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Archiv - Aktuelle Link- und Denktipps -
 - Seite 101
 

 

Friedlicher Widerstand in der Westbank, 8. Oktober 2010

Bil’ins Abdallah Abu Rahmah zu einem Jahr Gefängnis verurteilt

Ein israelisches Militärgericht hat den prominenten Aktivisten der Widerstandsbewegung in der Westbank wegen Aufwiegelung und der Organisation von illegalen Demonstrationen zu einem Jahr Gefängnis und einer Geldstrafe von 5000 Schekel verurteilt, berichtet CNN. Die EU und Menschenrechtsorganisationen kritisierten seine Verurteilung als politisch motiviert.

Der palästinensische Aktivist Abdallah Abu Rahmah,39, wurde im August wegen seiner Beteiligung an der Organisation von wöchentlichen Protesten gegen den Verlauf der Sicherheitsbarriere (israelische Bezeichnung) und Apartheid-Trennungsmauer(palästinensische Beschreibung) schuldig gesprochen.

Damals verlautbarte die israelische Armee, dass Abu Rahmah „wegen Aufwiegelung und der Teilnahme an illegalen Ausschreitungen schuldig gesprochen wurde.“

Vor der Urteilsverkündigung wies Abu Rahmah die israelischen Anklagen zurück und versprach, seine Arbeit in der Protestbewegung fortzusetzen.

„Wir werden unseren Kampf fortsetzen. Wir werden unsere Rechte weiterhin einfordern, bis wir Freiheit und Unabhängigkeit gewonnen haben, um die illegale Mauer und Siedlungen zu beseitigen, all diese Dinge, die Verhaftungen unserer Leute. Wir werden nicht aufhören; das ist unser Recht, das ist unser Land. Wir geben nicht auf, bis wir unsere Freiheit gewonnen haben.“

Abu Rahmah hat bereits 10 Monate in einem israelischen Militärgefängnis gesessen. Unter den Bedingungen des Urteils müsste er in 40 Tagen freigelassen werden.

Nach Information des palästinensischen Komitees für den Widerstand wird die israelische Armee gegen das Urteil wahrscheinlich Widerspruch einlegen – wie im Fall von Adeeb Abu Rahmah, der [diesen Sommer] für ähnliche Anklagepunkte zu 12 Monaten verurteilt wurde, aber nach 15 Monaten immer noch im Gefängnis sitzt, während über den Einspruch der Anklage verhandelt wird. Die Verteidigerin Gabi Lasky erwägt ihrerseit, gegen Abu Rahmahs Verurteilung Berufung einzulegen.

 

Die internationale Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch sagte, dass der Arrest und das Verfahren gegen Abu Rahmah Anlass zu schweren Bedenken wegen der Verletzung von Prinzipien eines ordnungsgemässen Verfahrens gebe und dass dieses Urteil „prinzipiell Formen des friedlichen palästinensischen Protestes gegen die de facto Konfiszierung ihres Landes kriminalisiere.“

Dieser Fall hat weltweite Aufmerksamkeit erhalten. In einer Stellungnahme nach Abu Rahmas Verurteilung sagte Catherine Ashton, die EU-Aussenministerin, dass die EU ihn als einen ‚Verteidiger der Menschenrechte“ ansehe und äusserte die Besorgnis, dass sein Arrest darauf ziele, „ihn und andere Palästinenser daran zu hindern, ihr legitimes Recht wahrzunehmen, auf gewaltlose Weise gegen die exsitierende Trennungsbarriere zu protestieren.“

Hunderte von Menschen nehmen jede Woche an der weitverbreiteten Kampagne gegen die Mauer teil. Die Proteste im Westbankdorf Bil’in begannen vor fünfeinhalb Jahren.

Einwohner sagen, dass die Mauer sie von ihren Feldern trennt und das Land stiehlt. Israel sagt, dass es die Barriere für seine Sicherheit brauche.

Das Oberste Gericht Israels entschied im September 2007, dass ein Teil des Zauns nahe Bil’ins illegal sei und versetzt werden müsse, um den Bewohnern einen Teil ihres Landes zurückzugeben. Die israelische Verteidigungsarmee teilte CNN mit, dass die Umleitung des Zaunes im Februar 2010 begonnen habe, aber die Einwohner sagen, dass noch kein Teil des Zaunes versetzt wurde.

Die Anklage des Steinewerfens während der Demonstrationen wurde fallengelassen. Abu Rahmah hatte Tränengaskanister und Waffen gesammelt, die gegen die Demonstranten eingesetzt wurden, und sie in seinem Garten ausgestellt. Die israelische Armee beschuldigte ihn deshalb des Waffenbesitzes, ein weiterer Anklagepunkt, der vom Gericht gestrichen wurde.

Die Organisatoren sagen, dass Gewaltlosigkeit ihre beste Waffe sei, um den internationalen Druck auf Israel zur Beendigung der Besetzung zu verstärken, und haben damit den Rückhalt von Premierminister Salam Fayyad gewonnen. Aber einige palästinensische Jugendliche werfen bei den Demonstrationen mit Steinen auf die israelische Armee, und die Armee setzt Schockgranaten, Tränengaskanister, gummiummantelte Stahlkugeln und manchmal scharfe Munition ein.

Sowohl die Armee wie die Jugendlichen wurden beschuldigt, Gewalt zu schüren.

Die Organisatoren der Protestbewegung sagen, dass sie die Jugendlichen nicht vom Steinewerfen abhalten können.

Sechs Demonstranten wurden in den letzten 18 Monaten in Bil’in und im Nachbardorf Ni’lin getötet, und hunderte wurden verletzt, so berichten die Organisatoren der Demonstrationen. Israel sagt, dass hunderte von Soldaten von Steinen verletzt wurden.

Nach Ansicht von Jonathan Pollock, einem Mitorganisator, will die israelische Armee an Abu Rahmah ein Exempel statuieren, um andere von den Demonstrationen fernzuhalten. Diese Taktik werde keinen Erfolg haben: „Hunderte von Menschen wurden im vergangenen Jahr festgenommen, aber das hat die Demonstrationen nicht beendet. Die Verurteilung von einem Menschen wird die Protestbewegung nicht beeinträchtigen.“

 http://edition.cnn.com/2010/WORLD/meast/10/11/israel.protest.case/

 

Freitagsdemonstrationen

Al-Ma`sara: 43. Jahrestag der Ermordung von Che Guevara

Am Freitagnachmittag versammelten sich ca. 50 Demonstranten, einschliesslich vieler internationaler und israelischer Aktivisten, im Dorf Al-Ma’sara bei Betlehem, um gegen den Landraub durch den Gush Etzion Siedlungsblock zu protestieren. Israelische Soldaten erwarteten die Demonstranten am Eingang des Dorfes, damit sie der Siedlung nicht zu nahe kommen konnten. Die Soldaten zeigten auf einer Karte vor, dass sich die Demonstranten in einer geschlossenen militärischen Zone befänden, und begannen anschliessend, ihre Schockgranaten zu werfen.

Israelische Aktivisten versuchten, den Soldaten die Gründe für die Proteste der Palästinenser darzulegen; nachdem eine Herde Schafe vorbeigezogen war, verliessen auch die Soldaten das Feld.

Seit November 2006 hält das Dorf seine wöchentlichen Proteste gegen die israelische Mauer und Besatzung ab.

http://stopthewall.org/latestnews/2372.shtml

 


Bil`in: Recht auf die Olivenernte

Bei der ersten Freitagsdemonstration während der Olivenernte wurden zwei Journalisten verletzt und dutzende litten an Verletzungen durch Tränengas und gummiummantelte Stahlkugeln.

Bil’ins Bürgerkomitee hatte die Demonstration gegen die illegale Apartheidmauer unter das Motto gestellt:“ Wir bleiben hier wie die Wurzeln der Olivenbäume“. Bil’in will damit bekräftigen, dass palästinensische Bauern das Recht haben, unbehindert und ungefährdet auf ihr Land zu gehen und die Oliven zu ernten.

Viele internationale Solidaritätsgruppen, israelische Friedensaktivisten und Palästinenser aus Nachbarorten beteiligten sich. Jemand brachte eine Leiter und einen Eimer, um mit der Ernte zu beginnen, falls die Demonstranten das Dorfland, das jetzt hinter der israelischen Mauer liegt, erreichen könnten. Dieser Zugang wurde von israelischen Soldaten wieder einmal verweigert, sie feuerten satt dessen Gummimantelgeschosse und Tränengas in die Menge und stürmten durch das Tor im vergeblichen Versuch, einige Demonstranten zu verhaften. Dabei wurden zwei Journalisten verletzt. Abas Ak Mimani wurd im Rücken von einem Tränengaskanister verletzt und Haron Amaira litt unter extremer Tränengasinhalierung.

http://palsolidarity.org/2010/10/14875/

http://www.bilin-village.org/english/articles/press-and-independent-media/Bilin-s-Abdallah-Abu-Rahmah-sentenced-to-a-year-in-prison

 

Bil’in: Mein Vater ist im Gefängnis

Zur Zeit sitzen vier Einwohner Bil’ins in israelischen Gefängnissen aufgrund fabrizierter Geständnisse und Beweise, und an die Kinder von zwei dieser Gefangenen soll heute erinnert werden. Seit vielen Monaten läuft Luma, die siebenjährige Tochter von Abdallah Abu Rahmah bei den Demonstrationen mit, in den Händen ein Poster mit einem Foto ihres Vaters; ihr Mut wird von allen bewundert und macht ihren Vater und Bil’in stolz. Abdullah und seine Frau Majida haben zwei weitere Kinder, Lian,5 und das neun Monate alte Baby Laith. Ein weiterer Held des Dorfes und Inspiration für uns ist Adeeb Abu Rahmah. Er hat neun Kinder, die alle unter seines Abwesenheit leiden, vor allem die jüngsten, die seine Liebe und Sorge vor allem benötigen, Tutu,4 und Falastine,8.

http://www.bilin-village.org/english/videos/8369-My-father-in-prison


Ni’lin: Unterstützt die Bauern bei der Olivenernte

Hunderte von Demonstranten, Palästinenser sowie Israelis und Internationale, protestierten gegen die Konstruktion der israelischen Mauer auf ihrem Land im Dorf Ni’lin bei Ramallah.

Das Bürgerkomitee Ni’lin hatte zum Protest aufgerufen und die Demonstranten marschierten nach dem Freitagsgebet unter den Olivenbäumen in Richtung Mauer.

Salah Khawaja teilte der Nachrichtenorganisation IMEMC mit, dass die Demonstration vor allem ein Ausdruck der Solidarität mit den Bauern bei der Olivenernte sei. Dr.Mustafa Barghouti, Mitglied des palästinensischen Parlamentes, nahm an der Demonstration teil.

An der Mauer waren israelische Soldaten stationiert und beschossen die Teilnehmer mit Tränengaskanistern, was bei vielen zu Atemnot und Erstickungsanfällen führte.

Seit 2007 organisiert das Dorf Proteste gegen die Mauer und die Annektierung von Dorfland.

http://www.imemc.org/article/59573


An-Nabi Saleh: Farbe für die IDF
 

Das Dorf zeigte sich bei seinem Freitagsprotest von der kreativen Seite: die Kinder hatten Farbe in Wasserpistolen und Ballons gefüllt, bevor dieDemonstranten sich auf den Weg machten. Als israelische Soldaten die Menge auf einer der Hauptstrassen des Dorfes blockieren wollten, wurden sie und ihre Militärjeeps mit Protestgesängen und Farbe begrüsst. Beinahe 70 Demonstranten nahmen am Protest teil, dazu 20 israelische und internationale Aktivisten.

Mit Tränengas und Schockgranaten erzwang die israelische Armee den Rückzug der Demonstranten und verliess das Dorf. Das war das Signal für die jungen Leute in An-Nabi Saleh, Strassenblockaden für die Jeeps der IDF zu errichten, und im Schutz dieser Hindernisse wurde der Protest über die Hügel in Richtung Quelle fortgesetzt. Diese Quelle auf dem Land von An-Nabi Saleh wurde von Siedlern der nahegelegenen Siedlungskolonie Halamish konfisziert, zusammen mit fruchtbarem Land; dieser Diebstahl ist der Hauptgrund für die wöchentlichen Demonstrationen hier.

Die IDF bemerkte bald, dass die Demonstration fortgesetzt wurde und auf ihrem Weg über die Hügel waren die Demonstranten dem israelischen Beschuss mit Gummimantelgeschossen und scharfer Munition schutzlos ausgeliefert und brachen ihren Marsch zur Quelle ab. Bis Sonnenuntergang gab es Scharmützel zwischen Jugendlichen und Soldaten, auf Steine wurde mit Tränengas und gummiummantelten Kugeln reagiert. Zwei durch Gummimantelgeschosse Verletzte sollten in einer Ambulanz direkt ins Krankenhaus transportiert werden, aber die Krankenwagen verspäteten sich aufgrund von Strassenblockaden durch das Militär. Viele litten an den Folgen des extremen Tränengaseinsatzes.

http://palsolidarity.org/2010/10/14875/

 


Samstagsdemonstrationen

Hebron

Der wöchentliche Protest in Hebron gegen die illegalen Siedlungen und die Schliessung der Shuhadastrasse begann drei Uhr nachmittags am Militärtor zur Altstadt.

Während die Demonstranten warteten, kam ein Militärjeep mit vielen israelischen Soldaten an und verjagte die Kinder, die auf der Strasse Fussball spielten. Palästinenser, Israelis und Internationale demonstrierten in den engen Strassen der Altstadt gegen die illegale Besetzung der Westbank. Nicht nur die Ortsansässigen verfolgten das Geschehen, auch eine Gruppe internationaler Touristen wurde mit der Realität konfrontiert, wie hart das Leben für Palästinenser unter der Besetzung ihrer Stadt durch illegale israelische Siedler ist.

Bevor die Demonstranten nach Hause gingen, machten die Soldaten soviele Fotos von den Teilnehmern wie möglich. Auf die Frage, warum, antworteten sie, dass diese Aufnahmen für Facebook bestimmt seien.

http://palsolidarity.org/2010/10/14875/

 

Burin: Widerstand gegen Siedlergewalt

Einwohner des Dorfes Burin wurden am Samstag beim Bau einer Strasse für einen Mitbewohner von 20 Siedlern angegriffen, fünf davon bewaffnet.

Die Dorfleute riefen deshalb beim israelischen Distriktbüro um Hilfe und Vermittlung an. Ein israelischer Beamter traf kurz danach zusammen mit Soldaten der IDF an und die Siedler zogen sich zurück. Auf dem Rückweg sägten sie ca. 12 Olivenbäume ab und Dorfbewohner fotografierten die Zerstörung, die von nahestehenden Soldaten beobachtet, aber nicht verhindert wurde.

Das Dorf Burin ist von vier illegalen Siedlungen umgeben und die Siedler wollen Burins Land zwischen den Siedlungskolonien konfiszieren und den Siedlungen zuschlagen. Die Dorfbewohner erleben seit vielen Jahren regelmässig Angriffe durch die Siedler. Die Strasse, die heute gebaut werden sollte, führt zum Haus eines Dorfbewohners. Auf einer Anhöhe gelegen, war es ständigen Siedlerattacken ausgesetzt. Vor fünf Jahren brachen 100 Siedler in das Haus ein, vertrieben die Familie und nahmen alles mit- sogar Tür und Fenster. Der Hausbesitzer lebt seitdem mit seiner Frau und vier kleinen Kindern in einem kleinen Haus unten  im Dorf. Der Bau einer Strasse zu seinem alten Haus ist ein erster Schritt, sein Haus wieder in Besitz zu nehmen.

http://palsolidarity.org/2010/10/14880/

 


14.10.2010
 

Wie der "jüdische Staat" die palästinischen Rechte mit Füßen tritt und deutsche Politiker verhöhnt. - Evelyn Hecht-Galinski, Publizistin - Durch die Presserklärung vom 12.10.2010 wissen wir nun ALLE, dass es auch nicht hilft einen führenden deutschen Politiker des Auswärtigen Ausschusses bei sich zu haben, nämlich niemand geringeren als Ruprecht Polenz. Israel hat vor Nichts und Niemandem Respekt und missachtet alle Regeln des Anstandes und und des menschlichen MITEINANDER. Da hungert ein verzweifelter Palästinenser 41 Tage für seine Rechte, die ihm und allen anderen Palästinenser genommen wurden und werden, für seine ihm zustehenden Papiere. Er wollte seine 2009 geborene Tochter Zaynab als Einwohnerin Ostjerusalems registrieren lassen, ebenso seine Ehe mit seiner deutschen Ehefrau, Wiebke. Er forderte nur ihm zustehendes Recht, nach Artikel 13 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Hatte nicht, nachdem es während des Hungerstreiks immer mehr politische Aufmerksamkeit gab und die Gesundheit von Firas Maraghy sich zusehens verschlechterte, die israelische Botschaft, ihm zusagte, persönlich ein Ausnahmetreffen zu arrangieren, mit dem Direktor der Abteilung für Registrierung und Bürgerstatus beim Ministerium für das Innere, der höchsten Autorität in Israel, die sich mit der Staatsangehörigkeit/ dem Einwohnerstatus befasst.  Eigentlich konnte man ahnen, was aus diesen Versprechungen geworden ist. Schließlich ist der "oberste Dienstherr" dieser Behörde, der Innenminister Eli Jischai, ein "rassistisch-religiöser" Schas Fanatiker. Führt nicht dieser Innenminister momentan auch einen "Krieg" an anderer Front, nämlich gegen "Ausländerkinder" in Israel, die seiner Meinung nach eine Bedrohung für den Staat Israel darstellen und die "jüdische Identität" Israels gefährden und eine" demographische Gefahr" darstellen. So kam es , wie es kommen mußte, Firas, Wiebke und >>>

Presserklärung -  Firas Maraghy und Wiebke Diehl  | 
Dokumentation - Hungerstreik von Firas Maraghy   |  Israels Innenminister: Rowdy auf radikaler Mission

»Die haben uns einfach verschaukelt« - Martin Lejeune - 41 Tage stand der Palästinenser Maraghy vor Israels Botschaft im Hungerstreik – und wird wohl wieder enttäuscht >>>

Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V. - Mitgliedsorganisation der European Jews for a Just Peace (EJJP) - An die Botschaft des Staates Israel z.Hd. seiner Exzellenz Herrn Botschafter Yoram Ben-Zeev - Auguste-Viktoria-Str. 74 - 14193 Berlin
per e-mail: Botschaft@Israel.de
Betr.: Familie Maraghy-Diehl
Sehr geehrter Herr Botschafter, wie Sie sicherlich wissen, endete die Besprechung von Herrn Firas Maraghy mit Herrn Arbel in Jerusalem ohne Ergebnis. Herr Arbel, Leiter des „Registration and Civil Status Department“ im israelischen Innenministerium, lehnte es im Beisein von vier weiteren Ministerialbeamten ab, Herrn Maraghy und Frau Diehl irgendeine Zusage zu machen, dass ihre Ehe und ihre gemeinsame Tochter nach israelischem Recht registriert würden.

Sie selbst waren, soweit wir wissen, am Zustandekommen dieses Gesprächs beteiligt. Es war ja der für alle Seiten gesichtswahrende Ausweg aus Herrn Maraghys 40-tägigem Hungerstreik, der für das Bild Israels in Deutschland nicht gut war. Denn Herrn Maraghys Anliegen wirft ein sehr negatives Schlaglicht darauf, wie der Staat Israel mit seiner palästinensischen Minderheit umgeht und insbesondere wie Israel die arabischen Einwohner Jerusalems aus ihrer Heimatstadt herausdrängt. Herr Maraghy war vom außenpolitischen Sprecher der Regierungspartei CDU im Bundestag, Herrn Dr. Polenz, begleitet. Auf Dr. Polenz' Anraten wird Herr Maraghy trotz des negativen Gesprächsverlaufs einen Antrag auf Registrierung seiner Ehe und seiner Tochter beim israelischen Innenministerium stellen.
Wir möchten Sie bitten, Ihren Einfluss bei der israelischen Regierung geltend zu machen, damit diesem Antrag stattgegeben wird. Unsererseits werden wir uns bemühen, durch Publizierung dieser neuen Wendung des Falls Maraghy neuerlich öffentlichen Druck in Deutschland aufzubauen, damit Israel in dieser Frage ein unserem Wertesystem entsprechendes Verhalten an den Tag legt.

Wie ich bereits in meinem Schreiben vom 3. 8. 10 ausführte, geht es hier nicht nur um das Wertesystem der allgemeinen Menschenrechte (wie von Herrn Maraghy richtig betont), sondern auch speziell um unserer jüdisches Wertesystem: "Wie ein Bürger von Euch sei Euch der Fremde, der bei Euch wohnt, und liebe ihn wie Dich selbst, denn Fremde wart Ihr im Lande Mizrajim" (3. Buch Moses, 19,34). Nichts davon ist beim Umgang der Behörden des jüdischen Staats Israel mit Herrn Maraghy zu spüren.
Mit freundlichen Grüßen und auf eine positive Entwicklung hoffend: Prof. Dr. Rolf Verleger - Vorsitzender der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost

 

Wasser wird knapp - Im Nahen Osten drohen vor dem Hintergrund des Klimawandels gewaltsame Auseinandersetzungen. Ohne Rückzug Israels aus besetzten Gebieten keine Lösung in Sicht - Karin Leukefeld - Mit den Temperaturen steigen die Spannungen – so der Titel einer Studie des Internationalen Instituts für nachhaltige Entwicklung (IISD, Kanada). Darin wird im Zuge der internationalen Debatten um die Folgen des Klimawandels die Gefahr neuer gewaltsamer Auseinandersetzungen im Nahen Osten untersucht. Kurz zusammengefaßt kommen die Autoren zu dem Schluß, daß das Wasser in der Levante– Libanon, Syrien, Jordanien, die besetzten palästinensischen Gebiete und Israel– knapp wird >>>

 
 

Mit Jubel empfangen - Die libanesischen Schiiten feiern Ahmadinedschad. Prowestliche Kräfte weniger begeistert - Knut Mellenthin - Mehrere zehntausend Menschen haben am Mittwoch dem iranischen Präsidenten bei seinem ersten Staatsbesuch im Libanon einen begeisterten Empfang bereitet. Als Mahmud Ahmadinedschad im August 2005 sein Amt antrat, steckte Libanon >>>

 
 

Eine Drohne geht auf Reisen und viele Tarnkappenbomber folgen - Von Israel lernen - Evelyn Hecht-Galinski - Israel ist ein Meister im Tarnen und Verschleiern, wenn es z.B. um das Atomprogramm in Dimona geht, oder wenn die "strahlenden" Abfälle diskret auf palästinensischem Gebiet entsorgt werden. Oder aber wenn es um Geheimgefängisse für palästinensische Häftlinge geht oder um Vertuschung von Menschenrechtsverletzungen. Aus diesem Grund passen die Tarnkappenbomber, die Israel nun von Obama bekommt, auch so gut in den "jüdischen Staat" Israel, die "einzige Demokratie im Nahen Osten." >>>

 
 

Gaza-Flotte: Passagiere ziehen vor Gericht - Nach der Erstürmung einer internationalen Flotte mit Hilfsgütern für die Palästinenser im Gazastreifen durch die israelische Armee ziehen neun französische Passagiere vor Gericht. >>>

 
 

Alfred Grosser hält Eschenburg-Vorlesung zum deutsch-israelischen Verhältnis - Michael Seifert - Das Institut für Politikwissenschaft der Universität Tübingen lädt ein zur Theodor Eschenburg-Vorlesung, die am Dienstag, dem 19. Oktober 2010 um 17 Uhr im Auditorium Maximum stattfindet. Prof. Dr. Dr. h.c. Alfred Grosser wird die Festrede halten zum Thema „Welche Last der Vergangenheit? Deutschland und Israel“. In seiner Festrede wird Alfred Grosser sich mit dem deutsch-israelischen Verhältnis vor dem Hintergrund der Vergangenheitsbewältigung auseinandersetzen. Dabei geht es um die Frage, welche Rolle die Last der deutschen Geschichte für die deutsch-israelischen Beziehungen spielt. Grosser zufolge bedeutet Last Verantwortung, nicht Kollektivschuld. Verantwortung für die eigene Geschichte zu übernehmen heiße aber auch, ehrlich mit der Gegenwart zu sein. >>>

 
 

 

The persistence of resistance - Jamal Elshayyal - Zu Hunderttausenden würden Ausländer nach Israel kommen, "und sie bringen Hepatitis, Aids und Drogen mit", Ismail Nashwan recalls the events of May 31 as if it were yesterday. The moment masked Israeli commandos brought death aboard the Mavi Marmara as it attempted to break the siege on Gaza. But despite the near-death experience and spending time in an Israeli jail at 81-years-young, Ismail is still determined to reach the besieged strip. He has now joined the latest humanitarian aid convoy heading to Gaza. I ask him what it is that makes him so determined to reach the territory, and how, at such an old age, he still finds it within him to cross land and sea in total defiance with the Israeli/Egyptian imposed siege on the coastal strip. "I'm not scared at all, what happened on the Mavi Marmara in fact made me more determined to break the siege. I am going because it is my duty and because Palestine is my land," he says. >>>

 

 

The ethnic cleansing plan - Ahmad Tibi -  "...Israel is indeed Jewish and democratic – democratic to the Jews, and Jewish to the Arabs." >>>

 

 

Israeli Arabs must start buying land and prove they aren`t a bargaining chip - Zoheir Andrewous - Haaretz - "Between Netanyahu and Lieberman, Arabs in Israel have been turned, against their wishes, into a central player in the peace process."... "The writer is the editor of the Arabic newspaper Ma al-Hadath, published in Tamra." id

 

Helen Thomas: You cannot criticize Israel and survive - Natasha Mozgovaya - ""They distorted my remarks, which they obviously have to do for their own propaganda purposes, otherwise

 

 

OECD Considers Relocating Conference Planned For Jerusalem Due To Boycott Calls - Saed Bannoura - IMEMC - "Britain and Spain have already announced that they will boycott the meeting due to the choice of location."

 


13.10.2010
 

 

Verhandlungen auf ungleicher Basis - Das Dilemma der Palästinenser - Nassar Ibrahim - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat das von Washington vorgeschlagene Einfrieren des weiteren Siedlungsbaus im Westjordanland um weitere zwei Monate von einer Bedingung abhängig gemacht: Präsident Obama soll zu der »Garantiezusage« stehen, die 2004 dem damaligen israelischen Premierminister Ariel Scharon von Präsident George W. Bush gegeben wurde. Scharon hatte von Bush die schriftliche Zusage erhalten, daß die USA Israels Position unterstützen würden, die demografischen Veränderungen in den 1967 besetzten palästinensischen Gebieten zu »berücksichtigen >>>

 
 

Leitmedien im Krieg-  Führende deutsche Massenmedien stellen sich offen in den Dienst der Berliner Militärpropaganda. Jüngster Ausdruck dieser Entwicklung ist ein sogenannter sicherheitspolitischer Kongress, den das Hamburger Wochenblatt "Die Zeit" für Mitte Oktober ankündigt. Das Ziel der Veranstaltung besteht nach Aussage der Organisatoren darin, Mittel und Wege zu finden, "Kampfeinsätze in einem fernen Land" gegenüber der Öffentlichkeit zu legitimieren. Als Referenten angekündigt sind "führende Persönlichkeiten" aus Politik, Militär, Wissenschaft, Klerus und Rüstungsindustrie; den Auftaktvortrag soll der deutsche Verteidigungsminister halten. Eine in inhaltlicher Ausrichtung und personeller Besetzung ähnliche Konferenz hat die Wirtschaftszeitung "Handelsblatt" erst unlängst in Berlin durchgeführt. Im Einklang mit Medien, die der Bundeswehr nahe stehen, wurde dort gefordert, die deutschen Streitkräfte gegen "unberechtigte Kritik" in Schutz zu nehmen. Thema waren darüber hinaus gravierende Probleme, mit denen sich die politisch-militärische Führung beim Umbau der Bundeswehr zur weltweit agierenden Interventions- und Besatzungsarmee konfrontiert sieht. Während Vertreter der deutschen Streitkräfte eine "Überforderung" der Truppe beklagten, bemängelten namhafte Rüstungsmanager die ihrer Ansicht nach "gestörte Kommunikation" zwischen Politik und Wirtschaft. Ging die "Handelsblatt"-Tagung noch ohne öffentliche Proteste vonstatten, haben Hamburger Kriegsgegner nun angekündigt, die Teilnehmer der "Zeit"-Konferenz "gebührend zu empfangen" >>>

 
 

Wider die islamophoben Rattenfänger - Wer sich nach der Sommerpause wieder im österreichischen Fernsehsender »Club 2« unter dem Titel »Abendland in Gefahr: Kommt der Kampf der Kulturen?« zu Gemüte geführt hat, musste sich verwundert die Augen reiben. Dieses vom US-amerikanischen Politologen Samuel Huntington propagierte Kulturkampfkonzept wird gerade weltweit in die Praxis umgesetzt; das Fragezeichen hätte nicht nur durch ein Ausrufezeichen ersetzt werden müssen, sondern der Titel hätte lauten müssen: »Der Kulturkampf des ›christlichen‹ Abendlandes gegen den Islam!« - Dr. Ludwig Watzal - pdf -  Seitdem die US-amerikanischen Geostrategen und einige islamisch-reaktionäre Regime die Bedrohung des Westens und ihre eigene Existenz durch die islamische Revolution im Iran im Jahre 1979 festgestellt haben, gibt es eine systematische Dämonisierung des Iran. Das erste Land, das einer solchen Dämonisierung von Beginn der islamischen Rückeroberung des Landes das Wort geredet hatte, war Israel, wie bereits Israel Shahak in seinem Buch »Open Secrets« 1997 festgestellt hat. An dieser Verteufelung hat sich bis heute nichts geändert. Der Iran, der den >>>

Auch: BETWEEN THE LINES - LUDWIG WATZAL: Wider die islamophoben Rattenfänger >>>
Homepage Dr. Ludwig Watzal >>>
Das Netzwerk Honestly Concerned und Broder jagt Dr.  Ludwig Watzal >>>

 

Eine Demokratie für Juden - Firas Maraghy und Wiebke Diehl, Jerusalem, den 12.10.2010 - PRESSEERKLÄRUNG

Vom 26. Juli 2010 bis zum 04.September 2010 habe ich, Firas Maraghy, mich vor der israelischen Botschaft im Hungerstreik befunden. Ziel dieses offenen Protests war es, meine im Dezember 2009 geborene Tochter Zaynab als Einwohnerin Ostjerusalems, sowie meine Ehe mit der deutschen Staatsbürgerin Wiebke Diehl zu registrieren. Zudem wollte ich gegen die Androhung israelischer Behörden, mir selbst mein Residenzrecht in Jerusalem zu entziehen, sollte ich im Mai 2011 nicht für mindestens eineinhalb Jahre dorthin zurückkehren, protestieren. Ich forderte von Anfang an ein sicheres Bleiberecht für meine Familie und mich in meiner Geburtsstadt und der Geburtsstadt meiner Väter und Vorväter. Diese Forderung steht in Einklang mit internationalem Recht, insbesondere mit Artikel 13 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

Wie bereits in unserer letzten Presseerklärung vom 7. Oktober 2010 angekündigt, sind wir am Sonntag, den 10. Oktober 2010 mit unserer Tochter nach Jerusalem geflogen, um einen unter Vermittlung von Herrn Polenz, dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses des deutschen Bundestags, von der israelischen Botschaft in Berlin vereinbarten Termin wahrzunehmen. Hier sollten wir Herrn Arbel, den Direktor des „Registration and Civil Status Department“ des Innenministeriums Israels, treffen. Ziel dieses Gespräches sollte laut Presseerklärungen der israelischen Botschaft in Berlin sein, unser Anliegen zu lösen. Wir haben sowohl die sehr hohen finanziellen als auch die zeitlichen und körperlichen Mühen auf uns genommen, um unseren Teil zu einem möglichen Kompromiss beizutragen. Noch zwei Tage vor unserer Abreise warnte ein Arzt, dass die Reise in einem Flugzeug für mich, Firas Maraghy, ernste gesundheitliche Konsequenzen nach sich ziehen könne; dennoch entschieden wir uns, den vereinbarten Termin einzuhalten. Dies taten wir, obwohl wir der festen Überzeugung sind, dass die israelische Botschaft auch für die Einwohner des nach dem Krieg von 1967 völkerrechtswidrig annektierten Ostjerusalem zuständig ist und die Registrierung unserer Ehe aus diesem Grund in Berlin hätte vorgenommen werden müssen.

Bei dem Termin waren neben Herrn Arbel drei ranghohe Mitarbeiter des israelischen Innenministeriums und einer des israelischen Außenministeriums anwesend. Zunächst wurde uns ausführlich die israelische Gesetzeslage erklärt, wobei immer wieder betont wurde, ich sei lediglich Einwohner Jerusalems, kein Staatsbürger. Am Ende dieser Ausführungen fragte ich, Firas Maraghy, ob meine Ehe und meine Tochter nun eingetragen werden sollten. Daraufhin erwiderte Herr Arbel, er könne nicht gegen die Gesetze verstoßen. Ich erklärte ihm, ich sei gekommen, da mir eine Lösung meines Anliegens zugesichert worden sei – woraufhin Herr Arbel erwiderte, er wisse nichts davon, dass Ziel unseres Gespräches eine Lösung des Falles sei. Diese Aussage ruft bei uns einige Verwunderung hervor, denn man muss sich fragen, wofür dieses Treffen mit all seinen Teilnehmern wohl einberufen wurde. Als wir des Weiteren auf Artikel 13 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hinwiesen, sagte Herr Arbel, auch davon habe er noch nie gehört.

Wir betonten mehrmals, dass unsere Forderung die Registrierung unserer Ehe und unserer Tochter bleibt. Hieraufhin wurde uns wieder und wieder gesagt, man müsse sich an die israelischen Gesetze halten. Das Gespräch dauerte etwa eine halbe Stunde. Nachdem wir noch mehrere Male fragten, welche Lösung man uns anbieten wolle und daraufhin keinerlei Antwort erhielten, entschieden wir uns, das Treffen abzubrechen.

In einem anschließenden Gespräch mit Herrn Polenz entschieden wir uns in Absprache mit ihm, trotz des negativen Verlaufs des Gespräches einen Antrag auf Registrierung unserer Ehe und unserer Tochter beim der dafür zuständigen Behörde in Jerusalem zu stellen. Dies werden wir in den nächsten Tagen tun. Wir rufen die israelischen Behörden und die israelische Regierung dringend dazu auf, diesen Anträgen stattzugeben und so unsere elementarsten und international verbrieften Rechte zu achten.   Firas Maraghy und Wiebke Diehl    Quelle            
Dokumentation - Hungerstreik von Firas Maraghy

 

Neue Gaza-Hilfsflotte geplant – mit Schweizer Beteiligung - Ankündigung für nächstes Frühjahr - Eine Flotte von Schiffen aus 17 Ländern soll nach dem Willen einer Aktivisten-Koalition nächsten Frühjahr in Richtung Gaza starten. Schweizer wollen daran mit einem Schiff teilnehmen, welches rund 45 Personen transportieren kann. Im nächsten Frühling soll eine weitere Hilfsflotte in Richtung Gaza in See stechen. Dies kündigte eine Koalition am Montag in Genf an. Ein mit Schweizern besetztes Schiff soll Teil der Expedition sein. >>>

 
 

Das Wasser ist zu tief - Gudrun Harrer - Nach derzeitigem Stand wird es keine sinnvollen Nahostverhandlungen geben - Wie rund um alle früheren Nahostgespräche auch laufen bei Israelis und Palästinensern jetzt zwei vielschichtige Diskurse, die selbstverständlich ineinander verwoben sind - jedoch als gegenseitige "Bedingungen" nicht funktionieren. Und wie es im Moment aussieht, ist es einmal mehr nicht möglich, sie zu sinnvollen Verhandlungen zusammenzuführen. Das Wasser ist zu tief. >>>

 
 

Israel will als „jüdischer Staat“ anerkannt werden – und erntet auch Empörung  - Am Montag stimmte das israelische Kabinett für den Vorschlag, jeder Bürger Israels muss auf einen „demokratischen und jüdischen Staat“ schwören. Laut Netanyahus Büro stimmten 22 der insgesamt 30 Minister für den Vorschlag. Acht der insgesamt dreißig Minister stimmten gegen die Forderung, darunter waren fünf Minister der Arbeitspartei. Einer dieser fünf, Jizchak Herzog, sagte nach der Abstimmung die Forderung habe etwas vom „Geruch des Faschismus“. Im israelischen Militärradio stellte er fest: „Die Lage ist sehr beunruhigend und bedroht den demokratischen Charakter Israels“. >>>

 
 
Video - Westjordanland: Frauen lassen sich ans Mittelmeer schmuggeln >>>
 
 

Solidarität im gelobten Land - Menschen am Mittwoch mit Anke Lützow aus Peterzell, die Palästinensern bei der Olivenernte helfen will - „Ich bin ziemlich aufgeregt“, gibt Anke Lützow lächelnd zu. Das ist kein Wunder, denn in wenigen Tagen wird sie von Frankfurt aus nach Tel Aviv fliegen und von dort weiter in die besetzte West Bank reisen, um palästinensischen Bäuerinnen bei der Olivenernte zu helfen. Die Landwirtschaftsmeisterin vom Untermühlbachhof bei Peterzell nimmt an einem internationalen Frauenprojekt teil, mit dem gewaltfreier Widerstand gegen die israelische Militärbesatzung, gegen sichtbare Zäune und gegen die unsichtbaren Apartheidsmauern in den Herzen der Menschen geleistet werden soll. Die eigene >>>

 

These are hard but important days for us in Palestine. Just yesterday, my friend and coordinator of the Bil'in Popular Committee Against the Wall and Settlements, Abdallah Abu Rahmah, was sentenced to a year in prison by an Israeli military court. His sole crime was being an instrumental part in our village's campaign against the construction of the wall on our lands.

However, we mustn't allow our sadness about Abdallah's incarceration to stop our work. While Abdallah worked to highlight the expansion of settlements in the West Bank, Israel also constructs illegal infrastructure in East Jerusalem.

Between the 20th and 22nd of October, almost a week from today, the Organization of Economic Co-operation and Development (OECD) plans to hold its bi-annual tourism conference in Jerusalem - a city whose indigenous Palestinian residents suffer from systemic discrimination and expulsion. There is not a moment to lose if we want to change this decision.

Despite Israel’s persistent violations of human rights and disregard for International law, the OECD – whose member countries include the majority of the world richest countries – granted Israel membership on May 27th of this year.

Tourism plays an important role in Israel’s colonization of occupied East Jerusalem. The state and right wing settler organizations cooperate in expelling Palestinians residents from East Jerusalem neighborhoods such as Silwan and Sheikh Jarrah for the creation of colonies and biblically theme parks for tourists.

Join us in calling on the OECD to cancel its tourism conference in Jerusalem. Please follow this link to send an email to Angel Gurría, the Secretary General of the OECD, and demand that his organization respect International law by canceling the planned OECD tourism conference in Jerusalem.

Help us highlight this injustice and voice your concern. In solidarity, Mohammed Khatib - Bil'in

 

 
 

Racist militia has free hand in Carmiel - Gush Shalom: The fact of this abominable body being established by an Israeli deputy mayor, with the full support of the police, is yet another serious warning sign in the growing list of blatant racist manifestations in the Israeli public life.

 
 

Can the OECD stand up to Israel? - Sam Bahour and Charles Shamas - guardian.co.uk - At Israel`s invitation, the 86th session of the OECD tourism committee will take place in Jerusalem on 20 and 21 October to discuss supporting a sustainable and competitive tourism industry for the benefit of the members` economies. Despite OECD efforts to the contrary, photographs of touristic sites in occupied territory have been incorporated in a website that Israel has constructed under OECD auspices.

 
 

Dr. Mustafa Barghouthi Declares An Alternative To Failing Negotiations - Dr. Mustafa Barghouthi, Secretary General of the Palestinian National Initiative (PNI), MP and runner-up in the 2005 presidential election declared in a press conference in Ramallah yesterday that failed negotiations are threatening the last opportunity of peace based on a two-state solution. He argued that negotiations are meaningless and damaging while Israeli settlement building continues, and proposed an initiative to surpass the intractable impasse in the so called peace process. The initiative includes >>>

 
 

Alnakba [The Catastrophe] - [P1] The Threads of the Conspiracy + [P2] Crushing the Revolution

 


12.10.2010
 

 

Jüdischer Fundamentalismus in Israel - Dr. Ludwig Watzal - pdf - In jüngster Zeit hat die israelische Tageszeitung „Ha´aretz“ Artikel zum jüdischen Fundamentalismus in Israel veröffentlicht. Er stellt eine ernsthafte Gefahr für den Bestand Israels als einer jüdisch-demokratischen Gesellschaft dar. Die diversen israelischen Regierung haben den öffentlichen Kredit, den das Land im Allgemeinen noch im westeuropäisch-US-amerikanischen Ausland genießt, durch ihre stillschweigende Duldung dieses extremistischen Phänomens fasst völlig aufgebraucht, dies trifft insbesondere auf die im Augenblick regierende rechtsnationalistische Regierung unter Ministerpräsident Benyamin Netanyahu zu, die sich einen Außenminister leistet, der von einigen israelischen Analysten als „faschistisch“ bezeichnet wird. Jüdischer Fundamentalismus und Rechtsextremismus in Israel sind leider keine neuen Phänomene. Bereits in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre konnte man diese selbst als Außen stehender Beobachter - ohne die üblichen Pro-Israel-Scheuklappen - deutlich erkennen. Vor undenklichen Zeiten war es in der Bundesrepublik Deutschland in einigen Zeitschriften noch möglich, darüber sine ira et studio zu schreiben. Heute scheint dies selbst in so genannten linken Publikationsorganen wie der „taz“ oder „Der Freitag“ völlig ausgeschlossen, die schräge „Israeldebatte „ in der taz legt dafür ein beredtes Zeugnis ab. Die bundesrepublikanische Medienlandschaft hat sich gegenüber einer realistischen Berichterstattung über die politische Wirklichkeit Israels immunisiert. >>>

Israel Shahak/Norton Mezvinsky, Jewish Fundamentalism in Israel, Pluto, 2. Aufl., 2010, Neuauflage 2004 (1999), 176 Seiten.

Auch hier: Jüdischer Fundamentalismus in Israel - Dr. Ludwig Watzal >>>
Homepage Dr. Ludwig Watzal >>>
Das Netzwerk Honestly Concerned und Broder jagt Dr.  Ludwig Watzal >>>

 
 

Ein jüdischer Staat für die Palästinenser - Alain Gresh - Kaum jemand spricht offen aus, was alle wissen: Eine Zweistaatenlösung für den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern wird es nicht geben. Das Nachdenken über eine langfristige Zwischenlösung hat bereits begonnen. Die geringere Gefahr, das kleinere Übel, das wäre die Gründung eines gemeinsamen Staates mit gleichen Rechten für alle Bürger", verkündet der Parlamentspräsident. Ein anderer Politiker, ehemaliger Minister, geht noch weiter: Ein Staat auf dem Gebiet des historischen Palästinas, vom Mittelmeer bis Jordanien, das sei jetzt die einzige Lösung. Zu demselben Schluss kommt eine junge Abgeordnete mit fest verankerten religiösen Überzeugungen. Äußerungen von drei Mitgliedern der palästinensischen Autonomiebehörde? Von drei Vertretern der Hamas? Oder von drei Antizionisten aus Europa? Mitnichten. Alle drei gehören zur israelischen Rechten. Der Erste, Reuven Rivlin, mag es nicht >>>

Der "Palästinenserstaat" als Inselreich (pdf) >>>

 

 

Israelische Provokation - Kontroversen vor geplanter OECD-Konferenz in Jerusalem - Karin Leukefeld - Der Streit um eine bevorstehende Konferenz der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Jerusalem weitet sich aus. Großbritannien hat seine Teilnahme an der Konferenz zum Thema nachhaltiger Tourismus (20.–22.10.2010) nach Äußerungen des israelischen Tourismusministers Stas Misezhnikov abgesagt, dementiert aber, daß dies aus politischen Gründen erfolgt sei. Misezhnikov hatte die Wahl Jerusalems als Konferenzort als »Zustimmung und Einverständnis mit der Tatsache« gewertet, »daß wir einen Staat haben, dessen anerkannte Hauptstadt Jerusalem ist«. Misezhnikov gehört der reaktionären Partei »Unser Haus Israel« an, die als zweitstärkste Kraft in der Regierung von Benjamin Netanjahu dafür sorgt, daß der »jüdische« Charakter des 1948 in Palästina gegründeten Staates Israel juristisch und politisch durchgesetzt wird. Erst am Sonntag hatte das Kabinett mit großer Mehrheit einem »Loyalitätseid« zugestimmt, den >>>

 

 

Israel: Einwanderer sollen einen Treueeid auf den "jüdischen und demokratischen Staat" ablegen - Florian Rötzer - Kritiker warnen vor einem faschistischen Staat, allerdings gehören solche Extreme zur Idee vom Nationalstaat - Israel versteht sich als Nationalstaat, aber die Regierung hält an einem besonderen Konzept dieser neuzeitlichen Idee fest: der israelische Staat soll ein jüdischer Staat sein und bleiben, zudem soll er ein demokratischer sein – und beides sei untrennbar miteinander verbunden. Der israelische Ministerpräsident Netanjahu machte auch letztes Jahr die unbedingte Anerkennung von Israel als "Nationalstaat der Juden" zu einer der Grundvoraussetzungen für einen Friedensprozess, da hier die Juden seit 3.500 Jahren leben würden (Netanjahu schlägt palästinensischen Phantomstaat vor). >>>

 

 

Ganze Scharen von Pilgern und Touristen strömen täglich für 2-3 Stunden nach Bethlehem, doch wen interessiert wirklich (meistens aus Unwissenheit !!), was hinter der Mauer in der Geburtsstadt Jesu mit den Menschen passiert? Ich wage die Vermutung, dass mehr als 90 % der Besucher so gut wie nichts oder kaum etwas von der katastrophalen Lage der Einwohner mitbekommen und mit dem Eindruck nach Jerusalem und in die Heimat zurückfliegen, es sei doch alles normal. Eine gute Beschreibung finden Sie in der Sonderausgabe des Berliner Missionswerkes/Nahost/Im Lande der Bibel im Tagebuch aus Bethlehem "Hinter der Mauer" von Dr. Andreas Grüneisen, Berlin, der Ende 2009 für 3 Monate in Bethlehem war im Rahmen des Ökumenischen Begleitprogramm des Kirchen EAPPI. - Hier sein Bericht zum Download >>>

Hinter der Mauer - Tagebuch aus Bethlehem - Andreas Grüneisen - (pdf - 48 Seiten) Dunkelheit kann die Dunkelheit nicht vertreiben; nur das Licht vermag dies. Hass kann den Hass nicht besiegen; nur die Liebe kann dies. Mit diesem Zitat Martin Luther Kings beschreibt der Verfasser dieses Bethlehem-Tagebuchs die Problematik des Israel-Palästina-Konflikts, die er als Teilnehmer des Ökumenischen Begleitprogramms des Weltrats der Kirchen (EAPPI) drei Monate lang erlebt hat. Was bringt einen Berliner Arzt kurz nach dem Eintritt in den Ruhestand dazu, den Kittel an den Nagel zu hängen und die Weste mit dem Symbol des ökumenischen Beobachters anzuziehen? Fast scheint es so, als ob Andreas Grüneisen mit dem scharfen beobachtenden Blick, mit dem er als Arzt Diagnosen stellte, nun den Nahostkonflikt und das, was er bei den Betroffenen auf beiden Seiten auslöst, beschreibt. Doch er tut dies nicht aus der Perspektive eines distanzierten Beobachters, sondern als Mensch, der das Unrecht mit erleidet und beim Namen nennt. Ob bei der Beschreibung des Schicksals einer Jerusalemer Familie, die Opfer der systematischen alltäglichen Hauszerstörung wird, oder bei dem alltäglichen Drama, das sich jeden Morgen am Checkpoint Bethlehem abspielt. Niemals gibt sich Andreas Grüneisen der Illusion hin, etwas an der gewaltgeprägten Situation zum Guten zu verändern. Präsenz zeigen bedeutet nicht, den Nahost-Konflikt zu lösen, sondern den Menschen nahe zu sein, die unter der Besatzungssituation leiden. Dass dies möglich ist, zeigt die Äußerung einer Blumenverkäuferin, die zu dem Autoren sagt: „Wenn ihr da seid, ist es nicht so schlimm.“ >>

 

 

Auf dünnem Eis - Die jüdisch-christliche Tradition ist eine Erfindung – dabei fällt der Islam aus der Geschichte heraus - A. S. Bruckstein Çoruh - (...) Um das Jahr 2001 herum haben der Schriftsteller Navid Kermani und ich in Berlin ein mehrjähriges Projekt zu den Verflechtungen europäischer, jüdischer, arabischer, islamischer, persischer literarischer Traditionen initiiert. Mit einer Gruppe von jüdischen und islamischen Gelehrten wollten wir zeigen, wie komplex, wie vieldeutig jüdische und islamische Traditionen sind, wie beflügelnd – und wie sehr es nottut, zwischen religiöser Tradition und soziopolitischer Realität zu unterscheiden. In der öffentlichen Debatte hingegen endet doch alles immer wieder bei Terror, Ehrenmord, Kopftuch und Koran. Und der drohenden Kapitulation „unserer Kultur“. Vor mehr als hundert Jahren gab es ähnliche Prozesse gegen den Talmud, in denen das gesamte rabbinische Judentum unter Anklage stand. Jüdische Philosophen haben damals gegen die Eindeutigkeiten der öffentlichen Zuschreibungen eine arabischsprachige Quelle aus dem 13. Jahrhundert zitiert, die überraschend klare Worte findet: Die Moderatoren der Debatte „erklären gar nichts, berühren niemals etwas Tieferes in den Dingen, sie bewegen sich weit entfernt von den Wissenschaften, sie haben nicht einen Funken von jener menschlichen Begabung, die Dinge selbständig zu durchdenken, daher missachten sie auch die Auslegungen der Weisen und lesen traditionelle Texte nach ihrem eigenen begrenzten Verständnis“. >>>

 

 

Wettlauf um Gilad Schalit - Bundestag macht sich für israelischen Gefangenen stark. Palästinenser außen vor - Rüdiger Göbel - Im Bundestag ist eine seltsame Hektik ausgebrochen, sich für die Freilassung des israelischen Soldaten Gilad Schalit stark zu machen. Die Grünen-Spitzenpolitiker Kerstin Müller, Sprecherin für Außenpolitik, und Jerzy Montag, Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe, preschten am Montag mit der Mitteilung vor, es gebe eine »Einigung« auf einen parteiübergreifenden Antrag zur anhaltenden Gefangenschaft des 24jährigen Israeli. »Einhellig« setzten sich demnach die Fraktionen für dessen Freilassung aus vierjähriger Hamas-Haft ein. >>>

 

 

"Füttere die Schafe und sie werden schweigen!" oder: "Brot und Spiele" - P. R. - Besonders auffällig sind z.Zt. überdimenionale Plakatwände in den Städten und an vielen Straßen (dies sind kleinen in Auswahl, andere sind unübersehbar über die Straßen gespannt. Sie zeigen strahlende Gesichter von jungen Palästinensern/Innen und machen Werbung für US-AID und was diese Organisation für große Wohltaten für Palästina tut. Wohl zu keiner Zeit wurden in Palästina so viele Straßen gebaut und offizielle Gebäude errichtet wie jetzt - finaziert von US AID - der für Palästina jedenfalls allergrößten "Wohltätigkeitsorganisation". Kleinste Dörfer z.B. südlich von Hebron oder nördlich von Ramallah, wo es nicht einmal Ortshinweisschilder gibt und die Welt - eine wunderschöne Hügellandschaft - zu Ende zu sein scheint, werden Ortschaften mit Straßen verbunden, die eher einer unserer Autobahnen gleichen. Was ist der Hintergrund dieser ungeheuerlichen Finanzspritze für Palästina? Humanitäre Gründe? Das Interesse am Aufbau einen neuen Staates? - Ganz sicher nicht der, dass die Einsicht der USA, Europäer und Israels gekommen ist, die Palästinenser brauchen nun neue moderne Straßen oder ähnliches, um schneller an ihre Zielorte zu kommen. Denn andererseits wird an maßgeblichen Verbindungsstraßen die Bewegungsfreiheit der Palästinenser durch Checkpoints, Militärkontrollen und Schikane massiv eingeschränkt und behindert. Grund dafür kann wohl nur sein, der palästinensischen Regierung und der Bevölkerung mit dem drohenden Zeigefinger klar zu machen: Wir tun soviel für euch, also beschwert euch nicht, haltet den Mund, unterschreibt alles, was wir euch an "Abmachungen" und "Verträgen" vorlegen. Zu anderen Zeiten wurde dies mit dem Schlagwort "Brot und Spiele" bezeichnet. Dies ist eine verlogene Politik und eine mehr als schäbige und entwürdigende Behandlung eines Volkes, dem man angeblich einen eigenen Staat verspricht.
Hier der Link zu US AID http://www.usaid.gov/locations/middle_east/

 

 

Karte des Monats bei Le Monde Diplomatique illustriert die territoriale Zersplitterung der Westbank.
http://www.monde-diplomatique.de/pdf/lmdkarte.pdf
http://www.monde-diplomatique.de/pdf/lmdkarte.pdf  (alle von Israel besetzten Gebiete sind als Meer dargestellt)

Auch die zweite Karte ist sehr enthüllend:
INTERAKTIVE KARTE von AMERICANS FOR PEACE NOW,
die die Zerstückelung der Westbank dokumentiert. Jede Siedlung ist anklickbar, der Name und Informationen über die einzelnen Siedlungen sind abrufbar. Auch als iPhone-App erhältlich http://www.peacenow.org/entries/spread_the_word
http://www.peacenow.org/map.php> http://www.peacenow.org/map.php

 
 

Guy Martin: In Ramallah kann ich atmen - Trotz der angespannten politischen Situation war die palästinensische Gesellschaft lange Zeit eine der progressivsten im arabischen Raum. Nach Jahren der Stagnation ist mit der Autonomie etwas von diesem Aufbruchsgeist nach Ramallah zurückgekehrt. Den jungen britischen Dokumentarfotografen Guy Martin verblüfften dort insbesondere die jungen Amateur-Rennfahrerinnen, die sich «Speed Sisters» nennen. >>>

 
 

Lieberman: "Europa soll erst eigene Probleme lösen" - Die Europäische Union sollte zuerst die Probleme in Europa lösen, bevor sie Israel beibringe, wie man den Nahostkonflikt löst. Diese Ansicht vertrat Israels Außenminister Avigdor Lieberman am Sonntag bei einem Treffen mit seinem spanischen und französischen Amtskollegen, Miguel Moratinos und Bernard Kouchner. "Ich erwarte nicht, dass Sie alle Probleme der Welt lösen, aber ich erwarte, dass Sie die Probleme in Europa lösen, bevor Sie hierher kommen und uns beibringen, wie wir unsere Probleme lösen sollen. >>>

 
 

Rally against loyalty oath: Israel becoming fascist - Roi Mandel - Professors, artists blast cabinet`s approval of bill obligating prospective non-Jewish citizens to pledge allegiance to `Jewish and democratic` state. Kaniuk: If we don’t take matters into our own hands, we will be destroyed

 
 

The Jewish Republic of Israel - Gideon Levy - Swearing an oath to a Jewish state will decide its fate. It is liable to turn the country into a theocracy like Saudi Arabia

 
 

Since 1967 countless artifacts have been unearthed and removed from the occupied West Bank and Gaza Strip. Many are displayed in Israeli museums and private collections, while others are sold to tourists. Al Jazeera searches through the evidence, unearthing the facts and exposing a power struggle in which every stone has meaning.

 
 

Are U.S. Fighter Jets an Incentive to Renew Settlement Freeze? - The Obama administration is offering “incentives” to encourage Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu to agree to a limited renewal of the freeze on settlement construction in the West Bank. “The U.S. has come back to Israel with a number of suggestions, incentives if you would, that enable the government to maybe pass a limited extension of two or three months,” Israel’s Ambassador Michael Oren told The Washington Post. Without the renewal of the settlement freeze negotiations will fall apart and Palestinian Authority President Mahmoud Abbas has told U.S. Envoy George Mitchell he will resign. Yesterday we learned that those “incentives” may include 20 F-35 fighter jets. >>>

 
 

“We will not be citizens of a fascist state purporting to be Israel” say hundreds of Israeli academics and public figures. - Gush Shalom - A protest rally against the government’s “Loyalty Oath Bill” was held outside the Tel Aviv house where Ben-Gurion read the 1948 the Declaration of Independence. There, today, the “Declaration of Independence from Fascism” was signed. “We are citizens of the Israel which was depicted in the Declaration of Independence, a peace-seeking country based on the principles of equality and civil liberties. We do not intend to be the citizens of a state purporting to be Israel which stops being democratic and enbarks on becoming a fascist state,” proclaimed intellectuals, public figures, and Israel Prize laureates who gathered this afternoon for a protest rally against the “Loyalty Oath Bill” approved by the government. A protest rally was held on Tel Aviv’s Rothschild Boulevard, in front of the museum building where David Ben Gurion had read the Declaration of Independence in 1948. >>>

 
 

Protesting Jewish National Fund (JNF) national conference in Atlanta Oct 10, 2010

 


10.10.2010
 

 

Palästinensische Bauern aus Yatta südlich von Hebron haben verraten, dass das israelische Militär weiter nuklearen Abfall auf dem landwirtschaftlich genützten Land von Al-Massafer in der Nähe der Grünen Linie in der Westbank vergräbt. Die Bauern sagten, dass die Militärs LKWs voller Abfall  bringen - der verdächtigt wird, radioaktiv zu sein – und begraben ihn in ihrem Land. Vorher werden sie gezwungen, das Gebiet zu verlassen. - Kawther Salam - Die Bauern sagen, dass sie sich selbst in  einigen Höhlen verstecken  und so die militärische Operation beobachten können. Sie bestätigen, dass die israelischen Soldaten, die das Gebiet zur militärischen Zone erklären, während des Vergrabens weiße Kittel über ihren Uniformen tragen. Die Bauern sagten, dass sie mit ihren Tieren in Al-Massafer leben. Geräte, die die radioaktive Umweltverschmutzung aufdeckt, stehen unter Embargo. Vor zwei Tagen  deckt Dr. Zuheir Al-Wazeel, palästinensischer Botschafter in Wien,  einen weiterer Skandal bei der Konferenz er IAEA auf. Er sagte: „Ich möchte darauf hinweisen, dass Israel uns nicht die Geräte der Agentur auf dem Feld der technischen Zusammenarbeit ausliefert. Die IAEA sandte uns diese Geräte als Teil eines technischen Austausch-Programmes, aber Israel gibt dies seit mehr als zwei Jahren nicht heraus. Nach der Konferenz wurde ich  von Dr. Al-Wazeer informiert, dass IAEA-Geräte, die vor zwei Jahren nach Palästina gesandt wurden noch immer unter israelischem Embargo liegen. Die Apparate bestehen  aus Geräten, die radioaktive Umweltverschmutzung aufdecken. Meiner Information nach übt die IAEA  gegenüber Israel nicht genügend Druck aus, um die  Geräte  heraus zu geben. Sie würden dem palästinensischen Gesundheitsministerium helfen, die Gebiete zu identifizieren, die in Palästina verseucht sind. Der Botschafter Dr. Al-Wazeer sagte in seiner Rede, die er vor der IAEA hielt, „Mit Sicherheit sage ich ihnen, dass uns  von Israels nuklearen Waffen eine große Gefahr droht. Palästina droht ein großes Verstrahlungs-Risiko wegen Israels Besitz des nuklearen Reaktors, einschließlich des Dimona-Reaktors, der sein  sinnvolles Leben beendet hat (?) und damit Palästina und das palästinensische Volk und  die Nachbarstaaten den Gefahren von Verstrahlung aussetzt. Wir sind neugierig, wie die IAEA reagieren wird, um dieser Sache nachzugehen und die nötigen Schritte zu unternehmen, damit keine Gesundheitskatastrophe passiert. Dass das palästinensische Problem der Kern des Nahostkonfliktes ist und  ohne eine gerechte  und umfassende  Lösung bleibt, die sich auf internationale UN-Ratsbeschlüsse gründet, besonders auf 194 und die Errichtung eines unabhängigen palästinensischen Staates mit seiner Hauptstadt Jerusalem und ohne die Erfüllung des Rechts der Rückkehr, wird es keinen Frieden, keine Sicherheit oder Stabilität im Nahen Osten geben. Kommentar: dass Israel die Apparate der IAEA zum Messen von Radioaktivität nicht herausgibt, hat seine Gründe. Israel vergräbt nuklearen Abfall in der Nähe palästinensischer Städte in der ganzen Westbank als  Teil seines Programms für einen Genozid und  ethnische Säuberung der palästinensischen Bevölkerung. Die Krebsfälle und andere Krankheiten haben  als Folge der Verstrahlung stark zugenommen. Gegenden, die als sicher für das Vergraben von nuklearen Abfällen  bekannt sind, sind Masafer in der Nähe von Yatta und Daharieh; es gibt aber noch andere Orte. Es gab bei der 54. Generalkonferenz der Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien vom 20.-24. September 2010 noch andere Statements, die von mehreren Vertretern europäischer, westlicher und arabischer Länder abgegeben wurden. Bei diesen Statements wird die Doppelmoral bei der Anwendung des NPT-Schutzes für nukleare Waffen im Nahen Osten, Korea und Iran klar bewiesen. (NPT = Non proliferation Treaty –Nicht-Verbreitungsvertrag, Atomsperrvertrag)   uruknet.info,  5.10.10   http://www.uruknet.de/?p=70249 (dt. und gekürzt: Ellen Rohlfs)

 
 

Rassistischer Gesetzentwurf - Israels Bürger sollen künftig einen Loyalitätseid auf den »jüdischen Staat« leisten - Karin Leukefeld - Ein Gesetzentwurf des israelischen Justizministers Yaakov Ne’eman über die Änderung des Gesetzes zur Staatsangehörigkeit, wurde am Sonntag vom israelischen Kabinett gebilligt. Demnach sollen Menschen nichtjüdischer Herkunft künftig einen »Loyalitätseid« auf »Israel als jüdischen und demokratischen Staat« ablegen, wenn sie die israelische Staatsangehörigkeit beantragen. Auch Juden sollen einen solchen Eid leisten. Bisher mußten neue Staatsangehörige lediglich erklären, den Staat Israel und seine Gesetze zu achten. Ne’eman gehört der reaktionären Partei »Unser Haus Israel« von Außenminister Avigdor Liebermann an. >>>

Beschluss des israelischen Kabinetts - Einwanderer sollen auf jüdischen Staat schwören - Wer israelischer Staatsbürger werden will, soll künftig einen Treueschwur auf den jüdischen Staat leisten. Das beschloss das israelische Kabinett. Ministerpräsident Netanjahu verteidigte den umstrittenen Beschluss. Kritiker sprechen von Diskriminierung. - Clemens Verenkotte - Mit 22 zu acht Stimmen hat das israelische Kabinett unter Leitung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu beschlossen, von nicht-jüdischen Einwanderern einen Treueschwur auf Israel als einem "jüdischen und demokratischen Staat" zu verlangen. Bislang hatten Einwanderer ihre Loyalität gegenüber dem "Staat Israel" zu bekunden. >>>

Audio zur Sendung:  Israel verlangt Treueschwur von Immigranten [Clemens Verenkotte, ARD-Hörfunkstudio Tel Aviv]

 
 

Wieder in die Sackgasse? - Norman Paech - In den derzeitigen Nahostverhandlungen geht es um die gleichen Fragen wie vor zehn Jahren in Camp DavidVon Yasser Arafat ist der Satz überliefert, dass die zwei Wochen in Camp David für ihn schlimmer gewesen seien als die zwei Wochen Belagerung Beiruts und die israelischen Luftangriffe im Sommer 1982. Man sah es Arafat an, wie quälend diese 14 Tage im Juli vor genau zehn Jahren in der Klausur mit US-Präsident Bill Clinton und Ministerpräsident Ehud Barak gewesen sein mussten. Es ging zum wiederholten Mal um einen Friedensvertrag zwischen Israel und den Palästinensern, der nach dem Oslo-Abkommen von 1995 im September 2000 abgeschlossen werden sollte. Doch am 25. Juli 2000 war klar, dass auch dieser Versuch gescheitert war. >>>

 
 

Eine Friedensnobelpreisträgerin im Gefängnis -  Gideon Levy - Der Fotograf wurde neulich von den IDF-Propagandisten  geholt: Man sieht wie Mairead Corrigan-Maguire  vom entführten Rachel-Corrie-Schiff  im Hafen von Ashdod abgeführt wird und ihr, einer ehrenhaften Dame, dabei von einem Soldaten der moralischsten Armee geholfen wird, vom Schiff zu gehen. Es war nicht lange nach dem gewalttätigen  Überfall auf die Mavi Marmara. Und Israels Propagandisten beeilen sich, ihre billige Ware zu verkaufen, indem sie zeigen, wie Israel „wirkliche“ Friedensaktivisten behandeln – im Gegensatz zu den türkischen „Terroristen“ auf dem vorherigen Schiff. (...) Israel muss – wie Nord-Korea - etwas haben, um sein Besatzungsregime zu verbergen. Und deshalb hindert es Menschen mit Gewissen am Betreten des Landes, damit sie nicht nachher der Welt berichten können. Israel  hat – wie Nordkorea – Angst vor jedem, der versucht, gegen es zu protestieren oder sein Besatzungsregime zu kritisieren. Um der Sicherheit willen, wollen wir sie auch „Terroristen“ nennen, so wie wir fälschlicherweise auch die türkischen Aktivisten nannten. Das macht es für uns einfacher, sich mit ihnen zu beschäftigen. Ja, wir bevorzugen Terror, denn wir wissen, wie man mit ihm umgeht. All jene, die heuchlerisch den Palästinensern gewaltfreien Widerstand predigen, sollten besser einen Blick in das Gefängnis für Deportierte am Ben-Gurion-Flughafen werfen. So werden gewaltlose Demonstranten behandelt. Eine Friedensaktivistin wird dort festgehalten, eine Frau mit Gewissen, der es erst dann erlaubt wurde, ihre persönlichen Dinge zurück zu erhalten, nachdem das Distriktgericht von Petach Tikva intervenierte. Sie wartet auf den Bescheid unserer Justiz, dem Obersten Gerichtshof, der – man kann es erraten – auch nicht wagt, gegen die Deportation zu sein. Wenn das Gericht tatsächlich diesen skandalösen Akt heute aufrecht erhält – als Reaktion auf die Petition der Adalah-Organisation, dann werden wir >>>

 
 

Neu - inamo - Heft 32

Heft Nr. 62
Iran: Die Grüne Bewegung
Jahrgang 16, Herbst 2010,
64 Seiten
Erschienen 7. Oktober 2010

Mit Texten - u.a. -  von Bahman Nirumad, Asghar Schirazi, Ferexdoon Kavand, Ali Fathollah-Nejad und andere.

Zum Thema Palästina/Israel
Palästina neu erfinden: Iris Neidhardt ,  Überfall auf die Free Gaza Flotille - Völkerrechtliches Gutachten. - Norman Paech

Homepage >>>

 
 

Firas Maraghy, 07.10.2010 - PRESSEERKLÄRUNG - Vom 26. Juli 2010 bis zum 04.September 2010 habe ich mich vor der israelischen Botschaft im Hungerstreik befunden. Ziel dieses offenen Protests war es, meine im Dezember 2009 geborene Tochter Zaynab als Einwohnerin Ostjerusalems, sowie meine Ehe mit der deutschen Staatsbürgerin Wiebke Diehl zu registrieren. Zudem wollte ich gegen die Androhung israelischer Behörden, mir selbst mein Residenzrecht in Jerusalem zu entziehen, sollte ich im Mai 2011 nicht für mindestens eineinhalb Jahre dorthin zurückkehren, protestieren. Ich forderte von Anfang an ein sicheres Bleiberecht für meine Familie und mich in meiner Geburtsstadt und der Geburtsstadt meiner Väter und Vorväter. Diese Forderung steht in Einklang mit internationalem Recht, insbesondere mit Artikel 13 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Die Entscheidung, in den Hungerstreik zu treten, wurde nach Ausschöpfung aller uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten getroffen: nachdem die israelische Botschaft unser Ansinnen im April 2010 abgewiesen hatte, richtete sich meine Frau an Abgeordnete aller Fraktionen des Deutschen Bundestags, an das Auswärtige Amt und an das Bundeskanzleramt. Ich richtete mehrere Schreiben direkt an den israelischen Botschafter und bat ihn, sich mit der Angelegenheit zu befassen. Nachdem all unsere Versuche ohne Erfolg blieben, sah ich keinen anderen Weg, als einen Hungerstreik für meine elementarsten und international verbrieften Menschenrechte zu beginnen. Am 4. September beendete ich nach 41 Tagen, in denen ich nur Wasser zu mir genommen hatte, meinen Hungerstreik. Ich tat dies, nachdem mir unter Vermittlung von Herrn Polenz, dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestags und anderer Politiker, denen ich für ihre Mühen sehr dankbar bin, die israelische Botschaft einen Termin mit Herrn Arbel, dem Direktor des „Registration and Civil Status Department“ des Innenministeriums Israels, angeboten hatte. Ziel dieses Gesprächs, so wurde mir sowohl in einer Presseerklärung der israelischen Botschaft als auch in Gesprächen mit Mitarbeitern der Botschaft zugesichert, sei die Lösung meiner Angelegenheit. Die Anwesenheit meiner Tochter sei aber für ihre Eintragung unabdinglich. Da die bisherige israelische Praktik allerdings bewiesen hat, dass der Besitz einer ausländischen Staatsangehörigkeit die Eintragung von Kindern von Bürgern Jerusalems durch israelische Behörden häufig verhindert, baten wir um eine schriftliche Bestätigung, dass die – für eine Reise notwendige – Ausstellung eines deutschen Kinderreisepasses der Eintragung unserer Tochter als ständige Einwohnerin Jerusalems nicht entgegensteht. Eine solche schriftliche Garantie wurde uns zugesagt. Nachdem ich letzte Woche aus dem Krankenhaus entlassen wurde, wo ich mich unter anderem einer Mandel-Operation unterziehen musste, wurde uns nun gestern, am 06. Oktober 2010 mitgeteilt, dass für uns ein Termin mit Herrn Arbel für Dienstag den 12. Oktober um 10 Uhr vereinbart wurde. Nach langem Hin und Her wurde uns heute schlussendlich auch eine Verlautbarung des israelischen Innenministeriums zugesandt, die sowohl bestätigt, dass man mir mein Aufenthaltsrecht in Jerusalem nicht entziehen wolle, als auch, dass ein deutscher Pass der Eintragung unserer Tochter nicht entgegenstehe. Trotz der sehr kurzfristigen Mitteilung bezüglich des Termins und entsprechend hoher Flugkosten werden wir genannten Termin wahrnehmen. Auch Herr Polenz wird wie angekündigt in Jerusalem anwesend sein. Wir hoffen, dass unsere Mühen, die wir auf uns zu nehmen bereit sind, obwohl wir der Überzeugung sind, dass die israelische Botschaft in Folge der völkerrechtswidrigen Annexion auch für die Anliegen von Palästinensern aus Jerusalem zuständig ist, nicht umsonst sein werden. Wir haben unseren guten Willen bewiesen, indem wir Unannehmlichkeiten nicht nur finanzieller Natur auf uns genommen haben. Wir hoffen, dass auch die israelische Seite ihren guten Willen zeigt und so eine erneute Aufnahme meines Protests unnötig macht. Außerdem hoffen wir, dass die israelische Regierung ihre diskriminierende Politik gegenüber den Einwohnern Jerusalems aufgeben wird.  Firas Maraghy

Dokumentation - Hungerstreik Firas Maraghy -Israelische Botschaft Berlin >>>

 
 

My father in prison - At the moment, four of Bil’in’s villagers are in Israel jails on concocted evidence and the children of two of them were the focus of today’s protest. For many months now, Abdullah Abu Rahmah’s seven year old girl, Luma, has beeen marching in the protests holding up a placard of her jailed dad, drawing the awe and admiration of all who witness this spirited young girl doing her dad and Bil’in proud - Abdullah and his wife, Majida, have two other children: Lian (5) and nine-month-old baby Laith. Hero and inspiration of the village and the bravest man that I know, Adeeb Abu Rahmah has nine children and they are all suffering greviously, especially the youngest that are in the most need of his love and care: Tutu (4) and Falastine (8). >>>

 
 

 
 

Timeline & Inconsistencies Report - (pdf - 193 Seiten) Relating to the Gaza-bound - Freedom Flotilla Attack - International Bureau of Humanitarian NGOs (IBH) Friends of Charities Association (FOCA) >>>

 
 

Days before birthday, my son sees Gaza's horror - Rami Almeghari writing from the occupied Gaza Strip - Late on Monday night, 27 September, an Israeli drone spotted and killed three Palestinians near the Gaza-Israel boundary near the central Gaza Strip refugee camp of al-Bureij. This was just one of the frequent attacks Israel has launched on the coastal territory since its brutal three-week assault ended in January 2009. Israel claimed that the three victims had been preparing to fire projectiles into Israel when they were killed. >>>

 
 

Eine Westbank Story mit Shady, unserem Führer am letzten Tag durchs Dheishe Flüchtlingslager. Mit diesem 35 Minuten-Video können Sie auch Ihre Bekannten ein bisschen an der Reise teilnehmen lassen

Introduction - This 35 minute film presents the views of three Palestinians living in the Dheisheh refugee camp in the West Bank. The Dheisheh camp was established in 1949 within the municipal boundaries of Bethlehem on 430 dunums. It has a registered population of 12,045 of which approximately 6,000 are children. The camp's residents were particularly active during the intifadah. The Israeli authorities built a fence around the camp and a metal turnstile for the main entrance, which were in place for almost eight years to prevent stone throwing at passing Israeli cars on the main Jerusalem-Hebron road. In 1995, the camp came under Palestinian Authority control, and the fence has since been removed. The film offers tours of a disused Israeli military base, the Dheisheh camp and the Ibdaa (Innovation) cultural centre at Dheisheh which promotes cultural activities including a dance troupe and basketball team. - Palestinian refugees - Palestinian refugees and internally displaced Palestinians represent the largest and longest-standing case of displacement in the world today. >>>                Play video >>>                 Vertreibung der Palästinenser >>>

 
 

Moshe Machover: Why I am not an Israeli peace activist - Moshe Machover - As the desultory “peace process” meanders from pointless appointment to meaningless meeting between heads of the Israeli settler state and the authorityless Palestinian Authority, with the US playing the part of dishonest broker, there can no longer be any lingering doubt that this is a charade staged by charlatans. >>>

 
 

Injustice in three dimensions - Robert Fiske--In a deeply moving letter to his granddaughter, he describes his own partial conversion when, after being long convinced that "we Jews had arrived where we belonged", he had to drive a tractor out of his kibbutz, turning right at the gate and dumbing rubbish in a pile of garbage down the road. "I decided to turn left and take the tractor towards the border � a route that was rarely taken, and somewhat forbidden, by anyone in the kibbutz.

 
 

Rhythms of resistance samba band arrive to red carpet reception. Protest against BT which is partnered with Bezeq - an Israeli company providing telecommunications services to Illegal settlements and military checkpoints in the occupied Palestinian West Bank. Critical mass join party later on.

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 


10.10.20100
 

 

Natan Zach: Wenn ich ein besserer Schwimmer wäre, würde ich nach Gaza schwimmen.  - Die Knesset ist in der Offensive, da einer von Israels führenden  Dichtern seine Absicht verkündet hat, sich der nächsten Flotille nach Gaza anzuschließen. Natan Zach verurteilte die Regierung und sagte, er sei bereit, sich Aktivisten anzuschließen, die versuchen, Gaza mit dem Schiff zu erreichen. Er fügte hinzu, dass während er Deutschland besuchte, er Zeuge einer großen Demo wurde, bei der Israel als „Apartheidstaat“ bezeichnet wurde. „Ich möchte nicht in solch einem Staat leben,“ sagte er. Zach sagte zu Ynet, dass er nicht verstehe, warum seine Statements  solch einen Aufruhr verursachen. „Ich möchte jeden daran erinnern, dass sich meine Meinung während der letzten 20 Jahre nicht verändert hat. Als ich 1978 aus England zurückkam, habe ich im TV gesagt, dass ich nie die Grüne Linie überschreiten und dort einen Besuch machen werde und dass ich nicht will, dass meine Bücher dort verkauft werden. Ich werde nie auf besetztem Gebiet sein.  Zach verurteilte die Regierung und drückte seine Sorge aus, dass dies Israel in den Krieg und in Blutvergießen führen wird. Ich will nicht, dass noch mehr Menschen ohne Grund getötet werden. Wenn ich ein besserer Schwimmer wäre, würde ich nach Gaza schwimmen. Es gibt Dinge, die dort gemacht werden müssen, wie z.B. die Entlassung von Gilat Shalit. Aber wir haben den Jihad mit unserer Verweigerung nur angeheizt,“ sagte er. Ich kümmere mich nicht um die Araber. Zach erklärte weiter, dass seiner Meinung nach die einzig mögliche Lösung der augenblicklichen Situation ist, dass das israelische Volk aufwacht, die jetzige Regierung stürzt und eine Regierung des Friedens an ihrer Stelle setzt, um uns selbst zu retten, nicht die Araber. Ich kümmere mich nicht sehr um die Araber. Wie können wir uns mit der arabischen Welt in alle Ewigkeit anlegen?“ fragte er. Als Reaktion darauf rief das Knessetmitglied Miri Regev (Likud) dazu auf, dass Zachs Gedichte aus den israelischen Schulbüchern entfernt werden sollten, wenn er tatsächlich an einer Flotillenfahrt nach Gaza teilnehmen sollte. Sie sagte zu Ynet: Wir wollen nicht, dass Israels Schüler an Examen teilnehmen, das Gedichte eines Mannes  mit Doppelmoral einschließt; sie wolle dieses Problem vor den >>>  

 
 

Nichts hat sich verändert -  Gideon Levy - Der Akt der Buße, mit dem wir gerade beschäftigt sind, nachdem  kürzlich Dokumente über den Yom Kippur-Krieg frei gegeben wurden, ist nichts andres als ein hohler heidnischer Ritus. Auf einmal  erfahren wir, dass Golda Meir eine Operation  gegen Syrien für unvernünftig hielt und die Welt für  „verachtenswert“ ; der Verteidigungsminister Moshe Dayan rief dazu auf, verletzte Soldaten auf dem Schlachtfeld zu lassen und war  zutiefst deprimiert; und Israels Stabschef der IDF David Elazar log die Öffentlichkeit an. Wir geben beim Diskutieren über die Fehler von 1973 nach, da wir uns einbilden, sie gehören längst der Vergangenheit an. All die verantwortlichen Parteien leben nicht mehr, aber die Themen leben noch und schlagen um sich. Die Winde von 1973 blasen noch heute heftig, und nichts hat sich verändert. Tatsache ist, dass heute  Goldas Erklärungen und >>>

 
 

Palästinenser im Siedlungsbau - Guter Job, verhasster Job - Ulrike Putz - Fliesenlegen für den Feind: Wie viele tausend seiner Landsleute hat der palästinensische Bauarbeiter Haitham Asfur einen politisch höchst heiklen Job. Er baut ausgerechnet die umstrittenen jüdischen Siedlungen, die dem Friedensprozess im Weg stehen. (...) An einigen Tagen muss er seinen Stolz hinunterschlucken, um bis Feierabend durchzuhalten. "Bestimmte Bauherren nutzten die Gelegenheit, uns einen Vortrag zu halten", sagt Asfur. Dann ergingen sich die Siedler darüber, dass das umliegende Land ihnen gehört, dass die Palästinenser in diesem Land, das den Juden von Gott versprochenen sei, nichts zu suchen hätten. "Ihr müsst hier weg", hört Asfur dann. >>>

 
 

Der Sohn seines Vaters -  Uri Avnery - WER IST der wirkliche Netanyahu? -

-          Bibi, der Schwächling, ohne Rückgrat, der jedem Druck  nachgibt und der einmal nach links und einmal nach rechts geht, je nachdem, woher der Druck kommt, ob aus den USA oder von seinem Koalitionspartner ?

-          Der  trickreiche Likudchef, der fürchtet, dass es Avigdor Ivett Lieberman gelingt, ihn ins Zentrum zu stoßen und ihn als den Führer des ganzen rechten  Flügels zu ersetzen?

-          Netanyahu, der Man der Prinzipien, der entschlossen ist, um jeden Preis das Errichten des Staates Palästina zu verhüten und deshalb jede mögliche List anwendet, um wirkliche Verhandlungen zu verhindern?

 Der wirkliche Netanyahu – steh auf!
He, Moment mal!, was geht hier vor?  Sehe ich, wie alle drei sich erheben?
DER ERSTE Netanyahu ist derjenige, der sichtbar wird. Wie ein Blatt im Wind. Der Schwindler ohne Prinzipien und mit einer Menge Tricks, dessen einziges Ziel es ist, an der Macht zu bleiben.  Dieser Netanyahu lädt praktisch dazu ein, ihn unter Druck zu setzen.  Barack Obama  setzte ihn unter Druck, also stimmte er für das Einfrieren  des Siedlungsbaus – oder den  wahrgenommenen Stop des Siedlungsbaus. Um eine Krise mit den Siedlern zu vermeiden, versprach er ihnen, dass nach den abgestimmten zehn Monaten der Bauboom mit voller Kraft wieder aufgenommen werden würde.
 Die Siedler setzten ihn unter Druck, und tatsächlich, er nahm  den Bau zur angegebenen Zeit wieder auf, trotz des intensiven Druckes von Obama, der ihn dahin brachte, das Moratorium um zwei weitere  Monate zu verlängern. Warum zwei Monate?  Weil die Kongresswahlen am 2. November stattfinden, und Obama  bis dahin eine Krise  mit dem jüdischen Establishment verzweifelt zu vermeiden wünscht. Dafür  ist er bereit, Netanyahu  >>>

 

Glaubensschnüffler am Werk? - Erhard Arendt - (..) Die kürzlich stattgefundene Solidaritätsfahrt der „Irene“ erfuhr ebenfalls eine weltweite Beachtung, sogar die deutschen Medien und die Springerpresse stiegen in die Berichterstattung darüber ein. Das konnte den angeblichen „Freunden Israels“ nicht gefallen. Da musste man gegensteuern. Natürlich steigt da an erster Stelle wieder einmal unser Großmeister Henryk M. Broder in die Bütt und versucht abzulenken. Broders Auseinandersetzung mit der unrechtmäßigen Besatzung Palästinas, dem täglichen Landraub, Mord, den rassistischen Siedlern, dem Überfall auf die Free Gaza Flotille reduziert sich – ein Schelm wer Absichten vermutet - auf die Fragestellung, ist Frau Dr. Edith Lutz Jüdin oder nicht. Sicherlich geschickt  >>>

Nachtrag - 10.10.2010 -: Zeigt sich beim Henryk M. Broder nun auch Judenhass? In einer Reaktion auf die unten stehenden Presserklärung der Jüdischen Stimme (siehe unten) schreibt er: "Es gehört zur Praxis obskurer Sekten, die zur Rettung der Welt angetreten sind, um den heißen Brei herumzureden." Da die jüdische Stimme nur ein  Verein ist,  kann er nur das Judentum meinen. Also, das Judentum in all seinen Schattierungen ist eine "obskure Sekte"? Ansonsten, was für ein fragwürdiger Geselle er ist, hat das nicht nur das Berliner Landgericht festgestellt. Hat ihm übrigens der Chef des Mossad für seine neue Aktion gratuliert? Im übrigen, um den "um den heißen Brei herumzureden" kann wohl eher er meisterlich. Der heiße Brei heißt Gaza, heißt Palästina.
Mit seinem Wunschdenken zeigt Broder auch wieder mal die eigentliche Absicht seiner Aktion: "
Nun muss der Törn der “Irene” aus den Protokollen der “Jüdischen Stimme” gestrichen werden" Das es Broder mit dem Denken schwer hat, weiß ja nun mittlerweile jeder der Denken kann und will. Die "Törn der Irene" hat seine Bedeutung gehalten, auch wenn es den "Protokollen des nicht weisen von der "Achse des Guten" nicht gefällt.


Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e. V. - Stellungnahme vom 07.10.2010 zum Artikel „Von Heine nach Gaza“ - verfasst von Henryk M. Broder
in „Der Tagesspiegel“ vom 05.10.2010 http://www.tagesspiegel.de/medien/von-heine-nach-gaza/1949094.html

Die „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ unterstützt die internationalen Bemühungen, die israelische Blockade von Gaza zu durchbrechen. Der jüngste Versuch von Juden aus Israel, Europa und den USA, mit dem Schiff „Irene“ Gaza auf dem Wasserwege zu erreichen, wurde wie alle vorangegangenen Versuche unterbunden.

„Irene“ wurde unter der Gewalt der israelischen Marine gekapert und in den israelischen Hafen von Ashdod abgeschleppt. Das „Jüdische Schiff“ drückte die Ablehnung der inhumanen und völkerrechtswidrigen Politik der israelischen Regierungen in Gaza sowie die Empörung von Juden aus aller Welt aus.

In unserer Vereinigung schließen sich Juden, die in Deutschland leben, zusammen. Unsere Satzung gibt vor: "Mitglied der Jüdischen Stimme kann jede natürliche und juristische Person jüdischer Herkunft werden, die den Vereinszweck zu unterstützen bereit ist.
Personen jüdischer Herkunft müssen mindestens einen jüdischen Elternteil haben oder zum Judentum übergetreten sein.“ Bisher haben wir es nicht für nötig befunden, die Angaben neuer Mitglieder bei ihrer Aufnahme zu überprüfen. Wir vertrauten auf ihre Richtigkeit.

Edith Lutz, war bis heute Mitglied unserer Organisation. Sie initiierte das Vorhaben „Jüdisches Schiffs für Gaza“, dem unsere englische Schwesterorganisation „Jews for Justice for Palestine“ den Namen „Irene“ (Frieden) gab. Diese Aktion haben wir, ebenso wie die anderen jüdischen Organisationen unterstützt, da uns das damit ver-bundene politische Anliegen wichtig ist.

Ob Edith Lutz Jüdin nach dem jüdischen Gesetz ist oder nicht ändert nichts an der Richtigkeit des Versuchs, die Gaza-Blockade durchzubrechen.

Gleichwohl wird unsere Organisation aus dem jüngsten Vorfall Lehren ziehen. Der Namen „Jüdische Stimme“ sowie der durch viele Aktivitäten erworbene gute Ruf bleiben politisch wichtig.

Wir bedauern, dass die Kritiker unserer Positionen uns ausschließlich mit Angriffen bedenken und keinen Weg finden, sich mit uns sachlich auseinanderzusetzen.

Wir wünschen uns von unseren Widersachern Mut zu einer offenen Diskussion so, wie sie in einer demokratischen Zivilgesellschaft üblich ist.

Um niemanden im Zweifel zu lassen: Wir werden auch künftig alles in unseren Kräften Stehende tun, um die israelische Blockade von Gaza zu Fall zu bringen.

Berlin, 07. 10. 2010      
Quelle

 

Ärzte für Menschenrechte (PHRI) - Physicians for Human Rights - Die Ärzte für Menschenrechte (Israel) erhalten 2010 den  Right Livelihood Award - „… für ihren unbeugsamen Willen für das Recht auf Gesundheit für alle in Israel und Palästina.“ Die Ärzte für Menschenrechte (PHRI) sind eine Organisation von israelischen und palästinensischen Ärzten, die an der vordersten Front des Kampfes für Menschenrechte stehen , besonders für  das Recht auf Gesundheit in Israel und in den besetzten Gebieten. PHRI  nimmt Einfluss auf den Staat Israel und fordert, dass alle Bewohner Israels und Palästinas denselben Zugang und dasselbe Recht auf Gesundheitsfürsorge haben ohne Rücksicht auf ihren rechtlichen Status, Nationalität, Volkszugehörigkeit oder Religion. PHRI lässt auch  den Bewohnern Israels und der besetzten Gebiete  Gesundheitsdienste zukommen, die sonst keine genügende Gesundheitsversorgung erhalten. - PHR’ s Auftrag - Die „Ärzte für Menschenrechte“ wurden 1988 zu Beginn der Intifada von Dr. Ruchama Marton  gegründet; sie motivierte israelische und palästinensische Ärzte von der Überzeugung, dass jede Person das Recht auf Gesundheit im weitesten Sinne des Wortes hat, wie es  durch die Prinzipien der Menschenrechte, der sozialen Gerechtigkeit und medizinischen Ethik bestimmt ist. PHRIs Aktivitäten sind eine Mischung von direkter medizinischer Hilfe und Gesundheitsdiensten  (durch ihre Kliniken) gegenüber benachteiligten Bevölkerungsgruppen und Kampagnen gegen bürokratische Beschränkungen, die diese Bevölkerungsgruppen daran hindern, die  üblichen Gesundheitsdienste zu bekommen, und gegen die Politik und Unterdrückung, die diese Nachteile   >>>

 
 

Nahost-Friedensverhandlungen vor dem Aus - Haupthindernis bleibt das Siedlungsbauprogramm - Es gab einige Stimmen in der US-Regierung und in Israel, die darauf hofften, dass Netanjahu die Gelegenheit nutzen könnte. Kein linker "Softie", nur ein rechter "Hardliner" wie Netanjahu habe das nötige Gewicht und die Rückendeckung, um bei Friedensverhandlungen mit Palästinensern zu Ergebnissen zu kommen, die tatsächlich in Israel auch akzeptiert werden, so lautet das oft gehörte Argument. Der derzeitige Stand der Verhandlungen gibt aber wieder einmal den Skeptikern recht: Sie stocken. Und es sieht nicht danach aus, als ob der US-Regierung unter Obama das Kunststück gelingen würde, das Vorgängerregierungen auch nicht geschafft hatten. Die Hoffnung, die US-Vertreter auf Netanjahu gesetzt hatten - und wahrscheinlich auch ein größerer Teil der israelischen Bevölkerung -, bestand darin, dass er die Siedler überzeugen könnte, zugunsten der Friedensverhandlungen auf Forderungen zu verzichten. Dazu waren sie nicht bereit. Und Netanjahus Statur, Einfluss oder sein politischer Wille waren offensichtlich doch nicht groß genug >>>

 
 

 
 

 
 

The Israel lobby's shame - The Israel lobby has many detractors for a host of reasons, however their actions have also caused great harm to Israel. - MJ Rosenberg - Reading David Grossman's To The End Of The Land led me to wonder why J Street is lambasted for accepting support from George Soros while the "pro-Israel" lobby is never called upon to account for supporting policies that have produced so much grief and mourning in Israel. >>>

 


99
.10.2010
 

 

 Eine Drohne geht auf Reisen - Kommentar  des Monats Oktober 2010 - Evelyn Hecht-Galinski - Monatskolumne aus dem hinteren Kandertal

Von Israel lernen, heißt von eigenen Verbrechen abzulenken, indem nicht mehr über die „Taten“ berichtet und verhandelt wird, sondern nur über Nebensächlichkeiten. Untersuchungen zu Gaza, wie der Goldstone-Report, oder über das Marvi Marmara Gemetzel mit 9 ermordeten Aktivisten, landen auf dem Abstellgleis, um Israel zu schonen. Israelische rassistische Ausfälle werden bei uns toleriert bzw. negiert, siehe die Behandlung z.B. der äthiopischen Juden in Israel, die Ausfälle israelischer Parlamentarier in der Knesset, wenn dort z.B. ein Mitglied namens Ben Ari dazu aufruft, für jeden getöteten Israeli 500 Palästinenser zu töten - ebenso die Rabbiner, die öffentlich zum Töten der Palästinenser auffordern. Lieberman hat gesiegt! Das rassistische „Loyalitätsgesetz“ des „Jüdischen Staates“ ist von Netanjahu akzeptiert worden. Der jüdische „Gottesstaat“ wird Wirklichkeit. Damit ist der Satz „Israel will alles, nur keinen Frieden“ noch aktueller, genau wie die Unwahrheiten, gestreut von Israel  über „Frieden mit Syrien“ – dieser ist ferner denn je! Wir nehmen es hin, wenn ein Außenminister Lieberman in seinem englisch-moldawisch seine unerträglichen Hass- und Hetztiraden vor der UN loslassen kann. Warum, frage ich, verließen daraufhin nicht alle EU-Außenminister und der US-Vertreter die Sitzung? Warum dämonisiert man immer nur den iranischen Staatspräsidenten Ahmadineshad, der nur unbequeme Wahrheiten ausspricht? Es ist eine Schande, wie wir als so genannte westliche Demokratien an dieser Ungleichbehandlung mitwirken. Es wäre endlich unsere verdammte Pflicht den „Jüdischen Staat“ Israel zu stoppen. Wie lange wollen wir das Spiel der „einzigen Demokratie“ im Nahen Osten noch mitspielen? Lieberman spricht doch nur das aus, was die ganze israelische Politik ständig vorführt. Wir unterstützen so genannte Friedensverhandlungen mit einer israelischen Regierung, die weiter siedelt, blockiert und mordet. Der Gegenpart ist ein „zahnloser“ palästinensischer Präsident ohne Mandat. Der Kaiser ohne Kleider. >>>                           Collage E. Arendt - vergrößern und mehr >>>>

 
 

Staatengemeinschaft will "Alternativen zum Friedensprozess" formulieren - Die Arabische Liga hat am Freitag in der libyschen Hauptstadt Sirte keine direkte Empfehlung an die Palästinenser ausgesprochen, ob sie die Verhandlungen mit Israel fortsetzen sollen oder nicht. Die Staatengemeinschaft will jedoch "Alternativen zum Friedensprozess" formulieren, kündigte Generalsekretär Amr Moussa an, denn die direkten Verhandlungen trügen keine Früchte. Die Liga werde den Palästinensern jedoch nicht vorschreiben, wie sie weiter vorgehen sollten. Die "Alternative" könnte, so Beobachter, in der Ankündigung bestehen, in absehbarer Zeit einen Palästinenserstaat auszurufen. >>>

 
 

Seit 1991 bietet die palästinensische Nichtregierungsorganisation Ashtar intensive Theaterprogramme für Jugendliche an. Mit innovativen Theaterproduktionen entwickelten die jungen Schauspieler eine Professionalität und spielen heute weltweit ihre Stücke. - ASHTAR wurde 1991 in Jerusalem als gemeinnützige Organisation 1991 von den prominenten palästinensischen Schauspielern Edward Muallem und Iman Aoun gegründet. Seitdem bieten sie einerseits kontinuierlich Theaterspiele, -thearapie und -training für junge Leute an und produzieren andererseits professionelle Produktionen, die mittlerweile weltweit auf Tour gehen. Von den Büros in Jerusalem, Ramallah und Gaza Stadt bringen sie mit Kreativität und Engagement die Idee von Wandel durch eine starke kulturelle Identität in alle Bevölkerungsschichten. Wenn Menschen nicht zu ihnen kommen können, dann bringen sie ihre Bühne auch in entlegendste Gebiete. >>>

 



Barack Obama der „Drohnenkrieger“ - Dr. Ludwig Watzal - Pakistan hat die Faxen dicke mit den US-amerikanischen Drohnenangriffen gegen seine Soldaten und mutmaßliche „Taliban“ auf seinem Territorium. Bei diesen Angriffen, die von Militärstützpunkten in den USA gesteuert werden, kommen nach pakistanischen Angaben bis zu 90 Prozent Zivilisten zu Schaden. Die Tötung überwiegend Unschuldiger durch unbemannte, ferngesteuerte Flugkörper ist rechtlich mehr als fragwürdig. Verfügt die pakistanische Armee nicht über ein Luftabwehrsystem, um den pakistanischen Luftraum und die Souveränität des Landes zu verteidigen? Erst kürzlich hat Pakistans Generalstabschef, General Mirza Aslam Beg, gefordert, die Drohnen abzuschießen. Mit der Ausweitung des „Krieges gegen den Terror“ unterminieren die westlichen Besatzungstruppen die politische Stabilität eines bereits strauchelnden Landes weiter. Folglich gibt es in Pakistan einen Anti-Amerikanismus, der sich fast der 100-Prozent-Marke nähert. >>>

 

 

Soziale Rechte und Demokratie statt Sprechblasen zum Thema Integration - Presseerklärung - Sevim Dagdelen - „Das Versagen in der Integrationspolitik ist hausgemacht. Statt Maßnahmen zur Verbesserung der sozialen Lage der Migrantinnen und Migranten zu ergreifen, wurden Einbürgerungen und der Ehegattennachzug erschwert. Der Zugang zu Integrationskursen wird aktuell für die bereits länger hier lebenden Migrantinnen und Migranten eingeschränkt. Zudem verzögert die Bundesregierung seit Jahren die Anerkennung ausländischer Abschlüsse und sorgt damit für eine Dequalifizierung vieler Migrantinnen und Migranten", erklärt Sevim Dağdelen, migrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE anlässlich der Debatte im Deutschen Bundestag zum 8. Bericht über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland. Dağdelen weiter >>>

 
 

 
 

John Mearsheimer on the State of the Israel Lobby [Fall, 2010] - Interview with John Mearsheimer Video- Journal of Palestine Studies "Cléa Thouin, assistant editor for the Journal of Palestine Studies, interviews John Mearsheimer on "The State of the Israel Lobby and Obama"

 
 

Re-trial Begins In The Case Of Rachel Corrie, Killed By Israeli Forces In `03 - Saed Bannoura - IMEMC News "On Thursday morning, the District Court of Haifa began the re-trial of a case they had concluded in March: an Israeli judge ruled that the Court should hear further evidence about Rachel Corrie who was killed by an Israeli armored bulldozer in 2003."

 
 

Israeli Settlers Uproot Olive Trees In Nablus - Sandy Khair - IMEMC & Agencies "On Wednesday afternoon,Israeli settlers cut down dozens of olive trees and looted the harvested fruits from villages of Yanoun and Hawwara near the city of Nablus."

 
 

The olive Harvest in Palestine starts in early October and lasts almost two months

The olive tree is a national symbol for Palestinians. As thousands of olive trees have been bulldozed, uprooted and burned by Israeli settlers and the military – (over half a million olive and fruit trees have been destroyed since September 2000) – harvesting has become more than a source of livelihood; it has become a form of resistance.

 
 

Ruins of An Ancient City Discovered in the Gaza Strip - The Youtube title may be deceiving. This is not the ancient Gaza city, rather an ancient city discovered near Rafah, a town within the Gaza strip. The ancient city of Gaza is located where Gaza is right now and it too has huge tunnels underground (Large enough for a few horses and carriages to be driven inside them) used for the defense of the city thousands of years ago. >>>

 
 

Destroying livelihoods in East Jerusalem - East Jerusalem, the large swathes of occupied Palestinian land Israel has annexed to the Jerusalem Municipality, sees some of the most intensive demolition and settlement activity in the occupied Palestinian territories. The authorities work with settler groups to create a demographic reality favouring Jews at the expense of Palestinians. This is done through settlement expansion, bureaucratic discrimination, and demolition of Palestinian owned properties - even animal shelters. >>>

 


8.10.2010
 

 

Südafrika als Vorbild für Israel - Der Rabbiner und Friedensaktivist Jeremy Milgrom spricht zum Nahostkonflikt - Peter Dietrich - Wer war schon in Israel oder Palästina? Die Mehrzahl der 50 Zuhörer im katholischen Gemeindehaus St. Ulrich in Kirchheim hob bei der Frage des Rabbiners und Friedensaktivisten Jeremy Milgrom die Hand. Die Ortsgruppe Kirchheim von Pax Christi und die Zukunftswerkstatt Kirchheim hatten Milgrom eingeladen, über den Nahostkonflikt zu sprechen. Er tat es mit nachdenklichen, aber sehr klaren Worten. >>>

 

Friedlicher Widerstand in der Westbank, 1. Oktober 2010
bearbeitet von Martina Lauer

 Bil’in: Israels Besatzung macht Frieden unmöglich -  Eine multinationale Gruppe von Solidaritätsaktivisten aus Irland, Japan und Israel machte sich  mit örtlichen Palästinensern in Bil‘in zum Protestmarsch gegen die israelische Mauer und die militärische Besatzung auf. 

Zuerst verlief die Demonstration friedlich,  irische Aktivisten sangen, andere öffneten den Schlagbaum vor dem Trennzaun/Mauer und befestigten einen Banner und Flaggen im Draht. Aber nach einigen Minuten war die Demo zu friedlich für die IDF und der Tränengasbeschuss begann, erst in geringerer Dosis, einige Jugendliche warfen ein paar Steine als Antwort zurück. Sobald es jedoch Teilnehmern gelang, zwei nicht-explodierte Gaskanister den  rechtmässigen Besitzern zurückzuerstatten und sie in scharfe Gaswolken einzuhüllen, begann der Angriff auf die Menge. Soldaten schossen Tränengaskanister auf die sich zurückziehenden Demonstranten, von denen einige wegen Atemnot behandelt werden mussten. Jugendliche warfen Steine im Gegenzug, trafen auch einen der ihren am Kopf. Niemand wurde verhaftet.

Bilin Weekly Demo 01-10-2010

Iyad Burnat: Bil’in, Modell des Widerstandes gegen die Mauer -  In der besetzten palästinensischen Westbank trennt die israelische Mauer Palästinenser von ihren Heimen und Feldern. Die Konstruktion dieser Mauer isoliert 29 palästinensische Orte von der restlichen Westbank mit ihren 138 Dörfern  und schliesst sie auf der israelischen Seite der Mauer ein. Dieses Land ist sehr fruchtbar und verfügt über zentrale Wasserreservoirs. Ein Grossteil des konfiszierten Landes umgibt Jerusalem.

Die Konfiszierung von palästinensischem Land dient der Konstruktion und Ausdehnung von illegalen israelischen Siedlungen jenseits der „Grünen Linie“. Palästinenser dürfen in diesen Kolonien für jüdische Siedler nicht leben und können die Siedlerstrassen nicht benutzen. Barrieren und Checkpoints teilen das palästinensische Land weiter  in Inseln und Kantone auf. Die „Fakten vor Ort“ sind nicht vereinbar mit der Schaffung eines lebensfähigen  palästinensischen Staates mit einem zusammenhängenden, einheitlichen Staatsgebiet. Diese Situation hat eine starke, weitverbreitete Widerstandsbewegung wie in Bil’in hervorgebracht.

Die Annexionsmauer hat die Wirtschaftsresourcen des Dorfes erheblich geschwächt. Das den Einwohnern zugänglich gebliebene Land auf der östlichen Seite der Mauer ist zum grossen Teil bebaut. Die Dorfbewohner standen vor der Alternative, entweder Land von Nachbardörfern zu erwerben oder nach Ramallah oder ins Ausland auszuwandern („freiwillige Migration“). Für Familien in Bil’in bedeutete dies, entweder in armseligen, von der Besatzung geschaffenen Bedingungen in der untersten Armutsgrenze zu leben oder „freiwillig“ abzuwandern. Die Dorfbewohner wiesen beide Alternativen zurück und begannen, den zivilen Widerstand aufzubauen, um den Zugang zu ihrem Land wiederzugewinnen. Bil’ins Dorfbewohner werden nicht aufhören, bis sie die Demolierung dieser Mauer und der illegalen Siedlungen auf ihrem Land sehen.

 Auszug aus Bil’in, Modell des Widerstandes gegen die Mauer, von Iyad Burnat, Bürgerkomitee Bil’in
 
www.maannews.net/eng/ViewDetails.aspx?ID=321483

 

 Al Ma’asara: IDF bekämpft Clowns mit Tränengas - Am Freitag nachmittag versammelten sich einige dutzend Demonstranten, Dorfbewohner, internationale und israelische Aktivisten im Dorf Al Ma’sara bei Betlehem, in Erinnerung an den 10. Jahrestag der Zweiten Intifada und die seit 500-Tagen andauernde Isolationshaft des Generalsekretärs der  PFLP. Obwohl die israelische Armee diese Woche besonders aggressiv vorging, wurde niemand ernstlich verletzt.

Am Ausgang des Dorfes erwarteten Soldaten der israelischen Armee und Grenzpolizisten die Demonstranten in vier Jeeps. Hatten auch schon ein Seil auf der Strasse ausgelegt, um ihnen vor Augen zu führen, dass der Protestmarsch hier beendet sei. Zwei Soldaten stiegen dann aus einem Jeep und forderten die Auflösung der Demonstration an diesem Punkt. Erste Tränengas- und Schockgranatensalven bekräftigten diese Forderung, konnten die Teilnehmer aber nicht davon abhalten, nach Auflösen der Tränengaswolken den Protest fortzusetzen. Zwei örtliche Organisatoren der Kampagne gegen die Apartheidmauer forderten die Palästinensische Autorität zum Rückzug aus den Friedensversammlungen auf und baten die internationale Gemeinschaft, sich bei Israel für die Freilassung von allen politischen Gefangenen einzusetzen. Danach erklärten die Sprecher das Ende der Demonstration.

Einige Aktivisten hatten eine Zirkusvorstellung für die Kinder des Dorfes geplant und ca. fünfzehn Kinder versammelten sich, um einen Auftritt von zwei Clowns vom „Boomchucka Zirkus“ aus England zu sehen. Das Vergnügen wurde nach einer Viertelstunde beendet, als die Soldaten und Grenzpolizisten zurückkehrten und Tränengaskanister auf die grossen und kleinen Zuschauer warfen und schossen, sie ins Dorf verfolgten und dort Gärten und Strassen in Tränengaswolken hüllten.

Das Dorf Al Ma’sara protestiert seit November 2006 in friedlichen Demonstrationen gegen die israelische Mauer und die Erweiterung der naheliegenden israelischen Kolonie Gush Etzion.
http://stopthewall.org/latestnews/2370.shtml
http://palsolidarity.org/2010/10/14795/
http://www.awalls.org/the_attack_on_clowns_in_maasaram_and_more_weekend_demonstrations

 

Awarta: Brandstiftung vor der Olivenernte - Zwei Siedler von der israelischen Siedlungskolonie Itimar legten am 1. Oktober ein Feuer in einem Olivenhain, der einer Familie aus  dem Dorf Awarta im Distrikt von Nablus gehört. Augenzeugen aus Awarta beobachteten, wie ein Wagen um die Mittagszeit neben dem Feld anhielt und zwei Männer das Feuer setzten. Wenige Minuten später war die israelische Armee (IOF) zur Stelle und hinderte Mitglieder des Dorfrates und Bewohner daran, den Brand zu löschen. Dorfbewohner alarmierten die palästinensische Feuerwehr, die mit Löschfahrzeugen ankam, aber von der IOF gezwungen wurde, eineinhalb Stunden mit dem Löschen zu warten, während das Feuer einen Grossteil der Olivenbäume zerstörte.

Hassan Awwad, Mitglieder des Dorfrates und Bürgerkomitees von Awarta erklärte, dass der Zeitpunkt die Brandstiftung so geplant war, dass die Olivenbäume kurz vor der Ernte zerstört wurden, um durch den unmittelbaren Verlust der Ernte  einen grösstmöglichen Schaden für den Bauer zu verursachen. Die Angriffe der Siedler finden unter dem Schutz  der Besatzungsarmee statt und wurden diese Woche fortgesetzt, als Siedler im Distrikt Nablus Olivenbäume fällten und die Olivenernte von zahlreichen Bäumen stahlen.
http://stopthewall.org/latestnews/2369.shtml
http://www.imemc.org/article/59556

 

Ni’lin: Zugang zu Olivenhainen hinter der Mauer verboten - Seit mehr als zwei Jahren, vor allem seit dem Bau der Mauer, hat Israel keinem der Dorfbewohner von Ni’lin eine Erlaubnis gegeben, die Oliven in den Hainen jenseits der Mauer zu ernten. Dies und der 10. Jahrestag der Alaqasa-Intifada waren das Thema der wöchentlichen Demonstration am 1. Oktober in Ni’lin gegen die Apartheidmauer und die israelischen Siedlungen auf palästinensischem Land.

Nach dem Gebet unter Olivenbäumen, die nach Ansich der israelischen Armee in einer „geschlossenen militärischen Zone“ stehen, machten sich Dorfbewohner, internationale und israelische Unterstützer in der Mittagshitze auf den Weg zur Mauer, wo sie ihren Protest gegen die Landannexion und die Verfolgung von Aktivisten aus dem Dorf, vor allem Ibrahim Amireh, Hassan Mousa und Zaydoon Srour durch Rufen (und einigem symbolischen Steinewerfen) zum Ausdruck gaben. Eine Gruppe von Soldaten kam aus dem Tor gerannt, schoss Tränengas in die Menge und versuchte, einige Demonstranten einzufangen, es kam aber weder zu Verhaftungen noch zu ernstlichen Verletzungen.
http://supportibrahim.com/
http://www.awalls.org/the_attack_on_clowns_in_maasaram_and_more_weekend_demonstrations

 

Ni’lin: Vier festgenommen in IDF-Razzia - Montagnacht führte die israelische Armee eine Razzia mit ca. 50 Soldaten auf mehrere Häuser im Dorf durch und verhaftete vier Männer.

Die Soldaten schlichen sich von vier Seiten zu Fuss an das Dorf an, umstellten ein Haus und positionierten überall Scharfschützen, um Fluchtversuche zu verhindern. Die Bewohner wurden gewarnt, ihre Häuser nicht zu verlassen.

Die Soldaten brachen in das Haus von Muhammed Ahmed Amireh ein,  dessen Bruder 2008 von gummiummantelten Stahlkugeln tödlich verletzt wurde, und zerstörten einen Teil der Einrichtung, als sie den 17-jährigen verhafteten.  Mit gefesselten Händen führten die Soldaten Muhammed vor das Haus und verbrügelten ihn in Gegenwart seiner Mutter. Aus mehreren Wunden blutend wurde der junge Mann in die Felder abgeführt, wo die Soldaten ihre Militärjeeps geparkt hatten.

Danach ging eine Gruppe von 30 Soldaten zu Othman Amireh, der bereits vor sechs Wochen eine Visite von Soldaten erhalten hatte, die das Hausinnere fotografierten und Möbel demolierten. Heute nacht nahmen sie ihn  fest, in Gegenwart seiner Frau, die an Krebs erkrankt ist.Wenig später fuhren sieben Jeeps der IDF ins Dorf und verhafteten zwei junge Studenten, Tarik Mesleh, 18 Jahre alt, und Asad Nafi, 2o Jahr.

Die Nachtrazzien der IDF sind eine ständige Bedrohung für die Bewohner der Westbank; 2008 verlor Ayid Srour aus Ni’lin ein Auge, weil er verbal gegen die brutale Verhaftung seines Bruders Aqel protestiert hatte. Ein Jahr später wurde Aqel während einer Demonstration erschossen, als er einem schwerverletzten Jungen zu helfen versuchte.
http://supportibrahim.com/

Beit Surik und Biddu: Protest gegen das Passierscheinsystem - In Beit Surik wurde zu einem Protest aufgerufen, um den freien Zugang zu Feldern und Olivenhainen einzufordern, die durch den Mauerbau um die illegale Siedlung Har Adar annektiert wurden. Die Erntesaison für Oliven beginnt in wenigen Tagen und der unbehinderte Zugang zu den Hainen ist eine Vorbedingung für eine erfolgreiche Ernte. Vor dem israelischen Angriff auf Gaza 2008/2009 erstellte die PA eine Liste von Namen und diese Bauern hatten Zugang zu ihren Feldern. Seit Dezember 2008 wurde das im Norden praktizierte System der Passierscheine im Gebiet von Jerusalem eingeführt. Die Bauern müssen eine Genehmigung beantragen, um annektiertes Land zu bearbeiten und nur der Besitzer des Landes kann einen Passierschein erhalten, selbst wenn er Hilfe für die Feldarbeit benötigt. Die Genehmigungen sind nur schwer zu erhalten. Die Einwohner von zwei Dörfern, Beit Surik und Biddu weigern sich, dieses System zu akzeptieren, und sagen, dass wer eine Genehmigung für das Betreten des eigenen Landes brauche, wohl bald eine Genehmigung für das Leben im eigenen Haus benötige.

Ungefähr 150 Bewohner aus beiden Dörfern trafen sich zum Mittagsgebet an der Strasse, die zum Dorfland führt. Ein Delegation der Frauenvereinigung war ebenfalls dabei. Schon vor Beginn des Gebetes sammelte sich eine grosse Zahl von Soldaten und Grenzpolizisten hinter dem Schlagbaum und verweigerte den Demonstranten den Zugang zu ihrem Land. Nach einer halben Stunde verloren die Offiziere die Geduld und schickten 20 Soldaten hinaus, um die Demonstranten anzugreifen und zu provozieren, was aber an der Disziplin der Aktivisten scheiterte. Nach einer weiteren Stunde standhaften Protestes verkündeten die Soldaten, dass von Sonntag an alle Landbesitzer, die am Eingang erscheinen, eine Zugangserlaubnis erhalten würden. Die IDF liess die Demonstranten im Ungewissen, ob dies ein Rückkehr zum alten System bedeute und ob dieses Versprechen gehalten werde.
http://www.awalls.org/the_attack_on_clowns_in_maasaram_and_more_weekend_demonstrations


Iraq Burin: Neue Webseite bringt neueste Nachrichten
- Iraq Burin ist auf einer steilen Anhöhe nahe der Westbankstadt Nablus gelegen. Die 1100 Einwohner haben seit November 2009 wöchentliche Proteste gegen die Besetzung organisiert, in Reaktion auf Landkonfiszierungen, Siedlerangriffe und Feldzerstörungen.

Am 20. März drangen israelische Soldaten ins Dorf ein und erschossen zwei Teenager. Die Internationale Solidaritätsbewegung schickt regelmässig Mitarbeiter ins Dorf, um durch die internationale Präsenz eine Eskalation der Gewalt von seiten der IDF zu verhindern.     http://iraqburin.wordpress.com/
Übersetzt und bearbeitet von Martina Lauer

 

Israel plant Eid auf "Staat des jüdischen Volkes" - .07.10.2010: Die "bedingungslose Anerkennung des Existenzrechtes des Staates Israel", ist nicht nur eine Grundposition offizieller deutscher Außenpolitik, sie ist auch in eine Forderung fast aller staatstragenden Kräfte, ja selbst in 'Die Linke' ist mittlerweile die Kernforderung der israelischen Zionisten auf der Führungsebene (z.B. die stellvertretende Vorsitzende Kipping) angekommen. Auch wenn es, wie kürzlich die jungeWelt richtig kritisierte, im Völkerrecht so etwas wie ein 'Existenzrecht eines Staates' gar nicht gibt, der eigentliche reaktionäre Kern dieser Formel ist damit nicht enthüllt. >>>

 
 

Islam in europäischen Schulbüchern - Korrektur des Zerrbildes - Die renommierte Religionswissenschaftlerin Gerdien Jonker kritisiert die stereotype Darstellung von Muslimen in europäischen Schulbüchern. Mit dem Projekt "1001 Idee" versucht sie, daran etwas zu ändern. Peter Philipp informiert. >>>

Website "1001" Idee >>>

 

Aktuelle Meldung - Prozess Sabine Schiffer - Revisionsverfahren vor dem OLG Nürnberg - Die Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg hat die Revision der Staatsanwaltschaft vom 24.03.2010, im Einverständnis mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, zurück genommen. Damit ist der auf den 13.10. festgesetzte Prozesstermin aufgehoben und der Freispruch des Amtsgerichts Erlangen vom 24.03.2010 rechtskräftig.

Frühere Informationen über Sabine Schiffer erhalten Sie hier:
www.solidaritaet-mit-dr-sabine-schiffer.de
http://www.medienverantwortung.de/das-institut/der-prozess/
http://www.youtube.com/SabineSchiffer

Anbei die aktuelle Pressemitteilung zum anstehenden Prozess mit einer Danksagung an ihrem Verleger und die zahlreichen anderen Unterstützer.


Und hier die ersten Pressemitteilungen aus dem Jahre 2009, die dem Gericht ebenfalls vorliegen:
http://www.medienverantwortung.de/wp-content/uploads/2009/07/20090807_IMV_Schiffer_DresdnerMordfall-Klarstellung1.pdf
http://www.medienverantwortung.de/wp-content/uploads/2009/07/20090703_IMV_MedienZumantiislamMord-inDresden.pdf

Die vielfältige Berichterstattung über die Inkriminierung kann hier nur auszugsweise widergegeben werden:

übersichtlich das Dossier http://www.solidaritaet-mit-dr-sabine-schiffer.de/dossier.htm
aktuell: - Diwan-Berlin (Uni-Zeitschrift) - leider nur über den obersten Link auffindbar: http://www.google.de/search?q=diwan-berlin+umwelt+schiffer+marwa+betul&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a - dann pdf öffnen und ab Seite 24... inkl. meiner Stellungnahme.
- Skype-Interview 3.09.2010: http://www.weltnetz.tv/web/de/content/content.php?areaID=2&menuID=4&active_menu=99&contentID=81&detailID=81

immer noch relevant: - Dorothea Hartung in der Neuen Rheinischen Zeitung: http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14919

 

Kurzkommentar - Erhard Arendt - Die israelische Regierung, die IDF unser deutsches Netzwerk um Henryk M. Broder, Sacha Stawski  = Honestly Concerned bemühen sie ja sehr aus Opfer Täter zu  machen und sie starten mit Hilfe vieler Blogger, überzeugter oder bezahlter Journalisten und Medienarbeiter die merkwürdigsten Verschleierungsaktionen. Eine der unglaublichsten präsentierte heute die Israelische Botschaft in ihre Newsletter - 3 Gründe den Siedlungsbau fortzusetzen. Sind wir wirklich so dumm, wie man uns anscheinend einschätzt?

Der Brief von Bush, die Unterschrift von Obama   Von Ari Shavit - Binyamin Netanyahu hat drei gute Gründe, den Siedlungsbau in Judäa und Samaria fortzusetzen. Der erste Grund ist die Glaubwürdigkeit. Netanyahu hat sich verpflichtet, die Bautätigkeiten im Herbst 2010 wieder aufzunehmen, und wenn er dies nicht tut, wird er seine Glaubwürdigkeit sowohl nach innen als auch nach außen verlieren. Der zweite Grund ist die Überlebensfähigkeit. Die Einfrierung des Siedlungsbaus würde Avigdor Lieberman stärken, die Shas-Partei entfremden und Netanyahu vom Machtzentrum der Rechten entfernen. Der dritte Grund ist Fairness. Yitzhak Rabin, Ehud Barak und Ehud Barak ließen alle während eines Friedensprozesses in Judäa und Samaria bauen. Die Forderung, Netanyahu solle anders verfahren – während von den Palästinensern nichts zur Förderung des diplomatischen Prozesses verlangt wird – ist eine höchst unfaire Forderung. >>>

 

 

The Dangers Of ‘Recognition’: Lieberman Speaks For All Of Israel - Jonathan Cook - Countercurrents - Netanyahu clearly does not simply want the fact of Israel`s existence acknowledged. That is in no doubt and, anyway, the Israeli state has been recognised by the Palestinian leadership since the late 1980s. It is recognition of the state`s Jewishness, not its existence, that matters.

 
 

Israel Plans A New Gate Into Jerusalem Walls - Saed Bannoura -  If finalized and implemented, a tunnel will be dug under all the archeological layers of ancient Jerusalem. The planned gate is meant to be the entry of a new tunnel that will start from al-Mughrabi Gate and lead to a four-story parking garage under the current parking space close to the Western Wall. The parking structure would be able to hold some 600 vehicles.

 
 

 


7.10.2010
 

 

Zionismus als Staatsdoktrin - Vorabdruck. »›Antisemit!‹ Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument«. Israel gilt manchem als Schutzmacht und Heimstätte schlechthin aller Juden. Doch wie ist es tatsächlich um das Verhältnis des zionistischen Staats zu Antisemitismus und Shoah-Überlebenden - Moshe Zuckermann - »Noch nie ist der konstruierte Zusammenhang von Zionismus, Israel, Shoah, Antisemitismus und Nahostkonflikt so weidlich instrumentalisiert, perfide ausgekostet und schändlich mißbraucht worden wie im gerade abgelaufenen ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts« (Aus dem Vorwort). Eine solche Situation bedarf der kritischen Klärung, und mit Moshe Zuckermanns »›Antisemit!‹ Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument« erscheint in diesen Tagen im Wiener Promedia Verlag ein wichtiger Beitrag dazu. jW veröffentlicht die ersten beiden Kapitel des Buches, leicht gekürzt und mit Zwischenüberschriften versehen, vorab. (...) Zum anderen erwuchs aber aus ebendiesem Axiom ein (vermeintliches) Paradoxon: Der Anspruch des Zionismus, den Antisemitismus (qua »Antwort« auf diesen) zu überwinden, ließ die »Erhaltung« des Antisemitismus in der Welt notwendig werden, solange das Projekt des Zionismus nicht zum historischen Abschluß gebracht worden ist – was zentralen Postulaten des Zionismus zufolge so lange der Fall sein muß, wie ein Großteil der Juden in der Welt, sei’s aus lebensgeschichtlichem Zwang, sei’s aus freier Wahl, nicht im für sie gegründeten zionistischen Staat leben. Die Forderung, Juden aus aller Herren Länder mögen sich in Israel versammeln, verstand sich dabei nie als ein beliebiges Nice-to-have, sondern stets als Raison d’être des Judenstaates, der das Ziel jüdischer Massenimmigration ins Land entsprechend von Anbeginn zur vordringlichen Staatspolitik erhob. »Heimstätte« stellte sich für Israels Zionismus daher nie als Möglichkeit dar, die man nach Belieben wahrnimmt oder nicht, sondern immer schon als ein praktisches Ziel, das man unter Verwendung großer materieller, diplomatischer, erzieherischer und ideologischer Ressourcen zu verfolgen hatte >>>

 

 

Palästinenserin erkennt sich auf israelischem Schmähvideo wieder - Einen Tag nach dem Auftauchen eines Videos im Internet, in dem ein israelischer Soldat eine verschleierte und gefesselte Gefangene verhöhnt, hat sich eine Palästinenserin darin wiedererkannt. Sie habe das Video im Fernsehsender El Dschasira gesehen und vor Scham nicht schlafen können, sagte die 35-jährige Ihsan Dababseh >>>

 

 

Eine neue Welle der Zerstörung - Ökumenisches Begleitprogramm in Palästina und Israel (EAPPI) Weltkirchenrat – August 2010 - pdf - Eines frühen Morgens im April drang die israelische Armee in das Dorf Al Khadr bei Bethlehem ein. Die Soldaten waren schwer bewaffnet und führten Ausrüstungen zum Abriss von Häusern mit. Kaum angekommen, verwandelten sie damit das Heim von Ali Salim Musa, seiner Frau und ihren sieben Kindern in einen Haufen Schutt und verbogene Metallteile. Kurze Zeit später erschien der Anwalt der Familie mit einem israelischen Gerichtsurteil, das die Aufschiebung des Abrisses anordnete: Dafür war es jedoch bereits zu spät! “Als wir an der Stelle anlangten, wo das Haus gestanden hatte, trafen wir auf weinende Frauen und Männer, die resigniert auf die Ruinen schauten”, berichten Menschenrechtsbeobachter-Innen, die für EAPPI arbeiten. “Ein kleiner Junge, der gerade aus der Schule zurückgekehrt war fragte weinend wieder und wieder: ‘Wo ist mein Zuhause?’” >>>>

 

 

Westjordanland - Aufschwung hinter den Checkpoints - Naomi Conrad - Übersehen von vielen entwickelt sich Palästina zu einem aufstrebenden Wirtschaftsgebiet, das mit verblüffend hohen Wachstumszahlen glänzt. In Ramallah, der inoffiziellen Hauptstadt des Westjordanlandes, wird dann auch überall gebaut. Und erste deutsche Unternehmen beginnen, sich für die Region zu interessieren. Ramallah - Manchmal geht es ganz schnell. Und dann kann es bis zu zehn Stunden dauern, bis die Waren den Checkpoint passiert haben, gescannt und von dem palästinensischen Lastwagen auf einen israelischen transferiert werden. "Diese permanente Unsicherheit ist einfach ein Bestandteil vom wirtschaftlichen Leben in Palästina" >>>

 


"Zugvögel" - eine lyrische Reise durch Palästina -  Sie sind wie Zugvögel, der palästinensische Musiker Marwan Abado und seine Frau Viola Raheb. Zugvögel wider Willen, denn sie leben im Exil. Ihrer Heimat Palästina nähern sie sich in einem lyrisch-musikalischen Hörbuch. >>>

AphorismA Verlagsbuchhandlung und Vertrieb GmbH Berlin - Marwan Abado und Viola Raheb >>>
 

 

Kuhhandel um neuen Baustopp im Westjordanland - Oliver Eberhardt - Basis für weitere Nahostverhandlungen schwindet immer mehr - Israels Premierminister Benjamin Netanjahu will angeblich den Baustopp im Westjordanland verlängern. Doch die Verhandlungen mit der Regierung der Palästinensischen Autonomiegebiete wird dies vermutlich nicht retten: Beide Seiten sind handlungsunfähig. Auch Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas hat wenig Spielraum. >>>

 

 

Ein „letztes“ Moratorium für den Siedlungsbau - Der israelische Verteidigungsminister Barak kämpft einen einsamen Kampf, um die Friedensverhandlungen doch noch zu retten. Der Regierungschef Netanjahu geht der Debatte über den Siedlungsbau aus dem Weg. - Hans-Christian Rössler - Alle Welt redet über die neuen Bauaktivitäten in den Siedlungen im Westjordanland, nur die israelischen Minister nicht. Am Montag befasste sich der Ministerrat mit der Lage der Senioren in Israel, aber nicht mit dem drohenden Scheitern der Friedensgespräche mit den Palästinensern. Am Dienstag berief Ministerpräsident Netanjahu das „Septett“ ein, das wichtigste informelle Entscheidungsgremium, das aus den sieben einflussreichsten Ministern besteht; an diesem Mittwoch tagt das größere Sicherheitskabinett. Netanjahus Sprecher bezeichnete es jedoch gegenüber der F.A.Z. als „Spekulation“, dass die Verlängerung des Baustopps in den Siedlungen auf der Tagesordnung stehe. >>>

 

 

Amira Hass: Punishing the sick, shamelessly - What is delaying treatment of a 47-year-old Palestinian woman, if not punishment of someone who opposes her foreign rulers? >>>

 

 

Netanyahu`s Freeze Scam - Henry Siegman - The Nation - Palestinians have made a concession to Israel that is unprecedented: in 1988 the PLO agreed formally to recognize the legitimacy of Israeli sovereignty within the 1967 armistice border, an area that includes fully half the territory that, as indicated above, had been recognized as the legitimate patrimony of Palestinian Arabs in the UN Partition Plan. This reduced the Palestinians` territory from 43 to 22 percent of Palestine while enlarging Israel`s territory from 56 to 78 percent.

 

 

Gazans battle tomato moths

Farmers in the Gaza Strip are battling an army of moths. The insects are threatening the Palestinian territory's tomato crop that earns the impoverished area more than $60 million a year. The problem is so bad that the Israeli government has allowed traps to be especially brought into Gaza to capture as many as possible. Al Jazeera's Nicole Johnston reports from Gaza.

 
 

Four videos of Israeli Soldiers' abuse and humiliation of Palestinians >>>

 
 

Jerusalem Settlements

 


6.10.2010
 

Neu - Der Semit - Ausgabe 2. Jahrgang Ausgabe Nr. 4 - Oktober 2010

 

"DER SEMIT" kostet im Handel 5.00 €. Im Abo kostet "DER SEMIT" 4.00 € + Versandkosten.  Abonnenten bekommen das Heft 1 Woche bevor die Zeitschrift im Handel ist.

 
 

Israel weist Friedensnobelpreisträgerin Corrigan-Maguire aus - Sie wollte sich mit Friedensaktivisten treffen - aber bei der Einreise wurde die Irin Mairead Maguire festgenommen. Eine freiwillige Rückkehr lehnte die Friedensnobelpreisträgerin ab. Jetzt ordnete das israelische oberste Gericht die Ausweisung der 66-Jährigen an. Tel Aviv - Die irische Friedensnobelpreisträgerin Mairead Corrigan-Maguire darf sich nicht weiter in Israel aufhalten - das hat das Oberste Gericht des Landes verfügt. "Sie wird in Kürze abgeschoben", sagte der Sprecher der Menschenrechtsorganisation Adalah, Salah Mohsen, in Haifa. >>>

 

Presseerklärung vom 04. 10. 2010
Internationale Liga für Menschenrechte
Carl-von-Ossietzky-Medaille für Mordechai Vanunu
Verleihung am Sonntag, 12. Dezember 2010 um 11 Uhr in Berlin

Mordechai Vanunu setzt sich seit einem Vierteljahrhundert mit Zivilcourage und herausragender Standhaftigkeit für die vollständige atomare Abrüstung, für transparente Demokratie und für Frieden zwischen den Nationen ein.

International bekannt wurde Mordechai Vanunu 1986, nachdem er einer britischen Zeitung Informationen über das Negev Kernforschungszentrum zur Veröffentlichung überlassen hatte, das Israel in den 1950er und 1960er Jahren in der Negevwüste unweit des Ortes Dimona aufgebaut hatte und seitdem betrieb. Die Prüfung der Informationen durch einen britischen Atomphysiker und einen amerikanischen Kernwaffenexperten ergab: Das in der Atomanlage produzierte und verarbeitete Plutonium befähigte Israel zur Herstellung von 100 bis 200 Atomwaffen.

Vanunu war neun Jahre lang in der Atomanlage als Techniker beschäftigt. Er legte die ihm dort zugänglichen Informationen offen, weil ihn nach eigener Aussage die Menge des in Israel produzierten radioaktiven Plutoniums ängstigte. Er wollte die israelische und internationale Öffentlichkeit darüber aufklären, zumal Israels Führung die Bevölkerung über das Atomprogramm vollkommen im Unklaren ließ, was in einer Demokratie inakzeptabel sei.

Noch vor Veröffentlichung der Informationen in der Zeitung wurde Vanunu Ende September 1986 mithilfe einer Agentin des Mossad nach Rom gelockt, dort überwältigt und per Schiff nach Ashdod verbracht. Im März 1988 verurteilte ihn ein Militärgericht am Ende eines streng geheimen Verfahrens wegen Landesverrats und Spionage zu einer 18jährigen Freiheitsstrafe.

Während seiner Haft wurde er mehrmals für den Friedensnobelpreis nominiert und 1987 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Weitere Auszeichnungen folgten.

Am 21. April 2004 wurde Vanunu nach Verbüßung der Strafe – davon 11 Jahre in Isolationshaft in einer kleinen Zelle – aus dem Gefängnis entlassen. Allerdings unter Auflagen, die dem universellen Menschenrecht auf Freiheit Hohn sprechen: Vanunu darf u. a. Israel nicht verlassen und keinen Kontakt mit ausländischen Botschaften und Journalisten aufnehmen. Er muss die Behörden über jeden geplanten Ortswechsel verständigen.

Eingesperrt in Israel, wo ihm selbst freie Bewegung und Kommunikation untersagt sind, gelang es Mordechai Vanunu dennoch, zahlreiche Interviews zu geben, wofür er wiederholt inhaftiert wurde.

Zuletzt kam er am 10. Mai dieses Jahres wegen eines Interviews mit einem ausländischen Journalisten für drei Monate ins Gefängnis.

Für den 11. Oktober 2010 ist ab 9:00 Uhr beim Obersten Gerichtshof Israels eine Anhörung zu Vanunus widerrechtlicher Einsperrung in Israel anberaumt.

Die mutige Haltung Vanunus erinnert zweifellos an den unerschrockenen Widerstand Carl von Ossietzkys gegen Aufrüstung und Krieg in der Weimarer Republik.

Mit der Würdigung von Mordechai Vanunu will die Liga die internationale öffentliche Aufmerksamkeit darauf lenken, dass er in Israel, trotz vollständig verbüßter Strafe und ungeachtet der nunmehr ein Vierteljahrhundert alten Informationen, weiterhin gefangen gehalten und elementarer Grund- und Menschenrechte beraubt wird.

Zugleich soll im 65. Jahr nach Abwurf der ersten Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki durch die USA die Mahnung Mordechai Vanunus vor den Gefahren atomarer Massenvernichtungswaffen für Mensch und Natur unterstrichen und sein unnachgiebiger Einsatz für ihre vollständige und weltweite Abschaffung nachhaltig unterstützt werden.

Die Liga appelliert im Geiste Carl von Ossietzkys eindringlich an die Regierenden Israels, Mordechai Vanunu freie Ausreise zur persönlichen Entgegennahme der Carl-von-Ossietzky-Medaille 2010 in Berlin zu gewähren.

 

Hilferuf palästinensischer Christen: 'Stunde der Wahrheit' - Die evangelischen Brüder und Schwestern im Rheinland hören weg?Hilferuf palästinensischer Christen: "Stunde der Wahrheit" - Die evangelischen Brüder und Schwestern im Rheinland hören weg? - Institut für Palästinakunde -  Am kommenden Freitag findet in Bonn, in der 'Evangelischen Akademie im Rheinland', eine Tagung mit dem Titel "Die Stunde der Wahrheit" - "Israel - Palästina: Sozial-psychologische Dimensionen eines Dauerkonflikts" statt. 'Stunde der Wahrheit' ist der Titel eines Hilferufs, den palästinensische Christen am 11. Dezember 2009 veröffentlichten. Die Verfasser sind 15 palästinensische Christen, zumeist Geistliche, darunter der ehemalige Patriarch von Jerusalem Michel Sabbah. Zu Beginn der Erklärung heisst es:
Kairos: … wir, eine Gruppe christlicher Palästinenser und Palästinenserinnen, [erheben] mitten aus dem Leiden unseres von Israel besetzten Landes heraus unsere Stimme zu einem Schrei der Hoffnung, wo keine Hoffnung ist …

Bitte lesen Sie hier weiter.

 
 

Video zeigt Israelischen Soldaten beim Verhöhnen einer gefangenen Frau >>>

israeli soldier catch arab terrorist(he dance on haer)funny

 

 

Satelitenkarte von Israel und Palästina http://wikimapia.org/#lat=32.1455672&lon=34.8229694&z=15&l=0&m=b:

 

 

Where Are All The Villages? - Manshiyya (المنشية)


A new film produced by Zochrot

Die Nakba - Vertreibung der Palästinenser - Die ethnische Säuberung Palästinas >>>
Weitere Videos zur Nakba >>>     |   
Collagen  zur Nakba >>>

 
 

Obama's Cave-In to Israel - Letter Suggests US Not an Honest Broker - Jonathan Cook - The disclosure of the details of a letter reportedly sent by President Barack Obama last week to Benjamin Netanyahu, the Israeli prime minister, will cause Palestinians to be even more sceptical about US and Israeli roles in the current peace talks. According to the leak, Obama made a series of extraordinarily generous offers to Israel, many of them at the expense of the Palestinians, in return for a single minor concession from Netanyahu: a two-month extension of the partial feeze on settlement growth. A previous 10-month freeze, which ended a week ago, has not so far been renewed by Netanyahu, threatening to bring the negotiations to an abrupt halt. The Palestinians are expected to decide whether to quit the talks over the coming days. Netanyahu was reported last week to have declined the US offer. >>>>

 
 

Sailing To Gaza - excerpt from a personal diary - Edith Lutz - Jewish Boat to Gaza - A soldier asks me "Would you not rather sit inside?" "No" I reply, "I have to watch what is going on. I have to look into your faces, to assure myself that you are human beings. Isn`t it crazy that we are afraid of each other?" The soldier nods (did I hear a "yes"?).

 
 

Natan Zach: `If I were a better swimmer, I would swim to Gaza` - Boaz Fyler - Ynet/Jerusalem Post - "I would be ready to participate in the next flotilla," said Zach, one of Israel`s leading poets. "I don`t know who else would come. I would bring interesting books and poets from around the world with me. I don`t wish to see more people killed for no reason. If I were a better swimmer, I would swim to Gaza."

 
 

Jordanian aid convoy arrives in Syria to join Viva Palestina 5 - Saed Bannoura - IMEMC - Maisara Malas, member of the Jordanian group, stated that the convoy is loaded with medical supplies, with 60 vehicles from Jordan, 12 vehicles from different Arab Gulf countries, and 138 human rights supporters, including 23 from Oman, Bahrain and Kuwait.

 
 

Palestinians in Israel Mark Black October in Kefr Kanna - Black October of Ehud Barak: Decade to the Slaughter of Palestinians in Israel: Monday, 04 October 2010 05:39 Michael Warschawski, Alternative Information Center (AIC) - "October 2010. Ten years have passed since the slaughter of the Palestinian population in Israel, a slaughter orchestrated by Ehud Barak and, let’s not ever forget, Professor Shlomo Ben Ami. Two days prior, in areas around mosques and throughout the West Bank, primarily near the checkpoints, the Israeli army slaughtered tens of young, unarmed Palestinians, later resulting in the use of small arms by the Palestinian police in order to protect their children. The timeline here is extremely important as there are few events the Israeli government has so grossly distorted, and not by chance. In essence, everything began in August 2000: Ehud Barak is interested in burying the Oslo peace process once and for all >>>

 
 

 
 

Nobel Women’s Delegation Touring The West Bank - From September 28 to October 5, Nobel Peace Laureate Jody Williams (USA) is leading a delegation of women to visit Palestinian Territories and Israel to bear witness to the struggles of women working on the ground in the region towards building a sustainable peace. The delegation will be focus on hearing the perspectives of women on both sides of the conflict and providing opportunities for people to come together. Jody Williams received the Nobel Peace Prize in 1997 for her work to prohibit landmines through the International Campaign to Ban Landmines, which shared the Peace Prize with her that year. At that time, she became the 10th woman in its almost 100-year history to receive the Prize. She is part of the Nobel Women’s Initiative, an organisation founded in 2006 by six Nobel women to bring together their extraordinary experiences in a united effort for peace with justice and equality. The women’s delegation throughout the West Bank aims to spotlight the creativity and the work of Palestinian peace builders. “Emotions, identities and stories cannot be negotiated” wrote in these days Jody Williams on the delegation’s blog. >>>

 


5.10.2010
 

 

Westjordanland: Israelische Siedler sollen Moschee in Brand gesetzt haben - Von dem Anschlag berichteten die Bewohner des Ortes Beit Fadschar südlich von Bethlehem. Eine Mitarbeiterin der Dorfverwaltung teilte mit, mehrere Siedler seien vor Morgengrauen mit einem Auto in den Ort gekommen. Sie hätten Feuer in dem örtlichen Gebetshaus gelegt und sich dann wieder entfernt. Andere Augenzeugen berichteten von Auseinandersetzungen mit den Einwohnern. Israelische Soldaten hätten die Konfrontationen beendet und die Siedler gezwungen, das Dorf wieder zu verlassen. >>>

Westjordanland: Moschee in Brand gesteckt - Vorwürfe gegen israelische Siedler - Im palästinensischen Westjordanland ist eine Moschee in Brand gesteckt worden. Die Palästinensischen Behörden bezichtigen israelische Siedler hinter dieser Tat zu stecken >>>

Settlers Torch Another West Bank Mosque  - Not to be outdone by the magnificent handiwork of their settler colleagues of Yizhar, who burned down a nearby mosque several months ago, residents of Gush Etzion torched the mosque of Beit Fajjar, a village near Bethlehem. Haaretz calls this a “price tag” action by settlers warning the Israeli public of their displeasure with the prospect that Bibi Netanyahu’s government might contemplate renewing the settlement freeze. >>>

Settlers Torch Mosque, Copies of the Holy Quran, Near Bethlehem - A group of fundamentalist Israeli settlers broke into a mosque, on Sunday at night, in Beit Fajjar, near Bethlehem, and set it ablaze. The settlers burnt twelve copies of the Holy Quran before setting the mosque’s carpets and grounds ablaze. Local residents noticed the assailants and clashed with them before the Israeli army arrived>>>

Settlers Torch Mosque, Copies of the Holy Quran, Near Bethlehem - Saed Bannoura - "The mosque was badly burnt and the settlers also wrote graffiti on its inner walls. The incident is the latest in a series of attacks carried out by the settlers against mosques in the occupied West Bank" >>>

In photos: Mosque arson in Bethlehem >>>

Israel 'probes' W Bank mosque blaze - Israel says it has launched a 'widespread' investigation into an attack on a West Bank mosque blamed on Jewish settlers. >>>

 
 

»Wir glauben nicht mehr an Worte« - Siedlungsbau, Mauer und israelische Besatzung machen »Friedensverhandlungen« für Palästinenser zur Farce. Gespräch mit Raif Hussein - Interview: Martin Leujeune - Der in Hannover lebende Raif Hussein ist Vorsitzender der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft - US-Präsident Barack Obama hat sich erst kürzlich für die Schaffung eines Palästinenserstaates ausgesprochen. Außerdem plädiert er für einen zweimonatigen Stopp des Siedlungsbaus, um die Nahostgespräche zwischen Israel und Palästina nicht zu gefährden. Wie seriös sind derartige Forderungen? Ich halte zwar eine Menge von Obama, aber angesichts der vielen leeren Versprechungen, die wir Palästinenser in den letzten Jahren gehört haben, glauben wir nicht mehr an Worte. Wir wollen Taten sehen! >>>

 
 

Tipps für Agenten - Israelischer Rabbiner plädiert für Sex mit dem Feind - Wenn es dem Land dient, ist alles erlaubt: Ein israelischer Rabbiner hat Mossad-Agentinnen die Erlaubnis für Schäferstündchen mit dem Feind erteilt. Allerdings gibt es Bedingungen für die "Mission Honigfalle". Tel Aviv - Diese Nachricht dürfte bei Spionen in aller Welt für Aufsehen sorgen: Agentinnen des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad haben von religiöser Stelle die Erlaubnis für Sex mit dem Feind bekommen. Ein Rabbiner erteilte offiziell seinen Segen für intime Missionen. Mossad-Mitarbeiterinnen dürften "Terroristen >>>

 
 

Die Siedler als App für ITunes und IPhone - Schlesinger - Jüdische Siedlungen als App - Kein Spiel, sondern bitterer Ernst steckt hinter einem App, das die amerikanische Organisation “Americans for Peace Now” für itunes und iphone zur Verfügung stellt. Mit dieser Applikation kann man den “Fortschritt” des jüdischen Siedlungsbaus in der Westbank verfolgen. >>>

 
 

Falsche Befindlichkeiten - Buchrezension. Über den verzweifelten Versuch von der Linkspartei nahestehenden Autoren, sich im Nahostkonflikt einer »vereinseitigten« Solidarität mit den Unterdrückten zu ­entziehen - Werner Pirker - Hätten sich die Autoren des Buches »Der Nahost-Konflikt. Befindlichkeiten der deutschen Linken« nur an den in der Einleitung von den beiden Herausgebern Marcus Hawel und Moritz Blanke formulierten Leitsatz gehalten: »Für den Nahostkonflikt gibt es keine besonderen Maßstäbe, jedenfalls sollten diese nicht weniger universelle Geltung besitzen als jeder andere Konflikt in der Welt auch«. So aber durchzieht das Buch wie ein roter Faden die Vorstellung von den besonderen Maßstäben, die an den Nahostkonflikt angelegt werden müßten. Zumal von »uns als Deutsche«. >>>

 
 

Reuven Moskovitz  - Berlin, September 2010 - Liebe Freundinnen und Freunde! Mag sein, dass meine Eitelkeit mich zu der Vermutung treibt, dass manche meiner Freunde sich fragen, warum ich mich nicht melde. Mit großer Zufriedenheit kann ich feststellen, dass ich in guter Gesundheit bin, kein Auto hat mich erwischt, auch keinen Herzinfarkt habe ich erlitten. Es stimmt, dass ich diesen Brief schreibe mit einem einigermaßen gebrochenen Herzen. Bei meinem 80. Geburtstag bekam ich von der Malerin Thea Bohmer eine Aquarell „Reuven, ein Rufer in der Wüste“.  Ich habe mich immer als ein Rufer in einer großen Gewaltwüste an eine kleine Oase der Friedfertigen gewendet. Ich hoffe, dass ich mich irre, wenn ich den Eindruck habe, dass diese Oase von Hunderten Freunden am Schrumpfen ist. Es kann aber auch mit meiner kindlichen Annahme zu tun haben, dass alle Bekannten auch meine Freunde oder Gleichgesinnten sind. Was mich anbelangt, muss ich gestehen, dass auch die „Sintflut“ von Informationen, die meine Meinung bestätigen, zu meiner Schreibzurückhaltung beigetragen hat. Was meinen gegenwärtigen Zustand anbelangt, kann ich nur betonen, dass meine Mahnungen und Befürchtungen nicht nur bestätigt, sondern im rasanten Ausmaß noch übertroffen wurden. Mit Erich Fried kann ich behaupten, dass es nicht darauf ankommt, wann die israelische Politik und die Regierenden zu Verbrechern geworden sind. Es kommt jedoch darauf an, dass diese Politik in der Gegenwart mehr und mehr verbrecherisch wird. Ich habe gegen die Unterdrückung, Einsperrung und Benachteiligung der unter Besatzung lebenden palästinensischen Bevölkerung unablässig aufgeschrien. Heute wird Israel regiert von einer nationalistischen, rassistischen und klerikalen Koalition, die nicht nur die Palästinenser im Visier hat, sondern die israelische Demokratie. Das oberste Gericht steht unter einem dauernden Angriff. Unter ähnlichem Angriff stehen auch Teile der israelischen >>>

 
 

Future of vast Jewish enclave in West Bank far from settled - Edmund Sanders -  Ariel, established in 1978, is Israel`s fourth-largest settlement. It is also deep inside the West Bank, and there is no consensus about whether it should be part of Israel or absorbed into a Palestinian state

 
 

Located in the Upper Galilee, 15 miles north of Acre, the Palestinian village of Iqrit spanned 25,000 dunams and counted approximately 500 residents in 1948. In November of that same year, the Israeli army invaded the village and vacated its residents, promising them that they could return in two weeks. This promise was never fulfilled and today, the original residents of Iqrit and their descendants are still fighting to go back to their homes.

 
 

Israel’s Arab Citizens Are Not a Negotiating Chip - Jonathan Cook - "If the Palestinian president does recognize Israel as a Jewish state, the campaign by Israel’s Palestinian citizens to reform their country into a true democracy will be over. Netanyahu will have Palestinian backing to label the reformers a fifth column and expel them to the slivers of West Bank territory he may intend to call a Palestinian state. In the meantime, he will also have Palestinian permission to institute a loyalty drive of the kind already being advanced through the Israeli parliament"

 
 

 
 

In Palestinian villages, non-violent protesters show the way  - Jimmy Carter - There has been a troubling increase in the detention of those involved in peaceful protests against the separation barrier between the West Bank and Israel. Since May 2008, over 140 activists have been arrested in Ni'ilin and Bil’in, two villages through which the wall is built. Most of the detainees are Palestinians, but Israeli and foreign demonstrators have also been subjected to Israeli reprisals. We met some of the protest leaders in Bil’in last August, when we visited the West Bank and Israel with our fellow Elders Desmond Tutu, Ela Bhatt, Gro Brundtland and Fernando Henrique Cardoso. We were impressed by the protest leaders’ thoughtfulness and commitment to non-violent action. Bil’in in particular has become increasingly recognized for its creative political style. >>>

 
 

 
 

Viva Palestina 5 in Turkey - Syria



 
 

Where Are All the Villages- - Remembering IQRIT

Located in the Upper Galilee, 15 miles north of Acre, the Palestinian village of Iqrit spanned 25,000 dunams and counted approximately 500 residents in 1948. In November of that same year, the Israeli army invaded the village and vacated its residents, promising them that they could return in two weeks. This promise was never fulfilled and today, the original residents of Iqrit and their descendants are still fighting to go back to their homes. For more information, visit http://alternativenews.org

 
 

Where Are All the Villages- Visiting YIBNA

The Palestinian Village of Yibna lies 15 (km) Southwest of al-Ramla. It was mostly destroyed with the exception of couple of houses and the village mosque. Yibna inhabitants were completely ethnically cleansed after its occupation by the zionist army on June 4, 1948.

Yibna is the hometown of late Abdel al-Ziz al-Rantisi, who was one of the most prominent political spokespersons of the "Islamic Palestinian Movement", better know as HAMAS.

To learn more about Yibna, please visit Palestine Remembered here

 
 

Generation Intifada from chris den hond on Vimeo.

 
 

Mural Open 1.0 from Maurice Jacobsen in Gaza on Vimeo.

 
 

Palestine/ Israel – democracy or apartheid? from Robert Stewart on Vimeo.

 


4.10.2010
 

 

 
 

Reise ist noch nicht zu Ende - Ronald Larmann - In der Nacht zu Freitag ist Edith Lutz in Sötenich angekommen. Die Jüdin war bei ihrem Protest gegen die israelische Siedlungspolitik auf dem Schiff „Irene“ von israelischen Soldaten gefangen genommen und erzählt von ihren Erlebnissen. >>>

 
 

Plötzlich wieder Palästinenserin - Josef Pogorzalelk -  Ibtisam Atallah ist eines der zentralen Mitglieder des Arbeitskreises, der sich um eine Städtepartnerschaft mit Palästina und Israel bemüht. Die Delegation nach Akko muss dennoch ohne sie fahren: Atallah bekam kein Visum. 30 Jahre lang dachte Ibtisam Atallah, sie sei Deutsche. So lange hat sie den deutschen Pass. Doch seit einigen Monaten sehen dies die israelischen Behörden anders. Für sie war und ist sie Palästinenserin. Wenn am Montag eine Xantener Delegation in die israelische Stadt Akko reist, um dort für eine Städtepartnerschaft zu werben, kann Atallah nicht dabei sein, obwohl sie Gründungsmitglied und ein Motor des Kreises ist, der sich um Kontakte nach Palästina und Israel bemüht. >>>

 
 

"Würden Sie den Irakern erlauben, die Vereinigten Staaten zu besetzen?" - Arbeiterfotografie - Am 22.9.2010, dem Vorabend seiner Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York, ist der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad Gesprächspartner von Larry King in dessen täglicher Abend-Talkshow 'Larry King live' bei CNN zur besten Sendezeit (Video: larrykinglive.blogs.cnn.com, vollständiges Transkript der Sendung: edition.cnn.com). Das Gespräch nimmt einen ungewöhnlichen Verlauf. Meist haben die Moderatoren ihre Gesprächspartner im Griff - doch nicht in diesem Fall. Es ist Ahmadinedschad, der Larry King - angesprochen auf Atomwaffen, nach denen der Iran angeblich strebt, und die angeblich eine Gefahr für die Welt darstellen würden - fragt: "Unsere erste Frage ist: Wer ist die Welt, von der Sie sprechen? Meinen Sie Mr. Netanyahu?" Um dann fortzufahren: "Niemand in der Region fürchtet sich vor den nuklearen Aktivitäten des Iran - nur das Zionistische Regime... >>>

Iran's President Tells UN: "U.S. Government Orchestrated The Attack" On 9/11

1. Teil - deutsch - Ansprache Ahmadinedschads vor der UNO-Vollversammlung >>>
2. Teil - deutsch - Ansprache Ahmadinedschads vor der UNO-Vollversammlung >>>

Misstrauen statt Kooperation - Der Konflikt zwischen Iran und dem Westen reicht ins 19. Jahrhundert zurück und findet im Streit um das iranische Atomprogramm seinen vorläufigen Höhepunkt. Dabei könnten beide Seiten durch eine Zusammenarbeit von Irans Position als regionale Ordnungsmacht profitieren. Von Christian Horbach >>>

 
 

Islam-Debatte in Deutschland - Warum die deutschen Medien die Anti-Islambewegung hofieren - In Deutschland ist in den letzten Jahren eine gut vernetzte anti-islamische Bewegung entstanden, die in den Medien überaus erfolgreich ist. Wie ist das zu erklären und wie kann man den Gefahren begegnen? Von Stefan Weidner >>>

 
 

Secret jail torturer becomes police chief in Israel

The appointment of an infamous Israeli interrogator to a high-ranking police post has sent shockwaves among human rights groups. Known among inmates as Captain George, he's accused of numerous cases of torture and abuse of Arabs. Now that he's in charge of Arab affairs, many Palestinians fear for their lives. RT's Paula Slier reports from Israel.

 

 

A Nobel Peace Prize laureate in prison - If the court indeed deports Mairead Corrigan-Maguire we'll know that our court system is also tainted to the teeth - Gideon Levy - The photograph was recently distributed by the IDF's propagandists: Mairead Corrigan-Maguire is seen being taken off the abducted ship Rachel Corrie at Ashdod port, as a soldier from the world's most moral army holds out his hand to help the honorable woman disembark. It was not long after the IDF's violent takeover of the Mavi Marmara, and Israeli propagandists were now hastening to peddle their cheap merchandise, showing how Israel treats "real" peace activists, as opposed to the Turkish "terrorists" on the earlier vessel. >>>

 

 

Gideon Levy, The punishment of Gaza from Louay Jabry on Vimeo.

Gideon Levy: Israel’s sage - The great Israeli journalist Gideon Levy recently spoke at McGill University where he reflected on decades of experience as a progressive journalist reporting on the occupied Palestinian territories. The event was hosted by the excellent Canadians for Justice and Peace in the Middle East as part of a 7 city Canadian tour. Levy’s new book, The Punishment of Gaza, is now widely available. >>>

 
 

EXPOSED This is how Israel controls your media EVERYONE SHOULD SEE THIS

 
 

It's 'Jews for Sarah' Time!



Brother Nathanael Kapner on the emergence of a new support group for Zionist pin-up Sarah Palin.

 

 

Israel: smart enough to create Stuxnet and stupid enough to use it - Paul Woodward - Ever since speculation began, suggesting that Israel is the source of the Stuxnet malware, there has been a buzz of excitement in the Zionist corner of the blogosphere. The DEBKAfile — trusted source for pro-Israel fantasists all over the world — declared that if it turns out that millions of Iranian industrial units have been hit, “this cyber weapon attack on Iran would be the greatest ever.” >>>

 

 

Defining `Jewish state`: For many, term has different meanings - Glenn Kessler, Washington Post Staff Writer--Describing Israel as a "Jewish state" may seem like standard boilerplate in the United States, often used in newspaper articles and television programs. But words can carry deep meanings - especially in Middle East diplomacy.

 

 

The activist`s Palestinian protest movement is the focus of a new documentary film. Donald Macintyre meets him - Donald Macintyre--Besides being a sudden reminder of the occupation on an otherwise perfectly tranquil September evening in the West Bank, this trivial incident, lasting no more than 15 minutes, had a symbolic, if unintentional, significance. For the order to withdraw by 150 metres – which had no discernible authority or legal basis-took us back almost to the village school, along the very line where the barrier had originally been planned to run seven years ago.

 

 

Remembering the right of return - Hugh Mcleod - Ain al-Hilweh today is a two square kilometre pressure cooker of tedium and despair, punctuated by moments of terror. The Fatah faction has long held sway in the camp, including manning the security checkpoints around it, but is being challenged by the rising power of Islamic groups

 


3.10.2010
 

 

Die Palästinensische Behörde ruft Israel dazu auf, mit der rassistischen Hetze aufzuhören - Weiter israelische Nachsicht gegenüber rassistischer Hetze - (Pressemitteilung, 28.9.10)
Israelischer Parlamentarier: die Ermordung von 6000 Palästinensern ist nicht genug
Knessetmitglied Michael Ben Ari (Nationale Union Partei) sagte am Montag, den 27. September: Für jeden Toten auf unserer Seite müssen 500 getötet werden und nicht (nur) 6.  Ben Ari reagierte  auf einen B’tselem-Bericht, der mitteilte, dass im Laufe der letzten 10 Jahre 6371 Palästinenser und 1083 Israelis getötet worden seien. Ben Ari wurde zitiert: „Das Shalit-Problem hat uns gelehrt, dass ein israelischer Soldat Hunderte mörderischer Terroristen wert sei, und nach der arabischen Methode auch. Deshalb ist die Ermordung von 6000 Feinden und ihren Unterstützern eine kleine Menge und nicht genug in einem Krieg gegen einen brutalen Feind, für den das menschliche Leben keinen Wert hat.“ Er fügte noch hinzu: um den Terrorismus auszulöschen, ist es nötig 500 (Pal.) zu töten und nicht (nur) sechs. Und die Gefängnisbedingungen für (pal.) Terroristen müssten dem dunklen Loch von  Gilad Shalit gleich gemacht werden. Der Direktor des palästinensischen Regierungsmedienzentrum (PGMC) Ghassan Khatib sieht solche Statements als „ eine rein rassistische Hetze an, die  von der israelischen Regierung geduldet wird. Wir rufen Israel auf, diese Hetze zum Töten und die Dämonisierung palästinensischer öffentlicher Personen zu beenden. Er betont, dass in einem Rechtsstaat Ben Ari für solch eine rassistische Bemerkung angeklagt worden wäre. Doch Israel zeigt gegenüber Hetze öffentlicher Personen Nachsicht, einschließlich dem geistlichen Führer von Shas dem Rabbiner Ovadia Yosef, der sagte: „Palästinenser sollten  von dieser Welt verschwinden“ und  „Gott solle die Palästinenser mit einer Seuche schlagen ..“ ( dt. Ellen Rohlfs)         
Collage Erhard Arendt - Vergrößern und mehr >>>

 

 


20. Jahrestages der Wiedervereinigung. - Evelyn Hecht-Galinski - 20.9.2010  - An den Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland Herrn Christian Wulff - Auszüge eines Briefes vom 20.September zum 3. Oktober an den Bundespräsidenten - Sehr geehrter Herr Bundespräsident, (...) So bitte ich Sie heute -  kurz vor dem 3. Oktober, als wichtigen Tag für alle Bürgerinnen und Bürger in der Bundesrepublik Deutschland – vor Ihrer angekündigten Rede eine Anregung von mir aufzunehmen. Gerade dieser Tag der Deutschen Einheit – also der 3. Oktober - sollte Integration auch im interreligiösen Gottesdienst bedeuten. Wie ich weiß, gibt es vor jeder Feierstunde einen ökumenischen Gottesdienst. Wäre es da nicht an der Zeit, diesen interreligiös zu gestalten und um einen Imam und einen Rabbiner zu erweitern? Das schreibe ich Ihnen als säkulare deutsche Jüdin. Dies wäre ein Zeichen des miteinander der Kulturen. Sie als Verfassungsorgan, als Bundespräsident, wären der richtige Mann für diese überfällige Neuerung. Den Gottesdienst in der jetzigen form halte ich für nicht mehr zeitgemäß und eher für schädlich. – Oder aber er wird ganz abgeschafft im Sinne von Trennung von Staat und Kirche – Vielleicht wäre auch das bedenkenswert! Ich hoffe sehr, dass Sie meine Anregung in Ihre Gedanken mit einbeziehen und verbleibe Mit vollkommener Hochachtung und freundlichen Grüßen Evelyn Hecht-Galinski

 

Jüdisches Boot nach Gaza: Yonatan und Itamar Shapira berichten -  Die „gewaltfreie“ Übernahme des jüdischen Bootes, das nach Gaza fahren wollte - Yonatan und Itamar waren zwei der Israelis, die an Bord des jüdischen Bootes „Irene“ waren, das nach Gaza segeln wollte. Vor allem diese beiden litten unter der Gewalt der israelischen Soldaten, die dem Boot den Weg abschnitten. Hier berichten sie, nachdem sie eine Stunde lang wieder bei ihrer Familie in Israel  waren: „Die israelischen Medien werden von der Armeepropaganda beherrscht. Die Armee behauptet, dass die „Übernahme“ des Bootes von beiden Seiten gewaltfrei und ruhig verlief – aber was tatsächlich geschah, war, dass die Passagiere keine Gewalt anwandten,  die israelische Marine aber  sehr gewalttätig war. Bei Sonnenaufgang hielten wir bei 35 Seemeilen vor der Küste und hingen alle Flaggen und Banner der Organisation auf – das Boot sah wunderschön aus.  Wir drehten dann nach Südosten in Richtung des Gazahafens. Der Filmemacher Vish und der Journalist Eli nahmen das Schlauchboot und  machten Fotos und Video vom Boot.  Jeder war irgendwie aufgeregt, als wir so auf Deck standen und uns von der ruhigen Überfahrt  >>>

 

 

Die Gazastreifen-Übergänge  1.-15.September 2010 - Anhaltende  von der IOF angesetzte   Bewegungsbeschränkungen verursachte immenses Leid für die Bevölkerung im Gazastreifen. Die israel. Armee (IOF) schränkt die Ausreise aus dem Gazastreifen nach Israel bzw. in die Westbank, einschließlich Jerusalem oder ins Ausland via Erez-Übergang stark ein, abgesehen von einer begrenzten Anzahl „humanitärer Fälle“.  IOF verhindert nun auch, dass eine neue Gruppe von  Patienten, Blinde und Amputierte, die medizinische Behandlung brauchen,  über Erez ausreisen. IOF stellt fest, dass diese Patienten keine dringende medizinische Behandlung benötigen – hier würde es sich  um Luxus handeln. Die Folge davon ist, dass die Zahl der Patienten, denen  der Zugang zu Krankenhäusern in Israel und /oder Jerusalem verweigert wurde, sich vergrößert hat. Andrerseits war der internationale Übergang bei Rafah länger als 3,5 Monate geöffnet.  Das Funktionieren des Überganges – verglichen mit vorausgegangenen Perioden hat sich auch verbessert, was von >>>

 

 

Zwei Finger - Uri Avnery - EHUD OLMERT hob seine beiden Hände, die beiden Zeigefinger berührten sich beinahe, und er sagte: „Wir waren so nah!“ Er sprach über die Verhandlungen, die er persönlich mit Mahmoud Abbas geführt hatte, kurz bevor er selbst gezwungen wurde, das Amt des Ministerpräsidenten aufzugeben. Das war der Höhepunkt der Rede, die er letzte Woche bei einem Treffen der „Genfer Initiative“ hielt. Bevor wir diese analysieren, ein paar Worte über den Gastgeber und über den Redner. DIE GENFER INITIATIVE stieg auf wie ein Meteor in den frühen 2000er Jahren und  fiel ab wie ein Meteor.  Es war eine ernsthafte Bemühung, ein  vollständiges und endgültiges Friedensabkommen mit dem palästinensischen Volk zu entwerfen. Sie kam, nachdem von Gush Shalom ein Entwurf vorbereitet worden war, und sie ähnelte ihm in vieler Weise. Aber es gab zwei große Unterschiede: Die Genfer Initiative hatte einen bekannten  palästinensischen Partner, und sie ging  weit mehr in Einzelheiten. Während der Gush Shalom-Entwurf nur die Prinzipien festlegte, ging die Genfer Initiative in die Details . >>>

 

 

Der “Friedensprozess” als Farce des Westens - Dr. Ludwig Watzal - Im Nahen Osten ist zum wiederholten Male der “Friedensprozess” ausgebrochen, und die internationale Medienöffentlichkeit ist wieder aus dem Häuschen. Argumente und politische Spitzfindigkeiten werden ausgetauscht und rhetorisch als „seriös“ hin und her gewälzt, als ob es um ein friedliches Nebeneinander des israelischen und palästinensischen Volkes auf Augenhöhe gehen würde. Darum ging es bereits 1993 nicht, als dieser „Friedensprozess“ zum ersten Male auf der internationalen Bühne zelebriert worden ist. Bereits zum damaligen Zeitpunkt war die Unterwerfung des kolonisierten Volkes angesagt. Yassir Arafat, der „Terrorist“ und „Freiheitskämpfer“, wurde von Yitzhak Rabin und US-Präsident Bill Clinton auf der internationalen Bühne als hoffähiger Akteur etabliert, damit er die Sicherheit der Siedler in den besetzten Gebieten und die der Bewohner in Israel proper mit sichern helfen sollte. Diese Rolle hatte er für einige Jahre gut gespielt, bis ihm klar wurde >>>

 

Friedlicher Widerstand in der Westbank und Gaza, 24. September 2010

Die israelische Armee setzt ihr brutales Vorgehen gegen die Demonstranten fort: Ein Palästinenser in Bil’in wurde mit scharfer Munition am Bein verletzt, scharfe Munition wurde auch in Ni’lin eingesetzt und in An Nabi Saleh, wo auch gummiummantelte Stahlkugeln auf Kinder gefeuert wurden. In Beit Ummar wurde ein Palästinenser von Soldaten bewusstlos geschlagen, aber ein unschuldiger französischer Friedensaktivist  verhaftet. Demonstranten marschierten in der Altstadt Hebrons und in Al’Masara wurden Produkte aus den illegalen israelischen Siedlungen verbrannt. In allen Protesten zeigten die Teilnehmer ihre Solidarität mit den Bewohnern von Silwan, Jerusalem, wo ein Palästinenser am Mittwoch von dem privaten Wachtmann einer israelischen Siedlung erschossen wurde.
 Die Palästinensische Journalistengewerkschaft berichtete am Samstag, dass Nasser Al Shiokhy, ein Kameramann für Associated Press, am Wochenende bei zwei Protesten in der Westbank von israelischen Soldaten angegriffen wurde. Der Journalist erlitt Prellungen, Wunden am ganzen Körper und einen Rippenbruch und musste  im Krankenhaus behandelt werden. Die Gewerkschaft will beim Internationalen Journalistenverband Klage einreichen, weil solche Angriffe alle internationalen Abkommen zum Schutz der Presse verletzen. Kollegen konnten ein Video filmen, dass die Angriffe auf Al Shiokhy in Al Ma’sara und Beit Ummar dokumentiert.
http://www.imemc.org/article/59479

Die israelische Menschenrechtsorganisation Yesh Din hat in einem Bericht dokumentiert, wie der Mangel an Arabischübersetzern Palästinenser daran hindert, gegen Misshandlungen durch die israelische Armee Klage einzureichen.

Bil’in: Demonstrant angeschossen - Ashraf Al-Khatib wurde bei der wöchentlichen Demonstration gegen die illegal Apartheidmauer mit scharfer Munition, einer 0.22- Kaliberkugel, ins Bein geschossen. Zweihundert Palästinenser und zirka 30 internationale und israelische Aktivisten hatten sich am Freitagmittag vor der Moschee des Dorfes versammelt und marschierten in Richtung der Apartheidmauer, im Protest gegen die israelische Besetzung der Westbank und gegen die Erschiessung eines Palästinensers  in Silwan, einem Stadtteil von Ostjerusalem, der ebenfalls Schauplatz wöchentlicher Proteste gegen den Siedlungsbau, die Verdrängung von palästinensischen Einwohnern Ostjerusalems und Häuserdemolierungen ist. Ein Sicherheitswächter hatte Mann am Mittwochmorgen erschossen. Bevor die Demonstranten die Apartheidmauer erreichen konnten, stürmten beinahe vierzig Soldaten aus dem Tor und blockierten die Strasse in zwei Reihen. Die Teilnehmer marschierten weiter, bis sie direkt vor den Soldaten standen und forderten, dass ihnen der Zugang zum Dorfland freigegeben werde. 2007 hatte selbst das Oberste Israelische Gericht entschieden, dass die Route der Mauer an dieser Stelle illegal sei und das Land dem Dorf Bil’in zurückgegeben werden müsse. >>>

Bilin Weekly Demo 24-09-2010

 
Einladung zur Olivenkonferenz in Unterstützung des zivilen Widerstandes in Palästina, 19. Oktober -
Die israelische Unterdrückung des weitverbreiteten palästinensischen Widerstandes nimmt zu, wie die Verhaftung und gerichtliche Verfolgung von Menschenrechtsaktivisten Abdallah Abu Rahmah, Adeeb Abu Rahmah, Ibrahim Amireh, Hassan Mousa, Zaydoun Srour und vieler anderer zeigt.
In den vergangenen Monaten haben die israelischen Autoritäten im Zuge ihrer ethnischen Säuberungspolitik ganze Dörfer zerstört. Ob es im Jordantal geschieht oder das Beduinendorf Al-Araqeeb in der Negev trifft, die palästinensische Gemeinden leiden ganz erheblich unter dieser Politk. Im besetzten Ostjerusalem zielt die israelische Politik ebenfalls auf eine ethnische Säuberung; jüdische Siedler besetzen mit Unterstützung der Behörden Häuser von Palästinensern; Hausdemolierungen sind weitverbreitet. Die zunehmende Gewalt durch Siedler vor allem in der Gegend von Nablus, Hebron und Jerusalem wird straflos fortgesetzt.
Deshalb müssen die verschiedenen Komitees des zivilen Widerstandes ihre Arbeit effektiver organisieren. Wir laden deshalb Aktivisten, individuell oder in Gruppen, am 19. Oktober nach Ramallah ein, um verschiedene Wege der Unterstützung des friedlichen Widerstandes zu diskutieren (Kampagnen, Gerichtsklagen, direkte Aktionen, BDS etc.). Für den Rest der Woche haben wir Solidaritätsbesuche im Jordantal, in Jerusalem und Al-Ma’sara geplant. Alle sind herzlich eingeladen!

http://www.bilin-ffj.org/index.php?option=com_content&task=view&id=314&Itemid=1
http://www.indymedia.ie/article/97735
http://allthingspalestine.wordpress.com/2010/09/23/palestinian-spotlight-iyad-burnat/#comment-5
 

Ni`lin - Im Dorf Ni’lin wurden die Demonstranten mit Tränengas und scharfer Munition beschossen; Sanitäter vom Roten Halbmond mussten vielen Teilnehmern helfen, die an schwerer Atemnot litten. Die Tränengasschwaden waren überall, selbst die IDF war davon betroffen. Als die Demonstranten an der Mauer ankamen, benutzten einige ihre Lautsprecher, um gegen die Konfiszierung von Dorfland zu protestieren, während andere mit Steinen an die Mauer klopften oder Steine warfen. Die Soldaten schossen mit Tränengas zurück und jagten die Aktivisten über das steinige Land ins Dorf zurück. Dabei wurde nach Berichten von Augenzeugen mit scharfer Munition geschossen. Dies ware nicht das erste Mal: Vier Einwohner Ni’lins wurden  seit Beginn der Proteste  2004 mit scharfer Munition erschossen, darunter ein zehnjähriger Junge, und 70 Menschen wurden verletzt. >>>
 

An-Nabi Saleh - Diese Woche begann die Demonstration so früh, dass die Demonstranten ihr Ziel, eine Quelle auf ihrem Land, die von Siedlern beansprucht wird, vor der Ankunft der israelischen Soldaten erreichen konnten. Als die Armee(IDF) nach ihrem Eintreffen die restlichen Demonstranten am Weiterzug hinderte, warfen viele Kinder Steine auf die Militärjeeps in einer symbolischen Widerstandsgeste, angesichts der häufigen Invasionen des Dorfes durch die IDF und die zunehmenden Gewalttätigkeiten gegenüber den Dorfbewohnern. (...) Das Dorf errichtete aus diesem Anlass ein Zelt, in dem Fotos von vergangenen Demonstrationen gezeigt wurden und am Abend ein Fest mit Dabkatanzen gefeiert wurde. Den ganzen Tag allerdings war die geplante Veranstaltung im Visier der IDF, die durch Verhaftungen, Blockaden und Tränengas versuchte, diese Feier der Solidarität zwischen Palästinensern, Israelis und Internationalen unmöglich zu machen.

Nabi Saleh Resists 22 09 2010

Al-Ma`sara - Eine kleine Gruppe von Dorfbewohnern, internationalen und israelischen Aktivisten demonstrierte gegen die Konstruktion der Apartheidmauer in Al Ma’sara. Sie marschierten zum Dorfausgang, wo sie von Soldaten und der israelischen Grenzpolizei blockiert wurden. Dorfbewohner trugen T-Shirt gegen die Supermarktkette Rami Levi und trugen Kartons, die Siedlungsprodukte repräsentierten. Als die Demonstranten die Pappkisten anzünden wollten, warfen die Soldaten Tränengas und Schockgranaten auf die Menschen und setzten  so die Kartons in Brand.
 

Beit Ummar - Am 25. September wurde Bruno de Ginestet-Puivert, ein 21-jähriger Aktivist aus Frankreich bei einer Demonstration im Westbankort Beit Ummar verhaftet. Die Demonstranten hatten sich auf den Weg zum Land des Dorfes gemacht, als sie auf israelische Soldaten trafen, die ein Seil über den Weg gespannt hatten und jedem, der weitergehen wollte, mit Verhaftung drohten. Einige Jugendliche, die trotzdem vorbeigingen, wurden direkt mit Tränengaskanistern und Schockgranaten beschossen. Als einige Aktivisten Kartons der israelischen Supermarktkette Rami Levy, die Produkte aus den illegalen Westbanksiedlungen verkauft, verbrannten, packten Soldaten einen palästinensischen Organisator und schlugen ihn bewusstlos. Nur durch >>>

Hebron - Um gegen die Schliessung der Shuhadastrasse zu protestieren, marschierten die Demonstranten durch die Altstadt, begleitet vom Trommelspiel israelischer Aktivisten. Die IDF blockierte den Zugang zu dieser für Palästinenser und Aktivisten geschlossenen Strasse, indem sie ohne Rücksicht auf anwesende Kinder die Menge grob zurückstiessen. Der Protestzug machte bei einigen palästinensischen Geschäften halt, über denen israelische Siedlungen gebaut wurden. Geschäftsinhaber, Kunden und Demonstranten werden hier regelmässig mit Abfall und Abwasser verunreinigt, das die Siedler aus den Fenstern auf ihre Opfer schütten. http://palsolidarity.org/2010/09/14683/


Drei Demonstrationen in Gaza- Scharfschütze verletzt Demonstrant schwer - Ein 20 jähriger Palästinenser ist in kritischem Zustand im Krankenhaus, nachdem er mit einer “DumDum’ Kugel im Bauch getroffen wurde. Sliman Abu Hanza hatte am Sonntag an einer Demonstration in Al-Faraheen, Khan Younis gegen die von Israel auferlegte “Pufferzone” an der Grenze Gazas teilgenommen. Sliman ist ein weiteres Opfer der häufigen Angriffe auf Zivilisten nahe der Grenze, von denen viele tödlich enden. Vor zwei Wochen wurden ein Grossvater und zwei junge Verwandte in Beit Hanoun auf ihrem Feld erschossen. Am vergangenen Freitag erschoss die israelische Marine einen Fischer nur zwei Kilometer von der Küste. Der 20-jährige Mohamed Bakri stand kurz vor seiner Hochzeit. Zwei weitere Proteste gegen die “No-go Zone” fanden in Beit Hanoun und Maghazi statt. Zirka 35% von Gazas Feldern können nicht bearbeitet werden, weil Israel entlang eines mindestens 300 Meter breiten Grenzstreifens mit scharfer Munition schiesst. Die Folgen der Land- und Seeblockade für Gazas Bauern und Fischer werden in einem Bericht der Uno ( Between the fence and a hard place) geschildert. A’tah Abu Zarqa betonte bei den Protesten, dass Palästinenser so ihre andauernde Opposition gegen die israelischen Landkonfiszierungen seit 1948 demonstrieren wollen. Die international Gemeinschaft müsse Israels unilateral Versuche ablehnen, die Geographie und Demographie Palästinas zu ändern. Abbas solle sich sofort von den Verhandlungen zurückziehen. http://palsolidarity.org/2010/09/14735/


Yesh Din: Mangel an Arabischübersetzern benachteiligt Palästinenser - Ein Mangel an Arabischübersetzern für Palästinenser, die sich über Misshandlungen durch israelische Soldaten beschweren wollen, verlangsamt die Untersuchung ihrer Beschwerden durch die Armee, berichtete eine israelische Menschenrechtsgruppe. Yesh Din, eine Organisation, die Menschenrechtsverletzungen in der von Israel besetzten Westbank dokumentiert, wies daraufhin, dass Palästinenser bei der Abgabe von Zeugenaussagen vor den militärischen Ermittlungsbeamten immer weniger Hilfe bei der Übersetzung aus dem Arabischen ins Hebräische bekommen und Übersetzer, die anwesend sind, nicht kooperationswillig sind. Viele Kläger verlieren einen ganzen Arbeitstag, weil die Anreise Stunden dauert, und erfahren dann bei der Ankunft, dass kein Übersetzer zur Verfügung steht. Aktivisten betonten >>>

 

Kulturboykott - Die BDS-Bewegung in Israel - "Boykott, Desinvestition und Sanktionen" sind die Ziele der Aktivisten von "BDS". Würde Israel wirtschaftlich und kulturell boykottiert und von der internationalen Gemeinschaft isoliert, müsste die Regierung ihre Palästinenser-Politik ändern, lautet die lautstark propagierte These. Dass es Juden sind, die so zum Boykott des jüdischen Staates aufrufen, sorgt in Israel für entsprechende Aufregung. Doch die kleine Bewegung feiert erste Erfolge: Internationale Künstler haben geplante Konzerte in Israel abgesagt. >>>

Audio der Sendung bei - 3 Sat >>>

 
 

Silwan, How Border Policeman asking for Coffee

The video above depicts a woman in Silwan testifying that late at night an Israeli border policeman, who was stationed on her roof, broke the glass window in the video and instructed her to make him coffee. He seems to have thought she was alone in the house, although her husband was there.

 
 

Palestinian children betrayed by aid agencies - Eleanor Kilroy - Children develop a keen sense of injustice at an early age. This is experienced by exasperated carers all over the world as protestations, ad nauseam, of unfairness: “but she has a bigger piece; why can’t I go too?” Strategies employed, with limited success, include distracting the little people with alternate entertainment or treats, and fooling them into believing that they have actually got the better deal. Children grow wary of their carers’ motives not without reason. In the occupied Palestinian territory (oPt), children have the right to feel profoundly aggrieved for the betrayal is of a far more serious nature. A September 2010 report has found that Palestinian children’s rights to life and liberty are being sacrificed, as major donor agencies fail to challenge the Israeli state’s violations of international laws for fear of offending influential political lobbies. >>>

 
 

Bilin Weekly Demo01-10-2010

 
 

Settlers expand settlement, burn, bulldoze fields - Settlers began bulldozing Palestinian farmland to build a new settlement in the northern West Bank on Friday...Near Awarta village, also in the northern West Bank, settlers from the Itamar colony set fire to fields belonging to Palestinians

 
 

Gaza Horse Club

In Gaza, resisting Israel takes many different forms. Some people who lost homes and businesses during the war have been spurred on to not only rebuild - but to create opportunities in Gaza. One man has turned his anger into passion - and built a horse riding club. Al Jazeera's Nicole Johnston reports from Gaza

 
 

Security Disparities In East Jerusalem Make Conflict Inevitable - “What’s happening in Silwan is not just these past two weeks, it’s been happening for months,” Zakaria Odeh, the Director of the Civic Coalition for Defending Palestinian Rights in Jerusalem, told me when I visited him in his office in East Jerusalem. Israeli police and security guards looking down on the Al-Bustan neighbourhood of Silwan (East Jerusalem).Photo: Jillian Kestler - D’AmoursLast Wednesday, 22 September, Samer Sarhan was shot to death by a private security guard working for settlers in the East Jerusalem village of Silwan. Sarhan was 32-years-old and the father of five. Following his murder, violent clashes between the Palestinian villagers from Silwan and the Israeli police, guards, and settlers erupted >>>

Sonderseite zu Silwan >>>

 


2.10.2010
 

 

DU böse - Bild von Annamalt 2009 - Mehr zum Bild >>>

Palästina ist ja auch unser grosses leider nie endendes Thema,  der wütende (Steine werfende) Junge in der Bildmitte ist vielleicht ein Palästinenser . Das Thema der Bazonnale Ausstellung ist zwar Afghanistan, aber das Bild beschreibt auch den Irakkrieg und natürlich die Opfer der Politik der Schande. Annamalt + Edward Naujok

Das Bild und zwei andere sind zu sehen in der Ausstellung zum Thema Afghanistan vom 02.10.2010 bis 31.10.2010 in Weimar - Die BAZONNALE, eine halbjährlich stattfindende Independentausstellung, ist eine der größten internationalen Kunstausstellungen in Deutschland.
Für die Eröffnungsveranstaltung am 02. Oktober 2010 in Weimar werden als Ehrengäste und Redner der Botschaftsrat Abed Nadjib, Gesandter Botschaftsrat und Geschäftsträger der Islamischen Republik Afghanistan in der Bundesrepublik Deutschland sowie Frau Nadia Nashir-Karim, Vorsitzende des Afghanischen Frauenvereins e.V. erwartet

Ein unmögliches Familienfest - Triptychon von Annamalt  - Die Familie hat zum großen Fest eingeladen. Doch vielen Verwandten ist es unmöglich, dieser Einladung zu folgen. Grenzen, Mauern und die Willkür der Besatzungsmacht Israel  verhindern ein Treffen der israelisch-palästinensischen Großfamilie. >>>

Kriegsbilder von Anamalt >>>

 
 

«Mit Ideologie alleine lassen sich keine Siedlungen füllen» - Israel will mit der Siedlungstätigkeit laut Akiva Eldar neue Realitäten schaffen - Israel setzt den Siedlungsbau in den besetzten Gebieten fort und foutiert sich um die internationale Kritik. Das habe System, meint der israelische Meinungsmacher Akiva Eldar im Gespräch mit NZZ Online. Der jüdische Staat schaffe so neue Realitäten. Herr Eldar, besteht an den Wohneinheiten in den besetzten Gebieten überhaupt ein Bedarf? Israel bietet aus meiner Sicht auch für unsere Siedler genügend Wohnraum. Es besteht keine Wohnungsnot. Die Leute ziehen aus zwei Gründen >>>

 

 

Der “Friedensprozess” als Farce des Westens - Dr. Ludwig Watzal - Im Nahen Osten ist zum wiederholten Male der “Friedensprozess” ausgebrochen, und die internationale Medienöffentlichkeit ist wieder aus dem Häuschen. Argumente und politische Spitzfindigkeiten werden ausgetauscht und rhetorisch als „seriös“ hin und her gewälzt, als ob es um ein friedliches Nebeneinander des israelischen und palästinensischen Volkes auf Augenhöhe gehen würde. Darum ging es bereits 1993 nicht, als dieser „Friedensprozess“ zum ersten Male auf der internationalen Bühne zelebriert worden ist. Bereits zum damaligen Zeitpunkt war die Unterwerfung des kolonisierten Volkes angesagt. Yassir Arafat, der „Terrorist“ und „Freiheitskämpfer“, wurde von Yitzhak Rabin und US-Präsident Bill Clinton auf der internationalen Bühne als hoffähiger Akteur etabliert, damit er die Sicherheit der Siedler in den besetzten Gebieten und die der Bewohner in Israel proper mit sichern helfen sollte. Diese Rolle hatte er für einige Jahre gut gespielt, bis ihm klar wurde >>>

 

 

Von der Nakba nach Gaza - Werner Ruf  - Es gibt einen geraden Weg von der naqba, der Katastrophe, nach Gaza. Der Weg heißt Vertreibung. Sein Baumeister ist der Zionismus. Entstanden in der Zeit des Höhepunkts der europäischen Nationalismen mit all ihren rassistischen und ausgrenzenden Tendenzen, die sich gerade auch gegen Juden richteten, ist er zu verstehen als Defensivbewegung gegen die vor allem in Osteuropa massive Unterdrückung und Verfolgung der Juden. Kennzeichnend für alle Nationalismen, allen voran den deutschen, ist ihre mehr oder weniger ausgeprägte Gewaltförmigkeit, die die Durchsetzung ihrer Ziele begleitete. Jeder Nationalismus bedarf einer Identität, er muss ein «Wir» konstruieren, das Andere ausgrenzt: «… (die) Konstruktion von Eigenem und Fremdem war im Zuge der modernen europäischen Entwicklung die Nation. Sie schuf neue politische Einheiten, die neue Selbst- und Fremdbilder notwendig machten. »[1] Dem Zionismus boten sich hierfür zwei Identifikationsmöglichkeiten, Ethnie und/oder Religion, die sich nicht notwendigerweise ausschließen, aber durchaus konfliktträchtig sein können, da sie auf unterschiedliche Legitimationsstränge zurückgreifen. Dieser Konflikt ist weder innerhalb des Zionismus noch innerhalb des Judentums gelöst, er zieht sich in unterschiedlichen Formen bis in die Gegenwart und artikuliert sich beispielsweise auch in der innerjüdischen Debatte in Deutschland, ob und inwieweit (welche und wie viel) jüdische Kritik an der Politik des Staates Israel zulässig sei >>>

 

 

Al Nakba, Dokumentarfilm - (200 min) von Al-Dschasira-produziert wurde zum ersten Mal in arabischer Sprache am 60. Jahrestag der palästinensischen Katastrophe ausgestrahlt. Es wurde ins Englische übersetzt und im Jahr 2009 dann in vier verschiedenen Sprachen: Französisch, Deutsch, Spanisch und Italienisch. >>>

 
 

Israeli physicians for human rights support Goldstone report

 
 

 

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