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Vierzehn Monate Haft für den Bruder von Ahed Tamimi
- 21.08.2018 - Angesichts der weltweiten Mobilisierung gezwungen Ahed Tamimi freizulassen, entschädigt sich Israel, indem es zahlreiche andere Mitglieder ihrer Familie einsperrt und verurteilt, darunter ihren 21-jährigen Bruder Waed, der beschuldigt wird Steine auf israelische Soldaten geworfen zu haben.

Die Steine sind gegenüber einem Besatzer, der bei euch ist, mit seinen Jeeps, seinen Wagen, seinen Checkpoints, seinen Siedlern, seinen Tränengasgranaten und seinem stinkenden "skunk"-Wasser, alles, was die Palästinenser haben, nicht um sich zu verteidigen, sondern um den Besatzer wissen zu lassen, dass er nicht bei sich zu Hause ist.

Und wie man im Dorf Nabi Saleh wie im ganzen Rest der besetzten Westbank von Soldaten und Siedlern geplagt ist, so ist alles, was die jungen Leute "stets zur Hand haben", eine Ohrfeige oder Steine, und das seit Jahrzehnten, ohne dass Israel diesen Widerstand beenden kann, der sie ständig daran erinnert, dass die Palästinenser existieren, und dass sie bei sich zu Hause sind.

Also verhaftet man sie, foltert sie, hält sie gefangen, während man ihre Olivenbäume ausreisst, ihre Häuser zerstört, Bomben auf ihre Krankenhäuser, ihre Schulen, ihre Sportplätze und ihre kulturellen Zentren regnen lässt. Und was ist der Preis für diese sonst schweren Verbrechen? Es ist seltsam, die Medien stellen sich diese Frage nicht... sie kommentieren nicht einmal den Satz, den Ahed Tamimi gesagt hat: "Gefängnis oder nicht, so oder so bin ich nie frei von der Besatzung."
Quelle    Übersetzung: K. Nebauer


 



Israel Sentences Ahed Tamimi's Brother to 14 Months in Prison for Throwing Stones at Border Police - Waed Tamimi's sister Ahed, who was released from prison last month, attracted worldwide attention after she was caught on video slapping an Israeli soldier - Yotam Berger - 21. 8. 2018

An Israeli military court in the southern West Bank sentenced Waed Tamimi, the brother of the high-profile former Palestinian prisoner Ahed Tamimi, to 14 months in prison on Monday for throwing stones at Israeli border police in an incident last year and another one the year before. Waed Tamimi has been in detention since May and will be given credit for time served.

His sister Ahed, whose family lives in the West Bank town of Nabi Saleh, was released from prison after serving eight months for assaulting an Israeli soldier, an incident that was caught on video and attracted attention around the world and turned her into a teenage Palestinian icon in the view of some. >>>

 

 


Palestinian resistance symbol Ahed Tamimi’s brother Waed sentenced for stone-throwing - 21. 8. 2018 - The brother of a teenager who became a symbol of the Israeli-Palestinian conflict after slapping two soldiers has been sentenced to jail for throwing stones at a police officer, the army said Tuesday.

Waed Tamimi, the brother of Ahed Tamimi, confessed to his role in a March 2017 "violent riot" in which an Israeli police officer was wounded by stones thrown by Palestinians at his vehicle, according to a military court ruling from Monday. >>>


 

 


 


Israels Apartheid  - Horst Schäfer - Sogar Staatspräsident Reuven Rivlin und Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit hatten protestiert. Dazu die Vertreter der arabischen Bürger Israels, etwa 20 Prozent der Bevölkerung, Sprecher bürgerlicher Parteien, die Friedensbewegung, Menschenrechtler, die Kommunistische Partei, die Homosexuellen, prominente Vertreter zahlreicher anderer Minderheiten – sie und viele mehr hatten gefordert, das höchst umstrittene rassistische Nationalitätengesetz zurückzuziehen. Doch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu drückte es mit der knappen Mehrheit von 62 der 120 Abgeordneten durch die Knesset.

Staatspräsident Rivlin beklagte zusammen mit Menschenrechtsorganisationen »Diskriminierung« von Muslimen sowie den Ausschluss von Bürgern »auf der Basis ihrer ethnischen Herkunft«. Parlamentsabgeordnete mit arabischen Wurzeln verurteilten das Gesetzeswerk als »Apartheidgesetz«. Ayman Odeh, der Vorsitzende der Liste arabischer Abgeordneter, sprach von einem Akt »jüdischer Vormacht«, der arabische Israelis zu »Bürgern zweiter Klasse« mache.

Laut dem Zentrum für arabische Minderheiten in Israel enthält das Gesetz wesentliche Elemente der Apartheid, was international verboten sei, darunter den Paragrafen: »Der Staat sieht die Entwicklung jüdischer Gemeinden als nationalen Wert an und wird diese ermutigen und fördern.« Das Gesetz verankere die Identität des Landes als ausschließlich jüdisch – trotz seiner 1,5 Millionen palästinensischer Bürger. Das Nationalitätengesetz, das Hebräisch statt der bisherigen Zweisprachigkeit als offizielle Landessprache sowie ein »vereintes Jerusalem« als Hauptstadt festlegt, definiert Israel als nationale Heimstatt des jüdischen Volkes. Es wird Teil des israelischen Grundgesetzes, das praktisch als Verfassung fungiert.

Nicht nur in Israel wurde gegen das neue Gesetz protestiert. Aus Deutschland meldete sich unter anderem der Chefdirigent der Staatsoper Unter den Linden, Generalmusikdirektor Daniel Barenboim. »Ich schäme mich heute, Israeli zu sein«, sagte der Künstler, der seit vielen Jahren für die Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern eintritt, in einem Zeit-Interview. »Ich glaube nicht, dass das jüdische Volk zwanzig Jahrhunderte lang überlebt hat – zumeist verfolgt und endlose Grausamkeiten ertragend –, nur um heute zu den Unterdrückern zu werden, die anderen Grausamkeiten zufügen.«

Als EU-Vertreter Emanuele Giaufret gegenüber Abgeordneten der Knesset nur andeutete, das Gesetz »rieche nach Rassismus«, erteilte ihm der Ministerpräsident eine Rüge. Denn, so Netanjahu, »im Nahen Osten ist es nur Israel, das die Rechte aller Bürger respektiert«.

Das aber sieht die New York Times anders, die jahrzehntelang wenig Kritik an israelischen Regierungen übte. Am 19. Juli schrieb das Blatt zur politischen Lage in Israel, die Regierung untergrabe die Autorität des Obersten Gerichts, kontrolliere die Medien immer stärker, schränke die Aktivitäten linker Menschenrechtsgruppen ein, unternehme mehr Schritte hin zur Annexion der Westbank und behindere die Polizei bei zahlreichen Korruptionsuntersuchungen gegen Netanjahu.

Vor allem kritisierte die NYT die Verbrüderung der israelischen Regierung mit dem rechten   >>>

 


Die Linken-Darsteller - Antideutsche liefern die Ideologie für den neuen Imperialismus. - Susan Bonath - 22. August 2018 - Kriegshetze und Rassismus, Lobgesänge auf „westliche Werte“ und Rechtsaußenparteien: Wie rechte „Antideutsche“ sich seit den 1990er Jahren unter dem Label „linksradikal“ vermarkten und zugleich Linke bekämpfen. Ein Blick nach Leipzig.

Das oberste Ziel von Herrschenden war es immer, die von ihnen unterdrückten Massen zu kontrollieren und zu lenken. Heute, im Zeitalter von Massenmedien und Internet, Konsumrausch und Angebotsüberfluss auf der einen sowie zunehmenden sozialen, ökonomischen und ökologischen Verwerfungen auf der anderen Seite, steht die politische Verwirrung ganz oben auf ihrem Programm.

Ein Beispiel dafür sind die sogenannten „Antideutschen“, die sich heute meist als „Ideologiekritiker“ bezeichnen, gegen linke Antikapitalisten pöbeln, Rassismus als „Islamkritik“ verkaufen – und trotzdem als irgendwie zu einer ominösen „linken Szene“ zugehörig gelten. Ein Blick auf Leipzig soll Licht ins Dunkel bringen.
Linksradikal oder rechtsnational?

Noch vor gut einem Jahr, kurz nach den Anti-G20-Protesten in Hamburg, hatte der damalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière lautstark Rabatz gemacht: Linksradikale Zentren seien dringend zu schließen, tönte der CDU-Mann durch alle Medien. Dazu zählte er auch „Szeneclubs“ im Leipziger Süden, wie das bekannte „Conne Island“. Diese Clubs seien nämlich das ideologische Zuhause der Gewalttäter. Nein, damit meinte er nicht die wild drauflos prügelnden, gepanzerten Polizeibeamten.

De Maizières Parteifreund Markus Ulbig, bis Dezember 2017 Innenminister in Sachsen, trommelte mit. Von „linksextremistischen Hochburgen“, die man „nicht mehr hinnehmen“ könne, war die Rede. Doch das künstliche Empörungsfeuer der Kapitalismus-Verfechter verrauchte schnell. Kein Wunder: Ein näherer Blick auf die Szeneclubs rund um das „Conne Island“ erinnert eher an rechtsnationale Umtriebe von AfD, Identitärer Bewegung und Co.

Ende Mai schaffte es das „Conne Island“ mit derlei Umtrieben sogar in einige Mainstream-Blätter. Was war passiert? Der Szeneclub hatte sich mit anderen Einrichtungen, darunter das sogenannte „Institut für Zukunft“ (IfZ) und sogar der Student_innenrat der Universität Leipzig, zu einem Bündnis namens „70 Jahre Israel“ zusammengeschlossen und eine gleichnamige Vortragsreihe aufgelegt.
Mit Orban für „westliche Werte“

Dann sorgte einer der Gastredner namens Thomas Maul vorab für Schlagzeilen. Maul, der für das „antideutsche“ Haus- und Hofblatt „Bahamas“ schreibt, goutierte eine Lobrede von AfD-Chef Alexander Gauland auf Israels Politik. Die AfD erscheine, so Maul, „als einzige Stimme der Restvernunft im deutschen Bundestag“.  >>>

 


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Calls to halt EU funding for Israel security companies - 2. 8. 2018 - The Hebrew newspaper Israel Hayom reported on Sunday that Israel may lose billions of dollars if the European Union (EU) decides to exclude it from sponsorship for a scientific research and development program called Innovation Europe.

The budget of the program is one hundred billion dollars that will be allotted to tens of thousands of research and development projects and initiatives in the EU and surrounding regions from 2021 to 2027.

Proponents of the Palestinian cause handed a letter signed by more than 154 organizations and groups active in 16 countries to hundreds of EU members in the Belgian capital, Brussels, demanding the exclusion of all Israeli security companies from the financial support program provided by the EU.

The letter also includes Israeli civilian research companies considered as “a financial liaison securing European funds for Israeli military companies, through the implementation of projects that can be implemented in the civil and military fields”. These companies have benefited from the Horizon 2020 program that will end by 2020 to be replaced by Innovation Europe.

Read: EU foreign policy chief cancels visit to Israel

On the other hand, the letter said that, “though the EU claims that support funds go to projects with civilian applications, many of the approved projects had a twofold use and served military interests as well”.

The letter addressed by the group of activists who seek to prevent Israel from getting European support attributes statements to Col. Isaac Israel in which he says that, “we are a small country. If a satellite production line is established, it will be used for commercial and military purposes as well”.

The information included in the letter pointed out that the EU cooperates with Israel in the field of border security, which is contrary to its principles. Therefore, the signatories called for banning all the Israeli security companies immediately from the European support plan. >>>

 

22. 8. 2018

 

Zivilisten sollen einfacher an Waffen kommen - Israels Regierung lockert das Waffengesetz. Hunderttausende Zivilisten könnten bald Waffenscheine beantragen. Das Ziel: Eine angeblich bessere Abwehr palästinensischer Attentäter. -  21.08.2018

140.000 Israelis dürfen privat Waffen tragen. In Zukunft könnten es bis zu 600.000 Bürger sein. Der Grund: Die israelische Regierung hat die Waffengesetze für Zivilisten gelockert.

"Je mehr ausgebildete Zivilisten Waffen tragen, desto höher sind die Chancen, Anschläge zu vereiteln und die Opferzahlen zu verringern", sagte der Minister für öffentliche Sicherheit, Gilad Erdan.

Nun dürfen alle Israelis, die bei der Armee eine umfassende Infanterieausbildung erhalten haben, einen Waffenschein beantragen. Berechtigt sind zudem ehrenamtliche Polizisten, Sanitäter und Ex-Militäroffiziere. >>>

 



Israel untersucht Todesschüsse an Gaza-Grenze - Soldaten haben sich möglicherweise nicht rechtskonform verhalten. Zukünftig soll es mehr Waffen für Israels bedrohte Bürger geben - 21. August 2018 - Zwei Fälle von israelischen Armeeeinsätzen an der Grenze zum Gazastreifen haben nun ein juristisches Nachspiel: Die israelische Armee untersucht nach eigenen Angaben die Tötung zweier Palästinenser bei Konfrontationen mit der Armee an der Grenze. Es habe Hinweise darauf gegeben, dass die Schüsse "nicht in Übereinstimmung mit Standardvorgehensweisen" gefallen seien, teilte die Armee am Dienstag mit. Es gehe um einen Fall vom 30. März und einen vom 13. Juli.

Es sind die ersten derartigen Untersuchungen der Folgen der Ende März ausgebrochenen Unruhen. Seither sind bei Protesten und Zusammenstößen nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza rund 170 Palästinenser von israelischen Soldaten getötet worden. Ein israelischer Soldat wurde erschossen.  >>>

 


VIDEO - „Die Zweistaatenlösung ist unsere einzige"
Uri Avnery über die aktuelle israelisch-palästinensische Situation
Von Susanne Glass - 06.02.2017

 

 

 

Analyse Wie der Hauptverfechter der Zweistaatenlösung Uri Avnery das Fundament für den politischen Dissens in Israel legte - Uri Avnery mag als Politiker und Besitzer einer Zeitung gescheitert sein, aber er legte das Fundament für einen kämpferischen Journalismus in Israel und war für die zerbrechliche und begrenzte Demokratie des Landes unbedingt notwendig - Anschel Pfeffer - 20. August 2018

Uri Avnery, der in der letzten Nacht in Tel Aviv starb, scheiterte in seiner Berufslaufbahn in deutlich erkennbarer Weise. Als Journalist hielt er vier Jahrzehnte lang die Wochenzeitung Ha’Olam Ha’Ze („Diese Welt“) am Leben – die meiste Zeit mit lebenserhaltenden Maßnahmen. Es gelang ihm nicht, in den Mainstream zu gelangen: auf dem Höhepunkt der Zeitung wurden tausend Exemplare verkauft. 1990 verkaufte er die Zeitung an einen rechtsgerichteten Geschäftsmann, der die Zeitung nach drei Jahren einstellte.


Die politischen Parteien, die er gründete oder denen er beitrat, waren noch kurzlebiger und die linke Bewegung Gusch Schalom (Friedensblock), die Avnery 1993 gründete, gibt es zwar noch, aber sie war niemals besonders einflussreich auf dem Gebiet, auf dem sich die  israelischen Friedensorganisationen drängeln.


Aber Avnery spielte eine wichtige Rolle. Nach fast sieben Jahrzehnten als Schriftsteller, Journalist und Aktivist hinterließ er in der israelischen Politik Zeichen mit anhaltender Wirkung, und zwar stärkere als viele viel erfolgreichere Politiker und Zeitungsherausgeber jemals in ihrem Leben hinterlassen werden.


Als der Mann, der vierzig Jahre lang Ha’Olam Ha’Ze repräsentierte, war er nicht nur ein Lehrmeister für eine Generation von Journalisten - die dann in „respektableren“ Nachrichtenorganisationen arbeiteten – im Hinblick darauf, wie sie beharrlich die Herrschenden konfrontieren sollten, sondern er setzte auch über Jahrzehnte hinweg Maßstäbe, die eine große Anzahl anderer israelischer Medien übernahmen. (...)
 
Der heutige israelische Journalismus ist – weitgehend dank Avnerys Beispiel - kämpferisch und konträr. Auch wenn viele Journalisten nicht bei Avnerys Zeitung hätten arbeiten wollen, sondern gute Bezahlung und guten Ruf in stabileren Einrichtungen vorzogen, wollten sie doch wie Ha’Olam Ha’Ze-Reporter schreiben. In den 1950er und 1960er Jahren war es die einzige Zeitung, die seriösen Enthüllungsjournalismus betrieb. Ihr Angriffsziel war nicht nur die Mapai (Arbeitspartei)-Regierung und ihre Kumpane in der Wirtschaft, sondern auch der Sicherheitsapparat – was zwei Jahrzehnte lang undenkbar gewesen war.


Das Motto von Ha’Olam Ha’Ze war: „ohne Furcht und ohne Begünstigung“. Die Zeitung hielt sich nicht immer an die herrschenden Regeln. Avnery beschloss, dem Ministerpräsidenten Jitzchak Rabin 1977 keinen Schaden zuzufügen, und er war dafür, Einzelheiten der illegalen Bankkonten des Ehepaars Rabin nicht zu veröffentlichen (die wurden veröffentlicht, nachdem Dan Margalit, der seine Berufslaufbahn bei Ha’Olam Ha’Ze begonnen hatte, sie in Haaretz veröffentlicht hatte).
Aber vor allen anderen hatte Avnerys Zeitung eine heilige Kuh geschlachtet und damit der neuen Generation israelischer Journalisten seit 1973 ein Beispiel gegeben. Das war in der Zeit nach dem Jom-Kippur-Krieg, als auch die übrigen Medien unangenehme Fragen stellten. Die meisten heutigen Journalisten begannen ihre Berufslaufbahn, als es Ha’Olam Ha’Ze schon nicht mehr gab, aber immer, wenn sie versuchen, den Mächtigen die Wahrheit zu sagen, haben sie Avnery zu verdanken, dass er ihnen den Weg dazu zeigte.


Während seine politische Laufbahn als Knesset-Abgeordnete diskontinuierlich war und er zu radikal, zu geradeheraus, zu selbstbezogen war, um einer der verehrten Führer der israelischen Linken zu werden, tat er doch mehr als jeder andere dazu, dass die Zwei-Staaten-Lösung zum akzeptierten Rezept zur Beendigung des Konflikts zwischen Israeli und den Palästinensern wurde. Als in den letzten Jahren viele, die ihn bewunderten, den Glauben an die Zwei-Staaten-Lösung verloren und die Einstaat-Idee zu unterstützten, lehnte er sie ohne Zögern ab. Er sagte, sowohl Israelis als auch Palästinenser seien zu „nationalistisch“, als dass ein solcher Staat in absehbarer Zukunft möglich wäre. >>>

 


 

 

Sonderseite zum Tode von Uri Avnery  >>>
 


US-Gesandter an Israel: "Keine Notwendigkeit", illegale Siedlungen zu evakuieren
(VIDEOS) - 17. August 2018 - Der US-Botschafter in Israel, David Friedman, sagte am Mittwoch in Tel Aviv, dass es "nicht notwendig" sei, seine illegalen Siedlungen im besetzten Westjordanland zu räumen.

Friedman machte die Kommentare während eines Treffens mit mehreren Siedlerführern, einschließlich des Vorsitzenden des Har Hebron Regionalrats Yochai Damari. Der Rat bietet kommunale Dienstleistungen für illegale israelische Siedler an, die in den South Hebron Hills im Süden der besetzten Westbank leben.

"Bei einem Treffen mit mehreren Siedlerführern am Mittwoch sagte der US-Botschafter in Israel, David Friedman, er sehe" keinen Grund, Siedlungen zu evakuieren ", sagte ein Likud-Gesetzgeber." Https://t.co/S2ClV8ZahD

Das Treffen wurde vom israelischen MK Yehudah Glick arrangiert, einem Mitglied der rechten Likud-Partei, die derzeit das israelische Parlament leitet. Glick gab Friedmans Kommentare an die Times von Israel weiter und sagte, dass der Botschafter in seiner Bemerkung bezüglich illegaler israelischer Siedlungen "sehr explizit" sei. Die Times of Israel fügte hinzu, dass "eine Sprecherin der US-Botschaft sich geweigert hat, Stellung zu nehmen".

Nach Ansicht des Rechtsberaters des Außenministeriums, Herbert J. Hansel, ist die offizielle Position der Vereinigten Staaten, dass israelische Siedlungen in Palästina illegal sind

Aber die offizielle Position der USA interessiert ihren jüdischen Botschafter in Israel, David Friedman pic.twitter.com/RTqB3Nz9Kh nicht

Friedman hat eine lange Geschichte der Unterstützung für Israels illegale Siedlungsbewegung. Im Mai wurde bekannt, dass Friedman Präsident von Pro-Settler-Organisation Friends of Beit El Yeshiva war, als er 372.000 Schekel (93.000 US-Dollar) an Komemiut spendete. Komemiut ist eine rechtsgerichtete Gruppierung, die Israel in einen jüdisch-religiösen Staat verwandeln will und sich für die Schwächung "säkularer Institutionen" wie der Medien einsetzt. Es enthält auch Führer, die konsequent den Transfer oder die Vertreibung von Palästinensern aus dem besetzten Westjordanland unterstützen.

Der US-Botschafter hat auch den Siedlern häufig versprochen, dass sie nicht gezwungen sein werden, ihre Häuser zu verlassen. Im Februar sagte eine Delegation der Konferenz der Präsidenten großer jüdischer amerikanischer Organisationen, dass illegale Siedler in der Westbank "nirgendwohin" gehen. Es ist auch bekannt, dass Friedmans Tochter Talia Friedman im August 2017 nach Israel gezogen ist.

UHR: David Friedman, Trumps Botschafter in Israel, sammelt Geld für illegale Siedlungen und fordert Israel auf, die Westbank zu annektieren. pic.twitter.com/hRfLpHikxv

Im Mai sorgte Friedman für Kontroversen, als er mit einem Poster fotografiert wurde, auf dem Jerusalems Al-Aqsa-Moschee und Felsendom durch einen jüdischen Tempel ersetzt wurden. Der Vorfall wurde von dem arabisch-israelischen MK Ahmad Tibi von der Joint List kritisiert, der auf Twitter auf das Bild reagierte und sagte: "Und dieser Wahnsinnige will Frieden bringen, das ist gut, dass du die Botschaft nicht dorthin gebracht hast!"

Israel hat eine Politik der illegalen Besiedlung in der Westbank fortgesetzt, seit es das Gebiet während des Sechstagekriegs von 1967 besetzte. Die israelische Menschenrechtsorganisation B'Tselem gibt an, dass es Ende 2015 127 von der israelischen Regierung sanktionierte Siedlungen gab in der Westbank (ohne besetztes Ost-Jerusalem und Hebron). Dies war zusätzlich zu 100 nicht anerkannten Außenposten und 15 israelischen Nachbarschaften innerhalb der Jerusalemer Gemeinde.

Israel hat Dutzende von Olivenbäumen auf enteignetem palästinensischem Land in Ost-Jerusalem entwurzelt, um eine neue Siedlung zu bauen.

Israelische Siedlungen sind nach internationalem Recht illegal, auf gestohlenem palästinensischem Land gebaut.pic.twitter.com/ZCLQp5MwOc

Diese Siedlungen werden von ungefähr einer halben Million illegaler Siedler bewohnt, die trotz ihrer Lage im Westjordanland unter dem Schutz des israelischen Gesetzes stehen. Solche Siedlungen gelten nach internationalem Recht als illegal, was den Transfer von Zivilbevölkerung in die besetzten Gebiete verhindert.
(MEMO, PC, soziale Medien)            übersetzt von Sam Jivara          Quelle - Videos und mehr
 

frühere  TAGE finden sie im chronologischen Archiv >>>
 

 

 

 

 

 

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21. 8. 2018

 


Zum Tod von Uri Avnery
Wanderer zwischen den Welten
Uri Avnery hat die Grenzen überschritten vom Beobachter zum Aktivisten, vom Journalisten zum Politiker. Nun ist der israelische Träger des Alternativen Nobelpreises im Alter von 94 Jahren gestorben.
Von Alexandra Föderl-Schmid  >>>

 

Veteran left-wing journalist and peace activist Uri Avnery dies at 94 >>>

 

Lebenslanger Kampf für den Frieden
Tageschau - Der israelische Friedensaktivist Uri Avnery ist gestorben. Der 94-Jährige mit deutschen Wurzeln kämpfte sein Leben lang für eine Lösung im Nahost-Konflikt und war in Israel umstritten. >>>

 

Uri Avnery, Veteran Peace Activist and Among First Israelis to Meet Arafat, Dies at 94 - Haaretz
The Gush Shalom founder was one of the first Israelis to actively seek a Palestinian state as a peaceful solution to the conflict: ‘The difference between a freedom fighter and a terrorist depends on your perspective'  >>>

 

 Trauer um Israeli Uri Avnery aus Beckum
Der israelische Friedensaktivist Uri Avnery hat ein Leben lang für eine Lösung im Nahost-Konflikt gekämpft und war in Israel umstritten wie nur wenige. Der gebürtige Beckumer erhielt gemeinsam mit seiner Frau Rachel 2001 den Alternativen Nobelpreis. >>>

 

 

Iran-Atomabkommen
USA, Israel und Iran setzen Europa unter Druck
Europa zwischen den Stühlen: US-Sicherheitsberater Bolton und Israels Premier Netanjahu sind sich einig, dass Europa den Iran mehr unter Druck setzen muss. Gleichzeitig will der Iran, dass Europa den Atomdeal rettet. Benjamin Netanjahu (rechts) empfängt John Bolton in Israel   >>>




Für drei Tage ist John Bolton, der Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, in Israel  >>>

 

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The chimera of British anti-Semitism (and how not to fight it if it were real)
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20. 8. 2018

 


Israelischer Friedensaktivist Uri Avnery ist tot
Er kämpfte sein Leben lang für eine Lösung im Nahostkonflikt und erhielt 2001 den Alternativen Nobelpreis: Uri Avnery, israelischer Menschenrechtler, ist im Alter von 94 Jahren gestorben. - Uri Avnery - Montag, Krankenhaus. Avnery kämpfte sein Leben lang für eine Lösung im Nahostkonflikt  >>>

 


Das Gesicht des "anderen Israel"
Friedensaktivist Uri Avnery ist tot
Sein Leben umspannt die gesamte Geschichte des Staates Israel, von ihren Anfängen bis heute: In Tel Aviv ist der 1923 in Deutschland geborene und 1933 ausgewanderte Ex-Untergrundkämpfer und spätere Friedensaktivist Uri Avnery im hohen Alter gestorben.

 

 

Lebenslanger Kampf für den Frieden
ARD Tageschau - Der israelische Friedensaktivist Uri Avnery ist gestorben. Der 94-Jährige mit deutschen Wurzeln kämpfte sein Leben lang für eine Lösung im Nahost-Konflikt und war in Israel umstritten. >>>

 



Israelischer Publizist
- Friedensaktivist Uri Avnery ist tot
ZDF - Er wollte noch den Frieden in Nahost erleben. Die Erfüllung dieses Traumes blieb ihm jedoch verwehrt. Der israelische Friedensaktivist Uri Avnery ist mit 94 Jahren gestorben. >>>

 

 

Uri Avnery, Veteran Peace Activist and Among First Israelis to Meet Arafat, Dies at 94 - Haaretz
The Gush Shalom founder was one of the first Israelis to actively seek a Palestinian state as a peaceful solution to the conflict: ‘The difference between a freedom fighter and a terrorist depends on your perspective’

 

 

Why we continue to march in Gaza  >>>

 

Nach gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Truppen an der Gaza-Grenze hat Israel einen wichtigen Grenzübergang geschlossen. Der Erez-Personenübergang im Norden des Gazastreifens bleibe aber für humanitäre Fälle sowie für Journalisten und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen offen, teilte die israelische Behörde Cogat am Sonntag mit.  >>>

 

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Tension Mounts Over Truce Deal between Israel and Hamas- Report  >>>

 

Israeli Colonizers Injure Four Palestinians Near Nablus  >>>

 

Imprisoned Palestinian Journalist Reiterates Call for Solidarity  >>>

 

UN Protection Proposals Rejected by Israel  >>>

 

Israeli Colonizers Puncture Tires, Write Racist Graffiti, In Jerusalem  >>>

 

Israeli Colonists Uproot 70 Olive Saplings Near Ramallah  >>>

 

19. 8. 2018

 

Gewaltsame Zusammenstöße- Israel schließt Grenzübergang zum Gazastreifen  >>>

 

Gewaltsame Proteste und Tote am Gazastreifen
Israel und die Hamas verhandeln über eine Waffenruhe. Doch an der Gaza-Grenze sind wieder zwei Palästinenser erschossen worden. Auch in Jerusalem wurde ein Araber getötet.

 

Gutteres Suggests Armed UN Presence to Insure Palestinian Protection  >>>

 

Drowning among Israeli settlements, an ancient Christian village in Palestine struggles to survive >>>

 

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