Warum findet eine
gemeinsame
Kabinettssitzung am
18. Januar mit einem
rassistisch-faschistisch-zionistisch
ideologischen
Kabinett in Berlin
statt? Weil Israel
laut Kanzlerin
Merkel deutsche
Staatsräson ist.
Oder weil Kanzlerin
Merkel vor der
Knesset sprach und
den jüdischen Staat
so liebt? Oder weil
wir aus unserer
unsäglichen
Vergangenheit
gelernt haben und
demonstrieren: „Nie
wieder“?
Außenminister
Westerwelle mit
seinem neuen Freund
Avigdor Lieberman
endlich auch in
Berlin Monte Christo
und Rotwein genießen
will? Nein, ganz so
einfach ist es
leider nicht. Diese
deutsche Regierung –
wie auch alle
vorigen – sehen in
Israel, dem
„Judenstaat“, setzen
ihn gleich mit den
armen Opfern, die
man bedingungslos
unterstützen muss,
egal welche
Menschenrechtsverletzungen
und Kriegsverbrechen
es begeht. Durch
diese Grundhaltung
bekam Deutschland
durch Israel von
Beginn an den
„koscher Stempel“.
Deutschland ist
durch diese
„Umarmung“ Israels
in einer Lähmung
erstarrt, die es
Israel ermöglicht,
z.B. unweit der
Knesset die
Palästinenser aus
ihren Häusern zu
schmeißen – alles
unter den Augen der
johlenden und sich
freuenden oder auch
schweigenden
jüdischen
Bevölkerung Israels,
alles zur
fortschreitenden
Judaisierung
Jerusalems. So
erleben die
Palästinenser jeden
Tag ihre
Extermination. Wir
schauen zu und
lassen Israel seine
Siedlungspolitik
verstärken. Wenn
Israels „moralische
Verteidigungsarmee“
Nacht für Nacht
Razzien durchführt
und Zivilisten
tötet.
Erschreckend ist
dabei, wenn
Kanzlerin Merkel mit
zweierlei Maß misst.
In Iran fordert sie
zu Recht
Demonstrationsrecht
und prangert die
iranische Regierung
an. Die israelische
Regierung lässt sie
dagegen gewähren,
wenn diese
gewaltfreien
Widerstand z.B. in
Bil’in
niedermetzelt, in
Gaza die Menschen in
unmenschliche
Geiselhaft nimmt.
Dieses zweierlei Maß
steigert sich ins
Unerträgliche, wenn
Moslems
grundsätzlich
„Gewalt ausübende
Militante“, Juden
aber grundsätzlich
als Opfer im Recht
sind. So hat es
Israel geschafft,
dass die
Terminologie
„Israel“ immer mehr
durch das Wort
„Jüdischer Staat“
ersetzt. Und das
bedauerlicherweise
mit Unterstützung
der USA und durch
unsere Regierung.
Wenn Israel jetzt
einen neuen 120 km
langen Unrechtszaun
baut, der 200
Millionen Euro
kostet, um seinen
„jüdischen
demokratischen“
Charakter zu
bewahren, sollte ein
Aufschrei durch die
Welt gehen.
Stattdessen kann
Israel mit gezielten
Erniedrigungen gegen
nicht genehme
Diplomaten wie den
türkischen
Botschafter
vorgehen; von
„gezielten
Erniedrigungen“ zu
„gezielten
Tötungen“, eine
Spezialität des
„jüdischen Staates“.
Israel kann nur so
agieren, weil wir
diese Arroganz noch
bestärken.
Warum verlangt
Außenminister
Westerwelle nur
anlässlich seines
Türkeibesuchs den
Schutz von
Minderheiten? Bei
seinem Israelbesuch
war dergleichen
nicht zu hören. Es
ist an der Zeit den
ideologisch, nach
territorialer
Ausdehnung
strebenden
aggressiven Staat
Israel „normal“ zu
behandeln – ohne die
„rosarote“ Brille.
Weder der jüdische
Staat noch die Juden
sind etwas
„Besonderes“ oder
„Auserwähltes“. Im
Gegenteil – sie
terrorisieren mit
unserer Hilfe die
Palästinenser und
sind mit den
gleichen Maßstäben
wie andere Staaten
zu messen.
Der 18. Januar
könnte also der
Beginn einer
„wundervollen
Freundschaft
werden“, indem wir
Israel normal wegen
seiner
Menschenrechtsverletzungen
kritisieren. Alles
andere wäre ein
„weiter so“ und
Bestätigung Israels,
wenn wir Israel mit
seiner
Unrechtspolitik
ungestraft
weitermachen lassen.
Wir sollten aus
unserer Geschichte
gelernt haben.
Als deutsche Jüdin
sage ich „Nicht in
meinem Namen“!
Dieser Staat darf
nicht für alle Juden
sprechen und spricht
und handelt nicht
für alle Juden in
der Welt. Ich
verwahre mich gegen
diese Anmaßung.
In diesem
Zusammenhang möchte
ich ein Buch
empfehlen, das
momentan leider nur
in Englisch zu
erwerben ist, in dem
27 unabhängige
jüdische Stimmen
ihre Haltung
gegenüber Israel
übermitteln. Das
Buch heißt „A Time
to Speak out“, Verso
Verlag (11,99 €),
das man in jeder
deutschen
Buchhandlung
bestellen kann. Es
handelt sich um ein
so wichtiges Buch,
dass ich es auch der
Bundesregierung und
dem Bundestag als
Pflichtlektüre
empfehlen möchte.
Die Wirklichkeit
des 18. Januar wird
wahrscheinlich
anders aussehen. Das
israelische
Gruselkabinett und
deren Kriegshetzer
werden neue
Kriegsschiffe,
U-Boote und Waffen
fordern. Oder will
Israel die 8
Millionen Gasmasken,
die ab Februar für
die israelische
Bevölkerung
ausgegeben werden
sollen, wegen – so
die offizielle
Begründung – der
Bedrohung durch
chemische und
biologische Waffen
aus dem Iran und
Syrien. Das sind
schon wieder Signale
gegen Syrien als
neue Bedrohung.
Damit wird die
Golanhöhe-Frage auch
schon beantwortet.
Israel will alles,
nur keinen Frieden.
Geht nicht vielmehr
die Bedrohung durch
chemische und immer
neue perverse Waffen
von Israel aus? Hat
nicht Israel zuerst
während des
Libanonkrieges und
jetzt während des
Gaza Angriffs diese
neuartigen Waffen
verwendet um den
Libanon und Gaza für
diese schändlichen „
Laborversuche“ zu
missbrauchen und
danach weltweit zu
exportieren?
Israel braucht
keine Waffen von uns
und keine engeren
Beziehungen mit uns,
solange es diese
Menschenrechtsverletzungen,
die Gaza-Blockade
und Genozid-Politik
gegenüber den
Palästinensern
verfolgt. Israel
braucht Sanktionen
und Boykott, die
auch gegen Südafrika
zum Erfolgt geführt
haben. Es ist an der
Zeit, dass das in
Deutschland endlich
verinnerlicht wird.
Ebenso skandalös ist
es, wenn am 27.
Januar zum
Auschwitzgedenktag
Staatspräsident
Peres die Gedenkrede
im Bundestag halten
darf – ein Mann,
Vater des
Siedlungsbaus und
„Vater“ von Israels
Atomwaffen, ein
Mann, der den
Gazakrieg und alle
anderen Untaten des
Staates Israel seit
Jahrzehnten
mitverantwortet, ein
Mann, der den
untadeligen Richter
Goldstone nach
seinem Goldstone
Report aufs Gröbste
beleidigte. Ein
Mann, der
Propagandalügen bei
allen Staatsbesuchen
verbreitet. Dagegen
müsste es gezielte
Proteste geben, wenn
Peres am 25. Januar
nach Deutschland zum
Staatsbesuch kommt.
Mit diesem Redner
wird der 27. Januar
zu einem
Holocaust-Israel-Propaganda-Lügen-Tag
umfunktioniert. Das
haben die
Holocaustopfer nicht
verdient! Wehren wir
uns gegen die
unerträgliche
instrumentalisierende
Holocaust Benutzung
und Inszenierung der
israelischen
Regierung. Ist das
die „tiefe
Freundschaft“
zwischen Israel und
Deutschland? Alle
Deutschen sollten
wissen, dass diese
israelische Politik
die ganze Welt in
eine Katastrophe
führt, die nicht den
Terror verhindert
sondern den Terror
fördert. Deshalb
sollten wir die
israelischen
Friedenskräfte
unterstützen und
nicht die
israelischen
„Kriegskräfte“.
Kanzlerin Merkel und
alle Beteiligten
möchte ich ein Zitat
von Ludwig Marcuse
für die
Kabinettssitzung auf
den Weg geben:
„Wer bereut, hat die
Chance, dass er eine
Gegenwart haben
wird, deren er sich
in Zukunft nicht
ganz so sehr zu
schämen braucht.“