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Trumps Friedensplan für Nahost – der «Deal of the Century» als Flop des Jahrhunderts? - Nora Müller - Als am US-Immobilienmarkt geschulter Mega-Dealmaker traut sich Präsident Trump zu, den Dauerkonflikt zwischen Israeli und Palästinensern in einem Handstreich zu lösen. Ob das angekündigte Vorhaben ein Erfolg sein wird, steht zu bezweifeln – allzu sehr hat seine Administration schon jetzt für Israel Partei genommen. - 29.8.2018

Schon während des Wahlkampfs kündigte US-Präsident Trump einen «ultimativen Deal» an, mit dem der Dauerkonflikt zwischen Israeli und Palästinensern endgültig beigelegt werden soll. Nun scheint die Veröffentlichung der Friedensinitiative bevorzustehen. Wenig ist bisher über das mit Spannung erwartete Dokument aus der Feder von Trump-Schwiegersohn Kushner bekannt. Doch angesichts der durchsickernden Details zeichnet sich ab: Der «Deal of the Century» könnte zum Flop des Jahrhunderts geraten.

Nach Angaben des Weissen Hauses handelt es sich um den detailliertesten Friedensplan aller Zeiten, dessen Herzstück massive Infrastruktur- und Industrieprojekte zur Wiederbelebung der palästinensischen Wirtschaft bilden. Der Frage nach der Aufteilung des Westjordanlandes – des Pudels Kern im israelisch-palästinensischen Konflikt – wird offenbar weniger Bedeutung beigemessen. Schon unken Beobachter, den Palästinensern sollten Konzessionen zugunsten Israels mit der Aussicht auf wirtschaftlichen Aufschwung und bessere Lebensverhältnisse abgekauft werden.


Parteiischer Makler
- Überhaupt hält sich das Gerücht, der Trump-Plan begünstige vor allem Israel, hartnäckig und wird so schon jetzt zur Hypothek für die Initiative. Denn ein parteiischer Makler taugt nicht zum Friedensstifter. Nach Trumps Entscheidung, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, brach die Palästinensische Autonomiebehörde jegliche Gespräche mit Washington ab. Angesichts der amerikanischen Weigerung, die für 2018 eingeplanten Hilfeleistungen für Palästina in voller Höhe auszuzahlen, und der Berichte über Kushners Absicht, das Palästina-Hilfswerk der Uno zu demontieren, wächst der Unmut in Ramallah. Auch Mutmassungen über eine endgültige Zweiteilung der palästinensischen Gebiete in Westjordanland und Gazastreifen mit dem Segen der Amerikaner lassen bei der palästinensischen Führung die Alarmglocken schrillen.

Ein parteiischer Makler taugt nicht zum Friedensstifter.
- Während im Weissen Haus am «Finish» des Friedensplans gefeilt wird, stehen die Zeichen vor Ort auf Eskalation. Die Spannungen zwischen Israel und der im Gazastreifen regierenden Hamas entladen sich in immer kürzeren Abständen. Solange der Kreislauf aus schlechter Regierungsführung, extremer Armut, politischer Radikalisierung und israelischer Blockade anhält, ist es bis zur nächsten Explosion in dem dichtbesiedelten Küstengebiet nur eine Frage der Zeit. Ob die geplanten Infrastrukturinvestitionen Abhilfe >>>

 


 


Protest gegen Israels Wissenschaftsminister Professorinnen boykottieren deutsch-israelisches Gremium - Israels Wissenschaftsminister hat eine Forscherin aus einer deutsch-israelischen Stiftung ausgeschlossen - wegen ihrer politischen Überzeugungen. Nun ziehen zwei deutsche Mitglieder Konsequenzen. - Ute Frevert -  29.08.2018

Die Deutsch-Israelische Stiftung für Forschung und Entwicklung (GIF) ist ein Leuchtturmprojekt der bilateralen Zusammenarbeit zwischen Berlin und Jerusalem. Herausragende deutsche und israelische Wissenschaftler, die gemeinsam an zivilen Forschungs- und Entwicklungsprojekten arbeiten, werden von der Stiftung unterstützt. Wer die begehrten Gelder bekommt, darüber entscheidet ein paritätisch besetztes Kuratorium, in dem neben den jeweiligen Forschungsministerin beider Länder je drei herausragende Forscher sitzen. Nun ist um die Neubesetzung dieses Gremiums ein Streit eskaliert.

Zwei deutsche Professorinnen sind aus Protest gegen eine Entscheidung Israels aus der GIF ausgetreten. Der Grund: Israels Wissenschaftsminister Ofir Akunis von der konservativen Regierungspartei Likud hatte die zunächst angekündigte Ernennung der israelischen Neurologin Yael Amitai für die Stiftung gestoppt.

Amitai hatte vor einigen Jahren eine Petition unterschrieben, in der sie ihre Sympathie mit Akademikern bekundete, denen aufgrund ihrer Wehrdienstverweigerung in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten Konsequenzen drohten.

Streit über politische Instrumentalisierung der GIF
- In ihrem Rücktrittsschreiben haben sich nun Ute Frevert von der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin und Brigitte Röder von der Universität Hamburg mit israelischen Wissenschaftlern solidarisiert, die wegen Amitais Ausschluss zum Boykott der Stiftung aufriefen. "Die Arbeit des GIF ist zu wichtig, um sie durch politische Scharmützel korrumpieren zu lassen", schrieben Frevert und Röder an  >>>

 

 

 


Protest gegen Minister - 29. August 2018 - Forscherinnen legen Ämter in einer deutsch-israelischen Stiftung nieder, da Wissenschaftsminister Ofir Akunis sich in ihre Personalpolitik einmischt. Er berief einen ihm ideologisch nahestehenden Professor. - Moritz Baumstieger

Yael Amitai ist Neurowissenschaftlerin, an der Ben-Gurion-Universität in Beer Scheva beschäftigt sie sich vor allem mit dem Neocortex von Säugetieren, einem Teil der Großhirnrinde. Ihr Forschungsgebiet ist denkbar unpolitisch, dennoch steht Amitai seit mehr als einem Monat im Mittelpunkt eines durch und durch politischen Streits. Seine neuste Wendung führte dazu, dass zwei deutsche Wissenschaftlerinnen ihre Sitze im Kuratorium einer israelisch-deutschen Forschungsstiftung aufgaben. Zuvor hatten bereits mehr als 460 israelische Hochschuldozenten angekündigt, nicht mehr mit der Institution zusammenarbeiten zu wollen.

Der Protest der Professoren richtet sich nicht gegen die Hirnforscherin, sondern gegen Israels Wissenschaftsminister Ofir Akunis. Der Politiker der rechten Likud-Partei hatte Amitai im Juli die Zustimmung zu ihrer Berufung in das Kuratorium der Deutsch-Israelischen Stiftung für Forschung und Entwicklung (GIF) verweigert - weil ihm die Privatmeinung der Forscherin nicht gefiel: 2005 hatte Amitai seiner Darstellung nach zur Wehrdienstverweigerung aufgerufen, was gegen israelisches Recht verstößt. Amitai widerspricht: Sie habe eine Petition gezeichnet, die jungen Akademikern Sympathie und "Unterstützung" zusicherte, die nicht in besetzten Gebieten dienen wollten - ein Unterschied.

Ofir Akunis berief einen ihm ideologisch nahestehenden emeritierten Professor

Die israelischen Hochschullehrer, die nun protestieren, sehen die Unabhängigkeit der Wissenschaft in Gefahr: Wenn schon private Meinungsäußerungen universitäre Karrieren hemmen - wie wird dann erst mit akademischen Positionen verfahren, die der Regierung nicht passen? Manche gehen mit ihrer Kritik über den Fall Amitais hinaus: Kurz bevor Akunis die ihm nicht genehme Wissenschaftlerin verhindert hat, berief er einen ihm ideologisch nahestehenden emeritierten Professor für Chirurgie: Yehuda Skornick ist Mitglied von Siedlerorganisationen und steht militanten rechten Kreisen nahe. >>>

 


Deutsch-Israelische Stiftung  - 01.12.2011 - Die Deutsch-Israelische Stiftung für Wissenschaftliche Forschung und Entwicklung (G.I.F.) wurde 1986 vom Bundesministerium für Forschung und Technologie der Bundesrepublik Deutschland und dem Ministerium für Wissenschaft und Technologie des Staates Israel ins Leben gerufen und von der Israelischen Knesset sowie vom Deutschen Bundestag als juristische Person gegründet. G.I.F. unterstützt kooperative Studien deutscher und israelischer Forscher aller wissenschaftlichen Fachgebiete und ist die einzige binationale Stiftung mit Deutschland als Partner.

Das G.I.F.-Kuratorium setzt sich zusammen aus 4 deutschen und 4 israelischen Mitgliedern. Seine Co-Chairmen sind die Forschungsminister beider Länder, die anderen Kuratoriumsmitglieder sind anerkannte Wissenschaftler. Das Kuratorium kommt einmal im Jahr abwechselnd in Israel und Deutschland zusammen, um über die Bewilligung neuer Forschungsprojekte sowie über Richtlinien und Verwaltungsangelegenheiten zu entscheiden.  >>>

 


Elor Azaria sagt, er habe "keinerlei Reue" dafür, dass er verwundete Palästinenser getötet hat.
- In einem Interview mit Israel Hayom verteidigt der ehemalige Soldat seine Taten drei Monate nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis.

Elor Azaria war ein israelischer Soldat, der neun Monate im Gefängnis verbrachte, weil er einen verwundeten Palästinenser getötet hatte. Er sagte drei Monate nach seiner Entlassung, er habe "keinerlei Reue", in Auszügen aus einem am Mittwoch veröffentlichten Interview.

Im Gespräch mit der rechten israelischen Zeitung Israel Hayom - die das vollständige Interview am Freitag veröffentlichen wird - sagte der 22-jährige Elor Azaria, dass er sein Handeln im März 2016 nicht bereut habe, als er den 21-jährigen Palästinenser Abd al-Fattah Yusri al-Sharif in der von Israel besetzten Westjordanland-Stadt Hebron erschoss.

Sharif lag bewegungslos auf dem Boden, verwundet nach einem versuchten Messerangriff auf israelische Soldaten, als Azaria ihm in den Kopf schoss. Ein weiterer Palästinenser, Ramzi Aziz al-Tamimi al-Qasrawi, 21, wurde bei demselben Vorfall von israelischen Streitkräften getötet.

"Ich bin in Frieden mit dem, was ich getan habe, ich habe richtig gehandelt und bin meiner inneren Wahrheit gefolgt", sagte Azaria zu Israel Hayom. "Es besteht kein Zweifel, dass, wenn Sie mich zu den Sekunden in Hebron zurückbringen würden, als sich das Ereignis entfaltete, ich genau das Gleiche noch einmal tun würde, denn das war es, was getan werden musste."

"Ich habe keinerlei Reue", fügte er hinzu.


Die Schießerei, die von der israelischen Anti-Besatzungs-NGO B'Tselem vor der Kamera festgehalten und öffentlich gemacht wurde, löste in Israel Aufruhr aus.

Viele argumentierten, dass Azaria bei der Tötung von Sharif richtig gehandelt habe und es nicht verdient habe, bestraft zu werden, während andere sagten, dass der Palästinenser damals keine Bedrohung darstellte und dass Azarias Aktionen gegen militärische Einsatzregeln verstießen.

"Der Vernehmungsbeamte sagte mir: "Sie werden des Mordes an einem Palästinenser angeklagt werden", sagte Azaria und erinnerte sich an sein erstes Verhör zu diesem Fall. "Ich war schockiert und antwortete:'Welcher Mord? Was ist los mit dir? Welcher Palästinenser? Er ist ein Terrorist.'"

Der ehemalige Soldat fuhr fort, Israel Hayom zu erzählen, dass Sharif ein Messer neben sich hatte und dass der schwere Mantel des jungen Palästinensers ihn zu der Annahme veranlasst hatte, dass er immer noch eine Bedrohung darstellte und möglicherweise Sprengstoff bei sich trug.

Videoaufnahmen zeigten jedoch, dass das Messer nach dem Schuss näher an Sharifs Körper getreten worden war und dass einige Israelis am Tatort ähnlich dicke Mäntel getragen hatten.

Azaria wiederholte auch die Verteidigungslinie, die von seinen Anwälten während des Prozesses benutzt wurde und sagte Israel Hayom, dass er von der israelischen Armee als Sündenbock benutzt wurde.

"Ein IDF-Soldat wurde geopfert, nur damit die Palästinenser keinen Tag der Wut auslösen konnten", sagte er. "Hätte ich einen fairen Prozess gehabt, wäre ich vollständig freigesprochen worden, und viele Leute hätten ihren Blick senken müssen."

Eine Reihe von Menschenrechtsorganisationen - wie B'Tselem - argumentieren seit langem, dass israelische Militärgerichte nur selten Soldaten verfolgen, die beschuldigt werden, Palästinenser getötet zu haben, während ausgewählte Fälle als "Feigenblatt" verwendet werden, um "den Anschein eines funktionierenden Justizsystems zu erwecken, das es israelischen Beamten erlaubt, sowohl in Israel als auch im Ausland geltend gemachte Behauptungen, dass Israel das Gesetz über Soldaten, die Palästinensern schaden, nicht durchsetzt", abzulehnen. 

Azaria weigerte sich, sich schuldig zu bekennen und wurde zunächst wegen Totschlags zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt, um dann im Mai, nachdem er nur die Hälfte seiner Strafe verbüßt hatte, als Held willkommen geheißen zu werden.

Anfang dieses Monats enthüllten die israelischen Medien, dass Azaria seine hochkarätige Militärgerichtsverurteilung in ein Leben voller Luxus übersetzt hatte, indem er Geschenke und Vergünstigungen von Unterstützern aus dem ganzen Land erhielt, die ihn "unseren König" nannten.

Mit seinem Aufenthalt im Gefängnis hinter sich, bietet Azaria regelmäßig Ratschläge für Israelis an, und es wird berichtet, dass er darüber nachdenkt, Jura zu studieren, um Soldaten zu verteidigen, die wegen ähnlicher Straftaten angeklagt sind, so die israelische Nachrichtenseite Mako.

Jedoch hat Azarias Status als Held für viele Israelis seine Grenzen, da Israels Ministerium für innere Sicherheit seinen Antrag auf einen Waffenschein Anfang dieses Monats ablehnte.   Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator   Quelle


 

Dokumentation - 24. 3. 2018- Exekution eines verwundeten Palästinensers. - Elor Azaria, derMörder von Abdal-Fatah al-Sharif  >>>
 


Censored film names Adam Milstein as Canary Mission funder - Asa Winstanley and Ali Abunimah -  27 August 2018 - Israel lobby financier Adam Milstein has been identified as the funder of Canary Mission, the anonymous website that aims to tarnish the reputations of US supporters of Palestinian rights.

Milstein is named as the financier of Canary Mission by Eric Gallagher, a former employee of The Israel Project, in Al Jazeera’s censored investigative film, The Lobby – USA.

The Electronic Intifada is releasing segments it has obtained of the film: one shows Gallagher telling an undercover Al Jazeera reporter about Milstein’s role and the other shows Milstein talking about the need to “investigate” and “expose” critics of Israel, who Milstein believes are not only anti-Semites, but also “anti-Christian” and “anti-freedom” activists who “terrorize us.”

The film also reveals that Israel lobby operatives who rely on information provided by Canary Mission “coordinate” their activities with the Israeli government.

The revelation could help explain more recent reports that Canary Mission profiles are being used by Israeli border officials to deny Palestinian Americans entry to their homeland.

As a broadcaster licensed in the UK, Al Jazeera operates according to the code set by the regulator Ofcom.

These rules require that Milstein and other pro-Israel figures featured in the film be given an opportunity to reply to allegations. Neither Milstein, Gallagher nor dozens of other pro-Israel figures who appear in the film responded to Al Jazeera’s “right to reply” letters, the film states.

Despite intense efforts to find out who is behind Canary Mission, it is only Al Jazeera’s investigative unit that has been able to identify Milstein as the website’s driving force.

Last week The Grayzone Project reported that Howard Sterling, a wealthy lawyer and fervent supporter of Israel, owns the internet domain name used by the Canary Mission website. But Sterling, unlike Milstein, is relatively unknown.

McCarthyism for Israel

Alongside his associate Sheldon Adelson, Milstein is a high-profile figure in the Israel lobby.

Milstein’s foundation funds such anti-Palestinian organizations as the Israel on Campus Coalition, StandWithUs, CAMERA, the AMCHA Initiative and the Foundation for Defense of Democracies.

Milstein also funds the Israeli-American Council, a lobby group whose board he chairs.  >>>


 

Censored film names Adam Milstein as Canary Mission funder
Asa Winstanley - 5. 3. 2018  >>>
 


 


VIDEO - Palestinians go up against machines and IDF to protect their land


 

29. 8. 2018

 

'Feindesblut zu vergießen ist erlaubt'; Nach Angriff von Siedlern sagen israelische Aktivisten ihre Meinung - Orly Noy - 26.08.2018 - Vier linke israelische Aktivisten wurden ins Krankenhaus gebracht, nachdem sie am Samstag in der Westbank von Siedlern tätlich angegriffen worden waren.

Siedlergewalt gegen Aktivisten ist in den letzten Monaten häufiger geworden, trotzdem scheint es, dass die Obrigkeit sehr wenig tut, um sie zu stoppen.

Als ich die ersten Berichte darüber hörte, dass Siedler des illegalen Außenposten Mizpe Yair in den Südhügeln von Hebron eine Gruppe von linken israelischen Aktivisten tätlich angegriffen hatten, erinnerte ich mich an die Instruktionen, die ich genau vor genau zwei Jahren an diesem Ort erhalten hatte. Einer der Aktivisten sagte mir: "Sei sehr vorsichtig. Siedler können plötzlich aus dem Nichts auftauchen, und sie haben keine Angst Gewalt anzuwenden. Sie stehen immer bereit." Am Samstag war derselbe Aktivist einer von sechs, die angegriffen wurden und ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Pepe Goldman war also einer der sechs Angegriffenen. "Jetzt geht es mir wieder gut", sagte er mit einige Stunden nach dem Vorfall. "Es tut ein bißchen weh, aber es ist okay. Ich wurde auf meinen Brustkorb geschlagen, aber glücklicherweise ist nichts gebrochen." Von den anderen Aktivisten, sagte Goldmann, musste einem eine tiefe Wunde am Arm genäht werden, ein anderer dürfte einen Beckenbruch haben, ein anderer hat den Fuß verrenkt und einer, der zu Boden geworfen wurde, musste in Jerusalem ärztlich behandelt werden.

Goldman war bei Ta'ayush aktiv, einer linken israelischen Organisation, die die Siedlungsexpansion dokumentiert und palästinensische Schäfer zwei Jahre lng vor Siedlergewalt geschützt hat. "Wir zogen wie immer am Samstag um 6 Uhr früh los, um die Schafhirten zu begleiten. Manchmal, wenn wir einen illegalen Siedlungsbau entdecken, bleiben wir stehen und machen ein Foto, um es für die Dokumentation für die Besatzungsbehörde (Civil Administration) weiterzuleiten. Meistens passiert nichts, vielleicht Flüche oder eine Rangelei. Wenn wir ankommen, erklärt die Armee für gewöhnlich das Gebiet zur militärischen Sperrzone – für uns gesperrt, nicht für die Siedler."

"Heute, nachdem wir die Schäfer begleitet hatten und auf dem Weg zurück nach Jerusalem waren, hörten wir, dass die Armee in ein palästinensisches Haus in dieser Gegend gegangen war und ohne Vorwarnung Telefone, Arbeitwerkzeut etc. Konfisziert hatte. Wir gingen hin, schrieben die Information auf, fuhren nach Mizpe Yair, wo wir den neuen illegalen Bau fotografieren wollten, Als wir hinkamen, forderte die Armee uns auf wieder zu gehen, hinderte uns aber nicht daran zu fotografieren.

Aber dann kamen die Siedler und verlangten von den Soldaten, uns wegzuschaffen, und an einem bestimmten Punkten griffen sie die Soldaten verbal an. Plötzlich waren 20 Siedler da und warfen uns von einer 1,5m hohen Struktur (Gebäude, Gerüst), auf der wir standen, hinunter auf eine Stelle voller Baustellenabfall. Als wir dort lagen, warfen sie weiter Steine auf uns. Sie stahlen sechs von unseren Fotoapparaten und durchwühlten unsere Taschen."

Was machten die Soldaten? - Die Soldaten versuchten sie höflich zu überreden aufzuhören, aber das half nicht. Die Siedler verfolgten uns weiter, sogar als wir uns zurückgezogen hatten, sogar als wir schon im Rettungswagen waren, fuhren sie fort uns zu verfluchen.

"Die Soldaten bekommen ihre Anweisungen von Sicherheitskoordinator von Mizpe Yair. Sie gehorchen ihm tatsächlich. Das ist ein Phänomen, das man in den ganzen besetzten Gebieten sehen kann – die Siedler haben das Sagen. Ich kann die Soldaten, die die Anweisungen der Siedler zurückgewiesen haben, an einer Hand aufzählen – entweder aus Sympathie oder aus Angst. Mit der Anordnung einer militärischen Sperrzone sorgen sie dafür uns hinauszubefördern, was nicht immer korrekt ist.  "Ich möchte betonen: die Medien neigen dazu, bei solchen Sachen über eine 'Auseinandersetzung' zu berichten, aber da gab es keine Auseinandersetzung. Das war der Angriff von einer Seite. Wir kamen, um zu fotografieren, es gibt kein Gesetz, das das verbietet, und wurden angegriffen."

 Wie habt Ihr reagiert? - "Wir versuchten sie davon abzuhalten, uns von der Struktur hinunterzustoßen. Wir engagieren nie mit Gewalt. Wir verteidigen uns, greifen aber nie an. Wir baten die Soldaten uns zu beschützen, nachdem es eindeutig war, wer der Angreifer war und wer der Angegriffene. Wir versuchten so sicher wie möglich zu fallen, aber als wir herunterfielen, wurden alle unsere Sachen verstreut, und sie haben alles gestohlen."

Wie lange dauerte der Angriff? "Der gewalttätigste Teil dauerte eine halbe Stunde. Das ist eine lange Zeit."

Ist diese Art der Gewalt Eurer Erfahrung nach selten? "Gewalttätige Begegnungen gibt es ständig. Vor einigen Monaten warfen die Siedler von Havat Maon in den Südhügeln von Hebron große Felsbrocken (Steine) auf uns, und es dauerte lange, bis die Sicherheitskräfte kamen. Vor einem Jahr griffen uns Siedler von den Baladim Außenposten in al-Auja, nördlich von Jericho an. Das waren die schlimmsten Vorfälle, aber Verfluchen und Gerangel ist Routine. Manchmal kommt ein Siedler mit einem Pitbull, der die Herde angreift, oder Siedler kommen mit Traktoren und fahren in die Herde hinein. Selten versuchen Sicherheitskräfte so etwas zu verhindern. Für gewöhnlich befördern sie uns, die Aktivisten, hinaus."

Habt Ihr vor Anzeige zu erstatten? "Wir haben darüber diskutiert. Erst dachten wir eine Anzeige zu erstatten, weil es mir gelungen war, den Mann, der uns von der Struktur hinuntergestoßen hatte, zu fotografieren. Aber dann entschieden wir, dass wir kein Vertrauen in das System haben. Unsere Erfahrung nach endet jeder Versuch eine Anzeige zu erstatten damit, dass der Fall geschlossen wird, entweder wegen fehlender Beweise oder Zeugen oder aus öffentlichem Interesse – was auch immer.

Deshalb beschlossen wir nicht mitzuspielen. Es genügt darauf hinzuweisen, dass keine einzige Person einvernommen wurde. Die Obrigkeit ist an Ermittlungen oder Bestrafung nicht interessiert, wenn die Straftat auf israelischer Seite begangen wurde. Aber wenn es auf palästinensischer Seite war, dann sind sie allerdings äußerst effektiv.

Das ist gar nicht überraschend. Letzten Endes ist es von ganz oben her legitim, jeden, der gegen die Besatzung ist, als Feind zu bezeichnen, und das Feindesblut zu vergießen ist erlaubt. Wenn das die Botschaft von ganz oben ist, warum sollten wir dann überrascht sein, wenn vom Polizisten vor Ort die Dinge nicht korrekt erledigt werden. Das ist der Geist der Dinge in der israelischen Gesellschaft heute." 

Werdet Ihr zu dieser Art Aktivismus zurückkehren?  Natürlich. Es ist gefährlich und beängstigend, aber wir stellen uns unserer Angst, dann wird das bißchen, das wir tun, weniger wichtig.

Der Armeesprecher sagte Folgendes zu dem Vorfall: "Heute morgen kame einige Ta'ayush-Aktivisten zu einem Gelände, wo Palästinenser in der Nähe von Mizpe Yair im Gebiet von Judäa und Samaria illegal bauen. Nach dem die Baugeräte konfisziert wurden, kamen die Aktivisten zur Siedlung hinaus, um zu provozieren, was zu einer Auseinandersetzungn zwischen ihnen und den dort lebenden Siedlern führte. IDF-Soldaten der Gegend erklärten (das Gebiet zu) eine(r) militärischen Sperrzone, um weitere Reibereien zu verhindern, aber einige der Aktivisten der Organisation weigerten sich wegzugehen und hielten sich nicht an die Anordnung. Schließlich gingen die Aktivisten weg und die Konfrontation war beendet."      Quelle         Übersetzung: K. Nebauer
 


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