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Das Palästina Portal

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Archiv - Aktuelle Link- und Denktipps -
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Netanyahu's on the way to Kosovo  - No, Netanyahu is not a war criminal. But the great similarity between his worldview and that of Milosevic with regard to everything involving the conflict in the territories invites us to draw conclusions from the Kosovo conflict. - Akiva Eldar - The reprimand delivered last week to Europe, and the Foreign Ministry's suggestion that Germany, France, Britain and Portugal not stick their noses into Israel's "internal affairs" and allow it to manage the occupation as it pleases, sound frighteningly familiar. The progression of these "internal affairs" also dredged up a hair-raising memory: During the 1990s, Serbian President Slobodan Milosevic rejected European demands to stop oppressing the Albanian majority in Kosovo. After that, he rebuffed NATO's demand to remove his forces from Kosovo and to stop expelling tens of thousands of Albanians, mostly Muslims, from their homes. NATO forces responded with an aerial attack on military and civilian targets in Serbia. Serbia continued to resist granting independence to Kosovo and even threatened to impose sanctions on it and on states that supported it. Europe wasn't impressed. >>>

 


26.12.2011
 

 

Merry Christmas from Palestinian Christians!

A Christmas Song from the Holy Land

Abbas: "Wir glauben an den Frieden"

 

Weihnachtswunsch in Bethlehem: Ein eigener Staat

Wer nach Bethlehem gehen will     

(Hildegard Wohlgemuth)

 

Wer nach Bethlehem fliegen will

In den Stall

und wer meint,

dort ist auf jeden Fall

der Frieden billig zu kriegen,

der sollte woanders hin fliegen.

 

Wer nach Bethlehem reisen will

Zu dem Sohn

Und wer glaubt,

dort ist die Endstation

mit Vollpension für die Seelen,

der sollte was anderes wählen.

 

Wer nach Bethlehm gehen will

Zu dem Kind

Und wer weiß,

dass dort der Weg beginnt,

ein jedes Kind nur zu lieben,

der könnte es heute schon üben.
 


Im Stall von Jesus -  Zu Weihnachten blicken Millionen Christen in der ganzen Welt nach Bethlehem.  - Die dortige Geburtskirche ist einer der heiligsten Orte der Christenheit. Die Stadt erlebt derzeit einen Besucherboom wie nie.Viele Bewohner Bethlehems stellen auch wieder die berühmten Holzkrippen aus Olivenholz her. Auf dem Weg zur Milchgrotte, das ist die zur Kapelle umgebaute Höhle, in der sich die Heilige Familie vor ihrer Flucht nach Ägypten versteckt und Maria einige Tropfen Milch verloren haben soll, worauf der Kalkstein strahlend weiß wurde, verkaufen Souvenirgeschäfte Jesusfiguren, Kreuze und andere Devotionalien aus Olivenholz. Wer profitiert - „Doch wir Palästinenser profitieren nach wie vor kaum vom Tourismus“, beklagt Mitri Raheb. „96 Prozent der eingenommenen Gelder gehen an israelische Reiseveranstalter, nur vier Prozent bleiben in Palästina.“ Das Problem sei, dass es keinen Palästina-Tourismus gebe. „Nach Palästina kommt man ausschließlich über Israel.“ >>>
 

Der Aufruf von Bethlehem - Hier stehen wir – Steht uns bei - An die Leser: Lesen Sie diesen Text und interpretieren Sie ihn im Bewusstsein des Kairos und im Blick auf prophetischen Zorn - Vorwort - Wie lange noch, oh Gott, werden sie unseren Lebensunterhalt stehlen? Unser Volk unterdrücken, einsperren und demütigen? Unseren Kindern ihre Kindheit rauben? In der Tat: wie lange, oh Gott, wird die Mehrheit der Christen in dieser Welt die Angst unserer palästinensischen Schwestern und Brüder und aller Unterdrückten ignorieren? „Kommt und seht“, sagten die Christen in Palästina. „Kommt und seht die Olivenhaine, die Schubraupen, die uralten Terrassen, die geteilten Städte. Die Situation verschlechtert sich.“ Mehr als 60 TeilnehmerInnen aus 15 Ländern folgten einem dringenden Ruf von Kairos Palästina. Von 4. bis 10. Dezember 2011 unterstützten sie die PalästinenserInnen in ihrem Kairos-Aufruf im Sinne einer globalen Begegnungskonferenz zum Thema Gerechtigkeit in Bethlehem. Die Ziele und Objekte dieser Begegnungskonferenz sind folgende >>>

Christmas in Gaza - Ruqaya Izzidien - Approximately 3,000 Christian Palestinians live in Gaza, with many families forced to the coastal enclave in 1948 from Al Majdal and other nearby towns. Few of those who now have family in the West Bank are able to visit this holiday season, where Christmas celebrations are substantially larger and more festive. Nevertheless, Palestinian Christians in Gaza have been gearing up for the celebration, determined to enjoy Christmas. >>>


Christmas in Gaza -  Ruqaya Izzidien - This Christmas marks the third anniversary of the 2008-2009 Israeli war on the Gaza Strip; a winter in which 19-year-old Ramy El Jelda saw his home bombed just two days after Christmas. He returned to the site a couple of days later to find his Christmas decorations scattered across the road. >>>

Bild: The original construction of the Orthodox Church was built in the 6thCentury, in what is now Gaza’s Old City. The church and neighbouring Katb al Welaya Mosque share a wall, and the church bells and mosque minaret stand adjacent.

This year Israel has given permits to 500 Palestinian Christians in Gaza to visit the West Bank for Christmas. As permission is automatically denied to anyone over 35 or under 16, the few who are granted permission often choose to say in Gaza, rather than leave their family behind at Christmas. >>>

 
 

Das Westjordanland wird betoniert - Mitri Raheb, der Pfarrer der Weihnachtskirche in Bethlehem, hofft nach dem vorläufigen Scheitern in den Vereinten Nationen nicht mehr auf ein unabhängiges Palästina - Die Gemeinde Bethlehem ist mittlerweile auf allen Seiten von israelischen Siedlungen umgeben. Trotzdem kämpft Pfarrer Mitri Raheb jeden Tag für ein starkes Palästina. Seit 1995 leitet er nicht nur eine christliche Gemeinde in einem der größten Konfliktherde der Welt, sondern baut Schulen, bildet aus, ruft Kulturprojekte ins Leben. Mit seinem Netzwerk Diyar ist er mittlerweile der drittgrößte Arbeitgeber der Region: Raheb hat kein Vertrauen mehr in die Politik, deshalb will er selbst „Fakten schaffen“. - Der Freitag: Sie haben als Pfarrer die zweite Intifada und 2002 den Einmarsch der israelischen Truppen in Bethlehem miterlebt. Glauben Sie noch an eine Versöhnung? Mitri Raheb: Die politische Lage war noch nie so perspektivlos wie heute, deshalb glaube ich nicht mehr an einen erfolgreichen Friedensprozess. Israel versucht, das Westjordanland zu betonieren. >>>

 
 

World must interfere in Israel's internal affairs - The new world will eventually tell Israel: Stay in the occupied territories, but give all its residents equal rights and justice. What will Israel say then? Interference in its internal affairs? Foreign intervention? You've got to be kidding. - Gideon Levy - Of all of Israel's complaints against the world, one is especially brazen: Goodness gracious, the world is meddling in the Jewish state's internal affairs. When U.S. Secretary of State Hillary Clinton said she understands what's happening here, and it reminds her more of Iran than Israel, the Zionist response has been: "It would be better for the public's representatives to direct their attention to what is happening in their own countries," as Environmental Affairs Minister Gilad Erdan put it. >>>

 
 

Video - Leon Panetta, the US defence secretary, has urged the Israeli government to "mend fences" with its neighbours and reverse a growing isolation in the Middle East. In a speech in Washington, Panetta said Israel's concern over the Arab Spring revolts that have toppled long-time authoritarian leaders was understandable. But he stressed that these changes in leadership are offering an opportunity for Israel to build regional support through strong diplomacy. But how should Israel respond? And what does it mean for Israel's neighbours in a region being swept by change? Inside Story, with presenter Hazim Sika discusses with guests Abdallah Schleifer, a professor of journalism at the American University in Cairo; Gregg Roman, the deputy director of the Global Research in International Affairs and a former Israeli Ministry of Defence official; and Cengiz Aktar, a professor at Bahcesehir University and columnist at the Turkish Daily News. >>>

 


25.12.2011
 

 

Heiligabend in Bethlehem: «Einzigartiges Weihnachtsfest» - Tausende Gläubige feierten den Heiligen Abend im historischen Bethlehem. Die Mitternachtsmesse nach der Weihnachtsprozession nutzte der lateinische Patriarch Fouad Twal auch zur Kritik an der Reaktion des Nahost-Quartetts auf den UNO-Aufnahmeantrag der Palästinenser. >>>
 

Tausende Christen feiern Weihnachten in Bethlehem - Zum Auftakt der Weihnachtsfeierlichkeiten sind Tausende Pilger in den Nahen Osten geströmt: Heiligabend im Heiligen Land hat für Gläubige einen besonderen Reiz - viele zieht es traditionell zur Geburtskirche nach Bethlehem. >>>

Fotostrecke: Heiligabend in Bethlehem >>>
Photo by Ryan Rodrick Beiler

Thousands gather to celebrate Christmas Eve in Bethlehem  - Holiday expected to draw 90,000 visitors to Bethlehem, with the climax being the midnight mass at the Church of the Nativity, Christmas Eve. >>>


Bethlehem's modern-day nativity characters
- Yolande Knell - Bethlehem is celebrating Christmas. A huge tree covered in lights is on display in the square outside the 1,700-year-old Nativity Church, built on the spot where it is believed that Jesus was born. >>>
 

`If Jesus were to come this year, Bethlehem would be closed` - Phoebe Greenwood - The Guardian "A strip of Israeli settlements built on 18 sq km of what was once northern Bethlehem threatens to cut the city off from its historic twin, Jerusalem. To the Israeli authorities, these have been neighbourhoods of Jerusalem since 1967. One of the settlements, Har Homa, is built on land where angels are said to have announced the birth of Christ to local shepherds. A narrow corridor of land between Har Homa and another settlement, Gilo, still connects Bethlehem to Jerusalem but the construction of Givat Hamatos, a new settlement announced in October, will fill this in a matter of years." >>>

Christmas in Nazareth 2011 - YouTube

Nazareth Christmas Tree 2011

Jerusalem ban angers Christians

Christmas Palestine 2011

Christmas in Bethlehem - 23.12.2010

 

Friedlicher Widerstand in der Westbank, 16. Dezember 2011

 

Bil’in erinnert an Mustafa Tamimi - Bil’ins Einwoher, israelische und international Aktivisten trugen heute Fotos von Mustafa Tamimi mit sich, einem jungen Mann aus dem Nachbardorf Nabi Saleh, der vor einer Woche, am 9. Dezember 2011, bei einem der wöchentlichen Proteste seines Dorfes getötet wurde.

Der Protestmarsch in Bil’in gegen die israelische Mauer in der palästinensischen besetzten Westbank und die andauernde Besatzung und Kolonisiserung machte sich zur neu verlegten Mauer auf. An diesem Tag waren die Winde den Demonstranten günstig und wehten die Tränengaswolken zurück auf die Absender hinter der Betonmauer. Die Demonstranten konnten eine kurze Atempause einlegen. Trotz der teilweisen Rückgabe von Bil’ins Dorfland im Juli diesen Jahres begrenzt und kontrolliert die israelische Armee die Nutzung des Gebietes, dem Abu Lemon Park, und errichtet mit Hilfe mehrere Rollen Bandstacheldraht eine „Pufferzone“, um die rechtmässigen Besitzer aus Bil’in daran zu hindern, sich der Apartheidmauer zu nähern. Nur wenigen Teilnehmern gelang es, in diese „Pufferzone“ vorzudringen.

Viele der Jugendlichen, die eine Konfrontation mit den Soldaten in einem anderen Teil des Parkes begonnen hatten, näherten sich den Demonstranten und es kam zu kleineren Scharmützeln. Nach dem erfolglosen  Versuch, die Demonstranten mit Tränengas zu vertreiben, kamen die israelischen Soldaten schliesslich zu Fuss und mit Jeeps auf die andere Seite der Mauer, und die Demonstranten wichen auf die Hügel der Umgebung aus und kehrten ins Dorf zurück. Es wurden keine Verletzungen gemeldet. Ein ähnlicher Protest wurde im Nachbardorf Ni’lin abgehalten.   http://www.popularstruggle.org/content/bilin-commemorates-mustafa-tamimi

 

Beharrlicher Widerstand  in Kufr Qaddum - Die Einwohner von Kufr Qaddum in der nördlichen Westbank protestieren seit Juli gegen den Landraub durch die Einwohner der nahegelegenen, nach internationalem Recht illegalen Kolonie Kedumim. Das Vorgehen der Siedler wurde selbst von der israelischen Zivilbehörde in der Westbank als „Diebstahl“ bezeichnet. Die Teilnehmer des wöchentlichen friedlichen Protestes fordern zusätzlich die Wiedereröffnung einer zentralen Verbindungsstrasse zum Dorf, die seit der zweiten Intifada von der israelischen Armee blockiert wird. Nachdem der Gang vor israelische Gerichte erfolglos war, beschlossen die Dorfbewohner, ihre Rechte durch Proteste nach dem Modell des friedlichen. zivilen Widerstandes in der Westbank gegen die Mauer zu erkämpfen.

Die Demonstranten wurden von Soldaten blockiert, als sie ihren Demonstrationszug in Richtung der von Siedler konfiszierten Feldern begannen. Die Protestteilnehmer hörten einige Reden und verbrannten Reifen auf der blockierten Strasse. Die israelische Armee setzte massive Mengen an Tränengas gegen die Demonstranten ein; zusätzlich schossen sie Kanister direkt auf Menschen, in Verletzung der Regeln der Armee. Letzte Woche wurde Mustafa Tamimi aus Nabi Saleh getötet, als ein Soldate einen Gaskanister direkt aus kurzer Distanz auf ihn abfeuerte. Nachdem die Soldaten die Menge eine Stunde lang unerbittlich beschossen hatten, drangen sie mit Jeeps im Dorf ein.

http://www.popularstruggle.org/content/resistance-persists-kufr-qaddum
Ben Lorber, West Bank village steps up protests against Israel’s theft of land, The Electronic Intifada, 13. Dezember 2011; http://electronicintifada.net/content/west-bank-village-steps-protests-against-israels-theft-land/10687

 

23 Menschen in Nabi Saleh bei der Demonstration im Gedenken an den Tod von Mustafa Tamimi festgenommen - Eine besonders grosse Zahl von Demonstranten und Journalisten versammelte sich am 16. Dezember in Nabi Saleh, eine Woche nachdem Mustafa Tamimi, ein 28jähriger Bewohner von Nabi Saleh, während des wöchentlichen Freitagsprotestes getötet wurde, als ein Soldaten einen Tränengaskanister aus weniger als 10 Metern Entfernung vom Rücksitz eines Jeeps auf ihn schoss.

Die Demonstranten hatten sich in mehrere Gruppen eingeteilt: Eine Gruppe von palästinensischen, israelischen und internationalen Aktivisten blockierte den Zugang zur benachbarten Siedlungskolonie Halamish, die auf dem Privatbesitz von Palästinensern errichtet wurde. Zehn Teilnehmer wurden dabei festgenommen. Eine kleine Gruppe hatte die von Siedlern illegal in Besitz genommene Dorfquelle von Nabi Saleh beinahe erreicht, als sie von Soldaten festgenommen wurde.

Die Hauptdemonstration wurde ausserhalb des Dorfes, an der Stelle, wo Mustafa Tamimi vergangenen Freitag tödlich getroffen wurde, von Batallions der israelischen Grenzpolizei angegriffen und mit Tränengas und „Stinkwasser“ eingenebelt, obwohl keine Steine geworfen wurden; das israelische Militär schoss Gaskanister wiederholt direkt auf die Menschen. Einige Demonstranten und Journalisten wurden leicht verletzt. Als die Streitkräfte ins Dorf eindrangen, kam es zu Zusammenstössen mit Jugendlichen. Eine weitere Gruppe von Protestteilnehmern wurde angehalten, festgenommen und zur Polizeistation Benyamin gebracht, als sie in einem Taxi in Richtung Ramallah fuhren. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie Strassen blockiert und geschlossenen militärische Zonen betreten haben.
http://www.popularstruggle.org/content/21-arrested-nabi-saleh-demonstration-commemorating-death-mustafa-tamimi

 

NABI SALEH 16-12-2011


 

Mohammed Khatib aus Bil’in nach Teilnahme am Protest in Nabi Saleh festgenommen - Mohammed Khatib, ein prominenter Mitorganisator der gewaltlosen Proteste in Bilin, wurde drei Tage von der israelischen Armee inhaftiert, nachdem er an einer Demonstration in Nabi Saleh im Gedenken an Mustafa Tamimi teilgenommen hatte. Mustafa Tamimi aus Nabi Saleh wurde am 9. Dezember bei einem der gewaltlosen Freitagsproteste (gewaltlos,was die Demonstranten angeht) von einem israelischen Soldaten mit einem Gaskanister aus kurzer Entfernung direkt beschossen und starb an seinen schweren Kopfverletzungen. Mohammed Khatib hatte mit einer kleinen Gruppe von Aktivisten vor der Zufahrt zur illegalen israelischen Siedlung Halamish protestiert. Mitglieder der israelischen Grenzpolizei nahmen die Aktivisten fest und brachten sie zur Militärstation in der Siedlungskolonie. Dort wurde der an den Händen gefesselte Khatib von einem Siedler angegriffen und seine Nase blutig geschlagen. Eine israelische Aktivistin wurde von diesem Siedler  ebenfalls geschlagen. Weder Grenzpolizisten noch Soldaten verteidigten die wehrlosen Demonstrationsteilnehmer.  >>>

Hintergrund: Nabi Saleh – Eine Illustration der Besatzung -  Nabi Saleh ist ein kleines Westbankdorf mit etwa 550 Einwohnern. Jeden Freitag seit Dezember 2009 ist das Dorf der Schauplatz einer harschen militärischen Reaktion auf gewaltlose Demonstranten. Ein chaotischen Schauer von Tränengaskanistern, oft direkt in die Menge gezielt, füllt die Luft, und die Kanister werden zu Waffen, ganz abgesehen von den giftigen Gasen, die sie abgeben. Inmitten dieser Schlacht ringen die Dorfbewohner – zusammen mit Israelis und internationalen Unterstützern- um Atem, werden mit gummi-ummantelten Stahlkugeln beschossen und fallen manchmal unter der Schlägen der israelischen Soldaten,die dieses gewaltsame Schauspiel inszenieren. Diese sorgfältig orchestrierte und brutale Vorstellung der israelischen Armee wurde durch eine Entscheidung der Einwohner von Nabi Saleh ausgelöst, friedliche Demonstrationen gegen die Enteignung der al-Qaws Quelle durch ihre Nachbarn, die Siedler von Halamish, zu organisieren. >>>


24.12.2011
 

 

Vorwärts in die Vergangenheit - USA: Militärische Vollmachten durch das neue „Ermächtigungsgesetz“ - Sebastian Range - Vergangene Woche hat das Repräsentantenhaus der USA den National Defense Authorization Act 2012 (NDAA - Nationales Verteidigungsbevollmächtigungsgesetz) verabschiedet, der bereits am 1. Dezember auch im Senat mit 93 zu 7 Stimmen Zustimmung fand. (1) Dabei handelt es sich um das Budgetgesetz für das US-Verteidigungsministerium, das jährlich neu beschlossen werden muss. Dem 682 Seiten langen Gesetzesentwurf wurden einige Passagen neu hinzu gefügt, die es in sich haben, denn sie brechen mit Grundsätzen der US-Verfassung. (2) Es handelt sich dabei um die Sektionen 1031 und 1032 des Gesetzes. Laut diesen können Ausländer als auch US-Bürger wegen des Verdachts der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung unbegrenzt und ohne Verfahren vom Militär unter Kriegsrecht inhaftiert werden, sollten sie unter die Kategorie einer „covered person“ fallen. >>>
 

Ein präzedenzloses Manöver - So berichtet die «Jerusalem Post» über die Vorbereitungen für das grösste Raketenabwehrmanöver, das Israel seit seinem Bestehen im Frühling zusammen mit den USA abhalten wird. Im Rahmen dieses Manövers, das vor dem Hintergrund der iranischen Atomrüstung zu sehen ist, werden sich für eine beschränkte Zeit Tausende von US-Wehrmännern auf israelischem Territorium aufhalten. Das von seinen Ausmassen her präzedenzlose Manöver wird die Errichtung von US-Kommandoposten in Israel ebenso einschliessen wie die Installation von IDF-Kommandozentralen in Deutschland. Ziel ist die Bildung einer gemeinsamen Task Force >>>
 

Antidemokratische Gesetze in Israel Medien? Aktivisten? Staatsfeinde! -  Peter Münch - Selbst die USA warnen vor dieser Entwicklung: Israel beschließt antidemokratische Gesetze, die sich gegen Frauen, Medien und Aktivisten richten. Der Widerstand in der Bevölkerung wächst. >>>                      
 

Konflikt zwischen Israel und Iran Waffenbrüder gesucht - Peter Münch und Christian Wernicke - Israel schlägt die Kriegstrommeln >>>
 

Wer überlebt? - Immer neue Drohungen gegen Teheran -  Norman Paech >>>
 

Mysteriöser Angriff auf Militärbasis Geheimer Krieg gegen Iran - Paul-Anton Krüger - Bei einer Explosion starb im November der Chef des iranischen Raketenprogramms. Es gibt Indizien dafür, dass dies kein Unfall, sondern ein gezielter Angriff war. Experten vermuten, dass der israelische Geheimdienst Mossad dahinterstecken könnte. >>>
 

An den Grenzen der Freundschaft - Jörg Lau - Irans Bombenpläne, die Palästinenser und die arabische Revolution: Deutschland muss seine Israel-Politik überdenken. Eigentlich ist es ein überraschend trockener Satz für ein Herzstück der deutschen Nachkriegspolitik. Vielleicht muss das so sein, weil dieses Thema so schnell überwältigt. Der ganze Horror, die Millionen Toten, der Hass – alles transformiert und aufgehoben in einer ziemlich bürokratischen Formel: Die Sicherheit des jüdischen Staates sei »Teil der deutschen Staatsräson«. Der Satz war einmal ein Wall gegen den israelkritischen Mainstream hierzulande. >>>

 
 

Palästinenser sind Helden, die der israelischen Diktatur die Stirne bieten -  Amira Hass  - Palästinenser sind Helden - und das ist nicht nur eine blumige journalistische Phrase, sondern eine Tatsache, nicht für Schlägertypen gedacht, sondern eher für Leute, die ihre Augen schließen - und derer gibt es viele. Die Palästinenser sind Helden und das ist die einzige Tatsache, die nach dem kleinen Schock durch die Hügeljugendschläger relevant ist. Die Hände sind die Hände von Schlägertypen und der Kopf? Der Kopf ist der Kopf eines feindseligen Regimes, unter dem die Palästinenser leben und das sie jeden Moment jedes Tages, Woche für Woche seit Jahrzehnten schikaniert. Auf diese Weise zu leben und vernünftig zu bleiben - das ist Heldentum. "Und wer sagt, wir seien vernünftig?" antworten mir Palästinenser. Nun hier ist der Beweis: Selbstironie. >>>

 
 

Israel wach auf… - Gideon Levy - Wenn ich könnte, würde ich einen bescheidenen Blumenstrauß als Dank an die Aufständler schicken, an die, die letzte Woche in die Ephraim-Brigadebasis eindrangen. Sie erreichten wenigstens für einen Augenblick, was anderen nicht gelang: die öffentliche israelische Meinung gegen die Westbanksiedler aufzubringen, ja vielleicht auch die der Armee und Regierung . Guten Morgen Israel! Bist du aufgewacht? Jahre des Wandalismus gegen die Palästinenser, Zerstören der Bäume, Brandstiftung, Zerstörung, Enteignung, Diebstahl, Felsbrocken und Äxte verursachten nicht mal eine kleine Welle ( der Aufregung). Aber ein Stein an den Kopf eines stellvertretenden Brigadekommandeur, Lt. Col.Tzur Harpatz machte etwas aus. Ein totaler Aufstand. Jüdischer Terrorismus. Da gibt es Milizen in der Westbank, Siedlerterroristen in einem Niemandsland. Und all dies wegen einen Steines, der ein paar Tropfen jüdisches Blut verursachte. Hier ist es wieder: Arroganz und nationalistische Ideologie. Wie ist es möglich, dass aus dem auserwählten Volk Terrorismus kommt? >>>

 
 

Der Herzog von Nablus - Uri Avnery - DER NAME von Munib al-Masri ist vor kurzem als  möglicher Kandidat für den Posten des Ministerpräsidenten einer palästinensischen nationalen Einheitsregierung aufgetaucht. Da er weder ein Mitglied von Fatah noch von Hamas ist, ist er für beide annehmbar. Al-Masri selbst verneint solche Ambitionen. Er sagt, er sei zu alt (77) und dass eine jüngere Generation Palästinenser nun an der Reihe sei. Er sagte auch, er sei ganz zufrieden mit seiner augenblicklichen Situation. Kein Wunder! DIE WESTBANK-Stadt Nablus liegt eingebettet im Tal zwischen zwei hohen Bergen, dem Ebal und dem Garizim. Der Garizim ist der berühmtere, weil er für das samaritanische Volk heilig ist, da es glaubt,  Gott habe den Israeliten befohlen, seinen Tempel dort zu bauen. Für sie ist Jerusalem nur eine Anmaßung. Der Berg Garizim, 881 m über dem Meeresspiegel, überragt das Zentrum von Nablus um 330 Meter. Er wird viele Male in der Bibel erwähnt. Dort hielt Jotham, der Sohn des Richters Gideon, seine berühmte Rede, in der er Politiker  mit dem  Dornstrauch vergleicht, der zu nichts nütze sei, der keine Früchte trage, nicht dufte, keinen Schatten spende, der darin übereinstimmt, der König der Bäume zu sein, nachdem sich alle anderen Bäume weigerten. Vielleicht stimmt Munib al-Masri mit der Moral dieser Fabel überein, die in vielen Ländern heute seltsam relevant erscheint. Wenn man auf der Hauptstraße von Nablus entlang geht  und seine Augen gen Himmel wendet, sieht man auf der Spitze des Berges ein imponierendes Gebäude mit einer Kuppel. Dies ist das Haus von Al-Masri. >>>

 
 

Über 100 palästinensische Kinder in israelischen Gefängnissen - Trotz des kürzlichen Gefangenenaustausches sind noch immer 106 palästinensische Kinder in israelischer Haft. Defence for Children International äusserte sich zu den Verhältnissen in israelischen Gefängnissen. - Nachdem am letzten Sonntag 55 Kinder zwischen 14 und 17 Jahren im Rahmen des Gefangenenaustausches freigelassen wurden sind noch immer 106 palästinensische Kinder in Haft. Die unabhängige NGO Defence for Children International (DCI) mit Sitz in Genf, Schweiz, hat in einer am 19. Dezember veröffentlichten Mitteilung die Entlassung der 55 Kinder zwar gutgeheissen, ist aber besorgt über die Behandlung Minderjähriger in israelischen Gefängnissen. Sie ist beunruhigt über etliche Vorgehensweisen des Militärs. So würden Kinder bis heute mitten in der Nacht festgenommen und schmerzende Handfesseln und Augenbinden würden über eine längere Zeitspanne eingesetzt. >>>

 
 

Ein neuer Checkpoint bei Shufat - Palästinenser, Israelis und Internationale protestieren - AIC. 18.12.11 - Etwa 30 Palästinenser, Israelis und Internationale versammelten sich heute am Rande des Shufat-Flüchtlingslagers , um gegen den neuen israelischen Checkpoint zu demonstrieren, der letzten Montag am 12. Dezember eröffnet wurde, und von dem ein israelischer Aktivist als „ethnische Säuberung“ sprach.  Palästinensische Kinder warfen Steine; israelische Polizei feuerte gummi-ummantelte Stahlkugeln auf die Kinder.

Auch Jeff Halper ( Gründer von ICAHD) nahm an der Demo teil. Auf seinem Poster stand groß: „ICAHD sagt nein zur Apartheid“. Eine Anzahl lokaler palästinensischer Aktivisten wurde schon vor der Demo verhaftet, wie berichtet wurde.

Die kleine Gruppe Protestierender stand auf der Verkehrsinsel, die am Nächsten zum neuen Checkpoint steht, hielt Poster und hielt Reden. Israelische Polizei näherte sich und forderte von ihr, dass sie sich 20 Meter weiter weg begebe, weil sie sie stören würde. Die Demonstranten antworteten, dass der Checkpoint sie stören würde, und sie weigerten sich, wegzugehen. Nach einer spannungsvollen Auseinandersetzung ging die Polizei und der Protest wurde fortgesetzt. 

„Dieser Checkpoint hat nichts mit Sicherheit zu tun,“ sagt Jeff Halper, ein Mitbegründer des Israelischen Komitees gegen Hauszerstörung (ICAHD). Hier leben auf beiden Seiten der Grenze Palästinenser. Der Checkpoint hat nur einen Zweck: 50 000 Palästinenser auf die eine Seite der Mauer zu konzentrieren, so dass ihnen schließlich  das Jerusalemer Bürgerrecht entzogen werden kann. Das ist „ethnische Säuberung.“

Das Shufat-Flüchtlingslager wurde 1966 von Jordanien gegründet. Heute ist es die Heimat von beinahe 50 000 Palästinensern. Es liegt am östlichen Rand Jerusalems und innerhalb der von Israel gezogenen Stadtgrenze.

Viele Bewohner haben einen Jerusalemer Ausweis. Aber um diesen Status zu behalten, muss man beweisen, dass Jerusalem das „Lebenszentrum“ ist. Nach Aktivisten macht dieser Checkpoint, der einen Teil Jerusalems von einem anderen Teil trennt, die Bewegungsfreiheit zu einer noch schwierigeren Sache. Viele palästinensische Bewohner Jerusalems verlieren jedes Jahr ihre Stadtrechte; 2008 war die Zahl besonders hoch, da die israelische Regierung über 4000 Palästinensern ihren Status nahm.

Jaber Muhaisen, Leiter des Volkskomitees von Shufat, nannte den Checkpoint illegal. Wir besitzen  israelische Identitätskarten … es ist unser Recht, hier zu leben und uns frei zu bewegen. Er fügt noch hinzu, dass die Besatzung früher oder später fallen wird.

Als sich die Demo auflöste, warfen kleine Kinder Steine gegen den Checkpoint. Israelische Polizei feuerte mit gummi-ummantelten Stahlkugeln zurück. Nachdem die Kinder weiter mit Steinen warfen, drang die Polizei mit schussbereiten Waffen ins Flüchtlingslager ein. Israelische Demonstranten baten sie dringend, das Lager zu verlassen, ihre Gegenwart und ihre Waffen seien eine Provokation. Die Polizei zog sich auf die Verkehrsinsel zurück.

Als man über Email anfragte, was der Zweck  des neuen Checkpoints  beim Shufat-Flüchtlingslager sei und ob die Absicht besteht, die Jerusalemer Bewohner von anderen Teilen der Stadt zu trennen, gaben israelische Offizielle keine Antwort. (dt. Ellen Rohlfs)


Israeli activist: Checkpoint at J’lem refugee camp form of “ethnic cleansing” - Mya Guarnieri - +972 "“This [checkpoint] has nothing what so ever to do with security,” Jeff Halper, a co-founder of the Israeli Commitee Against House Demolitions, said. “There are Palestinians on both sides of the border. [The checkpoint] has one purpose–to concentrate 50,000 Palestinians on one side of the [separation] wall so their residency can eventually be revoked.”

 
 

The Bethlehem Call – deutsch - Der Aufruf von Bethlehem - Hier stehen wir – Steht uns bei - An die Leser: Lesen Sie diesen Text und interpretieren Sie ihn im Bewusstsein des Kairos und im Blick auf prophetischen Zorn

Vorwort Wie lange noch, oh Gott, werden sie unseren Lebensunterhalt stehlen? Unser Volk unterdrücken, einsperren und demütigen? Unseren Kindern ihre Kindheit rauben? In der Tat: wie lange, oh Gott, wird die Mehrheit  der Christen in dieser Welt die Angst unserer palästinensischen Schwestern und Brüder und aller Unterdrückten ignorieren?

„Kommt und seht“, sagten die Christen in Palästina. „Kommt und seht die Olivenhaine, die Schubraupen, die uralten Terrassen, die geteilten Städte. Die Situation verschlechtert sich.“

Mehr als 60 TeilnehmerInnen aus 15 Ländern folgten einem dringenden Ruf von Kairos Palästina. Von 4. bis 10. Dezember 2011 unterstützten sie die  PalästinenserInnen in ihrem Kairos-Aufruf im Sinne einer globalen Begegnungskonferenz zum Thema Gerechtigkeit  in Bethlehem.

Die Ziele und Objekte dieser Begegnungskonferenz sind folgende:

  • Das Bewusstsein für das Kairos wahrzunehmen und zu teilen, was die Gruppen, die an der Konferenz teilnahmen,  für Erfahrungen damit gemacht haben;

  • Die Kairos-Gruppen stärken und zwischen ihnen Verbindungen herstellen, um ein überzeugtes globales Netzwerk für Gerechtigkeit zu formen;

  • Aus der palästinensischen Erfahrung die Dringlichkeit einer Kairos-Solidarität zu lernen und die Ungerechtigkeit zu beenden durch die Anwendung konkreter Aktionen auf nationaler, regionaler und globaler Ebene.     

Auf dem Wege zu dieser Begegnung gab es den Amman-Aufruf 2007, die 60 Jahre ohne eine einheitliche christliche Stimme gegen die israelische Besetzung von Palästina  beendete. Der nächste Meilenstein war die Perspektive von Bern 2008, die durch die folgende  Stellungnahme illustriert wird: „Genug ist genug. Keine Worte mehr ohne Taten, es ist Zeit zu handeln.“  Der Schrei nach Gerechtigkeit in Palästina erreichte seinen Angelpunkt, als palästinensische Christen im Dezember 2009 das Kairos Palästina Dokument vom Stapel ließen: „Ein Wort des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe aus dem Herzen des  palästinensischen Leidens“. >>>

 
 

Künstler drängen den Ministerpräsidenten die Demokratie zu retten - Dutzende von Künstlern, Intellektuellen, Akademikern und früheren Militärs unterzeichneten einen Brief, der Netanjahu  dazu aufruft, die Rechtssprechung einzufrieren, die gegen Gerichte, Medien und gegen zivile Gesellschaftsorganisationen (NGOs) gerichtet sind.

Der Schriftsteller Amos Oz, Direktor Ari Folman, Dramatiker Joshua Sobol, Schauspielerin Hanna Maron und Dutzende Intellektuelle, Akademiker und frühere Militärs haben einen Brief  an den Ministerpräsidenten Netanjahu unterzeichnet und ihn gedrängt der kürzlichen Welle antidemokratischer Rechtsprechung Einhalt  zu gebieten.

Der Brief wurde am Sonntag dem Knessetsprecher, den Ministern, den Fraktionschefs, dem Präsidenten des Obersten Gerichtshofes  und dem israelischen  Präsidenten vorgelegt. Er erklärt, dass „Benjamin Netanjahu eine klare Wahl hat.  Entweder erlaubt er der augenblicklichen Welle fortzufahren, was dahin führt, die Demokratie und das Gesetz in Israel zu zerstören oder sofort dieser Welle Einhalt zu gebieten.“ Er sollte verkünden, dass die Rechtssprechung und die Durchführung der Gesetzesvorlagen, die das Gericht, die Medien und die NGOs in Israel betreffen, mindestens bis zum  Ende der Knesset-Wintersaison  ausgesetzt werden. Die Vorsitzenden von Netanjahus Koalition hatten noch keine Zeit, sie selbst zu prüfen.

Der Brief, der von etwa 70 Personen unterschrieben wurde, schließt eine spezifische Bemerkung an die Präsidentin des Obersten Gerichtes Dorit Beinish ein, das Problem der letzten Woche: „Die klaren Bemerkungen der Präsidentin des Obersten Gerichtshofes müssen zu einer kompletten Veränderung in Israels Realität führen. Beinishs Worte sind ein letzter Warnruf.

„Die Präsidentin des Obersten Gerichtshofes hat zu Recht jeden Bürger dafür kritisiert, dass er zu sehr  zu den Tatsachen schweigt, dass sie, das Gesetz und die Demokratie einer Woge von Hetze ausgesetzt sind und sich selbst allein gegenüber bösen Geistern und Gewalt gegenüberstehen. Ihre Bemerkungen geben die Bemerkungen des ermordeten Ministerpräsidenten Yitzhak Rabin wieder, der selbst  gegenüber der Hetze/Aufwieglung allein gegenüberstand.

Die Unterzeichner beschlossen: “Wir dürfen diese Blamage nicht erlauben. Dieser Ministerpräsident, der jenen Protest (gegen die Osloabkommen) anführte und vom Chef des Shin Bet gewarnt wurde, was geschehen könnte,  er müsste zum mindesten  die Lektion gelernt haben, seinen Weg zu verändern und müsste die Woge der Gesetzgebung jetzt beenden.“  (dt. Ellen Rohlfs)

 


23.12.2011
 


Konflikt zwischen Israel und Iran Waffenbrüder gesucht - Peter Münch und Christian Wernicke - Israel schlägt die Kriegstrommeln: Das Land lässt keinen Zweifel daran, dass es notfalls auch alleine gegen Iran und sein Atomprogramm vorgehen will. Der Westen ist aber skeptisch gegenüber einem Militärschlag. Vor allem US-Präsident Obama kann vor der Wahl keine Eskalation gebrauchen - seine republikanischen Konkurrenten profilieren sich dagegen als Verbündete Jerusalems. Allein gegen den Rest der Welt - für einen kleinen Staat mit nicht einmal acht Millionen Einwohnern ist das gemeinhin keine haltbare Position. Doch wenn es um einen möglichen Angriff auf Iran geht, dann lässt Israel derzeit keinen Zweifel daran aufkommen, dass es nötigenfalls auch im Alleingang und gegen den Widerstand selbst engster Freunde diese Aufgabe schultern will. >>>

Grafik - Carlos Latuff - Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Ein präzedenzloses Manöver - Nicht auf der ganzen Linie muss die israelische Aussenpolitik sich dieser Tage mit Rückschlägen und Problemen befassen. So berichtet die «Jerusalem Post» über die Vorbereitungen für das grösste Raketenabwehrmanöver, das Israel seit seinem Bestehen im Frühling zusammen mit den USA abhalten wird. Im Rahmen dieses Manövers, das vor dem Hintergrund der iranischen Atomrüstung zu sehen ist, werden sich für eine beschränkte Zeit Tausende von US-Wehrmännern auf israelischem Territorium aufhalten. Das von seinen Ausmassen her präzedenzlose Manöver wird die Errichtung von US-Kommandoposten in Israel ebenso einschliessen wie die Installation von IDF-Kommandozentralen in Deutschland. Ziel ist die Bildung einer gemeinsamen Task Force für den Fall eines grösseren Konflikts im Nahen Osten. Von besonderem Interesse dürfte das Erscheinen gewisser amerikanischer Verteidigungssysteme gegen ballistische Raketen in Israel sein, mit denen das Abfangen von Raketensalven gegen Israel simuliert werden soll. >>>                       

Wer überlebt? - Immer neue Drohungen gegen Teheran -  Norman Paech >>>
 

Frischer Wind - Jahresrückblick 2011. Heute: Nahostkonflikt. Der arabische Aufstand sorgt für neue Bewegung - Werner Pirker - Im Nahen Osten nichts Neues. Für das zu Ende gehende Jahr läßt sich das sicher nicht behaupten. Daß dem so ist, hat sicher nichts mit US-Präsident Barack Obama zu tun, dessen Ankündigung, den Nahost-Friedensprozeß einer schnellen Verhandlungslösung zuführen und dabei auch den israelischen Verbündeten stärker in die Pflicht nehmen zu wollen, von den Israelis der Lächerlichkeit preisgegeben wurde. Es war der arabische Aufstand, der für frischen Wind im nahöstlichen Geschehen gesorgt hat. Die Regierung von Benjamin Netanjahu freilich scheint die Veränderungen in Israels Umgebung völlig kalt zu lassen. Unbeirrt setzt sie ihre Politik der illegalen jüdischen Besiedlung des Westjordanlandes und Ostjerusalems fort. Mit der offenen Brüskierung der palästinensischen Autonomiebehörde und ihres stets kollaborationsbereiten Vorsitzenden Mahmud Abbas ist sie im Begriff, die Oslo-Konstruktion in Gänze einzureißen. >>>

 

Israelische Siedler im Westjordanland: Gewalt mit System? - Die Gewalt extremistischer Siedler im Westjordanland zwingt die Regierung Netanjahu zum Handeln. Doch der Premier scheut den Begriff Terror. Kein Wunder, schließlich bereitet die Politik den Nährboden für die radikale »Hilltop Youth«. Aus Ost-Jerusalem berichtet Anne-Sophie Reichert - Sie leben in rund 150 illegalen Siedlungen und circa 100 Außenposten, die im Unterschied zu Siedlungen auch nach israelischem Recht illegal sind. Die 300.000 jüdischen Siedler im Westjordanland wohnen auf Territorium, welches Israel im Zuge des Sechstagekrieges 1967 besetzte – entgegen den Normen internationalen Rechts – und innerhalb der Grenzen eines zukünftigen palästinensischen Staates, wie er im Oslo-Abkommen 1993 avisiert wurde. >>>


The Authority Already Exists – What’s Needed Is a Willingness to Act. - Soldiers in the Occupied Territories already have the legal authority to arrest Israeli citizens - Reports have appeared in the Israeli media in recent days claiming that the security forces will soon be given new powers to combat settler violence. According to the reports, soldiers will be authorized to detain and arrest Israelis in the Occupied Territories. The reports are misleading. Israeli soldiers stationed in the West Bank are already authorized to detain Israeli citizens, if it is suspected that they have committed or are about to commit a criminal offense. >>>

Siedlungen + Siedler in Palästina - Landraub >>>

 

 

Der israelische Außenminister Barak findet die Kritik als Angriff auf Israel, die Kritik an Gewalt im Westjordanland sei "widerwärtig", mit der Verurteilung des Siedlungsbaus im Westjordanland "verliere die EU an Glaubwürdigkeit und würden sich selbst irrelevant machen".
http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/israel-officials-security-council-criticism-on-west-bank-violence-disgusting-1.402817
http://www.ynet.co.il/english/articles/0,7340,L-4165126,00html       Quelle Karin Nebauer

 
 
From The Freedom Theatre in Jenin refugee camp - Last night the Israeli army invaded Jenin refugee camp for the second night in a row. They arrested another three members of The Freedom Theatre. This time Adnan Naghnaghiye, our stage manager, Bilal Saadi, the chairperson, and Faisal Abu Alheja, acting instructor and assistant producer.

Faisal yesterday performed the stories of arrests. (Picture)

"Through the performance today, people were able to talk about their experiences at the hands of the Israeli army. The event also helped to educate others about the unjust and inhumane practices of the Israeli military here in Jenin refugee camp." Faisal Abu Alheja, Actor at The Freedom Theatre, now in Israeli prison.

In their operations the Israeli army breaks down the doors of the houses they enter, at times they turn the house upside-down, they blindfold and handcuff innocent people that are not suspected or accused of any crime. They beat, verbally insult and lock them in prison cells. Reports from those arrested yesterday speak of inhumane treatment that amount to torture.

The systematized attacks by the Israeli army on The Freedom Theatre and its employees seriously damage the theatre's ability to operate as a safe place for children and youth.

To bring attention to Israel's systematized practice of military rule and arbitrary arrests, The Freedom Theatre held a street performance at 2 pm yesterday in Jenin refugee camp. Actors used Playback Theatre* to enact the accounts of those who were impacted by the recent invasions and harassment. The performance was attended by children, youth and adults from the camp as well as internationals.

"Today's event gave me a chance to tell my story. Having others listen to my experience helped me feel connected to my community. It also helped to know that my story was being heard by an international audience." Kamal Abu Awad. Student in The Freedom Theatre, resident of Jenin refugee camp and a recently released detainee.

In this event, stories were told by people who were recently arrested, tortured and harassed by the Israeli military. Other residents of Jenin refugee camp also shared their thoughts and feelings about Israeli military violence and the increasing number of arbitrary arrests that have occurred over the past months.

The Freedom Theatre will stage a second event on Wednesday, December 28th at 2pm to protest against the further arrests and nightly raids taking place in Jenin Refugee Camp.

The people of Jenin refugee camp are using theatre in a highly innovative way to communicate their story and resist the intimidation of the Israeli military apparatus. Today's action communicated to the Israeli army that their egregious behavior will be closely observed, monitored and publicized.

For further information call: Rawand Arqawi, Press Officer on +972(0)599971070 - Or e-mail The Freedom Theatre at info@thefreedomtheatre.org
 
 

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. - U N  Basis Informationen 44  -  pdf - Die Vereinten Nationen befasst sich die Weltorganisation intensiv mit dem Konflikt im Nahen Osten. Keine andere  Region hat sie über mehr als sechs Jahrzehnte stärker beschäftigt. Mit zahlreichen Friedensinitiativen haben sich die UN in der Krisenregion immer wieder engagiert. Dazu gehört der Einsatz tausender Blauhelm­Soldaten. Die Vielzahl der sich zum Teil wiederholenden Resolutionen und die lange Dauer des ungelösten Konflikts aber machen deutlich, dass der Einfluss der UN nur begrenzt ist. Stets sind die Bemühungen am gegenseitigen Misstrauen und der hohen Gewaltbereitschaft der Konfliktparteien gescheitert. Neben sicherheitspolitischen Erwägungen macht auch die religiöse Aufladung der beiden gegeneinander gerichteten Nationalismen eine Lösung ungemein schwierig. Der israelischen und der palästinensischen Gesellschaft werden auf jeden Fall bittere Kompromisse abverlangt. >>>

 
 

Lustig - Thomas Immanuel Steinberg - Henryk M. Broder hat sich auf seiner Achse des Guten von Vera Lengsfeld loben lassen. Ihre Lobrede enthält vier falsche Leerzeichen, vier falsche Kleinschreibungen, vier Kommafehler, drei logische Unmöglichkeiten, einen falschen Superlativ, eine falsche Fallbildung, eine falsche Mehrzahl, eine falsche Trennung, ein Fürwort ohne Bezug und einen Pleonasmus. T:I:S, 22. Dezember 2011. Siehe auch Aachener Friedensmagazin und Michael Klarmann

Vera Lengsfeld in einer Laudatio auf Henryk M. Broder demonstriert, der Umgang mit Henryk M. Broder färbt ab. Ist es verkehrt, wenn ich hier Rassismus pur sehe?: "Kürzlich las ich eine Meldung, dass an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq mehr israelische Unternehmen gelistet sind, als Unternehmen aus sämtlichen europäischen Staaten, Korea, Japan, Indien und China zusammen. Das liegt an guter Bildung, vor allem aber an einer besonderen israelischen Mentalität: anpacken und umsetzen, lautet die Devise. „Geht nicht“, gibt es nicht. Von den Palästinensern, die wahrscheinlich mit keinem einzigen Unternehmen an der Nasdaq gelistet sind, hört man höchstens, dass gar nichts geht." >>>

Kurzkommentar: Henryk M. Broder meint: "Nun, Toleranz ist meine Sache nicht, ich bin der Ansicht, dass viele der Probleme, mit denen wir es derzeit zu tun haben, eine Folge der Toleranz sind, die wir praktizieren, und dass wir mehr Intoleranz brauchen, wenn wir das, was unser Leben lebenswert macht, erhalten wollen"  Nehmen wir uns ausnahmsweise ein Beispiel, es ist an der Zeit, seien wir Intolerant - Henryk M. Broder gegenüber.

Henryk M. Broder - SEIN "ZWEITES" GESICHT - THE "BEST" OF Henryk M. Broder >>>

 


22.12.2011
 

Die Nacht von Yalda und Weihnachten - Afsane Bahar - Die letzte Nacht im Azar, dem neunten Monat des iranischen Kalenders (gewöhnlich vom 21. auf 22. Dezember), stellt die längste Nacht des Jahres dar. Sie wird im Iran als ‚shabe yalda‘ (Nacht von Yalda) bezeichnet und in Form eines geselligen Beisammenseins gefeiert (1). Beim Anbruch der Nacht treffen sich Verwandte und Bekannte und verbringen die Zeit bis tief in die Nacht zusammen. Zu den Bestandteilen der entsprechenden Festtafel gehören unter anderem Wassermelonen, Granatäpfel, Zitrusfrüchte, Trockenobst und verschiedene Nusssorten. Durch Rezitieren der Gedichte von Hafez (2), Erzählen von Geschichten und lustige Spiele wird versucht, der vermeintlichen Endlosigkeit und dem Dunkel der Nacht zu entgehen (3).

Yalda ist aramäischer Herkunft und bedeutet Geburt. Die Kräfte der Finsternis (Ahriman) sollen angeblich in dieser Nacht ihren Höhepunkt erreichen. Der darauf folgende Tag gehört dann dem Schöpfer, Ahura Mazda, Herrn der Weisheit. Dieser Tag wird ‚khorram rouz' (der blühende, freudige Tag) oder ‚khor rouz' (Tag der Sonne) genannt. Ab diesem Zeitpunkt nimmt die Tageslänge zu und die Nächte werden kürzer, was symbolhaft  den Sieg des Lichtes über die Dunkelheit darstellen soll.

Durch dieses Fest wurde ursprünglich der Gott Mithra (4) verehrt. Die Figur des Mithra existierte im Perserreich bereits im 14. Jahrhundert vor Christus. Mithra ist der Gott des Rechtes, des Bündnisses, der Sonne und des Lichtes. Er wacht über die kosmische Ordnung, pflegt Tugend und Gerechtigkeit und schützt die göttliche Gnade.

Im Rahmen des Mithraismus (5) kam diese Festveranstaltung als Fest des Lichtes durch Legionäre auch in das römische Reich. Bis zum 4. Jahrhundert wurde im antiken Rom am 21. Tag des zwölften Monates das Mithras-Fest zu Ehren der Geburt des Lichtes (Mithras) abgehalten. Manche Historiker sind der Meinung, dass Weihnachten eine Weiterentwicklung dieses Festes sei. Mit Übernahme des Christentums als Staatsreligion wurde dieses größte Fest im alten Rom von der Kirche in die Feier der Geburt von Jesus umgewandelt (6).

Versuchen wir, in einer Epoche der künstlich aufgebauschten Differenzen, Weihnachten und Yalda im Sinne der Versöhnung verschiedener Kulturen und Völker zu feiern.



Eine Sonne
[in Anlehnung an den iranischen Dichter Siavash Kasra‘i; 25.3.2010 (7)]
 

 Die Tür ist geschlossen,
ebenfalls das Fenster,
die Vorhänge sind zugezogen.
Selbst der Tür- und Fensterrahmen
scheinen dicht zu sein.
Und doch aus einer unbekannten Ecke,
dem Auge unsichtbar,
scheint die Sonne
auf meine Hände,
mein Heft
und meine Blume.
 

 Sogar aus diesem eingeengten Winkel
kann der zärtliche Gedanke
durch die unsichtbare Lücke
den Raum verlassen,
sich zu einer Sonne entwickeln,
weltweit erleuchten,
mit Leidenschaft
zart durchdringend,
Wärme spendend
zur Liebe aufrufen
und zum Leben.
 

Anmerkungen und Quellenangaben
(1)
http://de.wikipedia.org/wiki/Yalda-Nachthttp://fa.wikipedia.org/wiki/شب_یلدا
(2) http://de.wikipedia.org/wiki/Hafes http://fa.wikipedia.org/wiki/حافظ
(3) Bilder zum Thema Yalda: http://lillac.files.wordpress.com/2007/12/shab-e-yalda.jpg http://www.elftown.com/stuff/yalda%20shab.gif?jpg=y http://www.faraz.ca/archives/misc/yalda.jpg
(4) http://de.wikipedia.org/wiki/Mithras http://fa.wikipedia.org/wik/ (5) http://de.wikipedia.org/wiki/Mithraismus http://fa.wikipedia.org/wiki/ - (6) Alexander Demandt (em. Professor für Alte Geschichte an der Freien Universität Berlin): Der Ursprung des Weihnachtsfestes. Deutsche Medizinische Wochenschrift 2007; 132:2743-2746 (7) http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=137,3321,0,0,1,0

 

Wer überlebt? - Immer neue Drohungen gegen Teheran: Ein Krieg gegen Iran könnte den Untergang des zionistischen Israels bedeuten - Norman Paech - Die CIA genießt nicht den Ruf einer seriösen Behörde. Man sollte ihr nicht zu viel Vertrauen schenken. Das schließt nicht aus, daß der US-Geheimdienst in dem einen oder anderen Fall durchaus zu richtigen Erkenntnissen gelangt. Dies könnte auf eine Studie zutreffen, die er am 12. Februar 2009 veröffentlichte und in der er »den Untergang des zionistischen Israels innerhalb von zwanzig Jahren« voraussagte, »wenn die allgemeinen Trends sich fortsetzen«. Diese Trends sah die CIA nicht in den nuklearen Ambitionen Teherans. Nein, die Prognose basiert auf der Einschätzung, »daß es unwahrscheinlich ist, daß die israelische Führung auch nur zu minimalen Konzessionen bereit ist, um zu einer Verständigung mit ihren Nachbarn und deren zunehmend desillusionierten und rasch wachsenden, Würde und Gerechtigkeit verlangenden Bevölkerungen zu gelangen«. >>>

 
 

Kein Tauwetter im Nahostkonflikt - Der Austausch von 1027 palästinensischen Gefangenen gegen den israelischen Soldaten Schalit ist glatt über die Bühne gegangen. Eine Annährung im Nahostkonflikt ist jedoch nicht in Sicht. - Der Gefangenenaustausch wirkt bei Palästinensern und Israelis nach: Im Gazastreifen und im Westjordanland wurden die ehemaligen palästinensischen Häftlinge wie Helden gefeiert. In Israel empfingen die Menschen den heimgekehrten Soldaten Gilad Schalit fast wie einen "Sohn des Volkes", sagt Avi Primor, ehemaliger israelischer Botschafter in Deutschland. Außerdem habe die Rückkehr Schalits der Regierung Netanjahu einen erstaunlichen Popularitätsschub verschafft. Warum also sollte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu jetzt die Stabilität seines wackeligen Regierungsbündnisses aufs Spiel setzen, um den Dialog mit den Palästinensern wiederzubeleben? Es gebe gar keinen Grund zu verhandeln, meint Primor: "Man weiß ja, wie ein Friedensvertrag aussehen soll. Es gibt wirklich nur die allerletzten Details, die man ausbügeln muss. So viele Ministerpräsidenten auf israelischer Seite und so viele Palästinenser haben schon so lange und so oft verhandelt. Die wirkliche Frage ist, ob man auch bereit ist, all dies in die Tat umzusetzen." Avi Primor glaubt, dass dazu derzeit weder die israelische noch die palästinensische Regierung bereit ist. Von 'allerletzten Details' kann aus palästinensischer Sicht allerdings kaum die Rede sein, meint Joachim Paul. Der Büroleiter der Heinrich-Böll-Stiftung in Ramallah rechnet vor, dass aus ursprünglich 80.000 Siedlern in der Westbank zu Beginn des Friedensprozesses mittlerweile 550.000 bis 600.000 Siedler geworden seien. "Das Land, über das überhaupt noch verhandelt werden kann, wird immer weniger." >>>

 
 

Palestinians are heroes, braving Israeli dictatorship - Palestinians are heroes, and that's not simply a flowery journalistic phrase, but a fact not intended for thugs, rather for people who shut their eyes - and they are many. - Amira Hass - The Palestinians are heroes, and that's the only fact that's relevant after the slight shock of the hilltop thugs. The hands are the hands of thugs, and the head? The head is the head of the hostile regime under which the Palestinians live and which harasses them every moment of every day, week after week for decades. To live this way and remain sane - that's heroism. "And who says we're sane?" Palestinians answer me. Well, here's the proof: self-irony. The thugs of the hills are only the icing on the cake. Most of the work is being done by thugs wearing kid gloves. Unlike the people who threw the stone at the deputy brigade commander, these are fan favorites in Israel. The flesh of our flesh. Officers and soldiers, military jurists, architects and contractors in the service of the army, Interior Ministry and National Insurance Institute clerks. >>>

 
 

Arbeitsgericht Potsdam muss entscheiden Ken Jebsen: Kündigung rechtswidrig - Der Radiomoderator Ken Jebsen hat am Dienstag beim Arbeitsgericht Potsdam Klage gegen seine Kündigung durch den Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) eingelegt. Jebsens Anwaltskanzlei nennt „die Kündigung rechtswidrig, weil keine Kündigungsgründe vorliegen“. RBB-Programmdirektorin Claudia Nothelle spreche von einer angeblichen „Nichteinhaltung journalistischer Standards“, ohne sie auch nur ansatzweise erläutern zu können. „Ebenso diffus ist das Argument des RBB, Ken Jebsen habe sich ,nicht an getroffene Vereinbarungen gehalten’.“ >>>

 
 

Ranghöchster Katholik im Nahen Osten wünscht sich Palästinenserstaat - In einem Gespräch mit dem katholischen Hilfswerk Kirche in Not äußerte sich das Oberhaupt der melkitisch-katholischen Kirche im Nahen Osten, Patriarch Gregor III. Laham von Antiochien, über die Situation der Christen im Nahen Osten seit Beginn des „Arabischen Frühlings“, über den Konflikt im Heiligen Land und über die besonderen Beziehungen seiner Kirche zum Islam. Dabei plädiert er unter anderem für einen eigenständigen Palästinenserstaat.- Das Interview führte Volker Niggewöhner. - Laham: Jesus ist in Palästina geboren, aber das Christentum wurde in den arabischen Ländern geboren: in Syrien, Libanon und Jordanien. All das sind heilige Länder für das Christentum. Darum ist es unsere Sendung, in diesen Ländern zu bleiben, um die Frohe Botschaft des Evangeliums Jesu Christi zu leben. KIN: Sie leben eng mit den Muslimen zusammen und haben in einem Interview einmal gesagt, sie seien „Die Kirche des Islam“. Wie war das gemeint? >>>

 

Im Fadenkreuz der Rechtspopulisten - Susann Witt-Stahl - Die Medienwissenschaftlerin Sabine Schiffer wird wegen ihrer Studien zur Islamophobie zunehmend angefeindet - Massiven Anfeindungen von Ultrarechten und Rechtspopulisten ausgesetzt zu sein, das gehört für die Medienwissenschaftlerin Sabine Schiffer zum Alltag. Sie wird zunehmend zum Zielobjekt übler Diffamierungen und aggressiver Beschimpfungen - neuerdings auch einer Morddrohung. Die Kripo ermittelt jedoch nicht. (...) Auf dem 4. Wunsiedler Forum im vergangenen Monat problematisierte Schiffer den ideologischen Missbrauch der Meinungsfreiheit durch rechte Gruppierungen und Parteien. Seit sie im Oktober einen Artikel mit dem Titel »Islamfeinde im straffreien Raum« veröffentlicht hat, wächst die Drohkulisse: »Du hast Dich des Hochverrats am Deutschen Volk schuldig gemacht«, lautete eine Morddrohung, deren anonyme Verfasser ankündigten, Schiffer werde »in Kürze« ihre »gerechte Strafe« empfangen und exekutiert. Diese Vernichtungsrhetorik gehört auf Internet-Prangern wie Politically Incorrect (PI) zum guten Ton. (...) Die Hetze kommt nicht nur vom rechten Rand der Gesellschaft: Auch der Sarrazin- und Wilders-Sympathisant Henryk M. Broder, dem öffentlich-rechtliche Sendeanstalten eine eigene TV-Serie finanziert haben, bläst schon seit Jahren mit seinem Internet-Portal »Die Achse des Guten« zur Treibjagd auf Schiffer. Broder führt die Wissenschaftlerin unter der Kategorie »LRG-Fraktion (linksreaktionäre Gutmenschen)«. Schiffers angebliches Vergehen: Sie unterhalte eine »private Reichsschrifttumskammer für den politisch korrekten Umgang mit der Berichterstattung über den Islam«. Broder führt den Feldzug gegen Schiffer nicht zuletzt in eigener Sache: Schon lange ist er vom Wut- zum Hass-Bürger aufgestiegen >>>


Klare Worte - (...) Mit klaren Worten hat Aachens Bürgermeisterin Hilde Scheidt am Dienstag gegen die jüngsten Hetzattacken von Henryk M. Broder Stellung genommen und ihren Austritt aus der Deutsch-Israelischen Gesellschaft angekündigt. Gegenüber aixpaix.de erklärte Hilde Scheidt: »Ich habe gegen die Preisverleihung an Broder gestimmt und ich habe an der Veranstaltung nicht teilgenommen. Das, was Broder jetzt schreibt, erschreckt mich ebenso wie die starke Nähe zu ›Politically Incorrect‹. Diese Gründe führen dazu, daß ich nicht mehr Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft sein möchte. Hetze hat in Aachen keinen Platz! (…) Mit bisher in Aachen nicht für möglich gehaltenen Ausfällen hatte der bekannte Anti-Islam-Hetzer Henryk M. Broder zuvor auf eine kritische Berichterstattung in den Aachener Nachrichten zu seiner Preisverleihung reagiert und sein Niveau dokumentiert. >>>

Vera Lengsfeld in einer Laudatio auf Henryk M. Broder demonstriert, der Umgang mit Henryk M. Broder färbt ab. Ist es verkehrt, wenn ich hier Rassismus pur sehe?: "Kürzlich las ich eine Meldung, dass an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq mehr israelische Unternehmen gelistet sind, als Unternehmen aus sämtlichen europäischen Staaten, Korea, Japan, Indien und China zusammen. Das liegt an guter Bildung, vor allem aber an einer besonderen israelischen Mentalität: anpacken und umsetzen, lautet die Devise. „Geht nicht“, gibt es nicht. Von den Palästinensern, die wahrscheinlich mit keinem einzigen Unternehmen an der Nasdaq gelistet sind, hört man höchstens, dass gar nichts geht." >>>

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Geburtskirche in Bethlehem braucht Restaurierung - Die Geburtskirche in Bethlehem braucht eine Restaurierung. Die Stätte im palästinensischen Westjordanland ist ein Anziehungspunkt für Reisende aus aller Welt: Zwei Millionen waren es im letzten Jahr. - Die Lage im Konfliktgebiet zwischen Israel und Palästinensern hat aber dazu geführt, dass das Gebäude seit langem vernachlässigt wird. Besonders das Dach hat gelitten: Nötig wären hier elf Millionen Euro, erst ein Zehntel davon hat die Palästinenserverwaltung nach eigenen Angaben bisher zusammen. Die Geburtskirche stammt aus der Zeit um 500 und ist damit einer der ältesten Bauten der Christenheit. Sie wurde auf der Stelle gebaut, die Christen als den Geburtsort Jesu annehmen. Seit 2008 steht sie auf einer Liste der weltweit am meisten gefährdeten Bauwerke. Die Kirche und das Gelände werden von drei christlichen Glaubensrichtungen gemeinsam verwaltet: von Katholiken, Griechisch-Orthodoxen und Armenisch-Apostolischen. Das hat die Lage nicht einfacher gemacht. Die Palastinenser haben von ihnen inzwischen aber die Erlaubnis zu Restaurierungsarbeiten. Anfang nächsten Jahres wollen die Palästinenser einen Plan für die Restaurierung und die Kosten vorlegen. Sie hoffen dann auch auf mehr Spenden. Außerdem streben sie bei der UNESCO eine Anerkennung der Kirche als Weltkulturgut an. >>>

Geburtskirche in Bethlehem braucht Restaurierung

Geburtskirche Jesu Christi vor dem Verfall

 

 

Kamaal`s Insult - MahsanMilim - "The next day was Friday. I was at the stand as usual. And people were buying. There was even a busload of people who come to pray at the grave, and after prayers came over and bought my vegetables. Lots of customers. I was glad. And that same person came. Rabbi Nachman. He stood there, staring. Then he said to them, how can you buy from an Arab? Why do you buy from an Arab? Who, whenever there’s a terrorist attack, starts applauding and breaks out in a dance. That’s what he said. It took me a week to calm down, he said. I’d started talking to myself. I got sick. I wasn’t working well. And my wife said, what is it with you? You see, a person gets upset... I’m such a… How could he say about me that I made such trouble. How could he… To say about me that I applaud after a terrorist attack… And I’m against such things. How could I possibly applaud. And you make me into a terrorist?"

 


21.12.2011
 

 

Israelische Siedlung Har Homa


 



2
Fotos oben - Har Homa seit 1999

Frankreich wirft Israel “Provokation” vor - Frankreich sieht in dem jüngsten Beschluss Israels, Siedlungen auf palästinensischem Gebiet weiter auszubauen, eine “neue Provokation”, die alle Friedensanstrengungen im Nahen Osten zusätzlich erschwert. Israels Siedlungspolitik sei völkerrechtswidrig, erklärte der Sprecher des Quai d’Orsay, Bernard Valero, am Montag in Paris. Die israelische Regierung werde aufgefordert, alle Siedlungsaktivitäten und -projekte unverzüglich einzustellen.  >>>

Empörung über israelische Baupläne - Projekt für den Bau von über tausend neuen Wohnungen jenseits der «grünen Linie» sei eine «zerstörerische Botschaft». Israel müsse aufhören, «neue Siedlungen» in der Westbank und in Ostjerusalem zu bauen. Das erklärte am Montag Georg Streiter, ein Sprecher von Bundeskanzlerin Angela Merkel, im Anschluss an Ankündigung des israelischen Wohnbauministeriums vom Vortag, jenseits der «grünen Linie» über tausend neue Wohneinheiten errichten zu wollen. >>>

Nine Security Council member states condemn Israeli settlement expansion - In a letter issued Tuesday, the four European member states of the United Nations Security Council, Britain, France, Germany and Portugal, condemned the recent Israeli announcement that the Israeli government had approved the construction of 1,000 new settlement units in the West Bank and East Jerusalem. In addition, South Africa, India and Brazil condemned the expansion. >>>

Pressemitteilung von Annette Groth - Kritik am Siedlungsbau Israels muss auch politische Konsequenzen haben - „Es ist zu begrüßen, dass die vier EU Mitgliedsstaaten im Sicherheitsrat, unter ihnen auch Deutschland, die völkerrechtswidrige israelische Siedlungspolitik endlich einmal eindeutig kritisieren“, so Annette Groth anlässlich der Stellungnahme der vier EU Mitglieder des UN-Sicherheitsrats zur Beschleunigung des Siedlungsbaus in den besetzten palästinensischen Gebieten. Die menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion Die LINKE weiter: „Dem rasant vorangetriebenen Siedlungsbau steht die Vertreibung der Palästinenser von ihrem Land gegenüber. Im Jahr 2010 wurden laut Amnesty International in Ost-Jerusalem und dem besetzten Westjordanland 431 Häuser und andere Bauwerke zerstört. Das ist ein Anstieg von 59 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mindestens 594 Palästinenser – die Hälfte davon Kinder – wurden durch die Häuserzerstörungen obdachlos. Es darf aber nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben. Diese Kritik am Siedlungsbau muss auch politische
Konsequenzen haben: Bei gravierenden Völkerrechts- und Menschenrechtsverletzungen müssen Privilegien, wie beispielsweise durch das EU-Israel Assoziationsabkommen geschaffen, zurück genommen werden.“ F.d.R. Beate Figgener -

 

Scharfe Kritik aus Berlin an israelischen Siedlungsbauplänen - Die israelische Regierung hat den Bau von tausend neuen Wohnungen in den von Israel besetzten Gebieten ausgeschrieben. Die deutsche Regierung in Berlin kritisierte das Bauvorhaben scharf und forderte Israel auf, von dem Bau abzusehen. >>>

Israel baut 1.000 weitere Wohnungen - Israel will gut tausend weitere Wohnungen im Westjordanland und Ost-Jerusalem bauen. Das Wohnungsbauministerium veröffentlichte am Sonntag Ausschreibungen für den Bau von 1028 Wohneinheiten. 500 der Wohnungen sollen in Har Homa im Süden Jerusalems entstehen, 348 in der Siedlung Beitar Ilit und 180 in Givat Zeew zwischen Jerusalem und Ramallah. >>>


91% der Ermittlungen in Fällen von Angriffen von zivilen Siedlern auf Palästinenser und ihr Eigentum sind dokumentiert bzw. archiviert, ohne dass es zu einem Gerichtsverfahren gekommen wäre. - Laut der israelischen NGO "Yesh Din" ("Es gibt eine Gerechtigkeit") wurden die meisten der betreffenden Akten geschlossen, weil Verdächtige nicht kollaborierten, unbekannt waren und Beweise nicht gesammelt wurden. Die von Yesh Din zusammengetragenen Daten basieren auf einer Untersuchung von 760 Fällen, in denen die israelische Polizei im Westjordanland in Reaktion auf Klagen palästinensischer Einwohner wegen Delikten ziviler Siedler gegen sie bzw. ihr Eigentum manipuliert hatte. Nur in kaum 7,5% der Fälle kam es zur Klageerhebung gegen die Aggressoren. Der Leiter von Yesh Din, Haim Erlich, gibt in dem Bericht an, dass "die Daten ein klarer Beweis dafür sind, dass das Westjordanland ein gesetzloses Territorium ist", und beschuldigt die verantwortlichen israleischen Behörden der "dauernden Nachlässigkeit" und der "Animierung zu Straftaten". http://www.yesh-din.org/postview.asp?postid=189 Quelle und Übersetzung Karin Nebauer
 

Die Angst der Israelis vor den radikalen Siedlern - Jüdische Siedler greifen Moscheen und sogar die israelische Armee an. Plötzlich wird in der Öffentlichkeit gefragt, ob sie sich denn alles erlauben könnten. In seinen 30 Jahren beim Militär habe er es noch nicht erlebt, dass Juden israelischen Soldaten so viel Hass entgegengebracht hätten, sagte Generalmajor Avi Mizrahi vom Zentralkommando im Westjordanland später, sichtlich schockiert. >>>

Dokumentation - Siedlungen + Siedler in Palästina - Landraub >>>

Sonderseite: Videos - Siedler und Siedlungen >>>

 


Ulrich Schäfer, Der Angriff - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - Als die Terroranschläge am 11. September 2001 die Zwillingstürme des World Trade Centers zum Einsturz brachten, brachen die USA unverzüglich zu ihrem „war on terrorism“ gegen Afghanistan und Irak auf, jedoch ohne überzeugende politische Strategie. Um es salopp zu formulieren, ging es dem „boy-emperor from Crawford, Texas“ darum, „to kick some ass“. Dass dies keine adäquate politische Gegenstrategie zu den Anschlägen war, zeigt auch das Buch des Ressortleiters des Wirtschaftsteils der „Süddeutsche Zeitung“, Ulrich Schäfer. - Nach Meinung des Autors zielt die eigentliche Absicht Al-Kaidas auf die Wirtschaft des Westens. Die Terroristen haben dem Westen einen „Wirtschaftskrieg“ aufgezwungen, der auf die Vernichtung des Wohlstandes abziele. Folglich müsse der islamistische Terror mit anderen Augen gesehen werden. >>>

 

Lasst Schuhe sprechen!  - Schuhe erden, sie sind die Verbindung zum Boden. In Palästina ist dieser Boden historisch und politisch belastet. Eine deutsche Künstlerin lässt Schuhe die Geschichten ihrer palästinensischen Besitzerinnen erzählen. - Den schwarzen Pumps sieht man nur von innen an, dass sie schon getragen wurden: Feine Risse durchziehen ihr helles Futter. Die Pumps sind schick – haben an ihrer Spitze eine runde Öffnung, die die Fußnägel ihrer Trägerin entblößt. Mann könnte sie noch gut tragen, doch ihre Besitzerin braucht sie nicht mehr: Für die Arbeit sind sie nicht geeignet. Weder für das Abwaschen in der Hotelküche, noch für das Gemüseputzen, Kochen oder Bettenmachen. Früher hatte die Frau diese Pumps zu feierlichen Anlässen an den Füßen. Davon gibt es inzwischen kaum noch welche. Denn die 54 Jahre alte Pumps-Besitzerin muss ihre elf Kinder ernähren – allein, da ihr Mann krank ist und seit 18 Jahren nicht mehr arbeiten kann. >>>

 


Fotoserie - Die Rückkehr der Gefangenen >>>

 

«Üble Hetze»: Scheidt verlässt die DIG - Matthias Hinrichs - Aachen. Rüde Attacken, Verunglimpfungen, hämische Provokationen - für Bürgermeisterin Hilde Scheidt ist das Maß voll. Die Grünen-Politikerin hat die Konsequenz aus der Entscheidung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) Aachen gezogen, ihren Ehrenpreis an den Publizisten Henryk M. Broder zu verleihen. - Scheidt, bis dato Beiratsmitglied, kündigte ihr Engagement in der DIG auf. - Vergleich mit dem «Stürmer» - «Ich habe davor gewarnt, Herrn Broder auszuzeichnen», sagte sie der AZ am Dienstag. Sie sei daher der Verleihung fern geblieben. «Aber nach dem, was ich über die Äußerungen von Herrn Broder - und auch von Festredner Ralph Giordano - bei der Veranstaltung gelesen habe, kann ich nur sagen: So etwas können wir hier in Aachen wirklich nicht gebrauchen.» >>>
 

Bürgermeisterin Scheidt verlässt die Deutsch-Israelische Gesellschaft - Gerald Eimer - Aachen. Die Aachener Bürgermeisterin Hilde Scheidt, Grüne, hat ihren Austritt aus der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) Aachen angekündigt. Sie reagiert damit auf die Verleihung des DIG-Ehrenpreises an den umstrittenen Publizisten Henryk M. Broder, Mitbetreiber des Internet-Blogs «Die Achse des Guten». >>>
 

Aachener DIG-Preis an Henryk M. Broder - Aachener Bürgermeisterin tritt nach Broder-Ausfällen aus der Deutsch-Israelischen Gesellschaft aus  -  Mit klaren Worten hat Aachens Bürgermeisterin Hilde Scheidt am Dienstag gegen die jüngsten Hetzattacken von Henryk M. Broder Stellung genommen und ihren Austritt aus der Deutsch-Israelischen Gesellschaft angekündigt. Gegenüber aixpaix.de erklärte Hilde Scheidt: „Ich habe gegen die Preisverleihung an Broder gestimmt und ich habe an der Veranstaltung nicht teilgenommen. Das, was Broder jetzt schreibt, erschreckt mich ebenso wie die starke Nähe zu „Political Incorrect“. Diese Gründe führen dazu, dass ich nicht mehr Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft sein möchte. Hetze hat in Aachen keinen Platz! Wir wollen in Aachen sachlich miteinander diskutieren!“ >>>

Broders rhetorischer Sturmangriff auf das «friedensbewegte Pack» - Joachim Zinsen -  Er polemisiert, provoziert, polarisiert. Die «Süddeutsche Zeitung» nannte ihn einmal «die Kalaschnikow des deutschen Meinungsjournalismus». Henryk M. Broder feuert überall dort hin, wo er Gegner Israels oder Antisemitismus vermutet. >>>
 

Broder, Politically Incorrect und deutsche Israelfreunde - Michael Klarmann - Henryk M. Broder wird in Aachen für seine Solidarität zu Israel geehrt. Der rhetorische Spaltpilz gerät dabei irgendwie in eine krude anmutende Gesellschaft >>>
 

Wie Politically Incorrect ihn feiert - Broder & Friends in Aachen (...) Nun, diese Frage müssen wir uns als PI’ler auch stellen (auch wenn er uns nicht erwähnte). Was haben wir bekennenden Israel-Freunde denn bisher getan? In der Tat, vielleicht sollten wir, statt unsere Israel-Solidarität bloß in die Tasten zu hauen, tatsächlich mehr zur Tat schreiten.>>>

Kurzkommentar: Wie sehen diese Taten aus? Gibt es dann keine Morddrohungen mehr sondern man schreitet zur Tat? Versucht man dan nicht mehr, die öffentliche Meinung zu manipulieren sonder bestimmt sie?

Antisemitismusstreit - Verschleierung als Methode - Alfred Grosser >>>

Mit dem Antisemitismus-Vorwurf wird versucht, kritische Juden zu disziplinieren.
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Rufmord und rassistische Hetze - M. Bodemann >>>

Henryk M. Broder - SEIN "ZWEITES" GESICHT - THE "BEST" OF Henryk M. Broder >>>

Mohammed Khatib - I have just been released from jail, after three days inside. I was arrested last Friday, together with 22 others, in the village of Nabi Saleh, during a demonstration commemorating the murder of Mustafa Tamimi. Our arrest took place as we peacefully protested near the entrance to the Jewish-only settlement of Halamish, which is built on lands stolen from Nabi Saleh.

Minutes after we got to the gate, Israeli Border Police officers moved in to remove us from the scene. Palestinians, Israeli and international activists, we were all shackled and dragged away into military jeeps that transported us to the adjacent military base, which is in fact part of the settlement.

In the military base, still shackled, I was assaulted by a settler who hit me in the face, leaving me with a bloody nose. Shortly after, the settler also attacked a female Israeli activist who was by my side. The soldiers and policemen present did not prevent the attack, nor did they bother to detain the settler after the fact. Instead, the zip-tie locks on my hands were removed, only for my arms to be bound again, this time behind my back.

Hours later, at the police station, I learned that to cover up their responsibility for my attack, the soldiers have laid a bogus complaint against me for assaulting them. My hands were tied, my face was bleeding, but it was I who spent the night in the inside of prison cell.

Mohammed Tamimi from Nabi Saleh was also arrested during that same demonstration. While the police decided to release all the others, he and I were to remain in jail. During our demonstrations, soldiers often take pictures, to later use them as "incriminating evidence". This time, the soldiers used one such picture to accuse Mohammed of throwing stones during a demonstration a few weeks or months back. The man pictured in that photograph is not Mohammed Tamimi from Nabi Saleh, regardless, he remains in jail. Military law allows Israel to keep us Palestinians in jail for eight days before seeing a judge, and even then, it is a soldier in uniform who is the so called neutral arbitrator.

As the prison doors closed behind me, my happiness was clouded by the fact that Mohammed Tamimi was not released. The battle for his freedom is only beginning, as our lawyers prepare the petition for his release. If you can, please help us fund legal aid for him and for the countless others who are regularly arrested protesting Israeli Occupation.

I would also like to use this letter to extend my gratitude to Ayala Shani, an Israeli comrade who was arrested with me. She refused the injustice of being released while both me and Mohammed Tamimi were still detained. As these words are written, she is still in jail, despite having been offered her freedom twice already by Israeli courts. Sincerely, Mohammed Khatib


Mohammed Khatib: On My Release From Jail - Mohammed Khatib - Scoop News - My happiness was clouded by the fact that Mohammed Tamimi was not released. The battle for his freedom is only beginning. If you can, please help us fund legal aid. I would also like to use this letter to extend my gratitude to Ayala Shani, an Israeli comrade who was arrested with me. She refused the injustice of being released while both me and Mohammed Tamimi were still detained. >>>

 

Merkel und Obama erklären sich den Nahostkonflikt

 


20.12.2011
 

 

Der Grinch - Hanno Loewy - FREUDIGE BEGRÜSSUNG IN ISRAEL Einwanderer aus Nordamerika werden von Einheimischen willkommen geheissen - Dass der Staat Israel von der Idee beseelt ist, alle Juden dieser Welt zu vertreten und ihnen eine Heimat zu bieten, ist nichts Neues. Wir haben uns daran gewöhnt, immer wieder mehr oder minder diskret daran erinnert zu werden. Israelische Politiker und nicht zuletzt das israelische Einwanderungsministerium haben niemals eine Gelegenheit ausgelassen, unter den Juden der Diaspora für die «Alija», den «Aufstieg» ins Land Israel, zu werben. Die Anwerbemethoden haben gewechselt, je nach Lage der jüdischen Minderheiten in den unterschiedlichsten Weltgegenden. Aber in der Regel ist es immer darum gegangen, den potenziellen Einwanderern ein Bedrohungsszenario vor Augen zu halten: Der Aufstieg nach Israel sollte sie aus einer Welt von Anfeindungen und Gefahren hinaus in die Sicherheit der eigenen Nation führen. (...) Bislang hat die propagandistische Anmassung israelischer Einwanderungspolitik zumindest vor den Juden in den USA Halt gemacht. Schliesslich hängt Israel am Tropf der amerikanischen Politik und nicht zuletzt auch der amerikanischen Juden. Doch nun hat das israelische Einwanderungsministerium auch diese rote Linie >>>

 
 

Israel lässt 550 Palästinenser frei - Ausgelassene Stimmung in Ramallah - Der große Triumphzug der befreiten Gefangenen durch Ramallah blieb aus. Dafür hatte die israelische Gefängnisverwaltung gesorgt. Zunächst ließ sie die Öffentlichkeit lange über die Uhrzeit der Entlassung im Unklaren. Dann legte sie die Freilassung kurzfristig auf zehn Uhr abends. Palästinenserpräsident Abbas war um diese Uhrzeit schon ins Ausland abgereist, und so gab es keinen feierlichen Empfang, keine Rede in der Mukataa, dem Amtssitz des Präsidenten in Ramallah. Die meisten Freigelassenen stammten aus dem Westjordanland Stattdessen feierten Freunde und Familien mit ihren zurückgeholten Angehörigen in eigens dafür aufgebauten Zelten. Ohne große Worte, per Feuerwerk und Autokorso, begrüßten tausende Palästinenser die freigelassenen am Grenzübergang Beitunia südostlich von Ramallah. >>>

Palästinenser enttäuscht: Gefangenenaustausch ist eine Farce - Viele der von den Israelis freigelassenen Palästinenser hätten sowieso nur noch wenige Monate absitzen müssen. Damit habe Israel kein positives Zeichen gesetzt. Die Palästinenser empfangen freigelassenen Angehörigen mit Freude, üben aber harte Kritik an der Auswahl der Inhaftierten. >>>

Israels Gefängnisse nach Gefangenenaustausch wieder aufgefüllt >>>

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Erleichterung für die Seele mitten im Dauerstress in Gaza - Dr. James S. Gordon vom Zentrum für Medizin für Körper und Seele in Washington behandelt in Gaza, wo der traumatisierende Stress ein Dauerstress ist, ebenso Krebspatienten wie Schulkinder mit Problemen. Der 69-jährige renommierte Spezialist war schon in verschiedenen Krisenregionen – humanitären und Nachkriegskrisen – in verschiedenen Teilen der Welt, um  Betroffenen mittels alternativen Techniken .. zu helfen, ihre Ängste und Unsicherheit zu überwinden. Im Gazastreifen gibt es laut Gordon einen bedeutenden Unterschied zu anderen Gegenden: "in Haiti oder dem Kosovo sprechen wir vom Posttraumatischen Stress, hier in Gaza gibt es einen traumatisierenden Dauerstress". Wenn jemand in seine Gruppen für Krebskranke kommt, ist es schwer zu sagen, ob die Frauen, die ihn umringen, an irgendeiner (organischen) Krankheit leiden oder an psychologischem Stress. Die sieben Frauen im Alter von 22 bis 50 Jahren, die in einem Zentrum in Gaza an dem Programm teilnehmen, wirken freundlich und vertrauensvoll, wenn Dr. Gordon ihnen mit Hilfe eines Dolmetschers aufmerksam zuhört. >>>

 
 

Israel heizt den Konflikt an - Dutzende Festnahmen von Palästinensern durch die Besatzer. Vertreibungen und Hauszerstörungen gehen weiter - Karin Leukefeld - Im Rahmen eines zwischen Israel und der palästinensischen Hamas vereinbarten Gefangenenaustausches hat Israel am Wochenende weitere 550 palästinensische Gefangene freigelassen. 41 der Freigelassenen kehrten in den Gazastreifen zurück, 507 in die Westbank und zwei nach Jordanien. Unter den Gefangenen waren sechs Frauen. Alle wurden in Gaza und in der Westbank von Politikern und Tausenden Angehörigen begrüßt. Insgesamt hat Israel für den gefangenen Soldaten Gilad Shalit 1050 Gefangene freigelassen. Rund 9000 Palästinenser sind weiter in Haft, darunter der populäre Politiker Marwan Barghouti und der Vorsitzende der Volksfront zur Befreiung Palästinas, Ahmad Saadat. >>>

 
 

Ist Abbas einen Schritt weiter auf dem Weg zum Palästinenserstaat? - Der Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, besucht Paris. Hier kann er einen ersten Erfolg auf dem Weg zur Anerkennung eines eigenen Staates verzeichnen. (...) Israel hat Palästinenser freigelassen. Hatte Sie das erwartet? - Mahmud Abbas - Passiert ist folgendes: Der israelische Soldat Schalit wurde entführt. Fünf Jahre wurde zwischen Israelis und Hamas unter Vermittlung Ägyptens über seine Freilassung verhandelt. Zeitweise waren waren auch Deutsche eingebunden, um den Gefangenenaustausch einzufädeln. Es ging um 1027 palästinensische Häftlinge. 400 kamen zuerst frei, die anderen später. Ich hatte mit dem damaligen israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert vereinbart: Wenn Schalit freigelassen wird, wird Israel im Gegenzug im Rahmen einer Absprache mit der Hamas palästinensische Häftlinge freilassen. Olmerts Nachfolger Netanjahu hat diese Vereinbarung aufgekündigt. Obwohl Präsident Obama sich eingeschaltet und mit Natanjahu über die Freilassung der Häftlinge gesprochen hatte. Als man mir zunächst mitteilte, Netanjahu sei einverstanden, habe ich sofort signalisiert, ich bin es auch. Aber dann gerieten die Absprachen in Vergessenheit. Bei der Freilassung der Gefangenen ging es nicht nur um guten Willen. Da war auch Druck im Spiel, von beiden Seiten.  >>>

 
 

Weihnachtsstimmung für Bethlehem -  Das Friedenslicht wird jedes Jahr von Bethlehem in die Welt getragen. Mit "Rock to Bethlehem" soll ein wenig Licht und Unterstützung zu den Menschen zurückkommen. "Rock to Bethlehem" geht auf die Initiative von Cardiac Move-Gitarrist Emmanuel Fleckenstein zurück. Er ist halb Palästinenser, halb Deutscher und in Bethlehem aufgewachsen: "2009 war ich auf Besuch und stand auf dem Krippenplatz. Es gab keine Weihnachtsstimmung, seit der zweiten Intifada." Über seine Erfahrungen, die er durch seine weltweiten Konzerte mit Cardiac Move hatte, kam Emmanuel Fleckernstein die Idee, ein Festival in Bethlehem zu organisieren. Hoffnung und Mut für eine umschlossene Stadt - Um das Projekt umsetzen zu können, wurde der Verein "Kulturelle Brücken mit dem Heiligen Land" gegründet >>>

 
 

Rückkehr zu jüdischen Werten - Der Rabbiner Dov Halberthal stellt sich gegen die Fusion von Religion und Staat in Israel - Säkulare Israeli üben seit langem Kritik an der immer markanteren Präsenz religiös-nationalistischen Ideenguts in ihrem Land. Diese Stimmen erhalten nun Sukkurs von ungewohnter Seite: Ein orthodoxer Rabbiner argumentiert auf der Ebene des jüdischen Glaubensverständnisses gegen die Politisierung der Religion. - Christoph Schmidt - Seit einiger Zeit steht in Israel der orthodoxe Rabbiner Dov Halberthal im Kreuzfeuer einer Kritik aus dem eigenen religiösen Lager, die zunehmend schärfere Züge annimmt und zum Teil auch schon in Drohungen übergegangen ist. Halberthal, der vor einigen Monaten eine Art souveränen Alleingang gegen alle Formen einer Fusion von Religion und Staat angetreten hat und dabei auch deren negative Auswüchse – von der Korruption in rabbinischen Kreisen bis hin zum messianischen Nationalismus der Siedler – anprangert, geniesst dabei vorläufig eine Art Immunität: Er fungiert nämlich als die rechte Hand des von allen religiösen Lagern anerkannten höchsten jüdischen Gesetzesgelehrten, des litauischen Rabbiners Josef Eljashiv. >>>

 


19.12.2011
 





 

Gefangenenaustausch in Nahost Abmachung eingehalten -  Peter Münch - Der Austausch des entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit gegen insgesamt 1027 palästinensische Gefangene war ein Kraftakt für beide Seiten, und Ruhe wird deshalb wohl nicht einkehren. Allerdings hat die Aktion auch Chancen eröffnet. >>>

Liste der freizulassenden Häftlinge (Excel Datei) >>>

Video - Israel frees 550 Palestinian prisoners >>>

Israel und Hamas schließen Gefangenenaustausch ab - Israel und die im Gazastreifen herrschende Palästinenserorganisation Hamas beenden den größten Gefangenenaustausch seit einem Vierteljahrhundert. >>>

Israel frees 550 Palestinians completing prisoner swap - Israel released 550 Palestinian prisoners on Sunday in the second stage of a deal with Hamas in exchange for captured Israeli soldier Gilad Shalit. - While many of the 450 prisoners freed on Oct. 18 in the first phase of the Egyptian-brokered prisoner swap were serving life sentences for deadly attacks, none in the second group was convicted of killings. >>>

Second stage of Shalit swap complete as 550 Palestinian prisoners released - 550 Palestinian prisoners released two months after first stage of deal; overall, Israel freed 1,027 Palestinians in exchange for IDF soldier Gilad Shalit >>>

Four people were injured on Sunday as Israeli soldiers clashed with Palestinian families outside Ofer prison
 in the West Bank. - Family members of detainees had gathered outside the prison gates on Sunday afternoon to wait for the release of Palestinian prisoners >>>

Stage two of Schalit deal: Prisoner release begins - Convoys of buses leave Ayalon Prison to complete the second stage of the Gilad Schalit deal; most prisoners will be released to the West Bank, had release dates in the near future >>>

The first buses in several convoys carrying
550 prisoners being released as part of the second stage of the deal that saw Gilad Schalit released two months ago left the Ayalon Prison shortly after 7:30 p.m. Sunday >>>

Palestinian prisoners transferred to crossing points for second stage of Shalit swap >>>

Israels Gefängnisse nach Gefangenenaustausch wieder aufgefüllt - Wie eine Gefangenenorganisation am Donnerstag mitteilte, hat Israel in den zwei Monaten seit dem Gefangenenaustausch etwa die gleiche Anzahl von Palästinensern inhaftiert, die es in der ersten Phase des Austauschs freigelassen hat. Israelische Streitkräfte haben seit 18. Oktober etwa 470 Palästinenser inhaftiert, als 477 Gefangene im Austausch für den entführten israelischen Soldaten Gilad Shalit aus >>>

 

Trubel um Friedman  - Der New York Times-Kolumnist Tom Friedman mischt sich seit vielen Jahren in den Nahost-Konflikt ein. Aber nur selten hat einer seiner Kommentare derartige Aufregung ausgelöst, wie sein letzter unter dem Titel «Newt, Mitt, Bibi and Vladimir». - In ungewöhnlich scharfer Manier greift Friedman darin die republikanischen Präsidentschaftskandidaten Newt Gingrich und Mitt Romney an, die einander an «Unterwürfigkeit» Israel und seiner amerikanischen Lobby gegenüber zu übertreffen suchten. Laut Friedman sieht Romney die Rolle Washingtons gegenüber dem jüdischen Staat darin: «Jede Aktion Israels zu bejubeln, als dessen Geldautomat zu dienen und ansonsten das Maul zu halten.» Dann spiesst Friedman die Behauptung Gingrichs auf, die Palästinenser seien ein «erfundenes Volk». >>>

 

 

Wi’ams Weihnachtsbotschaft  2011 - Weihnachten ist ein Fest in jeder christlichen Familie. Wir werden erinnert, dass der Christus von einer einfachen Frau in einer Höhle in Bethlehem geboren wurde. Ja, ich glaube an die wunderträchtige Geburt Christi. Aber ich glaube, ich kann auch nicht feiern, ohne die sich verschlechternden sozio-ökonomischen und politischen Bedingungen weltweit mit zu denken und besonders in Bethlehem, Palästina. Wäre das Baby heute „im Fleisch“ geboren worden, was würde es vorfinden?

Die Magier würden es nicht besuchen können wegen der Annexionsmauer. Diese Apartheid- Mauer, die fünfmal so lang und zweimal so hoch ist wie die Berliner Mauer, würde ihnen im Weg stehen. Maria und Josef würden nicht rechtzeitig nach Bethlehem kommen (wenn über-haupt), denn mindestens 500 Checkpoints würden sie daran hindern, sich frei zu bewegen. Sollten sie dennoch ankommen, würden sie viele Wohnhöhlen und Häuser zerstört vorfinden, besonders in Jerusalem. Diese Zerstörung unter dem Vorwand „Sicherheit“ ist in Wirklichkeit ein Transportmittel für ethnische Säuberung.

Wird die Heilige Familie eine Alternative finden? Es gibt keine Hirten mehr auf dem Feld, denn 87% des Landes im Gebiet von Bethlehem sind entweder kontrolliert vom Staat Israel oder von Siedlern, enteignet, um Siedlungen und Umfahrungsstraßen zu bauen oder an der Apartheidmauer weiter zu machen. In diesem Herbst waren 900 neue Einheiten für Har Homa angekündet und 1100 für die Siedlung Gilo. Zusätzlich wurden nahe dem Checkpoint nahe Bethlehem 20 Dunam Land konfisziert. Darüber hinaus wird bald eine  neue Siedlung zwischen Gilo und Har Homa gebaut, und damit 7000 Dunam von Land von Bethlehem in die Stadt Jerusalem einverleibt werden. Rachel in Ramah weint nicht als einzige um ihre Kinder >>>

Dr. Zoughbi Zoughbi ist der Gründer und Leiter von WI’AM, dem palästinensischen Konfliktlösungszentrum in Bethlehem, Palästina, P.O.Box 1039, Tel.: +972-2-277.05.13, E-mail: zoughbi@alaslah.org  -   Wiam - Palestinian Conflict Resolution Center >>>

 
 

Al-Waladscha, ein weiteres Opfer der Apartheidmauer - Al-Waladscha wird demnächst ganz von der Mauer eingeschlossen und nur über einen von der israelischen Armee kontrollierten Zugang erreichbar sein. Seit 1948 hat Israel mehr als 15.000 Dunam Land von der Gemeinde konfisziert.

Die Geschichte des Ortes in Kürze: 1948 besetzte die israelische Armee den Ort, konfiszierte das Land und zwang die Bewohner, ihre Häuser zu verlassen und in Höhlen umzuziehen. Da die Höhlen verstreut in der Gegend lagen, wurden die Kommunikation unter Familien und Nachbarn schwieriger. Die Menschen hofften, bald in ihre Häuser zurückkehren zu können, aber daraus wurde nichts. Sie wollten aber auch nicht die Höhlen verlassen und weiter ins Westjordanland hinein ziehen, denn das hätte zur Folge gehabt, dass sie nie mehr zurückkehren könnten. In den 60er Jahren begannen die Leute in neu errichtete Häuser auf dem Boden des Ortes umzuziehen (dort leben sie noch heute). 1967 annektierte die Stadtverwaltung von Jerusalem einen Teil des Tales, obwohl die Bewohner inzwischen Identitätskarten für die Westbank erhalten hatten. 1971 konfiszierte Israel mehr als 4.000 Dunam Land, um die Siedlung Gilo in Ostjerusalem zu bauen, 1979 wurde der Hügel des Ortes konfisziert, auf dem heute die Siedlung Har Gilo errichtet wird. Den Bewohnern blieben 2.800 Dunam Land.

Die Apartheidsmauer wird in Kürze den Ort ganz umschließen, der Zugang wird nur noch über einen Tunnel und ein Tor zu Beit Jala hin möglich sein. Die Bewohner fürchten, dass das Tor nicht, wie der Oberste Gerichtshof erklärt hat, ständig offen und 24Stunden von der Armee kontrolliert sein wird, sondern dass es wie Qalandia um 5 Uhr nachmittags geschlossen werden könnte und niemand, der nicht in al-Waladscha wohnt, hinein darf.

Die Bewohner haben bisher friedlich gegen die Mauer demonstriert. Die israelische Armee hat mit Härte reagiert. Sie hatten mehrere Bewohner schwer verletzt, darunter einige Kinder, vor den wartenden Menschen zerrissen die Soldaten die Arbeitserlaubnisse... Jetzt haben die Bewohner Angst, sie möchten Widerstand leisten, aber sie riskieren dabei viel! www.palestinalibre.org/articulo.php?a=36866 - Aus dem Spanischen übersetzt und gekürzt von K. Nebauer

 
 

»Lächerlicher geht es wohl kaum noch« - Simon-Wiesenthal-Center veröffentlicht »Top-Ten-Liste« des Antisemitismus. Ein Gespräch mit Hermann Dierkes - Interview: Peter Wolter - Das Simon-Wiesenthal-Center (SWC) hat eine internationale »Top-Ten-Liste der antiisraelischen/antisemitischen Verleumdungen« herausgegeben– wie kommt es, daß ausgerechnet der Kreisvorsitzende der Linkspartei in Duisburg darauf zu finden ist? Das frage ich mich auch. Mir wird Antisemitismus unterstellt, weil auf unserer Jugend-Homepage ein Flugblatt aufgetaucht war, das uns offenbar von einem Hacker untergeschoben worden war. Wir haben sofort, nachdem wir darauf aufmerksam wurden, Strafanzeige gestellt – die Spur ließ sich aber nur bis in den Raum Essen/Gelsenkirchen zurückverfolgen. Obwohl wir uns von diesem Flugblatt sofort schärfstens distanziert haben, wird es immer wieder zum Anlaß genommen, uns und mir persönlich Antisemitismus vorzuwerfen. >>>

Abraham Melzer kommentiert: Als Jude kann man sich da nur schämen, natürlich nicht solche Juden wie Henryk Broder oder Gutmann >>>

Auch ich bin shit - Uri Shani >>>

Henryk M. Broder schwingt im Gleichklang die "Antisemitenkeule" >>>

Dazu paßt ein Zitat von Bertold Brecht:
"Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher."

 
 

Broder, Politically Incorrect und deutsche Israelfreunde - Michael Klarmann - Henryk M. Broder wird in Aachen für seine Solidarität zu Israel geehrt. Der rhetorische Spaltpilz gerät dabei irgendwie in eine krude anmutende Gesellschaft - Da strahlt der dicke Mann. Henryk M. Broder[1] wird von der Deutsch-Israelischen-Gesellschaft Aachen für seine Solidarität zu Israel geehrt. Als Überraschungsgast wohnt dem Festakt Ralph Giordano bei, ein Kritiker des radikalen Islams, aber ebenso engagiert gegen die populistische Islamkritik von Parteien und Gruppen am rechten Rand. Kritik an Islamisten sowie den Antisemiten aus der linken Szene und der Friedensbewegung äußert Broder in seiner Dankesrede, wettert dabei ganz kurz gegen das "rechtsradikale Pack", um sodann ausführlich gegen das "alternative friedensbewegte rote Pack" zu stänkern. Unter letztgenannten seien "Knallschargen" sowie "erbärmliche und erbarmungslose Gestalten, Bruchpiloten und Versager." >>>

Henryk M. Broder - SEIN "ZWEITES" GESICHT - THE "BEST" OF Henryk M. Broder >>>

 

 

In response to Nabi Saleh murder, Barghouthi demands international condemnation - Mustafa Tamimi, age 28, died this morning in an Israeli hospital. Tamimi was shot in the head with a teargas canister fired by an Israeli soldier at close range at the weekly non-violent demonstration in Nabi Saleh. “Mustafa’s tragic death shows how Israel will react to Palestinian non-violent resistance,” said Dr. Mustafa Barghouthi, the secretary-general of the Palestinian National Initiative. Dr. Barghouthi renewed his call on the international community to impose sanctions on Israel for its flagrant violation of human rights and the right to peaceably assemble. “We are an occupied people. We have every right to resist this illegal and brutal occupation. As long as the international community remains quiet, Mustafa’s blood is on their hands as well,” Dr. Barghouthi said. >>>

 

 

Israel, wake up and smell the coffee - Years of rioting against Palestinians, uprooting of trees, vandalism, arson, destruction, dispossession, theft, rocks and axes didn't cause a ripple, but one rock to the head of a deputy brigade commander made all the difference. - Gideon Levy - If I could, I'd send a modest bouquet of flowers as a gesture of thanks for the work of the rioters - the ones who infiltrated the Ephraim Brigade base in the West Bank last week. They achieved, at least for a moment, what others had failed to do: stir Israeli public opinion and maybe even the army and government against the West Bank settlers. Good morning, Israel. You've woken up? Years of rioting against Palestinians, uprooting of trees, vandalism, arson, destruction, dispossession, theft, rocks and axes didn't cause a ripple here. But one rock to the head of a deputy brigade commander, Lt. Col. Tzur Harpaz, made all the difference. >>>

 


18.12.2011
 

 

Israels Androhung, Gaza kein Wasser mehr zu liefern, wäre eine komplette Katastrophe -  Eva Bartlett - „Wenn man uns das Wasser nimmt, dann ist das nicht so, als nähme man uns das Spielzeug weg. Wasser ist Leben- sie können doch nicht so mit unserm Leben spielen“,  sagt Maher Najjar, stellvertretender  Generaldirektor der Wasserversorgungsbetriebes der Küstengemeinde (CMWU), über die neueste israelische Androhung, dem besetzten Gazastreifen den Strom, das Wasser und die Infrastrukturdienste abzustellen. Damit ist alles betroffen: das Trink- und Waschwasser, die Abwässer, die Kanalisation, Krankenhäuser, Schulen, Kinder, sagt Ahmed al Amrain, Chef der Strominformation bei der palästinensischen Energie- und  nationalen Ressourcenbehörde (PENRA). Die israelische Elektrizitätsgesellschaft liefert 60 % dessen, was der Gazastreifen benötigt, bezahlt von palästinensischen Steuern und die von der israelischen Behörde eingenommen werden. Gaza kauft 5% von Ägypten und  versucht, die restlichen 35% von Gazas einzigem Elektrizitätswerk zu bekommen, das 2006   >>>

Dokumentation - Der Kampf um das Wasser - Wasserraub >>>

 

 

„Mit Freunden wie diesen …“ -  Uri Avnery - MEIN GOTT, was für seltsame Typen sind doch diese republikanischen Anwärter für die US-Präsidentschaft! Was für ein jämmerlicher Haufen von Dummköpfen und ausgesprochen Verrückten!  Oder bestenfalls was für ein Haufen von Betrügern und Zynikern! Ist dies das Beste, was eine große und stolze Nation hervorbringen kann? Wie erschreckend der Gedanke, dass einer von ihnen tatsächlich die mächtigste Person der Welt werden könnte – mit dem Finger am  Abzug einer Atombombe! DOCH LASSEN Sie mich auf den gegenwärtigen  Läufer an der Spitze konzentrieren. (Die Republikaner scheinen die Läufer an der Spitze  wie die Socken zu wechseln)  Es ist Newt Gingrich. Erinnert man sich an ihn? Der Präsiden des Abgeordnetenhauses, der eine außereheliche Affäre mit einer Praktikantin hatte, während er zur selben Zeit die Campagne anführte, die versuchte, gegen Präsident Bill Clinton ein Amtsenthebungsverfahren einzuleiten, weil er eine Affäre mit einer Praktikantin hatte. Aber darum geht es mir heute nicht. Worum es jetzt geht, ist, dass dieser intellektuelle Gigant – nach Isaak Newton, dem vielleicht größten Wissenschaftler,  benannt - eine große historische Wahrheit entdeckt hat. Der ursprüngliche Newton entdeckte das Gesetz der Schwerkraft. Newt hat etwas nicht weniger Welterschütterndes entdeckt: Dass die Palästinenser ein „erfundenes“ Volk sind.  >>>

 

Friedlicher Widerstand in der Westbank, 9. Dezember 2011

Nabi Saleh: Mustafa Tamimi von Tränengaskanister getötet - Mustafa Tamimi aus Nabi Saleh wurde während des wöchentlichen Protestes im Westbankdorf tödlich verletzt, als ein israelischer Soldat einen Tränengaskanister aus nächster Nähe direkt auf ihn abfeuerte. Der Soldat sass im Heck eines Armeejeeps und schoss aus der geöffneten Tür des Fahrzeugs auf Mustafa, der den abziehenden Armeejeeps gegen Ende der Demonstration gefolgt war, um durch zornige Worte und einige Steine zu zeigen, dass die Dorfbewohner die wöchentlichen militärischen Angriffe auf ihre antikolonialen Proteste nicht passiv hinnehmen werden. Augenzeugen berichten, dass der Soldat das Gewehr aus weniger als zehn Metern Entfernung auf Mustafa Tamimi richtete und abschoss; der Kanister zerstörte eine Hälfte von Mustafas Gesicht; er starb am nächsten Tag an seinen Verletzungen.

An diesem Freitag hatte sich eine besonders grosse Gruppe von Demonstranten in Nabi Saleh versammelt, weil das Dorf den zweiten Jahrestag seit Beginn der wöchentlichen Demonstrationen beging. Eine UN Delegation war ebenfalls gekommen, um das Vorgehen der israelischen Armee gegen die Demonstranten zu beobachten.

Nachdem die Hauptgruppe von Demonstranten etwa eine Stunde lang vergeblich und unter permanentem Tränengasbeschuss versucht hatte, die Demonstration ausserhalb des Dorfes und in Richtung der von Siedlern konfiszierten Dorfquelle fortzuführen, baute eine kleine Gruppe von Jugendlichen eine improvisierte Strassenblockade aus Steinen auf der Hauptstrasse und begann, Steine zu werfen.

Ein israelischer gepanzerter Bulldozer wurde losgeschickt, um die Steine zu entfernen; einige Armeejeeps fuhren ebenfalls vor und Soldaten stiegen aus und begannen mit dem Beschuss der Jugendlichen. Mustafa Tamimis erlitt die tödliche Verletzung während des Abzugs dieser Jeeps. Mitdemonstranten rannten sofort zu dem verwundeten Mann und hoben ihn in ein Taxi. Wenig später wurde das Taxi an einem Checkpunkt von israelischen Soldaten angehalten und Mustafa Tamimi aus dem Taxi geholt. Während einige Soldaten die Ausweispapiere von Mustafa Tamimi und von Familienmitgliedern untersuchten, die ihn ins Krankenhaus begleiten wollten, behandelten andere den Schwerverletzten. Mustafa Tamimi wurde in ein Krankenhaus in Petah Tikva bei Tel Aviv geflogen, wo er am Samstag morgen starb.

Nabi Saleh ist ein kleines palästinensisches Dorf nicht weit von Ramallah. Seit den 70er Jahren verlor es Dorfland durch den Bau einer sich stetig vergrössernden Kolonialsiedlung in der Nachbarschaft, die ausschliesslich von jüdischen Israelis bewohnt werden darf. Nachdem eine wichtige Wasserquelle des Dorfes von den Siedlern von Halamish in Beschlag genommen wurde, reagierten die Dorfbewohner aus Nabi Saleh mit wöchentlichen Protesten jeden Freitag.

**Eine persönliche Bemerkung

Jeder, der einige Zeit an einem Freitag in Nabi Saleh verbracht hat, versteht, wie persönlich dort alles verläuft. Die Familie Tamimi und die Aktivisten, die dorthin gehen, um sie in ihrem Kampf um ihr Land unterstützen, bilden die zentrale Gruppe[der Proteste] und sind meist die gleichen Leute, und die Soldaten aus der benachbarten Baracke sind normalerweise auch immer die gleichen. Jeder kennt jeden aufgrund der wöchentlichen Interaktionen. Jedes Mitglied der Familie Tamimi ist den in der Gegend stationierten israelischen Armeeeinheiten wohl bekannt, wie auch den Soldaten, die sie quälen und schikanieren. Handlungen, wie die böswillige Tötung von Mustafa Tamimi kann man als absichtlich verstehen, wenigstens von dem Soldaten, der am Drücker war. Entweder wurde [Mustafa] als Individuum ins Visier genommen oder um einer Familie das Rückgrat zu brechen, die jedes Hinterniss auf sich genommen hat, um ihr Land und ihre Rechte zu bewahren; Leute von aussen müssen den persönlichen Aspekt im Tod von Mustafa Tamimi sehen, in der Festnahme von Bassem Tamimi, in den ständigen Nachtrazzien, der Festnahme und brutalen Vernehmung von Kindern und dem ganzen Arsenal an Schikanen gegen diese Menschen.

Omar Rahman, Nabi Saleh protester hit by tear gas canister dies from wounds, 9.Dezember 2011; http://972mag.com/nabi-saleh-palestinian-shot-in-head-with-tear-gas-canister/29317

Siehe Sonderseite zum Tod von Mustafa Tamimi; Bericht zum Hintergrund der Proteste siehe: Sophie Crowe, Nabi Saleh 101: Understanding the Occupation, Palestine Monitor, 7. Dezember 2011; http://www.palestinemonitor.org/?p=3253

 

Reaktionen auf den Tod von Mustafa Tamimi: Der britische Generalkonsul in Jerusalem bedauerte am 10. Dezember im Namen der britischen Regierung den tragischen Tod von Mustafa Tamimi aus Nabi Saleh „während einer wöchentlichen Demonstration gegen die systematischen Versuche der Siedler aus der illegalen Siedlung Halamish, die Wasserquelle zu enteignen, die den Dorfbewohnern von Nabi Saleh gehört.“ Er erinnerte an den Besuch des britischen Aussenministers Alistair Burt im Juli 2011 in Nabi Saleh, bei dem Burt das Recht auf friedliche Demonstrationen unterstützt habe.

Die israelische Menschenrechtsorganisation B’Tselem forderte am 11. Dezember  nicht nur eine Untersuchung des Verhaltens des israelischen Soldaten, der einen Hochgeschwindigkeits-Tränengaskanister auf Mustafa Tamimi abfeuerte, sonder auch der kommandierenden Offiziere und der dem Soldaten gegebenen Befehle.

B’Tselem forderte eine Klarstellung von der israelischen Armee, dass eine Untersuchung durch die Militärpolizei stattfindet in Übereinstimmung mit einer dieses Jahr abgegebenen Erklärung der israelischen Armee vor dem Obersten Gericht, nach der alle Todesfälle von Zivilisten in der Westbank von der Militärpolizei untersucht werden sollen.

Seit mehreren Jahren hat B’Tselem Vertreter der israelischen Streitkräfte gewarnt, dass Soldaten Tränengaskanister direkt auf Demonstranten in der Westbank abschiessen. Die Organisation forderte die Kommandeure dazu auf, von den Soldaten im Einsatz ein striktes Befolgen der Regeln der israelischen Armee zu verlangen. Nach den offiziellen Regeln der Armee darf ein Tränengaskanister nicht direkt aus einem Gewehr auf einen Demonstranten oder aus weniger als 40 Meter Distanz abgefeuert werden.(Haaretz)

Mehrere Demonstranten wurden durch Tränengaskanister zum Teil schwer verletzt oder getötet. 2009 wurde Bassem Abu Rahmah aus Bil’in durch einen Tränengaskanister tödlich verletzt, der Amerikaner Tristan Anderson erlitt im gleichen Jahr einen Gehirnschaden nach einer Kopfverletzung durch einen Gaskanister. Nach Informationen von B’Tselem wurde bisher kein einziger Soldat wegen des regelwidrigen Einsatzes von Tränengas vor Gericht gestellt. Im Todesfall von Bassem Abu Rahmah begann die Militärpolizei eine Untersuchung erst im Juli 2010, nachdem B’Tselem und der israelische Anwalt Michael Sfard mit einem Gang zum Obersten israelischen Gericht drohten.

 

Die Chefin der Europäischen Aussenpolitik Catherine Ashton gab am 13. Dezember eine Stellungnahme zum Tod von Mustafa Tamimi heraus, in der sie seinen ‚tragischen Tod‘ zutiefst bedauerte und eine gründliche Untersuchung des Vorfalls forderte.
 

British Government Regrets Tragic Death of Palestinian in Nabi Saleh, WAFA, 10.Dezember 2011;
http://english.wafa.ps/index.php?action=detail&id=18312

Israeli Rights Center Demands Investigation into Palestinian’s Death in Nabi Saleh, WAFA, 11. Dezember 2011; http://english.wafa.ps/index.php?action=detail&id=18320

http://www.haaretz.com/print-edition/news/palestinian-protester-s-death-an-exceptional-incident-say-idf-officials-1.400881
Ashton urges Israel to investigate Protester’s Death, WAFA, 13. Dezember 2011; http://english.wafa.ps/index.php?action=detail&id=18350

 

Beit Ummar: Protest gegen die Tötung von Mustafa Tamimi - Bei der wöchentlichen Samstagsdemonstration in Beit Ummar protestierten die etwa 40 Demonstranten, verstärkt durch eine Gruppe von Studentinnen aus Hebron, gegen den Mord von Mustafa Tamimi, der am Vortag bei der Demonstration in seinem Heimatdorf Nabi Saleh von einem Tränengaskanister tödlich getroffen wurde. Seine Beerdigung am Samstag wurde von israelischen Soldaten angegriffen und die Trauergäste verprügelt und mit Tränengas beschossen.

Einige israelische Soldaten blockierten die Demonstranten, die palästinensische Fahnen trugen und gegen das Besatzungsregime protestierten. Die Demonstration endete ohne Verletzungen und Festnahmen.

Bis Ende November wurden etwa 15 Männer aus Beit Ummar von der israelischen Armee festgenommen, meist während nächtlicher Razzien in der Stadt.

Auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken?Das Palestine Solidarity Project bietet in seinem Internetladen örtliche hergestellte Keffiyehs, Schmuck und Textilprodukte an; der Erlös unterstützt die Arbeit des PSP und die Bewohner der Region. (Bestellen bei: pspembroidery@gmail.com)

http://palestinesolidarityproject.org/2011/12/11/weekly-demonstration-in-beit-ommar-protests-the-killing-of-mustafa-tamimi

 

Beit Jala: Hilferuf an die Welt zu Weihnachten - Als Teil der wöchentlichen gewaltlosen Demonstrationen gegen die Besatzung, die Siedlungen und die israelische Mauer in der Westbank hielten palästinensische Christen in Beit Jala Gebete auf dem Land des örtlichen Klosters ab, um gegen israelische Annexionsversuche zu protestieren. Das Palestine News Network (PNN) berichtete, dass die orthodoxe Kirche im Beit Jala diese Proteste auf dem Land zusammen mit mehreren Nicht-Regiderungsorganisationen seit einigen Wochen durchführt.

Vater Ibrahim Ash-Shomaly beschrieb die Gebete als Botschaft an die Welt, die sich auf Weihnachten vorbereitet. Die Christen und Moslems in Bethlehem, Beit Jala und Beit Sahour, und die gesamte palästinensische Bevölkerung bitten die internationale Gemeinschaft um ihren Beistand und Einsatz für die Beendigung des Unrechts. Israels Aktionen verletzten internationale Verträge und die Prinzipien aller Religionen. Mehrere Einwohner trugen Plakate mit der Aufschrift: „Kein Friede ohne Gerechtigkeit“; „Unrecht kann nicht ewig dauern“; sie bestätigten ihren Entschluss, die wöchentlichen Proteste fortzusetzen, um der ganzen Welt zu zeigen, dass Israel Unrecht im Heiligen Land praktiziere.

Saeed Bannoura, Latin Church In Beit Jala Holds Prayers On Lands Threatened By Wall, Settlements, IMEMC, 2. Dezember 2011; http://www.imemc.org/article/62603

 

Jerusalem: Palästinenser protestieren gegen geplante Zerstörung von Beduinendörfern in der Negev - Tausende von Palästinensern protestierten am 11. Dezember vor dem Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu in Jerusalem, um gegen die geplante Demolierung von mindestens 30 „nicht anerkannten“ Beduinendörfern in der Negev mit einer Einwohnerschaft von mehr als 100 000 Menschen zu demonstrieren.

Nach dem „Braver Plan“ sollen etwa eine Million Dunam Land im Besitz von Arabern/Beduinen in der Negev konfisziert und die Beduinen (insgesamt etwa 200 000 Menschen) in einem Teil des Negevgebietes auf weniger als 100 000 Dunam konzentriert werden. Mit der Konstruktion von Siedlungen und Einkaufszentren nur für jüdische Israelis würde Israel eine Politik der ethnischen Säuberung durchführen, sagte Mohammad Zeitan gegenüber Al Jazeera.Das israelische Kabinett behandle die Araber im Land mit einer kolonialen Mentalität als Sicherheitsrisiko.

Sheikh Siyah At-Toury vom Beduinendorf Al Araqeeb sagte, dass die Dorfbewohner auch nach der 32sten Zerstörung ihres Dorfes in diesem Jahr an ihrem historischen Land festhalten werden.At-Toury erklärte, dass die israelischen Pläne zur Vertreibung der Beduinen aus der Negev von israelischen Militärs entworfen werden, die die Araber und Beduinen als Feinde ansehen und nicht als Einheimische des Landes.

Saed Bannoura, Protests Held In Jerusalem Against Plans Targeting Bedouin Villages, IMEMC, 12. Dezember 2011;

http://www.imemc.org/article/62654

 

Bil’in: Fortsetzung der Demonstrationen trotz Tränengasbeschuss - Dutzende litten unter schweren Atembeschwerden und anderen Folgen der Tränengasinhalierung, als israelische Soldaten den wöchentlichen Protest gegen die israelische Mauer in Bil’in mit Tränengas, Schockgranaten, gummiummantelten Stahlgeschossen und einer übelriechenden chemischen Flüssigkeit, dem sogenannten Skunk, angriffen. Eine Delegation aus Belgien beteiligte sich am Protestmarsch an diesem Freitag, zusammen mit Palästinensern , Israelis und internationalen Friedensaktivisten. Seit Anfang Juli diesen Jahres marschiert der Demonstrationszug in Bilin nach dem Freitagsgebiet zum Abu Lemon Park, einem Teil von Bilins Land, das dem Dorf nach sechs Jahren Widerstand und vier Jahre nach einer Entscheidung des Obersten israelischen Gerichtes zugunsten des Dorfes zurückgegeben wurde. Wie so oft in den vergangenen Jahren trugen die Teilnehmer palästinensische Fahnen und Banner mit dem Foto von Marwan Barghouti, sie forderten das Ende der Besetzung und Freiheit für alle palästinensischen politischen Gefangenen. Die neu errichtete Betonwand wird von der israelischen Armee zusätzlich durch eine Rolle Stacheldraht verstärkt, die einen Teil des wiedergewonnenen Landes blockiert und deshalb jeden Freitag von den Demonstranten teilweise entfernt und zerschnitten wird. Nach wenigen Minuten begannen die hinter der Mauer wartenden israelische Soldaten mit dem Einsatz ihrer „Mengenkontrollmittel“, was zu schwerwiegernder Atemnot bei einigen Demonstranten führte. Sie wurden von Sanitätern der bereitstehenden Ambulanzen behandelt, während eine  kleine Gruppe von Jugendlichen mit dem Steine werfen begann.

Am 2. Dezember hatte eine Gruppe von 30 Kommunisten aus Frankreich die wöchentliche Demonstration unterstützt und gemeinsam mit den Dorfbewohnern gegen die Demolierung des Aussenpostens von Bilin protestiert. Diese Struktur wurde 2005 einige Meter von der illegalen israelischen Kolonie Modi’in Illit errichtet und diente den palästinensischen Dorfbewohnern als Beobachtungsstation, um die Aktivitäten der Sielder zu verfolgen und um Siedlerangriffe auf das Dorf zu verhindern. Mohammed Khatib vom Bürgerkomitee Bil’in kommentierte: “ Es ist eine Schande, wenn die Häuser der Siedler, auf unserem gestohlenen Land erbaut, im Nachhinein genehmigt werden, während unsere Gebäude zerstört werden, als wären wir die Gesetzesbrecher. Wenn das nicht Apartheid ist, dann weiss ich nicht, was sonst.”

Sameer Bornat, Dozens teargased in the village of Bil’in west of Ramallah. 9. Dezember 2011, Popular Struggle Coordination Committee; http://palsolidarity.org/2011/12/dozens-teargased-in-the-village-of-bilin-west-of-ramallah/

Bil’in’s Non-violent resistance, 6. Dezember 2011; http://www.palestinemonitor.org/?p=3195

 

Kufr Qaddoum: Armee greift Dorf mit Tränengas an - Am Freitag wurden die Teilnehmer am Protest gegen die Schliessung einer zentralen Verkehrsader beim Dorf Kufr Qaddoum von der israelischen Armee aggressiv vertrieben. Etwa 200 Menschen waren nach dem Freitagsgebet zum Eingang des Westbankdorfes marschiert, um die Wiedereröffnung einer Verbindungsstrasse zwischen Kufr Qaddoum und Nablus zu fordern. Eine Gruppe von israelischen Soldaten blockierte den Weiterzug der Demonstranten und die Mehrheit der Protestteilnehmer kehrte nach einer kurzen Kundgebung ins Dorf zurück. Als eine kleine Gruppe von Jugendlichen mit Steine werfen begann, drangen die Soldaten ins Dorf ein und beschossen Menschen, Häuser und Gärten mit Tränengas. Augenzeugen berichten, dass die Soldaten in Verletzung der Armeeregeln die Tränengaskanister direkt auf Menschen abschossen, obwohl dies in der Vergangenheit zu zahllosen Knochenbrüchen, schwersten Kopfverletzungen und Toten führte.[Die Internationale Solidaritätsbewegung, ISM, hat die Namen der bei Protesten getöteten Demonstranten von 2004-2011 aufgelistet.]

 2003 wurde die Hauptverbindungsstrasse des Dorfes nach Nablus geschlossen, weil sie an einer der illegalen israelischen Siedlungskolonien in der Westbank vorbeiführt. Damit hat sich die Fahrtzeit nach Nablus verdoppelt. Ein Bericht der Palästinensischen Autorität vom September schätzt, dass sich die Kosten der Verkehrsbehinderungen durch die israelische Armee, durch Checkpunkte etc. auf 184 Millionen Dollar pro Jahr belaufen.

Am 1. Juli 2011 begannen die wöchentlichen Proteste gegen die Strassensperrung in Kufr Qaddoum, nachdem andere Lösungsversuche gescheitert waren. Abu Musub, Vorsitzender des Gemeinschaftszentrum von Kufr Qaddoum berichtet, dass die Tränengasmenge bei jeder Demonstration zunahm: „Sie wollen die Demonstrationen stoppen, aber wir werden weitermachen, bis sie die Strasse öffnen.“ Er sagte, dass die israelische Armee jede Nacht ins Dorf kommt, oft um das Dorf mit lauten Schockgranaten zu terrorisieren. Am 29. November wurden vier junge Männer aus dem Dorf von Soldaten verschleppt; sie wurden bisher incommunicado festgehalten, niemand hat Informationen über ihren Aufenthalsort oder die Gründe der Inhaftierung. 20 oder 21 Dorfbewohner sind in israelischen Militärgefängnissen, acht wurden im Zusammenhang mit den Protesten festgenommen.

ISM, Military teargases Kufr Qaddoum following nightly raids and arrests, 10. Dezember 2011; http://palsolidarity.org/2011/12/military-teargases-kufr-qaddoum-following-nightly-raids-and-arrests/

http://palsolidarity.org/2010/12/list-of-demonstrators-killed-during-protests-against-the-wall/

 

Ni’lin: Nachtrazzia der israelischen Armee - Mitglieder der Familie Amireh terrorisiert - In der Nacht vom 11. zum 12. Dezember führte die israelische Armee eine nächtliche Razzia im Dorf Ni’lin durch; ihr Ziel waren Familienmitglieder von Ibrahim und Saeed Amireh, die im friedlichen Widerstand gegen die Besatzung aktiv sind. Ibrahim Amireh wurde bereits mit einem Jahr Gefängnis für die Organisation und Teilnahme an den gewaltlosen Protesten bestraft. Nachdem die Soldaten rücksichtslos zwei Häuser druchkämmt hatten, schleppten sie einen Onkel der Familie zu Saeed Amirehs Haus, wo sie mit viel Lärm und Gewalt eindrangen. Die Familie wurde in einen Raum zusammengepfercht und ein 18jähriger Sohn der Familie in das Wohnzimmer gebracht  und fotografiert. Anschliessend übergaben die Soldaten ihm eine Vorladung zum Verhör im Gefängniskomplex Ofer am 15. Dezember. Für palästinensische Familien geschehen die Razzien, die nächtliche Identifizierung von Familienmitgliedern und die Vorladung zum Verhör im Kontext der kontinuierlichen Menschenrechtsverletzungen durch die Besatzungsarmee: Im Dezember 2009 wurde z. B. der 18jährige Ibrahim Srour aus Ni’lin festgenommen und zu 22 Monaten Gefängnis verurteilt, als er zum Verhör erschien. Nachdem er zusätzlich eine Geldstrafe abgezahlt hatte, wurde er vor zwei Monaten freigelassen.

Die Teilnehmer an den Freitagsprotesten in Ni’lin wurden Anfang Dezember ebenfalls verstärkt unter Druck gesetzt: Am 2. Dezember 2011 drang die israelische Armee erstmals nach der Freitagsdemonstration in das Dorf ein und beschoss unbeteiligte Dorfbewohner mit Gummimantelgeschossen; Soldaten feuerten auch mit scharfer Munition in die Luft.

 Saeed Amireh, Another attempt to silence us, 12. Dezember 2011; www.supportibrahim.org
http://palsolidarity.org/2011/12/israeli-forces-enter-nilin-with-tear-gas-and-ammunition/   
Übersetzt und zusammengefasst von Martina Lauer

Dokumentation - Eine Seite für Mustafa Tamimi >>>
Friedlicher Widerstand in Palästina und Israel >>>

 

Ein altgedienter israelischer Aktivist warnt vor ‚neo-​faschistischer’ Rechtssprechung - Ofra Edelman - Als Israels sog .Verleumdungsgesetz 1965 erlassen wurde, erklärte Uri Avnery, der Herausgeber der wöchentlichen Haolam Hazeh, von Seiten seines entschieden linkslastigen Magazins den Krieg. „Entweder geh ich in die Knesset oder ins Gefängnis,“ schrieb er. Wie in jedem anderen Krieg, hat dieser redaktionelle Stab 15 Jahre lang wie ein journalistischer Kommandotrupp gearbeitet mit Kom­mandotechniken, im Geiste des Kommandos. Nun werden wir gezwungen, als politisches Kommando zu handeln. Wir werden unsern Weg in das Wahl­system als Angehörige eines Kommandos machen. Wir werden als Kommandotrupp in der Knesset operieren. Avnery, der 1923 in Deutschland geboren wurde, entschied sich, für einen Sitz in der Knesset zu kandidieren, in der Hoffnung, er könne damit diplomatische Immunität für sich selbst und sein Magazin gegen Verleumdungsklagen gewinnen. >>>

 

 

„These guys are out of control“ - Wie eng verknüpft die israelische Besetzung palästinensischer Ländereien mit dem Siedlungsprojekt ist, zeigt sich in einem interessanten Ha’aretz-Artikel. Warum militärische Präsenz etwa in der Westbank? Antwort: „Our purpose there is to protect the Jews.“ Sagt der IDF-Reservist Nadav Bigelman aus Haifa, heute aktiv für Breaking the Silence. Genauer: „These guys [the settlers] are out of control. I guard them, I’m responsible for protecting them and I know one day they’ll sabotage my car. That’s what is going on here“. „These guys“ – Extremisten und Gewalttäter, die sich des Schutzes der israelischen Armee offenbar so sicher sein dürfen, dass sie nicht nur Palästinenser heimsuchen, sondern auch und gerade Soldaten ihrer eigenen Schutztruppe schikanieren. Nur, was können Soldaten dagegen tun? Nicht viel, zumal besagte Soldaten selber offenbar erst noch begreifen müssen, was sie beispielsweise an den Checkpoints zu machen haben. So können es diese bedauernswerten Angehörigen der „most moral army“ (Bernard Henri Levy) mit ihren „dreamy eyes“(E. Wiesel) gar nicht fassen, wie Siedler je auf den Gedanken kommen konnten, auf besetztem Gebiet irgendwie priviligiert zu sein. >>>

 

 

A bus ride to Jerusalem taking the wrong turn.... - Tanya Rosenblit - I lived in Israel all my life. I was brought up in a free country and I was taught the value of freedom as a basic right that could never be undermined by anyone. All my life, during my teens, my military service, my university years and then after I always felt as equal among my peers. I was always proud to be a woman and never felt deprived or weakened by men, until today. I had an apointment in an Orthodox Jewish neighborhood in Jerusalem and looked for easy transportation on a Friday morning. After checking the official Egged site, which is the leading bus company in Israel, I decided to take line 451 from Ashdod (my hometown) to Jerusalem. I chose this line because it stopped a mere five minute walk from my scheduled apointment. The driver looked at the station where I was standing and didn't stop. I had to signal him by raising my hand for him to stop. When I entered the bus he looked suprised. He explained that the only ones who go on the bus are Orthodox Jews. I sat behind him in the first row and asked for him to tell me when we get to my station. >>>

 


17.12.2011
 

 

„Das Recht ist auf unserer Seite und es wird sich in Palästina durchsetzen“ - Der frühere PLO-Vertreter in Deutschland Abdallah Frangi glaubt fest an eine friedliche Lösung des Nahost-Konflikts -  Arn Strohmeyer sprach mit dem palästinensischen Politiker - Die  Fatah und die Hamas verhandeln seit einiger Zeit in Kairo über einen Annäherung ihrer Positionen. Noch im Dezember soll ein Abkommen unterzeichnet werden. Wie weit sind die Positionen beider Parteien noch auseinander? Die letzten Gespräche haben eine große Annäherung zwischen den Standpunkten beider Organisationen gebracht. Am 20. Dezember werden weitere Gespräche stattfinden. Man will bei dieser Gelegenheit auch feststellen, was die gemeinsamen Beschlüsse im Westjordanland und im Gazastreifen inzwischen bewirkt haben und welche ungelösten Probleme es noch gibt. Ich denke, dass beide Seiten mit offenem Herzen und offenen Köpfen in diese Gespräche gehen und entsprechend arbeiten werden. Der Wille zur Lösung der Probleme ist vorhanden. Wir sind uns bewusst, wie gefährlich der Zustand der Palästinenser ist, wenn ihre Einheit nicht wieder hergestellt wird. Im Mai hatte man sich ja schon auf ein gemeinsames Abkommen geeinigt und es war vereinbart worden, dass eine gemeinsame Regierung gebildet werden sollte. Wahlen sollten innerhalb eines Jahres stattfinden. Wird dieser Zeitplan eingehalten? Dieser Zeitplan ist nicht einzuhalten, aber alle Punkte darin werden weiter festgehalten. >>>

Foto - Erhard Arendt - Abdallah Frangi in der Bonner Generaldelegation

Ein Staat für die Palästinenser bleibt das Ziel -  Der frühere PLO-Vertreter in Deutschland, Abdallah Frangi, gewährt in seinem neuen Buch tiefe Einblicke hinter die Kulissen der Nahost-Politik. - Arn Strohmeyer >>>

Abdallah Frangi: Der Gesandte. Mein Leben für Palästina. Hinter den Kulissen der Nahost-Politik, Heyne-Verlag München 2011, 19,80 Euro, ISBN 978-3-453-19354-3

Texte von Arn Strohmeyer >>>
Abdallah Al-Frangi >>>

Studiogast - Abdallah Frangi: Mein Leben für Palästina - Gespräch mit Abdallah Frangi >>>

„Diese Siedlungen sind illegal“ - Abdallah Frangi sprach im Rathaus von Osnabrück über die schwierige Situation in Palästina - . Im Goldenen Buch der Stadt Osnabrück steht Abdallah Frangi schon. In den 90er-Jahren war er zuletzt zu Gast im historischen Rathaus. Damals noch in seiner Funktion als Generaldelegierter Palästinas in Deutschland. Doch seitdem hat sich viel verändert im Nahen Osten – oder auch nicht? >>>

Interview mit Abdallah Frangi zur Lage in Nahost - „Israel ignoriert die Anwesenheit unseres Volkes“ - Von Hans-Ulrich Brandt - Bremen. Er gilt als die Stimme der Palästinenser in Deutschland, war lange der engste Vertraute Jassir Arafats und berät heute Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Gaza. Mit Abdallah Frangi hat Hans-Ulrich Brandt gesprochen >>>

 
 

Israels Gefängnisse nach Gefangenenaustausch wieder aufgefüllt - Bethlehem - Wie eine Gefangenenorganisation am Donnerstag mitteilte, hat Israel in den zwei Monaten seit dem Gefangenenaustausch etwa die gleiche Anzahl von Palästinensern inhaftiert, die es in der ersten Phase des Austauschs freigelassen hat. Israelische Streitkräfte haben seit 18. Oktober etwa 470 Palästinenser inhaftiert, als 477 Gefangene im Austausch für den entführten israelischen Soldaten Gilad Shalit aus israelischen Gefängnissen freigelassen wurden, wie die Menschenrechtsgruppe Addameer mit Sitz in Ramallah sagte. "Diese Verhaftungswelle zeigt, dass der Austausch Israel nicht von seiner Politik der Inhaftierung von Palästinensern abhält; vielmehr wurden die israelischen Gefängnisse mit genau der gleichen Zahl von Palästinensern wieder gefüllt, die im Oktober freigelassen worden waren", sagte die Gefangenenorganisation.
Addameer berichtet, dass in den letzten zwei Monaten siebzig Kinder inhaftiert worden sind. Nach den Zahlen der Menschenrechtsorganisation wurden in den letzten zwei Wochen 11 Kinder im Flüchtlingslager Shufat/Jerusalem und 10 im Flüchtlingslager Deheisha/Bethlehem inhaftiert. Nach ihren Angaben wurden außerdem 11 Frauen inhaftiert, von denen zwei noch in Gewahrsam sind und drei unter Hausarrest stehen.
In der zweiten Phase des Gefangenenaustauschs sollen 550 Gefangene am Sonntag freigelassen werden. Riyad al-Ashqar, Beamter des Ministeriums für Gefangene in Gaza, sagte am Donnerstag, dass sich unter den, die für die Freilassung vorgeschlagen sind, sechs Frauen und 55 Kinder befinden. Addameer sagte jedoch, man sei "besorgt" über das, was ihre Zahlen für die auf die nächste Phase der Freilassungen folgende Zeit erwarten lassen.
Die Rechtsgruppe hob hervor, dass die Inhaftierungen auf Politiker und Demonstranten im Westjordanland abziele.
Seit 18. Oktober wurde für zwei in Israel inhaftierte PLO-Mitglieder die Anordnung von Administrativhaft auf 6, und das Strafmaß für andere Parlamentarier auf 30 Jahre erneuert. In den Dörfern, in denen jede Woche friedliche Demonstrationen gegen die israelische Trennungsmauer und die Expansion der Siedlungen angehalten werden, nahmen die Streitkräfte in den gleichen Periode >>>

Israel bestätigt Freilassung von 550 Häftlingen >>>
Gefangenenaustausch: Palästinenser werfen Israel Vertragsbruch vor >>>

 
 

Die Angst der Israelis vor radikalen Siedlern  - Michael Borgstede - Angriffe auf Moscheen und sogar auf die Armee - und die schaut zu - Plötzlich wird in den Medien offen gefragt, ob die Siedler sich denn alles erlauben könnten - Palästinenser hätten eine ähnliche Aktion nicht überlebt, sagt Ex-Verteidigungsminister - In seinen 30 Jahren beim Militär habe er es noch nicht erlebt, dass Juden israelischen Soldaten so viel Hass entgegengebracht hätten, sagte Generalmajor Avi Mizrahi vom Zentralkommando im Westjordanland später, sichtlich schockiert. Seit es am Dienstag gleich zu mehreren gewaltsamen Übergriffen radikaler Siedler und ihrer Sympathisanten gegen israelische Soldaten kam, fragt sich das ganze Land >>>


Israel must enforce law on West Bank settlers - Monday night's riots merely proves what has long since been obvious: In the West Bank, there is neither law nor judge as far as the settlers are concerned. They can run riot to their heart's content. - Haaretz Editoria - What happened on Monday night merely proves what has long since been obvious: In the West Bank, there is neither law nor judge as far as the settlers are concerned. They can run riot to their heart's content. >>>



Violence by settlers - Declaring extreme rightwing activists as terrorist organization is illegitimate way to deal with settler violence . - In response to media reports that the Israeli government is considering declaring extreme rightwing Israeli activists to be a terrorist organization, B'Tselem states that this is an illegitimate way to deal with the phenomenon of violence by Israeli citizens in the Occupied Territories. Instead, this phenomenon must be dealt with through the criminal justice system. >>>

 

Next time, Jewish extremists will meet a different IDF - Avi Issacharoff and Amos Harel - "Brig. Gen. Nitzan Alon`s is eminently qualified for the post, but there is also a special sting in the knowledge that in the current stormy atmosphere, the settler leaders will have to get along with the man whose attitude, they say, is "stacked against the settler movement."

 
 

«Wir sind Botschafter Israels, aber …» - Peter Abelin - Nach Frankreich, Belgien und Holland wurde am Sonntag in Genf mit JCall Switzerland die vierte nationale Sektion der europäischen Bewegung gegründet, die sich für eine Zweistaatenlösung und einen Dialog zwischen Israel und den Palästinensern einsetzt. - Präsident Marko Weinberger erklärete an der Gründungsversammlung von JCall Schweiz in den Räumlichkeiten der Communauté Israélite de Genève: «Wir verstehen uns als Botschafter Israels, aber nicht als Botschafter der jeweiligen israelischen Regierung.» Dabei betonte er das Existenzrecht Israels in gesicherten und anerkannten Grenzen, aber auch das Recht der Juden in der Diaspora zur Kritik an der israelischen Regierung, zumal wenn diese das Land in Gefahr bringe, «das auch unser Land ist». >>>

 
 

The Bethlehem Call: Here We Stand--Stand with Us - Written by Kairos Palestine - How long, O God, will they steal our livelihood? Oppress, imprison and humiliate our people? Deprive our children of their childhood? Indeed how long, God, will the multitudes of Christians of the world ignore the anguish of our Palestinian sisters and brothers and all of the oppressed? “Come and see,” said the Christians of Palestine. “Come and see the olive groves, the bulldozers, the ancient terraces, the segregated cities. The situation is worsening.” More than 60 participants from 15 countries heeded an urgent call by Kairos Palestine. On 4-10 December 2011, they joined Palestinians in the Kairos for Global Justice Encounter/Conference in Bethlehem. The aims and objectives of the encounter/conference were to >>>

Click here to read the full report, "The Bethlehem Call: Here We Stand--Stand with Us." (pdf) >>>

 

 

Secret EU document shows concern for Palestinian citizens of Israel - Ben White - Today’s Ha’aretz gave prominent coverage to extracts the paper had obtained from a “classified” draft document prepared by European embassies in Israel. The paper is being described as “unprecedented” for the way in which it “deals with internal Israeli issues” – namely, “Israel’s treatment of its Arab population”. >>>

Secret EU paper aims to tackle Israel`s treatment of Arab minority - Barak Ravid -  "This is an unprecedented document in that it deals with internal Israeli issues. According to European diplomats and senior Foreign Ministry officials, it was written and sent to EU headquarters in Brussels behind the back of the Israeli government."

The EU and the Palestinian Arab Minority in Israel (pdf) >>>

 
 

We Are Palestinians - Daoud Kuttab - The historian Rashid Khalidi, in his book “Palestinian Identity: The Construction of Modern National Consciousness,” argues that the fierce conflict between Palestinians and Israelis is one reason why the Palestinian identity is so poorly understood. He traces the development of the Palestinians’ identity to the late Ottoman area, “when they had multiple loyalties to their religion, the Ottoman state, the Arabic language, and the emerging identity of Arabism, as well as their country and local and familial foci.”

 

 


Kenneth Lewan
Ist Israel Südafrika
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Rezension -
Das Buch ist aktueller denn je. Von der BRD-Presse totgeschwiegen, zeigt es Israel so wie es ist >>>
 



Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina.


"Nur" Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder schleichender Völkermord

Eine Dokumentation von Ellen-Ruth Rohlfs
3. erweiterte Auflage

Selbstverlag - Preis 12.- € - Zu beziehen über: ellen.rohlfs(at)freenet.de
 

Die Erde habt ihr uns genommen

100 Jahre Zionistische Siedlungspolitik in Palästina

Dr. Viktoria Waltz -
 (217 Seiten - 24MB - pdf) online und kostenlos abrufbar.

 

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