TÄGLICH NEU  -  LINKS    Termine    facebook     Montag, 30. Dezember 2019 - 20:17    HELFEN     BDS     ARCHIV    Themen

 




Politische Lösung in Nahost unterstützen, Zivilisten schützen
- „Nach der jüngsten Eskalation zwischen der Hamas und anderer islamistischer bewaffneter Kräfte und der israelischen Armee im Gaza-Streifen müssen die Vereinten Nationen eine militärische Eskalation verhindern. Die Bundesregierung muss eine neue politische Initiative für ein Ende der völkerrechtswidrigen Blockade von Gaza unterstützen, so wie es viele zivilgesellschaftliche Initiativen fordern“, sagt Heike Hänsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Hänsel weiter:

„Die Mörserangriffe aus Gaza auf willkürliche Ziele in Israel müssen ebenso beendet werden wie die massiven Luftangriffe der israelischen Luftwaffe auf Ziele in Gaza. Dieser Konflikt ist nicht militärisch zu lösen und bringt nur immer mehr Leid über die Zivilbevölkerung, deshalb sind politische Verhandlungen unabdingbar. Dazu muss endlich die israelische Besatzungs- und Siedlungspolitik auf den Verhandlungstisch, ebenso wie die völkerrechtswidrige Blockade des Gaza-Streifens durch Israel und Ägypten. Gaza gilt als das größte ‚Freiluftgefängnis‘ der Welt, die katastrophale humanitäre Situation für fast zwei Millionen Menschen ist nicht hinnehmbar.

Auch der jüngst vom israelischen Verteidigungsminister Avigdor Lieberman angekündigte Bau einer Sperranlage im Meer zu Gaza steht einer friedlichen Lösung entgegen und muss gestoppt werden. Es ist unabdingbar, dass alle bewaffneten Gruppierungen in Gaza die Angriffe auf Israel einstellen. Die Bundesregierung darf Länder, die die Hamas in Gaza unterstützen, so wie zum Beispiel die Türkei, nicht auch noch mit Rüstungsexporten und finanzieller Hilfe belohnen.“ 
 


Warum Israel und die Hamas einen neuen Krieg um Gaza vermeiden wollen
- Extremisten feuern mehr als 150 Raketen auf Israel ab, dessen Luftwaffe schlägt zurück. Jetzt gilt offenbar eine Waffenruhe. Kann das funktionieren? - Christian Böhme und Lissy Kaufmann (...)

Der Hamas ist ebenfalls nicht an einer militärischen Konfrontation mit Israel gelegen. Denn für die Islamisten steht eine Menge auf dem Spiel. Die Hamas weiß als nüchtern kalkulierende und taktierende Organisation sehr wohl, dass die Kosten eines Krieges in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen.

Nach dem Waffengang vor vier Jahren konnten Gazas Herrscher sich noch als Kämpfer gerieren, die dem übermächtigen Gegner letztendlich Stand gehalten hat. Doch machte Israel jetzt Ernst, es bedeutete wohl das Ende der Hamas. Schon 2014 plädierten Hardliner im Kabinett von Netanjahu dafür, das Problem an der Südgrenze endgültig zu lösen – also die Islamisten aus dem Küstenstreifen zu vertreiben, sprich: sie zu stürzen.

Jetzt machen die Nationalreligiösen in der Regierung wieder mächtig Druck. Einige fordern nicht nur einen raschen Militäreinsatz, sondern plädieren sogar dafür, Gaza wieder zu besetzen  >>>
 

 


Israel bringt palästinensisches Schiff auf, das versucht die Blockade zu durchbrechen
- Hind Khoudari -  29.05.2018 - An Bord eines Schiffes vor der Küste Gazas: ein Schiff mit 17 Studenten-Aktivisten und während der kürzlichen Proteste des Großen Rückkehrmarschs verletzte Palästinenser versuche am Dienstag die israelische Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen, bevor das israelische Militär intervenierte.

Israelische Sicherheitskräfte nahmen die Passagiere des Schiffes, das die Blockade umging, fest und eskortierten das Schiff 12 Meilen von der Küste Gazas entfernt auf die israelische Seite. Israel sagte, es habe die 17 Palästinenser in die israelische Hafenstadt Ashdod und später zurück nach Gaza gebracht.

Der Versuch die Blockade zu durchbrechen erfolgte, als die Spannungen im Gazastreifen besonders zunahmen, als israelische Kampfflugzeuge in Reaktion auf Granatfeuer Ziele im Hamas-regierten palästinensischen Territorium bombardierten. Auch Raketen waren vom Gazastreifen nach Israel abgefeuert worden [...].

Das Schiff, das am Dienstag von Gaza aufgebrochen war, wurde zur Unterstützung von dutzenden kleineren Schiffen begleitet.

Die kleineren Schiffe zogen sich langsam zurück, als das führende Schiff die Sechs-Meilen-Grenze für die Fischer erreichte, die die israelischen Behörden verhängt haben.

Als das Schiff sich der de facto-Seegrenze näherte, begannen israelische Kriegsschiffe es zu stoppen.

A'laa el-Batta, der das internationale Komitee für das Durchbrechen der Blockade Gazas leitet, sagte Middle East Eye, drei israelische Schiffe hätten die Schiffe, die Gaza verlassen wollten umringt.

Der Kapitän eines der palästinensischen Schiffe sagte Batta, die Flottille sei sechs bis sieben Meilen von der Küste von Gaza entfernt gewesen. "Die Leute an Bord sind in guter Stimmung und bestehen darauf, weiterhin die Blockade zu durchbrechen", sagte Batta gegenüber MEE von seiner Operationsbasis in Gaza City aus, von wo er das Vordringen der Flotilla verfolgt.

"Wir haben eine Botschaft der Freiheit und des Friedens und das ist unser Ruf an die Welt, unsere Stimme zu hören, dass wir diese Blockade nicht länger akzeptieren können. Wir hoffen das Ziel die Blockade aufzubrechen zu erreichen und unser Volk, uns selbst von dieser unmenschlichen Blockade zu befreien", fügte er hinzu.

"Und wir bitten die Welt, uns sichere Durchfahrt durch ihre Häfen zu gewähren."

Aktivisten sagen, die die Blockade brechenden Schiffe seien Teil der laufenden Protestkampagne Großer Rückkehrmarsch, die Ende März begann.

"Al-Hurriyeh (arab. die Freiheit) ist Teil der Veranstaltungen des Großen Rückkehrmarsches", sagte Adham Abu Selmeyeh, ein Sprecher des Komitees gegenüber MEE.

"Die Schiffe werden eine Gruppe von Patienten transportieren, Leute mit Verletzungen und andere humanitäre Fälle, die Gaza so schnell wie möglich verlassen müssen."

In einem Statement sagte das israelische Miliär, es glaube, die Hamas stünde hinter dieser Initiative.

Dieser letzte Protestakt mit dem Namen Al-Hurriyeh (Freiheit) erfolgte, da Israel plant eine physische Seegrenze zu Gaza zu errichten.

Er fällt auch mit dem 8. Jahrestag des tödlichen israelischen Überfalls auf eine Flotille zusammen, die 2010 versuchte Versorgungsgüter in das palästinensische Territorium zu bringen. Neun türkische Staatsbürger wurden damals von israelischen Soldaten getötet; Israel entschuldigte sich 2013 bei der Türkei.

Die Al-Hurriyeh-Schiffe fuhren von der Küste von Gaza ab, nachdem eine Flotille von Dänemark in Richtung Gazastreifen aufbrach, in einem weiteren Versuch die israelische Blockade aufzubrechen.

"Die Seeblockade ist eine notwendige und legale Sicherheitsblockade, die von der Welt wiederholt anerkannt worden ist", sagte das israelische Militär in einem Statement.    Lesen Sie weiter  >>>
 


"Die Bundesregierung ist äußerst besorgt, dass das Beduinendorf Khan al-Ahmar in Kürze abgerissen und seine Bewohner gegen ihren Willen umgesiedelt werden könnten.
Khan al-Ahmar liegt im sogenannten E1-Gebiet zwischen Jerusalem und der israelischen Siedlung Ma’ale Adumim. Falls hier Siedlungen entstehen sollten, würden die Aussichten auf ein zusammenhängendes palästinensisches Staatsgebiet – und damit die Umsetzbarkeit einer Zwei-Staaten-Lösung – deutlich verringert.

In diesem Zusammenhang nimmt die Bundesregierung die gestern beschlossenen Pläne zum weiteren Siedlungsausbau im besetzten Westjordanland ebenfalls mit großer Sorge zur Kenntnis – auch deshalb, weil darunter auch Pläne für die Ausweitung der Siedlung Kfar Adumim sind, die sich in unmittelbarer Nähe zu Khan al-Ahmar befindet. Die Bundesregierung und ihre Partner in der Europäischen Union setzen sich seit vielen Jahren gegen den weiteren Ausbau völkerrechtswidriger Siedlungen und für Entwicklung in den Palästinensischen Gebieten ein. Die Bundesregierung appelliert eindringlich an die israelische Regierung, auf die Umsiedlung der Bewohner von Khan al-Ahmar zu verzichten."

"Im Dorf Khan al-Ahmar leben 32 Beduinenfamilien, insgesamt 173 Personen, davon 92 Kinder und Jugendliche. In der von der EU, Italien und Belgien finanzierten Schule werden etwa 150 Kinder, auch aus umliegenden palästinensischen Dörfern, unterrichtet.

Nachdem der Oberste Gerichtshof am 24.05. festgestellt hat, dass alle innerisraelischen Rechtsmittel gegen die bestehenden Abrissverfügungen erschöpft sind, kann die Umsiedlung des Dorfes nun jederzeit erfolgen. Bundesregierung und Europäische Union setzen sich seit Jahren dafür ein, dass Khan al-Ahmar nicht abgerissen oder umgesiedelt wird. Zuletzt haben die Leiterinnen und Leiter der EU-Vertretungen vor Ort das Dorf am 16. Mai besucht."  Quelle

 

 

Hintergrund: Im Dorf Khan al-Ahmar leben 32 Beduinenfamilien, insgesamt 173 Personen, davon 92 Kinder und Jugendliche. In der von der EU, Italien und Belgien finanzierten Schule werden etwa 150 Kinder, auch aus umliegenden palästinensischen Dörfern, unterrichtet.

Nachdem der Oberste Gerichtshof am 24.05. festgestellt hat, dass alle innerisraelischen Rechtsmittel gegen die bestehenden Abrissverfügungen erschöpft sind, kann die Umsiedlung des Dorfes nun jederzeit erfolgen. Bundesregierung und Europäische Union setzen sich seit Jahren dafür ein, dass Khan al-Ahmar nicht abgerissen oder umgesiedelt wird. Zuletzt haben die Leiterinnen und Leiter der EU-Vertretungen vor Ort das Dorf am 16. Mai besucht.

Am 30.05. beschloss der Planungsausschuss für das Westjordanland weitere Planungsschritte für knapp 2000 neue Wohneinheiten im gesamten Westjordanland. Darunter befinden sich auch Pläne für 92 neue Wohnungen in der Siedlung Kfar Adumim, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft von Khan al-Ahmar befindet.
 


Stark wie der Tod - Uri Avnery - 2. Juni 2018 - OH, GAZA. Stark wie der Tod ist die Liebe.

Ich mochte Gaza. Das ist ein Wortspiel. Im biblischen Lied der Lieder (8,6) heißt es: Liebe ist stark wie der Tod. Die feminine Form des hebräischen Wortes für „stark“ lautet asa. Asa ist auch der hebräische Name für Gaza. Ich habe viele glückliche Stunden in Gaza verbracht. Ich hatte dort viele Freunde. Vom Linken Dr. Haidar Abd al-Shafi bis zum Islamisten Mahmoud az-Zahar, der jetzt Außenminister der Hamas ist.

Ich war dort, als Jasser Arafat, dessen Familie aus Gaza stammte, nach Hause kam. Sie setzten mich bei seinem Empfang an der Grenze in Rafah in die erste Reihe und noch am selben Abend empfing Arafat mich im Hotel am Strand von Gaza und wies mir bei der Pressekonferenz einen Platz an seiner Seite auf dem Podium an. Überall im Gazastreifen begegneten mir die Menschen freundlich, in den Flüchtlingslagern ebenso wie in den Straßen von Gaza-Stadt. Überall sprachen wir über Frieden und über die Stellung Gazas im künftigen Staat Palästina.

NA GUT, aber wie steht es mit der schrecklichen erz-terroristischen Organisation Hamas?

In den frühen 1990er Jahren schickte Ministerpräsident Jitzchak Rabin 415 bekannte Islamisten aus Gaza in den Libanon. Die Libanesen ließen sie jedoch nicht herein, deshalb vegetierten die Exilierten ein Jahr lang unter freiem Himmel an der Grenze dahin.

Wir protestierten gegen die Vertreibung und errichteten gegenüber dem Büro des Ministerpräsidenten in Jerusalem ein Zeltlager. Wir blieben dort 45 Tage und Nächte; an einigen Tagen schneite es. Im Lager waren Juden und Araber, darunter israelische arabische Islamisten. Die langen Tage und Nächte verbrachten wir mit politischen Gesprächen. Worüber? Natürlich über Frieden.

Die Islamisten waren freundliche Menschen. Sie begegneten meiner Frau Rachel mit äußerster Höflichkeit.

Als die Exilierten endlich nach Hause zurückkehren durften, wurde für sie im größten Saal in Gaza ein Empfang gegeben. Ich wurde gemeinsam mit einer Gruppe von Gefährten eingeladen. Man bat mich zu sprechen (natürlich auf Hebräisch) und danach war ich zu einem Festessen eingeladen.

Alles das erzähle ich, um die damalige Atmosphäre zu beschreiben. Bei allem, was ich in meiner Rede sagte, betonte ich, ich sei ein israelischer Patriot. Ich trat für Frieden zwischen zwei Staaten ein. Vor der Ersten Intifada (sie begann am 9. Dezember 1987) war Gaza kein Ort finsteren Hasses. Weit entfernt.

Massen von Arbeitern passierten jeden Morgen die Grenzübergänge, um in Israel zu arbeiten. Ebenso Händler, die ihre Waren in Israel verkauften, die auf dem Weg nach Jordanien durch Israel fuhren oder die ihre Waren in israelischen Häfen verschifften.

WIE IST es uns – dem Staat Israel - also gelungen, Gaza zu dem zu machen, was es heute ist?  
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Die Philosophie als Zensor
- 31. Mai 2018 - Gastbeitrag von Norman Paech - Als Philipp Roth, Enkel galizischer Juden, 1960 eine seiner ersten Kurzgeschichten „Verteidiger des Glaubens“ im „New Yorker“ publizierte, attackierte ihn die Anti Defamation League sofort, seine Figur eines unsympathischen Juden spiele nur Antisemiten in die Hände und schüre Vorurteile. Doch Roth wollte nicht begreifen, dass nur sympathische Juden in die Literatur gehörten. Er stand zu seinem Makel und stellte in den nächsten Jahrzehnten über seinen Roman „Operation Shylock. Ein Bekenntnis“ hinaus immer wieder die Frage, ob sich die amerikanischen Juden jemals von der Last ihrer Geschichte zwischen Zionismus und Antisemitismus werden befreien können?

Sie stellt sich nicht nur für Juden. Denn Kunst und Literatur sind zumeist auch politisch. Und wenn Dieter Hanitzsch einen Politiker mit großen Ohren, großer Nase, einem großen Busen in Stiefeln und raketenschwingend präsentiert, zeichnet er nur ein politisches Bild, welches realistisch und kritisch ist. Jedes Foto von Netanjahu zeigt ihn mit großen Ohren, einer großen Nase und dem Davidstern im Hintergrund. Er hat sich sofort der israelischen Siegerin beim ESC bemächtigt, um sie und den nächsten Wettbewerb in Jerusalem für seine Politik zu nutzen – eine Politik, die wahrlich in Militärstiefeln auftritt und mit Raketen seine Nachbarn angreift. Man kann den hiesigen Medien mangelnde Kritik daran vorwerfen, nicht aber, dass sie die Fakten dieser völkerrechtswidrigen Aggressionen in Syrien und im Gazastreifen verschweigen. Wo lebt Micha Brumlick, wenn er fragt: „Stellen israelische – jüdische? Raketen derzeit ein sicherheitspolitisches Thema dar?“ Liest er keine Zeitung? Hanitzsch hielt sich zurück, er hätte Netanjahu auch auf einem Haufen toter Palästinenser, mit seinen Stiefeln auf Gaza oder als einen auf Syrien raketenwerfenden Irren zeichnen können. Die Realität, die Netanjahu mit seinen Mitteln um sich herum schafft, ist ungleich brutaler, entsetzlicher und menschenverachtender, als die Karikatur sie zeigt.

Und was treibt Brumlick dazu, sich auf das Niveau eines Hofnarren des Zionismus wie Broder („die SZ ist eine Zeitung, in der Antisemitismus verbreitet wird“) herunter zu begeben, und Günter Grass mit seinem Gedicht „Was gesagt werden muss“ 2012 in der SZ wieder in die Gosse des Antisemitismus zu ziehen? Vertraut er dem ewig kriegsdrohenden Netanjahu so sehr, dass er den Satz von Grass „Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden? und sein Bekenntnis „ich schweige nicht mehr, weil ich der Heuchelei des Westens überdrüssig bin“ als antisemitische Fantasterei abtun kann? Grass mag sich geirrt haben, aber ich glaube, er würde den Satz auch heute noch wiederholen – der ewige Antisemit? Man feiert den Karikaturisten von „Charlie Hebdo“, der   >>>
 


Palästina: Höchste Arbeitslosigkeit in der Welt aufgrund israelischer Besatzung
- 31.05.2018  - Palästinensische Mission -  Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hat diesen Monat einen Bericht nach einer fact-finding-mission veröffentlicht. Aus diesem geht hervor, dass Palästina mit 27,4% die höchste Arbeitslosenquote der Welt hat. Im Gaza-Streifen beträgt die Arbeitslosenquote sogar fast 50%.

In dem Bericht wird die fortdauernde Besatzung als Haupthindernis für wirtschaftliches Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen genannt. Zudem heißt es in dem Bericht, dass die israelischen Militärrestriktionen in den C-Gebieten und B-Gebieten zur De-Industrialisierung und Landwirtschaft führen, was einem stetigen Abwärtstrend der palästinensischen Wirtschaft bedeutet.

Der Bericht kommt zum abschließenden Ergebnis, dass die israelische Besatzung das Wachstum der palästinensischen Arbeit kontrolliert, „palästinensische Arbeiter sind nicht vor allgemeinen politischen Entwicklungen geschützt. Das Fehlen eines soliden Rahmens für den Frieden und die schwindende Rolle des Oslo-Prozesses lassen die Arbeitnehmer anfälliger für geopolitische Ereignisse vor Ort machen. Vom Status Jerusalems bis zur Situation in Gaza führen Ereignisse auf Makroebene zu Spannungen und Instabilität vor Ort, die sich wiederum auf Wirtschaftstätigkeit, Beschäftigung und Lebensunterhalt auswirken. Die Besatzung kontrolliert und dämpft das Potenzial für Wachstum und zur Schaffung von Arbeitsplätzen. In einem derart eingeschränkten Kontext haben Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitiken – wie auch immer gut gestaltet sie sind – nur eine begrenzte Wirkung,“ heißt es in dem Bericht.

Ein auf der Zwei-Staaten-Lösung basierender Friedensprozess sei die einzige praktikable Lösung, um Investitionen und Arbeitsplätze zu schaffen sowie die israelische militärische Besatzung mit ihren Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und des Zugangs zu Ressourcen muss beendet werden, heißt es in dem ILO-Bericht. „Die Beendigung der Besatzung ist eine Voraussetzung, um Arbeitnehmerrechte zu verwirklichen und menschenwürdige Arbeit zu schaffen.“.

Den vollständigen ILO-Bericht können Sie in englischer Sprache hier einsehen.

 

1. 6. 2018

 

Gaza - Die Gefängnismauern werden verstärkt

 


Eindringlinge aus dem Gaza-Streifen sollen abgewehrt werden
- Rune Weichert - Israel hat mit dem Bau einer Grenzmauer durch das Meer begonnen. Somit sollen Angreifer, die über das Meer nach Israel kommen wollen, daran gehindert werden, israelischen Boden zu betreten. Das gab das Verteidigungsministerium bekannt. Genaue Länge, Breite und Tiefe der Anlage sind geheim

Der Bau der Grenze begann wenige Kilometer nördlich von der Grenze zum Gaza-Streifen bei der Gemeinde Zikim am Strand. Verteidigungsminister Avigdor Lieberman bezeichnete die Grenze als "einmalig auf der Welt." Sie werde effektiv jede Möglichkeit unterbinden, über den Seeweg nach Israel zu gelangen, so Lieberman laut der israelischen Zeitung Haaretz.    >>>

 



Israel beginnt mit Bau von Seesperre - Verteidigungsminister Avigdor Lieberman verspricht ein "weltweit einzigartiges Hindernis"
: Eine neue Sperre aus Steinen und Zäunen soll Israels Seeblockade gegenüber dem Gazastreifen absichern. -
Avigdor Lieberman -  27.05.2018

Israel will auch im Meer eine Sperranlage zum Gazastreifen bauen. Verteidigungsminister Avigdor Lieberman teilte am Sonntag mit, der Bau eines "weltweit einzigartigen Hindernisses" habe begonnen. Die Anlage solle verhindern, dass militante Palästinenser aus dem Gazastreifen auf dem Seeweg nach Israel eindringen. Die Bauarbeiten hätten am Zikim-Strand am Rande des Gazastreifens begonnen. >>>

 




 


Israel und Palästinenser stellen Angriffe ein
- Seit dem Morgen hat es keine Attacken gegeben, die radikalislamische Hamas spricht bereits von Waffenruhe. Aus Israel heißt es nur, man werde auf Ruhe mit Ruhe reagieren. - 30. Mai 2018

Israel und militante Palästinenser haben ihre gegenseitigen Angriffe vorerst beendet. Seit dem Morgen habe es keine Angriffe mehr aus Gaza gegeben, entsprechend hätte Israel seine Angriffe eingestellt, schrieb die Zeitung Haaretz. Während die radikalislamische Hamas bereits von einer Waffenruhe spricht, will Israel noch nicht so weit gehen: Man werde ein von Ägypten vermitteltes Waffenruheabkommen respektieren, berichteten israelische Medien unter Berufung auf die Armee und das Verteidigungsministerium. Das israelische Sicherheitskabinett will am Abend in Tel Aviv über die aktuelle Lage beraten.  >>>

 



 

Hamas erklärt Waffenstillstand - Die palästinensischen Islamisten sind gesprächsbereit. Denn ein erneuter Krieg im Gazastreifen würde auch ihnen nichts bringen. - Die bisher letzte Kampfrunde zwischen palästinensischen Islamisten und der israelischen Armee ist noch einmal erstaunlich glimpflich ausgegangen. Bei den über 70 Angriffen mit Raketen und Mörsergranaten, die Kämpfer der Hamas und des Islamischen Dschihad aus dem Gazastreifen auf benachbarte israelische Ortschaften abschossen, wurde nur ein einziger Soldat verletzt.

Im Gazastreifen kam es dann umgekehrt bei den heftigen israelischen Angriffen mit Artillerie und Bombardierungen der Luftwaffe nur zu Sachschäden.  >>>





 

 

Der Zentralrat der Juden in Deutschland äußerte sich am Mittwoch bestürzt über die jüngsten Raketenangriffe auf Israel. "Das menschenverachtende Vorgehen der Hamas und des Islamischen Dschihad ist unerträglich", sagte Zentralratspräsident Josef Schuster. "Die Terroristen zeigen deutlich, dass sie keinen Frieden mit Israel wollen und weiterhin die Vernichtung Israels als Ziel haben."  >>>



Kurzkommentar - E. Arendt - Nun kann man sicher lange darauf warten, dass der Zentralrat das Vorgehen Israels als menschenverachtend einschätzt und entsprechend verhältnismäßige Forderungen stellt. Ich werde meine Enkel bitten, dass zu verfolgen.

Nur zu Erinnerung, 2014 tötete Israel in Gaza um die 2000 Menschen, davon etwa 1000 Zivilsten und 500 Kinder.

In den letzen Wochen wurden an der Grenze zu Israel, in Gaza bei einer vorwiegend friedlichen Demo (ohne israelische Opfer) etwa 120 Opfer und tausende Verletzte.

Gaza, das größte Freiluftgefängniss der Welt wurde zerbombt, die UNO sagt, um 2020 wird Gaza (dank Israel) unbewohnbar sein.

In Israel ist ein IDF Soldat, der einen hilflos am Boden liegenden Palästinenser tötet, ein von Regierungsmitglieder gefeierter Held. Es ist dort nicht unüblich, dass man die Familien von etwaigen Tätern in Familienhaftung nimmt und deren Häuser zerstört. Tagtäglich werden Palästinenser drangsaliert, vertrieben, verwundet, wird Land geraubt. Israel zeigt tausendmal deutlicher, es will keinen Frieden mit Palästina.

Das alles ist für Herrn Schuster nicht unerträglich, er, der Zentralrat schweigt und verleumdet noch die, die das benennen als Antisemiten. Herr Schuster  und viele andere tragen einen Scheinheiligenschein. Ihr Rassismus ist unerträglich.
 


frühere texte UND TAGE finden sie im chronologischen Archiv >>>

 

 

 

 

 

 

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Amerikas Botschafter in Israel posiert mit Fotomontage
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US-Botschafter in Israel mit Tempelberg-Fotomontage abgelichtet
Der US-Botschafter in Israel besucht eine jüdische Organisation, dabei hält er ein Bild des Tempelbergs in der Hand, auf dem muslimische Stätten entfernt wurden. Er sagt, sein Besuch sei missbraucht worden. >>>


 

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