Studenten an der
Universität Stanford
fordern die Freilassung
von Fadi Quran
-
Nachdem
israelische Streitkräfte
den amerikanischen
Staatsbürger und
gewaltlosen Aktivisten
Fadi Quran am 24.
Februar mit Pfefferspray
besprühten und
kidnappten, hat eine
Gruppe von Studenten an
der Universität
Stanford, seiner Alma
Mater, eine Kampagne für
seine Freilassung
begonnen. Fadi Quran
hatte sich an einem
gewaltlosen Proteste in
der Stadt Hebron in der
südlichen Westbank
beteiligt, der von der
Gruppe Youth Against
Settlements organisiert
wurde. Israelische
Soldaten griffen die
Demonstranten mit
Tränengas und
gummiummanltelten
Stahkugeln an und
versprühten Pfefferspray
aus nächster Nähe auf
die Demonstranten. Quran
gehört zu denen, die
direkt in die Augen
gesprüht wurden. Er
wurde dann von
israelischen Soldaten
auf den Boden gestossen;
dabei stiess sein Kopf
an die Stossstange eines
israelischen
Militärwagens und er
verlor kurzeitig das
Bewusstsein. Ein Video
über den Protest zeigt,
dass Quran sein
Bewusstsein einen
Augenblick
wiedererlangte, nach
einem Krankenwagen rief
und sagte, dass er nicht
atmen könne. Stattdessen
wurde er gefesselt und
in ein israelisches
Militärfahrzeug geladen,
das ihn zum Gefängnis
Ofer brachte....
Der Arabische
Frühling kommt nach
Israel:
Kommentar von Robert
Wright -
Heute
wurde ein mir bekannter
junger Palästinenser
bei einer Demonstration
in der West Bank
festgenommen, in einem
Gefängnis
bei Ramallah inhaftiert
und – nach vorläufigen
Berichten von palästinensischen
Aktivisten auf Twitter-
angeklagt, einen
israelischen Soldaten
gestossen zu haben.
Problematisch daran ist,
dass ziemlich gutes
Videomaterial zeigt,
dass er nicht wirklich
festgenommen wurde, weil
er einen Soldaten
anstiess. Er wurde
anscheinend für
sein Reden verhaftet -
und weil er sein
Sprechen sogar mit
lebhaften Gesten
begleitete, vielleicht
auf eine Weise, die den
israelischen Soldaten
als bedrohlich oder
ansonsten
übertrieben
vorkam.[Siehe Video auf
Facebook]...
Fadi
Quran ist ein
erstaunlicher Mensch. Er
wuchs in der Westbank
auf, absolvierte zwei
Abschlüsse
in Physik und
Internationalen
Beziehungen an[der
amerikanischen Universität]
Stanford und kehrte in
die Westbank zurück.
Er arbeitet im Bereich
der alternativen Energie
und setzt sich für
den gewaltlosen
Widerstand gegen die
israelische Besetzung
ein.[...]
Fadis
Festnahme erinnert uns
daran, wie zwei
Hauptelemente des
Arabischen Frühlings
– digitale Medien und
gewaltlose Proteste- das
Leben für
die Autoritäten
komplizieren. Seine
Festnahme ist aufgrund
von digitalen Videos gut
dokumentiert, und dank
Twitter kann man hier
seine Geschichte lesen.
Als
Resultat wird immer
mehr Menschen
ausserhalb Israels
bewusst, dass Israel 45
Jahre lang
über
eine Bevölkerung
geherrscht hat, die
keine grundlegenden
politischen Rechte hat –
wie das Recht auf ein
ordnungsgemässes
Verfahren (Fadi könnte
theoretisch Monate im
Gefängnis
verbringen, ohne dass
eine Anklage erhoben
wird) oder das Wahlrecht
für
oder gegen eine
Regierung, die
letztendlich ihr Leben
kontrolliert, obwohl
diese Regierung Teil
eines demokratischen
Staates ist.[...]
Unbefristeter
Hungerstreik von Hana
Ash-Shalabi
-
Hana
Ash-Shalabi, eine
palästinensische
Gefangene in sogennanter
Verwaltungshaft befindet
sich seid ihrer
Wiederverhaftung am 16.
Februar 2012 im
unbefristeten
Hungerstreik. Seit
Sonntag wird sie im
israelischen Gefängnis
Ha-Sharon in
Isolationshaft gehalten.
Im
Oktober 2011 wurde Hana
Ash-Shalabi, 29, im
Gefangenenaustausch
zwischen Israel und
Hamas aus israelischer
Inhaftierung entlassen.
Vor ihrer Freilassung
wurde sie zweieinhalb
Jahre in israelischer
Administrativhaft
festgehalten, ohne
offizielle Anklage oder
Gerichtsverfahren. In
Solidarität mit ihrer
Tochte begannen Hanas
Eltern am 23. Februar
einen unbefristeten
Hungerstreik.
Am
Montag, den 27. Januar,
marschierten Schulkinder
und Lehrer von der
Schule in Hanas Dorf
Borqeen, nicht weit von
Jenin in der nördlichen
Westbank, mit Fotos der
Gefangenen durch das
Dorf und forderten ihre
unverzügliche
Freilassung. Der Protest
endete vor dem
Protestzelt der Eltern
ausserhalb Ash-Shalabis
Zuhause.
Hana
wurde nur vier Monate
nach ihrer Freilassung
wieder festgenommen und
wie zuvor wurde keine
Anklage gegen sie
erhoben – kein
Einzelfall, wie das
Beispiel von Khader
Adnan zeigt, der einen
Hungerstreik gegen seine
Internierung ohne
Verfahren oder Anklage
nach 66 Tagen abbrach,
nachdem die israelischen
Behörden versprachen,
ihn nach Ablauf von
sechs Monaten Haft im
April 2012 freizulassen.
Adnan wurde von Israel
insgesamt acht Mal in
Verwaltungshaft
genommen. Khader Adnans
Hungerstreik führte zu
weltweiten Protesten
gegen Israels Behandlung
von palästinensischen
gefangenen. Amnesty
International
bezeichnete das
Versprechen der
israelischen Behörden
als „ungenügend“ und
forderte eine sofortige
Freilassung von Khader
Adnan und ein Ende der
Verwaltungshaft in
israelischen
Gefängnissen.
Samidoun,
eine Solidaritätsgruppe
für palästinensische
Gefangene, verweist
darauf, dass die
sogenannte
Verwaltungshaft gegen
das Recht auf ein faires
Gerichtsverfahren
verstösst und damit
gegen den
Internationalen Pakt
über bürgerliche und
politische Rechte.
Im
Oktober 2011 beteiligten
sich hunderte von
palästinensischen
Gefangenen an einem
23tägigen Hungerstreik
und forderten ein Ende
der Isolationshaft, der
Verweigerung von
Familienbesuchen und der
langen Isolierung von
prominenten
palästinensischen
Gefangenen wie Ahmad
Sa’adat. Das israelische
Versprechen zur
Beendigung der
Isolierung, um den
Massenhungerstreik zu
beenden, wurde nicht
eingehalten.
Zur Zeit
befinden sich mehr als
300 Palästinenser in
Verwaltungshaft,
einschliesslich 21
gewählter Mitglieder des
Palästinensischen
Legislativrates.
Warum den
Staat
Palästina
anerkennen?
-
Diplomatische
Mission
Palästinas
in der
Bundesrepublik
Deutschland
Ein Staat
definiert sich
durch ein
abgegrenztes
Territorium,
durch eine
sesshafte
Bevölkerung und
durch eine
Regierung, die
die Fähigkeit
hat, mit anderen
Staaten in
Beziehungen zu
treten. Dass
diese
Voraussetzungen
für Palästina
gelten,
manifestiert
sich
unwiderlegbar in
den
UN-Resolutionen,
Abkommen und
internationalen
Erklärungen.
Somit ist der
Antrag bei den
Vereinten
Nationen, den
Staat Palästina
in den Grenzen
von 1967 als
vollwertiges
Mitglied der
internationalen
Gemeinschaft
aufzunehmen, die
einzig zu
ziehende
logische
Schlussfolgerung.
Selbstbestimmung
und
Souveränität,
Unabhängigkeit
und Freiheit
werden durch die
UN-Charta
garantiert.
Diese Garantie
muss
konsequenterweise
auch für das
palästinensische
Volk gelten.
Den Antrag zu
unterstützen ist
die
völkerrechtliche
Verpflichtung
eines jeden
Staates, der die
UN-Charta
unterschrieben
hat. Sich diesem
entgegenzustellen,
stellt den Sinn
und den Zweck
des Völkerrechts
infrage.
In dieser Rubrik
stellen wir
Ihnen Artikel
und Links zu
Websites zur
Verfügung, die
aus
völkerrechtlicher,
politischer und
historischer
Sicht für die
Aufnahme des
Staates
Palästina
argumentieren.
Das Theaterprojekt "Von Mutter zu
Mutter" basiert auf dem
Dokumentarfilm "To die in Jerusalem"
von Hilla Medalia und erzählt die
wahre Geschichte zweier Frauen aus
dem Nahen Osten, deren 18-jährige
Töchter beide verstorben sind: Die
Tochter der einen, Palästinenserin,
begeht ein Selbstmordattentat, wobei
die Tochter der anderen, Israelin,
stirbt. Beide Mütter wollen sich
treffen, was aber aus politischen
Gründen nur via Satellitentelefon
funktioniert. Nach einem
dreistündigen Gespräch, das keine
wirklichen Antworten liefert und
beide Frauen in die jeweiligen
Eckpositionen treibt, bricht die
Technik zusammen und die Wege der
Mütter trennen sich für immer...
Das besondere an der Inszenierung
ist, dass beiden Hauptfiguren mit
Darstellern besetzt, die aufgrund
ihrer Herkunft bzw. ihrer Religion
authentisch wirken:
Fadwa Massaidi ist
Palästinenserin: ihre Eltern
flüchten nach der Staatsgründung
Israels in den Libanon. Fadwa
wächst in den Flüchtlingslagern
Tel al-Zaatar und Damour auf.
Während des libanesischen
Bürgerkriegs in der Schlacht um
Tel al Zaatar verliert sie ihren
Bruder. Seit 10 Jahren lebt
Fadwa bereits in Deutschland.
Izabella Lutsker ist in
Uschhorod, Transkarpatien in der
Ukraine geboren. Sie wuchs in
einer großen jüdischen Familie
auf. In Uschhorod leben
unterschiedliche ethnische
Gruppen miteinander: Ungarn,
Slowaken, Ukrainer, Christen,
Juden, etc. Izabella arbeitete
dort in einem wissenschaftlichen
Zentrum, das sich vor allem mit
integrativer Kulturarbeit
zwischen den unterschiedlichen
nationalen Gruppierungen
befasste. Zu Beginn des 21.
Jahrhunderts zerstreute sich
ihre Familie in alle
Himmelsrichtungen: eine
Schwester wohnt in Israel.
Izabella war in dem Land bisher
nur Gast, aber sie liebt das
Land und den arabischen Kaffee.
Ihre Schwester erzählt ihr
manchmal von der Angst, die den
Alltag immer wieder
vereinnahmt.
„Von Mutter zu Mutter" erzählt
die wahre Geschichte zweier Frauen
aus dem Nahen Osten:
Die Tochter der einen,
Palästinenserin, begeht ein
Selbstmordattentat, wobei die
Tochter der anderen, Israelin,
stirbt. Beide Mütter sehnen sich
nach einem gemeinsamen Gespräch, um
ihr Schicksal verstehen zu lernen.
Aus politischen Gründen kann diese
Begegnung nur via Satellitentelefon
stattfinden. Doch was hatten sie
sich von einer Konfrontation
versprochen? Antworten? Anteilnahme?
Frieden gar? Beide hatten eine
Tochter verloren. Die eine kaufte
gerade Fisch fürs Abendessen als die
andere den Sprengsatz an ihrem
Körper zündete. Nun sitzen ihre
Mütter, taub vor Schmerz, vor je
einer Kamera, und jede sucht im
Gesicht der anderen -- ja was?
Israel plant 475 km Bahnlinien
durch das besetzte Westjordanland
-
Wie die Tageszeitung
Haaretz heute berichtet, plant das
Israelische Ministerium für
Transport den Bau von 475 km
Bahnlinien im besetzten
palästinensischen Westjordanland. Der Service der Bahn
würde dem Transport sowohl von
palästinensischen Einwohnern als
auch von jüdischen Siedlern dienen.
Das Projekt besteht
aus zwei Hauptlinien, die von Nord
nach Süd durch das Territorium
fahren, die erste von Jenin nach
Hebron, die zweite entlang des
Jordantales, sowie zwei weiteren
Strecken, die das Territorium von
West nach Ost durchqueren und es mit
Israel und Jordanien verbinden.
Das Eisenbahnnetz
würde auch Stationen in den
wichtigsten palästinensischen
Städten wie Ramallah, Bethlehem,
Nablus, Jericho und Ostjerusalem
haben.
Noch gibt es weder
einen Termin für die Realisierung
des Plans noch einen
Kostenvoranschlag; er muss auch noch
genehmigt werden und braucht die
Zusammenarbeit mit den
palästinensischen Behörden im
Westjordanland.
Das Ministerium für
Transport bestätigte gegenüber der
Tageszeitung, dass der Plan "mit
einem legalen (die Legalität
bestätigenden) Schiedspruch des
Obersten Gerichts" durchgeführt
werden wird; dieser hat bereits in
der Vergangenheit die Enteignung von
Land, das der besetzten Bevölkerung
gehört, für die Errichtung von
Infrastruktur als legal betrachtet,
aber nur wenn auch sie (die
Palästinenser) davon profitieren.
Quelle:
http://www.palestinalibre.org/articulo.php?a=37960
(Im Quellentext findet man eine
Karte mit der Verlauf der
Bahnstrecken)
Aus dem Spanischen übersetzt von
K. Nebauer -
Palestina libre_27.02.2012
BDS
South Africa -
February 27, 2012 -
YOUTUBE: Moving
speech by S. African student at
London IAW event -
Here is a YouTube video of
South African student leader,
Mbuyiseni Ndlozi, delivering
a moving speech in London as
part of Israeli Apartheid
Week (IAW). Ndlozi is clear,
resolute and speaks in the
spirit of the late African
National Congress (ANC)
president, Oliver Tambo:
www.youtube.com/watch?v=iNbZjTlpM6w&context=C3f24cdeADOEgsToPDskJi1Ba4RfDFQWfaRO6pVKzR
- Mbuyiseni
Ndlozi is a PhD candidate
and the Chairperson of the
Post Graduate Association at
the University of the
Witwatersrand in
Johannesburg. He is a member
of the South African
Students Congress (SASCO)
and a board member of BDS
South Africa.
Die amerikanische Aktivistin Rachel
Corrie war 23 Jahre alt, als sie starb.
Nach Palästina kam sie in dem Glauben,
dass sie sich dank ihrer amerikanischen
Staatsbürgerschaft als menschlicher
Schild der Zerstörung von Menschenleben,
Olivenbäumen, Brunnen und Häusern entgegenstellen
könne. Aber am 16. März 2003 wurde Rachel
Corrie im Gazastreifen von einem Bulldozer
überrollt.
Wie viele andere junge Leute führte
sie ein Reisetagebuch mit den E-Mails,
die sie ihrer Familie und ihren Freunden
in die USA schickte. Den Aufzeichnungen
der jungen Pazifistin folgend, ermittelt
der Dokumentarfilm die Begleitumstände
von Rachel Corries Tod. Sie lässt alle
Beteiligten mit ihren widersprüchlichen
Schilderungen ein und desselben Ereignisses
zu Wort kommen und begibt sich an den
Ort des Geschehens.
Was ist Wahrheit und was ist Lüge? Was
ist eine Zeugenaussage oder was ist
Propaganda? Auch dank zahlreicher bisher
unveröffentlichter Dokumente kommt allmählich
Licht ins Dunkel dieses tragischen Todes.
Über diese Ermittlungen hinaus versteht
sich der Film als eine cineastische
Meditation über Jugend, Krieg, Idealismus
und politisches Engagement.
BDS-Erfolg: Cassandra Wilson sagt
Auftritt in Israel ab
- Institut für Palästinakunde -
In einem überwältigenden Akt der
Solidarität mit der Bewegung
für 'Boykott, Desinvestment und
Sanktionen' gegen Israel, hat die
schwarze
Jazz-Vokalistin Cassandra Wilson
und zweifache 'Grammy Award'-Gewinnerin
ihren Auftritt beim 'Internationalen
Frauenfestival' vom 22.-25. Februar,
in Holonm in Israel abgesagt und
dazu erklärt "Als Menschenrechtsaktivistin
identifiziere ich mich mit dem kulturellen
Boykott Israels".
Der ‚Deutsche Koordinationskreis Palästina
Israel – für ein Ende der Besatzung
und einen gerechten Frieden’ gratuliert
Pfr. Dr. Mitri Raheb zum Deutschen Medienpreis. - Am 24. Februar 2012 wurde der Deutsche Medienpreis vier „leisen
Friedensstiftern“ verliehen. Sie alle
zeichnen sich durch ihren hervorragenden
Einsatz für die Menschen aus. In der
Begründung für die Preisverleihung an
Pfr. Raheb heißt es, „Dr. Rahebs Wirken
ist die Alternative zu Gewalt und Radikalisierung“.
Der Pfarrer der lutherischen Weihnachtskirche
in Bethlehem setzt auf Bildung, Dialog
und Kenntnis des Narrativs des jeweils
anderen. „Frieden auf Erden ist ein
Auftrag“, ohne jedoch dass wir zu Friedensschwätzern
werden. Der Himmel, nicht Mauern, soll
die Grenze der Kreativität sein. Seine
Dankesrede schließt: „Es ist höchste
Zeit, dass wieder gute Nachrichten aus
Palästina kommen. Dafür stehen wir.“
– In seiner Laudatio betont Bundespräsident
a. D. Prof. Dr. Roman Herzog, die Staaten
könnten heute die Probleme nicht mehr
allein lösen; das Souveränitätsdenken
müsse über Bord gehen. Vielmehr bräuchten
wir die Menschen, nicht primär die Organisationen,
viele einzelne Menschen, die die Probleme
in Angriff nehmen. Den Streit in der
Flut von Zuschriften über seine Laudatio
für Pfr. Raheb streift Prof. Herzog
kurz: In theologische Auseinandersetzungen
greife der Staat nicht ein. Als Deutscher
trete er selbstverständlich für das
Lebensrecht Israels ein. Das könne ihn
jedoch nicht hindern, einem Volk, dessen
Anspruch seit der 2. Jahrhunderthälfte
aufgetreten sei, bei der Überwindung
seiner Probleme zu helfen. (...)
Der Deutsche Koordinationskreis Palästina
Israel (KoPI) ist ein Verbund von bundesweit
über 40 Organisationen und Initiativen
(siehe www.kopi-online.de für die Liste
der Mitglieder). Web:
www.kopi-online.de Kontakt:
kontakt@kopi-online.de
Abdallah Frangi:
Der Gesandte. Mein Leben für Palästina.
Hinter den Kulissen der Nahost-Politik,
Heyne-Verlag München 2011, 19,80 Euro, ISBN 978-3-453-19354-3
Citydom
Kino Straubing zeigt in
der Reihe „Der besondere
Film“ am Mittwoch, 28. März
2012 um 15.15 Uhr und 20.15
Uhr
Wir weigern uns Feinde zu
sein - Den Nahost-Konflikt
verstehen lernen – Deutsche
Jugendliche begegnen Israelis
und Palästinensern
Filmforum
NRW zeigt am Mittwoch, 7.
März 2012 um 19.30 Uhr
Wir weigern uns Feinde
zu sein - Den Nahost-Konflikt
verstehen lernen – Deutsche
Jugendliche begegnen Israelis
und Palästinensern
Ein hervorragender neuer
und sehenswerter Film "Wir
weigern uns Feinde zu sein"
– u.a. auch mit “Daoud Nassar
– Zelt der Völker”
Weibliche Gefangene erklärt
Hungerstreik
-
Saed
Bannoura, 24.2.12
-
Riyad Al-Ashqar, palästinensischer
Forscher, der sich auf Gefangenenangelegenheiten
spezialisiert hat, stellt
fest, dass die weibliche
Gefangene Hana Ash-Shalaby.
28, sich für einen Hungerstreik
entschied, nachdem Israel
sie für 6 Monate in Administrativhaft
verlegte.
Hana wurde
vor einer Woche von der
Armee gekidnappt,
als die Soldaten noch einmal
die Gefangenen verhaftete,
einschließlich Hana, die
beim Shalit-Gefangenenaustausch
entlassen worden waren.
Soldaten brachen gewaltsam
in ihre Wohnung, durchsuchten
sie, erschreckten die Familie
und verursachten ziemlich
viel Schaden an der Wohnungseinrichtung
und nahmen sie mit. Sie
konfiszierten auch das Handy
und einen Computer.
Al-Ashqar
sagte: außer Hana sind noch
vier andere Frauen im Gefängnis:
Lina al-Jarboni von Arraba
in Galiläa ( seit April
2002 in Haft) mit 17 Jahren
Gefängnisstrafe, Worroud-Maher-Qasem
aus Teera bei Al-Muthallath
( seit April 2006 mit 6
Jahren Gefängnisstrafe).
Israel weigerte sich, sie
beim Gefangenenaustausch
als Teil der Gefangenen
zu entlassen, weil sie auf
israelischen Gebiet leben;
Salwa Hassan aus Hebron
( seit Dezember 2011 im
Gefängnis) und Salah Al-Alani
aus Betunia bei Ramallah
( seit 9.Januar 2012 im
Gefängnis).
Al-Ashqar
sagt, dass die gefangenen
Frauen unter sehr harten
Bedingungen leben, dass
Salwa an Rheumatismus, Kalkmangel
leidet und einen Sehschaden
hat … während die
Gefangene Wourud
an Gelenkschmerzen, Kalkmangel
und allgemeiner Schwäche
leidet.
Man sollte
noch erwähnen, dass
der Gefangene Khader Adnan
am Dienstag im Einverständnis
mit Israel seinen Hungerstreik
nach 66 Tagen abgebrochen
hat, nachdem man ihm versprochen
hat , dass er im April frei
gelassen wird.
Khader war
nahe am Tod gewesen und
wird jetzt möglicherweise
Organschäden haben.
(dt. geringfügig gekürzt:
Ellen Rohlfs) -
-
http://www.imenc.org/article/63048
Deutscher-Medienpreis-Träger Mitri
Raheb - Friedensstifter oder Judenfeind?
- BZ - Interview
mit dem palästinensischen Pastor Mitri
Raheb, der den Deutschen Medienpreis
erhält / Kritik im Pro-Israel-Lager.
- Am 24. Februar wird der Deutsche Medienpreis
an vier Persönlichkeiten verliehen,
die "keine Schlagzeilen in den Medien
gemacht haben, deren Taten aber herausragende
Symbole der Menschlichkeit sind". (...)
Die Preisvergabe an den Kritiker der
israelischen Besatzung sorgt für Wirbel.
Inge Günther sprach mit Raheb.
>>>
„Du versteckst etwas,
du bist ein Terrorist, du
bist ein Nazi, du willst
unser Blut trinken,“
sagte der Verhörende nach
Yazan.
Die vom Shin
Bet geführte Untersuchung
über die Studentenbewegung
dauerte im Ganzen 15 Tage.
Doch während 10 Tagen verweigerte
man ihm rechtliche Beratung.
Yazan sagte, seine Verhörendem
gebrauchten keine physische
Folter aber psychologischen
Druck, wie z.B Erpressung,
indem er sagte: „Wenn du
nicht redest, wird dein
Vater reden,“ „Wenn du uns
nicht hilfst, wirst du den
Rest deines Lebens hinter
Gittern verbringen…“ „Wenn
du nicht redest, übergeben
wir dich dem Geheimdienst
der palästinensischen Behörde
zum Verhör und wer weiß,
wie du dort behandelt wirst.“
Yazan sagte,
man ließ ihn 10 Stunden
hinter einander auf
einem Stuhl sitzen und man
erlaubte ihm nicht zu schlafen;
dann gab man ihm eine halbe
Stunde, um in seiner Zelle
auszuruhen, bevor er mehr
Fragen von zehn verschiedenen
Offizieren des Geheimdienstes
beantworten musste.
Während und
nach seinem Verhör wurde
er für 54 Tage in
völliger Isolierung gehalten,
erzählte er . Seine Zelle
2qm groß und ohne Tageslicht.
Die einzigen, die ihn jeden
Montag besuchen durften,
waren der von dem palästinensischen
Minister für Gefangenen-angelegenheiten
ernannte Anwalt und Vertreter
vom Roten Kreuz. Keiner
von ihnen durfte den Verhörraum
oder die Zelle sehen. Obwohl
er skeptisch gegenüber den
Befugnissen dieser Leute
war, die innerhalb des israelischen
Gefängnisregimes gehalten
wurden, unterstützten sie
ihn emotional.
„Selbst Anwälte
haben nicht viel Befugnisse.
Es ist bekannt, dass dein
Strafurteil schon eine Entscheidung
des Geheimdienstes, nicht
des Gerichtes ist,“ sagte
Yasan, „Die juristische
Vertretung ist wie eine
Dekoration. Während meines
Verhörs sagte ein Offizier
zu mir, ich würde für ein
oder zwei Jahre verurteilt,
was richtig war.“
Das Treffen
mit dem Roten Kreuz war
sein „glücklicher Tag“,
sagte er. Sie nahmen ein
paar Botschaften zu seiner
Familie. „Ich erinnere mich
an eine Dame, die eines
Tages kam und mich fragte,
ob sie mir saubere Kleidung
gaben und ich sagte, ja,
gestern. Sie lachte, bevor
sie mir sagte, das tun sie
immer, um zu zeigen, dass
Gefangene gut behandelt
werden.“
(dt. Ellen Rohlfs)
Kurzkommentar:
Möchten Sie einem Geheimdienst
etwas mitteilen und haben keine Adresse?
Schreiben Sie einfach das Wort Bombe
in den Text. Es erreicht automatisch
den richtigen Empfänger:
Palästinakomitee
Stuttgart - Liebe Freundinnen und Freunde, ausgerechnet
in der diesjährigen Woche der Brüderlichkeit
tauchen in mehreren Städten Benefizkonzerte
für den Jüdischen Nationalfonds-KKL
auf – eine Ungeheuerlichkeit
angesichts der Tatsache, dass die Verbindung
des Jüdischen Nationalfonds-KKL mit
der Vertreibung der PalästinenserInnen
im Negev (Al Arakib!) bereits in den
Mainstream-Medien angekommen ist. Dies
ist allerdings nur ein Beispiel für
das Vorgehen dieser zionistischen Apartheid-Organisation
im ganzen historischen Palästina, die
auch noch die Kühnheit hat, ihren Landraub
und ihre Beteiligung an der ethnischen
Säuberung als Umweltprojekte zu verkaufen.
Wir fügen einen Screenshot
mit den Veranstaltungsankündigungen
auf der Seite des Jüdischen Nationalfonds-KKL
bei.
Wir bitten euch, uns
schon bis kommenden Freitag, 24. Februar,
eure Unterschriften Name, Stadt und
eventuell Verein oder Organisation zu
schicken. Einzelpersonen können besonders
schnell agieren. Bitte beschleunigt,
wenn möglich, auch die Abstimmung in
eurer Gruppe per Telefon oder Mail.
Wir müssen rasch und
stark wirken, beim Jüdischen Nationalfonds-KKL
stehen die Chancen gut, dass wir das
Konzert ausbremsen, wenn wir frühzeitig
handeln.
UNO: Israel nimmt willkürlich Palästinenser
gefangen und mißhandelt sie
-
Israel hält mehr als
300 Palästinenser willkürlich gefangen;
wie der Sonderberichterstatter der Vereinten
Nationen über die Menschenrechstslage
in den Besetzten Gebieten, Richard Falk,
heute berichtete, sind sie in den Gefängnissen
wiederholt Opfer verschiedener Mißhandlungen.
"Die israelische Regierung
nennt das "Administrativhaft", ehrlicher
ist es, es Haft ohne Anklage oder direkt
willkürliche Haft zu nennen", stellte
Falk in einem Komuniquee fest.
Er sagte weiter: "Ich
wurde aus glaubwürdigen Quellen informiert,
dass es etwa 300 Palästinenser ohne
Anklage in israelischen Gefängnissen
gibt. Ich habe um Informationen über
jede einzelne dieser Personen gebeten
und will jeden Fall verfolgen. Ich werde
das Thema bei der Sitzung des Menschenrechrsrates
im Juni 2012 behandeln."
In israelischen Gefängnissen
befinden sich schätzungsweise etwa 4.400
angeklagte Palästinenser.
Falk betonte auch, mehrere
Experten in den Gefängnissen hätten
ihn darüber informiert, dass angeklagte
Palästinenser Opfer physischer, verbaler
und psychologischer Mißhandlungen seien,
kaum Zugang zu angemessener medizinischer
Behandlung haben, über ausgedehnte Perioden
in Isolationshaft gehalten werden, in
überbelegten und heruntergekommenen
Zellen hausen und keine Besuche von
Familienangehörigen erhalten können.
"Ich bin bestürzt, weil
sich diese Anschuldigungen seit Jahren
wiederholen und es trotzdem diesbezüglich
keine Reformen oder Veränderungen gegeben
hat", sagte Falk und verlangte eine
dringende Aktion (urgent action).
"Die internationale Gemeinschaft
müsste die dauernde Verletzung der Rechte
der palästinensischen Gefangenen mit
höchster Priorität behandeln", stellte
Falk fest.
(Richard Falk hat
sich kürzlich 10 Tage in den Besetzten
Gebieten aufgehalten, um sich über die
Menschenrechtslage zu informieren.)
Aus dem Spanischen übersetzt von K.
Nebauer
Quelle:
http://www.palestinalibre.org/articulo.php?a=37880
-
Palestina
libre_21.02.2012
Zu "Antisemitismus
weit verbreitet"
(FAZ
vom 24. Januar, S.4)
-
Prof. Dr. Rolf Verleger
-
Der nun
der Öffentlichkeit vorgelegte
Bericht "Antisemitismus
in Deutschland" interessiert
mich als empirisch arbeitenden
Wissenschaftler und
als politisch aktives
Mitglied der jüdischen
Gemeinschaft in Deutschland.
Der Bericht
referiert in seinem
empirischen Kern Ergebnisse
der jährlichen Erhebungen
von Heitmeyer et al.
aus Bielefeld und im
Zweijahresrhythmus erhobene
- aber offenbar etwas
ältere - Befunde
von Braehler, im Auftrag
der Friedrich-Ebert-Stiftung.
Diese Daten zeigen klar
– im Gegensatz zu Ihrer
Überschrift "Antisemitismus
weit verbreitet": Es
gibt im rechten Spektrum
Judenhass, der mit anderen
Formen der Fremdenfeindlichkeit
wie Hass gegen Türken
und Araber einhergeht,
und es gibt auf der
linken Seite kritische
Einstellung zu Israel,
die nicht mit Judenhass
zusammenhängt.
So heißt
es auf S.58-60 des Berichts
(...):
"Was
die politische Einstellung
angeht, so lässt sich
generell feststellen,
dass der Antisemitismus
von links nach rechts
zunimmt. So zeigt
eine genaue Analyse
der GMF-Daten [von Heitmeyer
et al., R.V.], dass
Einstellungen im Sinne
des 'klassischen Antisemitismus',
'sekundären Antisemitismus',
'israelbezogenen Antisemitismus'
und der 'antisemitischen
Separation' weitaus
stärker bei den 'rechts'
oder 'eher rechts' Eingestellten
zu finden sind. Bei
den 'links' oder 'eher
links' Eingestellten
lässt sich zwar eine
ausgeprägtere 'israelkritische
Einstellung' ausmachen,
doch lässt sich zwischen
dieser Präferenz in
dieser Gruppe und dem
klassischem sowie dem
sekundären Antisemitismus
kein empirischer Zusammenhang
herstellen.
Was die
relativ geringen
Antisemitismuswerte
bei der politischen
Linken betrifft
… : Werte im äußeren
linken Bereich sind
etwas höherals
bei denjenigen, die
sich als gemäßigte Linke
einstufen, liegen
aber erheblich unter
den Zahlen für Menschen,
die sich in der politischen
Mitte verorten.
Das Bielefelder
Projekt konnte nachweisen,
dass Zusammenhänge zwischen
der Verbreitung antisemitischer
Einstellungen und anderen
Formen 'gruppenbezogener
Menschenfeindlichkeit'
bestehen. So stimmten
insbesondere 74 Prozent
der Befragten, die das
Statement befürworteten,
die Juden seien durch
ihr Verhalten an den
Verfolgungen mitschuldig,
auch eher oder voll
und ganz der Aussage
zu, es lebten zu viele
Ausländer in Deutschland,
während 58 Prozent dem
Satz beipflichteten
'Durch die vielen
Muslime hier fühle ich
mich manchmal wie ein
Fremder im eigenen Land'
und 55 Prozent sich
gegen gleichgeschlechtliche
Ehen wandten."
Soweit
der "Antisemitismus-Bericht"
in seinem empirischen
Kern. Es bleibt das
Geheimnis der Politik
und der Medien, wie
sie aus diesem empirischen
Kern Aussagen über die
Verbreitung von Antisemitismus
unter türkisch- und
arabisch-stämmigen Muslimen
oder in "linksextremistischen
Zirkeln" (so Ihre Zeitung)
ableiten.
Die schlichte
Wahrheit, die dieser
Antisemitismusbericht
aufzeigt, ist doch diese:
Die meisten Deutschen
– ob Christen, Muslime
oder Atheisten, und
links mehr als rechts
– sind sehr wohl in
der Lage, einen Unterschied
zu machen zwischen ihrer
Einstellung zu Menschen
jüdischen Glaubens in
Deutschland und der
berechtigten Verurteilung
der Diktatur des sich
selbst "jüdischer Staat"
nennenden Israel über
die ihres Landes beraubten
Palästinenser. Darüber
können wir als Juden
in Deutschland froh
und dankbar sein. Die
politische Vertretung
der jüdischen Gemeinschaft
in Deutschland, der
Zentralrat, sollte sich
ebenfalls bemühen, diesen
Unterschied gut herauszuarbeiten,
und aufhören, sich als
Lobbyorganisation nicht
zu verteidigender israelischer
Maßnahmen zu gebärden.
Das wäre die beste Prophylaxe
gegen den im Antisemitismus-Bericht
(ohne jede solide empirische
Verankerung) behaupteten
Judenhass in muslimischen
Gruppen.
Prof.
Dr. Rolf Verleger, Lübeck
Mitglied im Zentralrat
der Juden in Deutschland
2006-2009
Université
Paris 8 Vincennes à Saint-Denis
- Symposium "Ist Israel
ein Apartheid-Staat?" vom
Uni-Präsidenten verboten
- Thomas Immanuel Steinberg
- Am Montag, dem 27., und
am Dienstag, dem 28. Februar
2012 sollte an der Université
Paris 8 Vincennes à Saint-Denis
erörtert werden, ob Israel
ein Apartheid-Staat ist.
Die Universitätsleitung
hatte zunächst nicht nur
das Symposium erlaubt, sondern
den studentischen Initiatoren
sogar 2500 Euro Zuschuß
für die Veranstaltung gewährt.
Nun hat Pascal
Binczak, der 2006 gewählte
und seitdem amtierende Präsident
der Universität, ein Verwaltungsjurist,
die Veranstaltung verboten.
Über 300 Wissenschaftler
haben schriftlich gegen
das Verbot protestiert:
Es sei offenbar auf äußeren
Druck hin erlassen worden.
Das Verbot komme den Vorstellungen
des Vertreterrats der jüdischen
Organisationen Frankreichs
(CRIF) entgegen und gefährde
die Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit.
Die
Universität Paris 8
mit ca. 1000 Dozenten gilt
als links, die zur Zeit
20 000 Studenten kommen
eher aus den unteren Schichten.
Der Vertreterrat der jüdischen
Organisationen Frankreichs
(CRIF)
entspricht in Funktion und
politischer Ausrichtung
dem Zentralrat der Juden
in Deutschland: Er schwingt
unablässig die Antisemitismuskeule
gegen alles Linke und unterstützt
jeden Angriffskrieg.
Die Protestierer
teilen meist die Positionen
der Jüdisch-französischen
Union für den Frieden (Union
juive française pour la
paix, UJFP), so deren Mitgied
Rudolf Bkouche. Die
UJFP entspricht etwa
der deutschen Jüdischen
Stimme für gerechten Frieden
in Nahost. T:I:S, 21. Februar
2012
Die Rechtsanwältin
und Menschenrechtsaktivistin, Felicia
Langer solidarisiert sich mit dem
hungerstreikenden Palästinenser
Adnan Khaderund
fordert seine Freilassung aus der
israelischen Administrativhaft,
der er seit Dezember 2011 ohne Gerichtsverfahren
ausgesetzt ist. Khaders Leben muss
gerettet werden, er streikt seit
64 Tagen und seine Gesundheitszustand
ist kritisch. Frau Langer protestiert
gegen diese israelische Massnahmen,
die mit dem Völkerrecht unvereinbar
seien. 20.2.2012
Please read an sign,
you should act quickly,
it is our responsibility
to act because the ICRC
is not taking the necessary
steps to save Adnans
life.
After you sign please
distribute widely. That's
why I signed a petition
to ICRC, which says:
"We are writing to express
our frustration at your
slow acting in regards
to the Palestinian detainee,
Mr. Adnan Khader, who
has been on hunger strike
since 17 December 2011.
Mr. Khader is protesting
his being held under
administrative detention
by the Israeli occupation
forces. Adnan's detention
is based on military
order with secret evidence
that he and his attorney
are not allowed to review.
According to the order,
he was sentenced to
jail for a six month
period that may be renewed
without limitation.
His detention is continuing
without trial or charges.
According to International
Humanitarian Law, it
is the responsibility
of the ICRC to take
active steps to save
his life by applying
pressure on the Israeli
government to release
him." Will you sign
this petition?
Click here
Waltraut
Böttger - Mitglied
von
Amnesty
International
-
Liebe UA-EmpfängerInnen,
am 4. Februar hatte
ich eine neue Urgent
Action zu einem
in Verwaltungshaft
genommenen Palästinenser
(Khader Adnan) verschickt,
der sich seit dem
18. Dezember im
Hungerstreik befindet,
um gegen diese Haft
zu protestieren.
Dazu ist jetzt
eine Unterschriftenaktion
von AI London
herausgegeben worden,
die ich an alle
weiterleite mit
der Bitte, sich
daran zu beteiligen.
Daraus geht hervor,
dass Khader Adnan
inzwischen in akuter
Lebensgefahr ist.
Ich bitte deshalb
noch einmal darum,
den von mir am 4.2.
verschickten Brief
an die entsprechenden
Adressen zu schicken
oder sich an der
Unterschriftenaktion,
die ganz unten verlinkt
ist, zu beteiligen.
Natürlich ist auch
beides möglich und
sogar noch besser.
Waltraut Böttger
- Mitglied von Amnesty
International -
Kogruppe Israel/Besetzte
Gebiete/Pal. Autonomiegebiete
-
http://amnesty-koeln-gruppe2415.de/-
Internationale
Liga fuer Menschenrechte
- Dringender
Appell an das Deutsche
und Internationale Rote
Kreuz
- “Das
Internationale Komitee
Rotes Kreuz ist eine
unabhängige, neutrale
Organisation zur Sicherung
von humanitärem Schutz
und Hilfe für Opfer
von Krieg und militärischer
Gewalt.“ ICRC-Statut
Khader Adnan 33 Jahre
wurde am 17. Dezember
2011 in seinem Haus
im besetzten Westjordanland
festgenommen. Am 10.
Januar 2012 wurde er
vor ein Militärgericht
gestellt und zu vier
Monaten Verwaltungshaft
verurteilt. Am 7. Februar
bestätigte ein israelischer
Militärrichter die Anordnung
der viermonatigen Verwaltungshaft,
die erfahrungsgemäß
ohne Anklage oder Gerichtsverfahren
beliebig oft verlängert
werden kann.
Am zweiten Tag nach
seiner Festnahme trat
Khader Adnan in den
Hungerstreik. Der Vater
zweier Töchter verweigert
seit nunmehr 63 Tagen
die Nahrungsaufnahme.
Ohne die Herstellung
seiner Menschenwürde
wolle er nicht am Leben
bleiben, erklärte er
zu Beginn seines Hungerstreiks.
Damit begehrt er gegen
die Willkür der Inhaftierungen
von Palästinenser_innen
in den von Israel besetzten
Gebieten auf, gegen
die inhumanen und grundrechtswidrigen
Haftbedingungen sowie
insbesondere auch gegen
die Verhörmethoden von
Palästinensern,
die
mit den Menschenrechten
und internationalen
Folterkonvention unvereinbar
sind. Mit seinem Leben
– andere Mittel des
Widerstandes haben Gefangene
nicht. Zur Zeit liegt
er, nach wie vor als
Gefangener gefesselt,
in einem israelischen
Krankenhaus in Nordisrael.
Die Liga appelliert
an alle nationalen und
internationalen humanitären
Organisationen, sich
dem Leid der Menschen
in den von Israel seit
1967 besetzten palästinensischen
Gebieten zuzuwenden.
Die lange Zeit der Besatzung,
die Gewalt unberechenbarer
Übergriffe der Militärs
in der Westbank sowie
die Willkür der Inhaftierung
und inhumanen Haftbedingungen
für palästinensische
Gefangene in israelischen
Gefängnissen verstoßen
gegen alle Abkommen
der Genfer Konventionen.
Die Tatsache, dass es
sich bei der fast 45
Jahren währenden Besatzung
um die längste Periode
des Verbleibs eines
Staats in Territorien,
die ihm durch Krieg
zugefallen sind, darf
die Verletzungen der
Bestimmungen der Vierten
Genfer Konventionen
nicht zur „Normalität“
verkehren.
Die körperliche Unversehrtheit,
die gefahren- und störungsfreie
Lebensführung und die
Menschenwürde werden
in den besetzten Gebieten
durch die israelischen
Besatzer tagtäglich
bedroht und nicht selten
brutal ausgesetzt.
Das Schweigen der westlichen
Regierungen und der
internationalen humanitären
Organisationen angesichts
des „stillen Sterbens“
des um seine Menschenwürde
kämpfenden Gefangenen,
wirft Fragen nach dem
Verständnis humanitärer
Standards auf. Vergleichbare
Vorgänge in China, Burma
oder anderswo rufen
einen Aufschrei der
Regierungen hervor.
Oftmals springen die
humanitären Organisationen
ein, um Schlimmstes
zu verhindern.
Bei den Regularien der
israelischen Besatzung
handelt es sich unzweideutig
um eine Verletzung der
humanitären Lebensbedingungen
der palästinensischen
Bevölkerungen in den
besetzten Gebieten.
Das Deutsche Rote Kreuz
arbeitet ebenso wie
das Internationale in
Verteidigung und Umsetzung
der humanitären Genfer
Konventionen.
Der Schutz der Bevölkerung
in Gebieten, die nach
einem Krieg von einer
Siegermacht vereinnahmt
worden sind und besetzt
gehalten werden, wäre
doch nicht zuletzt auch
das Mandat, das sich
alle Signatarstaaten
und insbesondere das
Rote Kreuz als Anwälte
und Hüter der Genfer
Konventionen aufgaben.
Die willkürliche Festnahme
sowie die Verhörmethoden
und Gefängnisbedingungen,
gegen die Khader Adnan
mit seinem Hungerstreik
protestiert, sind menschenunwürdig.
Sie gelten allen palästinensischen
Gefangenen. Sogar Minderjährige
werden in Verstoß gegen
die Kinderrechtskonvention
nicht verschont.
Das Schweigen der internationalen
Zivilgesellschaften
und das untätige Wegschauen
der humanitären Organisationen
und westlichen Regierungen
muss gebrochen werden.
Die Liga appelliert
an das Deutsche und
Internationale Rote
Kreuz dringend, sich
für die Erhaltung des
Lebens von Khader Adnan
einzusetzen.
An die Bundesregierung
und die EU-Regierungen
richtet die Liga den
Appell, auf politischem
Wege die Zuständigen
in Israel zu bewegen,
in Militärgefängnissen
die Menschenwürde politischer
palästinensischer Gefangene
zu achten sowie die
diesen zustehenden Grund-
und Menschenrechte einzuhalten.
Bitte schreiben Sie
an die Zentrale sowie
an die Botschafter des
DRK
Postanschrift - DRK-Generalsekretariat
- Carstennstr. 58 -
12205 Berlin
Postanschrift - Deutsches
Rotes Kreuz - Postfach
450 259 - 12172 Berlin
Telefon: 030 / 85404
– 0 | Fax: 030
/ 85404 - 450
| Email: drk@drk.de
Die Meldungen zur Kandidatenfrage
überschlagen sich. Das Amt des Bundespräsidenten
ist endlich durch das Verhalten
seines letzten Amtsinhabers noch
nicht einmal mehr eine Lachnummer
wert.
- W.
Frankenberg - Die Mitglieder
der Bundesversammlung sollten sich
kollektiv die Narrenkappe aufsetzen
und rufen: Wolle ma se reilasse!
Und sie stehen bereits Schlange.
Gestern noch habe ich den „Hofjuden“
Henryk M. Broder einer Casting-Jury
unter Leitung von Dieter Bohlen
zugeordnet, um den nächsten Bundespräsidenten
zu ermitteln, schon kommt es anders
als man denkt.
Broder, der „Dirk Bach“ des deutschen
Journalismus, bewirbt sich mit seinem
exmuslimischen „Diener“, einem gewissen
Hamed Abdel-Samed, für das höchste
deutsche Staatsamt. Ein multikultureller
Coup erster Güte. Sie entsprechen
voll und ganz der politischen korrekten
Wahnwelt der deutschen Politiker.
Migrationshintergrund, Jude, Muslim,
multilingual, neokonservativ bis
reaktionär, schräg bis zum Abwinken,
politisch inkompetent usw.
>>>
Briefe an Khader Adnan
- Benjamin Doherty
ist Mitglied einer Gruppe
von Aktivisten, die
am 17. Februar eine
Briefaktion für den
Gefangenen Khader Adnan
begannen. Er schreibt:
Heute begann Khader
Adnan den 62sten Tag
seines Hungerstreiks
im Protest gegen seine
von Israel auferlegte
„Verwaltungshaft“. Im
Ziv-Krankenhaus in Safed
ist er an sein Bett
gekettet, obwohl
er seit einigen Tagen
zu schwach zum Laufen
ist. In einem Interview
mit dem Independent
sagte Randa Adnan –
seine Frau: “ Ich kenne
meinen Mann. Er wird
seine Meinung nicht
ändern. Ich denke, dass
er sterben wird.“
Khader Adnans Kampf
hat mit Hilfe von Bloggern
und Aktivisten
weltweite Aufmerksamkeit
gefunden,
Ich habe zuerst durch
Shahd Abusalama von
ihm erfahren, der am
21. Januar schrieb:
‚Jeder Palästinenser
ist zu einem Leben der
Unsicherheit verurteilt,
ohne eine Straftat zu
begehen. Ein Palästinenser
sein ist unser einziges
Vergehen. Für Khader
ist diese Internierung
nicht das erste Mal
in einem israelischen
Gefängnis. Er ist tatsächlich
zum achten Mal im Gefängnis,
immer unter Verwaltungshaft.
Jedes Mal eine andere
Erfahrung, schrittweise
immer bitterer.‘
Eine kleine Gruppe von
Schriftstellern, Studenten
und Aktivisten (ich
gehöre dazu) sammelt
Briefe in Solidarität
und Unterstützung von
Khader Adnan und seiner
Familie. All diese Briefe
werden hier veröffentlicht:
http://khaderadnan.posterous.com/
Wenn seine Tortur vorüber
ist, werden diese Briefe
übersetzt und der Familie
übergeben. Wir hoffen,
dass Khader und Randa
diese Briefe eines Tages
zusammen mit ihren Kindern
Ma’ali (vier Jahre alt),
Bissam (18 Monate alt)
und dem Baby lesen,
das in einigen Monaten
erwartet wird.
Beitrag
eines Briefes -
Sie können einen Brief
beitragen, indem Sie
ihren Brief per Email
an
post@khaderadnan.posterous.com
schicken. Schreiben
Sie Ihren Namen und
Herkunftsort als Betreff.
Sie können auf Englisch,
Arabisch oder in jeder
Sprache schreiben.
Dieses Projekt hat am
ersten Tag über 160
Botschaften erhalten
und die Briefe kommen
aus der ganzen Welt.
Kate aus Irland begann
ihren Brief so:
‘Was sagt man einem
Mann, der mehr gibt,
als man sich selbst
je geben sieht? Was
ich lediglich vorbringen
kann ist das Wissen,
dass dein Kampf nicht
vergebens ist. Unserer
Länder haben eine unterschiedliche
Geschichte, und die
gleiche. Ich kenne deine
Geschichten, ich höre
sie von überall in der
Welt, ich höre sie von
meiner Mutter. Sie erzählt
mir Geschichten mit
Tränen in ihren Augen.‘
Mariam Al-Sheikh beobachtet:
‘Ich habe Schwierigkeiten,
die Worte zu finden,
die unsere Gefühle in
diesem Moment beschreiben,
wenn wir zusehen, wie
Sie 61 Tage Hunderstreik
überlebten. Die Leute
haben mir nicht geglaubt,
als ich ihnen Ihre Geschichte
erzählte. Die Wahrheit
ist: Herr Khader, Sie
sind ein Held!‘
Chris schrieb:
‚Es ist ein Skandal,
dass kein Aufschrei
nach Gerechtigkeit und
Rechenschaft in der
ganzen Welt zu vernehmen
ist. Deine Stimme wird
gehört werden und deine
Vision wird verwirklicht
werden.
Bil’in protestiert für
Khader Adnan
-
Heute wurde der siebte
Jahrestag der Proteste
im Dorf Bil’in
in den besetzten Gebieten
begangen. Die Proteste
richten sich gegen die
israelische Konfiszierung
von Dorfland, um Platz
für eine jüdische Siedlung
zu schaffen. Aber heute
konzentrierte sich die
Demonstration auf Khader
Adnan, den Gefangenen
im Hungerstreik.
Adnan befindet sich
seit 61 Tagen im Hungerstreik,
um gegen seine Verwaltungshaft
ohne offizielle Anklageerhebung
durch die israelischen
Behörden zu protestieren.
Wie man im Video sehen
kann, gab es auf dem
Hang eine steife Brise
– und viel Tränengas
und Schockgranaten von
den israelischen Soldaten.
Aber die Demonstranten
trugen das Bild des
Aktivisten und Adnanmasken,
ein Mann hatte sich
zu Ehren Adnan sogar
einen Bart angehängt.
Eine Gruppe Jugendlicher
konnte die Mauer erreichen
und malten Adnans Gesicht
als Graffiti in schwarzer
Farbe auf den Beton.
http://mondoweiss.net/2012/02/khader-adnan-is-honored-at-bilin-protest.html
In Al-jazeera schrieb
Richard Falk:
Der Fall
von Khader Adnan ist
ein entlarvender Mikrokosmos
der unerträglichen Grausamkeit
einer fortgesetzten
Besatzung. Er zeigt
den Kontrast im Westen
auf zwischen der Würde
eines israelischen Gefangenen
und der entschlossenen
Weigerung, auf die Misshandlung
von tausenden von palästinensischen
Gefangenen zu reagieren,
die in israelischen
Gefängnissen aufgrund
von Gerichtsurteilen
oder Verwaltungshaft
dahinsiechen.[...]
Haben
wir nicht eine Stufe
in unserer Wertschätzung
der Menschenrechte erreicht,
wo wir solche Barbarei
durch einen Staat verbieten?
Hoffen wir, dass die
schreckliche Erfahrung
von Khader Adnan nicht
mit seinem Tod endet
und hoffen wir weiter,
dass er einen weltweiten
Protest auslöst sowohl
gegen Verwaltungshaft
als auch gegen die Misshandlung
von Gefangenen. Die
Palästinenser haben
bereits mehr als genug
gelitten.
Übersetzt und bearbeitet
von Martina Lauer
Daoud
Nassar - Director
Tent of Nations
-
Dear
Friends, Today,
the 14th
of February at 1.30
PM and as we were
working on our land,
specifically in
the tree of life
orchard, we found
on three different
places , papers
with maps signed
by the civil administration
of Judea and Samaria
which is the Israeli
military government.
The
papers say that
we have to stop
working on the land
specified on the
map, because they
declared it as a
state land. According
to them, this land
doesn’t belong to
us but it is a state
land and we are
cultivating it.
The papers also
say that if we want
to challenge this
order, we can appeal
against it within
45 days in front
of the military
representative office.
It
is ridiculous to
receive something
like that after
21 years of legal
battle defending
our land and the
right to it in front
of Israeli courts.
We
sent those papers
to our attorney
in Jerusalem and
he is going to appeal
against it within
the next days.
This
is just to inform
you about what happened
today, please be
aware that the situation
might get worse,
please be prepared
in case actions
are needed. In the
meanwhile, our attorney
will appeal against
it and we will see
what kind of reaction
we receive.
We
will keep you updated
and will inform
you about our next
steps and how you
can help. Thank
you so much for
your support and
solidarity. Please
keep us in your
thoughts and prayers.
Blessings and Salaam.
Daoud
Daoud
Nassar - Director
Tent of Nations
– People Building
Bridges -
P.O.Box 28, Bethlehem
Palestine
Tel: +972 (0)2 274
30 71 -
Fax: +972 (0)2 276
74 46 - Mobile:
+972 (0)522 975
985 E-mail:
dnassar@tentofnations.org
-
www.tentofnations.org
Veolia behandelt
Abwässer von Modiin-Illit-Siedlung
- Adri Nieuwhof - Eine
Untersuchung aus der letzten Zeit
zeigt, dass Veolia
(http://electronicintifada.net/tags/veolia)
in„neue“
israelische Projekte in den besetzten
Gebieten der Westbank involviert
ist. VeoliaWasser Israel
leistet der illegalen Siedlung
von Modiin Illit Dienste und
VeoliaTransportation Israel
arbeitet im Ganzen mit sieben
– statt vier - Buslinien, die durch
das palästinensische Land fahren.
Wer profitiert
davon? (http://www.whoprofits.org/company%20Info.php?id=581)
– ein Forschungsprojekt der Israelischen
Koalition der Frauen für Frieden
– entdeckten Beweise von Veolias
Beteiligung an Israels „neuen“ Besatzungsprojekten,
indem sie die Internetseite der
Gesellschaft durchsuchten, offiziell
Israels Internetseiten und die finanziellen
Berichte.
Auf seiner Internetseite
schreibt Veolia Water Israel
(http://veoliawater.co.il/he/services/Waterandsewage/ayalon/),
dass seine
Ayalon Sewage TreatmentPlant behandeltes Abwasser
an mehrere Gemeinden liefert, einschließlich
der israelischen Siedlung von Modiin
Illit. Die illegale Modiin Illit
Siedlung liegt zwischen Jerusalem
und Tel
Aviv in der besetzten
Westbank. Veolia Water Israel
ist eine Tochtergesellschaft von
VeoliaEnvironment
nach „Who Profits?
Veolia betreibt
drei andere Buslinien, die durch
die Westbank laufen.
In Verantwortlichkeit
weiter abgeleugnet s.u.(http://www.stoptorture.org/files/PCATI_eng_web.pdf)
enthüllt PCATI , wie sich Israel
strafrechtlicher Untersuchungen
bei allen 701 Anklagen über Folter
und Misshandlungen entzieht.
Im Oktober
1991 ratifizierte Israel die
Konvention gegen Folter und andere
grausame, unmenschlicheund
demütigende Behandlung oder Strafen.
Israel sollte deshalb Folter verhindern.
Keine Ausnahmefälle - welcher Art
auch immer - können
nach der Konvention als Rechtfertigung
gelten. Nach Artikel 4 muss Israel
sich absichern, dass alle Handlungen
von Folter, Versuchen zu foltern
und Mittäterschaft an Folter
„durch entsprechende Strafen, die
ihre Schwere berücksichtigen“ bestraft
werden.
Folter
und Misshandlung der palästinensischen
Häftlinge
Wohlüberlegte
Zerstörungswut in den Südhebronhügeln -
Israelische Sicherheitskräfte machen Familie
obdachlos, zerstören Lebensgrundlagen einer
Gemeinde - In dem Dorf
Tha’ala, in dem medico und seine israelische
Partnerorganisation Comet-ME neulich Wind-
und Solaranlagen aufgebaut hatten, rückten
heute Bulldozer der israelischen
Sicherheitskräfte ein. Sie zerstörten die
ärmliche Behausung einer achtköpfigen
Familie. Diese ist jetzt obdachlos. Ihre
wenigen Habseligkeiten haben sie verloren,
denn sie wurden daran gehindert ihr zuhause
zu räumen. Dazu zerstörten die
Sicherheitskräfte zwei einfache Zisternen
zur Wasserspeicherung von Regenwasser und
mehrere Tierunterstände. Israelisches
Sicherheitspersonal hinderte die Bewohner
mit Gewalt daran, die Tiere aus den
Unterständen zu holen. 15 Lämmer verendeten
einfach unter den Trümmern.
Unser Projekt dient dazu, den offiziellen
Stromboykott der israelischen
Ziviladministration zu umgehen. Denn einen
Anschluss des Dorfs an eine herkömmliche
Stromtrasse verbietet sie. Das darf sie: Das
Dorf liegt nämlich im C-Gebiet. Hier darf
nichts ohne Genehmigung der israelischen
Verwaltung gebaut werden. Während die nahe
gelegenen israelischen Siedlungen mithilfe
großzügiger staatlicher Subventionen
gefördert werden, wird der Zugang der
palästinensischen Gemeinden zu Wasser und
Land systematisch verknappt, dürfen Häuser,
Kindergärten oder Gesundheitseinrichtungen
nicht gebaut werden. Die Gemeinde Tha’ale,
die nachweislich schon 1881 existierte,
erkennt die israelische Administration
einfach nicht an. Da sie auf dem Papier
nicht steht, sind ihre Bewohner
offensichtlich Freiwild.
Mit Aktionen wie die heute in Tha’ala
zerstört die israelische Ziviladministration
die Lebensgrundlagen dieser Gemeinde. Diese
sollen weiterhin in bitterster Armut leben.
Gezielte Rückentwicklung – um die
palästinensische Bevölkerung in die
dichtgedrängten städtischen Enklaven zu
vertreiben. Tsafrir Cohen
Kufr Qaddoum: Stromsperre als
Kollektivstrafe für die Proteste
-
Dorfbewohner und Internationale
versammelten sich nach dem Freitagsgebet
im Westbankdorf Kufr Qaddoum, um
gegen die Sperrung der wichtigen
Strassenverbingung nach Nablus zu
demonstrieren. Als Strafe für die
fortgesetzten wöchentlichen Proteste
hatte die israelische Besatzungsarmee
den Strom für das gesamte Dorf abgeschaltet.
Auch Frauen und Kinder aus dem Dorf
beteiligten sich am Protestmarsch
zusammen mit Internationalen und
der Presse. Etwa 100 Meter vor einem
Truppenkontingent der israelischen
Armee hielten die Demonstranten
an und forderten die Öffnung der
blockierten Verbindungsstrasse.
Die Besatzungsarmee feuerte grosse
Mengen von Tränengas auf die Menge
und viele litten unter den Folgen
der Tränengasinhalierung. Nach einer
Weile zogen sich die Soldaten in
die illegale israelische Siedlung
zurück und konzentrierten sich auf
das Filmen und Fotografieren der
Demonstranten, die jetzt die Chance
wahrnahmen und sich unter einem
Olivenbaum versammelten, wo vor
zwanzig Jahren ein Palästinenser
von einem Siedler erschossen wurde.
Das Dorf war immer noch ohne Strom,
als die nicht-einheimischen Protestteilnehmer
nach Hause gingen.
In Sachen humanitäre Interventionen.
- Thomas Immanuel Steinberg -
Seit dem Zweiten Weltkrieg sind
90 Prozent aller Kriegsopfer unbewaffnete
Zivilisten, und ein Drittel davon
sind Kinder.
.pdf-Datei.
Kurzkommentar
- E. Arendt - Ich sehe hier
sehr viele Fragezeichen. Aber, schon
vor Tagen dachte ich mir,
um die Kriegstreiberei gegen den
Iran anzuheizen fehlen jetzt nur
ein paar inszenierte Attentate.
Ist das jetzt geschehen?
Von der EU unter Verschluss
gehaltener Report: Brüssel deckt
israelische Verstöße gegen Völker-
und Menschenrecht in Ost-Jerusalem
- Institut für Palästinakunde
- Alljährlich erstellen
die EU-Missionen im Ausland
vertrauliche 'Policy-Reports',
vertrauliche Berichte über das
jeweilige Gastland, die nach
Brüssel gehen und der EU-Kommission
dazu dienen sollen ihre Politik
zu überprüfen und anzupassen.
Derartige Reports schreibt auch
die EU-Mission in Israel, nicht
nur über Israel selber, sondern
auch über die Entwicklung in
Ost-Jerusalem und den besetzten
Gebieten. Das Bemerkenswerte
des neuen Reports der EU-Mission
in Israel zu Ost-Jerusalem -
den Sie
hier nachlesen können -
besteht darin, daß das Papier
die kriminellen, gegen die Palästinenser
Aktivitäten Israels mit aller
Offenheit darlegt. Bitte lesen
Sie
hier weiter.
Offener Brief von
Arn Strohmeyer an Ralph
Giordano
-
Sehr
geehrter Herr Giordano,
Ludwig Baumann, mit
dem ich bekannt bin,
erzählte mir, dass Sie
ihn kritisiert hätten,
weil er an einer Demonstration
gegen die israelische
Politik vor dem Bremer
Dom teilgenommen habe.
Ich bin einer von diesen
„Leuten“, die diese
Demonstrationen mit
ins Leben gerufen haben,
weil wir das nun schon
Jahrzehnte andauernde
Vorgehen der Israelis
gegen die Palästinenser
vom moralischen, völkerrechtlichen
und menschenrechtlichen
Standpunkt aus unerträglich
finden und mit sehr
vielen Menschen auf
der Welt - darunter
viele Juden - der Meinung
sind, dass nur noch
Druck von außen Israel
zu einer Wende seiner
Politik bewegen kann.
Im Übrigen meinen wir
auch, dass Israel mit
dieser Politik auf dem
Weg zum Selbstmord ist,
was niemand will. Solche
Stimmen werden in den
USA übrigens schon an
höchster Stelle laut.
Ich füge Ihnen einen
Artikel über die Untersuchung
bei, die der heutige
amerikanische Verteidigungsminister
Panetta als Chef der
CIA in Auftrag gegeben
hat, und die zu dem
Ergebnis kommt, dass
Israel bei Fortführung
der gegenwärtig praktizierten
Politik keine Überlebenschance
hat.
Wir haben uns bei unseren
Demonstrationen, die
wir auch fortzusetzen
gedenken, auf ein Urteil
des Europäischen Gerichtshofes
vom 25.2.2010 berufen,
das Israel verbietet,
Waren aus den besetzten
Gebieten, die völkerrechtlich
nicht zu Israel gehören,
mit der Bezeichnung
„Made in Israel“ in
die EU einzuführen.
Europäische Staatsmänner
wie Helmut Schmidt und
Richard von Weizsäcker
u.a. haben in ihrem
Brief vom 2.12.2010
an den Europäischen
Rat diesen Kurs unterstützt.
Auch darauf berufen
wir uns.
Auf keinem unserer Schilder
hat der Satz gestanden
„Kauft nicht bei Juden!“.
Niemand von uns hat
eine solche Parole gerufen.
Wie kommen Sie dazu,
uns so etwas zu unterstellen?
Eine solche Behauptung
ist eine reine Denunziation
von bestimmter Seite.
Es ist schlimm, dass
Menschen, die für die
Einhaltung des Völkerrechts,
der Menschenrechtscharta
und von Urteilen internationaler
Gerichte, die alle auch
für Israel gelten, als
„Antisemiten“, „SA-
und SS-Schergen“ beschimpft
werden. Ich selbst werde
von - natürlich anonym
im Internet auftretenden
- sog. antideutschen
Israelfreunden als „Beauftragter
der Linkspartei für
die Endlösung der Israelfrage“
bezeichnet. Ich gehöre
weder der Linkspartei
an noch habe ich jemals
das Existenzrecht Israels
bestritten, sondern
kritisiere lediglich
die Politik dieses Staates,
was unter Demokraten
ja möglich sein sollte.
Solche denunziatorischen
Äußerungen haben genau
das Niveau, dessen mich/uns
diese Leute beschuldigen
- es ist Hetze im „Stürmer“-Stil.
Sie sind ein Tiefstand
der politischen Kultur
in diesem Lande. Ich
bedaure es sehr, dass
Sie als ein Schriftsteller
von Rang, dessen Bücher
über den Nationalsozialismus
und seine Aufarbeitung
in Deutschland ich überaus
schätze, an solchen
Kampagnen teilnehmen.
Ich selbst habe ein
sehr kritisches Buch
über meinen eigenen
Nazi-Vater, unter dem
ich sehr gelitten habe,
geschrieben und muss
mich nun, weil ich gegen
eine unmenschliche und
barbarische Politik
demonstriere, als „NS-Scherge“
beschimpfen lassen.
Da stimmt etwas nicht,
weil hier das politische
Wertesystem, das eigentlich
an Aufklärung und Humanität
gebunden sein müsste,
völlig aus den Fugen
gerät. Mit freundlichem
Gruß
Ludwig
Baumann ist Teilnehmer
der Bremer Nahostgruppe
Mission
Willkommen in Palästina
2012. Beginn der Mission
Willkommen in Palästina
2012 in Spanien.
- Mit der Mission "Willkommen
in Palästina 2012" denunzieren
wir die israelische
Politik der Isolierung
Palästinas und reklamieren
das Recht auf Transit
über den Flughafen von
Tel Aviv, um ohne Hindernisse
direkt ins Westjordanland
weiter zu reisen. Dort
erwartet man uns zur
Teilnahme an einem kollektiven
Projektüber das Recht
auf Bildung der Buben
und Mädchen von Palästina.
Die meisten Menschen
wissen, dass es eine
illegale und unmenschliche
Blockade des Gazastreifens
gibt, viele wissen aber
nicht, dass Israel eine
Blockade über ganz Palästina
aufrecht hält. Eine
illegale Blockade, die
aber von den Regierungen
und Institutionen der
"internationalen Gemeinschaft"
zugelassen wird.
Wie bei der Mission
Willkommen in Palästina
2011, bei der sich hunderte
Aktivisten aus aller
Welt aufgemacht hatten,
das Schweigen über die
von Israel auferlegte
Isolierung der Palästinensischen
Gebiete zu durchbrechen,
indem sie das Recht
auf Einreise nach Palästina
und die Bewegungs- und
Reisefreiheit für die
palästinensische Bevölkerung
und alle, die sie besuchen
wollen, reklamierten,
wird auch in diesem
Jahr diese Initiative
der Zivilgesellschaft
auf den Weg gebracht:
Willkommen in Palästina
2012.
Ankunftstag ist der
15. April. Bei der Mission
2011 waren wir etwa
500 Teilnehmer, in diesem
Jahr hoffen wir uns
mit 1500 bis 2000 Teilnehmer
aus allen Ländern zusammentun
zu können. Mit der Mission
"Willkommen in Palästina
2012" möchten wir das
Recht auf Transit über
den Flughafen von Tel
Aviv reklamieren, um
ohne Hindernisse direkt
ins Westjordanland weiter
zu reisen, wo man uns
für die Teilnahme an
einem kollektiven Projekt
über das Recht auf Bildung
der Buben und Mädchen
von Palästina erwartet.
Es gibt keine Möglichkeit
der Einreise nach Palästina
außer durch die Kontrollposten
der israelischen Militärs.
Israel hat Palästina
in ein riesiges Gefängnis
verwandelt.
Um ins Westjordanland
oder nach Ost-Jerusalem
einzureisen, sind Reisende
aus aller Welt gezwungen,
die israelischen Kontrollposten
zu passieren, sowohl
in Tel Aviv als auch
an der Allenby-Brücke
(an der jordanischen
Grenze, A.d.Ü.)), da
Israel den Flughafen
von Gaza zerstört und
den von Kalandia annektiert
hat.
Wir, die wir im Verdacht
stehen, mit der palästinensischen
Sache zu sympathisieren,
sind Kandidaten für
Deportation, für Demütigung,
Verhör über unser Privatleben,
für Festnahme und sogar
Haftstrafen, wozu unsere
Regierungen komplizenhaft
schweigen. Sogar Menschen
wir Hedy Epstein, eine
mehr als 80-jährige
US-amerikanische Jüdin
und Überlebende der
Konzentrationslager
der Nazis musste wegen
ihrer Einstellung gegen
die Besetzung der Palästinensischen
Gebiete am Flughafen
von Tel Aviv eine komplette
Leibesvisitation über
sich ergehen lassen.
Und der jüdische Professor
Richard Falk, Sonderberichterstatter
für Menschenrechte bei
den Vereinten Nationen
für die Besetzten Gebiete
wurde ausgewiesen, nachdem
man ihn 15 Stunden lang
am Flughafen festgehalten
hatte.
Gegenüber der Passivität
und der Komplizenschaft
der Regierungen und
Institutionen weltweit
mit den Gewalttaten
Israels sind alle Formen
aktiver Solidarität
notwendig und wichtig:
die BDS-Kampagne (Boykott,
Investitionsentzug und
Sanktionen), die Flotillen
der Freiheit und die
Konvois, um die Blockade
des Gazastreifens zu
durchbrechen, die Unterstützung
von Projekten im Bereich
Bildung und Landwirtschaft,
von kulturellen und
medizinischen Projekten,
die Unterstützung für
die Demonstranten gegen
die Mauer, gegen die
Zerstörung palästinensischer
Häuser, die Unterstützung
für die palästinensischen
Gefangenen, die Komitees
für den Volkswiderstand
usw. Und jetzt haben
wir auch noch die Gelegenheit,
uns der Mission Willkommen
in Palästina 2012 anzuschließen.
Unser Projekt ist transparent
und friedlich: wir reisen
direkt ins Westjordanland,
um beim Bau einer Schule
zu helfen. Und wenn
die israelische Regierung
wieder einmal erzählen
will, dass wir die Absicht
haben, Flugzeuge zu
entführen oder sie anzuzünden,
ist doch niemand mehr
außer den Zionisten
bereit, diese Lügen
zu glauben...
Unsere Solidarität in
einer großen Aktion
zu zeigen ist notwendiger
denn je. Reserviere
heute schon dein Flugticket
für die Woche vom Sonntag,
den 15. April bis zum
Samstag, den 21. April!
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