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  Meinungsfreiheit, Zensur, Lücken + Manipulation im Nahostkonflikt - Die Hasbara Abteilungen

Aktuelles 5

Israels Krieg gegen Protest - Jonathan Cook - Das israelische Gericht  gab in dieser Woche die Order heraus, zwei Ausländerinnen, die von der Armee in der Westbank verhaftet worden waren, zu entlassen. Vor diesem weitgehend scharfen Vorgehen Israels gegen gewaltfreien Protest von internationalen, israelischen und palästinensischen Aktivisten warnen Menschenrechtsanwälte. Die  nächtliche Verhaftung der beiden Frauen in der palästinensischen Stadt  Ramallah  wirft  ein Schlaglicht auf neue Taktiken von israelischen Beamten: sie  benützen die Einwanderungspolitik, um ausländische Unterstützer der Palästinenser zu deportieren. Ein Tschechin wurde letzten Monat deportiert, nachdem sie in Ramallah  von einer Spezialeinheit ergriffen wurde, die unter dem Namen Oz bekannt ist. Ursprünglich war sie dafür gedacht, Gastarbeiter zu verhaften >>>

Weitere Angriffe gegen Reporter in der Westbank - Saed Bannoura, Imenc & Agencies, 11.2.10 - Palästinensische Berichterstatter, die entweder für lokale oder internationale Agenturen arbeiten, wurden  wiederholt Ziele von Angriffen der israelischen Armee, aber in letzter Zeit nehmen diese Angriffe sehr zu und führen zu Verletzungen, Schaden an der Ausrüstung. Und sie werden daran gehindert, ihre Aufgaben zu erfüllen. Während der letzten  zwei Tage wurden drei palästinensische Reporter angegriffen und verletzt, während sie aus dem Shufat-Flüchtlingslager in Jerusalem berichteten, als die Armee dieses überfiel. Zwei von ihnen arbeiteten für die Al-Quds-Zeitung – Ata Oweisat und Mahmoud Oleyyan -  und Ahmad Garabely für die französische Presse-Agentur. Die Soldaten versuchten, auch ihre Kameras zu zerstören. Soldaten griffen auch Diala Jweihan an, eine Reporterin, die für al-Quds-Net arbeitet und CNN-Fofograf Karim Khader. Die beiden berichteten auch über das Shufat-Lager. Jweihan wurde von einer (concussion) Granate  im Rücken getroffen. Sie verlor das Bewusstsein und wurde zum Al-Maqassed-Krankenhaus in Jerusalem gebracht. Sie litt an Verbrennungen am Rücken,  Arm und Oberschenkel. CNN-Cameraman Karim Khadeer wurde von einer  mit Gummi ummantelten Kugel getroffen. .. Mehrere Reporter  wurden mehrfach bei Armee- Invasionen in Burin, südlich von Nablus getroffen. Soldaten griffen  acht weitere Reporter gewalttätig an. ….  Das palästinensische Journalisten-Forum äußerte sich wütend gegenüber den israelischen Angriffen auf die Reporter und die andauernden Verletzungen ihrer Rechte. Das Forum rief das Internationale Journalisten-Forum, Menschenrechts- und juristische Gruppen an , sie möchten doch intervenieren, dass man mit der Gewalt und den Angriffen gegenüber den Reportern aufhören möge.       Quelle   (dt. und geringfügig gekürzt: Ellen Rohlfs)

ZAPP: Zensierte Bilder - Die Propagandaschlacht im Gaza-Krieg

A pro-Israel group's plan to rewrite history on Wikipedia  - Electronic Intifada - A pro-Israel pressure group is orchestrating a secret, long-term campaign to infiltrate the popular online encyclopedia Wikipedia to rewrite Palestinian history, pass off crude propaganda as fact, and take over Wikipedia administrative structures to ensure these changes go either undetected or unchallenged. more

Israels Armee ist nicht jüdisch - Dror Feiler ist Vorsitzender der ”European Jews for Just Peace”. - Dror Feiler: Stat  und Volk werden gleichgesetzt um eine seriöse Untersuchung zu verhindern - Dem israelischen Außenminister Avigdor Lieberman zufolge hat Schweden ein großes Problem, das behoben werden muss: Die Freiheit der Meinungsäußerung. Israel möchte dabei behilflich sein mit der Forderung, dass die schwedische Regierung sich von ihren eigenen Pressefreiheitsgestzen distanziert durch die Verurteilung eines Artikels im Aftonbladet vom17. August. Darin wird über Verdächtigungen berichtet, welche die israelische Regierung und die israelische Armee bestreiten. Israel bestreitet aber auch, dass es über Atomwaffen verfügt, dass es weißen Phosphor gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt hat, und dass es Palästinenser als menschliche Schutzschilde verwendet. Damit will ich nicht sagen, dass alle Anschuldigungen gegen Israel berechtigt sind, sondern dass man das reflexmässige Verleugnen seitens der israelischen Regierung mit Vorsicht geniessen muss. Der beste Weg, um herauszufinden, ob es eine Grundlage für die Vorwürfe gibt, ist ihnen auf den Grund zu gehen. Je früher, desto besser. >>>

The Israel Project - The Israel Project (TIP) is an international non-profit organization devoted to educating the press and the public about Israel while promoting security, freedom and peace. The Israel Project provides journalists, leaders and opinion-makers accurate information about Israel. The Israel Project is not related to any government or government agency. Our team of trusted Middle East experts and former reporters provides journalists with fact sheets, backgrounders and sources. TIP regularly hosts press briefings featuring leading Israeli spokespeople and analysts that give journalists an opportunity to get information and answers to their questions face-to-face. By providing journalists with the facts, context and visuals they need, TIP causes hundreds of millions of people around the world to see a more positive public face of Israel. This helps protect Israel, reduce anti-Semitism and increase pride in Israel. >>>

Israelisches Außenministerium im Internet - Das israelische Außenministerium finanziert professionelle Kommentarschreiber, die in internationalen Medien, wie z.B. in Facebook, Blogs und "linken Websites" posten, um die Regierungspolitik Israels zu verteidigen. In einem gestern erschienenen Artikel auf Hebräisch auf der Website der Zeitung "Yediot Akhronot" wurde das neue Programm des  israelischen Außenministeriums für die Erweiterung des Propogandakampfes im Ausland, hauptsächlich in Europa und den USA, dargestellt. Laut dem Zeitungsbericht wurde dutzenden Stundenten und Ex-Soldaten ein Büro zur Verfügung gestellt um Kommentare in verschiedenen Blogs, Nachrichten Websites, Foren, Twitter, Facebook und auch in "linke Websites" zu schreiben, die die aktuelle Positionen der israelischen Regierung erklären und verteidigen. Auf die Frage, ob die Kommentarschreiber, die im Projekt arbeiten, sich als "normale Internetbenutzer" ausgeben würden, hat der Projektsleiter geantwortet: "Klar. Unsere Leute werden nicht sagen 'Hallo, ich bin von der Hasbara (Propoganda) Sektion des israelischen Außenministeriums und ich wollte dir sagen, dass >>>

Selbstkritik statt Schlagabtausch im Nahostkonflikt - Palästinensische und israelische Nichtregierungsorganisationen hinterfragen die Berichterstattung - Einseitig oder ausgewogen? Immer wieder erhitzt diese Frage die Gemüter, wenn es um die westliche Berichterstattung über den israelisch-palästinensischen Konflikt geht. Doch wie steht es mit den Medien vor Ort? Dieser Frage gehen eine palästinensische und eine israelische Nichtregierungsorganisation nach: «Miftah» in Ramallah und «Keshev» in Westjerusalem. - Hubertus Ecker >>>

Kurze Papst - Medien - Nachlese - André Marty berichtet >>>

Stop the Press! This is what Israeli Democracy Looks Like - Nima Shirazi - Last Tuesday, prominent Israeli journalist Amira Hass was arrested by Israeli authorities upon entering Israel from Gaza. Hass, a correspondent for the daily Ha'aretz, had been living and working in Gaza for months, reporting on the lives of Palestinians and revealing many devastating truths about the brutalized and besieged community. Journalists are forbidden to enter Gaza, upon orders from the Israeli military. Clearly, where there are reporters, there may be reports. Where there are reports, there may be knowledge. And when there is knowledge, especially about the Israeli policy of constant aggressive oppression of the Palestinian people, there is sure to be outrage. Truth and dissent are the eternal enemies of history's oppressors, therefore it is no surprise that Israel wishes to suppress knowledge and publicity of its own indefensible actions >>>

Tag der Presse - Unfreiheit - André Marty berichtet - Na, heute schon die Zeitung zum Sonntag geholt, geblättert, die eine oder andere Geschichte gelesen? Oder hatten Sie’s eher mit der tagesschau gestern abend, vielleicht gar mit ein bisschen Hintergrund-Informationen aus dem Radio. Ja? Na, dann schätzen Sie sich glücklich, glücklich mit der Presse-Freiheit bei Ihnen zu Hause. Denn zum ersten Mal in der Geschichte der kontinuierlichen Erhebung der Pressefreiheit ist ebendiese Freiheit der Medien, zu schreiben, sagen und fragen, was journalistisch wichtig erscheint, in sämtlichen Regionen der Welt eingeschränkt worden. >>>                

Freedom of the Press 2009 Survey Release >>>

Washington calling -  André Marty berichtet - „Hi, is this André?“, fragt eine leicht aufgedrehte Stimme. „Yes, it’s me“. „Oh, the Blogger!“ -- Oh, oh. Der Anruf kommt aus Washington DC. Am Draht ist Deborah Lichentin. Deborah ist für die Europa-Angelegenheiten des Israel Project zuständig. Eine Lobby-Organisation, die der Welt, insbesondere aber Nahost-Journalisten, ihre Sicht der israelischen Dinge andient.

The Israel Project >>>

Der Google - Krieg - André Marty berichtet - Der Krieg geht in die nächste Runde. Nach der „Army of Blogger‘s“ gerät jetzt Google ins Schussfeld - respektive soll das Blickfeld auf Google etwas entschärft werden. Googlen Sie doch mal Israel, am besten die Bild-Suchfunktion: In der Schweiz kriegen Sie geschätzte 30 Millionen Treffer. Doch nicht die Menge macht’s, wie so häufig. Googlen Sie nämlich in den USA den Begriff „Israel“, dann kriegen Sie ganz ganz viele unschöne Bilder aus dem jüngsten israelischen Gaza-Krieg zuoberst in der Hitliste. Bilder vom Tot. Das soll sich ändern, findet das israelische Generalkonsulat in New York. Und so hat der für die israelische PR zuständige New Yorker Konsul auch schon bei Google protestiert.

Zensur, Gefängnis, Folter - Von Peter Kleinert - Nach Ausbruch der ersten Intifada wurde die kleine jüdisch/arabische Wochenzeitung Derech Hanitzotz/Tariq Al Sharara verboten, die Redaktionsräume wurden zerstört. Einige der JournalistInnen, Juden wie Araber, wurden zeitweise festgenommen

Weißer Phosphor, keine Bilder -   Sabine KebirDie Live-Übertragungen der US-Sender CBS und ABC von den Schlachtfeldern des Indochina-Krieges Ende der sechziger Jahre haben weder die amerikanische Bevölkerung noch die Weltöffentlichkeit darin bestärkt, den Siegeswillen der damaligen Regierung Nixon zu teilen. (…) Diesmal nun hat Israel beschlossen, überhaupt keine Reporter ins Kriegsgebiet zu lassen, um so die weltweite Information und Debatte einigermaßen steuern und die Version vom "verzweifelten Verteidigungskrieg" verbreiten zu können. In Deutschland spielten viele Medien, allen voran die öffentlich-rechtlichen ARD und ZDF, in den ersten beiden Kriegswochen auch brav mit: (…) "Al Djasira" sendet - und zwar live

Der Krieg, die Lobby und die Wahrheit

The Israel Project

André Marty berichtet - Schon von „The Israel Project“  gehört? Nein? Dann sind Sie kaum ein Nahost-Korrespondent. Denn „The Project“ hätte Sie längst gefunden. Diese Nicht-Regierungsorganisation hat sich gemäss eigenen Worten „devoted to educating the press and the public about Israel while promoting security, freedom and peace.“ Und die Jungs und Mädels vom "Project" haben durchaus ein gewisses Sendungsbewusstsein >>>

14.1.2009 - Der mediale Krieg - Die Machthaber wussten sich schon zu Zeiten von Alexander dem Großen der Macht der Medien zu bedienen. Schon Alexander der Große wusste über die Macht der gelenkten Berichterstattung. Noch heute werden über "den großen Feldherren" etliche Filme gedreht. Youtube als Propagandakampfplatz - das ist ein neuer Schauplatz im Medienkrieg. Anfang der Woche strahlte der TV-Sender France 2 ein Video aus, das angeblich die Opfer eines israelischen Angriffs Anfang Jänner zeigte. In Wirklichkeit handelte es sich um Bilder, die bereits 2005 entstanden und die Folgen einer durch einen Unfall ausgelösten Explosion zeigten. France 2 musste eingestehen, einem Propagandavideo aufgesessen zu sein. Der gleichen Mittel bedient sich natürlich auch die zweite Kriegspartei. Auf youtube finden sich unzählige Beispiele, in denen Israel den Eindruck zu vermitteln versucht, einen sauberen und präzisen Krieg zu führen.

Psychotricks demoralisieren den Gegner - Aus Aschkelon berichtet Ulrike Putz - Sie kapern die Funk- und Radiowellen des Gegners, verbreiten Falschmeldungen, verführen zum Verrat: Israel und die Hamas greifen im Krieg tief in die psychologische Trickkiste. Lügen und Betrügen ist die Waffe, mit der die Moral des Feindes untergraben werden soll.

Willkommen im Wahrheitsministerium Jerusalem Wie Israels "Spin-Doktoren" unter Ausblendung historischer Zusammenhänge Realität konstruieren - Von John Bunzl: Versuch einer Gegendarstellung in Erwiderung auf Botschafter Ashbel ("Die 'Humanität' der Hamas", 9. 1.).

Is Israel Winning the 'Media War' over Gaza? - 'Israel's crimes in Gaza is no victory, but a brief illusion of one.' - Ramzy Baroud - "We are all Hamas," screamed a scrawny Mauritanian, repeatedly, as he determinedly drew his face closer to a TV camera. Behind him, thousands more tunefully chanted similar words, chants that were heard in different Arabic dialects, in fact in many different languages all across the globe.

Stell dir vor es ist Krieg, und einer geht auch nach zwei Wochen noch hin - André Marty berichtet - (...) Die Jahre vor Ort bieten auch ein sehr praktisches Privileg: zwischendurch zieht’s mich nachts für ein paar Stunden nach Hause zu Frau und Kind in Tel Aviv. Mein Kameramann beharrt auf der Fahrt darauf, seine mitgebrachte CD zu hören – Spiel mir das Lied vom Tod. Eine deutsche Kollegin fährt im Höllentempo ins Hotel und beschallt sich mit Vivaldi - damit sie nicht laut weinen müsse. Alle haben wir unsere Mechanismen, wie wir mit dem Schrecken zurande kommen. Alle wissen wir, dass ein anderer nach Hause kommt als jener, der in den Krieg gezogen ist.  Stell dir vor es ist Krieg – und einer geht auch nach zwei Wochen noch hin.

Der Kampf um die öffentliche Meinung - Israel will ein weiches Bild vom Gaza-Krieg zeichnen - nach dem Beschuss einer Schule und zahlreichen zivilen Toten fällt dies schwer - Zwei Wochen nach Beginn der israelischen Militäroffensive im Gaza-Streifen gegen die Hamas hat sich noch immer kein ausländischer Journalist ein eigenes Bild von der Kampfzone machen können. >>>

Gegen Sprach-Weichspülmaschinen - Amira Hass - Was für ein Glück, dass meine Eltern tot sind! Damals, 1982, konnten sie das Geräusch der israelischen Kampfflugzeuge nicht ausstehen, die über die palästinensischen Flüchtlingscamps im Libanon flogen. Das Kreischen eines Flugzeugs erschreckte sie in ihrem Haus in Tel Aviv. "Wir müssen nicht sehen, was passiert, um zu wissen, was passiert", sagten sie. So war das damals. Und was jetzt, wenn sie von mir erfahren hätten von der zwei Jahre alten Sham, die behände auf den Tisch klettert, um ihrer Schwester beim Malen im Notizbuch zuzusehen; von dem fünf Jahre alten Tayyib mit der Lücke zwischen seinen Schneidezähnen, die sich zeigt, wenn er lächelt; von der sechs Jahre alten Carmel mit dem Bilderbuch, das sie liebt? Die Welt explodiert rund um diese Kinder, wieder und wieder, nur fünf oder zehn Meter entfernt von ihnen.

»Rundschau hat Antikriegsproteste kleingeschrieben« - Teilnehmerzahlen von Friedensdemo runtergerechnet. Deutsche Medien an der Seite Israels. Gespräch mit Hans Christoph Stoodt

Die verschwundenen Grafiken - Das israelische Außenministerium als Roßtäuscher überführt - Thomas Immanuel Steinberg -  In einem Dokument mit dem Titel "The Hamas terror war against Israel" liefert das israelische Außenministerium selbst den anschaulichen, schlagenden Beweis für den guten Willen von Hamas während der Waffenruhe  >>>

Die "Moral" von der Geschichte - Peter Bürger - Anmerkungen zum einseitigen Pro-Israelismus in der Politik >>>

Mittags ist Mordpause
- Karin Leukefeld -  Bombardierung einer UN-Schule in Gaza mit falschem Videomaterial verteidigt >>>

Mukata - Hausverbot - André Marty berichtet - Al-Jazeera - Korrespondent Walid Al-Omary, als er noch in die Muqata in Ramallah durfte Nein, sie haben’s gar nicht mit der freien Meinungsäusserung. Oder wenigstens der Berichterstattung. Seit ein paar Wochen nicht einmal mehr mit dem Zuhören lassen an Medieninformationen. Die Kollegen von Al Jazeera erhalten seit zwei Wochen keinen Zugang mehr zur Mukata, dem offiziellen Regierungssitz des palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas in Ramallah. Hausverbot, ohne Begründung, ohne Warnung – halt, das gilt’s zu korrigieren: Seit einigen Momanten werden die Büros von Al Jazeera in Ramallah, aber auch der palästinensischen Fernseh-Nachrichtenagentur Ramattan immer wieder von Abbas' Sicherheitskräften durchsucht, die Journalisten und Techniker an der Arbeit gehindert. >>>

Der Journalist und der Pogrom - André Marty berichtet - In der Journalistenschule wird die Frage ziemlich am Anfang der “Einführung ins Handwerk” gestellt: "Sie kommen als Reporter zu einem Unfall. Greifen Sie ein, helfen den Verletzten, organisieren die Rettung, oder rapportieren Sie ohne einzugreifen?“ Avi Issacharoff hat in Hebron nicht lange gezögert. >>>

Israeli, Palästinenser und die Pressefreiheit Israeli, Palästinenser und die Pressefreiheit - Es gibt wieder mal Prügel, mächtig Prügel. Nein, nicht die Blog-Prügler sind gemeint, sondern die Prügler der Medienfreiheit. Elf Journalisten und Kameraleute werden im besetzten Westjordanland und im Hamas-kontrollierten Gaza-Streifen verhaftet. Von den dem palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas unterstellten Sicherheitsdiensten im Westjordanland, von den Hamas-Sicherheitsdiensten im Gaza-Streifen. - In Bethlehem wird Aqsa-TV-Kameramann Osaid Amarneh gezwungen, einen Fackel zu unterschreiben, wonach er nicht mehr für die TV-Station arbeiten werde - In Qalikilia wird AP-Kameramann Mohamed Omar Athbeh verhaftet von Abbas’ Sicherheitskräften. Ohne Anklage sass er vom 8. Mai bis Juni im Gefängnis - Hamas verhindert die Berichterstattung über Proteste in der Al-Azhar Universität in Gaza. - Hamas verhaftet drei Freelance-Journalisten im Gaza-Streifen, beschlagnahmt ihre Laptops, Kameras und Mobil-Telefone - In Hebron verprügeln radikale extremistische jüdische Siedler gleich drei Pressefotografen von Reuters, AP und Agence France Press. In Qalkilia attackieren fanatische Siedler eine Kameracrew von Al Watan. - Al Jazeera-Kameramann Hasan Teeti wird von israelischen Soldaten mit Gummi-Schrott beschossen, als er Palästinenser bei der Olivenernte bei Kofur Qadoum filmt „We are with the Freedom of the Press“, stand auf Plakaten in Gaza zu lesen, Plakaten aufgehängt von der Hamas.

Und dann hörst du sie nicht mehr - André Marty berichtet - Das waren noch Sätze: „Ich schreibe nicht für die Palästinenser, sondern gegen die Besatzung.“ So kennen viele Amira Hass, die Buchautorin und Journalistin der Zeitung Ha’aretz. So was hören sie gerne in Europa  – viel lieber als in Israel. Und so hört man Hass in Israel seit kurzem gar nicht mehr: Sie ist bei Ha’aretz in einen unbezahlten einjährigen Urlaub getreten, lautet die offizielle Version. Die liberale Ha’aretz, verhasst bei Siedlern und Rechten, beliebt bei Liberalen, Links-Intellektuellen und sonstigen Aufgeklärten, erlebt zur Zeit einen eigentlichen Machtkampf. Das Geld wird mit dem Schwesterblatt The Marker, einer Wirtschafts-Tageszeitung, verdient. Und die Werbekunden wollen ihre Anzeigen nicht von Analysen über die israelische Besatzung und Palästinenser umrahmt wissen >>>

Der israelische Innen-Geheimdienst Shin Bet foltert preisgekrönten Journalisten - John Pilger - Es ist höchste Zeit, daß das Regime, das den Gaza-Steifen, die Golan-Höhen, Ost-Jerusalem und das Westjordanland besetzt hält, von der Seite des Zeitenlaufs verschwindet. Das verdeutlicht John Pilger in seinem Beitrag für den Guardian vom 2. Juli 2008: From triumph to torture. Israel's treatment of an award-winning young Palestinian journalist is part of a terrible pattern. Die Übersetzung besorgte W.B. - Vor zwei Wochen überreichte ich einem jungen Palästinenser, Mohammed Omer, den Martha-Gellhorn-Preis für Journalismus 2008. Der Preis wird zur Erinnerung an die große USA-Kriegskorrespondentin an Journalisten verliehen, die Propaganda der Mächtigen enthüllen, oder "Gefasel der Offiziellen", wie es Gellhorn nannte. Mohammed teilt sich den Preis von 5.000 Pfund mit Dahr Jamail. Erst 24jährig, ist er der jüngste Preisträger. Im Text seiner Verleihungsurkunde heißt es: Jeden Tag berichtet er aus der Kriegszone, wo er selbst auch ein Gefangener ist. Sein Heimatland, Gaza, ist umzingelt, ausgehungert, angegriffen, vergessen. Er ist ein zutiefst menschlicher Zeuge einer der großen Ungerechtigkeiten unserer Zeit. Er ist die Stimme der Stummen - Als Ältestes von acht Kindern erlebte er, wie die meisten seiner Geschwister getötet oder verwundet oder zu Krüppeln gemacht wurden. Ein israelischer Bulldozer zertrümmerte sein Elternhaus, in dem sich die Familie aufhielt, und verletzte seine Mutter schwer. Und trotzdem, so sagt der frühere holländische Botschafter Jan Wijenberg, "ruft er auf zur Mäßigung, drängt die palästinensischen Jugendlichen, nicht Haß zu hegen, sondern Frieden mit Israel anzustreben >>>

Mißhandlung am Grenzübergang - Mel Frykberg (IPS), Gaza-Stadt/jW - Übergriff auf Mohammed Omer. Israel erwägt »Zerstörung von Häusern« >>>

When you shoot the messenger >>>

From triumph to tortures >>>
Award-winning Palestinian reporter 'abused' by Israeli security officers >>
Mohammed Omer beaten unconscious >>>
Mohammeds Homepage: "Rafah Today" >>>


A pro-Israel group's plan to rewrite history on Wikipedia - Report - A pro-Israel pressure group is orchestrating a secret, long-term campaign to infiltrate the popular online encyclopedia Wikipedia to rewrite Palestinian history, pass off crude propaganda as fact, and take over Wikipedia administrative structures to ensure these changes go either undetected or unchallenged. 22.4.2008

Download CAMERA's emails [PDF - 2.7 MB]

Honestly Concerned & Co - Die Manipulation von Wikipedia >>>

Gesteuerte Realitäten - Oliver Eberhardt - Wie im israelisch-palästinensischen Konflikt versucht wird, Einfluss auf die Berichterstattung zu nehmen - Bilder, sagt man, sind eine Waffe. Sie sind es, weil sie Meinung bilden, in der internationalen Arena; Meinung, die gebraucht wird, um in Zeiten der Krise zwischen A und B die internationale Unterstützung zu bekommen, die gebraucht wird, um das Maximum für die eigene Seite heraus zu holen. Und weil Bilder und Berichte - auch Text vermittelt in gewisser Weise Bilder - in Zeiten von Massenmedien und öffentlichem Druck viel zu wichtig sind, um sie dem Zufall zu überlassen, wird inszeniert, wo es nur geht, und das oft so, dass es für Journalisten schwer ist, heraus zu finden, wem genau sie da gerade folgen >>>

Cameraman down - - André Marty -   Kaffe hat er mir gemacht. Mit zwei Löffeln Zucker, stark wie die Sau. Der Protest des Foreign Correspondent, sich schon selber einen Kaffe einschenken zu können, liess er nicht gelten. „You’re our guest, my friend.“ Das war vor drei Wochen im Büro von Reuters in Gaza. Jetzt ist er tot. Fadel Shana, 23jähriger Kameramann, bei einem israelischen Militärangriff umgekommen. Das Video von seinem Tod ging um die Welt: der Panzer feuert, die Kamera läuft – dann wird’s schwarz. Fadel hat seinen eigenen Tod gefilmt.

Videos zum Tod des Kameramanns Fadel Shana’a

Wir sind unschuldig, wenn wir töten - DOKUMENT DER WOCHE - Yonatan Mendel über israelischen Journalismus - In Israels Medien ist es heute verpönt, von Gaza oder der Westbank als "den besetzten Gebieten" zu sprechen. Stattdessen ist lediglich von "den Gebieten" die Rede. Yonatan Mendel, ehemaliger Korrespondent der Nachrichtenagentur Walla, beschreibt in einem Artikel für die Zeitschrift London Review of Books (Ausgabe vom 6. März 2008), wie israelische Zeitungen und TV-Kanäle nicht nur auf viele Euphemismen zurückgreifen, sondern dank Disziplin und Selbstzensur eine Realität widerspiegeln, die es so nicht gibt.

Stecker raus - who cares - André Marty -  Was sind wir schnell: Der Chinese, Nordkoreaner, Myanmar, oder afrikanische und arabische Despoten ritzen die Pressefreiheit – und die Medienmeute heult auf! „Zensur“, „Diktatoren-Gehabe“, schlimmer noch „Menschrechts-Verletzer“, schallt’s und hallt’s durch die Redaktionen. Heute war’s wieder mal Zeit für das kollektive Aufheulen – eigentlich. Denn der grösste arabische Fernsehsender „Al Jazeera“ wird von einer Regierung boykottiert. Keine Interviews mehr, Visa der Journalisten sollen nicht mehr verlängert werden. Denn „Al Jazeera“ berichte einseitig, habe Bilder gestellt. Schlimmer noch: "Al Jazeera" stifte zum Terrorismus an. Schwere Vorwürfe, die der Sender samt und sonders zurück weist. Dennoch, die Regierung friert ihre Kooperation mit dem Sender ein.


Schiss, Herr Korrespondent - André Marty -  Robben die in Israel abends in den Bunker zum Schlafen, fahren in der kugelsicheren Weste zur Arbeit? Und die im Gaza-Streifen, wo's keine Bunker und viel Willkür gibt? Wie hältst du das aus, wenn neben dir ein Kind von einer Granate zerfetzt wird, wenn du im Krankenhaus filmst, wie die Körperteile einzeln angeliefert werden? Färbt eigentlich die Angst vor dem nächsten Anschlag, vor dem nächsten Luftangriff ab auf die Arbeit, auf die Qualität der Berichterstattung aus einem Krisengebiet? Ja, ja, darüber redet sich’s ungern, Journalisten schon gar nicht >>>

For German media, Gaza is not an issue - Assaf Uni - MUNICH - No one mentioned the Gaza Strip. The eight senior reporters of Bayerischer Rundfunk (Bavarian Broadcasting) sat Tuesday facing Israel's ambassador to Germany, Yoram Ben-Ze'ev. They asked him about the special relationship between the two countries, the conflict with Hezbollah and Iran's nuclear program.

Israelisches Außenministerium im Internet - Das israelische Außenministerium finanziert professionelle Kommentarschreiber, die in internationalen Medien, wie z.B. in Facebook, Blogs und "linken Websites" posten, um die Regierungspolitik Israels zu verteidigen. - In einem gestern erschienenen Artikel auf Hebräisch auf der Website der Zeitung "Yediot Akhronot" wurde das neue Programm des israelischen Außenministeriums für die Erweiterung des Propogandakampfes im Ausland, hauptsächlich in Europa und den USA, dargestellt. Laut dem Zeitungsbericht wurde dutzenden Stundenten und Ex-Soldaten ein Büro zur Verfügung gestellt um Kommentare in verschiedenen Blogs, Nachrichten Websites, Foren, Twitter, Facebook und auch in "linke Websites" zu schreiben, die die aktuelle Positionen der israelischen Regierung erklären und verteidigen. Auf die Frage, ob die Kommentarschreiber, die im Projekt arbeiten, sich als "normale Internetbenutzer" ausgeben würden, hat der Projektsleiter geantwortet: "Klar. Unsere Leute werden nicht sagen 'Hallo, ich bin von der Hasbara (Propoganda) Sektion des israelischen Außenministeriums und ich wollte dir sagen, dass ...'. Sie werden sich auch nicht zwangsläufig als Israelis ausgeben. Sie werden schreiben wie normale Internetbenutzer und ihre Kommentare werden auch persönlich rüberkommen, aber sie werden auf einer bestimmten Linie von Botschaften basieren, die das Außenministerium vorbereitet hat". >>>

Israel baut eine Blogger-Armee auf - Ralf Müller - Nach dem Rückzug aus dem Gaza-Streifen verlegt sich das Land auf den Propaganda-Kampf. Gesucht werden Blog-Krieger in den Sprachen Deutsch, Französisch, Spanisch und Englisch. Um die Stimmen der “anti-zionistischen Blogs” verstummen zu lassen oder zumindest zu übertönen, will die Regierung in Tel Aviv eine Armee von Bloggern anwerben, und zwar unter allen Ausländern, die nach Israel immigrieren. Deren Aufgabe wird von offizieller Seite tatsächlich als Teil der “Kriegsbemühungen” bezeichnet >>>

Konspiration auf dem Kunstrasen - Reframing 9/11 - Spaltung und Zerschlagung einer Grasswurzelbewegung? - Roland Heurig, Sabine Schiffer, Karin M. Schmidl - Im Internet ist eine notwendige, aber in Teilen wenig sachliche Debatte (1) über eine mögliche Unterwanderung, Instrumentalisierung oder Spaltung und Schwächung der sogenannten Wahrheitsbewegung entbrannt. Ausgelöst wurde die Debatte durch Ereignisse rund um das umstrittene Internet Video-Portal secret.tv, welche die Frage aufwerfen, ob hier seriöse Zeitkritiker in ein falsches Licht gestellt werden sollen. (2) Mit diesem Artikel möchten wir die Diskussion auf eine sachliche Ebene zurückführen, um eine inhaltliche Auseinandersetzung zu ermöglichen. Unser Ziel ist es nicht, einzelne Personen oder Plattformen anzugreifen, sondern kontraproduktive Mechanismen aufzuzeigen. >>>

Deutscher Journalist - lo, lo! - André Marty berichtet -  Er kam zum Arbeiten. Eigentlich. Martin Lejeune ist ein Journalist des deutschen „Freitag“. Lejeune wollte nach Gaza, zum Arbeiten; Beiträge aus dem abgeriegelten Küstenstreifen für seine Leserschaft schreiben. Das tun Journalisten. Eigentlich. Nicht so Martin Lejeune. Das israelische Government Press Office GPO verweigert dem deutschen Kollegen die Akkreditierung. Und ohne Akkreditierung kommt keiner in den Gaza - Streifen. >>>

Weiswäscherei und Nebelkerzen in Aktion - Die israelische Botschaft: (pdf) "Ethische Dilemmata während der Operation Gegossenes Blei" >>>

Hasbara 1 - Wie die "nicht extistierende Israellobby" wieder  aus den Opfern Täter macht. Der Gazakrieg eine Inzenierung der Hamas, die israelische Armee das traurige Opfer der Puppenspieler >>>
Hasbara 2  - Die Welt ist so, wie SIE es denken wollen? - "Bemerkenswerte" (auch wie "professionell" sie hergestellt wurde) Dokumentation über ein Seminar zum Thema “Israel und die Juden in Medien und Öffentlichkeit”.>>>

How Israel’s Propaganda Machine Works -  Dr. James Zogby, Gründer und Präsident des in den USA ansässigen „Arab American Institute“ erläutert im Folgenden die israelische Medienpropaganda. Diese sei genauso unverhältnismäßig wie die Aggressionen im Gaza-Streifen.

14.1.2009 Feuer eröffnet - auf die Journalisten - André Marty berichtet - Donnerstag, 15. Januar 2009 - Es knallt gegen 10 Uhr. Heute morgen hat die israelische Armee ein Medienhochhaus in Gaza-Stadt bombardiert, zwischen der 12. und 13. Etage ist die Bombe eingeschlagen. Die israelische Armee kennt die genauen Koordinaten des Gebäudes. Und just heute morgen telefoniert Reuters nochmals mit den israelischen Militärs – kurze Zeit später wird bombardiert >>>.

Mehr als 100 Medien unterstützen ROG-Appell an Israel

Weltweit haben mehr als 100 Medien den internationalen Aufruf von Reporter ohne Grenzen (ROG) für einen freien Zugang von Journalisten in den Gazastreifen unterschrieben. >>>

Es besteht die Möglichkeit, sich bei ALJAZEERA  zu informieren.  Download Livestation, um in hoher Qualität zu sehen  >>> (Unter „Channels“ auswählen + starten)
Mit verminderter Bildqualität  >>>

Der Nahost-Konflikt und die Medien -  Eine Kritik von Dr. Viktoria Waltz* (Universität Dortmund) - Wussten Sie, dass die deutschen Journalistlnnen in der Region, natürlich akkreditiert in Israel, eine Verpflichtung unterschreiben, nichts gegen die Interessen und die Sicherheit Israels zu schreiben? Ahnen Sie, dass das einer Selbstverpflichtung zum Maulkorb gleichkommt? ... mehr >>>

Ein Journalist: " Was alle Journalisten hier unterschreiben müssen ist, dass sie der Sicherheit Israels nicht schaden und sich deswegen den Zensurbestimmungen unterwerfen.
 

Anti-israelisch – pro-israelisch – der Nahostkonflikt in den deutschen Medien -   Dr. Bettina Marx (...) die ausländischen Berichterstatter werden in Israel, zumindest bei den offiziellen Stellen, gemeinhin als feindselig und anti-israelisch angesehen. Man wirft ihnen einseitige Parteinahme für die Palästinenser vor und mangelndes Verständnis für Israel, das von einer feindlichen arabischen Welt umgeben sei und sich in seiner schieren Existenz bedroht sehe.

Nahostberichterstattung - Sabine Schiffer - (pdf Datei) Eine neutrale Analyse zur Nahostberichterstattung gibt es nicht. Während etwa der Medientenor behauptet, die Israelberichterstattung sei vor allem antiisraelisch, behauptet die Glasgow University Media Group genau das Gegenteil. Beide führen prägnante Beispiele vor und der Unterschied liegt nicht darin, dass in Großbritannien die Berichterstattung pro-israelisch, in Deutschland pro-palästinensisch ausfallen würde. Und wie so oft stürzen sich gleich bestimmte Meinungsträger auf das jeweils opportune Ergebnis und trachten damit ihre eigene subjektive Position zu belegen. Dies entspricht dann genau dem, was man dem jeweils anderen vorwirft, die Selektion bestimmter Fakten und deren Verallgemeinerung, während gleichzeitig andere Fakten aktiv ausgeblendet werden.

ARD-Kameramann in Gaza wieder frei - Von der Hamas gefoltert - Michael Hanfeld - Die ARD hat bestätigt, dass ihr palästinensischer Kameramann Sawah Abu Saif, der am Samstag im Gazastreifen von der Hamas festgenommen worden war, in der Nacht zu Donnerstag auf freien Fuß gesetzt worden ist. Sein Zustand ist, wie der Studioleiter der ARD in Tel Aviv, Richard C. Schneider, sagte, schlecht. Er befinde sich nun im Krankenhaus. „Abu Saif wurde während seiner Haft gefoltert. Details möchten wir aus Sorge um Abu Saif und seine Familie nicht weiter nennen“, sagte Schneider. „Abu Saif wurde über die Arbeit der ARD ausgefragt. Man wollte alles über die Mitarbeiter und Korrespondenten wissen, und warum die ARD ,so negativ' über die Hamas berichte.

Feige - Hamas verschleppt ARD-Kameramann >>>

Apartheid und die Mauer: Zwei überwunden geglaubte WELT-ÜBEL feiern Wiederauferstehung - Von Rupert Neudeck - ".....Die Kontrolle der Palästinenser, aber auch der Besucher von außen wird immer heftiger und ausgefeilter. Übrigens auch auf dem neuen Ben Gurion Flughafen Tel Aviv. Das erste Mal werden wir ausdrücklich nach den Info-Papieren gefragt, die wir bekommen haben, nach den Büchern, die wir nicht gekauft sondern geschenkt bekommen haben. Vor der Kontrolle des Koffers fragt mich die nette Geheimdienstfrau am Sicherheits-Check vor dem Flughafen, wo ich die Papiere von der UNRWA über das Disengagement auf dem Gaza Streifen verpackt habe, im Koffer oder im Handgebäck?
Ob wir alle Papiere in Israel oder in den besetzten Gebieten bekommen haben? „Nein“, sage ich, weil ich ja auch einige mitgenommen habe aus Deutschland. Ob ich „Geschenke“ mitgenommen habe? Ich sage: „Nein“. Dann zieht das blutjunge Mädchen ein Buch heraus. Ob ich die in Israel gekauft habe? „Nein, die hat mir die Ghada Zeidan in Bethlehem gegeben. Es ist ein Polittouristisches schönes Buch über „Palestine and the Palestinians“. Dann sagt die Dame, als ich ihr erkläre, dass ich das Buch nicht gekauft, sondern bekommen habe: „Dann ist das also doch ein Geschenk!“ Als ob es nicht zwischen dem Kauf von Büchern und dem „Geschenk“ eine ganze Palette gäbe.
Kurz, man fahndet in Israel jetzt auch nach Papieren und Büchern und schaut die sich genau
an, die man mitbekommen hat. Das war auch der einzige Grund, weshalb ich und andere in unserer europäischen Delegation den Koffer öffnen mussten.
Auch schändlich anzusehen, wie ein sein ganzes Leben nur friedfertiger Mensch wie der irische Ex-Kultusminister Michael Higgins hochnotpeinlich nach seiner Reise befragt wird am Flughafen, wie ein kleiner Junger steht er da vor einem Mädchen, das penibel alles aufschreibt. .....
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Hürden und Lücken, Zensur und Selbstzensur - „Viele Zeitungen zeichnen ein Schwarz-Weiß-Bild. Grautöne kommen ebenso wenig vor wie Hintergründe oder der Alltag der Menschen. Für Positives ist gar kein Platz.“ Der Entwicklungshelfer Stefan ärgert sich über die Art, wie deutsche Medien den Nahostkonflikt darstellen. Seinen Nachnamen will er nicht nennen. Der Mittdreißiger hat in den palästinensischen Gebieten die Intifada erlebt, mit weit über 100 Tagen unter Ausgangssperre. Bald begann er, in Rundbriefen an Verwandte und Freunde das zu berichten, was die Medien seiner Meinung nach übersahen, wegließen, ausblendeten. Keine Hintergründe – und das, obwohl sich in diesem Landstrich, so groß wie Hessen, weltweit die meisten Journalisten pro Quadratkilometer tummeln, angeblich allein achthundert feste Korrespondenten, die Sonderberichterstatter gar nicht mitgerechnet. Der Entwicklungshelfer lobt die Berichterstattung der Neuen Zürcher Zeitung. Deren Korrespondent hat seinen Standort allerdings in Zypern und deckt den gesamten Nahen Osten ab. Keine Seltenheit. Korrespondenten betreuen mehrere Länder und sind oft nur für wenige Stunden am Ort, über den und dessen Bewohner sie schreiben. Viele sprechen die Landessprachen, wenn überhaupt, nur unzureichend, so die Erfahrung von Stefan. Und kein ausländischer Journalist wohne in den palästinensischen Gebieten, nicht einmal in Ost-Jerusalem. „Wie will da ein Journalist Ahnung vom Alltag der Palästinenser haben? Von Ausgangssperren, Razzien, Kontrollpunkten, Invasionen des Militärs?“ Diesen Alltag kennen – und da dürften sie eine Ausnahme unter den nichtarabischen Journalisten sein – zwei Israelis. Amira Hass, die im palästinensischen Ramallah lebt, sowie Gideon Levy, Sohn von Holocaust-Uberlebenden. .... mehr >>>

Der Bock als Gärtner - Israels Pressefreiheit gerät in Verruf - Wenn aber der Beamte, der die Aufgabe hat, den ausländischen Medien ein Bild von Israel zu vermitteln, diese erwähnten Meinungen nicht bloß teilt, sondern tatkräftig verbreitet, wird es ernst. Denn es schadet Israel. Der fragliche Mensch heißt Danny Seaman und ist Pressesprecher der Regierung. Das Interview, das Seaman kürzlich der Wochenzeitung "Kol Ha'ir" gab, könnte als Anleitung in der Kunst dienen, wie man sich Feinde schafft und an Einfluß verliert. Seaman scheint wie besessen von einem tiefen Haß und noch tieferer Verachtung für die ausländischen Medienvertreter, mit denen zusammenzuarbeiten doch seine Aufgabe wäre.

Wenn das Vorgehen der israelischen Armee und eines Teils der Siedler in den besetzten Gebieten in Medienberichten nicht immer gut wegkommt, so liegt das nach Seamans Auffassung daran, daß die ausländischen Fernsehstationen in Jerusalem gezwungen werden, palästinensische Mitarbeiter einzustellen. Diese würden bestimmen, was gesendet wird. Seaman prangert speziell Associated Press und Reuters an, die, zu seinem Verdruß, "Millionen von Menschen in der ganzen Welt mit Information versorgen". Dasselbe gilt für die großen Fernsehsender CNN, BBC, ABC und CBS. Auch die Presse bekommt ihr Fett ab. Seaman klagt besonders die europäische Presse an. "Deren Korrespondenten berichten Verleumdungen über Israel, als wären es Fakten. Die Fahrlässigkeit der Berichterstattung trägt zu dem Antisemitismus bei, der sich in Europa ausbreitet. Diese Leute müßten ein schlechtes Gewissen haben."

Auf Seamans Abschußliste stehen namhafte, angesehene Journalisten aus Europa und Amerika, darunter auch Lee Hockstader von der "Washington Post". Der Regierungssprecher weiß natürlich, wie man mit solch unangenehmen Typen umgeht. "Nein", sagt Seaman, "wir nehmen ihnen den Presseausweis nicht ab, schließlich sind wir ein demokratisches Land. Wir boykottieren sie einfach."
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Die Verpflichtungserklärung deutscher Journalisten in Israel - "Wussten Sie, dass die deutschen Journalistlnnen in der Region, natürlich akkreditiert in Israel, eine Verpflichtung unterschreiben, nichts gegen die Interessen und die Sicherheit Israels zu schreiben? Ahnen Sie, dass das einer Selbstverpflichtung zum Maulkorb gleichkommt? Würden Sie denken, daß deutsche Journalisten und Medien derart ‚käuflich' oder einschüchterbar sind, dass sie Tatsachen unterschlagen, zu späten Nachtzeiten senden, ja alles tun, um die Wahrheit nicht allzu schrecklich zu übermitteln und sowieso eher aus israelischen denn aus palästinensischen Quellen schöpfen und damit weder dem Neutralitätsgebot noch dem Informationsgebot nachkommen? Nicht, weil man aus dem Faschismus nichts gelernt hätte, sondern weil man nicht zulassen will, was nicht sein darf?

In Palästina ist die Hölle los, jedes Kind weiß inzwischen, dass es nur eine Lösung geben kann: Rückzug der Israelis aus allen besetzten Gebieten und zwei Staaten in den Grenzen von 1947/48, was schon einen palästinensischen Verzicht auf 2/3 des einst von ihnen belebten Landes Palästina bedeutet. Und was tun unsere Medien und unsere Politiker? Sie fordern seit einem Jahr Gewaltverzicht von den Palästinensern zu allererste von denen also, die vor allem ihr Recht auf Unabhängigkeit nach mehr als 50 Jahren einklagen, sie, die nicht für den deutschen Massenmord an den europäischen Juden verantwortlich sind. Sind Regierung und Medien derart verstrickt und selbst imperial gepolt, dass es auch ihnen im Nahen7Mittleren Osten nur um die Sicherung des Schmier-Öls für die europäische/amerikanische Wohllebens-, Industrie- und Rüstungsmaschinerie geht - koste es was es wolle?

Die Palästinenserlnnen fragen sich heute, wo bleiben die deutschen Joumalistlnnen, warum kommen sie zu keiner unserer Pressekonferenzen? Warum erfahren die Deutschen am allerwenigsten in ihren normalen Infortmationsquellen etwas über die Beweggründe, Hintergründe der Palästinenser, über die groß angelegten Menschenrechtsverletzungen und Genfer Konventionsverletzungen jetzt und seit 50 Jahren, auch während des sogenannten Friedensprozesses bis zur Initfada?...."
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IAK-Studie „NY Times“-Berichterstattung  „verzerrt“ - Eine in Amerika herausgegebene Studie, die sich mit der Berichterstattung der amerikanischen Ta­ges­zeitung New York Times über den israelisch-palästinensischen Konflikt befasst, legt offen, dass die Times der Berichterstattung über israelische Tote sieben- bis zehnmal mehr Bedeutung beimisst als jener über palästinensische Opfer.

 

Die Studie mit dem Titel „Off the Charts“ wurde von der gemeinnützigen Organisation If Americans Knew (falls Amerikaner wüssten) IKA durchgeführt, die sich auf Medienanalysen spezialisiert hat.

 

If Americans Knew wies aus, dass im Jahre 2004, als innerhalb eines bestimmten Zeitraumes acht israelische Kinder und 176 palästinensische Kinder getötet wurden – ein Verhältnis von 8 : 22 – Times-Überschriften und Leitartikel über die toten israelischen Kinder 6,8mal mehr als über die getö­teten palästinensischen Kinder berichteten.

 

Eine einmonatige Unterstudie belegte, dass dieses Missverhältnis noch zunimmt, wenn der gesamte Artikel analysiert wird. Den erwähnten getöteten israelischen Kindern wird (aufgrund von Wieder­ho­lungen der Toten, über die in den vorausgegangenen Tagen schon einmal berichtet wurde) 10mal mehr Bedeutung als den getöteten palästinensischen Kindern zugemessen.

 

Die Berichterstattung über Tote jeglichen Alters zeigte eine ähnliche Verzerrung – obwohl sie in der Studie eine weniger dramatische Schieflage ergab. mehr >>>>

Der Bock als Gärtner - Israels Pressefreiheit gerät in Verruf - In regelmäßigem Abstand klagen israelische Regierungsvertreter, Diplomaten und einfache Leute über die angeblich schlimme, ungerechte, voreingenommene Berichterstattung der ausländischen Medien. Während der vorangegangenen Intifada waren viele Autos mit Aufklebern zu sehen, welche die "feindselige ausländische Presse" anprangerten.
Derlei habe ich während der jetzigen Intifada nicht beobachtet, an der Einstellung hat sich jedoch nichts geändert: "Alle sind gegen uns, alle berichten nur über das angebliche Leid der Palästinenser (tatsächlich: das "angebliche" Leid), sie interessieren sich einen Dreck für uns, für unsere Männer, Frauen und Kinder, die bei palästinensischen Terroranschlägen getötet oder verstümmelt werden."

Warum? Das ist doch klar, im Grunde sind es durchweg Antisemiten, besser gesagt: Judenhasser. Wenn man darauf hinweist, daß die meisten ausländischen Journalisten in Israel faktisch Juden sind, dann, so die ausweichende Antwort, sind es eben typische Fälle jüdischen Selbsthasses. Diese Reaktion ist nichts Neues. Sie geht zurück auf die klassische Tradition, den Überbringer schlechter Nachrichten zu töten. Man könnte auch sagen: Es hilft nichts, den Spiegel zu zerschlagen, wenn einem das Bild nicht gefällt, was man darin erblickt. ..."
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Wieviel freie Meinungsäußerung verträgt "die einzige Demokratie im Nahen Osten"? - "Auch JournalistInnen müssen sich mit einer kritischen Berichterstattung zurückhalten. Nur wenige berichten beispielsweise über die furchtbaren Lebensbedingungen der PalästinenserInnen in den besetzten Gebieten. Von Dalia Sarig
Israel befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen seinem Selbstverständnis, "einzige Demokratie im Nahen Osten" zu sein, und der Einengung der Meinungsfreiheit als elementarer demokratischer Wert. Obwohl die freie Meinungsäußerung nicht durch gesetzliche Regelungen eingeschränkt wird, herrscht in Israel ein Klima der Intoleranz und Engstirnigkeit KritikerInnen aus den eigenen Reihen stehen immer weniger Freiräume zur Verfügung, ihre Meinung zu äußern. Wer mit seiner Kritik den "nationalen Konsens" in Frage stellt, muß damit rechnen, unter Beschuss zu geraten.....
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Tödliches Versehen"  - TAZ vom 7.2.2004 - Gegen vier Uhr morgens kamen die Soldaten, erinnert sich Mustafa Kuassas. Sie stürmen das Haus der Familie Kuassas, im Rafadia-Viertel in Nablus, der drittgrößten palästinensischen Stadt im Autonomiegebiet. Sie befehlen dem 26-jährigen Abdel Afur, in den Garten zu kommen, und konfrontieren ihn dort mit einem kurz zuvor verhafteten Palästinenser. "Kennst du den Mann?" - "Nein." Daraufhin schießen ihm die Soldaten ins Bein. Sie fragen noch einmal, ob Abdel Afur den Palästinenser kenne. "Nein", antwortet er wieder, und diesmal schießen sie ihm in die Hüfte. Sein Bruder Mustafa steht währenddessen am Fenster, so erzählt er später, und beobachtet die Szene. Ein Kommandant kommt zu ihm, ergreift seinen Arm und zieht ihn aus dem Haus. "Ich sollte mir ansehen, was sie mit meinem Bruder machen. Sie sagten, er hätte Waffen versteckt." Wieder fragen die Soldaten Abdel Afur nach dem Palästinenser. Nach dem dritten Nein "setzt ihm ein Soldat das Gewehr unmittelbar an den Mund und drückt ab". So weit die Schilderung von Mustafa Kuassas. Abdel Afur ist der jüngste Fall von insgesamt 18 Todesopfern einer israelischen Militäroperation, die Ende Dezember begann. Die Aktionen konzentrieren sich auf die Stadt Nablus, ein Zentrum palästinensischen Widerstands. mehr...

Anmerkungen zur DISS-Studie

Aufblähender Abwehrzauber - Die Studie zum "Antisemitismus" deutscher Zeitungen - Glaubt man Teilen der deutschen Medien, so leben wir in wahrhaft schlimmen Zeiten: Jeden Tag eskaliert der neue deutsche Antisemitismusstreit auf eine höhere Stufe. Erst musste nur Möllemann als Populist enttarnt werden, der nicht einmal vor der Instrumentalisierung antisemitischer Ressentiments Halt macht. Dann enthüllte Frank Schirrmacher letzte Woche in der "FAZ", dass Martin Walsers noch unveröffentlichter neuer Roman eine mit dem Hass-Repertoire der Antisemiten spielende Mordfantasie sei. Mit Ausnahme der "Süddeutschen Zeitung" schickten sofort alle wichtigen deutschen Zeitungen ihre Erregungsfeuilletons in den Überbietungswettbewerb um die steilste Empörung. Und jetzt sollen wir auch noch annehmen, dass die Entrüstung der deutschen Intelligenzblätter über antisemitische Umtriebe in deutscher Politik und Kultur nur raffinierte Tarnung ist.
Denn am 31. Mai legte das American Jewish Committee in Berlin die 35 Seiten umfassende Kurzfassung einer Studie vor, die das "Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung" (DISS) erstellt hat. Die Duisburger Forscher haben "die Nahost-Berichterstattung zur Zweiten Intifada in deutschen Printmedien unter besonderer Berücksichtigung des Israel-Bildes" untersucht und herausgefunden, dass die dabei geprüften Texte "oftmals dazu geeignet sind, in deutschen Diskursen vorhandene antisemitische und rassistische Vorurteile zu reproduzieren oder auch erst herzustellen".
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„Da wird die politische Keule geschwungen“ - Die israelische Regierung boykottiert die BBC (siehe Meldung). Rüdiger Heimlich sprach mit ZDF-Korrespondent Alexander von Sobeck über die Pressefreiheit in Israel.

KÖLNER STADT-ANZEIGER: Herr von Sobeck, ist dieses Boykott eine Ausnahme oder üblich?

ALEXANDER VON SOBECK: Es hat schon mehrere Fälle gegeben, aber keiner war so eklatant wie dieser. Es geht ja noch weiter. BBC World wurde aus dem israelischen Kabel genommen. Wir haben in den vergangenen zwei Jahren öfter Behinderungen erfahren: Für unsere palästinensischen Mitarbeiter werden keine Presseausweise ausgestellt, ausländischen Kameraleuten wurden Arbeitsgenehmigungen verweigert, bei der Ein- und Ausreise wird deutlich gemacht, dass man hier keine beliebte Person ist. mehr...

Israel wirft BBC Antisemitismus vor - Die israelische Regierung bezichtigt die BBC des Antisemitismus. Anlass für die Vorwürfe gegen den britischen Sender ist ein Bericht, wonach Israel über ein stattliches Atomwaffenarsenal und über biologische und chemische Kampfstoffe verfügen soll. Außerdem habe die Armee ein unbekanntes Gas gegen Palästinenser eingesetzt. mehr...

 

Wer freut sich hier worüber? - Das israelische Verteidigungsministerium habe sein eigenes Fernsehteam nach Ost-Jerusalem geschickt, um gestellte Szenen für Propagandazwecke zu filmen. Sie wurden dann weltweit gesendet. Laut Angaben des Besitzers eines Süßigkeitsladens habe ihm das israelische Fernsehteam 200 Schekel gegeben, um Süßigkeiten an Kinder zu verteilen. Der jubelnden Frau wurde ein Kuchen versprochen, so gab sie im nachhinein zu. Sie habe nicht gewusst, warum sie jubeln sollte; sie schäme sich jetzt dafür, nachdem sie es erfahren habe. Ob auf die Frau von palästinensischer Seite Druck ausgeübt wurde, kann nicht verifiziert werden. Der Publizist Meron Benvenisti, ehemaliger Vize-Bürgermeister von Jerusalem, schrieb am 13. September in der Tageszeitung Haaretz: "Ein Team des Büros des Sprechers des israelischen Verteidigungsministeriums wurde ausgesandt, um eine Jubelszene zu filmen. Süßigkeiten wurden in Ost-Jerusalem zum Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit verteilt." Es wurde suggeriert, als repräsentiere die handvoll palästinensischer Kinder die ganze palästinensische Nation.
Die Medien in Israel, den USA und Europa waren umgehend bereit, den Palästinensern eine Mitschuld an dem Verbrechen zu geben. Sie fragten, wie denn die Palästinenser auf diesen Vorfall reagieren würden, wogegen in Kairo, Tanger oder Beirut keine Fernsehteams auf der Suche nach Reaktionen ausschwärmten. Die palästinensische Führung verurteilte die Tat einhellig und eindeutig. Von jeder anderen Staatsführung hätte man dies akzeptiert, aber von den Palästinensern verlangt man diese Entschuldigung immer und immer wieder.
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Bei der Arbeit angeschossen - Journalisten in Konfliktzonen habens eben schwer: So lapidar entschuldigt die israelische Armee den mangelnden Willen zur Aufklärung von Gewalt gegen die Presse. Und palästinensische Journalisten dürfen bald gar nicht mehr nach Israel einreisen. mehr...

 

"Wenn Journalisten sich weigern, die Wahrheit über Israel zu sagen" - Was wäre wohl gewesen, wenn wir das Apartheid-System in Südafrika gegen die schwarze Mehrheitsbevölkerung unterstützt hätten? Was, wenn wir die weiße südafrikanische Führung als "hard-line-Krieger" anstatt als Rassisten bezeichnet hätten? Was, wenn wir die Erschießung von 56 schwarzen Demonstranten in Sharpeville als einen zu "verstehenden Ausfall der südafrikanischen Sicherheitskräfte" erklärt hätten? Was, wenn wir geschrieben hätten, daß die schwarzen Kinder, die von der Polizei erschossen wurden, in Wirklichkeit von ihren Eltern für die Sache geopfert worden waren? Was, wenn wir die "terroristische ANC Führung" dazu aufgerufen hätten, ihre "Leute zu kontrollieren"? mehr...

 

Israel gewinnt den Krieg der Wörter - Aus dem "Guardian" vom 9.4.2001 - Eine allseits bekannte Meldung: Palästinenser warfen in der Nacht drei Bomben auf die Eile Sinai Siedlung im Gazastreigen. Israelische Truppen reagierten mit Panzern und zerstörten einen palästinensischen Grenzposten. Diese Meldung, die von der BBC stammte, ist typisch für die Berichterstattung über den Nahostkonflikt. Es sind die Palästinenser, die angreifen, und die Israelis, die drauf reagieren. mehr...

 

Übergriffe auf Journalisten durch die IDF und jüdische Siedler - Aus einem Bericht des Kommitees zum Schutz von Journalisten (CPJ) - Der Ausbruch der Gewalt in den besetzten Gebieten letztes Jahr hat auch nicht die Journalisten ausgespart, und der West Bank und dem Gazastreifen den Ruf eingebracht, zu den gefährlichsten Plätzen der Welt für Journalisten zu gehören. Die Ursachen daafür liegen in dem Verhalten der IDF, israelischer Sicherheitskräfte und militanter jüdischer Siedler. mehr...

 

Bilder, Berichte, Betroffenheit - Die Medien und die Katastrophe (11. September) - Bei genauer Betrachtung des vollständigen, nicht gesendeten Bildmaterials fällt auf, dass es auf der Straße drumherum ruhig ist. Nur vor der Kamera eine Gruppe aufgekratzter Kinder. Die Frau, die mit ihrem Freudentaumel in Erinnerung bleibt, geht kurz darauf ungerührt weiter. Auffällig ein Mann in einem weißen T-Shirt. Er stachelt die Kinder an, und er holt immer wieder neue Leute ran. Die Frau, die gerade gegangen ist, sagt heute, man habe ihr Kuchen versprochen, wenn sie sich vor der Kamera freut. Sie selbst sei entsetzt gewesen, als sie die Bilder im Fernsehen sah. Niemals habe sie sich über den Anschlag auf die USA gefreut. mehr...

 

Wird Großbritannien antisemitisch? - Ariel Sharons Gang über den Haram al-Sharif in Jerusalem und der blutige Konflikt, der darauf folgte, haben weltweit hohe Wellen geschlagen. Verschwörungstheorien und wechselseitige Beschuldigungen der Voreingenommenheit haben die Beziehungen zwischen Journalisten und Eigentümern einiger der einflussreichsten Zeitungen in Großbritannien ernsthaft beschädigt. Berichte und Kommentare über den angeblichen Aufstieg eines neuen Antisemitismus waren dementsprechend in beinahe jeder britischen Zeitung zu finden. Bekannte Journalisten und Kolumnisten haben sich über eine Meinungsmache zugunsten Israels durch Zensur und Schikanen von Herausgeberseite beschwert. William Dalrymple, A. N. Wilson und Piers Paul Read schrieben einen Brief an den "Spectator", in dem sie sich darüber beklagten, dass unter Conrad Blacks Ägide eine seriöse kritische Berichterstattung über Israel innerhalb der Telegraph Media Group nicht mehr geduldet werde. Deborah Orr vom "Independent" beschwerte sich, sie sei es leid, als antisemitisch bezeichnet zu werden, nur weil sie es wage, Israel zu kritisieren. Sam Kiley, ein Auslandskorrespondent, verließ die "Times", weil er die Anweisung erhalten hatte, in einem Artikel über israelische Soldaten, die den 12jährigen Mohammed al-Durrah erschossen hatten, als er Schutz in den Armen seines Vaters suchte, "das tote Kind" nicht zu erwähnen. Gewiss: Die Genannten, durchweg bekannte und erfolgreiche Journalisten, haben sich zur Wehr gesetzt und behauptet. Aber nicht alle genießen den Schutz eines berühmten Namens, was zur Folge hat, dass in einem großen Teil der britischen Medien die Berichterstattung stark tendenziös zugunsten Israels ist, sei es aus Überzeugung oder aus Furcht. mehr...

Mit Panzern gegen die Presse - Der Krieg im Nahen Osten ist auch ein Krieg der Bilder - Jüngstes Beispiel: Israel. Dort geht die Armee als Reaktion auf den Terror der Selbstmordattentäter mit großer Härte gegen die bewaffneten Palästinenser vor. Immer wieder kommt es dabei aber zu Übergriffen auf die Zivilbevölkerung - und auch gegen Journalisten, die davon Zeugen werden. Seit Beginn der zweiten Intifada im September 2000 sollen nach Angaben der Organisation "Reporter ohne Grenzen" mindestens 57 Journalisten in den von Israel besetzten Gebieten verletzt worden sein. Vielleicht sogar mit Absicht. Der Generalsekretär der Organisation Robert Menard glaubt, dass sich die israelische Armee Journalisten als Ziele sucht, "um sie einzuschüchtern". Viele Reporter würden als Feinde behandelt. Außerdem unternehme die Armee alles, um ihre Militäroperationen zu verbergen. "Die Lage für die Pressefreiheit hat sich so verschlechtert wie niemals zuvor in der israelischen Geschichte", sagt er. Das erste Todesopfer hat die Militär-Offensive bereits gefordert: Im März starb der italienische Fotograf Raffaele Ciriello im Kugelhagel eines israelischen Maschinengewehrs. mehr...

 

Israel sieht sich als bedrohtes Opfer - Sieben Monate Intifada haben die palästinensische Bevölkerung traumatisiert. In einer Bilanz wird auch beklagt, dass die israelische Öffentlichkeit irreführend informiert wird. Bislang sind 78 Israelis und 460 Palästinenser getötet worden

"Die israelische Öffentlichkeit wird durch beständige offizielle Falschdarstellung von Tatsachen durch Politiker und Militärs in die Irre geführt." Das ist das palästinensische Resümee von sieben Monaten Intifada, die auf israelischer Seite - bei 78 Toten und 868 Verletzten - zu einer Verhärtung der öffentlichen Meinung geführt haben. mehr...

Palästinenser ohne Medien - Peter Schäfer  

Geschichtsverdrehungen - Die Microsoft Encarta sieht die Geschichte Palästinas aus einer einseitigen Perspektive.

Aufbruch zum eigenen Fernsehen:
 Eine Reise durch die palästinensische Fernsehlandschaft

Den Medien in Deutschland wird oft vorgeworfen, zu einseitig und zu klischeehaft über islamische Themen zu berichten. Deutsche Medienvertreter wehren sich allerdings gegen Pauschalvorwürfe. Vedat Acikgöz berichtet

Medien Kritik - auf der Seite von Anis Hamadeh.

Die deutsche Presse in der Kuschel-Ecke

Siehe auch die Sonderseite Propaganda

Information: Das Web ist eine "riesige Informationsquelle" - Das Pentagon will eine Suchmaschine für wichtige und aktuelle Informationen in Blogs entwickeln und bezeichnet dies als "Informationsradar, um das Informationsschlachtfeld besser zu verstehen" - Florian Rötzer

Amira Hass ist die einzige jüdisch-israelische Journalistin, die in Palästina lebt.

Zum darüber Nachdenken...........
Zusammen mit dem Ausseministerium Israels bietet der Ambassador-Kurs einzigartige Instruktionen für:
wie wird man ein selbstbewusster Sprecher für Israel bei jeder offiziellen oder inoffiziellen Diskussion

Teilnehmer lernen über die Tatsachen des Konfliktes, entwickeln Werkzeuge um die palästinensische Propaganda zu verstehen / Medienvorurteile, und erlernen die Möglichkeiten mit denen man für Israel sprechen kann...." Quelle

Link: http://www.jacontact.org/courses/is-am/

Israel erwägt zweiten Boykott gegen BBC 11.8.2006

Durch den Reifen springen - "EMBEDDED" - Korrespondenten dürfen nur unter Auflagen aus den von Israel besetzten Gebieten berichten - wenn überhaupt - Jonathan Cook

»Der mediale Kampf um die Opferhaltung.« - von Karin Wenger erschienen bei "inamo" - [pdf]

MEDIENBETREUUNG IN ISRAEL - All-inclusive-Paket für Kriegsberichterstatter - Aus Israel berichtet Matthias Gebauer - Propaganda gehört zu einem Krieg wie Bomben und Soldaten. Wie professionell Israel ausländische Journalisten umsorgt, ist trotzdem beachtlich. Viele lassen sich auf die umfassend betreute Berichterstattung ein.

Handys im Libanon- Psychokrieg per Telefon

Das Schweigen Europas - Ein Plädoyer im Interesse Israels - Judith Bernstein

IAK-Studie „NY Times“-Berichterstattung  „verzerrt“

Telearbeit an der israelischen Mauer

Israel und Palästina in den Medien der USA und Europas Wann werden Palästinenser gleichberechtigt sein? - von Kathleen Christison,

 

Die wichtigsten Manipulatoren 
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Israelische Märchenstunden
Wir müssen gerecht sein und bleiben

 

 

 

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