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2003 Corrie Rachel

 

 


Razan Al-Najjar
wurde ermordet.

 

 

3. 6. 2018
 


 

 

Mein Text zur Erschießung der 21jährigen Razan Al-Najja. Sie war Ersthelferin und Kollegin beim medico-Partner Palestinian Medical Relief Society im Gazastreifen. Sie wurde gestern östlich von Khan Younis bei einem Einsatz tödlich verwundet. - Riad Othman - 2. 6. 2018

Der Tod der Razan Al-Najjar
- Am 24. Mai lehnte der Oberste Gerichtshof die Petition der beiden medico-Partner Adalah (Haifa) und Al Mezan Center for Human Rights (Gaza) ab. Sie hatten das Gericht am 23. April dazu aufgefordert, den Gebrauch von scharfer Munition durch die israelische Armee gegen unbewaffnete DemonstrantInnen im Gazastreifen zu untersagen. Die Menschenrechtsorganisationen Association for Civil Rights in Israel, Gisha, HaMoked und Yesh Din hatten eine zweite Petition gestellt, die gemeinsam mit der unserer Partner verhandelt und auch abgelehnt wurde.

Die Richter folgten der Argumentation des israelischen Militärs, wonach die am Protest Beteiligten eine Gefahr für israelische SoldatInnen und ZivilistInnen darstellten. In ihrer Antwort auf die Ablehnung stellten Adalah und Al Mezan fest: „Der Oberste Gerichtshof Israels hat die breite Faktenbasis, die von den Petitionsstellern vorgelegt wurde und die zahlreiche Zeugenaussagen von Verwundeten sowie Berichte internationaler Organisationen beinhaltete, die an der Dokumentation der Tötung und Verwundung von unbewaffneten Protestierenden in Gaza beteiligt waren, völlig ignoriert. Es ist bemerkenswert, dass der Oberste Gerichtshof sich weigerte, sich Videos anzusehen, die den israelischen Beschuss von Demonstrierenden dokumentierten, und eher die Behauptungen des Staates völlig akzeptierte anstatt den eigentlichen Fall zu untersuchen.“

Kurz nach dem blutigen 14. Mai der Proteste im Rahmen „des Großen Marschs der Rückkehr“ kündigten die Veranstalter, aber auch in Gaza dominante politische Kräfte wie die Hamas an, dass die Freitagsdemonstrationen über den ursprünglich geplanten Schlusspunkt des 15. Mai hinaus bis zum 5. Juni fortgesetzt würden. Damit sollte nicht nur der Vertreibung und Flucht vor allem von 1948-49 im Rahmen des Nakba-Tages (alljährlich der 15. Mai) gedacht werden, sondern auch der sogenannten Naksa (arabisch: Rückschlag), womit die arabische Niederlage im Krieg von 1967 gemeint ist, der damals am 5. Juni begann.

Rückblende
- Vor gut drei Wochen traf ich mich in Gaza-Stadt mit drei freiwilligen Ersthelfern des langjährigen medico-Partners Palestinian Medical Relief Society (PMRS). Nada Al-Aham, Ahmed Ra’i und Mahmoud Al-Da’ur sind zwischen 21 und 31 Jahre alt. Zwei von ihnen, Nada und Mahmoud, engagieren sich ehrenamtlich als ErsthelferIn bei der PMRS, während Ahmed dort auch hauptamtlich als Krankenpfleger arbeitet, während er noch studiert. Alle drei waren zu dem Zeitpunkt seit Jahren als medizinische Nothelfer immer wieder für die PMRS im Einsatz und seit dem Beginn der Proteste Ende März auch immer bei den großen Demonstrationen am Zaun zu Israel anwesend. Dort bargen sie auch Verletzte aus der Gefahrenzone, d. h. der rund 300 Meter tiefen Pufferzone zum Zaun hin.

Auf die Frage, wie das mit der Bergung überhaupt funktioniere, wenn scharf geschossen werde, sagte Mahmoud damals: „Im Feld gibt es keine Sicherheit. Wenn wir Verletzte bergen, gibt es keine Kommunikation mit den Soldaten. Wir gehen langsam mit erhobenen Händen zu den Verwundeten. Aber eine Garantie dafür, dass nicht auf dich geschossen wird, gibt es nicht.“ Alle drei hatten damals angesichts der Zahl verletzter KollegInnen den Eindruck, dass nicht einmal zwischen medizinischem Personal, JournalistInnen und DemonstrantInnen unterschieden werde, umso weniger zwischen friedlich und gewalttätig Protestierenden.

Nada lebt in Khan Younis. Sie ist mit ihrem Team deshalb meistens auch dort im Einsatz. Sie beschrieb, wie sie Verletzte auch aus der Nähe des Zaunes geborgen hatte. Einmal war ihr besonders im Gedächtnis geblieben: „In Khan Younis schien es an dem Tag für Frauen sicherer, sich als Ersthelferinnen dem Zaun zu nähern. Also ging nur ich, sehr langsam, mit erhobenen Händen und klar als medizinisches Personal erkennbar, wie es unser Sicherheitsprotokoll vorsieht, zu dem Verwundeten. Dann brachte ich ihn aus der Pufferzone, damit wir ihn verarzten konnten.“ – „Du hast einen Erwachsenen alleine aus der Pufferzone getragen?“ – „Ich zog ihn an den Armen. Das ging, weil es kein Mann war, mehr ein Junge, vielleicht 14, 15 Jahre alt.“ – „Konntest du sicher sein, dass dir dabei nichts passiert?“ – „Nein. Dass mir als Frau erlaubt wurde mich dem Zaun zu nähern, sehe ich als Ausnahme, nicht als Regel. Verlassen würde ich mich darauf nicht. Es gibt ja keine direkte Kommunikation.“

Epilog
- Eine ihrer Kolleginnen, Razan Al-Najjar, lebte in Khuza’a, östlich von Khan Younis. Neben dem weiter nördlich gelegenen Shuja’iya war dies das im Krieg von 2014 am stärksten zerstörte Stadtviertel des gesamten Gazastreifens. Nada und Razan engagierten sich nicht nur beide in Khan Younis, sie waren auch gleich alt. 21 Jahre. „Auch wenn Verletzte in der Nähe des Zauns liegen, gehen wir da hin, um zu helfen. Wir sind Ersthelfer. Das ist, was wir tun“, hatte ihr Kollege Mahmoud am 10. Mai gesagt.

Bei den Freitagsprotesten am 1. Juni 2018 wurde Razan Al-Najjar, die sich ehrenamtlich als Krankenschwester und Ersthelferin engagierte, durch das Feuer eines israelischen Scharfschützen getötet. Laut Zeugen, die von Al Mezan Human Rights Center befragt worden sind, wurde sie östlich von Khan Younis bei dem Versuch, einen verletzten Demonstranten gemeinsam mit anderen in Richtung der Sanitätszelte im örtlichen Protestcamp zu evakuieren, gegen 18:45 Uhr durch einen Schuss in den Rücken mit scharfer Munition tödlich verwundet. Razan war in ihrer weißen Bekleidung klar als Sanitäterin erkennbar und befand sich etwa 100 Meter vom Zaun entfernt, von dem sie sich mit den anderen und dem Verletzten wegbewegte. Sie wurde noch aus der Pufferzone getragen, und in einem Sanitätszelt vor Ort gab es eine erste notfallmedizinische Versorgung inklusive künstlicher Beatmung, bevor sie ins Nasser Hospital in Khan Younis transportiert wurde. Dort musste eine halbe Stunde später ihr Tod festgestellt werden. Das war nicht das erste Mal, dass Razan im Einsatz durch die israelische Armee verletzt wurde. Am 20. April traf sie ein gummiummanteltes Stahlgeschoss am Fuß, am 28. April ein Tränengaskanister auf der Brust. Auch 29 weitere SanitäterInnen der PMRS wurden während der Proteste verletzt. Razan aber ist das erste Todesopfer.

medico trauert mit den Angehörigen und FreundInnen Razan Al-Najjars und mit den KollegInnen der PMRS. Angesichts der Ereignisse der letzten Wochen und des Todes unserer Kollegin bekräftigt medico seine Unterstützung für eine unabhängige Untersuchungskommission der Geschehnisse im Gazastreifen seit Beginn der Proteste. Die Entsendung einer solchen wurde im Mai durch eine Mehrheit von 29 zu 2 Stimmen bei 14 Enthaltungen im UN Menschenrechtsrat beschlossen, in dem kein Staat ein Vetorecht hat. Die Vereinigten Staaten hatten zuvor ihr Veto genutzt, um eine entsprechende Resolution im UN-Sicherheitsrat zu blockieren. Die israelische Regierung hat bereits angekündigt, nicht mit der Kommission kooperieren zu wollen. Quelle facebook

 

 

 


 

URGENT STATEMENT - by Dr. Mustafa Barghouti, President of PMRS  - PMRS volunteer medic killed by Israeli sniper in Gaza yesterday - Ramallah, Saturday 02 June 2018
 

"Today the Palestinian Medical Relief Society mourns the loss of one of our own. 21-year old volunteer medic Razan Al Najjar was shot and killed by an Israeli sniper yesterday in Gaza as she was attempting to provide first aid to an injured protester. She was shot to the chest, the bullet ripping through the white vest with red emblem and PMRS logo that was marking her as medical personnel.

Yesterday, 3 other PMRS first aiders were injured by live bullets: Rami Abu Jazar, Mahmoud Fa’wur and Mahmoud Odeh. In total, Israel has injured 245 paramedics since the end of March, 29 of them with live ammunition and targeted 40 ambulances.
Shooting at medical personnel is a war crime under the Geneva conventions, as is shooting at children, journalists and unarmed civilians.

We demand an immediate international response to Israeli humanitarian law violations in Gaza. We call on our international friends and partners to publicly condemn Razan’s killing and to demand that Israel be held accountable for its crimes under international law.
We grieve with her family and our colleagues in Gaza during this tragic time. We ask our partners who are in the country to please join us tomorrow at 12pm at the Manara circle in Ramallah to honor Razan’s memory and demand an end to the bloody oppression of Gaza. We will be receiving condolences later that day from 3 to 7pm at the PMRS headquarters in Al Bireh.

In Gaza, PMRS, together with PNGO, health sector and human rights organizations, calls for partners to meet in front of the WHO and UN Human Rights commission building at 12pm on Sunday to demand justice for Razan and for Gaza." Quelle


 


Palestinian medic, 21, is killed by Israeli sniper as she tends wounded in Gaza
- 1. 6. 2018 - Razan Ashraf Al-Najjar, 21, nurse killed in Gaza, June 1, 2018 - Today’s news from Gaza was especially disturbing. Israeli snipers shot 40 protesters and killed one of them: Razan al-Najjar, a 21-year-old volunteer medic. She was wearing a white coat when she was shot, news accounts say, and one report says she was attempting to tend a wounded protester.

Update: Her funeral was Saturday June 2, and thousands attended. Was die internationale Presse dazu sagt  >>>


 

 


 

 
Annettes Kolumne – Konflikte an der Grenze zu Gaza - 1. 6.  2018 -  Annette Groth - „Wir können nicht all diese Leute ins Gefängnis stecken“ - Das ist die Antwort der Sprecherin des israelischen Außenministeriums, Michal Maayan, am 14.5. in einem Interview mit dem israelischen Fernsehsender RTÉ auf die Frage, warum Soldaten auf die palästinensischen Demonstranten schießen. 1 Diese Äußerung ist ungeheuerlich und kaum zu glauben. Man stelle sich vor, Putin oder ein Sprecher der iranischen Regierung hätte diesen Satz gesagt, es hätte einen weltweiten Aufschrei gegeben, der Satz wäre in allen deutschen Medien prominent erschienen und Außenminister Maas hätte sofort mit allen möglichen Sanktionen und Strafaktionen gedroht. Aber in unseren Mainstreammedien war über diese barbarische Ungeheuerlichkeit von Michal Maayan nichts zu lesen.

Stattdessen ereiferte man sich über eine Karikatur in der „Süddeutschen Zeitung“, die der renommierte Karikaturist Dieter Hanitzsch von dem israelischen Premierminister Netanjahu zeichnete. Die Karikatur zeigt Benjamin Netanjahu mit großen Ohren, riesiger Nase und dicken Lippen. Davidsterne zieren eine Rakete, die er in den Händen hält, und den Schriftzug „Eurovision Song Contest“. ´Das ist blanker Antisemitismus´ kritisierten Vertreter der Jüdischen Gemeinde in Berlin und zettelten einen Shitstorm gegen die „Süddeutsche“ an, was die Geschäftsführung zur Aufkündigung der jahrzehntelangen Zusammenarbeit mit Hanitzsch veranlasste.

Aufgrund von bislang sechs Beschwerden ist jetzt der Deutsche Presserat mit der Karikatur befasst und wird ein Prüfverfahren einleiten. Der Beschwerdeausschuss des Presserats entscheidet am 12. Juni über den Fall.2 Auf das Ergebnis kann man gespannt sein.

Es ist geradezu grotesk, dass ein Aufschrei durch die Republik wegen einer Karikatur geht, während das Massaker vom 14.5. mit 60 von israelischen Scharfschützen erschossenen Palästinensern und über 2500 Verletzten von deutschen Medien verharmlosend als „gewalttätige Auseinandersetzungen“ abgehandelt wird. Seit dem 30. März sind 114 Palästinenser durch israelische Scharfschützen erschossen worden. Darunter sind 13 Kinder – 12 Jungen und ein Mädchen, ein durch Tränengas ersticktes Kleinkind von 8 Monaten sowie zwei Journalisten.3 Unter den Verletzten sind 1500 durch Schusswaffen und 1000 durch Tränengas verwundet worden.

Gideon Levy, einer der renommiertesten israelischen Journalisten stellt am 17.5. in Haaretz die rhetorische Frage, wie die israelische Bevölkerung reagiert hätte, wenn an einem Tag 60 streunende Hunde getötet worden wäre. Es hätte einen Aufschrei durch das ganze Land gegeben und die Schuldigen wären vor Gericht gestellt worden, es hätte überall Gedenkgebete für die getöteten Hunde gegeben  >>>
 

 

2. 6. 2018


 

 

Videos -  Razan Ashraf al-Najjar, eine  21 Jahre alte palästinensische Sanitäterin / Krankenschwester, wurde am 1. 6. 2018, östlich von Khan Yunis von der IDF getötet.

Wie der Befehlshaber der Scharfschützen sagte. Wir wissen auf wen wir schießen.
"Najjar wurde in den Nacken geschossen, während sie eine Medizinuniform trug und im Einsatz war, und das ist ein Kriegsverbrechen", erklärte am Abend der Palästinensische Gesundheitsminister Dr. Jawad Awaad.

Es gab über 100 verletze - Die Zahl der Getöteten steigt auf 129.   >>>
 

Video - Razan Najjar als Helferin

 

Video - Razan Najjar als Opfer Israels


 

 




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