Kommentar des Monats
Februar 2010
von Evelyn
Hecht-Galinski,
Publizistin
Die Schleimspur der
Unterwürfigkeit
zieht sich durch
alle Parteien
von
Evelyn
Hecht-Galinski,
Publizistin
Es war einmal ein
Staat, der gründete
sich von Beginn an
auf mystifizierende
Unwahrheiten und
ethnische
Vertreibung. Als
neue israelische
Historiker – und
hier ist
insbesondere Prof.
Ilan Pappe zu nennen
– dies mit
historischen Fakten
aufdeckten, wurden
sie zu
„Staatsfeinden“ und
aus dem
„Märchenland“
gemobbt.
Schlimmer noch: Wir
machten uns zu
willfährigen
Helfern, indem Ilan
Pappe die Stadt
München Räume für
einen Vortrag und
Diskussionsabend
verweigerte. Jetzt
haben wir die
Wiederholung, indem
die
Trinitatis-Gemeinde
und die
Heinrich-Böll
Stiftung (der
Grünen) ihre Zusage
zur Durchführung
einer Veranstaltung
mit Prof. Norman
Finkelstein
rückgängig machte.
Nun hat auch die
Rosa-Luxemburg-Stiftung
(der Linken) ihre
Zusage
zurückgezogen, diese
Veranstaltung mit
Finkelstein zu
übernehmen.
Prof. Finkelstein
zog es daher vor die
Deutschlandreise zu
stornieren.
Ein wahres
Spiegelbild zeigt
sich hier wieder,
das sich durch
unsere deutsche
Parteienlandschaft
zieht. Die SPD in
München mit OB Ude
verweigert die Räume
für Ilan Pape, Sohn
von deutschen
Holocaustüberlebenden.
Die Grünen und die
Linke (meint sie
damit wirklich
koalitionsfähig im
Bund zu werden?)
lehnen die
Räumlichkeiten für
Norman Finkelstein
ab, Sohn von
Holocaustüberlebenden.
Israel / der
„jüdische Staat“
hat es geschafft,
dass Deutschland die
Terminologie der
Einteilung von
„guten“ (=
zionistischen) und
„schlechten“ Juden
voll übernommen hat
- d.h. den
„selbsthassenden“
oder jüdischen
„Antisemiten“, wie
man uns gerne
bezeichnet und damit
ausgrenzen,
unglaubwürdig und
mundtot, machen
will. Tatsächlich
mag ich mich und
meinen jüdischen
Mann sehr gern.
Gerade in
Deutschland sollte
man nicht noch
einmal eine Trennung
und Ausgrenzung von
Juden hinnehmen.
Deutschland sollte
endlich akzeptieren,
dass Israel eben
nicht für alle Juden
spricht - ein
Staat, der
systematisch die
Menschenrechte mit
Füßen tritt,
weiterhin alle
UN-Resolutionen
missachtet, den
Nahen Osten mit
Kriegsdrohungen
überzieht und noch
über 11.000
Gefangene
willkürlich
einsitzen lässt.
Wer spricht denn
noch von den 1,5
Millionen
eingesperrten
Gaza-Eingesperrten?
Ist kein Thema mehr,
nachdem der
„ausgewogene
Goldstone-Report“
fast schon wieder
aus den Medien
verschwunden ist. Im
Gegenteil: Der
vorher so angesehene
Richter Goldstone
ist inzwischen dank
israelischer
Propaganda zum
„umstrittenen“
Richter mutiert.
Auch beim jüngsten
Beispiel der
unmoralischen und
mörderischen Politik
Israels scheuen sich
deutsche Politiker
„laute Töne“
anzuschlagen. Aus
Rücksicht auf die
guten Beziehungen zu
Israel schreckt die
Regierung davor
zurück den
Botschafter
einzubestellen und
diesen wegen eines
Mordanschlags auf
einen Hamas-Führer
in Dubai zu
befragen, obwohl
einer der
mutmaßlichen
Attentäter im Besitz
eines deutschen
Passes war. Aufgrund
unserer historischen
Verantwortung
tolerieren wir also
vermeintliche
israelische
staatliche
Mordaufträge. Zu
hoch hängen will,
die Bundesregierung
und das
Außenministerium den
Fall nicht. Die
Beziehungen zu
Israel sollen nicht
belastet werden.
Schöne Beziehungen
sind das!! Da machen
wir unser
demokratisches
Gefüge und unser
Grundgesetz zu
Makulatur, wenn wir
diese israelische
Politik weiter
unterstützen. Daher
ist auch Israel in
Deutschland dank
Kanzlerin Merkel
„Staatsräson“.
Außerdem steht im
Koalitionsvertrag
nicht Israel,
sondern „Jüdischer
Staat“. Damit wird
unsere Verantwortung
für das Lebensrecht
der Palästinenser
negiert, genau wie
das der Jüdische
Staat will.
Aber was ist schon
von deutschen
Politikern zu
erwarten, die sich
ständig mit
israelischen Preisen
und
Ehrendoktorwürden
überhäufen lassen,
den Vorsitz von
deutsch-israelischen
Gesellschaften
übernehmen und die
Bundeszentrale für
Politische Bildung
in eine Zentrale für
„israelische“
Propaganda-Bildung
umfunktioniert
haben.
Auf der gleichen
Linie liegt
Steinmeiers
„Abschiedsgeschenk“
an Israel und
Ägypten für den
„Grenzbefestigungszaun“,
nämlich Zähne
fletschende
Schäferhunde als
deutsches
„Grenzsicherungsgeschenk“.
Mit dieser Art von
„Grenzsicherungsgeschenken“
haben wir ja eine
jahrzehntelange
Erfahrung. Diese
Schleimspur der
Unterwürfigkeit
zieht sich durch
alle Parteien
gleichmäßig. Das ist
dank Israels
Lobbyarbeit einmalig
in der Welt und in
Perfektion gelungen.
Dieser jüdische
Staat stinkt nicht
nur von den Socken
her – die Armee will
alle IDF Soldaten
mit neuartigen
Socken gegen
stinkende Füße
ausrüsten -, sondern
er stinkt vom Kopf
her. Eine Armee
– die moralischste
Verteidigungsarmee
der Welt – mit
Soldatinnen, die
oftmals noch
brutaler als Männer
gegen die
palästinensische
Bevölkerung
vorgingen, diese
erniedrigten und
mordeten. Gegen
diesen morbiden
Gestank in Israel
helfen auch keine
Gasmasken, die die
israelische
Bevölkerung bekommt.
Tatsächlich fährt
Propaganda-Minister
Yuli Edelstein ein
neues Geschütz im
Propagandakrieg auf.
Die in der
„Diaspora“ lebenden
Israeli sollen die
Untaten des
„Jüdischen Staates“
„schönreden“.
Außerdem wollen
Netanjahu und
Lieberman die
Auslands-Israeli
wählen lassen, um so
die Rechte noch mehr
zu stärken. Die
Kadima-Partei nennt
den Gesetzesentwurf
antizionistisch,
denn der Zionismus,
die jüdische
Nationalbewegung,
basiere darauf. dass
Juden im eigenen
Staat leben.
Das
Privileg, das
Schicksal Israels zu
bestimmen, muss in
den Händen derer
liegen, die auch
bereit sind, den
Preis für diese
Entscheidung zu
zahlen. Die
Tageszeitung Haaretz
sprach von einer
„Demokratie per
Fernbedienung“. Es
sei einfach ein
„Nationalist in
Manhattan zu sein.
Haaretz vergaß dabei
die „Nationalisten“
(Salon-Zionisten) in
Deutschland,
angefangen vom
Zentralrat der Juden
in Deutschland bis
zum „Pornoverfasser“
H.M. Broder. Diesen
ganzen
selbsternannten
Hütern des Zionismus
und Verwaltern der
„erlaubten“
Israel-Kritik
sollten wir alle –
inklusive der
deutschen Politik –
endlich Paroli
bieten, anstatt sie
ständig zu hofieren
und gewähren zu
lassen.
Da spricht fast die
gesamte deutsche
Presse nach dem
Tritt gegen
Charlotte Knobloch
nach ihren
Fehltritten und
deren Verzicht auf
eine weitere
Kandidatur als
Präsidentin des
Zentralrats von
einem neuen
deutschen Judentum
in Gestalt von
Dieter Graumann als
Nachfolger.
Sicherlich, Dieter
Graumann vertritt
das neue / alte
Judentum wie gehabt,
und es geht nahtlos
weiter. Hatte er
sich nicht schon oft
hervorgetan, als er
z.B. Rupert Neudecks
Buchvorstellung
verhindern wollte,
FAZ Redakteure nach
ihm nicht genehmen
Artikeln oder
Felicia Langer nach
ihrer
Bundesverdienstkreuz-Verleihung
attackierte. Das ist
hier nur ein kleiner
Ausschnitt von dem,
was wir vom neuen
Zentralratspräsidenten
zu erwarten haben.
Ich freue mich schon
auf ihn!
Fazit:
Israel-kritische
Juden werden in
Deutschland wieder
ausgegrenzt. Wer
Jude ist und in
Deutschland
auftreten darf,
bestimmt die
Israel-Lobby – mit
Hilfe und
vorauseilendem
Gehorsam der
deutschen Politik.
Eine Schande für
jeden aufrechten
Demokraten!
Eine zusätzlich
neue Qualität wird
erreicht, wenn zur
Hetzjagd gegen den
Initiator der Kölner
Domplatte (die
Bildwand), Walter
Hermann, aufgerufen
wird. Da hat
sich also eine
Gruppe
„couragierter“
Kölner Bürger
zusammengetan – Pro
Köln lässt grüßen!
-, um Walter
Herrmann bei der
Kölner
Staatsanwaltschaft
wegen Verbreitung
von Antisemitismus
und Anstachelung von
Hass anzuzeigen.
Unter der Ägide von
„Monika S.“ – Monika
wer? – und dem
Kölner „Theatermann“
Gerd Buurmann läuft
diese Strafanzeige.
Gerade Walter
Herrmann, Aachener
Friedenspreisträger,
ein honoriger Mensch
und angesehener
Buchautor, der
immerhin mit seiner
engagierten
Bilderwand gegen
israelische
Kriegsverbrechen
über 100.000
Unterschriften
sammeln konnte –
auch ich habe
unterschrieben –
soll hier mundtot
gemacht werden.
Lassen Sie uns alle
an die
Staatsanwaltschaft
Köln (Am
Justizzentrum 13,
50939 Köln)
schreiben für Walter
Herrmann und den
Erhalt seiner
Bilderwand.
Am 21.02.2010
schrieb auf der
„Achse der selbst
ernannten Guten“
eine Lucy de
Beukelaer, ein
Scherzkeks (stammt
sie von der
Keks-Dynastie ab?),
unter dem passenden
Titel
„Merde de Cologne“
gegen den
„pensionierten
Penner“ (Walter
Herrmann) und rief
dazu auf, die
Installation platt
zu machen. Das ist
der gleiche Tonfall,
mit dem der
Achsen-Mitinitiator
und gerichtlich
bestätigte
Pornoverfasser
Broder über seine
Prozessgegner
spricht, die er alle
in der der zweiten
Instanz platt machen
will.
Ein „Funken“
Hoffnung besteht
nach so vielen
brillanten und
intellektuellen
Israel-Kritikern der
Generation der
60-Jährigen und +:
Die Enkelgeneration
z.B. in Gestalt von
Avindar Begin, Sohn
von Knesset Mitglied
Benny Begin und
Enkel von Menachim
Begin, meint
(O-Ton):
„Mörderisches Blut
fließt in den
Arterien der
Israelis.“
Verinnerlichen
wir endlich alle und
gerade in
Deutschland unsere
besondere
Verantwortung:
Israel will alles
nur keinen Frieden.
Wie sprach Professor
David Urban,
Rechtsprofessor der
Georgetown
Universität in
Washington über das
Verbot den anderen
zu beschämen, das
für die jüdische
Vorstellung von
Würde so bedeutsam
sei. Der Talmud
lehre, man solle
sich eher
verbrennen, als
seinen Nächsten zu
erniedrigen. Gegen
dieses Gebot
verstoße die Folter.
Nicht nur gegen
dieses Gebot
verstößt Israel –
der „Jüdische
Staat“. Lassen wir
das nicht länger zu.
© Evelyn
Hecht-Galinski
- 21.2.2010
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