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Mittwoch, 25. Mai 2016 - 10:36  -  THEMEN   -   LINKS   -  facebook   -   ARCHIV

 

Den Nahost-Konflikt einmal umschifft - Elsa Koester - Die umstrittene Boykottkampagne gegen Israel diskutierte mit ihren Kritikern  - Rund 200 Linke diskutierten in Kreuzberg über die Kampagne des BDS. Einige Teilnehmer äußerten Kritik, explizite Gegner waren jedoch nicht gekommen.

Am Sonntagabend zog eine Gewitterwolke in Kreuzberg auf, genauer: über dem Biergarten »Jockel«. Wenn sich 200 Linke, Palästinenser und jüdische Israelis in einen Raum drücken, um die Boykottkampagne gegen Israel zu diskutieren, ist die Luft zum Schneiden.

»Der BDS ist in Deutschland noch kaum bekannt und wird hier sehr oberflächlich diskutiert. Das wollen wir ändern«, leitete Doris Ghannam aus der Berliner Ortsgruppe die Veranstaltung ein. BDS steht für »Boykott, Kapitalabzug (›Divestment‹) und Sanktionen«. Und »oberflächlich diskutiert«, damit meinte Ghannam die Debatte über die Teilnahme des BDS an der Revolutionären 1. Mai-Demonstration und die damit verbundene Äußerung der Journalistin Jutta Ditfurth, der BDS und sein Umfeld seien »explizit antisemitisch«.

Knapp stellte Ronnie Barkan aus der israelischen BDS-Gruppe die Kampagne vor. Sie verfolge im Groben drei Ziele: Das Ende der militärischen Besatzung der Westbank, die politische und bürgerrechtliche Gleichheit von Palästinensern und jüdischen Israelis in Israel und das Rückkehrrecht palästinensischer Flüchtlinge. Als politische Mittel schlägt der BDS den wirtschaftlichen, akademischen und kulturellen Boykott aller israelischen Unternehmen und Institutionen vor, außerdem den Abzug internationalen Kapitals und die politische Sanktionierung des Staates Israel durch die internationale Staatengemeinschaft. Kein legitimes Mittel sei hingegen der Boykott von Individuen wie Künstlern oder Akademikern. »Die Kampagne richtet sich gegen alle Einrichtungen, die sich an der Unterdrückung von Palästinensern beteiligen«, so Barkan, der auch von einem »Apartheidsregime« sprach.

Die Kritiker ließen nicht lange auf sich warten. »Gilt das Rückkehrrecht dann nur für Palästinenser aus Israel, oder auch für Flüchtlinge aus Saudi-Arabien, oder auch für Sudetendeutsche? Oder ist BDS purer Antisemitismus, weil es eben nur >>>>



Sykes-Picot-Abkommen – Wikipedia >>>


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Teile und herrsche - Sykes-Picot-Abkommen: Vor hundert Jahren zogen Großbritannien und Frankreich die Grenzen des heutigen Nahen Ostens - Knut Mellenthin

Die europäischen Großmächte stritten im Ersten Weltkrieg auch um »ihre« Anteile am zerfallenden Osmanischen Reich (Britische Artillerie vor der Schlacht um Jerusalem 1917)

Am 23. November 1917 veröffentlichten die russischen Zeitungen Iswestija und Prawda ein zur damaligen Zeit sensationelles Dokument: Ein britischer und ein französischer Diplomat hatten sich im Mai 1916 im Auftrag ihrer Regierungen über die Nachkriegsaufteilung des Nahen Ostens verständigt. Nach diesen beiden Männern ist das Papier, dem eine Landkarte der Region mit Grenzmarkierungen beigefügt war, als »Sykes-Picot-Abkommen« bekannt.

Wirklich sensationell war jedoch nicht der Inhalt des Dokuments. Derart frivol und abenteuerlich anmutende Vereinbarungen zwischen zwei oder manchmal auch mehr Staaten wurden im 19. und auch noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu Dutzenden abgeschlossen und gehörten zur diplomatischen Routine. Auch das Deutsche Reich war an vielen derartigen Abkommen beteiligt. Aber weder der Inhalt noch auch nur die Existenz solcher Geheimverträge gelangten in der Regel an die Öffentlichkeit. So bestritten die Regierungen in London und Paris auch sofort ganz entschieden die Echtheit des Sykes-Picot-Abkommens und sprachen von »kommunistischer Propaganda«. Dennoch druckte die britische Tageszeitung Manchester Guardian das Papier am 26. November 1917 nach. >>>

Während die Palästinenser der Nakba gedenken, sollte Großbritannien sich zu seiner Verantwortung bekennen - Ahmad Samih Khalidi (pdf)

Kein anderer sich selbst als westliche Demokratie bezeichnender Staat gründet seine Gesetze in ethnisch-religiösen Unterscheidungen; kein anderer solcher Staat bestimmt ethnische Quoten zur Erhaltung eines 70%-30%Juden/Araber Verhältnisses für Jerusalem, „judaisiert“ Galiläa, oder lehnt die
Vorstellung eines „Staates für alle seine Bürger“ ab.


Vor 70 Jahren, nach der Nakba und der Gründung des Staates Israel auf den Trümmern der palästinensischen Heimat besteht die berechtigte Frage warum Israel ein „Sonderfall“ ist. Es ist wahr, dass auch viele andere Staaten nach einer nicht unbefleckten Empfängnis geboren wurden, aber sie erfahren nicht dieselbe Feindschaft wie Israel.


Doch wir sprechen nicht über Geschichte in diesem Fall, denn der Kampf um das Land Israel/Palästina hält noch immer an. Im Unterschied zu den Eingeborenen Nord- und Südamerikas, Australiens und anderswo, müssen die Palästinenser noch besiegt und unterworfen werden. Darüber hinaus wurde der Staat Israel im Licht des 20. Jahrhunderts geboren. Seine Taten müssen somit an den Maßstäben des 20. Jahrhunderts gemessen werden und nicht an denen des 15.-19. Jhd., vor allem da der Zionismus von sich behauptet eine moralische Kraft mit gutartigen Absichten zu sein; wenn dem so ist, müssen seine Aktionen und die daraus folgenden Konsequenzen entsprechend bewertet werden, ansonsten lädt sein moralischer
Anspruch dazu ein ihn als heuchlerisch zu bezeichnen. Ein anderer Grund warum Israel ein Spezialfall ist ist der, dass es ein lebendiges Beispiel für einen >>>

In welcher Weise bedroht das Ernten von Weizen Israel? - Rami Almeghari - Zaina Attia al-Amour, bekannt als Um Hani war gerade dabei Weizen zu ernten als Israel angriff. „Ich hörte eine laute Explosion“, sagte ihr Bruder Tyseer, der sich in der Nähe aufhielt. „Ich rannte zum Feld, nachdem ich Rauch am Himmel gesehen hatte. Als ich Um Hani fand, war sie in Blut getränkt.“

Tayseer wußte sofort wie seine 54-jährige Schwester umgebracht wurde. Das israelische Militär hatte Granaten auf das Feld gefeuert. Von Trauer überwältigt, begann Tayseer zu schreien und mit dem Fuß Sand in Richtung der Soldaten an der Begrenzung zwischen Gaza und Israel zu kicken. Um Hani lebte in al-Foukhari im Süden des Gazastreifens. Die Menschen dort haben ungeheuerlich unter israelischer Aggression gelitten.

Al-Foukhari ist eine der Gegenden, die am stärksten von den israelischen Angriffen auf den Gazastreifen im Jahr 2014 betroffen waren. Einige der Opfer waren tagelang unter den Trümmern ihrer Häuser gefangen, bevor sie gerettet werden konnten. >>>

`This time, Netanyahu will not escape the international community” - Raoul Wootliff - In his meeting with French Prime Minister Manuel Valls, PM Netanyahu reiterated his opposition to the international peace conference promoted by France, and offered instead to hold in Paris a bilateral meeting between himself and Palestinian President Abbas. In his own meeting with Valls, Palestinian Authority Prime Minister Rami Hamdallah dismissed Netanyahu`s proposal out of hand: "“Time is short. Netanyahu is trying to buy time… but this time he will not escape the international community.” “Time is short,” Hamdallah said. “[Prime Minister Benjamin] Netanyahu is trying to buy time… but this time he will not escape the international community.” >>>

Facing down Breaking the Silence, Israel tries to play the underdog - The state prosecutor stages a refined production in which it pretends to be the weaker party facing down a massive organization. The state wants Breaking the Silence to reveal the identity of a soldier it suspects of committing crimes during the Gaza war. - Alma Biblash

An Israeli Magistrate’s Court this week heard a challenge by anti-occupation group Breaking the Silence against a warrant ordering it to reveal the identity of a soldier who provided it with testimony about alleged crimes committed during the 2014 Gaza war.

Breaking the Silence is an organization of former Israeli soldiers that collects, verifies, and publishes first-person testimonies about Israel’s occupation and military control over Palestinians. >>>

Time to end the ‘hasbara’: Palestinian media and the search for a common story - Ramzy Baroud - Merely being in the company of hundreds of Palestinian journalists and other media professionals from all over the world has been an uplifting experience. For many years, Palestinian media has been on the defensive, unable to articulate a coherent message, torn between factions and desperately trying to fend off the Israeli media campaign, along with its falsifications and unending propaganda or ‘hasbara’.

It is still too early to claim any kind of paradigm shift, but the second Tawasol Conference in Istanbul, which took place 18 to 19 May, served as an opportunity to consider the vastly changing media landscape, and to highlight the challenges and the opportunities facing Palestinians in their uphill battle.

Not only are Palestinians expected to demolish many years of Israeli disinformation, predicated on a make-believe historical discourse that has been sold to the world as fact, but also to construct their own lucid narrative that is free from the whims of factions and personal gains.

It will not be easy, of course. - My message in the “Palestine in the Media” conference, organized by the Palestine International Forum for Media and Communication is that, if the Palestinian leadership is failing to achieve political unity, at least Palestinian intellectuals must insist on the unity of their narrative. Even the most compromising of Palestinians can acknowledge the centrality of the Nakba, the ethnic cleansing of Palestinians and the destruction of their towns and villages in 1947-48.

They can – and should – also agree about the hideousness and violence of the occupation; the dehumanization at the military checkpoints; the increasingly shrinking spaces in the West Bank as a result of the illegal settlements and the colonisation of whatever remains of Palestine; the >>>

EPA photographer refuses strip-search demand, departs PM`s office - Itamar Eichner/Becky Azran -  Atef Safadi, a Druze journalist with the European Pressphoto Agency (EPA), was asked by guards at the PM`s office in Jerusalem to pull down his trousers as a condition for being admitted to Netanyahu`s meeting with French PM Valls. He regarded the demand as humiliating. As a result of his departure, there were no photos of the event for the foreign media. The Foreign Press Association refused to accept photos offered by the Israeli governmental Press Bureau. >>>

Refugee camp committees shut down Nablus-area UNRWA offices over aid changes - Ma`an - In April, the UN agency for Palestinian refugees decided to halt its food distribution program in the camps and replace it with a cash card system, causing concern among UNRWA’s Palestinian employees, who say the move would jeopardize the jobs of 300 to 400 people who work at the organization’s distribution centers. >>>

The Abnormal Box - CO Tair Kaminer - blog from inside the military prison - Apparently, if I went to the Mental Health Office, I would get released fairly quickly, because that would silence the noise that I am making and would, more importantly, put me in the little square where they want to put me so they can show the world where I actually belong. But this fight is too important to me to agree to make the army`s life so easy. There is another way to get to the "abnormal box" and receive an exemption. A conscientious exemption. That is the exemption that I would like to receive, because after all it is my conscience that is not allowing me to serve in the army. So what`s the problem? >>>

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Time to end the ‘hasbara’: Palestinian media and the search for a common story


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22. 5. 2016

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