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Dieser Zentralrat spricht nicht für alle Juden
 

Charlotte Knobloch stößt mit ihrer Kritik an der Ehrung von Felicia Langer auf entschiedenen Widerspruch.

Die Präsidentin des Zentralrat der Juden in Deutschland stößt mit einigen Äußerungen beim St. N. Redaktionsgespräch (Es wird Zeit die NPD zu verbieten") in der Ausgabe vom 20. August auf heftige Kritik von jüdischer Seite. 
 

Leserbrief von Evelyn Hecht-Galinski   zu Online Stuttgarter Nachrichten v. 19.08.2009, Charlotte Knobloch im Interview „Wir müssen die NPD verbieten“

 

Dank der guten Fragestellung an Frau Knobloch wissen wir es jetzt alle: Normalerweise wird der Zentralrat der Juden vor einer Bundesverdienstkreuzverleihung angeschrieben und nach seiner Einschätzung gefragt. Gilt das nur für deutsche und israelische Juden, für Israelis oder auch für Deutsche Bürger anderer Religionsgemeinschaften? Und hier hat das Außenministerium nach Anfrage diesen Vorschlag unterstützt. Glücklicherweise hat sich diesmal Ministerpräsident Oettinger, Bundespräsident Köhler und Tübingens Oberbürgermeister Palmer nicht gescheut eine große Menschenrechtsanwältin und Alternative Nobelpreisträgerin auszuzeichnen, ohne den Zentralrat der Juden in Deutschland um Erlaubnis gefragt zu haben. In der Tat bin ich sehr froh, dass letztendlich mein Vorschlag so wohlwollend aufgenommen wurde, wie es sich für unsere demokratischen Gepflogenheiten gehört.

 

Auch ist der Zentralrat nicht in den Gazakrieg hineingezogen worden, wie es Frau Knobloch im Interview äußert, sondern hat sich in halbseitigen Anzeigen in überregionalen Zeitungen einseitig auf die Seite Israels gestellt. Also ist nicht Felicia Langer eine Fanatikerin, wie hier dargestellt, sondern der Zentralrat forciert fanatisch die israelische Regierungspolitik. Frau Knobloch darf sich daher nicht wundern, wenn kein Unterschied mehr zwischen israelischen und deutschen Juden gemacht wird. Dieser Zentralrat spricht nicht für alle deutsche Juden.

(Zentralrat der Juden in Deutschland: Unsere Solidarität mit Israel - Ergänzung des Webmasters, siehe auch Bild rechts)

Wie sagte Staatssekretär Wicker anlässlich der Ordensverleihung in seiner Rede: „Dreiundzwanzig Jahre kämpften Sie gegen Enteignung, Häuserzestörung und Deportation. Ihre Mandanten berichteten Ihnen über Folterungen, erzwungene Geständnisse, völkerrechtswidrige Deportationen und Sippenhaft ähnliche Bestrafungen, wie das Niederreißen der Häuser der Verdächtigen.“

 

Schön wäre es, wenn Felica Langer auch eine Chance für ein Interview bekäme, damit sich die Leser selbst ein Bild machen können.

 

Evelyn Hecht-Galinski

 

 

 

Charlotte Knobloch im Interview: "Wir müssen die NPD verbieten" - Stuttgarter Nachrichten online

Zentralrat der Juden in Deutschland: Unsere Solidarität mit Israel

 

 

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