, cows lowing in their barnyard or goats and sheep grazing on their patch of grass and brambles; surely they hear the infernal screaming when the missiles of death approach. Perhaps they are afraid; no one knows or cares. Once in a while, when I go down south to visit my sister on her kibbutz, I drive through the desert past the dread zone where The Bomb dozes in its nest, deep beneath the sandy hills - waiting. Waiting for someone to make a mistake.

 

Meanwhile Gaia, the living brooding spirit of this beautiful besieged planet, pays us no attention whatsoever; we are an errant flake on the skin of her mysterious, majestic body. She goes on breathing as always - inhale, exhale; inhale, exhale. She can feel a fever coming on, but she has been afflicted before. No matter. She will know how to restore the balance when the time comes. Is there any ice left up there at the North Pole, Santa?

 

If I feel like praying, I can access a direct line to the Almighty by email or fax. They have these handy services now. Here's what you do: (1) Compose your prayer. (2) Send

 


 
mit Interesse hab ich am vergangenen Dienstag Ihr Interview in der Morgensendung des DLF angehört. Was man beim ersten Mithören leicht überhört, wenn man sich dann später (an diesem 3. Adventsonntag) die Mühe macht, den Text noch einmal durchzulesen, dann erscheinen schließlich Fragen, Fragen nach Sinn oder Unsinn des Gesagten. Die Frage des Antisemitismus und dessen Folgen gehören nun gewiss nicht zum Ersteren, sondern sie sind berechtigt, auch notwendig. Dies aber immer nur unter einer Voraussetzung: der Fragende sollte, wenn er seine Fragen in der Öffentlichkeit stellt, nicht nur von Redlichkeit beseelt, sondern auch von Gewissenhaftigkeit getrieben sein. 

 
Ich hab möchte nun dies an einem einzigen von Ihnen genannten Sachverhalt beleuchten: auf eine der Fragen von Herrn Degenhardt antworten Sie: 

 
Weisskirchen: Nein, das ist vollständig falsch, und wenn man sich anschaut - das macht man am besten, indem man Israel selbst besucht oder mit Menschen spricht, die aus Israel kommen -, wenn man sich anschaut, wie Israel gegenwärtig um sein Existenzrecht kämpfen muss, es wird ja bedroht, Hisbollah und Hamas haben sich ja ausdrücklich erklärt, oder wenn Sie den Iran nehmen oder auch in Syrien die Stimmung beobachten, die haben sich vorgenommen, Israel von der Landkarte auszuradieren. Also das Existenzrecht Israels steht auf dem Spiel, und dabei kann es für uns Deutsche nichts anderes geben, als dieses Existenzrecht zu verteidigen, an der Seite Israels zu stehen. 

 
Das, spätestens muss es bei einem ernsthaft mit der Nahost-Frage Beschäftigten klingeln: hab ich das richtig gehört, gelesen: Israel muss umsein Existenzreceht kämpfe,es wird bedroht? Das kann doch Ihr Ernst nicht sein! Bedrohen kann das nun tatsächlich - durch einen nicht allzu hellen Ministerpräsidenten dermaßen geoutet - die Atommacht, dazu mit modernsten Luft-, See- und Landstreitkräften gerüstete - Israel niemand. Selbst eine nicht existierende iranische Atombombe kann das nicht. 
Israel ist tatsächlich gefährdet. Es ist gefährdet als Demokratie, als Staat in einem Umfeld, zu dem es sich feindlich definiert - als "Brückenkopf" Amerikas, Europas, wo doch ein beachtlicher Anteil seiner Bevölkerung aus dem arabischen Kulturkreis stammen. Die Demokratie ist tatsächlich gefährdet, jede Demokratie!, wenn die elementarsten Werte de universellen Menschenwürde verloren gehen. 

 
Hier höre ich Sie schon antworten: aber, was macht Hamas, was macht Hezbollah? Greifen die nicht regelmäßig den mit uns befreundeten Staat an? Da allerdings zeigen Sie, dass Sie, der deutsche Sozialdemokrat, mein Parteifreund, Dinge mit zweierlei Maß messen. Die in Kellern und anderswo gebastelten Raketen benennen Sie, nicht aber die Menschenrechtsverletzungen, gezielten Ermordungen, Vertreibungen, Existenzgefährdungen und - Venichtungen gegenüber dem andern Teil der Bevölkerung. 

 
Und ich dachte, die Zeit kolonialistischen Denkens sei vorüber. Ich dachte, ein Menschenleben sei, im beginnenden 21. Jahrhundert,  so wertvoll wie das andere. 

 
Sie, lieber Genosse Weißkirchen, scheinen da nun ganz anderer Meinung zu sein: Um schreckliches Verhalten Ihrer Freunde (Ihrer Freunde, sag ich, denn meine Freunde in Israel sind diejenigen, die verzweifeln über die Verneinung humanistischer Werte in ihrem eigenen Staat) zu erklären, zu beschönigen, verweisen Sie auf 
Hamas und die Gefahren die von dieser Partei ausgehen. Da allerdings beginn ich, Ihnen Verdrehung der Tatsachen, üble Nachrede und Volksverhetzung vorzuwerfen. Ich sag Ihnen auch warum: Der politische Kopf von Hamas, Chaled Meschaal, im Asyl in Damaskus nach einem verbrecherischen Attentatsversuch des 
israelischen Geheimdienstes gegen ihn in Amman - was damals zu einer größeren diplomatischen Verwicklung zwichen Amman und Tel-Aviv führte - gab vor wenigen Tagen einem deutschen Journalisten ein umfassendes Interview, dessen kompletten Inhalt ich Ihnen anschließend mitteilte. Das Interview des von führenden israelischen Politikern - vielleicht auch von Ihnen? - als Terrorist bezeichneten Mannes beginnt mit der Überschrift: "Wie wollen Frieden" 

 
An diesem Interview wird in Zukunft alles gemessen werden, was andere, auch was Sie, Herr Weißkirchen, über Hamas verlautbaren lassen. Sie können sich in Zukunft nicht mehr darauf berufen, was Ihnen irgendeine Pressestelle zuflüstert über die Absichten von Hamas. Hier, im Interview steht es. Schwarz auf weiß. Bitte nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, es zu lesen. Es gibt nämlich tausende von Lesern, die es ebenfalls lesen werden. Und denen sollten Sie das Feld der "Wissenden" gewiss nicht allein überlassen. 

 
Vieles wäre noch zu sagen zu Ihren Antworten an Herrn Degenhardt, vergangenen Dienstag im DLF, allein, ich befürchte, Ihre Geduld wäre damit überdehnt und 
damit meine Bemerkungen überflüssig. Das will ich keinem von uns beiden zumuten. Hier ist kein Raum für eine verantwortungsvolle Textkritik, wer wen von der Landkarte auslöschen will.. Nur, für ein Zitat: O-Ton Weißkirchen: 
"....wenn es (gemeint ist Israel) ausradiert werden soll, wie Herr Ahmadinedschad gesagt hat...." Hat er das gesagt? Wo haben Sie das gelesen?  Aber: mit Verdächtigungen und Verdrehungen kann Glaubwürdigkeit in der Politik nicht wachsen. Ich meine die Glaubwürdigkeit UNSERER Politik, Herr Ahmadinedschad allerdings ist für die Glaubwürdigkeit der iranischen verantwortlich). Haben Sie sich, lieber Parteifreund, wenn Sie eine unhinterfragte Unterstützung Israels einforderten, jemals gefragt: welches Israel? 

 
Bitte lesen Sie das epochale, wie nicht nur ich finde, Interview von Herrn Chaled Meschaal. Ganz sicher kennen Sie es nicht, was ich für den außenpolitichen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion allerdings nicht sehr lobenswert finde, sollte sich mein Verdacht bestätigen. Ich danke für Ihre Geduld 

 
mit besten Grüßen 

 
Günter Schenk 
 
F-67930 Beinheim 
- Mitglied der SPD (1966) 
- Mitglied der Deutsch-Arabischen Gesellschaft 
- Sprecher des Aktionsbündis für einen gerechten Frieden in Palästina
- Gründungsmitglied Farrah-France
- Besitzer eines Ehrenstempels israelischer Behörden im Passport: ENTRY DENIED, als Teilnehmer der Friedenskarawane Straßburg-Jerusalem (20.07.2005)
- collectif judeo-arabe et citoyen pour la paix, Strasbourg

 

 

 

Eilbedürftig! Eine Aktion der Solidarität. Ich bitte um Beachtung und rege Beteiligung! Alles ist vorbereitet. Name und Anschrift rein, unterschreiben und ab geht die Post!

 

Und bitte: Großräumig verbreiten und veröffentlichen!

  

Liebe Leute,

die Medien haben darüber berichtet:

Ein internationales Bündnis renommierter Rechtsanwalts- und Menschenrechtsorganisationen sowie elf Folteropfer haben am 14. November 2006 beim Generalbundesanwalt in Karlsruhe Anzeige gegen den ehemaligen US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, den ehemaligen CIA-Chef George Tenet, die ehemaligen Regierungsjuristen John Yoo und Jay Bybee, General Ricardo Sanchez sowie weitere Mitglieder und Angehörige der US-Regierung und US-Streitkräfte erstattet. Ihnen wird darin vorgeworfen, Kriegsverbrechen begangen sowie gegen die UN-Anti-Folterkonvention verstoßen zu haben.

Die Anzeige hat der bekannte und sehr aktive Berliner Rechtsanwalt Wolfgang Kaleck eingereicht. Sie ist eingehend und juristisch überzeugend begründet (383 Seiten!). Ich meine, daß die Aktion unsere volle Unterstützung verdient.  Diese Unterstützung sollten wir konkret in der Weise leisten, daß wir uns der Anzeige anschließen. Nach beiliegendem Muster.

Vervollständigt bitte den Text, unterschreibt ihn und sendet die Erklärung sodann möglichst umgehend mit der normalen Post (bitte keine Mail und kein Fax) an den Generalbundesanwalt. Je mehr sich der Anzeige anschließen, umso besser. Zu wünschen wäre, daß der Generalbundesanwalt ganze Waschkörbe voller Post erhält. Er muß jedem eine Antwort geben.

Die Anzeige selbst und die hierzu herausgegebenen Pressemitteilungen können auf der WebSite der Rechtsanwälte Kaleck http://www.diefirma.net/
abgerufen werden.

Mit den besten Grüßen

Armin Fiand
Rechtsanwalt

 

Ein Briefentwurf:

Vorname, Name
Anschrift
Telefon
:

 

Generalbundesanwalt
beim Bundesgerichtshof
Brauerstraße 30
76137 Karlsruhe

 Aktenzeichen: unbekannt

 

 

 TIME \@ "d. MMMM yyyy" 3. Dezember 2006

 

 

Herr Rechtsanwalt Wolfgang Kaleck in Berlin hat mit Schriftsatz vom

14. November 2006 im Namen eines internationalen Bündnisses renommierter Rechtsanwalts- und Menschenrechtsorganisationen sowie von elf  Folteropfern

 Strafanzeige

 wegen sämtlicher in Betracht kommender Straftatbestände, namentlich wegen Kriegsverbrechen gegen Personen sowie Vorgesetztenverantwortlichkeit §§ 8, 4, 13 und 14 Völkerstraf- gesetzbuch (VStGB) sowie wegen gefährlicher Körperverletzung, §§ 223, 224 Strafgesetzbuch (StGB) i. V. m. §§ 1 VStGB, 6 Nr. 9 StGB und der UN-Folterkonvention

 erstattet.

 Die Anzeige richtet sich gegen

 

den ehemaligen Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald H. Rumsfeld
den ehemaligen Direktor der Central Intelligence Agency (CIA), George Tenet
den Unterstaatssekretär für Nachrichtendienste im US-Verteidigungsministerium, Stephen Cambone
den Generalleutnant Ricardo S. Sanchez, Kommandierender General
den inzwischen pensionierten Generalmajor Geoffrey Miller
und weitere Mitglieder und Angehörige der US-Regierung und US-Streitkräfte.

 

Ihr liegen insbesondere die Vorgänge (Folterungen/Mißhandlungen von Häftlingen/Internierten) im Gefängnis von Abu Ghraib im Irak und im Lager in Guantanamo auf Kuba zugrunde, die weltweit für Aufsehen und Empörung gesorgt haben.

 

Ich schließe mich der Anzeige im vollen Umfang, auch in der Begründung, mit der Forderung an, umgehend ein Ermittlungs- verfahren gegen die Beschuldigten einzuleiten und sie ihrer gerechten Bestrafung nach den Bestimmungen des Völker- strafgesetzbuchs zuzuführen.

 

Da die USA sich der Zuständigkeit des  Internationalen Strafgerichtshofs entzogen haben, ist dies die einzige Möglichkeit, dem Recht Geltung zu verschaffen und unter Beweis zu stellen, daß für alle Verbrechenstat- bestände des Völkerstrafgesetzbuches das uneingeschränkte Weltrechts- prinzip gilt, diese Taten also ungeachtet des Tatorts und der Staats- angehörigkeit des Täters dem deutschen Strafrecht unterliegen.

  

Ich bitte, mir das Aktenzeichen mitzuteilen und mich vom Stand und Gang des Verfahrens zu unterrichten.

  

Mit freundlichen Grüßen

 ………………….

 

Unterschrift

Sagt nicht, wir haben nichts davon gewusst

 Von ICAHD, November 2006

 

Die ( palästinensischen) Höhlenbewohner südlich von Hebron leiden seit Jahren unter den Schikanen jüdischer Siedler und des israelischen Militärs. Die IDF vertrieb sie schon einmal 1999 und 2001. Der Oberste Gerichtshof ließ sie  dann aber  mit vorläufiger Garantie wieder zurückkehren. Sie  leiden unter den Schikanen der Siedler, die sie am liebsten  von ihrem Land und aus ihren Dörfern vertreiben würden. Die Kinder von Tuba und Mughar ElAbid leiden auf ihrem Weg zur Schule unter den Siedlern der Maon-Farm. (Seit Jahren berüchtigt !! R.) Die Kinder werden derart angegriffen, dass sie vom Militär begleitet werden müssen.

Am Sonntag den 19.11.06 kam die militärische Begleitung nicht zur rechten Zeit. Also griffen die Siedler die Kinder an, gingen dann nach Tuba, wo sie die Haustiere verletzten, das Eigentum und die Wassertanks zerstörten. Mehrere Bewohner flohen aus dem Dorf. Nach etwa einer Stunde kam die Polizei. Nun flohen die Siedler. Der Polizei wurden Fotos, die von Internationalen Menschenrechtlern aufgenommen worden waren, gezeigt. Doch bis heute wurde keiner der Siedler verhaftet.

 

Während ich dabei bin, einen Bericht über Tuba zu schreiben, höre ich, wie die Armee  am 22.11. um 6 Uhr nach Funduk kam (Östlich von Qalqilia). Die Armee begann, Häuser zu zerstören. Sie zerstörte das Haus einer 7 köpfigen Familie, ein Haus, das noch im Bau war und  einen Stall für Tiere. Sie machten dann im nächsten Dorf Hajja weiter, wo sie zwei Häuser und einen Stall  zerstörten. Während sie das letzte Haus zerstörten, griff die Armee auch die Bewohner und deren Unterstützer an. Unter den Angegriffenen  sind auch Journalisten und Menschenrechtsaktivisten. Zehn von ihnen wurde verletzt. In den letzten Monaten zerstörte die Armee neun Häuser von Funduk und 15 weitere Abrissorder stehen bevor. (amosq@shefayim.org.il)

Bethlehem liegt in Israel- Eine Zeitung, "Tatsachen" oder die Frage "Wo liegt Bethlehem?"

Kommentar
von
Andreas Friedrich

Am Freitag (01.12.2006) erschien in der Printausgabe – leider erst verspätet in der online Ausgabe - der Düsseldorfer Zeitung für christliche Kultur und Wirtschaft, "Rheinische Post" (RP), ein Artikel über einen Holzschnitzer aus dem Nahen Osten, welcher auf dem Düsseldorfer Weihnachtsmarkt Krippenfiguren schnitzt- so weit so gut und eigentlich eine gute Sache.

In diesem Beitrag hieß es u.a., dass der Holzschnitzer aus Bethlehem in Israel kommt.

Nach einigem Stirnrunzeln kam mir an dem Bericht etwas sehr merkwürdig vor und ich gelangte zu dem Schluss, dass Bethlehem nicht in Israel, sondern in den von Israel seit 1967 besetzten Westbank liegt.

Danach bemühte ich mich, per Handy bei der Rheinischen Post die/den zuständigen MitarbeiterIn für diesen Beitrag telefonisch zu erreichen, was nach etwa 5 Versuchen, verteilt über ca. drei Stunden, dann auch klappte.

Mein anschließendes Gespräch mit Herrn Christan Sonntag (RP) verlief etwas ernüchternd; der Gesprächspartner ließ erst verlauten, das der Holzschnitzer vielleicht selber gesagt hat, er komme aus "Bethlehem in Israel", im Gesprächsverlauf kam dann heraus, das die Äußerung nicht etwa der Holzschnitzer, sondern vielleicht die Agentur, die hinter dem Besuch des Holzschnitzers steckt, abgegeben hat.

Als Krönung des ganzen bemerkte mein Gesprächspartner dann, das er letztens selber in Israel, expliziet in Bethlehem war und dort, beim Eintritt nach Bethlehem, keine Grenze hat überschreiten müssen (und auch die Mauer scheint ihm nicht aufgefallen zu sein).

Wer sich bezüglich des Berichts an die RP wenden möchte, kann dies unter (Telefon) 0211- 5050 oder 0211- 505- 23 59, bzw. per E-Mail an christian.Sonntag@rheinische-post.de machen.

Schön wäre es, wenn jemand Herrn Sonntag eine aktuelle Landkarte der Westbank zusenden kann- ich habe ihm bereits am Freitag einen entsprechenden Link zugesandt, aber doppelt hält bekanntlich besser.

Vielleicht hilft es ja, damit die RP zukünftig nicht die Tatsachen oder gar die Geschichte Bethlehems, bzw. die Besatzung der Westbank aus den Augen verliert- falls das überhaupt jemals bei der RP eine Rolle gespielt hat.

In der online-Ausgabe des Beitrages heisst es, das der "Holzschnitzer aus Bethlehem, die heilige Stadt kommt".

Bis dahin
Andreas Friedrich

Chronologie des Holocaust" für den Biene-award nominiert
Knut Mellenthin,

Meine Chronologie des Holocaust – www.holocaust-chronologie.de – ist für den Biene-award 2006 nominiert, mit dem „barrierefreie" Seiten geehrt werden.

Preisverleihung ist Anfang Dezember in Berlin. Die vom Hamburg-Wiener Unternehmen Pixel-Melange gestaltete und mit dem Open Source CMS TYPO3 umgesetzte Chronologie gehört zum kleinen feinen Kreis von nur 25 Websites, die nach monatelanger Prüfung aus ursprünglich 376 Einreichungen und Vorschlägen auf einen Preis hoffen dürfen. Die Nominierung ist schon jetzt ein großer Erfolg für Eileen Heerdegen und Jürgen Bartl von Pixel-Melange, deren Anteil am Zustandekommen meiner Internet-Chronologie gar nicht hoch genug geschätzt werden kann.

BIENE heißt „barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten". Vergeben wird der renommierte Preis für Internet-Seiten, die in vorbildlicher Weise einem möglichst großen Personenkreis Zugang zum Web-Angebot bieten. Hauptsächlich wurde BIENE von der „Aktion Mensch" und der „Stiftung digitale Chancen" initiiert, um die Chancengleichheit auch in der virtuellen Welt zu fördern. Denn unzählige Menschen werden aufgrund verschiedenartigster Behinderungen auch im Internet außen vor gelassen, weil die Möglichkeiten, die die Technik heute schon bietet, noch viel zu oft ungenutzt bleiben.

Für blinde Menschen z.B. gibt es sog. Screen-reader, die ihnen die Seiten vorlesen können – allerdings nur, wenn diese Seiten auch entsprechend umgesetzt wurden. Text muss als Text erscheinen, und nicht vielleicht der Optik wegen als Bild eingebunden werden; insgesamt können rein optisch gestaltete Seiten (beispielsweise mit Flash oder Java Script) von vielen Usern mit Handicap nicht benutzt werden. (Farb-)Fehlsichtige könnten theoretisch jede Seite anschauen, doch praktisch sind Objekte ohne genügenden Kontrast oder allein durch Farbe unterschiedene Navigationselemente auch für diese Besuchergruppen unüberwindliche Hindernisse.

Die Anforderungen der Barrierefreiheit sind vielfältig, zeitraubend, und trotz aller modernen Möglichkeiten werden an Designer, Programmierer, aber auch später an die Redakteure hohe Anforderungen gestellt. Beispielsweise müssen inn jedem Text Aufzählungen und Zitate gesondert ausgezeichnet werden.

Pixel-Melange hat zusätzlich auch noch  fremdsprachige Namen und Begriffe mit der jeweiligen Sprache gekennzeichnet.

Für die Chronologie des Holocaust waren das bisher über 2000 Einzeltexte, die so bearbeitet werden mussten. Dieses Beispiel zeigt, warum barrierefreie Seiten immer noch rar sind. Von der ersten Konzeption bis zum letzten redaktionellen Eintrag muss überdurchschnittlich viel Zeit und Mühe für die Arbeit aufgewendet werden. Das macht ein solches Projekt in der Regel sehr teuer. Die Arbeit an der Chronologie haben Eileen Heerdegen und Jürgen Bartl zu einem „Freundschaftspreis" geleistet, weil sie von dem Projekt überzeugt sind.

Dafür auch an dieser Stelle ganz großen Dank, verbunden mit dem Wunsch, dass sie am 8. Dezember in Berlin unter den Preisträgern sein mögen.

Knut Mellenthin, 30.11.2006

Amnesty International hat den Fall der 19-jährigen Menschenrechtsaktivistin Tove Johannsson aufgegriffen und bittet die internationale Gemeinschaft um unvmissverständliche Reaktionen. Tove Johannsson, die in Hebron gearbeitet hat, wurde von israelischen SiedlerInnen angegriffen, als sie Kinder in der Nähe der Siedlung Tel Rumeida zur Schule begleitete. Mehrere andere Freiwillige berichteten, dass ihre Gruppe von etwa 100 israelischen SiedlerInnen umringt wurde, die sie bespuckten, traten und schubsten, während die Soldaten des nahen Checkpoints nichts dagegen unternahmen. Tove Johannsson wurde dann ins Gesicht mit einer zerbrochenen Flasche geschlagen. Ihr wurde ein Backenknochen in der Nähe des Auges gebrochen. Sie fiel hin, worauf eine Gruppe SiedlerInnen, die zugeschaut hatten, Klatschten und johlten und versuchten, sich neben ihrem blutenden Gesicht fotografieren zu lassen mit einer "Daumen hoch"-Geste. Ein anderer Menschenrechtsverteidiger hat der Polizei gegenüber drei der Angreifer identifiziert, sie wurden aber nur kurz festgehalten. Die Polizei drohte, die anderen AktivistInnen festzunehmen, wenn sie nicht sofort die Gegend verleißen. Das schwedische Außenministerium hat seine Sorge über den Angriff zum Ausdruck gebracht. Auch Delegierte von Amnesty International sind angegriffen und mit Holzknüppel geschlagen worden, als sie versuchten wiederholte Angriffe der SiedlerInnen gegen palästinensische Schulkinder zu untersuchen. Ihre Klagen, wie die von Opfern der Siedlerangriffe, haben zu keinen Untersuchungen geführt.

AI bittet um möglichst sofortige Briefe auf Englisch oder auch Deutsch in dem Sorge um diese Angriffe - von denen der auf Tove Johannsson nur ein Einzelbeispiel ist - zum Ausdruck kommt, eine unabhängige Untersuchung gefordert wird, wie auch verlangt wird, dass schleunigst konkrete Maßnahmen ergriffen werden, um solche Angriffe gegen PalästinenserInnen und MenschenrechtsverteidigerInnen. Briefe sollen Gerichtet werden an die folgenden Adressen, mit einer Kopie an den israelischen Botschafter Shimon Stein

(botschaft@israel.de, Auguste Viktoria Str 74, 14193 Berlin, Fax 030 8904 5309)

Meir Sheetrit - Acting Minister of Justice - Ministry of Justice - 29 Salah al-Din Street - Jerusalem 91010 - Israel - *Fax: +972 2 628 7757/ +972 2 628 8618* - *Email: **_sar@justice.gov.il_* <mailto:sar@justice.gov.il>

*Salutation: Dear Minister*

Tzipi Livni - Minister of Foreign Affairs - Ministry of Foreign Affairs - 9 Yitzhak Rabin Boulevard - Kiryat Ben-Gurion - Jerusalem 91035 - Israel
*Fax: +972 2 530 3367 *
*Email: **_sar@mfa.gov.il_* <
mailto:sar@mfa.gov.il>
*Salutation: Dear Minister*

Quelle Anka Schneider - -- http://www.Brief-aus-Israel.de.vu --

Adolf Olmert / Holocaust im Libanon

Das kollektive Verbrechen wiederholt sich in Cana
 

Würde uns die US-Regierung freundlicherweise die Kriterien der Terrortätigkeiten und Angriffe geben?! Weil wir wirklich verwirrt sind! Gilt das Bombardieren von Zivilisten und Gebäuden über ihren Einwohnen als ein Terrorakt? Gilt das Bombardieren von Krankenhäusern und Krankenwangen der Roten Kreuzes als ein Terrorakt? Würde das Zerstören der Infrastruktur, der Brücken und Zivilflughäfen als Terrorakt angesehen? Würde geöffnetes Feuer und der Gebrauch der international verbotenen Waffen und Bomben und die Tötung von unschuldigen Kindern als Terrorismus angesehen? Wenn all diese Taten Terrorismus sind, wie können wir dann Israels Handeln definieren??!!

 

Der Präsident der USA hat vor einiger Zeit von seinem Vetorecht innerhalb einer Sitzung des amerikanischen Parlaments Gebrauch gemacht, da er verhindern wollte, dass.' wissenschaftliche Untersuchungen an Embryos durchgeführt werden. Herr Bush meinte, dass der Embryo heilig ist, eine Seele, an der man keine Untersuchungen durchführen darf. Was für ein idealer Mensch er doch ist! Hat er damit nur den amerikanischen und israelischen und britischen Embryo mit deren Verbündeten gemeint?! Und ist der libanesische Embryo und das libanesische Kind zur freien Verfügung gestellt?!

 

Die Libanesen werden noch einmal mitten in einem. gnadenlosen Krieg verfangen. Israelische Bombardierungen haben bis jetzt mehr als 828 Menschen getötet und fast 3000 verletzt. Dennoch wird das ganze mit einer tödlichen Ruhe der internationalen Gemeinschaft konfrontiert. Im Jahre 2006 lässt man ungestraft morden.

 

Israelische Generäle verkünden, dass sie die Menschen im Libanon warnen bevor sie anfangen ihre Städte und Dörfer zu bombardieren, aber was sie nicht sagen ist dass ihre Kämpfer durch Bomben auf die Wege, die diese Menschen zum fliehen nutzen, werfen. Ein Krankenwagenkonvoi, voll mit Medikamenten aus den UAE, wurde auf seinem Weg nach Beirut bombardiert und freiwillige Helfer wurden dabei getötet. Wie kann man Angriffe auf Flüchtl1ngskonvois entschuldigen?! Unschuldige Zivilisten zu töten ist KEINE Selbstverteidigung, Eine souveräne Nation zu zerstören ist KEINE Selbstverteidigung.

 

Wissen Sie was Cana ist? Cana ist nicht nur das Dorf im Libanon, das in, Jahre 1996 durch israelische Luftangriffe bombardiert wurde und wobei mehr als 130 Zivilisten getötet -wurden. Cana ist nicht nur das Dorf, das am 30 Juli 2006 einen Massaker durch die israelischen Luftangriffe erlitten hat, wobei mehr als 60 Zivilisten, darunter 37 Kinder getötet wurde. Cana ist der heilige Ort, wo Jesus Christus eine Seiner ersten Wunder geschaffen hat als Er das Wasser in Wein verwandelte. Genau da, in Cana, begeht Israel ihre Massaker. Ist das von den Israelis Überhaupt unerwartet? Sind sie nicht diejenigen, die Jesus Christus gekreuzigt haben?? Es gibt in Cana kein Wasser mehr auch keinen Wein mehr. In Cana fließt Blut in den Straßen, Cana, das biblische Dorf hat sich am 30 Juli 2006 nicht durch seinen Wein und seine Hochzeit illustriert, sondern durch den Hass und die Barbarei der Israelis.

 

Das kollektive Verbrechen wiederholt sich ein zweites Mal an Cana, das den hasserfüllten, rassistischen und verbrecherischen Charakter·der israelischen Regierung beweist. Und die USA von Georges Bush und Condolezza Rice ist sowohl mitschuldig als auch Sponsor dieses verbrecherischen Krieges gegen Libanon.

 

USA der Gegner und der Richter! Sie füttert Israel mit Waffen und gibt ihr das Befehl militärische Operationen durchzuführen, anschließend möchte sie verhandeln. In Richtung Beirut haben sich zwei amerikanische Flugzeuge auf dem Weg gemacht: das eine voll mit Bomben geladen, die die Häuser der Libanesen über ihre Köpfe zerstören sollen und das zweite mit Hilfsmittel geladen als Hilfe für die Betroffenen. Was für eine Gemeinheit! Was für eine Ironie!!

 

Bevor diese katastrophale Situation noch schlechter wird muss die Kriegsmaschine Israels gestoppt werden. Israel legt ein Holocaust im Libanon! Falls sich jemand interessiert!

 

Schauen Sie sich internationale Kanäle an: französische, arabische und sogar amerikanische (BBC und CNN), dann können Sie die ganze Wahrheit über alle Massaker erfahren.

 

Egal was das Resultat dieses barbarischen, unmenschlichen, israelischen Krieges gegen Libanon sein wird, wir steigen wieder. Unser Land steigt wieder. Unsere Brücken stehen wieder und die Seelen aller unschuldigen Kinder, die geschlachtet worden sind, werden das Licht sein, das uns durch diese Auferstehung führt.

 

Genießen Sie die Stummheit des Weißen Hauses, genießen Sie die Stummheit der Vereinigten Nationen, genießen Sie die Stummheit der EU, aber wir Libanesen, wir werden nicht stumm sein. Unser Schreien wird eines Tages Ihre Ohren erreichen und unseren Glauben werdet ihr bewundern.

 

Der Libanon hat und wird immer die Sprache des Lebens sprechen!

Elvia Khalil

 

 

Presseerklärung von Elvia Khalil                                                               11.9.06

 

Betroffenheit, Verletztheit, Resignation, Ohnmacht und Wut über die Reaktion der internationalen Gemeinschaft, dass keiner sagt „Stopp den Krieg“ - das waren die durch den Krieg im Libanon bei mir entstandene Gefühle, die mich zum schreiben gebracht haben. Ich musste Menschen in Essen erreichen, die bereit waren zu sagen „Stopp den Krieg“.

 

Ich bin im Libanon in einer christlichen Familie geboren und im Bürgerkrieg aufgewachsen. Ich weiß, dass  jeder Krieg an Menschen ein Verbrechen ist, weil der Krieg keine Moral kennt und Menschenleben von Unschuldigen zerstört.

 

Ich gehöre weder zur Attayar-Partei noch zu Hisbollah und noch zu irgendeiner Partei. Ich bin nur ein Mensch  mit Gefühlen, der seine Wurzeln im Libanon hat und leidet, wenn das libanesische Volk leidet. Ich würde auch mit meiner zweiten Heimat Deutschland leiden, wenn  sie in einen Krieg verwickelt würde.

Ich bin fest davon überzeugt, wer sein Herkunftsland nicht liebt,  kann kein anderes Aufnahmeland lieben. 

 

Ich bin in dem Flugblatt von meiner Wahrnehmung und Betroffenheit von den Kriegsbildern ausgegangen. Ich  bedauere zutiefst, dass ich dabei Wörter benutzt habe, deren Bedeutung, Kraft und Inhalte bei den Empfängern/Lesern andere Assoziationen wie zum Beispiel eigenes  unermessliches Leid, Verletztheit, Kränkung, Wut, Ängste, Schuld und Verantwortung aus der deutschen Geschichte ausgelöst haben und als antisemitisch beurteilt werden können. Darin erkenne ich mich nicht wieder. Indem was über mich gesagt und geschrieben wird,  fühle ich mich wie in einem Alptraum und kann nicht glauben, was um mich herum vor sich geht Diese Deutungen haben mich sprachlos und handlungsunfähig gemacht. Ich bin keine Antisemitin. Es war nie meine Absicht die Vernichtung der Juden im Nationalsozialismus zu verharmlosen. Deshalb bedauere ich zutiefst, dass dieser Eindruck entstanden ist.

 

Die interne Diskussion mit meinen Kollegen in der Dienststelle, mit anderen Personen in der christlichen Gemeinde, zu der ich gehöre, und die Reaktion der politischen Parteien, aber auch viele Gespräche mit Menschen aus dem Libanon in Essen haben mir deutlich gezeigt: Es gibt eine besondere Sensibilität und Verantwortung im Umgang mit der deutschen Geschichte, die uns als Essener Einwohner libanesischer Herkunft bewusst werden muss, wenn wir in unserer neuen Heimat gesellschaftlich und politisch ankommen wollen. Diese Erkenntnis habe ich in den letzten Wochen in einem schmerzhaften Lernprozess gewonnen.

 

Ich bin erschrocken, dass mein Flugblatt eine politische Debatte ausgelöst hat, die den guten Ruf der Stadt Essen in der Integrationsarbeit beschädigt. Ich bin traurig, dass dadurch die Glaubwürdigkeit der RAA/Büro für interkulturelle Arbeit, aber auch meiner Kolleginnen und Kollegen in Frage gestellt wird.

 

Damit, durch die Diskussionen um meiner Person, die Integrationsarbeit nicht weiter Schaden nimmt, habe ich meinem Arbeitgeber gebeten zu prüfen, ob mir eine andere Aufgabe zugewiesen werden kann.

Israelische Elitesoldaten im BRD-Einsatz?

Aus München dringt anläßlich der Eröffnung des neuen jüdischen Zentrums eine nahezu unglaubliche Kunde ins Rheinland: Für die Sicherheit der Restaurant-Gäste und der 400 Schüler sorgt Wachpersonal der Kultusgemeinde, das sich - wie bereits seit 15 Jahren - aus den Eliteeinheiten der israelischen Armee rekrutiert.

Daß Soldaten die Botschaften ihrer Heimatstaaten auf exterritorialem Gelände schützen, das ist deren Sache.

Aber das ausländische Soldaten zivile Einrichtungen auf bundesdeutschem Territorium bewachen anstatt dies der nach hiesigen Gesetzen zuständigen Polizei zu überlassen, ist eine sehr ungute Sache.

Erschwerend kommt hinzu, daß eben diese Soldaten auch noch über eine Mirakel-Software verfügen sollen: Fünf Millionen Euro wurden laut Chmiel in die Sicherheitstechnik investiert. Eine Software könne bei einem Passanten bereits auf einige Entfernung feststellen, ob er gefährlich sei.

Angenommen es gäbe solche Software: würde sie nicht geradezu dazu verleiten, soldatenmäßig "festzunehmen", wenn ein Passant als gefährlich erkannt" wurde. Wer wird sich dann für Tote und verletzte als zuständig erklären? Nur ein geringer Trost ist, daß diese IMHO ungesetzliche Praxis bereits seit 15 Jahren ohne Blutvergießen klappt.

SZ 12.11.2006 (Näger/Kastenr):

Riesiges Interesse am jüdischen Zentrum

Mehr als 15.000 Besucher sind beim "Tag der Begegnung" zum jüdischen Zentrum gekommen. Die Polizei musste den Sankt-Jakobs-Platz wegen Überfüllung sperren http://www.sueddeutsche.de/muenchen/artikel/359/91268/

Ein alternative Deutung des Artikels könnte ergeben, daß "aus den Eliteeinheiten der israelischen Armee rekrutiert" schlicht heißen soll, daß es sich um ehemalige Soldaten handelt, die man als - privaten - Wachschutz angeheuert hat.

Was tatsächlich Fakt ist, läßt sich aus der Ferne nicht feststellen.

Danke an L., die diesen Tip gab.  Quelle: Newsletter - Friedens Treiber Agentur

Presseerklärung
der Palästina-Solidarität der Region Basel

Stoppt das Massaker im Gazastreifen

Die israelische Armee setzt ihre militärischen Angriffe auf die eingeschlossene Bevölkerung fort und ermordet jeden Tag um die 10 PalästinenserInnen. Sie nimmt mit ihren Überschallfügen, ihren Bombardements, ihren massiven Zerstörungen und Tötungen 1,5 Millionen Menschen als Geiseln. Im Libanonkrieg hat die israelische Armee gezielt die schiitische Bevölkerung bombardiert. Im Gazastreifen setzt sie ihre “ethnischen Bombardements³ fort. Der israelische Professor Ilan Pappe spricht von einem “Genozid³.

Wir finden das komplizenhafte Schweigen der westlichen Regierungen zu den rassistischen Militäroperationen in den besetzten Gebieten skandalös. Wir fordern deshalb insbesondere die Schweizer Regierung auf, die Militäraktionen zu verurteilen, die Einhaltung der Genfer Konventionen (Schutz der Zivilbevölkerung) und des Völkerrechtes zu verlangen und sich für ein sofortiges Ende der israelischen Aggressionen einzusetzen.Die Schweizer Regierung hat eine spezielle Verantwortung in diesem Konflikt, weil sie die schweizerisch-israelische Rüstungszusammenarbeit mit Geldern gefördert hat, insbesondere der Bau von Streubomben und Drohnen, die Israel bereits im Libanon und jetzt im Gazastreifen einsetzt.

Wir fordern die Bevölkerung und alle Zivilorganisationen auf, sich an der Kampagne für Boykott, Deinvestionen und Sanktionen (BDS) gegen Israel zu beteiligen, um, wie seinerzeit  in Südafrika, die Besatzung und Apartheidspolitik Israels zu beenden.

http://www.bds-info.ch

Palästina-Solidarität Region Basel
11. November 2006
 

Dear friends, 
Following is a letter to the Israeli Philharmonic, initiated by Women in Black Los Angeles, asking the orchestra to take a stand denouncing the Occupation on the eve of their US tour.  If you'd like to endorse the letter, please email your name, or the name of your organization, with the country and city where you live, to womeninblackla@gmail.com by October 29. Thank you, Elana Golden - Women in Black, Los angeles

 

October 25, 2006
Los Angeles, California
WomeninBlackLA@gmail.com

Dear members of the Israel Philharmonic Orchestra,

It is with great respect for classical music in general, and for  the music of the Israel Philharmonic in particular that we, members of Women in Black, Los Angeles are writing you this letter. Some of us are Israelis now living in the US. We grew up attending concerts of the orchestra, and remember the experience with so much joy. We have the deepest appreciation for artists, musicians in this instance, and see you as being on the leading edge of Israeli society and as powerful opinion leaders in your communities.

Learning that the Israel Philharmonic Orchestra will be performing next February at the prestigious Disney Hall in Los Angeles, following other concerts in New York and San Francisco, we are inspired to ask you this:

Are you willing to take a public stand to denounce the Israeli Occupation of the West Bank, East Jerusalem and Gaza? 

Will you call for an end to Occupation as a first step toward a viable peace, and for honest negotiations between Israeli and Palestinian leaders?

We are not just speaking from far away. Some of us have been in Israel /Palestine over the past few years. We have witnessed the Apartheid Wall, the checkpoints, and the daily humiliation and violence an entire population of Palestinians has endured for nearly forty years. Like many in Israel and the global community, we feel that this Occupation must end. And like many other groups in the United States and in Los Angeles, we hope that, as representatives of the State of Israel, you will take a public stand on this issue.

The Occupation is damaging both Palestinians and Israelis, with so much suffering on both sides. Former US President, Jimmy Carter, has recently written a book “Palestine: Peace, Not Apartheid” due for release November 14. In his summary Carter writes: 

“Israel’s current policy in the territories is a system of Apartheid, with two peoples occupying the same land but completely separated from each other, with Israelis totally dominant and suppressing violence by depriving Palestinians of their basic human rights. Israel’s continued control and colonization of Palestinian land have been the primary obstacles to a comprehensive peace agreement in the Holy Land.”

Imagine that the Israel Philharmonic’s denouncement of the Occupation and call for peace and justice will have a huge positive ripple effect on Israeli society. Imagine a future where Israelis and Palestinians share the resources of their land with respect and appreciation for each others’ humanity, cultures and needs. Maybe it’s the artists and musicians who will finally bring peace and justice to Israel, Palestine and the region.

We look forward to hearing from you by November 22, 2006 regarding your stand against the Occupation. 
Thank you,
Peace and blessings,

Women in Black, Los Angeles

List of Endorsers:

Women in Black, Los Angeles; Women in Black, Vienna, Austria; Women in Black, Leuven, Belgium; Bay Area Women in Black, San Francisco; Women of a Certain Age, New York; International Solidarity Movement NorCal (ISM); International Solidarity Movement, SolCal (ISM); Tel Rumeida Circus for Detained Palestinians, West Bank, Palestine;

Israel/Palestine: Elana Wesley, musician, peace & human rights activist, Tel Aviv; Taghrid Shbita, human rights lawyer, Tira; Daphne Banai, Tel Aviv; Tsilli Goldenberg, Jerusalem; Yehudit Kierstein Keshet, writer, Jerusalem; Dorothy Naor, Herzlia, Israel; Nora Lester Murad, PhD., Beit Hanina, Palestine; Amneh Daragmeh, Jenin, Palestine

United States: Los Angeles County, Saree Makdisi, Professor of English, UCLA, LA;Ivan Strasburg, cinematographer, LA; James Lafferty, lawyer, host of Lawyer's Guild Show, LA; Jerrold Cohen, PhD., Editor, The Occupation Report, LA; Hanna Elias, filmmaker, LA; Nina von Teussing, filmmaker, LA; David Wittry, artist, LA; Gabriel Piterberg, history professor, UCLA, LA;  Mahmood Ibrahim, PhD, history professor, LA;  Frances Fujii, MA, LA; Ramona Silva, LA; Kevin Damato, IWitnessPalestine, LA; Barbara Gluck, The Global Light Network, LA; Nancy Halpern, LA; Mary Sutton, graphic artist, LA; Don Bustany, Middle East in Focus radio show, LA; Wally Marks, LA; Frances Anderson, Progressive Democrats, LA; Argelis Ortiz, artist, LA

Therese Tappouni, Oceanside; Belinda Bauer, Santa Monica; Jalaledin Ebrahim, Oxnard; Nan Budinger; William Richert, writer/director, Santa Monica; Yasmine Gado, Santa Monica; Nadia S. Bettendorf, Educator, California; Phyllis Solomon, Seal Beach; Sandra Pettit, civil rights attorney, Santa Monica; Yadi Hashemi, engineer, Hawthorn; Ana Sanchez, MD, Newport Beach; Steve Mattson, psychologist, Venice; Deena Metzger, author/philosopher, Topanga; Sharon Edgar, designer, Santa Rosa; Yadi Hashemi, Hawthorn; Gerald Schmidt, Cyprus, Randi Johnson, filmmaker, Topanga; Jody Evans, co-founder, CODEPINK, Venice; Tony Paukstis, Orange; David Shibley, Santa Monica

San Francisco County: Medea Benjamin, CODEPINK, San Francisco; Paul Larudee, International Solidarity Movement, San Francisco: Jonas Moffat, Palestinian Circus, San Francisco; Sandra Butler, Bay Area WIB, San Francisco, Nan Budinger, writer, San Francisco; Denni Leibowitz, Bay Area WIB, San Francisco

Carol Sanders, Jewish Voice for Peace, Berkeley; Karen Platt, Jewish Voice for Peace, Albany; Jean Pauline, WIB Bay Area, Berkeley; Phylece Snyder, Jewish Voice for Peace, Oakland; Shaheen Kazi, San Mateo; Maureen Smith, Peach and Freedom party, Santa Cruze; Helen Rose, WILF, Monterey; Esther Riley, Fairfax, Marian Blanton, San Rafael

New York County: Jenny Heinz, CODEPINK, NY, Granny Peace Brigade, New York; Donald Moore, West Side Jesuit Community, New York; Gail Miller, Women of a Certain Age, New York; Ann Petter, graphic designer. New York; Doreen and Stuart Shapiro, New York; Michael S. Smith, Litigator, New York; Barbara Aubrey, PhD., New York; Carol Yost, Ad Hoc Coalition for Justice in the Middle East, New York; Eleanor Ommani, Westchester, New York; Andy Musilli, New York; John McDermott, New York; Gil Talmi, film composer, New York; Elizabeth Horowitz, New York; Anthony Alessandrini, City University of New York, Brooklyn; Rosie Bsheer, Columbia U., New York; Patrick Friel, New York; Veronique Toynon, New York; James W. Tate, Brookyn; Gale C. Georgalas, Metropolitan Opera, New York; Nadia Saah, Brooklyn;

Yoram Gelman, ISM-NYC, Tarrytown; Richard Cross, Tarrytown; Tarak Kauff, Woodstock; Joshua Frank, CounterPunch.org, Albany; Nancy Ann Siracusa, Cornell University, Ithaca; Daniel Strum, son of Holocaust survivor, Nyack; Bill Capowski, Cheshire, Connecticut; Andrew Courtney, Westchester County, New York; Thomas Suarez, Hartsdale; Howard Horowitz, Board Chair, Westchester Peoples Action Coaltion Foundation, member, Temple Israel of New Rochelle, New Rochelle; Shireen Tawil, Astoria; 

Other States:
Arkansas: David Willcox, Harrison
Colorado: Jeffrey Garrison, Colorado Springs;
Florida: Rachel Roberts. Miami; Ghassan M. Rubeiz, Palm Beach Gardens; Pamela Elsaadi, Tampa;
Georgia: Lujean Rogers, past president, human rights organization, Atlanta
Hawaii: Reverend Barbara Grace Ripple, United Methodist Minister, Honolulu; Robert Stiver, Pearl City; Pat Blair, Hawaii;
Illinois: Paul Findley, former member of Congress 1961-83, Jacksonville; Jippy Diab, Glen Ellyn; Richard Admiak, Ph.D., Chicago; Gary Kleppe, Villa Park; 
Indiana: Rima Merriman, Bloomington;
Maine: Genevieve Cora Fraser, Orange;
Maryland: Maha Daniel, Potomac; Eilleen; Doris Rausch, Elligott; Fatimah Jackson, Ph.D., Professor, U Maryland; Stephen Sarvis, Baltimore;
Massachusetts: Michael Maria, Boston; Nayla Rathie, Belmont;
Michigan: Wadad Abed, Ann Arbor, Michigan; Karem A. Sakallah, Ann Arbor; Ann Remley, Interdenominational Advocates for Peace, Ann Arbor; Carolyn Diem, Ann Arbor; Sonja Page, Ann Arbor;  Jean Converse, Ann Arbor; Niman Shukairy, DDS, Flint;
Minnesota: Natalie Hoover, Minneapolis; Erika Zurawski, MN Anti-War Committee, Minneapolis;
Missouri: Hedy Epstein, WIB, St. Louis; Karen Johnson, St. Louis
Nebraska: Gregg D. Pyka, Bellevue;
New Jersey: Amy Omeara, Jersey, City
New Mexico: Miriam Adams, Albuquerque Sopenan de Vigil, Albuquerque; Richard M. Berthold, Professor Classical History Emertitus, Albuquerque;
North Carolina: Dave Reed, Greensboro; Jon Paul McClelllan, Chapel Hill;
Ohio: Marianne Huston, Worthington, Ohio; Amani Ramahi, Cleveland; Karen Lewis, Galloway;
Oregon: Gloria Garvin, PhD, TV producer, Joseph; Jeanne Clark, Salem; Clyde Alan Farris, MD, Tualatin
Pennsylvania: Brian Johnston, School of Drama, Carnegie Mellon, Pittsburg; Neil Himber, Youngsville;
Tennessee: Noelle Janka, Dores for Palestine, Vanderbilt U, Nashville;
Texas: Guy Story Brown, Professor, philosophy and literature, Lubbock Christian U., Lubbock; Robert Jensen, writer, professor of Journalism, U. of Texas, Austin; Jo Wallace, Dallas; Melinda Mason, Arbonne International, Lubbock,;
Virgina: Nidal Ibraham, writer, Alexandria; Morton Nadler, Blacksburg; Frances Wright, Arlington; Shelley Ploe, Burke,
Washington: Ramzy Baroud, writer, journalist, Seattle; Erica Ben, Seattle; Fakhereddine Berrada, Seattle; Jen Marlowe, Seattle;
Washington DC: Delinda Hanley, News Editor, Washington Report on Middle East Affairs Magazine; Huwaida Arraf, co-founder, International Solidarity Movement; Alison Weir; John D. Van Wagoner, VP, Cathedral Choral Society, Washington National Cathedral; Michael Beard; Munjed Murad;
West Virginia: Meg Squier, conflict resolution and peace, Hinton;
 
Canada: Smardar Carmen, Jewish Women against the Occupation, Toronto; Mary Thompson, WIB, Guelph, Ontario; Peter Egland, professor of sociology, Kitchener; Janice Williamson, professor of English, Unversity of Alberta, WIB, Edmonton; Siraj Ali, Cycom Canada, Scarborough, Ontario; Fazal rur Rahman, Bridgewater, Nova Scotia

Europe: Paula Abrams-Hourani, WIB, Austria; Greta Hughes, WIB, Nice, France; Waltraud Schauer, WIB, Austria; Rachel Shoukran, WIB, Marseille; Lieve Snellings, WIB, Belgium; Tina Salhi, WIB, Vienna, Austria Ellen Rohlfs Leer, Gush Shalom, Germany; Paola Canarutto, Network of Jews Against the Occupation, Italy; Alison Pickford, Malvern, UK; Daslav Brkic, music lover, Milan, Italy; Anthony Joseph Geha Yuja. Florence, Italy; Enrique Ferro, Brussels, Belgium; Larry Zweig, Solidaritaet International, Nuremberg, Fuerth, Germany; Juan A. Alvarez, consultant and music lover, Madrid, Spain; Katherine Morris, Mansfield College, Oxford University, UK; Alfred Giannantonio, Parma, Italy

Middle East and Far East: Ahmed Amr, Editor, NileMedia.com, Alexandria, Egypt; Wendy Sharpe, St. Ives, NSW, Australia; Ramon S. Bagatsing III, actor, Manila, Philippines; Mamie Putt, John Putt, Gordon Putt, New Zealand; Earlaiman Abdullah Gale, war veteran and peacnik, Kuala Lumpur, Malaysia; Debbie Mennon, peace activist, Melbourne, Australia; Chris Cheung, WIB, Nagano, Japan

 

 

 


 

Dror Feiler

Bjurholmsgatan 1B

11638 Stockholm

Sweden


 

Tel & Fax : + 46 8 6442717 (studio)

Tel : + 46 8 6421393 (home)

Tel : +46 70 2855777 (mobile)


 

www.ejjp.org

www.jipf.nu

www.arnafreetheatre.org

www.artnotcrime.net/drorfeiler/

www.avantart.com/feiler.html

 

Sabine Matthes - Leserbrief zu:Thorsten Schmitz: Profil "Avigdor Lieberman - Scharfzüngiger Rechter auf dem Weg in Israels Kabinett" und "Olmert trifft auf Widerspruch", SZ vom 13.10.2006, Seite 4 und 9

Sehr geehrte Redaktion Leserbriefe,

Der israelische Regierungschef Ehud Olmert möchte die ultra-rechte Oppositionspartei "Israel Beitenu" (Israel, unser Haus) in das Regierungsbündnis aufnehmen, worauf die linke Arbeitspartei mit ablehnendem Entsetzen reagierte, da deren Parteiprogramme angeblich "völlig verschieden und nicht zu vereinen" seien. Avigdor Lieberman, der Vorsitzende der russischen Einwanderer-Partei "Israel, unser Haus" tritt nämlich offen für den Transfer der Palästinenser nach Jordanien ein. Wegen solcher Aussagen wurde Liebermans Weltsicht kürzlich von der liberalen "Haaretz" Zeitung als "faschistisch" beschrieben.

Bei aller Empörung scheint vergessen, daß die Transfer-Ideologie keineswegs nur eine peinliche Anomalie der extremen Rechten ist, sondern von Beginn an eine zentrale Rolle im politischen Zionismus gespielt hat. Denn um ein mehrheitlich arabisches Palästina in ein mehrheitlich jüdisches Israel zu verwandeln, war bereits Theodor Herzl 1895 klar gewesen: "Wir müssen auf korrekte Weise enteignen ... Wir werden versuchen, die ärmsten Teile der Bevölkerung auf der anderen Seite der Grenze anzusiedeln und ihnen zur Beschäftigung in den Aufnahmeländern verhelfen, aber ihnen die Beschäftigung in unserem Land vorenthalten." In diesem Sinne befürworteten praktisch alle Gründerväter des israelischen Staates vor 1948 das Konzept des Transfers in mehr oder weniger "freiwilliger" Form. Unter der linken Regierung von David Ben Gurion wurde es ab der Staatsgründung 1948 gewaltsam umgesetzt und gesetzlich verankert: von den damals etwa 900.000 im zukünftigen Staat Israel lebenden Palästinensern verloren 750.000 durch Flucht und Vertreibung ihre Heimat, über 400 ihrer Dörfer wurden von der israelischen Armee dem Erdboden gleichgemacht, ein "Transfer Komitee" wurde eingesetzt, um die Neuansiedlung der palästinensischen Flüchtlinge (gegen deren Willen) in den arabischen Nachbarländern zu planen und eine Rückkehr zu verhindern, und die Knesset verabschiedete zwei Gesetze, das "Law of Return" und das "Absentee Property Law", die allein die jüdische "Rückkehr" legitimierten, während sie die "abwesenden" Palästinenser enteigneten.

Obwohl Israels Aufnahme in die UNO (UNO-Resolution 273 vom 11.Mai 1949) von Israel die Umsetzung bestehender Resolutionen forderte, einschließlich der Resolution 194 zum Rückkehrrecht der  palästinensischen Flüchtlinge, verweigerten bis heute alle rechten wie linken Regierungen, sowie die Mehrheit der Friedensbewegung, den inzwischen über vier Millionen Flüchtlingen die Rückkehr. Als Israel, wieder unter einer linken Regierung, 1967 seine Grenze zum Jordan ausdehnte, wurden weitere 300.000 Palästinenser aus Westbank und Gazastreifen vertrieben. Heute wird den dort Verbliebenen durch eine Strategie des "stillen Transfers" das Leben möglichst unmöglich gemacht.

Eine humanere und modernere Alternative zur ethnisch-nationalen Exklusivität des politischen Zionismus, samt seiner "notwendigen" Transfer-Konzepte, boten dagegen die Vetreter eines kulturellen oder spirituellen Zionismus, wie Martin Buber, Hannah Arendt oder Judah Magnes. Sie wollten ein jüdisches, geistiges Zentrum in Palästina, aber in einem gemeinsamen, binationalen jüdisch-arabischen Staat. Aus der Sicht von Magnes widersprach die Vertreibung der Palästinenser dem zionistischen Bestreben, das jüdische Leben in einem Geist brüderlicher Solidarität zu rekonstruieren und den Vertreibungszyklus zu beenden.

Aber auch 1961 blieben Martin Bubers Appelle an Ben Gurion für die Rückkehr der Flüchtlinge ungehört. Warum also empört sich die Arbeitspartei heute über die Transfer-Visionen, die sie selbst jahrzehntelang "erfolgreich" praktiziert hat?

Mit freundlichen Grüßen,

Sabine Matthes

Henryk Broder lobt Gregor Gysi

Wie man heute, 28. Oktober, auf Broders „Achse des Guten"-Seite liest, hat Gregor Gysi sich die Abgeordneten Norman Paech und Heike Hänsel „vorgeknöpft", um ihnen „eine kleine fraktionsinterne Standpauke über die Aufgaben und Verpflichtungen eines Abgeordneten zu halten". Anlass: Die beiden gehörten zu den über 200 Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern eines Appells an die Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft, Henryk Broder von einer Veranstaltung in Zürich wieder auszuladen. Broder war nachträglich anstelle der zunächst vorgesehenen israelischen Rechtsanwältin Felicia Langer, die als engagierte Gegnerin der Besatzungspolitik bekannt ist, auf die Teilnehmerliste der Veranstaltung gesetzt worden. Zugleich war das Motto der Veranstaltung im Sinne Broders in „Die ewige Lust an den Tätern" abgeändert worden.

Broder hatte sich offenbar an Gregor Gysi gewandt, um ein Machtwort gegen Hänsel und Paech zu erreichen. Gysi meldete kurz darauf Vollzug: „Lieber Henryk, inzwischen habe ich die Antwort von Norman Paech, der nun einsieht, dass es besser gewesen wäre, für eine Podiumsdiskussion mit Dir und Frau Langer zu streiten. Frau Hänsel will Dir selbst antworten. Mit herzlichen Grüßen Gregor"

Dass PDS-Abgeordnete vor einem Journalisten kuschen müssen, der sich das Klagen über die Kapitulation der Deutschen vor den militanten Muslims zur Lebensabschnittsaufgabe gesetzt hat, vervollständigt mein Bild von dieser Partei, in der ein Andre Brie unbeanstandet die Werbetrommel für die von der CIA gesponserten iranischen „Volksmudschaheddin" schlagen darf.

Dass Broder sich auf die Stöckchen apportierenden Pudel einen feixt, ist nicht verwunderlich. Zufrieden kommentiert er: „Natürlich gibt es in der PDS nicht nur Angeber, Knalltüten und Wichtigtuer, die auf jeden Zug draufspringen, der gerade vorbei fährt. Da gibt es auch vernünftige Leute, die Politik als Handwerk praktizieren, Petra Pau zum Beispiel. Oder auch Gregor Gysi...."

Auf dieses Lob mögen sich die beiden ordentlich was einbilden!

Knut Mellenthin

 

Die Achse des Guten: Online-Tagebuch

Das israelische Komitee für das Wohnrecht Ortsansässiger (ICRR)
Pressenotiz

 

Am Montag, 23.Oktober 2006 begann dass „Israelische Komitee für das Wohnrecht Ortsansässiger“ (ICRR) sein Programm in Jerusalem.  Das ICRR ruft die israelische Öffentlichkeit auf, sich der Forderung gegenüber der israelischen Regierung  anzuschließen, von der Verletzung  grundlegender Menschenrechte und humanitärer Normen  Abstand zu nehmen, indem sie das Wohnrecht Ortsansässiger, palästinensischer Herkunft, die mit ihren Familien in ihren Häusern leben wollen, gewährt.

In den vergangenen Monaten hat die israelische Regierung eine harte Politik der Verweigerung der Einreise in die besetzten Gebiete durchgeführt. Dies betraf besonders Palästinenser mit einem ausländischen Pass, die aber seit Jahren in den besetzten Gebieten leben, mit Palästinensern verheiratet sind und Kinder haben und in einem Fall sogar dort Enkelkinder hat.

 

Israel kontrolliert das Bevölkerungsregister für die Palästinensische Behörde, verweigert aber, das Wohnrecht zu erteilen. Palästinenser mit ausländischer Staatsbürgerschaft, die das Wohnrecht beantragt haben, sie aber nicht erhalten haben, sind gezwungen, mit Touristenvisum in den besetzten Gebieten zu leben. Diese Visa haben nur eine Gültigkeit von drei Monaten und machen dann eine Ausreise nötig, um das Visum zu erneuern. Wer sich diese Reisen ins Ausland nicht leisten kann, wird ein illegaler Bewohner und lebt in ständiger Angst und es zwingt ihn, in der Wohnung zu bleiben. Diejenigen, die ins Ausland gehen, haben keine Sicherheit, dass ihnen die Rückkehr erlaubt wird. Und tatsächlich ist in den letzten Monaten einer zunehmenden Anzahl von Rückkehrern die Wieder-Einreise verweigert worden. Seit März 2006 praktizierte die israelische Regierung eine Politik, die Personen palästinensischer Herkunft aber mit ausländischem Pass, die Wieder-Einreise  in die besetzten Gebiete verweigert, auch denen, die in der Vergangenheit einreisen durften.

 

Die Folgen dieser Politik: Familien werden aus einander gerissen, wirtschaftliche Katastrophe, Unterbrechung der Studien für Kinder und Studenten und ein unermessliches Leid in allen Lebensbereichen. B’tselem schätzt, dass 120 000 Personen direkt von  dieser Politik betroffen sind. Die Zahl wird aber viel höher, wenn man die Familien dieser Personen mitzählt. Dann ist es etwa eine halbe Million, die von dieser raffinierten Form ethnischer Säuberung betroffen ist.

 

Außerdem sind es nicht nur Personen palästinensischer Herkunft, die in dieser Weise behandelt werden. Die israelische Politik wirkt sich auch auf Bürger mit anderen Staatsbürgerschaften aus, die als Touristen, zum Studium oder zur Arbeit in die besetzten Gebiete kommen. Vielen wurde die Einreise  verweigert. Unter ihnen sind Lehrer, Professoren, Sozialarbeiter, Ärzte oder medizinische Fachleute oder Fachleute auf anderen Gebieten, die die Wirtschaft voranbringen und die Lebensqualität in den besetzten Gebieten verbessern wollen und so  zum Wohlbefinden der palästinensischen Bevölkerung allgemein beitragen wollen. Härte und Willkür charakterisieren die Haltung der israelischen Regierung gegenüber dieser Gruppe. Es sind Akte, die anscheinend dafür bestimmt sind, der palästinensischen Bevölkerung das zu nehmen, was mit der Präsenz dieser Leute an Positivem verbunden ist.

 

Als erste sprach Antigona Ashkar, dann Yossi Wolfson und Shulamit Aloni. Frau Ashkar, eine Mitarbeiterin von B’tselem gab einen tief schürfenden Bericht zu dem Thema. RA Yossi Wolfson vom Moked-Zentrum( für den Schutz des Individuums) beschrieb die rechtliche Manipulation, mit der diese Politik ausgeführt wird. Sie hätte  keine Grundlage im Gesetz. Er bestätigte die Daten von B’tselem und betonte, dass die verschiedenen von den Behörden  erhobenen Behauptungen wegen Staatssicherheit nur ein simpler Deckmantel für eine Politik der ethnischen Säuberung sei, um die Westbank von Nicht-Juden frei zu machen. Die letzte Sprecherin war die frühere Ministerin und das Knessetmitglied Shulamit Aloni …Sie klagte die Regierung und die Armee an, eklatante Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu begehen. Sie zitierte ein aktives Knessetmitglied, das erklärte,  Israel solle eine Politik ausüben, die dahinzielt, das Leben der Palästinenser so miserabel als möglich zu machen, dass sie freiwillig auswandern.  Aloni rief ICRR dazu auf, seine Aktivitäten zu erweitern, um das breite Spektrum von Verbrechen und Ungerechtigkeit, unter der die palästinensische Bevölkerung leidet, mit einzubeziehen. An diesem 50. Jahrestag des  Kafr Kassem-Massakers, dessen Täter  nie bestraft wurden, rief sie dazu auf,  die täglich vor unsern Augen stattfindenden Kafr-Kassem-Vorfälle zu stoppen.

 

Zu den Gründungsmitgliedern des Komitees gehören: Prof. Aharon Eviatar, Prof Rachel Giora, Prof. Yehuda Kupferman, Dr. Josefa Sartiel, Prof Jakob Katriel, Dr. Dorothy Naor, Dr. Israel Naor, Dr. Ruchama Marton.

Für weitere Information: Dorothy Naor (00972) 9-958 4804

 

(dt. und geringfügig gekürzt: Ellen Rohlfs)

Sabine Matthes - Leserbrief zu:

Thorsten Schmitz: Profil "Avigdor Lieberman - Scharfzüngiger Rechter auf dem Weg in Israels Kabinett" und "Olmert trifft auf Widerspruch", SZ vom 13.10.2006, Seite 4 und 9

Sehr geehrte Redaktion Leserbriefe,

Der israelische Regierungschef Ehud Olmert möchte die ultra-rechte Oppositionspartei "Israel Beitenu" (Israel, unser Haus) in das Regierungsbündnis aufnehmen, worauf die linke Arbeitspartei mit ablehnendem Entsetzen reagierte, da deren Parteiprogramme angeblich "völlig verschieden und nicht zu vereinen" seien. Avigdor Lieberman, der Vorsitzende der russischen Einwanderer-Partei "Israel, unser Haus" tritt nämlich offen für den Transfer der Palästinenser nach Jordanien ein. Wegen solcher Aussagen wurde Liebermans Weltsicht kürzlich von der liberalen "Haaretz" Zeitung als "faschistisch" beschrieben.

Bei aller Empörung scheint vergessen, daß die Transfer-Ideologie keineswegs nur eine peinliche Anomalie der extremen Rechten ist, sondern von Beginn an eine zentrale Rolle im politischen Zionismus gespielt hat. Denn um ein mehrheitlich arabisches Palästina in ein mehrheitlich jüdisches Israel zu verwandeln, war bereits Theodor Herzl 1895 klar gewesen: "Wir müssen auf korrekte Weise enteignen ... Wir werden versuchen, die ärmsten Teile der Bevölkerung auf der anderen Seite der Grenze anzusiedeln und ihnen zur Beschäftigung in den Aufnahmeländern verhelfen, aber ihnen die Beschäftigung in unserem Land vorenthalten." In diesem Sinne befürworteten praktisch alle Gründerväter des israelischen Staates vor 1948 das Konzept des Transfers in mehr oder weniger "freiwilliger" Form.

Unter der linken Regierung von David Ben Gurion wurde es ab der Staatsgründung 1948 gewaltsam umgesetzt und gesetzlich verankert: von den damals etwa 900.000 im zukünftigen Staat Israel lebenden Palästinensern verloren 750.000 durch Flucht und Vertreibung ihre Heimat, über 400 ihrer Dörfer wurden von der israelischen Armee dem Erdboden gleichgemacht, ein "Transfer Komitee" wurde eingesetzt, um die Neuansiedlung der palästinensischen Flüchtlinge (gegen deren Willen) in den arabischen Nachbarländern zu planen und eine Rückkehr zu verhindern, und die Knesset verabschiedete zwei Gesetze, das "Law of Return" und das "Absentee

Property Law", die allein die jüdische "Rückkehr" legitimierten, während sie die "abwesenden" Palästinenser enteigneten. Obwohl Israels Aufnahme in die UNO (UNO-Resolution 273 vom 11.Mai 1949) von Israel die Umsetzung bestehender Resolutionen forderte, einschließlich der Resolution 194 zum Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge, verweigerten bis heute alle rechten wie linken Regierungen, sowie die Mehrheit der Friedensbewegung, den inzwischen über vier Millionen Flüchtlingen die Rückkehr. Als Israel, wieder unter einer linken Regierung, 1967 seine Grenze zum Jordan ausdehnte, wurden weitere 300.000 Palästinenser aus Westbank und Gazastreifen vertrieben. Heute wird den dort Verbliebenen durch eine Strategie des "stillen Transfers" das Leben möglichst unmöglich gemacht.

Eine humanere und modernere Alternative zur ethnisch-nationalen Exklusivität des politischen Zionismus, samt seiner "notwendigen" Transfer-Konzepte, boten dagegen die Vetreter eines kulturellen oder spirituellen Zionismus, wie Martin Buber, Hannah Arendt oder Judah Magnes. Sie wollten ein jüdisches, geistiges Zentrum in Palästina, aber in einem gemeinsamen, binationalen jüdisch-arabischen Staat. Aus der Sicht von Magnes widersprach die Vertreibung der Palästinenser dem zionistischen Bestreben, das jüdische Leben in einem Geist brüderlicher Solidarität zu rekonstruieren und den Vertreibungszyklus zu beenden. Aber auch 1961 blieben Martin Bubers Appelle an Ben Gurion für die Rückkehr der Flüchtlinge ungehört. Warum also empört sich die Arbeitspartei heute über die Transfer-Visionen, die sie selbst jahrzehntelang "erfolgreich" praktiziert hat?

Mit freundlichen Grüßen,

Sabine Matthes

Offener Brief: Olmert, Lieberman und der "blinde" Rest der Welt - Von
Andreas Friedrich

Ehud Olmert macht endgültig Nägel mit Köpfen und holt den rechtsradikalen Avigor Lieberman und dessen Partei in die Koalition, wie es heißt, um kleinen Parteien den Einzug ins Parlament zu erschweren.

Es darf davon ausgegangen werden, dass es sich um die arabisch- israelischen Parteien handelt, sie passen einfach nicht ins politische zionistische System der Regierung in Tel Aviv, einer Regierung, der in den kommenden Tagen eben auch eine rechtsradikale Partei angehören wird.

Die Frage, die dabei auftaucht: Wie reagiert der Rest der Welt, vor allem der ach so an Demokratie interessierte Westen?

Wird er- der Westen- nun unter Federführung der USA und der Bundesrepublik Deutschland der israelischen Regierung den Geldhahn zudrehen, wie er es bei den Palästinensern seit der Regierungsübernahme durch Hamas gemacht hat, oder bleibt der Westen blind und unterstützt die israelische Regierung politisch wie finanziell trotz der rechtsradikalen Partei Israel Beitenu?

Werden Bush, Rice, Merkel und Steinmeier bald mit Lieberman verhandeln, einem Menschen, der zum Transfer der Palästinenser aus den Westbank aufruft, somit einen Staat Palästina selbst in den Grenzen von 1967 strikt ablehnt?
Die Leugnung des Existenzrecht der Palästinenser scheint hier wohl kaum eine Rolle zu spielen.

Werden Bush, Rice, Merkel und Steinmeier gleichgültig ob der Entscheidung des Herrn Olmert reagieren und stillschweigend die israelische Regierung unter Einfluss einer rechtsradikalen Partei weiterhin die Unterstützung zukommen lassen, welche Tel Aviv sich erhofft?

Und wie werden die Reaktionen sein, wenn Lieberman seine politischen Ziele von der ethnischen Säuberung des jüdischen Israels, einschl. der Westbank tatsächlich realisieren kann?

Rechtsradikalismus soll auf den eigenen Straßen bekämpft werden, andrerseits wird er aber stillschweigend geduldet, somit sogar unterstützt.

Da sag noch einer, der Westen sei an Demokratie und am Kampf gegen rechts interessiert.
Vor den Toren Israels wird dieser Kampf beendet.
Olmert und Lieberman sind der Beweis.

Eine schwarze Fahne

 

Als der rassistische Jörg Haider ein Mitglied der österreichischen Regierung wurde,

rief die israelische Regierung unsern Botschafter aus Wien zurück.

 

Nun gibt es die Absicht, Avigdor Liberman, einen viel schlimmeren Rassisten als Haider,

in die israelische Regierung zu holen.

 

Die Einbeziehung Libermanns in die Regierung bedeutet nicht nur einen Wechsel in der Koalition. Sie lässt eine schwarze Flagge  über den Staat Israel wehen.

 

Allein die Idee, dass solch eine Person mit solchen Ansichten ein Mitglied der Regierung Israels sein kann, ist schockierend. Jeder der dem zustimmt, sollte sich schämen.

 

Liberman ist eine  Bedrohung für  die Struktur der israelischen Gesellschaft, ein Bedrohung für einen ganzen Teil seiner Bewohner, ein Bedrohung für die Demokratie, eine Bedrohung  jeder Chance für Israel, einen Frieden mit seinen Nachbarn zu erlangen.

 

Das vorgeschlagene Gesetz für einen Regimewechsel,  das von Liberman in die Knesset eingebracht wurde, ist nicht nur ein Vorschlag für  einen  weiteren Wechsel im Mechanismus der Regierung. Es ist der erste Schritt auf dem Weg zur Errichtung einer Diktatur, die zu einer nationalen Katastrophe führen wird.

 

Dies ist/ wäre ein Weg ohne Rückkehr.

Ein zynischer Ministerpräsident, dem es nur um die Rettung seiner Haut geht, zusammen mit einer Bande korrupter und/oder stupider Politiker, helfen Liberman, seinen Fuß in die Tür der israelischen Demokratie zu setzen.

 

Jeder der zugunsten von Liberman und seinen Vorschlägen seine Hand hebt, erhebt seine Hand gegen den Staat Israel, der  durch die Unabhängigkeitserklärung als demokratischer, friedensorientierter und der Gleichheit  all seiner Bürger gedacht war.

 

All dieser wird auf immer nur  mit Schmach gedacht werden.// Man wird sich dieser Leute auf ewig nur mit Schmach erinnern.

 

Gush Shalom, 17.Oktober 2006

 

 

Your help is needed to help release Emad Mohammad Bornat of the village of Bil'in,


video photographer for Reuters and documentary film maker, who was arrested on Friday October 6th,
2006 by a Israeli Border Police unit that entered the village, firing rubber bullets and sound
grenades. Emad is being held in Israeli military custody and will be brought in front of a
judge at Ofer military base tomorrow Tuesday the 10th of October.

Please, phone, fax, write to the addresses at: http://toibillboard.info/gov_addr.txt

Emad, who was filming at the time, was arrested by an Israeli Border policeman. When Emad arrived at
the police station in Givat Zeev, he was wounded. The Border Police soldiers claimed a radio "fell"
on him in the jeep, on the way to the station. He was taken to the Hadassah - Har Hatzofim hospital
and was then taken back to the police station in Givat Zeev. After he was interrogated, the police
refused to view the tapes that Emad filmed. Emad is accused of "assault on an officer" and of stone
throwing and was sent to the Etzion prison. Israeli Border Police have in the past been
rebuked by military judges on false testimonies towards arrested Palestinian demonstrators and
their Israeli supporters.

Emad has tirelessly documented the struggle of his village against the wall and settlements, and is
known by many other professionals with whom he works and cooperates, giving them video material
for their films and reports. He is a man of peace and a dedicated and responsible video-photo-
journalist. His video footage has been broadcast throughout the world, showing the demonstrations
against the wall Israel is constructing on his village's land. It shows the routine, and often
brutal, violence of the Israeli military in general and the Border Police in particular on the
demonstrations, especially as used against Palestinians.

For more information:

Attorney Gaby Laski: 054 449 18988
Mohammed Khatib: 054 557 3285
Shai Polack: 054 533 3364

See also: Meron Rapaport: Judge orders probe over Palestinian cameraman hurt in Bil'in

http://www.haaretz.com/hasen/spages/772866.html  (English)

http://www.haaretz.co.il/hasite/spages/772855.html  (òáøéú / Hebrew)



Judge orders probe over Palestinian cameraman hurt in Bil'in

 
 
By Meron Rapaport, Haaretz Correspondent

 
 
A military judge ordered to open an inquiry into an affair regarding a Palestinian cameraman who was wounded after soldiers arrested him during a demonstration against the separation fence in the village of Bil'in over the weekend.

Witnesses said that Border Police troops had beaten the cameraman, but the army says the man was hurt when a piece of communications equipment hit him in the back of the jeep he was being held in.

Cameraman Imad Bornat, himself a resident of Bil?in, has been documenting the protests in the village since they began around a year and a half ago.
 

 

Der Gazastreifen bleibt ein Jahr lang ohne Stromversorgung
Gideon Levy, Haaretz, 27.9.06

 

Es könnte 8-14 Monate dauern, bis das Elektrizitätswerk, das im letzten Juni von der israelischen Luftwaffe zerstört wurde, repariert worden ist und die Region wieder voll mit Strom versorgen kann.

Die israelische Menschenrechtsorganisation B’tselem hat die IDF  wegen der Bombardierung des Kraftwerkes eines Kriegsverbrechens angeklagt, weil dieser Angriff viele Teile des Gazastreifens  seit drei Monaten  ohne Stromversorgung ließ.

Der Strom ist in vielen Teilen des Landes den halben Tag gesperrt, was vor allem Krankenhäuser, die Wasserversorgung und die Abwässerentsorgung betrifft, lautet der B’tselem-Bericht.

 

Eine Maschine der IAF traf am 28. Juni das Kraftwerk. Der Angriff kam zu Beginn der großen IDF-Offensive im Gazastreifen, nachdem ein IDF-Soldat gefangen genommen und zwei andere von palästinensischen Militanten, die mit der Hamas verbunden sind, getötet worden waren.

B’tselem hat entschieden, dass die Bombardierung  des Kraftwerkes illegal war und nach dem Völkerrecht ein Kriegsverbrechen ist, weil der Angriff – laut Bericht - auf ein rein ziviles Ziel gerichtet war.

 

„Es gab keinen offensichtlichen militärischen Grund für diese Aktion, und es scheint, dass die Absicht hinter dem Angriff der Wunsch  nach Rache war.

 

Anstelle solch drastischer Militäraktionen hätte Israel den Strom der israelischen Elektrizitäts-

Gesellschaft nach Gaza sperren können, obgleich auch dies illegal gewesen wäre.

 

B’tselem  verlangt von der Regierung, dass sie eine gerichtliche Untersuchung dieses Bombardements in die Wege leitet.

 

(dt. Ellen Rohlfs)

 

Unterstützungsprojekte der Sionsschwestern des Ecce Homo Konvents:

Die Hauptausgaben unserer „Unterstützungsprojekte im Ecce Homo“ werden für die Schulausgaben der palästinischen Kinder und Jugendlichen ausgegeben.

Im Jahre 2000 mit der 2. Intifada begannen wir die große Bedeutung der Schulausbildung zu erkennen und zu unterstützen. Somit wachsen wir mit den Kindern mit und es werden jedes Jahr auch ein paar mehr. Es profitieren in diesem ersten halben Schuljahr von der großzügigen Hilfe durch ihre Spenden und dem Verkauf von Olivenöl.

10 Kinder im Vorschulalter
40 Kinder in den Volkschulen
10 Kinder sind in Hauptschulen
4 Jugendliche auf Universitäten; einer davon im Export & Import Collage.

Die Nöte der Palästinenser sind groß! Wir Schwestern im Ecce Homo versuchen im Gästehaus Ecce Homo einen Dialog zwischen den Kulturen zu fördern, indem wir unsere Gäste aus dem Westen nicht nur mit Unterkunft versorgen, sondern sie auch den Reichtum des Landes an Kultur, Geschichte und unsere jüdischen Wurzel des Christentums erleben lassen. Auch veranstalten wir Seminare in englischer, französischer oder spanischer Sprache, um einen Dialog der Religionen und eine Vertiefung unserer eigenen Wurzel mit dem tiefen Respekt des Anderen zu führen.

Daneben leisten wir unseren konkreten Einsatz für palästinensische Kinder und Jugendliche, um eine gute Schulausbildung zu ermöglichen, die sie mit ihren großzügigen Spenden und dem Kauf von Olivenöl von den Bauern aus den palästinensischen Gebieten ermöglichen.

Vielfach braucht es auch Spenden für „Emergency Zwecke“. Damit bezahlen wir Medikamente, Rechnungen von Arzt- oder Zahnarztbesuchen der Kinder und älteren Menschen. Es werden auch Strom- oder Wasserrechnungen bezahlt und Gasflaschen zum Kochen gekauft und auch Pakete mit Grundnahrungsmittel mit (Milch, Zucker, Nudeln, Reis, Tee) ausgegeben.

All das ist nur möglich weil Menschen auf der ganzen Welt bereit sind zu helfen und Glauben auf Grund der Werke oder Werke auf Grund des Glaubens das Gute zu tun gelebt wird. So wie Jacobus sagt: Jacobus Brief 4: 17 „Wer also das Gute tun kann und es nicht tut, der sündigt“

Danke die Ecce Homo Gemeinschaft .

Sr. Trudy.

 

Liebe Leute,

Unter

http://www.bds-palestine.net/index.cfm?id=en gibt es eine Petition, in der Palästinenser aufrufen zu einem Boykott Israels, bis die Rechte der Palästinenser anerkannt werden.

--------------------

Die israelische Armee ist in der Nacht vor dem 8. September in die Büros der Organisation Ansar al-Sajin (Gesellschaft der Freunde von Gefangenen), die palästinensische Gefangene sowohl mit humanitärer wie auch mit juristischer Hilfe unterstützt, eingedrungen. Computer und Dokumente wurden beschlagnahmt, sowohl im israeli Büro wie auch in Büros der Organisation in der Westbank. Die Organisation ist seit 1979 aktiv und hilft Gefangenen und ihren Familien mit den Schwierigkeit während der Inhaftierung fertig zu werden. Sie helfen, bürokratische Hindernisse zu überwinden um Besuche und Postdienst zu ermöglichen und kümmerte sich um die Gesundheit der gefangenen. Kinder werden bereits von 12 Jahren an inhaftiert, oft auch gefoltert. Die Organisation ist nun für illegal erklärt worden - obwohl sie eigentlich dazu da war, das israelische Gesetz gegen Missbräuche durchzusetzen. New Profile ruft die internationale Gemeinschaft dazu auf, gegen diese Aktion zu protestieren, und zwar an

Verteidigungsminister Peretz

Tel: 972-3-6975423; Fax: 972-3-6976711

Email: pniot@mod.gov.il <mailto:pniot@mod.gov.il>

 

Premierminister Olmert

The Prime Minister's Office:

Tel. 972-33-6109898, 972-2-6705555; Fax: 972-2-6705475

Email: pmo.heb@it.pmo.gov.il <mailto:pmo.heb@it.pmo.gov.il>

 

und den israelischen Botschafter im eigenen Land:

 

Botschafter Shimon Stein

Fax: 030 890 45102

Tel: 030 890 500

 

Hier der Text meines Schreibens:

Dear Minister ...

As a friend of Israel, I must add my protest to the many you are surely receiving against the outlawing of the Prisoners' Friends Association) and the raid on its offices and confiscation of computers and documents. Ansar al Sajin is humanitarian organisation which has often succeeded in moving officials to provide prisoners with their legal rights - that is, it is an organisation working to put Israeli law into effect. Evidently, the government is not interested in seeing that the law is implemented - as witness the frequent disregard of court decisions by the army!

Abrogating the rule of law is neither democratic nor just, yet Israel lays claim to both these attributes. Please rethink the treatment of organisations that are in no way a threat, rather a support to Israel.

Yours,

<http://www.bds-palestine.net/index.cfm?id=en>

Unter http://www.ifamericansknew.org/stats/cap-pris.html ist ein Video zu finden, in dem PalästinenserInnen von Inhaftierung und Festnahme berichten. Der Film ist auf Englisch, kann aber "mit captions" - also mit schriftlichem Text - angesehen werden, der der Verständigung sehr hilft. Er macht die Notwendigkeit von Ansar al Sajin überdeutlich. (...)

Anka

 

-- http://www.Brief-aus-Israel.de.vu --

Leserbrief an die Süddeutsche Zeitung, Sept.2006

Bluttriefende Geschichte

 

Herr S.U. schreibt in seinem Artikel vom Montag 18.09 auf Seite 4 der SZ Gerade wer die islamische Welt ernst nimmt, wird ihr in diesen Zeiten die Gretchenfrage stellen: Wie haltet ihr (Muslime) es mit der Gewalt?

 

Ein Sprichwort besagt: „Wer im Glashaus  sitzt, sollte  nicht mit Steinen werfen?“ Oder „Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg auch keinem anderen zu!

 

Herr U., haben Sie jemals einen Blick auf die Geschichte der letzten Jahrhunderte geworfen und sich gefragt, von welchen Parteien Machtstreben, Gewalt und Kriege maßgeblich ausgegangen sind?

 

Angefangen mit den gegenwärtig noch andauernden militärischen Interventionen der Vereinigten Staaten und ihrer „Achse der Willigen“ im Nahen Osten, um die arabische Region nach ihrem Gutdünken zu formen, über die massive Bombardierung vornehmlich ziviler Ziele im Libanon, bis hin zur täglichen Tötung von sog.“Terroristen“, die oftmals, wie sich im Nachhinein herausstellt, in Wirklichkeit unschuldige Zivilisten sind. „Terror“, „Fundamentalismus“ und „militanter Islamismus“ sind zuweilen Begriffe, die insbesondere in der Tagespresse regelrecht inflationär verwendet werden, um Mord, Totschlag und Kriege zu legitimieren. Manch einem mag sich in solchen Zeiten die Frage stellen, wo ist der kritische und investigative Journalismus abgeblieben?

 

Aber die Liste der Abscheulichkeiten lässt sich weiter fortsetzen: Der Einsatz von mit Uran abgereicherten Waffen (nicht nur) im ersten Irakkrieg, die noch heute für Erkrankungen und den Tod vieler verantwortlich sind. Das Irak-Embargo, welches für den Tod unzähliger Menschen verantwortlich ist. Wie sieht es aus mit Vietnam, Kambodscha, Hiroshima und Nagasaki?. Der zweite Weltkrieg und der Holocaust mit seinen 70 Millionen Opfern. Die menschenverachtende Versklavung der Afrikaner während der Kolonialzeit. Die regelrechte Ausrottung der Indianer in Südamerika. Die Jagd auf Muslime und wohlgemerkt Juden in Spanien unter Phillip II., die blutigen Kreuzzüge. Kriege gegen Glaubenbrüder im 15. und 16. Jahrhundert in Europa. Und so weiter und so fort....

 

Alles im Namen des Islam? Könnte es nicht sein, dass diese Geschichte heute auf Europa zurückfällt? Denn hinter all dieser menschenverachtenden Brutalität und dem Blutvergießen standen meistens Leuten, die sich Christen nannten, nicht jedoch Muslime. Dieser Rückblick zeigt, dass die islamische Lehre Gewalt und Krieg keineswegs in sich trägt. Auch wenn der Islam nicht der Inbegriff des Pazifismus ist, so bin ich der Meinung, dass sich aufgrund dieser nicht gerade unblutigen Geschichte die westliche Hemisphäre die Frage nach der Vereinbarkeit von Gewalt, Menschlichkeit und Religion selbst stellen sollte. Und ich bitte ebenfalls zu berücksichtigen, die gegenwärtige Frustration in der islamischen Welt nicht zu vergessen? eine Frustration, die sich aus der Hilflosigkeit und Ohnmacht als Randfiguren im Spiel der Wirtschaftmächte speist und oftmals zu Überreaktionen führt.

 

Friedliche Grüße

 

Jafra

Freunde von Neve Shalom/Wahat Al Salam e.V.

Bruno – Hussar – Stiftung für Frieden in Israel und Palästina 

Zwischeninformation    September    2006


Zu „Rosh Hashana“, dem Neujahrsfest der Juden, und dem Beginn des Monats Ramadan der Muslime, hat Rayek Rizek, der Bürgermeister von Neve Shalom / Wahat al Salam, ein Christ, herzliche Glückwünsche versandt:

 

„In meinem Namen und dem aller Menschen in Neve Shalom/Wahat al Salam sende ich Ihnen unsere besten und aufrichtigen Wünsche zu frohen Feiertagen.

Ich wundere mich:

Warum hat die Menschheit nur ein paar Tage im Jahr zum Feiern festgelegt?

Warum hat die Menschheit nur ein paar Tage im Jahr festgelegt um anderen Liebe und Freude zu schenken?

Was würde geschehen, wenn wir entscheiden würden, jeden Tag als einen Feiertag zu feiern?

Werden wir dann noch Zeit haben über Kriege nachzudenken und sie zu planen?

Werden wir dann noch Zeit haben zu hassen?

Werden wir dann noch Zeit für Rache haben?

Wenn wir diese negativen Gefühle während der Feiertage beiseite stellen können, warum können wir uns nicht dazu entschließen, das jeden Tag zu tun?“

Wir möchten uns seinen Worten anschließen und wünschen allen, ob sie nun in den nächsten Tagen einen religiösen oder einen nationalen Feiertag feiern, für diesen Tag und darüber hinaus alles Gute, vor allem Frieden!

 

Bei dieser Gelegenheit bringen wir auch seinen Brief vom 25.7.2006, in dem er seine persönlichen Eindrücke aus dem Krieg mit dem Libanon schildert, zur Kenntnis:

Liebe Freunde,

Ich habe die Nachrichten der letzten zwei Wochen aufmerksam verfolgt und werde dies auch für den Rest meines Lebens tun.

Heute verstehe ich nichts, obwohl ich dachte, ich würde mehr verstehen.

Ich finde es immer schwerer Partei zu ergreifen, wie es die meisten tun, da ich nicht sehen kann, daß das Recht ganz auf einer Seite ist und die andere völlig schuldig ist.

Ich kann keinen Unterschied sehen zwischen alle den zivilen Opfern.

Ich kann keinen Unterschied sehen zwischen allen, die Waffen tragen.

Ich kann keinen Unterschied sehen zwischen allen, die Befehle geben zu töten.

Ich kann Menschen nicht in “gute” und “böse” einteilen.

Ich kann keinem Politiker trauen, da alle bemüht sind ihren Sitz so lange wie möglich zu behalten und viele sich dafür dem Teufel verkaufen.

Ich kann den Medien nicht trauen, da alle Vorurteilen folgen und in die Irre führen.

Ich kann niemand von persönlicher Verantwortung freisprechen, da ich glaube, daß jeder Zeit, wie die Situation auch immer ist, jeder Verantwortung trägt, ob er nun aktiv teilnimmt oder nur von der Seite beobachtet.

Ich will nicht zulassen, daß jemand meine Menschlichkeit zerstört, indem er mich mit Hass und Wut gegen andere füllt.

Ich wähle, niemand anderem zu folgen außer meinem Gewissen.

Ich wähle, niemands Zielen zu dienen außer den Zielen meiner Menschlichkeit.

Ich wähle, kein Werkzeug in den Händen derer zu sein, die zerstören wollen, wohl aber eines derer, die aufbauen wollen.

Ich glaube, daß Kriege und Gewalt zeigen, wie dumm wir sind und nicht wie klug.

Ich glaube, daß Kriege und Gewalt vom Tier in uns kommen und nicht vom Menschen, entschuldige mich dabei gleichzeitig bei allen freundlichen Tieren.

Wie es wahr ist, daß wir nicht Frieden mit anderen schließen können, wenn wir nicht mit uns selbst in Frieden sind, so ist es auch wahr, daß keine Nation mit einer anderen Frieden schließen kann, wenn sie nicht in sich selbst Frieden hat.

Mein Büro liegt neben dem Bad, wo jeden Tag Gruppen kleiner Kinder kommen um zu schwimmen. Einige von ihnen sind Juden und einige Palästinenser, einige gemischt. Aus der kurzen Entfernung in meinen Pausen kann ich nicht sagen, wer wer ist. Ihr Geschrei und fröhliches Gebrüll klingt genauso, ob sie nun Juden, Palästinenser oder andere sind.

Wer zerstört die Unschuld dieser Kinder?

Wenn sie einander jetzt nicht fürchten, dann wer und was macht sie einander fürchten, wenn sie Erwachsene sind?

Wer vergiftet ihre Sinne?

Können wir Erwachsene wieder unsere Unschuld lernen von den Kindern, die noch nicht verdorben sind?

Oder denken wir, daß wir viel intelligenter sind als sie und daß sie an unsere Angst glauben müssen, die uns von unseren Eltern und Großeltern übertragen wurde.

Alles ist gegenseitig und der andere ist immer unser Abbild.

Wenn du die Achtung anderer willst, beginne damit sie zu achten.

Wenn du die Liebe der anderen willst, dann beginne damit sie zu lieben.

Wenn andere dich hassen oder ablehnen, dann prüfe in dir warum, und nicht mit ihnen.

Frieden und Krieg hängen unvermeidlich ab von dem, was wir wählen.

Lang lebe Wahat al Salam/Neve Shalom und alle seine Einwohner, die der ganzen Welt ein Beispiel geben, trotz aller Entschuldigungen, die alle anderen wählen um sich damit zu fesseln.

Lang lebe NeveShalom/Wahat al Salam und seine Bewohner, die sich entschieden haben, zu führen und nicht wie die Mehrheit der Leute heute Mitläufer zu sein.

Lang leben alle Eltern in der Oasis des Friedens, daß sie diese menschliche Wirklichkeit für ihre Kinder gewählt haben.

Lang lebe die Erinnerung an Pater Bruno Hussar, der diese Saat pflanzte als eine Lehre für jeden Einzelnen über das unendliche Potential, das jeder von uns hat.

Mein aufrichtiger Dank geht an alle, die sich entschlossen haben, sich einzubringen in die Unterstützung und den Aufbau dieser Gemeinschaft, die Millionen von Menschen in unserem Land und in der ganzen Welt Hoffnung und Optimismus gibt – trotz aller kleiner Probleme, die uns hier wie in jeder Gemeinschaft beschäftigen.

Wichtig ist, daß wir auf dem rechten Weg sind.

Beste Wünsche,

Rayek Rizek”

 

(Das englische Original ist im Internet http://nswas.org/article563.html )

 

Außerdem weise ich nochmals darauf hin, daß sich noch Teilnehmer zu unserer Jahrestagung vom 20.-22.10.2006 im schönen Königswinter anmelden können.

Sie können auch andere, die noch nicht da waren, darauf hinweisen. Das Programm ist angefügt.

 

Allen, vor allem den Menschen im Nahen Osten, wünsche ich Frieden, Shalom und Salam!

                                                                                                                Hermann Sieben

____________________________________________________________________________________________________

Freunde von Neve Shalom/Wahat al Salam e.V., Geschäftsstelle: Sonnenrain 30, 53757 Sankt Augustin,

Fon: 02241-331153, Fax: 02241-396549, e-mail: friedensoase@gmx.de,   www.nswas.com

Kreissparkasse in Köln, BLZ 370 502 99, Konto 32000986; Postgiro Stuttgart BLZ 600 100 70, Konto 31513-708

Spenden sind steuerlich abzugsfähig

Vorstand: Hermann Sieben, Dr.Ulla Philipps-Heck, Karl-Josef Schafmeister, Walter Bohris, Wolfgang Hammerl,
Dr.Guido Kirchhoff, Rosemarie zur Nieden.

Kuratorium: Professorin Dr.Rita Süßmuth, Ruth-Alice von Bismarck, Prälat Dr. Gerhard Boß, Professor Dr.Micha Brumlik, Professor Dr.Johannes Cremerius, Bischof Dr.Johannes Friedrich, Volkmar Deile, Dr.Hildegard Hamm-Brücher, Botschafter a.D. Dr.Niels Hansen, Oberbürgermeister Dr.Otmar Hesse, George Khoury, Professor Dr.Hans Küng, Professor Dr.Horst E.Richter, Dr. Helga Timm

Andreas Friedrich - Düsseldorf - http://www.profi-reporte.de
 
Betr: Hamas und die Anerkennung Israels
 
Wann begreifen in erster Linie die Politiker auf internationaler Ebene endlich, dass die Hamas, welche immer wieder gerne als "radikal islamisch" bezeichnet wird, den Staat Israel garnicht anerkennen kann?
 
Die Gründe:
Der Staat Israel verfügt nicht über feste Grenzen; er legt diese willkürlich fest, wie der Bau der Apartheidsmauer und die damit verbundene Annektierung weiter Gebiete der Westbank belegt.
Die Regierung in Tel Aviv zerstört mit dem Bau der Apartheidsmauer die Lebensgrundlage der Palästinenser in den Westbank, wie neueste Berichte beweisen.
 
Wie soll die Hamas einen Staat Israel anerkennen, wenn dieser Staat immer wieder durch reinste Willkür die Palästinenser immer weiter in die Defensive treibt, ihnen immer mehr Land stiehlt?
Muss die Hamas tatsächlich Blumen nach Tel Aviv oder in die Knesset senden, und sich auf diesem Weg für diese Willkürpolitik gegenüber den Palästinensern zu bedanken?
 
Oder dient eine Anerkennung des Staates Israel seitens der Hamas der Regierung in Tel Aviv als Bestätigung für seine Besatzungsmentalität, getreu dem Motto: Seht her, wir sind die stärkeren, wir über Macht und Willkür auf die Palästinenser aus, und sie müssen sich dafür bei uns bedanken, sie müssen uns anerkennen!?
 
Wenn Hamas den Staat Israel anerkennen soll, muss Tel Aviv den Palästinensern in den Westbank Luft zum atmen lassen, aber genau das Gegenteil ist der Fall.
 
Andreas Friedrich, Düsseldorf

 

 

Pfarrer Burkhard Müller schreibt in einer e mail am 12.9.2006

 

 Sonderseite - Die Jagdaktion von Honestly Concerned -  Pf. Burkhard Müller >>>
 

 

Pfarrer Burkhard Müller schreibt in einer e mail am 12.9.2006

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

ich habe in den vergangenen Wochen zweimal die Gelegenheit gehabt,

mich öffentlich zum Thema Naher Osten zu äußern:

am 26.August im Wort zum Sonntag und am 31. August in einer Morgen-Andachts-Reihe des WDR zum Thema Kain und Abel.

Auf diese Äußerungen hin habe ich viele Briefe und Emails bekommen.

Ich habe mich über die große Resonanz gefreut.

 

Weil ich privat ein volles und reiches Leben neben Fernsehen und Radio führe,

ist es mir leider nicht möglich, auf die vielen Schreiben persönlich zu antworten.

Ich hoffe, Sie haben dafür Verständnis.

 

Viele haben mir herzlich gedankt, haben mich bestärkt und aufgefordert, auch weiterhin strittige Themen aufzugreifen.

Solche Reaktion tut immer gut. Darum danke ich herzlich dafür.

 

Einige haben die Silben gezählt und festgestellt, dass ich die Wortmenge meiner Beiträge ungerecht auf Israel und Libanon/Palästina verteilt habe.

Wer die Worte dieses Briefes nachzählt, wird feststellen, dass ich mich noch einseitiger äußere. Das hängt damit zusammen, dass nahezu alle Briefe aus pro-israelisch/-jüdischer  oder antiislamischer Position heraus argumentieren.

(Nur ein Brief mit der Sicht eines Palästinensers hat mich erreicht).

 

Viele haben mich kräftig persönlich angegriffen.

Ich habe plötzlich ein ganz neues Bild von mir gewonnen.

Man hat mich als eingebildet, anmaßend, ahnungslos, naiv, peinlich, selbstgerecht, überheblich, antisemitisch usw. wahrgenommen.

Ich werde versuchen, darüber nachzudenken, ob eins dieser Attribute mein Verständnis über mich selbst bereichern und vertiefen kann. Vielen Dank.

 

Allerdings erschreckt mich der inflationäre Gebrauch des Begriffs „antisemitisch“.

Der Antisemitismus ist zu gefährlich, als dass  man den Begriff so leichtfertig als Etikett auf alles klebt, was irgendwie nicht voll auf pro-israelischer Linie zu bleiben scheint.

 

Besonders danken möchte ich den Briefschreibern, die mich ahnungslosen Netz-Nutzer darauf aufmerksam gemacht haben, dass meine Texte an verschiedenen Stellen von interessierter Seite ins Netz gestellt, dort kommentiert und mit dem Aufruf, jetzt aber dem Verfasser eine Mail zu senden, versehen wurden.

Diese Erkenntnis hat mir geholfen, die Flut gehässiger Brief richtig zu bewerten. Schon vorher waren mir merkwürdige gedankliche und auch sprachliche Übereinstimungen in Briefen aufgefallen. Ich erhielt mehrere Briefe mit gleichem Wortlauf von verschiedenen Absendern. Es ist mir eine neue Erkenntnis, dass bei diesem Thema sehr organisiert reagiert  wird.

 

Es gab bedenkenswerte Kritik, für die ich danke.

Z.B. dass man  Abraham nicht einfach nach „Palästina“ gehen lassen kann; dass  Israelis und Palästinenser keine semitischen Brudervölker sind.

 

Sehr ernsthaft schien mir der Vorwurf, ich als Christ und als Deutscher zumal könne mir doch nicht erlauben, mich für Israel Wohlergehen und Wohlverhalten verantwortlich zu fühlen.

Ich habe dagegen kein Argument.

Allerdings ist es die Realität meiner Gedanken und Empfindungen,  dass ich von Herzen wünsche, dass Israel Bestand hat, dass es ihm gut geht, und dass es zu dem Zweck eine zukunftweisende Politik macht.

 

Israel habe allein durch seine Kriege seine Existenz gesichert. „Israel kann keinen einzigen Krieg verlieren, eine Niederlage kostet seine Existenz“.

So und ähnlich wurde mir oft geschrieben.

Ich denke durchaus, dass Israel militärisch stärker sein sollte als seine Nachbarn- solange das möglich ist. Aber kann man nicht aus der Geschichte lernen, dass niemand immer und auf Dauer siegt? In der Rüstungstechnologie gibt es manchmal unerwartet Entwicklungen, die Machtverhältnisse umdrehen.

Ich wünsche Israel eine stabilere Grundlage für eine glückliche Zukunft als militärische Überlegenheit allein. Darum kann nicht der Sieg, sondern nur der Frieden, nicht die Unterwerfung, sondern die Versöhnung  das Ziel einer zukunftsweisenden Politik sein.

 

Ein Anlass für meine Worte zum Sonntag war der Aufruf des Zentralrates der Juden an uns Deutsche, im Libanonkrieg die israelische Seite solidarisch zu unterstützen.

Das hat mich insofern überrascht, als  die Juden in Deutschland  m. E. bis dahin bei aller persönlicher Verbundenheit zu den Menschen in Israel sorgfältig unterschieden haben zwischen sich und der israelischen Regierung und nicht für deren Handeln verantwortlich gemacht werden wollten.

Aber mit Frau Knobloch scheint die Lobbyarbeit für israelische Politik größeres Gewicht zu bekommen.

Ich bin ihrem Aufruf gefolgt und habe – obwohl Deutscher und Christ –  mich darin solidarisch und als guter Freund Israels verstanden, indem ich die in meinen Augen sehr falsche Politik kritisiert habe.

 

Mit innerem Augenzwinkern habe ich von den Carepaketen der Amerikaner und dem Hilfswerk „Segen Abrahams“ geredet.

Natürlich weiß ich,  dass sich das nicht eins zu eins umsetzen lässt.

Und ich bin mir bewusst, dass es angesichts des Hasses auf beiden Seiten großer Anstrengungen bedarf, bevor man einander die Hand reichen und dabei Geschenke machen kann.

Natürlich weiß ich, dass es in Israel bereits vielerlei Gruppen gibt, die sich um Versöhnung und Ausgleich bemühen, wenn sie auch  während des Libanonkrieges – jedenfalls nach Presseberichten – sehr still geworden sind.

Aber vielleicht wäre es besser gewesen – so lerne ich aus kritischen Einwänden -, ich hätte in meinen kurzen Beiträgen von diesen guten Ansätzen in Israel selbst berichten sollen.

 

„Es steht nicht in Israels Hand, alle seine Feinde zu Freunden zu machen.“

Diesem Satz muss ich natürlich zustimmen.

Aber Israel kann viel dazu tun.

Vor allem sollte das Militär bemüht sein, den Hass nicht noch zu steigern.

Ganz so ahnungslos, wie manche meinen, bin ich nicht. Vertrauenswürdige Augenzeugen aus meiner Kirche haben erschütternde Dinge aus Palästina

berichtet. Wenn das Berichtete stimmt – und ich habe keine Zweifel daran – werden auch die israelischen Soldaten nicht ohne inneren Schaden von ihren Einsätzen zurückkommen.

 

Als Pfarrer der Ev. Kirche im Rheinland fühle ich mich dem christlich–jüdischen Dialog verpflichtet. Aber ich bin verwundert, wie nach so vielen Jahren des Dialogs immer noch ein Zwang zu bestehen scheint, aus Rücksicht und Vorsicht sensibel nicht zu sagen, was man vielleicht denkt. Unterschätzen wir unsere Dialogpartner nicht möglicherweise? Müsste nicht inzwischen so viel Vertrauen gewachsen sein, dass auch offen gesprochen werden kann?

 

Meine Sorgen im Blick auf den Nahen Osten sind groß. Aber in einer tieferen inneren Ebene habe ich Zuversicht. Ich vertraue darauf, dass die reichen Überlieferungen der Juden ihnen den Mut und die Visionen schenken, zu einer anderen, zu zukunftsfähiger Politik zu finden.

Das wird nicht ohne Auseinandersetzung im Judentum selbst vonstatten gehen.

 

In einer Mail von Rolf Verleger, Mitglied im Präsidium des Zentralrats der Juden,  der wegen seiner Kritik an der israelischen Politik scharf angegriffen wurde, fand ich den Satz:

„Wir werden aus den reichen Traditionen des Judentums die Kraft und Inspiration schöpfen, um eine andere jüdische Stimme hörbarer zu machen.“

 

Mit freundlichen Grüßen

Burkhard Müller

 

 

 Sonderseite - Die Jagdaktion von Honestly Concerned -  Pf. Burkhard Müller

 

 

Die Texte von Pfarrer Burkhard Müller

 

Pfarrer Burkhard Müller - Kirche im WDR

 

 ARD - Das erste - Das Wort zum Sonntag vom 26. August 2006,
gesprochen von Burkhard Müller

 

 

Lesen sie auch: 7.9.2006 - Die Masken fallen -  Sacha Stawski und andere werden von Herrn Pleitgen und Herrn Nonnenmacher korrigiert und abgestraft.....

 
Paula Abrams-Hourani
----- Original Message -----
Sent: Friday, September 08, 2006 1:16 PM
Subject: Mahnwache der FISW-Brief an Aussenministerin Plassnik und oesterr EU-Abgeordnete

 
 Anlässlich der Mahnwache der Frauen in Schwarz (Wien):
 
 "Internationaler Schutz für die PalästinenserInnen
 
 Gegen den Staatsterror, das Morden und die ethnische Säuberung im Gazastreifen
 - Ein Krieg gegen Kinder"

 
 am Donnerstag, dem 7. September 2006, von 13 Uhr 15 bis 15 Uhr,  am Ballhausplatz in 1010 Wien, haben wir für Aussenministerin  Dr. Ursula Plassnik folgenden Brief abgegeben. Derselbe Brief  wurde per Post auch an die 18 österreichischen EU-Abgeordeneten  gesendet:


 


 FRAUEN IN SCHWARZ (WIEN)
 Kirchengasse 24/19, 1070 Wien
 
womeninblack-vienna@gmx.net
 www.fraueninschwarz.at
 
 
 
 
 Frau Bundesministerin
 Dr. Ursula Plassnik
 BM für Auswärtige Angelegenheiten
 Minoritenplatz 8
 1014 Wien
 7. September 2006
 
 
 
 Sehr geehrte Frau Bundesministerin!
 
 Wir sind zutiefst beunruhigt über Berichte verschiedenster humanitärer Organisationen und einiger  Mitarbeiter der Vereinten Nationen, wie Jan Egeland, dem Vizegeneralsekretär für Humanitäre Angelegenheiten und Koordinator für Nothilfe der Vereinten Nationen über die katastrophalen Zustände in den besetzten palästinensischen Gebieten und im Speziellen im Gazastreifen.
 
 Seit den demokratischen Wahlen der palästinensischen Regierung im Januar 2006 wird die palästinensische Zivilbevölkerung kollektiv von dem sie besetzenden Staat Israel in einem nie da gewesenen Grad unterdrückt. Der Gazastreifen ist konstant abgeriegelt, damit wird willentlich die Einfuhr von Nahrungsmitteln und Medikamenten verhindert und die medizinische Versorgung unmöglich gemacht. Tausende PalästinenserInnen sind im wahrsten Sinn des Wortes am Grenzübergang Rafah gestrandet und dürfen ihn in keiner Richtung überschreiten. Das bedeutet Verweigerung dringender medizinischer Behandlung, des Studiums an ausländischen Universitäten, der Abwicklung von Geschäften oder anderer Notwendigkeiten. Weil oft entsprechende medizinische Behandlungen in Gaza nicht möglich sind, wird es weiterhin viele - eigentlich vermeidbare - Sterbefälle geben. Die Grenze nach Ägypten wird  meist nur für ein, höchstens zwei Tage geöffnet. In solch unhumaner, erniedrigender Weise werden Menschen dort behandelt.
 
 Darüber hinaus greift die israelische Armee ständig den Gazastreifen mit Bombardements und Überfällen an, vor allem in den vergangenen Wochen während der „Operation Summer Rain“, als alle Augen auf den Libanon gerichtet waren. Auf diese Weise wurden wieder viele unschuldige und unbewaffnete ZivilistInnen getötet und verwundet. So wurden während der Monate Juli und August 251 Palästinenser in Gaza und der West Bank getötet - alle durch Schüsse israelischer Verteidigungskräfte - davon waren die Hälfte ZivilistInnen, einschließlich Frauen, Kindern und alte Menschen. Während des Libanon-Krieges wurden mehr PalästinenserInnen als Israeli getötet, obwohl die PalästinenserInnen weder an diesem Krieg beteiligt, noch in den Abschuss von Katjuscha-Raketen involviert waren. Brücken, Strassen, das wichtigste Elektrizitätswerk, Regierungs- und Universitätsgebäude wurden durch Bombardierungen zerstört. Seit Beginn der Offensive Ende Juni sind 700.000 PalästinenserInnen ohne Strom. Auch die Wasserversorgung für einen großen Teil der Bevölkerung ist zusammengebrochen.
 
 Wenn wir uns vor Augen führen, dass mehr als die Hälfte der Bevölkerung der Besetzten Gebiete unter 18 Jahren alt ist, muss nicht betont werden, weshalb Kinder vielfach die Opfer dieser beispiellosen Attacken sind.  Im aktuellen Fall wurde berichtet, dass seit 26. Juni 2006, 46 palästinensische Kinder von der israelischen Armee getötet wurden, ganz abgesehen von den Verwundeten oder Verstümmelten. Kinder, die unter einer solchen Unterdrückung aufwachsen, leiden nicht nur unter Traumata, es ist ihnen auch nicht möglich zu lernen, zu studieren - sie werden von allem ferngehalten, was auch nur im entferntesten einem normalen Leben ähnelt.
 Es liegt auf der Hand, dass solche unmenschlichen Aktionen zu keinem Frieden führen können, sondern nur zu noch mehr Gewalttätigkeit.
 
 Ich füge diesem Brief bei
 - zwei Berichte, einen vom Palestinian Centre for Human Rights und einen von Physicians  for Human Rights - Israel, die nach sechs Jahren erstmals die Erlaubnis bekamen nach Gaza zu reisen. Beide Berichte sind unglaublich schockierend;
 - den Bericht von Mr. Egeland, der bereits ausführlich in TV und Radio erwähnt wurde, 
 - neuere Statements der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden bezüglich Israels Kriegshandlungen im Gaza-Streifen,
 - sowie Artikel des führenden israelischen Journalisten Gideon Levy,
 des australischen Journalisten John Pilger
 und des israelischen Professors Ilan Pappe.
 
 Die "Frauen in Schwarz (Wien)" - Teil einer weltweiten Bewegung von Frauen für Frieden - haben seit über fünf Jahren gegen die israelische Besatzung palästinensischen Landes protestiert und regelmäßig Mahnwachen abgehalten, um die österreichische Bevölkerung über die verzweifelte Situation der unter dieser Okkupation lebenden PalästinenserInnen zu informieren. Wir haben vorige Woche eine Mahnwache „Krieg gegen Kinder“ abgehalten, um gegen das Töten und die Verhaftung palästinensischer Kinder zu protestieren:  laut Defence for Children International - Palestine Section befinden sich derzeit ca. 450 Kinder unter 18 in israelischen Gefängnissen. Heute stehen wir beim Ballhausplatz, um unsere tiefe Besorgnis über die verzweifelte Lage der palästinensischen Bevölkerung auszudrücken.
 
 Ich ersuche Sie, sehr geehrte Frau Bundesministerin, alles in Ihrer Macht Stehende zu unternehmen, um Israel zur sofortigen Beendigung der Abriegelung des Gaza-Streifens zu veranlassen, von Israel die Einhaltung des in der Vierten Genfer Konvention verbrieften Rechts auf Bewegungsfreiheit einzumahnen, und somit den Ausbruch einer humanitären Katastrophe im Gaza-Streifen zu verhindern. Darüber hinaus wollen wir unserer Hoffnung Ausdruck verleihen, dass internationaler Schutz - so wie im Südlibanon - auch in den Besetzten palästinensischen Gebieten  beschlossen werden möge.
 
 Es ist die Überzeugung von "Frauen in Schwarz (Wien)", dass nur eine vollständige Beendigung der israelischen Besatzung palästinensischen Landes zu einem dauerhaften Frieden führen wird.
 
 
 Mit bestem Dank für Ihre Bemühungen zeichne ich
 mit freundlichem Gruß,
 Paula Abrams-Hourani
 für: Frauen in Schwarz (Wien)

Sehr geehrte Frau Bundesministerin Wieczorek-Zeul,

 

Ich bin US-Amerikanerin, lebe seit fast 40 Jahren in Europa (ein Jahr in Deutschland und seither in Österreich), bin Jüdin und Friedensaktivistin für einen gerechten Frieden in Nahost. 

 

Durch meine Lebensumstände bin ich oft in Israel und in den letzten Jahren noch öfter in den besetzten palästinensischen Gebieten gewesen und habe mich über die unsägliche Lage der dort lebenden palästinensischen Bevölkerung gründlich informiert.  

 

Mit diesem Brief möchte ich Ihnen meinen persönlichen Dank für Ihre Kritik an Israel aussprechen.

 

Für viele Menschen ist es unverständlich, dass Israel offensichtlich Immunität gegen jedwede Kritik geniesst, obwohl das Land ständig gegen internationales Recht verstößt und Kriegsverbrechen und  Menschenrechtsverletzungen begeht.  Ich habe mich oft gefragt, weshalb das offizielle Deutschland  so einseitig über den israelisch-palästinensischen Konflikt urteilt und zu den unzähligen Verbrechen der Besatzung fast immer schweigt.  Durch Israels Kriegshandlungen im Libanon und seine Unterdrückung und Tötungen in den besetzten Gebieten, besonders im Gazastreifen, mit Waffen, die an  Menschen und Land große Zerstörung verursachen, wie die Streubomben im Libanon und andere die scheinbar toxischer Natur sind, sollte es für jede(n) Pflicht sein, darüber laut und offen zu berichten.

 

Ich gehöre einer wachsenden Zahl von Jüdinnen und Juden an, die die israelische Staatspolitik offen kritisieren, gerade weil wir um Israel Angst haben.  Wenn Israel in Palästina und im Libanon so weiter vorgeht, macht es sich nicht nur schuldig an Kriegsverbrechen, es wird auch eine echte Gefahr für die ganze Region und für den Weltfrieden.  Durch sein Handeln wird es auch für den wachsenden Antisemitismus verantwortlich sein, und gefährdet mit seinem wachsenden Militarismus seine eigene Zukunft. 

 

Es gibt keine militärische Lösung für einen Frieden im Nahen Osten - nur eine politische. Je öfter alle Parteien im Nahen Osten mit legitimer Kritik bedacht werden desto schneller wird ein Frieden erreicht.  Ich schäme mich, dass besonders in Deutschland, jede berechtigte Kritik an Israel von den offiziellen Stellen der jüdischen Gemeinden als antisemitisch verurteilt wird.   In diesem Zusammenhang sende ich Ihnen getrennt eine Erklärung der European Jews for a Just Peace.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

Paula Abrams-Hourani

Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost (Österreich)

Frauen in Schwarz (Wien)      

 

heidemarie.wieczorek-zeul@wk.bundestag.de

Kommentar - Ich bin erschüttert, die Bilder aus den Dörfern des Libanon zu sehen. Es drängt sich der Eindruck auf, dass es in Berlin oder Dresden ähnlich ausgesehen haben muss. Ich möchte nicht gleichsetzen, aber dass ein Staat im 21. Jahrhundert sich so benehmen kann, ist schon erstaunlich, ohne dass es zu einem Aufschrei der Weltgemeinschaft kommt. Man hat sich wohl an die israelischen Völkerrechts- und Menschrechtsverbrechen gewöhnt.  Vor unserem historischen Hintergrundwissen und der Aufgeklärtheit ist es sogar noch schlimmer. Liegt dies vielleicht daran, dass Israel einen großen Bruder hat, der seine Verbündeten zwingt, dem Verbrechen schweigend zuzusehen? Der amerikanische Kongress ist jedenfalls der Meinung, der die Aktionen Israels mit über 90prozentiger Zustimmung gutgeheißen hat. Haben nicht John Mearsheimer und Stephen Walt Recht, dass die Israellobby zum Schaden der amerikanischen Interessen bestimmt? Dass meine Landsleute jetzt auch noch Besatzungstruppen in den Libanon entsenden, damit die israelisch-amerikanische Allianz freies Schussfeld gegen Iran und Syrien hat, ist ein Bankrotterklärung aller "westlichen Werte". Wer Bush heute auf CNN gehört hat, muss über seinen Fanatismus entsetzt sein. Der US-Präsident benahm sich schlimmer als Osama Bin-Laden. Ein so genannter christlicher Fundamentalist ist zu allem entschlossen, sogar zum Schaden der amerikanischen Interessen, weil es Israel nützt. Wie lange wollen sich die US-Bürger das noch bieten lassen? Wie lange will die EU diesen Fanantiker noch folgen? Nicht der iranische Präsident ist eine Bedrohung des Weltfriedens, sondern US-Präsident George W. Bush. Ob dies Bundeskanzlerin Angela Merkel jemals wahrhaben will, ist bei ihrer außenpolitischen Einfältigkeit wohl nicht mehr zu erwarten. Oder steht sie immer noch unter der kompetenten Beratung von Henryk Modest Broder? W. Frankenberg

Leserbrief in der SZ v. 5./6. August 2006 (Nr. 179), Seite 20:

 Falsche Solidarität

  Ich schäme mich als deutsche Jüdin für die Untaten Israels. 

Gezielte Tötungen, Unterdrückung und Erniedrigung der 

palästinensischen Bevölkerung, willkürliche Landenteignungen,  Zerstörung der Infrastruktur, Sprengung von Häusern; hemmungsloser   Mauerbau, unmenschliche Grenzschikanen und jetzt noch die   Zerstörung des Libanon, die Tötung der UN -Beobachter, und die   Tötung von Zivilisten in Kana, unter ihnen viele Kinder. Alles wie  1996 gehabt! Diese Zivilisten hatten Zuflucht im Keller ihres   Hauses gesucht, aber nach zwei Stunden Bombardierung keine Chance,  dem Tod zu entkommen.

 Israel hätte längst Frieden mit Syrien machen können: nach Rückgabe   der Golan-Höhen. Und was ist mit den Atom waffen Israels? Was ist  mit den UN-Resolutionen, die jedes Mal durch die USA und durch   Israel blockiert werden? Wo bleibt die objektive Stellungnahme der   deutschen Politik anstatt der einseitigen Beurteilung der Lage   zugunsten Israels? Kein "falsches Wort", dann kommen die Schelten   des Zentralrats der Juden in Deutschland und der Antisemitismus   vorwurf gegen jedes kritische Wort.

 Unlängst hatte Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-  Zeul die Angriffe als "durch nichts mehr zu rechtfertigen"   bezeichnet. Ebenso Benita Ferrero-Waldner für die EU und die   Schweizer Außenministerin MichelineCalmy-Rey. Nach den Äußerungen   des Zentralrats müsste allen drei Damen der Rücktritt nahe gelegt   werden, dazu noch allen kritischen Journalisten und Kommentatoren   des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Das ist sicher nicht die  Aufgabe des Zentralrats. Meine Frage: Wer hat die große Anzeige   "Aufruf zur Solidarität mit Israel" bezahlt? Der Etat des   Zentralrats ist sicherlich nicht für solche Anzeigen gegeben worden.

 Umso erfreulicher ist, dass Thorsten Schmitz aus Israel über das   Häuflein Anhänger der Friedensbewegung berichtet. Sehr wichtig wäre   es aber auch, mehr Artikel von Uri Avnery und Gideon Levy aus  Haaretz abzudrucken. Außerdem möchte ich das Buch des   Friedensaktivisten Reuven Moskowitz "Der lange Weg zum Frieden"   empfehlen. Der Autor war 2003 Preisträger des Aachener   Friedenspreises und ist Mitgründer des Friedensdorfes Neve Schalom. 

 Ich vermisse eine deutsch-jüdische Initiative wie die israelische  Friedensbewegung anstatt Nibelungentreue und falsche Solidarität.

Evelyn Hecht-Galinski, Malsburg-Marzell
 

Herr Salomon Korn, von mir einst hochgeschätzt - durch seine Vermittlung wurde ich Mitglied bei der Christlich - Jüdischen Zusammenarbeit - hat mich tief enttäuscht.

Alle meine jüdischen Freunde sind entsetzt über den mörderischen Krieg, den Israel führte gegen den Libanon - genauso wie über die Zerstörung der Infrastruktur in Gaza und das tägliche Töten dort (auch im Westjordanland) durch die israelische Besatzungsarmee. Anstatt zu verhandeln, bombt, zerstört und tötet diese Armee. Der eine Soldat im Gazastreifen und die zwei in Libanon wären ohne Blutvergießen freigekommen - es sind 10.000 Gefangene in israelischen Gefängnissen - wenn ein Austausch stattgefunden hätte, wenigstens die 150 Frauen und die 600 Kinder ! Warum kritisiert Herr Korn nicht die israelische Regierung, die partout nicht mit "Terroristen" verhandeln will. Ist das kein Terror, weil er von Israel ausgeht ?

Ausserdem ist es Herrn Korn sicher nicht verborgen geblieben, daß sich mit ihm auch Herr Friedmann, ausgerechnet Herr Friedmann !! - über die angeblich "einseitige" Berichterstattung beschwert hat. Ich hatte fest geglaubt, mein "Mentor" Salomon Korn würde sich den vielen trefflichen jüdischen Kritikern des Vorgehens Israels anschließen. Schließlich war in der "Christlich - Jüdischen Zusammenarbeit" auch die Idee aufgekommen, einen Trialog mit den Muslimen anzubahnen. Und über allem den Menschen in dem Anderen zu sehen !

Wenn die Christlich - Jüdische Zusammenarbeit in Frankfurt/M hinter den Äußerungen des Herrn Korn steht, möchte ich mit Bedauern meine Mitgliedschaft aufgeben.

Mit freundlichen Grüßen

Ruth Asfour

FAZ vom 12.August 2006, Druckausgabe Seite 7, Politik

 ANZEIGE

 

Aufruf zur Solidarität mit Menschen in Not : im Libanon, Gaza und in Israel

 

Bomben im Libanon, Gaza und Israel sind keine geeigneten Mittel für Frieden, sie schaffen nur menschliches Elend und Hass.

 

Wir fordern die Politiker dringend auf, all ihren Einfluss auf die Regierungen geltend zu machen, um einen sofortigen Waffenstillstand zu erreichen und dann einen Frieden zu schaffen, der fundamentale Rechte eines anderen Volkes nicht verletzt.

 

Nur unter solchen Voraussetzungen können Gefühle, Fantasie und gegenseitige Achtung von Israelis, Palästinensern und Libanesen in neue, bisher undenkbare Welten führen und zusammenwachsen.

 

Uri Avnery, Tel Aviv                     Dr.Willy Rellecke

Aachener Friedenspreis                        Beirut

 Mitunterzeichner sind die offiziellen Vertreter von 7 christlich-muslimischen Kirchen im Libanon, die in dem arabischen Komitee für inter-religiösen Dialog zusammenarbeiten.

 Kamil Menessa             Haris Shehab      Abbas Halabi

(Catholic)                      (Maronite)          (Druze)

 

John Salmanian                  Dr.Michel Abs

(Armenia,Orthodox)             (Orthodox)

 

Dr.Ali Hassan                      Mohammad Sammak

(Shiite)                                 (Sunnite)

 

------------------------------------------------------------------------

Unterstützen Sie den Aufruf durch den Versand an die Bundeskanzlerin

Dr.Angela Merkel - 10557 Berlin

 

Samstag, 12. 8., 15 Uhr Demonstration

Treffpunkt vor dem Roten Rathaus, Neptunbrunnen (Nähe Alexanderplatz)

Die Demonstration wird von mehr als 50 Organisationen bzw. Bündnissen unterstützt, u. a. von der Achse des Friedens, der Friedenskoordination, dem Dachverband Arabischer Vereine, der Linkspartei.PDS , der WASG, ver.di Bezirksvorstand Berlin, Jüdische Stimmen für einen gerechten Frieden.

12. August: Internationaler Tag des Protestes und der Solidarität „Für einen sofortigen und bedingungslosen Waffenstillstand – gegen den Krieg in Libanon und Palästina" Demo in Berlin, 15 Uhr Rotes Rathaus

Wir fordern:

1. einen sofortigen, bedingungslose Waffenstillstand, der den vollständigen Rückzug der israelischen Truppen aus Libanon und dem Gaza-Streifen sowie die sofortige Einstellung jeglicher Kampfhandlungen aller Seiten beinhalten muss

2. umfassende humanitäre Hilfe einschließlich der Aufnahme von Verletzten und Kranken in Deutschland

3. die unverzügliche Einleitung eines politischen Verhandlungsprozesses zwischen allen Beteiligten für einen gerechten, dauerhaften und umfassenden Frieden auf der Grundlage aller diesbezüglichen UNO-Resolutionen

4. den unverzüglicher Stopp aller Waffenlieferungen in die Region des Nahen Osten einschließlich der deutschen Waffenlieferungen an Israel

5. die Gewährleistung der friedlichen Koexistenz eines unabhängigen und lebensfähigen Staates Palästina an der Seite des Staates Israel in sicheren Grenzen und ohne Bedrohung durch andere

6. die Rückkehr aller Flüchtlinge in ihre angestammten Orte im Südlibanon und ihre Entschädigung.

7. keine NATO-Truppen in den Libanon.

Auftaktkundgebung 15 Uhr vor dem Roten Rathaus (Neptunbrunnen), die Route führt über die Straße Unter den Linden, Friedrichstr., Leipziger Str. zur Abschlusskundgebung am Potsdamer Platz.

 

Andreas Friedrich

Irgendwie habe ich den starken Eindruck, dass in der oberen Hierarchiestufe der israelischen Politik, bzw. des Militärs von Tel Aviv so einiges durcheinanderläuft - oder die Welt seitens Tel Aviv bewusst belogen wird.

Am Donnerstag früh kam die folgende Meldung:
"Israel will seine angekündigte erweiterte Bodenoffensive offenbar noch einige Tage auf Eis legen.
Ministerpräsident Ehud Olmert habe entschieden, noch zwei bis drei Tage abzuwarten, um der Diplomatie eine Chance zu geben", verlautete aus Regierungskreisen.

Israels Kabinettsminister Rafi Eitan bestätigte dies indirekt im israelischen Rundfunk.
"Es gebe diplomatische Erwägungen", sagte Eitan.

Und nun ist überall von neuen Vorstößen der israelischen Armee zu lesen und zu hören, mit anderen Worten, "die Diplomatie ist am Ende", und mit ihr offenbar auch die UN, zumindst in diesem Falle.

Oder wie ist es zu interpretieren, dass ein gewisser Herr Olmert der ganzen Welt vorgaukelt, "der Diplomatie eine Chance geben zu wollen", im gleichen Moment aber die israelischen Truppen weiter in den Libanon vorstossen.

Entweder wird die ganze Welt von Herrn Olmert bewusst hinters Licht geführt, oder aber der Ministerpräsident in Tel Aviv hat von dem, was "seine Armee" macht, nicht die leiseste Ahnung.

Andreas Friedrich Düsseldorf den 10.8.2006  profi-reporte.de

Von unseren Partnern im Libanon The National Institution of Social Care and Vocational Training.
Ingrid Rumpf - irumpf(at)lib-hilfe.de



Tag 16...........

Jedes einzelne Dorf  im  Südlibanon und die Stadt Tyros  sind Ziel heftiger Bombardierung aus der Luft und von der See.

Um das Land zu lähmen und noch mehr Chaos und Leiden zu schaffen, werden vermehrt Lastwagen in den angeblich sicheren Korridoren angegriffen... Drei mit Gemüse beladene Lastwagen wurden gestern in der Bergstadt Dhour Chouir  bombardiert, auf der einzigen offenen Straße, die von dieser Region nach Beirut führt. In der Bekaa Ebene wurden drei weitere LKWs,  die medizinische Hilfe nach Beirut bringen sollten, beschossen. Einer der Fahrer wurde getötet.  „ Israel hat bis jetzt mehr als 450 LKWs beschossen,  egal ob sie fuhren oder geparkt waren“, sagte der Chef der LKW Fahrergewerkschaft. „Gezielt wird auf alles, vom Pick up mit einer Ladekapazität von 300 kg bis  zu großen mit 40 Tonnen“.

Die Regierung ist in Verhandlungen, damit UNRWA- und CARITAS- Fahrzeuge Hilfsgüter in die verwüsteten Gebiete bringen können, hauptsächlich zu den Menschen, die in den südlichen Lagern in der Falle sitzen und in die christlichen Dörfer im Süden, wohin viel Familien  geflüchtet sind und die  jetzt unter dem Mangel an Lebensmitteln, Trinkwasser und medizinischer Versorgung leiden.
Obwohl einige Flugzeuge mit Hilfsgütern auf dem Beiruter Flughafen gelandet sind, ist bis jetzt nicht sichergestellt, dass in den
Sicherheitskorridoren die Sicherheit auch garantiert ist.

Tausende Opfer und tausende grauenerregender Geschichten, die jeden mit Wut und Verzweiflung erfüllen.

Zahra war auf dem Weg ins Krankenhaus, aber ihr Baby kam vorzeitig auf  dem Rücksitz des Taxis zur Welt. Das Taxi geriet in einen
Luftangriff, in dem Zahras zwei Söhne und das Neugeborene, das kaum einen Blick auf diese irrsinnigen Welt erhascht hatte, im Bombenhagel starben. Die Mutter liegt  schwer verletzt im Krankenhaus in Tyrus, das Baby in einem winzigen Plastiksack zusammen mit anderen Toten in einem Kühl-LKW.

Im Beiruter Regierungskrankenhaus liegt die neunjährige Samah. Eine Splitterbombe hat ihrem  kleinen Körper unzählige schmerzhafte Wunden zugefügt, die sie keine Ruhe finden lassen. Ihre schwarzen Augen mit den langen Wimpern sind geschlossen, sie will nicht essen und nicht sprechen. Samah hat eine lange Reise unter großen Schmerzen hinter sich. Von ihrem Dorf im Süden wurde sie nach Tyrus ins Krankenhaus gebracht und von dort nach Beirut, wo schwere Fälle behandelt werden. Samah war im Hof ihres Hauses, als
ein Flieger Bomben abwarf. Die in den Hof stürzende Mutter fand ihren Onkel an Kopf und Brust  getroffen,  der Vater hielt Samah in seinen Armen, ihre älteste Tochter lag blutend auf dem Boden. Der
Vater ist  mit Samahs drei Geschwistern im Dorf geblieben, die Mutter ist mit Samah nach Beirut gegangen.

In einer überfüllten Schule saß die 80jährige Khadija und sah den Kindern beim Spielen zu, als eine Nachbarin ihr ein Stück Brot brachte und darauf bestand, dass sie es esse. Aber Khadija weigerte sich. Sie  zeigte auf die Kinder und sagte: „Sie kommen zuerst dran,
sie haben die Priorität.“ Khadija ist Diabetikerin und am rechten Auge hat sie eine bakterielle Infektion. Jetzt hat sie keine Medizin mehr. Vielleicht wünscht sie nur noch in Würde zu sterben und anständig begraben zu werden.

Ein ganzes Land mit allen seinen Bewohnern und allem, was darauf existiert, ist in Geiselhaft und wird Tag und Nacht von  Bomben werfenden Fliegern heimgesucht. Während die unschuldigen Menschen des Libanon ihr  Kreuz zu ihrer Kreuzigung schleppen, bestehen die USA auf ihrem NEIN zum Waffenstillstand und verschiffen weiter Waffen nach Israel.

Begreife es, wer will. Es gibt nichts mehr zu sagen. Vielleicht gibt es morgen einen neuen Tag.

NISCVT

 

 

Liebe Freunde,

hiermit möchten wir Euch darüber informieren, dass in der letzten Nacht

(24.7.06) das Flüchtlingslager Rashidiye aus der Luft bombardiert worden

ist und fünf Menschen verletzt wurden. Das Ziel war eine Bäckerei!

Vielleicht wurde dieses Ziel ausgesucht um sicher zu stellen, dass die

Menschen hungern oder weil Brot vielleicht eine neue Waffe geworden ist

in diesem barbarischen Krieg gegen alle menschlichen Werte. Nebenbei

bemerkt für all diejenigen, die sich sorgen machen um jene, die sie aus

Rashidiye kennen: Alle sind unverletzt. Jedoch musste Mariam ihr Leben

riskieren, um ihre Mutter nach Saida zur Dialyse zu bringen (solche

Geschichten sind überall alltäglich).

Alles was wir sagen ist bedeutungslos angesichts der Wirklichkeit, die

jenseits aller Vorstellungskraft liegt, die Dinge, die hier passieren

entbehren jeder Logik. Nirgends kann man eine Beschreibung in

irgendeiner Sprache oder in irgendeinem Wörterbuch finden, die die

Unmenschlichkeit dieser Situation beschreibt. Das Wort Terrorismus kann

die volle Bedeutung der laufenden Attacken nicht beschreiben, die auf

alle zielen, die Menschen zu helfen versuchen, ein Vernichtungsfeldzug

gegen Menschen und Schutzräume.

Der Libanon ist in kleine voneinander getrennte Stücke zerschnitten,

was es extrem schwierig macht, Menschen und Material zu bewegen.

Die Solidarität unserer Freunde ist in diesen Tagen überlebenswichtig,

vielleicht so wichtig wie Essen und Medizin. Es ist mehr als dringlich,

weiter auf jedmögliche Art und Weise Druck auf Eure Regierungen zu

machen, auf die USA, auf Israel, auf die Vereinten Nationen, um den

Wahnsinn sofort zu stoppen. Es ist höchste Zeit, dass die -Freie Welt

es den schwachen Länder ermöglicht, einige der Menschenrechte zu

praktizieren, deren Theorie sie mit viel Geld gelehrt worden sind.

Wie Ihr wisst, haben viele Familien in den Flüchtlingslagern Schutz

gesucht und es ist dringend nötig, die UNRWA in die Lage zu versetzen,

diese Camps, vor allen Dingen im Süden, zu erreichen, um Essen und

Medikamente zu liefern.

Kassem kommt gerade von einem Treffen, wo er erfahren hat, dass

sämtliche Straßen in den Süden zerstört sind und kein UNRWA-Lastwagen

mehr durchkommen kann. Die einzige Möglichkeit ist von Beirut übers Meer

zum Hafen von Tyrus. Aber dies muss mit den Israelis abgesprochen

werden, damit sie eine sichere Route für die Transporte gewährleisten.

Bitte, lasst es alle Welt wissen, dass die Hospitäler im Süden nicht

mehr in der Lage sind, mit der Situation fertig zu werden, ihnen fehlt

es an Allem, was sie an medizinischer Ausrüstung benötigen, sogar an

Plastiksäcken für die Leichen.

In Zusammenarbeit mit den Nichtregierungsorganisationen werden täglich

Treffen mit den Vertretern der Volkskommittees der Flüchtlingslager

abgehalten, um die gangbarsten Möglichkeiten für Hilfsaktionen für die

Vertriebenen und die in Not geratenen zu beschließen. Denn es gibt jetzt

keine Arbeit mehr, die Menschen haben kaum Geld, besonders die

Tagelöhner. Andererseits müssen wir uns vergegenwärtigen, dass wir

bereit sein müssen, um die die Palästinenser aus den Lagern im Süden in

Empfang zu nehmen, wenn Israel die Evakuierung der Flüchtlingslager

anordnet. Dann wird es ein Disaster geben.

Jedoch, wir überlegen, dass die Familien auf die NGOs entsprechend deren

Fähigkeiten verteilt werden. Wir von BAS sind bereit, mit Eurer Hilfe

die Verantwortung für 3000 Familien zu übernehmen, 1000 unserer eigenen

Familien und 2000 Familien, die von verschiedenen Lagern kommen werden.

Wenn wir jeder Familie 100$ zuteilen könnten, wäre das eine große Hilfe.

Natürlich können wir keine genauen Zahlen angeben, da sie sich täglich

ändern. 3000x100$ = 300.000$ hoffen wir, zur Verfügung stellen zu können.

Vielen Dank und herzliche Grüße

National Institution of Social Care and Vocational Training

Spenden bitte unter dem Stichwort "Libanonkrieg" auf das

Konto "Flüchtlingskinder im Libanon e.V."

Kto.-Nr.: 6337007

bei Volksbank Reutlingen, BLZ: 640 901 00

 

Jerusalem, 26.Juli 2006

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

 

als Journalist (Das Parlament, KNA, Rhein. Merkur, DIE TAGESPOST, DOMRADIO Köln, Aachener Zeitung, etc.) hier in Jerusalem verfolge ich mit großer Sorge den Krieg im Libanon und die Raketenangriffe auf Nordisrael.

Selbst war ich erst letzte Woche im Gaza-Streifen, und habe das Elend dort gesehen.

 

Bitte seien Sie mutig - stoppen Sie Israel in seinem Kollektivkrieg gegen das gesamte libanesische Volk! Stoppen Sie die Hizbollah!

 

Warum hat Israel das Verhandlungsangebot der Hizbollah genauso abgelehnt wie das der Hamas? Muss man dafür einen Flughafen kaputt schießen? Oder das einzige Elektrizitätswerk des Gaza-Streifens?

 

Wer jetzt Freund Israels sein will, der muss Israel auf die Finger hauen. Israel zerbombt Stunde für Stunde den immer kleiner werdenden Rest an Glaubwürdigkeit, den es vielleicht noch in der arabischen Welt hat. Friedliche Absichten hat in der arabischen Welt dem Staat Israel ohnehin fast niemand zugetraut - aufgrund eigener leidvoller Erfahrungen.

 

Israel fordert vom Libanon die Umsetzung der UN-Resolution 1559? Wie bitte? Israel spielt sich plötzlich als Schiedsrichter der UN auf, wo es doch selber nie etwas von UN-Resolutionen gehalten hat. Die Resolution 242 etwa wartet seit 39 Jahren auf die Umsetzung. Israel jedoch fühlt sich nicht angesprochen.

 

Wenn wir nicht bald damit anfangen, dieselben Maßstäbe an die arabische Welt und an Israel zu legen, verlieren auch wir bald unsere Glaubwürdigkeit in der arabischen Welt. Und nicht nur dort. Sondern überall dort, wo wir gerne Demokratie und Freiheitlichkeit sehen würden.

 

4. Genfer Konvention, internationales humanitäres Recht und Menschenrechte - Israel setzt sich ständig darüber hinweg. Und wir schweigen. Anstatt zu mahnen und einzufordern. Auch wir untergraben damit den Wert dieser Rechte und Werte.

 

Haben Sie Mut, Herr Köhler und werden Sie deutlich. Stehen Sie ein für Menschenrechte und 4. Genfer Konvention! Sprechen Sie sich aus gegen Kollektivstrafen! Vielleicht wird unser Freund Israel beleidigt sein - dafür werden Sie in mindestens 22 arabischen Staaten, weiteren muslimischen Ländern sowie vielen Entwicklungsländern Freunde und Ansehen gewinnen.

Wenn man dem Freund Israel nicht einmal die Wahrheit sagen kann, was ist das dann für ein Freund?

Ich wünsche Ihnen den Mut, Klartext zu reden. Es geht um die Existenz und die Moral Israels. Es geht um das Lebensrecht des palästinensischen Volkes. Und um das Überleben des einstmals christlichen Libanon, wenn nicht auch um das der Christen im ganzen Nahen Osten! Nach sechs Jahren im Nahen Osten muss ich Ihnen auf die Frage "Was gibt dem islamischen Fundamentalismus die meiste Nahrung?" die Antwort geben:

 

- die israelische Besatzung palästinensischen Landes

- die Politik des "Christen" George W. Bush

 

Wenn wir durch Wegschauen oder Eintreten die Politik des "Christen" George W. Bush unterstützen, spannen wir das zerbrechliche Verhältnis von Christen und Muslimen im Nahen Osten weiter an. Für nicht wenige Muslime hat seit dem Amtsantritt von Bush die Zeit der Kreuzzüge wieder begonnen.

 

Uri Avnery, der führende israelische Friedensaktivist, hat mir auf der großen Friedensdemo am letzten Samstag in Tel Aviv mit 5000 Menschen (nur die Aachener Zeitung und das DOMRADIO interessierten sich dafür) seine tiefe Enttäuschung über die Tatenlosigkeit der deutschen Bundesregierung zum Ausdruck gebracht. Yitzah Laor, ein israelischer Schriftsteller - bekannt für seine deutlichen Worte - hat mir gesagt: "Europa? Was soll Europa schon tun? Es steckt doch tief im Arsch der Vereinigten Staaten!"

Die bisherige Politik der Bundesregierung und der EU haben alles andere als das israelische Friedenslager gestärkt. Und Tag für Tag sprechen sich mehr israelische Professoren, Journalisten und Friedensaktivisten gegen die israelische Politik aus. Kommt das in Deutschland an?

 

Es grüßt Sie 

in tiefer Sorge und großer Enttäuschung über das Billigen, Schweigen und Zusehen Deutschlands

 

Johannes Zang

Jerusalem


www.jerusalam.info

Eilige Bitte um Unterstützung!

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

seit rund zwei Wochen laufen die fürchterlichen Kampfhandlungen zwischen Israel, Libanon und Teilen der besetzten palästinensischen Gebiete. Hunderte von Menschen wurden bereist getötet oder verwundet, lebenswichtige Infrastuktur vernichtet. Zwar ist Außenminister Steinmeier auf diplomatischer Mission im Nahen Osten unterwegs. Was aus politischen Quellen zu den Ereignissen zu hören ist, bleibt verschwommen. Zwar ertönt das Wort Waffenruhe, aber sie wird an Bedingungen gebunden, von denen jeder weiß, dass sie nicht leicht zu erreichen sind. Inzwischen geht das Töten weiter. Die Bundesregierung spielt mit. Sie unterläßt, was man als das Mindeste und Naheliegendste von ihr erwarten kann: zu fordern, dass die Kampfhandlungen sofort gestoppt werden.

Prof. John Neelsen, Uni Tübingen und die beiden Botschafter a.D., Dr. Dieter Winter und Dr. Arne C. Seifert, schlagen daher vor, Bundeskanzlerin Merkel und Außenminster Steinmeier in einem Brief aufzufordern, dass die Bundesregierung unverzüglich zur sofortigen Beendigung der Kriegshandlungen aufruft (siehe unten).

Die Initiatoren würden es begrüßen, wenn dieser Offene Brief durch eine Reihe von Wissenschaftlern, früheren Diplomaten, Friedensaktivisten und anderen besorgten Menschen mitgetragen würde.

Ich möchte hiermit der Bitte von John Neelsen (bei dem ich früher in Tübingen Soziologie studiert habe) folgen und über meine eigene Unterschrift hinaus auch versuchen, weitere Unterstützer(innen) für diesen Appell zu gewinnen. Wie die meisten Texte in diesem Konflikt wird auch dieser nicht auf hundertprozentige Zustimmung stoßen. Aber ich hoffe, dass der Gedanke an den Zweck und die Adressaten die Zustimmung erleichtern wird.

Angesichts der schnellen Entwicklungen in der Krisenregion eilt die Absendung des Briefes. Er soll bereits am Donnerstag in die Post gehen. Das bedeutet, dass Rückmeldungen am besten bis Mittwoch, spätestens aber im Laufe des Donnerstagvormittag eingegangen sein müssen.

Unterzeichner(innen) sollen bitte per E-Mail neben ihrer Zustimmung ihren Vor- und Familiennamen, Titel und/oder akademischen Grad und Wohnort an folgende Adresse rückzumelden:

Dr. Arne C. Seifert - E-Mailadresse: A.u.P.Seifert@t-online.de

In der Hoffnung auf eine breite Unterstützung dieser privaten Initiative verbleibe ich mit herzlichen Grüßen Michael Schmid

==================

Krieg in Palästina, Libanon und Israel

Offener Brief von Wissenschaftlern, früheren Diplomaten und Friedensaktivisten an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Steinmeier

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

zutiefst beunruhigt von der Kriegssituation zwischen Israel, Libanon und Teilen der autonomen palästinensischen Gebiete, insbesondere Gaza, wenden wir, Wissenschaftler, frühere Diplomaten und Friedensaktivisten, uns an Sie mit der Aufforderung, von Ihrer außen- und sicherheitspolitischen Richtlinienkompetenz als Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland Gebrauch zu machen, um eine sofortige Einstellung aller militärischen Kampfhandlungen zu erwirken. Bis zum 24. Juli, als wir uns zu diesem Brief entschlossen, haben Sie in dem seit Beginn der militärischen Handlungen verstrichenen Zeitraum die kriegführenden Seiten nicht einmal zu jenem Minimum aufgefordert, welches aus mitmenschlicher Verantwortung von Ihnen erwartet werden muß: Die sofortige Einstellung aller Kampfhandlungen, um das Leben der Zivilbevölkerung nicht länger zu gefährden. Dies zu tun, wäre die oberste Pflicht der Regierung der Bundesrepublik Deutschland, wie immer die politische Verantwortung für die Auslö sung der aktuellen Kampfhandlungen zu bewerten ist.

Wir beobachten mit Sorge in der Nahostpolitik der Bundesregierung eine Tendenz, dieses oberste Prinzip taktischen Erwägungen im transatlantischen Bündnis hintan zu stellen. Und das in einer Situation, wo in den Kriegs- und Konfliktschauplätzen des Nahen und Mittleren Ostens, bis hin nach Afghanistan, das Opfern von Zivilbevölkerung zur bewußten Waffe wird. So verhalten sich inzwischen nicht nur "Terroristen" und Widerstandsbewegungen, sondern auch Staatsführungen, welche Sie zu Ihren engsten Verbündeten zählen. Deutschland hat allen Grund, sich in diese Blutspur nicht hineinziehen zu lassen.

Von Ihnen, Frau Bundeskanzlerin, erwarten wir eine konsequente Friedenspolitik. Gegenüber einer Politik, die das Opfern von Zivilbevölkerung in ihr Kalkül zieht, darf es keine Toleranz geben. Wir erwarten dies als Deutsche, die zum Teil noch erlebten, dass von deutschem Boden Kriege ausgingen, und die in ihren ersten Lebensjahren traumatische Erfahrungen mit Bomben und Luftschutzbunkern machen mußten.

Frau Bundeskanzlerin, wir rufen Sie auf, sich für die sofortige Beendigung der Kriegssituation zwischen Israel, Libanon und Teilen der autonomen palästinensischen Gebiete, insbesondere Gaza, einzusetzen. Unterstützen Sie die Vorschläge des Generalsekretärs der Vereinten Nationen gegenüber dem Sicherheitsrat vom 20. Juli 2006, in denen er fordert:

- den vorsätzlichen Beschuß israelischer Bevölkerungszentren durch Raketen der Hisbollah und die unverhältnismäßige Gewaltanwendung und kollektive Bestrafung der libanesischen Bevölkerung durch Israel gleichermaßen zu beenden;

- die willkürliche und unverhältnismäßige Gewalt im israelisch-palästinensischen Konflikt unverzüglich einzustellen;

- die Bemühungen von Präsident Abbas zu unterstützen, die palästinensische Seite zu einer Regierung der nationalen Einheit zu bewegen, welche die Prinzipien des Nahost-Quartetts unterstützt;

- Israel solle einseitige Handlungen unterlassen, durch welche ein endgültiger Friedensstatus präjudiziert werde, und sich den Friedensverhandlungen wieder anschließen;

- die internationale Gemeinschaft müsse sich der Palästinafrage entschlossen und kreativ annehmen und einen umfassenden Frieden im Nahen Osten herbeiführen.

Letzteres ist das übergreifende und entscheidende Kriterium für jedwede Friedenspolitik gegenüber dem israelisch-palästinensischen Konflikt. Die Perspektive für Israels Existenz im Nahen Osten liegt auf lange Sicht nicht in militärischer Überlegenheit, sondern in dessen Fähigkeit, sich in die Region einzupassen und das Stigma zu widerlegen, es sei der "Stachel des Westens im Fleische" des arabischen, islamischen Nahen Ostens. Dabei sollte deutsche Nahostpolitik helfen. Eine möglichst umgehende Zweistaatenlösung zwischen Israel und Palästinensern auf der Grundlage der Grenzen von 1967 und ein vereinbarter Modus vivendi zwischen diesen Staaten könnten nicht nur die Akzeptanz von Israels Existenzrecht in der Region dauerhaft verankern, sondern auch den Weg zu friedlicher Koexistenz mit seinen Nachbarn öffnen.

Gezeichnet:

Prof. John Neelsen, Tübingen;

Dr. Arne C. Seifert, Botschafter a.D., Groß Fredenwalde;

Dr. Heinz-Dieter Winter, Botschafter a.D., Deutsch Boden;

 

 

Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V., Bubenhofenstr. 3, 72501 Gammertingen, Tel. 07574-2862, E-Mail info@lebenshaus-alb.de, Internet www.lebenshaus-alb.de

Israel der falsche Adressat – wirklich?

Zum Leserbrief von W. F. (DIG) - eine Gegendarstellung  von  Ellen Rohlfs, Mitglied der israelischen Friedensgruppe Gush Shalom und Übersetzerin der wöchentlichen Artikel von Uri Avnery

 

Verschiedene Leute, die es eigentlich wissen sollten, reden darüber, dass Ursachen und Wirkungen nicht verwechselt werden dürfen. Vollkommen richtig.  Wo liegen aber nun die  eigentlichen Ursachen des Nahostkonfliktes, auch der jetzigen Eskalation, des 2.Libanonkrieges?

Dazu müssen wir  etwas weiter auch in unserer Geschichte zurückgehen:  im Rahmen eines Leserbriefes kann dies aber  nur stichwortartig geschehen: die Ursachen, die Wurzeln des Konfliktes liegen in Europa, besonders im Deutschland des vorletzten und letzten Jahrhunderts: Nationalismus, britischer Imperialismus und Kolonialismus, Antisemitismus, Zionismus, Rassismus, Nationalsozialismus, Holocaust. All dies führte  zu einem  neuen, sich europäisch gebärdenden Staat – Israel - in einer völlig anderen kulturellen Umwelt, die sich mit dieser  für sie kolonialen Erscheinung ( 1948) auf 78 % Palästinas nicht einverstanden erklärte – denn dass es ein von ihrem jüdischen  Gott vor 3000 Jahren nur für sie verheißenes Land sei, „wie sollte dies die Araber interessieren?“ gab sogar Ben Gurion 1956  ganz richtig gegenüber Goldmann zu .

Um dies verständlicher  zu machen,  ein Beispiel: wenn  - sagen wir mal in Ostriesland – plötzlich Saudi-Arabien oder Südafrika um 1900 eine  muslimische Kolonie mit Arabern oder Afrikanern hätte gründen wollen : die Bewohner, die Ostfriesen, wären auf  einmal zu Menschen  3. Klasse degradiert  und nach und nach von ihrem Land vertrieben worden? Hätten sie das einfach so hingenommen? Wären die umliegenden deutschen Fürstentümer  damit einverstanden gewesen?

Die weitere Ursache des Konfliktes ist die Besetzung der restlichen 22 %  Palästinas, 1967. Die israelische Besatzungsmacht  hat im Laufe von 40 Jahren peu á peu den Bewohnern dieses Rest-Palästinas weiter Land genommen, um jüdische Siedlungsstädte, ein  modernes breites Verkehrsnetz „nur für Israelis“ zu bauen, den größten Teil ihres Wassers – auch für Swimmingpools – weggenommen, dass der Bevölkerung kaum mehr das Trinkwasser bleibt, geschweige denn etwas für  Bewässerung in der Landwirtschaft,  sie hat zig Tausende von Fruchtbäumen (!!)  aus fadenscheinigen Gründen zerstört; sie hat  eine 8-10 Meter hohe Mauer bzw. Elektrozaun von 10 m Breite auf einer 50-100 Meter breiten Schneise quer durch das ganze Land als angeblichen Sicherheitszaun  gezogen, der aber eine neue  politische Grenze werden soll, der die Menschen von ihrem  bis dahin landwirtschaftlich genutzten Land, ihren Familien,  Schulen, Krankenhäusern, Arbeitsstellen, Kirchen, Moscheen und Friedhöfen  trennt; sie hat quer durchs Land  zig Kontrollstellen  eingerichtet – einige  davon inzwischen riesige Terminals  wie Tore zu Hochsicherheitstrakts - wo die Bewohner in unglaublich demütigender Weise behandelt, oft verhaftet, auch erschossen werden......diese unmenschliche, brutale Behandlung der Palästinenser, die zum größten Teil nun in kleinen, gefängnisartigen Enklaven leben, die sie kaum verlassen können und in denen sie trotzdem zu keinem Zeitpunkt mehr sicher , sondern fast täglich  Überfällen von israelischen Soldaten oder Siedlern ausgesetzt sind, bes. in Hebron; die bewusste aber willkürliche Zerstörung der Infrastruktur;  die Nichtbeachtung der Menschenrechte  und UN-Resolutionen  ...  Das Leben  wird ihnen – nicht nur den  mehr als 9 000  meist politischen Gefangenen in Israels Gefängnissen, davon seit 29 Jahren auch libanesische (!!) Gefangene –  unerträglich gemacht, inzwischen  gibt es 4000 Tote und  über 56 000 Verletzte in den letzten  knapp 6 Jahren , dass immer mehr Israelis  nicht nur von einem Politizid , sondern schon von einem Genozid des palästinensischen Volkes reden. (dies ist dokumentiert): der Gazastreifen ist trotz Abzug  der Siedler besetzt geblieben – die Besatzer kontrollierten alle Grenzen nun von außen; die drei Zugänge waren meist geschlossen. Wundert  sich da jemand über Widerstand?

Hier liegen die Ursachen  des meist gewaltlosen Widerstandes gegen die Besatzung, aber auch der Qassam- und Katjuscha-Raketen, die gewiss leider auch tödlich sein können, --- aber in ihrer Wirkung überhaupt nicht mit den Folgen der Militäraktionen der  israelischen Militär-Maschinerie verglichen werden können. Diese ist von den USA  mit den höchst entwickelten, auch mit international geächteten  Waffen ausgerüstet.  Die unglaubliche Asymmetrie in der Auseinandersetzung zwischen den Konfliktparteien wird in unsern Medien so gut wie nicht erwähnt – nur Israel ist das Opfer.

 Auch die Gefangennahme von 3 israelischen Soldaten durch die Hamas bzw. Hisbollah sind nicht die Ursache des Konfliktes, sie war der letzte Vorwand für seit Jahren geplante Militärschläge zur angeblichen Verteidigung der Grenzen, zur Zerschlagung der  sog. Terrorinfrastruktur – d.h. Zerstörung von Kraftwerken, Straßen, Brücken,  Flughäfen , was vor allem die Zivilbevölkerung hart und zum Teil auch  tödlich trifft.  Haben Palästinenser kein Recht auf ein Land in sicheren Grenzen?  Wieso darf Israel  ungestraft täglich Palästinenser gefangen nehmen und jahrelang ohne Gerichtsverhandlung im Gefängnis festhalten?  Von diesen Gefangenen hören wir nichts, wissen keine Namen --- ist nur der Israeli  Gilad Shahit ein Mensch? Rassismus? Doppelmoral?

 

Nicht  die Existenz Israels , der viertgrößten Militärmacht der Welt, ist in Gefahr - die USA stehen hinter ihr .  Wer  aber meint, als Freund  oder auf Grund unserer obszönen Geschichte, dem jüdisch-israelischen Volk beistehen zu müssen, wer nicht will, dass  Israel  sich selbst zerstört,  der muss es zur Mäßigung und zur Vernunft aufrufen.  Kein Volk - auch Israel nicht - kann und darf  das Land seiner Nachbarn  egal aus welchem Grund  in Schutt und Asche legen, seine Menschen  umbringen und verhungern lassen . Es gibt nur einen Weg  gerade auch zur Existenzsicherung Israels: dieses dazuzubringen, mit den politischen Vertretern all seiner Nachbarn, die Israel  mit seiner  seit über 60 Jahren kolonialistischen Politik sich zu Feinden statt zu Freunden gemacht hat, auf gleicher Augenhöhe zu verhandeln  - auch mit der demokratisch gewählten Hamas.

 

 Weltweiter Hass machte sich in großen Demonstrationen der letzten Woche in vielen Städten der muslimischen   Welt , aber auch in den USA und Europa – völlig verständlich – breit. Der Westen, auch Israel,   muss endlich begreifen, dass man mit rassistischer Überheblichkeit  und überzogener Gewalt als Supermilitär-, ja  als Atommacht und militärischer Stützpunkt der USA, gegenüber der islamisch-arabischen Welt wie  Afghanistan,  Irak,  Libanon und  Gazastreifen kein einziges Problem löst, auch nicht den Widerstand unterdrückter, gedemütigter Völker bricht – im Gegenteil, diesen Widerstand sich in Terror verwandeln lässt, ja, ihn  nährt und global zu verbreiten hilft. Sollten wir daran Interesse haben?

 Vielleicht aber ist die Rüstungsindustrie der Großmächte daran interessiert –  unsere Interessen  und das Leben der  Menschen im Nahen Osten sind ihr dabei gleichgültig. Also liegen Ursachen des Konfliktes  auch hier  - nach  belegten Gesprächen die schon 1996 mit Nethanyahu in den USA mit Neo-Cons u.a. stattfanden, die ihm halfen, den schon siechenden Oslo-Friedensprozess völlig umzubringen und dann die nächsten Konflikte vorbereiteten ...

 

 In Tel Aviv  haben am Samstag  ca 4000 Menschen – Israelis und Palästinenser aus Israel von 12 Friedens- und Menschenrechtsgruppen  organisiert– ihre Regierung zur Beendigung der Gewalt im Libanon und in den besetzten Gebieten aufgerufen. Es gab sogar Stimmen, die ihre Regierung der Kriegsverbrechen angeklagt haben.

Der Adressat, die israelische Regierung, war jetzt und  hier absolut richtig

mehr Texte

 

Start | oben

Mail           Impressum           Haftungsausschluss                Honestly Concerned  + Netzwerk        The "best" of  H. M. Broder            Erhard  arendt art