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"Wir müssen die Integrität unserer Bewegung schützen, und dafür müssen wir darauf achten, dass die, denen wir eine Plattform bieten, auch tatsächlich deren Prinzipien vertreten." - "Die deutsche Palästina-Solidarität sollte sich auch überlegen,  ob sie sich die richtigen Personen als "Partner"ausgesucht hat. Auch  sollte man wahrnehmen, was manche, auf Kosten anderer, zur Pflege des Egos betreiben"
 


Fakten zu Reuven Jisroel Cabelman

Herausgeber von "Der Israelit" - Vertreter von Neturei Karta für den deutschsprachigen Raum - Die deutsche Stimme Gottes


 

Reuven Cabelman ist mir durch einen umfassenden e-mail wechsel bekannt. Anfänglich habe ich seine recht gut geschriebenen Texte gerne veröffentlicht.

Kritisch wurde ich, als auf einer Partnerseite von ihm, von Neturei Karta das Buch eines Neonazis Dr.  Claus Nordbruch  verlinkt wurde. Das kritisierte ich, ich teilte ihm mit, dass ich unter diesen Bedingungen mich von Neturei Karta und ihm distanzieren muss.

Daraufhin machte er mit einer e mail die Trennung leichter:

Betreff:

Re: Semit in Williamsburg

Datum:

Tue, 19 May 2009 13:23:51 +0200

Von:

nk <neturei-karta.antwerpen@skynet.be>

An:

Erhard Arendt <art@arendt-erhard.de>

(...) Erstens kann und will ich meinen Freunden in New York nicht in ihr "Tagesgeschäft" reinreden und zweitens ist das Buch, das Nordbruch geschrieben hat, für uns nützlich und den deutschen Leser aufklärend.
Zur Entstehungsgeschichte kann ich Ihnen mitteilen, dass sich Nordbruch mit Hersh Lowenthal von Natruna/JAZ in NY in Verbindung gesetzt hat, damit er in seinem Buch authentisch nachweisen kann, dass es einen Unterschied gibt zwischen den an den Machthebeln sitzenden schreienden Zionisten und den bisher eher verhaltenen und leisen "ultra-orthodoxen" Juden. Diese 22 Seiten, die dort auf unserer Webseite als Auszug aus seinem Buch veröffentlicht sind, machen daher auf mich einen seriösen Eindruck (wenn man von kleinen Fehlern einmal absieht, die jedoch für den unkundigen Leser nicht ins Gewicht fallen) und beschreiben den Sachverhalt durchaus korrekt. Und darauf kommt es an!

(...)  in der Auseinandersetzung mit dem Zionismus kann und darf es für uns als orthodoxe Juden jedenfalls keine Grenzen nach partei-politischen oder weltanschaulichen Maßstäben geben. Ein Linker hat uns genauso "lieb" oder "unlieb" zu sein wie ein Rechter, auch wenn wir - wie gesagt - im Einzelfall durchaus andere persönliche Vorlieben haben mögen. Wir haben die Erfahrung damit, dass wir durch genau dieses offene Verhalten - wenn Sie wollen können Sie es auch "Taktik" nennen - zur Verminderung von Antisemitismus konkret beigetragen haben. Sobald die Leute begreifen, dass der Zionismus eben nicht das Judentum repräsentiert, wird der unterschwellige oder offen zu Tage tretende Antisemitismus bereits reduziert. Dass Nordbruch darüber hinaus ein weißer Rassist ist, spielt in der Auseinandersetzung mit dem Zionismus eine untergeordnete Rolle, wenngleich ich dies persönlich bedaure. Doch unsere Aufgabe ist nicht die, dies zu kritisieren, weil wir den Rassismus des Zionismus zu bekämpfen haben. Wir richten unser Augenmerk sozusagen nach innen und nicht nach außen. Wir empfinden uns nicht als "Weltverbesserer" mit revolutionärem Anspruch, sondern gehen den Weg der Thora, die uns angewiesen hat mit ALLEN Völkern und Menschen in Friede und Harmonie auszukommen. D
en Streit mit Nordbruch oder den Kampf gegen ihn und seinen Rassismus müssen andere führen, sofern sie dies wollen, jedoch nicht wir.

(...) Ich hatte es im Zusammenhang mit Eussner einmal geschrieben, dass eine unserer Delegationen bereits 2001 (wenn ich mich jetzt nicht im Datum irre) im Iran war. Damals - und Ahmadinedschad war zu dieser Zeit noch lange kein Präsident - saßen mehrere Juden wegen Spionage für "Israel" im Knast. Einige Monate nach unserem Besuch dort wurden die ersten entlassen und am Ende kamen alle - G-tt sei es gedankt - frei. Auch derlei Dinge kennzeichnen unsere "Strategie", die so alt ist, wie das rabbinische Judentum selbst.
Selbst mit den größten Antisemiten und Rassisten haben wir im Laufe unserer Geschichte "zusammen arbeiten" müssen, um uns zu schützen und uns von Diskriminierungen befreien zu können. Und im Grundsatz hat sich daran nichts geändert, auch wenn die Welt insgesamt freier und liberaler geworden ist, doch wer weiß, was morgen sein wird? Wenn wir diesen Weg verlassen würden, wären wir den Zionisten gleich.
(...)
Wir setzen damit Signale und entdämonisieren angebliche oder vermeintliche "Feinde". Für uns, das Judentum, das jüdische Volk ist dieses Konzept und diese Verfahrensweise darum sehr nützlich und absolut nicht schädlich. Sie beurteilen dies aus Ihrer Perspektive anders, doch wir müssen das Gesamtbild sehen und nicht nur einen Ausschnitt davon und deshalb können und müssen wir es uns "leisten" auch mit Personen in Beziehungen oder ins Gespräch zu kommen, die Ihnen oder auch mir persönlich nicht behagen. Doch im konkreten Fall hat Nordbruch einfach eine gute Arbeit abgeliefert (...) Beste Grüße nach Dortmund! Reuven

Das Original liegt vor.

 


Mehr als zu kritisieren ist Neitura Karta auch für die Teilnahme an der "Holocaust Konferenz" in Teheran.


Der Iran wird dämonisiert und deswegen verteidige ich ihn wo es sein muss, liebe das Land, die Menschen.

Eindeutig präsentiert sich Ahmadineschad aber als Holocaustleugner.

Die Frage, "Erkennen Sie an, dass es einen Holocaust gegeben hat", beantwortet Mahmud Ahmadinedschad nicht mit ja oder nein.

Eigentlich ist seine "Botschaft" eindeutig.
"Ihr verleugnet die Nakba der Palästinenser, warum sollen wir den Holocaust anerkennen?"

Einen Spiegel hält er uns vor, wenn er sagt:
"Schauen Sie, meine Ansichten sind ganz klar. Wir sagen, wenn der Holocaust passiert ist, dann muss Europa die Konsequenzen ziehen und nicht Palästina dafür den Preis zahlen."

Das ist richtig, die Fragestellung ist sicher zu begrüßen.

Den Holocaust in Frage zu stellen, glauben er müsse erforscht werden ist aber unsinnig. Kaum ein Verbrechen ist so ausführlich dokumentiert und untersucht worden. Hier treibt er sein Spiel zuweit.


Er arbeitet aber mit Neonazis zusammen, unterstützt sie, veranstaltet mit ihnen eine Konferenz,
mitten dazwischen Neturei Karte,
mehr dazu >>>

 

 

 

Reuven Cabelman, der deutschsprachige Vertreter von Neitura Karta in Europa, meint:

"Dieser “Staat Israel” muss auf rasche und friedliche Weise aufgelöst werden. Die von dort ausgehende Gefahr kann nicht mehr verantwortet werden."

 



Quelle und mehr >>>

 

 

Das zionistische System ist sicherlich zu "aufzulösen". Aber, wollen wir das "Israel aufgelöst" wird?

Wie soll das geschehen?

Wo sollen die Menschen dann leben?

Israel muss ein demokratischer Staat werden, in dem alle gleichberechtigt leben können.

Über das Existenzrecht eines Landes wie Israel, das seinem Nachbarn mit Gewalt die Existenzmöglichkeit nimmt zu reden ist sicher schwer.
Ja, ich engagiere mich für das Existenzrecht Israels.
Solange dieses Israel aber  Palästina ein Existenzrecht verweigert, die Existenz eines Palästina verhindert und tagtäglich mehr beschneidet, muss wohl an erster vom Existenzrecht Palästinas gesprochen werden, muss es gegen einen räuberischen Nachbarn gesichert werden.


Die deutsche Palästina-Solidarität sollte sich überlegen, ob sie einen solchen Weg, wie ihn Reuven Cabelman fordert,  mitgehen will, ob er und Neitura Karta  die richtigen Partner im Kampf für eine gerechte Lösung im Nahen Osten ist.


 

 

Wir kritisieren die extremistischen Siedlergruppen und Rabbiner, die ein "Gross-Israel" mit der Thora, dem angeblichen Willen Gottes, "er hat es uns versprochen" begründen.
Keiner dieser Gruppen hat aber bisher den Vertrag mit Gott vorgelegt, die Telefonverbindung ist gestört. Ich bezweifle auch, dass Neitura Karta sich auf den Willen Gottes berufen kann: "
Begründet wird das alles aber von Neturei Karta mit der Thora"


Dem Palästina Portal ist bewusst, dass die Ablehnung Israels durch Neitura Karta seit dem Aufkommen der rassistischen Ideologie des Zionismus besteht. Die Gründung des Staates Israel ist für Neitura Karta eine Blasphemie, weil Israel nur durch den Messias gegründet werden kann. Demzufolge bewegt sich der Widerstand und die Ablehnung Israels durch diese Bewegung auf einem ganz anderen Niveau wie die Negierung des Staates durch Atzmon, Langthaler oder den anderen Gegnern Israels.

 

Die Arbeiterfotografie schreibt:

Wenn Gilad Atzmon zur Verwirklichung der Vision die Ersetzung Israels durch einen gesamtpalästinensischen Staat erwägt, dann kann man dieser Position zustimmen oder nicht - eine Position übrigens, die von orthodoxen Juden sehr dezidiert vertreten wird (derisraelit.org). Quelle

Da nicht einmal eine Zwei-Staaten Lösung möglich ist. Wie sollte eine Einstaatenlösung möglich sein?

 

 

Recht eindeutig wird auf der Webseite von Neturei Karta ihr Ziel benannt:

Die Lösung des Nahostproblems - Vollständige Auflösung des "Staates Israel - (...) Dieser “Staat Israel” muss auf rasche und friedliche Weise aufgelöst werden. Die von dort ausgehende Gefahr kann nicht mehr verantwortet werden. (...) Der Ablauf und die Ausführung des Ganzen soll so gerecht, human und schmerzlos als möglich gestaltet werden."  Quelle

Es ist sehr erhellend, wenn man sich den gesamten Text durchliest >>>
 


Warum akzeptieren wir, akzeptiert die Arbeiterfotografie bei Neturei Karta und ihren deutschen Sprecher die Berufung auf das  "Wort Gottes"? Nur weil sie sich, von ihren Interessen ausgehend, auf die Seite der Palästinenser stellen?  Versucht man in einem Denkmodell realistisch dieser Forderung von Neturei Karta zu entsprechen, wird man keinen friedlichen Lösungsweg sehen können. Zu Recht vertreten wir nicht die These, dass bei uns die Scharia eingeführt wird.

 

 

Begründet wird das alles aber von Neturei Karta mit der Thora:

Einige Erkärungen hierzu vom echt-jüdischen, unverfälschten Thora-Standpunkt: Grundsätzlich: Das Land Israel gehört den Palästinensern, die dort seit Jahrhunderten leben. Die Juden sind von Gott vor 2000 Jahren ins Exil geschickt worden, wo sie verharren müssen bis sie von Gott erlöst werden. Die zionistische Idee einer vorzeitigen Exil-Beendigung durch menschliche Kraft, durch Politik, Raub und Intrige, wurde von jeher vom Thorateuen Judentum aufs schärfste bekämpft und abgelehnt. 

"Zum besseren Verständis dieser Ideen seien hier ein paar grundsätzliche Erklärungen des echten jüdischen Thora-Standpunktes, von Neturei-Karta streng und kompromisslos vertreten, gegeben: Das Land Israel. Das Land Israel gehört denjenigen, die dort seit Hunderten von Jahren leben: Den Palästinensern. Die Juden sind von Gott vor 2000 Jahren ins Exil geschickt worden, wo sie verharren müssen bis sie von Gott von diesem Exil erlöst werden, wie Er ihnen durch die Propheten versichert hat. Die Idee, bereits vorzeitig ohne göttliche Erlösung wieder ins eigene Land zurückzukehren, ist falsch. Sie ist ihnen von den Zionisten, zuerst eine kleine, gottabtrünnige Gruppe, die vom Judentum vollständig abgelehnt wurde, durch unzählige politische Winkelzüge aufgezwungen worden. Deren Losung war: "Das jüdische Volk solle endlich aufhören, auf eine göttliche Erlösung zu warten, es sei nun an der Zeit, dass es sein Schicksal selber in die Hand nehme."

"Es ist Gott, der die ‘zionistische Erlösung’ nie akzeptieren wird und Sein Volk zwingen wird, das unterbrochene Exil weiterzuführen und auf die echte, göttliche Erlösung zu warten. (...) Es führt kein Weg an diesem Gottesplan vorbei." Quelle auch hier

Entstehen in Zukunft politische Lösungen in einem religiösen Glaubenskrieg oder intellektuellem Wettstreit?

 



An anderer Stelle im gleichen Text widersprechen sie auch einer möglichen, geforderten friedlichen Lösung:

"Die hier offerierte Lösung, die Aufgabe dieses ‘Israel-Staates’ und Rueckgabe des Landes an die Palästinenser, müsste eigentlich von den dort lebenden Juden selbst ausgehen, die ja sündhaft aus dem göttlich verhängten Exil ausgebrochen sind, und nun den Weg zurück dorthin gehen müssen. Wer indessen die Lage in “Israel” selbst kennt, weiß, dass im Grossteil der Bevölkerung an der Utopie von “Erlösung”, und ‘‘in das Land der Väter zurückgekehrt sein”, derart fanatisch festgehalten wird, dass diese Utopie nie und nimmer durch Verhandlungen, Landrückgabe oder Vernunft, aufgegeben werden wird."

Also, wie bringt man dann die Bevölkerung dazu, das Land der Väter aufzugeben?

 

Da liest man auch:

"Juden die bereits dort leben, sollen, sofern eine zukünftige palästinensische Regierung damit einverstanden ist, unter dem Status von Einwanderern unter palästinensischer Hoheit im Land wohnhaft bleiben dürfen,"

 

Nachtrag - 18.1.2011

Bemerkenswert ist schon, wie Reuven Cabelman auf die von mir veröffentlichte Kritik reagiert. Anscheinend steht er außerhalb jeder Kritik und kann nur unsachlich reagieren. Er bestätigt damit die Richtigkeit der Aussagen.

Reuven Cabelmann schreibt, ganz und gar nicht Rabbiweise, auf seinen Seiten:

"Von einem der auszog, um Papst der Palästina-Solidarität zu werden - Verfasst am: 18.01.2011, 00:16 Von REUVEN J. CABELMAN  - Kurz und bündig: Erhard Arendt, der Betreiber des "Palästina-Portals", hat sich längst selbst entlarvt, doch manche brauchen offenbar länger um genau das zu erkennen. Doch jedem einigermaßen intelligenten Menschen müsste spätestens jetzt genau dies bewusst werden. Er leidet offenbar nicht nur unter Größenwahn, weil er tatsächlich glaubt, ohne ihn wäre die Solidaritätsarbeit mit dem palästinensischen Volk in Deutschland und für den Frieden im Nahen Osten und der Welt mehr oder weniger nicht existent (denn er "koordiniert" sie doch und will deren Inhalte bestimmen), sondern er betreibt darüber hinaus auch noch (wissentlich oder aus Dummheit sei einmal dahin gestellt) das Geschäft des Zionismus."
 Vollständig zu lesen hier >>>

 

Sein Recht auf Meinungsfreiheit in Anspruch zu nehmen,  nennt er "Größenwahn"?

Mich kritisiert er unsachlich weil ich die Verbindungen zu Nazis kritisiere.
Über Nordbruch, einem Neonazi, sagt er, dass Nordbruch - der Neonazi - einfach eine gute Arbeit abgeliefert hat....



Ihm vorzuwerfen, sich und seinen Verein, anzumaßen als das "Sprachrohr Gottes in Deutschland" aufzutreten zeigt doch eher, wer der "Rabbipapst" von Deutschland sein möchte.
Eine Kritik umzudrehen, ihr nicht zu widersprechen, zeigt wie berechtigt die Kritik ist.

Wer maßt sich an, zu wissen was Gott denkt? Sich das anzumaßen, bezeichne ich als Größenwahn, Wahn....
Da passt der Begriff "Papst" doch wohl eher.

Das war auch Teil meiner Kritik. Eindeutig habe ich doch eher ihm und seiner Sekte den Vorwurf "ein religiöser Verkünder zu sein" gemacht. Wer maßt sich an Gottes Stellvertreter zu sein und sein Wort zu interpretieren?

Eine Meinung zu haben ist ein Zeichen für Größenwahn?
Das Palästina Portal ist seit bestehen offen für alle vertretbare Meinungen.
Nicht offen bin ich für Nazis und andere Extremisten, für Menschen die leichtfertig - mit ihren Meinungen und Forderungen - das Leben und die Existenz der Palästinenser, ja auch der Israelis bedrohen.
Nicht offen bin ich für Figuren die anderen das Recht der Meinungsfreiheit bestreiten und sie diffamieren.

 

Wer sich von religiösen Sektierern, Vertretern Gottes auf Erden, Neonazis distanziert betreibt das "Geschäft  des Zionismus"? Ich denke eher das Gegenteil.
Er ist glaubwürdig, den er verneint einen angeblichen "Gottesstaat" auf allen Seiten. Er bestätigt nicht das Vorurteil, dass die pro Palästinasolidarität mit Neonazis zusammenarbeiten, Nazis sind.

Reuven Cabelman, (Konvertit) der wahre Vertreter Gottes auf Erden - man betrachte sein Bild -  schreibt - damit das ganze politische Spektrum von rechts bis links  abdeckend in "Die Rote Fahne". Ob "Die Rote Fahne" seine Kontaktfreudigkeit - siehe Nordbruch - teilt?

 

 

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