Zerstörung
palästinensischer Olivenbäume
-
Bethlehem
(Ma’an): Israelische
Siedler haben in diesem
Jahr durch das Zerstören
von Olivenbäumen in
der Westbank die Palästinenser
mehr als $500 000 gekostet,
warnte am 20.10.11 Oxfam
und lokale Organisationen.
Oxfam,
die Union für Agricultural
Work Commitees und das
palästinensische landwirtschaftliche
Hilfskomitee (PARC)
schätzen, dass in diesem
Jahr aus den gesammelten
Oliven nur die Hälfte
des Öls von 2010
produziert werden wird.
Das Verbrennen eines
Olivenbaumes bedeutet
für einen Bauern, als
ob man sein Konto verbrennt,“
sagte der Oxfam-Direktor
Jeremy Hobbs.
Über
100 000 palästinensische
Familien hängen vom
Geld ab, das sie in
der Erntesaison verdienen.
Besonders weil es diesmal
eine schlechte Ernte
ist – da zählt jede
Olive. Oxfam sagt: über
2500 Olivenbäume wurden
im September zerstört
und 7500 in diesem Jahr.
Seit 1967 sind 800 000
Olivenbäume entwurzelt
worden. Die Folge davon:
ein Verlust von ca.
55 Millionen Dollar
für die palästinensische
Wirtschaft, schätzt
die internationale Organisation.
Bei 97
Fällen von Baumzerstörungen,
die zwischen 2005 und
2010 dokumentiert wurden,
gab es kein Gerichtsverfahren
gegen die Schuldigen,
entsprechend den Untersuchungen
der israelischen NGO
Yesh Din. Der PARC-Direktor
Munjed Abu Jaish drängt
die israelischen Behörden,
damit aufzuhören, die
Siedler gegen die Palästinenser
zu schützen und zu unterstützen.
„Die
Siedler müssen verstehen,
dass sie nicht über
dem Gesetz stehen.“
Abgesehen
von den Übergriffen
der Siedler sind zehn
Tausende von Olivenbäumen
zerstört worden, um
für Israels Mauer Platz
zu machen; und fast
eine Million Olivenbäumen
stehen zwischen der
illegalen Mauer und
der Grünen Linie, die
Israel von der Westbank
trennt. Tausende von
Olivenbäumen sind außerdem
nicht von ihren Besitzern
zu erreichen, weil sie
zu nahe an illegalen
Siedlungen in der Westbank
stehen, bemerkt Oxfam.
Der Angestellte
von Oxfam sagt weiter:
die Bauern wollen nicht
abhängig von Unterstützung
sein. Sie wollen
auf ihrem Land arbeiten
und Geld von einem
Produkt verdienen, auf
das sie stolz sein können.
Damit sie dies tun können,
müssen wir dafür sorgen,
dass ihre Rechte anerkannt
werden.
In der Klemme
sitzen -
Das Schicksal
der palästinensischen
politischen
Gefangenen
- Addameer
Al-Haq
-
Am
11. Oktober
2011 beschlossen
die israelische
Regierung
und die
Hamas-Behörde
ein Abkommen,
bei dem
1027 palästinensische
Gefangene
im Austausch
für den
gefangenen
israelischen
Soldaten
Gilad Shalit
freigelassen
werden.
Es ist eine
seit langem
erwartete
Entwicklung
für palästinensische
Gefangene,
ihre Familien
und die
palästinensische
Gesellschaft.
Als Organisationen,
die sich
dem Einsatz
und dem
Schutz der
Menschenrechte
in den besetzten
palästinensischen
Gebieten
widmeten,
ist es jedoch
eine Verpflichtung
der Addameer-Gefangenen
–Unterstützung
und Menschenrechts-Vereinigung
Al-Haq
auf ihre
Bedenken
ein Schlaglicht
zu werfen
und jene
Aspekte
des Abkommens
zu verurteilen,
die grundsätzlich
nicht mit
dem internationalen
Gesetz übereinstimmen.
Nur
27 der 35
Frauen,
die augenblicklich
in israelischen
Gefängnissen
sitzen,
wurden in
die 1. Liste
der zu entlassenen
Gefangenen
eingeschlossen,
trotz Abkommen
mit Israel,
dass alle
weiblichen
politischen
Gefangenen
in den Austausch
eingeschlossen
werden.
Von entscheidender
Bedeutung
ist, dass
von den
ersten 477
Gefangenen,
die entlassen
werden sollen,
205 von
ihnen nicht
mit ihren
Familien
vereinigt
werden,
da ihre
Entlassung
von ihrer
Deportation
oder einem
Transfer
abhängig
gemacht
worden ist,
wobei beides
eine Verletzung
des Völkerrechts
ist. Von
den Westbank-Gefangnen,
einschließlich
Ost-Jerusalems
werden 18
drei Jahre
lang in
den Gazastreifen
transferiert,
während
zusätzliche
146 gezwungenermaßen
auf Dauer
dort bleiben
müssen.
Weitere
41 Gefangene,
einschließlich
einer Frau,
werden ins
Ausland
– in noch
unbekannte
Dritt-Länder
– deportiert.
Nach Sahar
Francis,
Direktor
von Addameer,
dient ihr
Exil – ob
im Gazastreifen,
der von
Israel hermetisch
von den
besetzten
Gebieten
abgeschlossenen
ist oder
außerhalb
der besetzten
Gebieten
– in Wirklichkeit
einer Erweiterung
ihrer Isolierung
von ihrer
Heimat und
ihren Familien,
und in vielen
Fällen kann
dies als
eine 2.
Gefängnisstrafe
angesehen
werden.
Diese Gefängnisstrafen
verletzen
Artikel
49 der Vierten
Genfer Convention
(GC IV),
die gewaltsamen
Transfer
und Deportationen
von geschützten
Personen
verbietet,
ein Verbot,
das ein
Teil des
internationalen
Gewohnheitsrechts
ist. Ungesetzliche
Deportation
und Transfer
stellen
auch einen
ernsten
Bruch
der
Vierten
Genfer Konvention
(GC IV)
dar und
wird als
eines der
schwersten
Kriegsverbrechen
qualifiziert.
Angesichts
einer starken
Machtasymmetrie,
die in einer
aggressiven
Besatzung
besteht
… kann weder
der potentielle
„Konsens“
der Gefangenen
noch die
Tatsache,
dass das
Abkommen
von einer
palästinensischen
Behörde
verhandelt
wurde, als
Rechtfertigung
für eine
Deportation
dienen,
da dies
dem Geist
des Artikels
7,8, und
47 der
GC IV widerspricht,
die die
Unantastbarkeit
des Schutzes
betrifft,
die durch
die Konvention
gewährt
wird
Während
das Austauschabkommen
ein Grund
zum Feiern
sein sollte,
besonders
für die
1027 betroffenen
Familien,
wird dies
von fortgesetzter
Kerkerhaft
von etwa
4347
palästinensischen
politischen
Gefangenen
überschattet.
Shavarin
Jabarin,
Direktor
von Al-HAQ,
bemerkt,
dass „Vorschläge
für ihre
Entlassung
weiter von
israelischen
politischen
Interessen
diktiert
wird, genau
wie das
Schicksal
der 1027
Gefangenen
mit der
Entlassung
eines einzigen
israelischen
Soldaten
verbunden
war, dessen
Gefangennahme
weiter nachteilige
Auswirkungen
auf die
Rechte unzähliger
Palästinenser
hat, die
unter der
israelischen
Blockade
im Gazastreifen
leben.“
Diese politischen
Gefangenen
– verhaftet
auf Grund
israelisch
militärischer
Order, die
jede Form
von Widerstand
gegenüber
der Besatzung
kriminalisiert;
verurteilt
von israelischen
Militärtribunalen,
die nicht
mit internationalen
Prozess-Standards
übereinstimmen
oder in
Verwaltungshaft
(ohne Anklage
oder Gerichtsverhandlung)
gehalten
wurden;
und unter
harten und
illegalen
Haftbedingungen
eingesperrt
waren, die
vor kurzem
sie dahin
gebracht
hatte, einen
Hungerstreik
zu beginnen
– diese
politischen
Gefangenen
haben ein
Recht auf
Gerechtigkeit.
Bevor die
Aufmerksamkeit
als Folge
des Gefangenenaustausches
schwindet,
ist es dringend
nötig, eine
faire und
endgültige
Lösung für
ihren Kampf
zu fordern,
in Form
von bedingungsloser
Entlassung,
in Übereinstimmung
mit dem
internationalen
Recht.
( dt. Ellen Rohlfs)
Ein seltsamer Ort
am Mittelmeer: auf einer Fläche,
die dem Stadtstaat Bremen
entspricht, leben rund 1,5
Millionen Bewohner -
Palästinenser ohne anerkannte
Staatszugehörigkeit, von drei
Seiten, zu Lande und zur See,
belagert von israelischen
Streitkräften, die mit ihren
Kampfflugzeugen auch die
absolute Kontrolle über den
Luftraum ausüben. Regiert von
einer islamischen Partei, der
Hamas, die zwar bei
international anerkannten Wahlen
2006 die absolute Mehrheit in
Westbank und Gaza errang, aber
anschließend von den USA und der
EU auf die Liste terroristischer
Organisationen gesetzt wurde.
Damit wurde sie quasi unter
internationale Quarantäne mit
Kontaktverbot gestellt,
gemeinsam mit der gesamten
Bevölkerung dieses
Küstenstreifens. Für die meisten
Bewohner Gazas ist es heute
sogar unmöglich, Angehörige in
der israelisch besetzten
Westbank oder Jerusalem zu
besuchen.
Der Zugang zu
diesem von Palästinensern
sarkastisch als
„Freiluftgefängnis“
beschriebenen Ort war unserer
deutschen Reisegruppe nun auch
deshalb möglich geworden, weil
die ägyptische Regierung in
Folge der Veränderungen im Land
ihre Teilhabe an der Blockade
gelockert hat: über den einzigen
Zugang von Ägypten aus, Rafah,
wurde uns die Einreise vom Sinai
aus gestattet. Acht Vertreter
deutscher
Nichtregierungsorganisationen,
darunter IPPNW und Pax Christi,
bildeten die Gruppe, begleitet
noch von einer US-amerikanischen
Friedensaktivistin
deutsch-jüdischer Herkunft.
Unser besonderes
Interesse galt der
gesundheitlichen Lage der
Menschen. Dr. Basem Naim, der
Gesundheitsminister der Region,
berichtete uns über die
chronische Mangelsituation auf
dem Gebiet der Medikamente, wo
von 400 essenziell benötigten
Präparaten meist etwa 180 nicht
in ausreichender Menge beschafft
werden können, ebenso wie
Verbrauchsmaterialien z.B. für
operative Eingriffe. Das
Stromnetz liefert nur an 12-14
Stunden ausreichend Energie für
die medizinische Technik, die
Notstromaggregate sind
überlastet. Aufwändige Eingriffe
können nur in Israel, der
Westbank, Jordanien oder Ägypten
ausgeführt werden, bürokratische
Hemmnisse bei der Ausreise
führen immer wieder zum Tod
hochakuter Patienten.
Zusätzliche Belastungen für die
Gesundheit der Bevölkerung sind
beim militärischen Einmarsch der
israelischen Armee 2008/2009
durch den Einsatz toxischer
Munition entstanden, bekannt war
bisher der Einsatz von Phosphor.
Eine italienische Untersuchung
habe, so der Minister, eine
stark erhöhte Belastung mit
potentiell carcinogenen Metallen
wie Arsen, Cadmium, Quecksilber,
Uran, Chrom und Nickel ergeben.
In Gaza bestehen nicht die
Forschungsmöglichkeiten zur
genaueren Analyse,
internationale Unterstützung sei
hier dringend erforderlich.
Dr. Maher Ayad,
Chirurg und Chefarzt des
anglikanischen
Ahli-Arab-Hospitals, berichtet
aus seiner klinischen Erfahrung
von einer starken Zunahme
maligner Erkrankungen. Aus den
durch die Bombardierungen
zerstörten Häusern würden
Baumaterialien recycelt, ohne
dass Kontaminationen untersucht
werden könnten.
Die Schwierigkeiten der
täglichen Versorgung schildert
uns der in Deutschland
ausgebildete, einzige in Gaza
arbeitende Kinderneurologe Dr.
Mohamed Abunada: so sei das zur
Behandlung infantiler
Krampfanfälle indizierte
Vigabatrin häufig nicht
verfügbar, weshalb dann eine
aufwändige Überweisung nach
Jerusalem erforderlich würde.
Die ärztlichen
Kollegen ebenso wie der
Psychologe Hasan Zeyada vom auch
aus Deutschland unterstützten
„Gaza Community Mental Health
Project“ erzählten uns von den
endemischen psychischen
Belastungssymptomen durch die
Verhältnisse: häufig
Angststörungen der Kinder,
Apathie und auch Zunahme
häuslicher Gewalt.
Es gibt aber auch
Lichtblicke in dieser
Gesellschaft unter Belagerung:
nach Jahren hat mit deutschen
Geldern endlich der Bau einer
großen Kläranlage für Gazas
Abwässer begonnen, und die
Ingenieure sind mit Enthusiasmus
bei diesem auch für die
Gesundheit der Menschen
wichtigen Werk. Und die Jugend
bereitet sich auf eine bessere
Zukunft vor:
Informatik-Studentinnen der
Hochschule demonstrieren uns ein
Projekt der
Informationstechnologie, das die
Zeichensprache von Blinden in
Bildschirmschrift transskribiert.
„Sumud“, die
Beharrlichkeit und Ausdauer
einer Gesellschaft unter
Dauerstress, ist offenbar noch
nicht ganz erschöpft.
Renate
und Frank Dörfel -
Sehr geehrter Herr Außenminister,
soeben erhielten wir
von Ihrem Ministerium
die nachstehende Mail.
Ja, auch wir sind erleichtert
über die Befreiung,
allerdings nicht nur
die von Gilad Shalit
sondern auch die der
Hunderte von für uns
namenlosen Palästinensern,
die aus teilweise jahrelanger
israelischer Haft freikommen.
Unsere Freude wird allerdings
wesentlich getrübt durch
die Tatsache, dass auch
nach dieser Aktion immer
noch über 7000 Palästinenser
in israelischen Hafteinrichtungen
sitzen, darunter, und
das erschreckt uns besonders,
mindestens 164 Kinder.
Wir zitieren aus einem
Aufruf von Defense for
Children International
/ Palestine Section
http://www.dci-palestine.org/sites/default/files/ua_5-11_-_prisoner_release.pdf
:
The list ( Liste der
freizulassenden/auszutauschenden
Palästinenser) does
not include any children.
DCI-Palestine can not
confirm how many children,
if any, will be released
at the second stage
in December 2011.
According to the latest
figures released by
the Israeli Prison Service
and DCI-Palestine, at
the end of September
there were 164 Palestinian
children (12-17 years)
in Israeli detention
facilities, including
35 young children between
the ages of 12–15 years.
Seventy-six of these
children have been sentenced,
whilst 88 children are
being held in pre-trial
detention
Sehr geehrter Herr Außenminister,
in Ihrem Schreiben erwähnen
Sie Situation der Palästinenser
mit keinem Wort.
Und auch die Nachrichten,
dass viele der freigelassenen
Palästinenser keineswegs
zu ihren Familien zurückkehren
dürfen, dass sogar einigen
für Jahrzehnte die Rückkehr
nach Palästina verweigert
werden soll (durch wen
eigentlich?) hindert
uns, uns so ungehindert
freudig zu zeigen, wie
Sie es tun.
Aber vielleicht können
wir ja erwarten, dass
Sie in einem gesonderten
Schreiben auf die Situation
der Palästinenser eingehen
werden. Und dabei wäre
es dann auch gut, wenn
Sie auch die besondere
Lage der Kinder in israelischen
Haftanstalten thematisierten..
Pressemitteilung des
Auswärtigen Amtes -
"Neue Bewegung in Nahost-Friedensprozess
bringen"
- Nach über fünf Jahren
Geiselhaft in den Händen
seiner Entführer kehrt
Gilad Shalit heute nach
Israel zurück. Außenminister
Westerwelle begrüßte
die Freilassung. Wörtlich
erklärte er heute (18.10.)
in Berlin: Zusatzinformationen
„Ich bin erleichtert,
dass Gilad Shalit endlich
wieder frei ist und
seine Familie nach mehr
als fünf Jahren wieder
in die Arme schließen
kann. Sein Schicksal
hat ganz Israel und
auch uns tief bewegt.
Jetzt freuen wir uns
aus ganzem Herzen mit
ihm und seiner Familie.
Ich bin froh, dass Deutschland
zu Gilad Shalits Freilassung
beitragen konnte. Die
Bereitschaft zu helfen
und zu unterstützen
war für uns selbstverständlich.
Auch das ist Ausdruck
unserer Freundschaft
mit Israel.
Die Freilassung von
Gilad Shalit und der
Gefangenenaustausch
müssen jetzt als Chance
genutzt werden, um neue
Bewegung in den Nahost-Friedensprozess
zu bringen. Ich begrüsse,
dass die Gesandten des
Nahost-Quartetts in
wenigen Tagen die ersten
Gespräche mit den Konfliktparteien
planen."
Richtig ist vielmehr,
dass es sich bei der
DAFG um "eine Abspaltung
der DAG" handelt. Die
Ursachen und Motive
sind indes unzutreffend
dargestellt. Die seit
1966 bestehende DAG
hatte nichts mit der
sog. Flyer-Aktion unseres
ehemaligen Präsidenten
J.W. Möllemann gemein
und hat dies auch von
Anfang deutlich gemacht.
Seine Aktion diente
wahltaktischen Interessen
der FDP, nicht aber
der DAG. Trotz der Kritik
der DAG an der "Flyer-Aktion"
besteht das Andenken
an die Verdienste Jürgen
W. Möllemanns für die
Gesellschaft und damit
für die Pflege der Deutsch-Arabischen
Beziehungen fort.
Das hinderte Möllemanns
Nachfolger Otto Wiesheu
nicht daran, am 06.05.2004
das Amt des Präsidenten
der Deutsch Arabischen
Gesellschaft anzunehmen.
Die Kontroversen um
Jürgen W. Möllemann
und die " Flyer-Aktion"
spielten zu dieser Zeit
keine Rolle. Dr. Wiesheu
war bis zum 22.03.2007
in diesem Amt, also
fast drei Jahre.
Vielmehr verfolgte Herr
Wiesheu das Ziel, die
(Golf-)arabischen Botschafter
qua Amt durch eine Satzungsänderung
in den Vorstand zu erheben
und ihnen damit quasi
ein Veto-Recht im Selbigen
einzuräumen. Er hatte
dies, ohne das Votum
der Mitglieder abzuwarten,
den Botschaftern auch
bereits in Aussicht
gestellt.
Die DAG war immer eine
unabhängige, nach deutschem
Recht organisierte Nichtregierungsorganisation.
Trotz unserer freundschaftlichen
Nähe und Dialogbereitschaft
zu den arabischen Staaten
steht die DAG aus ihrem
Selbstverständnis heraus
den arabischen Völkern,
aber nicht zwingend
ihren Regierungen nahe.
Arabische Botschafter,
die in letzter Instanz
auch demokratischen
wie autokratischen Machthabern
weisungsgebunden sind,
in der DAG mit einem
Veto-Recht auszustatten,
wäre nicht im Sinne
unserer Organisation
gewesen. Als ehemaliger
Vorstand der Deutschen
Bahn teilte Herr Wiesheu
diese Meinung womöglich
nicht - er wollte die
auf drei Säulen (Kultur,
Politik und Wirtschaft)
basierte Gesellschaft
zu einer reinen Exportförderung
machen. Die Mehrheit
der Mitglieder war allerdings
der Ansicht, dass sich
die DAG etwaige Firmenaufträge
für Mitglieder oder
das Wohlwollen von Regierungen
nicht über ein solches
Manöver erkaufen dürfe.
In einer demokratischen
Abstimmung in den Sälen
des Berliner Hotels
Adlon stimmte eine große
Mehrheit der Mitglieder
2007 gegen die Satzungsänderung
und die Ernennung der
Botschafter in den ständigen
Vorstand. Wenig später
gründete sich die DAFG
mit genau der Satzung,
die von der Basis der
DAG abgelehnt worden
war. Danach wurde das
Gerücht verbreitet,
dass die Abspaltung
auf Grund sog. antisemitischer
Äußerungen Möllemanns
zurückgingen, die zu
diesem Zeitpunkt schon
einige Jahre zurücklagen.
Nach dem Cui Bono solcher
Verleumdungen wollen
wir nicht fragen.
Sowohl die Frankfurter
Allgemeine Zeitung ("Basarische
Verhältnisse" 31.01.2008)
als auch das Magazin
zenith - Zeitschrift
für den Orient (Ausgabe
2/2007 "Nach dem Donnerwetter")
haben über diese Ereignisse
DAG-kritisch, aber weitgehend
sachgemäß berichtet.
Neuer
Präsident der DAG wurde
durch einstimmiges Votum
am 22.03.2007 der renommierte
Nahost-Experte und Journalist
Peter Scholl-Latour,
Vizepräsident seit dem
14.12.2008 ist u.a.
Ulrich Kienzle, der
jahrelang das ZDF-Politikmagazin
"Frontal" moderierte.
Beide Persönlichkeiten
sind für ihren überaus
kritischen Blick und
ihre Kenntnisse der
arabischen Welt bekannt,
nicht aber für etwaige
Nähe zum Wirtschaftslobbyismus
oder gar zu Regelverstößen.
Mit dem Hinweis, die
DAFG gelte "als seriös",
insinuiert nun Spiegel-Online-Autor
Musharbash, dass die
DAG diesen Leumund nicht
genieße. Allein gegenüber
den Mitgliedern, zu
denen namhafte deutsche
Ex-Diplomaten, Abgeordnete
und EU-Parlamentarier
sowie renommierte Wissenschaftler
zählen, ist diese Darstellung
beleidigend.
Recht hat der Autor
mit der Aussage, dass
"der Fall ein Schlaglicht
auf die Art und Weise
wirft, wie Verbände
wie die DAFG von den
Entwicklungen in der
arabischen Welt regelrecht
überrumpelt werden."
Die DAG agiert regelkonform:
Deutsche Botschafter
und Diplomaten sind
vom AA gehalten, nicht
in Vorständen von Nichtregierungsorganisationen
mitzuwirken. Diese Regeln
sollten unserer Ansicht
nach auch für ausländische
Botschafter in Deutschland
gelten.
Die DAG hat und wird
immer den kritischen
Dialog suchen und versuchen,
in dem sehr komplexen
Spannungsfeld der arabischen
Welt und dem Israel-Palästina-Konflikt
einen Ausgleich zu finden.
Sie stand in ihren Stellungnahmen
zum Nahostkonflikt deutlich
auf der Seite des palästinensischen
Volkes. Es steht jedem
frei, sich damit kritisch
auseinanderzusetzen
- allerdings nicht verleumderisch,
sondern in einem fairen,
demokratischen Prozess.
Die DAG hat sich im
Übrigen schon zu ihrem
Neujahrsempfang im Februar
in Berlin ausdrücklich
hinter die arabische
Freiheitsbewegung gestellt
und am 21. Juni eine
sehr deutliche Stellungnahme
zu den Ereignissen in
Syrien veröffentlicht:
Die DAG steht für alle
offen, die ebenfalls
für den freundschaftlichen
und kritischen Dialog
mit der arabischen Welt
eintreten wollen und
die demokratischen Prozesse
im vollen Umfang unterstützen.
Wo also
stehen wir in der Frage
der Septemberinitiative
der PLO/Palästinensischen
Autorität? Als Nicht-Palästinenser
befürworten ICAHD-Aktivisten
keine spezielle Lösung
des Israel-Palästina-Konflikts.
Im Ganzen unterschreiben
wir die drei Grundprinzipien,
die in dem Aufruf der
palästinensischen Zivilgesellschaft
enthalten sind:
Ende der Besatzung
und Kolonisierung
allen arabischen
Landes und Demontage
der Mauer;
Anerkennung der
Grundrechte der
arabisch-palästinensischen
Bürger Israels auf
volle Gleichberechtigung;
Respekt, Schutz
und Unterstützung
der Rechte palästinensischer
Flüchtlinge auf
Rückkehr in ihre
Häuser und Grundstücke,
wie dies in der
UNO-Resolution 194
vorgeschlagen ist.
Wir glauben, dass
es das Recht der
Palästinenser ist
festzulegen, was
für sie gerechter
Frieden ist, und
dass es unsere Rolle
als israelische
Partner ist, sie
zu unterstützen
– Mit der Auflage,
dass jede Lösung
alle Menschen umfassen
muss, die in Palästina
und Israel leben,
wollen wir der Führung
unserer palästinensischen
Partner bezüglich
besonderer Initiativen
oder Konfliktlösungen
folgen.
Liebe
Freundinnen und Freunde,
fast unbemerkt von der
Öffentlichkeit in der
Bundesrepublik bahnt
sich im Negev Schlimmes
an.
Bereits am 11. September
2011 hat die Knesseth
den Prawer Plan verabschiedet,
der die zwangsweise
"Umsiedlung" von 30.000
PalästinenserInnen (möglicherweise
sogar mehr, laut Adalah
sind es 45 000) vorsieht.
Viktoria Waltz hat im
Juni bereits über den
Prawer Plan geschrieben
und auf seine Gefährlichkeit
hingewiesen:
Nach dem Prawer Bericht
sollen 30.000 (Adalah
spricht von bis zu 45.000)
Beduinen mit ihren Familien
von ihrem Land vertrieben
und innerhalb von 5
Jahren zwangsumgesiedelt
werden. Sie sollen bis
zu 50% Kompensation
für ihren Besitz erhalten.
Wenn dies gelingt ist
dies die größte und
einzigartige Umsiedlung
die je in Israel seit
seiner Gründung durchgezogen
wurde. Menschenrechtsgruppen
und Aktivisten sind
überzeugt davon, dass
die in den letzten Jahren
wiederholten Zerstörungen
von Beduinen Dörfern
wie Araqib, das mehrmals
abgerissen und wieder
aufgebaut wurde, die
vermehrte Vertreibung
von Beduinen von ihrem
Land, Gewaltanwendung,
Verhaftungen und harte
Geldstrafen für Aktivisten
nur der Vorlauf für
eine umfassendere Politik
dargestellt hat.
zu finden unter http://zionismus-israel-raumplanung.blogspot.com/2011/06/landraub-bei-den-beduinen-diebstahl.html
Inzwischen laufen natürlich
Proteste im Negev, darüber
berichten unter anderem
das Negev Coexistence
Forum und das Alternative
Information Center.
Hintergrundberichte
zum Prawer Plan und
den Konsequenzen sind
unter anderem bei Electronic
Intifada und im Guardian
erschienen:
http://electronicintifada.net/content/israeli-government-approves-plans-transfer-30000-palestinian-bedouin/10444#.TpiMBnL8bMw
http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2011/oct/05/bedouin-negev-israel?CMP=twt_gu.
Die Jüdische Stimme
plant in Zürich eine
Veranstaltung zur Situation
im Negev: Die Situation
nicht anerkannter israelischer
Beduinendörfer am Beispiel
von Al Arakib im Negev
Kirchgemeindehaus Enge,
Bederstr. 25, 8002 Zürich.
Donnerstag, 27. Oktober
2011, 19.00 h
Mit: Prof. Gadi Algazi,
Hit’habrut-Tarabut (arabisch-jüdische
Bewegung für sozialen
und politischen Wandel)
, Historiker und soz.polit.
Aktivist
Dr. Awad Abu Freih,
Koordinator der Bewegung
"Recognition Now",Sprecher
von Al Arakib, Departementsleiter
Sapir College
Vertreter von KKL Israel
(Jüdischer Nationalfonds)
Israelischer Botschafter
(angefragt). -
http://www.jvjp.ch/wb/pages/de/aktuell.php
Herzliche Grüße Verena,
Palästinakomitee Stuttgart
Österreich - Information
für PC Landesgruppen
und Aktionsgruppen
über den Bezug von Produkten
aus Palästina bei „Eine
Welt Handel AG“
Vereinbart
zwischen EWH AG (Alejandro
Eduardoff und Marianne
Pirsch) und Pax Christi
Ö, Kommission I/P (Andreas
Paul). - Wir laden Sie
als Landesgruppe von
Pax Christi Österreich
oder als Aktionsgruppe
ein, die Öl- und Zataraktion
durch Kaufausstellung
bei Adventmärkten etc.
zu unterstützen. Sie
helfen damit, unsere
Projekte EAPPI, Sionsschwester
u.a. zu finanzieren.
Der Solidaranteil
pro verkaufter 500ml
Flasche Öl beträgt künftig
25 Cent. Die EWH AG
überweist diesen quartalsweise
auf das Aktionssparbuch
der Pax Christi Österrreich,
Kommission I/P.
Und so
wird es gemacht:
PC Landesgruppen
und befreundete Aktionsgruppen
können bei der EWH AG
Produkte, vor allem
Olivenöl, Zatar und
Olivenölseife bestellen.
Vor einer ersten Bestellung
muss dies jedoch
mit I/P Petra Gstöttner-Hofer,
Kommission Israel/Palästina
in Pax Christi
OÖ,- e-mail
Pax.christi@dioezese-linz.at
Tel: 0732-7610-3256
- abgesprochen werden.
Die Landesgruppe/Aktionsgruppe
bestellt die Ware bei
der EWH AG mit Kopie
an die Verwaltung des
Aktionssparbuches und
bekommt sie mit Lieferschein
an ihre Adresse geliefert.
Die Rechnung
für die Ware mit Rabatt
(20%) lautet auf Pax
Christi Österreich,
Kommission I/P, Kapuzinerstr.
84, 4020 Linz und wird
von dieser mit Zahlungsfrist
30 Tage bezahlt.
Die Landesgruppe
verkauft zum einheitlichen
Verkaufspreis und überweist
den Rechnungsbetrag
so bald als möglich
(30 Tagen nach Lieferung)
auf das Aktions-sparbuch,
das von Pax OÖ verwaltet
wird. Der Rabatt bleibt
bei der Kommission I/P.
Verkaufspreise:
Öl: 250ml 5,90;
500ml 9,90
Zatar: Säckchen zu 50gr
2,70
Seife dzt. nicht vorrätig
Mindestbestellmenge
pro Lieferung sind 96
500ml Flaschen (16 bzw.
8 Karton)
Kontakte:
EWH AG
Vertrieb:
„Susanne“: +43 3842
83468, vertrieb@eine-welt-handel.at
oder
office@eine-welt-handel.at
EWH AG,
Betriebsleitung
Marianne Pirsch: +43
3842 83468 15, marianne.pirsch@
eine-welt-handel.at
Pax Christi
OÖ,
Verwaltung Sparbuch
Kommission I/P, Petra
Gstöttner-Hofer: +43
732 7610 3256,
pax.christi@dioezese-linz.at
oder
petra.gstoettner-hofer@dioezese-linz.at
Pax Christi
Ö, Kommission I/P,
Andreas Paul: +43 676
8776 1242,
a.paul@eduhi.at
Im Büro
von Pax Christi,
Diözesanhaus, Kapuzinerstraße
84, 4020 können Sie
während der Bürostunden
Privatkäufe tätigen,
so lange der Vorrat
(Öl, Holzfiguren usw.)
reicht.
The plight
of Palestinians in Israeli
prisons -
Will
the historic deal to
swap Gilad Shalit for
1,027 Palestinian prisoners
help draw attention
to the plight of others?
Zur zukünftigen Mitgliedschaft
des Palästinenserstaates
bei der UNO
Stellungnahme
der Kirchenleiter in
Jerusalem am 12. September
2011
Im
Vorfeld der kommenden
Vollversammlung der
Vereinten Nationen in
diesem September 2011
und dem Ersuchen um
den Palästinenserstaat
empfinden es die LeiterInnen
der christlichen Kirchen
in Jerusalem als notwendig,
die Gebete und diplomatischen
Bemühungen um Frieden
zwischen den Palästinensern
und Israelis zu intensivieren,
und sehen diesen Zeitpunkt
als den günstigsten
für eine solche Gelegenheit;
daher wollen wir die
folgenden Prinzipien,
denen wir zustimmen,
wiederholen:
Eine Zwei-Staaten-Lösung
dient der Sache
des Friedens und
der Gerechtigkeit
Israelis und Palästinenser
müssen in ihrem
je eigenen, unabhängigen
Staat in Frieden,
Sicherheit und Gerechtigkeit
leben und entsprechend
dem internationalen
Gesetz die Menschenrechte
respektieren
Verhandlungen sind
der beste Weg, um
anstehende Probleme
zwischen den beiden
Seiten zu lösen
Palästinenser und
Israelis sollten
Zurückhaltung üben,
was immer beim Votum
der Vereinten Nationen
herauskommt
Jerusalem ist für
die Gläubigen aller
drei abrahamitischen
Religionen eine
heilige Stadt, in
der alle Menschen
in Frieden
und Ruhe zu leben
in der Lage sein
sollten, eine Stadt,
die von zwei Völkern
und drei Religionen
geteilt werden muss.
So rufen
wir Entscheidungsträger
und Menschen guten Willens
an, ihr bestes zu tun,
um den lang erwarteten
Frieden, Gerechtigkeit
und Versöhnung zwischen
Israelis und Palästinensern
zu erreichen, so dass
das prophetische Wort
des Propheten David
wieder gelebt wird -
„Dass Liebe und Treue
einander begegnen, Gerechtigkeit
und Friede einander
küssen..“ - (Psalm 85,
10-11)
Die
Palästinenser haben
einen Kriegsgefangenen
und lassen ihn frei.
In den israelischen
Gefängnissen vegetieren
tausende palästinensische
Kriegsgefangene, politische
Gefangene. Lässt Israel
diese nun auch frei?
Bemüht sich die Welt
ebenso um tausend palästinensischen
Kriegsgefangene?
Der wohl
diensthabende
Rassist
in der "Achse
des Guten"
Bernd Zeller
schreibt:
"Fairer
Deal
- Ein israelischer
Soldat,
der mehrere
Jahre von
natürlich
nicht allen
Palästinensern
gefangen
gehalten
worden war,
kommt frei
im Austausch
gegen mehr
als tausend
palästinensische
gefangene
Straftäter,
darunter
viele Terroristen.
Einer gegen
tausend,
das entspricht
in etwa
dem Werteverhältnis...."
Friedlicher Widerstand in
der Westbank, 30.September
2011
Nabi Saleh: Nächtliche “
Datenerfassung“ der israelischen
Armee -
Harriet Sharwood berichtet
im
Guardian
über die Repression des
palästinensischen Widerstandes
im Dorf Nabi Saleh und die
Taktiken der israelischen
Armee. Nächtliche Razzien
der Armee in den Dörfern
der Westbank sind ein Element
der Einschüchterungskampagne.
Mitte Januar 2011 zielte
eine Nachtrazzia im Dorf
speziell auf eine Bevölkerungsgruppe
in Nabi Saleh: Jungen und
junge Männer im Alter von
zehn bis etwa zwanzig Jahren
wurden fotografiert und
identifiziert, um nach Ansicht
der Familien ein zukünftiges
Vorgehen gegen den friedlichen
Widerstand zu ermöglichen.
Ende Januar verhaftete die
israelische Armee einen
Vierzehnjährigen, dessen
Aussagen als Beweise für
die gerichtliche Verfolgung
von zwei prominenten Aktivisetn
aus dem Dorf benutzt wurden.
Das Verfahren gegen Bassem
Tamimi begann Ende September.
Anfang der
Woche ging ich nach Nabi
Saleh, einem Dorf in der
Westbank, das seit beinahe
zwei Jahren der Schauplatz
von wöchentlichen Protesten
um eine nahegelegene Wasserquelle
ist.
Das kleine
Dorf hat etwa 550 Einwohnern
und die Quelle befindet
sich auf einem Landstück,
das nach Angaben der Palästinenser
im Privatbesitz ist. Die
Siedler von Halamish auf
der anderen Seite des Tales
begannen 2008 trotzdem mit
den Bauarbeiten, um die
Quelle zu einem Ausflugsziel
ausschliesslich für Menschen
jüdischer Nationalität zu
machen.
Die Dorfbewohner reagierten
>>>
Hunderte demonstrieren in
Palästina in Solidarität
mit den streikenden Gefangenen
-
Proteste
in Palästina werden fortgesetzt
– Hungerstreik der politischen
Gefangenen in der zweiten
Woche
Etwa 100
Menschen beteiligten sich
an einer Demonstration am
Checkpunkt Betunya gegenüber
dem Westbankgefänis Ofer
bei Ramallah. Die Demonstranten
forderten die Freilassung
von politischen Gefangenen
und zeigten ihre Solidarität
mit den Gefangenen im Hungerstreik:
„ Freiheit kann nur erreicht
werden, wenn die Heimat
befreit ist und die Gefangenen
freigelassen werden.“ Nach
dem Protest kam es zu Zusammenstössen
zwischen mehreren jungen
Aktivisten und der Armee,
die Tränengas und gummi-ummantelte
Metallgeschosse einsetzte,
um die Menge zu zerstreuen.
Zusätzliche
Demonstrationen wurden in
Haifa und vor dem Shikma-Gefängnis
in Ashkelon abgehalten,
wo palästinensische Gefangene
in Verletzung der Vierten
Genfer Konvention festgehalten
werden. Artikel 77 verbietet
den Transfer von Gefangenen
aus einem besetzten Territorium
in das Land der Besetzer.
Anfang der Woche fanden
grosse Proteste in Nablus,
Ramallah und Gaza statt.
Hunderte
von Palästinensern in israelischen
Gefängnissen haben sich
einem Hungerstreik angeschlossen,
um gegen die sich verschlechternden
Bedingungen in Gefängnissen
zu protestieren. Die Gefangenen
begannen ihren Streik am
27. September, nachdem der
israelische Premierminister
Benjamin Netanyahu die Bedingungen
für palästinensische Gefangenen
erschwert hatte als Teil
einer Kampagne, durch Druck
auf Hamas eine Freilassung
des israelischen Soldaten
Gilad Shalit zu erreichen.
Durch die Strafmassnahmen
wird der Zugang zu Büchern,
Kursen und neuen Kleidern
beschränkt, Einzelhaft verstärkt
eingesetzt, Familienbesuche
reduziert und Gefangene
werden gezwungen, sich mit
ihren Rechtsanwälten
in Handschellen zu treffen.
Zusätzlich zu ihrem vollständigen
und unbefristeten Hungerstreik
weigern sich die Gefangenen,
bestimmten Regeln des israelischen
Haftsystems zu gehorchen,
wie dem Tragen von Gefängnisuniformen
und der Teilnahme an Zählappellen.
Nabi Saleh: Loyalität mit
unseren Gefangenen
-
In Solidarität
mit dem fortgesetzten Streik
von palästinensischen Gefangenen
in der Westbank und Israel
marschierte das Dorf Nabi
Saleh unter dem Motto „Loyalität
für unsere Gefangenen“.
Viele der inhaftierten Palästinenser
wurden willkürlich wegen
ihrer politischen Aktionen
gegen die Besatzung hinter
Gittern gebracht. Die Dorfbewohner
und Aktivisten aus Israel
und dem Ausland liefen in
Richtung des annektierten
Dorflandes, allerdings nur
für kurze Zeit. Israelische
Streitkräfte blockierten
die Demonstranten und beschossen
die Teilnehmer und die Häuser
im Dorf mit Tränengas
und gummi-ummantelten Stahlkugeln.
Soldaten zeigten eine Order
vor, die das Dorf und die
Umgebung zur „geschlossenen
militärischen Zone“ erklärte,
wodurch die Anreise zum
Dorf für Internationale,
Palästinenser, den Notdienst
und Journalisten zum illegalen
Akt wird. (30.9.2011)
Vertreter
der israelischen Menschenrechtsorganisation
B’Tselem und der Association
for Civil Richts in Israel
[ACRI] kamen Anfang Oktober
zu einer Pressekonferenz
nach Nabi Saleh und erläuterten
die Resultate einer kürzlich
erstellten Dokumentation
zu den Protesten im Dorf.
Der Bericht „Show of Force“
hatte am Beispiel mehrerer
Freitagsproteste im Sommer
2011 die Methoden der israelischen
Armee dargelegt, um den
Einwohnern das Demonstrationsrecht
zu verweigern. Abu Hossam
Tamimi und Bashir Tamimi
aus Nabi Saleh sprachen
über den Widerstand von
unten in Nabi Saleh und
der Westbank gegen die israelische
Besatzung.
Bil’in: Wir werden unsere
Gefangenen nicht vergessen
-
Inhaftierte
Palästinenser in israelischen
Gefängnissen befinden sich
seit mehreren Tagen im Hungerstreik,
um gegen die verschärften
Haftbedingungen – u.a. Isolationshaft,
Streichung von Familienbesuchen
– zu protestieren. Teilnehmer
am Freitagsprotest in Bil’in,
Dorfbewohner, Israelis und
Internationale, hatten deshalb
ihren Marsch zur Mauer unter
das Thema der Solidarität
mit den über 6000 Gefangenen
gestellt. Viele Demonstranten
litten unter dem massiven
Einsatz von Tränengas an
Atemnot und anderen erheblichen
Folgen der Gasinhalation.
Tränengasbomben verursachten
auch ein Feuer auf einem
Feld mit Olivenbäumen. (30.9.2011)
Yatta: Wöchentliche Proteste
gegen den Landraub beginnen
-
Aktivisten
des PSP[Palestine Solidarity
Project] aus Beit Ommar
beteiligten sich an einer
Demonstration gegen die
Landannexionen durch israelische
Siedler in Yatta und den
umliegenden kleinen Dörfern,
wo etwa 120 000 Palästinenser
leben. Das Ziel der Demonstration
war ein Landstück, das von
zwei Siedlerfamilien besetzt
wird, unter dem Schutz von
nicht weniger als 30 Soldaten.
Die Demonstranten
liefen auf der geschlossenen
Strasse zu einem Hügel,
wo fünf Häuser wiederholt
demoliert und die Brunnen
zerstört wurden. Überreste
der Habe von vertriebenen
Hausbewohnern liegen überall
verstreut. Militärjeeps,
Polizeiwagen und Soldaten
blockierten die Demonstranten
und blockierten sie am Weiterzug.
Das Nationale Komitee von
Yatta hat beschlossen, wöchentliche
Demonstrationen gegen die
Mauer, den Diebstahl von
Land und die Hausdemolierungen
zu organisieren; Khawlan
Abu Marir ist die Leiterin
des Komitees und die einzige
Frau in einer leitenden
Position [des friedlichen
Widerstandes]in der Region.
Beit Ommar: Ausbau des Widerstands
gegen neue Landkonfiszierungen
- Die wöchentliche
Samstagsdemonstration in
Beit Ommar am 1. Oktober
2011 verlief friedlich;
die Dorfbewohner und Solidaritätsaktivisten
aus Israel und dem Ausland
liefen in Richtung des Dorflandes
in der illegalen Siedlung
Karmei Tsur, wurden aber
von 20 Soldaten mit mehreren
Armeejeeps gestoppt. Die
Demonstranten trugen Fahnen,
forderten die Freilassung
der Gefangenen und riefen
die Mitgliedsstaaten der
UN dazu auf, für Gerechtigkeit,
Freiheit und für einen palästinensischen
Staat als 194. Mitglied
der UN zu stimmen.
Eine Gruppe
von Besuchern aus Frankreich,
Mitglieder einer katholischen
Organisation, besuchte Beit
Ommar und das Zentrum für
Freiheit und Gerechtigkeit.
>>>
Ni’lin: Replant Palestine
-
Das Westbankdorf Ni’lin
hat eine Aktion zur Wiederbepflanzung
von Dorfland initiiert,
nachdem das Dorf durch die
Besatzung etwa 1100 Olivenbäume
verlor. Es wird um
Spenden gebeten, um im nächsten
Frühjahr die zerstörten
Olivenbäume zu ersetzen.
Bitte helfen Sie mit, dass
Ni’lin sein Ziel erreicht.
Über 700 Setzlinge kann
das Dorf bereits pflanzen.
Saeed Amireh aus Ni’lin
und Niklas Berg aus Schweden
haben auf der Webseite eine
Liste der Spenden aufgestellt,
um die Spendenaktion transparent
durchzuführen!
http://www.replantpalestine.org/en
Dorf Burin wird erst von
Siedlern angegriffen, dann
von Militär besetzt
-
Dutzende
von bewaffneten Siedlern
griffen das Westbankdorf
Burin bei Nablus an und
schossen mit scharfer Munition
auf die Häuser. Danach besetzten
israelische Soldaten das
Dorf.
Am Freitagabend
gegen halb sechs Uhr, während
eines Fussballspieles der
Jugendlichen in Burin, kam
eine Gruppe von etwa 30
bis 40 Siedlern von der
nahegelegenen jüdischen
Siedlung Bracha den Hügel
nach Burin hinunter. Die
Siedler waren mit M16 Gewehren
bewaffnet und zeigten ihre
Absicht, zu verletzten oder
zu töten, als sie spontan
und wahllos das Dorf mit
einem Kugelhagel überzogen.
Die Wasserspeicher,
die man auf allen Gebäuden
in Burin finden kann, waren
dann die ersten Ziele der
Siedler an diesem Abend.
Aus Furcht vor einer Eskalation
der Gewalt, sollten die
Siedler weiter ins Dorf
vordringen, sammelte sich
eine Gruppe von Dorfbewohnern
und warf Steine in Richtung
der Siedler. Als die Siedler
sahen, dass sie bei weitem
in der Minderheit waren,
zogen sie sich zurück, und
die Armee nahm ihren Platz
ein und besetzte das Dorf.
Die Soldaten stationierten
sich in einem Haus des Dorfes,
das im vergangenen Jahr
zwangsgeräumt und zur „permanenten
geschlossenen militärischen
Zone“ erklärt wurde.
Solche Angriffe
sind in Burin und in den
Nachbardörfern Madama und
Assira al-Qibliyah so sehr
an der Tagesordnung, dass
ein Dorfbewohner [in einem
Anflug von Galgenhumor]darüber
schimpfte, dass das Fussballspiel
unterbrochen wurde, als
sein Team 5-3 führte.
Wenige Stunden
vor diesem Überfall war
eine grosse Gruppe von Siedlern
in das Nachbardorf Huwarra
gezogen und hatte Olivenbäume
in Brand gesteckt. Mehr
als 250 Bäume verbrannten
bei diesem Anschlag. Als
der Besitzer des Landstückes
auf die Soldaten zuging,
um sie zur Rede zu stellen,
warum sie den Siedlern erlaubt
hatten, seine Bäume niederzubrennen,
warfen sie eine Schallbombe
und riefen, er solle nach
Hause gehen.
Wem gehört das Wasser?
Vortragsreihe des Hydrogeologen
Clemens Messerschmid aus
Ramallah -
Auf Einladung
von Amnesty International
und Peacewatch ist Anfang
November der in Ramallah
wohnhafte Hydrogeologe Clemens
Messerschmid für eine Vortrags-
und Diskussionsreihe in
der Schweiz zu Gast.
Der Zugang
zu den Wasserressourcen
und deren Verteilung ist
ein zentrales Thema im Nahostkonflikt
und spielt auch in den „Friedensverhandlungen“
eine wichtige Rolle.
Über die
Aufteilung der Wasserressourcen
in Israel/Palästina bestimmt
allein Israel. So ist es
zum Beispiel den Palästinenserinnen
und Palästinensern per Militärdekret
verboten, ohne Bewilligung
Einrichtungen für die
Wasserversorgung zu bauen
oder zu reparieren.
Etwa 40% der Dörfer in der
Westbank sind nicht an die
Wasserversorgung angeschlossen.
Sie müssen die fehlende
Wassermenge von Tankwagen
kaufen. Andererseits pumpt
Israel für seinen Bedarf
jährlich enorme Wassermengen
aus der Westbank ab, einen
grossen Teil davon aus dem
Jordantal, zu dem Israel
der palästinensischen Bevölkerung
den Zugang verwehrt. Mit
diesem eigentlichen Wasserraub
verletzt Israel nicht nur
humanitäres Völkerrecht,
sondern auch das Recht auf
Wasser für alle.
Amnesty International
hat 2010 eine Kampagne zum
Thema geführt.
Bern: Sonntag, 6. November
2011, 17h Amnesty
International, Speichergasse
33
Fribourg: Montag, 7.
November 2011, 19.15h,
Université, Miséricorde,
salle 3113, Vortrag
auf englisch!
Zürich: Dienstag, 8.
November, 18.15h Universität
Hauptgebäude (HG), Raum
KO2-F-152
Basel: Mittwoch,
9. November 2011, 19.30h,
Mission 21, Missionsstrasse
21
Bitte um solidarische
Unterstützung:
Da das Verwaltungsgericht
auf Erledigung des Verfahrens
gedrängt und die Klage nicht
zurückgewiesen hat, müssen
wir nur die Hälfte der Gerichtskosten
tragen. Dem haben wir zugestimmt,
weil alles andere (Unzulässigkeit
der Klage, Revision) erheblich
teurer und auch zu risikoreich
gewesen wäre und das Gericht
deutliche Kritik am Verhalten
der Stadt Düsseldorf geübt
hat.
Kosten-Aufstellung:
1. Erlass einer einstweiligen
Verfügung: 181,50€
2. Zurücknahme der Beschwerde
dagegen: 121,00€
3. Klage (halbierte Kosten):
121,00€
4. Rechtsanwaltskosten:
858,78€
Gesamtkosten: 1282,28€
Wir bitten um Spenden auf
folgendes Konto: Deutsch
Palästinensische Gesellschaft
- Konto: 500 339 210 - bei
Sparda-Bank West Köln -
BLZ: 370 605 90 unter dem
Stichwort "Nakba-Ausstellung"
- Sollte je ein Überschuss
auftreten, so wird der Betrag
für ein Projekt (Ausbildung
junger palästinensischer
Mädchen) des Vereins Flüchtlingskinder
im Libanon e.V. verwendet.
Ihr wisst alle, wie wichtig
und auch erfolgreich diese
Öffentlichkeitsarbeit ist,
die wir gegen alle Widerstände
weitertragen müssen. Dazu
brauchen wir Eure Unterstützung!
- Herzliche Grüße Ingrid
Rumpf
---
Ingrid Rumpf für Flüchtlingslinder
im Libanon e.V. - William
Hodali für Deutsch-Palästinensische
Gesellschaft, Regionalgruppe
Düsseldorf - Wail Abdel-Khani
für Arbeitskreis Palästina
NRW e.V.
Daniel Barenboim
soll Friedensnobelpreis
bekommen | Volksstimme
6
Der Antisemitismus
globalisiert
sich | Abraham
Melzer 9
Deutsche Spitzendiplomaten
lehnen Palästina
ab | Volker
Bräutigam 22
Israel als »jüdischer
Staat« | Gerhard
Fulda 29
Jüdische Diaspora
neu begreifen
| Y. Michal
Bodemann 31
Skandal in Bremen
| Abraham Melzer
33
Skandal in Bremen:
Brief an Bremer
Schulleiter/innen
34
Interview mit
Daniel Cohn-Bendit
| Dana Hermann
35
Jeder bekam
etwas – Israel
etwas mehr |
Norman Paech
36
Gebet für Israels
Armee | Zvi
Oren 38
Wir haben vergessen,
was wir einst
selbst predigten
| Avraham Burg
43
Einige Gedanken
zur Rede von
Schimon Peres
| Felicia Langer
44
Türkei:
9 Jahre AKP
Heft Nr. 67,
Jahrgang 17,
Herbst 2011,
64 Seiten, 30.
September 2011
Unter anderem:
Die Palästina-Papiere
enthüllen die
Fiktion des
Friedensprozesses
- Von Alastair
Crooke
- Alastair
Crooke beschreibt
die Strategieänderung
gegenüber der
Hamas nach 2003,
weg von Zusammenarbeit
und Vermittlung
hin zur Aufstandsbekämpfung.
Zwar wollte
die EU anfänglich
die Hamas zu
einem Wandel
bewegen, doch
führende Staaten
der EU und die
USA hatten schon
den Weg der
militärischen
Zerschlagung
der Hamas eingeschlagen...
"Nun ist alles
weg!" - Israels
Zerstörung von
palästinensischem
Eigentum im
Jordantal -
Von Nora
Barrows-Friedman
- Das israelische
Militär (IDF)
hat in nur zwei
Wochen im Juni
in den besetzten
Gebieten im
Jordantal 27
Häuser zerstört.
Mehr als 140
Palästinenser
wurden durch
die Zerstörungen
obdachlos, während
die israelischen
Siedlungen immer
größer werden
und ....
Der gesamte
Inhalt >>>
Die Brandstifter und
Verleumder sind unterwegs
- Alter Hass in neuen Kleidern
- Gerd Buurmann, ein nicht
einmal mittelmäßiger Schauspieler,
wird deshalb wohl nur als
Biedermann und Brandstifter
in die Geschichte eingehen.
Mit Schaum vor dem Mund
fällt er über den braven
Walter Herrmann (Kölner
Klagemauer) her:
In Köln gibt es einen Mann, der es wie kein anderer Mensch in Deutschland versteht, dem alten Hass der Nazis eine neue deutsche Sprache zu geben: Walter Herrmann. Tapfer im Nirgendwo präsentiert daher nun das neue Wörterbuch Nazi – Herrmann, damit daran erkannt werden kann, wie leicht es manchmal ist, dem alten Hass der Nazis ein neues und zeitgenössisches Deutsch zu verpassen:
Eine Bekannte
erzählte mir,
dass (zum wiederholten
Male) Walter
Herrmann kürzlich
tätlich angegriffen
wurde. Kein
Wunder, verbreitet
diese Gerd Buurmann
(er vermittelte
mir was Schmierentheater
ist) doch
in Beiträgen
und Kommentaren
Gewaltfantasien,
Gewaltaufrufe.
Es wird zeit,
dass der Staatsanwalt
eingreift, das
was da betrieben
wird, ist Volksverhetzung.
Natürlich auch
beim Henryk
M. Broder in
der "Achse des
Guten" zu finden.
Broder hatte
immer schon
Probleme damit,
Täter und Opfer
auseinanderzuhalten.
Hier (siehe
rechts) liefert
er einen neuen
Beweis:
Nazi: „Den Juden geht es nicht um Frieden, sondern um die Unterwerfung der Welt unter ihrem Diktat!“
Herrmann: „Den Zionisten geht es nicht um Frieden, sondern um Unterwerfung der Palästinenser unter ihr Diktat!” http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2011/10/09/nazi-herrmann/
Gilad Atzmon (The Wanderng
Who?) wird klug kritisiert
in The Blundering Who?
auf
Red Scribblings, während
Mark Elf auf
Jews sans frontières
die wesentlichen Atzmon-Aussagen
völlig
mißverstanden hat. Red Scribblings
bringt die Überlegung ins
Spiel, daß der US-Herrschaftselite
die überproportionale Beteiligung
von Juden an ihren imperialistischen
Konzepten und Unterfangen
als Rückversicherung dienen
könne. Laufen sie schief
, ist der Sündenbock schnell
zur Hand. Permanent unter
Identität / Ergänzungen
- Thomas Immanuel Steinberg
Wie israelische
und palästinensische Eltern
den Tod ihrer Kinder erleben.
Das Buch
erscheint zur Frankfurter
Buchmesse - 12. bis 16.
Oktober 2011 im Melzer Verlag
Verständigung
und Dialog statt Rache und
Vergeltung
In der israelisch-palästinensischen
Organisation "Parents Circle
– Families Forum" haben
sich Familien zusammengeschlossen,
die nahe Verwandte im Nahostkonflikt
verloren haben und für Versöhnung
eintreten. "Unser größter
Beitrag besteht darin, dass
wir Israelis und Palästinenser
miteinander in Kontakt bringen.
Wir humanisieren die andere
Seite, bringen ihre Menschlichkeit
in unser Bewusstsein." -
Mohammed Abuayash, palästinensischer
Vater
"Unsere Mission
ist es, den Blick gegenüber
der anderen Seite zu öffnen,
das Humane zu entdecken
und Menschen die Möglichkeit
zu geben, sich zu treffen,
sich kennenzulernen." -
Aaron Barnea, israelischer
Vater
"Wir erkennen
diesen Geist in dem israelischen
Vater, dessen Sohn von der
Hamas getötet wurde und
der dabei geholfen hat,
eine Organisation (den Parents
Circle) zu schaffen, die
Israelis und Palästinenser,
die ihre Lieben verloren
haben, zusammenbringt!"
Show Your Solidarity for
Palestinian Prisoners
-
Thousands
of Palestinians held rallies
in Nablus, Gaza and Ramallah
on Oct. 3, to show solidarity
with Palestinian political
prisoners on hunger strike
since Sept. 27.
There are
6,000 to 8,000 Palestinian
prisoners in Israeli jails,
including women and children,
many of them imprisoned
without trial and others
serving long terms.
The prisoners’
hunger strike was called
to protest the solitary
confinement of some prisoners,
including Marwan Barghouti,
who was placed in isolation
after he called for mass
demonstrations across the
occupied territories and
the world in support of
the Palestinian bid for
U.N. membership. Arrested
and detained since 2002,
Barghouti is a hugely popular
elected member of the Palestinian
Legislative Council, dubbed
“Palestine’s Mandela” by
Israeli writer Uri Avnery.
Like Nelson Mandela, who
became South Africa’s first
democratically elected president
after being imprisoned for
27 years, Barghouti is considered
a possible successor to
Palestinian President Mahmoud
Abbas.
Palestinian
prisoners are continuously
subject to lengthy solitary
confinements, sudden night
raids and torture. The Israeli
prison administration also
deprives Palestinian political
detainees of the simple
right of bathing, access
to clean clothes and family
visits. Prisoners also suffer
as a result of an improper
diet and a lack of medical
attention.
Call, write,
fax or e-mail the U.S. State
Department, Red Cross and
the Israeli Embassy to ask
them to end the suffering
of Palestinian political
prisoners held in Israeli
jails. Show your solidarity
for Palestinian prisoners
on hunger strike.
Contact:
news_editor@wrmea.com
U.S.
State Department -
Secretary
of State Hillary Clinton
- Dept. of State - Washington,
DC 20520 - State Dept. Public
information Line: 202-647-6575
International
Federation of Red Cross
and Red Crescent Societies
-
P.O. Box
372 - CH-1211 - Geneva 19
- Switzerland - Tel: +41
22 730 42 22 - Fax: +41
22 733 03 95
International
Federation of Red Cross
New York Delegation to the
UN -
420 Lexington
Avenue - Suite 2811 - New
York, NY 10170 - USA - Tel:
(212) 338 0161 - Fax: (212)
338 9832
International
Committee of the Red Cross
(ICRC) -
19 Avenue de la paix - CH
1202 - Geneva, Switzerland
- Fax: +41 22 733
20 57
ICRC
Media and Public Relations
Officer for Middle East
-
Hicham HASSAN - Tel: +41
22 730 25 41 - Mobile: +41
79 536 92 57 -
hihassan@icrc.org
American
Red Cross National Headquarters
-
2025 E Street,
NW - Washington, DC 20006
- 202 303 4498 - (1) 800
RED CROSS
Israeli
Embassy -
3514 International Dr. NW
- Washington, DC 20008-3021
- Tel: 202-364-5500 - Fax:
202.364.5423