Kommentar des Monats
Dezember 2009
von Evelyn
Hecht-Galinski,
Publizistin
Der „Lügenbaron“
Pünktlich zum
schrecklichen
Jahrestag des
Gazaangriffs
„Gegossenes Blei“ am
27. Dezember sind
auch wir in der
fürchterlichen
Realität der
Vernichtung von
Menschenleben
angekommen. Hat die
„mächtigste Frau der
Welt“, Kanzlerin
Merkel ihre
bedingungslose
Freundschaft mit
Israel so wörtlich
genommen, dass sie
von Israel nun auch
noch das gezielte
Töten übernommen
hat? Israel will die
Hamas vernichten.
Deutschland will mit
Hilfe des
Bundeskanzleramtes
„Aufständische
vernichten“. War
nicht Oberst Klein
nur der Vollstrecker
von Merkels
„Befehlen“? Oberst
Klein hatte die
Menschen als Ziel,
nicht die Fahrzeuge.
Israel hat die
Menschen als Ziel,
nicht die „Hamas“.
Was uns Israel schon
seit Jahrzehnten
vormacht, nämlich
die gezielten
Tötungen von so
genannten Feinden -
gegen jedes
Völkerrecht und
gegen alle
Menschenrecht –
kopiert die deutsche
Regierung jetzt
gegen alle
Beschlüsse des
Bundestags. Gezielte
Tötungen sind Mord!
Durch Kanzlerin
Merkel und ihre
Befehlsempfänger ist
ein neuer Ungeist in
Deutschland
eingezogen. Der
Beginn datiert
selbstverständlich
schon länger zurück,
als der damalige
Außenminister
Fischer den
unsäglichen
Kosovokrieg mit
Auschwitz
rechtfertigte. Der
damalige
Verteidigungsminister
Scharping faselte
von einem
„Quantensprung“, als
Deutschland wieder
im Krieg mitspielen
durfte, und danach
sah
Verteidigungsminister
Struck unsere
Freiheit am
Hindukusch
verteidigt. Wohin
uns das geführt hat,
sehen wir jetzt.
Unsere Politiker und
insbesondere „unser
Lügenbaron“
verteidigen
mörderische Angriffe
als „angemessen“.
Kritik wird als
hysterisch abgetan.
In der deutschen
Geschichte wurden
die „von und zus“
schon viel zu oft
als falsche Helden
angehimmelt. Das
trifft auch für den
so genannten
Widerstand gewisser
adliger Generäle zu,
die erst, als sie
den Sieg nicht mehr
vor Augen hatten,
schnell die mit
dilettantischen
Mitteln ihre Haut
retten wollten. Aber
sie waren – bis auf
einige Ausnahmen –
weiter überzeugte
Nationalsozialisten.
Schon damals nach
1945 bedienten sich
die USA der „Nazis“
und benutzten sie
wieder. Alles
wiederholte sich
wieder nach dem
Zusammenbruch der
DDR. Fast nur
Privilegierte
schwammen wieder
oben. So wurde uns
auch Angela Merkel
angeschwemmt – Kohls
Mädchen -, die sehr
geschickt verstand
ein Netzwerk um sich
zu scharen und ihre
Macht still und
leise, aber sehr
effektvoll,
auszubauen. Gerade
auch diese
Vergangenheit
Merkels war für die
USA ein Segen. Erst
das bedingungslose
Kuschen vor Bush und
jetzt die neue
Doktrin „Israel als
deutsche
Staatsräson“. In der
Tat zieht sich der
rote Faden durch die
Biographie Merkels
von der ostdeutschen
Pfarrerstochter und
unserer Perle aus
der Uckermark bis zu
ihrem (richtigen?)
Taktieren mit den
Mächtigen. In ihrer
unsäglichen
Knessetrede outete
sie sich wie eine
christliche
Zionistin, was wie
ein Schlag gegen
alle
Menschenrechtsaktivisten
und die
Palästinenser
wirkte. Ihre Rede
vor dem US Kongress
triefte vor
Anbiederei, wurzelnd
in ihrer Biographie.
Als wäre das nicht
schon schlimm genug,
kam es noch
schlimmer. Der neue
Außenminister
Westerwelle mit
Möllemann im Gepäck
- und auf besonderen
Wunsch als einzige
Mitreisende
Charlotte Knobloch –
stattete dem
„heiligen Land“ eine
Antrittsvisite ab.
Beim obligatorischen
Besuch in Yad
Vaschem sprach ihn
Charlotte dann
heilig – pardon –
sie machte ihn
koscher. Und
Möllemann konnte
nochmals mit dem
Fallschirm
abspringen. Die
Reise endete dann
stimmungsvoll mit
Rotwein und Monte
Christo mit seinem
rassistischen
„Kollegen
Lieberman“, dem
ehemaligen
Türsteher. Danach
schienen beide
Kollegen
freundschaftlich
verbunden und
bereiteten zusammen
bestens den
bevorstehenden
Deutschlandbesuch
des israelischen
Kabinetts vor.
Glücklicherweise
fiel dieser erst
einmal wegen
Netanjahus „Grippe“
(Schweine?) aus.
Westerwelle – kaum
war er wieder zurück
aus Israel – hat
diesen Besuch nun so
verinnerlicht, dass
er bei der EU gleich
die Entschärfung der
EU-Erklärung in
Israels Sinne
durchsetzte. Er
rühmte sich die EU
Kollegen dahingehend
beeinflusst zu
haben. Damit war
Israel hoch
zufrieden und
Jerusalem mit
Ost-Jerusalem als
Hauptstadt eines
künftigen
Palästinenserstaates
war vom Tisch.
Westerwelle hat sich
gebrüstet diese neue
EU-Erklärung
verwässert und
schwammig wie die
FDP mit initiiert zu
haben. Ein wahrlich
„wahrer“ Freund
Israels!
Ich warte nur auf
die Äußerungen eines
anderen wahren
Freundes Israels,
unseres Bundeswehr
„Stahlhelm Juden“,
Folterspezialisten
und Ausbilders von
militärischem
Führungspersonal,
des Prof. Michael
Wolffsohn – wie er
dieses Mal die
Enthemmung
militärischer Gewalt
wieder schönreden
wird – ganz im Sinne
von Merkel,
Westerwelle, Israel
und den USA.
Solange Israel es
wagt für alle Juden
der Welt zu
sprechen, sollten
sich nachdenkende
Juden von Israel
distanzieren.
Nicht in unserem
Namen: Keine
Menschenrechts
verachtende
„Kollateralschäden“
in Gaza und
Afghanistan mit
unserer Hilfe!
Demonstrieren wir
alle gemeinsam –
egal welcher
Glaubens- oder
Unglaubensrichtung –
am 27. Dezember
gegen dieses Unrecht
mit allen uns zur
Verfügung stehenden
rechtsstaatlichen
Mitteln!
© Evelyn
Hecht-Galinski
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