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Die Beduinen in der Negev Wüste

Amos Gvirtz: Offener Brief an einen Polizisten - Das folgende wurde in dieser Woche von Amos Gvirtz geschrieben, Mitglied des Kibbuz Shefayim und  seit Jahrzehnten ein unermüdlicher Aktivist für Frieden und Gerechtigkeit. Eines der Krankheiten der menschlichen Gesellschaft ist das Verbrechen. Menschen, die die Erfahrung mit Diebstahl, Raub, Vergewaltigung oder Überfall gemacht haben, hoffen, dass die Polizei  kommt, um das Verbrechen zu verhindern, den Verbrecher festnehmen und ihn vor Gericht bringen. Eine Gesellschaft kann nicht funktionieren, wenn man die Ausbreitung des Verbrechens nicht blockiert. In einem korrekt geführten Staat ist es die Aufgabe der Polizei und der Polizisten, den Bürgern  im täglichen Leben das Gefühl der Sicherheit zu geben. In Israel gibt es eine ganze Gemeinschaft, die den größten Teil ihres Besitzes verloren hat und die unter  ständiger Bedrohung lebt, die wenigen Dinge, die sie noch hat, auch zu verlieren, ja sogar das Dach über dem Kopf . Sie haben nicht wie die meisten Israelis jemanden, an den sie sich wenden können, um sie  vor den kriminellen Akten, die ihr Leben gefährden,  zu schützen. Es sind keine Kriminellen oder Rechtsbrecher, die ihr Haus demolieren, ihre Ernte zerstören und den letzten Rest ihres Land rauben. Es sind die Regierungsvertreter, begleitet von der Polizei des Staates Israel, die das tun. Es ist die Regierung, die ihre Vertreter schickt, um diese Taten zu tun, nachdem sie Gesetze geschaffen haben, die all dies legal erscheinen lassen. Verbrechen – vom Gesetz  autorisiert. Deshalb ist es kein Wunder, dass nachdem ihnen all ihr Land gestohlen wurde, nachdem ihnen fast alle Möglichkeiten genommen wurden, ihren Lebensunterhalt  zu verdienen, es so viele Kriminelle unter ihnen gibt. Euch (Polizisten) wird gesagt, dass die Beduinen in den nicht anerkannten Dörfern das Baugesetz verletzten. Ihr werdet >>>             Collage E. Arendt mehr >>>

Sechzig Jahre in der Wüste  -  Adam Keller - 5. Mai 2008: Wieder ein Telefonanruf  vom Beduinen-Aktivisten Nuri Al-Okbi. Noch einmal – wie schon so viele Male in den beiden letzten Jahren – erzählt er von einem weiteren Überfall durch die Polizei auf den entlegenen Negevwüstenort, wo Nuri eine hartnäckig andauernde Nachtwache auf dem Land, auf dem er geboren wurde, hält. Während er eifrig dabei ist, ein neues Zelt aufzubauen, weil die Polizei das andere konfisziert hat, erzählt er über sein Mobiltelefon die Geschichte seines Lebens und Kampfes. >>>
 

Ein Beduinendorf im Süden Israels 5 Mal zerstört – Menschenrechts­organisationen und soziale Aktivisten protestieren: Stoppt die JNF Kampagne im Negev! - Bis 1948 gab es kaum jüdische Siedlungen im Negev, der Wüstenregion im Süden Israels; Schätzungen über die beduinische Bevölkerung vor der Staatsgründung sprechen von 65'000 bis 110'000 Menschen. Nach dem Krieg waren nur noch wenige innerhalb der neuen Staatsgrenzen geblieben; zu Beginn der sechziger Jahre ist die Rede von 11'000. Einige wenige jüdische Siedlungen wurden auf Land gegründet, das der Jüdische National­fonds (JNF/KKL) von Beduinen abgekauft hatte. Sowohl die ottomanische wie die britische Regierung, als auch die Landexperten vom JNF, erkannten das beduinische Land­recht an, obschon allen klar war, daß die amtliche Registrierung nur wenige Landstücke umfaßte. >>>

 

Ein Beduinendorf im Süden Israels 5 Mal zerstört – Menschenrechts­organisationen und soziale Aktivisten protestieren: Stoppt die JNF Kampagne im Negev! - Bis 1948 gab es kaum jüdische Siedlungen im Negev, der Wüstenregion im Süden Israels; Schätzungen über die beduinische Bevölkerung vor der Staatsgründung sprechen von 65'000 bis 110'000 Menschen. Nach dem Krieg waren nur noch wenige innerhalb der neuen Staatsgrenzen geblieben; zu Beginn der sechziger Jahre ist die Rede von 11'000.

Einige wenige jüdische Siedlungen wurden auf Land gegründet, das der Jüdische National­fonds (JNF/KKL) von Beduinen abgekauft hatte. Sowohl die ottomanische wie die britische Regierung, als auch die Landexperten vom JNF, erkannten das beduinische Land­recht an, obschon allen klar war, daß die amtliche Registrierung nur wenige Landstücke umfaßte.

Durch verschiedene Gesetze in den ersten Jahren nach Staatsgründung verloren die Beduinen fast gänzlich ihr Land. Seit Beginn der 70er Jahre begannen beduinische Bürger, ihr Land zurückzufordern, aber in den allermeisten Fällen wurde nichts erreicht. Es ist wichtig festzuhalten, daß es in all diesen Kämpfen und Auseinandersetzungen, die zu großer Pein führten und ein bitteres Gefühl der Diskriminierung erweckten, um nicht mehr als 6% oder 7% des Landes im Negev geht – der kleine Rest, den die Beduinen immer noch reklamieren.

Das beduinische Dorf Al-Arakib, wenige Kilometer nördlich von Be'er Sheva, war die Siedlungs­region von vielen Beduinen vor der israelischen Staatsgründung. Seine Wurzeln befinden sich im Friedhof in der Nähe; der beduinische Grund­besitz ist durch Gerichts­verhandlungen, Gerichtsakten, Kaufbriefe, Steuer­zahlungen und die lokale Tradition bezeugt. Anfang der 50 Jahre, kurz nach Gründung des Staates wurden die Beduinen auf­gefordert, die Region zu verlassen – mit dem Versprechen, daß sie nach kurzer Zeit wieder zurück­kommen könnten. Immer wieder wurde das jedoch auf die lange Bank geschoben.

Die Beduinen von Al-Arakib haben förmlich ihr Land zurückgefordert; das Land ist un­besiedelt – keine jüdische Siedlung wurde darauf errichtet. Vor etwa zehn Jahren, nach­dem sie 50 Jahre lang abgewartet hatten, kehrten sie zu ihrem Dorf zurück, denn sie fürchten, daß wenn sie ihr Land nicht selbst bebauten, es für immer verloren und unwiderruflich enteignet sein würde. Heute hat das Dorf ungefähr 300 Bewohner, ohne Wasser­leitung, ohne Stromanschluß oder sonstige Infrastruktur – als ein unter der 45 "nichtanerkannten" Dörfer im Negev.

Obschon vor Gericht die Besitzverhältnisse noch nicht entschieden sind, übertrug die staatliche Behörde das Land dem Jüdischen Nationalfonds (JNF) zum Aufforsten. Ein einseitiges Aufforsten schafft Fakten. Hinter dem schönen Slogan, "Die Wüste zum Erblühen bringen", versteckt sich die Absicht, den ursprünglichen Einwohnern des Negevs ihr Land wegzunehmen und die Region, die von den Beduinen schon landwirtschaftlich bearbeitet wurde, unfruchtbar zu machen.  Die beduinische Landwirtschaft in Al-Arakib ist den lokalen Verhältnissen angemessen, wogegen zum Fall der JNF-Wälder der israelische Land­wirtschaftsminister im Parlament öffentlich zugab (am 3.3.2010), daß die Aufforstung zum Ziel hat, das Land zu beherrschen und daß die Bäume später vielleicht wieder ausgerissen würden. Genauso geschah es in nächster Nähe, um die Erweiterung der neugegründeten jüdischen Mittel­standssiedlung Giv'ot Bar zu ermöglichen.

Im Versuch, die Beduinen zu entmutigen, bespritzte der Staat die Felder aus Flugzeugen mit Chemikalien, und dazu auch noch das Dorf selber. Die giftigen Pestizide haben ökologischen und gesundheitlichen Schaden angerichtet, bis der Oberste Gerichtshof diese Praxis im Jahre 2003 untersagte. Seither versucht der Staat durch Pflügen und Aufforstung die Beduinen daran zu hindern, ihr Land zu kultivieren.

Dieser Konflikt erreichte nun seinen Höhepunkt mit der wiederholten kompletten Zerstörung des Dorfes Al-Arakib seit dem 27. Juli.  Bis heute, dem 15.9.2010, wurde das Dorf fünfmal dem Erdboden gleichgemacht. Hunderte von Kindern, Frauen und Männern blieben ohne Obdach in der brennenden Sonne des Negevs in der heißesten Zeit des israelischen Sommers. Menschenrechtsorganisationen und Presse sowie auch verschiedene israelische Intellektuelle haben protestiert, darunter berühmte Schriftsteller (Petition in Haaretz, 13.9.2010). Inzwischen wird berichtet, daß die US-Branche der JNF Gelder in die Gründung neuer jüdischer Siedlungen investiert – viele davon, wie Giv'ot Bar, auf Ländern, die Beduinen beanspruchen.

Bäume sind ein mächtiges Symbol, sowohl für Araber wie für Juden; sie sind Symbol für Leben und Fruchtbarkeit. Der Negev soll erblühen – aber im Interesse aller seiner Einwohner, ohne Diskriminierung und ohne Enteignung. Es ist kaum unvorstellbar, daß JNF-Spender wissen, daß die Bäume, die in ihrem Namen gepflanzt werden, dazu benutzt werden, um die ursprünglichen BewohnerInnen des Negevs, die Beduinen, zu enteignen.

Wir bitten Sie, gegen die Aufforstungsbestrebungen in Al-Arakib zu protestieren und vom JNF zu verlangen, sein Engagement in der Kampagne gegen die Beduinen zu stoppen, eine Kampagne, die die Beziehungen zwischen Arabern und Juden im Negev zum Eskalieren bringen wird.   

Was können Sie tun?

·  Schicken Sie Protestbriefe an die KKL in ihrem Land: (Liste: http://www.kkl.org.il/kkl/english/top_toolbar/kkl_offices/office_addresses/officesaddresses.x) und an die israelische Botschaft.

·  Unterschreiben Sie die Petitionen: Amnesty International hat eine Petition lanciert, die sich an die israelische Staatliche Landverwaltung richtet (http://www.amnesty.org/en/appeals-for-action/end-demolition-bedouin-homes-southern-israel); die Jewish Alliance for Change hat eine andere Petition initiiert, die sich an den israelischen Premierminister richtet (http://humanrights.change.org/petitions/view/end_the_destruction_of_bedouin_villages_in_israel)

·  Schicken Sie diesen Brief weiter!   Kontakt auf Deutsch: Gadi.Algazi@gmail.com

 

Noch ein Dunam und noch ein Dunam! -  Uri Shani - Die zionistische Praxis in den letzten 130 Jahren zeichnet sich nicht durch Blitzkriege wie denjenigen des Jahres 1967 aus, in dem während 6 Tagen die Staatsfläche vervierfacht wurde. Auch der Krieg des Jahres 1948 ist nicht das Hauptcharakteristikum der zionistischen Praxis. Der zentrale zionistische Slogan heißt: Noch ein Dunam und noch ein Dunam! Geduldig werden noch 1000 qm gekauft oder erobert, und noch einer. So auch in diesem Sommer. Aber heute, nach 130 Jahren, gehen diese Dunam nicht mehr in die nationale Kasse, sondern in ganz persönliche Kassen. Letzten Sommer hat die Knesset ein Gesetz gebilligt, das große Teile des Landes privatisieren soll. Dagegen hat eine breite Opposition von ganz rechts, über rechts, Mitte, links und ganz links gekämpft, und doch war Bibis Koalition war stärker. Inzwischen wird die Enteignung der wichtigsten Ressource des Landes: das Land selber, und wo ein Haus draufsteht: das Haus, heftig vorangetrieben. Nicht nur in Cisjordanien, auch in den 48-er Grenzen ist dies immer noch eine der wichtigsten Ziele im Rahmen der "Erlösung des Landes", dies der zionistische Jargon. In den letzten Jahren ist die Negev-Wüste zum Hauptziel dieses Projektes geworden. >>>

 

NICHT NUR EIN RÜCKBLICK

Ein erst 12 jähriges Beduinenmädchen - Gideon Levy, Haaretz, 8.3. 07 - Um 6 Uhr wacht das Hirtenmädchen auf, ißt ein paar Bissen und bereitet die Schafeherde  für die Weide vor und geht, begleitet von ihrer Großmutter und ihrer Cousine den Schafen voraus. Nur 2 Stunden von Tel Aviv entfernt >>>

Die nicht anerkannten Beduinen-Dörfer in der israelischen Negev-Wüste - Yassin ist dreieinhalb Jahre alt. Er ist der älteste Sohn von Sara und Iyad. Im Alter von sechs Monaten begann sein Asthmaleiden. Seine Asthmaanfälle sind stark und häufig – etwa vier Mal im Monat. Er benötigt ein elektrisches Atmungsgerät. Bekommt er nächtens einen Anfall, schaltet sein Vater den Generator ein, damit der Junge das Atmungsgerät nutzen kann. Geschieht dies am Morgen, kann ihn sein arbeitsloser Vater zu einer nahe gelegenen Tagesklinik bringen. Ist diese geschlossen, muss er ihn viel weiter fahren, in das jüdische Städtchen Arad. Der Preis für jeden Besuch beträgt 75 Schekel, etwa 15 Euro. Um in eine dieser beiden Kliniken zu kommen, müsste die Familie ein Auto haben. Da sie keines besitzen, laufen sie fünf Kilometer zu Fuß >>>

Die Kultur des Kollapses - Gideon Spiro - (...) Ich war nicht beeindruckt von der Empörung, die der Polizeiminister, der rassistische Yitzhak Aharonowitz (aus Liebermans Partei) und Generalmayor Yohanan Danino, der Chef der israelischen Polizei im südlichen Kommando, zum Ausdruck brachten, als sie die Örtlichkeit besuchten. Diese beiden sind keine kultivierten Leute. Weder Danino, der die Beduinen misshandelt, noch Minister Aharoronitz, der die arabischen Bürger mit dem rassistischen Schimpfwort „Arabushimi“ bezeichnet ( dies entspricht dem Terminus „Nigger“ der weißen Rassisten in den USA), noch die Regierung Israels, die ihnen die bürgerlichen Grundrechte verweigert. Wenn ein Mitglied des US-Kabinett heute solch einen Ausdruck verwendet, würde er sofort von seinem Amt entfernt. Aber in Israel kann ein Minister rassistische Ausdrücke benützen und bleibt in seinem Job und tut noch so, als sei er ein Mensch von Kultur. Falls tatsächlich Beduinen diese Verwüstung begangen haben sollten als Protest gegen das Regime, dann trägt Israels Polizei einen großen Teil der Verantwortung für die Wut, die sich unter den Beduinen breit gemacht hat.

 

Noch ein Dunam und noch ein Dunam! -  Uri Shani - Die zionistische Praxis in den letzten 130 Jahren zeichnet sich nicht durch Blitzkriege wie denjenigen des Jahres 1967 aus, in dem während 6 Tagen die Staatsfläche vervierfacht wurde. Auch der Krieg des Jahres 1948 ist nicht das Hauptcharakteristikum der zionistischen Praxis. Der zentrale zionistische Slogan heißt: Noch ein Dunam und noch ein Dunam! Geduldig werden noch 1000 qm gekauft oder erobert, und noch einer. So auch in diesem Sommer. Aber heute, nach 130 Jahren, gehen diese Dunam nicht mehr in die nationale Kasse, sondern in ganz persönliche Kassen. Letzten Sommer hat die Knesset ein Gesetz gebilligt, das große Teile des Landes privatisieren soll. Dagegen hat eine breite Opposition von ganz rechts, über rechts, Mitte, links und ganz links gekämpft, und doch war Bibis Koalition war stärker. Inzwischen wird die Enteignung der wichtigsten Ressource des Landes >>>

 

Israel: Beduinendorf niedergewalzt

 

 

 

Israel Destroys homes of some 300 Bedouins in Al-Araqib village.

 

Aus  dem Jordantal – einst der Brotkorb Palästinas - Wo Bewohner widerstehen müssen, nur um zu existieren ( resist to exist) -  Ein Interview mit Luisa Morgantini/( und Barbara Antonelli), im Juli/August  2010, der früheren Präsidentin des EU-Parlamentes (und  den Frauen in Schwarz, Italien(, nach ihrer Rückkehr von einer Tour durch das Jordantal  und die Westbank, durch das sie eine italienische Delegation von Associatione per la Pace  führte. Ohne Wasser und Strom, umgeben  von Siedlungen, und seit 1967 von einer großen militärischen Zone eingeschlossen und unter Besatzung, widerstehen die Bewohner des Jordantals. Von Haus-/ Hütten-/ Zeltzerstörungen und Landraub heimgesucht, >>>
 

Sechzig Jahre in der Wüste -  Adam Keller  -  6. Mai 2008 - 5. Mai 2008: Wieder ein Telefonanruf  vom Beduinen-Aktivisten Nuri Al-Okbi. Noch einmal – wie schon so viele Male in den beiden letzten Jahren – erzählt er von einem weiteren Überfall durch die Polizei auf den entlegenen Negevwüstenort, wo Nuri eine hartnäckig andauernde Nachtwache auf dem Land, auf dem er geboren wurde, hält. Während er eifrig dabei ist, ein neues Zelt aufzubauen, weil die Polizei das andere konfisziert hat, erzählt er über sein Mobiltelefon die Geschichte seines Lebens und Kampfes >>>
 

Hakara eskortiert Wasser zum nicht anerkannten Dorf Tel-Arad im Negev - WAFA Palestine News Agency - NEGEV, 14. Juli 2005 (WAFA) – Wie das Forum Hakara berichtete, wird es am 16. Juli Wasser zu dem nicht anerkannten Dorf Tel-Arad im Negev eskortieren. In einer Verlautbarung machte Hakara deutlich, dass 76.000 Beduinen aus Israel einschließlich 35.000 Kinder und Kleinstkinder unter einer schwerwiegenden Wasserverknappung litten. Hakara fügte hinzu, dass die israelische Regierung die Beduinen aus den nicht anerkannten Dörfern im Negev als Bürger zweiter Klasse behandle und ihnen die Grunddienstleistungen wie Wohnung, Bildung, medizinische Versorgung, Strom, Müllabfuhr und fließendes Wasser versage. Hakara äußerte, dass die in kleinen Ortschaften lebenden jüdischen Nachbarn dagegen einen Überfluss an Trinkwasser und an Wasser für die Landwirtschaft hätten. >>>

 

Basma’s Schrei  ( Basma Awad al-Nabari’s cry) -  Gideon Spiro, Yesh Gvul,  7. April 2009 - In den Medien wird die 16 Jährige junge Frau Basma aus Hura im Negev als eine „Terroristin“  beschrieben. Ich sehe in ihr eine sensible junge Frau, die das Morden am Volk im Gazastreifen nicht mehr ertragen konnte. Folgende Worte schrieb sie in ihr Notizbuch/ notebook: „Die Schreie aus dem Gazastreifen gellen in meinen Ohren, mein Herz ist voller Leid und Schmerz. Ich bin eine Gefangene der Besatzung’. Diese Worte drücken Solidarität mit ihrem Volk aus, das  im Gaza-Ghetto ermordet, geschlagen und gedemütigt  wurde. Wenn  diese Gefühle mit der täglichen Realität der Diskriminierung der Beduinen in Israel zusammenkommen mit der fast täglichen polizeilichen Unterdrückung durch Zerstörung  Behausungen, dem Vernichten der Ernte, ist es nur natürlich, dass die junge Frau Rache an denen sucht, die für sie zum einen die Besatzung und den Krieg symbolisieren und zum anderen auch die Diskriminierung bei sich zu Hause. Und wer verbindet diese beiden Rollen mehr als die Polizisten an der Grenze ( die sie angeblich  mit einer Pistole schießend angegriffen hätte)? >>>

 

 

 

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