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K bis L - Literatur zum Nahostkonflikt - Palästina + Israel
 

 

K

Baruch Kimmerling

Politizid


2003 Verlag Diederichs, Kreulingen/München,
 ISBN 3-7205-2375-6

Zum Buch
Ariel Sharons Innen- wie Außenpolitik zielt allein darauf ab, die Identität und Infrastruktur des palästinensischen Volkes zu zerstören. Der "Politizid" läuft auf eine ethnische "Säuberung" Israels von den Palästinensern hinaus. Dies weist der renommierte israelische Soziologe Baruch Kimmerling nach und fordert seine Landsleute zum zivilen Ungehorsam auf: Ohne Versöhnung zwischen Israel und den Palästinensern werde der jüdische Staat zu einer Fußnote in der Weltgeschichte.
Der israelische Dissident Baruch Kimmerling bezeichnet sich selbst als "israelischen Patrioten". Er spricht aus, was in seinem Land immer mehr Menschen denken: Unter Ariel Sharon ist Israel zu einer Kraft der Zerstörung geworden. ... Quelle

Zum Autor
Baruch Kimmerling ist Professor für politische Soziologie an der Hebräischen Universität Jerusalems und Gastprofessor an der Universität Toronto. 1939 in Rumänien geboren, kam er 1952 nach Israel. Seit den 60er Jahren beschäftigt er sich kritisch mit der israelischen Politik und Gesellschaft sowie mit dem Nahost-Konflikt. Baruch Kimmerling gehört zu den Unterzeichnern des Friedensappells israelischer Wissenschaftler. Er hat zahlreiche Bücher verfasst und schreibt regelmäßig für die israelische Zeitung "Haaretz".  Verlagsinformation 

Gudrun Kraemer

 Geschichte Palästinas

Gudrun Kraemer ist Professorin für Islamwissenschaft an der FU-Berlin und Expertin für die Geschichte des Nahen Ostens.

Von der osmanischen Eroberung bis zur Gründung des Staates Israel.

"Die Geschichte des Heiligen Landes ist zwischen Juden und Muslimen ebenso umstritten wie der Besitz des Landes selbst. Gudrun Kraemer zieht in ihrer brillanten Darstellung den Schleier der religiösen Geschichtsbilder beiseite und erzählt ebenso fundiert wie allgemeinverständlich die Geschichte Palästinas vom Beginn der osmanischen Herrschaft im 16. Jahrhundert bis zur Gründung des Staates Israel im Jahre 1948. Dabei gelingt es ihr meisterhaft, immer wieder die Brisanz von scheinbar "harmlosen" Aussagen zur Entwicklung von Politik und Gesellschaft deutlich zu machen. Den Auftakt bilden ein Überblick über die wechselnden Grenzen und Namen Palästinas seit der Antike sowie ein Kapitel über die Heiligkeit des Heiligen Landes für Juden, Christen und Muslime. Der Band ist mit 14 aufschlussreichen, bisher unpublizierten Fotografien aus der Zeit um 1900 ausgestattet.-...." (Quelle: Beck-Verlag)

Das Inhaltsverzeichnis, eine Leseprobe sowie Pressestimmen gibt es auf der Seite: http://rsw.beck.de/rsw/default.asp

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Jaeger, Kinan/Zimmer-Winkel, Rainer (Hgg)

Was nun, Palästina?


 Mit einem Vorwort von Udo Steinbach

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Sahar Khalifeh - (Sonderseite auf meiner HP)

Der Feigenkaktus
Dieses ist das Buch, das Khalifeh berühmt machte und ihr literarische Anerkennung auf einer internationalen Skala gab. Der Roman spielt in Nablus der frühen 70-er Jahre. Khalifeh beschreibt hier die Besatzung, den Kampf und das alltaegliche Leben der Menschen.

Die Sonnenblume
Dieser Roman wurde auch in mehreren Sprachen übersetzt und beschreibt das Leben in Nablus der späten 70-er Jahren.

Memoiren einer unrealistischen Frau
Dieser Roman stellt das Leben einer Frau bildlich dar, die in einer liebelosen Ehe geschickt wird, und feministisches mit politischem Bewusstsein vermischt. 

Das Tor
Stellt das Leben einer Frau dar, die die Intifada mit allem positiven und negativen durcherlebt.

Sahar Khalifa leitet ein Frauenzentrum im palästinensischen Nablus. Ihre Erfahrungen bringt sie in den vorliegenden Roman ein, der, seiner ungeschminkten Darstellung wegen, im Nahen Osten heftig attackiert wurde. Es geht vor allem um die Frage, was die Infada den Frauen gebracht hat. Hauptfiguren sind die Studentin Samar, die ihr traditionalistischer Bruder ins Haus ˜zurückprügelt˜, und die zwischen allen Fronten stehende schöne Prostituierte Nasha, die, allgemein verachtet, von den ehrenwerten Ehemännern ihres Viertels nur zu gerne aufgesucht wird. Quelle  

Das Erbe
Erzählt über die neue Realität in den besetzten Gebieten, die eine angebliche Autonomie erhalten haben.

Kanafani, Ghassan


Bis wir zurückkehren.
Palästinensische Erzählungen. Lenos Verlag, Basel 1984/1996. 

Das Land der traurigen Orangen.
Palästinensische Erzählungen. Lenos Verlag, Basel 1984/1996.

Männer in der Sonne/Was euch bleibt.
Zwei palästinensische Kurzromane. Lenos Verlag, Basel 1985

Umm Saad/Rückkehr nach Haifa.
Zwei palästinensische Kurzromane. Lenos Verlag, Basel 1985.

Karsli, Jamal

Maulkorb für Deutschland

- Fakten, Analyse, Aufklärung zur Antisemitismusdebatte"
Selbstverlag
Taschenbuch, 256 Seiten
Preis: 9,90 €
ISBN 3-00-012488-8

Seit dem 8. Dezember 2003 ist die zweite überarbeitete und ergänzte Auflage des Buches von Jamal Karsli "Maulkorb für Deutschland" im Buchhandel erhältlich.

Sehr ausführlich finden sich dort dokumentierte Aussagen zum Thema Antisemitismus, Medien, der Existenz des Staates Israel.

Felicia Langer, israelische Menschenrechtsanwältin und Trägerin des Alternativen Nobelpreises sagt über dieses Buch:

Das Buch „Maulkorb für Deutschland“ ist eine Art Anatomie der Verleumdung und der Hetzkampagne, der Unterdrückung von Meinungen und ein Beleg dafür, wie man jede Kritik an Israels völkerrechtswidrigem Verhalten im Keim erstickt, in dem man sie als Antisemitismus diffamiert.

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Uta Klein (Hrsg.)

Die Anderen im Innern

Die arabisch-palästinensische Bevölkerung in Israel.
Wochenschau-Verlag 2003 (3. Auflage). - Mehr Infos

Das Buch befasst sich mit Existenzbedingungen und Identitätssuche der arabisch-palästinensischen Bevölkerung in Israel - einer Minorität, die eigentlich auch außerhalb des Nahen Ostens Beachtung verdiente, von der jedoch bis in die jüngste Zeit wenig Notiz genommen wurde. Erst seit Beginn der 1990-er Jahre wuchs mit den Veränderungen der jüdisch-arabischen Beziehungen das Interesse an der palästinensischen Bevölkerung in Israel und diesem Interesse wird auch das von Uta Klein herausgegebene Buch gerecht. Es enthält Beiträge von namhaften WissenschaftlerInnen aus Deutschland und (mehrheitlich) aus Israel, in denen Diskriminierung und Benachteiligung der arabisch-palästinensischen Minderheit durch israelische Behörden analysiert und ihre Wirkung auf das Selbstbewusstsein der Betroffenen beschrieben werden. In den Blick kommen das Erziehungs- und Bildungswesen, die Städteplanung, das Rechtswesen, die Stellung der Frauen in der traditionellen Gesellschaft sowie das Wahlverhalten der arabisch-palästinensischen Bevölkerung. Die Befunde legen einen Kurswechsel der israelischen Politik nahe und sind daher auch für eine Urteilsbildung in Europa und Deutschland von Belang.  Klappentext

Der Junge und die Mauer - Palästinensisches Kinderbuch in deutscher Sprache erschienen - Auf Initiative des Pfarrers Martin Rambow und mit Fördermitteln von verschiedenen deutschen Organisationen veröffentlichte jetzt der in Baden-Baden ansässige Verlag Media Tec GmbH das erste palästinensische Kinderbuch in deutsch-arabischer Sprache. Die englisch-arabische und bereits 2005 in Palästina erschienene Originalgeschichte „Der Junge und die Mauer“ entstammen ebenso wie die Bilder aus der Feder der Jugendlichen im Lajee Center des Flüchtlingslagers Aida im Westjordanland. Das Buch handelt von einem kleinen Jungen, der im Flüchtlingslager Aida nahe Bethlehem lebt. Seine Welt wird durch den Bau der Mauer noch kleiner, denn das Gelände, auf dem er und seine Freunde spielten, liegt jetzt hinter dieser. Er bemerkt, wie durch den Bau der Mauer seine Frühlingslandschaft verschwindet und fragt sich, wo er nun Fußball spielen und Blumen pflücken soll. Der kleine Junge fragt sich auch, ob diese neue Mauer zwischen seinem Lager und Jerusalem auch seine Träume aufhalten würde, gerade so, wie sie seinen Vater daran hindert, zur Arbeit zu gehen. Einnahmen gehen nach Palästina >>>

Krüger, Jürgen
Die Grabeskirche in Jerusalem

 - Geschichte - Gestalt - Bedeutung - Photos von Dinu Mendrea und Garo Nalbandian - Regensburg (Schnell & Steiner) 2000 bestellen

Yehudit Kirstein Keshet: Checkpoint Watch, BuchYehudit Kirstein Keshet
Checkpoint Watch

Zeugnisse israelischer Frauen aus dem besetzten Palästina.
Mit einem Vorwort von Amira Hass
Aus dem Englischen übersetzt von Ulrike Vestring

Rezension: Ludwig Watzal - Ohne die mutigen Frauen von „MachsomWatch“ würden die Menschenrechtsverstöße aus dieser Krisenregion untergehen in einer Flut von grausamen Meldungen.
Die Protokolle der Frauen sind detaillierte und erschütternde Zeugnisse eines Besatzungsregimes, das seinesgleichen unter der Sonne des 21. Jahrhunderts sucht.
MachsomWatch wurde 2001 von Ronnie Jäger, Adi Kunstmann und Yehudit Keshet als Reaktion auf die zahlreichen willkürlichen Menschrechtsverletzungen durch das israelische Militär an den Kontrollpunkten gegründet. mehr >>>

Genau hinsehen Wissen, was passiert: Israelische Frauen beobachten und dokumentieren Menschenrechtsverletzungen -  Gerda Kruss - Machsom Watch« heißt »Kontrollposten-Beobachtung« und ist der Name einer Nichtregierungsorganisation israelischer Frauen. Die Aktivistinnen beobachten und dokumentieren Menschenrechtsverletzungen des Militärs an den Kontrollposten in den besetzten palästinensischen Gebieten. >>>

L

 

Bücher von Felicia Felicia Langer

Felicia Langer , die aus Polen stammende Jüdin, die vor den Nazis fliehen musste, nach Israel auswanderte und dort als Rechtsanwältin Palästinenser vor israelischen Militärgerichten verteidigte, ist eine engagierte Streiterin für die Menschrechte und für einen gerechten Frieden in Nahost. Sie ist 1990 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet worden. 1991 ehrte sie die Bruno-Kreisky-Stiftung mit ihrem Preis. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Staates Israel wurde sie 1998 von der Zeitschrift „You“ als eine der 50 bedeutendsten Frauen für die israelische Gesellschaft gewählt. Heute lebt Felicia Langer mit ihrer Familie in Tübingen.

FELICIA LANGER

MIT LEIB UND SEELE

Autobiographische Notizen

ISBN: 978 3 88975 201 7 - 10,00 €  - www.zambon.net


Felicia Langer kämpft, und sie kämpft immer für das Gute. Die Menschenrechtsanwältin, als Kind vor den Nazis geflohen, später nach Israel emigriert, wurde dadurch bekannt, dass sie palästinensische Gefangene vor den Militärgerichten verteidigte. Sie habe niemals Terroristen verteidigt, sagte sie auf einem Attac-Kongress in Wien, aber: „Man muss den Palästinenser die Pforte zum Leben öffnen! Und wir haben die Pforte zum Leben zugesperrt, hermetisch abgeriegelt!“ Langer hat nie denen gehört, denen erlittenes Unrecht ein Argument für ein wehrhaftes Israel war. 1 0 schloss sie ihr Anwaltsbüro in Jerusalem – aus Protest gegen die Besatzungspolitik, die das Recht zur „Farce“ verkommen lasse. Im selben Jahr erhielt sie für ihren Einsatz den alternativen Nobelpreis. Doch da war sie schon auf dem Sprung, nach Deutschland. „Wie kannst du in Deutschland leben?“ Auf diese Frage, hat sie einmal geschrieben, antworte sie mit Rosa Luxemburg: „Ich fühle mich überall zu Hause, wo es Wolken, Vögel und Menschentränen gibt“. Felicia Langers Deutschland ist das Deutschland der Friedensbewegung und Lichterketten. (TAZ, 14.03.2005)

 

Felicia Langer, Mit Leib und Seele  - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - Die autobiographischen Notizen der deutsch-israelischen Menschrechtsanwältin Felicia Langer sind nicht „mit letzter Tinte“ geschrieben. Kämpferisch - wie eh und je - tritt sie für die Rechte der unter dem Wahnsinn und der Brutalität der 45-jährigen israelischen Besatzungsherrschaft leidenden Menschen ein. Kein anderes Erlebnis kann den dauerhaften Einsatz für die palästinensische Sache besser ausdrücken als ihr Schwur, den sie abgelegt hatte, als sie zum ersten Mal 1967 die zerstörten palästinensischen Dörfer in der Gegend von Latrun gesehen hat: „Damals schwor ich mir, die Rechte der Palästinenser bedingungslos zu verteidigen.“ Und dort habe sie erstmalig verstanden, was es bedeute „Kein Stein bleibt auf dem anderen.“ Folglich ist alles, was sie sagt und tut, authentisch. Sie hat die israelische Okkupation nicht nur hautnah miterlebt und sich als erste israelische Anwältin für deren Opfer eingesetzt, sondern auch persönlich durch litten. Ihre konsequente Schlussfolgerung: „Persönliche Empörung hat mein Handeln jahrzehntelang bestimmt.“  >>>
 

  Rezension von Prof. Dr. Werner Ruf - Langer, Felicia: Mit Leib und Seele. Autobiographische Notizen. (...) Schlaglichtartig beleuchtet sie Stationen ihres Lebens, die sie besonders geprägt – und empört – haben: Wie sie als junge Anwältin hilflos die Zerstörung dreier palästinensischer Dörfer mit ansehen musste und sich schwor, sich mit allen ihr zur Verfügung stehenden Kräften und ihrer juristischen Kompetenz gegen Unrecht und Willkür einzusetzen. Diese Aufgabe versteht sie als moralische Verpflichtung, die aus den ihrer Familie und der ihres Mannes angetanen Morden und Brutalitäten des deutschen Faschismus resultiert >>>

 

"Mit Leib und Seele“ wird ein sehr persönliches Buch sein. Der Titel fasst das  Leben von Felicia Langer in vier Worten zusammen. Wenn Felicia Langer schreibt oder redet, dann spricht ihr Leben, ihre Erfahrungen, ihr selbstloses Engagement über Jahrzehnte hinweg aus ihren Worten. Der Nahostkonflikt ist für sie ein Stück hautnah erlebtes, mitgestaltetes Leben und wir können ihn durch ihre Augen sehen. Sie war, ist ein Teil des Geschehens, sie stand als Rechtsanwältin kämpfend und mitleidend auf der Seite der neuen Opfer, sie lebte, praktizierte Solidarität und lässt uns mit ihrem Buch an ihrem Leben teilhaben.

Sie hat sich den Palästinakonflikt nicht angelesen, was sie publiziert, ist keine Verwertung von mehr oder weniger aktuellen Meldungen, dem Wissen anderer, das sie dann als Zweitverwerter verbreiten würde.

Felicia Langer redet nicht nur über Menschenrechte, sie hat sie unteilbar gelebt, verteidigt, für sie gekämpft und sie praktiziert. Sicher oft sich selbst gefährdend stand sie neben den Opfern der Entrechtung, der Willkür. Ihr Leben ist Zeitgeschichte. Sie kann Zeugnis geben, Felicia Langer ist eine Zeugin, die nicht schweigen konnte, wollte zu den Verbrechen der israelischen Regierungen. 

Ihr ist bewusst was auch die Israelis mit ihrem scheinbaren Sieg, in der Art, wie sie mit den Palästinensern umgehen verlieren: »Ich denke an die Israelis, die durch die Entmenschlichung der Palästinenser ihre Seele verloren haben.« Felicia Langer hat ihre Seele nicht verloren, nicht verkauft, sie hat sich nicht brechen lassen. Sie ist für mich die große Seele der deutschen Palästinasolidarität. Ich freue mich auf ihr neues Buch. – Erhard Arendt.
 


Weitere Bücher von Felicia Langer >>>


Im Juli 2009 erhielt Felicia Langer das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. >>>
Am 17.1.2012 verlieh Präsident Mahmoud Abbas Felicia Langer den palästinensischen Orden für besondere Verdienste. >>>


Texte von Felicia Langer >>>
 

 

Felicia Langer
Um Hoffnung kämpfen

 

Kein Frieden in Nahost: Sie möchte jedoch dem Hass eine Kraft entgegensetzen, die Liebe, die sie selbst erfahren hat. Sie ist erfüllt von Hoffnung. Einer Hoffnung, für die gestritten werden muss, gegen das Unrecht. In diesem sehr persönlichen Buch schildert Felicia Langer, was sie bestärkt, sich für Versöhnung und Frieden einzusetzen. >>>

Larnuv Taschenbuch 345 Originalausgabe mit Abbildungen ca. 144 Seiten
ca. 9,90 € [D], 1
ISBN 978-3-88977-688-4

Um Hoffnung kämpfen - Dr. Ludwig Watzal - „Der Weg der Gewalt, den Israel mit der Unterstützung der westlichen Regierungen geht und für den einzig richtigen hält, führt in den Abgrund.“ Dieses Resümee zieht Felicia Langer am Ende ihres Buches, das eine sehr persönliche Bestandsaufnahme ihres politischen Engagements in Deutschland darstellt >>>

Rezension „Um Hoffnung kämpfen“ – Felicia Langer – 18.12.2008 – Schwäbisches Tagblatt - Ulrike Pfeil - Felicia Langer braucht man in Tübingen nicht mehr vorzustellen: Sei fast zwei Jahrzehnten lebt die frühere israelische Menschenrechts-Anwältin, die couragierte Verteidigerin zahlreicher Palästinenser vor israelischen Gerichten, in Tübingen. Sie erhielt dafür den Alternativen Nobelpreis und andere Auszeichnungen; sie erhob als moralische Autorität immer wieder die Stimme, wenn es um Bedingungen eines Friedens im Nahen Osten ging; sie hat in mittlerweile fünf Büchern als Gründübel der Friedlosigkeit der Beginn  die israelische Besetzungs- und Landnahme-Politik angeprangert. Und man konnte sich fragen, woraus sie, inzwischen selbst hoch in den Siebzigern, ihre Energie schöpfte. Ihr jüngstes Buch gibt darauf eine Antwort. Es ist wohl ihr persönlichstes, denn es beginnt mit einer privaten Feier, ihrer Goldenen Hochzeit mit ihrem Mann Miecin Langer. Er fasst eine Liebe in Worte, die in Polen noch unter dem Eindruck des Holocaust begann, in beide viele ihrer Angehörigen verloren hatten und sie selbst bittere Erfahrungen im Exil und im KZ machten. Das Buch resümiert Reden, Auftritte, Interviews, Protestaktionen der letzten Jahre, auch Anfeindungen und Hetzkampagnen, denen Felicia Langer sich aussetzte. Die Geschichte der politischen Ereignisse in Israel und Palästina, der Krieg im Libanon und im Irak sind eingebettet in anrührende Zeugnisse der Zuneigung und Wärme innerhalb der Familie, im Freundeskreis. Die unbedingte Solidarität mit Leidenden erwächst aus dieser gelebten Empathie. Sie ist emotional – mit Absicht und aus guten Gründen. -- Ulrike Pfeil Quelle

Unteilbarer Humanismus - Felicia Langer hat ein eindringliches Buch zum israelisch-palästinensischen Konflikt geschrieben - Von Werner Ruf - Um Hoffnung kämpfen« ist wohl das persönlichste Buch, das die in Tübingen lebende israelische Rechtsanwältin und Trägerin des alternativen Nobelpreises Felicia Langer geschrieben hat. >>>

 



„Brandherd Nahost oder: Die geduldete Heuchelei“



Aus dem Englischen von Gabriele Schlegel

Der Nahe Osten bleibt ein Brandherd. Die Menschen in Israel und Palästina kommen nicht zur Ruhe. Immer neue Gewalttaten erschüttern die Region. Nachrichten über Tote, Terroranschläge und Vergeltungsaktionen zwischen Israelis und Palästinensern erschüttern die Hoffnung auf einen Friedensprozess, der diesen Namen verdient. Die Unterdrückung der Palästinenser dauert an. Israel errichtet trotz internationaler Proteste eine bis zu acht Meter hohe... Lesen Sie mehr

 


 

Laßt uns wie Menschen leben.

Taschenbuch. 205 S., Schein und Wirklichkeit in Palästina.

( Tb), Aus dem Hebräischen von Linner, Barbara / Aus dem Englischen von Presser, Inge
 

"Laßt uns wie Menschen leben, nicht wie Tiere - das ist die Lösung!" meint ein Palästinenser. An konkreten Beispielen beschreibt die israelische Anwältin und Alternative Nobelpreisträgerin Felicia Langer, warum es nach dem Oslo-II-Abkommen keinen Frieden für Israel und Palästina geben kann, solange die israelische Regierung ihre bisherige Politik fortsetzt.

Die Palästinenser in der Westbank haben zum Beispiel keinerlei Kontrolle über die Wasserversorgung. In Gaza, einem der dichtbesiedeltsten Gebiete der Welt, sind 60 Prozent der Bevölkerung arbeitslos. Die Abriegelung der besetzten Gebiete aus Angst vor weiteren Anschlägen der Hamas treibt die Palästinenser in eine ausweglose Situation, da sie auf Arbeit in Israel angewiesen sind. Felicia Langer prangert jedoch auch palästinensische Menschenrechtsverletzungen in den Autonomiegebieten an: die fehlende Pressefreiheit, willkürliche Festnahmen, auch von Journalisten, Folterungen und Todesfälle durch die Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde, ein Staatliches Sicherheitsgericht, das noch viel schlimmer ist als die israelischen Militärgerichte ... "Unglückseligerweise hat das Opfer von seinem Unterdrücker gelernt."

Die Alternative Nobelpreisträgerin macht deutlich, daß Frieden in Nahost nicht mehr als ein Wort ist. Ihre Hoffnung jedoch bleibt, daß sich, dank internationaler Unterstützung, diejenigen durchsetzen, für die Frieden mehr ist: "Frieden ist nicht Abwesenheit von Krieg. Frieden ist eine Tugend, eine Geisteshaltung, eine Neigung zu Güte, Vertrauen, Gerechtigkeit." (Baruch Spinosa)

 


Brücke der Träume

Eine Israelin in Deutschland“

1990, ein entscheidendes Jahr für Felicia Langer: Die weltbekannte Anwältin, die sich jahrzehntelang für die Rechte der Palästinenser in den besetzten Gebieten eingesetzt hat, schließt ihre Kanzlei in Jerusalem. Sie will damit dagegen protestieren, dass einem Volk jegliche Rechte verwehrt werden. »Es war der Frühling der Intifada 1990, voll Leid und Tränen, als ich zu helfen versuchte und so ohnmächtig blieb angesichts des Justizsystems, das sich in eine traurige Farce verwandelt hatte."

 

 

 



Miecius später Bericht

Eine Jugend zwischen Getto und Theresienstadt 1947 hat Felicia Langer, die aus Polen stammende Jüdin, die vor den Nazis fliehen mußte, ihren späteren Mann kennengelernt, »den mageren Jungen mit gebräunter Haus«. Als einziger seiner Familie hatte er überlebt, die deutsche Okkupation in Polen. Die Nazis hatten ihn als Jugendlichen ins Konzentrationslager verschleppt, zunächst nach Plaszow, dann nach Tschenstochau, Buchenwald, seinem Außenlager Remsdorf, schließlich nach Theresienstadt. . »Miecius später Bericht« schildert »eine ganz gewöhnliche Geschichte des Holocaust«, Als Miecius Langer 1990 mit seiner Frau nach Deutschland kam, wurde er mit seiner eigenen Geschichte konfrontiert. Es hat eine lange Zeit gedauert, bis er bereit war, Zeugnis abzulegen,) »Mieciu ist kooperativ, aber die Arbeit ist schwierig: Die grauenhaften Geschichten sind für mich manchmal unerträglich«, schrieb Felicia Langer dem Verlag, als sie das zu Papier brachte, was ihr Mann erlitten hat.
 

 

Wo Haß keine Grenzen kennt.

Hardcover. 208 S., Eine Anklageschrift., Mit Abb., Kartoniert, deutsch, ISBN 3-88977-397-4, EAN 9783889773975, Artikelnummer: 150347 >>>
 

Eine Anklageschrift .

.Die weltbekannte Anwältin hat das Massaker von Hebron unterssucht, bei dem der jüdische Siedler Baruch Goldstein im Februar 1994 29 betende Palästinenser ermordete. "Felicia Langer hat eine stichhaltige Anklageschrift verfasst.«

("Frankfurter Rundschau")

 


Zorn und Hoffnung


Autobiographie
Taschenbuch. 453 S., ( Tb), Mit Abb., Kartoniert / Taschenbuch, deutsch


 

 

 

 

 

 

Die Zeit der Steine.

Eine israelische Jüdin über den palästinensischen Widerstand.
 

 

 

 

 

 

 

Quo Vadis Israel?
Die neue Intifada der Palästinenser

Lamuv Tachenbuch 307, Originalausgabe, Aus dem Englischen


Im Sommer 2000 scheiterten die Gespräche zwischen Israels Premier Barak, PLO-Führer und Vorsitzender der Autonomie Arafat und US-Präsident Clinton in Camp David. Es folgte eine Runde gewalttätiger Auseinandersetzungen: mit Hunderten Toten und Tausenden von Verletzen, zumeist auf palästinensischer Seite. Die neue israelische Regierung ist seitdem bereit, die palästinensische Bevölkerung unter der Besatzung zu unterdrücken mit dem Ziel, die Siedler zu schützen. Mit einer totalen Abriegelung von Westbank und Gazastreifen will man die neue Intifada abwürgen, ohne Erfolg. Felica Langer zeigt anschaulich, wie täglich die Rechte der Palästinenser verletzt werden, ergreift Partei für Menschen, die zunehmend von der Weltöffentlichkeit ignoriert werden, weist den Weg zum gerechten Frieden.


 

Hans D. Schütt
Gespräch mit Felicia Langer

Nicht gegen Mein Gewissen


Helgard Barakat - Hans-Dieter Schütt ist nun die ehrenvolle Aufgabe zugefallen, Felicia Langer in Gespräche über Gott, Leben und die Welt zu verwickeln, um aus ihren Antworten auf seine Fragen ein komplexes Bild ihrer Persönlichkeit zu zeichnen. Und sie antwortet bereitwillig und beredt auf alle Fragen, seien sie banal, von eher beiläufigem Interesse oder tief schürfend. Sie gibt Auskunft über Kindheits- und Jugenderfahrungen, ihre Auswanderung nach Israel, ihren beruflichen Werdegang; Erfolge und Misserfolge; Vorlieben und Abneigungen; Träume und Hoffnungen; Wertvorstellungen und Ideale; persönliche Stärken und Schwächen; die große Liebe ihres Lebens und die große Enttäuschung ihres Lebens. Sie antwortet fast ausnahmslos bereitwillig, selbstkritisch und schonungslos auch auf sehr persönliche Fragen, so dass Schütts beiläufige Klage, in einem Nebensatz im Vorwort versteckt, sie lasse kaum persönliche Fragen zu, einigermaßen verwundert. Weniger verwunderlich ist hingegen die Tatsache, dass die Rede immer wieder auf ihre Arbeit kommt, schließlich praktizierte sie mehr als 23 Jahre als Anwältin in Israel, und auch seit ihrer Übersiedlung nach Deutschland im Jahre 1990 arbeitet sie beharrlich weiter an ihrer großen Lebensaufgabe, dem Einsatz für Entrechtete und Unterdrückte >>>>

 



Die Frau die niemals schweigt

Stationen eines Lebens

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Die Entrechtung der Palästinenser

40 Jahre israelische Besatzung

 

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Interview - Kein Platz unter der Sonne - Im Gespräch - Die israelische Autorin und Menschenrechtsaktivistin Felicia Langer über einen Krieg, der die Palästinenser zur völligen Kapitulation zwingen soll - FREITAG: Ist die Lage in Gaza vergleichbar mit der im Libanon nach der israelischen Intervention im Sommer 1982, als die PLO in Beirut genauso eingekesselt war wie jetzt Hamas in Gaza? FELICIA LANGER: Die Situation ist deshalb anders, weil die Kontrahenten auf Seiten der Palästinenser viel schwächer sind, als das damals für die PLO in Beirut zutraf. Außerdem gibt es im Gaza-Streifen eine Zivilbevölkerung von anderthalb Millionen Menschen, die seit Monaten unter einer Blockade leben und fast nichts mehr haben: keine Nahrung, kein sauberes Wasser, keine Medikamente. Die Lage für Gaza ist derzeit viel schlimmer als 1982 in Beirut.

Muslim-Markt interviewt Felicia Langer, Menschenrechtsanwältin, Trägerin des alternativen Nobelpreises und Ehrenbürgerin Nazareths - MM: Frau Langer, seit über 40 Jahren engagieren Sie sich dafür, Brücken zu bauen zwischen Israelis und Palästinensern für ein friedliches Miteinander basieren auf Gerechtigkeit und Gleichberechtigung. Was empfinden Sie angesichts der Ereignisse der letzten Tage? Langer: Ich empfinde Empörung, sehr viel Mitleid, so viel Mitleid, dass ich an die Grenzen meiner Kräfte komme. Am meisten empfinde ich Empörung gegen die israelische Aggression, eine mörderische Aggression, die bedauerlicherweise derart extrem geduldet wird, dass selbst ich das Ausmaß der Duldung dieser Aggression nicht erwartet habe. >>>

Bis auf weiteres lieferbar:

Kenneth M. Lewan

Ist Israel Südafrika?

Dura-Verlag, Tossens 1993, 125 Seiten.

Das Buch, 1993 erschienen, ist aktueller denn je. Von der BRD-Presse totgeschwiegen, zeigt es Israel so wie es ist: rassistisch und antidemokratisch. (…) Der Autor zeigt frappierende Parallelen zwischen Südafrika und Israel auf, die er durch die Verletzung der Menschenrechte belegt. >>>

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Das Buch ist aktueller denn je. Von der BRD-Presse totgeschwiegen, zeigt es Israel so wie es ist. Kenneth M. Lewan geht das Thema auf seine amerikanische Weise an: unbefangen und pragmatisch. Der Autor zeigt frappierende Parallelen zwischen Südafrika und Israel auf, die er durch die Verletzung der Menschenrechte belegt. Ähnlich sind auch die Rechtfertigungen. Sie sind in allen Siedlerkolonien ähnlich. So wie die Weißen  in Südafrika, so haben die zionistischen Rassisten ihr Kolonisierungsabenteuer auf Geschichtslügen, religiösem und ideologischem Sendungsbewusstsein und einer Mythologie gegründet, die jedem Historiker eine Gänsehaut macht. Die Zionisten gingen sogar noch einen Schritt weiter, sie haben ein „jüdisches Volk“ erfunden. Ein solches gibt es nicht. Es gibt nur Israelis und jüdische Bürger aus aller Herren Länder, deren Heimat ist aber nicht Israel, sondern ihre jeweiligen Staaten.

Lewan zeigt weiter, dass in Palästina zu Beginn des 20. Jahrhunderts ca. 700 000 Menschen lebten von denen nur 9% Juden waren. Im Buch finden sich unzählige Beispiele für eine Politik, die alles in den Schatten stellt, was es an Rassismus in Südafrika gegeben hat. Im Vergleich zu den Zionisten in Israel erscheinen die Weißen in Südafrika als Waisenknaben. Die westlich zivilisierte Welt ist hier massiv gefordert wenn sie nicht noch den Rest ihrer Glaubwürdigkeit verlieren will.

Lewan zieht Israel seine „demokratische“ Maske vom Gesicht. „Die Benachteiligung der Schwarzen und Palästinenser ist so krass, dass weder Südafrika noch Israel als liberale Demokratie gesehen werden können“. Man könne bei beiden Staaten von „Herrenvolkdemokratien“ sprechen. Der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker weigerte sich völlig zu recht, Südafrika zu besuchen. Seine „christlichen Vorstellungen würden mit Füßen getreten“. Israel aber besuchte er 1985 und lobte „Freiheit und Demokratie“ und sprach vom „bewundernswerten Aufbau“. Für die Opfer der israelischen Unterdrückungsmaschinerie hatte er folgendes in seiner rhetorischen Asservatenkammer parat. „Die Verwirklichung des Selbstbestimmungsrechtes des palästinensischen Volkes darf nicht zu Lasten Israels gehen, seine Rechte nicht ungebührlich beeinträchtigen.“ Er fragt sich nicht, ob die Rechte der Schwarzen in Südafrika auch nicht zu Lasten der Weißen hätten durchgesetzt werden dürfen. Was Lewan aus Weizsäcker Rede zitiert ist haarsträubend. Seine „christlichen Vorstellungen“ hatte er wohl bei diesem Besuch zuhause gelassen.

Zum Ende verweist Lewan noch auf die große Übereinstimmung der Meinungsmacher und der politischen Klasse in der BRD wenn es einmal um Südafrika und das andere Mal um Israel geht. Verbrechen werden sanktioniert (Südafrika), andererseits belohnt, wenn es um Israel geht. Erzbischof Desmond Tutu sagte einmal. „Israels Behandlung der Palästinenser in den besetzten Gebieten ist vergleichbar mit der Unterdrückung der schwarzen Bevölkerung in Südafrika.“ Dies stimmt heute nicht mehr. Die Homelands und Bantustans liegen heute in Palästina. Das israelische Besatzungsregime sperrt die Palästinenser in Ghettos ein umgeben von einer riesigen Mauer und Zäunen, die an die DDR erinnern. Aber in Palästina ist alles nur viel schlimmer. Dort schießen die Besatzer mit den modernsten Waffen auf die wehrlosen Ghettobewohner und dies geschieht unter den Augen der „westlichen Zivilisation“. Sollte das Buch vergriffen sein wäre es schade. Aktueller kann ein Buch gar nicht sein. W. F. 21.6.09

 

Der Außenminister
Sühne oder neue Schuld
Schauplatz sind Jerusalem und das Westjordanland

Ein Schauspiel von
Kenneth und Hannelore Lewan
Nachwort von Friedhelm Schmitz

JETZT KOSTENLOS ONLINE ABRUFBAR Download - doc Datei - 50 Seiten

Der Außenminister - Rezension Ludwig Watzal - Über den Nahostkonflikt sind Bibliotheken gefüllt worden. Einer Lösung ist man dadurch aber keinen Millimeter näher gekommen. Nähert man sich ihm in der Form eines Schauspiels, erscheint er als ein einziges Polit-Drama. Insbesondere die Kritiklosigkeit Deutschlands gegenüber der israelischen Besatzungspolitik enthebt diesen Konflikt in transzendente Sphären. Hatte sich nicht Deutschland unter rot-grüner Herrschaft zum weltweiten Verteidiger der Menschenrechte erklärt? Diesen Widerspruch - verkörpert in der Person des deutschen Außenministers - beschreiben der emeritierte Politikwissenschaftler Kenneth Lewan und seine Gattin Hannelore >>>

Mehr zum Theaterstück >>>        

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Gideon Levy

Schrei, geliebtes Land

Taschenbuch: 192 Seiten
Verlag: Zambon, Giuseppe; Auflage: 1 (23. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3889752365
ISBN-13: 978-3889752369


Gideon Levy ist israelischer Journalist aus Tel Aviv und arbeitet für die Tageszeitung Ha’aretz unter anderem als Chefredakteur der Wochenendbeilage. Er gehört zu den wenigen israelischen Journalisten, die über das Leben der Palästinenser unter der israelischen Besatzung berichten und ist wegen seiner kritischen Berichte Angriffen seitens der israelischen Leser und Kollegen ausgesetzt.

Gideon Levy recherchiert in den Palästinensergebieten und ermöglicht so den Israelis einen von der Militärzensur ungetrübten Blick auf die Situation.

Er ergreift in seinen Reportagen auch Partei für die palästinensischen Opfer: Zum Beispiel berichtet er über den palästinensischen Bauern, der auf seinem Feld von jüdischen Siedlern angeschossen wurde und nun im Rollstuhl lebt, über die Witwe eines Fatah-Führers, der von israelischen Sicherheitskräften liquidiert wurde usw.

Auf die Zeitung Ha’aretz wird Druck ausgeübt, Gideon Levy nicht mehr zu Wort kommen zu lassen.

Für seine kritische Berichterstattung und seinen Einsatz für einen Frieden im Nahen Osten wurde Levy kürzlich mit dem Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien 2003 der Leipziger Medienstiftung ausgezeichnet.

 


Levy, Gideon: Schrei, geliebtes Land. Leben und Tod unter israelischer Besatzung -  Hanspeter Stalder - Zehn Jahre nach der ersten Auflage veröffentlicht der Zambon-Verlag das Buch «Schrei, geliebtes Land» (Original «Esor Hadimdumim») von Gideon Levy zum zweiten Mal: ein notwendiges, kenntnisreiches Buch über die wirklichen Lebensbedingungen, die Repression, die Verelendung und die Segregation, in denen das palästinensische Volk steckt. Es beinhaltet 45 Artikel, geschrieben zwischen Januar 2002 und Dezember 2004 und publiziert in der «Haaretz». Die Lektüre der engagierten, dennoch fairen, der exakt recherchierten, dennoch verständlich geschriebenen Beiträge beweist, dass sich in der Zwischenzeit nichts Wesentliches im besetzten Palästina Israel verbessert, eventuell in der Ausgestaltung verändert, insgesamt jedoch verschlechtert hat.

Der Jude Levy wurde 1953 in Tel Aviv geboren. Für sein Werk hat er unter anderem den Leipziger Medienpreis 2003, den Europa-Mittelmeer-Journalistenpreis für Kulturdialog 2007 und den Media Award 2012 erhalten. Er ist Mitarbeiter der liberalen israelischen Zeitung «Haaretz», die nach dem letzten Gaza-Krieg ihm wegen diverser Morddrohungen Leibwächter stellt. >>>

 

 

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