oo

 

 

Das Palästina Portal

Zurück | Nach oben | Weiter

 

 

 


Archiv - Aktuelle Link- und Denktipps -
 - Seite 90
 


24.5.20100
 

 

Solidarität als Macht - (Ewa Jasiewicz The Electronic Intifada, 17 May 2010) - pdf Datei - Im Laufe des Monats Mai werden Schiffe von unterschiedlichen Herkunftsländern im Mittelmeer zusammenkommen und sich zum besetzten und abgeriegelten Gaza-Streifen aufmachen. Freiheitsflotte nennt sich diese internationale Initiative. Das Free Gaza Movement ist in den vergangenen Jahren bereits acht Mal nach Gaza aufgebrochen, davon fünf Mal tasächlich dort angekommen. Die letzten drei Schiffe wurden durch die israelische Armee mit Gewalt dabei behindert, Gaza zu erreichen. Die Dignity wurde drei mal gerammt, und die Spirit of Humanity im Januar 2009 abgedrängt, dann gekapert und alle, die an Bord waren, verhaftet. Dieses Mal legen wir mit einer ganze Freiheitsflotte kräftig nach und rücken nicht mehr nur mit einem oder zwei Schiffchen an. Wir werden die israelische Belagerung mit acht Booten durchbrechen. Früher konnte die israelische Marine unsere einzelnen Boote einfach überwältigen. Jetzt haben sie es mit acht Schiffen zu tun, darunter den vieren des Free Gaza Movement, 700 Passagieren und rund 5000 Tonnen Baumaterialien und medizinischen Hilfsgütern. Eines unserer Boote ist das MS Rachel Corrie, die dank der großzügigen Spenden der Perdana Global Peace Foundation aus Malaysia erworben werden konnte. Die israelische Regierung begegnet der „Intifada vom Meer“ mit Säbelrasseln und Beschuldigungen >>>

Aid convoy sets off for Gaza - The biggest attempt by international aid groups to break the Israeli siege on the Gaza Strip has gotten underway. Nine ships under the banner, Freedom Flotilla, began their journey to Gaza on Saturday, despite warnings from Israel that they will be stopped for "breaching Israeli law". >>>

Die Angst der neuen Täter vor der Solidarität und Wahrheit:

Local fleet sets out to counter Gaza-bound ships from Turkey - Anshel Pfeffer, Jack Khoury and Avi Issacharoff - Dozens of vessels sailed yesterday from the Herzliya marina to the beach near Tel Yona, west of Rishon Letzion, in a fleet organizers said was a response to ships that set sail yesterday from Turkey, bound for the Gaza Strip. "This is a civil initiative and is not connected to any political group," one of the organizers, Mati Freiman, said. "We would like to present a counter-flotilla to the Turks, who are trying to justify themselves and work for the inhabitants of the Gaza Strip and Hamas, while ignoring the rights of other minorities in their own country and ignoring the fact that the kidnapped soldier Gilad Shalit has been held for almost four years without rights," he said.

Israel hat Angst vor den Friedensschiffen - Warum?
Wer ist wohl der Auftraggeber des nachfolgenden Videos?
A Free Gaza Flotilla Mix

Solidarität als Macht - Free Gaza demonstration - Dublin, Ireland

 
 

Die erste nationale jüdisch antizionistische Versammlung - Vor dem Sozialforum der US 2010 - 19-22.Juni 2010, Detroit - Das US-Sozialforum 2010 kommt zu einer Zeit, in der es dringend nötig ist, auf jüngste Erfolge der palästinensischen Solidaritätsbewegung aufzubauen, da die US-Gesellschaften und die Regierung weiter  schwerwiegende Ungerechtigkeiten in Palästina begehen – ganz abgesehen  von denen in unsern eigenen Gemeinden. Organisierte anti-zionistische Juden in den USA können eine kritische Rolle in den Bewegungen  mit Antirassismus und Anti-Imperialimus in ihrem Zentrum spielen und eine stärkere internationale Solidarität aufbauen.
 
Kommt mit anderen anti-zionistischen jüdischen Aktivisten zusammen, die engagiert sind, Rassismus und Kolonialismus und Imperialismus herauszufordern – und  vor allem die Bemühungen zu stärken, damit der Zionismus  überwunden und Palästina dekolonisiert wird! Baut eine gemeinsame Strategie für eine anti-zionistische Organisation in den USA auf und baut Beziehungen an vielen Orten für unsere Bemühungen auf! Verbreitet den palästinensischen Aufruf für Boykott, Divestment und Sanktionen, einschließlich Kampagnen gegen den jüdischen National Fond; Kampagnen in den Städten und auf Landesebene Divestment und Boykott-Kampagnen; Labor-Divestment von israelischen Bindungen und der Histadrut, Israels zionistische Arbeiterorganisation!
 
Entwickelt antizionistische jüdisch politische Perspektiven und  ..!
 
Wir heißen alle willkommen, die daran interessiert sind, die anti-zionistischen Juden zu unterstützen und zu organisieren und zwar als Teil der breiteren Palästina-Solidaritätsbewegung und der antirassistischen, anti-imperialistischen Organisation in den USA. Doch die Versammlung ist für Juden bestimmt, die gegen Zionismus sind.
 
Dieses Treffen wird vom internationalen jüdischen antizionistischen Netzwerk, der nahöstlichen Kinderalliance und den Philadelphischen Juden für einen gerechten Frieden  organisiert.
Mehr Information über :
2010Assembly@JewsConfrontApartheid.org.

 
 

Presseverlautbarung: Experimente mit neuen Waffen im Gazastreifen – ein Risiko für genetische Mutationen.

Biopsie von 32 Opfern an drei Universitäten durchgeführt: Rom, Kalmar (Schweden) und Beirut
 
Giftige und krebserregende Metalle, die auch genetische Mutationen verursachen, sind in Gewebezellen von  Personen gefunden worden,  die im Gazastreifen während der israelischen Militäroperationen 2006 und 2009 verletzt wurden. Die Untersuchungen  sind bei Biopsien von Wunden durchgeführt worden, die von Waffen verursacht wurden, die keine Fragmente hinterlassen, eine Besonderheit von  im Gazastreifen verwendeten Waffen,  auf die von Ärzten wiederholt hingewiesen wurde. Es zeigt, dass Waffen, deren Langzeitwirkung noch immer  beurteilt werden kann, angewendet wurden.
 
Die Untersuchenden verglichen die Quantität von 32 in den Wunden vorhandenen Elementen durch ICP/MS ( eine Art hochsensibles Massen-Spektrometer). Die Arbeit wurde von Laboratorien in den Universitäten La Sapienza in Rom, in  Kalmar (Schweden) und Beirut  ausgeführt und koordiniert von einer New Weapon-Research-Gruppe (Nwrg), einem unabhängigen Komitee von Wissenschaftlern und Experten in Italien, die die Anwendung von unkonventionellen Waffen und ihren mittelfristigen Wirkungen auf die Bevölkerung in  Nachkriegsgebieten untersuchen.
 
Die relevante Präsenz von toxischen und krebserzeugenden Metallen, die in den Wunden gefunden wurden, weist auf direkte Risiken für die Überlebenden, aber auch auf die Möglichkeit von Umweltverschmutzung.
Biopsien von Gewebe wurden von Ärzten des Shifa-Krankenhauses in Gaza-Stadt durchgeführt, die die Art der Wunden klassifizierten. Untersuchungen wurden an 16 Gewebebeispielen  durchgeführt, die 13 Opfern gehörten. Vier Biopsien wurden im Juni 2006 während der Operation „Summerrain“ genommen, während die anderen in der ersten Januarwoche 2009 während der Operation „Cast Lead“ genommen wurden. Alle Gewebeproben wurden entsprechend konserviert und dann von den drei Universitäten untersucht.
 
Die Gewebeproben gehören zu vier Arten von Wunden: Amputationen ( mit A in der Studie  bezeichnet), verkohlten  (C). Verbrennungen (B), multiple tiefe Wunden von weißem Phosphor (M). Folgende Elemente wurden in nicht normalen Mengen gefunden:
 
Aluminium, Titanium, Kupfer, Strontium, Barium, Kobalt, Quecksilber, Vanadium, Caesium und Zinn in A und C-Wunden;
Aluminium, Titanium, Kupfer, Strontium, Barium, Kobalt, Quecksilber in M-Wunden.
Kobalt, Quecksilber, Caesium und Zinn in B-Wunden
Blei und Uran in allen Arten von Wunden
Barium, Arsen, Mangan, Rubidium, Cadmium, Chrom und Zink  in allen außer in M-Wunden.
Nickel in A-Wunden
 
Einige dieser Elemente sind krebserregende (Quecksilber, Arsen, Cadmium, Chrom, Nickel und Uran), andere sind potentiell krebserregend (Kobalt und Vanadium), andere sind auch giftig für einen Fötus (Aluminium, Quecksilber, Kupfer, Barium, Blei, und  Mangan).  Die ersteren können auch genetische Mutationen verursachen; die zweiten können dieselben Auswirkungen  auf Tiere haben; es ist noch nicht bewiesen, ob sie dasselbe auch beim Menschen verursachen; die dritte kann giftige Auswirkungen auf Menschen haben und kann entweder den Embryo oder den Fötus bei schwangeren Frauen beeinträchtigen. Alle Metalle, die in Mengen bei den Kontrollen gefunden wurden, haben pathogene/ krankheitserregende Auswirkungen auf menschliche Atemorgane, die Nieren  und die Haut und Auswirkungen auf die sexuelle und neurologische Entwicklung und Funktionen.
…..
Prof. Paola Manduca, Sprecherin der New Weapon Research-Gruppe, Dozentin für Genetik und  Forscherin an der Universität Genua, sagt: „Keiner hat bis jetzt bioptische Analysen aus Gewebeproben von Wunden durchgeführt. Wir konzentrieren unsere Aufmerksamkeit auf Wunden, die von Waffen/Munition verursacht wird, die keine Bruchstücke/Splitter hinterlassen, worauf mehrfach von Ärzten in Gaza hingewiesen wurde, weil Waffen, die keine Splitter hinterlassen, in den letzten Jahren entwickelt wurden. Wir wollten überprüfen, ob Metalle da sind, die in den Wunden und der Haut bleiben. Über die Anwendung von Metallen in Munition, die im Gazastreifen benützt wurden, wurden Hypothesen aufgestellt, aber bisher nie vorgeführt.  Zu unserer Überraschung fand man nicht nur Metallkomponente bei amputierenden Waffen, sondern sogar  eine hohe Komponente Metall in Brandwunden, die von weißem Phosphor verursacht wurden. Außerdem impliziert die Präsenz dieser Metalle in den Waffen, dass sie sich in unbekannten Mengen in der Umwelt verteilt haben. Sie wurden so von den Opfern und Umstehenden  eingeatmet, und stellen so ein Risiko nicht nur für das Opfer dar, sondern auch für die, die nicht direkt von dem Bombardement getroffen worden waren .
 
Dieser Untersuchung gingen zwei andere Studien voraus, die von Nwrg  durchgeführt wurden. Die erstere wurde am  17. Dezember 2009 veröffentlicht und berichtete von der Anwesenheit toxischer Metalle in Gebieten mit Kratern, die vom israelischen Bombardieren im Gazastreifen stammten. Die zweite wurde am 17. März 2010 veröffentlicht und berichtet von der Präsenz toxischer Metalle in Haarproben palästinensischer Kinder aus Gebieten israelischer Bombardements. Beide Untersuchungen weisen auf die Präsenz von Umweltverschmutzung hin, was die Lebensbedingungen vor Ort verschlimmert, wo Unterkünfte dem Wind und Staub ausgesetzt sind; denn auf Grund  der israelischen Blockade, die kein Baumaterial und kein Werkzeug nach Gaza lässt, können die Häuser nicht wieder aufgebaut werden.  (dt. Ellen Rohlfs)          Quelle: Akademics for Justice;
Derek.Summerfield@googlemail.com

 

The Crime: Born Palestinian in Israel
On the 6th of May, Israeli authorities arrested Ameer Makhoul, a prominent Arab-Israeli civil society leader for speaking out against Isarel.
 

 
 

Mearsheimer and the Right Wing of the Israeli Left - It is time that Israeli left take 'the moral high ground' of one state. - Edwin Rutledge – Professor John Mearsheimer, co-author together with Professor Stephen Walt of the well known book "The Israel Lobby" gave a speech on "The Future of Palestine" at the Palestine Center in Washington DC on April 29. His words ruffled the feathers of several members of the Israeli left. In his speech Professor Mearsheimer maintains that Israel will be unable to agree to the formation of a viable Palestinian state; instead, it will incorporate the West Bank and Gaza into a greater Israel similar to the apartheid state of South Africa, and will at some point in the future succumb to world pressure and failing US support to become a Bi-national democratic state. This would mean the end of the Jewish Zionist state. >>>

 
 

Nakba: Three Videos

Palestine Monitor - 22 May 2010 - Three investigative videos to coincide with the 62nd anniversary of the “Nakba” .

Israeli NGO Zochrot, Hebrew for “Remembering”, an organisation that works to raise awareness about the Nakba, goes out into the streets of Jaffa and discovers what Israelis think about the rights of refugees.

Excerpt from “Checkpoints and More”, a film by anarchist film collective A Films, which tells the story of Nahr al-Bared, a refugee camp in Lebanon home to 20,000 displaced Palestinians who are trying to rebuild the camp after its destruction in 2007.

Sands of Sorrow, a film produced in 1950 by the Council for the Relief of Palestinian Arab Refugees, documents the lives of those refugees displaced two years before. At the time, the possibility of returning home still seemed like a possibility.

More info on Zchrot: http://www.nakbainhebrew.org/index....       |    More info on GRITtv: http://www.grittv.org/

 


23.5.2010
 

 

Demokratie gemäß Prof. Reichmann -  Da Israel seine Tore  für jeden geschlossen hält, der nicht mit unserer offiziellen Linie übereinstimmt, werden wir immer mehr wie Nordkorea. -  Gideon Levy - Am Ende werden wir nur noch mit Prof. Uriel Reichmann bleiben. Nachdem wir Prof. Noam Chomsky weggeschickt haben und es keinen scharfen Tadel von israelischen Akademikern gab ( die mit ihrem Schweigen einen Boykott der Bir Zeit- Universität unterstützen) werden wir mit einer  engstirnigen, beängstigenden intellektuellen Welt zurückgelassen. Es wird die Art intellektueller Welt sein, die vom Interdisziplinären Zentrum Herzlia – einer Institution der Armeeoffiziere und der Reichen - gestaltet wird und deren Präsident Reichman ist. Ein Rechtsprofessor –  nach eigener Einstellung sicher  fortschrittlich – ein vormaliger Kandidat als Bildungsminister,sagt Reichman, er unterstütze die Menschenrechtsgruppe B’tselem nicht. Das ist  natürlich sein gutes Recht; unser Recht ist es, festzustellen, dass an der Spitze eines bedeutenden israelischen Kollegs ein Mann steht, der  nichts von Demokratie versteht. Schließlich was tut denn B’tselem? Es sammelt zuverlässige Zeugenaussagen über Sünden der IDF – nur wenige wenn überhaupt  erwiesen sich als falsch. Reichman unterstützt dies also  >>>

Noam Chomsky und die Gedanken-Polizei  -  Gush Shalom - Gush Shalom schrieb an den Innenminister  und verlangt klare und durchsichtige Kriterien,  warum und wieso Personen der Zugang ins Land verweigert  wird. „Solche Entscheidungen können nicht anonymen Beamten oder Sicherheitsleuten überlassen werden, die zu einer Gedankenpolizei und zum Zensor politischer Meinungen  wird.“ Im Namen von Gush Shalom, schrieb die Anwältin Gabi Laski an den Minister des Inneren Eli Yishai und forderte, dass die Regelungen mit klaren Kriterien festgelegt werden, wem der Zugang nach Israel verweigert wird. Dies folgte, nachdem dem amerikanischen Linguisten Prof. Noam  Chomski – einem der bedeutendsten Denker der Welt  - der Zugang nach Israel und den Besetzten Gebieten verwehrt worden war. In letzter Zeit gab es noch einige andere ausländische Bürger, denen der Zugang verwehrt wurde wie z.B.  >>>                 Bildcollage Noam Chomsky - © E. Arendt

Hallelujah, die Welt ist gegen uns! -  Uri Avnery - EINE LOKALE Fernsehstation  berichtete uns in dieser Woche von einer Gruppe Israelis, die an Verschwörungstheorien glauben. Sie glauben, dass George W. Bush die Zerstörung der Zwillingstürme plante, um seine niederträchtigen Pläne voran zu bringen. Sie glauben, dass die großen pharmazeutischen Gesellschaften den Schweinegrippenvirus verbreitet hätten, um ihre wertlosen Impfstoffe zu verkaufen. Sie glauben, dass Barack Obama ein Geheimagent des militärischen Industriekomplexes sei. Sie glauben, dass dem Trinkwasser  Fluoride beigegeben werden, um Männer zu sterilisieren, damit die Menschheit um genau zwei Milliarden reduziert wird. Ich frage mich, warum sie noch nicht die ruchloseste Verschwörung entdeckt haben: diejenige, die von der  antisemitischen Bande ausgeführt wird, die die Regierung Israels übernommen hat und sie  benützt, um den jüdischen Staat zu zerstören. BEWEIS? NICHTS leichter als das. Man muss nur die Zeitungen lesen. Zum Beispiel der Außenminister. Wer außer einem diabolischen Antisemiten könnte ausgerechnet Avigdor Lieberman  für diesen Posten ernannt haben? Der Job eines Außenministers ist, Freundschaften zu schließen und die Welt zu überzeugen, dass bei uns alles OK ist. Lieberman arbeitet hart  und geschickt daran, dass Israel  ausnahmslos von allen gehasst wird. Oder der Innenminister. Er arbeitet von morgens bis abends, um die Verteidiger der Menschenrechte zu schockieren und  um den schlimmsten Feinden Israels Munition zu liefern. >>>

Meinungsfreiheit, Zensur, Lücken + Manipulation im Nahostkonflikt >>>

 
 

Mein Freund Dr. Omar Said -  Dr. Stephen Fulder (Autor, Forscher) - Dr. Omar Said, mein langjähriger Freund, Mitarbeiter, Friedensaktivist, Umweltaktivist und Kollege wurde verhaftet und angeklagt, er habe für die Hisbollah spioniert. Die Zeitungen haben ihm alle möglichen abträglichen und unwahren Labels angehängt. Ich möchte dies korrigieren.

  1. ist Dr. Omar Said eine bedeutende internationale intellektuelle Persönlichkeit,  Wissenschaftler, Pharmakologe und einer der besten Experten der arabischen  traditionellen Medizin, medizinische Geschichte und Medizinpflanzen. Er hat viele wissenschaftliche Aufsätze geschrieben, von denen ich einige mit ihm zusammen geschrieben habe. Er ist der Autor einer in Kürze erscheinenden akademischen Arbeit  des maßgeblichsten Buches über arabische Medizin in der Welt. Er ist der Gründer und Direktor des größten botanischen Gartens für medizinische Pflanzen im Nahen Osten. Dieses Thema ist  seine Leidenschaft und in seinem Leben seine Hauptbeschäftigung.   Vor vielen Jahren war er politisch aktiv; er war der stell- vertretende  Bürgermeister des Dorfes Kafr Kanna in Galiläa gewesen. Jetzt ist seine Leidenschaft bei seinem professionellen Thema, und seine sozialen Aktivitäten drehen sich vor allem  innerhalb der NGO um Bildung, Ökologie und Koexistenz.

  2. Dr. Said hat in den 15 Jahren, in denen ich eng mit ihm  als Kollege und Freund zusammen gearbeitet  >>>

 
 

Mauerproteste vom 17. – 21. Mai 2010 in der Westbank

Bil’in: Boykott von israelischen Siedlungsprodukten >>>

Al-Ma’sara: Eskalation der israelischen Gewalt >>>

Ni’lin: Zwei Jahre Widerstand >>>

Beit Jala: Salut für die Nakba – Zwei-Stunden-Stopp für israelische Bulldozer

Nabi Saleh: Ein Demonstrant im Gesicht verletzt >>>

Israelische Truppen entführen sieben Jugendliche bei Betlehem und Ramallah

Bil'in 21-5-10 - Two children injured, three arrested, and dozens suffer tear gas inhalation
 

Bilin Weekly Demo 21-5-2010 By Haitham Al Katib

 

Nabi Saleh protest 21-05-2010

 

Ni'ilin 21.5.2010

 

 

 

 «Schweizer sollten keine Datteln mehr kaufen» - Claudia Kühner. - Eine junge Generation von Palästinensern setzt auf gewaltlosen Widerstand. Der Boykott israelischer Exportgüter sei eine der Methoden der sogenannt weissen Intifada, sagen die beiden Aktivistinnen Hind Awwad und Basma Fahoum.Die alte Garde palästinensischer Politiker um Mahmoud Abbas und Salam Fayyad findet immer weniger die Unterstützung der Jugend. Hind Awwad und Basma Fahoum, zwei junge Aktivistinnen, nennen die Gründe. Die eine stammt aus Israel, die andere aus der Westbank, aber sie führen keine getrennte Agenda, sondern sehen sich als Teil des gesamten palästinensischen Volkes, das zehn Millionen Menschen zählt. Beide fordern ein uneingeschränktes Recht auf Rückkehr, setzen aber nicht auf Terror, sondern auf wirtschaftlichen und politischen Druck durch die internationale Öffentlichkeit. Die Boykottbewegung gewinnt an Kraft. >>>

 

 

Eine Flotte für Gaza - Bettina Marx - Angekündigte Blockadebrecher - Zum letzten Mal hat im Juni 2009 ein Schiff der "Free Gaza"-Bewegung versucht, die Blockade zu durchbrechen. In internationalen Gewässern wurde es von der israelischen Armee aufgebracht, die Menschenrechtler an Bord, unter ihnen eine amerikanische Kongressabgeordnete und die irische Friedensnobelpreisträgerin Mairead Maguire, wurden festgenommen, die Ladung konfisziert.Diesmal hoffen die Aktivisten, mit ihrer kleinen Flotte durchzukommen, sagt Gisela Siebourg vom Deutschen Koordinierungskreis Palästina Israel, der die Reise unterstützt und mitorganisiert hat. Man halte sich mit dieser Reise durch das östliche Mittelmeer strikt an internationales Recht, sowohl die griechischen und zypriotischen als auch die israelischen Behörden seien über die Ladung an Bord und über die Passagiere genau informiert. Israel dürfe die Schiffe nicht aufhalten, denn wenn es tatsächlich, wie die Regierung in Jerusalem behaupte, den Gazastreifen nicht länger besetzt halte, habe es in den palästinensischen Hoheitsgewässern vor Gaza auch nichts zu sagen. Wenn Israel jedoch den Gazastreifen immer noch besetzt halte, dann sei es nach internationalem Recht verantwortlich für das Wohlergehen der Zivilbevölkerung in dem schmalen Küstenstreifen und müsse dafür sorgen, dass die Menschen mit allen benötigten Gütern beliefert würden. >>>

Im Team der schwedischen Organisation “Ship to Gaza” wird auch der Schriftsteller Henning Mankell mitreisen. - Mankell, seit langem im südlichen Afrika engagiert, sieht “erschreckend viele Parallelen” zwischen Südafrika unter der Apartheid und dem Konflikt im Mittleren Osten. “Solidarität”, so Henning Mankell in einem Interview “bedeutet handeln, nicht nur Worte. So wie ich es vor Ort erlebt habe, brauchen die Palästinenser Hilfe. Vor allem in Gaza ist die Situation entsetzlich, gleicht einem Freiluftgefängnis. Für mich ist es daher eine Selbstverständlichkeit, einen Beitrag zu leisten, indem ich an Bord des Schiffes bin. Wir werden versuchen, bis Gaza zu kommen, nicht nur mit materieller Hilfe, sondern auch um den Palästinensern, die dort leben, zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind.” >>>

Sonderseite Free Gaza 2010 >>>

 

Israelis made ’strategic theft’ of ISM’s video cameras - Philip Weiss - On a number of occasions, we've run photos and reports from International Solidarity Movement, which has volunteers throughout the occupied territories, ala freedom riders of the '60s. ISM volunteers make these recordings at great risk. Rachel Corrie was a member of ISM. Well ISM is reporting that the Israelis have made a "strategic theft" of a lot of its media equipment, and is seeking donations to buy new cameras. Its report follows: The ISM media office was raided two times in the span of four nights in February, when Bridget Chappell and Ariadna Jove Marti were arrested. In the raids, the Israeli military stole all of our computers (three laptops, one desktop) as well as several video cameras. Just a few weeks ago, the Hebron office was broken into while activists were away. We believe the military is also to blame because neighbors reported soldiers coming to look through the windows multiple times when the apartment was empty, and in the raid two laptops, multiple cameras, photo memory cards and USB memory devices were stolen, while other valuables were left in plain sight. >>>

Meinungsfreiheit, Zensur, Lücken + Manipulation im Nahostkonflikt >>>

 


22.5.2010
 

 

Bilder von Opfer zeigen, mit ihnen Mitgefühl haben, wird in Deutschland von bestimmten "Herrenmenschen" antisemitische Hetze genannt.


Nach den verbalen Gewaltdrohungen gegen Walter Herrmann (Klagemauer auf dem Kölner Domplatz) die Gerd Buurmann (Kölner Severin Theater) verbreitete gab es nun in dieser Woche den ersten Gewaltakt gegen seine Bilderwand.

Deutsche Hüter der israelischen Staatsraison auf der Kölner Domplatte angekommen: “… diesen Spinner … ordentlich durchzuprügeln und den Stuß … abzufackeln” -  Kannte man randalierende und plündernde 'Siedler' bisher nur von der Westbank - damit befasst, die Palästinenser zu terrorisieren, um in Besitz ihres Landes zu gelangen - so scheinen deren deutschen Adepten nunmehr doch auch in Köln auf der Domplatte angekommen zu sein. - Ziel ihrer Aktion am 8. Mai war die Klagemauer von Walter Herrmann auf der Kölner Domplatte, der zu ihrem Verdruss die Verbrechen öffentlich zur Schau stellt, die der israelische Staat an den Palästinensern seit Jahrzehnten straflos verübt. Straflos ganz allein deswegen, weil die Täter das Licht der Öffentlichkeit normalerweise nicht fürchten müssen, dank der allgegenwärtigen vorauseilenden Selbstzensur in praktisch allen Medien. Nachdem Herrmann an der Klagemauer anfang des Jahres eine Zeichnung aufhängte, die als Zitat eines uralten antisemitischen Klischees - des Ritualmords - aufgefasst werden kann, sah ein gewisser Gerd B. seine Stunde gekommen, um eine Strafanzeige wegen Volksverhetzung gegen ihn zu stellen, worüber er in seinem blog fleissig berichtete. Die Absicht von Gerd B. bestand jedoch nicht allein darin, dieses eine Bild entfernen zu lassen - was zwischenzeitlich auch geschah - sondern die ganze Installation , wie man seinem blog entnehmen konnte. Der Versuch die Staatsanwaltwaltschaft für sein Ziel einzuspannen scheiterte jedoch, auch weil sich die Zeichnung erkennbar auf die Realität in Gaza bezieht und nicht auf die antisemitische Fiktion vom 'Ritualmord'. >>>

Bild links - In der Sprache dieser Verleumder ist das zeigen von Opfern des Gazaüberfalls "antisemitische Hetze"  Heute in der juedische.at zu sehen.

Der Hauptjäger vom Walter Herrmann, der auch nicht vor der Veröffentlichung von Gewaltandrohungen zurückscheute >>>

Dokumentation der Jagd auf Walter Herrmann >>>

Das Thema Gewalt bei Honestly Concerned >>>

 
 

berichte von der Reise Mai 2010

Dieses Jahr in Jerusalem - Attentat. - schlesinger - Das wäre meine Antwort auf die Frage "an was denken Sie beim Stichwort Israel zuerst?" Diese Antwort hat ihren Grund nicht etwa in unzähligen Zeitungsberichten über palästinensische Selbstmordattentäter. Als ich Anfang der neunziger Jahre das erste mal nach Israel fuhr, war die erste Intifada noch in vollem Gange. Wir wußten das zwar, aber waren uns der damit verbundenen Umstände nicht vollkommen klar. Am Tag nach unserer Ankunft spazierten wir schnurstracks in einen Bombenalarm. Auf dem großen Platz in Tel Aviv fing plötzlich alles an zu rennen >>>

 
 

Kassel - Knesset-Abgeordneter beklagt Diskriminierung in Israel - Angekündigt war der Besuch des stellvertretenden Sprechers des israelischen Parlaments, Ahmed Tibi, unter dem Titel „Israel: Eine Demokratie für alle?“. Auf Einladung des Kasseler Friedensforums, der Deutsch-Palästinensische Gesellschaft und von Pax Christi war der arabische Israeli in das Café Buch-Oase in Kassel gekommen. Vor rund 50 Zuhörern beklagte er, die nichtjüdische Bevölkerung in Israel werde vom Staat diskriminiert. Und das geschehe mit Unterstützung der Mehrheit der jüdischen Bevölkerung. Tibi leitete seinen Vortrag mit den Worten ein, er sei gebeten worden, etwas über die „Nakba“, die „palästinensischen Katastrophe“, zu sagen. Gemeint ist mit diesem Begriff die mit dem ersten Arabisch-Israelischen Krieg verbundene Vertreibung von Palästinensern. In Israel werde gerade ein Gesetz erarbeitet, dass jegliche „Nakba-Aktivitäten“, also die Erinnerung an palästinensisches Leid, verbiete. „Es wird sichergestellt, dass es nur eine zionistische Sichtweise auf historische Ereignisse gibt“, sagte Tibi. >>>

 
 

Archäologie - Wie der Libanon seine Geschichte verhökert - Verhökert an den höchsten Bieter: Weil die Strafen lax sind, werden im Libanon viele archäologisch wertvolle Funde von dubiosen Händlern verkauft. Die kostbaren Stücke gelangen in Privatsammlungen statt in öffentliche Museen. Zudem bringt der Bauboom im Land die Schätze in Gefahr. Baalbeck - Abu Nadschef ist Schatzsucher. Seit drei Jahrzehnten gräbt der Libanese nach Überresten der reichen Vergangenheit seines Landes. Mit dem Verkauf der Goldstücke, Armreifen, Ohrringe oder Tonlampen ernährt der Mittsechziger seine Familie. Doch seine zum Teil Jahrtausende alten Fundstücke gelangen nicht ins Museum, sondern in die Hände von Geschäftemachern auf der ganzen Welt. In Baalbeck im Osten des Landes, Standort der großartigsten römischen Tempelanlagen, verhökern Plünderer wie Nadschef die Schätze vergangener Kulturen. >>>

 
 

On Wednesday May 12th News from Within interviewed Lubna Masarwa of the Free Gaza Movement on the upcoming Freedom Flotilla.

Free Gaza 2010 - Sonderseite  >>>

 
 

Wall Street Journal: Palestinians make surprisingly large land offer to Israel - In framework of proximity talks, Palestinian negotiators have reportedly proposed giving up twice the West Bank territory Abbas offered Olmert. - Barak Ravid  - The Palestinian Authority has offered surprising concessions to Israel regarding borders for a future state, the Wall Street Journal reported on Friday.  In the framework of proximity peace talks now being mediated by the United States' special Middle East envoy George Mitchell, Palestinian negotiators have reportedly offered to match and even double the amount of West Bank land territory that Palestinian President Mahmoud Abbas offered to former prime minister Ehud Olmert during their one-on-one 2008 talks. During those talks, Abbas offered Olmert to exchange 1.9% of West Bank land for an equal amount of Israeli territory. Olmert countered with a much higher demand of his own, which the current reported offer would still not come close to matching. >>>

 


21.5.2010
 

 

Bündnis-Pressemitteilung 20. Mai 2010 - „Free Gaza“- die Blockade von Gaza mit Schiffen durchbrechen - Aktion gegen Menschenrechtsverletzungen an der Bevölkerung von Gaza - Die Menschen im Gazastreifen mit Hilfsgütern zu versorgen und die Öffentlichkeit auf die völkerrechtswidrige Blockade des Gaza-Streifens aufmerksam zu machen, ist Ziel der Freedom-Flottille. Sie besteht aus insgesamt drei Frachtschiffen mit etwa 5.000 Tonnen Ladung und fünf Passagierschiffen. Ca. 600 Menschen aus 20 Ländern hoffen, Gaza per Schiff zu erreichen. Aus Deutschland beteiligen sich fünf Personen als Passagiere: vom Aktionsbündnis Matthias Jochheim, stellvertretender Vorsitzender der IPPNW, Norman Paech, emeritierter Hochschullehrer und IPPNW-Beiratsmitglied sowie der in Deutschland lebende Palästinenser Nader el Saqa von der Palästinensischen Gemeinde Deutschland e.V. und zwei Abgeordnete des Deutschen Bundestages, Inge Höger, MdB (Mitglied des Verteidigungsausschusses) und Annette Groth, MdB (Mitglied des Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe). Die deutschen Aktivisten werden am 22. Mai von Griechenland aus in See stechen und um den 1. Juni zurück in Griechenland erwartet. Das Frachtgut besteht aus Baumaterial und ganzen Fertighäusern, aber auch aus Rollstühlen, Krankenhausbetten, Wasseraufbereitungsgeräten, sowie aus Schulmaterialien und Spielzeug. Aus Deutschland stammen 5 Tonnen der Fracht, Medikamente, Verbandstoffe und Medizinische Geräte, gespendet von der Deutsch Palästinensischen Medizinischen Gesellschaft. “Im Mai vergangenen Jahres hat Papst Benedikt XVI bei seinem Besuch in Israel und in den palästinensischen Gebieten die Aufhebung der Blockade von Gaza gefordert. Die internationale Gemeinschaft, die EU und die deutsche Bundesregierung sind aufgerufen sich in ähnlicher Weise für das Ende der kollektiven Bestrafung der Menschen im Gazastreifen einzusetzen. Ohne freien Zugang zu Grundversorgung mit Lebensmitteln leben die Menschen dort in tiefster Armut“, betont die Generalsekretärin von pax christi, Christine Hoffmann. „Die internationale Staatengemeinschaft geht nicht gegen die völkerrechtswidrige israelische Blockade vor. Umso intensiver muss die internationale Zivilgesellschaft sich dafür einsetzen,“ sagt Gisela Siebourg vom Deutschen Koordinationskreis Palästina Israel. "Wir wollen mit unserer Aktion auf die Menschenrechtsverletzungen an der Bevölkerung von Gaza aufmerksam machen. Durch die Blockade fehlen Medikamente und Ersatzteile für medizinische Geräte. Patienten, die in Gaza nicht versorgt werden können, haben keinen Zugang zu adäquater medizinischer Behandlung außerhalb der belagerten Region. Unseren israelischen Kollegen, den `Ärzten für Menschenrechte´, sind bereits Fälle bekannt, in denen Patienten gestorben sind, weil sie nicht rechtzeitig behandelt werden konnten", erklärt Matthias Jochheim, stellvertretender Vorsitzender der IPPNW. „Die Flottille nach Gaza soll mit ihren Hilfsgütern nicht nur die Blockade von Gaza überwinden, sondern auch durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit dem Schweigen in den Medien entgegenwirken und Druck auf die internationale Politik entfalten, sich deutlich gegenüber Israel für ein Ende der Blockade einzusetzen“, erklärt Annette Groth, menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Die“ FreeGaza Bewegung“ ist eine internationale Bewegung, die mit Schiffen die völkerrechtswidrige Blockade von Gaza durchbrechen will. Der deutschen Sektion von „FreeGaza“ gehören IPPNW Deutschland, die deutsche Sektion pax christi, die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft, die Palästinensische Gemeinde Deutschland sowie die Deutsch-Palästinensische Medizinische Gesellschaft an. Deutsche „FreeGaza“-Koordinatorinnen sind Gisela Siebourg und Hilu Barth. Bereits seit letztem Jahr bemüht sich der deutsche Koordinationskreis Palästina Israel, ein Schiff mit medizinischen Hilfsgütern nach Gaza zu schicken, und hat dafür breite Unterstützung eingeworben. http://www.freegaza.de/petition/unterzeichner.php

Obwohl Free Gaza sich nur in internationalen und palästinensischen Hoheitsgewässern bewegen wird, hat Tel Aviv bereits angekündigt, die Flotte nicht bis zur Küste von Gaza segeln zu lassen. Die FreeGaza Bewegung lässt sich unter Verweis auf das Völkerrecht, das internationale Seerecht und die Menschenrechte durch solche Drohungen indes nicht einschüchtern.
Direkt vom Schiff berichten für Sie Matthias Jochheim und Norman Paech auf unserem Blog unter
http://ippnw.blogspot.com/

 

Kontakt: Angelika Wilmen, IPPNW, Tel. 030-69 80 74-15, Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin, www.ippnw.de, Email: ippnw@ippnw.de

U.S. Delegation Headed for Gaza with International Aid Flotilla -  A decorated U.S. Navy veteran, a retired U.S. ambassador, a structural engineer, a former math teacher and a piano tuner are heading for the eastern Mediterranean to take part in the Freedom Flotilla, a multinational grassroots effort to deliver humanitarian relief aid to the besieged Gaza Strip by sea. They will represent the Free Palestine Movement (FPM), a California-based human rights organization that helped to purchase one of the ships and is sending reconstruction supplies aboard it. In all, the convoy will include at least eight ships, carrying 600 passengers and 5,000 tons of building materials, medical equipment, and school supplies. >>>

Freegaza - News section >>>       Sonderseite Free Gaza >>>     

 
 

Das Prinzip Fayad - Zum Besuch des Chefs der Autonomiebehörde Salam Fayad am 18. 5. in Berlin - Rupert Neudeck - Alle reden von Fayad, Salam Fayad. Das ist der Mann, der Schwung in den Palästina Politik Betrieb bringt. Früher war er Weltbankmanager, dann kam er zurück für die Weltbank nach Palästina. Er macht alles anders. Erstens gehört er nicht zum Establishment, weder zur Fatah, der uralten Honoratiorenpartei des Jassir Arafat, Mahmut Abbas und Abdallah Frangi. Noch weniger zur Hamas, die im Gaza ein ziemlich diktatorisches Regime aufgebaut hat. Er ist das, was die Palästinenser sich kaum vorstellen können: Ein Hoffnungsträger. Sie haben jetzt ein Wort für Hoffnungsträger: Das Wort heißt Fayad. Er wirkt auch immer noch linkisch. Wenn er bei einer Schuleröffnung ein Kind hochhebt, wirkt das immer noch wie die Pflichtübung eines Weltbankfunktionärs. Bisher galt jemand wie Fayad als aussichtslos. Ohne Seilschaften, ohne Parteiennetz, ohne den doppelten Boden einer eigenen Miliz. Aber jetzt macht er alles anders. >>>

 
 

Zionismus - Kratzen am Mythos - Der israelische Historiker Shlomo Sand zweifelt an der Idee eines jüdischen Volkes mit gemeinsamen Wurzeln im Heiligen Land. Damit stellt er Grundfesten seines Staates infrage. - Carsten Dippel - Theodor Herzl entwarf Ende des 19. Jahrhunderts die kühne Vision eines jüdischen Staates in Palästina. In einer Zeit, in der das Judentum vor allem in Osteuropa von Pogromen bedrängt wurde und die Idee der Nation en vogue war. Nach Jahrzehnten eines bitteren Kampfes zwischen Juden und Arabern um Palästina, erst recht aber nach der Schoah erschien die Verwirklichung von Herzls Traum als eine moralische Notwendigkeit. Die frisch gegründete Uno schlug 1947 die Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat vor. Doch das Wunder war von blutigen Geburtswehen begleitet: Im Unabhängigkeitskrieg von 1948/49 kam es zur Vertreibung von einer Dreiviertelmillion palästinensischer Araber. Schon in den 1990er-Jahren rüttelten israelische Historiker in der sogenannten Postzionismusdebatte am Gründungsmythos des Staates. Für weiteren Zündstoff sorgte zuletzt ein jetzt auf Deutsch erschienenes Buch des israelischen Historikers Shlomo Sand, der an der Universität Tel Aviv lehrt. Schon der Titel „Die Erfindung des jüdischen Volkes“ wirkt wie eine unerhörte Provokation. Es greift die Grundfesten der zionistischen Idee an, laut der die Juden nach Jahrhunderten des Irrens durch die Welt ins „angestammte“ Land ihrer Väter zurückkehrten. Und es wirft zugleich unbequeme Fragen nach der jüdischen Identität auf. Es waren persönliche Begegnungen, die bei Sand im Laufe seines Lebens Zweifel an der Idee des jüdischen Volkes aufkommen ließen. Etwa die mit jener Studentin in Paris, die erst spät erfährt, dass sie gar nicht jüdisch empfinden darf, da nur ihr Vater jüdisch ist. >>>

The Invention of the Jewish People - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - In his speech before the yearly convention of the American Israel Public Affairs Committee (AIPAC), Israel´s Prime Minister Benyamin Netanyahu referred many times to rights of „the Jewish people“ to settle anywhere in “the Land of Israel“ when he talked about Israel and its Occupied Palestinian Territories (OPT) including East-Jerusalem. Perhaps he has not read Shlomo Sand´s book “The Invention of the Jewish People“ and if he had read it, he had banished it from his mind. A "Jewish people" has not existed, it was an invention >>>

Israelischer Historiker: Israels Forderung gefährlich - Der israelische Historiker Shlomo Sand hält die Forderung Israels an die Palästinenser, Israel als jüdischen Staat anzuerkennen, für gefährlich. Der «Frankfurter Rundschau» (Samstagausgabe) sagte Sand: «Ein Viertel der Israelis sind nicht Juden.» «Jüdisch sein» sei ein Begriff, der ausgrenzt, im Gegensatz zu «israelisch». >>>

Interview mit Shlomo Sand - "Es gibt kein jüdisches Volk" - Der israelische Historiker Shlomo Sand hält die Forderung nach einem jüdischen Staat für gefährlich. Moralisch hätten die Palästinenser ein Recht auf die Rückkehr nach Israel. - Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu verlangt von den Palästinensern, dass sie Israel als jüdischen Staat anerkennen. Ist die Forderung sinnvoll? Shlomo Sand: Nein. Sie ist gefährlich und führt zu einer "Ethnokratie" >>>

Shlomo Sand: 'There are Israeli, not Jewish people'

Shlomo Sand: Challenging notions of a Jewish People

Wirbel im Heiligen Land - Für den Historiker Schlomo Sand gibt es kein jüdisches Volk - David Vogel - Das Buch "Wie das jüdische Volk erfunden wurde" des israleischen Historikers Schlomo Sand sorgt derzeit nicht nur bei Juden für Diskussionen, leugnet es doch die Vertreibung der Juden durch die Römer vor 2000 Jahren. Auch von einem jüdischen Volk will er nichts wissen. Wieder ist Donnerstagvormittag. Und wieder schaffen Sicherheitskräfte störende Studenten aus dem großen Hörsaal der Universität Tel Aviv weg. Die Störenfriede versuchen vergeblich die wöchentliche Vorlesung von Professor Shlomo Sand zu unterbrechen. >>>>

 
 

Jüdischer Appell an die Vernunft - Offenheit erwünscht: Der Dialog zwischen Juden im Ausland und dem Staat Israel muss entkrampft stattfinden, meint Avi Primor, Präsident der Israelischen Gesellschaft für Außenpolitik. - Am 3. Mai versammelten sich mehr als 500 prominente Juden aus verschiedenen Ländern in den Räumlichkeiten des Europäischen Parlaments in Brüssel, um eine neue europäische jüdische Bewegung - JCall - zu gründen. JCall ist inspiriert von den Prinzipien einer ähnlichen Bewegung in Amerika, JStreet, die vor drei Jahren gegründet wurde und gegenwärtig bereits 150000 Mitglieder zählt. 6000 europäische Juden, vor allem Intellektuelle, haben bisher den JCall-Aufruf "Appell an die Vernunft" unterschrieben. Darin erklären die Initiatoren von JCall: "Wir sind europäische Bürger jüdischer Herkunft, die aktiv in das politische und gesellschaftliche Leben unserer jeweiligen Länder involviert sind. Was immer auch unsere persönliche Agenda sein mag, ist die Verbindung mit dem Staat Israel Teil unserer Identität. Die Zukunft und Sicherheit dieses Staates, mit dem wir unverbrüchlich verbunden sind, besorgt uns sehr." >>>

 
 

One of the few Arab communities remaining after the 1948 war, Fureidis is surrounded by Jewish settlements and has become culturally and politically isolated.
 

 


20.5.2010
 

 

FREE AMEER MAKHOUL! STOP REPRESSION IN ISRAEL! - A Call From The Israeli Committee Against House Demolitions (ICAHD)  - ICAHD adds its voice to the calls of Palestinian, Israeli and international civil society organizations demanding the immediate release of Ameer Makhoul, the General Director of Ittijah and President of the Popular Committee for the Defense of Political Freedoms, who was abducted from his home in a midnight raid of the security service and held incommunicado for days after. Makhoul’s arrest is but the latest in a string of arrests on vague charges, all of them accompanied by severe violations of the fundamental rights of habeas corpus and due process, and of gag order imposed upon (and unfortunately respected by) the press. The repression, night-time raids on private homes, arrests, arbitrary charges, long periods of “administrative detention,” travel bans, visa denials, torture and unexplained deaths that have been the lot of Palestinians in the Occupied Territories these long past decades have come into Israel with a vengeance. The disappearance of Dr. Omar Saeed at the hands of the security services is not less alarming. “I met with a thin and feeble man,” said his lawyer, who was only able to meet him after two weeks of interrogation. “He told me that he is sometimes questioned for 18 hours straight by five interrogation teams.”  >>>

 

 

Im europäischen Exil -  Europäische Palästinenser trafen sich zu einer Konferenz im Berliner Tempodrom - In dieser Woche ist der palästinensische Premier Salam Fajad zu Gast in Berlin. Schon vorher haben die in Europa lebenden Palästinenser eine Konferenz in der Hauptstadt organisiert, um auf ihr Schicksal hinzuweisen. Auf dem Platz vor dem Tempodrom am Anhalter Bahnhof in Berlin ist eine Hüpfburg für die Kinder aufgebaut. An langen Theken werden palästinensische Spezialitäten verkauft. Frauen in langen Gewändern und Kopftüchern bieten traditionelle Handarbeiten an, Männer stehen beieinander und diskutieren. Rund 3000 Besucher sind gekommen zur 8. Konferenz der in Europa lebenden Palästinenser, veranstaltet unter anderem von der Palästinensischen Gemeinschaft in Deutschland. (...) Auch auf dem Podium sitzen nur zwei Deutsche, die Linken-Abgeordnete Annette Groth und Evelyn Hecht-Galinski, die als antizionistische Friedensaktivistin vorgestellt wird. >>>

Evelyn Hecht-Galinski - Rede auf den 8. Europäischer - Palästinenserkongress in Berlin >>>

 

Banner


SEMIT 3/2010 AB 5.6. im Handel >>>
- Titelbild - Erhard Arendt

DER SEMIT DOWNLOAD >>>

In allen Bahnhofsbuchhandlungen und Flughafenkiosken zu kaufen

 

Ein Broder ohne Boden - Abraham Melzer - Die Infamie und der Hass, den Henryk M. Broder gegenüber jedem, der Israels Politik kritisiert kennt keine Grenzen, so wie sein Heimatland Israel keine Grenzen kennt. Wenn man manchmal denkt, schlimmer kann´s nicht mehr kommen, dann kommt es doppelt und dreifach so schlimm. Da ist Broder treu den Vorgaben, die er aus Jerusalem bekommt. Auch was dort geschieht fällt unter der Rubrik: Es kann nicht mehr schlimmer werden. Aber es wird immer schlimmer. Die Arbeitsdefinition der EU zum „Antisemitismus“ besagt, dass Vergleiche der aktuellen israelischen Politik mit der Politik der Nazis eindeutig antisemitisch sind. Ich persönlich halte das für Schwachsinn und falsch, aber Leute wie Knobloch und Broder schwören darauf und verfolgen jeden, der sich nicht daran hält mit dem Vorwurf Antisemit zu sein. Nur umgekehrt machen beide und andere Zionisten sehr regen und unverschämten Gebrauch von solchen Vergleichen. Da wurden Kritiker der israelischen Politik schon öfters mit Nazis und Nazimethoden verglichen, ohne dass sich Knobloch oder Broder darüber aufgeregt oder auf die EU-Definition hingewiesen hätten. >>>

Die Achse des Guten: Goldstone’s Groupies >>>

 

 

Israel’s Attack on Goldstone Belies Its Own Support of Apartheid - Sasha Polakow-Suransky writes tellingly in Foreign Policy and Huffington Post about the current smear campaign against Judge Goldstone mounted by the Israeli government with the help of willing collaborating journalists like Tehiya Barak, Jeffrey Goldberg and Jonathan Chait. It was Barak who opened the floodgates with his Yediot Achronot hit-piece, undoubtedly inspired by material developed by the Lieberman-Ayalon foreign ministry. Don’t ya just love the incestuous relationship the hacks in government ministries have with the hacks in the newsroom? Since Barak claims that his story is a “special Yediot investigation,” let’s do the same thing it claimed to do to Goldstone’s record and shine a light on its journalistic claims. Well, it falls short right from the beginning when it claims that Goldstone “asserted that Israel committed war crimes.” He did nothing of the sort. What he DID assert was that his commission had amassed enough evidence that there MAY have been war crimes committed by BOTH sides that the charges should be investigated formally by both sides themselves. Goldstone said many times that he was not a finder of fact as a judge would be in a formal legal proceeding. >>>

 

 

Israel's nuclear weapons capabilities: Secret Report Reveals Weapons-grade Uranium Diversions from the U.S. to Israel - Grant Smith - The 2010 Review Conference of the Treaty on the Non-Proliferation of Nuclear Weapons is underway at UN Headquarters in New York. A working paper calls for a nuclear-free Middle East. It would require member states of the NPT to “disclose in their national reports on the implementation of the resolution on the Middle East all information available to them on the nature and scope of Israeli nuclear facilities and activities, including information pertaining to previous nuclear transfers to Israel.” On May 6, 2010, the Government Accountability Office (formerly known as the General Accounting Office) released the previously secret 1978 report “Nuclear Diversion in the U.S.? 13 Years of Contradiction and Confusion” [.pdf]. It fills in important historic gaps about weapons-grade uranium diversions from the U.S. to Israel. U.S. presidents have long acquiesced to “strategic ambiguity” – a policy of neither confirming nor denying that Israel even possesses nuclear weapons. This pretext has allowed the U.S. to deliver the lion’s share of its foreign assistance budget to Israel, despite clear legal prohibitions imposed by the Glenn and Symington amendments to the Foreign Assistance Act. UN member countries have long suspected that the United States either turns a blind eye or actively supports the transfer of know-how, weapons-grade uranium, and dual-use technology to Israel. The 62-page General Accounting Office investigation and correspondence confirms the United States refuses to mount credible investigations that would enable warranted prosecutions of the perpetrators. >>>

 

 


justicewheels — 14. Mai 2010 — In many events of popular resistance today around Palestine, Palestinians and other human rights supporters recognized the historical continuity between land theft, racism, and ethnic cleansing that happened in 1948 and that happening today. In Shaikh Jarrah today, hundreds of protesters including Israelis with Rabbis for human rights congregated and protested the evictions of Palestinians from occupied Jerusalem. The occupation forces dragged many away and arrested others (see video at
http://www.youtube.com/watch?v=bwEubxCsnGc  In Al-Masara, we gathered and heard speeches from the minister of culture, listened to music from Palestinian artist Reem Al-Banna, heard poets, and enjoyed dabka. In the background three tents representing three villages from over 530 destroyed towns and villages were depicted. In the distance, the Mediterranean was visible (but off-limits to us). The local popular committee had a brilliant event in support of the right of return even though the Israeli army had invaded the village the night before and threatened organizers Mohammed and Hasan Breijiya and others. We did a video also includes last week in Al-Masara and interview with Daoud Nassar of the Tent of Nations (http://www.tentofnations.org/). The video is posted here: http://qumsiyeh.org

Quelle P. Rainer

 


19.5.2010
 

 

Palästina: Regierungskonsultationen sind das richtige Signal! - Zum deutsch-palästinensischen Lenkungsausschuss erklärt Kerstin Müller, Sprecherin für Außenpolitik: Die heute beginnenden Regierungskonsultationen der Bundesregierung mit der palästinensischen Führung kommen zum richtigen Zeitpunkt. Premierminister Fayyad hat einen konstruktiven Weg eingeschlagen, um einen lebensfähigen palästinensischen Staat zu erreichen. Der konsequente Aufbau staatlicher Institutionen in Verbindung mit Friedensverhandlungen muss gerade von Deutschland gestärkt und anerkannt werden. Frieden zwischen Israel und Palästina wird nur auf der Basis der von der internationalen Staatengemeinschaft, insbesondere dem Nahost-Quartett, anerkannten Zwei-Staaten-Lösung möglich sein. >>>

Deutsch-palästinensische Premiere in Berlin - Bettina Marx -  Seit zwei Jahren gibt es die deutsch-israelischen Regierungskonsultationen. Nun haben auch die Palästinenser ein Forum zum regelmäßigen Austausch mit der Bundesregierung. In Berlin fand das erste Treffen statt.  Deutsch-palästinensischer Lenkungsausschuss - so heißt das neue Forum, in dem die Bundesregierung und die palästinensische Autonomiebehörde zusammenkommen. In Berlin tagte das Gremium am Dienstag (18.05.2010) zum ersten Mal. Zehn Minister von beiden Seiten nahmen an den Beratungen teil, die in Zukunft regelmäßig jedes Jahr stattfinden sollen - immer abwechselnd in Berlin und Ramallah. Bundesaußenminister Guido Westerwelle war ein bisschen stolz über diese neue Form der Zusammenarbeit mit der palästinensischen Autonomiebehörde. Mit keinem anderen Land habe die palästinensische Behörde ein Forum, in dem Minister beider Kabinette über Aufbau und Entwicklung in den palästinensischen Gebieten beraten könnten. "Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, weil wir glauben, dass Entwicklung und der Aufbau staatlicher Strukturen in den palästinensischen Gebieten unabdingbar sind, damit eine umfassende und gerechte Zweistaatenlösung im Nahen Osten gelingen kann." >>>>

Die Bundesregierung und die Palästinensische Behörde wollen künftig beim Aufbau staatlicher Strukturen in den Palästinensischen Gebieten noch enger zusammenarbeiten. - Auswärtiges Amt - Unter Leitung von Bundesaußenminister und Vizekanzler Guido Westerwelle und Ministerpräsident Salam Fayyad kommt am 18. Mai in Berlin erstmals ein Deutsch-Palästinensischer Lenkungsausschuss zusammen. Auch die Innen-, Wirtschafts-, Entwicklungs- und Bildungsminister beider Seiten nehmen an der Auftaktveranstaltung des neuen Gremiums teil. Vor der Plenungsveranstaltung im Auswärtigen Amt finden bilaterale Gespräche in den jeweiligen Ministerien statt. >>>

„Zukunft für Palästina“ - Namensartikel von Bundesminister Guido Westerwelle in der Zeitung „Al Quds“ zur Tagung des Deutsch-Palästinensischen Lenkungsausschusses - Wenn heute im Auswärtigen Amt in Berlin zum ersten Mal der Deutsch-Palästinensische Lenkungsausschuss zusammenkommt, dann ist das ein absolutes Novum. Kein anderes Land hat mit der Palästinensischen Behörde ein solches Forum, in dem Minister beider Kabinette über den weiteren Aufbau staatlicher Strukturen in den Palästinensischen Gebieten beraten. „Zukunft für Palästina“ - das ist das Leitmotiv des Ausschusses. Es macht deutlich, worum es der deutschen Nahost-Politik im Kern geht: Deutschland trägt durch seine Geschichte eine besondere moralische Verantwortung für die Sicherheit und Existenz des Staates Israel. Die enge Partnerschaft zu Israel ist eine unverrückbare Grundkonstante deutscher Außenpolitik. Gleichzeitig unterstützen wir die Schaffung eines unabhängigen und lebensfähigen palästinensischen Staates. Denn unsere feste Überzeugung ist: Nur eine gerechte Zwei-Staaten-Lösung mit Israel und einem lebensfähigen palästinensischen Staat Seite an Seite in sicheren und anerkannten Grenzen macht einen dauerhaften Frieden im Nahen Osten möglich. >>>

Neuer Lenkungsausschuss - Hilfe für Palästina - Deutschland hat den Palästinensern weitere Hilfe beim Aufbau eines eigenen Staates zugesagt. Beim ersten Treffen eines gemeinsamen "Lenkungsausschusses" von Bundesregierung und palästinensischer Autonomiebehörde vereinbarten beide Seiten am Dienstag in Berlin eine noch engere Zusammenarbeit. Mit deutscher Hilfe soll der Aufbau der Polizei im Westjordanland unterstützt werden. Zudem soll in Ramallah eine Anlaufstelle für deutsche Unternehmen geschaffen werden, die in Palästina investieren wollen >>>

 

 

Die Boykotteure boykottieren - Gideon Levy - Die meisten Leute hier sind erschrocken über die Vorstellung, dass irgend jemand außerhalb Israels daran denkt, ihr Land zu boykottieren, Produkte oder Universitäten. Boykotts werden schließlich in Israel als illegitim angesehen. Jeder, der zu solch einem Schritt aufruft, wird als Antisemit und Israelhasser angesehen, der Israels Recht zu existieren, untergräbt. In Israel selbst werden jene, die zum Boykott aufrufen, als Verräter und Häretiker gebrandmarkt. Die Vorstellung, dass ein Boykott – und sei er noch so begrenzt – dafür da ist, Israel davon zu überzeugen, um seinetwillen seinen Weg zu ändern, wird hier nicht toleriert. Selbst ein offensichtlich logischer Schritt – wie der Boykottaufruf von Produkten aus jüdischen Siedlungen von der palästinensischen Behörde – wird von scheinheiligen israelischen Augen als provokativ angesehen. Während dem internationalen Boykott der Apartheid Südafrika der Sturz des Regimes zugeschrieben wird, wird er hier als irrelevant und eines Vergleiches nicht wert angesehen. >>>

 
 

Initiative "European Jewish Call for Reason" - Die etwas andere Israel-Lobby -  Peter Münch - "J-Call" ist eine neue Gruppierung europäischer Juden, die von den Politikern der Europäischen Union deutlich mehr Druck auf Israel fordert und für ein Ende der Besatzungs- und Besiedlungspolitik kämpft. (...) Im Internet aber haben sich bis zum Wochenende schon mehr als 5.000 Unterzeichner dem Aufruf angeschlossen. Zwar hat die Initiative bisher ihren Schwerpunkt in Frankreich, wo mit 700.000 Menschen die größte jüdische Bevölkerungsgruppe in Europa lebt. Aber auch aus Deutschland haben schon einige prominente Juden wie Micha Brumlik oder der Verleger Abraham Melzer unterzeichnet. In München hält sich die in Jerusalem geborene Friedensaktivistin Judith Bernstein bereit, eine deutsche Sektion von "J-Call" zu koordinieren. >>>

5892 Unterzeichner >>>

 
 

Atomwaffenfreie Zone - Ägyptens Regierung verstärkt Offensive für Verbot von Kernwaffen im Nahen Osten. Israel soll Sperrvertrag beitreten -  Fareed Mahdy - Ägypten hat mit Unterstützung arabischer Staaten und der Türkei seine bald 40jährigen diplomatischen Bemühungen intensiviert, die Krisenregion Nahost von Massenvernichtungs- und insbesondere Atomwaffen zu befreien. Bereits vor Beginn der Konferenz zum Atomwaffensperrvertrag (NPT), die vom 3. bis 28. Mai in New York stattfindet, bedauerte die Regierung in Kairo in einem Papier an alle Teilnehmerstaaten die fehlenden Fortschritte bei der Umsetzung der UN-Resolution von 1995, die vorangegangene Resolutionen über die nukleare Abrüstung der Region bestätigt hatte. Ägypten setzt sich derzeit dafür ein, daß sich alle Nahost-Staaten im kommenden Jahr zusammenfinden, um sich auf ein formelles Abkommen zu verständigen, in dem sie sich zu einer wirksamen nuklearen Abrüstung der Region verpflichten. >>>

Kernwaffenfreie Zone in Nahost - ein Schritt zur atomaren Abrüstung? - In New York laufen intensive Verhandlungen hinter den Kulissen - Wolfgang Kötter - Das Projekt einer atomwaffenfreien Zone im Nahen Osten könnte mitentscheidend sein für Erfolg oder Scheitern der zurzeit am UNO-Hauptsitz tagenden Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag. Gleich zu Beginn forderte Ägyptens Außenminister Ahmed Aboul-Gheit, die Konferenz müsse ein Vorbereitungskomitee einsetzen, damit konkrete Verhandlungen im kommenden Jahr beginnen können. Die Chefin des US State Departments Hillary Clinton versicherte, Washington würde „praktische Maßnahmen unterstützen“, um dieses Ziel zu erreichen. Auch EU-Außenministerin Catherine Ashton sprach sich für eine solche Zone aus. Hinter den Kulissen verhandeln die Diplomaten nun intensiv über eine allgemein annehmbare Formulierung - Angesichts des bisher weitgehend tolerierten Atomwaffenbesitzes Israels besitzt das Vorhaben vor allem für die arabischen Staaten überlebenswichtige Bedeutung und nicht zu Unrecht werfen sie dem Westen „Doppelmoral“ vor. >>>

 

 

Elvis Costello sagt zwei Konzerte in Israel ab und hat eine eindrucksvolle Erklärung dazu abgegeben (siehe unten). Hier noch zusätzlich der Link zum Haaretz-Artikel von heute:
http://www.haaretz.com/news/national/elvis-costello-joins-israel-boycott-canceling-june-shows-1.290936?localLinksEnabled=false  

in dem es unter anderem heißt: "Der britische Sänger und Songwriter Elvis Costello wurde in dieser Woche der aktuelleste Fall in einer Liste von Stars, die Konzerte in Israel als Ausdruck von Protest abgesagt haben. Costello, der am 30. Juni und 1.Juli zwei Konzerte in Caesarea geben wollte, hat eine Erklärung auf seine Website gestellt, in der er ankündigt, dass er die Konzerte aus Protest gegen die - wie er sich ausdrückte - Einschüchterung und Erniedrigung der Palästinenser durch Israel verworfen habe." In dem Artikel werden als weitere Pop-Stars, die aus gleichen Gründen ihre Israel-Konzerte abesagt haben, Carlos Santana und Gil Scott-Heron genannt. - Martin Forberg

 

 

Verkauft. Verraten. Vereint. Wie eine neue Friedensbewegung Israel zu retten versucht - Judith Althaus und Henrik Meyer - Am Mittwoch feierte Israel mit dem „Jerusalem Day“ den 43. Jahrestag der Wiedervereinigung Jerusalems, der Eroberung Ostjerusalems und seiner Altstadt im 6-Tage-Krieg. Seinem Publikum auf dem Ammunition Hill, der 1967 Kriegsschauplatz der Auseinandersetzungen zwischen der israelischen und der jordanischen Armee war, versprach der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu in einem Gedenkgottesdienst für die gefallenen israelischen Soldaten, dass Jerusalem „niemals wieder eine geteilte, düstere und halbierte Stadt“ sein werde. Den Hoffnungen der Palästinenser, die in Ostjerusalem die Hauptstadt ihres zukünftigen Staates sehen, erteilt der Premier damit die gewohnte Absage. Seine Botschaft mit sich tragend zogen Gruppen von Siedlern den ganzen Tag über singend und Fahnen schwenkend durch Ostjerusalem >>>

 
 

Restrictions on transfers into Gaza of supplies and on freedom of movement continue to plague the daily lives of Palestinians. This is an update on ICRC activities carried out in Israel and the occupied territories during the first quarter of 2010. - The beginning of 2010 was marred by violence occurring during Israeli incursions in Gaza and law-enforcement operations in the West Bank that claimed the lives of several civilians. In Israel, renewed indiscriminate rocket attacks from Gaza resulted in one person being killed, reigniting fear among the population in the southern part of the country. In Gaza, the blockade imposed nearly three years ago continued to severely hinder transfers into the Strip of essential medical equipment, thus putting at risk the immediate treatment and long-term health of thousands of patients. Many essential drugs and disposable medical items were unavailable owing to a lack of cooperation between the Palestinian health ministries in Ramallah and Gaza. Moreover, reserves of industrial fuel continued to dry up, resulting in electricity being available only 60 per cent of the time. Power cuts were unpredictable and frequent, and jeopardized the proper functioning of hospitals. All of these factors contributed to a worrisome pattern of declining health-care services. "It is the sick and the wounded who are paying the price of restrictions imposed on medical spare parts. It is also they who are suffering from patchy cooperation between the ministries of health in Ramallah and Gaza," said Pierre Wettach, the ICRC's head of delegation in Israel and the occupied territories. "We call on all parties to assume their responsibilities and act quickly to ease the transfer of drugs, disposables and medical spare parts needed for medical treatment." Because of the scarcity of building permits, many West Bank families living in areas under Israeli control were still building houses without permission, despite the risk of seeing their homes destroyed. During the first three months of 2010, the Israeli authorities demolished 14 houses in East Jerusalem and the West Bank, mostly in the Jordan Valley, where nearly 200 people also received house demolition or "stop building" orders. >>>

 
 

Antisemitismus und Islamophobie – Neue Feindbilder, alte Muster. -  Sabine Schiffer und Constantin Wagner  - Der Vergleich von Antisemitismus und Islamophobie beziehungsweise anti-muslimischem Rassismus sorgt immer wieder für öffentliche Aufregung. Ein vorläufiger Höhepunkt war die Debatte um die im Dezember 2008 vom Berliner Zentrum für Antisemitismusforschung veranstaltete Konferenz „Feindbild Muslim – Feindbild Jude“. Diese Aufregung ist gut verständlich und hat ihre Berechtigung dort, wo entweder begründbare Zweifel bestehen, dass die Grauen des eliminatorischen Antisemitismus – der Holocaust – relativiert werden sollen (also auf der moralischen Ebene) und zum anderen dort, wo es gute Gründe dafür gibt, von einem analytischen Missverständnis auszugehen, wenn beide Phänomene in einem Atemzug genannt werden. Dies wäre beispielsweise der Fall, wenn behauptet wird, dass MuslimInnen heute in der gleichen Position seien wie Jüdinnen und Juden im Nationalsozialismus. Aber es ist unangebracht, Jüdinnen und Juden sowie MuslimInnen als Betroffene rassistischer Diskurse gegeneinander auszuspielen, diesem real ja vorhandenen Phänomen die Existenz abzusprechen oder alle rassistischen Ausdrucksformen unterhalb der totalen Barbarei abzuqualifizieren. Vergleichen bedeutet nicht gleichsetzen >>>

 
 

Stefan Kramer macht den Broder - Zentralrat der Juden: Vorwurf - Antisemitischer Trend? - Marc Felix Serrao - Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden wirft deutschen Medien antisemitische Tendenzen vor. Chefredakteure wehren sich. >>>

Ein jüdischer Folklorist - Stephan Kramer, der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, wirft deutschen Medien Antisemitismus vor - auch dem Tagesspiegel. Der Ton gegenüber Juden werde härter, meint Kramer. Hat er Recht? - (..) Stephan Kramer, der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, hat dem Magazin "Focus" ein Interview gegeben. Darin beklagt er sich über Antisemitismus in deutschen Medien. Als Beispiele zählt er eine Menge Titel auf: Junge Welt, Neues Deutschland, tageszeitung, Junge Freiheit, Nationalzeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Tagesspiegel. Der Ton gegenüber Juden werde härter, meint Kramer >>>

Die Bedeutung der Chiffre “Neuer Antisemitismus” - Die Propaganda-Abteilung der Israel-Lobby in Deutschland läuft nach Iris Hefets Artikel “Pilgerfahrt nach Auschwitz” immer noch auf Hochtouren. So richtig in Schwung gekommen ist das Medienkarussell der Lobby des Apartheidstaates Israel, nachdem ausgerechnet Sabine Pamperrien vor zehn Tagen im Freitag auch noch Islamophobie und das diesbezügliche publizistische Verhalten von Henryk M. Broder, Benjamin Weinthal, Clemens Heni sowie Matthias Küntzel thematisierte. Doch das funktioniert nicht mehr. Zu durchsichtig ist der Versuch inzwischen, mit an den Haaren herbeigezogenen Vorwürfen von Antisemitismus die vom rassistischen Siedlerstaat Israel fortgesetzten Verbrechen zu verdecken. >>>

Honestly Concerned  und wie man Antisemiten strickt - Die Antsemitismuskeule >>>
Honestly Concerned - Kritiker der israelischen Regierung sind Feinde >>>

 
 

The MV Rachel Corrie sets sail, the first ship in the flotilla to launch
On May 14, 2010, the MV Rachel Corrie began her long journey down the coast of Europe to the Mediterranean. She will join seven other vessels and sail to Gaza to deliver vitally needed construction, medical and school supplies to the population of Gaza.
 

 

 

Fernvortrag - Amman. Israels rechte Regierung hat dem linken US-Intellektuellen Noam Chomsky die Einreise in die palästinensischen Gebiete verweigert. (..)  Am Dienstag sprach der US-Wissenschaftler in der Universität von Amman. Seine Rede wurde aus der jordanischen Hauptstadt per Videostream zu den palästinensischen Kommilitonen in Birzeit übertragen. >>>

Mustafa Barghouthi and Noam Chomsky Deliver Joint Condemnation of ’Fascist’ Israeli Policies - MP Dr. Mustafa Barghouthi, Secretary General of the Palestinian National Initiative, co-hosted a press conference in Ramallah today with Professor Noam Chomsky, speaking from Amman, Jordan. Professor Chomsky, who along with his daughter was prevented from entering the West Bank yesterday by Israeli authorities, could not recall "comparable actions outside of totalitarian states". Dr. Barghouthi denounced Chomsky’s treatment, saying it "represented facist tendancies" of the Israeli government. >>>

Noam Chomsky Was Not Prevented From Entering Israel - Sam Husseini - Many reported that Noam Chomsky was recently stopped from entering Israel. This is false. Totally false. He was prevented from going to the Palestinian city of Ramallah by Israeli forces. This important distinction highlights among other things that Israel controls the borders into occupied Palestinian areas, a large part of the problem. AP stated: "An Israeli official says academic and polemicist Noam Chomsky, who is a fierce critic of Israel, has been denied entry to the country". Al Jazeera English had Chomsky on and introduced the segment by saying he was "stopped from entering Israel". ABC News ran the headline "Noam Chomsky Denied Entry to Israel". Matthew Rothschild wrote: "On Sunday, the Israeli government denied Noam Chomsky entry into the country". >>>

ACRI: Chomsky one of many stopped - Ron Friedman - Jerusalem Post - Danish student and peace activist Rikke Gram was denied entrance to Israel at the beginning of April. Gram, who studied history at the University of Haifa and later completed an internship at IPCRI was detained in Ben-Gurion Airport’s holding facility for three days after being denied entry, and then flown back to her home country >>>

Israel Roiled After Chomsky Barred From West Bank - Ethan Bronner - NYT - Mark Regev, a spokesman for Prime Minister Benjamin Netanyahu: “This was a mishap. A guy at the border overstepped his authority,” adding that if Professor Chomsky tried to enter again, he would succeed. But Chomsky said in a television interview that the Interior Ministry official who interviewed him was on the phone with other ministry officials during the several hours of questioning and that he was taking instructions from his superiors >>>  

 

 

 


18.5.2010
 

 

Evelyn Hecht-Galinski  - Offener Brief an Präsident Obama - Dear Mr. President, Ist Ihre außenpolitische Bilanz nicht schon verheerend genug? Musste Ihre „Liebesoffensive“ gegenüber Israel wirklich in einer Einladung von einem „Friedensnobelpreisträger zum anderen“ gipfeln? Nämlich von Ihnen, Mr. Obama, zu Elie Wiesel zum „koscheren Lunch“. Gut – Wiesel ist ein Holocaustüberlebender und wichtiger Lobbyist der AIPAC. Außerdem verfasste er einen am 16. April publizierten offenen Brief an Sie mit dem Titel: „Für Jerusalem“. Dieser Brief steigert sich ins Unverträgliche. Zitat: Für mich als Juden steht Jerusalem jenseits der Politik. Oder er strotzt vor verdrehenden Formulierungen, wie im folgenden Zitat: In der Bibel wird die Stadt mehr als 600 Mal erwähnt – und im Koran kein einziges Mal.  Traurig genug, Mr. President, dass die „Gehirnwäsche“ der AIPAC und anderer jüdischer Organisationen, wie ADL unter Foxman, oder der WJC unter R. Lander schon so gewirkt haben. Dieser offene Brief von Wiesel, der ihm als „Belohnung“ die Einladung ins Weiße Haus eintrug, bestätigt nur einmal mehr in erschreckend gefährlicher Art und Weise die wissenschaftlich begleitende Propaganda Israels, die die Einmaligkeit des „Jüdischen Staates“, des Jerusalem Status und des Holocaust beweisen soll. Mit dieser „Überhöhung“ einer Religionsgemeinschaft soll jede Israel-Kritik im Keime erstickt werden. Aus diesem Grund, dear Mr. President, sollten Sie sich auch nicht die indirekten oder direkten Friedensverhandlungen von Israel aufzwingen lassen. Israel hat es in kürzester Zeit geschafft, Sie und Mr. Mitchell zu Getriebenen und zu Marionetten von Israel zu machen. Schön, sie wollen eine weltweite Atomabrüstung. Warum >>>
Bildcollage - Wir haben nicht überlebt um Täter zu werden - "Besuch" bei Obama -   © E, Arendt

Al-Amin - Wie Wiesel arbeitet.>>>

Der Nobelpreisträger Elie Wiesel traf sich im Weißen Haus mit seinem Freund Barack Obama mit einem Auftrag seines anderen Freundes Benjamin Netanyahu. Und als er von dort kam, sagte er, er habe den Eindruck, Obama würde seinen Rat befolgen und die Diskussionen über Jerusalem  hinausschieben. - Gideon Levy >>>

 
 

Palästina-Konflikt - Deutsches Signal für Nahost -  Damir Fras - Im Nahost-Konflikt hat sich die Bundesregierung nun zu einer demonstrativen Unterstützung der moderaten Palästinenser-Führung entschlossen. Am Dienstag wird der palästinensische Regierungschef Salam Fayad mit vier seiner Minister zur ersten Sitzung des sogenannten deutsch-palästinensischen Lenkungsausschusses in Berlin erwartet, teilte das Auswärtige Amt am Freitag mit. Damit setzt die Bundesregierung das bislang stärkste Signal, dass Israel nicht mehr damit rechnen kann, alleiniger Nutznießer deutscher Initiativen im Nahen Osten zu sein. >>>

Deutschland geht auf Palästinenser zu - Berlin - Mit einer neuen Form der Zusammenarbeit will Deutschland die Regierung des palästinensischen Premierministers Salam Fayyad aufwerten. Am heutigen Dienstag empfängt Außenminister Guido Westerwelle (FDP) Fayyad in Berlin zur Auftaktveranstaltung für einen „deutsch-palästinensischen Lenkungsausschuss“, der künftig abwechselnd in Berlin und in Ramallah tagen soll. Neben dem Vizekanzler nehmen die Innen-, Wirtschafts-, Entwicklungs- und Bildungsminister beider Seiten teil, wie das Auswärtige Amt (AA) mitteilte. Deutschland wird dann das einzige westliche Land sein, das eine solche Form der Regierungskooperation mit Palästina pflegt. Mit der Installation des neuen Gremiums will die Bundesregierung Fayyads Zweijahresplan unterstützen >>>

 
 

Predigt der Rabbinerin Sarra Lev, Rabbis for Human Rights, in Beit Jala im Rahmen der Friedenswoche Juli 2009 - Sarra Lev | 31.August 2009 - Vor fast acht Jahren stürzten in New York zwei Flugzeuge in die Türme des World Trade Centers. Ich war zu der Zeit nur zwei Stunden davon entfernt in Philadelphia, aber ich kann mich noch an alles an diesem Tag erinnern: Die Gesichter der Menschen auf der Straße; die Angst derer, die sich an ihre Mobiltelefone klammerten und auf ein Lebenszeichen ihrer Angehörigen warteten; die Qual derer, die noch nichts gehört hatten oder die ihre Eltern, Freunde oder Geschwister nicht erreichen konnten. Sowohl die Erleichterung auf den Gesichtern derer, die von ihren Angehörigen gehört hatten, die in der Nähe der Katastrophe waren, als auch das Entsetzen in den Gesichtern derjenigen, die schreckliche Nachrichten bekamen. Diese Erfahrung kam mir seltsam bekannt vor. Ich hatte dieses Gefühl in Amerika noch nicht erlebt und dennoch kannte ich es aus Jerusalem, Beit Jala und Salfit. Ich kannte die Nachricht einer Bombe in Jerusalem oder eines bombardierten Hauses in Beit Jala genauso wie die Gesichter jener, die auf Nachricht ihrer Angehörigen im Libanon warten. >>>

 
 





Ahmad Tibi - Israelischer Politiker und Führer der "Arab nationalist party" -  Ta'al (the Arab Movement for Change) - in Dortmund mit Erhard Arendt

 

 

 

Ich  empfehle, den beiliegenden "Verhaltenskodex für Palästina" (torismus watch - evangelischer pressedienst) zu lesen. Besonders für Israelreisende von Interesse.

Verhaltenskodex für Tourismus im Heiligen Land - Eine palästinensische Initiative - pdf Datei - Ein verantwortungsvoller und gerechter Tourismus bietet Gemeinschaften aus verschiedenen Kulturen die Möglichkeit zur Begegnung und zum Austausch. Er fordert Solidarität und fördert zugleich ein besseres Verständnis untereinander. Diesem Prinzip folgt der vorliegende Verhaltenskodex. Er wurde entwickelt, um Pilger und Touristen über die Realität in Palästina und den Alltag der palästinensischen Bevölkerung zu informieren. Denn der Tourismus soll dazu genutzt werden, das gegenwärtige Unrecht überwinden zu helfen, und dieses Ziel können informierte Reisende aktiv unterstützen. Gleichzeitig will der Verhaltenskodex, unter den Entscheidungsträgern und Beteiligten des Tourismus in Palästina das Bewusstsein für eine Neugestaltung des Tourismus schaffen, der sowohl den Interessen der Gastgeber als auch denen ihrer Gäste gleichermaßen gerecht wird.

 

 
 

Israel lässt Kritiker Chomsky nicht einreisen - Israel hat dem bekannten Sprachforscher Noam Chomsky die Einreise in das Westjordanland verweigert. Nach mehreren Stunden der Befragung an der Grenze zu Jordanien musste der für seine Israel-kritischen Ansichten bekannte 81-Jährige zurück nach Amman reisen, wie israelische Medien heute berichteten. Er wollte vier Tage lang in den Palästinensergebieten bleiben und an der Bir-Zeit-Universität in Ramallah einen Vortrag halten. Eine Sprecherin des israelischen Innenministeriums, das Chomsky gestern die Einreise verweigert hatte, sagte heute, es handle sich um ein Missverständnis. >>>

Israel stops US academic at border - Noam Chomsky, a renowned Jewish-American scholar and political activist, has been barred from entering the West Bank. - Chomsky was denied entry by Israeli immigration officials as he attempted to cross the Allenby Bridge from Jordan on Sunday. The lingusitics professor, who frequently speaks out against Israeli policy in the occupied Palestinian territories, had been scheduled to give a lecture at Birzeit University in the West Bank. "I entered with my daughter and two friends who we met in Amman the day before," he told Al Jazeera. "After several hours of waiting and multiple interrogations our two friends were permitted entry and my daughter and I were informed that we were denied entry after much discussion indirectly with the interior ministry." >>>

Video und Text - Denied Entry: Israel Blocks Noam Chomsky from Entering West Bank to Deliver Speech - Democracy Now - On Sunday afternoon, Noam Chomsky was stopped by Israeli border guards at the Allenby Bridge border crossing from Jordan. After over three hours of questioning, Chomsky’s passport was stamped with "Denied Entry." He was scheduled to deliver a lecture at Bir Zeit University near Ramallah and was scheduled to meet with Palestinian Prime Minister Salam Fayyad. No reason was initially given for the decision, but the Interior Ministry later told Israeli newspaper Ha’aretz that officials were now trying to get clearance from the Israel Defense Forces. Noam Chomsky joins us now from Amman, Jordan

 


17.5.2010
 

 

Wer ist der wirkliche Clown hier? -  Gideon Levy - Wer sagt denn, dass der jüdische Humor  aus Israel verschwunden ist? Wer sagt denn, dass - Die undurchsichtigsten Organisationen des Staates sich nicht gelegentlicher Momente der Leichtfertigkeit erfreuen - so zwischen  dem Durchführen von Morden und  dem  misslungenen Versuch von Verschwörungen . Israels weitergehende Faschistizierung, Isolierung, Nationalismus und Militarismus sorgen nicht viel für komische Abwechslung. Man höre also Barak Ravid zu, was er am Donnerstag zu erzählen hatte. Ein spanischer Clown – es beginnt wie ein Witz – landet in Israel. Nicht nur irgend ein Clown. Es ist Spaniens größter Clown, Ivan Prado. Er rechnete damit, problemlos durch die Passkontrolle  gehen zu können – ein spanischer Bürger, eben ein Clown braucht keine Sicherheitsbevollmächtigung, um den demokratischen Staat Israel zu betreten, nimmt sein Gepäck volle Tricks und fährt weiter nach Ramallah. Er, der Witzbold, hatte geplant, ausgerechnet  in Ramallah ein internationales Clown-Festival auszurichten. Es war der Fehler seines Lebens, eine wirklich verrückte Idee. Zunächst welchen Nutzen hat es für Palästinenser Clowns aus andern Ländern zu haben. Sie haben genug eigene, danke. Auf jeden Fall, haben sie in Ramallah denn etwas zu lachen? Im Nu erschien einer der trefflichsten vom Shin Bet, ein wahrer Wächter Israels, um diesen Narren zu fragen, welche Verbindungen er zu „Terrorgruppen“ hat. Prado, der dumme Clown weigerte sich, eine >>>

 
 

Die Plage der Finsternis trifft die modernen Israeliten - Kauft palästinensische Produkte - Akiva Eldar - Nehmen wir einmal an, irgendeine palästinensische Gruppe hätte es fertig gebracht,  auf von Flüchtlingen  1967 verlassenem Land im Jordantal eine Siedlung  zu bauen. Was würde dein israelischer Landsmann über einen israelischen Bauunternehmer sagen, der damit einverstanden wäre, diese zu bauen oder über jüdische Arbeiter, die auf palästinensischen Baugerüsten herumklettern? Was für einen Aufschrei würde man von israelischen Rechten  über diese Verräter hören. Keine Angst, unsere Kräfte würden es nicht-Juden nie erlauben,  auch nur einen Nagel in den besetzten Gebieten, die unter absoluter israelischer Kontrolle stehen, einzuhämmern. Das phantasierte Szenario über Juden, die palästinensische Häuser bauen, wurde nur für die Diskussion ausgedacht – besonders für die Proteste in Israel gegen  das vor kurzem von der palästinensischen Behörde ergangene Verbot für Araber, die in den Siedlungen arbeiten. Es ist nicht viel Dreistigkeit nötig, um Palästinenser zu bedrohen und ihre Ökonomie zu gefährden, wenn sie sich weigern, israelische Siedlungen  auf ihrem eigenen  Land weiter aufzubauen. Nur uns ist es erlaubt, jeden Montag und Donnerstag Boykotts  gegen andere Länder aufzurufen, die uns zu kritisieren wagen. Schließlich haben wir – wie allgemein bekannt ist  - das Monopol für Patriotismus. Denkt nur an die Behandlung , mit der die Etzel- und Lehi-Untergrundmilizen jüdische Mädchen, die mit britischen Soldaten ins Bett gingen,  bestraft haben. „Kauft israelische Waren“ ist ein besonderer Ethos – mit der Betonung auf dem Wort „israelisch“. Viele Israelis, einschließlich dem Autor und vielen Friedenssuchern in aller Welt boykottieren Waren, die in den Siedlungen hergestellt  werden. Aber wenn palästinensische Fabrikarbeiter es wagen, ihre Jobs >>>

 
 

Der Jerusalemtag feiert eine nicht vorhandene Vereinigung -  Daphna Golan - Ein paar Wochen nachdem wir  am Passahabend sagten: “Nächstes Jahr in Jerusalem”, ist der Jerusalemtag gekommen und lässt uns  fragen, ob es dieses Jerusalem ist, das wir meinten. Jerusalem erlebt gerade einen wunderschönen Frühling. Die Sonne scheint. Und im Westen der Stadt  stehen die Verkehrsinseln in Blüte, während Tausende von bewaffneten Polizisten und Zivilisten sich vor der nächsten Explosion fürchten. Ist das das Jerusalem, nach dem sich Diasporajuden zurückzukehren sehnen? Das vereinigte Jerusalem, das sich von Shuofat bis Beit Sahour erstreckt? Eine Stadt, auf deren einer Seite ein Monster wie der Holyland-Wohnungskomplex gebaut wird und auf deren anderen Seite es keinen Bauplan und fast keine Bauplätze gibt und Tausende von Menschen in Angst leben, dass ihre Häuser, die ohne Genehmigung gebaut wurden, abgerissen werden. Hätten wir uns,  die wir als Juden nach Jerusalem zurückkehrten, vorstellen können, dass sie Palästinenser aus ihren Häusern vertreiben, um selbst darin zu wohnen? Ist es möglich, dass wir die Vereinigung Jerusalems feiern, wenn palästinensische Familien in Sheikh Jarrah unter der Schirmherrschaft des Gerichtes aus ihren Wohnungen vertrieben werden, um an ihrer Stelle  dort Juden  wohnen zu lassen? >>>

 
 

"Günter Grass-Stiftung verleiht Literaturpreis" - Internationaler Literaturpreis „ALBATROS“  Preisträger 2010  sind David Grossman (Israel) und Anne Birkenhauer (Deutschland/ Israel) für den Roman „Eine Frau flieht vor einer Nachricht“

Die vollständige Dokumentation der Preisverleihung vom 25.04.2010 (117 min):
Videodokumentation (klein)
Videodokumentation (groß)
Dankesworte des Preisträgers David Grossman (deutsch, pdf)
Einen Bericht über die Preisverleihung finden Sie bei
Center TV in der WESERZEIT vom 26.04.2010

 
 

Vor wenigen Tagen ist das erste Schiff der internationalen Flotte des Free Gaza Movement von Irland aus mit Kurs auf Gaza in See gestochen. Seit Sommer 2008 haben mehrere Schiffe, beladen mit Hilfsgütern und mit MenschenrechtsaktivistInnen, JournalistInnen, Prominenten und ParlamentarierInnen aus aller Welt, die völkerrechtswidrige Belagerung des Gaza-Streifens auf diese Weise durchbrochen. Zum Stand des aktuellen Projekts einer internationalen Flotte finden Sie Näheres sowie auch Kontaktpersonen in der folgenden Presseerklärung. Mit freundlichen Grüßen, Sophia Deeg

Pressemeldung vom 16.05.10 - Flotte schickt sich zum Durchbrechen der Belagerung Gazas an
- Am vergangenen Mittwoch (12.5.10) tauften Aktivisten des Free Gaza Movement in Irland das von ihnen erworbene Schiff auf den Namen Rachel Corrie nach der us-amerikanischen Aktivistin, die 2003 von einem israelischen Bulldozer überrollt wurde und starb, als sie versuchte, Häuser im Gaza-Streifen vor der Zerstörung durch die israelische Armee zu bewahren. Bei der Zeremonie wurde statt des üblichen Champagner eine Flasche palästinensisches Olivenöl gegen den Rumpf des Schiffes geschmettert, um „das Recht der Palästinenser auf ihr Land und die internationale Solidarität für Gerechtigkeit und Frieden zu feiern“. Das MS Rachel Corrie ist unterwegs nach Zypern, wo andere Schiffe der Flotte des Free Gaza Movement dazustoßen werden, um gemeinsam die völkerrechtswidrige Blockade des Gaza-Streifens zu durchbrechen. Die Ankunft der Flotte ist für Ende Mai geplant.
Die Flotte besteht aus drei Frachtschiffen mit ca. 5000 Tonnen Ladung und fünf Passagierschiffen mit ca. 600 Aktivisten aus verschiedenen Ländern – Irland, Norwegen, Südafrika, Türkei, Jordanien, Deutschland, Malaysia, Griechenland etc. - , darunter Prominente, Journalisten und Parlamentarier.
Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen beklagt, dass die 325 000 Flüchtlinge im Gaza-Streifen seit der von Israel und der internationalen Staatengemeinschaft als Reaktion auf den Wahlsieg der Hamas 2006 und deren Machtübernahme 2007 auferlegten Blockade von der Grundversorgung mit Lebensmitteln weitgehend abgeschnitten sind und in tiefster Armut überleben. Der übrigen Bevölkerung geht es kaum besser, zumal Wohnungen und zivile Infrastruktur bei der israelischen Militäroffensive 2008/9 weitgehend zerstört wurden und auch kein Material zum Wiederaufbau hineingelassen wird.
Daher besteht die Ladung der Gaza Freedom Flotilla u.a. aus Baumaterial und ganzen Fertighäusern, aber auch aus Rollstühlen, Krankenhausbetten, Wasseraufbereitungsgeräten, sowie aus Schulmaterialien und Spielzeug – alles Güter, die für die Bewohner Gazas durch die Blockade unerreichbar geworden sind. Ewa Jasiewicz, eine der Organisatorinnen, dazu: „Das entspricht der israelischen Politik der Kollektivbestrafung, die die Menschen in Gaza systematisch der Möglichkeit beraubt, ein Leben in Würde zu führen, und sie zu einem permanenten Überlebenskampf zwingt. Es hat nichts mit israelischen Sicherheitsinteressen zu tun.“
Da sich die internationale Staatengemeinschaft nicht bereit findet, gegen die israelische Blockade vorzugehen, übernimmt die internationale Zivilgesellschaft diese Aufgabe.
Tel Aviv hat bereits angekündigt, die Flotte nicht bis zur gazauischen Küste segeln zu lassen. Greta Berlin, Sprecherin der Initiative, beharrt jedoch auf dem Internationalen Recht: „Wir bitten Israel nicht um Erlaubnis; denn wir werden direkt aus internationalen Gewässern in das Küstengewässer vor Gaza einlaufen, das zu kontrollieren Israel kein Recht hat.“
Weitere Aktivistenschiffe werden in den kommenden Wochen und Monaten folgen, darunter auch das „Jüdische Schiff“, auf den Weg gebracht durch durch die "Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost - EJJP Deutschland e. V." und unter Beteiligung deutscher Parlamentarier und israelischer Friedensaktivisten.
Aktuelles auf Englisch:
http://www.freegaza.org/en/home/56-news/1169-israels-intimidation-tactics-wont-stop-us-first-ship-sets-sail-for-gaza

Kontakte zu den Schiffen: Greta Berlin: 00353 851302199 | Caoimhe Butterly: 00353 876114 553  | Ewa Jasiewicz: 00353 851301216 | Edith Lutz (EJJP): 02441 4740 oder 01520 4519740

 
 

Jeden Tag, um 14 Uhr 10, vom 17. bis zum 21. Mai werden Hörstücke von Ruth Fruchtman, (Jüdische Stimme - EJJP) - Erzählungen aus der Westbank - im Kulturradio, rbb (Rundfunk Berlin-Brandenburg) 92,4 gesendet.

Die Sendungen können für Hörer außerhalb des Sendebereichs des RBB auch im Internet in guter Hörqualität im Lifestream gehört werden:
http://www.kulturradio.de/livestream/index.html (am besten schon heute am PC in "Favoriten" spreichern !)

Jedes Hörstück dauert nur 5 Minuten.
Montag 17. Mai: Ramallah - Gottes Hoher Ort
Dienstag 18. Mai: Freiheit in Jenin
Mittwoch 19. Mai: Die Sterilen Straßen von Hebron
Donnerstag 20. Mai: Jerusalem - Heilige Stadt
Freitag 21. Mai: Bil'in - Gewaltfreier Widerstand

 

Zu den von Gideon Levy erwähnten Boykottmaßnahmen seitens der israelischen Regierung kamen jetzt zwei weitere hinzu: Noam Chomsky wurde heute von israelischen Behörden die Einreise in die Westbank, also nach Palästina, verweigert. - Dort wollte er an der Bir Zeit-Universität sprechen.
http://www.haaretz.com/news/national/noam-chomsky-denied-entry-into-israel-1.290701   

Und: Die israelischen Behörden verweigern fünf drusischen Bewohnern der von Israel annektierten Golan-Höhen seit 6 Wochen die Wiedereinreise, nachdem sie zu einem Kondolenzbesuch nach Syrien gefahren waren:    
http://www.haaretz.com/print-edition/news/israel-refuses-re-entry-to-5-druze-who-made-condolence-call-in-syria-1.290301

-----Ursprüngliche Nachricht-----  Pal/BDS-eur  Betreff: [bds-eurocoord] Boycotting the boycotters - By Gideon Levy

Boycotting the boycotters - While the international boycott against apartheid South Africa is credited with leading to the regime's downfall, here it is considered irrelevant and unworthy of comparison.  By Gideon Levy

Two protestors injured and journalist arrested on the anniversary of the Nakba >>>

 
 

Palestinians across the world yesterday marked the 62nd anniversary of Nakba, which means catastrophe.
 

 
 

Lowkey & Norman Finkelstein Rap on Show N Prove Radio
Norman Finkelstein's gegenwärtiger US Buch Tour.  Diesmal ist er unterwegs mit LOWKEY, einem Iraqi-Englaender, politischer Rap-Star (in England, Lebanon, Griechenland, we have to spread him here..) und JODY MCINTYRE, 19 Jahre, hat cerebral palsy, freelance journalist, hat die letzten 9 Monate in Gaza, West Bank und Jerusalem verbracht. Norman sagt, dass ER der ernste Teil des Abends ist, Lowkey bringt alle in Schwung, und bei Jody ist alles bewegt und ergriffen... 
 

 Long Live Palestine - LowKey

 
 

Verkauft. Verraten. Vereint. Wie eine neue Friedensbewegung Israel zu retten versucht  - Judith Althaus und Henrik Meyer - Am Mittwoch feierte Israel mit dem „Jerusalem Day“ den 43. Jahrestag der Wiedervereinigung Jerusalems, der Eroberung Ostjerusalems und seiner Altstadt im 6-Tage-Krieg. Seinem Publikum auf dem Ammunition Hill, der 1967 Kriegsschauplatz der Auseinandersetzungen zwischen der israelischen und der jordanischen Armee war, versprach der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu in einem Gedenkgottesdienst für die gefallenen israelischen Soldaten, dass Jerusalem „niemals wieder eine geteilte, düstere und halbierte Stadt“ sein werde. Den Hoffnungen der Palästinenser, die in Ostjerusalem die Hauptstadt ihres zukünftigen Staates sehen, erteilt der Premier damit die gewohnte Absage. Seine Botschaft mit sich tragend zogen Gruppen von Siedlern den ganzen Tag über singend und Fahnen schwenkend durch Ostjerusalem. Doch nicht alle Israelis teilen die Meinung ihres Premiers. Viele hoffen auf einen Siedlungsstopp in den besetzten Ostjerusalemer Stadtvierteln und einen Teilrückzug zu Gunsten einer getrennten Verwaltung unter Beibehaltung der physischen Einheit der Stadt. Einige von ihnen kommen jeden Freitag in den Ostjerusalemer Stadtteil Sheikh Jarrah >>>

 


16.5.2010
 

 

62 JAHRE AL NAKBA 14. 5. 1948 - 14. 5. 2010
„Die Nation, die eine andere Nation unterdrückt, schmiedet ihre eigenen Ketten.“  - Karl Marx

Friedlicher Widerstand in der Westbank/14.Mai 2010 - In sechs Dörfern waren die Proteste gegen der Mauer der Erinnerung an die Nakba gewidmet. - In den Abendstunden gab es Gedenkveranstaltungen zur Nakba  in fast allen Lagern in der Westbank.

Bil’in: Schlüssel als Symbol für Recht auf Rückkehr. - Zwei Demonstranten wurden schwer verletzt, viele Teilnehmer litten nach intensivem Tränengasbeschuss unter Atemnot und ein Journalist des Nachrichtensenders Al-Arabiya wurde verhaftet während des wöchentlichen Protestes gegen die Mauer in Bil’in. Demonstrationsteilnehmer trugen einen fünf Meter langen Schlüssel als Symbol für das Rückkehrrecht der Palästinenser. Drei Leute aus dem Dorf hatten sich als ‚Handala‘ verkleidet. Dieser kleine Junge taucht  in allen Zeichnungen des berühmten palästinensischen Kartoonisten Naji al-Ali auf. Naji al-Ali wurde 1987 ermordet. >>>

Al Ma‘ssara: Erinnerung an die Nakba vor 62 Jahren - 150 Einwohner von Al Ma’ssara demonstrierten am Freitag  zusammen mit israelischen und palästinensischen Aktivisten gegen die israelische  Mauer. Seit drei Jahren organisiert das Dorf in der südlichen Westbank wöchentliche Proteste gegen die Apartheidmauer. Die Dorfbewohner errichteten eine Bühne am Eingang des Dorfes, wo sich jeden Freitag israelischen Soldaten stationieren und die Fortsetzung der Demonstration verhindern. Im Gedenken an den 62. Jahrestag der Nabka, dem Tag, an dem Israel geschaffen wurde und Palästinenser ihr Land verloren, trug die palästinensische Sängerin Reem Banna  ihre Lieder vor und einige Dabka Bands spielten. >>>

Nakba unites Gaza factions - Gaza – Ma’an – Nakba Day has united major factions in Gaza, including Fatah and Hamas, as Palestinians marked the 62nd anniversary of mass forced displacement from their homes by pre-state Israeli militia in 1948. >>>

"Freedom of the press is guaranteed only to those who own one." - Today is the day we actually commemorate Nakba Day, 14 May 1948, the date the state of Israel was declared. However, it is not the beginning of our Nakba (catastrophe) nor its end. Over 200 villages were ethnically cleansed in the six months before 14 May 1948. This simple fact illustrate that it is not the founding of the militarized state of Israel that began the Nakba but that it was a pivotal moment in it. After that date, the wave of ethnic cleansing was being done in a name of a nation-state established by and for Jews from Europe and not just the terrorist underground Jewish militias. The ethnic cleansing accompanying the foundation of this apartheid Jewish state and its maintenance meant the destruction of 530 villages and towns and meant that in the past 9 years alone over 10,000 homes were destroyed in the West Bank (including occupied Jerusalem), Gaza, and the Negev >>>

Nakba Day: Gaza Refugee`s First-Ever Day in Jerusalem - My one place is al-Quds, or Jerusalem. In a utopian world, I would be able to visit the city at my leisure, given that it is only an hour and a half drive away from where I live in Gaza City. I grew up contemplating the moment I would see Jerusalem, until I graduated from the American University in Cairo and was promised by my parents that they might be able to make the necessary arrangements (a paper permit) for me to visit the holy city >>>

Palestinians mark 62nd Nakba Day - Sirens were heard across Palestinian cities at noon on Saturday to mark the 62nd anniversary of mass forced displacement of Palestinians from their homes by pre-state Israeli militia in 1948, known as the Nakba or catastrophe.

Nakba Day: A request from the Palestinian Refugees, by Eitan Bronstein - My request is, therefore, that you persist and will not give up your right to return.

Sonderseiten zur Nakba >>>       |     Neu Historische Fotos zur Nakba >>>

Die Erde habt ihr uns genommen - 100 Jahre Zionistische Siedlungspolitik in Palästina  - Dr. Viktoria Waltz -  (217 Seiten - 24MB - pdf) online und kostenlos abrufbar.

 
 

 
 

Nuri el-Okbi und der Experte   ( oder Wie Beduinen in Israel um ihre Landrechte kämpfen müssen ) -  Gush Shalom - Im Fall des Beduinenlands sieht die Staatsexpertenzeugin Prof. Ruth Kark keine Notwendigkeit, die Sache vor Ort zu prüfen und  sich mit den Beduinen zu treffen, bevor sie ein Sachverständigengutachten abgibt. In der Sitzung dieser Woche, bei der es um den Fall des Beduinenlandes geht, und die vor der Richterin Sarah Dovrath im Beer Sheba-Distriktgericht staatfand, hat Anwalt Michael Sfard die Expertenzeugin des Staates Prof. Ruth Kark von der Hebräischen Universität von Jerusalem einem Kreuzverhör unterzogen. Sfard vertritt Nuri el-Okbi, den Beduinen-Menschenrechtsaktivisten, der die Rückgabe des Landes  in Al-Arakib nordwestlich von Beersheba fordert, wo er geboren wurde und von wo er und sein Stamm 1951 vertrieben wurden. Prof. Kark, die sich auf historische Geographie spezialisiert hat, hat bei früheren Rechtsfällen schon  viele Sachverständigengutachten abgegeben und unveränderlich die staatliche Leugnung unterstützt, dass Beduinen in >>>

 
 

Ein schwarzes Loch -  Uri Avnery - MAN MÖCHTE vor Neid platzen, wenn man sieht, wie die Briten dies gemanagt haben. Was für eine Demokratie! Mit welcher Würde! Wahlen innerhalb eines Monats. Eine neue Koalition innerhalb von fünf Tagen. Ein Wechsel der Regierungen innerhalb  von 70 Minuten. Ein Besuch bei der Königin. Der scheidende Ministerpräsident nimmt seine Frau und seine zwei kleinen Kinder, verlässt die Residenz des Ministerpräsidenten und geht. Der neue Ministerpräsident betritt die Residenz. Elegant, ruhig, kurz und anstandslos. Das Volk hat gesprochen. Das  ist es. Und bei uns? Unsere Wahlkampagne läuft monatelang. Der Tumult füllt die Luft, eine Kakophonie von Flüchen und  allgemeinen Geschmacklosigkeiten. Danach vergehen Monate, bevor eine neue Koalition gebildet wird. In der Zwischenzeit  tauschen die Sieger und Besiegten Beleidigungen  mit einander aus: Linke, Faschisten, Verräter, Zerstörer Israels, Plünderer Jerusalems, Lakaien der Besatzung, Diebe – alles geht. >>>

 
 

Shin Bet versucht, palästinensische Medizinstudenten als Mitarbeiter zu gewinnen - Amira Hass - Der israelische Sicherheitsdienst Shin Bet versucht, palästinensische Medizinstudenten zur Mitarbeit zu gewinnen als Bedingung für Passierscheine nach Jerusalem, wie zwei Medizinstudenten der Al Quds-Universität erzählen, die an palästinensischen Uni-Krankenhäusern ein Praktikum machen (wollen). Die zwei Studenten sagten zu Haaretz, dass ein „Captain Biran“, der sich als Shin Bet-Agent vorstellte und die Universität beobachten soll, ihnen sagte, sie sollten ihm über andere Studenten und deren Aktivitäten berichten. Das sei die Bedingung für die Verlängerung ihres Passierscheines nach Jerusalem. Nachdem sich beide weigerten, wurden beide daran gehindert, ihr medizinisches Praktikum zu machen. Der Shin Bet äußerte sich Haaretz gegenüber dazu: der Passierschein der beiden Studenten sei aus Sicherheitsgründen  nicht verlängert worden. Er äußerte sich >>>

 
 

Wie Israelis nicht zur Kenntnis nehmen wollen, wie Palästinenser behandelt werden -  Yitzhak Laor - Israelis lieben Militärgeheimnisse. Bücher von Geheimdienstleuten im Ruhestand, früheren Spionen und früheren Mitgliedern des Shin Bet  und Mossad verkaufen sich gut. Eine ganze Kultur ist rund um „ worüber-darf-nicht-gesprochen-werden“ und „wir-wollen-es-trotzdem- wissen“  gebaut worden. Nicht nur Geschichten aus der Vergangenheit – z.B. wie der „Rote Prinz“ (Ali Hassan Salameh vom Schwarzen September) 1979 in Beirut ermordet wurde, aber auch die Dubai-Affäre, die ein ausgezeichnetes Beispiel dafür ist, wie die Öffentlichkeit Nachrichten wissen, hören, sehen und konsumieren will. Selbst ein Misserfolg  ist für die Öffentlichkeit von Interesse, und  die Sache hat  sogar eine moralische Unterstützung. Diese moralische Unterstützung  läuft parallel mit dem Wunsch zu wissen: „Auch wenn wir ihn nicht getötet haben, verdient er es zu sterben,“ sagte man im Fernsehen. Da gibt es allerdings eine Sache, die die Öffentlichkeit oder – vorsichtiger ausgedrückt - der größte Teil der Öffentlichkeit nicht wissen will, und wir sprechen nicht von einem militärischen Geheimnis. Eine vor zwei Wochen vom Tami-Steinmetz-Zentrum  für Friedensforschung durchgeführte Umfrage, die in Haaretz veröffentlicht wurde, berührte das Problem: das einzige, was die Öffentlichkeit nicht zu hören wünscht, ist die Unterdrückung der Palästinenser. Dies ist keine Sache von Geheimnis-halten, sondern Leugnung. >>>

 
 
„Da liegt in der Tat ein “Persönlichkeitsbild” vor, das nach Hilfe schreit.“ - Henryk M. Broder in Aktion - E. Arendt - Broder liefert heute, am 14.5.2010, wieder ein Schulbeispiel dafür, wie man manipulieren und unterstellen kann:  “Tochter” auf Kollisionskurs mit der “Stimme” - Henryk M. Broder   14.05.2010   11:44  
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/tochter_auf_kollisionskurs_mit_der_stimme/

Kurzfassung...

„Iris Hefets ist in Israel geboren und  lebt seit acht Jahren in Deutschland. Sie ist Vorstandsmitglied in der israelkritisch- bis -feindlichen Organisation "Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost", in der auch die Antizionistin Evelyn Hecht-Galinski, die Tochter des früheren Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland Heinz Galinski, aktiv ist.“       -       Quelle

Henryk M. Broder demonstriert wieder einmal seine Art von Journalismus (nennt man das nun demagogisch oder manipulierend?) und macht daraus:

"Der Anwalt der “Tochter” hat dem “Perlentaucher” eine Unterlassungserklärung geschickt, in der er u.a. erklärt, seine Mandantin habe mit der “israelfeindlichen Organisation ‘Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost’” nicht das Geringste zu tun."   Quelle

Wenn ich jemanden zitiere, erkläre dann ich? Übernehme ich mit dem zitieren eines Abmahnfähigen Satzes auch die schmuddeligen Verleumdungen "israelkritisch- bis -feindlichen Organisation", die darin stehen?

Sicherlich und das ist mehr als ehrenwert, gibt es eine israelkritische immer lauter, umfangreich werdende jüdische Stimme. Diese Stimme ist aber so israelfeindlich wie ein Freund, der seinem Freund sagt: "Wenn du andere Menschen vertreibst, tötest, sie bestiehlst, bist du ein krimineller, da mache ich nicht mehr mit."
Weder der  Rechtsanwalt noch Frau Evelyn Hecht-Galinski  haben die "Jüdische Stimme" israelfeindlich gesagt.

Wie nennt man einen Journalisten der so manipuliert?

Vorbemerkung: 1. Der "Jüdische Stimme" soll etwas zugeschrieben werden was sie nicht ist "israelfeindlich" und

2. Frau Evelyn Hecht-Galinski  soll einmal mehr als Antisemitin diffamiert werden.

2. Versucht Broder in die immer wirkungsvoller sich öffentlich äußernde jüdische Stimmen Keile zu treiben, sie so zu schwächen.
 

Wieder einmal liefert Broder eindeutige Beweise, die aufzuzeigen, wie manipuliert wird. 

Wie immer hat das mit seriösem Journalismus nichts zu tun. >>>

 
 

"Den Islam anzufeinden, ist rundum praktisch" - Mona Sarkis - Thorsten Gerald Schneiders über Populismen und Deckmäntelchen - (...)Kelek, Schwarzer oder Broder: unlogisch, undifferenziert und fahrlässig - In Ihrem eigenen Beitrag fokussieren Sie unter anderem Henryk M. Broder, Ralph Giordano, Necla Kelek und Alice Schwarzer, die Sie als "sogenannte Islamkritiker" titulieren. Ist das nicht eine recht moderate Bezeichnung? Immerhin fallen all diese Personen doch durch Provokationen auf, die oft greller und verfälschender nicht sein könnten. - Thorsten Gerald Schneiders: Um diese und auch andere Personen genau einzuordnen, müsste man sich im Einzelnen mit ihnen und den Aspekten ihres Schaffens auseinandersetzen. Jedenfalls von den zwei- bis dreihundert Seiten eines Buches von Kelek, Schwarzer oder Broder sind sicher nicht alle komplett unsachlich und falsch. Insgesamt aber ist ihre Argumentation unlogisch, undifferenziert und fahrlässig. Sie arbeiten mit Mechanismen, die persönliche Ziele verfolgen und keineswegs im Dienst einer seriösen Kritik am Islam stehen. Weder hat einer der Genannten Islam- oder zumindest Religionswissenschaft studiert, noch ist bekannt, dass einer von ihnen Arabisch spricht. Dennoch treffen sie immer wieder theologische oder historische Aussagen. >>

 


The Future of Palestine - Prof. John Mearsheimer 1-7


 


15.5.2010
 

 

Nachfolgend finden Sie einen Bericht über eine neue Verordnung der israelischen Armee, die Zehntausende Menschen zu "Illegalen" im eigenen Land macht. Hierdurch können sie nach soldatischem Ermessen vertrieben bzw. umgesiedelt werden. Medico International protestiert zusammen mit seinen israelischen und palästinensischen Partnern "Ärzte für Menschenrechte", Tel Aviv, und "Al Mezan Human Rights Center", Gaza, gegen diese Verordnung. Gemeinsam rufen wir die Weltgemeinschaft auf, konkrete, sofortige Maßnahmen zu ergreifen, um die israelische Militär- und Ziviladministration daran zu hindern, völkerrechtswidrige Deportationen und Umsiedlungen vorzunehmen. Besonders hoffen wir darauf, dass die deutsche Bundesregierung in diesem Fall aktiv wird und ihrem Grundsatz folgt, das humanitäre Völkerrecht als eine Grundsäule deutscher Außenpolitik zu betrachten. Mit freundlichen Grüßen Tsafrir Cohen

Tsafrir Cohen - Representative in Palestine & Israel - medico international e.V. - www.medico.de - Menschenrechtsorganisationen gegen die Vertreibungs- & Umsiedlungspolitik der israelischen Armee - Zehntausende Palästinenser von neuer Verordnung betroffen - Eine neue Verordnung ist in Kraft getreten, mit der die israelische Armee zehntausende Palästinenser aus dem besetzten Westjordanland ausweisen kann. Dies betrifft Palästinenser, die aus israelischer Sicht illegal dort leben. Die neue Regelung betrifft Tausende von Menschen und macht diese zu Illegalen im eigenen Land, die jederzeit und ohne Anhörung nach (israelischem) soldatischem Ermessen vertrieben werden dürfen. Israels Zivil- und Militäradministration stärkt ihren Würgegriff auf die palästinensische Zivilbevölkerung weiter, währen die israelische Regierung der Weltgemeinschaft verspricht, Einschränkungen der Bewegungsfreiheit in der Westbank aufzuheben. Betroffen von der neuen Regelung sind auch Personen und Projekte die von medico unterstützt werden. So wird etwa unsere ehemalige Arbeitskollegin Hekmat N. laut neuem Gesetz zu einer Illegalen weil sie offiziell im Gazastreifen registriert ist, obschon sie seit Jahren in der Westbank lebt und eine sechsköpfige Familie gegründet hat. >>>

 
 

Pressemitteilung vom 14.05.2010- Auswärtiges Amt - „Zukunft für Palästina“ - Erster Deutsch-Palästinensischer Lenkungsausschuss in Berlin - Am kommenden Dienstag (18.05.) tagt in Berlin zum ersten Mal der Deutsch-Palästinensische Lenkungsausschuss.

Mit der Einrichtung dieses bilateralen Forums will die Bundesregierung die Bemühungen der Palästinensischen Behörde beim Aufbau effektiver staatlicher Strukturen in den Palästinensischen Gebieten nachhaltig unterstützen. Unter der Maßgabe „Zukunft für Palästina“ soll das deutsche Engagement in den Palästinensischen Gebieten gebündelt und die deutsch-palästinensische Zusammenarbeit intensiviert werden.

An der Auftaktveranstaltung im Auswärtigen Amt unter Leitung von Bundesaußenminister und Vizekanzler Guido Westerwelle sowie dem Premierminister der palästinensischen Behörde, Salam Fayyad, werden Minister beider Kabinette teilnehmen. Auf deutscher Seite sind dies - neben Bundesaußenminister Westerwelle - Bundesinnenminister Thomas de Maizière, Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle, Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel und Bundesbildungsministerin Annette Schavan.

Der Auftaktveranstaltung im Auswärtigen Amt sind bilaterale Gespräche der palästinensischen Minister in den jeweiligen Ressorts vorgeschaltet.

Programmablauf
10.30 Uhr Gespräch Bundesaußenminister Westerwelle mit dem palästinensischen Premier Fayyad
- Bildtermin vor Gesprächsbeginn -
Ort: Pressefoyer, 2. Stock
11.30 Uhr Plenarsitzung des Deutsch-Palästinensischen Lenkungsausschusses
- Familienphoto vor Sitzungsbeginn -
Ort: Europafoyer, 1. Stock
12.30 Uhr Gemeinsame Pressekonferenz
Ort: Europafoyer, 1. Stock
Die Initiative "Zukunft für Palästina" und ihre Projekte

 
 

Drei Gründe für neue Hoffnung im Nahen Osten - Roger Cohen - Erzählen Sie mir nicht, dass Israelis und Palästinenser niemals Frieden schließen und Iraner und Amerikaner einander niemals die Hände reichen können. - Zerrbilder auszuräumen ist schwere Arbeit. Aber es steht für die Welt zu viel auf dem Spiel im Nahen Osten, um die zermürbende Suche nach einer gemeinsamen Basis aufzugeben. Ich sehe drei wesentliche Gründe zur Hoffnung: Der erste ist der palästinensische Premier Salam Fayyad, 58, ein schmächtiger, präziser, in den USA ausgebildeter Mann mit einem geordneten Verstand. Ich habe kürzlich 90Minuten lang mit ihm gesprochen. Er redet in langen, verschachtelten Sätzen mit einem Hang zum Akademischen und verwendet gern Wörter wie „axiomatisch“. Er hat seine Arbeit in der Weltbank mit jener in der West Bank getauscht. Er ist alles andere als ein Hitzkopf, und bewaffneter Kampf war nie seine Sache. Aber im Moment ist er ein Mann mit einer Mission. >>>

 
 
 

Das passt nicht zum Bild der „verrückten Iraner“! - Afsane Bahar - Im Sinne der Völkerverständigung und Entspannung wäre es angebracht, im Zusammenhang mit den Konfliktregionen sowohl über die negativen als auch über die positiven Aspekte der Gegebenheiten zu informieren. Die deutschen, weitgehend gleichgeschalteten Massenmedien sind meilenweit von diesem Wunschzustand entfernt.

Die 23. Internationale Teheraner Buchmesse  (1) wurde am 5.5.2010 eröffnet und wird bis 15. Mai dauern. Auch europäische Verlage präsentieren dort ihre Publikationen. Die Teheraner Buchmesse spielt nicht nur für die iranischen Akademiker eine bedeutende Rolle und wurde in diesem Jahr bereits von über eine Million Menschen besucht (Stand: 9.5.2010).

In den folgenden Internetquellen habe ich unter Angabe der Suchbegriffe „Internationale Teheraner Buchmesse“, „Buchmesse Iran“ und „Buchmesse Teheran“ recherchiert: Paperball (Suchmaschine), Bild.de,  Welt Online, Spiegel Online, Zeit Online und FR-online.de. Das Ergebnis ist ernüchternd: keine einzige aktuelle Berichterstattung über dieses Ereignis (Stand: 12.5.2010, 9:00 Uhr).

Offensichtlich passt eine Buchmesse nicht zum Bild der „verrückten Iraner“. Über diese internationale Buchmesse in der Metropole Teheran (u.a. über die offiziell zugegebenen Einschränkungen der Meinungsfreiheit im Vorfeld der Veranstaltung) werde ich im Rahmen der Artikelreihe „Bilder gegen den Krieg. Momentaufnahmen aus dem Iran“ (2) noch ausführlich berichten.

Quellenangaben:
(1)
Siehe: www.tibf.ir (Persisch) sowie http://tibf.ir/Default.aspx?l=1033 (Englisch)
(2) Siehe: http://www.friedenstreiberagentur.de/index.php?afsane_bahar&hashID=c6bd9ea1291c8436d7a67fc026c8956d

 


8. Europäischer - Palästinenserkongress in Berlin "Unsere Heimkehr ist gewiss. Freiheit für unsere Gefangenen"
- Das Kinderfest


Rede von Evelyn Hecht-Galinski   auf den 8. Europäischer - Palästinenserkongress in Berlin "Unsere Heimkehr ist gewiss. Freiheit für unsere Gefangenen"
 


Report on the fifth international conference in Bil'in by TV channel NTN24 (Colombia)

 
 

Shin Bet Arrests Leader of Boycott Movement  - Jonathan Cook - The recent arrest of two respected public figures from Israel's Palestinian Arab minority in night-time raids on their homes by the Shin Bet secret police -- brought to light this week when a gag order was partially lifted -- has sent shock waves through the community. The arrests are not the first of their kind. The Shin Bet has been hounding and imprisoning politicians and intellectuals from the country’s Palestinian minority, a fifth of the population, since the birth of the Jewish state more than six decades ago. Currently, two MPs from Arab political parties, as well as the leader of the popular Islamic Movement, are facing trials. But the detention of Amir Makhoul and Omar Sayid is seen differently -- as the gathering storm clouds in a political climate already fiercely hostile to its Palestinian citizens. Mohammed Zeidan, the head of the Human Rights Association in Nazareth, said: “We are used to our political leaders being persecuted but now the Shin Bet is turning its sights on the leaders of Palestinian civil society in Israel, and that’s a dangerous development.” >>>

 
 

Three schoolgirls in the West Bank have developed a life-changing device for the blind, and they're taking it all the way to the U.S. to show it off at an International Science Fair.
 

 
 

 

Start | oben

Mail          Impressum           Haftungsausschluss                Honestly Concerned  + Netzwerk        The "best" of  H. M. Broder             arendt art