TÄGLICH NEU  -  LINKS    Termine    facebook     Montag, 30. Dezember 2019 - 20:17    HELFEN     BDS     ARCHIV    Themen

 


Es fällt mir schwer heute zu schweigen, wenn ich Trumps und Netanjahus schmutzigen „Deal“ in Jerusalem sehe, wenn ich den amerikanischen, pro faschistischen (so spricht man über ihn) Botschafter sehe.

Es ist ein Tag der Schande für Israel, wie Israel seine Armee gegen die palästinensischen Proteste mobilisiert.

Mein Herz und meine Solidarität gehören den entrechteten Palästinensern und ich sage, wie schon seit vielen Jahre zuvor: „“Wehe dem Besatzer“. - Felicia Langer


Umzug der US-Botschaft nach Jerusalem: Palästina nennt mögliche Folgen
- Die bevorstehende Verlegung der US-Botschaft aus Tel Aviv nach Jerusalem wird dem religiösen Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern nur neues Leben einhauchen. Diese Auffassung vertrat der Leiter der Vertretung der Volksfront für die Befreiung Palästinas in Washington, Husam Zomlot, am Montag.

„Bedauerlicherweise steht die US-Administration an der Seite Israels, das das ausschließliche Recht auf diese Stadt beansprucht. Die Stadt war jahrhundertelang für alle Religionen heilig. Die jetzige Verlegung der US-Botschaft wird den religiösen Konflikt nur neu entfachen, statt einen würdigen Frieden zu bringen“, heißt es in Zomlots Erklärung.

US-Politik führt palästinensisch-israelische Regulierung in Sackgasse – Lawrow
Seiner Ansicht nach kennzeichnet der Umzug der Botschaft das Ende jener Epoche, wo die USA als Initiator der internationalen Anstrengungen zur Erzielung einer Lösung aufgetreten waren, die das Entstehen von zwei Staaten vorsehen soll.

Durch sein Vorgehen habe Washington auf seine Rolle als Friedensstifter verzichtet und die Ungewissheit um Palästina verstärkt. >>>
 

Bildergebnis für Arn Strohmeyer: Die israelisch-jüdische Tragödie. Von Auschwitz zum Besatzungs- und Apartheid-Staat Israel, Gabriele Schäfer Verlag”Die israelische Politik hat sich selbst ausmanövriert” - Hermann Dierkes über Arn Strohmeyers Buch ”Die israelisch-jüdische Tragödie. Von Auschwitz zum Besatzungs- und Apartheidstaaat Israel. Das Ende der Verklärung

Arn Strohmeyer publiziert seit Jahren sehr lesenswerte Artikel und Bücher zum deutsch-israelischen Verhältnis, zum Holocaust, zum Aufstieg des Zionismus und seiner Dominanz gegen völlig andere, humane Denktraditionen im Judentum, zum Antisemitismus und über die Unterdrückung der Palästinenser. Er hat einen guten Überblick über die inzwischen reichhaltigen kritisch-historischen und aktuell-politischen Veröffentlichungen zum Thema, auch aus Israel und Palästina selbst. Deren essentielle Aussagen weiß er seinen LeserInnen pädagogisch, überzeugend und engagiert nahezubringen.

Aufklärende und wahrhaftige Publikationen dieser Art sind umso wichtiger angesichts des wachsenden Zwangskonsenses in der deutschen Politik, die jede ernsthafte Kritik an Israels Politik als Form eines ”neuen Antisemitismus” verunglimpft. Seit Herbst letzten Jahres haben sich Regierung und Bundestag gegen einen angeblich wachsenden Antisemitismus und gegen die Unterstützung der palästinensischen Kampagne BDS positioniert. Erneut wird eine angebliche Staatsräson beschworen, nach der Deutschland aufgrund seiner Geschichte für die Sicherheit Israels Verantwortung trage. Von der brutalen Unterdrückung des palästinensischen Volkes durch den Kolonialstaat Israel und der diesbezüglichen deutschen Verantwortung für Völkerrecht und universale Menschenrechte kein Wort. Erstmals wurde ein ”Antisemitismusbeauftragter” bestellt.

Im Fokus steht ein angeblich von den Flüchtlingen aus arabischen Ländern ”importierter” Antisemitismus; aber die Stoßrichtung der Entschließungen und erweiterten Strafandrohungen richtet sich tendenziell gegen alle, die es wagen, die brutale Kolonialpolitik Israels zu kritisieren. Gleichzeitig werden erneut milliardenschwere Waffengeschäfte eingestielt – herausragende Objekte: atomwaffenfähige U-Boote für Israel, Kampfdrohnen für Deutschland. Vor lauter ”Vergangenheitsverantwortung” scheint niemand mehr ein Problem darin zu sehen, dass ein Konzern, wie ThyssenKrupp, dessen maßgebliche Vertreter Hitler und die Nazi-Bewegung bereits vor der ”Machtergreifung” gefördert und finanziert haben, heute unter dem Deckmäntelchen der ”deutschen Verantwortung für Israels Sicherheit” einem aggressiven Kolonialstaat furchtbare Offensivwaffen in die Hand geben, die die Gewaltspirale in Nahost weiter drehen und den Weltfrieden gefährden.

Im Bundestag gibt es heute praktisch keine Partei mehr, die substantielle Fragen stellt, zugrundeliegende Behauptungen analysiert und zurückweist und es wagt, gegenüber einem derartigen Zwangskonsens aus der Reihe zu tanzen; leider auch nicht mehr die Linksfraktion. Diese Positionierungen sind politische Nebelbomben. Sie haben keinen anderen Zweck, als die wachsende Kritik der deutschen und internationalen Öffentlichkeit an der immer dreisteren und völkerrechtswidrigen Kolonialpolitik und dem offenen Staatsterrorismus Israels abzubiegen und weiter im Geschäft zu bleiben. Angesichts des üblen Jerusalem-Coups von US-Präsident Trump, seiner mit Israels Premier Netanjahu abgesprochenen Aufkündigung des multilateralen Atomwaffensperr-Vertrags mit dem Iran und zunehmender kriegerischer Aktivitäten ist das allerdings fast die berüchtigte Quadratur des Kreises. Kanzlerin Merkel – Gefangene in ihrer selbstgestellten Falle von der angeblichen deutschen Staatsräson – zeigt sich wieder einmal rituell ”besorgt” und verkündet: ”Die Lage ist extrem kompliziert”. Ein indirektes Eingeständnis der verfahrenen Westpolitik in Nahost?

Lassen wir die Scharf- und Geschäftemacher beiseite, so möchten wir den politischen Verunsicherten, Fragenden und auch den Opportunisten zurufen: Haltet ein, besinnt Euch, lest die Bücher des Bremer Journalisten Arn Strohmeyer. Lernt zu begreifen, welche Tragödie sich tatsächlich in Nahost abspielt, welche politisch-psychologischen Folgen es hat, dass Deutschland die Nazibarbarei, ihre treibenden Kräfte und Nutznießer nicht wirklich aufgearbeitet und zur Rechenschaft gezogen hat, was die bestimmenden Faktoren der ”Nahost-Krise” sind, welche Aufgaben sich daraus ergeben und welche Lösungsperspektiven, die sich auf Moral, Recht und Gerechtigkeit gründen.

Fazit des neuen Buchs von Arn Strohmeyer: Die israelische Politik hat sich selbst ausmanövriert: Eine ”Zweistaaten-Lösung” ist durch permanenten Landraub und Siedlungsbau im Westjordanland nicht mehr möglich, ein gemeinsamer binationaler Staat – Juden und Palästinenser – würde den Palästinensern die Mehrheit bringen, was zu offener Apartheid führen würde. Israel rutscht – wie einst Südafrika – international in eine Paria-Lage . Der Staat Israel – in seiner zionistischen Form, d.h. als Ethnokratie, die auf Landraub, Vertreibung, Annexion und Unterdrückung basiert – habe so keine Zunkunft. Es ist absurd: Je deutlicher die unhaltbare und gefährliche Staatsideologie des Zionismus wird, je offener seine Absage an Völker- und Menschenrecht, um so mehr hält die deutsche Mainstream-Politik die Hand darüber und beschwört angeblich ”gemeinsame Werte”.

Strohmeyer besteht – im Verein mit vielen kritischen Stimmen wie Jeff Halper, Norman Paech, Moshe Zuckermann, Tom Segev und Avram Burg, zusammen mit so vielen Vertretern universaler Werte darauf, dass die ”deutsche Verantwortung vor der Geschichte” im Gegenteil darin liegt, zu helfen, diesen Grundkonflikt aufzulösen, um ein Zusammenleben von Juden und Palästinensern auf der Basis von Gerechtigkeit und Frieden zu erreichen und damit die immer gefährlichere Entwicklung in Nahost aufzuhalten. Zurzeit seien allerdings Deutschland und Israel mit ihrer Politik noch die Protagonisten in der großen Tragödie, die der inhumane Zionismus in Palästina in Szene setzt. Und Deutschland mit seiner Politik der Blindheit und Mutlosigkeit tue alles, um diese Tragödie noch sehr lange auf dem Spielplan zu halten und zu der alten Schuld sich noch zusätzlich neue aufzuladen.

”Mit Erinnern und Gedenken” so zitiert Strohmeyer den israelischen Politologen Moshe Zuckermann habe ”dieser Deal rein gar nichts zu tun, sondern vor allem mit der Materialisierung der Sühne und deren endloser bis jetzt anhaltenden Instrumentalisierung des Holocaust auf beiden Seiten”. Solche Beziehungen sind für Zuckermann eine ”Farce”. Arn Strohmeyers Bücher und Artikel – die typischerweise von der Israel-Lobby als ”antisemitisch” angeprangert werden - verdienen eine weite Verbreitung; sie sind aufklärend und wahrhaftig. Vor allem sein aktuelles Buch ”Die israelisch-jüdische Tragödie” gehört in die Schriftenreihen der Zentralen für politische Bildung.

Arn Strohmeyer: Die israelisch-jüdische Tragödie. Von Auschwitz zum Besatzungs- und Apartheid-Staat Israel, Gabriele Schäfer Verlag 2017, 277 Seiten, ISBN: 978-3-944487-57-1, Preis: 19.80 Euro

 

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Kritik an Netanyahu: Ist sie Ausdruck von Antisemitismus?
- Christian Müller - 13. Mai 2018 - Kritik an Israel sei die moderne Form des Antisemitismus, sagen Israel-freundliche Kreise. Die Argumentation ist kontraproduktiv.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat in den letzten Wochen alles unternommen, um US-Präsident Donald Trump zu motivieren, aus dem sogenannten Atom-Abkommen mit dem Iran auszusteigen. Seine publikumswirksame Präsentation der vom israelischen Geheimdienst Mossad aus iranischen Archiven geholten Dokumente zur Anreicherung von Uran im Iran zum Beispiel war zeitlich sehr gezielt angesetzt. So war es denn auch kein Zufall, dass Donald Trump in seiner Rede, in der er ankündigte, die Sanktionen gegen Iran wieder in Kraft zu setzen, ausdrücklich die von Netanyahu erhaltenen Informationen erwähnte.

Fast die ganze Welt bemühte sich darum, Trump zu überzeugen, dass ein Abrücken vom Atom-Abkommen die Spannungen in Nahen und Mittleren Osten und damit auch die unmittelbare Kriegsgefahr erhöhen werde. Etliche europäische Spitzenpolitiker, allen voran der französische Staatspräsident Emmanuel Macron, setzten alles daran, Trump von seinem Vorhaben abzubringen. Nur einer ermunterte Trump in aller Öffentlichkeit zu diesem Schritt: Israels Ministerpräsident Netanyahu. Mit seinen Aktivitäten hat sich Netanyahu für Trumps Entscheid damit mitverantwortlich gemacht.

Harte Kritik an Trump, wenig Kritik an Netanyahu

Seither fehlt es an Kritik nicht – in Richtung der USA. Und wo ist die Kritik an Israels Ministerpräsident Netanyahu? Sie ist bis jetzt verhältnismässig leise. Aber auch das ist kein Zufall, denn in den letzten Jahren arbeitet die Israel-Lobby weltweit daran, Israel-Kritik als Ausfluss von Antisemitismus zu verstehen und als Antisemitismus zu brandmarken. Mit zunehmendem Erfolg. Welcher Politiker wagt noch offen Kritik an Israel, wenn er weiss, dass ihm dies umgehend als Antisemitismus ausgelegt wird? (Auch Infosperber hat schon darüber geschrieben.)

Dabei ist zu beobachten, dass es nicht nur irgendwelche PR-Büros im Auftrag von Israel sind, die die These propagieren, Kritik an Israel sei die moderne Form von Antisemitismus. Ja, diese PR-Büros, die über die Israelisierung des Antisemitismus schreiben, gibt es. Aber auch prominente Intellektuelle wie etwa der jüdische Herausgeber der deutschen Wochenzeitung «Die Zeit», Josef Joffe, unterstützen diese These. Gerade wieder in der «Zeit»-Ausgabe vom 26. April war der Vorabdruck eines Kapitels aus einem von ihm im kommenden Herbst erscheinenden Buches, in dem er ausführlich von dreierlei Formen des Antisemitismus berichtet: vom historischen Antisemitismus, vom «Sekundär-Antisemitismus» und vom «Israelbezogenen Antisemitismus». Den Satz «Kritik an Israel ist doch kein Antisemitismus» bezeichnet Joffe als «übliche Floskel». Und ganz konkret attackiert Joffe in seinem Artikel etwa den früheren deutschen Arbeitsminister Norbert Blüm von der CDU, von dem der folgende Ausspruch stammt: «Wenn die deutsche Vergangenheit dazu benutzt wird, uns (den Deutschen) jede Kritik (an Israel) zu verbieten, dann wäre die deutsche Schuld mit (einem) Denkverbot verbunden.» Auch Anetta Kahane, Gründerin der Amadeu Antonio Stiftung, zielt in diese Richtung. Sie sagt, die Frage «Wann ist Israelkritik antisemitisch?» müsse ersetzt werden durch die Frage «Wann ist Israelkritik nicht antisemitisch?»  >>>
 


Vor der Verlegung der US-Botschaft und den Feiern zum 70. Jahrestag stellt sich die Regierung auf die schlimmsten Ausschreitungen seit Langem ein. Mehr Scharfschützen sollen die Grenze zu Gaza sichern.
- 13. 5. 2018 - Alexandra Föderl-Schmid, Jerusalem

In Israel und den palästinensischen Gebieten bereitet man sich auf die massivsten Proteste seit Jahren vor. Palästinenser haben zu "Tagen des Zorns" aufgerufen, es wird erwartet, dass sich mehr als 100 000 Menschen beteiligen. Im Westjordanland, entlang des Gazastreifens und in Ostjerusalem werden gewaltsame Auseinandersetzungen erwartet. Anlass sind der 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels und die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem am Montag. Am Dienstag ist Nakba-Tag, an dem die Palästinenser an ihre Flucht und Vertreibung erinnern.

Die Sicherheitsvorkehrungen in Israel und im besetzten Westjordanland wurden erhöht. Die israelische Armee kündigte an, dass die Truppenpräsenz entlang des Gazastreifens verdoppelt und im Westjordanland verstärkt werde. Bisher waren rund hundert Scharfschützen am Gazastreifen positioniert.

Der Chef der im Gazastreifen regierenden radikalislamistischen Hamas, Jahia Sinwar, hatte die Palästinenser in den vergangenen Tagen ermutigt, die Grenzanlage zu überwinden. "Was ist das Problem, wenn Hunderttausende einen Zaun durchbrechen, der keine Grenze ist?", sagte Sinwar. Armeesprecher Jonathan Conricus richtete eine Warnung an die Hamas. "Wir haben die Information, dass die Hamas die Proteste für terroristische Aktivitäten nutzt. Wir sind entschlossen, jegliches Eindringen zu verhindern."  >>>
 




1967: Die lange, lange Besatzung
- Im Juni 1967 überschritt Israel seine provisorischen Grenzen und machte sich unter dem Schutz einer militärischen Besatzung an ein weitreichendes koloniales Projekt in den neu eroberten Gebieten. - Gadi Algazi

Im Juni 1967 überschritt Israel seine provisorischen Grenzen und machte sich unter dem Schutz einer militärischen Besatzung an ein weitreichendes koloniales Projekt in den neu eroberten Gebieten. Der historische Zeitpunkt ist bedeutsam: In den späten 1960er Jahren hatte es den Anschein, als gingen die Krisen der Dekolonisierung ihrem Ende entgegen. Während der 1950er und 1960er Jahre trotzten antikoloniale Bewegungen in Asien und Afrika den alten Kolonialmächten die Reste ihrer Weltreiche ab, die sie gegen Ende des 19. Jahrhunderts und in einigen Fällen schon in der Frühen Neuzeit errichtet hatten. Manch ernüchternde Erfahrungen mit den Folgen der Dekolonisation standen den befreiten Völkern allerdings noch bevor: die Ablösung direkter politischer Kontrolle durch indirekte Herrschaft, die Unfähigkeit der neuen Eliten, die mit der politischen Befreiung verknüpften Hoffnungen zu realisieren, und die Desillusionierung über „Modernisierung“ und ungehemmte „Entwicklung“ (in dieser Hinsicht hätte man/frau viel von den langen, bitteren Erfahrungen Lateinamerikas lernen können).

Doch 1967, drei Jahre nach Frankreichs endgültigem Abzug aus Algerien, als die USA sich in Vietnam immer tiefer in den Krieg verstrickten, eröffnete Israel ein neues Kapitel in der Geschichte des Konflikts: Es zwang anderthalb Millionen Palästinenser*innen seine militärische Herrschaft auf, unterließ es aber, die meisten der Gebiete zu annektieren – mit Ausnahme Ost-Jerusalems (1967) und der Golanhöhen (1981). Die militärische Besatzung hatte begonnen.

Die Gewaltsamkeit der Besatzung verdeckt den Prozess der Besiedlung

Israel wurde zur Regionalmacht. Es machte die „Schande von 1956“ – Israels erzwungener Abzug aus dem Sinai, nur wenige Wochen nach Ben-Gurions triumphaler Erklärung der Gründung von „Israels Drittem Königreich“ – wieder wett. Der militärische Sieg blendete viele – nicht nur die siegestrunkenen Führer Israels, sondern auch Kritiker*innen der Besatzung. Die militärische Eroberung und die anschließende repressive Herrschaft mit ihren Schrecken und brutalen Praktiken zogen die Aufmerksamkeit auf sich und verdeckten das neue koloniale Projekt.

Rückblickend ist es leicht zu erkennen, dass die israelische Besatzung im Grunde ein unter der Ägide einer militärischen Herrschaft durchgeführtes koloniales Projekt ist. Die Besatzung liefert ideale Bedingungen für den Prozess der Enteignung und Besiedlung: Dieser richtet sich gegen eine rechtlose Bevölkerung unter dem Schutzschild einer militärischen Besatzung, die mit Notstandsverordnungen und ungezügelter Willkür herrscht. Ein großes Durcheinander von militärischen Anordnungen, Überbleibseln jordanischen und osmanischen Rechts, militärischer Gerichtsbarkeit und israelischer Gesetzgebung ermöglicht es dem kolonialen Prozess, effektiv und rasch voranzuschreiten, natürliche Ressourcen, Land und Wasser an sich zu reißen und vollendete Tatsachen zu schaffen. Die Siedlungen sind kein bloßer Zusatz zur Besatzung, kein Missgeschick, das unter dem Druck der messianischen und nationalistischen Rechten zustande kam; sie sind ihr Herz und ihre Seele, ihre eigentliches raison d’être.  >>>



 




Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen GÖAB - Das war eine wirklich bewegende Veranstaltung aus Anlass des 79. Jahrestages der Al Nakba. Die per Video übertragene Rede von Mustafa Barghouthi war eindrucksvoll, wie auch die anderen Ansprachen und Musik und Gesang der syrischen Sängerin Mayas Alkhatib. Quelle facebook

 


 

 



Die Eroberung endete 1948 - Kann sich Israel aus den Fesseln der Geschichte und Religion lösen und seine vorherrschende Ideologie der Besatzung und Unterdrückung ablegen?
- Zeev Sternhell

Es ist an der Zeit, endlich zu erkennen, dass der Schlüssel für die Zukunft nicht in der Geschichte liegt und dass die Offenbarung am Sinai die Verhaltensnormen eines Stammes bestimmen kann, aber nicht die einer liberalen, offenen Gesellschaft, die die Menschenrechte achtet.

Nur die Vernunft kann den Weg weisen. Und die Vernunft lehrt uns anzuerkennen, dass das Projekt der Eroberung 1948 endete, und dass die Teilung des Landes, die am Ende des Unabhängigkeitskrieges erreicht wurde, endgültig ist. Nur auf dieser Grundlage können wir die Zukunft gestalten. Wer nicht anerkennt, dass der Zionismus die Befreiung eines Volk zum Ziel hatte und nicht die Befreiung heiliger Steine – ein rationaler politischer Akt war und kein messianischer Ausbruch –, wird Israel zum Verfall, wenn nicht gar dem Untergang verurteilen. Damit ein Mitte-links-Block eine Chance haben kann, die Gesellschaft zu führen, muss er um eine explizite Entscheidung herum geformt werden, nämlich dass Israel keine Gebietsansprüche jenseits der Grünen Linie hat.

Ein solcher Ansatz erfordert natürlich Symmetrie und die Gegenseitigkeit vonseiten der Palästinenser. Die Grüne Linie ist die endgültige Grenze, und es wird daher weder jüdische Siedlungen in der Westbank geben noch eine Rückkehr von Palästinensern in das Staatsgebiet Israels. Grenzmodifikationen sind möglich als Gegenstand von Verhandlungen über Frieden und Landtausch, aber sie sind nicht der entscheidende Grundsatz.

Die Besatzung ist der Grund für den Krieg mit den Palästinensern. Solange die jüdische Gesellschaft die Gleichberechtigung des anderen Volkes, das im Land lebt, nicht anerkennt, wird sie immer tiefer in der kolonialen Realität und der offenen Apartheid versinken, die in den besetzten Gebieten bereits existiert, und wird sich destruktiven Illusionen hingeben, wie der eines «vereinigten Jerusalems».

Der klassische Zionismus hatte sich zum Ziel gesetzt, eine Heimat für das jüdische Volk zu schaffen. Zwischen dem Unabhängigkeitskrieg und dem Sechstagekrieg hat es sich gezeigt, dass alle zionistischen Ziele innerhalb der Grünen Linie verwirklicht werden können. Israel hat sich nach 1967 in der Besatzung verstrickt, weil es sich nicht aus den Fesseln der Vergangenheit zu befreien vermochte: Die Rückkehr in das Land der Könige, Richter und Propheten hat einem großen Teil der israelischen Gesellschaft den Kopf verdreht. Die Gier nach Land auf den Golanhöhen tat das Ihre in der Siedlerbewegung. Der Erfolg wurde zu   >>>

 

 

 

Palästina - Al Nakba



VIDEO - Die Geschichte Palästinas und der Katastrophe (Nakba) durch die zionistische (israelische) Vertreibung und Besatzung


Diese Dokumentation ist ein MUSS für jeden, der die historischen Ursprünge - bspw. die gewaltsame Niederschlagung der palästinensischen Revolution in den Jahren 1936-39 durch den britischen Imperialismus im Dienste des Zionismus - und politischen und völkerrechtlichen Konsequenzen internationaler Politik in Nahen Osten, respektive Palästina verstehen möchte.

"Al Nakba" ist eine Filmdokumentation des arabischen TV-Senders AlJazeera International. Der Film ist deutsch untertitelt.
Anhand von Archivmaterial, Beiträgen von Wissenschaftlern und Zeitzeugen wird die Geschichte Palästinas ab 1840, die Entstehung der zionistischen Bewegung und das zionistische (israelische) Völkerverbrechen aus Nationalismus, Imperialismus, Massenmord, Gewalt, Vertreibung, ethnischen Säuberungen und Landraub eindrucksvoll nachgezeichnet.

Der "Al Nakba" Dokumentarfilm wurde zum ersten Mal am 60. Jahrestag der palästinensischen Katastrophe (Nakba-Gedenktag) 2008 ausgestrahlt. "Al Nakba" gewann den Preis für den besten langen Dokumentarfilm auf dem "Fifth International Film Festival" Doha, Qatar und den Publikumspreis beim "Neunten Euro-Arab Film Festival" Santiago, Spanien.   >>>


 

 

 


Documenting the Nakba: an interview with poet Dareen Tatour - 1. 4. 2018 - I visited poet Dareen Tatour, under house arrest at her home in the Arab town of Reineh on April 17, known here as “Palestinian Prisoners Day.” Two and a half years ago Dareen was arrested for publishing a poem, and since then she underwent a trial and is now awaiting the verdict expected on May 3 — all, of course, while still under house arrest.

Meanwhile, over the past few days Palestinians have protested 70 years of the ongoing Nakba. Palestinians inside the Green Line, those that remained on or near their land inside of historic Palestine after the 1948 ethnic cleansing, now hold every year a “March of Return.” It is their main annual gathering to express their national identity and their aspirations for freedom and equality, and is held on the same day that Israel declared its independence.

This year was also witness to a new initiative for mass non-violent resistance in the besieged Gaza Strip under the title of “The Great March of Return.” Every Friday from Land Day (on March 30), tens of thousands of Palestinians march toward the prison-walls that Israel built all around them, fortifications that close on almost two million people, most of them refugees, in a very small patch of land, highly restricting all viable economic   >>>
 

 

 

 


Busailah’s ‘In the Land of My Birth’ conveys the Palestinian literary culture wiped out by the Nakba
- Philip Weiss - As we approach the 70th anniversary of the Nakba, Americans have a lot to learn about the Palestinian catastrophe. Even if we consider ourselves well informed – and I include myself –we tend to have only a rough sense of what happened. Yes: More than 700,000 Palestinians expelled. Hundreds of villages destroyed. The massacre in Deir Yassin. Palestinians forced into the sea at Jaffa.

And of course we all have seen pictures of the processions of Palestinians walking east toward the West Bank as the land was cleansed.

But the storytelling of the Nakba here has been limited, and one thing that is missing is an appreciation of the culture that was lost. Without speaking Arabic, it must be impossible to comprehend the robust civilization whose destruction has been mourned by Ibrahim Abu-Lughod, Edward Said and Fouzi el-Asmar.

That is the majesty of this memoir that I have several times referred to in recent weeks. In the Land of My Birth: A Palestinian Boyhood.


Image of the cover of Reja-e Busailah’s memoir. The author is the tall boy at the back. The photograph is the only one of his childhood that his family was able to save when they were expelled by Zionist militias from their home in Lydda, 1948.

Reja-e Busailah was a blind 18-year-old high school senior when he and his family were forced out of Lydda to the West Bank. He landed on his feet. He studied in Cairo then New York. He taught English literature for 30 years at Indiana University.

Yes, one of the lucky ones. But the achievement of his memoir is that Busailah has carried his anger at being made a refugee down through 7 decades and used it to etch a detailed picture of all that was lost when Zionists took over his land. In the Land of My Birth is a portrait of the scholar as a young man. His shelves are lined with Gibbon and George Bernard Shaw in Braille. He reads Shakespeare, Baudelaire, and al-Ma’arri in the  >>>

 

 

 

 


 


Combating the Ongoing Nakba
-  Amjad Alqasis - The year 2018 marks the 70th commemoration of the Palestinian Nakba. At the beginning of the twentieth century, most Palestinians lived inside the borders of “historical” or “Mandate Palestine,” now the State of Israel and the occupied Palestinian territory (the West Bank, including East Jerusalem and the Gaza Strip). Five major periods of forcible displacement transformed Palestinians into one of the largest and the longest-standing unresolved refugee cases in the world today.i

Zionist leaders established the Zionist movement in the late nineteenth century with the aim of creating a Jewish home through the formation of a “…national movement for the return of the Jewish people to their homeland and the resumption of Jewish sovereignty in the Land of Israel.”ii

As such, the Zionist enterprise combined Jewish nationalism – which it aimed to create and foster – with the colonial project of transplanting people who came mostly from Europe into Palestine, drawing on the support of European imperial powers. The Zionist movement constructed a specific global Jewish national identity in order to justify the colonization of Palestine. This identity had to be linked to Jewish presence in Palestine during the first century BC. Basically, the movement had to define the “Jewish people” as a national identity. As Ilan Pappe rightly concludes, “Zionism was not… the only case in history in which a colonialist project was pursued in the name of national or otherwise noncolonialist ideals.”iii

The task of establishing and maintaining a Jewish state on a predominantly non-Jewish territory has been carried out by forcibly displacing the non-Jewish majority population. Today, nearly 70 percent of the Palestinian people worldwide are themselves, or the descendants of, Palestinians who have been forcibly displaced by the Israeli regime.iv The idea of “transfer” in Zionist thought has been rigorously traced by Nur Masalha in his seminal text Expulsion of the Palestinians: The Concept of “Transfer” in Zionist Political Thought, 1882–1948, and is encapsulated in the words of Israel Zangwill, one of the early Zionist thinkers who, in 1905, stated, “If we wish to give a country to a people without a country, it is utter foolishness to allow it to be the country of two peoples.”v Yosef Weitz, former director of the Jewish National Fund’s Lands Department, was even more explicit when, in 1940, he wrote, “…it must be clear that there is no room in the country for both peoples (…) the only solution is a Land of Israel, at least a western Land of Israel without Arabs. There is no room here for compromise. (…) There is no way but to transfer the Arabs from here to the neighboring countries (…) Not one village must be left, not one (Bedouin) tribe.”vi Rights and ethics were not to stand in the way, or as David Ben-Gurion argued in 1948, “The war will give us the land. The concepts of ‘ours’ and ‘not ours’ are peace concepts, only, and in war they lose their meaning.”  >>>
 

 



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Zeev Sternhell blickt auf 70 Jahre Israel
- Ein ausführliches Gespräch mit dem Doyen der israelischen Historiker und Israel-Preis-Träger Zeev Sternhell über die Gründung Israels, die Gefahren der Besatzung und das Verkommen der politischen Kultur unter den Nationalrechten. - Inge Günther (...)

Sehen Sie heute die anhaltende Besatzung palästinensischer Gebiete als zentrale Bedrohung der israelischen Demokratie?

Ich betrachte die Besatzung als größtes Desaster der modernen jüdischen Geschichte seit der Schoah. Aber die Frage ist doch, warum wir die eroberten Gebiete nicht hergegeben haben, als wir es noch leicht hätten tun können. Bis 1977 hatte die damals regierende Arbeitspartei zehn Jahre Zeit, etwas mit der Westbank zu tun. Sie hätte genauso auch bezüglich des Sinai die Initiative ergreifen können, um einen neuen Krieg mit Ägypten zu vermeiden. Warum waren wir dazu nicht in der Lage? Damals galten Sinai und Westbank noch als verhandelbares Paket auf der Basis des Prinzips ‘Land gegen Frieden‘.

Stand die nationalreligiöse Siedlerbewegung Gusch Emunim in den Weg für ein mögliches Abkommen?

Sie war damals noch eine winzige Minorität. Aber zur Wahrheit des Zionismus gehört: Wir kamen her, um das Land zu erobern. Ich persönlich habe kein Problem mit der Eroberung vor 1948/49, weil das eine lebenswichtige, essentielle Notwendigkeit war. Es war gerecht, da nötig. Wir brauchten ein Stück Land für uns selbst. Aber ich habe ein großes Problem mit dem Festhalten an den Gebieten von 1967. Was danach geschah, war ungerecht, weil es nicht notwendig war. Alle Ziele des Zionismus lassen sich schließlich innerhalb der Grünen Linie verwirklichen. Wir haben kein Recht, den Palästinensern Menschenrechte zu versagen, die das Recht auf Selbstbestimmung und Unabhängigkeit einschließen.  >>>

 

 

Die Nakba - Al Nakba - Die ethnische Säuberung Palästinas - Texte Fotos Videos Collagen zur Nakba    >>>

 

Wanderausstellung: Die Nakba >>>


Die Jagd auf die Nakba Ausstellungen
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Die Beziehungen zwischen den USA und Israel: Wedelt der Schwanz mit dem Hund? - Nur wenige Länder pflegen eine solch enge Partnerschaft wie Israel und die USA. Die Ursachen für diese besondere Beziehung sind vielfältig. - Jeff Halper

Nur wenige Länder pflegen eine so enge Beziehung wie Israel und die USA. Israel ist weltweit der größte Empfänger von Finanzhilfen aus den USA – etwa 121 Milliarden US-Dollar seit 1948 –, gleichzeitig stammen rund 95 Prozent der von Israel importierten Waffen aus den Vereinigten Staaten.[2] Die US-amerikanische Regierung und der Kongress halten ihre schützende Hand über Israel und verhindern jegliche Opposition, die sich aktiv gegen die 50 Jahre andauernde Besatzung der Westbank, von Ost-Jerusalem und Gaza (zusammen mit den Golan-Höhen) wendet. Die USA haben im UN-Sicherheitsrat (bislang) 42 Mal ihr Veto gegen Resolutionen eingelegt, die das israelische Vorgehen kritisierten, was mehr als der Hälfte aller von den USA eingelegten Vetos entspricht. Manche würden sogar anführen, de facto sei Israel der 51. Bundesstaat der USA (ein Status, den Israel nicht wollen würde, so die Fortsetzung des Scherzes, weil es dann nur noch zwei Senator*innen hätte). In seiner Rede vor der UN-Generalversammlung im Jahr 2015 merkte Premierminister Benjamin Netanjahu (von der Likud-Partei) dazu an: „Eines vergessen wir in Israel nie. Wir vergessen niemals, dass der wichtigste Partner Israels stets die Vereinigten Staaten von Amerika gewesen sind und es auch immer sein werden. Das Bündnis zwischen Israel und den USA ist unzerstörbar.“

Das Vertrauen Israels in die Schutzmacht USA geht auf einen Grundsatz seiner nationalen Sicherheitsdoktrin aus dem letzten Jahrhundert zurück: Da Israel starke antikoloniale Gefühle bei seinen Nachbar*innen hervorruft und deshalb umfassender militärischer Stärke zur Sicherung der eigenen Existenz bedarf, hat es stets besondere Beziehungen zu einer Supermacht gepflegt; seit 1967 sind dies die Vereinigten Staaten. Das war jedoch nicht immer so. Die USA waren zunächst dem Zionismus gegenüber überaus kritisch eingestellt. Im Jahr 1919 sandte US-Präsident Woodrow Wilson,  >>>
 


Dokumentiert: Ein Gespräch mit Jeschajahu Leibowitz - "Mich erschreckt die Staatsgewalt" - Wir dokumentieren ein Gespräch aus dem Jahr 1992 mit dem großen jüdischen Philosophen Jeschajahu Leibowitz über Israel, das Judentum und den Tod. - Tsafrir Cohen (...)

„Mich erschreckt die Staatsgewalt“
- Voltaire sagte einmal, dass die Geschichte der Menschheit eine Versammlung von Wahnsinn, Verbrechen und Katastrophen sei. Das ist nicht die ganze Wahrheit. Durch alle Epochen hindurch versuchten Menschen, gegen diese Abscheulichkeiten zu kämpfen. Diese Tatsache gibt der Menschheitsgeschichte Sinn. Ich halte alles für einen ewigen Kampf, denn der Messias wird in der Zukunft kommen, nicht in irgendeiner Gegenwart. Herr Professor Leibowitz, was ist das zentrale Problem Israels?

Das existentielle Problem dieses Staates besteht seit dem Krieg von 1967. Vor diesem Krieg hatten wir keine Gewaltherrschaft über ein anderes Volk. Wir haben diesem Volk das Recht und die Möglichkeit zur nationalen Selbstständigkeit geraubt. Das ist der Zustand, der auf Dauer nicht aufrechterhalten werden kann.

Hat Sie das Wahlergebnis [der Sieg der Arbeitspartei und damit des Friedenslagers in den Wahlen 1992] optimistischer gestimmt?

Das Ergebnis bietet große Möglichkeiten. Ich bezweifle allerdings, dass Jitzchak Rabin den Willen und den Mut hat, diese Möglichkeiten wahrzunehmen. Die Wähler haben ihm eine herausgehobene Machtposition verschafft. Nun sollte er schleunigst eine linke Koalition bilden und schon morgen mit der PLO verhandeln. Das tut er nicht. Ich traue ihm nicht, obwohl man ihn nicht mit [dem Likud-Premierminister und Hardliner] Jitzchak Schamir vergleichen kann. Er ist ein seltsamer Mann. Einerseits sagt er, dass er es nicht tragisch finden würde, wenn er ein jordanisches Visum bräuchte, um in die besetzten Gebiete zu fahren, andererseits ist er der grausame Knochenbrecher (etwa in seiner Zeit als Verteidigungsminister in der großen Koalition). Die linke Bewegung Meretz hat Angst vor ihrem eigenen Mut.

Es gibt Menschen, die erschrocken nach Israel schauen und sagen: die sollten es besser wissen, nach all dem, was sie zu erleiden hatten.

Warum sollen wir anders sein? Dass man ein Opfer war, ändert den Menschen nicht. Was die Gojim [also Nicht-Juden] uns angetan haben, hat mit unserem Wesen nichts zu tun.

Sie sprachen einmal provokativ von den Judo-Nazis. Ist Israel noch ein demokratischer Staat?

Seit fünfundzwanzig Jahren halten wir zwei Millionen Menschen unter unserer Herrschaft, die keine bürgerlichen und politischen Rechte genießen. Ist das Demokratie? Diese Herrschaft wirkt auch nach innen: Es korrumpiert furchtbar. Es ist die Staatsgewalt, die mich so   >>>
 


frühere texte UND TAGE finden sie im chronologischen Archiv >>>

 

 

 

 

 

 

Gazastreifen- Palästinenser melden 52 Tote, rund 2400 Verletzte  >>>

 

Gewalt im Gazastreifen- Türkei macht USA für "Massaker" verantwortlich  >>>

 

Gazastreifen- Israelische Luftwaffe fliegt Angriff auf Hamas  >>>

 

Gazastreifen- Palästinenser melden 41 Tote, mehr als 1700 Verletzte  >>>

 

MOH- “Army Kills 41 Palestinians In Gaza"  >>>

 

Zur US-Botschaftsverlegung nach Jerusalem und 70 Jahre andauernden Nakba - Palästinensische Mission  >>>

 


Israeli Drones Fire Firebombs At Protest Tents In Gaza, Army Jams Networks

Several Israeli military drones fired, Monday, dozens of firebombs at the Palestinians and the Great Return March tents, while the military started disrupting and jamming communications networks in the Gaza Strip.
Eyewitnesses said the Israeli drones fired dozens of firebombs at the tents and the residents across the border area, in the northern and eastern parts of the coastal region.
The attack burnt several tents, and property, before dozens of young men and firefighters rushed to extinguish the fire.  >>>

 

 

Israel amassing its forces ahead of Nakba protests  >>>

 

Elor Azarya returns home to a hero’s welcome after 9-month prison term for killing Palestinian

“I’m glad it’s over”, Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu said, as Elor Azarya, the soldier-medic who shot the incapacitated Palestinian suspect Abdel Fatah Al Sharif, returned home from his prison term served for ‘manslaughter’, after merely 9 months  >>>

Der ermordete hat lebenslänglich


 

 

Trumps Sicherheitsberater- Bolton bestreitet Wunsch nach Machtwechsel in Iran  >>>

 

Jordan Condemns Fanatical Raids on Al Aqsa Mosque (VIDEO)  >>>

 

Israeli Soldiers Abduct Seventeen Palestinians In The West Bank  >>>

 

Palestinian Child Dies From Wounds suffered Friday  >>>

 

Israel's Eurovision win will bring a showdown with BDS  >>>

 

13. 5. 2018

 


Israel schließt  Übergang zum Gazastreifen >>>

 

Reaktionen auf ESC-Sieg- Israels Verteidigungsminister stichelt gegen Iran und Syrien  >>>

 

 USA und Jerusalem Trumps Botschaft mit der Botschaft
Donald Trump macht Ernst: Inmitten einer aufgeheizten Stimmung zieht die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. Was bedeutet der Schritt?  >>>

 

PA foreign ministry condemns blocking of EU statement against US embassy move  >>>

 

Army Abducts Three Palestinians In Jerusalem, One In Jenin  >>>

 

PCHR Weekly Report On Israeli Human Rights Violations in the Occupied Palestinian Territory (03 – 09 May 2018)  >>>
 


Reportage de Canal+ sur Gaza (Vidéo)  >>>

 

Mères et enfants embarqués dans toute la Cisjordanie. Le directeur de Human Rights Watch expulsé  >>>

 

Israel amassing its forces ahead of Nakba protests  >>>

 

12. 5. 2018


Vor Neueröffnung der US-Botschaft- Bis Dienstag- Auswärtiges Amt spricht Sicherheitswarnung für Israel aus  >>>

 


David Friedman
Verhasst, unerfahren, skandalös: Ein Hardliner wird zum US-Botschafter in Israel
Die Lage im Nahen Osten droht zu eskalieren, da wird ausgerechnet ein Provokateur zum US-Botschafter in Israel: David Friedman steht dem ultrarechten Flügel der israelischen Regierung nah, ist bei den Palästinensern verhasst und verfügt über keinerlei politische Erfahrung. >>>

 

Iran wirft Israel falsche Vorwände für Luftangriffe in Syrien vor  >>>

 

USA wollen Dollargeschäfte mit Iran verbieten  >>>

 

USA wollen Dollargeschäfte mit Iran verbieten  >>>

 

Unruhen im Grenzgebiet- Ein Toter bei Massenprotesten im Gaza-Streifen  >>>

 

Trump gegen Europa
Der Westen existiert nicht mehr
Donald Trumps Iran-Entscheidung zerstört das transatlantische Bündnis. Europa muss sich wehren. Ein Kommentar von Klaus Brinkbäumer

Der Ruhm Donald Trumps gründet auf amerikanischen Heldengeschichten. Trump erzählt, dass ihn Frauen wie Carla Bruni begehrt hätten, was Frauen wie Carla Bruni wuchtig dementieren. Trump vermeldet unermesslichen Reichtum, doch wahr ist, dass Trump sich mit seinen Casinos derart ruiniert hatte, dass er 1990 netto 295 Millionen Dollar Schulden hatte; Banken und Papa retteten ihn. Die größte Heldengeschichte handelt von Trumps Verhandlungsgeschick, doch auch diese Erzählung ist Quatsch, da Trump die Kunst des Deals niemals beherrschte.  >>>

 

Nach US-Ausstieg aus Abkommen mit Iran- Chefinspekteur der Internationalen Atomenergiebehörde tritt überraschend zurück >>>

 

PCHR Weekly Report On Israeli Human Rights Violations in the Occupied Palestinian Territory (03 – 09 May 2018)  >>>

 

Report- Ongoing Nakba Must End — Time Has Come for the International Community to Act  >>>

 

Sheikh Sabri Banned From Entering West Bank For Four Months  >>>

 

Isreli Soldiers Invade Homes In Jenin  >>>

 

Army Injures 61 Palestinians In Nablus
Israeli soldiers injured, on Friday at dawn, 61 Palestinians, including two with live fire, in the northern West Bank city of Nablus. Medical sources said the soldiers shot two young men with live fire, fourteen with rubber-coated steel bullets and caused 45 others to suffer the effects of teargas inhalation   >>>

 

11. 5. 2018


 Gekündigtes Iran-Abkommen Merkel erhebt schwere Vorwürfe gegen Trump  >>>

 

 Streit über Iran-Abkommen Maas sieht Bruch im Verhältnis zu den USA  >>>

 

 Richard Grenell verteidigt umstrittenen Tweet US-Botschafter in Deutschland will weiter "Klartext" reden
Richard Grenell verteidigt umstrittenen Tweet: US-Botschafter in Deutschland will weiter "Klartext" reden

Deutsche Unternehmen sollten Geschäfte mit dem Iran sofort unterbinden. Das hatte der neue deutsche US-Botschafter gefordert - und viel Kritik geerntet. Nun hat er seine Aussage verteidigt  >>>

 

Hunderte Millionen an Revolutionsgarde geflossen- US-Finanzministerium sanktioniert iranische Dollarschmuggler  >>>


 

By wrecking Iran deal, Trump politicized Israel  >>>

 

Mahmoud Abbas seals his intellectually impoverished legacy  >>>

 

Bedouins outside of Jerusalem wrestle with uncertain future  >>>

 

Jews Say No! publishes ‘Moving Forward’ to highlight Jewish National Fund role in the Nakba  >>>

 

Israeli cemeteries in the West Bank send a message– Settlers are never leaving  >>>

 

Israel ‘returns love’ to Trump by naming a square after him in Jerusalem  >>>


11. 5. 2018

 

Merkel- In Nahost geht es "um Krieg und Frieden" - Israels feuert 70 Raketen auf iranische Stellungen in Syrien   >>>

 

Syrien- Israels Verteidigungsminister bestätigt Beschuss iranischer Stellungen   >>>
 


Attacke auf Golanhöhen- Israel greift iranische Militärziele in Syrien an   >>>

 

Merkel zur Lage in Nahost- "Es geht wahrlich um Krieg und Frieden"  >>>

 

Antrittsbesuch in Moskau- Maas und Lawrow bekennen sich zu Iran-Abkommen  >>>

 

Sanktionen gegen Iran- "Für die EU ist das ein Super-GAU"  >>>

 

Martin Schulz über Donald Trump- "Dieser Mann ist irrational"  >>>

 

Netanyahu bei Putin - Strategisches Speed-Dating in Moskau  >>>

 

By wrecking Iran deal, Trump politicized Israel >>>

 

Palästina will Ostjerusalem verwalten
Die Führung der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) will Ostjerusalem als Hauptstadt von Palästina wieder regieren. Dies erklärte Mitglied des PLO-Exekutivausschusses Ahmed Majdalani am Dienstag in einem Interview.  >>>

 

Israel to spend $16.6 million on excavations under Al-Aqsa Mosque  >>>

 

Abbas- we seek negotiations based on two-state solution  >>>

 

9. 5. 2018

 

+++ Iran-Krise im Newsticker +++

 

Neuer Atomkonflikt- Trump droht Iran mit "sehr ernsten Konsequenzen"  >>>

 

Deutsche Kritik an US-Botschafter Grenell- "Partnerschaft und Kasernenhof-Ton schließen sich aus"  >>>

 

Internationale Atom-Behörde widerspricht Trump- Iran hat Atom-Deal stets eingehalten >>>

 

Nach US-Ausstieg aus Atomabkommen- Europa schuld am Scheitern des Iran-Deals- US-Senator erhebt schwere Vorwürfe  >>>


 

Merkel stellt klar- Wir bleiben dem Atom-Abkommen verpflichtet  >>>

 


Iran-Anweisung an deutsche Firmen
Scharfe Kritik an neuem US-Botschafter in Berlin
Sein Tweet kam wie ein Befehl daher  >>>



US-Ausstieg aus Iran-Abkommen
Europas Stunde

Kommentar - Jetzt kommt es auf Europa an. US-Präsident Donald Trump hat sich gegen das Atomabkommen mit Iran entschieden, und das mit maximaler Härte. Nichts wird aufgeschoben, nichts abgeschwächt, die Marschrichtung lautet: größtmögliche Konfrontation. Nun wird klar, was für Europa auf dem Spiel steht: Ungeheuerliches. Da geht es nicht mehr nur darum, zu verhindern, dass Iran Atommacht wird. Es droht eine Welt unkontrollierter nuklearer Aufrüstung aller gegen alle. >>>
 

 

Sorge um Iran-Geschäfte- Deutsche Wirtschaft fordert Beistand von der Regierung  >>>

 


Iran-Abkommen: "Trumps Leichtfertigkeit macht mich sprachlos"

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn war an den Verhandlungen zum Iran-Deal seit dem ersten Tag beteiligt. Nach Trumps Ankündigung warnt er vor einem Wettrüsten in Nahost - und dramatischen Konsequenzen für Europa   a>>>
 

 

Atom-Deal- Trump verkündet Ausstieg aus Iran-Abkommen  >>>

 

Atom-Abkommen mit Iran aufgekündigt- Trumps harter Kurs gegen den Iran ist eine Ohrfeige für Merkel und Macron  >>>


Schwere Explosionen nach israelischem Angriff nahe Damaskus
Das Bürgerkriegsland Syrien kommt nicht zur Ruhe. Nach mutmaßlichen Giftgas-Angriffen seitens des Assad-Regimes ist die Lage eskaliert. Der Westen startet Militärschläge gegen Syrien - Moskau droht mit "Konsequenzen". Alle Informationen zum Syrien-Krieg im News-Ticker von FOCUS Online.  >>>
 

 


Trumps Iran-Entscheidung - Einfach brandgefährlich

Mit seiner Hochrisiko-Politik gegenüber Iran bringt der US-Präsident den Nahen Osten an den Rand eines großen Krieges. Ein Kommentar von Roland Nelles  >>>
 

 

Syrien- Israel meldet "ungewöhnliche Aktivitäten" iranischer Streitkräfte  >>>

 

"Regieren uns die USA"
US-Forderung - Deutsche Firmen sollen sich "sofort" aus Iran zurückziehen  >>>

 

 

„Wenn Assad die Iraner weiterhin von Syrien aus operieren lässt, sollte er wissen, dass er sein eigenes Todesurteil unterzeichnet hat und dass es sein Ende sein wird.

Wir werden sein Regime stürzen“, sagte Yuval Steinitz, der Minister für nationale Infrastruktur, Energie und Wasserressourcen, der Website von Yediot Ahronot.

„Assad kann nicht ruhig in seinem Palast sitzen und sein Regime aufrechterhalten, während er Syrien zu einer Basis für Angriffe gegen den Staat Israel machen lässt. Es ist sehr einfach“, sagte Steinitz, der Mitglied des israelischen Sicherheitskabinetts ist.

Israel hat vor einigen Tagen in einer verdeckten Operation einen Angriff gegen eine iranische Basis in Syrien geflogen – ohne allerdings offiziell zuzugeben, dass Israel hinter dem Angriff stand. In der Vergangenheit hat Israel übert hundert Luftangriffe gegen Ziele in Syrien geflogen.  >>>
 

 

Israel Orders Human Rights Watch Official Deported  >>>

 

PLO Official Calls for Demonstrations against US Embassy Relocation  >>>

 

Red Cross Calls on Israel to Respect Gaza Medical Crews  >>>

 

8. 5. 2018



Kopfschuss auf Palästinenser- Soldat Elor Azaria vorzeitig aus Haft entlassen   >>>

 

Israel bereitet sich auf einen Krieg vor
Premier Benjamin Netanjahu wirft dem Iran Angriffspläne vor: Das Land versuche, seine Kriegsmaschinerie auf syrisches Gebiet zu verlegen, um Israel anzugreifen.  >>>

 

Atomabkommen- Trump will Iran-Entscheidung morgen bekanntgeben  >>>

 

Britischer Außenminister- Johnson hält Trump für nobelpreiswürdig  >>>

 

Nine Palestinians killed in Gaza over the weekend  >>>

 

Israeli forces open fire at Gazan youths near border, killing  2  >>>

 

Health Ministry Allocates $3 Million for Gaza Medical Convoy  >>>

 

PLO- US Embassy Move in Violation of International Commitments  >>>

 

Families Demolish Own Homes To Avoid High Fines In Jerusalem  >>>

 

7. 5. 2018

 

Israel: Soldaten erschießen zwei Palästinenser an Grenze zu Gaza-Streifen  >>>

 

Israel to roll out plan to legalize all West Bank outposts    >>>

 

Israeli Air Force Fires A Missile Into Northern Gaza  >>>

 

Lieberman- Relocation of US Embassy Will Come at a Price  >>>

 

80 Künstler aus aller Welt, weigern sich an einer franz.-israelischen Kulturinitiative teilzunehmen.  >>>

 

Former Israeli Military Prosecutor Lives in Home Built on Palestinian Land  >>>

 

Ashrawi Reiterates PA’s Commitment to Democracy  >>>

 

Gaza Patient Dies after Israel Refuses to Allow Him Treatment  >>>

 

Palestinian refugees are demanding to be heard. Will we listen  >>>

 

6. 5. 2018

 

Video - Mehr als 1000 Verletzte bei Protesten an der Grenze zu Israel
Die Ausschreitungen dauern seit Ende März an. Seitdem wurden nach palästinensischen Angaben mindestens 43 Palästinenser getötet.  >>>

 

On 6th Friday of protests in Gaza, over 40 Palestinians injured by Israeli forces  >>>

 

Updated – Health Ministry- “Army Injures 1143 Palestinians, Including 83 With Live Fire In Gaza"  >>>

 

Palestinian teenager succumbs to wounds in Gaza, 2 others injured  >>>

 

Israeli forces kill 3 Palestinians in separate incidents along Gaza borderApril 30, 2018  >>>

 

Israeli army opens fire on Gaza protesters sixth week in a row  >>>

 

Video- Médecins Sans Frontières clinic overwhelmed by Palestinians wounded during March of Return  >>>

 

Philadelphia Jewish groups try to stop publication of article critical of Israel, insist on BDS training for Inquirer editors  >>>

 

Colonial Settlers Install Caravans in Jordan Valley  >>>

 

Israeli Soldiers Issue Orders Halting Construction Of A Home Near Bethlehem  >>>

 

Israeli Soldiers Fracture Arm Of Palestinian Woman Prior To Abducting Her Son  >>>

 

Army Injures Several Palestinians, Including A Medic, In Al-Biereh  >>>

 

 

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