25.8.2010 -
Mitternacht an Bord der Mavi Marmara - Das Buch zum
israelischen Angriff auf die Gaza-Hilfsflotte
- Ron Jacobs - Nahezu die ganze Welt war geschockt, als
der israelische Angriff auf die Gaza-Hilfsflotte, der
sich am 31. Mai 2010 ereignete, bekannt wurde. Seit
jenen ersten Tagen hat sich der Schock etwas gelegt.
Nicht gelegt hat sich die tägliche Verzweiflung und das
Gefühl der Erniedrigung, das viele Bewohner/innen von
Gaza empfinden. Auch wenn offizielle Vertreter der UNO
mit der israelischen Führung nun über die Parameter für
eine angeblich 'unabhängige Untersuchung' diskutieren,
ändert sich nichts an der Situation im Gefängnis 'Gaza'.
Wie bei früheren Untersuchungen - der schlimmeren
Exzesse der Regierung in Tel Aviv, die sich auf einem
Kreuzzug zur Vernichtung der Idee 'Palästina' befindet
(man denke nur an Dschenin, Libanon 1982 und 2006 sowie
an die Bombardierung Gazas 2008) -, gilt auch hier: Je
länger es dauert, bis Ermittlungen eingeleitet werden,
desto geringer sind die Chancen, dass etwas dabei
herauskommt. Entweder ist ein Teil der Beweise dann
schon verschwunden oder eine PR-Kampagne (der Israelis
und deren Speichellecker in den internationalen Medien)
wird dafür sorgen, dass alle Fakten die entdeckt werden,
als irrelevant abgetan werden. Aus diesem Grund ist das
Buch 'MIDNIGHT ON THE MARVI MARMARA' so wichtig. Es wird
von dem (neuen) Projekt O/R Books herausgegeben. Das
Buch ist eine Sammlung aus Berichten, Artikeln und
Essays - von Menschen, die dabei waren bei dieser
Hilfsaktion ebenso wie von bekannten Kommentatoren des
israelisch-palästinensischen Konflikts. Herausgeber ist
der Autor und Lehrer Moustaf Bayoumi, der auch das
Vorwort verfasst hat. Das Buch handelt von der
Gaza-Flotte, von dem israelischen Angriff, von der
Reaktion der Welt und davon, was dieser Angriff mit der
Gaza-Blockdade zu tun hat. Zu den Autoren zählen
international bekannte Autorinnen/Autoren,
Aktivisten/Aktivistinnen, Politiker/innen, aber auch
ganz normale Menschen, die etwas tun wollen gegen Tel
Avivs unmoralische, illegale Bestrafung des
palästinensischen Volkes. >>>
Israel
Continues Effort to Turn MK Zoabi into Terrorist
- Readers of this blog will recall a
post I wrote after the Mavi Marmara massacre in which Israeli
Palestinian MK Haneen Zoabi was physically assaulted as
she attempted unsuccessfully to address the Knesset on her
return from her participation in the flotilla. Subsequent
to that, the Knesset further punished Zoabi by removing
rights and benefits accorded to all members. >>>
Bild - Profile Image for Israeli Facebook group calling
for killing Zoabi
Der Überfall auf die Free Gaza
Flottille am 31. Mai 2010 - Völkerrechtliches Gutachten
von Prof. Dr. Norman Paech - pdf - I. Der
Tatbestand - Der Überfall auf die Free Gaza Flottille am
frühen Morgen des 31. Mai 2010 durch die israelische
Armee hat weltweit erhebliche Empörung ausgelöst. Bei
ihm kamen auf der unter türkischer Flagge fahrenden Mavi
Marmara neun Passagiere ums Leben, mindestens 45 wurden
zum Teil schwer verletzt. Während zahlreiche Stimmen von
einer schweren Verletzung des Völkerrechts, ja von
Kriegsverbrechen sprechen, sieht sich die israelische
Armee vollkommen im Recht und hat nach einer internen
Untersuchung lediglich einige Pannen bei der Planung und
Durchführung der Kaperung der Schiffe eingeräumt.1 Um
das Geschehen genauer völkerrechtlich analysieren zu
können, muss zunächst der Hergang der Ereignisse geklärt
werden, der immer wieder unterschiedlich dargestellt
wird. >>>
Flotte
ohne Wellenschlag - - Warum Israel den PR-Krieg
nicht verloren hat und trotzdem auf seine Kritiker hören
sollte - Stephanie
Doetzer -
(Originaltext erschienenen in: Executive Magazine,
Beirut, Juni 2010) -
“Können wir noch irgendetwas für Sie tun?” fragt ein
junger Herr vom israelischen Geheimdienst nach zehn
Minuten Verhör im Plauderton. Mohamed Vall, ein Al
Jazeera Korrespondent auf der Mavi Marmara, gehörte zu
den VIP-Passagieren des Schiffes – also jener Gruppe aus
Parlamentariern und Journalisten, die sich über eine
vergleichsweise sanfte Sonderbehandlung freuen konnten.
Sanft heißt hier: Während die Hände der meisten
Aktivisten hinter ihrem Rücken zusammengebunden wurden,
bekam Mohamed die Handschellen vorne angelegt. Und im
Gegensatz zu manchen Mitfahrern, durfte er nach Belieben
aufs Klo.
Wäre
Mohamed nicht zufällig ein Freund von mir, ich hätte
immer noch keine konkrete Vorstellung davon, was
eigentlich passiert ist, an jenem 31.Mai, an dem die
israelische Marine die Gaza-Flotille kaperte und die
Passagiere drei Tage lang von der Aussenwelt abschirmte.
Hätte ich mich auf westliche Medien verlassen, ich
glaube, ich hätte nicht viel kapiert. Klar, ich habe
Zeitung gelesen und mich von einem Nachrichtensender zum
nächsten gezappt, drei Tage lang. Fühlt sich an wie eine
Schleife aus Déjà-Vus: Die Sache mit der Flotille ist
neu, der Rest ritualisierte Routine. Die israelischen
Militärsprecher sagen, was sie sonst auch immer sagen,
Journalisten und Politiker hecheln durchs Hamsterrad
ihrer eigenen Verhaltensmuster: Arabische Kommentatoren
verstricken sich in ihrer emotionaler Betroffenheit,
westliche dagegen in ihren eigenen Vorsichtsmaßnahmen.
Dass im Nahen Osten Zivilisten sterben, ist nichts Neues.
An tote Palästinenser hat sich die Welt gewöhnt. An
tödliche Angriffe aufs Hilfskonvois immerhin noch nicht.
Wenn es dann noch um Passagiere aus 40 verschiedenen
Ländern geht und um mutmaßliche Piraterie auf hoher See,
dann hat die Geschichte das Zeug zur Top-Story auf allen
Titelseiten. Aber es wurde keine Top-Story, jedenfalls
nicht in Deutschland und den USA. Es gab eine Reihe
kritischer Leitartikel, ein paar schockierte Kommentare
dazu dass der Angriff ausgerechnet in internationalem
Gewässer stattgefunden habe – aber so richtig hohe
Wellen hat die Flotille nicht geschlagen.
Außer in der arabischen Presse, versteht sich. Dort
wurde aus der Tragödie im Handumdrehen ein Triumph, aus
sämtlichen Passagieren selbstlose Helden und aus den
vereinzelten Demos in Europa wurde ein “historischer
Wendepunkt”. Wer das glaubt, scheint nicht allzu viele
westliche Zeitungen gelesen zu haben. Egal, wie oft es
behauptet wird: Israel hat den PR-Krieg nicht verloren.
Die israelische Armee kann sich auf tausende loyaler
Journalisten verlassen, die die öffentliche Debatten in
Nebenstraßen steuern, bevor sie zu irgendeinem Punkt
kommt. Wie sie das schaffen? Ganz einfach: Wenn es
irgendwas gibt, was noch blockierter ist als Gaza, dann
wohl der gesunde Menschenverstand in Sachen Nahost. Weil
das so ist, können Journalisten tagelang diskutieren wer
welche Waffen hatte und wer wann was angefangen hat,
ohne zu merken, dass das nicht viel zur Sache tut. Wenn
es stimmt, dass die Blockade des Gaza-Streifens nach
internationalem Recht illegal ist, dann kann der
>>>
Bild -
Krieg der Medien II - E. Arendt
Did IDF use their training footage for the Main Stream Media?
UNITED
NATIONS HUMAN RIGHTS COUNCIL PANEL
TO INVESTIGATE ISRAELI RAID ON GAZA
FLOTILLA ESTABLISHED
- 23 July 2010 - The President of
the United Nations Human Rights
Council, Ambassador Sihasak
Phuangketkeow, has appointed three
preeminent experts to an independent
international fact-finding mission
to “investigate violations of
international law, including
international humanitarian and human
rights law, resulting from the
Israeli attacks on the flotilla of
ships carrying humanitarian
assistance” which took place on 31
May. The experts are: Judge Karl T.
Hudson-Phillips, Sir Desmond de
Silva, and Mary Shanthi Dairiam*. In
announcing their appointment,
Ambassador Sihasak Phuangketkeow
said: "The expertise, independence
and impartiality of the members of
the mission will be devoted to
clarifying the events which took
place that day and their legality.
We call upon all parties to fully
cooperate with the mission and hope
that this mission will contribute to
peace in the region and justice for
the victims”. The establishment of
this independent international
fact-finding mission was decided on
2 June 2010 by the Council with its
resolution 14/1. The Council had
previously held an urgent debate on
the raid on the Flotilla by Israeli
Defense Forces. This United Nations
body deplored "the loss of life of
innocent civilians" during that
debate. >>>
UN names flotilla inquiry panel
- The United Nations Human Rights
Council has appointed a team to
investigate Israel's deadly raid on
a Gaza-bound aid flotilla in May.
The team will consist of three
independent experts: Sir Desmond de
Silva of Britain, Karl
Hudson-Phillips of Trinidad and
Tobago, and Mary Shanth Dairiam of
Malaysia, the UN body said on
Friday. The council voted to
establish the inquiry in June, after
nine Turkish activists were killed
when Israeli troops boarded the Mavi
Marmara, the largest ship in the
flotilla. "The expertise,
independence and impartiality of the
members of the mission will be
devoted to clarifying the events
which took place that day and their
legality," Sihasak Phuangketkeow,
the Thai ambassador to the UN, said.
Thailand currently currently holds
the presidency of the human rights
council. >>>
Wolfgang
Gehrcke An den Vorsitzenden des
Menschenrechtsausschusses Tom Königs
MdB -
(word Datei)
Aufnahme von Hanin Zuabi ins
Parlamentarierschutzprogramm
- Sehr geehrter Kollege Königs,
lieber Tom, ich bin in großer Sorge
über den Umgang des israelischen
Parlaments, der Knesset, mit der
Abgeordneten Hanin Suabi.
Bekanntermaßen war Frau Suabi an
Bord eines der Schiffe der
Free-Gaza-Flotille. Unabhängig
davon, wie man die Aktion von Frau
Suabi politisch wertet, ist es
völlig inakzeptabel, dass die
Knesset ihre Rechte als
Parlamentarierin beschnitten hat,
ihr das Recht, das Land verlassen zu
dürfen, einen Diplomatenpass zu
besitzen, sowie das Recht auf
Übernahme von Gerichts- und
Rechtsbeistandskosten durch die
Knesset entzog. So kann man nicht
mit Bürgerinnen und Bürgern umgehen
und erst recht nicht mit
Abgeordneten des Parlaments. All das
lässt schlimmeres erwarten >>>
Parlamentarier schützen
Parlamentarier - eine Aktion des
Deutschen Bundestages zugunsten
bedrohter und verfolgter
Politikerinnen und Politiker
(pdf)
>>>
Kleine
Anfrage der Abgeordneten Annette
Groth, Jan von Aken, Christine
Buchholz, Inge Höger u.a. und der
Fraktion DIE LINKE vom 9.7.2010
an die Bundesregierung - Die
Antworten der Bundesregierung -
Titel - Repressionen gegen
israelische und palästinensische
Menschenrechtsverteidigerinnen und
-verteidiger sowie Journalistinnen
und Journalisten
>>>
Bildquelle - Deutscher
Bundestag
Sonderseiten -
Free
Gaza 2010 >>>
|
Videos zur Free Gaza Flotille >>>
|
Sonderseiten Gaza >>>
|
Videodokumentation zu Gaza >>>
Dokumentation -
Meinungsfreiheit, Zensur, Lücken + Manipulation im
Nahostkonflikt >>>
Israel's boat problem
- Sherine Tadros - The Israeli
foreign ministry has been busy doing
damage control from the botched
flotilla raid, but it's made very
clear to the security establishment
that another boat blunder will throw
away all its efforts. Israel’s siege
on Gaza essentially consists of one
thing – surrounding the territory
and controlling all exit and entry
points. Logically, to break the
siege you enter or exit the
territory against Israel’s will.
Exiting without permission is not an
option, so on came the boats... In
theory it’s a simple, perhaps even
genius idea. It started shortly
after the siege began – back then
Israel sporadically let in small
boats carrying aid. Israel let them
in because they had more to lose by
stopping them than by allowing
through a few lefty activists (and
the odd politician) carrying a
gratuitous amount of aid. >>>
Israel's Gaza raid probe dismissed >>>
Israel: Aid ship shooting justified >>>
Testing the international
community - Abdulkadir Emin Onen - Israel's raid on
the Gaza-bound aid flotilla is not simply inter-state affair concerning Israel
and Turkey. It is, rather, an issue between Israel and the international
community. When Israel attacked the flotilla, with citizens of 32 countries
aboard, it struck brutally at the international community. Its actions were in
clear violation of international law and the international community must now
demand that Israel be held to account. >>>
The Gaza flotilla video wars
- On this week's episode of The Listening Post, we take a look at the on air
video wars following the Gaza flotilla attack and dip into our archive to give
you an excerpt from one of our favourite interviews: Wael Abbas on the Egyptian
blogosphere. When news editors woke up on the first day of June, the story that
an aid ship on course for Gaza had been raided by Israeli forces would have
already come down the wire. The ship was called the Mavi Marmara and had a
Turkish crew, nine of which were killed in the raid. The vessel was also
carrying a host of camera laden journalists but strangely global news agencies
only had two minutes of edited footage to broadcast. Why? Well that is because
all the journalists on board the Flotilla were incarcerated and their equipment
confiscated, so the two minutes of footage that the world actually saw was
carefully screened by the Israeli military. >>>
Women
prepare to set sail past Israel
- Mona Alami - The 'Maryam', an
all-female Lebanese aid ship,
currently docked in the northern
Lebanese port of Tripoli, is getting
ready to set sail for Gaza in the
next few days. The ship, which aims
to break Israel's siege on the
Palestinian territory, will carry
about 50 aid workers, including some
U.S. nuns keen to deliver aid to the
long-suffering women and children of
Gaza. >>>
Kölner Friedensforum:
Diskussion zu „Gaza-Hilfsflotten” und den Folgen
- 40 Jahre Politikversagen
- Hans-Dieter Hey - In einer Veranstaltung des
Kölner Friedensforums wurde versucht, auf einige
Fragen, die nach dem israelischen Überfall auf
die „Gaza-Hilfsflotte” am 31. Mai kontrovers
diskutiert wurden, Antworten zu finden. Die
Hilfsflotte bestand aus sechs internationalen
Schiffen mit 10.000 Tonnen Hilfsgütern für die
im Gaza eingeschlossenen Palästinenser. >>>
de Maizière (CDU) und Petra Pau (DIE LINKE) über
Hilfsorganisation einig: IHH unterstützte Hamas
- Peter Kleinert - Wollte der eher rechte
Bundesinnenminister Thomas de Maizière
ausnahmsweise mal der linken
Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau einen
Gefallen tun, als er vergangene Woche die
deutsche Hilfsorganisation IHH per
Fernsehansprache für verboten erklärte? Der
mörderische Angriff israelischer Soldaten auf
die Gaza-Solidaritätsflotte am 31. Mai hatte
jedenfalls nun auch in Deutschland Folgen,
nachdem Petra Pau in Übereinstimmung mit der
israelischen Regierung die türkische IHH in
einem Brief an die jüdische Gemeinde Bremen als
eine Organisation bezeichnet hatte, „die in
einem profaschistischen Ruch steht“. (...) Ausnahmsweise begeistert über
eine Bundestagsabgeordnete der LINKEN äußerten
sich nach dem Bekanntwerden des Briefes von
Petra Pau an die jüdische Gemeinde Bremen Medien
wie das auch nicht unbedingt linke
Burda-Nachrichtenmagazin Focus und das
ARD-Magazin Report Mainz >>>
Bild: Carlos Latuff
Nach dem IHH-Verbot
durch de Maizière von der Polizei aus dem Bett
geholt -
Klage gegen
“Bananenrepublik“ angekündigt-
Mustafa Yoldas -
Am 14. Juli meldete sich im Rahmen einer
Pressekonferenz in Berlin der ehemalige
Vorsitzende der islamischen “Internationale
Humanitäre Hilfsorganisation“ (IHH), Mustafa
Yoldas, zu Wort. Nachdem er nach dem Verbot der
IHH durch CDU-Innenminister de Maizière am 12.
Juli aus seinem Bett heraus verhaftet worden
war, wehrte Yoldas sich gegen das Verbot und
übte scharfe Kritik an de Maizière, der der IHH
Unterstützung der palästinensischen Bevölkerung
in Gaza vorwirft. Weil die üblichen Medien -
soweit sie dort überhaupt erschienen waren -
über die Pressekonferenz nicht oder nur ein paar
Zeilen berichteten
>>>
Nur milde Schelte für
die Spitze der israelischen Armee
- "Es hat keine Pannen oder Fahrlässigkeiten in
irgendeinem wesentlichen Bereich der komplexen Operation
gegeben" - Der israelische Bericht, der das militärische
Vorgehen bei der Konfrontation mit der "Gaza-Freiheitsflotte"
am 31. Mai untersucht, bemängelt Fehler bei der
Planung, nicht aber bei der Durchführung der Operation.
Milder als erwartet fiel die Kritik an der Armeeführung
in einer ersten israelischen Untersuchung der Konfrontation
mit der "Gaza-Freiheitsflotte" am 31. Mai aus. Der
rund 150 Seiten starke Bericht einer Kommission
unter Reservegeneral Giora Eiland wurde am Montag
teilweise veröffentlicht >>>
Isländische
Ex-Ministerin soll UN-Untersuchung leiten
- Die frühere isländische Außenministerin Ingibjörg
Sólrún Gísladóttir ist als Leiterin einer geplanten
Untersuchungskommission der UNO zu dem Angriff der
israelischen Armee auf einen Hilfskonvoi für den
Gaza-Streifen vorgesehen. Gisladottir bestätigte
am Montag gegenüber der Tageszeitung "Morgunbladid",
der Präsident des UNO-Menschenrechtsrates sei mit
einem entsprechenden Vorschlag an sie herangetreten.>>>
Bild - Demo in Berlin 2.6.2010 und mehr >>>
Israel droht Ghaddafi-Frachter
- Medikamente und Lebensmittel auf dem Seeweg in
Richtung Gazastreifen
- Der Streit um einen von der libyschen Ghaddafi-Stiftung
organisierten Frachter mit Hilfslieferungen für
den von Israel abgeriegelten Gazastreifen spitzt
sich zu. Das am Samstag abend von Griechenland aus
in See gestochene Schiff steuerte offenbar den Hafen
von Gaza an. Israels Regierung reagierte mit Drohungen.
Minister Jossi Peled warnte am Sonntag im Armeeradio,
man werde dem Schiff nicht erlauben, seine Fracht
im Hafen von Gaza zu löschen. Ein Armeesprecher
sagte, die israelische Marine sei »auf der Hut«
und verfolge die Route des Schiffes aufmerksam.
>>>
MEINUNGEN + ZWISCHENTÖNE - Gemeinsamer Mangel
- 12. Juli 2010, 18:10Wer sich da jetzt aller an
Gaza profilieren will, ist in höchstem Maße unappetitlich
- Gudrun Harrer - Nach dem Fall des Regimes
von Saddam Hussein gab es eine Bevölkerungsgruppe
im Irak, der es besonders schlecht erging: die Palästinenser.
Sie wurden nach 2003 diskriminiert, angegriffen
und vertrieben. Die Iraker rächten an ihnen den
zynischen Populismus ihres früheren Präsidenten,
der weiter Geld und Hilfe nach Palästina gelenkt
hatte, als im eigenen Land die Menschen bereits
selbst nichts mehr hatten. >>>
Eine bessere Blockade -
Nadia Hijab
-
Nachdem sich Israels Sicherheitskabinett stundenlang
eingeschlossen hatte, tauchte es schließlich auf,
um eine Lockerung der Blockade des Gazastreifens
zu verkündigen; es war ein Schritt, den die USA
sofort gut hieß. Israel und die USA hoffen so, die
Wut der Welt über die Kollektivstrafe über 1,5 Millionen
dort lebende Palästinenser zu entschärfen
>>>
Der Reporter als Feind
- Er will von Bord der Gaza-Flotilla berichten,
doch israelische Elitesoldaten nehmen ihn fest.
Die verstörende Bilanz eines eingebetteten Journalisten
- Mario Damolin - Berlin, Sommer 2010, Fête de la
Musique im Mauerpark. Flohmarkt und viele Büdchen,
eine junge Frau mit pechschwarzer Punkfrisur und
Schläfenlocken offeriert „israelischen Kuchen“.
Es sind gerade einmal zwei Wochen nach meiner Rückkehr
aus dem israelischen Gefängnis Beerscheva, wo ich
einige Tage einsaß, weil ich als Reporter auf einem
jener Schiffe der „Gaza-Flotilla“ war, die von der
israelischen Marine in internationalen Gewässern
im Namen der „Selbstverteidigung“ aufgebracht worden
waren. Ich eröffne das Gespräch, das in englischer
Sprache geführt wird: „Solchen Kuchen hat es im
israelischen Gefängnis nicht gegeben.“ Sie: „Im
Gefängnis? Wegen etwas Bösem?“ Ich: „Ich war auf
einem Schiff der ‚Gaza-Flotilla‘, für eine deutsche
Zeitung. Ist das böse?“ Sie, einen Schritt zurücktretend:
„Das war eine Provokation gegen mein Land. Ich verkaufe
Ihnen nichts.“ Ich: „Aber ich war beruflich dort.“
Sie: „Ich verkaufe nichts an Provokateure.“ Also:
ich bin ein Provokateur. Einer, der Israel provoziert
hat, und der nicht zu beklagen braucht, was danach
mit ihm passierte. Unterschiedslos fallen alle,
die von der israelischen Marine auf offener See
von bewaffneten Elitesoldaten der Einheit „Shayetet
13“ festgesetzt wurden, in die Kategorie „Provokateur“
oder „Angreifer“. Also: ich bin ein Provokateur.
Einer, der Israel provoziert hat, und der nicht
zu beklagen braucht, was danach mit ihm passierte.
Unterschiedslos fallen alle, die von der israelischen
Marine auf offener See von bewaffneten Elitesoldaten
der Einheit „Shayetet 13“ festgesetzt wurden, in
die Kategorie „Provokateur“ oder „Angreifer“. >>>
Bundestag - Aktuelle Stunde - 10.6.2010 -
Israelischer Angriff auf Schiffskonvoi
Bundestag fordert Ende der Gaza-Blockade -
Parlamentarier verlangen Aufklärung des
israelischen Angriffs auf Hilfsflotte
- Zehn Tage nach dem Sturmangriff der
israelischen Marine auf die Gaza-Hilfsflotte
haben sich im Bundestag Politiker aller Parteien
für eine umfassende internationale Untersuchung
ausgesprochen. Auf Antrag der Linksfraktion
debattierten die Parlamentarier am Donnerstag in
einer Aktuellen Stunde über den Piratenakt in
internationalen Gewässern vor der Küste des
Gazastreifens, bei dem am 31.Mai neun Menschen
getötet wurden. Dabei wurde die israelische
Regierung fraktionsübergreifend aufgefordert,
die Blockade des Gazastreifens aufzuheben.
Konkrete Druckmittel gegen Tel Aviv – etwa die
Aussetzung des EU-Assoziierungsabkommens –
wurden nicht genannt. >>>
Aufruf - Thierse, Dr. Wolfgang
(SPD), Bundestagsvizepräsident
Strässer, Christoph (SPD)
van Aken, Jan (DIE LINKE.)
Staatsminister Hoyer, Dr. Werner (FDP
Schockenhoff, Dr. Andreas
(CDU/CSU)
Groth, Annette (DIE LINKE.)
Mützenich, Dr. Rolf (SPD)
Beyer, Peter (CDU/CSU)
Stinner, Dr. Rainer (FDP)
Gloser, Günter (SPD)
Müller, Kerstin (B90/GRÜNE)
Kurth, Patrick (FDP)
Mißfelder, Philipp (CDU/CSU)
Haibach, Holger (CDU/CSU)
Die Blockade Gazas muss
endlich ein Ende haben!
- Jan van Aken -
Aktuelle Stunde des Deutschen Bundestages zum
israelischen Angriff auf die Free-Gaza-Flottille
- es gilt das gesprochene Wort - Sehr geehrter
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich bin
heilfroh das muss ich zunächst einmal sagen ,
dass unsere Kolleginnen und unsere Freunde, die
auf den Hilfsschiffen für Gaza waren, wieder
heil zurück in Deutschland sind. Am Montag sind
neun Menschen erschossen worden. Unser Mitgefühl
gehört ihren Angehörigen und Freunden. Der
Angriff auf die Schiffe war ein Verbrechen. Ein
griechischer Aktivist, der sich auf einem der
Schiffe befand, hat das sehr treffend und auch
sehr einfach gesagt: Dieses Meer ist frei. Seit
4 000 Jahren fahren wir auf diesem Meer. Es ist
ein Verbrechen, auf einem freien Meer auf hoher
See Schiffe zu entern, Menschen zu erschießen,
zu verletzen und zu entführen. - Weil das eine
Freiheitsberaubung und ein Kriegsverbrechen ist,
haben wir auch hier in Deutschland Strafanzeige
gestellt. Ich möchte heute aber vor allem nach
vorne schauen und fragen: Was können wir jetzt
tun, um das unendliche Leid in Gaza zu beenden?
Die Hilfsflotte hatte von vornherein zwei Ziele.
Einmal ging es um ganz praktische Hilfe. Es ging
darum, dringend benötigte Güter Zement,
Rollstühle, Medikamente und Dachziegel nach Gaza
zu bringen. An all dem mangelt es dort, weil
Israel seit Jahren rechtswidrig den Gazastreifen
einschnürt, abriegelt und kaum noch etwas
durchlässt. Die Hilfsflotte war aber auch eine
politische Aktion. Die Welt sollte an das Leid
in Gaza, an die menschliche Tragödie, erinnert
werden. >>>
Die Medien und die
Gaza-Friedensflotte - Christine Buchholz,
friedenspolitische Sprecherin der Fraktion DIE
LINKE und Niema Movassat, MdB, DIE LINKE
widerlegen Behauptungen, die in einigen Medien
gegen die Free-Gaza-Friedensflotte ins Feld
geführt werden. -
Wer sind die Organisatoren der
Free-Gaza-Bewegung? Waren die Organisatoren
nicht Islamisten? - Die Free-Gaza-Bewegung
hat zahlreiche internationale Unterstützerinnen
und Unterstützer aus verschiedenen Ländern.
Menschen aus unterschiedlichen politischen
Bewegungen, Sprachen und Religionen eint das
Ziel, die Blockade Gazas zu beenden. Unter den
700 internationalen Aktivisten befanden sich
unter anderem der schwedische Krimiautor Henning
Mankell und die beiden Bundestagsabgeordnete der
LINKEN, Annette Groth und Inge Höger, der
irische Nobelpreisträger Mairead
Corrigan-Maguire and der ehemalige
UN-Koordinator für humanitäre Hilfe im Irak,
Denis Halliday. Der türkischen Hilfsorganisation
IHH, Stiftung für Menschenrecht und Freiheit,
die das von Israel angegriffene Boot »Mavi
Marmara« gechartert hatte, wird von einigen
Medien vorgeworfen, eine islamistische
Organisation zu sein. Die IHH unterhält unter
anderem ein Büro im Gaza-Streifen, das auch mit
der seit 2006 gewählten Hamas-Regierung in
Kontakt steht. Auch die EU, die Türkei und die
UN unterhalten Beziehungen zur Hamas. Als
Regierung ist die Hamas für die IHH der
Ansprechpartner für die Hilfslieferungen im
Gaza. Die IHH berät unter anderem den
Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten
Nationen. Die zur Hilfe für die Opfer des
Bosnien-Krieges in den 90er Jahren gegründete
Stiftung ist in mehr als 120 Ländern weltweit
aktiv - auch in Regionen, wo der Islam keine
Rolle spielt. Sie hat unter anderem 30.000
Augenerkrankungen in Afrika behandelt,
unterstützt Nichtregierungsorganisationen in den
kurdischen Gebieten und schickte dieses Jahr
33.000 Tonnen Hilfsgüter nach Haiti. »Dort haben
wir Hilfsgüter für eine Million Dollar
verteilt«, sagt IHH-Vize Dede. »Und zwar in
einer Kirche.« Dass seitens der israelischen
Regierung nun versucht wird, die IHH als
IslamistInnen zu bezeichnen, ist leider keine
Überraschung. >>>
Kurzkommentar:
Es gibt
hinsichtlich der israelischen
Untersuchungskommission eine weitere
Entwicklung. Lt. einem Artikel in Haaretz haben
die USA einer israelischen Untersuchung der
Vorfälle auf der Mavi Marmara zugestimmt und
erweisen sich mal wieder als die komplizenhaft
verstrickten Partner, die Israel allzu gerne
hat. Für die Untersuchungskommission, welcher
zuvor mehrere namhafte israelische Juristen ihre
Teilnahme versagten, haben sich jetzt
offensichtlich genügend mehr oder weniger
hochrangige Juristen gefunden, denen ihre
Berufsehre nicht so viel bedeutet, denn an dem
Mandat der 'Untersuchungskommission' hat sich
nichts geändert. Sie wird die an der Operation
Beteiligten NICHT befragen dürfen.Soldaten und
Offiziere des IDF, die die Mavi Marmara kaperten
werden vor der Untersuchungskommission
erklärtermaßen NICHT erscheinen. Hingegen
werden Herr Nentanyahu, Herr Barak und Herr
Ashkenazy der Kommission ihre Aufwartung machen
und zu Protokoll geben, was sie die Welt glauben
machen wollen. Was auf der Mavi Marmara
tatsächlich geschah ist ungeklärt. Diese
Kommission hat lediglich den Auftrag, der Welt
die von Israel gewünschte Version den Anstrich
von Seriosität zu verleihen, den sie nicht hat
und die USA spielen mal wieder mit. Es ist eine
Untersuchungskommission, die ausdrücklich NICHT
untersuchen darf. K.W.
Israel, U.S. agree on
nature of Gaza flotilla probe
- Final decision held up for four days by the
Americans, who were dissatisfied with the
original proposal for the investigative
committee's composition. - Barak Ravid and Amos
Harel - Israel and the United States agreed
Thursday on the nature of the Israeli
investigative committee that will look into the
events surrounding the takeover of the
Gaza-bound aid flotilla nearly two weeks ago.
>>>
Another Perspective of
Truth - T.E. Origer -
Here in Northern New Mexico a series of local
letters to the editor and editorials have
appeared regarding the recent actions of Israel.
In these several writers, sharing similar Points
Of View, reference what they purport to be the
“facts”. They then proceed to present a series
of “half-truths”, speculations, rumors, and
innuendos in support of their position. There
are a few “facts” verifiable through minimal
research which they fail to raise, which may be
relevant if “truth” still holds any
complementarity to the search for knowledge. 1.
The killing of non-combatant civilians, in
declared or undeclared war, “police action”,
intervention, or even within a group of humans
purporting membership in a “civilized” society,
is MURDER, plain and simple. It cannot be
re-defined as self-defense or “collateral
damage”. Its fault cannot be re-directed to
victims who “were in the wrong place at the
wrong time”, or who happened to support a
political party whose ideology is unpopular with
others. All who kill or support the killing of
the innocent, participate in a crime against
humanity for which they, or those they
represent, must be held accountable. >>>
Weitere Quellen
Freedom Flotilla >>>
Ship to Gaza - livestream
>>>
Witness Gaza - Join us live as a
witness in Gaza - Videos >>>
Fotoserie
>>>
Matthias Jochheim und
Norman Paech über ihre Fahrt nach Gaza
>>
Schattenblick -
Dokumentation der Ereignisse -
Nachrichten, Berichte und Fotos - Free Gaza Movements >>>
Free Gaza >>>
Ships for Gaza -
http://www.betterworldlinks.org/index.php?cat=6741
Actions & Solidarity -
http://www.betterworldlinks.org/index.php?cat=1039
FAKE
VIDEOS OF ISRAEL ABOUT THE FREEDOM FLOTILLA ATTACK
EXPOSED (MUST SEE!!!)
Kontakt :
Angelika Wilmen, IPPNW, Tel. 030-69 80
74-15, Deutsche Sektion der Internationalen
Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges,
Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW),
Körtestr. 10, 10967 Berlin,
www.ippnw.de, Email:
ippnw@ippnw.de
Annette Groth -
030 227 77207 oder 77210
Eventuell ein direkter Konakt über Handy:
Annette Groth - 0178 6673953
Inge Höger -
0173 4378840
Es gibt
Satellitentelefon an Bord. Vermutlich kann
Frau Wilmen direkte Kontakte
herstellen.
Kontakte
zu den Schiffen:
Greta Berlin: 00353 851302199
Caoimhe Butterly: 00353 876114 553
Ewa Jasiewicz: 00353 851301216
Edith Lutz (EJJP): 02441 4740 oder 01520 4519740