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„Nicht genug!“ - Uri Avnery, 14. Juli 2018 - DER STAAT ISRAEL hat keine Ölquellen. Er hat keine Goldminen. Was hat er bekommen? Er ist Besitzer der Erinnerung an den Holocaust.

Dies ist eine Menge wert. Jeder, der sich selbst von den Blutflecken reinigen möchte, braucht eine Unbedenklichkeitserklärung vom Staat Israel. Solch ein Dokument ist sehr viel wert. Und je größer die Schuld des Antragsstellers ist, umso größer ist der Preis der Dispensation.
(...)

DIE FÜHRER Israels, geführt von Benjamin Netanjahu, handeln jetzt wie der Papst in früheren Zeiten. Sie verkaufen Holocaust-Absolutionen. Netanjahu erfand das Geschäft nicht. Er erbte es von seinen Vorgängern. Es begann mit David Ben Gurion, bald nach dem Ende des 2. Weltkrieges, als er mit dem deutschen Kanzler Konrad Adenauer ein Geschäft machte. Ben-Gurion erklärte, dass es ein „neues Deutschland“ gibt, das total koscher ist, und genau dafür zahlten die Deutschen dem Staat Israel drei Milliarden DM als Wiedergutmachung sowie individuelle Pensionen an Holocaust-Überlebende. Auch ich erhielt eine kleine Summe für „Bildungsverlust“ und meine Eltern erhielten eine monatliche Pension, die den Rest ihres Lebens erträglich machte.


In den Augen von Ben-Gurion war dies eine rein wirtschaftliche Sache. Der neue Staat Israel war bankrott. Die deutschen Wiedergutmachungsgelder halfen ihm in den ersten Jahren zu überleben. Aber hinter dem Geschäft gab es eine andere verborgene Entscheidung. Israel ist  - weithin bekannt als ein „Jüdischer Staat“. Die Regierung Israels trägt zwei Kronen: Es ist die Regierung eines souveränen Staates und sie ist der Führer einer weltweiten jüdischen Diaspora. Die ideologische Annahme ist, dass diese zwei Aufgaben ein und dieselbe ist. Doch dies ist eine Fiktion. Von Zeit zu Zeit gibt es eine Sache, die eine Divergenz zwischen den Interessen Israels und jenen der Diaspora gibt. Bei all diesen Gelegenheiten werden die Interessen Israels bevorzugt.


SOLCH EINE Situation hat sich jetzt ergeben. Benjamin Netanjahu, König von England und Kaiser des jüdischen Volkes, hat ein gemeinsames Statement mit der polnischen Regierung unterschrieben, das  tatsächlich klärt, dass das polnische Volk von aller Verantwortung für den Holocaust freispricht. Es verurteilt mit demselben Atemzug den Antisemitismus und  den Anti-Polenismus.


Das Dokument ließ einen Sturm aufkommen, vor allem um zwei Fragen: 1. Stimmt es?  Und 2. Warum unterzeichnete Netanjahu dies? Die zweite Frage ist leichter zu beantworten: Netanjahu fühlt eine tiefe Verwandtschaft mit den Regimen in Osteuropa, die einen neuen Block bilden, der von Polen geleitet wird, und der auch Ungarn, die Tschechei und die Slowakei einschließt. Alle diese Regime sind extrem rechts, fast totalitär, gegen die Flüchtlinge. Man könnte sie beinahe Faschisten nennen.


Im gegenwärtigen Europa, sind sie alle in Opposition zur Führung von Kanzlerin Angela Merkel und ihren Verbündeten, die mehr oder weniger liberal sind, Flüchtlinge willkommen heißen und die israelische Besatzung der palästinensischen Gebiete und die israelischen Siedlungen verurteilen. Netanjahu glaubt, dass seine Verbindung mit der europäischen Opposition die Merkelanhänger abschreckt.

Die jüdischen Institutionen in der ganzen Welt sehen dies in einem vollständig anderen Licht. Sie erinnern sich, dass diese extrem rechten Parteien die Nachkommen der pro-Nazi-Parteien der Hitler-Periode sind. Für sie ist Netanjahus Zynismus ein Verrat an den jüdischen Opfern des Holocaust.


EINE WEIT wichtigere Frage ist: ist das gemeinsame Statement wahr?
In Israel wird Netanjahus pro-polnisches Statement auch weithin verurteilt. Der Hass auf Polen sitzt viel tiefer als der Hass auf Deutschland. Es ist eine lange und komplizierte Geschichte.

Vor dem Holocaust war Polen die Heimat für die größte jüdische Gemeinde in der Welt. Nur wenige Juden fragten sich jemals: Warum? Wie kommt das?
Die einfache (vergessene) Wahrheit ist, dass jahrhundertelang  Polen das progressivste Land Europas war. Während Juden in den meisten andern Ländern – einschließlich England, Frankreich und Deutschland  -  verfolgt, getötet und vertrieben wurden, wurden sie vom polnischen König Kasimir im 14. Jahrhundert mit offenen Armen willkommen geheißen. Ein König hatte eine jüdische Geliebte, edle Landbesitzer  benützten Juden als Manager ihres Besitzes; Juden fühlten sich beschützt.

Im Laufe der Zeit änderte sich dies vollständig.  Die Polen ärgerten sich über die große Minderheit in ihrer Mitte, die anders aussah und sich anders kleidete, eine andere Sprache sprach (Jiddisch) und eine andere Religion hatte. Sie ärgerten sich auch über die wirtschaftliche Konkurrenz. Während langer Zeiten der Vorherrschaft und Unterdrückung durch Russland und andere Nachbarn wurden Polen extrem nationalistisch und dieser Nationalismus schloss die Juden aus. Der Antisemitismus wurde eine starke Kraft.


Die jüdische Antwort war ein tief sitzender Hass gegenüber Polen und alles Polnische.
Der Überfall der Nazis auf Polen schuf eine sehr komplizierte Situation. Für die meisten Juden ist es klar, dass die Polen mit den Nazis bei der Vernichtung  der Juden mitgearbeitet haben. Es war normal, über die polnischen Vernichtungslager zu sprechen.

Dies machte die Polen wütend. Sie erließen ein neues Gesetz, dass die Anwendung  dieser und ähnlicher Ausdrücke zu einer Straftat wurde.
Als Netanjahu also ein Statement unterzeichnete, das Polen von jeder Verantwortung für die Vernichtung der Juden in Polen freispricht, verursachte dies in Israel und in der ganzen jüdischen Welt einen Sturm der Entrüstung. >>>
 


UN verlangt von Israel Rücknahme der Entscheidung den Handelsgrenzübergang zu Gaza teilweise zu schließen
- 10.07.2018 - Jerusalem. Der UN-Sonderbeauftrage für den Nahost-Friedensprozess, Nickloay Mladenov, appellierte am Dienstag an Israel die Entscheidung, durch die teilweise Schließung des einzigen Handels-Grenzübergangs wirtschaftliche Sanktionen über den Gazastreifen zu verhängen, zurückzunehmen.

"Ich bin besorgt über die Folgen von Israels Entscheidung Importe und Exporte mit Ausnahme grundlegender humanitärer Lieferungen durch den Übergang Kerem Shalom (Karm Abu Salem) zeitweise auszusetzen", sagte Mladenov in einem Statement. "Humanitäre Hilfe ist kein Ersatz für Handel und Gewerbe. Ich bitte die Behörden dringend, diese Entscheidung zurückzunehmen".

Israel sagte, es verhänge die Sanktionen, um Hamas für die brennenden Papierdrachen zu bestrafen, die nach Israel flogen und Brände in der Grenzregion auslösten.

Der Funktionär der UNO forderte Hamas und die anderen palästinensischen Fraktionen in Gaza auf, "auch ihren Teil zu tun, indem sie Ruhe bewahren, aufhören mit den brennenden Papierdrachen und andere Provokationen verhindern". Er betonte, die Vereinten Nationen "setzen ihr Engagement gegenüber israelischen und palästinensischen Ansprechpartnern fort, wie auch mit regionalen und internationalen Partnern, um Spannungen abzubauen, die inner-palästinensische Versöhnung zu fördern und alle humanitären Probleme zu lösen. Diese letzte Entwicklung darf uns nicht von unserer dringenden Arbeit (course of action) abbringen."

"Jeder muss einen Schritt zurücktreten vom Kurs der Konfrontation und Eskalation", schloss Mladenov.  Quelle     Übersetzung: K. Nebauer
 


Israel kündigt Sanktionen für Gaza an als Reaktion für grenzüberschreitende Feuer
- 09.07.2018 - Dan Williams - Israel hat am Montag (9.7.)Sanktionen über den Gazastreifen und die dort herrschende islamistische Hamas verhängt zur Vergeltung für Anschläge von Palästinensern mit brennenden Papierdrachen und Helium-Ballons mit brennenden Lumpen.

Leute, die an den mehr als drei Monate dauernden Protesten an der Gazagrenze teilgenommen hatten, hatten mit Ballons und Papierdrachen, die sie nach Israel schickten, Brände entfacht und damit Israels modernstes Militär irritiert, das sich für gewöhnlich mit konventionelleren Waffen auseinandersetzt.

Gemeinsam mit Einwohnern im südlichen Israel und seinen rechtsextremen Koalitionspartnern, die eine Beendigung der Brände verlangten, auch wenn das die Tötung der Drachen- und Ballonflieger erforderte, kündigte der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu die Schließung des wichtigsten Handels-Grenzterminals für Gaza an.

Israel verringerte auch die Zone, in denen es Fischerbooten erlaubt ist ab Gazas Mittelmeerküste zu arbeiten, und setzte einen TV-Kanal, der als pro-Hamas gilt, auf eine schwarze Liste. "Wir werden gegen das Hamasregime im Gazastreifen sofort hart durchgreifen", sagte Netanyahu seiner Parlamentsfraktion zum Applaus der Gesetzesmacher.

Flächenbrände haben 7.000 Morgen Wald und Farmland vernichtet, sagt Israel. Die Papierdrachen und die Ballons waren die wirkungsvollste Waffe bei den Demonstrationen des sogen. 'Großen Rückkehrmarsches", der am 30. März begann und oft auf eine tödliche Antwort der israelischen Armee traf. Gazas Gesundheitspersonal sagt, Israel habe 136 Palästinenser erschossen.

Organisatoren sagen, dass die Gaza-Demonstrationen Forderungen durchdrücken wollten wie auf Rechte auf das Land, das sie im Krieg von 1948, dem Jahr der Gründung (Israels), an Israel verloren hatten, sowie für eine Lockerung der israelisch-ägyptischen Blockade.

Israel meint, die Proteste seien ein Versuch der Hamas von einer Hinterfragung der Regierungsprobleme abzulenken und bewaffneten Anschlägen auf die Grenze Deckung zu geben.

Hamas prangerte die Maßnahmen von Montag als "ein neues israelisches Verbrechen gegen die Menschlichkeit" an. "Hamas bittet die internationale Gemeinschaft inständig sofort zu intervenieren", sagte Fawzi Barhoum, Sprecher der Hamas, die von Israel und dem Westen als terroristische Gruppe angesehen wird.

Der geschlossene Grenzübergang Kerem Shalom ist Gazas wichtigster Kanal für Handel, wenn auch seit Jahren unter israelischen Beschränkungen. Israel sagte, einige humanitäre Güter würden noch durch den Terminal erlaubt.

Eine Erklärung des israelischen Militärs besagte, die palästinensische Fischereizone würde wieder auf 6 Seemeilen ab der Küste begrenzt, nachdem sie davor zeitweise auf 9 Meilen erweitert war.

Al Quds, eine palästinensische Satelliten TV-Station, wurde vom israelischen Verteidigungsminister Avigdor Lieberman zu einer terroristischen Organisation erklärt, der sie als einen "Propagandaarm der Hamas" bezeichnete. Das bringt die Beschäftigten der Station einschließlich der 15 in der Westbank und einem freien Mitarbeiter in Jerusalem in die Gefahr von Israel verhaftet zu werden.

Lieberman sagte, Israel suche kein neuerliches Aufbrausen in Gaza."Aber die Art, wie Hamas sich verhält – es ist verantwortlich für den Teufelskreis, und es trägt die Verantwortung dafür, dass es den ganzen Preis zahlen muss, einen viel, viel höheren Preis" als im letzten Gazakrieg von 2014, sagte er gegenüber Journalisten.            Quelle                Übersetzung: K. Nebauer
 

 


Im Gedenken an Lydda und Ramleh . Heute (12.07.2018) jährt sich das Massaker in den palästinensischen Dörfern Lydda (Al-Lid) und Ramleh zum 70. Mal. Durch israelische Besatzungssoldaten starben mindestens 426 Palästinenser.


Das Massaker folgte einer Vertreibungsanordnung durch das israelische Militär unter Führung von Yitzhak Rabin, die eine ethnische Säuberung zwischen 50.000 und 70.000 palästinensischen Arabern zur Folge hatte. Sie wurden aus ihren Häusern und von ihren Ländereien gewaltsam vertrieben und mussten als Flüchtlinge im Exil leben. Auf der Flucht starben weitere 500 palästinensische Flüchtlinge an Erschöpfung oder Dehydration.

Die Dörfer Lydda und Ramleh stehen für die umfangreichsten Vertreibungen im Jahr 1948, die den Beginn der Nakba (sog. Katastrophe) markieren. Auch 70 Jahre später dauert die Nakba noch an. Viele palästinensische Dörfer sind von Zwangsumsiedlungen bedroht, um Platz für völkerrechtswidrige jüdische Siedlungen zu schaffen. Ein Beispiel hierfür ist das Beduinendorf Khan Al-Ahmar. Hier sind 181 palästinensische Beduinenfamilien aktuell von gewaltsamer Vertreibung und ethnischer Säuberung bedroht. Ungeachtet einer einstweiligen Verfügung des Obersten Israelischen Gerichtshofes und internationalen Protesten kündigten die israelischen Besatzungstruppen an, dass sie den Abriss des Dorfes in jedem Fall vorantreiben werden.  >>> Quelle

 

1948 Palestinian exodus from Lydda and Ramle  >>>
 


Gazastreifen am Scheideweg - 12.07.2018 - Nur wenig Strom, mangelnde gesundheitliche Versorgung, gesperrte Grenzen - die Lage im Gazastreifen spitzt sich weiter zu. Gleichzeitig laufen Vermittlungsversuche. Doch die Angst sitzt mit am Verhandlungstisch: Ohne Einigung, steigt die Wahrscheinlichkeit eines neuen Krieges. - Von Benjamin Hammer

Die Stadt Shejaiya im Zentrum des Gazastreifens. Irgendwo im Himmel kreist eine israelische Überwachungsdrohne. Mohammed Schamadi sagt: Wenn er die Drohne höre, dann denke er an Krieg. Der 36-Jährige hat sein ganzes Leben in der Stadt verbracht. Hier hat er vor vier Jahren den letzten Krieg zwischen der Hamas und Israel erlebt: "Unser gesamtes Viertel wurde zerbombt. Die Konturen der Häuser waren verschwunden. Vertreter der Stadt mussten erst einmal markieren, wie die Grundstücke überhaupt verlaufen. Damit die Häuser wieder aufgebaut werden können. Unser Viertel war wie ausradiert."

Heute ist kaum noch erkennbar, was sich hier vor vier Jahren ereignete. Nur ein rechteckiges, kleines Haus an der Hauptstraße erinnert an den Krieg. In der Fassade: Einschusslöcher, manche sind größer als ein Fußball. Auf die Hauswand hat jemand auf Arabisch den Namen eines getöteten Palästinensers gesprüht. Die Israelis würden ihn einen Terroristen nennen. Doch auf dem Haus im Gazastreifen steht geschrieben: Er ist ein "Schahied". Ein Märtyrer.

"Es ist wie die Hölle"

Die israelische Luftwaffe flog vor vier Jahren schwere Angriffe auf Shejaiya und begründete das damit, dass aus der Stadt viele Raketen in Richtung Israel gefeuert wurden. Während des Krieges, erzählt Mohammed Schamadi, sei das Haus der Familie von einem israelischen Kampfjet bombardiert worden. Um vier Uhr morgens.

"Erst sieht man ein helles Licht. Es ist wie die Hölle. Und dann spürt man die Detonation. Das Haus wurde total zerstört. Und dann habe ich gesehen, dass meine Eltern und zwei Geschwister tot waren. Da konnte ich nicht mehr denken. Da war ich nur noch leer."   >>>

 


Quelle Facebook - um die Bilder zu vergrößern auf das Bild oben klicken
 


Schlägt Israel seine letzte Schlacht???

Man denkt, die Antisemitismusverleumder finden keine Steigerung mehr.
Doch.... eine neue, schmierige Masche um von den Verbrechen Israels abzulenken.

Jetzt ist es schon soweit, dass man "Antisemitismus" produziert, provozieren will um auf die "antisemitischen" Palästinenser, Moslems hinzuweisen.
Ein unglaublicher Bericht, eine unglaubliche Masche.

 

Die Marktschreier - Der Nahostkonflikt mitten in Berlin: Ein Israeli wirft einem Palästinenser Judenhass vor. Ist die Anschuldigung berechtigt? - Amrai Coen - 11. Juli 2018

(...) "Heiß und schmackhaft! Falafel aus Palästina!", ruft ein Mann aus einem roten Container. Der Mann, er will in dieser Geschichte nur Mohammed heißen und keinen Nachnamen tragen, steht jeden Samstag auf dem Markt, seit 18 Jahren. Er beugt sich über ein Becken aus heißem Öl, in dem er Kichererbsenbällchen frittiert. Mit einer Zange holt er sie heraus und bietet sie den Passanten an. "Probier mal! Du! Mit dem Nike-Shirt! Und Sie, Madame, probieren Sie auch mal! Schenk ich Ihnen!" Eine lange Schlange steht vor seinem Stand, an dem Falafel im Brot drei Euro kostet. Ein Passant probiert und fragt: "Aus Palästina?" – "Ja", antwortet Mohammed, "aus Palästina. So wie Erdbeeren aus Deutschland. Oder Wein aus Frankreich."

Es ist Mittagszeit, als ein weiterer Mann den Kollwitzplatz betritt: Ze’ev Avrahami, ein großer, kräftiger Typ, unter seinem Arm klemmen ein paar Schilder aus Pappe. In Shorts und T-Shirt steht er zwischen zwei Polizisten in Uniform, sein Hinterkopf ist bedeckt von einer Kippa. Die Polizisten führen ihn an einen Platz gleich hinter den Marktständen, Avrahami hat ihn reserviert, um zu demonstrieren, dann verabschieden sich die Beamten. Avrahami blickt von hier direkt auf Mohammeds Falafelstand, nur eine Straße trennt die beiden voneinander.

Ze’ev Avrahami gegen Mohammed, Jude gegen Muslim, darum geht es jetzt in der Marktidylle im Prenzlauer Berg. Um die Frage, wo Antisemitismus anfängt. Wie man in Deutschland damit umgehen muss. Und ob sie immer klar zu ziehen ist, die Grenze zwischen Täter und Opfer.  >>>

 


Ein Staat – ein Gesetz
- Gideon Levy - 10.7.2018 - Nach Jahrzehnten der Regierung eines einzelnen Regimes, das große Erfüllungen brachte und bis an ein totes Ende führte, ist der einzige Weg, um eine Änderung zu erreichen, ein Gerüst abzubauen, mit dem die Struktur aufgebaut wurde

Die zionistische Linke liegt in ihren Todes-Wehen. Vielleicht kann der General mit den silbrigen Haaren sie retten; vielleicht sollte er die Haredim kräftiger angreifen; vielleicht sich bei den Mizrahim mehr einschmeicheln oder sich weiter an den Rechten oder vielleicht an den Linken anlehnen. Vielleicht sollte er nach einer militärischen Operation im Gazastreifen rufen, vielleicht auch einige Besuche mehr in den Märkten draußen an frischer Luft machen. Vielleicht sollte er Tzipi Livni wählen, vielleicht das Gesetz verändern, um Avi Gabbay zu begünstigen oder vielleicht Tamar Zandberg. Vielleicht sollte er Yair Lapid schlagen oder sich mit ihm den Militär-Kräften anschließen. Das sind alles Kleinigkeiten. Natürlich gibt es da keinen Grund, über eine Opposition zu reden noch über einen Wahlsieg. Hinter den vermutlich heißen Diskussionen verbirgt sich die große Enttäuschung über die israelische Politik. Es gibt keine reale Opposition. Es gibt nur ideologischen Totalitarismus.

Israel ist eine Eine-Idee-Gesellschaft und ist es immer gewesen –wie der Iran, Nord-Korea oder die Sowjet-Union ohne die Terror-Regime und das Blut. Mit dem Erscheinen der Debatte aber in der Art, deren Grenzen im Voraus entschieden sind und die sich nur um 50 Spuren der herrschenden Ideologie handeln. Mit dem Erscheinen von Freiheit und Demokratie – aber mit absoluter De-Legitimierung und später sogar Kriminalisierung von verschiedenen Gedanken. Das Geräusch einer lebendigen umstrittenen Gesellschaft doch allein der Schatten der ihn beherrscht, nicht die Farbe. Die Farbe wird dieselbe bleiben; so viel ist klar. Er wird Zionismus genannt, er ist eine verheerende Ideologie.

Es ist nicht so, dass der zionistische Linke plötzlich seinen Weg verloren hat. Er ist der Gründungsvater des leitenden Pfades und er kann keinen anderen Weg anbieten. Er kann deshalb nur darüber zusammenzucken. An einem guten Tag könnte er zur Macht zurückkehren, an einem schlechten Tag sie verlieren. Und auf jeden Fall wird Israel in derselben Weise regiert werden, abgesehen von kosmetischen Veränderungen. Mehr humanitäre Hilfe oder etwas mehr oder weniger anti-demokratische Gesetzgebung, da gibt es keinen Ort der Klage, dass jeder die Türen der letzten großen Hoffnung niederschlägt, wie der frühere Stabschef Benny Gantz. Sie sind alle genau dieselben.

Es wird als umstürzlerisch angesehen, ja man muss sagen, dass Zionismus eine Ideologie ist, die ersetzt werden könnte, so tief ist der Totalitarismus. Die Kim-Dynastie ist wie ein Gottesdienst. Zionismus ist die einzige erlaubte Option. Es ist schwierig, mit einer anderen Ideologie zu kommen, die definiert wird, als gibt es keine andere legitime Alternative außer der jener totalitären Regime. Es ist auch schwer an ein freies Regime zu denken mit einer Ideologie, die jeden, der nicht an sie glaubt, als Verräter angesehen wird. Kommunismus war jener Weg. Keiner flüsterte, dass es in Israel eine Alternative geben könnte, Zwangsarbeits-Lager und Umerziehung sind überflüssig. Versuche dich selbst als Nicht-Zionist zu definieren und du wirst verstehen.

Aber die Wahrheit ist, dass nach Jahrzehnten der Regierung durch ein einziges Regime große Leistungen vollbracht wurden, die an ein totes Ende führten. Der einzige Weg, um Veränderungen zu erreichen, ist, das Gerüst wegzunehmen, mit dessen Hilfe die Struktur gebaut wurde. Dieses Gerüst ist beschädigt, ja es war immer beschädigt und jetzt müssen wir die Diskussion wagen, sie abzubauen. Ein bestehendes Land wie Israel kann zu seinen Grundlagen zurückkehren und seinen Geburtsfehler zugeben. Zionismus war und ist eine ultra-nationalistische Bewegung, von Rassismus befleckt, grausam, diskriminierend, unterdrückerisch und entartend. Am wichtigsten ersetzbar.

Einen Moment bevor das übliche Wehklagen über die Zerstörung des Staates Israel beginnt, und eigentlich offensichtlich ist, muss noch etwas gesagt werden: es ist möglich, einen gerechten, prächtig gedeihenden Staat zu haben, der nicht zionistisch ist. Außerdem ist es nicht möglich, einen gerechten Staat zu haben, der weiter am Zionismus hängt. Falls zionistisch, dann ist klar, dass sein Land nur den Juden gehört, dass Einwanderung nur Juden erlaubt ist, dass Eintritt nur Zionisten erlaubt ist. Die Nicht-Juden dieses Landes haben keine Rechte. Die Asylsuchenden sollen vertrieben werden, die Besatzung ist keine Besatzung und alles wird erlaubt, weil es die Realisierung des göttlichen Versprechens ist. Man kann kein Zionist sein, ohne an all dies zu glauben. Dies sind die Ecksteine des Zionismus, frei von Heuchelei.

So lange wie es nicht legitim ist, von einer Person/einer Stimme zu träumen wie in einer echten Demokratie, werden wir einen Staat, eine Stimme haben. Solange wie dies nicht legitim ist zu bedenken, wird es ein Staat sein, der weder gerecht noch frei sein wird.         Quelle             (übersetzt von. Ellen Rohlfs)
 


Israeli court to release settler who planned Dawabsha arson attack

On Thursday, Israeli court decided to release the main settler who planned the arson attack on the Dawabsha family in Duma village near Nablus, killing three people, including a baby.

According to the decision of the Israeli court in Lod, Israeli police must release the accused and transfer him to house arrest.
The court’s decision was based on the allegation that the accused had participated in planning the crime of throwing Molotov cocktails at the Dawabsha family home, but did not participate in the operation itself.

The court decided that the accused settler be subject to house arrest, wear an electronic armband that tells the Israeli police about his location.

The crime of throwing Molotov cocktails at the house of Dawabsha occurred on the 31st July, 2015, and led to the death of baby Ali Dawabsha and his parents, Raham and Saad, while the 5-year-old child, Ahmad, suffered serious burns, but survived the crime.      Quelle

 

Dokumentation - 31. 7. 2015 - Der Tod von Ali Saad Dawabsha (ein 18 Monate junges Kleinkind) und seiner Familie  >>>
 


frühere  TAGE finden sie im chronologischen Archiv >>>

 

 

 

 

 



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