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Sie haben recht.  - Wenn die Palästinenser in Gaza nicht schießen, hört man nicht auf sie. Sie sind die letzten Kämpfer gegen die israelische Besetzung. Während die besetzte Westbank sich so verhält, als habe sie aufgegeben, gibt Gaza nicht auf. - Gideon Levy - 1. 6. 2018

Schlicht und einfach heißt das: Sie haben recht. Es bleibt ihnen keine andere Wahl als um ihre Freiheit mit ihren Körpern, ihrem Eigentum, ihren Waffen und ihrem Blut zu kämpfen. Sie haben keine Wahl, außer Qassam und Granatwerfer. Es gibt keinen anderen offenen Weg, außer Gewaltanwendung oder Kapitulation. Sie haben keine Möglichkeit ohne


Gewaltanwendung den Zaun, der sie einsperrt, zu durchbrechen, und ihre Gewalt ist primitiv und jämmerlich, fast rührend.
Ein Volk, welches mit Drachen, Stollen, Spiegel, Autoreifen, Scheren, brennbaren Gegenständen, Mörsergranaten und Qassam-Raketen gegen eine der höchst entwickelten Kriegsmaschinerien der Welt um seine Freiheit kämpft, ist ein Volk ohne Hoffnung. Aber die einzige Möglichkeit, dass es seine Situation verändern kann, ist der mit diesen armseligen Waffen.

Wenn sie still sind, interessieren sich Israel und der Rest der Welt nicht um ihr Schicksal. Nur durch die Qassam können sie Aufmerksamkeit für ihre desaströse Lage erzielen. Wann hören wir etwas über Gaza in Israel? Nur wenn Gaza schießt. Daher bleibt ihnen keine andere Wahl als zu schießen. Das rechtfertigt ihr Schießen, selbst wenn es kriminell unschuldige Zivilisten verletzt, den Bewohnern im Süden Angst und Schrecken einflößt und für Israel unerträglich ist.

Sie haben keine Präzisionswaffen und daher ist es auch unmöglich, ihnen wegen des Verletzens von Zivilisten Vorwürfe zu machen: die meisten ihrer Granaten fallen ins freie Gelände, obwohl das nicht ihre Absicht ist. Es ist schwer, sie deshalb zu tadeln, weil sie einen leeren Kindergarten getroffen haben: sie würden ganz sicher Präzisionswaffen vorziehen um militärische Ziele zu treffen, solche wie sie die Israelis besitzen, welche übrigens viel mehr Kinder verletzen.

Es ist klar, dass ihre Gewaltanwendung grausam ist, wie jedwede Gewaltanwendung. Aber welche Wahl haben sie denn? Jeder zögernde Versuch, einen anderen Weg einzuschlagen - ein Waffenstillstand, eine Änderung in der politischen Führung oder ihrer politischen Position - trifft sofort und automatisch auf israelische Zurückweisung und Ablehnung. Israel glaubt ihnen nur, wenn sie schießen. Schließlich gibt es eine klare Kontrollgruppe: die Westbank. Da gibt es weder Hamas und keine Qassam, da gibt es kaum Terrorspuren und was hat das dem Mahmoud Abbas und seinen Leuten geholfen?

Sie haben recht, denn schließlich, nach all den Ablenkungsmanövern und Täuschungen und Lügen der israelischen Propaganda kann nichts die Tatsache verbergen, dass sie für den Rest ihres Lebens in einen großen Käfig gesperrt wurden. Eine unfassbare Belagerung, 11 Jahre ohne Unterbrechung, was das größte Kriegsverbrechen auf dieser Arena darstellt. Keine Propaganda kann ihre Identität, ihre Vergangenheit, ihre Gegenwart und ihre Zukunft verbergen. Die meisten von ihnen leben im Gaza-Streifen, weil Israel sie zu Flüchtlingen machte. Israel hat ihre Vorfahren aus ihren Dörfern und ihrem Land vertrieben. Andere flohen aus Angst vor Israel und später wurde ihnen die Rückkehr nicht erlaubt - ein Verbrechen nicht weniger schlimm als die Vertreibung.

Alle ihre Dörfer wurden zerstört. 20 Jahre lebten sie unter ägyptischer Herrschaft und weitere 50 Jahre unter israelischer Besetzung, die nie aufhörte, sie auf grausame Weise zu behandeln. Als Israel sich aus eigenem Interesse aus Gaza zurückzog, wurde ihnen eine Belagerung auferlegt was den Zustand noch verschlimmerte. Nicht einen einzigen Tag in ihrem Leben waren sie frei. Noch gibt es nicht einen einzigen Hoffnungsfunken, dass sie es eines Tages sein werden. Auch nicht ihre Kinder. Sie leben in einem der dichtest besiedelten Landstücke auf der ganzen Welt, von dem die UNO sagt, dass es in eineinhalb Jahren nicht mehr für das Bewohnen von Menschen geeignet sein wird. Ist das nicht genug, verdienen sie nicht dafür Unterstützung?

Sie sind die letzten Kämpfer gegen die israelische Besetzung. Während sich der Großteil der besetzten Westbank so verhält als ob er aufgegeben hätte, gibt Gaza nicht auf. Sie waren immer entschlossener und waghalsiger als ihre Brüder in der Westbank, vielleicht weil ihr Leid grösser ist. Es gibt keinen einzigen Israeli, keine einzige Israelin, die sich vorstellen können, in Gaza zu leben. Was es heißt, in dieser Realität aufzuwachsen. Alles wurde darüber bereits gesagt, und niemand regt sich darüber auf. Sie haben eine harte undemokratische Regierung aber Israel kann die Schuld nicht auf Hamas schieben. In der Westbank gibt es eine weitaus gemässigtere Regierung aber Israel tut nichts, um die Besetzung dort zu beenden.

In den letzten Wochen haben sie 118 Menschen begraben, in Relation zur Anzahl der Bevölkerung ist das so wie 500 Tote bei uns. Und sie werden niemals aufhören zu kämpfen. Und sie haben auch recht.    Quelle

 

(Da ich jede Form der Gewalt ablehne, weise ich darauf hin, dass hier Gideon Levy seine Meinung darstellt. E. Arendt)
 


Trump und Netanjahu haben nicht aus der Geschichte gelernt - sie wiederholen sie - 25. Juni 2018 - Netanyahu und Trump glauben, dass Israel das Westjordanland für immer besetzen kann. Der "Deal des Jahrhunderts", den die USA vorlegen wollen, basiert auf der Annahme, dass die Palästinenser weder den Willen noch die Kraft haben, Widerstand zu leisten. - Menachem Klein

Ein neues Exposé im New Yorker wirft Licht auf die Formulierung der Nahost-Politik der Obama- und Trump-Administration und enthüllt, wie Netanyahu die israelische Geheimdienst-Information über die politischen Pläne des scheidenden Weißen Hauses an die neue Trump-Administration weitergab. Der Artikel von Adam Entous beschreibt auch die engen Beziehungen zwischen Netanyahu und Trump und die Art und Weise, in der sie sich zusammengetan haben, um den Iran zu bekämpfen, wobei auch Israels Verbindungen zu den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien entstanden sind.

Entous bringt den Leser sowohl mit der Politik im Weißen Haus als auch mit der Residenz des Premierministers in Jerusalem in Kontakt. So sieht internationale Diplomatie ungeschminkt und ohne PR-Manipulationen aus. weiter im englischen Text >>>
 

 

Eine Seite zum Tode von Felicia Langer   >>>
 


Eine Gesetzgeberin im Gefängnis (ohne eigene Schuld)  ist eine politische Gefangene
- Gideon Levy

In einer Demokratie wäre die palästinensische Gesetzgeberin Khalida Jarrar frei. Die anhaltende Haft des palästinensischen Mitglieds des Parlaments Khalida Jarrar kann nicht länger eine beunruhigende Ausnahme in Israels demokratischer Landschaft sein, noch kann die unglaubliche öffentliche Apathie und fast die totale Abwesenheit der Medien-Berichterstattung über ihre Not, nicht verstanden werden, als ein gewöhnliches Nicht Interesse darüber, was .Israel Palästinensern antut. Die übliche Unterdrückung und Verweigerung kann auch nicht erklärt werden.

Jarrars Haft definiert nicht nur, was in Israels dunklen Hinterhof geschehen ist, es ist Teil der funkelnden Darstellung wie Jarrar die Demokratie definiert und die Herrschaft des Gesetzes in Israel.

Ihre Gefangenschaft ist ein untrennbarer Teil des israelischen Regimes und es ist das Antlitz der israelischen Demokratie nicht weniger als die freien Wahlen für einige seiner Untertanen oder die stolzen Paraden, die sich durch die Straßen schlängeln

Für Jarar ist das israelische Regime nicht weniger als das Grundgesetz für menschliche Würde und Freiheit. Für Jarrar ist israelische Demokratie ohne Make-up und Tadel.

Der Mangel an Interesse an ihrem Schicksal ist auch charakteristisch für das Regime. Die Gesetzgeberin ohne ihre eigene Schuld im Gefängnis ist auf jeden Fall eine politische Gefangene in einer Demokratie. Sie ist eine politische Gefangene vom Regime definiert

Es kann aber keine politische Gefangene in einer Demokratie geben, noch eine Verhaftung ohne Prozess in einem Gesetzesstaat. Deshalb ist Jaras Gefangenschaft nicht nur ein schwarzer Fleck im israelischen Regime. Es ist ein untrennbarer Teil davon.

Ein palästinensischer Gesetzgeber ist wegen Nichts Monate- und jahrelang im Gefängnis und keiner in Israel kümmert sich um ihr Schicksal. Nur eine sehr kleine Protestbemerkung.

Ihre israelischen Counterparts in der Knesset sagten nichts, nicht einmal jene der heuchlerischen zionistischen Linken. Keine juristische Gruppe nicht einmal das aufgeklärte Oberste Gericht machte sich die Mühe, sie frei zu bekommen.

Es gibt nichts über die Trivialitäten, dass der Shin Bet-Sicherheitsdienst sich mit ihr befasst oder erklärt, dass sie unschuldig ist bis ihre Schuld bewiesen ist.

Da gibt es nichts, um immer wieder über ihre Parlamentarische Immunität zu schreiben wenn diese nicht als irrtümlich betrachtet wird --- wie kann eine Palästinenserin Immunität haben? Sollen wir Wörter verschwenden, um ihren Mut zu beschreiben? Obgleich sie vielleicht die tapferste Frau ist, die unter israelischer Kontrolle lebt.

All dies fällt auf taube Ohren. Es gibt keine Anklage und keine Schuldspruch, nur einen Freiheitskämpfer im Gefängnis. Der Shin Bet ist der Untersuchungsbeamte, der Ankläger und der Richter. Alle drei Positionen in einer Hand im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, in einem Staat, der sich selbst als Demokratie bezeichnet, ja die einzige im Nahen Osten. Die meisten Israelis sind davon überzeugt, dass dies der Fall ist und die Welt akzeptiert dies.

Jarrar könnte den Rest ihres Lebens im Gefängnis verbringen; da gibt es kein rechtliches Hindernis dafür, da alle pathetischen Argumente schon benützt wurden, um ihre andauernde Haft zu rechtfertigen, die als gültig und unbegrenzt erachtet wird. Falls sie heute gefährlich ist, dann ist sie immer gefährlich: politische Gefangene, Haft ohne Gerichtsprozess und grenzenlose Gefangenschaft wird als Tyrannei definiert.

Natürlich ist Jarrar kein Ausnahmefall; sie ist sogar nicht das einzige palästinensische Parlamentsmitglied in einem Israelischen Gefängnis. Deshalb muss die angeberische Rede über Israels Demokratie muss gestoppt werden. Mit Jarar im Gefängnis ist Israel höchstens eine halbe Demokratie.

Deshalb sollte der Widerstand nicht länger allein gegen die Besatzung sein. Stattdessen sollte der Widerstand gegen das Regime in Israel sein Sie ist gegen das Regime unter dessen Stiefeln sie lebt.

Viele der palästinensischen Widerstand-Organisationen die immer allein wegen ihrer Mittel als „Terror-Organisation“ definiert werden, nicht wegen ihrer Ziele, sind Gegner des Regimes, unter dem sie zu leben gezwungen sind. Ihre Ziele sind ähnlich denen, die der Tyrannei widerstehen – von der Sowjet-Union bis Südafrika bis Argentinien.

Es ist eine Handvoll Israelis, die Jarrar unterstützen wollen. Sie drücken nicht nur menschliche Solidarität oder Opposition zur Besatzung - sie sind Gegner des Regimes.

All jene, die ihre andauernde Verhaftung unterstützen, jeder der zu ihrem Verbleib im Gefängnis schweigt, machen ihre Haft möglich. Sie sagen : vergesst die Demokratie. Das sind wir nicht. Gewöhnt Euch dran.    Quelle       ( dt. Ellen Rohlfs)
 


Palästina nicht vergessen! - Interview mit Herrn Fritz Edlinger zur Israel
-Palästina-Problematik. -  25. Juni 2018 - Angesichts der vielen anderen Konflikte auf der Welt und der Probleme, mit denen Europa zur Zeit behaftet ist, könnte der nicht enden wollende Israel-Palästina-Konflikt leicht in Vergessenheit geraten.

Vor einigen Tagen bot sich mir die Gelegenheit, einem Vortrag des Historikers und Buchautors Fritz Edlinger zur Israel-Palästina-Problematik beizuwohnen, die ich daher gerne wahrgenommen habe. Die Ausführungen von Herrn Edlinger, der zudem Generalsekretär der Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen ist, haben mich tief berührt.

Der Vortrag mit seinen vielen historischen Daten und Zusammenhängen hat mir vor Augen geführt, dass ohne die Kenntnis der bewegten Geschichte Palästinas die heutige Situation in dieser Region nicht verstanden werden kann.

Herrn Edlinger bebeschäftigte sich in seinem Vortrag vor allem mit dem UN-Teilungsplan für Palästina vom 29. November 1947 in der UN Resolution 181 https://de.wikipedia.org/wiki/UN-Teilungsplan_f%C3%BCr_Pal%C3%A4stina, und was daraus geworden ist.

Sein Fazit, dass die Zweistaaten-Lösung wahrscheinlich auf ein "israelisches Apartheid-System hinauslaufen“ könnte, hat mich am Ende seines Vortrages rat- und hoffnungslos zurückgelassen.

Es freut mich sehr, dass Herrn Edlinger bereit war, für die aprioripost -Leserinnen und Leser auch nochmals in diesem Interview seine Sicht der vertrackten Lage in Palästina zu erläutern.

K.S. - Herr Edlinger, wenn man Ihren Namen googelt, dann fallen als erstes Ihre Bücher auf wie:

Syrien: Ein Land im Krieg. Hintergründe, Analysen, Berichte
oder Libyen: Geschichte - Landschaft - Gesellschaft – Politik
oder Palästina - Hundert Jahre leere Versprechen: Geschichte eines Weltkonflikts

um nur einige Bücher der langen Liste zu nennen.

"Palästina - Hundert Jahre leere Versprechen" lautete auch der Titel Ihres Vortrags. Was müsste aus Ihrer umfassenden Kenntnis der Situation in Israel und Palästina von welchen Akteuren auf den Weg gebracht werden, um eine friedliche und für beide Seiten erträgliche Lösung herbeizuführen?

F.E.
- Diese Frage spricht die gesamte Problematik des israelisch-palästinensischen Konfliktes, der unter den bedeutenden ungelösten Weltkonflikten sicherlich der längste ist, an. Die Wurzeln des Konfliktes reichen in das Ende des 19. Jahrhunderts (Zionistischer Weltkongress 1897), zumindest aber in die Jahre 1947 (Teilungsresolution der UNO) bzw. 1948 (Gründung des Staates Israel als jüdischer Staat und Vertreibung von 750.000 PalästinenserInnen aus ihrer Heimat) zurück. Eine relativ kurze Antwort auf Ihre Frage ist daher kaum möglich. Ich will es dennoch versuchen:

Zunächst geht es aus meiner Sicht einmal um die unterschiedlichen Narrative der historischen Ereignisse. Von israelischer Seite wird de facto bis heute die palästinensische Interpretation der Ereignisse, dass es nämlich im Zuge der Gründung Israels zu gravierenden Ungerechtigkeiten, um es sehr sanft zu formulieren, gekommen ist, massiv abgelehnt. Zuletzt hat das israelische Parlament sogar die Nennung des Ausdruckes „Al Nakba“ unter Strafe gestellt. Die Vertreibung von fast 60% der einheimischen palästinensischen Bevölkerung, die systematische Verhinderung ihrer Rückkehr sowie die weitgehende Zerstörung ihrer Städte und Dörfer wird von den Palästinensern – völlig zurecht – als Kriegsverbrechen (diese Ereignisse werden von den Arabern als „Al Nakba“ - die  >>>
 


VIDEO Palästinensische Friedensaktivistin Faten Mukarker
 

 

Als christliche Palästinenserin hat sie die ersten zwanzig Jahre ihres Lebens in Deutschland verbracht, wurde dann in ihrem Geburtsort bei Bethlehem verheiratet und lebt seitdem mit ihrer Familie in Beit Jala. Faten Mukarker hat sich mit diesem Leben zwischen den Kulturen, zwischen den Religionen und umgeben von politischer Feindschaft gewöhnt. Sie arbeitet in Palästina als Reiseleiterin und sie hält in Deutschland Vorträge darüber, warum trotz schwierigster Lebensumstände Versöhnung das vielleicht wichtigste Gut ist.  >>>
 


Schlappe für Netanjahu
- 24. Juni 2018 - Israels Premier Benjamin Netanjahu hat zuletzt einige Dämpfer hinnehmen müssen - nun fiel er auch mit seinem Kandidaten für den Chefposten der Jewish Agency durch. - Alexandra Föderl-Schmid

Außenpolitisch läuft es dank des US-Präsidenten Donald Trump ganz gut für Israels Premierminister Benjamin Netanjahu. Aber zu Hause musste Netanjahu in den vergangenen Tagen mehrere Dämpfer hinnehmen: die fortgesetzten Korruptionsermittlungen gegen ihn, dann die Anklage gegen seine Frau Sara wegen Betrugs und Veruntreuung staatlicher Gelder und jetzt noch die Brüskierung durch die Jewish Agency. Die halbstaatliche Organisation lehnte nicht nur Netanjahus Kandidaten für die Nachfolge des bisherigen Leiters Natan Sharansky ab. Statt Netanjahus Wunschkandidaten, Energieminister Yuval Steinitz, wurde am Sonntag der bisherige Oppositionsführer Jitzhak Herzog gewählt - und zwar einstimmig. Dass ein Premier seinen Kandidaten für die Jewish Agency nicht durchsetzen konnte, war letztmalig 1992 Jitzchak Rabin passiert.

Die Jewish Agency ist die offizielle Einwanderungsorganisation und die wichtigste Plattform, um Verbindungen zwischen Israel und den in der Diaspora lebenden Juden herzustellen. Für 12 000 Jugendliche werden jährlich Reisen nach Israel organisiert, 20 000 Juden ist sie jedes Jahr bei der Einwanderung behilflich. Die Agency ist auch ein starkes Bindeglied zu den in den USA lebenden Juden.

Das Votum zeigt, wie unzufrieden säkulare Juden mit Netanjahu sind, der Forderungen von Ultraorthodoxen in der Regierung wie die Wehrdienstbefreiung oder ein Schabbat-Arbeitsverbot immer wieder nachgibt.  >>>
 


Ruine eines Traums
- 24. Juni 2018 - Ex-Palästinenserpräsident Arafat ließ in Abu Dis für sein Volk ein Parlamentsgebäude bauen. Dieses verfällt in aller Stille. -  Alexandra Föderl-Schmid

Riesige, mit Graffiti verschmierte Eisentore versperren den Weg, um das Gelände ist eine drei Meter hohe Mauer gezogen. Dahinter befinden sich die Reste jenes Gebäudes, das wie kein anderes für die bisher nicht realisierten Hoffnungen der Palästinenser auf einen eigenen Staat steht: das Parlamentsgebäude in Abu Dis, einem Vorort von Jerusalem. Der Wind pfeift durch das Innere des sechsstöckigen Baus, es gibt keine Fenster. Herzstück ist im Innern der stufenförmig angelegte achteckige Plenarsaal. Mehr als ein Rohbau mit einer Fläche von 1717 Quadratmetern ist daraus nicht geworden, heute erscheint die Ruine wie ein Mahnmal für den gescheiterten Friedensprozess.

Bei Baubeginn 1996 schien es, als ob der drei Jahre zuvor begonnene Osloer Friedensprozess zu einem eigenen Staat für die Palästinenser führen könnte. Ohne das Wissen seines israelischen Gesprächspartners Jitzhak Rabin beauftragte der palästinensische Präsident Jassir Arafat den palästinensisch-jordanischen Architekten Jaafar Touqan mit dem Bau.  >>>
 

 


A Call to Action from Gaza: Cover your city with posters of the Great March of Return heroes
- 25, 2018 - Palestinian organisations in Gaza are calling upon all people of conscience around the world, to make posters of the fallen heroes of the recent Great March of Return and plaster these all over your cities and towns, especially opposite Israeli and American embassies. This is an action that will greatly benefit the visibility of our cause!  >>>

 

 

VIDEO - Internationals in Solidarity with the Great March of Return  >>>
 


 


Video: A woman paramedic on Gaza's frontlines  >>>


 

Sondos Ashour is a 27-year-old Palestinian paramedic in Gaza. She attends the Great March of Return to aid the injured and support female protesters. “Some people in the community don’t accept me as a working female,” she told The Electronic Intifada. But her ultimate dream is to return to her original hometown of Jaffa. “I want to say to the whole world: we want to live,” Ashour said. “Unite with us to break this Israeli occupation.”  >>>
 


frühere texte UND TAGE finden sie im chronologischen Archiv >>>

 

 

 

 

 

 

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Extremist settlers burn Palestinian olive orchards in northern West Bank >>>

 

Illegal Colonists Burn 300 Olive Trees Near Nablus  >>>

 

IOF demolish agricultural facilities in Hizma  >>>

 

Palestinian Authority proves to be good student of Israeli repression  >>>

 

Israel zerstört Wohnung von mutmaßlichem palästinensischem Attentäter >>>

 

Anthony Bourdain’s visit to Palestine changed lives  >>>

 

Israeli high court freezes ethnic cleansing orders due to int’l condemnation  >>>

 

Manifestation pour Georges Abdallah à Paris (Album Photos et vidéo) >>>

 

Ministry of Health- 131 Palestinians Killed, Over 14 Thousand Injured in Great March of Return  >>>

 

Besuch in Israel und Palästina Prinz Williams heikle Reise
Eine alte Geschichte, die nun wieder aktuell wird. Denn: Großbritanniens Prinz William ist in Jerusalem - und übernachtet im King David Hotel  >>>

 

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25. 6. 2018

 

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Die USA feilen an einem Friedensplan für den Nahen Osten. Der palästinensische Präsident Abbas stellt sich jedoch weiter quer.  >>>

 

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24. 6. 2018

 

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Anklage gegen Sara Netanyahu
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21. 6. 2018

 

Lockerung für Palästinenser
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Washington Trumps Regierung zieht sich aus UN-Menschenrechtsrat zurück
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat den Rückzug der USA aus dem UN-Menschenrechtsrat verkündet und das Gremium scharf kritisiert. Der Rat sei ein "schlechter Verteidiger" der Menschenrechte, sagte US-Außenminister Mike Pompeo am Dienstag in Washington. Die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley warf dem Rat erneut vor, eine israelfeindliche Haltung zu vertreten.  >>>

 

USA ziehen sich aus Uno-Menschenrechtsrat zurück
Vereinte Nationen: USA ziehen sich aus Uno-Menschenrechtsrat zurück
Die US-Regierung von Donald Trump hat den Uno-Menschenrechtsrat für seine "israelfeindliche Haltung" kritisiert - und den Rückzug aus dem Gremium angekündigt.  >>>

 

Israeli lawmakers debate changes to bill restricting Muslim call to prayer  >>>

 

Army Opens Fire At Shepherds In Gaza  >>>

 

Soldiers Start Preparation Work For New Base Near Hebron  >>>

 

Israeli Colonizers Uproot Agricultural Lands Near Hebron  >>>

 

Soldiers Attack A Celebration Of The Palestinian Russian Friendship Society In Jerusalem  >>>

 

Palestinian Child Dies From Serious Wounds Suffered In Gaza  >>>

 

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Treffen mit Netanjahu : Jordanischer König pocht auf Zweistaatenlösung  >>>

 

 

Israeli lawmaker: ‘Jewish race is the greatest human capital, the smartest’  >>>

 

Israeli forces kill Palestinian at Gaza border  >>>

 

A Palestinian disfigured by tear gas canister reflects on change in his life  >>>

 

‘Let them eat candy’ – Israel’s ideological war against incendiary kites from Gaza  >>>

 

We must define antisemitism to fight it effectively >>>

 

Army Attacks Farmers, Steal Their Produce, Near Hebron  >>>

 

Detained Teen Released After Losing His Sight Due To Torture, And Being Denied Treatment  >>>

 

Israeli forces detain 13 Palestinians in overnight West Bank raidsJune 18, 2018  >>>

 

Thousands of Gazans perform Eid al-Fitr prayers at eastern bordersJune 16, 2018  >>>

 

18. 6. 2018



Israeli Drone Fires A Missile At A car In Gaza  >>>

 

Zusammenstöße bei Räumung von Siedlung im Westjordan
Elf israelische Polizisten verletzt – Sechs Demonstranten festgenommen  >>>

 

Palestinian Youth Goes Blind due to Medical Negligence in Israeli Jails  >>>

 

Israeli Air Strike Injures Two Palestinians In Central Gaza  >>>


 

 

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