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Sigmar Gabriel, SPD - Facebook - 14.3.2012

"Ich war gerade in Hebron. Das ist für Palästinenser ein rechtsfreier Raum. Das ist ein Apartheid-Regime, für das es keinerlei Rechtfertigung gibt." >>

Sigmar Gabriel, SPD - Facebook - 14.3.2012 -  "Ich habe heute Mittag nach einem für mich wirklich bedrückenden Besuch in Hebron davon gesprochen, dass dort ein „Apartheid-Regime“ herrsche. Mir ist klar, dass dies eine sehr drastische Formulierung ist. Aber genau so erleben die Palästinenser in Hebron ihre Situation. Der drastische Begriff ist das, was mir und nicht nur mir bei den Gesprächen und Besichtigungen in Hebron eingefallen ist."

"Mein Facebook-Eintrag zum Thema Hebron von heute Mittag hat für viele empörte Kommentare gesorgt. Ich will ihn deshalb noch mal kurz erläutern. Ich halte die aktuelle Siedlungspolitik für falsch. Ich halte die Verhältnisse in Hebron für unwürdig. Beides würde mich nicht so bewegen, wenn ich nicht ein Freund Israels wäre (um mal diesen pathetischen Begriff zu wählen). Wir tun weder uns noch unsere..." >>>

 

18.3.2012 -

An den Vorsitzenden der SPD Sigmar Gabriel  - Offener Brief  - 17.März 2012 - Sehr geehrter Herr Gabriel.  Die hier Unterzeichnenden haben in der Region Bodensee vor Jahren die Vereinigung„Salam Shalom Salem“ gebildet, die in der Form von Diskussionen, Vorträgen und Filmvorführungen über die wahren Zustände in Israel/Palästina aufklärt. Das tun wir, weil in der gesamten deutschen Medienlandschaft kaum über die täglichen Verletzungen von Menschen- und Völkerrecht gegenüber der besetzten bzw. eingeschlossenen palästinensischen Bevölkerung berichtet wird und die Politiker, vorab von der CDU, dazu schweigen und einseitig die Position der israelischen Besatzer stärken.

Der durch Sie ausgesprochene Begriff „Apartheid“ ist durchaus angebracht, da er auch vom letztjährigen Russel-Tribunal sowie von Persönlichkeiten wie Jimmy Carter, Nelson Mandela, Bischof Tutu, den jüdisch-israelischen Autoren David Grossmann, Susan Nathan und anderen verwendet wurde.

Wir wollen Ihnen für ihren Mut, die Dinge beim rechten Namen genannt zu haben, danken. Lassen Sie sich nicht von der Israel-Lobby, so wie sie in den USA agiert, unterkriegen. Mit solch einem Vorsitzenden der sich aufrichtig und standhaft für die Menschenrechte des unterdrückten palästinensischen Volkes einsetzt hat die SPD an Ansehen gewonnen und kann so vertrauensvoll wieder gewählt werden. Mit den besten Grüssen
Renate Khurdok, Salem, Hubert Bergmann, Überlingen, Wolfgang Behr, Herdwangen-Schönach

17.3.2012 -

Kritik an Gabriel wegen Apartheid-Vergleich nach Hebron-Besuch - "Ein Schlag ins Gesicht der Israelis" -  Der Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hannover, Kay Schweigmann-Greve, hat den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel für dessen Apartheid-Vergleich kritisiert. >>>


Sehr geehrter Herr Schweigmann! Mein Name ist Uri Shani, ich bin Israeli. Ich danke Ihnen, dass ich durch Sie über den Besuch von Herrn Gabriel und über seine Stellungnahme hörte. - Ich danke Ihnen auch, dass Sie versuchen, mich zu verteidigen. Ich bitte Sie, dies in Zukunft zu unterlassen.


Waren Sie einmal in Hebron?

Ich war das letzte Mal vor zwei Wochen dort, ich wurde vom Militär des Staates, dem ich unerträglich hohe Steuern zahle, mit Scheiße bespritzt. Und ich meine das wörtlich. Drei Tage lang habe ich gestunken, weil ich gegen die Apartheid in Hebron und in diesem Land überhaupt demonstrieren wollte. Als wir mit der Demonstration begonnen hatten, kam gerade ein Beerdigungszug auf die Straße. Wir ließen sie durch, damit sie nicht warten mussten. In diesem Moment hat das israelische Militär Stellung bezogen und danach auch den Toten mit Scheiße bespritzt, denn als Palästinenser darf man in diesem Land nur mit Scheiße bespritzt begraben werden.
Ich habe geweint, weil wir auch mit Tränengas bombardiert wurden.

Herr Schweigmann, das hatten wir nicht nötig, denn aus Wut und Trauer hätten wir sowieso geweint.

Solche Schläge ins Gesicht, Herr Schweigmann, erhalte ich sehr oft, weil ich nicht zufrieden bin hier. Die Äußerung von Herrn Gabriel aber gibt mir Mut und stärkt mich. Nicht alle Deutsche lassen sich mit der Antisemitismuskeule erschlagen.
Was haben Sie, Herr Schweigmann, gegen das Massaker in Homs gemacht?

Die palästinensischen Bewohner von Hebron, und auch in Ramallah und in Haifa, haben wenigstens dagegen demonstriert.
Warum betonen Sie eigentlich, dass Israel ein "souveräner und demokratischer Staat" sei. Soll ich Ihnen sagen, was ich davon halte?

Ich bitte Sie, Herr Schweigmann, wenn Sie mich unterstützen wollen, dann verhindern Sie doch bitte zum Beispiel die nuklearen U-Boot-Geschäftes ihres Staates mit Israel. Oder kommen Sie doch wenigstens einmal und sprechen Sie mit den Opfern dieser Regierung, auch mit den Staatsbürgern, die kein Haus haben, keine Arbeit haben, kein Essen haben. Darunter sind auch Schoah-Überlebende, Herr Schweigmann.

Ansonsten – bleiben Sie, wo Sie sind und lassen Sie mich wenigstens um mein Leben kämpfen! Die Scheiße, mit der ich von meiner Regierung bespritzt werde, reicht mir. Mit freundlichen Grüßen, uri shani (M.A.)

Stellungnahme: 16.03.2012 - SPD-Vorsitzender Gabriel spricht klare Worte - Salah Abdel Shafi - Wer schon einmal die Stadt Hebron in der von Israel besetzten Westbank besuchte, weiß nur zu gut, in welcher unmenschlichen Lage fast 200.000 Menschen leben müssen. Einen Politiker nun anzugreifen, weil er das Kind beim Namen nennt, verherrlicht die israelische Besatzung der palästinensischen Gebiete, erklärt Botschafter Salah Abdel Shafi. - „Nach seinem Besuch der Stadt Hebron bezeichnete der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel die Lage vor Ort als einen rechtsfreien Raum. „Das ist für Palästinenser ein rechtsfreier Raum, das ist ein Apartheid-Regime, für das es keine Rechtfertigung gibt“, schreibt der SPD-Vorsitzende.
Die Reaktionen, die auf seine Aussage folgten, sind für mich vollkommen unverständlich. Die Aussage des SPD-Vorsitzenden ist eine mutige und wahrheitsgemäße Feststellung und er verdient hierfür Respekt.
Gabriel hat der Situation, in der die Palästinenser in Hebron leben, einen Namen gegeben. Nur diejenigen, die die Westbank und insbesondere die Stadt Hebron besucht haben, wissen um diese unwürdige Lage. Wer diese klaren Worte anprangert, der verherrlicht Unterdrückung und Besatzung.
Ich möchte heute an die Menschen, die an Freiheit und Gerechtigkeit glauben, einen Appell richten: Unterstützen Sie Politiker wie den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel, damit auch das palästinensische Volk in Würde und Frieden in einem unabhängigen Staat Palästina leben kann.“ 
Quelle
Collage Erhard Arendt - Vergrößern und mehr >>>



Hat Sigmar Gabriel Recht? Ja! Hier ein Zitat vom letzten Russell-Tribunal in Südafrika - Wikipedia - Im März und November 2010 fanden die beiden ersten Sitzungen des Tribunals in Barcelona und London statt. Die dritte Sitzung fand vom 5. bis 7. November 2011 im südafrikanischen Kapstadt statt und stand unter dem Motto „Verletzen israelische Praktiken gegen das palästinensische Volk das Apartheidsverbot des Völkerrechts?“. Dabei kam die Jury des Tribunals zu dem Schluss, dass „Israel die palästinensische Bevölkerung sowohl in den besetzten palästinensischen Gebieten, als auch in Israel selbst einem institutionalisierten Regime von Herrschaft unterwirft, das als Apartheid, wie sie das Völkerrecht definiert, ausgemacht werden kann“.



Krasse Benachteiligung der Palästinenser - Gabriel vergleicht Zustände in Hebron mit Apartheid - Bettina Marx - Sigmar Gabriel hat vollkommen Recht mit seiner Bewertung der Realität in Hebron. Und jeder, der einmal in dieser palästinensischen Stadt im Süden des Westjordanlandes war, kann dies bestätigen. In der Stadt der Patriarchen leben einige Hundert Siedler unter fast 200.000 Palästinensern. Mitten im Herzen der Altstadt haben sie sich niedergelassen, eine kleine extremistische Siedlergemeinde, mit der auch die israelische Mehrheitsgesellschaft nichts zu tun haben will. Um diesen Siedlern ein unbeschwertes und sicheres Leben zu ermöglichen, hat die israelische Armee der palästinensischen Bevölkerung, die noch nicht freiwillig gegangen ist, weitreichende Beschränkungen auferlegt. So dürfen sie die Hauptstraßen nicht benutzen, sie dürfen ihre Autos nicht mit in die Altstadt nehmen, und wenn die Juden von Hebron Purim feiern - wie vor wenigen Tagen geschehen -, müssen die Palästinenser in ihren Häusern bleiben, denn dann herrscht für sie Ausgangssperre. >>>

 


Kein Vermittler - Kommentar von Aert van Riel - Nach eigenen Worten hat Sigmar Gabriel versucht, seinem Zorn über die bedrückenden Lebensumstände der Palästinenser in der Stadt Hebron im Westjordanland Ausdruck zu verleihen. Doch vieles spricht dafür, dass der indirekte Vergleich, den er zwischen der israelischen Politik in den Palästinensergebieten und der des Apartheidregimes in Südafrika gezogen hat, kein spontaner emotionaler Ausbruch war. Denn der SPD-Vorsitzende fuhr während seiner gesamten Nahostreise eindeutig einen pro-palästinensischen Kurs. Gabriel brachte Gespräche mit der Hamas ins Spiel und stellte in Aussicht, dass eine von den Sozialdemokraten geführte Bundesregierung nicht Nein zu Palästina sagen werde, wenn in der UN-Vollversammlung über einen solchen Antrag abgestimmt würde. Beides hatte die schwarz-gelbe Bundesregierung bisher abgelehnt. >>>


 

Sigmar Gabriels Kritik an Israel und die Reaktionen - Peter Bürger - (...)  Nach einer Reise durch Israel und die besetzten Palästinensergebiete steht aktuell SPD-Chef Sigmar Gabriel wegen des folgenden Eintrags auf Facebook im Kreuzfeuer der Kritik: Ich war gerade in Hebron. Das ist für die Palästinenser ein rechtsfreier Raum. Das ist ein Apartheid-Regime, für das es keinerlei Rechtfertigung gibt. Die Medien berichteten alsbald über einen Shitstorm via Facebook, in dem Gabriel u.a. Antisemitismus oder rechtsextremes Denken vorgeworfen worden sein soll. Jihad Watch Deutschland bringt derzeit einen Beitrag mit dem Titelbestandteil "ein Roter sieht braun". Die CDU fordert eine Entschuldigung vom SPD-Vorsitzenden. In den Berichten von Frankfurter Rundschau, Stern, Focus oder Tagesschau erfährt man zum eigentlichen Hintergrund der Kritik von Sigmar Gabriel so gut wie nichts Substantielles.  Der Tagesspiegel berichtet ausgewogener und teilt zum Schluss seines Artikels zumindest mit: In Hebron leben rund 200.000 Palästinenser und mehr als 500 radikalisierte jüdische Siedler. Um die Sicherheit dieser Gruppe zu gewährleisten, hält Israel die Kontrolle über einen Teil des Stadtgebietes. Im Zentrum leben Zehntausende Palästinenser unter ständiger Besatzung, ihre Bewegungsfreiheit ist stark eingeschränkt. Einer der prominentesten Urheber des umstrittenen Apartheid-Vergleichs ist der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter, dessen Buch "Palästina - Frieden nicht Apartheid" der Melzer Verlag 2010 auch in einer deutschsprachigen Übersetzung vorgelegt hat. >>>



Canossa-Gang - Gabriel räumt »Mißverständnisse« aus - Werner Pirker - Nachdem der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel anläßlich seines Nahost-Besuches die israelische Siedlungspolitik kritisiert und in einem Facebook-Eintrag sogar geschrieben hatte, in Hebron herrsche ein Apartheid-Regime, war der Gang nach Canossa angesagt. Jedenfalls will sich Gabriel mit dem Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, treffen, um »entstandene Mißverständnisse auszuräumen«. Daß sich diese Organisation mehr und mehr als Außenstelle des Staates Israel in Szene setzt und über Kritik an dessen Politik schnell und leichtfertig das Verdammungsurteil »Antisemitismus« verhängt, liegt sicher nicht im Interesse aller in Deutschland lebenden Juden. Denn >>>

 

Sigmar Gabriel über Hebron - Erleben, was Besatzung heißt - Die scharfe Kritik von SPD-Chef Gabriel an den Zuständen in der größten palästinensischen Stadt kommt nicht von ungefähr. Die Gewalt ist körperlich spürbar. - Susanne Knaul - JERUSALEM taz | Die Menschenrechtslage in Hebron war zu viel für SPD-Chef Sigmar Gabriel. Die Palästinenser lebten dort in einem „rechtsfreien“ Raum, so resümierte er in wenigen Zeilen auf Facebook und verglich die Lage mit einem Apartheidsystem. „Ich halte die Verhältnisse in Hebron für unwürdig“, erklärte er. Nirgendwo sonst leben Palästinenser und israelische Siedler so eng beieinander. Etwa 800 Juden wohnen mitten in der palästinensischen Stadt mit knapp 200.000 Einwohnern >>>

 

Erbärmliche Auftritte deutscher Parlamentarier - Offener Brief von Dr. Izzeddin Musa - Sehr geehrte Herren Gröhe und Missfelder, Über den Apartheid-Vergleich vom SPD-Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel, zur israelischen Politik im Westjordanland, haben Sie sich mit Kritik übertreffen wollen. Zum einen verlangen Sie eine Entschuldigung für den „Totalausfall“, zum anderen bezeichnen den Vergleich als „inakzeptabel“. Abgesehen von ihren Ausfällen im Lande (Hofgeismar, Rentner-Schreck, Hartz IV), die hier nicht zur Debatte stehen, werde ich mich nur auf Ihre Angriffe gegen den Apartheid-Vergleich beschränken. Für Sie heißt es zunächst, wer endlich einmal die Wahrheit ausspricht, muss sich dafür entschuldigen, da das inakzeptabel sei. Nach dem Motto, Wahrheit tut weh, erscheint mir Ihr Auftritt um so erbärmlicher. Denn, wie Israel mit den Palästinensern umgeht, übersteigt jeder Beschreibung. Man glaubt es erst, wenn man das mit eigenen Augen beobachtet hat. Leider, bekommt man hier durch die Medien und Lobbyisten oft ein total verzerrtes Bild von der Lage dort. Für seine ehrlichen und mutigen Worte sollten Sie besser, Sigmar Gabriel danken und nicht maßregeln. Vorab, der SPD-Vorsitzende Gabriel hat mit seiner Äußerung gar stark untertrieben. Ich möchte Ihnen, was dort vor sich geht, einmal vor Augen führen. Ich bin Deutscher palästinensischer Abstammung, in Haifa geboren und weiß wovon ich rede. Ich möchte hier differenzieren und werde, zwischen der abgeschafften Apartheid in Südafrika und dem, immer noch, nach über 45 Jahren existenten, Apartheidregime in Palästina, unterscheiden. Das Apartheid-Regime in Südafrika hat die schwarze Bevölkerung nicht vertrieben. Im Gegensatz zu Israel, das die Besitzer des Landes Kanaan, die Gastgeberischen Palästinenser für die Aschkenasim, mit aller Gewalt vertrieben hat und immer noch vertreibt. In Palästina werden die Einheimischen mit F-16 Fighting Falcon und Apache Hubschraubern bombardiert. >>>
 


Sigmar Gabriel nach Besuch in Hebron: 'Das ist ein Apartheidsregime ...'Sigmar Gabriel nach Besuch in Hebron: 'Das ist ein Apartheidsregime ...' - Institut für Palästinakunde - Reisen bildet bekanntlich - und auch Spitzenpolitiker wie Sigmar Gabriel sind nicht davor gefeit gelegentlich die Wahrheit zu sagen. Anders wie hier der GRÜNE Cem Özdemir.

Das Zurückrudern in nachfolgenden Beiträgen Gabriels - Israel habe eine 'Reputation als Demokratie' und die Apartheid in Südafrika sei doch viel schlimmer gewesen - zeigt jedoch deutlich den langen Schatten der Irael-Lobby.
 

Offener Brief an Sigmar Gabriel wegen Palästina - Anis Hamadeh - (...) Ihre Nahostreise hat viele Gemüter in verschiedene Richtungen bewegt. Sie sprachen sich für einen Dialog mit der Hamas aus, stellten fest, dass die Siedlungspolitik für einen Frieden hinderlich ist und äußerten sich deutlich zur Segregationspolitik Israels während Ihres Besuchs in der palästinensischen Stadt al-Khalil (Hebron). Auf Facebook erklärten Sie Ihren Zorn so: "Wir tun weder uns noch unseren Freunden in Israel einen Gefallen, wenn wir unsere Kritik immer nur in diplomatischen Floskeln verstecken." >>>
 

Kommentar von Jürgen Jung - Da hat mich Sigmar Gabriel mit seinen klaren Worten aber wirklich überrascht! Die meisten Kommentare unserer blinden Israelfreunde sind einfach furchterregend uninformiert. Sie sind keine wahren Freunde Israels. Wirklichen Freunden sagt man die Wahrheit, die der ehemalige israelische Botschafter in Südafrika, Ilan Baruch, der im letzten Frühjahr nach 30 Jahren als Diplomat seinen Dienst quittierte, so ausdrückte (nachzulesen in Yedioth Ahronoth vom 3. 3. 2011): „Ich kann diese Regierung ehrlicherweise nicht länger vertreten“. Israels Politik gegenüber den Palästinensern sei „falsch“. Israel werde auf diese Weise zu einem „Paria-Staat“, dem „zunehmende Delegitimierung“ drohe.  >>>
 

Sigmar Gabriel, SPD - Facebook - 14.3.2012 -  "Ich habe heute Mittag nach einem für mich wirklich bedrückenden Besuch in Hebron davon gesprochen, dass dort ein „Apartheid-Regime“ herrsche. Mir ist klar, dass dies eine sehr drastische Formulierung ist. Aber genau so erleben die Palästinenser in Hebron ihre Situation. Der drastische Begriff ist das, was mir und nicht nur mir bei den Gesprächen und Besichtigungen in Hebron eingefallen ist."

"Mein Facebook-Eintrag zum Thema Hebron von heute Mittag hat für viele empörte Kommentare gesorgt. Ich will ihn deshalb noch mal kurz erläutern. Ich halte die aktuelle Siedlungspolitik für falsch. Ich halte die Verhältnisse in Hebron für unwürdig. Beides würde mich nicht so bewegen, wenn ich nicht ein Freund Israels wäre (um mal diesen pathetischen Begriff zu wählen). Wir tun weder uns noch unsere..." >>>

"Ich war gerade in Hebron. Das ist für Palästinenser ein rechtsfreier Raum. Das ist ein Apartheid-Regime, für das es keinerlei Rechtfertigung gibt." >>>

 

 

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