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Archiv - Aktuelle Link- und Denktipps -
 - Seite 141
 

 
 


Friedlicher Widerstand in der Westbank: Politische Gefangene
28. Februar 2012
 

Studenten an der Universität Stanford fordern die Freilassung von Fadi Quran - Nachdem israelische Streitkräfte den amerikanischen Staatsbürger und gewaltlosen Aktivisten Fadi Quran am 24. Februar mit Pfefferspray besprühten und kidnappten, hat eine Gruppe von Studenten an der Universität Stanford, seiner Alma Mater, eine Kampagne für seine Freilassung begonnen. Fadi Quran hatte sich an einem gewaltlosen Proteste in der Stadt Hebron in der südlichen Westbank beteiligt, der von der Gruppe Youth Against Settlements organisiert wurde. Israelische Soldaten griffen die Demonstranten  mit Tränengas und gummiummanltelten Stahkugeln an und versprühten Pfefferspray aus nächster Nähe auf die Demonstranten. Quran gehört zu denen, die direkt in die Augen gesprüht wurden. Er wurde dann von israelischen Soldaten auf den Boden gestossen; dabei stiess sein Kopf an die Stossstange eines israelischen Militärwagens und er verlor kurzeitig das Bewusstsein. Ein Video über den Protest zeigt, dass Quran sein Bewusstsein einen Augenblick wiedererlangte, nach einem Krankenwagen rief und sagte, dass er nicht atmen könne. Stattdessen wurde er gefesselt und in ein israelisches Militärfahrzeug geladen, das ihn zum Gefängnis Ofer brachte....

US students campaign for release of nonviolent activist Fadi Quran, IMEMC, 27.  Februar 2012; http://www.imemc.org/article/63067
Webseite der Stanfordkampagne:  http://www.freefadi.org/   mit einem offenen Brief von Noam Chomsky und acht Stanford Professoren.
Petition: http://www.change.org/petitions/israeli-government-release-non-violent-palestinian-activist-fadi-quran-from-prison

 

Der Arabische Frühling kommt nach Israel: Kommentar von Robert Wright - Heute wurde ein mir bekannter junger Palästinenser bei einer Demonstration in der West Bank festgenommen, in einem Gefängnis bei Ramallah inhaftiert und – nach vorläufigen Berichten von palästinensischen Aktivisten auf Twitter- angeklagt, einen israelischen Soldaten gestossen zu haben. Problematisch daran ist, dass ziemlich gutes Videomaterial zeigt, dass er nicht wirklich festgenommen wurde, weil er einen Soldaten anstiess. Er wurde anscheinend für sein Reden verhaftet - und weil er sein Sprechen sogar mit lebhaften Gesten begleitete, vielleicht auf eine Weise, die den israelischen Soldaten als bedrohlich oder ansonsten übertrieben vorkam.[Siehe Video auf Facebook]...

Fadi Quran ist ein erstaunlicher Mensch. Er wuchs in der Westbank auf, absolvierte zwei Abschlüsse in Physik und Internationalen Beziehungen an[der amerikanischen Universität] Stanford und kehrte in die Westbank zurück. Er arbeitet im Bereich der alternativen Energie und setzt sich für den gewaltlosen Widerstand gegen die israelische Besetzung ein.[...]

Fadis Festnahme erinnert uns daran, wie zwei Hauptelemente des Arabischen Frühlings – digitale Medien und gewaltlose Proteste- das Leben für die Autoritäten komplizieren. Seine Festnahme ist aufgrund von digitalen Videos gut dokumentiert,  und dank Twitter kann man hier seine Geschichte lesen.

Als Resultat wird immer mehr  Menschen ausserhalb Israels bewusst, dass Israel 45 Jahre lang über eine Bevölkerung geherrscht hat, die keine grundlegenden politischen Rechte hat – wie das Recht auf ein ordnungsgemässes Verfahren (Fadi könnte theoretisch Monate im Gefängnis verbringen, ohne dass eine Anklage erhoben wird) oder das Wahlrecht für oder gegen eine Regierung, die letztendlich ihr Leben kontrolliert, obwohl diese Regierung Teil eines demokratischen Staates ist.[...]

Auszüge aus: Robert Wright, The Arab Spring Comes to Israel;
http://www.theatlantic.com/international/archive/2012/02/the-arab-spring-comes-to-israel/253600/#.T0hrm-jVxgM.twitter

 

Unbefristeter Hungerstreik von Hana Ash-Shalabi - Hana Ash-Shalabi, eine palästinensische Gefangene in sogennanter Verwaltungshaft befindet sich seid ihrer Wiederverhaftung am 16. Februar 2012 im unbefristeten Hungerstreik. Seit Sonntag wird sie im israelischen Gefängnis Ha-Sharon in Isolationshaft gehalten.

Im Oktober 2011 wurde Hana Ash-Shalabi, 29, im Gefangenenaustausch zwischen Israel und Hamas aus israelischer Inhaftierung entlassen. Vor ihrer Freilassung wurde sie zweieinhalb Jahre in israelischer Administrativhaft festgehalten, ohne offizielle Anklage oder Gerichtsverfahren. In Solidarität mit ihrer Tochte begannen Hanas Eltern am 23. Februar einen unbefristeten Hungerstreik.

Am Montag, den 27. Januar, marschierten Schulkinder und Lehrer von der Schule in Hanas Dorf Borqeen, nicht weit von Jenin in der nördlichen Westbank, mit Fotos der Gefangenen durch das Dorf und forderten ihre unverzügliche Freilassung. Der Protest endete vor dem Protestzelt der Eltern ausserhalb Ash-Shalabis Zuhause.

Hana wurde nur vier Monate nach ihrer Freilassung wieder festgenommen und wie zuvor wurde keine Anklage gegen sie erhoben – kein Einzelfall, wie das Beispiel von Khader Adnan zeigt, der einen Hungerstreik gegen seine Internierung ohne Verfahren oder Anklage nach 66 Tagen abbrach, nachdem die israelischen Behörden versprachen, ihn nach Ablauf von sechs Monaten Haft im April 2012 freizulassen. Adnan wurde von Israel insgesamt acht Mal in Verwaltungshaft genommen. Khader Adnans Hungerstreik führte zu weltweiten Protesten gegen Israels Behandlung von palästinensischen gefangenen. Amnesty International bezeichnete das Versprechen der israelischen Behörden als „ungenügend“ und forderte eine sofortige Freilassung von Khader Adnan und ein Ende der Verwaltungshaft in israelischen Gefängnissen.

Samidoun, eine Solidaritätsgruppe für palästinensische Gefangene, verweist darauf, dass die sogenannte Verwaltungshaft gegen das Recht auf ein faires Gerichtsverfahren verstösst und damit gegen den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte.

Im Oktober 2011 beteiligten sich hunderte von palästinensischen Gefangenen an einem 23tägigen Hungerstreik und forderten ein Ende der Isolationshaft, der Verweigerung von Familienbesuchen und der langen Isolierung von prominenten palästinensischen Gefangenen wie Ahmad Sa’adat. Das israelische Versprechen zur Beendigung der Isolierung, um den Massenhungerstreik zu beenden, wurde nicht eingehalten.

Zur Zeit befinden sich mehr als 300 Palästinenser in Verwaltungshaft, einschliesslich 21 gewählter Mitglieder des Palästinensischen Legislativrates.

Aktionen für Hanas Freilassung: www.FreeHana.org
Samidoun Palestinian Prisoner Solidarity Network; http://samidoun.ca/
http://electronicintifada.net/blogs/ali-abunimah/palestinian-woman-11th-day-hunger-strike-parents-join-her-protest-no-charge
http://electronicintifada.net/blogs/maureen/amnesty-international-calls-israel-immediately-release-khader-adnan
Gassan Bannoura, School Children Organize Solidarity Protest with Detainee Shalabi, IMEMC, 27.Februar 2012;
http://www.imemc.org/article/63064        Übersetzt und bearbeitet von Martina Lauer

Friedlicher, Gewaltloser Widerstand in Palästina >>>

 
 
 
 

Das Theaterprojekt "Von Mutter zu Mutter" basiert auf dem Dokumentarfilm "To die in Jerusalem" von Hilla Medalia und erzählt die wahre Geschichte zweier Frauen aus dem Nahen Osten, deren 18-jährige Töchter beide verstorben sind: Die Tochter der einen, Palästinenserin, begeht ein Selbstmordattentat, wobei die Tochter der anderen, Israelin, stirbt. Beide Mütter wollen sich treffen, was aber aus politischen Gründen nur via Satellitentelefon funktioniert. Nach einem dreistündigen Gespräch, das keine wirklichen Antworten liefert und beide Frauen in die jeweiligen Eckpositionen treibt, bricht die Technik zusammen und die Wege der Mütter trennen sich für immer...

Das besondere an der Inszenierung ist, dass beiden Hauptfiguren mit Darstellern besetzt, die aufgrund ihrer Herkunft bzw. ihrer Religion authentisch wirken:

Fadwa Massaidi ist Palästinenserin: ihre Eltern flüchten nach der Staatsgründung Israels in den Libanon. Fadwa wächst in den Flüchtlingslagern Tel al-Zaatar und Damour auf. Während des libanesischen Bürgerkriegs in der Schlacht um Tel al Zaatar verliert sie ihren Bruder. Seit 10 Jahren lebt Fadwa bereits in Deutschland. 

Izabella Lutsker ist in Uschhorod, Transkarpatien in der Ukraine geboren. Sie wuchs in einer großen jüdischen Familie auf. In Uschhorod leben unterschiedliche ethnische Gruppen miteinander: Ungarn, Slowaken, Ukrainer, Christen, Juden, etc. Izabella arbeitete dort in einem wissenschaftlichen Zentrum, das sich vor allem mit integrativer Kulturarbeit zwischen den unterschiedlichen nationalen Gruppierungen befasste. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts zerstreute sich ihre Familie in alle Himmelsrichtungen: eine Schwester wohnt in Israel. Izabella war in dem Land bisher nur Gast, aber sie liebt das Land und den arabischen Kaffee. Ihre Schwester erzählt ihr manchmal von der Angst, die den Alltag immer wieder vereinnahmt. 

 

„Von Mutter zu Mutter" erzählt die wahre Geschichte zweier Frauen aus dem Nahen Osten: Die Tochter der einen, Palästinenserin, begeht ein Selbstmordattentat, wobei die Tochter der anderen, Israelin, stirbt. Beide Mütter sehnen sich nach einem gemeinsamen Gespräch, um ihr Schicksal verstehen zu lernen. Aus politischen Gründen kann diese Begegnung nur via Satellitentelefon stattfinden. Doch was hatten sie sich von einer Konfrontation versprochen? Antworten? Anteilnahme? Frieden gar? Beide hatten eine Tochter verloren. Die eine kaufte gerade Fisch fürs Abendessen als die andere den Sprengsatz an ihrem Körper zündete. Nun sitzen ihre Mütter, taub vor Schmerz, vor je einer Kamera, und jede sucht im Gesicht der anderen -- ja was?

VON MUTTER ZU MUTTER Trailer

KONTAKT: Stefanie Miller, SteffiMiller@hotmail.de

 
 

Rim Banna

 


29.2.2012
 

 

„ L e i p z i g  h a t  e in e n  B o n u s.…” - 27.1.2012 - Christel Hartinger für „Leipzigs Neue“ im Gespräch mit Felicia Langer anlässlich ihrer Veranstaltung „ Um Hoffnung kämpfen- Der lange Weg zum Frieden in Nahost“ Donnerstag, den 26.Januar 2012,  in der Ratstonne der Moritzbastei

 L N : Felicia Langer, Sie Sind Augen- und Zeitzeugin der seit 1967 andauernden israelischen Besatzung Palästinas, des immer wieder begonnenen und immer wieder durch Israels Politik  abgebrochenen Prozesses um gerechten Frieden. Was ist Ihrer Meinung nach gegenwärtig möglich und nötig?

F L : Man muss Druck gegen Israel ausüben, weil das Schweigen tötet. Völkerrechtlich haben die Palästinenser das Recht auf  Selbstbestimmung und deshalb ist der Druck gerechtfertigt und legitim! Die internationale Solidarität, die es ja gibt, ist auch weiterhin unbedingt nötig und muss wachsen. Die Palästinenser, ein heroisches Volk, die die längste Besatzung in der neueren Geschichte leben müssen, haben diese Solidarität verdient.

L N : Immer wieder- so sagen und schreiben Sie- teilen  Ihnen Deutsche mit, dass es für sie angesichts der Geschichte des Holocaust sehr schwierig >>>

 
 Hier wird deutlich, dass Rachel markierte Kleidung trägt,sie hält ein Megaphon u. spricht mit dem Bulldozerfahrer,
Film-Tipp: Rachel Corrie - ARTE -  Mittwoch, 29. Februar 2012 um 22.50 Uhr


Mi 29.02. 22.50 Uhr
Fr 02.03. 02.15 Uhr (Wh.)
Do 08.03. 14.50 Uhr (Wh.)

Eine Seite für Rachel Corrie >>>

 

Israelisch-arabische Abgeordnete sollen vor Gericht gestellt werden, weil sie Palästina vertreten -  27.02.2012 - Mehrere Abgeordnete rechter Parteien in Israel haben verlangt, arabische Kollegen vor Gericht zu stellen, weil sie "Palästina" auf einer internationalen Konferenz über Jerusalem vertreten, die in Doha unter der Schirmherrschaft der Arabischen Liga stattfindet. "Der Parlamentspräsident muss verstehen, dass die arabischen Abgeordneten eine Fünfte Kolonne im Parlament (Israels, der Knesset) sind", klagte heute die Abgeordnete Miri Regev von der Likud-Partei in Erklärungen an die online-Ausgabe der Tageszeitung Yediot Aharonot. "Es ist nicht das erste Mal", fügte sie hinzu, "dass arabische Abgeordnete (mit israelischer Staatsangehörigkeit auf internationalen Foren) gegen den Staat Israel sprechen", und bot zynisch an, "sie mit einem Flugzeug für VIPs zu schicken, damit sie die Hamas und andere Terrororganisationen vertreten". Alex Miller von der ultrarechten Partei Israel Beteinu (unter der Führung von  Außenminister Avigdor Liebermann)  >>>

 

 

Israel plant 475 km Bahnlinien durch das besetzte Westjordanland - Wie die Tageszeitung Haaretz heute berichtet, plant das Israelische Ministerium für Transport den Bau von 475 km Bahnlinien im besetzten palästinensischen Westjordanland. Der Service der Bahn würde dem Transport sowohl von palästinensischen Einwohnern als auch von jüdischen Siedlern dienen.

Das Projekt besteht aus zwei Hauptlinien, die von Nord nach Süd durch das Territorium fahren, die erste von Jenin nach Hebron, die zweite entlang des Jordantales, sowie zwei weiteren Strecken, die das Territorium von West nach Ost durchqueren und es mit Israel und Jordanien verbinden.

Das Eisenbahnnetz würde auch Stationen in den wichtigsten palästinensischen Städten wie Ramallah, Bethlehem, Nablus, Jericho und Ostjerusalem haben.

Noch gibt es weder einen Termin für die Realisierung des Plans noch einen Kostenvoranschlag; er muss auch noch genehmigt werden und braucht die Zusammenarbeit mit den palästinensischen Behörden im Westjordanland.

Das Ministerium für Transport bestätigte gegenüber der Tageszeitung, dass der Plan "mit einem legalen (die Legalität bestätigenden) Schiedspruch des Obersten Gerichts" durchgeführt werden wird; dieser hat bereits in der Vergangenheit die Enteignung von Land, das der besetzten Bevölkerung gehört, für die Errichtung von Infrastruktur als legal betrachtet, aber nur wenn auch sie (die Palästinenser) davon profitieren.  Quelle: http://www.palestinalibre.org/articulo.php?a=37960  (Im Quellentext findet man eine Karte mit der Verlauf der Bahnstrecken)
Aus dem Spanischen übersetzt von K. Nebauer  - Palestina libre_27.02.2012


Israel draws plan for 475-kilometer rail network in West Bank - IOA Editor: This appears to be a scheme to navigate a plan to provide rail service to Ariel, an illegal Jewish settlement at the heart of the West Bank, through the various legal hurdles that it is certain to face. A similar gimmick was used in 2005 because, “by law, private Palestinian land cannot be expropriated for purposes of constructing a transportation route >>>

 
 

Medienpreisträger Pfarrer Raheb: "Es ist eine Minute vor zwölf für Zwei-Staaten-Lösung" - Berlin (epd). Der Träger des Deutschen Medienpreises, der palästinensische Pfarrer Mitri Raheb, hat sich für einen friedlichen Wandel im Nahost-Konflikt ausgesprochen. "Wir sind ganz klar für Gewaltlosigkeit", sagte Raheb dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Berlin. Allerdings müsse es bald zu einer Lösung zwischen der Besatzungsmacht Israel und den Palästinensern kommen: "Die Uhr für eine Zwei-Staaten-Lösung tickt. Es ist nicht mehr fünf, sondern nur noch eine Minute vor zwölf", sagte der evangelische Pfarrer aus Bethlehem, der am Freitag in Baden-Baden für seine Versöhnungsarbeit zwischen Juden, Christen und Muslimen mit dem Deutschen Medienpreis ausgezeichnet werden soll. Raheb forderte die Bundesregierung auf, "ein ernsthaftes Wort" mit der israelischen Regierung zu sprechen. >>>
 

Pax Christi würdigt umstrittenen palästinensischen Pfarrer Raheb - Die katholische Friedensorganisation Pax Christi hat das Wirken des designierten Trägers des Deutschen Medienpreises, Mitri Raheb, gewürdigt. Der evangelisch-lutherische Pfarrer in Bethlehem sei ein Visionär, der die Hoffnung auf eine bessere und gerechtere Zukunft für Palästina und Israel nicht aufgibt, heißt es in einer am Mittwoch von der deutschen Sektion Pax Christi in Stuttgart veröffentlichten Mitteilung. Raheb setze sich gewaltlos für ein Ende der Besatzung ein. >>>

 
 

Steht die dritte Intifada vor der Tür? - Die Spannungen zwischen Palästinensern und Israelis nehmen zu. Am Freitag, 24. Februar wurde ein Palästinenser bei Protesten an einem Checkpoint bei Ramallah erschossen. Zuvor war es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Muslimen und israelischer Polizei auf dem Tempelberg in Jerusalem gekommen. Die Friedensverhandlungen liegen am Boden, der Frust unter den Palestinensern über die anhaltende Besatzung ist groß. Vor diesem Hintergrund hält das israelische Außenministerium eine dritte Intifada noch in diesem Jahr für möglich. „Israel versucht den arabischen, muslimischen und christlichen Charakter Jerusalems auszulöschen”, donnerte Palästinenserpräsident Abbas auf einer Konferenz in Qatar. Israels Premieminister Netanjahu konterte promt und verurteilte Abbas` Worte als „schwerwiegende Hetze“. Hintergrund des verbalen Schlagabtauschs sind gewaltsame Unruhen am vergangenen Freitag auf demTempelberg in Jerusalem >>>


Abbas: Israel carrying out `ethnic cleansing` in Jerusalem - “Abbas, speaking at a conference in Qatar, said that for the past few years Israel has been waging a ‘final battle’ aimed at erasing the Arab, Muslim and Christian character of East Jerusalem […] Netanyahu called the Palestinian leader`s remarks ‘a harshly inflammatory speech from someone who claims that he is bent on peace’"

 
 

BDS South Africa - February 27, 2012 -  YOUTUBE: Moving speech by S. African student at London IAW event - Here is a YouTube video of South African student leader, Mbuyiseni Ndlozi, delivering a moving speech in London as part of Israeli Apartheid Week (IAW). Ndlozi is clear, resolute and speaks in the spirit of the late African National Congress (ANC) president, Oliver Tambo: www.youtube.com/watch?v=iNbZjTlpM6w&context=C3f24cdeADOEgsToPDskJi1Ba4RfDFQWfaRO6pVKzR

Mbuyiseni Ndlozi - Israeli Apartheid Week, London. 22.2.12

  - Mbuyiseni Ndlozi is a PhD candidate and the Chairperson of the Post Graduate Association at the University of the Witwatersrand in Johannesburg. He is a member of the South African Students Congress (SASCO) and a board member of BDS South Africa.

Ndlozi is currently on a speaking tour in Europe as part of IAW (click here for more info on IAW: www.apartheidweek.org or www.bdssouthafrica.com/2012/02/8th-international-israeli-apartheid.html)

BOYCOTT, DIVESTMENT AND SANCTIONS in SOUTH AFRICA (BDS SOUTH AFRICA)
www.bdssouthafrica.com

 
 

Spannungen im Westjordanland – Fayad beschuldigt die Welt, die israelische Politik der Gewalt zuzulassen - Antonio Pita - 25.02.2012 - In ungewöhnlich scharfem Ton hat der palästinensische Premierminister Salam Fayad heute die Welt beschuldigt, mit ihrer Nachgiebigkeit gegenüber Israel zum Tod eines Demonstranten in der Nähe von Ramallah "beigetragen" zu haben, der zu neuen Unruhen geführt habe, bei denen zwölf Palästinenser verletzt worden sind. Fayad stellte in einem Komuniquee fest, "das Schweigen der internationalen Gemeinschaft und ihre unzureichenden Bemühungen Israel zu  verpflichten, seine Politik der Gewalt gegen unser Volk (...) zu beenden, haben zur weiteren Gefährung des Lebens unserer Menschen und zu diesem Verbrechen jetzt beigetragen". (Mit dem Verbrechen erwähnt er der Tod von Talat Ramia, einem jungen Mann aus Al-Ram im Westjordanland, dem ein israelischer Soldat bei einer Demonstration mit scharfer Munition in die Brust geschossen hat und der kurz darauf im Krankenhaus an der Verletzung starb.) Der Vorfall brachte Fayad, ehemals Funktionär des IWF, der in den wichtigsten Hauptstädten des Westens respektiert war, dazu, eine besonders scharfe Reaktion auf die Haltung der Welt, im Besonderen des Quartetts von Madrid (UNO, USA, EU und >>>

 
 

Rim Banna

 


27.2.2012
 

Gott beherrscht alles im Israel von 2012, sogar den Staat - Gideon Levy  - Gott existiert. 80% der israelischen Juden können nicht Unrecht haben. Und genau aus diesem Grund müssen wir sagen: Gott schütze uns vor den Ergebnissen der Umfrage (ausgeführt vom israelischen Demokratie-Institut-Guttmanszentrum zur Überwachung …) Obwohl es denkbar ist, sich mit diesem brennenden, umfassenden Thema des Glaubens an das Göttliche zu befassen, was machen wir mit dem "Du erwählst uns"? 70% der Antwortenden sagten, sie glaubten, die Juden seien das auserwählte Volk - und dieses erschreckende Parameter ist erst im Kommen. Die Meinngsforscher lassen die Katze aus dem Sack. Um einen Slogan von 1990 zu umschreiben -Israel ist nicht das, was man dachte. Nicht was die Welt dachte , nicht was die Israelis selbst denken. Israels Gesellschaft ist nicht säkular, sie ist nicht liberal und ist nicht aufgeklärt. Wäre es ihr erlaubt, frei zu antworten, ist es zweifelhaft, ob 80% der Iraner sagen würden, dass sie an Gott glauben; es ist zweifelhaft, dass es noch eine andere freie Nation auf dem Planeten gibt - außer den US-Amerikanern, die dieselben Ergebnisse liefern würde. Aber sicher gibt es keine andere Nation auf dem Planeten, die sich so sicher in ihrer arroganten Sicherheit ist: dass sie aus allen anderen Völker ausgewählt und über alle anderen erhoben wurde. Die Ergebnisse dieser Umfrage helfen sehr mit, die israelische Gesellschaft und die Haltung ihrer Regierungen zu verstehen. Es ist das einzige Prisma, durch das >>>

Dosier - Rassismus in Israel >>>    |    Siedlungen + Siedler in Palästina - Landraub >>>

 

Film-Tipp: Rachel Corrie - Mittwoch, 29. Februar 2012 um 22.50 Uhr - Wiederholungen: 01.03.2012 um 02:15 - 08.03.2012 um 14:50 - http://www.arte.tv/de/Programm/244,broadcastingNum=1330007,day=5,week=9,year=2012.html

Rachel - die amerikanische Aktivistin Rachel Corrie war 23 Jahre alt, als sie starb... (arte-Film-Ausschnitt: http://videos.arte.tv/de/videos/rachel_ausschnitt_-6426844.html  )

Die amerikanische Aktivistin Rachel Corrie war 23 Jahre alt, als sie starb. Nach Palästina kam sie in dem Glauben, dass sie sich dank ihrer amerikanischen Staatsbürgerschaft als menschlicher Schild der Zerstörung von Menschenleben, Olivenbäumen, Brunnen und Häusern entgegenstellen könne. Aber am 16. März 2003 wurde Rachel Corrie im Gazastreifen von einem Bulldozer überrollt.
Wie viele andere junge Leute führte sie ein Reisetagebuch mit den E-Mails, die sie ihrer Familie und ihren Freunden in die USA schickte. Den Aufzeichnungen der jungen Pazifistin folgend, ermittelt der Dokumentarfilm die Begleitumstände von Rachel Corries Tod. Sie lässt alle Beteiligten mit ihren widersprüchlichen Schilderungen ein und desselben Ereignisses zu Wort kommen und begibt sich an den Ort des Geschehens.
Was ist Wahrheit und was ist Lüge? Was ist eine Zeugenaussage oder was ist Propaganda? Auch dank zahlreicher bisher unveröffentlichter Dokumente kommt allmählich Licht ins Dunkel dieses tragischen Todes. Über diese Ermittlungen hinaus versteht sich der Film als eine cineastische Meditation über Jugend, Krieg, Idealismus und politisches Engagement.

Die französisch-israelische Filmemacherin Simone Bitton behauptet ihre doppelte Identität als Jüdin und Araberin (schon in ihren letzten Filmen "Das Attentat", 2000, und "Mauer" 2004, die auf internationalen Festivals liefen) und lässt so die Grenzen des Hasses verschwimmen.

Viele Texte/Videos und Links zu „Rachel Corrie“:
http://erhard-arendt.de/deutsch/palestina/texte/rachel_corrie.htm

Hier eine Seite für Rachel Corrie mit Email-Texten und Tagebuch-Einträgen
:
http://www.muslim-markt.de/Palaestina-Spezial/geschichtechronik/photostory_rachel_corrie.htm 

 

 

BDS-Erfolg: Cassandra Wilson sagt Auftritt in Israel ab - Institut für Palästinakunde -  In einem überwältigenden Akt der Solidarität mit der Bewegung für 'Boykott, Desinvestment und Sanktionen' gegen Israel, hat die schwarze Jazz-Vokalistin Cassandra Wilson und zweifache 'Grammy Award'-Gewinnerin ihren Auftritt beim 'Internationalen Frauenfestival' vom 22.-25. Februar, in Holonm in Israel abgesagt und dazu erklärt "Als Menschenrechtsaktivistin identifiziere ich mich mit dem kulturellen Boykott Israels".

Ergänzende Links:
Boycott from Within letter to Cassandra Wilson
(boycottisrael)

 

 

Children of Wadi Hilweh play in bulldozed playground - The children of Wadi Hilweh continue to play amidst the rubble made by Israeli bulldozers in the neighborhood playground. In what they see as no less than their God-given right to play, Wadi Hilweh’s children are asserting their entitlement to a childhood in the face of the Israeli authorities, and returned to the playground almost as soon as the bulldozers departed. >>>
 

Municipality and National Parks Authority officers demolished Wadi Hilweh Cultural Center - The Wadi Hilweh Children Cultural Center, a stable and the local playground were demolished by Jerusalem Municipality and National Parks Authority officers on the morning of 13 February. Officers claimed that the land in question was property of the Parks Authority >>>

 

 

Palestinian Costume and Heritage
with a song by Palestinian singer Reem Banna

 


26.2.2012
 

 

Nicht stubenrein. - Die anonymen "Freunde" der Brandstifter  … - Erhard Arendt - Nachfolgende Zitate landen bei mir eigentlich im Papierkorb. Bei bestimmten Personen im Archiv, um später einmal Aussagen belegen zu können. Mittlerweile beschäftigt sich aber auch die KriPo und das Landeskriminalamt mit diesen Mails.
Seit einigen Wochen sammle ich sie in einem besonderen Ordner, besonders die Hass- und Schmähmails, in denen körperliche Gewalt angedroht wird oder jemand in besonders primitiver Form seine Gewaltfantasien auslebt
.

Von diesen Gewaltfantasien hatte ich schon einmal eine kleine Sammlung veröffentlicht. Ich denke, um die Brandstifter und Biedermänner, ihr Wirken und was daraus entsteht, besser einschätzen zu können, sollte man diesen Bodensatz der menschlichen Gesellschaft kennenlernen. Ich schrieb: „Geht jetzt die rassistische Saat auf, die die Broders, Stawskis, Buurmanns, Behrens und andere Konsorten gesät haben?"

Die genannten Personen sind vermutlich nicht die Absender dieser Hassmails, die Mails wachsen aber auf dem Boden, den bestimmte Netzwerke mit ihrer Jagd auf Kritiker der israelischen Regierung bereitet haben. Beleg dafür ist, dass dieser/diese Hassschreiber ähnlich wie Breivik Broder zitiert, sich z.B. auf Broder, Buurmann und Claudio Casula alias Rolf Behrens berufen, deren Texte zitieren, ihre Seiten verlinken und sogar persönliche Kontakte andeuten. >>>

 
 

Video - Verleihung des Deutschen Medienpreises 2011 an  Dr. Mitri Raheb >>>
 

Die Rede von Dr. Mitri Raheb - Sehr geehrter Herr Bundespräsident Prof. Herzog, Sehr geehrter Herr Koegel, liebe Schülerinnen und Schüler, meine sehr verehrte Damen und Herrn, Ich war positiv überrascht, als ich die Nachricht bekam, den „Deutschen Medienpreis“ bekommen zu haben.  Was für eine Ehre! "Was hatte ich Ausserordentliches geleistet?" habe ich mich gefragt. Womit habe ich das verdient? Dann musste ich als evangelischer Pfarrer mir selbst sagen, das meiste verdienen wir nicht, sondern wird uns geschenkt, wie sagte damals der deutsche Reformator, „allein aus Gnade“. Natürlich habe ich mich sehr gefreut, dass die harte und leise Arbeit über zwei Jahrzehnte und  unter den schwierigsten Umständen, nicht nur von mir, sondern auch von den vielen Mitarbeitern, nun eine Anerkennung auf solch einer Ebene  bekommt. Deshalb richte ich heute ein besonderes Wort des Dankes an die Jury. Ich muss mich vor allem auch beim Prof. Herzog  und Herrn Koegel  herzlich bedanken. Nicht nur ich weiss das sehr zu schätzen, sondern Tausende von Freunden in Palaestina, in diesem Land und weltweit. >>>
 

Der ‚Deutsche Koordinationskreis Palästina Israel – für ein Ende der Besatzung und einen gerechten Frieden’ gratuliert Pfr. Dr. Mitri Raheb zum Deutschen Medienpreis. - Am 24. Februar 2012 wurde der Deutsche Medienpreis vier „leisen Friedensstiftern“ verliehen. Sie alle zeichnen sich durch ihren hervorragenden Einsatz für die Menschen aus. In der Begründung für die Preisverleihung an Pfr. Raheb heißt es, „Dr. Rahebs Wirken ist die Alternative zu Gewalt und Radikalisierung“. Der Pfarrer der lutherischen Weihnachtskirche in Bethlehem setzt auf Bildung, Dialog und Kenntnis des Narrativs des jeweils anderen. „Frieden auf Erden ist ein Auftrag“, ohne jedoch dass wir zu Friedensschwätzern werden. Der Himmel, nicht Mauern, soll die Grenze der Kreativität sein. Seine Dankesrede schließt: „Es ist höchste Zeit, dass wieder gute Nachrichten aus Palästina kommen. Dafür stehen wir.“ – In seiner Laudatio betont Bundespräsident a. D. Prof. Dr. Roman Herzog, die Staaten könnten heute die Probleme nicht mehr allein lösen; das Souveränitätsdenken müsse über Bord gehen. Vielmehr bräuchten wir die Menschen, nicht primär die Organisationen, viele einzelne Menschen, die die Probleme in Angriff nehmen. Den Streit in der Flut von Zuschriften über seine Laudatio für Pfr. Raheb streift Prof. Herzog kurz: In theologische Auseinandersetzungen greife der Staat nicht ein. Als Deutscher trete er selbstverständlich für das Lebensrecht Israels ein. Das könne ihn jedoch nicht hindern, einem Volk, dessen Anspruch seit der 2. Jahrhunderthälfte aufgetreten sei, bei der Überwindung seiner Probleme zu helfen. (...)

Der Deutsche Koordinationskreis Palästina Israel (KoPI) ist ein Verbund von bundesweit über 40 Organisationen und Initiativen (siehe www.kopi-online.de für die Liste der Mitglieder). Web: www.kopi-online.de Kontakt: kontakt@kopi-online.de

 
 

VIDEO - 3 SAT -  in der Sendung Kulturzeit - Ein Film von ca 6 Minuten Länge über Abdallah Fragi´s politisches Leben. >>>

Wird er am Montag, den 27.02. um 09:05 Uhr auf 3 Sat wiederholt
 

TEXT - Ein Leben für Palästina - Abdallah Frangis Biografie "Der Gesandte" - Abdallah Frangi war vier Jahrzehnte lang das Gesicht und die Stimme Palästinas in Deutschland. Jetzt hat er ein Buch über sein Leben geschrieben. "Der Gesandte - mein Leben für Palästina" ist ein einzigartiges Dokument eines palästinensischen Botschafters in Deutschland. (...) Manifest der Versöhnung - Trotz aller Kritik ist sein Buch keine Hasspredigt gegen Israel und Frangi kein Fanatiker. Sein Zuhause bleibt das diplomatische Parkett. Abdallah Frangis Biografie ist spannend geschrieben wie ein Agententhriller - ein Manifest der Versöhnung. Dass sich die deutsche Außenpolitik seit Jahren für einen Palästinenserstaat einsetzt, bleibt sein Verdienst. Doch Abdallah Frangi weiß: Seine Mission ist noch lange nicht beendet. >>>


Abdallah Frangi:
Der Gesandte. Mein Leben für Palästina.
 Hinter den Kulissen der Nahost-Politik,

 Heyne-Verlag München 2011, 19,80 Euro, ISBN 978-3-453-19354-3

Abdallah Frangi, Der Gesandte - Rezension von Dr. Ludwig Watzal
Ein Staat für die Palästinenser bleibt das Ziel -  Rezension von Arn Strohmeyer

 

Ohne Feinde – ein Film, der ganz überzeugt: Über Israel und über Palästina - Rupert Neudeck - Der Filmtitel ist ‚geklaut’, aber dieser Diebstahl ist sehr angenehm, man sollte ihn öfter begehen im Israel-Palästina Streit. Das schönste Feld, auf dem man sich eine volle Übersicht über Klugheit und Barbarei israelischer und auch palästinensischer Politik machen kann, ist die zweite Station der beiden Filmemacher Stefanie Landgraf und Johannes Gulde auf ihrem Weg in das Land der unbegrenzten und wirklichen Unmöglichkeiten. Auf dem Weinberg Daher, mitten in der Zone C erzählt der junge Leiter des Begegnungsprojektes Tent of Nations, Daoud Nassar, der jungen lernbegierigen Gruppe von Jugendlichen, wie er der totalen Frustration entgeht, da er mittlerweile von illegal siedelnden Israelis in fünf Wehrdörfern rund um den Weinberg umgeben ist.

Kein falsches Wort gegen ‚die’ Juden’ kommt aus seinem Mund, im Gegenteil, er bemüht sich, die Anderen als Nachbarn zu verstehen. Aber er muss mittlerweile mit dem Aufwand von 200.000 US Dollar Prozesse führen bei Gerichten, die er in seinem Lande kaum anerkennen kann, denn es sind Besatzungsgerichte: Um die Anerkennung des Besitzes, den sein Vater noch in osmanischer Zeit hat als seinen Besitz eintragen lassen. Aber Humor hat er behalten. Er bekam von den Grünhelmen eine 4 KW Solaranlage. Diese Anlage aus Deutschland über Israel, dann durch die Mauer dorthin zu bringen, war eine bürokratische Arbeit von zwei Jahren.

Als einmal die „Stadion-Beleuchtung“, die bei Dämmerung um den Weinberg herum in den jüdischen Siedlungen angeht, wegen Stromausfalls nicht anging, hatte er in der Mitte die immer gut funktionierende Solarlicht-Quelle, das Licht, das dezentral funktioniert und für das der Benutzer, so ihm denn die deutschen Spender die Anlage dorthin bringen, nicht mehr zahlen muss. Wie Franz Alt es immer sagt: „Die Sonne schickt uns keine Rechnung!“

Der Film hat eine ganz offene und nicht angreifbare Dramaturgie, für die allein er schon eine Auszeichnung verdienen würde. Das Filmteam begleitet zwölf Jugendliche im Alter von 16 bis 22 Jahren in die Region, durch Israel und das besetzte Westjordanland. Im Hintergrund hört man die wehmütige Mundharmonika des rumänischen Juden Reuven Moskowitz, der sich um Gerechtigkeit und Recht im besetzten Palästina schon lange bemüht. Sie >>>

Citydom Kino Straubing zeigt in der Reihe „Der besondere Film“ am Mittwoch, 28. März 2012 um 15.15 Uhr und 20.15 Uhr
Wir weigern uns Feinde zu sein - Den Nahost-Konflikt verstehen lernen – Deutsche Jugendliche begegnen Israelis und Palästinensern

Filmforum NRW zeigt am Mittwoch, 7. März 2012 um 19.30 Uhr
Wir weigern uns Feinde zu sein - Den Nahost-Konflikt verstehen lernen – Deutsche Jugendliche begegnen Israelis und Palästinensern


Ein hervorragender neuer und sehenswerter Film "Wir weigern uns Feinde zu sein" – u.a. auch mit “Daoud Nassar – Zelt der Völker”

Infos und Bestellmöglichkeit hier: http://www.terramedia-online.de/aktuelles/filme-palaestina/wir-weigern-uns.html - Für 17,00 Euro incl. Porto können Sie die DVD für den Privatgebrauch
 und den Film mit Medienpaket und Vorführrecht für Schulen etc. (73,00 Euro)  bekommen.

 

Weibliche Gefangene erklärt Hungerstreik - Saed Bannoura, 24.2.12  - Riyad Al-Ashqar, palästinensischer Forscher, der sich auf Gefangenenangelegenheiten spezialisiert hat, stellt fest, dass die weibliche Gefangene Hana Ash-Shalaby. 28, sich für einen Hungerstreik entschied, nachdem Israel sie für 6 Monate in Administrativhaft verlegte.

Hana wurde vor einer Woche von der Armee  gekidnappt, als die Soldaten noch einmal die Gefangenen verhaftete, einschließlich Hana, die beim Shalit-Gefangenenaustausch entlassen worden waren. Soldaten brachen gewaltsam in ihre Wohnung, durchsuchten sie, erschreckten die Familie und verursachten  ziemlich viel Schaden an der Wohnungseinrichtung und nahmen sie mit. Sie konfiszierten auch das Handy und einen Computer.

Al-Ashqar sagte: außer Hana sind noch vier andere Frauen im Gefängnis: Lina al-Jarboni von Arraba in Galiläa ( seit April 2002 in Haft) mit 17 Jahren Gefängnisstrafe, Worroud-Maher-Qasem aus Teera bei Al-Muthallath ( seit April 2006 mit 6 Jahren Gefängnisstrafe). Israel weigerte sich, sie beim Gefangenenaustausch  als Teil der Gefangenen zu entlassen, weil sie auf israelischen Gebiet leben; Salwa Hassan aus Hebron ( seit Dezember 2011 im Gefängnis) und Salah Al-Alani aus Betunia bei Ramallah ( seit 9.Januar 2012 im Gefängnis).

Al-Ashqar sagt, dass die gefangenen Frauen unter sehr harten Bedingungen leben, dass Salwa an Rheumatismus, Kalkmangel  leidet und einen Sehschaden hat  … während die Gefangene  Wourud  an Gelenkschmerzen, Kalkmangel und allgemeiner Schwäche leidet.

Man sollte noch erwähnen, dass  der Gefangene Khader Adnan  am Dienstag im Einverständnis mit Israel seinen Hungerstreik nach 66 Tagen abgebrochen hat, nachdem man ihm versprochen hat , dass er im April frei gelassen wird.

Khader war nahe am Tod gewesen und wird jetzt möglicherweise Organschäden haben.
(dt. geringfügig gekürzt: Ellen Rohlfs) - - http://www.imenc.org/article/63048

 

 

Khader Adnans Hungerstreik -  Charlotte Silver - Bis vor einem Monat kannten nur diejenigen Khader Adnan, die ihm einmal begegnet sind. Jetzt kennt ganz Palästina und die ganze Welt ihn, seinen Namen und seine Sache. Vor dem 17. Dezember, als er zum 8. Mal in seiner Wohnung in Arrabeh (bei Jenin) verhaftet wurde, war er einer von Tausenden von Palästinensern in den besetzten Gebieten, die  Administrativhaft (Verwaltungshaft) erlebt haben. Administrativhaft erlaubt Israel palästinensische Gefangene ohne Anklage, möglicherweise unbegrenzt festzuhalten. Es gibt keine genauen Angaben, warum der einzelne festgehalten wird, und die Länge seiner Verhaftung hat keine rechtlichen Grenzen. Im Wesentlichen ist die Verwaltungshaft  De-Humanisierung; ihre Auswirkungen bedeuten  Gleichschaltung der palästinensischen Bevölkerung: jedem Mann, jeder Frau und Familie seine/ ihre Einzigartigkeit und persönliche Identität zu nehmen. Jede  >>>

 

 

Khader Adnan und  die jetzt normalisierte westliche Justiz - Glenn Greenwald - Jedes Jahr  veröffentlicht das US-Außenministerium – wie vom Gesetz vorgeschrieben – einen Menschenrechtsbericht, der Verletzungen der Menschenrechte in andern Ländern bringt.  Dieses eine Übung in Heuchelei zu bezeichnen, ist eine Untertreibung: es ist fast unmöglich, eine tyrannische Macht zu finden, die vom Außenministerium nicht angeprangert wird, die die US-Regierung ( und ihre nächsten Verbündeten) nicht regelmäßig selbst ausüben. Tatsächlich ist es unmöglich, sich vorzustellen, wie die Autoren dieser Berichte sich ein verschmitztes Lachen  über eine offensichtliche Ironie dessen, was sie anprangern, verkneifen können. 2010 hatte der Bericht des Außenministeriums einen großen Abschnitt über die unterdrückerischen Haftpraktiken in China. „Die prinzipiellen Menschenrechtsprobleme“ der tyrannischen chinesischen Regierung schließen einen „Mangel an nötigem Gerichtsverfahren“ und „ die Anwendung von Administrativhaft“ ein. In der Tat bleiben willkürliche Verhaftung und Haft ernste Probleme. Das Gesetz gewährt der Polizei großzügige Macht bei Administrativhaft und der Möglichkeit, Personen lange Perioden ohne offizielle Haft oder strafrechtliche Anklagen festzuhalten. Findet man noch Worte >>>

 

 

Hamas-Führer positionieren sich gegen Baschar al-Assad - Man sei nicht blind gegenüber dem, was in Syrien passiert - so die Botschaft, welche die Protestbewegung unterstützt - Führende Vertreter der Hamas haben sich gestern eindeutig gegen die syrische Regierung unter Präsident Baschar al-Assad und deutlich für die Protestbewegung in Syrien ausgesprochen. So grüßte Ismail Haniyya, der in der namhaften al-Azhar-Moschee in Kairo zu einer größeren Menge von Besuchern der Freitagspredigt sprach, die "heroische Bevölkerung Syriens, die nach Freiheit, Demokratie und Reform trachtet". "Die syrische Revolution ist eine arabische Revolution“, „Keine Hisbollah, kein Iran", soll die Menge nach dem Reutersbericht geantwortet haben. Noch deutlicher hat in Gaza selbst ein anderes hochrangiges Hamas-Mitglied die Position dargelegt. >>>

 
 

Die Schuld der Richter - Ofra Ben-Artzi - Vor kurzem wurde berichtet, dass der IDF-Militäranwalt gegen die Initiative des Ministerpräsidenten ist, die gewalttätigen jüdischen Siedler anzuklagen und vors Militärgericht zu bringen (Haaretz am 27. Dez. 2011). Diese Gerichte spielen tatsächlich eine ganz andere Rolle. Seit Jahren kontrollieren meine Kameradinnen von Machsom Watch und ich die Militärgerichte in Ofer und im Russischen Compound, wo die Fälle der palästinensischen Bewohner der besetzten Gebiete behandelt werden. Von den Hunderten von Verhandlungen, von denen wir berichtet haben, erfuhren wir, dass die Rolle des Militärrichters im israelischen System die ist, die palästinensische Bevölkerung zu kontrollieren, und dass dies nicht nur eine reine Prüfung ist. Sie geben ein juristisches Siegel als eine Genehmigung, ohne die die Besatzung schon längst beendet worden wäre. >>>

 

 

Khader Adnan Begins His Slow Recovery While Israeli Court Issues a Decision to Remove His Shackles - Anan Odeh--According to the PHR-Israel-affiliated doctor, “Khader’s condition remains unstable. He will be facing a long, continuous recovery process.” Khader is now eating three meals a day, but has been instructed to eat them slowly and in two different portions. Hospital personnel note that even if he seems as though he is recovering well, it is important to remain cautious; each day of recovery holds major risks due to the complexity of balancing all of his needs and the potential failure of his heart. He is still suffering from extremely weak muscles, preventing him from being able to walk. Khader has been given the impression that he will be moved out of the hospital and into prison too soon, a fear shared by PHR-Israel and Addameer.

 

 

New Video Showing Israeli Soldiers Abusing A Cuffed, Blindfolded Palestinian - Saed Bannoura - A new video showing Israeli soldiers abusing a cuffed and blindfolded Palestinian detainee was released after being shot by a hidden camera in Ni’lin village, near the central West Bank city of Ramallah. - The video shows a cuffed and blindfolded Palestinian youth who was kidnapped during the weekly nonviolent protest against the illegal Israeli Annexation Wall and Settlements. These protests are organized by the local residents, along with Israel and International peace activists. The cuffed Palestinian is seen on the ground while the soldiers are just moving him around, dragging his feet sometimes, and placing him in a sitting position against a wall next to another blindfolded and cuffed Palestinian. >>>
 

 


22.2.2012
 

 

Deutscher-Medienpreis-Träger Mitri Raheb - Friedensstifter oder Judenfeind? - BZ - Interview  mit dem palästinensischen Pastor Mitri Raheb, der den Deutschen Medienpreis erhält / Kritik im Pro-Israel-Lager. - Am 24. Februar wird der Deutsche Medienpreis an vier Persönlichkeiten verliehen, die "keine Schlagzeilen in den Medien gemacht haben, deren Taten aber herausragende Symbole der Menschlichkeit sind". (...) Die Preisvergabe an den Kritiker der israelischen Besatzung sorgt für Wirbel. Inge Günther sprach mit Raheb.    >>>
 

Auszeichnung für palästinensischen Pfarrer - Ein Preisträger, der aneckt - Sebastian Engelbrecht - Angela Merkel hat ihn bekommen, Nelson Mandela und Bill Clinton - den Deutschen Medienpreis. In diesem Jahr geht er an vier ''leise Friedensstifter'' ohne bekannte Namen. Unter ihnen ist auch Mitri Raheb, evangelischer Pfarrer aus Bethlehem. Seine Wahl löste im Vorfeld Protest aus. >>>


Reiner Bernstein - Sehr geehrter Herr Bischof Dr. Abromeit, ich danke Ihnen sehr für Ihr Schreiben an Prof. Dr. Roman Herzog vom 09. Februar. Es ist ein höchst unwürdiger Vorgang, den Alt-Bundespräsidenten aufzufordern, auf die Laudatio für Pfarrer Dr. Raheb zu verzichten. Dass sich der Deutsche Koordinierungsrat für christlich-jüdische Zusammenarbeit - von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft zu schweigen - den Protesten gegen Herrn Raheb angeschlossen hat, belegt einmal mehr, dass diese Dachorganisationen nicht unterscheiden wollen zwischen der deutschen Verantwortung für den Mord am jüdischen Volk während des Zweiten Weltkrieges und der Verantwortung der israelischen Politik für die Behandlung der Palästinenser, >>>

 

Solaranlagen im Westjordanland - Bulldozer gegen Hütten - Susanne Knaul - Israel will von Deutschland mitfinanzierte Sonnenkollektoren abreißen. Die ersten Hütten von palästinensischen Hirten mussten schon dran glauben. von Susanne Knaul - Gegen halb elf Uhr morgens erklimmen die Beamten der israelischen Zivilverwaltung mit sechs Autos und zwei Bulldozern die kargen Hügel im Süden von Hebron. Das winzige Dorf Saadet Thalah ist ihr Ziel. Ohne Vorwarnung und ohne den hier lebenden palästinensischen Hirten Zeit zu lassen, ihre Tiere aus den Ställen zu holen, lassen sie die Wellblechwände und Holzstützen einreißen. Noch Tage später liegt eins der Schafe dort >>>

Kleine Solaranlagen stören die große Politik - Israelische Behörden wollen im Westjordanland Windkraft- und Solaranlagen zerstören, die mit deutschem Geld errichtet wurden. Das sorgt auf höchster politischer Ebene für Missstimmung. Wadha An-Najjar genießt die neue Freiheit. Seit ihr Haus an die Stromversorgung angeschlossen ist, muss die Beduinenfrau nicht mehr jeden Tag Schafs- und Ziegenmilch zu Butter und Joghurt verarbeiten. Ein Kühlschrank hält die Lebensmittel frisch. Im palästinensischen Dorf Qawawis im Süden des Westjordanlandes war es bis vor kurzem kaum möglich, dass Kinder nach Sonnenuntergang Hausaufgaben machten oder Familien die langen Winterabende bei Licht verbringen konnten. Die Dieselgeneratoren gaben nicht viel her. Und sie waren teuer. Elektrizität im Überfluss war ein Gut der Nachbarschaft. Während israelische Siedlungen in unmittelbarer Nähe die Nacht erhellten, blieb es in den palästinensischen Häusern finster. >>>

HINTERGRUND: Streit um Solaranlagen im Westjordanland from frankfurt1968 on Vimeo.

 

Adnans Sieg - Uri Avnery - EIN  PALÄSTINENSISCHES Dorf, irgendwo im Norden in der Westbank. - Mitten in der Nacht ein hartes Klopfen an der Tür und Schreie auf Arabisch: „Die israelische Armee. Türe auf!“ - Irgendjemand – meistens die Mutter der Familie – öffnet die Tür. Schwer bewaffnete Soldaten stürzen hinein und ziehen das Opfer aus dem Bett. Sie werfen es auf den Boden, und direkt vor den Augen  seiner Frau und Kinder ( oder Eltern und Geschwister) werden ihm die Augen  verbunden und die Arme auf dem Rücken gefesselt. So wird er zum Jeep geschleppt. Das Opfer mag  15 oder 70 Jahren sein oder irgend ein Alter dazwischen. Wenn nach mehreren Tagen des Verhörs mit  oder ohne „moderaten physischen Druck“ (Wie ein sensibler Richter des Obersten Gerichtes  dies vorsichtig nannte), keine zufrieden stellende Aussage erreicht wird, landet der Gefangene in Administrativhaft, die sechs Monate dauert und die Jahr um Jahr verlängert werden kann. Die juristische Überblick  ist eine Farce. Der Gefangene wird nicht informiert, weshalb und von wem er angeklagt wird, die Beweise sind und werden weder dem bzw. der Gefangenen noch seinem oder ihrem Anwalt gezeigt. Im Laufe der Besatzung haben Zehntausende von Palästinensern diese Prozedur erfahren. Gegenwärtig sind etwa 300 in Administrativhaft ( und etwa 10 000 von ihnen von Gerichten verurteilten Häftlinge.) Nun hat einer von ihnen gesagt: jetzt reicht’s!. KHADER ADNAN MUHAMMAD MUSSA ist vorher schon siebenmal  verhaftet gewesen. Der 33Jährige Aktivist aus dem Dorf Arrabe bei Jenin in der nördlichen Westbank ist seit seiner Studentenzeit in der Bir Zeit-Universität ein Führer des islamischen Jihad. Leicht erkennbar an seinem besonders langen, schwarzen Bart. Er ist inzwischen an der vorderen Front der Organisation in der Westbank. >>>

Sonderseite für Khader Adnan >>>

 

 

„Du versteckst etwas, du bist ein Terrorist, du bist ein Nazi, du willst unser Blut trinken,“ sagte der Verhörende nach Yazan.

Die vom Shin Bet geführte Untersuchung über die Studentenbewegung dauerte im Ganzen 15 Tage. Doch während 10 Tagen verweigerte man ihm rechtliche Beratung. Yazan sagte, seine Verhörendem gebrauchten keine physische Folter aber psychologischen Druck, wie z.B Erpressung, indem er sagte: „Wenn du nicht redest, wird dein Vater reden,“ „Wenn du uns nicht hilfst, wirst du den Rest deines Lebens hinter Gittern verbringen…“ „Wenn du nicht redest, übergeben wir dich dem Geheimdienst der palästinensischen Behörde zum Verhör und wer weiß, wie du dort behandelt wirst.“

Yazan sagte, man ließ ihn 10 Stunden hinter einander  auf einem Stuhl sitzen und man erlaubte ihm nicht zu schlafen; dann gab man ihm eine halbe Stunde, um in seiner Zelle auszuruhen, bevor er mehr Fragen von zehn verschiedenen Offizieren des Geheimdienstes beantworten musste.

Während und nach seinem Verhör wurde er  für 54 Tage in völliger Isolierung gehalten, erzählte er . Seine Zelle 2qm groß und ohne Tageslicht. Die einzigen, die ihn jeden Montag besuchen durften, waren der von dem palästinensischen Minister für Gefangenen-angelegenheiten ernannte Anwalt und Vertreter vom Roten Kreuz. Keiner von ihnen durfte den Verhörraum oder die Zelle sehen. Obwohl er skeptisch gegenüber den Befugnissen dieser Leute war, die innerhalb des israelischen Gefängnisregimes gehalten wurden, unterstützten sie ihn emotional.

„Selbst Anwälte haben  nicht viel Befugnisse. Es ist bekannt, dass dein Strafurteil schon eine Entscheidung des Geheimdienstes, nicht des Gerichtes ist,“ sagte Yasan, „Die juristische Vertretung ist wie eine Dekoration. Während meines Verhörs sagte ein Offizier zu mir, ich würde für ein oder zwei Jahre verurteilt, was richtig war.“

Das Treffen mit dem Roten Kreuz war sein „glücklicher Tag“, sagte er. Sie nahmen ein paar Botschaften zu seiner Familie. „Ich erinnere mich an eine Dame, die eines Tages kam und mich fragte, ob sie mir saubere Kleidung gaben und ich sagte, ja, gestern. Sie lachte, bevor sie mir sagte, das tun sie immer, um zu zeigen, dass Gefangene gut behandelt werden.“  (dt. Ellen Rohlfs)

 

 

Kurzkommentar: Möchten Sie einem Geheimdienst etwas mitteilen und haben keine Adresse? Schreiben Sie einfach das Wort Bombe in den Text. Es erreicht automatisch den richtigen Empfänger:

Terrorfahndung: Geheimdienste scannen zig Millionen >>>

Geheimdienste überwachen 37 Millionen E-Mails: Wer „Bombe“ schreibt, wird überwacht >>>

Schlagwort-Fahndung: Geheimdienste überwachten mehr als 37 Millionen >>>

 
 

The imperial way: US decline in perspective  - Imperialism is still with us, but power has become more broadly distributed in a diversifying world. - This is the second of a two-part article by Noam Chomsky on the decline of US power. You can read the first part here. - Cambridge, MA - In the years of conscious, self-inflicted decline at home, "losses" continued to mount elsewhere. In the past decade, for the first time in 500 years, South America has taken successful steps to free itself from western domination, another serious loss. The region has moved towards integration, and has begun to address some of the terrible internal problems of societies ruled by mostly Europeanised elites, tiny islands of extreme wealth in a sea of misery. They have also rid themselves of all US military bases and of IMF controls. A newly formed organisation, CELAC, includes all countries of the hemisphere apart from the US and Canada. If it actually functions, that would be another step in US decline, in this case in what has always been regarded as "the backyard". >>>

 


23.2.2012
 

 

Israelische NGO meldet Anstieg der Festnahmen von Palästinensern ohne Anklage - Die israelische Menschenrechtsorganisation B'Tselem meldete heute (21.02.2012) einen "starken Anstieg" der Fälle von Palästinensern in israelischer Administrativhaft, einer Rechtsform, die Inhaftierungen ohne Anklagepunkte und auf Grund geheimer Beweise erlaubt. Wie B'Tselem heute in einem Komuniquee mitteilte, das Zahlen des israelischen Gefängnisdienstes enthält, befanden sich im Januar 309 Palästinenser in Administrativhaft, gegenüber 219 Fällen vor einem Jahr. Von den derzeit Gefangenen sind acht bereits zwischen 6 Monaten und 1 Jahr in Administrativhaft, 88 seit 1 bis 2 Jahren, 16 seit 2 bis 4 Jahren und einer seit mehr als 5 Jahren. "Die Administrativhaft ist eine Haft ohne Prozess bzw. Urteil, die verhindern soll, dass eine Person eine Handlung begeht, die die öffentliche Sicherheit gefährden könnte. Die Art und Weise, wie Israel die Administrativhaft einsetzt, ist eindeutig illegal", sagt >>>

 
 

Palästinakomitee Stuttgart  - Liebe Freundinnen und Freunde, ausgerechnet in der diesjährigen Woche der Brüderlichkeit tauchen in mehreren Städten Benefizkonzerte für den Jüdischen Nationalfonds-KKL auf – eine Ungeheuerlichkeit angesichts der Tatsache, dass die Verbindung des Jüdischen Nationalfonds-KKL mit der Vertreibung der PalästinenserInnen im Negev (Al Arakib!) bereits in den Mainstream-Medien angekommen ist. Dies ist allerdings nur ein Beispiel für das Vorgehen dieser zionistischen Apartheid-Organisation im ganzen historischen Palästina, die auch noch die Kühnheit hat, ihren Landraub und ihre Beteiligung an der ethnischen Säuberung als Umweltprojekte zu verkaufen.

Wir fügen einen Screenshot mit den Veranstaltungsankündigungen auf der Seite des Jüdischen Nationalfonds-KKL bei.

Wir vom Palästinakomitee haben einen offenen Protestbrief formuliert (siehe Anhang). Wir wollen ihn mit möglichst vielen UnterzeichnerInnen (Personen, Initiativen) vor allem an die Verantwortlichen bei den Städten und zur Info natürlich auch an die Medien vor Ort schicken.

Wir bitten euch, uns schon bis kommenden Freitag, 24. Februar, eure Unterschriften Name, Stadt und eventuell Verein oder Organisation zu schicken. Einzelpersonen können besonders schnell agieren. Bitte beschleunigt, wenn möglich, auch die Abstimmung in eurer Gruppe per Telefon oder Mail. Wir müssen rasch und stark wirken, beim Jüdischen Nationalfonds-KKL  stehen die Chancen gut, dass wir das Konzert ausbremsen, wenn wir frühzeitig handeln.

Die Kontaktemail für die Unterschriften ist   gav.rajab@online.de  


Protestbrief: Warum eine Veranstaltung mit dem Jüdischen Nationalfonds-KKL nicht zur Woche der Brüderlichkeit passt  - Offener Brief an die Veranstalter der Woche der Brüderlichkeit im Jahr 2012 (...) Ein zentrales Anliegen der Woche der Brüderlichkeit sind Menschlichkeit, Dialog und Verständigung. Die Veranstaltungen und Aktivitäten sollen dazu beitragen, dass Ausgrenzung, Verfolgung und Verbrechen, wie die Nationalsozialisten sie begangen haben, in der Zukunft nicht mehr möglich sind. Bei einem Blick in das diesjährige Programm in Ihrer Stadt haben wir festgestellt, dass Sie ein Benefizkonzert für den Jüdischen Nationalfonds-KKL in das Programm aufgenommen haben. Darüber sind wir sehr erstaunt, denn die Aktivitäten dieser Organisation stehen eindeutig im Widerspruch zu den Zielen der Woche der Brüderlichkeit. Schon vor einigen Jahren ist in einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden, dass die Aktivitäten des Jüdischen Nationalfonds-KKL eng verbunden sind mit der Ausgrenzung, Vertreibung und Enteignung der Palästinenserinnen und Palästinenser. Ob der Jüdische Nationalfonds-KKL überhaupt bei seinen Aktivitäten Schutz und Pflege von Umwelt und Natur im Blick hat, wie die Verantwortlichen dieser Organisationen behaupten, scheint bei genauer Betrachtung zweifelhaft. Zu den größten aktuellen Aktivitäten des Jüdischen >>>

 
 

UNO: Israel nimmt willkürlich Palästinenser gefangen und mißhandelt sie - Israel hält mehr als 300 Palästinenser willkürlich gefangen; wie der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen über die Menschenrechstslage in den Besetzten Gebieten, Richard Falk, heute berichtete, sind sie in den Gefängnissen wiederholt Opfer verschiedener Mißhandlungen.

"Die israelische Regierung nennt das "Administrativhaft", ehrlicher ist es, es Haft ohne Anklage oder direkt willkürliche Haft zu nennen", stellte Falk in einem Komuniquee fest.

Er sagte weiter: "Ich wurde aus glaubwürdigen Quellen informiert, dass es etwa 300 Palästinenser ohne Anklage in israelischen Gefängnissen gibt. Ich habe um Informationen über jede einzelne dieser Personen gebeten und will jeden Fall verfolgen. Ich werde das Thema bei der Sitzung des Menschenrechrsrates im Juni 2012 behandeln."  

In israelischen Gefängnissen befinden sich schätzungsweise etwa 4.400 angeklagte Palästinenser.

Falk betonte auch, mehrere Experten in den Gefängnissen hätten ihn darüber informiert, dass angeklagte Palästinenser Opfer physischer, verbaler und psychologischer Mißhandlungen seien, kaum Zugang zu angemessener medizinischer Behandlung haben, über ausgedehnte Perioden in Isolationshaft gehalten werden, in überbelegten und heruntergekommenen Zellen hausen und keine Besuche von Familienangehörigen erhalten können.

"Ich bin bestürzt, weil sich diese Anschuldigungen seit Jahren wiederholen und es trotzdem diesbezüglich keine Reformen oder Veränderungen gegeben hat", sagte Falk und verlangte eine dringende Aktion (urgent action).

"Die internationale Gemeinschaft müsste die dauernde Verletzung der Rechte der palästinensischen Gefangenen mit höchster Priorität behandeln", stellte Falk fest.

(Richard Falk hat sich kürzlich 10 Tage in den Besetzten Gebieten aufgehalten, um sich über die Menschenrechtslage zu informieren.) Aus dem Spanischen übersetzt von K. Nebauer    Quelle: http://www.palestinalibre.org/articulo.php?a=37880 - Palestina libre_21.02.2012

 
 

pax christi gratuliert Pfr. Dr. Mitri Raheb zum Deutschen Medienpreis - Unter den vier leisen Friedensstiftern, die am 24. Februar mit dem Deutschen Medienpreis ausgezeichnet werden, ist auch Pfarrer Dr. Mitri Raheb aus Betlehem. Mit ihm ist pax christi seit Jahrzehnten verbunden und gratuliert ihm herzlich zu dieser Auszeichnung. „Dr. Rahebs Wirken ist die Alternative zu Gewalt und Radikalisierung“, heißt es in der Begründung für die Verleihung. Der lutherische Pfarrer in Betlehem ist ein Visionär, der die Hoffnung auf eine bessere und gerechtere Zukunft für Palästina und Israel nicht aufgibt. Gewaltlos setzt er sich für ein Ende der Besatzung ein. Die von ihm mit internationaler Hilfe geschaffenen Einrichtungen wie das Begegnungszentrum, die Akademie, das Erholungs- und Gesundheitszentrum oder die Fachhochschule für Kunst und Medien gestalten Gesellschaft in Palästina mit. Raum für Hoffnung >>>

 
 

Zu "Antisemitismus weit verbreitet" (FAZ vom 24. Januar, S.4) - Prof. Dr. Rolf Verleger - Der nun der Öffentlichkeit vorgelegte Bericht "Antisemitismus in Deutschland" interessiert mich als empirisch arbeitenden Wissenschaftler und als politisch aktives Mitglied der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland.

Der Bericht referiert in seinem empirischen Kern Ergebnisse der jährlichen Erhebungen von Heitmeyer et al. aus Bielefeld und im Zweijahresrhythmus erhobene - aber offenbar etwas ältere -  Befunde von Braehler, im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung. Diese Daten zeigen klar – im Gegensatz zu Ihrer Überschrift "Antisemitismus weit verbreitet": Es gibt im rechten Spektrum Judenhass, der mit anderen Formen der Fremdenfeindlichkeit wie Hass gegen Türken und Araber einhergeht, und es gibt auf der linken Seite kritische Einstellung zu Israel, die nicht mit Judenhass zusammenhängt.

So heißt es auf S.58-60 des Berichts (...):

"Was die politische Einstellung angeht, so lässt sich generell feststellen, dass der Antisemitismus von links nach rechts zunimmt. So zeigt eine genaue Analyse der GMF-Daten [von Heitmeyer et al., R.V.], dass Einstellungen im Sinne des 'klassischen Antisemitismus', 'sekundären Antisemitismus', 'israelbezogenen Antisemitismus' und der 'antisemitischen Separation' weitaus stärker bei den 'rechts' oder 'eher rechts' Eingestellten zu finden sind. Bei den 'links' oder 'eher links' Eingestellten lässt sich zwar eine ausgeprägtere 'israelkritische Einstellung' ausmachen, doch lässt sich zwischen dieser Präferenz in dieser Gruppe und dem klassischem sowie dem sekundären Antisemitismus kein empirischer Zusammenhang herstellen.

Was die relativ geringen Antisemitismuswerte bei der politischen Linken betrifft … : Werte im äußeren linken Bereich sind etwas höher als bei denjenigen, die sich als gemäßigte Linke einstufen, liegen aber erheblich unter den Zahlen für Menschen, die sich in der politischen Mitte verorten.

Das Bielefelder Projekt konnte nachweisen, dass Zusammenhänge zwischen der Verbreitung antisemitischer Einstellungen und anderen Formen 'gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit' bestehen. So stimmten insbesondere 74 Prozent der Befragten, die das Statement befürworteten, die Juden seien durch ihr Verhalten an den Verfolgungen mitschuldig, auch eher oder voll und ganz der Aussage zu, es lebten zu viele Ausländer in Deutschland, während 58 Prozent dem Satz beipflichteten 'Durch die vielen Muslime hier fühle ich mich manchmal wie ein Fremder im eigenen Land' und 55 Prozent sich gegen gleichgeschlechtliche Ehen wandten."

Soweit der "Antisemitismus-Bericht" in seinem empirischen Kern. Es bleibt das Geheimnis der Politik und der Medien, wie sie aus diesem empirischen Kern Aussagen über die Verbreitung von Antisemitismus unter türkisch- und arabisch-stämmigen Muslimen oder in "linksextremistischen Zirkeln" (so Ihre Zeitung) ableiten.

Die schlichte Wahrheit, die dieser Antisemitismusbericht aufzeigt, ist doch diese: Die meisten Deutschen – ob Christen, Muslime oder Atheisten, und links mehr als rechts – sind sehr wohl in der Lage, einen Unterschied zu machen zwischen ihrer Einstellung zu Menschen jüdischen Glaubens in Deutschland und der berechtigten Verurteilung der Diktatur des sich selbst "jüdischer Staat" nennenden Israel über die ihres Landes beraubten Palästinenser. Darüber können wir als Juden in Deutschland froh und dankbar sein. Die politische Vertretung der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland, der Zentralrat, sollte sich ebenfalls bemühen, diesen Unterschied gut herauszuarbeiten, und aufhören, sich als Lobbyorganisation nicht zu verteidigender israelischer Maßnahmen zu gebärden. Das wäre die beste Prophylaxe gegen den im Antisemitismus-Bericht (ohne jede solide empirische Verankerung) behaupteten Judenhass in muslimischen Gruppen.

Prof. Dr. Rolf Verleger, Lübeck Mitglied im Zentralrat der Juden in Deutschland 2006-2009



Künstler Jarrar druckt Logo auf deutsche Briefmarken - Im vergangenen Jahr hat der Künstler Khaled Jarrar das Logo des für ihn zukünftigen Staates Palästina entworfen und jetzt auf deutsche Briefmarken drucken lassen. Auf der Briefmarke ist der zur Familie der Nektarvögel gehörende Palestine Sunbird abgebildet und das Kunstprojekt wird jetzt im Rahmen der 7. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst (27. April - 1. Juli 2012) gezeigt. >>>
 

 

Sari Nusseibeh Embraces One-State Solution with Civil, But No Political Rights for West Bank Palestinians - The Israeli-Palestinian conflict can do a “number” on intellectuals. It can whipsaw them from left to right and back again. Benny Morris is an example of an intellectual who was mugged by the disturbing realities of the conflict during the Intifada, and who lost any hope that the Palestinians could be reasoned with. As a result, he’s turned into a caricature of his former self. Instead of a tough, probing, precise historian who marshaled facts and allowed them to dictate his rather disturbing conclusions when he was a founder of the New Historians, he’s become a transferist who believes Ben Gurion didn’t do a good enough job of ridding the new State of those who represent the seeds of its destruction. >>>

 


22.2.2012
 

 

Despite the Announcement of a Deal Limiting Khader Adnan’s Detention, Addameer Reiterates its Urgent Concern for His Health - Khader Adnan’s hearing at the Israeli High Court was cancelled today, 21 February 2012, only minutes before the hearing was to take place. On Khader’s 66th day of hunger strike in protest of his administrative detention and inhuman and degrading treatment by the Israeli authorities, one of Khader’s lawyers negotiated a deal with the Israeli military prosecutor that Khader will be released on 17 April instead of 8 May and that his administrative detention order will not be renewed. Addameer lawyer Samer Sam’an is actively working to gain permission to visit Khader to confirm whether or not he will continue with his hunger strike. Khader previously stated to Addameer lawyers that though he was calling for his immediate and unconditional release, the minimum requirements he would consider for ending his hunger strike would be the guarantee that he would not receive a new administrative detention order and that his duration of detention would be considered from the date of his arrest on 17 December 2011 and not from the date that he received his administrative detention order on >>>
 


Israel: Palästinenser Adnan beendet zweimonatigen Hungerstreik - Umstrittene Administrativhaft wird unter internationalem Druck nicht verlängert. - Der palästinensische Häftling Khader Adnan hat nach israelischen Angaben seinen lebensbedrohlichen Hungerstreik nach über zwei Monaten abgebrochen. Die israelische Staatsanwaltschaft teilte am Dienstag mit, man habe eine Einigung mit dem 33-jährigen Bäcker gefunden (...) Die palästinensische Gefangenenorganisation Addameer teilte jedoch mit, man arbeite noch an einer Einigung. Sie nannte die Berichte über die Beendigung des Hungerstreiks “verfrüht”. >>>
 

Palästinensischer Häftling beendet Hungerstreik nach 66 Tagen - Ein in Israel inhaftierter Palästinenser hat nach 66 Tagen seinen Hungerstreik beendet. Chader Adnan habe den Hungerstreik eingestellt, nachdem ein israelisches Gericht im Gegenzug seine Haftentlassung für Mitte April beschlossen habe, sagte der palästinensische Minister für Häftlingsfragen >>>


Palestinian detainee ends hunger strike - Israel agrees to free Khader Adnan on April 17 as part of a deal to end his 66-day fast over his illegal detention. >>>
 

Sonderseite für Khader Adnan >>>

 
 





 3 SAT -
23.02. - 19:20 in der Sendung Kulturzeit

Ein Film von ca 6 Minuten Länge über Abdallah Fragi´s politisches Leben.

 

 

The banality of a Palestinian's arrest - Amira Hass - 1. A Palestinian is arrested - a routine matter (the routine in question took place on October 21, 2011). - 2. The usual charges: "Throwing an object, including a stone, with the intention of harming a person or property," and organizing an illegal demonstration in which he participated. - 3. And here’s something really banal: Two military judges at the Ofer military tribunal resolve to remand the Palestinian in custody until the end of the legal procedures against him: Captain Zvi Frenkel - "Throwing stones at Israel Defense Forces soldiers is enough to justify extending the remand until the end of procedures;" and Military Appeal Court Judge Brigadier Yoram Haniel - "Releasing the appellant is dangerous, since he repeats this activity time and again and cannot be stopped; he does not learn the proper lesson." In other words: He has been arrested and tried in the past for participating in demonstrations. >>>

 

Tikva Honig-Parnass, False Prophets of Peace - Dr. Ludwig Watzal - Liberal Zionism and the Struggle for Palestine, Haymarket Books, Chicago, Ill. 2011, 262 pp., $ 20. - This book explores the Israeli Zionist Left´s discourse regarding the „Jewish and democratic“State of Israel and all its ramifications that comes with it. Such undertaking was overdue because it exposes Zionist left-wing intellectuals as hypocrites. It was not the Israeli right that did the „dirty“ work of legitimatizing colonization, oppression, expulsion, discrimination and dispossession of the original owners of the land, the Palestinians, but left-wing „liberal“ intellectuals, especially those of the Zionist Labor movement. They provided not only the political, legal and military establishment with ideological legitimacy but also with a „scientific“one. Through their intellectual twists and turns, they laid the foundations for governmental policies that „have made possible Zionist colonialism in the Apartheid settler state of Israel“ (193), writes Tikva Honig-Parnass in her unique book. >>>

Auch - BETWEEN THE LINES - LUDWIG WATZAL: False Prophets of Peace >>>

 

Wirtschaftliche Normalisierung - Shir Hever/Centro de Informacion Alternativa (AIC) - Die Diskussion über die Normalisierung und die Möglichkeiten der Abschwächung des Kampfes gegen die Besatzung dreht sich hauptsächlich um Fragen wie Treffen zwischen den (beiden) Völkern, Konferenzen, Jugendlager für Israelis und Palästinenser und andere Aktivitäten der "Koexistenz", aber es wurde bisher sehr wenig über die wirtschaftliche Seite der "Normalisierung" gesagt oder geschrieben. Seit Beginn der Oslo-Verhandlungen entsteht in Israel ein neuer Wirtschaftsektor, (es bildet sich) eine Gruppe von Personen, die Einkünfte aus der Promotion von Normalisierungs-Projekten mit Geldern aus Europa und den Vereinigten Staaten  erzielen. Diese Israelis und eine kleinere Gruppe von Palästinensern wiederholen immer wieder das Ritual der Organisierung gemeinsamer Aktivitäten von Israelis und Palästinensern und schaffen damit die Illusion, dass solche Veranstaltungen dazu beitragen, den Konflikt zu verkleinern, ohne seine wirklichen Gründe in Betracht zu ziehen. Viele Spender tragen gerne etwas zu diesen Projekten bei, weil sie annehmen, dass sie damit etwas zum "Friedensprozess" beitragen ohne kontroverse Themen angehen zu müssen. Die Leute, die diese Projekte organisieren, haben damit eine Karriere gemacht, auch noch lange nachdem der aktuelle "Friedensprozess" gescheitert ist. Das Peres Center for Peace, eine israelische NGO mit einem Namen wie dem des israelischen Präsidenten Shimon Peres, ist die bekannteste NGO für Normalisierung. Sein opulentes Gebäude in der Stadt Jaffa ist ein perfektes Beispiel dafür, dass die Organisation eine gigantische, wunderbare Struktur darstellt (mit ausländischem Geld finanziert), umgeben von der Armut der enteigneten Palästinenser, während sie vorgibt, die >>>

 
 

Broder und Co hetzen gegen Aachen - Von Lügen und Verdrehungen gespickt ist ein Artikel des Korrespondenten der "Jerusalem Post" Benjamin Weinthal in der Ausgabe vom 18.02.2012 gegen Aachen, seine grüne Bürgermeisterin Hilde Scheidt und Redakteure der "Aachener Nachrichten" und der "Aachener Zeitung". Weinthal reagiert damit auf einen ausführlichen Beitrag auf der Seite 3 der Printausgabe der "Aachener Nachrichten" vom 16.02.2012, in dem der Politik-Redakteur Peter Pappert, einen zuvor am 09.02.2012 erschienenen Artikel des gleichen Autors auf seinen Wahrheitsgehalt untersucht hatte. Wörtlich heißt es darin abschließend: "Der Artikel in der „Jerusalem Post“ enthält weitere nicht belegte Unterstellungen und zitiert schließlich auch eine Aussage von Broder, Scheidt sei „eine grüne Antisemitin und Aachen von ihren Hetzreden verseucht“. >>>

 
 

Université Paris 8 Vincennes à Saint-Denis - Symposium "Ist Israel ein Apartheid-Staat?" vom Uni-Präsidenten verboten - Thomas Immanuel Steinberg - Am Montag, dem 27., und am Dienstag, dem 28. Februar 2012 sollte an der Université Paris 8 Vincennes à Saint-Denis erörtert werden, ob Israel ein Apartheid-Staat ist. Die Universitätsleitung hatte zunächst nicht nur das Symposium erlaubt, sondern den studentischen Initiatoren sogar 2500 Euro Zuschuß für die Veranstaltung gewährt.

Nun hat Pascal Binczak, der 2006 gewählte und seitdem amtierende Präsident der Universität, ein Verwaltungsjurist, die Veranstaltung verboten. Über 300 Wissenschaftler haben schriftlich gegen das Verbot protestiert: Es sei offenbar auf äußeren Druck hin erlassen worden. Das Verbot komme den Vorstellungen des Vertreterrats der jüdischen Organisationen Frankreichs (CRIF) entgegen und gefährde die Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit.

Den Protest gegen das Verbot unterzeichnet haben unter anderm Gilbert Achcar, Étienne Balibar, Rudolf Bkouche, Pascal Boniface, Olivier Roy, François Burgat, Sylvie Tissot, Alain Bertho, Roshdi Rashed, Judith Butler, Luc Boltanski, Noam Chomsky, Enzo Traverso, Isabelle Garo, Michel Husson und Dominique Vidal. (1)

Die Universität Paris 8 mit ca. 1000 Dozenten gilt als links, die zur Zeit 20 000 Studenten kommen eher aus den unteren Schichten. Der Vertreterrat der jüdischen Organisationen Frankreichs (CRIF) entspricht in Funktion und politischer Ausrichtung dem Zentralrat der Juden in Deutschland: Er schwingt unablässig die Antisemitismuskeule gegen alles Linke und unterstützt jeden Angriffskrieg.

Die Protestierer teilen meist die Positionen der Jüdisch-französischen Union für den Frieden (Union juive française pour la paix, UJFP), so deren Mitgied Rudolf Bkouche. Die UJFP entspricht etwa der deutschen Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost. T:I:S, 21. Februar 2012

 


21.2.2012
 

 

Khader Adnan  65 Tage im Hungerstreik... Seit dem 18.12.2011

Israels Oberster Gerichtshof hat die Behandlung des Falls des palästinensischen Häftlings Khader Adnan, der sich seit 65 Tagen im Hungerstreik befindet, auf den heutigen Dienstag vorgezogen >>>

 

Hungernder Häftling ist dem Tode nah - Seit zwei Monaten ist der Palästinenser Khader Adnan im Hungerstreik. Nun hat sich sein Zustand dramatisch verschlechtert - und seine Anhänger drohen mit Vergeltung. Israel steht vor einer neuen Eskalation der Gewalt. - Der Zustand eines jungen Palästinensers in israelischer Vorbeugehaft, der sich seit mehr als zwei Monaten im Hungerstreik befindet, hat sich offenbar dramatisch verschlechtert. Nach Informationen der israelischen Sektion der Ärzte für Menschenrechte schwebt Khader Adnan, 33, in Lebensgefahr. >>>
 

 

Khader Adnan's wife: I know he will live - Nida Tuma -  Along with her job preparing food for the family bakery, Randa Adnan, the wife of hunger-striking Palestinian prisoner Khader Adnan, now has a new role – that of media spokeswoman. >>>
 


Valiance in the Face of Cruelty - Khader Adnan’s Hunger Strike - Charlotte Silver - CounterPunch - "In a letter he wrote from an Israeli hospital on day fifty-six of his strike, Khader stated, `The Israeli occupation has gone to extremes against our people, especially prisoners. I have been humiliated, beaten, and harassed by interrogators for no reason, and thus I swore to God I would fight the policy of administrative detention to which I and hundreds of my fellow prisoners fell prey`" >>>
 


The History of the Palestinian Captive Movement Hunger Strike and the Story of Khader Adnan - Younes Arar - Open hunger strike or what is known as “The Battle of empty Intestines”, is the detainee’s refrain from eating all varieties and forms of food in the reach of the prisoners with the exception of water and a pinch of salt, a step that is rarely used by the prisoners; since this move is considered the most dangerous and hardest step used by detainees because of its serious- physical and psychological risks – for prisoners and in some cases, it led to the martyrdom of a number of them starting with the martyr Abdel Qader Abu Elfahm, who died in 11/7/1970, during the hunger >>>



Israel attempts to divide all by “politics” – Uniting the nation of Palestine by detaining #KhaderAdnan – Photography >>>
 

IMEU: Prisoners in Ashkelon strike to support Adnan >>>
 

Sonderseite für Khader Adnan >>>

 
 

Rationaler Akteur des Tages: Martin Dempsey - Mit der von israelischen und US-amerikanischen Zionisten weithin propagierten Mär von den »verrückten Mullahs in Teheran«, (...)  hat jetzt der höchste Offizier der Vereinigten Staaten, General Martin Dempsey in einem Interview mit CNN ein für allemal Schluß gemacht. (...) General Dempsey, Chef der Vereinigten US-Stabschefs aller vier Waffengattungen, wußte genau, was er tat, als er im Nachrichtensender CNN vor der Weltöffentlichkeit mit zwei kurzen Sätzen den Kriegstreibern in Israel und seinem eigenen Land den Wind aus den Segeln genommen hat: »Wir sind der Meinung, daß Iran ein rationaler Akteur ist«, proklamierte er. Und: »Wir wissen auch, oder wir glauben zu wissen, daß Iran sich entschieden hat, keine Atomwaffen zu bauen.« >>>

 
 

Abflug am 15. April 2012 - „‘Willkommen in Palästina 2012‘: Jeder kann mitmachen“- Interview mit Mick Napier - Adri Nieuwhof - Es gibt Pläne, die israelische Apartheid während 2012 herauszufordern: eine große Anzahl internationaler Aktivisten werden in Tel Avivs Ben-Gurion-Flughafen landen und offen erklären, dass sie Palästina besuchen wollen. Am 15. April wird die Initiative „Willkommen in Palästina 2012“ zum zweiten Mal solch einen Versuch unternehmen, um das Recht der Westbankpalästinenser, Besucher zu empfangen, zu bestätigen. Im Juli des letzten Jahres kollaborierten internationale Fluggesellschaften mit Israel, indem sie Teilnehmer, die auf einer schwarzen Liste standen, daran hinderten, Flugzeuge zu besteigen. Mehr als hundert Aktivisten erreichten mit der „Willkommen in Palästina“-»Flugtille»den Flughafen in Tel-Aviv, wurden aber von israelischen Streitkräften gleich bei der Ankunft verhaftet und später deportiert. Die Electronic Intifada-Mitarbeiterin Adri Nieuwhof interviewte kürzlich Mick Napier (MN), Vorsitzende der schottischen Palästina-Solidaritäts-Kampagne und einer der Organisatoren der „Willkommen in Palästina 2012“ –Kampagne im Vereinigten Königreich über das Projekt. Napier war einer der Teilnehmer der „Flugtille“ [Übers. des engl. Neologismus Flytilla, Anm. d. Hrsgb.] des letzten Jahres, der also aus Israel deportiert wurde. >>>

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Israelische Lobby diffamiert Friedensstifter - Der palästinensische Theologe Dr. Mitri Raheb wird am 24. Februar zusammen mit drei weiteren Personen mit dem Deutschen Medienpreis 2011 geehrt. Sie erhalten diesen Preis, weil ihre Taten herausragendes Symbol für die Menschlichkeit haben, ohne dabei in den medialen Fokus zu gelangen. Seit Bekanntgabe der zukünftigen Preisträger wird der aus Bethlehem kommende Pfarrer im höchsten Grad diffamiert. Hierzu erklärt Botschafter Salah Abdel Shafi. - „Der lautstarke Protest der israelischen und jüdischen Lobby in Deutschland nach Bekanntgabe der Preisträger des Deutschen Medienpreises war ebenso vorhersehbar wie die darauffolgende diffamierende und verleumderische Kampagne gegen Pfarrer Raheb. Vorhersehbar war auch die Aufforderung an den Laudator, dem ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog, der Preisverleihung fern zu bleiben. >>>

 
 

Und draußen platzen die Luftballons - Junge Palästinenser sammeln sich im Internet oder benutzen Hip-Hop, um sich sowohl gegen die israelische Blockade als auch die starke Dominanz der Hamas zu wehren - Wenn die Bomben fallen, geht Ebaa Rezeq online. Draußen am Nachthimmel über Gaza-City durchbrechen die israelischen F-16-Jets die Schallmauer. Dann folgen die Einschläge. Irgendwo in ihrer Stadt zerbirst Beton, splittert Glas, werden Menschen getroffen, ein Trommelfeuer der Detonationen. Die 21-jährige Studentin der Politikwissenschaft twittert dann, um mitzuteilen, wie sehr sie sich freut über die israelische Zur-Nacht-Sinfonie. Je mehr Bomben fallen, desto böser und schriller werden ihre Witze, die sie hinaus in den Cyberspace schickt. Rezeq fühlt sich in solchen Nächten wie aufgesogen vom Internet. „Ich stehe neben mir und bin nur noch ein biologischer Anhang meines Laptops. Wie ein Roboter, dem die Bomben nichts anhaben können.“ >>>

 


20.2.2012
 

 

Amnesty International - Häftling in Lebensgefahr - Der Palästinenser Khader Adnan führt seinen Hungerstreik aus Protest gegen seine Inhaftierung weiter fort. Jetzt befindet er sich deswegen in Lebensgefahr. Am 7. Februar hat ein israelischer Militärrichter die Anordnung einer viermonatigen Verwaltungshaft bestätigt. Durch diese Form der Haft kann Khader Adnan ohne Anklage oder Gerichtsverfahren in Gewahrsam gehalten werden. Khader Adnan wurde am 17. Dezember 2011 in seinem Haus im besetzten Westjordanland festgenommen. Am 10. Januar 2012 wurde er vor ein Militärgericht gestellt  >>>


Khader Adnan Hunger Strike in Context - The hunger strike struggle in which Khader Adnan is engaged in is based on long epic experience of strikes, where the Palestinian detainees’ steadfastness dazzled even the jailers who slam the doors of cells. And without these hunger strikes which were culminated with martyrs, the detainees won’t be able to grab their demands and rights, because the prisons administration from the outset adopted the policy of procrastination, and making the Palestinian detainee going on in a vicious circle, to make it easier to pounce on him. >>>


Die Rechtsanwältin und Menschenrechtsaktivistin, Felicia Langer solidarisiert sich mit dem hungerstreikenden Palästinenser Adnan Khader
und fordert seine Freilassung aus der israelischen Administrativhaft, der er seit Dezember 2011 ohne Gerichtsverfahren ausgesetzt ist. Khaders Leben muss gerettet werden, er streikt seit 64 Tagen und seine Gesundheitszustand ist kritisch. Frau Langer protestiert gegen diese israelische Massnahmen, die mit dem Völkerrecht unvereinbar  seien. 20.2.2012
 

Please read an sign, you should act quickly, it is our responsibility to act because the ICRC is not taking the necessary steps to save Adnans life.

After you sign please distribute widely. That's why I signed a petition to ICRC, which says: "We are writing to express our frustration at your slow acting in regards to the Palestinian detainee, Mr. Adnan Khader, who has been on hunger strike since 17 December 2011. Mr. Khader is protesting his being held under administrative detention by the Israeli occupation forces. Adnan's detention is based on military order with secret evidence that he and his attorney are not allowed to review. According to the order, he was sentenced to jail for a six month period that may be renewed without limitation. His detention is continuing without trial or charges. According to International Humanitarian Law, it is the responsibility of the ICRC to take active steps to save his life by applying pressure on the Israeli government to release him." Will you sign this petition? Click here

 

Waltraut Böttger - Mitglied von Amnesty International - Liebe UA-EmpfängerInnen, am 4. Februar hatte ich eine neue Urgent Action zu einem in Verwaltungshaft genommenen Palästinenser (Khader Adnan) verschickt, der sich seit dem 18. Dezember im Hungerstreik befindet, um gegen diese Haft zu protestieren. Dazu ist jetzt eine Unterschriftenaktion von AI London herausgegeben worden, die ich an alle weiterleite mit der Bitte, sich daran zu beteiligen.

Eine neues Update zu diesem Fall ist in deutscher Sprache unter diesem Link von AI Deutschland  zu finden: http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-031-2012-2/khader-adnan-lebensgefahr?destination=node%2F2939

Daraus geht hervor, dass Khader Adnan inzwischen in akuter Lebensgefahr ist. Ich bitte deshalb noch einmal darum, den von mir am 4.2. verschickten Brief an die entsprechenden Adressen zu schicken oder sich an der Unterschriftenaktion, die ganz unten verlinkt ist, zu beteiligen. Natürlich ist auch beides möglich und sogar noch besser. Waltraut Böttger - Mitglied von Amnesty International - Kogruppe Israel/Besetzte Gebiete/Pal. Autonomiegebiete -  http://amnesty-koeln-gruppe2415.de/-


Dr. Barghouthi demands the international community intervenes to save Khader Adnan’s life - Dr. Mustafa Barghouthi - Appeal From Dr. Mustafa Barghouthi: Release Khader Adnan - I call on the international community to demand that the Israeli government immediately release Khader Adnan from administrative detention. As I write this plea, Khader Adnan is finishing his sixty-second day on hunger strike in protest of Israel’s inhumane and unlawful policy of administrative detention. Since Israel illegally occupied the Palestinian Territories, it has used administrative detention to arbitrarily arrest Palestinian after Palestinian and hold them indefinitely, without any charge.  >>>


Palestinian hunger striker appeals to Israel`s Supreme Court - Catherine Ashton says EU is following Khader Adnan`s case `with great concern`; Adnan has been on hunger strike for 63 days to protest his administrative detention.
 

Internationale Liga fuer Menschenrechte - Dringender Appell an das Deutsche und Internationale Rote Kreuz - “Das Internationale Komitee Rotes Kreuz ist eine unabhängige, neutrale Organisation zur Sicherung von humanitärem Schutz und Hilfe für Opfer von Krieg und militärischer Gewalt.“ ICRC-Statut
Khader Adnan 33 Jahre wurde am 17. Dezember 2011 in seinem Haus im besetzten Westjordanland festgenommen. Am 10. Januar 2012 wurde er vor ein Militärgericht gestellt und zu vier Monaten Verwaltungshaft verurteilt. Am 7. Februar bestätigte ein israelischer Militärrichter die Anordnung der viermonatigen Verwaltungshaft, die erfahrungsgemäß ohne Anklage oder Gerichtsverfahren beliebig oft verlängert werden kann.
Am zweiten Tag nach seiner Festnahme trat Khader Adnan in den Hungerstreik. Der Vater zweier Töchter verweigert seit nunmehr 63 Tagen die Nahrungsaufnahme. Ohne die Herstellung seiner Menschenwürde wolle er nicht am Leben bleiben, erklärte er zu Beginn seines Hungerstreiks. Damit begehrt er gegen die Willkür der Inhaftierungen von Palästinenser_innen in den von Israel besetzten Gebieten auf, gegen die inhumanen und grundrechtswidrigen Haftbedingungen sowie insbesondere auch gegen die Verhörmethoden von Palästinensern,
die mit den Menschenrechten und internationalen Folterkonvention unvereinbar sind. Mit seinem Leben – andere Mittel des Widerstandes haben Gefangene nicht. Zur Zeit liegt er, nach wie vor als Gefangener gefesselt, in einem israelischen Krankenhaus in Nordisrael.
Die Liga appelliert an alle nationalen und internationalen humanitären Organisationen, sich dem Leid der Menschen in den von Israel seit 1967 besetzten palästinensischen Gebieten zuzuwenden. Die lange Zeit der Besatzung, die Gewalt unberechenbarer Übergriffe der Militärs in der Westbank sowie die Willkür der Inhaftierung und inhumanen Haftbedingungen für palästinensische Gefangene in israelischen Gefängnissen verstoßen gegen alle Abkommen der Genfer Konventionen. Die Tatsache, dass es sich bei der fast 45 Jahren währenden Besatzung um die längste Periode des Verbleibs eines Staats in Territorien, die ihm durch Krieg zugefallen sind, darf die Verletzungen der Bestimmungen der Vierten Genfer Konventionen nicht zur „Normalität“ verkehren.
Die körperliche Unversehrtheit, die gefahren- und störungsfreie Lebensführung und die Menschenwürde werden in den besetzten Gebieten durch die israelischen Besatzer tagtäglich bedroht und nicht selten brutal ausgesetzt.
Das Schweigen der westlichen Regierungen und der internationalen humanitären Organisationen angesichts des „stillen Sterbens“ des um seine Menschenwürde kämpfenden Gefangenen, wirft Fragen nach dem Verständnis humanitärer Standards auf. Vergleichbare Vorgänge in China, Burma oder anderswo rufen einen Aufschrei der Regierungen hervor. Oftmals springen die humanitären Organisationen ein, um Schlimmstes zu verhindern. 
Bei den Regularien der israelischen Besatzung handelt es sich unzweideutig um eine Verletzung der humanitären Lebensbedingungen der palästinensischen Bevölkerungen in den besetzten Gebieten. Das Deutsche Rote Kreuz arbeitet ebenso wie das Internationale in Verteidigung und Umsetzung der humanitären Genfer Konventionen.
Der Schutz der Bevölkerung in Gebieten, die nach einem Krieg von einer Siegermacht vereinnahmt worden sind und besetzt gehalten werden, wäre doch nicht zuletzt auch das Mandat, das sich alle Signatarstaaten und insbesondere das Rote Kreuz als Anwälte und Hüter der Genfer Konventionen aufgaben.
Die willkürliche Festnahme sowie die Verhörmethoden und Gefängnisbedingungen, gegen die Khader Adnan mit seinem Hungerstreik protestiert, sind menschenunwürdig. Sie gelten allen palästinensischen Gefangenen. Sogar Minderjährige werden in Verstoß gegen die Kinderrechtskonvention nicht verschont.
Das Schweigen der internationalen Zivilgesellschaften und das untätige Wegschauen der humanitären Organisationen und westlichen Regierungen muss gebrochen werden.
Die Liga appelliert an das Deutsche und Internationale Rote Kreuz dringend, sich für die Erhaltung des Lebens von Khader Adnan einzusetzen.
An die Bundesregierung und die EU-Regierungen richtet die Liga den Appell, auf politischem Wege die Zuständigen in Israel zu bewegen, in Militärgefängnissen die Menschenwürde politischer palästinensischer Gefangene zu achten sowie die diesen zustehenden Grund- und Menschenrechte einzuhalten.
 
Bitte schreiben Sie an die Zentrale sowie an die Botschafter des DRK
Postanschrift - DRK-Generalsekretariat - Carstennstr. 58 - 12205 Berlin
Postanschrift - Deutsches Rotes Kreuz - Postfach 450 259 - 12172 Berlin
Telefon: 030 / 85404 – 0 |  Fax: 030 / 85404 - 450  |  Email: drk@drk.de
 
Postanschrift ICRC International Committee of the Red Cross  - 19 Avenue de la paix CH 1202 Geneva - Tel: +41 22 734 60 01 - Fax: +41 22 733 20 57 - webmaster@icrc.org
Botschafter: http://www.drk.de/ueber-uns/partner/drk-botschafter.html

Khader Adnan, Bobby Sands

Video – Message from artist taxi driver Mark McGowan for Khader Adnan >>>

Sonderseite für Khader Adnan >>>

 
 

Die Meldungen zur Kandidatenfrage überschlagen sich. Das Amt des Bundespräsidenten ist endlich durch das Verhalten seines letzten Amtsinhabers noch nicht einmal mehr eine Lachnummer wert. - W. Frankenberg -  Die Mitglieder der Bundesversammlung sollten sich kollektiv die Narrenkappe aufsetzen und rufen: Wolle ma se reilasse! Und sie stehen bereits Schlange. Gestern noch habe ich den „Hofjuden“ Henryk M. Broder einer Casting-Jury unter Leitung von Dieter Bohlen zugeordnet, um den nächsten Bundespräsidenten zu ermitteln, schon kommt es anders als man denkt. Broder, der „Dirk Bach“ des deutschen Journalismus, bewirbt sich mit seinem exmuslimischen „Diener“, einem gewissen Hamed Abdel-Samed, für das höchste deutsche Staatsamt. Ein multikultureller Coup erster Güte. Sie entsprechen voll und ganz der politischen korrekten Wahnwelt der deutschen Politiker. Migrationshintergrund, Jude, Muslim, multilingual, neokonservativ bis reaktionär, schräg bis zum Abwinken, politisch inkompetent usw.  >>>

 
 

YOU CAN’T GET THERE FROM HERE: THE NEED FOR “COLLAPSE WITH AGENCY” IN PALESTINE - Jeff Halper - Even as I write this, the bulldozers have been busy throughout that one indivisible country known by the bifurcated term Israel/Palestine. Palestinian homes, community centers, livestock pens and other “structures” (as the Israel authorities dispassionately call them) have been demolished in the Old City, Silwan and various parts of “Area C” in the West Bank, as well among the Bedouin – Israeli citizens – in the Negev/Nakab. This is merely mopping up, herding the last of the Arabs into their prison cells where, forever, they will cease to be heard or heard from, a non-issue in Israel and, eventually, in the wider world distracted from bigger, more pressing matters. An as-yet confidential report submitted by the European consuls in Jerusalem and Ramallah raises urgent concerns over the “forced expulsion” of Palestinians – a particularly strong term for European diplomats >>>

 
 

Palästinas neuer Märtyrer - Andreas Hackl - Der Palästinenser Chader Adnan wird die nächste Woche wahrscheinlich nicht überleben. "Sein Tod steht unmittelbar bevor", erklärte die Menschenrechtsorganisation Physicians for Human Rights. - Adnan, 33 Jahre alt und ein Sprecher der militanten Gruppierung Islamischer Jihad, ist seit dem 18. Dezember im   >>>


One man against the state` - Gideon Levy - Khader Adnan, who is protesting his detention and humiliating treatment, is about to set a record for Israel`s longest hunger strike.

Solidarity with Khader Adnan - Stephen Lendman - Day 62 and counting. Adnan's hunger strike continues. On February 15, Israel let his wife Randa see him for the second time. She said "(h)is health has drastically deteriorated from the last time I saw him" a week ago. "I expect the worst. He insists on continuing with the hunger strike." He wants to live but will die for justice. PLO official Saeb Erekat said Abbas pressed Russia, China, Britain, and EU authorities to help during meetings with acting EU representative to Palestine John Gatt-Rutter, UK Consul-General Vincent Fean, Russian representative Alexander Rudakov, and Chinese PA ambassador Yang Wei Guo. He also contacted Washington >>>

Briefe an Khader Adnan - Benjamin Doherty ist Mitglied einer Gruppe von Aktivisten, die am 17. Februar eine Briefaktion für den Gefangenen Khader Adnan begannen. Er schreibt:
Heute begann Khader Adnan den 62sten Tag seines Hungerstreiks im Protest gegen seine von Israel auferlegte „Verwaltungshaft“. Im Ziv-Krankenhaus in Safed ist er an sein Bett gekettet,  obwohl er seit einigen Tagen zu schwach zum Laufen ist. In einem Interview mit dem Independent sagte Randa Adnan – seine Frau: “ Ich kenne meinen Mann. Er wird seine Meinung nicht ändern. Ich denke, dass er sterben wird.“
Khader Adnans Kampf hat mit Hilfe von Bloggern und Aktivisten  weltweite Aufmerksamkeit gefunden,   Ich habe zuerst durch Shahd Abusalama von ihm erfahren, der am 21. Januar schrieb: ‚Jeder Palästinenser ist zu einem Leben der Unsicherheit verurteilt, ohne eine Straftat zu begehen. Ein Palästinenser sein ist unser einziges Vergehen. Für Khader ist diese Internierung nicht das erste Mal in einem israelischen Gefängnis. Er ist tatsächlich zum achten Mal im Gefängnis, immer unter Verwaltungshaft. Jedes Mal eine andere Erfahrung, schrittweise immer bitterer.‘
Eine kleine Gruppe von Schriftstellern, Studenten und Aktivisten (ich gehöre dazu) sammelt Briefe in Solidarität und Unterstützung von Khader Adnan und seiner Familie. All diese Briefe werden hier veröffentlicht:
http://khaderadnan.posterous.com/
Wenn seine Tortur vorüber ist, werden diese Briefe übersetzt und der Familie übergeben. Wir hoffen, dass Khader und Randa diese Briefe eines Tages zusammen mit ihren Kindern Ma’ali (vier Jahre alt), Bissam (18 Monate alt) und dem Baby lesen, das in einigen Monaten erwartet wird.

Beitrag eines Briefes - Sie können einen Brief beitragen, indem Sie ihren Brief per Email an  post@khaderadnan.posterous.com schicken. Schreiben Sie Ihren Namen und Herkunftsort als Betreff. Sie können auf Englisch, Arabisch oder in jeder Sprache schreiben.

Dieses Projekt hat am ersten Tag über 160 Botschaften erhalten und die Briefe kommen aus der ganzen Welt. Kate aus Irland begann ihren Brief so:

‘Was sagt man einem Mann, der mehr gibt, als man sich selbst je geben sieht? Was ich lediglich vorbringen kann ist das Wissen, dass dein Kampf nicht vergebens ist. Unserer Länder haben eine unterschiedliche Geschichte, und die gleiche. Ich kenne deine Geschichten, ich höre sie von überall in der Welt, ich höre sie von meiner Mutter. Sie erzählt mir Geschichten mit Tränen in ihren Augen.‘

Mariam Al-Sheikh beobachtet: ‘Ich habe Schwierigkeiten, die Worte zu finden, die unsere Gefühle in diesem Moment beschreiben, wenn wir zusehen, wie Sie 61 Tage Hunderstreik überlebten. Die Leute haben mir nicht geglaubt, als ich ihnen Ihre Geschichte erzählte. Die Wahrheit ist: Herr Khader, Sie sind ein Held!‘

Chris schrieb: ‚Es ist ein Skandal, dass kein Aufschrei  nach Gerechtigkeit und Rechenschaft in der ganzen Welt zu vernehmen ist. Deine Stimme wird gehört werden und deine Vision wird verwirklicht werden.

Lesen Sie die Briefe selbst und schicken Sie bitte Ihren eigenen Brief in Unterstützung an post@khaderadnan.posterous.com.
http://mondoweiss.net/2012/02/write-a-letter-of-support-and-solidarity-to-khader-adnan-and-his-family.html



Bil’in protestiert für Khader Adnan
- Heute wurde der siebte Jahrestag der Proteste im Dorf Bil’in  in den besetzten Gebieten begangen. Die Proteste richten sich gegen die israelische Konfiszierung von Dorfland, um Platz für eine jüdische Siedlung zu schaffen. Aber heute konzentrierte sich die Demonstration auf Khader Adnan, den Gefangenen im Hungerstreik.

Adnan befindet sich seit 61 Tagen im Hungerstreik, um gegen seine Verwaltungshaft ohne offizielle Anklageerhebung durch die israelischen Behörden zu protestieren.

Wie man im Video sehen kann, gab es auf dem Hang eine steife Brise – und viel Tränengas und Schockgranaten von den israelischen Soldaten. Aber die Demonstranten trugen das Bild des Aktivisten und Adnanmasken, ein Mann hatte sich zu Ehren Adnan sogar einen Bart angehängt. Eine Gruppe Jugendlicher konnte die Mauer erreichen und malten Adnans Gesicht als Graffiti in schwarzer Farbe auf den Beton.
http://mondoweiss.net/2012/02/khader-adnan-is-honored-at-bilin-protest.html
 

In Al-jazeera schrieb Richard Falk: Der Fall von Khader Adnan ist ein entlarvender Mikrokosmos der unerträglichen Grausamkeit einer fortgesetzten Besatzung. Er zeigt den Kontrast im Westen auf zwischen der Würde eines israelischen Gefangenen und der entschlossenen Weigerung, auf die Misshandlung von tausenden von palästinensischen Gefangenen zu reagieren, die in israelischen Gefängnissen aufgrund von Gerichtsurteilen oder Verwaltungshaft dahinsiechen.[...]

Haben wir nicht eine Stufe in unserer Wertschätzung der Menschenrechte erreicht, wo wir solche Barbarei durch einen Staat verbieten? Hoffen wir, dass die schreckliche Erfahrung von Khader Adnan nicht mit seinem Tod endet und hoffen wir weiter, dass er einen weltweiten Protest auslöst sowohl gegen Verwaltungshaft als auch gegen die Misshandlung von Gefangenen. Die Palästinenser haben bereits mehr als genug gelitten.             Übersetzt und bearbeitet von Martina Lauer

 

Palestinian hunger striker appeals to Israel's Supreme Court - Catherine Ashton says EU is following Khader Adnan's case 'with great concern'; Adnan has been on hunger strike for 63 days to protest his administrative detention. >>>


The history of the Palestinian Captive Movement Hunger Strike and the Story of Khader Adnan - Younes Arar - Open hunger strike or what is known as `The Battle of empty Intestines`, is the detainee’s refrain from eating all varieties and forms of food in the reach of the prisoners with the exception of water and a pinch of salt, a step that is rarely used by the prisoners; since this move is considered the most dangerous and hardest step used by detainees because of its serious- physical and psychological risks - for prisoners and in some cases, it led to the martyrdom of a number of them .
 

THEY WANT US TO BE SILENT-Torture and Administrative Detention

Sonderseite für Khader Adnan >>>
Sonderseiten - Friedlicher Widerstand in Palästina >>>

 
 

Ethnische Säuberung im zionistischen Märchenland - Vacy Vlacna - „Die De-Arabisierung der Geschichte Palästinas ist  ein weiterer  entscheidender Punkt der ethnischen Säuberung. 1500 Jahre arabischer und muslimischer Herrschaft und Kultur werden in Palästina trivialisiert, Beweise seiner Existenz werden zerstört. All dies wird getan, um die absurde Verbindung zwischen der alten hebräischen Kultur und dem heutigen Israel zu knüpfen. Das offensichtlichste Beispiel von heute ist Silwan (Wadi Hilwe), eine Stadt direkt außerhalb der Altstadtmauern Jerusalems mit etwa 50 000 Bewohnern. Israel vertreibt Familien aus Silwan  und zerstört ihre Häuser, weil es behauptet, dass König David hier vor 3000 Jahren eine Stadt gebaut hatte. Tausende von Familien werden obdachlos gemacht, damit Israel hier einen Gedenkpark für einen König einrichten kann, der vor 3000 Jahren hier gelebt oder auch nicht gelebt hat.  Keine einzige  Scherbe eines historischen Beweises existiert, die beweisen kann, dass König David jemals hier lebte, doch palästinensische Männer, Frauen und Kinder und Alte müssen mit ihren Schulen, Moscheen, Kirchen und alten Friedhöfen  und jedem Beweis ihrer Existenz verleugnet bzw. zerstört werden, so dass zionistische Ansprüche  mit exklusiven Rechten auf das Land untermauert werden können.“   schreibt Miko Peled, ein israelischer Dissident. >>>

Israel approves new East Jerusalem visitors' compound, razes Palestinian community center  - Jerusalem planning and committee approves construction of new visitors’ center at City of David National Park in Silwan. - Nir Hasson - The Jerusalem District Planning and Construction Committee approved on Monday the construction of a new visitors’ center at the City of David National Park in Silwan. As part of this decision, Israel Nature and Parks Authority representatives this morning razed a complex built by Silwan residents that included a playground, community center and cafe. >>>

Sonderseiten - Jerusalem - Hauptstadt zweier Staaten >>>

 

 

DSDS oder DSBP? - W. Frankenberg - Das Amt des Bundespräsidenten wird nach Christian Wulfs unwürdigem Abgang wie Sauerbier angeboten. Niemand Seriöses will es sich antun. Claudia Roth hatte vor einer Casting-Show für dieses Amt gewarnt. Warum eigentlich?

DSDS mit Pop-Titan Dieter Bohlen wäre der geeignete Juror für das neue Format DSBP (Deutschland sucht den Bundespräsidenten). Komplimentiert sollte diese Jury durch Henryk M. Broder und Cindy aus Marzahn werden. Dieses „Dreigestirn“ findet garantiert den geeigneten Kandidaten oder Kandidatin.

Es werden sich garantiert nicht über 30000 Kandidaten melden, da ein Mindestalter von 40 Jahren gefordert wird. Eine optimale Kandidatin wäre die Ex-Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland Charlotte Knobloch. Sie könnte schon aus politischen Gründen nicht abgelehnt werden, weil es den Antisemitismusvorwurf zur Konsequenz hätte. Oskar Lafontaine mit seiner neuen Braut, der Rosa-Luxemburg-Darstellerin Wagenknecht, könnte es mit Wulf durchaus aufnehmen. Thomas Gottschalk könnte seine Sendung „Wetten dass?“ in Schloss Bellevue mit seinen Stars und Sternchen fortsetzen. >>>

Thomas Krüger als "IM" von Honestly Concerned >>>

 


18.2.2012
 

 

Die Judaisierung von Palästina: 2011 – zunehmender Trend zur Vertreibung

Das Israelische Komitee gegen Hauszerstörungen (ICAHD) - 12. Januar 2012 - Herausgeber: Itay Epshtain - Dieser Artikel stellt eine politische Analyse der Grundursachen und Konsequenzen von Israels Strategie der Häuserzerstörung auf mit dem Augenmerk auf der Zerstörung von palästinensischen Wohnhäusern und anderen Strukturen in der besetzten Westbank. Alle erfassten Vorfälle sind von Partnern in der Arbeitsgruppe Vertreibung bestätigt und dokumentiert worden.  (eine interinstitutionelle Gruppe unter der Schirmherrschaft des Büros des UN-Hochkommisariats zum Schutz der Menschenrechte unter dem Vorsitz des UN-Büros für die Koordination von Humanitären Angelegenheiten. Die AG Vertreibung setzt sich aus mehr als 100 Mitgliedern wie UN-Organisationen, internationalen und lokalen israelischen und palästinensischen NGO’S sowie Spendern zusammen. Das ICAHD war immer ein aktives Mitglied dieser Gruppe seit seiner Gründung 2008).

Die Palästinenser sind bitter enttäuscht von den Auswirkungen der israelischen Politik auf ihr Leben. Sie können sich nicht frei auf ihrem Territorium bewegen. Sie können ihre Gemeinden nicht planen. Sie sind aus ihren Häusern vertrieben worden. Ihre Häuser werden immer wieder zerstört. Ich glaube nicht, dass die meisten Leute in Israel überhaupt eine Ahnung haben, wie Ordnungspolitiken dazu benutzt werden, um Gemeinden und Familien zu trennen und zu schikanieren.“ Die Untergeneralsekretärin der UN für humanitäre Angelegenheiten, Baroness Valerie Amos, Mai 2011.

2011 – Rekordjahr der Vertreibungen - Häuserzerstörungen und Zwangsräumungen gehören zu Israels schändlichsten Praktiken in den besetzten palästinensischen Gebieten. 2011 >>>
 

Sonderseiten - Vertreibung der Palästinenser - Landraub >>>

 
 

Landeskirche begrüßt Auszeichnung für palästinensischen Pfarrer - Landesbischof Dr. Ulrich Fischer hat sich erfreut darüber gezeigt, dass der Deutsche Medienpreis an einen evangelischen Pfarrer aus Bethlehem vergeben wird. Mitri Raheb setze sich in einem Konflikt- und Spannungsgebiet für Versöhnung und Frieden ein. „Ich schätze Pfarrer Dr. Raheb und seine Bildungs- und Sozialarbeit in Bethlehem außerordentlich“, sagte Fischer. Der Preisträger wirke der starken Abwanderung von Christen aus den palästinensischen Autonomiegebieten entgegen und bereite die junge Generation auf ein friedliches Zusammenleben in Israel und Palästina vor. Die Evangelische Landeskirche in Baden unterstütze diese Arbeit über evangelische Hilfswerke wie ‚Kirchen helfen Kirchen’. >>>

 
 

Daoud Nassar - Director Tent of Nations  - Dear Friends, Today, the 14th of February at 1.30 PM and as we were working on our land, specifically in the tree of life orchard, we found on three different places , papers with maps signed by the civil administration of Judea and Samaria which is the Israeli military government.

The papers say that we have to stop working on the land specified on the map, because they declared it as a state land. According to them, this land doesn’t belong to us but it is a state land and we are cultivating it. The papers also say that if we want to challenge this order, we can appeal against it within 45 days in front of the military representative office.

It is ridiculous to receive something like that after 21 years of legal battle defending our land and the right to it in front of Israeli courts.

We sent those papers to our attorney in Jerusalem and he is going to appeal against it within the next days.

This is just to inform you about what happened today, please be aware that the situation might get worse, please be prepared in case actions are needed. In the meanwhile, our attorney will appeal against it and we will see what kind of reaction we receive.

We will keep you updated and will inform you about our next steps and how you can help. Thank you so much for your support and solidarity. Please keep us in your thoughts and prayers. Blessings and Salaam.  Daoud

Daoud Nassar - Director Tent of Nations – People Building Bridges - P.O.Box 28, Bethlehem Palestine
Tel: +972 (0)2 274 30 71 -
Fax: +972 (0)2 276 74 46 - Mobile: +972 (0)522 975 985 E-mail:
dnassar@tentofnations.org - www.tentofnations.org

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Du sollst nicht töten ( auch nicht Dich selbst) - Uri Avnery - (...) Wie viele Israelis es sehen, könnte diese Situation auf immer so bleiben. Der offizielle Slogan heißt: „Wir haben keinen Partner für Frieden.“ Aber kann das wirklich dauern? Die palästinensische Bevölkerung im Lande wächst rasant. Es wird nicht lange dauern, bis sie die Mehrheit bilden wird. Die Idealisten, die für die „Ein-Staaten-Lösung“ sind, glauben, der Apartheidstaat  verwandle sich langsam in einen „Staat für alle seine Bürger“. Falls nach weiteren Jahrzehnten der Unterdrückung,  mit Bürgerkrieg, Brutalitäten und anderen Plagen sich dies verwirklichen würde, dann würde es sich schnell in einen palästinensischen Staat mit einer jüdischen Minderheit verwandeln, wie die Weißen im heutigen Südafrika. Es würde eine Negation des ganzen zionistischen Unternehmens sein, dessen Hauptzweck es war, einen Ort in der Welt zu haben, wo Juden eine Mehrheit sind. Die meisten jüdischen Israelis würden wahrscheinlich emigrieren. Für einen Israeli wäre dies ein nationaler Selbstmord. Doch wäre es die unvermeidbare Folge, wenn der Staat seinen Kurs wie bisher fährt. WENN EINE Person sich selbst töten will, wie es ihr Recht ist, hat sie viele Möglichkeiten, dies zu tun: vergiften, erschießen, aufhängen, vom Dach springen etc.. Als Staat hat Israel auch mehrere Optionen. Abgesehen von der tickenden Bombe, (die „Ein-Staat-Lösung“)  hat Israel auch eine interne tickende Bombe, die sogar gefährlicher sein mag. Wie die erste Option, so ist auch die zweite  schon auf dem Weg. Wenn die erste Option wenigstens teilweise von äußeren Faktoren abhängt, ist die zweite ganz und gar hausgemacht. Als Israel entstand, waren die orthodoxen Juden eine kleine Minderheit. >>>

 
 

Veolia behandelt Abwässer von Modiin-Illit-Siedlung - Adri Nieuwhof - Eine Untersuchung aus der letzten Zeit zeigt, dass Veolia (http://electronicintifada.net/tags/veoliain  „neue“ israelische Projekte in den besetzten Gebieten der Westbank involviert ist. Veolia Wasser Israel leistet  der illegalen Siedlung von Modiin Illit Dienste und Veolia Transportation Israel arbeitet im Ganzen mit sieben – statt vier - Buslinien, die durch das palästinensische Land fahren.

Wer profitiert davon?  (http://www.whoprofits.org/company%20Info.php?id=581) – ein Forschungsprojekt der Israelischen Koalition der Frauen für Frieden – entdeckten Beweise von Veolias Beteiligung an Israels „neuen“ Besatzungsprojekten, indem sie die Internetseite der Gesellschaft durchsuchten, offiziell Israels Internetseiten und die finanziellen Berichte.

Auf seiner Internetseite schreibt Veolia Water Israel (http://veoliawater.co.il/he/services/Waterandsewage/ayalon/), dass seine Ayalon Sewage Treatment Plant  behandeltes Abwasser an mehrere Gemeinden liefert, einschließlich der israelischen Siedlung von Modiin Illit. Die illegale Modiin Illit Siedlung liegt zwischen Jerusalem und Tel

Aviv in der besetzten Westbank. Veolia Water Israel ist eine Tochtergesellschaft von Veolia Environment nach  „Who Profits?

Veolia betreibt drei andere Buslinien, die durch die Westbank laufen.

 Im letzten August ( 2011) berichtete ich (http://electrointifada.net/blog/adri-nieuwhof/veolia-keeps-silent-about-two-bus-services-illegal-settlements), dass Veolia in den USA   die Information verbreitete, dass es keine anderen Buslinien in der Westbank betreibt, außer der Buslinie 209 und 110  >>>

 
 

Der Shabak  foltert und misshandelt straflos die palästinensischen Verhafteten - Adri Nieuwhof - Das Allgemeine Komitee gegen Folter in Israel (PCATI) hat ein Papier über seine Bemühungen veröffentlicht,  dass die israelische Sicherheitsagentur  - oder Shabak – für ihre Folterpraktiken und Misshandlungen palästinensischer Verhafteter Rechenschaft ablegt.

In  Verantwortlichkeit  weiter abgeleugnet  s.u.(http://www.stoptorture.org/files/PCATI_eng_web.pdf) enthüllt PCATI , wie sich Israel  strafrechtlicher Untersuchungen bei allen 701 Anklagen über Folter und Misshandlungen entzieht.

Im Oktober 1991 ratifizierte Israel die Konvention gegen Folter und andere grausame, unmenschliche und demütigende Behandlung oder Strafen. Israel sollte deshalb Folter verhindern. Keine Ausnahmefälle - welcher Art auch immer -  können  nach der Konvention als  Rechtfertigung gelten. Nach Artikel 4 muss Israel sich absichern, dass alle Handlungen von Folter, Versuchen zu foltern und  Mittäterschaft an Folter „durch entsprechende Strafen, die ihre Schwere berücksichtigen“ bestraft werden.

Folter und Misshandlung der palästinensischen Häftlinge

Palästinensische und israelische Menschenrechtsorganisationen haben  konsequent über Verletzungen der Rechte politischer Gefangenen berichtet. In seinem Papier stellt PCATI eine Zusammenfassung  zweier Anklagen über Folter >>>

 
 

Adnan Still On Hunger-Strike At Galilee Hospital - Sahar Francis Lawyer of the Prisoner Support and Human Rights Association, Ad-Dameer, visited on Friday, detainee Khader Adnan who has been on hunger strike since more than 62 days and is currently at an Israeli hospital in Safad >>>

Thousands rally in Gaza, West Bank in support of Palestinian jailed in Israel - 'We are all Khader Adnan,' chant Palestinians in Gaza, referring to the Islamic Jihad leader who is on the 62nd day of a hunger strike to protest his detention by Israel. >>>

Richard Falk: Saving Khader Adnan’s life is saving our own soul - The world watches as tragedy unfolds beneath its gaze. Khader Adnan is entering his 61st day as a hunger striker in an Israeli prison, being held under an administrative detention order without trial, charges, or any indication of the evidence against him. The Palestinian prisoner’s case is a microcosm of the unbearable cruelty of prolonged occupation. >>>

Khader Adnan: A leader in the struggle for Palestinian prisoner’s dignity - Dylan Collins >>>

Thousands rally for Khader Adnan >>>

Sonderseite für Khader Adnan >>>

Hundreds of Palestinians join hunger strike

 


16.2.2012
 

 

Verdrängung durch gezielte Rückentwicklung

Westjordanland  - Israel dreht Palästinensern den Solarstrom ab - Juliane von Mittelstaedt - Mit deutschem Geld wurden im Westjordanland Solarmodule errichtet, sie versorgen viele Palästinenser mit Strom. Doch plötzlich will Israel die Anlagen abreißen. Ein Racheakt für Kritik der EU? >>>
 

Aus aktuellem Anlass eine Pressemitteilung von medico international über ein humanitäres Entwicklungsprojekt von medico und der israelischen Organisation Comet-ME. Dazu einen Beitrag über das Projekt, sowie Hintergründe über die Lage in jenen 60% der Fläche der Westbank, die nach wie vor und seit 1967 unter direkter israelischer Verwaltung stehen. -  Tsafrir Cohen
 

Israel will von Deutschland finanzierte humanitäre Projekte im Westjordanland abreißen - "Verdrängung durch gezielte Rückentwicklung"  - Israelische Behörden wollen im Westjordanland humanitäre Projekte, die mit deutschen Mitteln finanziert werden, im Wert von mehr als 200.000 Euro abreißen lassen. Betroffen sind Windkraft- und Solaranlagen, welche die Frankfurter Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international in Zusammenarbeit mit der israelischen Organisation Comet-ME in palästinensischen Dörfern der Südhebronhügel errichtete. Finanziert werden die Projekte aus Spendengeldern und mit finanzieller Unterstützung des Deutschen Auswärtigen Amts. Rund 1.500 Palästinenser sind von der dezentralen, regenerativen Energieversorgung abhängig, da die israelische Administration ihnen den Anschluss an die bestehenden Wasser- und Stromleitungen in den sog. C-Gebieten, entgegen dem Humanitären Völkerrecht, verweigert. "Die israelischen Behörden fördern dort zwar die jüdischen Siedlungen mit großzügigen Subventionen, genehmigen Palästinensern aber nicht den Bau von Kindergärten oder Gesundheitseinrichtungen", kritisiert medico-Nahostreferent Tsafrir Cohen. Cohen erläutert: "Der drohenden Abriss ist Ausdruck einer Politik der gezielten Rückentwicklung. Die israelische Administration macht der palästinensischen Bevölkerung das Leben in den C-Gebieten unmöglich. Sie werden so in die dichtgedrängten städtischen Enklaven Ramallah oder Hebron verdrängt.“ >>>

Insel der Hoffnung im besetzten Land - Eine palästinensische Kommune kämpft um ihr Überleben und für Verständigung -  >>>                  

„Wir lehnen es ab, Feinde zu sein“ - Rupert Neudeck -  Nach einem Besuch auf dem Weinberg Daher, Zone C des besetzten Westjordanlandes  >>>

Tent of Nations – People Building Bridges
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Sonderseiten: Projekt  - "Zelt der Völker" >>>

 

Wohlüberlegte Zerstörungswut in den Südhebronhügeln - Israelische Sicherheitskräfte machen Familie obdachlos, zerstören Lebensgrundlagen einer Gemeinde - In dem Dorf Tha’ala, in dem medico und seine israelische Partnerorganisation Comet-ME neulich Wind- und Solaranlagen aufgebaut hatten, rückten heute Bulldozer der israelischen Sicherheitskräfte ein. Sie zerstörten die ärmliche Behausung einer achtköpfigen Familie. Diese ist jetzt obdachlos. Ihre wenigen Habseligkeiten haben sie verloren, denn sie wurden daran gehindert ihr zuhause zu räumen. Dazu zerstörten die Sicherheitskräfte zwei einfache Zisternen zur Wasserspeicherung von Regenwasser und mehrere Tierunterstände. Israelisches Sicherheitspersonal hinderte die Bewohner mit Gewalt daran, die Tiere aus den Unterständen zu holen. 15 Lämmer verendeten einfach unter den Trümmern.

Unser Projekt dient dazu, den offiziellen Stromboykott der israelischen Ziviladministration zu umgehen. Denn einen Anschluss des Dorfs an eine herkömmliche Stromtrasse verbietet sie. Das darf sie: Das Dorf liegt nämlich im C-Gebiet. Hier darf nichts ohne Genehmigung der israelischen Verwaltung gebaut werden. Während die nahe gelegenen israelischen Siedlungen mithilfe großzügiger staatlicher Subventionen gefördert werden, wird der Zugang der palästinensischen Gemeinden zu Wasser und Land systematisch verknappt, dürfen Häuser, Kindergärten oder Gesundheitseinrichtungen nicht gebaut werden. Die Gemeinde Tha’ale, die nachweislich schon 1881 existierte, erkennt die israelische Administration einfach nicht an. Da sie auf dem Papier nicht steht, sind ihre Bewohner offensichtlich Freiwild.

Mit Aktionen wie die heute in Tha’ala zerstört die israelische Ziviladministration die Lebensgrundlagen dieser Gemeinde. Diese sollen weiterhin in bitterster Armut leben. Gezielte Rückentwicklung – um die palästinensische Bevölkerung in die dichtgedrängten städtischen Enklaven zu vertreiben.   Tsafrir Cohen

 
 

Gaza liegt im Dunkeln: Das einzige Elektrizitätswerk steht wegen Mangels an Treibstoff still - Wie die Behörde für Energie und Natürliche Ressourcen mitteilte, steht das einzige Elektrizitätswerk von Gaza, das 35% des Stromverbrauchs im Gazastreifen deckt, seit heute wegen Mangels an Industrietreibstoff still. "Infolge des gravierenden Mangels bei der Versorgung mit Treibstoff verlieren wir eine für Gaza lebenswichtige Stromquelle", sagte Ahmed Abu al Amrin, Direktor der Behörde für Energiedaten, bei einer Pressekonferenz. Er machte darauf aufmerksam, dass der Ausfall verhindere, "den Bedarf von Krankenhäusern, und ebenso für Wasserpumpen, Infrastruktur, Unterricht und für die Behandlung von Abwasser zu decken". Die Schließung (des Elektrizitätswerks) erfolgte auf Grund der Unterbrechung der Versorgung mit Industriediesel, der von Schmugglern durch die Tunnels vom ägyptischen Sinai in den Gazastreifen gebracht wird und deutlich billiger ist als der offiziell von Israel eingeführte. Guy Inbar, Sprecher der Israelischen Zivilverwaltung, der Militärbehörde, die die besetzten Gebiete verwaltet, wies gegenüber EFE darauf hin, die Regierung der Hamas im Gazastreifen habe seit einem Monat keinen Diesel von Israel über die Palästinensische Autonomiebehörde gekauft – es gibt keinen direkten Kontakt - , und auf die Versorgung des Elektrizitätswerkes über die Tunnels >>>

 
 

Interview mit Volker Perthes"Einen Gottesstaat sehe ich nirgends entstehen" - Der Nahost-Experte Volker Perthes hat in seinem Buch "Der Aufstand. Die arabische Revolution und ihre Folgen" die Situation in der arabischen Welt analysiert. Volker Thomas sprach mit ihm über die Gegenwart und die Zukunft der arabischen Staatenwelt – und über die Rolle, die der Westen im Prozess der Demokratisierung spielen kann. - Herr Professor Perthes, welchen Zeithorizont geben Sie dem "Arabischen Frühling"? - Volker Perthes: Ich benutze den Ausdruck Frühling nicht, weil er zu viel Ungeduld zum Ausdruck bringt und nicht dazu einlädt, sich über ein langfristiges strategisches Engagement Gedanken zu machen. Wir wissen aus anderen Transformationsprozessen etwa in Osteuropa, dass die Überwindung autoritärer Strukturen nicht in einem Vierteljahr zu schaffen ist. Das kann viele Jahre, möglicherweise Jahrzehnte dauern. >>>

 
 

 




Bei Kaufland gibt es tatsächlich Landwirtschaftsprodukte aus Palästina.
 

Also, jetzt können wir unsere Solidarität essen und zeigen.

 
 
Proteste gegen die Namensgebung: Ben Gurion-Boulevard.

 


15.2.2012
 

 

Hungerstreikender Palästinenser bleibt weiterhin in Haft - Israelisches Militärgericht lehnte Freilassung ab -  Ein in Israel inhaftierter Palästinenser, der sich seit 58 Tagen im Hungerstreik befindet, bleibt weiterhin in Haft. Ein israelisches Militärgericht wies den Widerspruch des 34-jährigen Chader Adnan gegen seine Inhaftierung am Montag zurück, wie dessen Anwalt Dschawad Bulus sagte. Er werde nun vor den Obersten Gerichtshof Israels ziehen. >>>


The Israeli Military Appeals Court dismissed the appeal against Khader Adnan’s administrative detention order today, 13 February 2012 >>>

Wife of near-death prisoner asks world to help >>>

Khader Adnan’s life ebbing away, facing day 57 of hunger strike >>>


Please sign / bitte unterzeichnet: Khader Adnan’s life at risk as He enters day 57 of hunger Strike - since 17 December 2011‏ >>>

 

Help End the Hunger Strike of Khaled Adnan - Richard Falk - I am publishing here my press release of today expressing urgent concern about the fate of Khader Adnan, a Palestinian activist, who is near death resulting from his continuing hunger strike that expresses his refusal to accept the humiliating conditions of imprisonment without charges and accompanied by an Israeli court approved denial of visitation rights to his wife. Please do whatever you can to exert pressure to obtain the immediate release of Mr. Adnan, and to make the world aware that Israel is responsible for respecting his rights and protecting his wellbeing. The >>>


Here is the report of Physicians for Human Rights.
http://phr.org.il/default.asp?PageID=116&ItemID=1376

And here a post by a friend about the widespread protests that activists have been staging, while establishment and mainstream media continues to do nothing. The blood of another man will be on our hands.

http://972mag.com/khader-adnans-life-at-risk-as-hunger-strike-enters-58th-day/35297/
 

 
 

Innenansicht einer Belagerung - Zwei Bücher über den palästinensischen Alltag - Helge Buttkereit - Ein Leben hinter Mauern und Straßensperren: Wie gestaltet sich der Alltag der Palästinenser in Israel und im Westjordanland? Darüber schreibt der Literaturprofessor Saree Makdisi in "Palästina. Innenansichten einer Belagerung." Auch die Journalistin Marlène Schnieper bietet mit "Nakba" eine Innenansicht. (...) Makdisi überschreibt die palästinensische Realität immer wieder mit dem Verhältnis von Außen und Innen. Diese Begriffe spielen in der palästinensischen Gesellschaft eine besondere Rolle, wird sie doch zum einen durch eine Besatzung von außen reglementiert und zum anderen durch Mauern, Straßensperren und Abriegelungen immer wieder auf sich selbst nach innen zurück geworfen. Es geht ihm darum, den Alltag unter der Besatzung klar zu machen. Er stellt dar, wie das Land jenseits der israelischen Mauer für die Palästinenser in der Westbank immer unerreichbarer und damit zum Außen wird. "Seit die Mauer auf der ehemals imaginären Linie errichtet wurde, haben die Worte 'außerhalb' und 'innerhalb' eine vollkommen neue Bedeutung. So haben beispielsweise palästinensische Bauern, die außerhalb der Stadtgrenzen wohnen, keinen Zugang mehr zu ihrem Land auf der anderen Seite dessen, was früher einmal nur eine Linie auf einer Landkarte war, heute aber eine Betonmauer ist." >>>

 
 

Friedlicher Widerstand in der Westbank, 10. – 12.  Februar 2012
 

Meitar Checkpunkt: Frauen protestieren gegen Leibesvisitationen - Am 12. Februar 2012 protestierten etwa 100 Demonstranten am Meitar Checkpunkt in Solidarität mit den palästinensischen Gefangenen in der Naqab(Negev)Region. Mitglieder der Palestinian Prisoners Society aus Al-Khalil (Hebron) forderten die Freilassung der politischen Gefangenen und Kriegsgefangenen und politische Anerkennung durch das Internationale Komitee des Roten Kreuzes [International Committee of the Red Cross –ICRC]. Der Protest wurde sofort von der israelische Grenzpolizei umstellt, die Demonstranten liessen sich aber nicht provozieren und der Protest endete friedlich nach eineinhalb Stunden.

Die Soldaten am Meitar Checkpunkt erschweren den Familien von Gefangenen das Passieren durch lange Verhöre und aufdringliche Kontrollen und Durchsuchungen, was die Anreise zum Gefängnis um Stunden verlängern kann. Kürzlich begannen die Soldaten mit Leibesvisitationen der weiblichen Verwandten und die Frauen befürchten, dass diese Prozeduren gefilmt werden. Die Sprecherin der Prisoner Society, Amjad Najjar, sieht die Leibesvisitationen als „Kollektivbestrafung“ für die Massenhungerstreiks und andere vorhergehende Protestaktionen der palästinensischen Gefangenen >>>
 


Westbankdorf A-Dik wird Teil des friedlichen Widerstandes gegen Israels Besetzung-
Ein weiteres palästinensisches Dorf hat sich den Orten des unbewaffneten Widerstandes gegen die israelische Besetzung zugesellt- neben Bil’in, Ni’ilin, Ma’asara, Nabi Saleh, Beit Umar und Walajeh begann A-Dik in diesem Jahr mit der Durchführung wöchentlicher Demonstrationen gegen die Besetzung von palästinensischem Land und die Kolonisierung durch Israels Siedlunsgbau.

Die Bewohner von A-Dik ertrugen die negativen Auswirkungen der israelischen Besatzung viele Jahre, bevor sie den Entschluss fassten, regelmässige Proteste zu organisieren. Seit etwa 10 Jahren wird die Blockade der Zufahrt zur nächsten Schnellstrasse von der israelischen Armee aufrechterhalten, was die Bewohner zu einem längeren Umweg durch das Nachbardorf Burkin zwingt. Wenn Dorfbewohner die Zementblöcke von der Strasse entfernen, kommt die israelische Armee ein, zwei Tage später und baut die Blockade wieder auf. Die kürzlich begonnene Konstruktion einer neuen israelischen Siedlungskolonie hat die Situation für die Dorfbewohner verschlechtert; die neue Siedlung wird >>>
 

Kufr Qaddoum: Stromsperre als Kollektivstrafe für die Proteste - Dorfbewohner und Internationale versammelten sich nach dem Freitagsgebet im Westbankdorf Kufr Qaddoum, um gegen die Sperrung der wichtigen Strassenverbingung nach Nablus zu demonstrieren. Als Strafe für die fortgesetzten wöchentlichen Proteste hatte die israelische Besatzungsarmee den Strom für das gesamte Dorf abgeschaltet. Auch Frauen und Kinder aus dem Dorf beteiligten sich am Protestmarsch zusammen mit Internationalen und der Presse. Etwa 100 Meter vor einem Truppenkontingent der israelischen Armee hielten die Demonstranten an und forderten die Öffnung der blockierten Verbindungsstrasse. Die Besatzungsarmee feuerte grosse Mengen von Tränengas auf die Menge und viele litten unter den Folgen der Tränengasinhalierung. Nach einer Weile zogen sich die Soldaten in die illegale israelische Siedlung zurück und konzentrierten sich auf das Filmen und Fotografieren der Demonstranten, die jetzt die Chance wahrnahmen und sich unter einem Olivenbaum versammelten, wo vor zwanzig Jahren ein Palästinenser von einem Siedler erschossen wurde. Das Dorf war immer noch ohne Strom, als die nicht-einheimischen Protestteilnehmer  nach Hause gingen.

International Solidarity Movement, 10. Februar 2012, Kufr Qaddoum: Cut off road and electricity does not deter demonstrations; http://palsolidarity.org/2012/02/kufr-qaddoum-road-and-electricity-cut-off-does-not-deter-demonstrations/

 Kufr Qaddum friday demo february 10

 

Friedliche Westbankproteste von israelischen Soldaten angegriffen - Dutzende von Palästinensern und internationale Aktivisten litten unter den Folgen der Tränengasinhalierung und einige wurden verletzt, als israelische Soldaten die wöchentlichen Proteste gegen Israels illegale Mauer in der militärisch besetzten Westbank in verschiedenen Dörfern angriffen.

Das Bürgerkomitee Bil’in berichtete, dass die Besatzungsarmee Gummimantelgeschosse und Tränengas auf die Protestteilnehmer feuerte, als sie im Abu Laymun Park vor der Mauer ankamen; zwei Teilnehmer wurden verletzt. Eine Delegation der britischen Labourpartei unter Leitung von Martin Linton beteiligte sich an Bilins Marsch. Die Demonstranten trugen Plakate und Bilder von zwei palästinensischen Gefangenen, Khader Adnan, der sich seit Dezember 2011 im Hungerstreik befindet, und Ashraf Abu Rahma aus Bil’in, der nach einer Freitagsdemonstration in Bil’in festgenommen wurde.

Im Nachbardorf Ni’lin demonstrierten die Dorfbewohner gegen die Apartheidmauer und in Solidarität mit Khader Adnan, einem palästinensischen Gefangenen, der sich an diesem Freitag seit 56 Tagen im Hungerstreik befand, um gegen Israels System der Verwaltungshaft zu protestieren, nach dem Palästinenser ohne offizielle Anklage oder Verfahren für unbestimmte Zeit in israelischer Haft festgehalten werden. Die Demonstranten forderten die Intervention der internationalen Gemeinschaft, um Adnans Leben zu retten. >>>

Übersetzt und bearbeitet von Martina Lauer

 
Abdallah Frangi - Der Gesandte


Abdallah Frangi: Der Gesandte Im Dienste Palästinas - Wolfgang Günter Lerch  - (...) Abdallah Frangis Memoiren mit dem Titel „Der Gesandte. Mein Leben für Palästina“, mit Hilfe eines Ghostwriters verfasst, lassen fünfzig Jahre Zeitgeschichte - vornehmlich des Nahen Ostens - am Leser Revue passieren. Frangi, der länger als vierzig Jahre die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) in Deutschland repräsentierte, zieht eine Bilanz, die für ihn persönlich, aber auch für die Palästinenser insgesamt doch positiv ausfällt, auch wenn die Palästinenser noch immer um ihre Rechte und ihren Staat kämpfen müssen. Als er in den sechziger Jahren zum Medizinstudium nach Deutschland gekommen sei, hätten die Palästinenser einen äußerst schlechten Ruf genossen, heute werde ihr Anliegen in Deutschland von fast jedermann unterstützt: die Schaffung eines Palästinenserstaates an der Seite von und gleichberechtigt mit Israel. >>>

 

Liberal Citizenship, not “Jewish Identity” - Harry Clark - An abiding feature of the Palestine question in the United States since 1967 has been a “Jewish left,” which combines Jewish affirmation with criticism of Israel’s occupation of the territories it conquered in that war. A 1973 anthology of writings from the “Jewish radicalism” movement stated: In the aftermath of the Arab-Israeli Six-Day War of 1967, an upsurge of Jewish consciousness hit the campuses, and a new voice—what we call the ‘Jewish Left’—appeared. Young Jews began to make demands for ‘Jewish studies’ programs, to publish Jewish underground newspapers, to criticize Israeli policies while defending Zionism against Arab and pro-Arab attacks, and to confront the Jewish Establishment for ‘selling out’ to the ‘American dream’ while ignoring the needs of the Jewish community.1 Thirty years later, journalist Esther Kaplan described “the old school of Jewish activism on Palestine…organizations from Breira in the 1970s to New Jewish Agenda, International Jewish Peace Union, the Road to Peace and Women in Black in the 1980s and early ’90s.”2 >>>

 


14.2.2012
 

 

Ostjerusalem im Kulturfieber - Andreas Hackl - Das eher trübe Kulturangebot im palästinensischen Ostjerusalem bekommt Aufschwung: Nach 25 Jahren gibt es nun erstmals wieder ein Kino. 1987 sind palästinensische Jugendliche in Massen auf die Straßen geströmt, und haben damit die erste Intifada gegen die israelische Besatzung entfesselt. Damals organisierte sich der Protest in Schulen, Universitäten und informellen Treffen. >>>


PISC-AG und Freunde Palästinas ehren Felicia Langer - Die Palestinian International Shipping Company (PISC-AG) und der Verein Freunde Palästinas haben am Samstag, den 11. Februar die Rechtsanwältin und Menschenrecht Aktivistin, Felicia Langer im Rahmen einer Feier in Tübingen geehrt. Diese Ehrung kommt nachdem Frau Langer den palästinensischen Orden für besondere Verdienste vom Präsident Mahmud Abbas am 17. Januar in Berlin erhalten - Quelle

Sonderseite zur Verleihung des palästinensischen Orden für besondere Verdienste >>>
Texte von und über Felicia Langer >>>
Bücher von Felicia Langer >>>
Sonderseite zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes >>>
Homepage von Felicia Langer >>>

 

Radikale Islamkritik und Islamophobie - Entindividualisierung einer Minderheit - Auf einer Fachtagung der Eugen-Biser-Stiftung und der Evangelischen Akademie Tutzing zum Thema "Radikale Islamkritik" herrschte Konsens, dass Politik und Gesellschaft sich endlich mit der wachsenden Diffamierung von Muslimen auseinandersetzen müssen. Von Claudia Mende - Hasspropaganda gegen Muslime wurde lange Zeit kaum als ernstzunehmende Gefahr für die Demokratie wahrgenommen. Das hat sich nach dem Attentat von Norwegen und nach der Mordserie der rechtsextremen Zwickauer Terrorzelle NSU geändert. Der Amoklauf des Anders Breivik mit seinen islamophoben Wahngebilden und die rechtsradikalen Morde an Migranten in Deutschland machen deutlich, welche Sprengkraft Rassismus und Islamfeindlichkeit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt beinhalten. Parteien wie "Die Freiheit", die "Pro-Bewegung" oder die Bürgerbewegung "Pax Europa" mahlen das Schreckgespenst einer vermeintlichen "Islamisierung Europas" an die Wand >>>

Ergänzung:

Nach den Anschlägen in Norwegen - Isoliert die geistigen Brandstifter! - Rechtspopulistische Politiker, Blogger, Publizisten haben in ganz Europa ein Klima angeheizt, in dem ein Wahnsinniger wie Anders Behring Breivik auf die Idee kommen konnte, man müsse mit spektakulären Taten der "Moslemgefahr" begegnen. Ein Kommentar von Robert Misik - (...) Aneinandermontiert, das ist buchstäblich zu verstehen: große Teile seines "Bekenner"-Manifests hat er einfach im Copy-And-Paste-Verfahren aus Blogs Gleichgesinnter zusammengestellt. An mehreren Passagen kamen so auch aus zweiter Hand Textstellen von Henryk M. Broder in den Text, jenes deutschen antiislamischen Autors also, der manchen guten Bürgern selbst heute noch als preiswürdiger Schriftsteller gilt. >>>
 

Interview mit Kay Sokolowsky - Rassismus im Gewand der Islamkritik - Der Medienkritiker Kay Sokolowsky warnt vor den negativen Folgen der zunehmenden Islamfeindlichkeit für das Zusammenleben zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen – und plädiert für Dialog und Aufklärung. Mit ihm hat sich Ramon Schack unterhalten. - Sokolowsky: "Die Feindseligkeit gegen Muslime sorgt dafür, dass immer mehr Deutsche, die türkische oder arabische Wurzeln haben, sich abschotten, weil sie sich von der Mehrheitsgesellschaft verachtet fühlen"  >>>
 

Aus der "Alltagspraxis" der Islamophoben - Am Beispiel Gudrun Eussner - Gudrun Eussner, eines der Bindeglieder zwischen Henryk M. Broder und Politically Incorrect bringt es - in ihrem Sinne - auf den Punkt. 'Sie zitiert : "Ich verachte den Islam als eine unmenschliche und hundsfeindliche Kriegsreligion! - Ich erkläre, dass es nicht unsere Aufgabe ist, für die Integration der großmannssüchtigen, arrogant-aggressiven Türkenschaft zu sorgen: Möge sie sich anpassen oder gehen!"
Lese, von Gudrun Eussner veröffentlicht und verlinkt bei Politically Incorrect >>>

Gudrun Eussner bei Politically Incorrect >>>
Gudrun Eussner beim Henryk M. Broder >>>
Henryk M. Broder - Recht(s) so.... >>>

Westliche und muslimische Autoren nehmen Stellung zur Vereinbarkeit von Islam und Demokratie. >>>

 
 

In Sachen humanitäre Interventionen. - Thomas Immanuel Steinberg - Seit dem Zweiten Weltkrieg sind 90 Prozent aller Kriegsopfer unbewaffnete Zivilisten, und ein Drittel davon sind Kinder. .pdf-Datei.

 
 

Israeli court to rule: fascism or free speech? - Sergio Yahni - A Jerusalem court is set to rule this month on a bizarre free-speech case that speaks to the current political climate in Israel: is it libel to call the extra-parliamentary Zionist group Im Tirtzu fascist? Im Tirtzu filed the civil suit in 2010 against the seven people behind a Facebook page called "Im Tirtzu – Fascists”: Roy Yellin, Yuval Yellin, Edan Ring, David Remez, Noam Livne, Tal Niv and Ari Remez. In the lawsuit, Im Tirtzu argued that the seven aimed to stop Im Tirtzu’s activities by de-legitimizing it. The organization is demanding NIS 2.6 million from the activists who administrated the page. Im Tirtzu claims to be an "extra-parliamentary movement that works to strengthen and advance the values of Zionism in Israel," viewing itself as neo-Zionist organization that works to renew a “lost” Zionist impetus in Israeli society. >>>

 
 

Will AIPAC and Bibi get their war? - MJ Rosenberg - Does Netanyahu really want a war on Iran, or does he want to prove that no one could stop him if he did? -  These are strange times for those of us who follow the debate about a possible war with Iran. It is clear that the Israeli government and its neoconservative camp followers here in the United States are increasing pressure on President Obama to either attack Iran or let Israel do it (in which case we would be forced to join in). But the idea of another war in the Middle East is so outlandish that it seems inconceivable it could actually occur. Still, the conventional wisdom holds that it can, because this is an election year and the assumption is that no-one will say no to Israeli Prime Minister Binyamin Netanyahu. War enthusiasm will rise to a fever pitch by March, when AIPAC holds its annual policy conference. Netanyahu will, if the past is any indication, bring the crowd of 10,000 to its feet by depicting Iran as the new Nazi Germany and by coming very close to stating that only war can stop these new Nazis. Other speakers will say the same. The few who mention the idea of diplomacy will be met with stony silence. >>>

 
 

Israel's new peace camp is playing into Hamas' hands - The 'elites' enthusiasticly buy into the idea that the Palestinians rejected the 'generous offer' that peace-loving Israeli leaders placed at their doorstep - and paid us back in terror. - Akiva Eldar - There was a time - before Mahmoud Ahmadinejad starred here in the role of Hitler - when the "elites" were Prime Minister Benjamin Netanyahu's number one enemy. He isn't all that sure about how to beat the Iranians, but he roundly defeats the "elites." Their leader, Ehud Barak, who drafted this "peace camp," grasped the hem of the prime minister's robe; Kadima was revealed to be a "cocktail party;" the Labor Party is fleeing from the Palestinian issue like the plague; and Yair Lapid pledges to maintain the "unity of Jerusalem." The only political challenge the Bibi has to deal with is the messianic wing of the right, the section that is helping the Likud look like a moderate centrist party. >>>

 

On Delegitimization and Anti Semitism - To stand up against human rights injustice is not anti-Semitism. - Lillian Rosengarten - Fanatics closed to discussion, believe in their moral superiority without having to justify their behavior and too often portray themselves as victims. Dissent in any form against Israel’s crimes against Palestinians is squelched in a morally repulsive manner. Jews and human rights activists are labeled anti-Semites. This serves to focus away from a brutal occupation in the name of preserving the Jewish state. Israel hides behind its own label as “victim” in an effort to obscure the truth of its political mission to conquer and destroy. Those who pay attention recognize the buzzword “anti-Semite” and how this label  >>>


13.2.2012
 

 

„Wir lehnen es ab, Feinde zu sein“ - Rupert Neudeck -  Nach einem Besuch auf dem Weinberg Daher, Zone C des besetzten Westjordanlandes - Es läuft etwas fundamental falsch in Israel-Palästina. In der Gegend südlich von Hebron hat eine deutsche Organisation, so gar mit Geldern des Auswärtigen Amtes, einige Solaranlagen aufgebaut und angeschlossen an die Solarpanels in einer Gegend, die keinen Strom hat. Israels Regierung hat nur überall dorthin Leitungen und Strom gebracht, wo in der Westbank die jüdischen Siedler leben. Mittlerweile sind es über 300.000 allein in den Wehrdörfern in der Westbank und 190.000 in den Siedlungen in dem Ost-Jerusalem, das völkerrechtlich eigentlich zu Palästina gehört und einmal die Hauptstadt des zweiten Staates werden sollte. Die deutsche NGO Medico International und das deutsche Auswärtige Amt hatten einen dringlichen Bedarf gesehen, den auch die Grünhelme 2009 erfüllten, als sie dem jungen Palästinenser Daoud Nassar auf dem Weinberg Daher ebenfalls in der Zone >>>

Das Projekt "TENT OF NATIONS" - "ZELT DER VÖLKER" des palästinensischen Christen Daoud Nassar >>>

 
 

University of Regina Students Union joins the global movement of Boycott, Divestment and Sanctions! - Regina solidarity group--Students Against Israeli Apartheid – Regina (SAIA) is pleased to announce that a motion was passed at the University of Regina Student Union AGM to support the Palestinian call for boycotts, divestments and sanctions (BDS) as a means of pressuring Israel to comply with international and human rights law. This resolution is a huge first step towards the full divestment of the University of Regina from companies complicit with the human rights violations currently taking place in Palestine. Plans are already in motion for SAIA, together with the University of Regina Student Union (URSU) and other members of the community, to begin investigating URSU’s portfolio for companies that support or profit from Israeli war crimes, as well as collectively launching an education campaign on campus about the issue.

 


12.2.2012
 

 

Sturm über Hebron - Uri Avnery - ANSCHEINEND GIBT es keine Grenzen  für das Unheil, das die Stadt Hebron verursacht. Dieses Mal ist der Grund so unschuldig, wie er nur sein kann: die organisierten Besuche von Schulkindern zur Machpela-Höhle, in der unsere Vorfahren angeblich beerdigt wurden. (...) WENN DIE Schulkinder dorthin geschickt worden wären, um beide Seiten anzuhören und so von der Kompliziertheit des Konfliktes erfahren hätten, dann wäre dies gut gewesen. Aber das ist nicht die Absicht des Bildungsministers Gideon Sa’ar. Persönlich ist Sa’ar (sein Name bedeutet „Sturm“)  eine nette Person. Tatsächlich begann er seine Karriere in meinem Magazin Haolam Hazeh. Doch ist er ein fanatischer Rechter, der glaubt, sein Job sei es, die israelischen Kinder vom miesen kosmopolitischen Liberalismus zu reinigen, in dem ihre Lehrer angeblich stecken würden, und sie in uniforme loyale Patrioten zu wandeln, die bereit sind, fürs Vaterland zu sterben. Er sendet Armeeoffiziere zum Predigen in die Klassen, verlangt von den Lehrern, dass sie den Kindern „jüdische Werte“ beibringen  (d.h. nationalistische Religiosität), selbst in säkularen Schulen, und jetzt möchte er sie nach Hebron  und anderen „jüdischen Plätzen“ schicken, damit ihre jüdischen Wurzeln kräftiger werden. Die dorthin gesandten Kinder sehen die „jüdische“ Machpela-Höhle ( die 13 Jahrhunderte eine muslimische Moschee war), die Siedler, die Straßen, in denen sich keine Araber mehr bewegen dürfen, und lauschen der Indoktrinierung patriotischer Führer. Kein Kontakt mit Arabern, keine andere Seite, überhaupt keine anderen. Als eine rebellische Schule >>>

Hebron: At least 10 children arrested by Israeli military in one week – video how Israel treats 11 yr olds - Satu Gustafsson  - The extreme Golani Unit of the Israeli military is escalating its arrests of Palestinian children in Al Khalil (Hebron), targeting boys between the ages of 12 to15 years old with at least 10 reported cases of child arrests made just in the span of one week. >>>

Dokumentation - Hebron - die Palästinenser und die Siedler >>>

 
 

AI: Israel muss den Plan aufgeben, die Gemeinden der Yahalin-Beduinen zwangsweise umzusiedeln -  08.02.2012 - Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak muss die militärischen Pläne einer zwangsweisen Umsiedlung von etwa 2.300 Beduinen aus dem Westjordanland in ein Gebiet neben der städtischen Mülldeponie von Jerusalem aufgeben. Das hat Amnesty International in einem neuen Bericht, der heute der Öffentlichkeit vorgelegt wurde, erklärt. In dem Bericht mit dem Titel Stop the Transfer: Israel ist dabei, für die Erweiterung von Siedlungen Beduinen aus ihrem Heim zu vertreiben, bittet die Organisation das israelische Militär, den sofortigen Stop aller Zerstörungen in den durch den Plan betroffenen 20 Beduinengemeinden anzuordnen.

Amnesty International erklärte, dass die mündlichen Versprechen der israelischen Militärbehörden in den letzten Monaten, die sich darauf beziehen, die in Khan al Ahmar anhängigen Abrissbefehle nicht auszuführen, nicht genügen. Khan al Ahmar ist eine der Beduinengemeinden, deren Umsiedlung in den Distrikt Jerusalem im besetzten Westjordanland geplant ist.

"Tausende Beduinen, die in einigen dieser gefährdetsten Gemeinden des Westjordanlandes leben, stehen wegen des israelischen Militärplans vor der Zerstörung ihrer Heime und der Mittel zu ihrem Lebensunterhalt. Viele sind anerkannte Flüchtlinge, und einige sind seit 1948 schon mehrmals zwangsweise umgesiedelt worden", erklärte Ann Harrison, kommissarische Vizedirektorin des AI-Programms für den Nahen Osten und Nordafrika. >>>

 
 

Offener Brief an  Umweltschützer - Eurig Scandrett. Januar 2012    bez. Stoppt die JNF-Kampagne - Die Umweltschutzbewegung ist eine der erfolgreichsten sozialen Bewegungen im 21. Jahrhundert. In den letzten 50 Jahren hat sich die Sorge um die Umwelt  in den meisten Ländern der Welt von den Rändern des Mainstream sozialer Politik  bewegt, und zunehmend  hat sich die Sorge  um die Umwelt mit den Werten der Menschenrechte und sozialer Gerechtigkeit verbunden. Die meiste Zeit meines Lebens hat die Bewegung eine bedeutende Rolle in meinem eigenen Leben gespielt. Es ist für mich deshalb besonders tragisch, mit anzusehen, wie eine Organisation, die behauptet, Umweltschutz zu treiben, hinter der Fassade von Umweltschutz tatsächlich ethnische Säuberung, koloniale Besatzung betreibt und Komplize von rassistischen Massakern ist.  Dieser offene Brief soll meine Kollegen vom Umweltschutz  Vor den wirklichen Zielen hinter der grünen PR  des jüdischen Nationalfond (JNF)warnen. Ich entdeckte die Wahrheit über den JNF während eines Besuches in Israel und der Westbank im Jahr 2010 als Mitglied einer Umwelt-Studiengruppe des JNF. Ich sah das Vermächtnis >>>

 
 

Von der EU unter Verschluss gehaltener Report: Brüssel deckt israelische Verstöße gegen Völker- und Menschenrecht in Ost-Jerusalem - Institut für Palästinakunde -  Alljährlich erstellen die EU-Missionen im Ausland vertrauliche 'Policy-Reports', vertrauliche Berichte über das jeweilige Gastland, die nach Brüssel gehen und der EU-Kommission dazu dienen sollen ihre Politik zu überprüfen und anzupassen. Derartige Reports schreibt auch die EU-Mission in Israel, nicht nur über Israel selber, sondern auch über die Entwicklung in Ost-Jerusalem und den besetzten Gebieten.  Das Bemerkenswerte des neuen Reports der EU-Mission in Israel zu Ost-Jerusalem - den Sie hier nachlesen können - besteht darin, daß das Papier die kriminellen, gegen die Palästinenser Aktivitäten Israels mit aller Offenheit darlegt. Bitte lesen Sie hier weiter.

 
 

Gewalt in Syrien stoppen – Krieg verhindern! - Appell an die syrische Regierung und die bewaffnete Opposition - Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW ist zutiefst besorgt über die immer größere Zahl von Opfern der Gewalt in Syrien. "Wir teilen die Forderung der jemenitischen Friedensnobelpreisträgerin Tawakkul Karman nach internationalen Maßnahmen, um die Menschen in Syrien zu schützen", erklärt der stellvertretende IPPNW-Vorsitzende Christoph Krämer. Allerdings sieht die IPPNW für das gestrige Scheitern der Resolution im Weltsicherheitsrat keineswegs Russland und China allein verantwortlich, sondern die westliche Staatengemeinschaft, die seit Wochen einen konsequent friedensorientierten Resolutionswortlaut ablehnt. Die deutsche Sektion der IPPNW fordert die Bundesregierung und die NATO in einem heute veröffentlichten Appell deshalb auf, Plänen für eine westliche Militärintervention in Syrien eine klare Absage zu erteilen. Der heimliche Transfer >>>
 

Syrien und die Scheinheiligkeit des Westens - Was auch in Syrien vor fast einem Jahr als arabischer Frühling begann, hat sich zu einem offenen militärischen Konflikt ausgeweitet. Die NATO würde gerne ihren „Erfolg“ in Libyen wiederholen und ihren Einflussbereich in Nahost auch dort mit militärischen Mitteln ausweiten. Wenn despotische Diktaturen wie Saudi-Arabien und Katar in den NATO-Chor einstimmen und anderen Ländern bei der Demokratisierung „helfen“ wollen, ist Obacht geboten. Oberste Vorsicht ist auch bei den in den letzten Tagen inflationär veröffentlichten Berichten über Gräueltaten des Assad-Regimes geboten – jeder Krieg, den der Westen in den letzten Jahrzehnten begonnen hat, wurde mit Lügen und Propaganda eingeleitet. Der Syrien-Konflikt ist kein Hollywood-Film, es gibt weder Gute noch Böse, sondern nur Interessengruppen, die sich nicht im Geringsten um Leib und Leben der Syrer scheren. >>>


"Syrien ist zum Schlachtfeld der Großmächte geworden" - Gespräch mit Louay Hussein. Über die Opposition in Damaskus und im Ausland, die Beobachtermission der Arabischen Liga und die drohende Internationalisierung des Konflikts - Karin Leukefeld - Der Schriftsteller und Verleger Louay Hussein ist Mitbegründer der Organisation »Den syrischen Staat aufbauen«, einer im Oktober 2011 entstandenen Basisgruppe, die außer in Damaskus auch in Kamischli und Hasake, in London und Paris vertreten ist. Sie konzentriert sich auf eine innersyrische Lösung des Konflikts. 1984 war Louay Hussein verhaftet worden. Damals gehörte er der (verbotenen) Kommunistischen Arbeiterpartei Syriens an und beendete gerade sein Philosophiestudium. Nach sieben Jahren kam er 1991 wieder frei. Im Juni 2011 war er Mitorganisator der ersten Konferenz der syrischen Opposition in Damaskus, an der rund 150 Menschen teilnahmen. - Wo steht Syrien heute, und wo steht die syrische Opposition? - Syrien steht am Rande eines Bürgerkrieges. Und wir sind ein Stück weiter auf dem Weg, daß aus dem internen Konflikt eine internationale Krise wird. Alle Oppositionsgruppen, sowohl die in Syrien als auch die im Ausland, waren nicht in der Lage, eine vereinigte Front zu bilden, die aktiv und positiv in das aktuelle Geschehen hätte eingreifen können. >>>

 

 

Ethnic Cleansing in a Zionist Fairyland - Vacy Vlazna - 'De-Arabizing the history of Palestine is another crucial element of the ethnic cleansing. 1500 years of Arab and Muslim rule and culture in Palestine are trivialized, evidence of its existence is being destroyed and all this is done to make the absurd connection between the ancient Hebrew civilization and today's Israel. The most glaring example of this today is in Silwan, (Wadi Hilwe) a town adjacent to the Old City of Jerusalem with some 50,000 residents. Israel is expelling families from Silwan and destroying their homes because it claims that king David built a city there some 3000 years ago. Thousands of families will be made homeless so that Israel can build a park to commemorate a king that may or may not have lived 3000 years ago. Not a shred of historical evidence exists that can prove King David ever lived yet Palestinian men, women, children and the elderly along >>>

 
 

Entscheidung des israelischen Berufungsgericht unter Missachtung des kritischen Gesundheitszustands von Khader Adnan verzögert. - (...) Am 7. Februar durften Khaders Frau Randa und seine beiden kleinen Töchtern ihn zum ersten Mal seit seiner Verhaftung am 17. Dezember besuchen. Seine Frau beschrieb sein schockierendes Aussehen. Sie stellte fest, dass er bedeutend abgemagert ist, dass Geschwüre sein Gesicht und seine Zunge bedecken und dass sein Haar, sein Bart und seine Nägel äußerst lang sind. Er sagte ihr, dass ihm seit seiner Verhaftung nicht erlaubt wurde, Kleidung oder Unterwäsche zu reinigen oder zu wechseln. Die vierjährige Tochter fragte ihre Mutter: "Warum wird er an das Bett gebunden? Warum sieht er so aus? Warum kann er nicht mit uns nach Hause kommen?" Während des Besuchs waren seine Beine und seine rechte Hand an das Bett gefesselt und während der gesamten Zeit blieben Soldaten im Zimmer. Er war geistig vollkommen auf der Höhe und bekundete seine Liebe zu seiner Familie. >>>
 

A petition calling for saving the life of Khader Adnan _Please consider signing - ICRC - We are writing to express our frustration at your slow acting in regards to the Palestinian detainee, Mr. Adnan Khader, who has been on hunger strike since 17 December 2011. Mr. Khader is protesting his being held under administrative detention by the Israeli occupation forces. Adnan`s detention is based on military order with secret evidence that he and his attorney are not allowed to review. According to the order, he was sentenced to jail for a six month period that may be renewed without limitation. His detention is continuing without trial or charges. According to International Humanitarian Law, it is the responsibility of the ICRC to take active steps to save his life by applying pressure on the Israeli government to release him."

 


11.2.2012
 

 

Israel: Restriktive Auflagen zum Wohnsitz für Palästinenser beenden - Militärische Kontrolle über Melderegister reißt Familien auseinander -  Die israelische Politik zur Wohnsitzwahl für Palästinenser hat dazu geführt, dass Tausende von ihnen nicht im Westjordanland oder im Gazastreifen leben und diese Gebiete nicht betreten oder verlassen können, so Human Rights Watch in einem Bericht. Israel soll unverzüglich damit aufhören, Palästinensern und Familienangehörigen mit engen Bindungen zum Westjordanland und zum Gazastreifen ihr Wohnsitzrecht zu verweigern oder zu entziehen. Außerdem soll die Regierung pauschale Einschränkungen aufheben, wenn Anträge auf einen Wohnsitz überprüft werden. Der (..) Bericht „Forget about Him, He’s Not Here“ schildert, wie Hunderttausende von Palästinensern seit 1967 von der israelischen Armee willkürlich ausgeschlossen werden, und dokumentiert die anhaltenden Folgen für die Betroffenen und ihre Familien. >>>

“Forget About Him, He’s Not Here” : Israel’s Control of Palestinian Residency in the West Bank and Gaza >>>
“Forget About Him, He’s Not Here” | Human Rights Watch >>>

Israel: Wohnsitzbeschränkungen für Palästinenser - Israel: Restriktive Auflagen zum Wohnsitz für Palästinenser beenden >>>

“Forget About Him, He’s Not Here”  - Israel’s Control of Palestinian Residency in the West Bank and Gaza - Human Rights Watch - Israeli policies on Palestinian residency have arbitrarily denied thousands of Palestinians the ability to live in, and travel to and from, the West Bank and Gaza, Human Rights Watch said in a report released today. Israel should immediately stop denying or cancelling the residency of Palestinians and close family members with deep ties to the West Bank and Gaza, and end blanket bans on processing their applications for residency. The 90-page report, "Forget about Him, He’s Not Here," describes the arbitrary exclusion by the Israeli military of hundreds of thousands of Palestinians since 1967 and documents the impact that exclusion continues to have on individuals and families. The way Israel’s military has exercised its control over the Palestinian population registry >>>

 
 

Audio und Text  - Neudeck: In israelisch besetzten Gebieten herrscht Apartheid - "Grünhelme"-Vorsitzender zu den Auswirkungen des Arabischen Frühlings auf Israel - Das Gespräch führte Christoph Heinemann - (...) Heinemann: Herr Neudeck, was benötigt, wer im Westjordanland bauen möchte? Neudeck: Er benötigt ganz viele Dokumente. Manchmal gehen die zurück in die verschiedenen Rechtssysteme, die im Westjordanland früher geherrscht haben. Es gab dort das Osmanische Reich, das wurde dann abgelöst von der britischen Besatzung, und jetzt gibt es ein israelisches Besatzungsrecht, also ein Militärrecht, und das alles muss ein Palästinenser zusammenbringen. Dann muss er es zu einer Autorität bringen, die seine Besatzungsbehörde ist, und dann weiß er zusätzlich noch - und das macht die Sache noch besonders pikant und schwierig -, dann weiß er zusätzlich noch (und das weiß auch unser Minister für Entwicklungshilfe, Herr Niebel, der das alles mitbekommen hat vor zwei Wochen), dass er in 99 Prozent der Fälle, die eingereicht werden, eine Baugenehmigung nicht bekommt. Das alles zusammen macht natürlich einen Zustand für diese Menschen, in dem sie nicht das Gefühl haben, dass sie rechtlich gut beraten werden. Wie soll das auch sein, es bleibt ja weiter der Grundtatbestand für diese Menschen, die jetzt hier auch Schulen bauen wollen und anderes für ihre Gemeinden, der Grundtatbestand bleibt eben ein Unrechtstatbestand, und das ist schlicht die Besatzung. Wir haben vor, eine Berufsausbildungsschule auf einem Berg in der Zone C zu bauen. Das ist ganz besonders schwierig >>>

 

Offener Brief von Arn Strohmeyer an Ralph Giordano  - Sehr geehrter Herr Giordano, Ludwig Baumann, mit dem ich bekannt bin, erzählte mir, dass Sie ihn kritisiert hätten, weil er an einer Demonstration gegen die israelische Politik vor dem Bremer Dom teilgenommen habe. Ich bin einer von diesen „Leuten“, die diese Demonstrationen mit ins Leben gerufen haben, weil wir das nun schon Jahrzehnte andauernde Vorgehen der Israelis gegen die Palästinenser vom moralischen, völkerrechtlichen und menschenrechtlichen Standpunkt aus unerträglich finden und mit sehr vielen Menschen auf der Welt - darunter viele Juden - der Meinung sind, dass nur noch Druck von außen Israel zu einer Wende seiner Politik bewegen kann. Im Übrigen meinen wir auch, dass Israel mit dieser Politik auf dem Weg zum Selbstmord ist, was niemand will. Solche Stimmen werden in den USA übrigens schon an höchster Stelle laut. Ich füge Ihnen einen Artikel über die Untersuchung bei, die der heutige amerikanische Verteidigungsminister Panetta als Chef der CIA in Auftrag gegeben hat, und die zu dem Ergebnis kommt, dass Israel bei Fortführung der gegenwärtig praktizierten Politik keine Überlebenschance hat.
Wir haben uns bei unseren Demonstrationen, die wir auch fortzusetzen gedenken, auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom 25.2.2010 berufen, das Israel verbietet, Waren aus den besetzten Gebieten, die völkerrechtlich nicht zu Israel gehören, mit der Bezeichnung „Made in Israel“ in die EU einzuführen. Europäische Staatsmänner wie Helmut Schmidt und Richard von Weizsäcker u.a. haben in ihrem Brief vom 2.12.2010 an den Europäischen Rat diesen Kurs unterstützt. Auch darauf berufen wir uns.
Auf keinem unserer Schilder hat der Satz gestanden „Kauft nicht bei Juden!“. Niemand von uns hat eine solche Parole gerufen. Wie kommen Sie dazu, uns so etwas zu unterstellen? Eine solche Behauptung ist eine reine Denunziation von bestimmter Seite. Es ist schlimm, dass Menschen, die für die Einhaltung des Völkerrechts, der Menschenrechtscharta und von Urteilen internationaler Gerichte, die alle auch für Israel gelten, als „Antisemiten“, „SA- und SS-Schergen“ beschimpft werden. Ich selbst werde von - natürlich anonym im Internet auftretenden - sog. antideutschen Israelfreunden als „Beauftragter der Linkspartei für die Endlösung der Israelfrage“ bezeichnet. Ich gehöre weder der Linkspartei an noch habe ich jemals das Existenzrecht Israels bestritten, sondern kritisiere lediglich die Politik dieses Staates, was unter Demokraten ja möglich sein sollte. Solche denunziatorischen Äußerungen haben genau das Niveau, dessen mich/uns diese Leute beschuldigen - es ist Hetze im „Stürmer“-Stil. Sie sind ein Tiefstand der politischen Kultur in diesem Lande. Ich bedaure es sehr, dass Sie als ein Schriftsteller von Rang, dessen Bücher über den Nationalsozialismus und seine Aufarbeitung in Deutschland ich überaus schätze, an solchen Kampagnen teilnehmen. Ich selbst habe ein sehr kritisches Buch über meinen eigenen Nazi-Vater, unter dem ich sehr gelitten habe, geschrieben und muss mich nun, weil ich gegen eine unmenschliche und barbarische Politik demonstriere, als „NS-Scherge“ beschimpfen lassen. Da stimmt etwas nicht, weil hier das politische Wertesystem, das eigentlich an Aufklärung und Humanität gebunden sein müsste, völlig aus den Fugen gerät. Mit freundlichem Gruß

Ludwig Baumann ist Teilnehmer der Bremer Nahostgruppe

Ludwig Baumann (Wehrmachtsdeserteur) – Wikipedia - >>>
"Fast keiner von uns hat überlebt" - Wehrmachtsdeserteur Ludwig Baumann kämpft gegen Verfälschung der Geschichte >>>
Ludwig Baumann hat die Rehabilitierung der "Kriegsverräter" erstritten - 90 und kein bisschen leise >>>

Ein Dokumentarfilm erzählt von der Plünderung palästinensischer Bibliotheken 1948 - Tausende Bücher aus palästinensischen Häusern, die während der Nakba (1948) ausgeraubt wurden, befinden sich heute in der Nationalbibliothek Israels, zu der viele ihrer Eigentümer keinen Zugang haben, wie ein Dokumentarfilm berichtet, der im April gezeigt werden wird. "Der Große Bücherraub aus Palästina" ist der letzte Film des israelischen Regisseurs Benny Brunner, mit dem er die Plünderung der privaten arabischen Bibliotheken während der "Nakba" ans Licht bringen wird.
(Mit "Nakba", "Katastrophe", bezeichnen die Araber Exil und Enteignung der Palästinenser in der Gründungsphase des israelischen Staates 1948).

"In einer gemeinsamen Operation von Armee und Nationalbibliothek – die damals zur Hebräischen Universität gehörte – wurden in palästinensischen Häusern in Ost-Jerusalem an die 30.000 Bücher, in arabischen Städten wie Haifa und Nazareth an die 40.000 zusammengesammelt", erklärt Brunner aus Amsterdam in einem Telefoninterview mit EFE.

Wie Brunner, der seinen Film auf die Dissertation des Israelis Gish Amit gründet, sagt, warfen die Bibliothekare etwa 24.000 Bände weg und behielten etwa 46.000.

Mehr als 7.000 stehen heute in der Nationalbibliothek und sind als "Eigentum Abwesender" klassifiziert, während man vom Rest "nicht weiss, wo er gelandet ist, aber es gibt Beweise, dass ein Teil in die allgemeine Sammlung eingegliedert wurde", versichert Brunner.

Unter den konfiszierten Bibliotheken müssten einige aus den ältesten Jerusalemer Familien sein wie den Sakakini, Nashashibi und Al Husseini, die Schmuckstücke der islamischen und arabischen Literatur enthielten. >>>

 

Mission Willkommen in Palästina 2012. Beginn der Mission Willkommen in Palästina 2012 in Spanien. - Mit der Mission "Willkommen in Palästina 2012" denunzieren wir die israelische Politik der Isolierung Palästinas und reklamieren das Recht auf Transit über den Flughafen von Tel Aviv, um ohne Hindernisse direkt ins Westjordanland weiter zu reisen. Dort erwartet man uns zur Teilnahme an einem kollektiven Projektüber das Recht auf Bildung der Buben und Mädchen von Palästina.

Die meisten Menschen wissen, dass es eine illegale und unmenschliche Blockade des Gazastreifens gibt, viele wissen aber nicht, dass Israel eine Blockade über ganz Palästina aufrecht hält. Eine illegale Blockade, die aber von den Regierungen und Institutionen der "internationalen Gemeinschaft" zugelassen wird.

Wie bei der Mission Willkommen in Palästina 2011, bei der sich hunderte Aktivisten aus aller Welt aufgemacht hatten, das Schweigen über die von Israel auferlegte Isolierung der Palästinensischen Gebiete zu durchbrechen, indem sie das Recht auf Einreise nach Palästina und die Bewegungs- und Reisefreiheit für die palästinensische Bevölkerung und alle, die sie besuchen wollen, reklamierten, wird auch in diesem Jahr diese Initiative der Zivilgesellschaft auf den Weg gebracht: Willkommen in Palästina 2012.

Ankunftstag ist der 15. April. Bei der Mission 2011 waren wir etwa 500 Teilnehmer, in diesem Jahr hoffen wir uns mit 1500 bis 2000 Teilnehmer aus allen Ländern zusammentun zu können. Mit der Mission "Willkommen in Palästina 2012" möchten wir das Recht auf Transit über den Flughafen von Tel Aviv reklamieren, um ohne Hindernisse direkt ins Westjordanland weiter zu reisen, wo man uns für die Teilnahme an einem kollektiven Projekt über das Recht auf Bildung der Buben und Mädchen von Palästina erwartet.

Es gibt keine Möglichkeit der Einreise nach Palästina außer durch die Kontrollposten der israelischen Militärs. Israel hat Palästina in ein riesiges Gefängnis verwandelt.

Um ins Westjordanland oder nach Ost-Jerusalem einzureisen, sind Reisende aus aller Welt gezwungen, die israelischen Kontrollposten zu passieren, sowohl in Tel Aviv als auch an der Allenby-Brücke (an der jordanischen Grenze, A.d.Ü.)), da Israel den Flughafen von Gaza zerstört und den von Kalandia annektiert hat.

Wir, die wir im Verdacht stehen, mit der palästinensischen Sache zu sympathisieren, sind Kandidaten für Deportation, für Demütigung, Verhör über unser Privatleben, für Festnahme und sogar Haftstrafen, wozu unsere Regierungen komplizenhaft schweigen. Sogar Menschen wir Hedy Epstein, eine mehr als 80-jährige US-amerikanische Jüdin und Überlebende der Konzentrationslager der Nazis musste wegen ihrer Einstellung gegen die Besetzung der Palästinensischen Gebiete am Flughafen von Tel Aviv eine komplette Leibesvisitation über sich ergehen lassen.
Und der jüdische Professor Richard Falk, Sonderberichterstatter für Menschenrechte bei den Vereinten Nationen für die Besetzten Gebiete wurde ausgewiesen, nachdem man ihn 15 Stunden lang am Flughafen festgehalten hatte.

Gegenüber der Passivität und der Komplizenschaft der Regierungen und Institutionen weltweit mit den Gewalttaten Israels sind alle Formen aktiver Solidarität notwendig und wichtig: die BDS-Kampagne (Boykott, Investitionsentzug und Sanktionen), die Flotillen der Freiheit und die Konvois, um die Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen, die Unterstützung von Projekten im Bereich Bildung und Landwirtschaft, von kulturellen und medizinischen Projekten, die Unterstützung für die Demonstranten gegen die Mauer, gegen die Zerstörung palästinensischer Häuser, die Unterstützung für die palästinensischen Gefangenen, die Komitees für den Volkswiderstand usw. Und jetzt haben wir auch noch die Gelegenheit, uns der Mission Willkommen in Palästina 2012 anzuschließen.

Unser Projekt ist transparent und friedlich: wir reisen direkt ins Westjordanland, um beim Bau einer Schule zu helfen. Und wenn die israelische Regierung wieder einmal erzählen will, dass wir die Absicht haben, Flugzeuge zu entführen oder sie anzuzünden, ist doch niemand mehr außer den Zionisten bereit, diese Lügen zu glauben...

Unsere Solidarität in einer großen Aktion zu zeigen ist notwendiger denn je. Reserviere heute schon dein Flugticket für die Woche vom Sonntag, den 15. April bis zum Samstag, den 21. April! Kaufe jetzt die Flugtickets!

Kontakt für Interessenten:
bienvenidosapalestina@gmail.com
bienvenidosapalestina@hushmail.com

Mehr Information unter
http://www.bienvenidosapalestina.jimdo.com/    aus dem Spanischen übersetzt von K. Nebauer

Mehr dazu >>>

 

Ein Pfarrer kämpft im Gelobten Land für Menschenrechte - Der Neeracher Martin Schärer möchte den Glauben an Frieden im Heiligen Land nicht aufgeben. Um diesem Frieden nachzuhelfen, reist der ehemalige Regensberger Pfarrer als Beobachter nach Israel. Caroline Bossert  -Während die meisten Menschen Israel derzeit als Reiseland meiden, stürzt sich Martin Schärer mitten in den Krisenherd. «Mein Ziel ist, dass die Menschen hier aus erster Hand erfahren, wie die Situation im Nahen Osten wirklich ist», erklärt der ehemalige Regensberger Pfarrer den Beweggrund für seinen Einsatz in Palästina und Israel. Immer wieder ist er mit Berichten konfrontiert worden, wie Palästinenser unter der israelischen Besatzungsmacht leiden, wie etwa ihre Wasserpumpen und Plantagen zerstört werden. «Wenn ich höre, dass Israelis die Olivenbäume palästinensischer Bauern zwei Wochen vor der Ernte vernichten, dann schockiert mich das zutiefst. Gerade Olivenbäume, ein Symbol für Frieden und Leben», erzählt er bestürzt. Drei Monate lang wird er deshalb im Auftrag von Peace Watch im Nahen Osten für Menschenrechte unterwegs >>>

 
 

 

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