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Mordechai Vanunu + die Atommacht Israel

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Einige Volksvertreter im Knesset hätten .....sogar vorgeschlagen, Vanunu verschwinden zu lassen, ihn zu eliminieren."

21. April 2004
Mordechai Vanunu ist frei

Bilder seiner Freilassung >>>

Vor dem Gefängnis forderten Atomkraftgegner die volle Freiheit für Vanunu. Dieser zeigte mit den Fingern beider Hände das Siegeszeichen. Er sagte,  in der Haft sei er brutal behandelt worden. Die Geheimdienstagenten hätten versucht, ihm den Verstand zu rauben, sagte er vor der Presse.  "Ich sage dem Schin Bet und dem Mossad, ihr habt es nicht geschafft", sagte Vanunu.  Als man ihn fragte, ob er ein Held sei, antwortete er, das all diejenigen, die ihn unterstützten, seien Helden. "Ich bin ein Symbol des Freiheitswillens", ergänzte er.

In Freiheit, aber wie im Gefängnis - Nach 18-jähriger Gefängnisstrafe wird Vanunu, der 1986 Informationen über das israelische Atomwaffenprogramm weiter gegeben hat, aus der Haft entlassen - doch er bleibt ein ebenso heikles Problem wie die israelischen Atomwaffen selbst

Vanunus Mission - Nach 18 Jahren lässt Israel "den Atomspion" unter strengen Auflagen des Geheimdienstes aus dem Gefängnis frei

Der Atomspion aus Überzeugung - Mordechai Vanunu, der das Geheimnis um Israels Atomwaffenprogramm lüftete, soll bald freigelassen werden

Mordechai Vanunu ist der Sohn strenggläubiger Einwanderer aus Marokko. Er arbeitet als Techniker im israelischen Nuklearzentrum Dimona. Mit dem Libanon-Feldzug der Israelis 1982 wird Vanunu zu einem Kriegsgegner und Fürsprecher der Araber in den besetzten Gebieten. Diese politische Kehrtwendung geschieht in aller Öffentlichkeit und sollte dem Geheimdienst nicht verborgen geblieben sein.

Vanunu arbeitet dennoch weiterhin in Dimona. Dieser von Franzosen gebaute Komplex wird offiziell als Forschungszentrum bezeichnet, jedoch wird unter der Erde Plutonium zum Bau von Nuklearwaffen extrahiert. Vanunu photographiert alle relevanten Einrichtungen zum Beweis, daß Israel die Atombombe besitzt. Zunächst ereignet sich jedoch gar nichts.

1985 wird Vanunu zusammen mit anderen Mitarbeitern von Dimona entlassen. Er reist in der Welt herum und lernt in Australien Christen kennen, die sich gegen Nuklearwaffen engagieren. Vanunu entscheidet sich, sein Wissen öffentlich zu machen. Es kommt ein Kontakt mit Reportern der britischen Zeitung Sunday Times zustande, die sich überzeugen, daß die Photos von Vanunu echt sind, und Vanunu fliegt nach London. Bevor es zur Veröffentlichung der Photos in der Sunday Times kommt, läßt sich Vanunu ahnungslos von einer Frau nach Rom locken, von wo ihn der Geheimdienst Mossad nach Israel entführt.

Mordechai Vanunu wurde im September 1986 vom israelischen Geheimdienst von London nach Italien gelockt und anschließend auf einem Schiff nach Israel entführt.

Bild rechts - Die Adoptiveltern von Mordechai Vanunu in Amerika - Sie adoptierten MV als er im Gefängnis war.

Im August 1987 beginnt unter Ausschluss der Öffentlichkeit ein Gerichtsverfahren gegen ihn. Zwei Hauptanklagepunkte werden Vanunu zur Last gelegt: Hilfeleistung an einen Feind und Spionage schweren Grades. Während der Verhandlung war es Vanunu nicht gestattet, den Richtern Einzelheiten seiner Entführung mitzuteilen. Vanunu wird in allen Punkten für schuldig befunden und zu 18 Jahren Haft verurteilt.

Seitdem wird Vanunu in einer zwei mal drei Meter großen Zelle im Ashkelon-Gefängnis in strenger Isolationshaft gehalten. Besuche von Familienangehörigen sind alle zwei Wochen für eine halbe Stunde erlaubt oder einmal im Monat eine Stunde. Alle Besuche werden überwacht, die Post wird streng zensiert. Quelle >>>

IPB ERKLÄRUNG ZUR BEVORSTEHENDEN ENTLASSUNG VON MORDECHAI VANUNU

Genf, 11. März. Das International Peace Bureau hat heute die israelischen Behörden aufgerufen, den berühmten "whistleblower" (einer der auf eine Sache aufmerksam macht und ihr Halt gebietet) Mordechai Vanunu ohne Bedingungen, spätestens wenn seine Haftzeit am 21. April zuende geht. Vanunu stehen dann alle Rechte und Freiheiten, die normalen israelischen Bürgern zuerkannt werden, auch zu, inklusive das Recht auf einen Pass und Auslandsreisen. Es ist ein grundliegendes Menschenrecht, sein Land zu verlassen und zu ihm zurück zu kehren. Vanunu wurde 1986 (in Italien) gekidnapped, festgenommen und (in Israel) vor Gericht gestellt. Fast 12 seiner 18 Jahren im Gefängnis hat er in Einzelhaft verbracht. Angesichts der Unruhen im Land und die Präsenz von Extremisten, sollte Israel seine Verantwortung für die Sicherheit Vanunus erweisen, indem es sein Recht respektiert, woanders in der Welt zu leben.

Das IPB glaubt, dass Vanunu einen mutigen Dienst an der Öffentlichkeit vollbrachte, indem er der Welt den Beweis lieferte, die jeden Zweifel tilgte, dass Israel einen nuklearen Waffenarsenal besaß. Das IPB unterstützt die langgehegte Position der Generalversammlung der UNO zugunstenen einer atomfreien Zone im Nahen Osten.Das IPB hat Vanunu 1994 seinen jährlichen Sean MacBride Friedenspries zuerkannt, und er wurde 2000 zur Vizepräsidentschaft des Bureau gewählt und 2003 wiedergewählt.

Das IPB bittet um Briefe and die israelischen Botschafter des jeweiligen Landes sowie an die Regierung Israels. Außerdem bittet das Büro um Unterstützung eines Fonds, der Vanunu helfen will, ein neues Leben aufzubauen. Informationen dazu über www.peaceispossible.info/thankyouvanunu.php. Ich füge hier den Brief auf Englisch bei, der in dieser Form an die israelische Regierung gerichtet werden kann.

Dear Prime Minister Ariel Sharon,

The prison term of Mordechai Vanunu ends on April 21. Vanunu is then entitled to all the rights and freedoms accorded to normal Israeli citizens, including the right to a passport and to travel abroad. It is a fundamental human right to leave and return to one's own country. Given the unrest in the country, and the presence of extremists, I request that Israel show its responsibility for Vanunu's safety by respecting his right to live elsewhere in the world.

Sincerly yours,

Sharon email: pm_eng(at)pmo.gov.il; Fax 00972 2 566 4838
Botschafter Shimon Stein email: botschaft(at)israel.de; Fax 030-8904 5500

Israel: «Friedensspion» weiterhin eingekerkert - Von Hans Lebrecht



Eine Zeichnung, die ihn im Gefängnis zeigt.

 

 



Mordechai Vanunu 2002
Sonderseite Waffen und Militär >>>

Israel und die Atombombe - Atomwaffen >>>

Ein treuer Freund Mordechai Vanunus Der Journalist Peter Hounam, der die Geschichte des israelischen Atomtechnikers veröffentlichte, wird festgenommen - mehr >>>

 Vanunu: Das schreckliche Geheimnis - Uri Avnery

Die Freilassung des Atomspions Vanunu ist umstritten - Eine israelische Zeitung gab bei einer Umfrage nach dem Umgang mit ihm gar die Option an, ob er getötet werden sollte -  mehr >>>

Ein unbeugsamer Friedenskämpfer - Der Lebensweg des am Mittwoch aus israelischer Haft entlassenen Atomtechnikers Mordechai Vanunu

Verrat ist eine gute Sache - Wer geheime Atomwaffenprogramme der Öffentlichkeit bekannt macht, handelt mutig und zukunftweisend. Der Israeli Mordechai Vanunu kann für uns alle ein Vorbild sein mehr >>>

"Richtet den Blick auf Israels Atomwaffen"

Vanunu will zunächst in Kirche bleiben - Der israelische Atominformant Mordechai Vanunu will die nächsten Wochen in einer anglikanischen Kirche in Jerusalem verbringen

Leben führen" - Meir Vanunu spricht für seinen inhaftierten Bruder - Mordechai Vanunu darf nicht mit ausländischen Staatsbürgern sprechen - das gehört zu den Auflagen der israelischen Justiz. Sein jüngerer Bruder Meir hingegen schon. Er gab aspekte ein Exklusivinterview anlässlich der Freilassung seines Bruders.- mehr >>>

18 Jahre Haft - und kein bisschen leise - Nach 18 Jahren Haft wurde Mordechai Vanunu jetzt aus dem Gefängnis entlassen. Als 32-Jähriger hatte er das wichtigste militärische Geheimnis des Staates Israel verraten: die atomare Bewaffnung. Für Pazifisten ist Vanunu ein Held, für viele Israelis ein Verräter. Seine Geschichte bleibt rätselhaft. Wurde er von einer blonden Agentin in die Falle gelockt? Von Annette Großbongardt, Tel Aviv mehr...

"Richtet den Blick auf Israels Atomwaffen" - Nach 18 Jahren aus israelischer Haft entlassen, fordert der Whistleblower Mordechai Vanunu die Inspektion des israelischen Atomwaffenarsenal - mehr >>>

Wer hat Angst vor Mordechai Vanunu?

Umjubelt und geschmäht - Der freigelassene Vanunu fordert eine internationale Inspektion des Atomreaktors in Dimona

Mordechai Vanunu

Der Mann, den Israel fürchtet

 Friedensnobelpreis - Anwärter des Tages

Viele Israelis glauben, dass Atomwaffen ihr äußerstes Verteidigungsmittel seien -
 "die letzte Garantie dafür, dass es keinen weiteren Holocaust geben wird",
 wie der Rechtsexperte Mosche Negbi sagt.

Der Mann mit der langen Zunge - Uri Avnery - Einst legte Frankreich den Grundstein des Atomprogramms, danach gab es Mordechai Vanunu und natürlich jede Menge "Missverständnisse"

Vanunu - von Robert Fisk
Israel fürchtet Vanunu - 28.02.04

Gebt Vanunu den Friedensnobelpreis!

Mordechai Vanunu geehrt
Mordechai Vanunu - Wikipedia
Solidarität mit Mordechai Vanunu
Vanunu und die Bombe - FF1/99
Israel: «Friedensspion» weiterhin eingekerkert
Mordechai Vanunu - RLA 87
Vanunu und die Bombe
Keine Haftverkürzung für Vanunu
Israels Kernwaffen
Israels Debatte über Atomwaffen
amnesty international

Yoel Cohen
Die Vanunu-Affäre
Israels geheimes Atompotential
Vorwort von Frank Barnaby
Aus dem Englischen von Josephine Hörl
Glossar · Register · 440 Seiten · 10 Schwarzweißfotos
13,5 x 21 cm · Gebunden ·
€ 12,00 (D) · € 12,40 (A) · SFr 22,- (Sonderpreis)
ISBN 3-930378-03-5
 

Der Mann, den Israel mundtot machen will -  Mordechai Vanunu kommt demnächst frei

Homepage von "Free Vanunu"

 

 

 

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